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	<title>Tim Speckhardt-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Tim Speckhardt-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Mar 2019 17:16:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Benjamin Geipel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das kleine Studio im Staatstheater Wiesbaden ist perfekt für das Drei-Personen-Stück von James Edward Lyons (Buch) und Paul Graham Brown (Musik). Die Geschichte des mysteriösen King Kong, der von dem karriere- und geldfixierten Carl Denham an den Broadway geholt wird, um dort nach einer Show mit anschließender Massenpanik elendig zu sterben, kennt sicherlich jeder. Lyons ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-sehr-gute-buehnenbild-stellt-die-darsteller-fast-in-den-schatten/">Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das kleine Studio im Staatstheater Wiesbaden ist perfekt für das Drei-Personen-Stück von James Edward Lyons (Buch) und Paul Graham Brown (Musik). Die Geschichte des mysteriösen King Kong, der von dem karriere- und geldfixierten Carl Denham an den Broadway geholt wird, um dort nach einer Show mit anschließender Massenpanik elendig zu sterben, kennt sicherlich jeder.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2537 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_.jpg 1618w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lyons hat die Handlung so zusammengedampft, dass sie sich prima für kleine Bühnen eignet. Das Junge Staatstheater Wiesbaden nimmt solche Stoffe immer dankbar an und Iris Limbarth hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie genau weiß, wie sie ihre semiprofessionellen Darsteller in mehr oder weniger bekannten Stücken in Szene setzt.</p>
<p>In den Hauptrollen sind in der gut besuchten Vorstellung Tim Speckhardt (Carl Denham), Felicitas Geipel (Ann Darrow) und Benjamin Geipel (Jack Driscoll) zu sehen. Dass von den Dreien Speckhardt das beste Gesamtpaket zur Verfügung hat, zeigt er auch an diesem Abend nachdrücklich. Er singt sich fast fehlerfrei durch Browns leichtfüßige Melodien und überzeugt als schmieriger, nur den Erfolg im Blick habender Broadwayproduzent.</p>
<p>Felicitas und Benjamin Geipel zeigen da schon deutlich mehr Schwächen… Während man Felicitas Geipel die Naivität und Leichtigkeit der jungen Schauspielerin Ann Darrow nicht so recht abnehmen will, gibt Benjamin Geipel einen überzeugenden Seebären, für den es als Einzelgänger sehr überraschend ist, nicht nur eine Frau an Bord zu haben, sondern sich auch noch in diese zu verlieben. Gesanglich werden beide jedoch von Speckhardt abgehängt, dafür hört man bei beiden zu oft zu viele schiefe Töne.</p>
<p>Schiefe Töne kommen aber auch von Frank Bangert, der am Klavier und der Melodica den Abend instrumental (mit Ausnahme des zweimaligen Einsatzes einer Bongotrommlerin) allein bestreitet. Während er Browns Kompositionen am Klavier noch schön wiedergibt, klingen diese auf der Melodica doch oft sehr unsauber. Da hätte man sich gewünscht, dass stattdessen vielleicht doch ein Cello oder ähnliches an Bangerts Seite gewesen wäre. Dies hätte den klangvollen Stücken aus Browns Feder auch mehr Volumen verliehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2535 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_.jpg 1618w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Highlight dieser Inszenierung ist die Arbeit von Iris Limbarth und Britta Lammers (Bühne). Hier gibt es viele pfiffige Ideen, die den Abend kurzweilig werden lassen und von den Schwächen der Darsteller ablenken. Da ist zum einen die Tür im hinteren Teil der Bühne, die treffsicher als Küchentür in einem Diner, als Schiffstür mit Bullauge und als Bühnentür (mit Affe dahinter) fungiert.</p>
<p>Auch King Kongs übergroße Hand, die von einem ganz in schwarz gekleideten Ensemblemitglied sehr unauffällig über die Bühne geschoben wird, erwartet man hier so nicht. Felicitas Geipel kann auf der Handfläche bequem Platz nehmen und sich dort sogar regelrecht hineinkuscheln. Diese Großkulisse ist dem Jungen Staatstheater exzellent gelungen.</p>
<p>Die vielen Schrank- und Truhenkoffer auf dem Schiff, welche auch als Mobiliar im Hotel, als  Versteck im Urwald und auch als Spitze des Empire State Buildings dienen, werden auch sehr gut eingesetzt. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass hier irgend etwas nicht stimmen würde.</p>
<p>Zur Ausstattung im weiteren Sinn gehören auch die Projektionen aus Schwarz-Weiß-Filmen, die von Gérard Naziri und Benjamin Geipel zusammengestellt und für das Stück angepasst wurden. Vor Beginn des Stücks und während der Pause werden die Zuschauer so in die richtige Zeit versetzt. Ein gelungener Schachzug.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2536 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_.jpg 1617w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Limbarth überzeugt in dieser Produktion weniger dank ihrer Choreographien, für die sie diesmal ebenfalls verantwortlich zeichnet, als vielmehr wegen guter Regie-Einfälle, die das Publikum zum Lachen und Staunen bringen. Dazu zählt u. a. der „umgedrehte Limbo“, der von den Darstellern mithilfe von Masken und somit einer doppelseitigen Figur problemlos bewältigt wird. Aber auch die Flucht vor Kong über die Insel, mit dem im Hintergrund „vorbeiziehenden“ Fluss, ist sehr gelungen. Hier wurde mit weniger, sehr zielsicher eingesetzter Theatermagie genau der passende Rahmen für dieses Stück geschaffen.</p>
<p>„King Kong“ in Wiesbaden reiht sich ein in eine lange Riege von Stücken, die – je nach Spielstätte – ein größeres oder kleineres Publikum begeistern.</p>
<p>Vielleicht wäre es aber eine schöne Idee, auch mal anderen Sängerinnen die Chance auf eine Hauptrolle zu geben. Felicitas Geipel spielt so ziemlich jede weibliche Hauptrolle in Produktionen des Jungen Staatstheaters, doch nicht immer passt sie altersmäßig oder von der Stimmfarbe und -lage her zu der jeweiligen Rolle. In anderen Stücken hatten jedoch schon einige Ensemble-Kolleginnen gezeigt, dass auch sie durchaus in der „ersten Reihe“ bestehen können.</p>
<p>Man darf schon jetzt gespannt sein, welche Stücke das Junge Staatstheater Wiesbaden sich für die kommende Spielzeit aussuchen wird. Denn es sind immer schöne Überraschungen oder selten gespielte Musicals dabei, über die sich das Publikum sehr freut.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">4</span>. März 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> <span class="Bold">Felicitas Geipel, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Regie:</strong> Paul Graham Brown / Iris Limbarth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christine Tritschler<br />
</span></div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Unerwartetes Engagement bei der Ausstattung, gesanglich noch nicht ganz ausgereift</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/unerwartetes-engagement-bei-der-ausstattung-gesanglich-noch-nicht-ganz-ausgereift/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2018 16:21:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alexandre Dumas’ literarische Vorlage ist schon auf verschiedenste Art für die Bühne verarbeitet worden. Die gelungenste Musicalfassung lieferten Rob und Ferdi Bolland 2003 ab. Seitdem gab es vor allem im deutschsprachigen Raum viele kleinere und größere Inszenierungen (u. a. 2010 in Tecklenburg) dieses Stücks. Das Junge Staatstheater in Wiesbaden hat sich diese Spielzeit des dramatischen ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alexandre Dumas’ literarische Vorlage ist schon auf verschiedenste Art für die Bühne verarbeitet worden. Die gelungenste Musicalfassung lieferten Rob und Ferdi Bolland 2003 ab. Seitdem gab es vor allem im deutschsprachigen Raum viele kleinere und größere Inszenierungen (u. a. 2010 in Tecklenburg) dieses Stücks.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2460 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Junge Staatstheater in Wiesbaden hat sich diese Spielzeit des dramatischen Stoffs angenommen und ihn sehr ansprechend umgesetzt. Viel Handlung und abwechslungsreiche Charaktere geben Regisseurin Iris Limbarth viele inszenatorische Möglichkeiten, die diese aber nur am Rande nutzt. Den besten Job im Kreativteam liefert in dieser Produktion Britta Lammers ab, die der kleinen Bühne im Wiesbadener Staatstheater durch den diagonal platzierten Rahmen im Hintergrund mehr Tiefe und viele schöne Spielebenen verleiht. Auch die gut ausgearbeiteten Kostüme von Heike Korn helfen sehr gut dabei, das Publikum an den französischen Königshof im 17. Jahrhundert zu versetzen.</p>
<p>Die Charaktere sind gut besetzt. Benjamin Link gibt einen jugendlich-aufmüpfigen D’Artagnan, Tim Speckhardt den strengen Athos, dem sein gebrochenes Herz mehr zu schaffen macht, als er zuzugeben bereit ist. Benjamin Geipel ist der schusselig-gemütliche Porthos und Imannuel Mich der mehr oder weniger streng christlich lebende Aramis.</p>
<p>Rainer Maaß und Norman Dobrovsky geben das bösartige, hinterlistige Duo Cardinal Richelieu und dessen Handlanger Rochefort. Brandon Miller und Dennis Fritzinger spielen die beiden Staatsmänner Lord Buckingham und König Ludwig.</p>
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<p>Benjamin Link hat eine schöne Stimmfarbe, die insbesondere in langsamen und tiefen Passagen beosnders gut zur Geltung kommt, und bringt als ungestümer D’Artagnan einen großen Sympathiefaktor mit. Einige Passagen („Heut ist der Tag“) sind im schlichtweg zu schnell und an anderen Stellen ist seine Stimme noch nicht ausgereift genug, um mit den Bolland-Kompositionen mitzuhalten.</p>
<p>Während Benjamin Geipel und Imannuel Mich als Porthos und Aramis ihre wenigen Momente rollendeckend nutzen, sticht Tim Speckhardt in der Doppelrolle als D’Artagnas Vater und Athos heraus, da er sowohl sehr souverän spielt als auch gesanglich die tiefen Gefühle, die ihn bewegen, zu vermitteln weiß. Als Vater hat er viel Sanftheit in der Stimme, als Athos kann er Stärke und Verletzbarkeit gleichermaßen intonieren. Einzig bei „Engel aus Kristall“ offenbart auch er ein paar Schwächen. Hieran hat aber auch das etwas befremdliche Arrangements des Songs einen großen Anteil. Zudem greift das Orchester auch bei diesem Song öfter daneben (Musikalische Leitung: Frak Bangert).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2459 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Felicitas Geipel kann als Milady de Winter leider weder schauspielerisch noch gesanglich überzeugen. Sie wirkt wenig verführerisch und zu steif für das, was man dieser Dame nachsagt. „Männer“, einer der Showstopper in diesem Stück wird als langatmiger Tango inszeniert, dem es an jeglichem Feuer fehlt.</p>
<p>Auch der sichtbare Altersunterschied zwischen Geipel und Speckhardt beeinflusst die Glaubwürdigkeit dieser beiden Charaktere. Es fällt schwer sich vorzustellen, dass die beiden einmal ein Paar waren.</p>
<p>Ähnlich hölzern ist auch Norman Dobrovsky, der als Rochefort einfach zu nett ist. Dagegen liefert Rainer Maaß eine einschüchternde und selbstbewusste Interpretation des intriganten Kirchenmannes ab. Auch gesanglich setzt er sich von den meisten anderen Ensemblemitgliedern ab.</p>
<p>Einzig Denia Gilberg ist gesanglich noch etwas sicherer. Sie spielt sehr süß und sympathisch, ob gleich sie in dieser Inszenierung viel mehr Selbstbewusstsein bekommt als man es aus früheren Produktionen kennt. Doch auch Meike Roth lässt zumindest anklingen, dass sie über eine wunderschöne Stimme verfügt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2456 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__117_von_278__kopie-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__117_von_278__kopie-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__117_von_278__kopie.jpg 413w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Choreographien (ebenfalls Iris Limbarth) sind gut, aber für die meisten der jungen Nachwuchsdarsteller dann doch zu komplex. Dafür sind die Degenkämpfe von Atef Vogel recht gut choreographiert, auch wenn sie gerade zum Ende hin etwas plötzlich entbrennen und deplatziert wirken.</p>
<p>Im Großen und Ganzen kann das Junge Staatstheater aber auch mit dieser Leistung sehr zufrieden sein. Vieles wird sich im Laufe der Spielzeit noch besser einprägen und die Darsteller werden an Souveränität hinzugewinnen. Vor diesem Hintergrund kann man auch „3 Musketiere“ in Wiesbaden durchaus empfehlen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"> <strong>Premiere:</strong> 28. September</span><span class="Bold"> 2018</span></span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Benjamin Link, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel, Imannuel Mich, Rainer Maaß, Norman Dobrovsky, Felicitas Geipel, Meike Roth, Denia Gilberg</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Iris Limbarth / <span class="st">Rob &amp; Ferdi Bolland</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christine Tritschler<br />
</span></div>
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		<title>Kurzweilige Unterhaltung, in der sich jeder irgendwo wiederfindet</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kurzweilige-unterhaltung-in-der-sich-jeder-irgendwo-wiederfindet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2016 06:38:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jimmy Roberts und Joe DiPietros vielfach ausgezeichnetes Musical über die Spielarten der Partnerschaft braucht nur wenig inszenatorischen Aufwand, um zu begeistern. Die Songs sind abwechslungsreich, und die konstant wechselnden Charaktere sind trotz ihrer Überzeichnung so erfrischend normal, dass man sie einfach mögen muss. Lediglich sechs Darsteller schlüpfen in mehr als 40 Rollen und decken von ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jimmy Roberts und Joe DiPietros vielfach ausgezeichnetes Musical über die Spielarten der Partnerschaft braucht nur wenig inszenatorischen Aufwand, um zu begeistern. Die Songs sind abwechslungsreich, und die konstant wechselnden Charaktere sind trotz ihrer Überzeichnung so erfrischend normal, dass man sie einfach mögen muss.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3142 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-400x265.jpg" alt="" width="400" height="265" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-400x265.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-1024x680.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-768x510.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-1536x1019.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684.jpg 2001w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lediglich sechs Darsteller schlüpfen in mehr als 40 Rollen und decken von Dating Shows über den ersten Sex, Hochzeiten, das leidige Elternsein und das Alter den kompletten, zugegebenermaßen sehr klischeebehafteten Lebenszyklus einer modernen Partnerschaft ab.</p>
<p>Da sind die emanzipierte Immobilienmaklerin und der erfolgreiche IT-Manager, der „Hengst“ und die Blondine, die aufdringliche „Freundin“, die ihren Tennispartner um jeden Preis erobern will, die Eltern, die den perfekten Lebensweg für ihren Sohn geplant haben und erschüttert sind, als dieser plötzlich eigene Entscheidungen trifft. Nicht zu vergessen die frisch gebackenen Eltern, die irgendwie die schon fast gänzliche verschüttete Libido wieder zum Leben erwecken wollen (super gespielt von Mariella Köhlert und Benjamin Geipel), die Single-Frau, die immer Brautjungfer, aber niemals die Braut ist, und schlussendlich der Witwer, der alleinstehende ältere Damen auf Beerdigungen aufreißt. Die Vielfalt an Persönlichkeiten ist schier endlos.</p>
<p>Sechs Nachwuchsdarsteller des Jungen Staatstheaters Wiesbaden schlüpfen in die so unterschiedlichen Rollen – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Ouvertüre bestreiten sie im Bademantel und sie ziehen sich erst im</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3139 size-medium alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-382x400.jpg" alt="" width="382" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-382x400.jpg 382w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-977x1024.jpg 977w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-768x805.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265.jpg 1062w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /></p>
<p>Laufe der ersten Minuten vollständig an. Begleitet werden sie von Michael Geyer am Piano und der Cajon. Mehr braucht es für einen unterhaltsamen Abend nicht.</p>
<p>Natürlich können nicht alle sechs in jeder Rolle vollends überzeugen, doch jeder hat sein besonderes Highlight. Anna Heldmaier setzt mit „Männernotstand“ direkt mal ein Ausrufezeichen. Gesanglich nicht 100%ig überzeugen, macht sie aber mit ihrer ausdrucksstarken Mimik vieles wett. Klasse sind auch Constanze Kochanek und Tim Speckhardt in der „Lasagne-Szene“. Der sprichwörtliche „Idiotenknopf“ wird von Kochanek mit sehr viel komödiantischem Talent bedient. Beide sind herrlich unsicher im Umgang miteinander, da stört es dann auch wenig, dass „Ich werd’ geliebt“ etwas unsicher dargeboten wird.</p>
<p>Wenn Anna Heldmaier und Rainer Maaß als Eltern mit ansehen müssen, dass ihnen ihr Sohn anstatt einer Verlobung eine Trennung verkündet, ist ihre Reaktion urkomisch. Heldmaier als Mutter ist schon fast etwas zu entrüstet und Maaß guckt als Vater herrlich bescheuert und geschockt aus der Wäsche.</p>
<p>Auch zwei Puppen (gespielt und gesungen von Anna Stecking und Fabian Kastl) geben ihr Wissen an die Zuschauer weiter: Der „Penis-Song“ geht zwar schwerlich als jugendfrei durch, lehrreich ist er jedoch allemal. Außerdem lernt das Publikum, dass man sexuelle „Nicht-Befriedigung“ ganz vortrefflich mithilfe von Anwälten lösen kann. Alle vier Darsteller spielen in dieser Szene herausragend!</p>
<p>Immer wieder lernt das Publikum verzweifelte Singles kennen, die sich von einer Dating Show (moderiert von Benjamin Geipel) die große Liebe erhoffen. Natürlich klappt dies nicht, aber wenn ein Insasse des „Hessischen Staatsgefängnisses“ (Tim Speckhardt) zwei eigentlich gar nicht aneinander interessierte Singles (Mariella Köhlert, Rainer Maaß) mit Waffengewalt zu ihrem Hochzeitsglück zwingt, ist das einfach herrlich abstrus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3143 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12469_i_love_you_hp1_30-e1639119079728-400x222.jpg" alt="" width="400" height="222" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12469_i_love_you_hp1_30-e1639119079728-400x222.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12469_i_love_you_hp1_30-e1639119079728-1024x569.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12469_i_love_you_hp1_30-e1639119079728-768x426.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12469_i_love_you_hp1_30-e1639119079728-1536x853.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12469_i_love_you_hp1_30-e1639119079728.jpg 2001w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Der bekannteste Song dieser Show ist „Brautjunger immer, niemals die Braut“. Constanze Kochanek glaubt man sofort, dass ihr das Brautjunger-Dasein auf den Keks geht. Ihr Cocktailkonsum ist beachtlich und so torkelt Kochanek mit bedrohlicher Schlagseite über die Bühne. Klasse!</p>
<p>Auch Beerdigungen scheinen – glaubt man Joe DiPietro – ein guter Ort zu sein, einen neuen Partner zu finden. Rainer Maaß ist da als Witwer ziemlich konkret und findet in Anna Heldmaier ein williges Opfer. Die Annäherung dieser beiden älteren Herrschaften wird von beiden sehr liebevoll umgesetzt. Anna Heldmaier ist wunderbar begriffsstutzig, doch es gelingt Maaß schließlich, sie zu erobern.</p>
<p>Gesanglich stechen besonders Tim Speckhardt, Constanze Kochanek und Rainer Maaß hervor, doch auch ihre Mitstreiter wissen vor allem mit einem guten Gefühle für Pointen und gekonnt eingesetzter Mimik zu überzeugen. Iris Limbarth hat ihren jungen Darstellern regieseitig viel Freiraum gelassen. Es wirkt alles locker und nicht einstudiert. So viele Charakterwechsel in so kurzer Zeit sind auch für erfahrene Darsteller eine Herausforderung. Die Nachwuchsdarsteller haben hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass mit der richtigen Förderung und in der richtigen Umgebung Musiktheater auch jenseits der großen Ensuite- und Tourproduktionen exzellent funktionieren kann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">10. November 2016<br />
<strong>Darsteller:</strong> Rainer Maaß, Anna Heldmaier, Tim Speckhardt, Constanze Kochanek, Benjamin Geipel, Mariella Köhlert, Anna Stecking, Fabian Kastl<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Jimmy Roberts &amp; Joe DiPietro / Iris Limbarth<br />
<strong>Fotos: </strong>Andreas Etter<br />
</span></span></p>
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</div>
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		<title>Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-energetische-ensemble-und-die-hervorragende-band-machen-diese-show-sehenswert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 12:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Dwayne-Gilbert Besier]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Kastl]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Krämer]]></category>
		<category><![CDATA[MADNESS]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Links]]></category>
		<category><![CDATA[Our House]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Darling]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Emig]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Speckhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Viktoria Reese]]></category>
		<category><![CDATA[Wartburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Theater in der Wiesbadener Wartburg empfiehlt sich als hervorragende Bühne für kleinere Produktionen. Das Junge Staatsmusical bringt dort regelmäßig seine Musicals zur Aufführung. Auch „Spring Awakening“ funktionierte in der intimen Atmosphäre der ehemaligen Wirkungsstätte des Wiesbadener Männergesangsvereins sehr gut. So verwundert es nicht, dass auch das Set für „Our House“ sehr ansprechend ist. Auf ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<p>Das Theater in der Wiesbadener Wartburg empfiehlt sich als hervorragende Bühne für kleinere Produktionen. Das Junge Staatsmusical bringt dort regelmäßig seine Musicals zur Aufführung. Auch „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Spring_Awakening_2016.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1914">Spring Awakening</a></span>“ funktionierte in der intimen Atmosphäre der ehemaligen Wirkungsstätte des Wiesbadener Männergesangsvereins sehr gut.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">So verwundert es nicht, dass auch das Set für „Our House“ sehr ansprechend ist. Auf Anhieb erkennt man verschiedene Spielebenen. Britta Lammers ist es gelungen, die zahlreichen Szenenbilder kompakt in einer roten Häuserfront zu verpacken, die sich dank gut genutzter Schiebetüren in eine Partylocation, Büros oder ein Gefängnis verwandeln lässt.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="400" height="246" /></div>
<p class="Body">„Our House“ in Wiesbaden ist nach Berlin 2012 erst die zweite Aufführung des Madness-Musicals in Deutschland. Die Dialoge und einige Songtexte wurden hierfür von Thomas Huber ins Deutsche übertragen. Dass dies an einigen Stellen durchaus eine Herausforderung war, merkt man im Laufe des Abends häufiger: „My Girl“, in dem sich Joe und seine Kumpels Emmo und Lewis ihr Leid über Mädels klagen, holpert auf Deutsch schon arg.</p>
</div>
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</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch dies tut dem Schwung, den die Hits von Madness auch in diesem kleinen Rahmen entwickeln, keinen Abbruch. Die Band unter der Leitung von Frank Bangert lässt das Feeling der 1980er aufleben. Dass nur sechs Musiker (natürlich mithilfe via Keyboard zugespielter Instrumente) für diesen satten Sound verantwortlich sind, ist für viele Zuschauer eine Überraschung und wird am Ende lautstark honoriert.</p>
<p class="Body">Das Ensemble nimmt die Energie der Songs auf und setzt diese in lebendige Tanznummern um. „ Baggy Trousers“, bei dem die Darsteller eine gelungene Gummitwist Choreographie in Schwarzlicht hinlegen, gehört genauso dazu wie „House of Fun“ und „Our House“ am Beginn des Stücks. Die junge Cast kommt hierbei ordentlich aus der Puste. Allerdings muss man den Darstellern zugute halten, dass sich Myriam Lifka recht komplexe Choreographien ausgedacht hat, die gut zu den Songs passen und auch nah am Original von Peter Darling sind. Doch einigen fehlt es an der nötigen Kondition, dieses Tempo eine komplette, sehr tanzlastige Show durchzuhalten.</p>
</div>
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</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_261_304">
<div class="style_2">
<p class="Body">Iris Limbarth hat auch dieses Stück für das Junge Staatsmusical inszeniert. Sie orientiert sich stark an Matthew Warchus <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Our_House.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=573">Premiereninszenierung</a></span> von 2002. Die aufgrund von Bühne, Ensemble und Budget notwendigen Abstriche fallen wenig ins Gewicht. In Wiesbaden wird häufiger mit einem Doppelgänger gearbeitet als seinerzeit in London. Herausragende Szenen sind die wilde Autofahrt mit dem sprichwörtlichen Jaguar anlässlich Sarahs Geburtstag („Driving in my car“ mit einem sehr charmanten selbstgebauten Fiat) sowie „Tomorrow’s just another day“, wo die Handlung auf zwei Spielebenen stattfindet.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="330" height="425" /></div>
</div>
<p class="Body">Es gelingt Limbarth, die beiden Handlungsstränge von Joe Casey gut und verständlich nachzuzeichnen. Manches Mal werden seine Entscheidungen zwar zu plakativ erläutert, damit auch wirklich jeder versteht, warum der unehrliche, anfangs getürmte Joe plötzlich ein erfolgreicher Geschäftsmann wird und der ehrliche, vorbestrafte Joe immer mehr in Bedrängnis gerät und sich den Avancen der Kleinkriminellen in seinem Umfeld kaum noch entziehen kann, doch alles in allem kann man die unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen der beiden Joes gut nachvollziehen.</p>
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<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_201">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Our House“ steht und fällt aber mit einem charismatischen Hauptdarsteller. Michael Jibson hat sich seinerzeit mit dieser Rolle für weitere Engagements im West End empfohlen und ist heute auf der Musical- und Theaterbühne genauso zuhause wie im TV. In dieser vermeintlich kleinen Produktion übernimmt Tim Speckhardt die Doppelrolle von Joe Casey. Es gelingt ihm mit gut ausgeprägter, akzentuierter Mimik die beiden unterschiedlichen Charaktere von Joe darzustellen. Die in schwarz bzw. weiß gehaltenen Outfits und entsprechende Kopfbedeckungen tun ihr übriges, um den bösen und guten Joe in den schnell wechselnden Szenen voneinander zu unterscheiden.</p>
<div>
<div>Speckhardt zeichnet den Weg des lügenden Teenagers hin zum erfolgreichen Immobilienmakler, der nicht nur seine Beziehung zu Sarah aufs Spiel setzt, sondern schlussendlich seine Mutter dem Erfolg opfert, genauso glaubwürdig nach wie den des guten, ehrlichen Joes, der mit allen Mitteln versucht, seinen Platz in dieser Welt zu finden. Doch als ehemaliger Straftäter bekommt er von niemandem Unterstützung, seine Beziehung zu Sarah wird hart auf die Probe gestellt, und er erliegt beinahe der Verlockungen der „dunklen Seite“, doch am Schluss rettet er die Casey Street und heiratet seine Sarah.</div>
</div>
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</div>
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<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Wechselspiel von Gut und Böse, richtigem und falschem Weg gipfelt in der Büroszene, in der beide Joes auf Mr. Pressman treffen, der Casey Street abreißen und in einen Schickimickiboulevard verwandeln will. Speckhardt interpretiert „Rise and Fall“ herausragend. Im Duett mit Sarah („It must be Love“) singt er eine lupenreine Zweitstimme. Dass Speckhardt neben der Hauptrolle auch die Gesangseinstudierung übernommen hat, kommt nicht von Ungefähr.</p>
<div class="tinyText stroke_0">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_7.png" alt="" /></div>
</div>
<p class="Body">Joes Teenagerliebe Sarah wird von Nina Links zum Leben erweckt. Sie geht im Laufe des Abends durch ein Wechselbad der Gefühle, welches sie sehr gut über die Rampe bringt. Das ihre Stärken nicht allein im Schauspiel liegen, zeigt sie erst spät im zweiten Akt: Ihre Phrasierungen bei „It must be Love“ sind hervorragend. Sie bringt viel Gefühl in ihren Gesang (insbesondere bei dem eigens für die Show komponierten „NW5“, besser bekannt als „Sarah’s Song“) und kann mit ihrem Gesamtpaket aus Mimik, Spiel und Gesang vollends überzeugen.</p>
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<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_201">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ein weiteres Stück, das Madness auf Wunsch von Autor Tim Firth eigens für das Musical geschrieben haben, ist „Simple Equation“, mit dem Joe’s verstorbener Vater die grundlegende Problematik einer falschen Entscheidung thematisiert. Peter Emig übernimmt diese Rolle des „Moralapostels“. Er kommentiert Joes Handlungen und Entscheidungen, auch wenn er auf das tatsächliche Geschehen keinen Einfluss nehmen kann und zumindest im Fall des „bösen“ Joes mit ansehen muss, wie sein Sohn ihn seine kriminellen Fußstapfen tritt. Emig spielt den Part mit nicht ganz so viel Stattlichkeit und Erhabenheit wie man es sich für diese Figur wünschen würde. Er hat sehr intensive Solonummern, die er durchaus zu nutzen weiß. Die Duette mit Felicitas Geipel als Kath Casey misslingen jedoch leider.</p>
</div>
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<div id="id10" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_262_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das scheinbar willkürliche Schnipsen bei Emigs Auftritten verwirrt mehr als das es nützt. Allein durch den Lichtwechsel wird klar, dass hier jemand zu sehen ist, der nicht aktiv in die Handlung eingebunden ist. Insgesamt wirkt dieser Vater weniger als die moralische Instanz, die er sein sollte.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Zum erweiterten Darstellerkreis zählen Joes und Sarahs Freunde: Während insbesondere Lewis und Emmo (Johannes Kastl und Dwayne-Gilbert Besier) durch ihre Tollpatschigkeit und Liebenswürdigkeit auffallen, geben Billie und Angie (Viktoria Reese und Lisa Krämer) die typischen Teeniezicken zum Besten. Allen vier spielen rollendeckend. Kastl hinterlässt als schusseliger Lewis einen bleibenden Eindruck, während Besier als Emmo so richtig schön gaga ist. Sarahs Freundinnen harmonieren stimmlich perfekt, was vor allem bei „Embarassment / Keiner hier glaubt an Dich“ gut zum Ausdruck kommt.</p>
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<div id="id11" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Benjamin Geipel spielt einen herrlich schleimigen Mr. Pressman und kann auch als Kleinkrimineller Reecey überzeugen. Gesanglich gibt es bei ihm sicherlich noch Luft nach oben. Gleiches gilt auch für Felicitas Geipel, die als Joes Mutter aber vor allem schauspielerisch glänzen muss. Ihre Sorge um ihren Sohn ist greifbar und da sieht man ihr nach, dass sie sich im Bereich Tanz auch nicht gänzlich heimisch fühlt.</p>
<p class="Body">Was bleibt von „Our House“ in der Wartburg in Erinnerung? Auf jeden Fall das lebensfrohe, überzeugend tanzende Ensemble, die druckvolle Band und vor allem zwei Hauptdarsteller, die schauspielerisch und gesanglich auf ganzer Linie begeistern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Wartburg, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 10. April 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Tim Speckhardt, Nina Links, Johannes Kastl, Dwayne-Gilbert Besier, Viktoria Reese, Lisa Krämer, Peter Emig, Felicitas Geipel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Iris Limbarth</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Sven-Helge Czichy</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-energetische-ensemble-und-die-hervorragende-band-machen-diese-show-sehenswert/">Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gute, komplexe Story, tolle Jungschauspieler, weniger beeindruckende Gesangstalente</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gute-komplexe-story-tolle-jungschauspieler-weniger-beeindruckende-gesangstalente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2015 14:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Herrnsdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Mariella Köhlert]]></category>
		<category><![CDATA[Mira Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Superhero]]></category>
		<category><![CDATA[Sven-Helge Czichy]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Speckhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1070</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die zeichnerische Entstehungsgeschichte von Miraculous Man in die Ouvertüre zu verpacken, ist ein cleverer Schachzug vom Autor Anthony McCarten und Komponist Paul Graham Brown. So weiß in der ersten Szene jeder Zuschauer sofort, worum es geht: Der 14-jährige Donald hat Leukämie und schafft sich mit Miraculous Man einen Superhelden, der ihm hilft, den Alltag zwischen ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<div id="nav_layer">
<div id="body_layer">Die zeichnerische Entstehungsgeschichte von Miraculous Man in die Ouvertüre zu verpacken, ist ein cleverer Schachzug vom Autor Anthony McCarten und Komponist Paul Graham Brown. So weiß in der ersten Szene jeder Zuschauer sofort, worum es geht: Der 14-jährige Donald hat Leukämie und schafft sich mit Miraculous Man einen Superhelden, der ihm hilft, den Alltag zwischen Schule, Familie, Chemotherapie und Bestrahlung durchzustehen.</p>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Großstadtkulissen (Britta Lammers), die sämtliche Szenen umrahmen, sind sehr gelungen und übertreffen die Erwartungen, die man gemeinhin an ein Jugendmusical im Stadttheater hat. Die Kulissen verleihen dem Stück etwas Kompaktes, manchmal Bedrohliches, lenken aber von den handelnden Charakteren zu keiner Zeit ab. Auch die sehr dosiert eingesetzte Hubbühne des Kleines Hauses vom Staatstheater Wiesbaden sorgt für Staunen. Nein, soviel gut genutzte Technik hätte man wirklich nicht erwartet.</p>
</div>
</div>
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<p class="Body">Was man sich aber immer wieder vor Augen führen muss, ist, dass man es hier mit Nachwuchskünstlern zu tun hat. Insofern sollte man über mangelndes Gesangstalent, nicht ganz synchrone Choreographien und etwas hölzern vorgetragene Dialoge hinwegblicken. Das klappt beim Gros der Darsteller auch problemlos. Schwieriger wird es jedoch bei den Protagonisten: Donald’s Mutter (Felicitas Geipel) hat ihre Stärken im Schauspiel und weniger im Gesang. Dafür rührt sie mit ihren Sorgen als Mutter eines todkranken Jungen zu Tränen. Sven-Helge Czichy steht ihr als Donald’s Vater zur Seite. Die Gratwanderung zwischen besorgtem Elternteil und liebendem Ehemann, der durchaus auch noch andere Bedürfnisse hat, gelingt ihm sehr gut. Highlight ist natürlich die Kifferszene, in der er mit seinem Sohn einen Joint raucht, um ihm die Schmerzen zu nehmen.</p>
<p class="Body">Eben dieser Sohn, Donald Delpe, wird von Marcel Herrnsdorf gespielt. Der Teenager spielt die schwere Rolle zu jeder Zeit glaubhaft. Man leidet mit ihm, wenn er versucht, sich gegen die Krankenhausbehandlungen aufzulehnen, man freut sich mit ihm, wenn er sich endlich das erste Mal verliebt, schmunzelt über seine tollpatschigen Versuche, diesem Mädchen näherzukommen und weint als er schließlich den Kampf gegen den Krebs verliert. Schauspielerisch muss man vor Herrnsdorf den Hut ziehen. Einen solch komplexen Part würde ein erwachsener Darsteller kaum besser spielen können. Gesanglich gibt es bei ihm noch Potentiale zu erarbeiten: Der Rap am Anfang ist sowohl vom Tempo her als auch melodisch eine zu große Herausforderung.</p>
<p class="Body">Ähnlich fällt das Urteil zu Dr. Gummifinger (Benjamin Geipel) aus: Er erinnert mehr an eine Persiflage aus der Rocky Horror Show als an einen ernsthaften Gegner von Miraculous Man. Doch dieses Aufgesetzte, Gekünstelte gelingt ihm ganz hervorragend. Ein stimmiges Komplettpaket liefert Anna Heldmaier als Krankenschwester ab: Sie spielt beide Rollen – gut und böse – glaubwürdig und lässt auch gesanglich nichts vermissen.</p>
<p class="Body">Donald’s Alter Ego, der Miraculous Man, wird von Johannes Meurer gegeben. Meurer ist ein großer Sympathieträger. Er spielt rollendeckend und zeigt vor allem in den Duetten mit Herrnsdorf, dass er ein wirklich guter Sänger ist.</p>
<p class="Body">Doch der mit Abstand kompletteste Musicaldarsteller ist an diesem Abend Tim Speckhardt alias Dr. Adrian Kling. Er zeigt viele Facetten – vom typischen Therapeuten über den gehörnten Ehemann zum vermeintlichen Draufgänger –, lässt dabei aber immer die gebotene Disziplin und Besonnenheit mitschwingen, die man von einem Ratgeber in seiner Position erwarten würde. Er singt sauber und bringt auch hier die richtige Dosis an Emotionen über die Rampe. Sein Date-Duett mit Mira Keller (Krankenschwester Angela) gehört zu den schönsten Szenen des Abends.</p>
<p class="Body">Mira Keller und Mariella Köhlert (Donald’s Angebetete Shelly) komplettieren die Riege der Hauptfiguren. Erstere überzeugt als umsorgende Krankschwester genauso wie als selbstbewusste junge Frau, die sich nicht auf einen verheirateten Mann einlassen möchte. Köhlert sticht aus dem Ensemble der Nachwuchsdarsteller durch ihre Energie deutlich heraus. Sie spielt mit viel Einsatz und führt das Publikum glaubhaft durch die Lebens- und Liebeswelt eines weiblichen Teenagers.</p>
<p class="Body">Eine so komplexe und hochemotionale Handlung wie den Krebstod eines Teenagers als Musical umsetzen zu wollen, ist durchaus ein Wagnis. Doch da der Romanautor Anthony McCarten auch das Buch zum Stück geschrieben hat, konnte hier nicht viel schiefgehen. Iris Limbarth inszeniert die ergreifende Handlung erfreulich unaufgeregt und setzt zu jeder Zeit den richtigen Schwerpunkt. Auch die eigentliche Sterbeszene von Donald ist pietätvoll umgesetzt und der zu erwartende Kloß im Hals löst sich sehr schnell wieder auf.</p>
<p class="Body">Leider ist Limbarth choreographisch zu sehr auf ihre jungen Tänzer eingegangen. Besonders einfallsreich oder anspruchsvoll sind die Tanzszenen sind, dafür entsprechen sie einem Stil, den die Jugendlichen im Zuschauerraum sofort übernehmen und nachtanzen würden.</p>
<p class="Body">Für die Kompositionen zeichnet Paul Graham Brown verantwortlich. Er hat einen jungen, aktiven Rahmen für diese phasenweise doch recht komplexe und verwirrende Handlung geschaffen. Einige Songs sind für die jungen Sänger wohl doch eine Nummer zu groß, aber insgesamt fügen sich die Melodien sehr gut in das Gesamtbild des Stücks ein. Beeindruckt ist das Publikum aber durchaus als es beim Schlussapplaus merkt, dass jeder Titel live gespielt wurde. Das Orchester leistet ganze Arbeit und spielt so sauber, dass man manches Mal geneigt ist zu denken, man lausche einer CD.</p>
<p class="Body">Auch wenn wir beim Kartenkauf gewarnt wurden, dass wir besser unsere Taschentücher parat haben sollten – es ging ohne. Allerdings liefert „Superhero“ viel Gesprächsstoff – und die Zeit sollte man auf jeden Fall einplanen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. April 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Marcel Herrnsdorf, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel, Mira Keller, Mariella Köhlert, Felicitas Geipel, Sven-Helge Czichy</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Paul Graham Brown / Iris Limbarth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Lena Obst<br />
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