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	<title>2022-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2022-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Es gibt viel zu Lachen – packen wir’s an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 11:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Die Große Weihnachtsshow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit vielen Jahren gehört „Die große Weihnachtsshow“ fest zum Repertoire der Hamburger Stage School. Das First Stage Theater verwandelt sich alljährlich in einen Winter- und Weihnachtstraum: Deko-Fans finden sich hier in einem wahren Glitzerparadies wieder! Wirklich jeder Quadratzentimeter ist festlich geschmückt – einschließlich der Toilettenräume. In diesem Jahr übernahm Kira Hehlemann die Regie der „Großen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vielen Jahren gehört „Die große Weihnachtsshow“ fest zum Repertoire der Hamburger Stage School. Das First Stage Theater verwandelt sich alljährlich in einen Winter- und Weihnachtstraum: Deko-Fans finden sich hier in einem wahren Glitzerparadies wieder! Wirklich jeder Quadratzentimeter ist festlich geschmückt – einschließlich der Toilettenräume.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3285 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-400x191.jpg" alt="" width="400" height="191" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-400x191.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-1024x490.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-768x367.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-1536x734.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In diesem Jahr übernahm Kira Hehlemann die Regie der „Großen Weihnachtsshow“. Die Absolventin der Stage School durfte im vergangenen Jahr bereits „Die kleine Weihnachtsshow“ inszenieren und war auch bei „Footloose“ Mitglied des Kreativteams. Sie kennt also die Stage School, deren künstlerische und gestalterische Möglichkeiten sowie die Erwartungen des Publikums seit vielen Jahren aus dem Effeff.</p>
<p>Die diesjährige Weihnachtsshow beginnt mit Mias innigstem Weihnachtswunsch (ein Feuerwehrauto) und zeigt über knapp zwei Stunden das Leben und den Arbeitsalltag von Santas Elfen, die am Ende höchstselbst dafür sorgen, dass Mias Wunsch in Erfüllung geht.</p>
<p>Die 40 Nachwuchsdarsteller aus den drei aktuellen Jahrgängen der Stage School sorgen für viele Lacher, jede Menge (geplantes) Chaos und kurzweilige, musikalische Unterhaltung. Für die Abwechslung auf der Bühne sorgen auch die vielseitigen Choreografien von Adam M. Cooper: Von klassischen „Pas-de-deux“-Einlagen und schwungvollem Rock’n’Roll über Hip-Hop und federleichten Contemporary-Tänzen bis hin zu superschnellen, sehr präzisen „Arm-Choreografien“ ist alles vertreten. Die Schüler haben sichtbar ihre Stärken und Schwächen, aber in der Gesamtheit machen die Tanzszenen einen sehr guten Eindruck und das Publikum erfreut sich sowohl an der Kreativität Coopers als auch an der ansteckenden Energie der Darsteller (u. a. die drei Schneefeen zu „The Christmas Waltz“).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3286 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/Rike-Wischhoefer-und-Torben-Bach-erzaehlen-die-Weihnachtsgeschichte-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/Rike-Wischhoefer-und-Torben-Bach-erzaehlen-die-Weihnachtsgeschichte-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/Rike-Wischhoefer-und-Torben-Bach-erzaehlen-die-Weihnachtsgeschichte-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/Rike-Wischhoefer-und-Torben-Bach-erzaehlen-die-Weihnachtsgeschichte-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/Rike-Wischhoefer-und-Torben-Bach-erzaehlen-die-Weihnachtsgeschichte-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/Rike-Wischhoefer-und-Torben-Bach-erzaehlen-die-Weihnachtsgeschichte.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auffällig ist, dass in diesem Jahr sehr viele Comedy-Nummern im Programm sind. Eigentlich sogar schon zu viele. Zudem sind die meisten von ihnen leider etwas langatmig. „Die Weihnachtsgeschichte“ von Martina Hill und Carolin Kebekus wird von Rike Wischhöfer und Torben Bach sehr unterhaltsam interpretiert. Die Gesangseinlage danach überspannt den Bogen jedoch. Auch die sehr freien Interpretationen bekannter Songs wie „Christmas Rhapsody“ nach Queens „Bohemian Rhapsody“ oder „Last / Vintage Christmas“ nach Whams Klassiker treffen sicherlich nicht jeden Geschmack.</p>
<p>Während Hehlemann im ersten Akt den Schwerpunkt auf teils recht plumpen Schenkelklopfhumor legt, wird es in der zweiten Hälfte des Abends musikalischer und weniger albern. Im Gegensatz zu Vorjahren stehen in diesem Jahr auffällig wenig Solisten im Mittelpunkt. Bei Songs wie „Applaus für Mrs. Claus“ („A hand for Mrs. Claus“ von Idina Menzel und Ariana Grande), „A Million Dreams“ aus „The Greatest Showman“ oder “Do you hear what I hear“ (Bing Crosby) erwartet man eigentlich eine solistische Darbietung. Doch die Songs werden von drei und mehr Damen vorgetragen, was in den Harmonien ganz fantastisch klingt, aber genauso offenbart, zu welcher Schülerin der Song am besten passt.</p>
<p>Eine tolle Szene mit großartiger Energie ist „White Winter Hymnal” (Fleet Foxes Cover): 8 Schüler übernehmen den A-cappella-Part an der Bühnenkante, während zahlreiche Mitschüler im Hintergrund dazu tanzen. Man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll: Auf die sehr guten A-cappella-Künstler, deren sehr anspruchsvolle „Arm-Choreografie“ oder die Schüler im Hintergrund, die ebenfalls durch vielseitige Tanzfolgen begeistern? Allein mit diesem Stück zeigen die zukünftigen Absolventen der Stage School, welches Potential sie haben.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3285 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-400x191.jpg" alt="" width="400" height="191" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-400x191.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-1024x490.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-768x367.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur-1536x734.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/In-der-Weihnachtsmanufaktur.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Finale haben Hehlemann und Cooper „Who’d I be“ aus “Shrek“ gewählt. Ein eher wenig bekannter Song, der zwar eine wunderschöne, sehr weihnachtliche Botschaft hat, aber das Publikum doch etwas „unbefriedigt“ zurücklässt. Bis zur Zugabe dauert es einigen Zuschauern leider schon fast zu lange, dabei lohnt sich das Warten auf jeden Fall!</p>
<p>Zum stimmungsvollen Gelingen des Abends trägt auch das Kostümdesign von Annabell Klaus und Kira Hehlemann sowie Dekorateur Nils Hagelstein bei. Die Elfen sind vielseitig gewandet und es macht Spaß, die vielen kleinen Details zu entdecken.</p>
<p>Von den Nachwuchskünstlern jemanden hervorzuheben, wäre auf Basis dieser Inszenierung nicht fair, denn es steht ganz klar die gelungene Gesamtleistung im Mittelpunkt. Die Show hätte weniger Comedy und mehr weihnachtliche Stimmung gut vertragen, nichtsdestoweniger erleben die Zuschauer einen abwechslungsreichen Abend in festlicher Umgebung.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">7. November 2022</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller:</strong> Studierende der Stage School of Music, Dance &amp; Drama<br />
<strong>Regie: </strong>Kira Hehlemann<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski<br />
</span></span></p>
</div>
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		<title>Der gelungene 1. Akt gerät schnell in Vergessenheit</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-gelungene-1-akt-geraet-schnell-in-vergessenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 11:23:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Amani Robinson]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Marchetti]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[Ruud van Overdijk]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Timothy Roller]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Yinghao Liu]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am auffälligsten an der Lüneburger „Jesus Christ Superstar“-Inszenierung von Friedrich von Mansberg ist die Länge von nur 100 Minuten. Besonders im 2. Akt fallen die fehlenden Minuten spürbar ins Gewicht. Barbara Bloch hat für diese moderne Fassung eine sehr schlichte Bühne entworfen: eine Wellblech-Rückwand, Podeste in U-Form, zwei vielseitig eingesetzte Käfigelemente. Im zweiten Akt wird ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am auffälligsten an der Lüneburger „Jesus Christ Superstar“-Inszenierung von Friedrich von Mansberg ist die Länge von nur 100 Minuten. Besonders im 2. Akt fallen die fehlenden Minuten spürbar ins Gewicht.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3295 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Barbara Bloch hat für diese moderne Fassung eine sehr schlichte Bühne entworfen: eine Wellblech-Rückwand, Podeste in U-Form, zwei vielseitig eingesetzte Käfigelemente. Im zweiten Akt wird das Bühnenbild von einem übergroßen Dornenkranz dominiert, der Judas auch als Plattform für seine „Superstar“-Performance dient. Das Ensemble wurde von Benjamin Burgunder passend in zeitgenössische Kleidung gesteckt. Der Tatsache, dass einige Apostel Fischer waren, wird hier deutlich sichtbar Rechnung getragen (Gummistiefel, Fischerhemden, Wathosen sind allgegenwärtig). Während der 1. Akt in gedeckten, blau-grauen Farbtönen daherkommt, wird’s im 2. Akt bunt: in knappen goldenen Kostümen gewandete Tänzerinnen und Tänzer, König Herodes Gefolge in bordeaux-violettem Tanzdress. Jesus erinnert in seinem goldenen Onesie an einen glitzernden Teletubby, Annas sieht Neo aus „Matrix“ zum Verwechseln ähnlich und die vier Schergen von Kaiaphas könnten direkt einer neuen „Star Wars“ Serie entstiegen sein. Ein sehr kreativer erster Einsatz für Burgunder in Lüneburg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3296 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-10-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-10-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-10-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-10-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die Choreografien stammen von Ballettdirektor Olaf Schmidt. Man kann seine Idee dahinter sehr gut erkennen, doch leider gelingt es dem Tanz-Ensemble nicht, die Schrittfolgen aus Jazz und Contemporary frei, locker, akzentuiert und synchron auf die Bretter zu bringen. Viel zu oft tanzt jemand nicht nur sprichwörtlich aus der Reihe, ist zu spät dran oder einfach so konzentriert, dass die Schrittfolgen steif und hölzern wirken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Haus- und Extrachor sowie die Statisterie sorgen dafür, dass „Jesus Christ Superstar“ gut klingt. Hier wurde exzellent an Harmonien und Einsätzen gearbeitet. Zudem wirkt die Bühne des Großen Hauses immer gut gefüllt, was vielen Szenen sehr zugute kommt. Leider wurden fast alle Songs gekürzt, teilweise nur angeteasert und die vielen ruhigen, intensiven Momente durch sofortige Vorhänge und Umbauten abgebrochen. Es fällt auf, dass der schwarze Vorhang sehr oft fällt, teilweise nicht einmal mit entsprechender Musik zur Überbrückung des Umbaus. Dies stört den Fluss der Handlung mehrfach nachdrücklich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3294 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Jesus‘ Anhänger zeigen ihre Gefolgschaft durch über dem Kopf gekreuzte Arme. Diese Geste ging im Sommer 2021 durch die Presse als die US-Kugelstoßerin Raven Saunders damit während der Siegerehrung bei den Olympischen Spielen gegen Unterdrückung protestierte. Ein politischer Ausdruck, den man im Kontext von Jesus Leben und Wirken durchaus hinterfragen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie in Lüneburg üblich wurden für die große Musicalpremiere der Spielzeit wieder Gäste engagiert. So überzeugt Timothy Roller als Jesus vor allem mit seiner großen stimmlichen Bandbreite und gefühlvollem Spiel. Maria Magdalenas emotionale Achterbahnfahrt wird von Amani Robinson mit Soul und einer greifbaren Verletzlichkeit interpretiert. Als Judas gelingt es Ruud van Overdijk das Publikum von seiner verzweifelten Situation zu überzeugen. Seine Rockstimme, die er bis in die höchsten Höhen treibt, passt perfekt zu diesem anspruchsvollen Part. Calum Melville (ebenfalls als Gast am Haus) setzt als Simon im ersten Akt einen beeindruckenden Akzent.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3290 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-2-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-2-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/JESUS-CHRIST-SUPERSTAR_c_tw_AndreasTamme-2-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" /></p>
<p>Aus dem Hausensemble wurden Pilatus (Ulrich Kratz), Herodes (Karl Schneider), Annas (Andrea Marchetti) und Kaiaphas (Yinghao Liu) besetzt. Liu kämpft sichtlich mit den schnellen englischen Texten, obwohl er dem Part stimmlich durchaus gewachsen ist, wohingegen Marchetti brillant einschüchternd agiert und singt. Kratz zeigt im ersten Akt eine sehr gefühlvolle Seite von Pilatus. Leider stößt auch er im zweiten Akt an seine Grenzen, wenn es darum geht, englische Texte in hohem Tempo und mit dem richtigen Ausdruck über die Rampe zu bringen. Seine Darstellung von Pilatus‘ Verzweiflung und Getriebenheit ist jedoch über jeden Zweifel erhaben. Schneider wirkt ein wenig wie ein alternder Elvis, doch die Zuschauer lieben ihn und sein König Herodes ist ein aufmunternder Farbtupfer im 2. Akt.</p>
<p>Von Mansberg ist es im ersten Akt ganz hervorragend gelungen, die Gefühlswelten der Protagonisten auszuarbeiten. In der Pause hört man folglich viele begeisterte Zuschauerstimmen im Foyer. Leider ist es ihm jedoch nicht gelungen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und so bleibt der zweite Akt deutlich hinter dem ersten zurück. Er wirkt zusammengestückelt, hetzt rastlos von Highlight zu Highlight und erlaubt es weder den Darstellern noch dem Publikum die Handlung gänzlich aufzunehmen. Das ist sehr bedauerlich und man verlässt das Theater mit einem faden Beigeschmack. Die Zutaten waren exquisit, das Menü konnte leider nur mit der Vorspeise überzeugen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">12</span><span class="Bold">. November 2022</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller:</strong> Timothy Roller, Amani Robinson, Ruud van Overdijk, Ulrich Kratz, Karl Schneider, Andrea Marchetti, Yinghao Liu<br />
<strong>Regie: </strong>Friedrich von Mansberg<br />
<strong>Fotos: </strong>Andreas Tamme<br />
</span></span></p>
</div>
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		<item>
		<title>Wer lebt, wer stirbt, wer schreibt Geschichte?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 18:05:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Hamilton&#8220; ist auf den ersten Blick ein durch und durch US-amerikanisches Stück: Im Mittelpunkt steht mit Alexander Hamilton einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Das von ihm eingeführte Federal Reserve System ist bis heute prägend für das Land. Doch tatsächlich geht es auch um einen Imigranten, der aus dem Nichts kommt, das, was er gut ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Hamilton&#8220; ist auf den ersten Blick ein durch und durch US-amerikanisches Stück: Im Mittelpunkt steht mit Alexander Hamilton einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Das von ihm eingeführte Federal Reserve System ist bis heute prägend für das Land.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3252 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch tatsächlich geht es auch um einen Imigranten, der aus dem Nichts kommt, das, was er gut kann (Schreiben) bis zum Exzess betreibt, Erfolge feiert, an Grenzen stößt und die Menschen verletzt, die ihm am nächsten stehen. Diese Geschichte von A. Ham, einem jungen Mann, der Fehler machte und sich nicht scheute, dazu zu stehen, diese Geschichte kann man auch ganz wunderbar einem deutschen Musicalpublikum erzählen. Tragische und schwere Stücke funktionieren in Deutschland auf Ensuite-Bühnen schon seit vielen Jahren nicht mehr wirklich, doch die sehr besondere Art und Weise, in der Lin-Manuel Miranda und sein Team Hamiltons überaus abwechslunsgreiches Leben auf der Bühne nachzeichnen, zieht die Zuschauer in ihren Bann.</p>
<p>Sieben Jahre nach der Broadway-Premiere und fünf Jahre nachdem &#8222;Hamilton&#8220; auch das <a href="https://www.musicals-online.com/?p=2661">West End</a> im Sturm eroberte, kommt nun das deutschsprachige Publikum in den Genuss der ersten nicht-englischen Fassung dieses Musicalhits. Aber kann man die englischen Songtexte und Raps &#8222;einfach&#8220; so übersetzen? Es hat (auch wegen der Corona-Pandemie) ganze drei Jahre gedauert, bis die deutsche Version von Lin-Manuel Miranda freigegeben wurde. Kevin Schroeder und Rapper Sera Finale haben sich in ihrer Zusammenarbeit immer wieder gegenseitig herausgefordert und von vornherein nicht den Fehler gemacht, die fast 27.500 englischen Worte 1:1 zu übersetzen. Sie mussten auf Metrik, Inhalt sowie Sprachstruktur achten und natürlich auch den nicht zu vernachlässigenden Wortwitz unter einen &#8222;singbaren&#8220; Hut bringen. In diesem <a href="https://www.mopo.de/rausgehen/kultur/arschbombe-ins-konfetti-wie-ein-rapper-den-musical-hype-hamilton-uebersetzte/">Interview</a> beschreibt Sera Finale sehr eindrücklich, wie herausfordernd dieses Projekt war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3253 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-1024x680.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-768x510.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-1536x1020.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson.jpg 1768w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch ich habe, wie viele andere, daran gezweifelt, dass man dieses Hochgeschwindigkeits-Musical zielgenau ins Deutsche übertragen kann. Doch ich zolle der Leistung von Sera Finale und Kevin Schroeder höchsten Respekt. Die Texte sind pfiffig, unterhaltsam, rasend schnell und zu jedem Zeitpunkt auf den Punkt. Und: Man versteht wirklich alles! &#8222;Young, scrappy &amp; hungry&#8220; mit &#8222;Jung, scharf &amp; geladen&#8220; zu übersetzen, klingt bspw. erstmal nicht ganz richtig, doch im Kontext passt es hervorragend. Von solch freien Adaptionen gibt es viele und sie sind rundum gelungen.</p>
<p>Doch gerade &#8222;Hamilton&#8220; entfaltet seine ganze Kraft erst durch die Künstler auf der Bühne. Auch in Hamburg steht eine bunte Mischung aus Musicaldarstellern, Rappern und Popsängern auf der Bühne. Genauso wie in New York und London ist die Besetzung so divers wie sie nur sein kann. Die 34 Ensemble-Mitglieder stammen aus 13 verschiedenen Nationen. So hatte sich Miranda seinen &#8222;Hamilton&#8220;-Cast 2015 ausgedacht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3248 " src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-370x400.jpg" alt="" width="291" height="315" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-370x400.jpg 370w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-946x1024.jpg 946w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-768x831.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975.jpg 1383w" sizes="auto, (max-width: 291px) 100vw, 291px" />Auch optisch steht die Bühne im Operettenhaus der Orginalversion im Richard Rodgers Theatre (David Korins) in nichts nach. Gleiches gilt für die Kostüme (Paul Tazewell). Das dies so konsequent umgesetzt wurde, ist sehr zu begrüßen, denn krampfthaft auf den deutschen Markt angepasste Sets sorgen in den allerseltensten Fällen für eine Verbesserung. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal das originale Lichtdesign (Howell Binkely), das auch in Hamburg wunderbare Räume auf der ansonsten recht einfarbig hölzernen Bühne erschafft.</p>
<p>Schon mit dem Opening Song wird das Publikum direkt in eine musikalisch ungewohnte Welt entführt. &#8222;Alexander Hamilton&#8220; zeigt fast die komplette Bandbreite dessen, was im Laufe der Show noch geboten wird. Alle Sänger intonieren die deutschen Hiphop-Texte akkurat und die Timings sind perfekt. Das ist besonders deshalb bemerkenswert, da für die meisten von ihnen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Aber weder bei Gino Emnes (Aaron Burr), noch bei Daniel Dodd-Ellis (Lafayette / Jefferson) oder Benét Monteiro (Alexander Hamilton) hört man dies. Kein Vergleich zu den immer noch üblichen phonetischen &#8222;Überraschungen&#8220; wie bspw. bei &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/?p=3110">Wicked</a>&#8220; oder immer wieder beim &#8222;Starlight Express&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3255 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Eine präzise Intonierung ist bei dieser Show essentiell. Sich verhaspeln? Ein Texthänger? Mirandas Kompositionen verzeihen keinen Fehler. Dessen sind sich die Künstler ganz sicher bewusst und dennoch sieht alles so leicht und locker aus, wie man es sich wünscht. Da bleibt nur wenig Zeit für freche Grimassen, &#8222;zufällige&#8220; Mic Drops usw. Doch auch diese bauen die Künstler erfolgreich mit ein.</p>
<p>Monteiro gelingt die Gratwanderung zwischen ehrgeizigem, immer korrektem Politiker und gefühlvollem, geläutertem Ehemann und Vater ganz herovrragend. Es sprüht vor Energie, bringt die Choreographien und rasanten Songs gleichermaßen überzeugend über die Rampe. Dabei hat er den sprichwörtlichen Schalk im Nacken und erobert damit die Sympathien des Publikums im Handumdrehen. Hamiltons jahrelanger Widersacher, Aaron Burr, wird von Gino Emnes mit viel Verbissenheit und Berechnung gespielt. Burrs Bedauern, dass ausgerechnet er es ist, der das Genie Hamilton erschießt, nimmt man Emnes sofort ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3249 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson.jpg 1382w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Hamiltons Wegbegleiter, der Marquis de Lafayette, Hercules Mulligan und John Laurens, sorgen von Anfang an für richtig Stimmung: Dodd-Ellis rappt sich gekonnt durch den 1. Akt, nur in den Schatten gestellt von Redchild, der Mulligan eine nachdrückliche Präsenz verleiht. Oliver Edward spielt Hamiltons treuesten Freund John Laurens sehr nahbar. Alle drei dürfen in der zweiten Hälfte in weiteren Rollen glänzen: Dodd-Ellis als der sicherlich nicht nur zufällig an Prince erinnernde Jefferson, Redchild als kränkelnder Madison und Edward als Philip Hamilton. Hier zeigen sie noch einmal eine ganz andere, mal extravagante (Jefferson), mal sensible (Philip Hamilton), Facette. Dieser inszenartorische Kniff ist großartig, verlangt den Darstellern aber auch sehr viel ab.</p>
<p>Die Schuyler Schwestern sind ebenfalls hervorragend gecasted: Chasity Crisp ist eine sehr fürsorgliche Angelica und stellt als große Schwester ihr eigenes Glück hinter ihre Pflicht. Crisps soulige Stimme geht unter die Haut und sorgt insbesondere in den Duetten mit Ivy Quainoo als Eliza für Gänsehaut. Die gesanglichen Harmonien sind hier perfekt ausgearbeitet. Quainoo kennen viele als Gewinnerin von &#8222;The Voice of Germany&#8220;. Dass sie singen kann, muss sie nicht beweisen. Aber auch schauspielerisch steht sie den Kolleginnen in nichts nach. Sie zeichnet die komplette Bandbreite von der verliebten Braut bis zur trauernden Witwe sehr gefühlvoll nach.</p>
<p>Die dritte im Bunde ist Mae Ann Jorolan, die als kleine Peggy eine Nebenrolle übernimmt (mit ihrem ersten Auftritt aber ganz klar die Lacher auf ihrer Seite hat), aber als Maria Reynolds ihre verführerische Seite zeigen und ihre tolle rauchige Stimme zu Gehör bringen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3251 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bleiben noch Charles Simmons als George Washington und Jan Kersjes als King George III., zwei unumstrittene Führungspersönlichkeiten. Simmons ist väterlich-schützend, macht klare Ansagen und verkörpert den ersten US-Präsidenten sehr überzeugend. Kersjes hat die dankbarste Rolle in &#8222;Hamilton&#8220;. Er darf als amüsant-zickiger Side-Kick das Geschehen in den USA kommentieren und nimmt kein Blatt vor den Mund. Kersjes&#8216; Mimik, seine Spielfreude, gepaart mit King George&#8217;s fieser, überheblicher Art lassen das Publikum schon juchzen, wenn er nur die Bühne betritt.</p>
<p>Die zehn Protagonisten (einen einzelnen Hauptdarsteller gibt es nicht) müssen nicht nur ihre Charaktere verstehen, darstellen und gesanglich wiedergeben können, auch tänzerisch werden sie mit eingebunden, was allen gut gelingt. Andy Blankenbuehlers Choreographien sind zackig, präzise und unterstreichen das Gesungene durch Bewegungen bis in Detail. Leider schaffen es die Tänzerinnen und Tänzer nicht durchgehend, dieses hohe Niveau zu halten (Kisha Howard, Resident Dance Supervisor). Mehrfach tanzt jemand aus der Reihe oder verpasst seinen/ihren Einsatz. Das ist schade.</p>
<p>Die zehn Musiker unter der Bühne begleiten das Geschehen auf der Bühne gekonnt. Philipp Gras sorgt für das richtige Tempo, was bei &#8222;Hamilton&#8220; durchaus herausfordernd sein kann. Einzig die verstärkenden Einspieler (u.a. bei &#8222;Rewind&#8220;) klingen sehr seltsam.</p>
<p>&#8222;Hamilton&#8220; auf Deutsch ist ein rundum gelungenes Experiment. Mehr als das, es ist endlich mal wieder ein Stück Broadway an der Elbe, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Ja, die Show ist anders als alles, was man bisher hierzulande gesehen hat. Doch wenn man sich darauf einlässt, wird man vollumfänglich belohnt. Derart viele Emotionen, verpackt in Pop, Hiphop und Rap von höchster Güte, findet man sonst nirgends auf dem Musicalmarkt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Medienpremiere: </span></strong><span class="Bold">5</span>. Oktober 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benét Monteiro, Gino Emnes, Charles Simmons, Daniel Dodd-Ellis, Redchild, Oliver Edward, Jan Kersjes, Chasity Crisp, Ivy Quainoo, Mae Ann Jorolan</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik &amp; Buch:</span></strong> <span class="Bold">Thomas Kail (Resident Director: Denise Obedekah) / Lin-Manuel Miranda<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson<br />
</span></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Großartiger Stoff für Diskussionen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/grossartiger-stoff-fuer-diskussionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 10:51:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Anton von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Janosh Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T.3]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Paula Rohe]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Naegeli]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Littig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ hält trotz seines stattlichen Alters von mehr als 130 Jahren immer noch viele Gesprächsstoff parat. In der musikalischen Fassung von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch) zieht das Stück seit seiner Broadway-Premiere im Jahr 2006 das Publikum in seinen Bann. Auch die Junge Bühne T.3 im Theater Lüneburg hat sich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ hält trotz seines stattlichen Alters von mehr als 130 Jahren immer noch viele Gesprächsstoff parat. In der musikalischen Fassung von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch) zieht das Stück seit seiner Broadway-Premiere im Jahr 2006 das Publikum in seinen Bann. Auch die Junge Bühne T.3 im Theater Lüneburg hat sich in dieser Spielzeit für dieses bewegende Musical entschieden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3275 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-1024x672.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-768x504.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-1536x1008.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-2048x1344.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Friedrich von Mansberg zeigt von Beginn an die chaotische Gedanken- und Lebenswelt von Teenagern, die damals wie heute voller Widersprüche, ungehörter Hilferufe und Experimente ist. In altmodischer Unterwäsche begegnen sich die Schüler ohne einander berühren zu dürfen und wollen. In einer Folgeszene („So’n verficktes Leben“) streicheln sich alle Nachwuchskünstler selbst – Sex ist das bestimmende Thema! Dies spiegelt sich auch in den Choreografien von Rhea Gubler wider, die körperbetont und sehr anspruchsvoll sind (u. a. „Im Arsch“).</p>
<p>Doch Wendla (Pia Naegeli) möchte es genau wissen: Wo kommen die Babys her? Doch ihre Mutter verweigert eine Auskunft dazu. Janosh Kratz hat als Moritz ganz andere Probleme: Wie soll er den Schulabschluss schaffen, wenn er immer nur von Frauenschenkeln träumt? Bleibt noch Melchior (gespielt von Anton von Mansberg), der sich dank einer sehr liberalen Mutter umfassend zum Thema Sexualität fortbilden konnte. Er springt seinem Freund Melchior beiseite und führt ihm alle Details in Wort und Bild in einem Brief auf. Doch das verwirrt Moritz nur umso mehr. Er kann dem Druck von Schule und sexuellen Fantasien nicht standhalten. Ohne Rückhalt in der Familie entschließt er sich für den Freitod.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3273 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-400x303.jpg" alt="" width="400" height="303" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-400x303.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-768x582.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wendla und Melchior lernen sich währenddessen sehr intensiv kennen – ohne Gewissensbisse, denn die nicht aufgeklärte Wendla weiß nicht, was sie da macht, und Melchior sieht das alles eher als Ausprobieren an. Es kommt zur Katastrophe als Wendla schwanger wird, ihre Mutter sie zu einer Abtreibung zwingt, die sie nicht überlebt und Melchior alles hinwirft und die Schule abbricht. Auch er trägt sich mit dem Gedanken, sich selbst das Leben zu nehmen. Doch was würde es ändern? Er entscheidet sich dagegen.</p>
<p>Die Bühne (Barbara Bloch) im T.3 ist mit Kunstrasen ausgekleidet und eine Spiegelfolie symbolisiert sowohl einen Bachlauf als auch Moritz‘ Grab. Diese spartanische Kulisse passt sehr gut, denn so stehen die Charaktere noch mehr im Vordergrund. Zehn Nachwuchstalente (szenenweise unterstützt von den Zweitbesetzungen) sowie zwei Erwachsene erwecken diese durchaus verstörende Handlung zum Leben. Warum Sascha Littig in allen erwachsenen Frauenrollen und Paula Rohe in den erwachsenen Männerrollen zu sehen sind, erschließt sich nicht wirklich. Das Stück ist aufwühlend, Fragen werden – zumindest in den Songs – sehr deutlich gestellt, daher ist auch nach Lesen des Programmhefts nicht schlüssig, warum hier nun noch zwangsweise Rollenklischees aufgebrochen werden müssen (und dies auch nur bei den Erwachsenen). Nichtsdestoweniger kann insbesondere Littig als strenge Lehrerin und hilflos an Traditionen festhaltende Mutter überzeugen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3272 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-400x271.jpg" alt="" width="400" height="271" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-400x271.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-768x521.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Den jungen Darstellerinnen und Darstellern fordert dieses Stück, insbesondere die rockigen Nummern, viel ab. Anton von Mansberg hat in den letzten Jahren immer wieder tragende Rollen in den T.3-Stücken übernommen und es ist schön zu erleben, welche Entwicklung er durchmacht. Sein eher nasaler Gesang macht seine Stimme einzigartig, sein wissendes Spiel verleiht Melchior etwas leicht Überhebliches, was aber durchaus zum Charakter passt. Das Duett „Mehr als nur Worte“, in dem Melchior und Wendla ihre Zuneigung zueinander thematisieren, gelingt von Mansberg und Naegeli sehr harmonisch. Anna Schwemmer hat als Vocal Coach nicht nur hier sehr gute Arbeit geleistet. Auch das Terzett zum Schluss, in dem Melchior das Zwiegespräch mit Moritz und Wendla sucht („Nicht mehr hier“), bleibt hängen.  Weitere Highlights können Juliana Kratz als Ilse („Lied des Sommers“) und Gunt Chuluun als Hänschen setzen.</p>
<p>„Spring Awakening“ in Lüneburg ist nicht einfach nur sehenswert. Es ergeben sich daraus viele auch heute noch aktuelle Themen, die man im Nachgang diskutieren kann und vielleicht sollte.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. September 2022<br />
<strong>Darsteller:</strong> Pia Naegeli, Anton von Mansberg, Janosh Kratz, Sascha Littig, Paula Rohe<br />
<strong>Regie: </strong>Friedrich von Mansberg<br />
<strong>Fotos: </strong>Hans-Jürgen Wege</span></span></p>
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		<title>Nach 20 Jahren zurück in Hamburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/nach-20-jahren-zurueck-in-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2022 08:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Bathoni Buenorkuor]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Lessing]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jennifer van Brenk]]></category>
		<category><![CDATA[Karim Khawatmi]]></category>
		<category><![CDATA[Lyssa Tejero]]></category>
		<category><![CDATA[Mamma Mia]]></category>
		<category><![CDATA[Naidjim Severina]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Rose-Anne van Elswijk]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Mayer]]></category>
		<category><![CDATA[Tetje Mierendorf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mamma Mia&#8220; ist kein bisschen angestaubt und macht genau das, was diese Show soll: das Publikum unterhalten! Knapp 20 Jahre nach der Deutschlandpremiere im Operettenhaus Hamburg kehrte die Gute-Laune-Show nach Hamburg zurück. Dank zweier Hollywood-Verfilmungen sind Handlung und Charaktere inzwischen auch einem breiten Publikum sehr vertraut und man spürte schon im Foyer der Neuen Flora, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Mamma Mia&#8220; ist kein bisschen angestaubt und macht genau das, was diese Show soll: das Publikum unterhalten!</p>
<p>Knapp 20 Jahre nach der <a href="https://www.musicals-online.com/?p=1390">Deutschlandpremiere</a> im Operettenhaus Hamburg kehrte die Gute-Laune-Show nach Hamburg zurück. Dank zweier <a href="https://www.musicals-online.com/?p=2317">Hollywood-Verfilmungen</a> sind Handlung und Charaktere inzwischen auch einem breiten Publikum sehr vertraut und man spürte schon im Foyer der Neuen Flora, dass sich die Zuschauer auf das Stück freuen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3227 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_DankefuerdieLieder_TetjeMierendorf_SaschaOliverBauer_DetlefLeistenschneider-copyrightBrinkhoff-Moegenburg-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_DankefuerdieLieder_TetjeMierendorf_SaschaOliverBauer_DetlefLeistenschneider-copyrightBrinkhoff-Moegenburg-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_DankefuerdieLieder_TetjeMierendorf_SaschaOliverBauer_DetlefLeistenschneider-copyrightBrinkhoff-Moegenburg-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_DankefuerdieLieder_TetjeMierendorf_SaschaOliverBauer_DetlefLeistenschneider-copyrightBrinkhoff-Moegenburg-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_DankefuerdieLieder_TetjeMierendorf_SaschaOliverBauer_DetlefLeistenschneider-copyrightBrinkhoff-Moegenburg-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_DankefuerdieLieder_TetjeMierendorf_SaschaOliverBauer_DetlefLeistenschneider-copyrightBrinkhoff-Moegenburg.jpg 1612w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kurz gesagt: &#8222;Mamma Mia&#8220; funktioniert auch in einem sehr großen Theater wie der Neuen Flora. Die Bühne wirkte gut gefüllt und man vermisste (außer dem leuchtenden Weg) nichts. Im Publikum fanden sind &#8211; wohl auch, weil die Show eben nichts Neues mehr ist &#8211; weniger der üblichen Promis, dafür um so mehr Künstler und Musicaldarsteller, die man aus anderen Stücken kennt. Auch von der Originalbesetzung von 2002 waren viele Darsteller anwesend. Die Begeisterung kannte von Anfang an kein Halten und man konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass diese Show für viele Anwesende etwas sehr Persönliches hatte.</p>
<p>Im nicht mehr vorhandenen Orchestergraben wurde noch weiter abgespeckt, was dem Synthesizer-Sound von ABBA aber ehrlicherweise keinen Abbruch verleiht. Die verbliebenen Musiker sorgten der Leitung von Hannes Schauz im ganzen Saal für einen guten Klang, dem es jedoch ab un am Druck fehlt.</p>
<p>Die drei Freundinnen Sophie, Ali und Lisa werden von Rose-Ann van Elswijk, Lyssa Tejero und Bathoni Buenokuor schön frech gespielt. Sie harmonieren gut und haben sichtlich Spaß an ihrem Job. Insbesondere Sophie wirkt in der aktuellen Inszenierung noch ein wenig forscher und selbstbewusster als früher, was den Zeitgeist gut wiederspiegelt.</p>
<p>Auch &#8222;Donna und die Dynamos&#8220; sind sehr gut gecastet: Sabine Mayer kann ihre Erfahrung als Donna in Stuttgart und Berlin voll ausspielen und zeigt sowohl die angespannt-genervten als auch liebevollen Seiten der alleinerziehenden Mutter sehr glaubwürdig. Jennifer van Brenk hat als überspannte Jet Setterin Tanja die Lacher auf ihrer Seite, wird aber von Franziska Lessing als Rosie fast an die Wand gespielt. Lessing merkt man die letzten Jahre in den Produktionen der &#8222;Schmidt Familie&#8220; an: Ihre Gestik und Mimik sind gnadenlos komisch und ihre Timings sind perfekt. &#8222;Chiquitita&#8220; isgt einmal mehr eines der Highlights des Abends.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3228 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg.jpg 1509w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei potentiellen Väter (nein, auch diesmal wird nicht verraten, wer es denn nun eigentlich ist) werden in der Premiere von Karim Khawatmi (als Ersatz für den erkrankten Sascha Oliver Bauer), Tetje Mierendorf und Detlef Leistenschneider gespielt. Khawatmi als Sam und Leistenschneider als Harry können ebenfalls auf ihre Kenntnisse aus vorherigen Engagements in diesen Rollen zurückgreifen. Entsprechend wirken beide sehr souverän und authentisch in ihren Rollen, die unterschiedlich kaum sein könnten. Den Dritten im Bunde, den Weltenbummler und von Tanja liebevoll &#8222;nordischen Fischfritzen&#8220; genannten Bill, gibt mit Tetje Mierendorf ebenfalls kein Unbekannter. So putzig Leistenschneiders Harry ist, so rau und dennoch nahbar ist Mierendorfs Bill.</p>
<p>Die geplante Inselhochzeit wäre nicht komplett ohne den Bräutigam, Sky, der von Naidjim Severina gespielt wird. Das Hochzeitspaar ist in dieser &#8222;Mamma Mia&#8220; Inszenierung lange nicht mehr so unschuldig, wie es vor 20 Jahren der Fall war, van Elswijk und Severina harmonieren sowohl schaupielerisch als auch gesanglich sehr gut.</p>
<p>Ich stehe nach wie vor dazu, dass ich die Handlung hanebüchen finde, doch blendet man diese zumindest teilweise aus und schaltet die Logik ab, kann man sich von &#8222;Mamma Mia&#8220; sehr gut unterhalten lassen. Die Farbwelten der Kostüme passen, die Schlaghosen-Anzüge sind auch weiterhin ein Augenschmaus. Die Musik funktioniert nahezu von allein, die Darsteller der neuen Hamburger Fassung sind authentisch und sorgen für klatschende und mitschwingende Zuschauer. Was möchte man mehr von einem Musical?</p>
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<p class="Body" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>11. September 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sabine Mayer, Rose-Anne van Elswijk, Jennifer van Brenk, Franziska Lessing, Lyssa Tejero, Bathoni Buenorkuor, Karim Khawatmi, Detlef Leistenschneider, Tetje Mierendorf, Naidjim Severina</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">ABBA / Paul Garrington<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brinkhoff/Mögenburg</span></p>
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		<title>Sie reiten in den Sonnenuntergang</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sie-reiten-in-den-sonnenuntergang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2022 12:59:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach &#8222;Oh Alpenglühn&#8220; und &#8222;Die Entführung aus dem Paradies&#8220; folgt mit &#8222;Der letzte Ritt nach San Fernando&#8220; ein weiteres vielversprechendes Bühnenstück mit Nik Breidenbach und Carolin Fortenbacher in allen Rollen. Das Leitthema ist diesmal &#8211; der Titel legt es nahe &#8211; der Wilde Westen. Im Saloon &#8222;Zum dreibinigen Pony&#8220; lernen die Zuschauer Caro Coquette kennen, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach &#8222;Oh Alpenglühn&#8220; und &#8222;Die Entführung aus dem Paradies&#8220; folgt mit &#8222;Der letzte Ritt nach San Fernando&#8220; ein weiteres vielversprechendes Bühnenstück mit Nik Breidenbach und Carolin Fortenbacher in allen Rollen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3236 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-400x184.jpg" alt="" width="400" height="184" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-400x184.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-1024x470.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-768x352.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Leitthema ist diesmal &#8211; der Titel legt es nahe &#8211; der Wilde Westen. Im Saloon &#8222;Zum dreibinigen Pony&#8220; lernen die Zuschauer Caro Coquette kennen, die als Waisenkind und Mädchen für alles den Laden schmeißt, dafür sorgt dass der Koch, Komm-Um Kim, niemanden mit seinen Kreationen (bspw. Muschi-Suppe zum Klang vom &#8222;Jellicle Ball&#8220;) umbringt und ihre Chefin, die herrische Delilah, keinen Grund zum Klagen hat.</p>
<p>Als plötzlich ein etwas tolpatschiger Cowboy in den Saloon stoplert, sieht Caro ihre Chance gekommen, diesem trostlosen Leben zu entfliehen. Ist er etwa der berüchtigte Bik Neidenbach, vor dem sogar der Sheriff, dessen Namen man nicht nennen darf, Angst hat? Keine Sorge, diese Frage wird im Laufe des Abends umfassend geklärt! Erstmal versucht Caro alles, um das vermeintliche Ehemann-Material zu testen.</p>
<p>Natürlich gehört es auch bei diesem Stück dazu, dass das Publikum mit einbezogen wird und so werden die beiden Darsteller nicht müde, ihre auserkorene &#8222;Horizontalfachkraft&#8220; aus der ersten Reihe immer wieder durch den sprichwörtlichen Kakao zu ziehen.</p>
<p>&#8222;Die Cowboys von der Waterkant&#8220; legen direkt los mit ihrem Nashville-Sound, der manchmal auch stark nach Popmusik oder gar Musical klingt. Fortenbachers &#8222;Nine to Five&#8220; ist zwar vor Hall kaum noch zu verstehen, aber dafür entschädigt ihr &#8222;Sommerwein&#8220;. So wunderbar kann nur die Fortenbacher lallend lamentieren. Getoppt wird das nur von ihrem Hocker-Rodeo im zweiten Akt. Da bleibt kein Auge trocken! Natürlich fehlt auch der obligatorische ABBA-Song nicht, in diesem Fall &#8222;Money, Money&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3235 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-400x184.jpg" alt="" width="400" height="184" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-400x184.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-1024x470.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-768x352.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Breidenbach zum Titelthema von &#8222;Rebecca&#8220; ansetzt, hält man zwangsläufig den Atem an. Das war eine beeindruckende Performance! Im zweiten Akt hebt er dann auch noch zu &#8222;Dies ist die Stunde&#8220; aus &#8222;Jekyll &amp; Hyde&#8220; an. Und auch hier kann man nur innerlich applaudieren&#8230;</p>
<p>Flotte Sprüche und kreative Ideen wie &#8222;Das hab ich im &#8218;Echo der Frau&#8216; gelesen!&#8220; oder &#8222;Kannst Du tanzen? Dann tanz ab!&#8220; sind gleichmäßig über das ganze Buch verteilt, so dass die Zuschauer immer wieder was zum Lachen haben. Genau so kennen und lieben wir die Schmidt-Produktionen.</p>
<p>Das Bühnenbild (Nik Breidenbach, Florian Bänsch, Mathias Letzel) ist herrlich farbenfroh, was man von einer Western-Kulisse nicht unbedingt erwartet, und erinnert an einen Cartoon, was perfekt zu diesem abgefahrenen Stück passt. Auch der unerwartete Schwarzlicht-Effekt passt hierzu richtig gut. Die Kostüme &#8211; insbesondere von Delilah und Caro Coquette im 2. Akt sind wunderbar anzuschauen und herrlich kreativ (ebenfalls Nik Breidenbach mit Michael Kauper).</p>
<p>Ach so, die Handlung ist wie immer eher Nebensache: Es stellt sich heraus, dass der Cowboy nicht Bik Neidenbach ist, sondern Caros Bruder und dass Delilah die Mutter der beiden ist. Klingt verwirrend? Ist es auch. Aber das macht gar nichts, denn wenn man das Schmidt Theater nach dieser Show verlässt, hat man viel gelacht. Das ist es, was man von diesem Stück erwarten durfte und diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>12. August 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong> <span class="Bold">Corny Littmann / Nik Breidenbach, Henning Mehrtens, Andreas Bierkamp<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris MacMatzen<br />
</span></div>
</div>
</div>
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