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	<title>Carolin Fortenbacher-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Carolin Fortenbacher-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Sie reiten in den Sonnenuntergang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2022 12:59:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach &#8222;Oh Alpenglühn&#8220; und &#8222;Die Entführung aus dem Paradies&#8220; folgt mit &#8222;Der letzte Ritt nach San Fernando&#8220; ein weiteres vielversprechendes Bühnenstück mit Nik Breidenbach und Carolin Fortenbacher in allen Rollen. Das Leitthema ist diesmal &#8211; der Titel legt es nahe &#8211; der Wilde Westen. Im Saloon &#8222;Zum dreibinigen Pony&#8220; lernen die Zuschauer Caro Coquette kennen, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach &#8222;Oh Alpenglühn&#8220; und &#8222;Die Entführung aus dem Paradies&#8220; folgt mit &#8222;Der letzte Ritt nach San Fernando&#8220; ein weiteres vielversprechendes Bühnenstück mit Nik Breidenbach und Carolin Fortenbacher in allen Rollen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3236 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-400x184.jpg" alt="" width="400" height="184" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-400x184.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-1024x470.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34-768x352.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_5_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_4caf1a3b34.jpg 1170w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Leitthema ist diesmal &#8211; der Titel legt es nahe &#8211; der Wilde Westen. Im Saloon &#8222;Zum dreibinigen Pony&#8220; lernen die Zuschauer Caro Coquette kennen, die als Waisenkind und Mädchen für alles den Laden schmeißt, dafür sorgt dass der Koch, Komm-Um Kim, niemanden mit seinen Kreationen (bspw. Muschi-Suppe zum Klang vom &#8222;Jellicle Ball&#8220;) umbringt und ihre Chefin, die herrische Delilah, keinen Grund zum Klagen hat.</p>
<p>Als plötzlich ein etwas tolpatschiger Cowboy in den Saloon stoplert, sieht Caro ihre Chance gekommen, diesem trostlosen Leben zu entfliehen. Ist er etwa der berüchtigte Bik Neidenbach, vor dem sogar der Sheriff, dessen Namen man nicht nennen darf, Angst hat? Keine Sorge, diese Frage wird im Laufe des Abends umfassend geklärt! Erstmal versucht Caro alles, um das vermeintliche Ehemann-Material zu testen.</p>
<p>Natürlich gehört es auch bei diesem Stück dazu, dass das Publikum mit einbezogen wird und so werden die beiden Darsteller nicht müde, ihre auserkorene &#8222;Horizontalfachkraft&#8220; aus der ersten Reihe immer wieder durch den sprichwörtlichen Kakao zu ziehen.</p>
<p>&#8222;Die Cowboys von der Waterkant&#8220; legen direkt los mit ihrem Nashville-Sound, der manchmal auch stark nach Popmusik oder gar Musical klingt. Fortenbachers &#8222;Nine to Five&#8220; ist zwar vor Hall kaum noch zu verstehen, aber dafür entschädigt ihr &#8222;Sommerwein&#8220;. So wunderbar kann nur die Fortenbacher lallend lamentieren. Getoppt wird das nur von ihrem Hocker-Rodeo im zweiten Akt. Da bleibt kein Auge trocken! Natürlich fehlt auch der obligatorische ABBA-Song nicht, in diesem Fall &#8222;Money, Money&#8220;.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3235 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-400x184.jpg" alt="" width="400" height="184" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-400x184.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-1024x470.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f-768x352.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/csm_DerLetzteRittNachSanFernando_6_c_MorrisMacMatzen_1200x550px_c1a4561b8f.jpg 1170w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Breidenbach zum Titelthema von &#8222;Rebecca&#8220; ansetzt, hält man zwangsläufig den Atem an. Das war eine beeindruckende Performance! Im zweiten Akt hebt er dann auch noch zu &#8222;Dies ist die Stunde&#8220; aus &#8222;Jekyll &amp; Hyde&#8220; an. Und auch hier kann man nur innerlich applaudieren&#8230;</p>
<p>Flotte Sprüche und kreative Ideen wie &#8222;Das hab ich im &#8218;Echo der Frau&#8216; gelesen!&#8220; oder &#8222;Kannst Du tanzen? Dann tanz ab!&#8220; sind gleichmäßig über das ganze Buch verteilt, so dass die Zuschauer immer wieder was zum Lachen haben. Genau so kennen und lieben wir die Schmidt-Produktionen.</p>
<p>Das Bühnenbild (Nik Breidenbach, Florian Bänsch, Mathias Letzel) ist herrlich farbenfroh, was man von einer Western-Kulisse nicht unbedingt erwartet, und erinnert an einen Cartoon, was perfekt zu diesem abgefahrenen Stück passt. Auch der unerwartete Schwarzlicht-Effekt passt hierzu richtig gut. Die Kostüme &#8211; insbesondere von Delilah und Caro Coquette im 2. Akt sind wunderbar anzuschauen und herrlich kreativ (ebenfalls Nik Breidenbach mit Michael Kauper).</p>
<p>Ach so, die Handlung ist wie immer eher Nebensache: Es stellt sich heraus, dass der Cowboy nicht Bik Neidenbach ist, sondern Caros Bruder und dass Delilah die Mutter der beiden ist. Klingt verwirrend? Ist es auch. Aber das macht gar nichts, denn wenn man das Schmidt Theater nach dieser Show verlässt, hat man viel gelacht. Das ist es, was man von diesem Stück erwarten durfte und diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>12. August 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong> <span class="Bold">Corny Littmann / Nik Breidenbach, Henning Mehrtens, Andreas Bierkamp<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris MacMatzen<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Endlich wieder richtiges Theater in Deutschland!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/endlich-wieder-richtiges-theater-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2020 08:54:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Paradiso]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt‘s Tivoli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als erstes deutsches Privattheater öffnete das Schmidts Tivoli in Hamburg Anfang Juli seine Türen wieder für Publikum. Stilecht empfangen von den Darstellern der Schmidt Theater Erfolge „Heiße Ecke“ und „Die Königs vom Kiez“ betritt der Zuschauer nach der obligatorischen Hand-Desinfektion am Eingang ein üppig grünes Dschungelparadies. Die Zuschauer wurden in Gruppen unterteilt, die jeweils in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als erstes deutsches Privattheater öffnete das Schmidts Tivoli in Hamburg Anfang Juli seine Türen wieder für Publikum. Stilecht empfangen von den Darstellern der Schmidt Theater Erfolge „Heiße Ecke“ und „Die Königs vom Kiez“ betritt der Zuschauer nach der obligatorischen Hand-Desinfektion am Eingang ein üppig grünes Dschungelparadies.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2955 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Zuschauer wurden in Gruppen unterteilt, die jeweils in einem bestimmten Zeitfenster das Theater betreten durften. Ja, so vermeidet man erfolgreich lange Schlangen und Gedränge. Das bedeutet aber auch, dass David Harrington und Florian Born fast drei Stunden lang live Hintergrundmusik für alle jene liefern müssen, die sich bereits im Theatersaal befinden. Dafür werden sie von der stetig steigenden Zuschauerzahl gebührend gefeiert!</p>
<p>Apropos Zuschauersaal, anstatt der sonst bis zu 620 Sitzplätze sind nur 250 belegt. Diese sind in Kleingruppen oder paarweise so arrangiert, dass der vom Hamburger Senat vorgegebene Abstand jederzeit eingehalten werden kann und die Gäste – einmal an ihrem Platz befindlich – den Mund-Nasen-Schutz abnehmen dürfen.</p>
<p>Durch die zahlreich im Saal platzierten Kunstblumen, für die laut Corny Littmann Lagerbestände im ganzen Hamburger Umland aufgekauft wurden, sieht es gar nicht so leer aus, wie man es vielleicht erwarten würde. Im Gegenteil, es fühlt sich ziemlich gut an, endlich wieder im Theatersaal zu sitzen und auf eine Vorstellung zu warten. Auch die im Mittelbereich des Parketts eingesetzten Plexiglastrennscheiben stören den Blick nicht, sind sie doch exzellent entspiegelt.</p>
<p>„Paradiso“ ist eine Revue, die in typischer Schmidt-Manier alle Sparten der Unterhaltung zeigt: So begrüßt Henning Mehrtens, ansonsten Hausherr im Schmidtchen, das mit seiner Online-Show Schmidtflyx über Wochen vorzüglich unterhielt, das Publikum, platziert seine Pinneberg-Witze treffsicher und leitet direkt über zu Nik Breidenbach, der den eigens komponierten Titelsong „Paradiso“ zum Besten gibt.</p>
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<p>Ergänzt werden die monatlich wechselnden Acts von „Siegfried &amp; Joy“, zwei „Disco-Magier“, die sich das Zunichtemachen aller Zauberklischees zur Aufgabe gemacht haben und auf ziemlich schräge Weise und mit viel Selbstironie zeigen, dass sie ihr Fach beherrschen. Sina Brunner begeistert mit ihrer kraftvoll-eleganten Performance sowohl am Tuch als auch am Vertical Pole und setzt den artistischen Höhepunkt der Show.</p>
<p>Carolin Fortenbacher, die mit Nik Breidenbach schon in „Oh, Alpenglühn“ und „Entführung aus dem Paradies“ die Zuschauer begeisterte, gab zwei Songs aus diesen Shows zum Besten. Leider zündeten diese aus dem Zusammenhang gerissen und ohne das Zusammenspiel mit Breidenbach nicht ganz so gut. Doch dass die „Musical-Diva“ extrem vielseitig ist, kann niemand bestreiten.</p>
<p>Auch Breidenbachs ansonsten urkomisches Tina Turner Medley kam an diesem Abend nicht ganz so souverän rüber.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2953 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Vielleicht ist dies aber auch dem Eindruck geschuldet, dass 250 begeisterte Menschen einfach anders (leiser) klingen als 600?</p>
<p>Littmanns Frage: „Was erzählen Sie Ihren Enkeln über diese Zeit?“ regt zum Nachdenken an… Es ist eine herausfordernde Zeit – für alle! Doch gerade die Unterhaltungsbranche leidet mehr als alle anderen Industriezweige unter den Einschränkungen. Umso dankbarer ist man, wenn man miterleben darf, dass Theater und Musical trotz Abstands- und Hygieneregeln funktioniert. Es muss auch einfach funktionieren, denn ohne Theater, ohne Musicals fehlt unserer Welt etwas ganz Entscheidendes! Zu jeder Zeit haben Künstler den Menschen geholfen, ihren Alltag besser zu meistern, ein wenig abzuschalten oder einfach mal ein paar Stunden gute Unterhaltung zu genießen und zu entspannen. Ich wünsche mir sehr, dass es in den nächsten Monaten, die uns Covid-19 sicherlich begleiten wird, viele weitere Theatermacher geben wird, denen es gelingt, wieder Künstler auf die Bühne zu bringen und allen auf, hinter, unter sowie dem Publikum vor der Bühne ein Stück Normalität zurückzugeben.</p>
<p>„Paradiso“ wird im Juli, August und September mit monatlich wechselnden Künstlern zu sehen sein. Auch in den kommenden Monaten wird die Schmidt Familie mit Soloprogrammen und kleinen Shows das Bestmögliche aus der aktuellen Situation machen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint<br />
</span><span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidts Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">9</span><span class="Bold">. Juli 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Corny Littmann, Carolin Fortenbacher, Nik Breidenbach</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold">, Siegfried &amp; Joy, Sina Brunner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> <span class="ce-uploads-description">Morris Mac Matzen</span><br />
</span></p>
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		<title>Rockige Umsetzung eines Dramamusicals</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/rockige-umsetzung-eines-dramamusicals-mit-guter-band-und-starken-charakteren/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2016 11:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Alice Hanimyan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tom Kitts (Musik) und Brian Yorkeys (Buch, Lyrics) „Next to Normal“ ist alles andere als ein „Feel Good Musical“. Vielmehr behandeln die beiden ein vielfach noch tabuisiertes Thema: Was passiert, wenn ein Familienmitglied (in diesem Fall die Mutter) aufgrund eines traumatischen Ereignisses psychisch erkrankt (in diesem Fall manisch-depressiv) und die Familie mit allen ihr zur ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">
<p>Tom Kitts (Musik) und Brian Yorkeys (Buch, Lyrics) „Next to Normal“ ist alles andere als ein „Feel Good Musical“. Vielmehr behandeln die beiden ein vielfach noch tabuisiertes Thema: Was passiert, wenn ein Familienmitglied (in diesem Fall die Mutter) aufgrund eines traumatischen Ereignisses psychisch erkrankt (in diesem Fall manisch-depressiv) und die Familie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten versucht, sich mit dieser Situation zu arrangieren und dem erkrankten Familienmitglied so gut es geht zu helfen.</p>
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<div class="text-content style_External_394_271">
<div class="style_2">
<p class="Body">In „Next to Normal“ (zu deutsch: „Fast normal“) ist es Diana, die den plötzlichen Tod des Sohnes nicht verarbeiten konnte und auch nach 18 Jahren noch an einer ausgeprägten bipolaren Störung leidet. Weder sie noch ihr Mann Dan tragen eine Schuld an dem Nichterkennen des Darmverschlusses ihres Säuglings Gabriel, waren sie selbst doch noch Kinder als der Junge zur Welt kam. Auch die wenig später geborene Tochter Natalie kann der Mutter nicht helfen, das Schicksal anzunehmen.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Fast_normal_2016_files/shapeimage_4.png" alt="" width="378" height="490" /></div>
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</div>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3">Diana funktioniert zu Hause mal mehr, mal weniger gut, schwankt zwischen extremer gute Laune und Aktionismus und totaler Lethargie. In ihrer Welt aus Halluzinationen lebt Gabriel immer noch und ist ein ganz normaler Teenager, um den sie sich aufopferungsvoll kümmert und mit dem sie sich austauscht. Dan geht jeden psychologisch-medizinischen Weg, um die Frau, die er über alles liebt, zu unterstützen und wieder ein gemeinsames Leben mit ihr zu führen. Natalie kommt bei alledem zu kurz und da ihre hervorragenden schulischen Leistungen nicht zu der erhofften Anerkennung führen, gibt sie sich den Drogen hin. Am Ende entscheidet sich Diana für ein Leben ohne Dan und Natalie, während Dan sich eingesteht, dass auch er Gabriel sieht und braucht. Natalie, die davon nichts ahnt, steht ihrem Vater zur Seite und hofft, dass sie es auch ohne Diana schaffen, eine Familie zu sein.</div>
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<div class="text-content style_External_669_458">
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<p class="Body">Spannend bei all dem ist, zumindest in Harald Weilers Inszenierung in den Hamburger Kammerspielen, dass Gabriel keine passive Halluzination Dianas ist, sondern aktiv in das Geschehen eingreift: Sei es nun, dass er der Mutter den Mülleimer hinhält, wenn sie ihre Pillen entsorgt, ihr vehement zuredet, dass sie die EKT (Elektrokrampftherapie) nicht machen soll, oder dass er Natalie die Tabletten der Mutter als Lösungsweg darbietet. Mehr als einmal wirkt er wie ein Puppenspieler, der die Geschicke seiner Familie nach seinen Wünschen lenkt. Auf die ein oder andere Weise stehen alle drei in Gabriels Bann, was besonders am Schluss klar wird: Diana trennt sich nicht nur von Mann und Tochter, sondern lässt auch ihren Sohn zurück. Dieser wiederum wendet sich direkt dem Vater zu, der in seiner Verletztheit für diesen Einfluss seines Unterbewusstseins sehr empfänglich ist.</p>
<p class="Body">Schon die Inhaltsbeschreibung macht deutlich, dass es bei diesem Stück nicht auf das Drumherum ankommt, sondern auf die Charaktere. Die Darsteller von Diana, Dan, Natalie und Gabriel müssen starke schauspielerische Qualitäten und eine gute Bühnenpräsenz haben, um zu überzeugen. Auch gesanglich haben Kitt und Yorkey ihren Künstler einige Herausforderungen geschaffen. Jeder der Protagonisten hat Soli, in denen er bzw. sie ganz pur und aufgewühlt vor Emotionen allein im Scheinwerferlicht steht.</p>
<p class="Body">Folglich finden sich auf der Bühne der Kammerspiele außer ein paar Stühlen, einem Tisch und einem von innen beleuchteten portalähnlichen Kubus nichts, was von der Handlung ablenken könnte. Lars Peter (Ausstattung) und Gerald Timmann (Licht) haben hier eine gut funktionierende Atmosphäre geschaffen.</p>
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<p class="Body">Das Publikum lernt Diana in einer ihrer manischen Phasen kennen. Carolin Fortenbacher wirkt in diesen Momenten schon fast zu exzentrisch und zeigt eine überzogene Mimik, die knapp an der Parodie entlangschrammt. Ihr Zweigespräch mit Gabriel hingegen ist in sich sehr stimmig.</p>
<p class="Body">Elias Krischke gibt den verstorbenen Gabriel, der in Dianas Halluzinationen als Teenager fortlebt. Mit seinen schon fast teuflischen Seitenblicken und seiner Ausstrahlung, die weit über die schlichte Bühnenpräsenz hinausgeht, zieht er das Publikum sofort in seinen Bann. Jeder möchte wissen: Wer ist das? Und wieso kann offenbar nur Diana ihn sehen? Dieses Geheimnis wird jedoch erst später gelüftet.</p>
<p class="Body">Dass die vier Familienmitglieder alle in ihrer eigenen Welt leben, zeigt die allmorgendliche Routine – jeder an seinem eigenen Stuhl mit seinen eigenen Abläufen und Problemen beschäftigt („Wie an jedem Tag“). Die anschließende Szene (der Arztbesuch von Diana) nimmt die häufig als einziger Ausweg praktizierte Psychopharmaka-Therapie auf die Schippe. Tim Grobe jongliert als Arzt mit Diagnosen und kunterbunten Pillen, während Diana sich fragt, ob sie die Nebenwirkungen wirklich in Kauf nehmen muss. Robin Brosch kann Dans Verzweiflung („Wer spinnt hier?“) sehr gut Ausdruck verleihen. Dass auch ihm irgendwann die sprichwörtliche Puste ausgeht, glaubt man ihm sofort.</p>
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<p class="Body">Parallel nähern sich Natalie und Henry, einer ihrer Mitschüler, einander an. Auch wenn Natalie (Alice Hanimyan) zunächst noch sehr burschikos ist, spürt sie doch, dass Henry (Jan Rogler) ihr gut tut. Und so wird „Richtig für Dich“ zu einer sehr süßen, schüchternen Liebeserklärung unter Teenies.</p>
<p class="Body">Eine der Schlüsselszenen des Stücks ist „Alles wird gut“: Die Therapie scheint zu wirken, Diana ist (fast schon wieder zu) fröhlich und die Familie freut sich auf ein gemeinsames Essen mit Henry. Als Diana mit der Geburtstagstorte für Gabriel hereinkommt, kippt die Stimmung. Dan erklärt ihr zum wiederholten Mal, dass Gabriel tot ist und das schon seit Jahren. Robin Brosch legt einmal mehr viel Gefühl in sein Solo „Er ist fort“. Carolin Fortenbacher bestätigt, dass ihr Sarkasmus und trockener Humor liegen, denn als Dan fragt, wo die Pillen sind, antwortet sie in der ihr eigenen Art jovial: „Wir haben die glücklichste Klospülung der Straße!“ Leider kann sie diese Authentizität nicht in den folgenden Song mitnehmen. „Was weißt Du?“ fällt gegenüber der vorangegangenen Szene deutlich ab, auch wenn die überfällige Entscheidung zwischen Dan und Gabriel sehr gut inszeniert und gespielt ist („Kein Mensch“).</p>
<p class="Body">Im Laufe des Abends hört man leider viele disharmonische Töne. Dies mag Absicht sein und es passt teilweise auch zu den rockigen Nummern, dennoch zuckt man unweigerlich zusammen.</p>
<p class="Body">Die stärkste Nummer von Natalie ist „Superboy und seine Schwester aus Glas“. Alice Hanimyan platzt schier vor unterdrücktem Frust. Ihre ausladende, kraftvolle Gestik und die traurig-wütende Mimik sind beeindruckend. Das Publikum versteht, warum die Tochter sich zurückgesetzt fühlt und sich nach und nach von den Zwängen des Elternhauses zu befreien versucht.</p>
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<p class="Body">Einen Bruch im Fluss bildet der nächste Arzt-besuch von Diana. Der Arzt (Tim Grobe) mutiert in ihrer Phantasie zu einen Rock-Prediger. Grobe gelingt der Wechsel zwischen altklugem, phrasendreschendem Psychiater und dem überdrehten Rockstar extrem gut. Dass sich Gabriel von diesem Versuchen, sich seiner zu entledigen, nicht einschüchtern lässt, stellt er mit „Ich lebe“ eindrücklich unter Beweis. Elias Krischke dosiert die Energie für diesen Song genau richtig. In der Folge wird sein Schicksal noch mehr mit dem seiner Schwester verwoben, der er – während die gemeinsame Mutter vom Arzt hypnotisiert wird – die Tasche mit den Pillen rüberschiebt. Natalie erliegt der Verlockung zwar nicht direkt, aber die Zuschauer spüren, dass sie nicht stark genug ist, sich dieser Flucht in eine andere, schönere Welt, dauerhaft zu widersetzen.</p>
<p class="Body">Nach einem Selbstmordversuch Dianas, der durch Gabriels Lockversuch („Komm mit mir“ – sehr gefühlvoll von Krischke interpretiert) ausgelöst wird, sehen der Arzt und Dan nur noch die EKT als Ausweg. Brosch zeigt eine große emotionale Betroffenheit, als er sich als Dan fragt, „Wohin soll das führ’n?“. So eine Entscheidung trifft sich nicht „mal eben so.“ Diana verleiht ihrer Sorge mit „Das ist doch wie im Kino“ Ausdruck. Diese Rocknummer steht Fortenbacher sehr gut.</p>
<div>Als es schließlich zur EKT kommt, liegt Gabriel zuckend über den Köpfen von Diana und dem Arzt. Krischke wird sichtbar schwächer. Ein wirklich sehr gelungener Regie-Kniff von Harald Weiler, die Halluzination von Diana auf diese Weise sichtbar schwächer werden zu lassen!</div>
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<p class="Body">Parallel kollabiert Natalie im Drogenrausch nach einem Hustensaft-Trip. Henry kann sie retten, während Dan seine Frau nach 14 Tagen EKT ebenfalls wieder nach Hause holen darf. „Wär ich nur da“ ist ein starkes Duett der beiden Leading Ladies, die sich gerade beide selbst verlieren.</p>
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<p class="Body">Leider erinnert sich Diana nur noch an Dan, alles andere wurde durch die Behandlung (vorübergehend) aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Sehr einfühlsam versucht Dan die Erinnerung zurückzubringen („Lied vom Vergessen“). Dabei schönt er die Vergangenheit an der einen oder anderen Stelle. Natalie ist tief verletzt, dass sich ihre Mutter nicht mehr an sie erinnert und stattdessen auf den Fleck an der Wand starrt, an dem bis vor Kurzem noch ein Foto von Gabriel hing. Brosch, Fortenbacher und Hanimyan spielen hier ihr ganzes Können aus, so dass das Publikum die fast schon unwirkliche Situation für die Familie nachempfinden kann. Erst Natalies Schocktherapie – das Zeigen von Fotos des durch Dianas Verschulden abgebrannten Hauses – löst den Knoten und bringt Dianas Erinnerung zurück. Doch ein weißer Fleck bleibt&#8230;</p>
<p class="Body">In einer der folgenden Sitzungen berät sich Diana mit ihrem Arzt, der ihr in einem unbedachten Moment verrät, dass sie einen Sohn hatte. Zu Recht stellt sie ihren Mann zur Rede. „Wie konnte mir das entfall’n“ ist ein sehr zartes Duett, das von Brosch und Fortenbacher mit viel Gefühl fortgetragen wird. Fortenbacher wirkt ganz zerbrechlich in ihrer Erinnerung an den verstorbenen Sohn.</p>
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<p class="Body">Während Dan noch glaubt, dass sich alles zum Guten wendet, verfällt Diana wieder in alte Muster. Sie unterhält sich mit Gabriel, dreht komplett auf und über und doch ist etwas anders („Warum?). Sie fasst den Entschluss, sich von Dan zu trennen und sagt sich gleichzeitig von Gabriel los, um sich endlich selbst zu finden.</p>
<p class="Body">Der verzweifelte Versuch von Dan, Diana mit gemeinsamen Erinnerungen daran wie glücklich sie einmal waren, zu halten, führt ins Leere. „Ein Versprechen“ ist ein sehr cleverer Song, zeigt er doch zum einen das Paar Dan und Diana, das vor den Scherben seiner Ehe steht als auch die junge, aufblühende Liebe von Natalie und Henry, die ihren gemeinsamen Weg noch vor sich haben. Diese Szene gehört zu den ein-drücklichsten des Abends, da die beiden Paare akustisch und schauspielerisch sehr gut harmonieren.</p>
<p class="Body">Diana geht noch einmal zum Arzt, der ihr eine weitere EKT-Behandlung rät. Diese lehnt sie jedoch nachdrücklich ab. Und im Hintergrund wird Gabriel wieder präsenter.</p>
<p class="Body">Ein erstes und letztes Mal kümmert sich Diana um ihre Tochter, die von Henry zum Ball eingeladen wurde. „Fast normal“ ist ein sehr schönes Duett von Fortenbacher und Hanimyan in denen sich zarte Bande der Annäherung ausmachen lassen. Beide Frauen legen eine gute Energie in ihre Interpretation und zeigen sehr viel Gefühl. Doch der Neuanfang wird von Gabriel gestört: Er wirft einen Papierflieger in Richtung der Frauen und bringt sich so wieder direkt in Dianas Gedanken ein.</p>
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<p class="Body">Diana zieht einen Schlussstrich. Fortenbacher darf dies einmal mehr in einem sehr ruhigen Solo intonieren („Ich werde Dich verlassen“). Sie lässt Dan keine Wahl.</p>
<p class="Body">Plötzlich meldet sich auch bei Dan das Unterbewusstsein zu Wort und er sieht das, was Diana die letzten Jahre gesehen hat: ihren gemeinsamen Sohn Gabriel. Dass Dan mit einem Mal zu seinen offenbar verdrängten Gefühlen und Halluzinationen steht, kommt für die Zuschauer sehr unerwartet. War er doch sonst eine sehr starke Persönlichkeit. Doch Gabriel ist sehr eindringlich in seinem Begehren und schlussendlich ergibt sich Dan seinem Schicksal und akzeptiert, dass Gabriel fortan auch ein Teil seines Lebens sein wird.</p>
<p class="Body">Dass das Stück mit dem hoffnungsfrohen „Licht“ endet, kann man mögen oder auch nicht. Gut ist sicherlich, dass man noch einmal alle sechs Darsteller auf der Bühne vereint sieht. Und sicherlich lässt sich auch für jeden Charakter sein ganz persönliches Licht am Ende des Tunnels finden. Aber irgendwie wirkt dieser versöhnliche, friedliche Abschluss etwas zu sehr gewollt und passt nicht so recht zur dramatischen Handlung.</p>
<p class="Body">Wie eingangs erwähnt, braucht es bei „Next to Normal“ Charakterdarsteller, die eine emotionale Achterbahnfahrt glaubhaft über die Rampe bringen können. Robin Brosch gelingt dies auf der schauspielerischen Ebene hervorragend, gesanglich muss man bei ihm jedoch leider ein paar Abstriche machen.</p>
<p class="Body">Elias Krischke und Alice Hanimyan überzeugen schauspielerisch wie gesanglich gleichermaßen, obwohl bei beiden noch Luft nach oben ist. Die Rocknummern stehen den Nachwuchsdarstellern sehr gut zu Gesicht und sie können sich energetisch austoben. Dass ihnen das Freude macht, spürt man.</p>
<p class="Body">Gleiches gilt für Jan Rogler als Henry. Er hat zusammen mit Tim Grobe (Arzt) zwar die kleineren Rollen. Doch ihnen gelingt es, sich die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen. Insbesondere Grobe bleibt als Rock-Doc in Erinnerung.</p>
<p class="Body">Last but not least bleibt noch Carolin Fortenbacher, die das Publikum hier in einer eher ungewöhnlichen Rolle erleben kann. Üblicherweise besticht Fortenbacher durch einen hohen Comedy-Anteil, Gespür für Wortwitz und ihre wandlungsfähige Stimme. Mit Ausnahme von letzterem bewegt sie sich bei „Fast normal“ auf weitgehend ungewohntem Terrain. Sie verfällt recht oft in Extreme, was aber auch den Regieanweisungen geschuldet sein mag. Ansonsten kann sie in einzelnen Szenen sehr überzeugen, in anderen weniger. Es fehlt ihr an Kontinuität über den Verlauf des Abends; nicht jede Szene wirkt authentisch, einige gar unfreiwillig komisch. Doch diese anspruchsvolle Figur stellt sicherlich für viele Darstellerinnen eine große Herausforderung dar.</p>
<p class="Body">Nur beim Schlussapplaus sichtbar, dafür aber den ganzen Abend umso besser zu hören, ist die fünfköpfige Band unter der Leitung von Matthias Stötzel. Die Musiker spielen Tom Kitts Partitur mit viel Schwung ohne zu übersteuern und rocken mit den Uptempo-Nummern das Haus. Genauso wünscht man sich eine Musicalband! Das ist einmal mehr der Beleg, dass man auch mit wenigen Musikern ein Statement in Sachen Rockmusical abliefern kann.</p>
<p class="Body">Von solchen Produktionen möchte ich in den Hamburger Kammerspielen gern mehr sehen!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold">Theater:</span> Kammerspiele, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span>11. September 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Darsteller:</span> Carolin Fortenbacher, Robin Brosch, Elias Krischke, Alice Hanimyan, Tim Grobe, Jan Rogler</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Musik / Regie:</span> Tom Kitt / Harald Weiler<span class="Bold"><br />
</span><span class="Bold">Fotos:</span> Anatol Kotte / Bo Lahola</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Musikalische Unterhaltung, bei der kein Auge trocken bleibt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musikalische-unterhaltung-bei-der-kein-auge-trocken-bleibt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2015 14:10:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Bott]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Mittelpunkt von Mirko Botts neuestem Zwei-Personen-Stück stehen Winona Westwood, die seinerzeit als Uschi Blum (war da nicht mal was mit Hape Kerkeling?) große Erfolge feierte, und ihr Stylist Peter von Pattnach, genannt Puschi. Beide sind von Unbekannten entführt und ausgerechnet in Winonas altem Probenkeller eingesperrt worden. Dort müssen sich die beiden stetig wachsender Kakerlaken ...</p>
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<div id="body_content">
<p>Im Mittelpunkt von Mirko Botts neuestem Zwei-Personen-Stück stehen Winona Westwood, die seinerzeit als Uschi Blum (war da nicht mal was mit Hape Kerkeling?) große Erfolge feierte, und ihr Stylist Peter von Pattnach, genannt Puschi. Beide sind von Unbekannten entführt und ausgerechnet in Winonas altem Probenkeller eingesperrt worden. Dort müssen sich die beiden stetig wachsender Kakerlaken erwehren, machen sich gegenseitig vollkommen kirre und Winonas Hund Rossini kommentiert das Geschehen mit hessischer Schnauze.</p>
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<p class="Body">Als Hauptdarsteller der ersten Produktion, &#8222;Die Entführung aus dem Paradies&#8220;, des im Juni eröffneten „Schmidtchens“ geben sich einmal mehr Caron Fortenbacher und Nik Breidenbach die Ehre. Schon mit „Oh Alpenglühn“ stellten die beiden nachdrücklich unter Beweis, dass sie ein herausragendes musikalisches Comedy-Duo sind.</p>
<p class="Body">Nach einer höchst dramatischen Ouvertüre zu „Draußen ist Freiheit“ schwelgen Winona und Puschi in ihren Erinnerungen. Ob sie nun den Spice Girls Hit „Wannabe“ rappen und sich Winona dabei an den Dämpfen aus den Kellerrohren berauscht, oder Puschi in knackiger Ledershorts in Netzstrümpfen und High Heels Tina Turners „Simply the Best“ schmettert – jede Szene ist auf ihre Art extrem lustig. Die erste Sequenz gipfelt – nach einem weiteren Kostümwechsel zu schwarzen Lack-Leder-Outfits &#8211; in Beyoncés „ Single Ladies“.</p>
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<p class="Body">Die Kakerlaken werden derweil immer größer und während sich Puschi kreischend auf einem Stuhl in Sicherheit bringt, steht Winona ihre Frau und macht ihnen knallhart den Garaus. Da sie nun schonmal im Keller mit den alten Uschi Blum Kostümen sind, werden diese kurzerhand wieder angezogen und Uschis größter Hit „Bitte Bitte“ in einem überdimensionalen Silberglitzerkleid zum Besten gegeben.</p>
<p class="Body">Puschi fragt sich (zu Recht), was sie hat, was er nicht hat. Aber immerhin hat er ein Engagement als Showvisagist bei Helene Fischer in Aussicht. Das wiederum passt Winona gar nicht. Wenn „die kleine zarte Tunte“ schon nicht für sie arbeiten möchte, dann aber auch auf keinen Fall für Helene Fischer. Diese Freundschaft zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend – dabei heißt Winonas neueste, wenn auch wenig erfolgreiche Single „Breathless through the Day“&#8230;</p>
<p class="Body">Der Kampf um das einzig verbliebene Essbare – eine Dose Ravioli – artet auf aberwitzige Weise aus. Aber auch wenn „Dosen aus Tirol“ von Fortenbacher sehr sauber gesungen wird, hat diese Sequenz leider doch Längen.</p>
<p class="Body">Auch die an sich sehr lustige Szene auf dem imaginären roten Teppich, zu dem die berechnende Winona Puschi einlädt, wenn sie die Entführung überstehen, gerät ein wenig zu lang. Doch auch hier: Peter Alexanders „&#8230;und die Musi spielt dazu“ wird von beiden Darstellern sehr gut und mit einer gehörigen Portion Humor interpretiert und getanzt.</p>
<p class="Body">Es folgt eine beeindruckende Empfehlung von Winona als Norma Desmond in ‚Sunset Boulevard’: Fortenbachers Habitus und Gesang passen exzellent zu Normas großem Solo „Nur ein Blick“. Doch das Publikum bekommt nicht lange Gelegenheit, das 5-Oktaven-Talent zu bestaunen, denn Puschi holt alle mit „Uschi mach kein Quatsch“ (Stephan Sulke) wieder auf den Boden des gemütlichen 200 Plätze Klubtheaters herunter.</p>
<p class="Body">Dass er mehr sein kann als die „verweichlichte Frisöse“, versucht er Winona mit Helm und mit bestem Machogehabe zu beweisen. Das Indiana Jones Thema setzt den Rahmen, doch Winona lässt die Seifenblase einfach platzen, indem sie einen nicht von der Hand zu weisenden Bezug zu Bob dem Baumeister herstellt. Die beiden Darsteller schmeißen diese Szene komplett und schütten sich vor Lachen aus. Das Publikum honoriert diese zutiefst menschlichen Aussetzer mit großen Applaus und langanhaltendem Lachen.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt wird deutlich, dass Winona die ganze Entführung selbst mit eingefädelt hat, um mehr Publicity für ihre CD zu bekommen. Ihr Gatte und Manager Gernot spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch der hat ganz eigene Pläne und teilt den beiden Eingesperrten diese per Videokonferenz mit. Winona und Puschi sind danach so verzweifelt, dass die den Geist des Mauerfalls beschwören: „Mr Gorbatschow open the Gate!“ Die Antwort folgt – unter großem Jubel des Publikums – sofort: David Hasselhoffs „I’ve been looking for Freedom“.</p>
<p class="Body">Berauscht von eindeutig zu vielen Ausdünstungen aus den Kellerrohren, die ganz offensichtlich aphrodisierende Wirkung haben, verschwinden Winona und Puschi auf der nach vorherigen Aussagen nicht sehr appetitlichen Toilette, um sich ihrer Leidenschaft hinzugeben.</p>
<p class="Body">In der Zwischenzeit lernen die Zuschauer die Kakerlaken kennen, die sich den Keller zu Eigen gemacht haben. Breidenbach und Fortenbacher sehen in den Kostümen urkomisch aus, was im Publikum ganz klar die gewünschte Wirkung erzielt.</p>
<p class="Body">Die folgende Nummer zeigt einmal mehr Fortenbachers stimmliche Bandbreite, auch wenn ein klassisches Stück zu der übrigen bunten Mischung aus Musicalsongs und Welthits nicht so recht passen will. Vor allem im Hinblick auf die anschließende Diskussion über nutzlose Körperteile („Deine Beine können wir essen, frisieren kannst Du ja auch im Sitzen!“). Das Duett aus „Hungry Eyes“ und einem „Help“-Medley ist wieder sehr komisch inszeniert (Corny Littmann).</p>
<p class="Body">Als Gernot den beiden erläutert, dass sie nun doch freigelassen werden, da die Polizei „dumme Fragen“ stellt, brennt bei Winona eine Sicherung durch. Denn Puschi hat ihr klar gemacht, dass er ihr Gehabe nicht tolerieren wird und auch ein wenig von dem zu erwartenden Presserummel abbekommen möchte.</p>
<p class="Body">Jeder Widerspruch („Shout!“) von Puschi ist zwecklos. Winona hat ihn an die Rohre gefesselt und mach mit „Ich will nichts mehr hören“ („Mamma Mia“) deutlich, was ihn erwartet. Winona wird „befreit“ und stellt sich der wartenden Pressemeute. Puschi hingegen sinniert „Always look on the bright side of Life“. Das Publikum geht einmal mehr richtig mit, pfeift und klatscht, was Lungen und Hände hergeben.</p>
<p class="Body">Und damit endet dieses aberwitzige Stück. Nicht nur das Publikum, auch die beiden Künstler auf der Bühne haben sichtlich Spaß an dieser kurzweiligen Unterhaltung. Für Musicalkenner bieten sich viele versteckte Anspielungen, die wirklich urkomisch inszeniert werden. Das gelingt aber nur, da sowohl Carolin Fortenbacher als auch Nik Breidenbach komödiantische und gesangliche Ausnahmekünstler sind, die in beiden Bereichen überzeugen können.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>1. August 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> <span class="Bold">Corny Littmann / Mirko Bott<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
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			</item>
		<item>
		<title>Schmidt-Wintergala</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schmidt-wintergala/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 19:19:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kay Ray]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Wintergala]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Trepper]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einer lieb gewonnenen Tradition folgend, lädt das Schmidt Theater auch in diesem Jahr zur großen „Schmidt-Wintergala“ ein. Als Moderator und Gastgeber einer bunten, fröhlichen Varieté-Show steht auch in diesem Fall Kay Ray auf der Bühne. Und genau das ist auch der erste Knackpunkt: Kay Ray polarisiert. Entweder man mag seine rotzfrechen, bitterbösen, schamlosen Kommentare oder ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Einer lieb gewonnenen Tradition folgend, lädt das Schmidt Theater auch in diesem Jahr zur großen „Schmidt-Wintergala“ ein. Als Moderator und Gastgeber einer bunten, fröhlichen Varieté-Show steht auch in diesem Fall Kay Ray auf der Bühne. Und genau das ist auch der erste Knackpunkt: Kay Ray polarisiert. Entweder man mag seine rotzfrechen, bitterbösen, schamlosen Kommentare oder man wendet sich angewidert ab und sieht zu, dass man das Theater möglichst schnell wieder verlässt. Der Mann macht keine Gefangenen und nimmt ganz sicher auf niemanden Rücksicht! Befindlichkeiten sind bei Kay Ray fehl am Platz.</p>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Dies vorausgeschickt und wenn man sich auf den rabenschwarzen, pointierten Humor von Kay Ray einlässt (was ich mit großer Freude mache), hat man einen abwechslungsreichen Abend vor sich, der erstaunlich musikalisch daherkommt. Nicht nur der Moderator selbst strapaziert seine erstaunlich trainierten Stimmbänder, gleich drei seiner Gäste geben ebenfalls das ein oder andere Liedchen zum Besten.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Den Auftakt macht El Mago Masin, der seine mehr oder weniger sinnfreien Kommentare zum Weltgeschehen in ein sehr gutes Singer-Songwriter Kostüm kleidet. Im folgt auf dem Fuß der Soulcomedian Marius Jung. Jung spielt mit Klischees und bindet diese in musikalische Zusammenhänge. Leider kommen nicht alle Gags beim Publikum an und auch gesanglich ist sicherlich noch Luft nach oben.</p>
<p class="Body">Die Jongleure „Spot the Drop“ sorgen für Staunen im Publikum. Die beiden Künstler werfen sich nicht nur die sprichwörtlichen Bälle zu, sondern auch noch Kegel. Das alles in einer Geschwindigkeit, die den Zuschauer an den Gesetzen der Physik zweifeln lässt.</p>
<p class="Body">Direkt nach der Pause wird es wieder laut: Carolin Fortenbacher, ihre Show mit Kay Ray gehört inzwischen zum festen Repertoire des Schmidt Theaters, singt ihren Song „Hinterm Ozean“. Warum erneut ihre Lady Gaga Parodie ins Programm  aufgenommen wurde, ist fraglich, denn gut ist leider irgendwie anders.</p>
<p class="Body">Dass die Musicaldarstellerin mit Kay Ray auf einer Welle surft, wird direkt in die Wintergala eingebaut und beide moderieren den nächsten Abschnitt gemeinsam. Die lustigen Einspieler von Versprechern im Radio wirken hier allerdings sehr fehl am Platz. Diese 10 Minuten hätte man sicherlich auch künstlerisch unterhaltsamer füllen können &#8211; denn das Potential einen ganzen Abend zu bestreiten, müssen die beiden nicht mehr beweisen.</p>
<p class="Body">Dafür kommen die Kostüme der beiden Paradiesvögel umso mehr zur Geltung: Sowohl Kay Rays schillernde Anzüge als auch Carolin Fortenbachers (noch nicht gänzlich erprobtes) Multifunktionskleid geben der Wintergala einen zugegebenermaßen speziellen, aber nicht weniger festlichen Rahmen.</p>
<p class="Body">Der anschließende Act ist magisch: Gaston zaubert tatsächlich schneller als er reden kann. Man rätselt, wie die in schneller Abfolge präsentierten Tricks funktionieren &#8211; und plötzlich lässt er es auch noch schneien. Passend zum Motto des Abends!</p>
<p class="Body">Zum Finale hin kann sich das Publikum einmal mehr den Spiegel von Wolfgang Trepper &#8211; dem miesepetrigen, missgünstigen Schnellsprecher &#8211; vorhalten. Es gibt nichts, zu dem Trepper nicht auch eine Meinung hat. Und die behält er ganz sicher nicht für sich. Dieser Humor ist vermutlich ebenfalls nicht jedermanns Sache, aber wer Kay Ray erträgt, kann sich bei Wolfgang Trepper schon fast erholen.</p>
<p class="Body">EIn Wort noch zu Kay Ray: Als Wiederholungstäter in Sachen „Schmidt Theater Besuch“ kommen einem viele Gags des schrillen Künstlers durchaus bekannt vor. Das muss sie nicht schlechter machen, weckt aber mit der Zeit den Wunsch nach Neuem.</p>
<p class="Body">Zum Schluss wird dann von allen Beteiligten noch ein schönes Weihnachtslied geträllert &#8211; bloß die Winterstimmung will bei unserem trockenen, hellen November 2011 nicht aufkommen. Aber wenn stört das schon: Immerhin wurden wir mehr als zweieinhalb Stunden köstlich unterhalten.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span></strong> 16. November 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Moderation:</span></strong> Kay Ray</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Künstler:</span> </strong>Carolin Fortenbacher, William Danne, Wolfgang Trepper u. a. </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch</span></div>
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		<title>Jodelnde Musical-Diva trifft auf Landei mit Vollmeise</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jodelnde-musical-diva-trifft-auf-landei-mit-vollmeise/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 08:44:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Bott]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Oh Alpenglühn!]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 23. Juli 2017 Auch sechs Jahre nach der Premiere dieses urkomischen Zwei-Personen-Stücks haben die Hautdarsteller Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach nicht an Biss verloren. Das Mikro hat Aussetzer? Kein Problem, Fortenbacher versucht die Probleme mit Stand-Up Comedy zu überbrücken. Als das nicht ausreicht, geht sie von der Bühne ab, holt sich ein neues Mikro ...</p>
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<p><strong>Update, 23. Juli 2017</strong></p>
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<p>Auch sechs Jahre nach der Premiere dieses urkomischen Zwei-Personen-Stücks haben die Hautdarsteller Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach nicht an Biss verloren. Das Mikro hat Aussetzer? Kein Problem, Fortenbacher versucht die Probleme mit Stand-Up Comedy zu überbrücken. Als das nicht ausreicht, geht sie von der Bühne ab, holt sich ein neues Mikro und fängt einfach nochmal mit der Auftaktszene an. Das Publikum johlt schon an dieser Stelle.</p>
<p>„La Fortenbacher“ war an diesem Abend in Höchstform. Ihr „Ich will alles“ ist komplett Ga-Ga und ihre gelallte Opernarie schlicht großartig. Die perfekte Symbiose von Gesang und Comedy.</p>
<p>Getoppt wird dies von einem „Bad Romance“, bei dem ein Zuschauer zum unfreiwilligen Star wird, indem er einfach mitten während des Songs aufsteht (vermutlich um das WC aufsuchen), während Fortenbacher hinter ihm hergeht. Da er dies aber nicht zu bemerken scheint, muss ihm seine Begleitung bei seiner Rückkehr erst einmal erläutern, warum das Publikum lauthals lachend applaudiert.</p>
<p>„Hare Krishna“, der Auftakt zum zweiten Akt, holt das Publikum exzellent ab und die Zuschauer schunkeln ähnlich verstrahlt wie die „bekifften“ Protagonisten durch die Reihen.</p>
<p>Nik Breidenbach hat seinen großen Moment mit der aus „Jekyll &amp; Hyde“ bekannten „Konfrontation“, nur dass sich hier nicht die zwei widerstreitenden Persönlichkeiten eines Mannes gegenüberstehen, sondern der Almhüttenwirt und seine irgendwie doch nicht ganz so tote Mutter. Höchst anspruchsvoll, hohes Tempo und sehr viel Situationskomik. Das ist Unterhaltung pur!</p>
<p>Wie sagte Breidenbach doch ganz richtig am Schluss: „Dieses Stück ist an jedem Abend ein bisschen anders!“ Das ist eindeutig wahr, denn die vielen kleinen Pannen und Texthänger wurden von ihm und Carolin Fortenbacher extrem lustig überspielt oder Szenen neu interpretiert. Die beiden nehmen weder sich noch das Stück allzu ernst, und genau diese Spiel- und Lebensfreude überträgt sich nahtlos aufs Publikum.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<hr />
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<h3 class="paragraph_style_1">Nachtrag zur Inszenierung 2012</h3>
<p class="Body">Was im letzten Jahr zu Standing Ovations geführt hat, bringt man im Folgejahr leicht modifiziert erneut auf die Bühne. Dieses bewährte System hat sich seit Jahren für „Villa Sonnenschein“ bewährt; nun übernimmt man es auch für „Oh Alpenglühn“: Bereits jetzt steht fest, dass das schräge Zwei-Personen-Stück auch 2013 auf der Bühne des Schmidt Theater zu sehen sein wird.</p>
<p class="Body">Die Änderungen im Vergleich zum Vorjahr sind marginal, lediglich das komplette Streichen zweier Szenen fällt deutlich auf. Der gefloppte Grandprix-Song von Carolin Fortenbacher entfiel ersatzlos und auch die Szene, in der minutenlang durch diverse Htschnipsel im Radio gezappt wurde, fehlt. Dies unterstützt den Handlungsfluss deutlich und man vermisst es nicht eine Sekunde.</p>
<p class="Body">Ansonsten überzeugt die Fortenbacher auch in diesem Jahr als überspannte und chronisch untervögelte Musical-Diva sowohl gesanglich als auch spielerisch. Nik Breidenbachs Vielseitigkeit macht 2012 genauso viel Spaß wie 2011. Seine „Mutter-Sohn-Konfrontation“ in Anlehnung an „Jekyll &amp; Hyde“ ist aller Ehren wert.</p>
<p class="Body">Besonders schön zu erleben war wie das Publikum mit einbezogen wurde. Ein leichtfertiger Kommentar mündet da durchaus in einem Tänzchen mit Breidenbach auf der Bühne. Genauso mögen die Zuschauer ihr Schmidt‘s!</p>
<p class="Body">Ich freue mich schon jetzt auf 2013!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<hr />
<p>Schon als man den nasskalten Hamburger Sommer verlässt und am Premierenabend das Schmidt Theater betritt, wird man thematisch abgeholt: Das Servicepersonal ist in typisch bayrischen rot-weiß-karierten Hemden mit Seppelhut gekleidet und auch Hausherr Corny Littmann begrüßt seine Gäste in Krachlederner &#8211; natürlich stilecht in St. Pauli-Farben. „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Villa_Sonnenschein_2005.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1657">Villa Sonnenschein</a></span>“-Besuchern mag sein Hut sehr bekannt vorkommen &#8211; aber aufgepeppt mit ein paar Edelweiß-Zweigen ist Gustavs Cordhut die ideale Kopfbedeckung für diesen Anlass.</p>
<p class="Body">Im Saal werden die Gäste mit populärer Volksmusik empfangen und man ist gespannt, was sich das Schmidt-Team diesmal ausgedacht hat, um die schnöde Musiktheaterwelt Hamburg zu bereichern.</p>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2079 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/08/oh-alpengluehn-bg-bild-3.jpg" alt="" width="396" height="295" />Dass eine Hamburger Theater-Institution wie das Schmidt Theater ausgerechnet die bayerischen Alpen als Kulisse für seine neueste Produktion gewählt hat, schürt die Hoffnung auf ein amüsantes, kurzweiliges und gewohnt schräges Musical.</p>
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<p class="Body">Inhaltlich geht es um eine ausgebrannte Musical-Diva, die sich vom Liebhaber ihres Agenten in ein Wellnesshotel in den Alpen einbuchen lässt, um dem Stress ihrer gescheiterten Ehe und den üblichen Wehwehchen einer alternden Musicaldarstellerin zu entfliehen. Jedoch landet sie in einem kleinen Berghof, in dem einzig das Zimmer der verstorbenen Mutter des Bauern vermietet wird. Musical-Diva Carolin Joopina van der Holding (Ähnlichkeiten mit dem Chef eines  weltbekannten Musicalkonzerns sind ganz sicher beabsichtigt) verfällt zusehends dem rustikalen Charme von Leopold. Der wiederum führt immer wieder geheimnisvolle Telefonate mit dem Liebhaber ihres Agenten, Fernando, und hört die Stimme seiner Mutter aus dem Jenseits, die ihm Carolin ausreden will. Plötzlich taucht Carolins Ehemann auf, wird aber von Poldi kurzerhand um die Ecke gebracht und entsorgt. Doch damit nicht genug &#8211; auch Carolin schwebt plötzlich in Lebensgefahr&#8230; Das klingt verwirrend? Wir wären ja auch nicht im Schmidt Theater, wenn alles nach Schema F ablaufen würde.</p>
<p class="Body">„Oh Alpenglühn!“ lebt von zwei vielseitig talentierten Bühnenkünstlern: Nik Breidenbach als Bauer Leopold und Carolin Fortenbacher als Carolin Joopina van der Holding werfen sich gegenseitig die Bälle zu und ziehen schauspielerisch, komödiantisch und gesanglich alle Register.</p>
<p class="Body">Mirko Bott hat beiden Künstlern die Rollen auf den Leib geschrieben. Beide haben die Möglichkeit, sich von unerwarteten Seiten zu zeigen: Nik Breidenbach brilliert in einer wunderbar schrägen Variante von Wildhorns „Konfrontation“ zwischen Mutter und Sohn, die gesanglich bekanntermaßen zu den schwersten Partien im Musicalbusiness gehört. Mit „I beg your pardon“ stellt er Poldis kaum vorhandene Englischkünste unter Beweis und lässt einem beim Hören dieses leider gar nicht so seltenen deutschen Akzents die Haare zu Berge stehen. Breidenbach alias Poldi gibt alles und testet seine Flirt- und Tanzkünste nicht nur an Carolin, sondern auch im Publikum &#8211; Songs wie „Komm und bedien Dich“ (im Original „Help yourself“ von Tom Jones) und „“I‘ve got you under my skin“ sind da sehr zweckdienlich.</p>
<p class="Body">Überhaupt ziehen sich die Bezüge zu großen Musicals wie ein roter Faden durch das Stück: Permanente Verweise auf Carolin Fortenbachers Paraderolle in „Mamma Mia“ in Form von Handyklingeln oder Einspielen des Songs „Fernando“ beim gleichnamigen Stichwort sind da eher die plumpe Variante. Harmonischer fügen sich die kurzen Sequenzen aus „Jekyll &amp; Hyde“, „Tanz der Vampire“ und „Phantom der Oper“ in das Gesamtbild ein.</p>
<p class="Body">Leider nimmt Carolin Fortenbacher das Musical-Motiv sehr stark auf und bewegt sich phasenweise wie eine Kreuzung aus dem Glöckner von Notre-Dame und Edward Hyde über die Bühne. Auch wenn ich allerhöchsten Respekt davor habe, dass sie im ersten Akt ausschließlich in extrem hohen High Heels über die Bühne trippeln, tanzen und überhaupt gehen muss, ihre überbordende Energie bricht sich in exzessiven Bewegungen Bahn, mit denen sie deutlich über das Ziel hinaus schießt. Hier wie auch gesanglich gilt: Weniger ist manchmal mehr. Denn ihre durchaus eindrucksvolle Stimmvielfalt stellt die Fortenbacher wie schon früher allzuoft durch Lautstärke in den Vordergrund, was sie nicht nötig hat. Denn Strauß‘ „Frühlingsstimmen-Walzer“ und „Das Phantom der Oper“ sind wahrlich keine Stücke, die jede Musicaldarstellerin im Repertoire hat. Mit ihrer Interpretation von Lady Gagas „Bad Romance“ haut sie das Publikum schlichtweg um und zeigt eine Facette, die ihr so sicherlich keiner zugetraut hat.</p>
<p class="Body">Auch Situationskomik kommt beim Schmidtschen „Oh Alpenglühn“ nicht zu kurz. Sprüche wie „Du bist aufgeregter als der Auerhahn in den Sissi-Filmen“ oder „Das Hemd ist so wie Du: ein kratziges Karo“ treffen genauso ins Schwarze wie „In Hamburg bin ich weltbekannt!“.</p>
<p class="Body">Der erste Akt entfaltet sich stimmig und rund vor den Augen des Publikums, es wird wird gejammert, getrunken, gelacht, getanzt und geflirtet. Im zweiten Akt wird es wesentlich skurriler und man gewinnt den Eindruck als würde das Stück etwas ziel- und strukturlos in einer Sackgasse münden. Aber so wie man die Shows im Schmidt Theater kennt, wird auch hieran im Laufe der Zeit noch weiter gefeilt.</p>
<p class="Body">Am Ende des zweiten Akts sitzt Carolin gefesselt im Wohnzimmer eines irr lachenden, wahnsinnigen Leopold und eine Stimme aus dem Off (der schon bei „Pension Schmidt“ aktive Wilhelm Wieben) kündigt eine Auflösung der Szene in einer Fortsetzung an. Diese würden sicherlich viele gern sehen. Man denke nur an Nik Breidenbach als Poldis schwuler Bruder Fernando oder einen weiteren Exkurs in die theatralische Vergangenheit der Musical-Diva &#8211; da ist Musik drin&#8230;</p>
<p class="Body">Das „Alpenglühn“ endet sehr plötzlich und hinterlässt ein leicht verwirrtes, aber nicht minder gut gelauntes Publikum. Dieses kleine Comedy-Musical reiht sich ein die Vielzahl erfolgreicher Musicalproduktionen aus dem Hause Schmidt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>14. Juli 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong> Corny Littmann / Mirko Bott<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
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