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	<title>2024-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Aufwühlend, aber in sich stimmig &#8211; so geht modernes Musiktheater</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 06:16:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters: &#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3625 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-2048x1367.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />&#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester Freund Alfred sind gezwungen, in einer U-Bahn-Station Schutz zu suchen. Alice liest dort in ihrem Lieblingsbuch „Abenteuer im Wunderland“ von Lewis Carroll und versucht so, ihre Erfahrungen von Trauer, Verlust, Angst und Sehnsüchten zu verarbeiten. Als der an Tuberkulose erkrankte Alfred unter Quarantäne gestellt wird, ermutigt Alice ihn, mit ihr in ihr geliebtes Buch zu fliehen und in eben dieses Wunderland zu reisen. Obwohl ihr das Buch entrissen wird, machen sich die beiden auf den Weg, denn Alice kennt die Geschichte auswendig, eben „by heart“. Auf ihrer Reise durch das Märchen erkundet „Alice By Heart“ die Begegnung mit der ersten Liebe, die Bewältigung von Schmerzen und den Mut, nach vorne zu blicken. Am Ende aber steht für die beiden die Rückkehr in die Realität des unterirdischen Schutzraums, die Rückkehr zu Krieg und Krankheit. Und doch: „Alice By Heart“ ermutigt alle, die Kraft der Fantasie zu feiern, selbst in den härtesten Zeiten.&#8220;</p>
<p>Das klingt nicht nur verwirrend, es ist es auch. Verwirrend, weil die Kreativen Sheik und Sater in der Tradition von &#8222;Spring Awakening&#8220; tief in die überfordernde Gefühlswelt von Heranwachsenden eindringen, verwirrend auch, weil sie das Ganze in die Welt von Lewis Carrolls &#8222;Alice im Wunderland einbetten und dann die Handlung noch in den Blitzkrieg in London im Jahr 1941 verlegen. Ganz schön harter Tobak&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3626 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Setting ist karg, aber sehr einfallsreich. mit den verschiebbaren Stockbett-Elementen schafft Barbara Bloch immer wieder neue Räume, die die Phantasie anregen und für die moderne Inszenierung von &#8222;Alice&#8220; gleichermaßen funktionieren wie für den Luftschutzbunker, in dem die Zuschauer Alice und Alfred zu Beginn kennenlernen. Rhea Gubler übersetzt Saters Kompositionen in zeitgenössische, anspruchsvolle Choreographien, die die jungen Darsteller mit viel Energie umsetzen. Philipp Lang und Pascal F. Skuppe liefern mit der kleinen, aber feinen Band eine sauber abgestimmte Untermalung ab, bei der &#8211; wie auch schon bei &#8222;Spring Awakening&#8220; &#8211; ein Cello nicht fehlen darf. Die feinen Zwischentöne sind, auf die es sich zu achten lohnt.</p>
<p>Die Szene, in der Alice zum ersten Mal auf die Raupen &#8211; ja, hier sind es zwei &#8211; trifft (&#8222;Chillin&#8216; the regrets&#8220; / &#8222;Ohne Sorgen chillen&#8220;), ist aus einem Guss: Optik, Choreo, Texte &#8211; alles bildet ein absolut stimmiges Gesamtbild. Hier hat Friedrich von Mansberg ein perfektes Kunstwerk abgeliefert! Der anschließende Monolog der Herzogin ist ebenfalls sehr gelungen. Frederike Haas hat die englischen Dialoge und Songs sehr modern und singbar ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Während die Teeparty des verrückten Hutmachers eine sehr rätselhafte Szene ist und sich dem Publikum nicht gänzlich erschließt, lässt einen der Auftritt der Jabberwockys den Atem anhalten: Die Stimmung ist bösartig, fast schon gruselig (kleine Kinder während im Zuschauerraum sicherlich überfordert), die Szenerie ist perfekt gestaged, alle Darsteller agieren auf den Punkt. Das Highlight dieser Inszenierung!</p>
<p>Leider bleibt die Herzkönigin im Vergleich zu anderen Adaptionen von &#8222;Alice im Wunderland&#8220; in Lüneburg etwas blass, doch Alice setzt sich ihr gekonnt zur Wehr. Der sehr harmonische Finalsong (&#8222;Winter Blooms&#8220;) rundet diese emotionale Achterbahnfahrt sehr gut ab und erdet die Zuschauer.</p>
<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; erzählt eine Geschichte von Krieg, Krankheit und Tod, aber sie ist auch eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und Mut. Am Ende sind es vor allem Freundschaft, Mut und Kreativität, die von diesem spannenden Musical in Erinnerung bleiben. Eine überaus sehenswerte Produktion des Jungen Musicals Lüneburg!.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. Dezember 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Isolde Gogolin / Pia Naegeli, Leo Ehmke / Lasse Kuk, Frithjof Gerken / Davina Yousef / Margarita Georgiadis, Jonathan Blankemeyer / Leonie Naujoks, Anneke Kramer / Lotta Wroblewski, Janosh Kratz / Arndt Möller, Hanna Langenbrink / Carolin Rohde, Carla Rossow / Carina Bähr, Franziska Hasenauer / Jakob v. Mansberg, Sascha Littig<br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik &amp; Texte:</strong> Friedrich von Mansberg / Duncan Sheik &amp; Steven Sater<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Jan Hoek &amp; Nicolai Stephan<br />
</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/eeD4md18nc4" title="Alice By Heart" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
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		<title>Kein schöner Ort&#8230;</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kein-schoener-ort/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 14:52:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Grand Hotel&#8220; hat als Buch und Film vor knapp 100 Jahren große Erfolge gefeiert. 1989 folgte (nach einem ersten erfolglosen Versuch in den späten 1950er Jahren) das Broadway-Debüt des Musicals und hat sich seither als anspruchsvolles Stück einen Namen gemacht. Dass sich ein Drei-Sparten-Haus wie Lüneburg an diesen alles andere als leichten Stoff wagt, ist ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Grand Hotel&#8220; hat als Buch und Film vor knapp 100 Jahren große Erfolge gefeiert. 1989 folgte (nach einem ersten erfolglosen Versuch in den späten 1950er Jahren) das Broadway-Debüt des Musicals und hat sich seither als anspruchsvolles Stück einen Namen gemacht. Dass sich ein Drei-Sparten-Haus wie Lüneburg an diesen alles andere als leichten Stoff wagt, ist bemerkenswert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3604 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mindestens genau ungewöhnlich ist, dass mit Philipp Kochheim ein in Lüneburg bisher unbekannter Regsisseur die Inszenierung übernahm. Dazu wurden viele musicalische Gäste engagiert, um dem Stück auch hier gerecht zu werden.</p>
<p>Die Bühne von Barbara Bloch sieht auf den ersten Blick vielversprechend aus. Düster, ein wenig in die Jahre gekommen und ganz sicher nicht so wie man sich ein Grand Hotel vorstellt, doch irgendwie spannend. Auch die Kostüme und deren detailverliebtes Design sind sehr gelungen.</p>
<p>Doch schon die ersten fünf Minuten überfordern viele im Publikum. Die Gäste und Angestellten reden kreuz und quer durcheinander und man fragt sich, wann es endlich losgeht. Dieser Grad der Irritiation wird im Laufe der insgesamt 110 Minuten (die aus gutem Grund ohne Pause aufgeführt werden) ins nahezu Unermessliche gesteigert. Es fällt schwer, den Beweggründen der Protagonisten zu folgen &#8211; wahlweise sind sie einfach zu oberflächlich wie Flämmchen oder zu undurchschaubar wie Kringelein. Auch musikalisch fehlt der rote Faden, auch wenn sich die Lüneburger Symphoniker redlich bemühen, die anspruchsvollen Kompositionen verdaulich zu Gehör zu bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3606 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ein Drittel der Songs stammt aus der Feder von Maury Yeston (&#8222;Titanic&#8220;). Hier harmonieren Gesang und Orchester in der für ihn typischen Weise und man bekommt zumindest ansatzweise das Gefühl in einem Musical zu sitzen. Tatsächlich wird das Stück erst ca. 40 Minuten vor Schluss wirklich rund.</p>
<p>Das liegt zum einen sicherlich am historischen Hintergrund, vor dem die Handlung stattfindet: Berlin 1928, der Judenhass wird immer sichtbarer und nationalsozialistisches Gedankengut erobert immer mehr den Alltag. Doch auch die weitgehend dunkle Bühne, die Kostüme und Choreographien, die schrägen Charaktere &#8211; all das erschwert den Genuss dieses Bühnenkunstwerks sehr.</p>
<p>Natürlich gibt es auch hier Licht und Schatten, wobei man nach dem Licht schon sehr suchen muss: Da ist bspw. Masha Karell als Primaballerina Elizaveta Grushinskay, die herrlich exzentrisch, zutiefst unsicher und gleichzeitig sehr naiv ist. Karell verleiht der Figur Substanz und tanzt auf dem sprichwörtlichen Drahtseil. Man hat unweigerlich Mitleid mit ihr. Frank Logemann darf als todkranker Buchhalter Otto Kringelein das Publikum von einem sorgenfreien Leben träumen lassen, erdet aber alle auch direkt, wenn er die Fäden zwischen Flämmchens übergriffigen Chef, seinem nahenden Tod und seiner Verletzlichkeit spannt. Den abgebrannten, aber nicht minder gewitzten Baron von Gaigern darf Markus Schneider spielen. Er hat einen sehr dankbaren Part, der ihm ermöglicht, eine große Bandbreite an Gefühlen und Können (sowohl tänzerisch alös auch gesanglich) zu zeigen. Er spielt federleicht und jungenhaft, wenn er mit Flämmchen schäkert, gleichzeitig gelingt ihm die Gratwanderung zwischen geplangten Betrug und ehrlicher Zuneigung zu Elizaveta ganz hervorragend. Wann immer Karell und Schneider gemeinsam auf der Bühne sind, fühlt sich das Publikum wohl.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3605 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Aber reichen diese wenigen Highlights? Leider nein. Die weiteren Rollen bieten charakterlich wenig &#8222;Spielfläche&#8220;, auf der sich die Darstellerinnen und Darsteller austoben könnten. Die Choreographien (Riccardo den Nigris) sind weder Fisch noch Fleisch: Mal ein hauch von Fosse, dann wieder Charleston, dann Contemporary &#8211; so richtig kann man nicht erkennen, wo die Reise hier hingehen soll.</p>
<p>Was ist nun die Ursache für diese sehr gemischten Gefühle, mit denen man das Theater verlässt? Die Künstler auf und unter der Bühne sind allesamt Könner ihres Fachs. Und auch das bewährte Lüneburger Team bei Kulissen, Kostümen und Ensemble funktioniert. Liegt es nur an der Regie? Schwer zu sagen&#8230; Das Stück ist nicht leicht und dass man unweigerlich an &#8222;Black Rider&#8220; erinnert wird, ist beim Kochheims HIntergrund vielleicht nicht gänzlich abwegig. Doch auch das allein kann es nicht sein.</p>
<p>Vielleicht ist es wirklich die Gesamtkomposition aus dunkler Bühne, dunklem politischen Hintergrundgeschehen, tragischer Handlung, wenig liebenswerten Charakteren und musikalischem Anspruch, die das &#8222;Grand Hotel&#8220; in Lüneburg zu einem Ort macht, an dem man sich nicht wirklich gern aufhält&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">23</span><span class="Bold">. November 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Masha Karell, Frank Logemann, Katharina Maria Abt, Markus Schneider, Karl Schneider, Kirsten Patt, Marc Westphal, Marcus Billen, Steffen Neutze, Sascha Littig</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik:</strong> Philipp Kochheim / Robert Wright &amp; George Forrest &amp; Maury Yeston<br />
</span><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Fotos: </strong>Jochen Quast<br />
</span></p>
</div>
</div>
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		<title>Es ist nie zu früh für Weihnachten&#8230;</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/es-ist-nie-zu-frueh-fuer-weihnachten/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 10:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Adam M. Cooper]]></category>
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		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Getreu diesem bewährten Motto haben sich auch diesmal mehr als 30 Studierende der Stage School daran gemacht, das Hamburger Publikum möglichst frühzeitig auf die besinnliche Zeit des Jahres vorzubereiten. Und so fand bereits am 4. November die Premiere der &#8222;Großen Weihnachtsshow 2024&#8220; statt. In 33 kleinen Szenen, die alle vor Kreativität und Individualität nur so ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Getreu diesem bewährten Motto haben sich auch diesmal mehr als 30 Studierende der Stage School daran gemacht, das Hamburger Publikum möglichst frühzeitig auf die besinnliche Zeit des Jahres vorzubereiten. Und so fand bereits am 4. November die Premiere der &#8222;Großen Weihnachtsshow 2024&#8220; statt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3554 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-400x246.jpg" alt="" width="400" height="246" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-400x246.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-1024x629.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-768x472.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In 33 kleinen Szenen, die alle vor Kreativität und Individualität nur so strotzen, zeigen die Studierenden, was sie bereits können (und wo noch Luft nach oben besteht). Antonia Crames, selbst Absolventin der Stage School Hamburg (2022), hat die verschiedenen Gesangs- und Tanzszenen in eine kleine Handlung gebettet, in der die Bewohner von Mistelstadt im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs um die Auszeichnung als weihnachtslichste Stadt buhlen.</p>
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<p>Das Setting ist in diesem Jahr besonders gelungen: Felix Wienbürger zeichnet für Kulissen und Licht verantwortlich und schafft mit nahezu jeder Szene eine neue Weihnachtswelt. Der Fluss unter der Brücke, die Wasserbecken im Hintergrund, die den Dorfplatz umrahmenden Rundbögen sorgen für einen sehr harmonisch gestalteten Rahmen für das Auftaktfeuerwerk (&#8222;I wish it could be Christmas every day&#8220;).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3556 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-400x241.jpg" alt="" width="400" height="241" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-400x241.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-1024x616.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-768x462.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Für Highlights im ersten Akt sorgen Gina Tuveri und Luisa Neumann, die mit &#8222;Es ist so kalt hier&#8220; zur Melodie von &#8222;Was fühl ich in mir&#8220; aus &#8222;Wicked&#8220; für Begeisterung sorgen. Ihre Stimmen harmonieren perfekt, jeder Ton sitzt pointiert und die Timings sind perfekt!</p>
<p>Dass man auf einer Musicalbühne selten einen korrekt getanzten Langsamen Walzer erleben kann, zeigt sich auch im &#8222;Anastasia-Medley&#8220;, auch wenn das Gesamtbild dieser Szene sehr ansprechend ist. Optisch gilt Gleiches auch für &#8222;Noch in tausend Jahrn&#8220;: Die Kleider der Tänzerinnen sind wunderschön.</p>
<p>Dass man eine klassische Steppnummer auch ohne einen einzigen Steppschritt performen kann, zeigt Lorin Goltermann zur Roger Ciceros &#8222;Bin heute Abend bei Dir&#8220;: Goltermann ist ein Charmebolzen wie er im Buche steht und sein gewinnendes Lächeln passt perfekt zum schwungvollen Inhalt des Songs. Er wirbelt über die Bühne, Stepptanz drängt sich hier geradezu auf, doch das Publikum wartet vergeblich darauf.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3562 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-400x245.jpg" alt="" width="400" height="245" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-400x245.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-1024x628.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-768x471.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die &#8222;Christmas Party&#8220; hat sich Jule Marie Gilster als Hommage an Bob Fosse vorgestellt. Der Ansatz ist super und die Energie der Nachwuchskünstler ist super, doch leider sind die Choreos doch recht unsauber, was gerade bei Fosse deutlich sichtbar wird. Ein herausragendes Timing bei ihrer Schlittenfahrt beweist Ruby Smeets (&#8222;A lovely sleigh ride&#8220;), die diese komische Nummer perfekt umsetzt.</p>
<p>Die mit Abstand beste Sängerin an diesem Abend ist Munja Meier. Im ersten Akt verzaubert sie die Zuschauer mit &#8222;The first Noël&#8220;. Einfach traumhaft und auch szenisch ein hübsches Gesamtbild. Aus dieser weihnachtlichen Traumwelt wird man mit &#8222;Cowboy for Christmas&#8220; sehr schwungvoll wieder herausgezogen. Die Nummer zündet super, Laura Schäfer sorgt für lachende Gesichter. Warum sie allerdings jodelt, wird nicht ganz klar&#8230;</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3566 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-400x239.jpg" alt="" width="400" height="239" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-400x239.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-1024x612.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-768x459.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Folgeszene sorgt eher für Fragezeichen: &#8222;I&#8217;ll be home for Christmas&#8220; von Camila Cabello hat Nicole Torres Baker dazu inspiriert, die Tänzerinnen in Flamenco-Kleidern auftreten zu lassen, ohne jedoch auch nur ansatzweise lateinamerikanische oder spanische Tanzelemente zu integrieren oder das mit diesem Kleidungsstil gemeinhin verbundenen Temperament zu verbinden. Hier hätte man sich mehr Stringenz gewünscht.</p>
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<p>Zum Finale des ersten Akts geht es nach Irland. Zunächst mit einer sehr gelungenen Interpretation von &#8222;Fairytale of New York&#8220;, direkt gefolgt von einer &#8222;Lord of the Dance&#8220;-Interpretation, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Vergleiche mit Michael Flatley und seiner Kompagnie sind hier nicht angebracht, doch was Choreograf Adam M. Cooper aus den Studierenden herauskitzelt, ist aller Ehren wert. Das Publikum ist schlichtweg begeistert!</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3571 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-400x242.jpg" alt="" width="400" height="242" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-400x242.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-1024x619.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-768x464.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der zweite Akt hätte mit einem Knalleffekt beginnen können. &#8222;In diesem Zimmer&#8220; aus &#8222;Hamilton&#8220; hat genug Potential dafür. Doch auch wenn er eine sehr schöne Stimme hat, der Ausdruck lässt die Zuschauer nicht glauben, dass er unbedingt &#8222;in diesem Zimmer&#8220; sein möchte. Die Choreos sind leider nicht ganz sauber, doch die sehr guten Hip Hop Passagen versöhnen. Die folgende &#8222;Schwanensee&#8220;-Sequenz ist lustig, wenn auch ein bisschen zu sehr mit der Brechstange umgesetzt.</p>
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<p>Traumhaft schön gelungen ist die Szene mit Geige und Tänzerin (&#8222;Elgar&#8220;), die eine wundervolle Einheit bilden. Hier erkennt man das große Potential und die Vielseitigkeit der jungen Künstlerinnen an diesem Abend. Ganz anders, aber auf ihre Art einfach perfekt sind Babak Malekzadeh und Aminata Ndaw. Sie zicken sich zu Stevie Wonders &#8222;Someday at Christmas&#8220; herrlich an. Ähnlich schwungvoll gelingt &#8222;Boss Christmas Party&#8220; zu Kelly Clarksons &#8222;Run Run Rudolph&#8220;. Elena Krieft singt sehr gut und auch die Choreos fügen sich stimmig in das Gesamtbild.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3577 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-400x217.jpg" alt="" width="400" height="217" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-400x217.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-1024x554.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-768x416.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das &#8222;Weihnachtsteam&#8220; überzeugt die Zuschauer zur Melodie von ABBAs &#8222;Dancing Queen&#8220;: Die Texte sind sehr gelungen adaptiert und die Szene ist als Ganzes sehr süß umgesetzt. Das Kontrastprogramm liefert direkt danach &#8222;Eiskalt&#8220; von Culcha Candela. Der Song wirkt frisch und die Darbietung authentisch. Man wird das Gefühl nicht los, dass sich die Studierenden mit diesem Song besonders gut identifizieren konnten und es ihnen so leichter fiel, ihn auf der Bühne umzusetzen.</p>
<p>Nach einem aufgrund des ungewöhnlichen Arrangements (Ellie Goulding) sehr gewöhnungsbedürftigen &#8222;Your Song&#8220; folgt der zweite Highlight-Moment mit Munja Meier. &#8222;Have yourself a merry little Christmas&#8220; ist einmal mehr rundum gelungen: Gesang, Kostüm, Ausdruck, Bühne, Licht &#8211; alles ist perfekt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3583 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-400x247.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-1024x633.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-768x475.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kurz vor Schluss wird es mit &#8222;Roter Glühwein&#8220; (statt Udo Jürgens&#8216; &#8222;Griechischer Wein&#8220;) nochmal richtig schwungvoll: Das Publikum darf mitsingen, die fast schon obligatorischen &#8222;Ugly Xmas Jumper&#8220; werden in gelungene Choreografien verpackt und die Energie des Ensembles ist ansteckend.</p>
<p>Henk Nagel setzt mit &#8222;Hallelujah&#8220; den Schlusspunkt einer sehr gelungenen Weihnachtsshow. Diese &#8222;Große Weihnachtsshow&#8220; hält, was sie verspricht: jede Menge Weihnachtssongs, schöne Choreographien, stimmungsvolle Szenenbilder und engagierte Nachwuchsdarsteller. Wer nach dem Besuch dieser Show nicht in Weihnachtsstimmung kommt, der ist der Grinch!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">4</span><span class="Bold">. November 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong>Studierende</span> der Stage School Of Music, Dance and Drama</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie &amp; Choreographie: </strong>Antonia Crames / Adam M. Cooper<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Romeo ist ein Lauch</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/romeo-ist-ein-lauch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 21:27:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, das ist nicht despektierlich und auch nicht die Einleitung zu einer vernichtenden Kritik des neuen Hit-Musicals der Stage Entertainment &#8222;&#38;Julia&#8220;. Ganz im Gegenteil! &#8222;&#38;Julia&#8220; hält genau das, was man von einem Juke Box Musical mit Hits aus der Feder von Max Martin erwarten darf und liefert dazu noch eine blitzgescheite Story, die von Jana ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das ist nicht despektierlich und auch nicht die Einleitung zu einer vernichtenden Kritik des neuen Hit-Musicals der Stage Entertainment &#8222;&amp;Julia&#8220;. Ganz im Gegenteil! &#8222;&amp;Julia&#8220; hält genau das, was man von einem Juke Box Musical mit Hits aus der Feder von Max Martin erwarten darf und liefert dazu noch eine blitzgescheite Story, die von Jana Mischke und Heiko Wohlgemuth wortgewandt und pointenreich ins Deutsche übertragen wurde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3543 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x273.jpg" alt="" width="400" height="273" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x273.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x700.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x525.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1343w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Max Martin sagt den meisten wahrscheinlich erstmals nichts. Doch Backstreet Boys, *NSYNC, P!nk, Katy Perry, Britney Spears, Justin Timberlake, Bon Jovi, Ariana Grande, Celine Dion, Taylor Swift oder The Weekend sind allen ein Begriff. Das sind nur einige der Künstler, für die Martin TOP 10 Songs geschrieben hat. Allein seit 1999 sind 50 Songs, die er komponiert hat, weltweit in den TOP 10 gelandet. 27 mal erreichte eines seiner Werke bisher sogar die Topplatzierung! Musikalisch ist diese Show also ein Selbstläufer.</p>
<p>David West Read (Autor von „Schitt’s Creek“) fiel die Aufgabe zu, diese Hits in ein Bühnentaugliches Gewand zu kleiden. In enger Zusammenarbeit entstand so nach vielen Jahren &#8222;&amp;Juliet&#8220;, das 2019 in Manchester uraufgeführt und seither in weiteren fünf Ländern Erfolge feiert(e).</p>
<p>Die Idee von &#8222;&amp;Julia&#8220; ist clever: Anne Hathaway, William Shakespeare&#8217;s gelangweilte, einsame, aber ziemlich clevere Gattin folgt ihrem Mann nach London und schlägt ihm &#8211; unverhandelbar &#8211; vor, das Ende von seinem gerade erst uraufgeführten &#8222;Romeo &amp; Julia&#8220; zu ändern. Ihr ist Julia zu sehr abhängig und wenig daran interessiert, ihre eigenen Träume zu leben. Ähnlichkeiten mit ihrem eigenen Leben sind mehr als nur zufällig, musste sie Shakespeare doch überstürzt heiraten, da sie schwanger war, und hatte danach keine andere Aufgabe als das Haus und die Kinder zu hüten, während ihr Mann sich in London in die Arbeit und das Vergnügen stürzte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3536 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1749w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kreative Autorenpaar ersinnt daraufhin gänzlich divergierende Fortschreibungen von Julia&#8217;s Leben, manchmal ergänzen sie sich in ihren Ideen, meistens jedoch setzt sich Anne mit ihren fortschrittlichen Impulsen durch. Außer als William plötzlich beschließt, dass Romeo doch nicht vom Gift getötet wurde, wieder in Julias neuem Leben auftaucht und alles durcheinanderbringt.</p>
<p>Inszenatorisch hat Read die parallelen Handlungsstränge sehr clever miteinander verflochten. Ideen vom Ehepaar Shakespeare werden in der Folgeszene direkt umgesetzt. Sehr treffend, dass Anne als Julias &#8222;Bestie&#8220; April in diesen Szenen auch meist mit auftaucht und die Handlung quasi direkt mitsteuert. Julias weitere Gefährten sind Angelique (ursprünglich als Julias Amme an ihrer Seite) und die non-binäre May.</p>
<p>Die Ladies &#8211; April, May und Juli(a) &#8211; brechen auf nach Paris, wo sie das Leben feiern wollen. Sie schleichen sich auf den Renaissance Ball, den Lance DuBois für seinen Sohn Francois ausgerichtet hat, um eine Braut für ihn zu finden (alternativ würde er ihn zur Armee schicken). Dass Franky &#8211; wie ihn Julia sehr schnell nennt &#8211; gar nicht weiß, ob er Frauen oder Männer liebt, bekommt Papa Lance gar nicht mit. Denn das zufällige Aufeinandertreffen von May und Franky offenbart sofort tiefe Zuneigung, wohingegen das Treffen von Julia und Franky eher in Richtung Zweckehe und Win-Win-Gemeinschaft mündet. Die vom Vater begrüßte und Julia aus Verpflichtung Franky gegenüber stattfindende Hochzeitsfeier endet natürlich im Chaos, zumal plötzlich auch Romeo in Paris auftaucht und nichts unversucht lässt, seine Julia zurückzuerobern. Die jedoch hat inzwischen gelernt, dass Romeo kein Kostverächter war und seine Liebhaber:innenschar sehr groß ist. Julia weiß nicht, was sie wirklich will, aber so weitermachen wie bisher, möchte sie auf keinen Fall!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3541 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x671.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x503.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1536x1006.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1803w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Ende der Story ist leider etwas abrupt und fällt im Vergleich zur Entwicklung der Story davor deutlich ab. Hier hilft die Musik sehr, über diese Schwäche hinwegzublicken.</p>
<p>Viele Songs wurden neu arrangiert, die Texte aber kaum verändert. Aus &#8222;…Baby One More Time&#8220; einen Tango zu machen, ist schon gewagt, funktioniert aber großartig. Hier hat Willemijn Verkaik als Anne Hathaway einen ersten großen Moment. Sie ist die perfekte Besetzung, verfügt über das perfekte Timing, hat eine komische Ader und singt begnadet, was im zweiten Akt zu spontanen Stehenden Ovationen führt (&#8222;That&#8217;s the way it is&#8220; von Celine Dion).</p>
<p>Auch die wieder aufflammende Romanze von Lance und Angelique (die früher auch als Amme in seinem Haus tätig war) ist sehr gewitzt mit eingeflochten. Jacqueline Braun erinnert sicherlich nur zufällig in Optik und Spiel an Melissa McCarthy. An komödiantischem Talent und Stimmgewalt mangelt es ihr sicherlich keinesfalls. Wie die beiden umeinander herumschleichen, um dann doch die Nacht miteinander zu verbringen, ist köstlich (&#8222;Teenage Dream/Break Free&#8220;). Dass Lance sehr ernste Absichten hat, glaubt man ihm sofort. Carlos de Vries kann den Wandel des strengen Familienoberhaupts zum gefühlvollen Verehrer und verständnisvollen Vater sehr gut nachzeichnen. &#8222;Shape of my heart&#8220; unterstreicht diese Wandlung sehr treffend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3539 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Dreiecksbeziehung von May und Franky und Franky und Julia ist unterhaltsam nachgezeichnet. Am Ende entscheidet sich Franky für das, was sein Herz ihm sagt (&#8222;It&#8217;s Gonna Be Me&#8220;) und lässt die Hochzeit platzen. Oliver Edward ist dem Hamburger Publikum aus &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/">Hamilton</a>&#8220; bekannt. Seine Stimme ist so markant, dass man mit geschlossenen Augen sofort Philipp vor sich sieht. Doch auch ihm gelingt es, seine Zerrissenheit und sein Gefühlschaos glaubwürdig über die Rampe zu bringen. &#8222;I Kissed a Girl&#8220; nachdem Franky und May sich zum ersten Mal küsste, ist wunderbar gefühlvoll und natürlich.</p>
<p>May ist die Symbolfigur für Diversität in diesem Stück. Manchmal ist es recht plakativ, doch Bram Tahamata spielt gewinnend über diese Offensichtlichkeiten hinweg. Sein &#8222;I&#8217;m Not a Girl, Not Yet a Woman&#8220; ist herzzerreißend. Und &#8222;Confident&#8220; (von Demi Lovato) ist DIE Hymne des Abends. Damit kann sich zweifelsohne jeder im Saal identifizieren. &#8222;What do you want from me&#8220; strotzt vor aufgestauter Energie und Gefühl. Richtig richtig gut!</p>
<p>Über Romeos Wiederauferstehung kann man zweifellos streiten. Amüsanterweise wird Romeo als Weichei im Mantel eines unsympathischen Selbstdarstellers beschrieben. Raphael Groß spielt diese Rolle sehr gut und so unterschreibt man die Aussage von Anne Hathaway &#8222;Romeo ist ein Lauch!&#8220; auch nur allzu gern. Es dauert eine Weile bis Romeo erkennt, dass seine Fassade ihn nicht weiterbringt. Julia stellt ihn mit &#8222;Since U been gone&#8220; sehr klar zur Rede und er nimmt sich vor, um sie zu kämpfen. Dazu zählt seine Performance auf der Hochzeit mit der &#8222;Bois Band&#8220; und &#8222;Everybody&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3538 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x280.jpg" alt="" width="400" height="280" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x280.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x716.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x537.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1205w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch Julia kann er nicht zurückgewinnen. Anne hat sich für Julia kein Happy End gewünscht, sondern die Chance, eigene Entscheidungen zu treffen. Und so endet das Stück zwar mit einem Hoffnungsschimmer für Romeo, doch den Ton gibt in Zukunft ganz klar Julia an.</p>
<p>Chiara Fuhrmann ist eine souveräne, selbstbewusste Julia, die sich gesanglich mit Max Martins Songs wohlfühlt und die vielen Stimmungsschwankungen, die ihrer Figur auferlegt werden, sehr gut nachzeichnen kann. &#8222;Stronger&#8220;, &#8222;Oops!&#8230; I Did It Again&#8220;, &#8222;Roar&#8220; sind nur einige überzeugende Beispiele dafür.</p>
<p>Anne und William bekommen am Ende das, was beide sich gewünscht haben: Romeo &amp; Julia haben eine Zukunft &#8211; eventuell sogar gemeinsam &#8211; und Julia darf eine junge Frau sein, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. William entschuldigt sich bei seiner großen Liebe Anne (&#8222;I Want It That Way&#8220;) und akzeptiert, dass er eine starke Frau an seiner Seite hat. Andreas Bongard hat einerseits die namhafteste Rolle des Stücks, andererseits auch die blasseste: Shakespeare ist zwar der eigentliche Schöpfer von &#8222;Romeo &amp; Julia&#8220;, doch alles was an diesem Abend passiert, ist von Anne initiiert worden. Diesen Spagat muss man erstmal schauspielerisch hinbekommen. Bongard gelingt dies durchaus gut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3537 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wie bereits erwähnt, kommt das Ende etwas plötzlich und das Ensemble fackelt mit Justin Timberlake&#8217;s &#8222;Can&#8217;t Stop the Feeling!&#8220; ein riesiges Feuerwerk ab. Einmal mehr kann man die vielseitigen Kostüme von Paloma Young in all ihrer Pracht bewundern und sich von den modernen Choreografien von Jennifer Weber mitreißen lassen. Es hält niemanden mehr auf den Sitzen! Das Publikum feiert das Ensemble und Max Martins Welthits der letzten 25 Jahre!</p>
<p>Ein Wort noch zu Philipp Gras, der die neunköpfige Band als musikalischer Leiter fulminant antreibt. Die Arrangements sind so musicaltauglich, dass sogar einzelne Instrumente, wie das gänsehautverursachende Cello, nicht nur zu hören sind, sondern sprichwörtlich inszeniert werden, was perfekt in den kompositorischen Gesamtrahmen passen.</p>
<p>&#8222;&amp;Julia&#8220; hat das Potential eine Hitshow für das Publikum von heute zu werden. Hierzu trägt auch bei, dass die Songs zu 99% auf Englisch gesungen werden. Manchmal wird ein Song durch eine deutsche erste Zeile eingleitet und dann aber im bekannten englischen Original fortgesetzt. Genau so kann man junge Menschen für das Genre Musical begeistern!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. Oktober 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Chiara Fuhrmann, Willemijn Verkaik, Andreas Bongard, Raphael Groß, Jacqueline Braun, Carlos de Vries, Oliver Edward, Bram Tahamata</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik:</strong> Luke Sheppard / Max Martin<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac Matzen<br />
</span></p>
<hr />
<h2>Alles neu macht der März&#8230;</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3631 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-768x1151.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1025x1536.jpg 1025w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1366x2048.jpg 1366w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-scaled.jpg 1708w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Seit 6. März hat das Ensemble von &#8222;&amp;Julia&#8220; im Operettenhaus Verstärkung: Riccardo Greco ist als leidgeplagter, wortgewandter William Shakespeare zu erleben.</p>
<p>Doch nicht nur der Zuwachs auf der Bühne bringt neuen Schwung in das pfiffige Popmusical, auch die Straffung der Handlung &#8211; insbesondere zu Beginn des 1. Akts &#8211; tun dem Stück sehr gut. Kurzweilig , amüsant und musikalisch einfach nur ansteckend, begleitet das Publikum Julia auf ihrem eigenen (durch Shakespeares Frau Anne Hathaway erdachten) Weg in eine neue, selbstbestimmte Zukunft.</p>
<p>Chiara Fuhrmann hat sich sehr gut in die Rolle der selbestbewussten Julia eingefunden, Jacqueline Braun lässt als sie als ihre Amme bei fast keinem Schritt aus den Augen. Ausnahme sind die Momente, die die Amme mit ihrer großen Liebe Lance (Carlos de Vries) . Die beiden sind einmal mehr ein Garant fürs Lachmuskeltraining!</p>
<p>Bram Tahamata und Oliver Edward bestechen als May und Franky nicht nur durch ihre bis in den Rang spürbare Emotionalität, sondern auch mit ihrem Gesang. Illias Sidi-Yacoub darf in dieser Vorstellung &#8222;den Lauch&#8220; Romeo spielen und lässt aufhorchen. Auch Romeo zeigt Selbstbewusstein!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3632 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Herausragend ist auch diesmal Willemijn Verkaik, die Anne Hathaway mit bühnenfüllendem Engagement, Sinn für Pointen, einen gehörigen Portion Frechheit und einer Stimmgewalt, die ihresgleichen sucht, zum Leben erweckt. An der Seite solch einer starken Frau hat es jeder Mann schwer, doch Greco gelingt es, den vermeintlich unterlegenen Schriftsteller mit dem perfekten Maß an Aufmüpfigkeit und Kreativität auszustatten, so dass das Autorenpaar seinen gemeinsamen Weg gleichberechtigt fortsetzen kann.</p>
<p>Das Publikum war auch gut vier Monate nach der Premiere begeistert! Die Song von Max Martin zünden ausnahmslos und man sieht schon in den ersten Minuten Zuschauer mitwippen und -klatschen. Wenn das nicht für den Erfolg dieser Show spricht, was dann?</p>
</div>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #333399;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. März 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Chiara Fuhrmann, Willemijn Verkaik, Riccardo Greco, Raphael Groß, Jacqueline Braun, Carlos de Vries, Oliver Edward, Bram Tahamata</span><br />
<span class="Bold" style="color: #333399;"><strong>Regie / Musik:</strong> Luke Sheppard / Max Martin<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac Matzen</span></p>
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			</item>
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		<title>Ein anspruchsvolles Semesterprojekt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-anspruchsvolles-semesterprojekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 12:56:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School Of Music]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Rent&#8220;, Jonathan Larsons unvergleichliches musicalisches Vermächtnis, berührt seit Jahrzehnten Zuschauer rund um den Globus. In diesem Jahr haben sich die Studierenden der Stage School die ungeschönte Geschichte über das Leben von Mitzwangzigern im New York der 1990er Jahre als Semesterprojekt ausgesucht und bringen Wohnungsnot, Perspektivlosigkeit, Homosexualität, Drogenabhängigkeit und AIDS auf die Bühne des First Stage ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Rent&#8220;, Jonathan Larsons unvergleichliches musicalisches Vermächtnis, berührt seit Jahrzehnten Zuschauer rund um den Globus. In diesem Jahr haben sich die Studierenden der Stage School die ungeschönte Geschichte über das Leben von Mitzwangzigern im New York der 1990er Jahre als Semesterprojekt ausgesucht und bringen Wohnungsnot, Perspektivlosigkeit, Homosexualität, Drogenabhängigkeit und AIDS auf die Bühne des First Stage Theaters in Hamburg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3514 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Studierenden des 2. Jahrgangs haben in kompletter Eigenarbeit von den Kulissen über die Kostüme, von den Choreografien über die musikalische Leitung bis hin zu Maske und natürlich Regie alles selbst geschaffen und nur bei Bedarf Unterstützung eines Supervisors erhalten. Was die 38 Nachwuchsdarstellenden hier auf die Beine gestellt haben, ist aller Ehren wert. Nichts erinnert mehr an &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-produktion-ueber-das-echte-leben/">A Chorus Line</a>&#8222;, welches auf derselben Bühne gezeigt wird. Die Kostüme sind zeitgenössisch, die Kulissen und Requisiten stimmig, das Licht passt. Die Choreografien sind gut erdacht, wirken jedoch manchmal einfach sehr überladen, als wolle man unbedingt zeigen, was man kann, obwohl dies in diesem Stück in der Form nicht notwendig wäre. Der &#8222;Tango Maureen&#8220; ist beispielsweise sehr gut inszeniert, aber tänzerisch offenbaren sich jedoch deutliche Schwächen bei den vier Paaren. Gerade in solchen Szenen wäre hier ein größerer Fokus wünschenswert gewesen. Dafür funktionieren Szenen wir Maureens Protest (&#8222;Flieg mit mir zum Mond&#8220;) oder Mimis Auftritt im KitKat Club (&#8222;Raus heut Nacht&#8220;) ganz hervorragend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3517 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Was am Premierenabend leider so gar nicht überzeugen kann, ist der Sound. Üblicherweise gehört das Sound Design im First Stage Theater mit zu den besseren in Hamburgs Theater, doch bei &#8222;Rent&#8220; klingt es durchgehend so, als würden die Sängerinnen und Sänger hinter einer Wand stehen. So gut die Ensemblenummern auch einstudiert sind (die &#8222;Selbsthilfegruppe&#8220; ist herausragend), so bedauerlich ist es, dass man solistisch dargebotene Zeilen kaum versteht.</p>
<p>Wenn man acht Protagonisten aus den Reihen von Studierenden zu besetzen hat, ist dies sicherlich kein leichtes Unterfangen, denn die jungen Künstler sind vielfach noch im Findungsprozess und haben ihren künstlerischen Schwerpunkt noch nicht vollumfänglich ausgebildet. Daher kann man natürlich auch keine Idealbesetzungen erwarten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3507 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mit Lorin Goltermann wurde der in seinen bittersüßen Gedanken gefangene Roger sehr gut ausgewählt. Er zeichnet die depressiven Züge des jungen Rockmusikers genauso gut nach wie die schüchternen Annäherungsversuche an Mimi und das gebrochene Herz, als sie sich Benny zuwendet. Auch gesanglich kann Goltermann absolut überzeugen. Duygu Yüzbasioglu erinnert optisch sehr an Fran Dreschers &#8222;Nanny&#8220; und wirkt weniger zerbrechlich als in anderen Inszenierungen. Sie hat eine tolle Energie, man merkt jedoch, dass gleichzeitiges Singen und Tanzen &#8211; wie bspw. bei &#8222;Raus heut Nacht&#8220; &#8211; sie sehr stark fordert.</p>
<p>Von den weiblichen Hauptfiguren sticht Annika Müller als Joanne heraus: Sie ist genauso so stark und selbstbewusst, wie man es von einer Anwältin erwartet, zeigt sich aber auch gefühlvoll und emotional aufbrausend im Umgang mit Maureen. Jessica Schaffler gibt Joanne&#8217;s exzentrische on/off-Liebe Maureen. Schaffler kniet sich richtig in die Rolle hinein: Ihr Protest ist frech, ihre Auseinandersetzungen mit Joanne kraftvoll. Auch gesanglich kann Schaffler diese so wichtige Rolle gut ausfüllen. Das Duett der beiden (&#8222;Lass mich oder verlass mich&#8220;) gehört zu den Highlights dieser Inszenierung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3509 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Babak Malekzadeh und Dominik Krumschmidt geben das ungleiche, aber wahnsinnig liebevolle Paar Tom Collins III. und Angel. Beide spielen die so unterschiedlichen Charaktere sehr authentisch und mit viel Einsatz. Malekzadeh wirkt auf den ersten Blick nicht wie der erfolgreiche MIT-Professor, doch es gelingt ihm, Collins die nötige Souveränität zu verleihen. Krumschmidt ist anfangs noch sehr technisch und es fehlt ihm das Herz im Ausdruck und Gesang. Doch das Potential ist mehr als erkennbar. Während &#8222;Mit Liebe bedeck ich Dich&#8220; leider nicht so verliebt-romantisch über die Rampe kommt, wie man es sich wünscht, ist Angels Sterbeszene eine der stärksten (und verstörendsten) des Abends. Malekzadeh verleiht dieser Szene eine greifbare Intensität.</p>
<p>Als Dokumentarfilmer Mark und Hausbesitzer Benny komplettieren Philip Rakoczy und Tobias Graiger die Riege der Protagonisten. Beide spielen rollendeckend, offenbaren aber auch noch viel Luft nach oben. Das mag aber auch einmal mehr an der unausgewogenen Tontechnik liegen, die Songs wie &#8222;La vie bohème&#8220; mit stark gebremster Energie zu Gehör bringt. Dieser Inszenierung von &#8222;Rent&#8220; fehlt es an &#8222;Wumms&#8220;, wofür aber schlussendlich keiner der Nachwuchsdarsteller etwas kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3516 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Neben den Protagonisten gibt aber noch zwei Studierende, die aufhorchen lassen: Anna Fix ist eine herrliche überspannte Alexi Darling und sorgt mit ihren akkuraten Anrufbeantworter-Nachrichten für viele Lacher. Auch Sophie Brommund setzt mit ihrem in perfektem Sopran intonierten Solo-Satz &#8222;Lass Dein Maß die Liebe sein&#8220; zum Auftakt des 2. Akts Maßstäbe.</p>
<p>Einmal mehr liefern die Studierenden eine beeindruckende Leistung ab. Ein abendfüllendes Musical von A-Z selbst umzusetzen, zudem noch eines, das so kontroverse Themen behandelt, verdient Respekt. Dass man hierbei künstlerisch an Grenzen stößt und diese auch manchmal überschreiten muss, ist mehr als verständlich. Der Mut, dieses Semesterprojekt so durchzuziehen, wird am Premierenabend durch nicht enden wollende stehende Ovationen belohnt. Verdient haben diesen Applaus ganz sicher alle Beteiligten!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">28</span><span class="Bold">. Juli 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Studierende der Stage School of Music, Dance and Drama</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Creative Team: </strong>Studierende der Stage School of Music, Dance and Drama<br />
<strong>Fotos: </strong></span><span style="color: #000080;">Patrick Sobottka</span></p>
</div>
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			</item>
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		<title>Eine gelungene Produktion über das echte Leben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-produktion-ueber-das-echte-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 12:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School Of Music]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Richard Attenboroughs Film &#8222;A Chorus Line&#8220; aus dem Jahr 1985 gehört im Musicalfach zur Pflichtlektüre. Jede:r kennt den Film, viele habe schon Inszenierungen dieses so dankbaren Stoffs auf einer Bühne gesehen oder darin mitgewirkt. &#8222;One&#8220;, &#8222;At the ballett&#8220;, &#8222;What I did for love&#8220; und natürlich &#8222;Tits and ass&#8220; sind weltbekannte Musicalhits, die man unweigerlich mitsummt. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Attenboroughs Film &#8222;A Chorus Line&#8220; aus dem Jahr 1985 gehört im Musicalfach zur Pflichtlektüre. Jede:r kennt den Film, viele habe schon Inszenierungen dieses so dankbaren Stoffs auf einer Bühne gesehen oder darin mitgewirkt. &#8222;One&#8220;, &#8222;At the ballett&#8220;, &#8222;What I did for love&#8220; und natürlich &#8222;Tits and ass&#8220; sind weltbekannte Musicalhits, die man unweigerlich mitsummt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3487 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-1024x681.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-1536x1022.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-2048x1362.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Nach neueren Stücken im letzten Jahr (<a href="https://www.musicals-online.com/blonder-gehts-nicht/">&#8222;Natürlich Blond&#8220;</a>, <a href="https://www.musicals-online.com/gute-laune-pur-in-altehrwuerdigen-klostermauern/">&#8222;Sister Act&#8220;</a>) hat sich die Stage School in Hamburg in diesem Sommer vorgenommen, einen Klassiker zu entstauben und ihn einer neuen Generation schmackhaft zu machen.</p>
<p><em>&#8222;Das Musical entführt das Publikum in die aufregende Welt einer Audition, bei der die hoffnungsvollen Bewerber:innen bis an ihre emotionalen Grenzen gehen müssen. Acht begehrte Ensemble-Rollen für ein neues Broadway-Stück stehen zur Vergabe und der charismatische Choreograf Zach sucht nicht nur nach herausragenden Tänzer:innen, sondern fordert die Talente auch dazu auf, ihre innersten Gefühle preiszugeben. Das Drama entfaltet sich, als die Protagonist:innen nach und nach ihre Lebensgeschichten offenbaren – mal trotzig, mal Humor als schützenden Schleier nutzend, und dann wieder in schonungsloser Ehrlichkeit, was die Emotionen umso berührender macht.&#8220;</em> so die <a href="https://firststagehamburg.de/produktion/a-chorus-line/">Beschreibung der Stage School auf ihrer Website</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3482 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Man fühlt die Anspannung an diesem Premienabend. Fast 30 Absolvent:innen fiebern ihrem Auftritt in einem der bekanntesten Musicals überhaupt entgegen. Da werden unweigerlich Vergleiche gezogen, das Urteil des Publikums wird nur umso härter. Davon sind natürlich auch die Gäste nicht frei. Denn unterstützt wird der Stage School Nachwuchs in von gleich elf erfahrenen Musical-Darsteller:innen. Jede:r bekommt seinen Augenblick im Scheinwerferlicht, seine Textzeile, die im Ohr bleibt, seine Schrittfolge, die Staunen lässt. Denn was hier als allererstes auffällt, ist, dass &#8222;A Chorus Line&#8220; kaum in einer authentischeren Umgebung umgesetzt werden könnte.</p>
<p>Die Bühne (Felix Wienbürger) wandelt sich vom kargen Probenraum zur schillernden Broadway-Bühne, die Kostüme vom sportlichen Trainingsdress zur gold-glitzernden Gala-Uniform mit Zylinder. Das Licht Design (Till Nau) tut ein übrigens, um mit (vermeintlich) wenig Aufwand eine neue Welt zu erschaffen. Auch die einzelnen Charaktere machen eine teilweise erstaunliche Wandlung durch, treibt Zach (Benjamin Plautz) sie doch während der Audition gnadenlos zu Höchstleistungen an. Plautz ist zielstrebig und klar, hat aber zugleich eine sehr warme, gefühlvolle Ausstrahlung, was für diese Rolle einfach ideal ist.</p>
<p>In den Reihen derer, die sich für eine der acht zu besetzenden Rollen bewerben, finden sich Mike (Sanny J. Roumimper), Bobby (Maximilian Vogel), Sheila (Judith Urban), Maggie (Leonie Hammel), Al (Torben Bach) nebst Ehefrau Kristin (Chiara Goetschi), Mark (Vincent Treftz), Paul (Lukas Poischbeg), Diana Morales (Anna Talimaa), Val (Elisabeth Bengs), Judy (Rike Wischhöfer), Connie (Abby Cheng) und natürlich Cassie (Natascha Cecilia Hill), die eine gemeinsame Vergangenheit mit Zach hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3494 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon nach der Eröffnungsnummer trennt sich die sprichwörtliche Spreu vom Weizen und man erkennt sofort, wessen Stärken im Tanz liegen und wessen eher im Gesang oder Schauspiel. Das erste Statement setzt rollenkonform Sheila, die sofort klar macht, wie der Hase zu laufen hat. Judith Urban hat eine raumgreifende Präsenz, eine tolle Mimik, doch leider passt ihre Stimmfarbe nicht so recht zu &#8222;Im Ballettsaal&#8220;. Leonie Hammel hingegen verleiht Maggie etwas verletzliches, ihr schönes Timbre sorgt für eine herzerwärmende Ausstrahlung der Bewerberin. Al und Kristin bestechen durch ihre Ehrlichkeit und Natürlichkeit. Torben Bach und Chiara Goetschl bringen ihre Alter Egos &#8211; so unterschiedlich die beiden auch sind &#8211; glaubwürdig auf die Bühne. Anna Talimaa fehlt es als Morales anfänglich (&#8222;Gar nichts&#8220;) ein wenig an Stimmvolumen, wobei sich dies im Laufe der Show bessert. &#8222;Was mein Herz mir sagt&#8220; wirkte deutlich klangvoller und selbstbewusster als man nach ihrem ersten Song hätte vermuten können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3478 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch Kevin Gordon Valentine wirkt als Greg zunächst total unscheinbar, hat aber mit &#8222;Das Leben fängt an&#8220; einen richtig schönen Moment. Dass Elisabeth Bengs als Val die kritischsten Blicke über sich ergehen lassen muss, ist klar. Repräsentiert sie doch das kurvenlose Mädchen vom Lande (&#8222;Tanz: zehn, Typ: drei&#8220;). Audrey Landers hat mit ihrer Vorlage im Film die Latte sehr sehr hoch gelegt. Soviel Sex Appeal muss eine Nachwuchsdarstellerin erst einmal aufbieten. Bengs bemüht sich, aber sie bleibt weitgehend arrogant und unnahbar und setzt ihre Weiblichkeit nicht sehr gekonnt ein.</p>
<p>Kurz vor der Pause setzt Lukas Poischbeg als Paul noch ein Highlight: sein Lächeln ist so gewinnend und sein Tanz so auf den Punkt, dass man es fast bedauert, dass in diesem eigentlich pausenlosen Stück eine Unterbrechung folgt. Hier möchte ich aber eine Lanze für das Publikum brechen: Es wurden zehn Minuten Bio-Pause gewährt, nach zehn Minuten ging es auch wirklich weiter &#8211; und es waren alle im Saal!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3493 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-2048x1364.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />&#8222;Musik und einen Spiegel&#8220; ist Cassies großer Auftritt: Natascha Cecilia Hill singt sehr gefühlvoll und zeigt wahnsinnig ausdrucksstarke Posen. Die Sequenz ist wunderbar inszeniert und sprüht vor Emotionen. Auch der sehr intensive Dialog von Zach und Cassie zeigt Till Naus Gespür für die Gefühlswelten seiner Protagonisten. Gänsehaut pur!</p>
<p>Nachdem die Gruppe die Verletzung von Paul (Poischbeg spielt diese Szene herzzerreißend) verdaut hat, sorgt Abby Cheng als Conny nochmal für viele Lacher.</p>
<p>Viele Tränen fließen &#8211; nicht nur im Publikum &#8211; bei &#8222;Was mein Herz mir sagt&#8220;: Die Bewerber:innen sind am Ende ihrer Kräfte und Cassie und Diana träumen von anderen Zeiten. Schauspielerisch ein wirkliches Highlight, wenn auch von der Handlung her eigentlich unendlich traurig. Am Ende des Songs sind wirklich alle auf der Bühne sehr ergriffen und brauchen einige Sekunden, um sich zu sammeln. Insbesondere Natascha Cecilia Hill sieht man die Intensität dieser Szene noch Minuten später an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3474 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-1024x681.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-1536x1022.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-2048x1363.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die aufgestauten Gefühle &#8211; sowohl im Rahmen der Handlung als auch durch die Premiere an sich &#8211; brechen sich bei &#8222;Eins&#8220; Bahn. Innerhalb kürzester Zeit wird die Bühne in ein schillerndes Gewand gehüllt und die Darsteller:innen tauschen ihre Sport-Outfits in strahlende Kleider und Anzüge. Die Choreographie dieser Szene ist wunderschön und setzt einen leuchtenden Schlusspunkt.</p>
<p>Till Nau und dem Team des First Stage Theaters ist es gelungen, einem Musical-Welthit neues Leben einzuhauchen. Kurzweilig, mit guten Akzenten und Möglichkeiten für die Nachwuchs-Darsteller sich zu präsentieren &#8211; ganz so wie es in &#8222;A Chorus Line&#8220; sein muss. Robin Kulisch hat die bald 40 Jahre Übersetzung von Michael Kunze modernisiert und Referenzen zum Zeitgeschehen eingebaut. Das klingt nicht nur gut, sondern ließ sich ganz offenbar von den Künstlern auch ohne Holpern intonieren.</p>
<p>Zu Recht lassen sich die Protagonisten an diesem Abend lange beklatschen. Man vermag sich kaum vorzustellen, wie anstrengend es inbesondere für die Studierenden sein muss, neben dem &#8222;Prüfungsalltag&#8220; &#8211; immerhin haben sie ihr Studium erst im Mai erfolgreich abgeschlossen &#8211; auch noch das große Abschlussprojekt &#8222;A Chorus Line&#8220; einzustudieren.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">10</span><span class="Bold">. Juni 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Absolvent:innen der Stage School Of Music, Dance and Drama, Benjamin Plautz, Natascha Cecilia Hill, Sanny J. Roumimper, Lukas Poischbeg, Abby Cheng, Reginald Holden Jennings, Maximilian Vogel, Leonhard Lechner, Judith Urban, Vincent Treftz, Kevin Gordon Valentine</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie &amp; Choreographie: </strong>Till Nau<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></p>
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