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	<title>2021-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2021-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Glitzernd, unterhaltsam und sehr kreativ!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2021 16:07:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Aliosha Jorge Ungur]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Große Weihnachtsshow]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weihnachten 2020 wird im First Stage Theater in diesem Jahr richtig groß nachgefeiert! Die fast schon traditionelle Gala dient auch in diesem Jahr als Plattform für die Studierenden der Stage School Hamburg. Im Rahmen einer Fernsehaufzeichnung werden 24 musikalisch sehr abwechslungsreiche Adventskalendertürchen geöffnet. 46 angehende Musicaldarsteller und sechs Absolventen bringen das Publikum im einmal mehr ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachten 2020 wird im First Stage Theater in diesem Jahr richtig groß nachgefeiert! Die fast schon traditionelle Gala dient auch in diesem Jahr als Plattform für die Studierenden der Stage School Hamburg. Im Rahmen einer Fernsehaufzeichnung werden 24 musikalisch sehr abwechslungsreiche Adventskalendertürchen geöffnet. 46 angehende Musicaldarsteller und sechs Absolventen bringen das Publikum im einmal mehr reich dekorierten First Stage Theater in Weihnachtsstimmung.</p>
<p>Inszeniert wurde das Ganze von Dennis Schulze, der auch schon für „<a href="https://www.musicals-online.com/?p=3124">Footloose</a>“ verantwortlich zeichnete. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Choreografien von Adam M. Cooper, der auch die Co-Regie übernahm.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3177 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1.jpg 990w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bühne, Licht und Technik stammen erneut von Felix Wienbürger, der optisch wie technisch aus dem Vollen schöpft: So wird das Publikum von einer an einen Eispalast erinnernden in blau-weiß-silber gehaltenen Bühne begrüßt. Überall funkelt und glitzert es. Eine Anspielung auf die tags zuvor im Theater an der Elbe gestarteten „Eiskönigin“? Sicherlich nur purer Zufall… Im Laufe des Abends erinnern die Szenenbilder an amerikanische Revuetheater oder Cabaret-Bühnen inkl. Springbrunnen und Bühnenfeuerwerk.</p>
<p>Lisa Zell führt als Gastgeberin der von Thomas Gehle als Live-Schalte anmoderierten Gala durch den Abend. Die Bilder, die die beiden Kameras auf den großen Bildschirm oberhalb der Bühne liefern, sind jedoch qualitativ sehr dürftig. Insofern ist schnell klar, dass es keine wirkliche Live-Schalte mit Stream ins Internet ist.</p>
<p>Zell ist überdreht, nervig und aufgesetzt – so wie Moderatoren früher (einige auch noch heute) tatsächlich im Fernsehen wirkten. Ihr Zusammenspiel mit Antonia Crames als Barbara Baké, der Köchin des Hauptsponsoren, ist herrlich schräg und sorgt für viele Lacher, wenn die präsentierten Küchenhelfer ein wenig aus der Reihe tanzen, die Bühne mit Sahnehäubchen übersät wird und der French Toast an der Decke kleben bleibt.</p>
<p>„Die große Weihnachtsshow“ ist gespickt mit witzigen Ideen, wie bspw. der Kisten-Choreografie zu „We got the beat“, dem gesteppten Eistanz (großartig: Lisa Hanselmann) zu „Silent Night“ oder dem Zauberer Klack Kazonk, den Aliosha Jorge Ungur mit einer unglaublichen Mimik spielt und dessen Tricks so billig sind, dass das Publikum sich vor Lachen biegt.</p>
<p>Komödiantisches Talent zeigen die Nachwuchskünstler auch in Szenen wie dem Tannenbaum-Medley, „Mama kuschelt mit dem Nikolaus“ (beides von der Schweizer A-Capella Comedy gruppe Bliss) und „In der Keksdose“. Mimik, Gesang und Timing stimmen hier immer. Im Tannenbaum-Medley klingen viele bekannte Melodien an, zu denen der allgegenwärtige Tannenbaum beschworen wird. Das gerät dann bei <em>Gangnam Style</em>, <em>Kalinka</em>, <em>Circle of Life</em> oder <em>Bamboleo</em> sehr schnell zur amüsanten Farce. An Kreativität sind diese Szenen jedoch kaum zu überbieten. Mamas Tête-à-tête mit dem Nikloaus ist zudem alles andere als jugendfrei, auch wenn es so harmlos beginnt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3179 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1.jpg 990w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch wenn viele Choreografien, gerade im großen Ensemble, nicht immer synchron sind, zeigen einige, dass sie gerade in diesem Bereich über große Stärken verfügen. Viele Pas de Trois, gern auch mal nur 2-3 Tanzpaare, begleiten und ergänzen die verschiedenen Gesangsnummern, was in sich alles sehr geschmackvoll und stimmig wirkt. Etwas seltsam wirkt jedoch die Anmoderation von „Frauen, die stark und unerschrocken zeigen, was sie wirklich wollen“, woraufhin eine zugegebenermaßen komplex choreographierte Showballett-Nummer folgt, die mit kurzen Glitzer-Röckchen, Federkopfschmuck und hoch geschwungenen Beinen das Klischee der Fernsehballett-Tanzmaus bedient. Das wollen Frauen???</p>
<p>Einige Solisten dürfen auch gesanglich zeigen, was sie bisher gelernt haben: Nina Rehn und Sarah Schumacher liefern sich zu „Was fühl ich in mir“ aus „Wicked“ einen herrlichen Elfen-Zickenkrieg, Jenny Häuser zeigt viel Soul zu Jesse Js Version von „Santa Claus is comin‘ to town“ und Max Best schrammt bei Michael Bublés „Christmas“ knapp an einer Persiflage vorbei. Gesanglich ist er spitze, aber schauspielerisch wird nicht ganz deutlich, wo die Reise hingeht. Ramona Schander trägt in diesem Jahr die Last auf ihren Schultern einen Whitney Houston Klassiker zu performen: Sie trifft jeden Ton bei „I will always love you“, doch mangelnder Soul und die (noch) fehlende Souveränität sorgen für einen leichten Beigeschmack.</p>
<p>Beim Finale tanzen dann alle gemeinsam zu „Find your grail“ aus „Spamalot“ in ihren verschiedenen Kostümen auf der Bühne und sorgen für ein kunterbuntes, sehr unterhaltsames Chaos. Genau das bleibt von dieser „Weihnachtsshow“: Kurzweilige Unterhaltung, manchmal etwas viel Schenkelklopfhumor, toller Gesang &amp; Tanz, engagierte junge Menschen, die Spaß an ihrer Berufung haben. So gehen die Zuschauer festlich gestimmt und fröhlich vor sich hin pfeifend in die dunkle Nacht und überlegen sich, wem sie welches Geschenk und den Weihnachtsbaum legen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">7. September 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Lisa Zell, Lisa Hanselmann, Aliosha Jorge Ungur, Nina Rehn, Sarah Schumacher, Max Best, Ramona Schander und weitere Studierende der Stage School<br />
<strong>Regie / Choreographie: </strong>Dennis Schulze / Adam M. Cooper<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski<br />
</span></span></p>
</div>
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		<title>Ohne Elsas Eispalast nicht der Rede wert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ohne-elsas-eispalast-nicht-der-rede-wert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 15:51:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Antoine D. Banks-Sullivan]]></category>
		<category><![CDATA[Benét Monteiro]]></category>
		<category><![CDATA[Celena Pieper]]></category>
		<category><![CDATA[David Negletto]]></category>
		<category><![CDATA[Die Eiskönigin]]></category>
		<category><![CDATA[Disney]]></category>
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		<category><![CDATA[Lanie Sumalinog]]></category>
		<category><![CDATA[Milan van Waardenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater an der Elbe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ursprünglich war „Die Eiskönigin“ in Hamburg als Europa-Premiere geplant, nun waren die Engländer doch schneller (Europa-Premiere im West End im September 2021) und das Theater an der Elbe ist nun „nur noch“ der Ort der Deutschland-Premiere. Am Broadway wurde die Bühnen-Adaption des Disney-Hits lediglich zwei Jahre gespielt. Trotz einiger Tony Award Nominierungen gewann das Stück ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich war „Die Eiskönigin“ in Hamburg als Europa-Premiere geplant, nun waren die Engländer doch schneller (Europa-Premiere im West End im September 2021) und das Theater an der Elbe ist nun „nur noch“ der Ort der Deutschland-Premiere.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-3174 " src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-400x326.jpg" alt="" width="336" height="274" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-400x326.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-1024x834.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-768x626.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-1536x1252.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628.jpg 1555w" sizes="(max-width: 336px) 100vw, 336px" />Am Broadway wurde die Bühnen-Adaption des Disney-Hits lediglich zwei Jahre gespielt. Trotz einiger Tony Award Nominierungen gewann das Stück 2019 „nur“ einen Drama Desk Award für das „Beste Puppet Design“. Dennoch waren Zuschauer wie Kritiker von den technischen Finessen, die in der Show erstmalig in dieser Vollkommenheit gezeigt wurden, sehr angetan.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Stage Entertainment mit genau dieser Magie, diesem Zauber, die Werbetrommel rührt. Denn die Handlung von „Die Eiskönigin“ kennt sowieso fast jeder.</p>
<p>Inhaltlich gibt es nahezu keinerlei Abweichungen zum Animationsfilm. Versierte Kenner des Films vermissen jedoch Olafs wertvollen Hinweis, dass „gelb und Schnee ein No Go“ sind. Auch dass er seine Karottennase nicht ein einziges Mal verliert, fällt durchaus auch einigen Zuschauern auf.</p>
<p>Das Publikum lernt sehr aufgeweckte Schwestern kennen, die im Schloss von Arendelle ihre Kindheitstage genießen. Insbesondere Anna (bei der Premiere gespielt von Anastasia) ist ein echter Frechdachs und sorgt mit ihr herrlich forschen Art für viele Lacher. Hier haben auch die von Ruth Deny ins Deutsche übertragenen Dialoge einen nicht unwesentlichen Anteil („nicht hummeln, sondern helfen!“). Elsa (gespielt von Isabella) hingegen trägt schon früh an der Bürde ihrer Zauberkräfte und zieht sich nach dem Unfall, bei dem sie Anna schwer verletzt hat, gänzlich in ihr Schneckenhaus zurück. Die Spielfreude der beiden Mädchen ist ansteckend, da schaut das Publikum wohlwollend darüber hinweg, dass der Gesang ziemlich schief ist („Willst Du einen Schneemann bauen?“).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3171 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-400x271.jpg" alt="" width="400" height="271" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-400x271.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-1024x694.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-768x521.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-1536x1042.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-2048x1389.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die erwachsenen Prinzessinnen werden von Sabrina Weckerlin (Elsa) und Celena Pieper (Anna) zum Leben erweckt. Geht man davon aus, dass Elsa mit Erreichen der Volljährigkeit zur Königin von Arendelle gekrönt wird, ist das Alter der beiden Darstellerinnen mit Mitte Dreißig (Weckerlin) und Ende Zwanzig (Pieper) doch etwas hoch. Weckerlins Elsa ist fast zu abgeklärt, kühl und sehr mütterlich, während Piepers Anna manchmal unangemessen albern und überstark auf männliche Körper fixiert über die Rampe kommt.</p>
<p>Dass die beiden gesanglich exzellent auf die Rollenprofile passen, steht jedoch außer Frage. „Ich lass los“ ist auch im Bühnenmusical der Showstopper! Weckerlins Ausdrucksstärke und ihre Fähigkeit von den leisesten, zerbrechlichen Tönen bis hin zu raumgreifenden, energiegeladenen Passagen alles blitzsauber zu intonieren, sind beeindruckend. Die stehenden Ovationen waren – gerade auch im Zusammenspiel mit der Begeisterung für die magische Verwandlung der Bühne – mehr als gerechtfertigt. Auch der neue Song „Monster“ ist Weckerlin quasi auf den Leib geschrieben. Das Kostüm jedoch ist für eine Elsa absolut unpassend.</p>
<p>Pieper überzeugt vor allem mit ruhigeren Duetten wie „Wann warst Du schon mal verliebt?“ oder „Du bist alles“. Gerade im letztgenannten Duett fällt auf, wie ähnlich die Stimmfarben der beiden Hauptdarstellerinnen sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3173 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_EISKÖNIGIN_Sabrina-Weckerlin-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_EISKÖNIGIN_Sabrina-Weckerlin-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_EISKÖNIGIN_Sabrina-Weckerlin-cDisney_Foto-Johan-Persson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_EISKÖNIGIN_Sabrina-Weckerlin-cDisney_Foto-Johan-Persson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_EISKÖNIGIN_Sabrina-Weckerlin-cDisney_Foto-Johan-Persson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_EISKÖNIGIN_Sabrina-Weckerlin-cDisney_Foto-Johan-Persson-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Stück wird jedoch im Prinzip nur von einer einzigen Szene getragen: Am Ende des ersten Akts verwandelt die aus Arendelle geflohene Elsa eine Schneehöhle in einen funkelnden Eispalast. Die Metamorphose beginnt unten rechts am Proszenium und zieht sich dann zu magisch aufbrandenden Klängen über die ganze Bühne. Es funkelt und glitzert überall! Unzählige LEDs im Bühnenboden und in den Kulissen verstärken den Zauber-Effekt. Ganz zu schweigen vom Swarovski-Glitzervorhang. Wenn Elsa dann noch im Handumdrehen ihr dunkles Kleid in ein diamantenbesetztes, blau-silbernes Gewand verwandelt, ist der Bühnenzauber perfekt! Genau das kann das Publikum von einem modernen Disney-Musical erwarten!</p>
<p>Leider ist es das dann aber auch schon in Sachen Magie. Der Rest des Stücks plätschert recht unaufgeregt dahin und wären nicht Olaf, Kristoff und Sven bliebe es in Arendelle ganz schön finster. Olaf wird – genau wie Timon bei „Disney’s König der Löwen“ – von einem Darsteller gespielt und gesungen, der Kopf und Körper des Schneemanns vor den Bauch geschnallt hat und manuell steuert. Sven hingegen gleicht in der Funktionalität den Antilopen aus dem Nachbartheater: Ein Balletttänzer ist an Händen und Füßen mit Stelzen verbunden und stakst so als Rentier über die Bühne. Kein Wunder, denn die Puppets stammen von Michael Curry, der auch bei „Der König der Löwen“ für die Puppets verantwortlich zeichnete.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3169 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson.jpg 566w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Benét Monteiro und Antoine D. Banks-Sullivan verkörpern das lustig-tollpatschige Duo Kristoff und Sven. Wenn Kristoff im Zweigespräch mit Sven feststellt, dass „Kein Mensch ist so gut wie ein Rentier“ oder ihm seine Liebe zu Anna („Kristoffs Gute Nacht Lied“) gesteht, legt Monteiro sehr viel Gespür für Timing und genau die richtige Portion Gefühl in die Songs, um noch glaubwürdig zu wirken. Elindo Avastia hat als Olaf etwas leichteres Spiel: Das Publikum johlt beim Anblick des kleinen Schneemanns und freut sich mit ihm, wenn er vom „Sommer“ träumt und Hildegard, der Möwe, hinterherruft.</p>
<p>Fast alle Songs, die an diesem Abend zu hören sind, wurden von Kirsten Anderson-Lopez und Robert Lopez für das Bühnenmusical neu geschrieben. Stücke wie „Hygge“ oder „Hans aus dem Süden“ bleiben jedoch nicht wirklich haften. Nichtsdestoweniger bringen die neun Musiker unter der Leitung von Aday Rodriguez Toledo die Kompositionen kraftvoll zu Gehör. Auch wenn in Hamburg weniger als die Hälfte der Musiker im Orchestergraben sitzt als am Broadway, klingen die Stücke doch sehr ausgewogen und voluminös.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3168 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson-400x301.jpg" alt="" width="400" height="301" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson-400x301.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson.jpg 460w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Choreografien (Associate Choreographer: Charlie Williams) sind nicht wirklich magisch, sondern eher eine unauffällige Ausschmückung der Handlung. Einzig bei „Fixxer upper“, wenn Pabbie (der stark an Aquaman erinnernde David Negletto) versucht, Anna das Leben zu retten, lassen sich wunderbar kreative Ansätze erkennen. Viele Ensemblenummern erinnern vom Staging her zudem an die Hexenjagd-Szenen bei „Wicked“. Überhaupt ist dies ein Thema, welches sehr stark betont wird. Als Anführer der Hexenjäger ist Eric Minsk als Pitzbühl in gewohnt enervierender Art zu sehen.</p>
<p>Genial gelungen ist die Visualisierung der Hexenjagd als Elsa auf der Suche nach ihrer Schwester alle Bewohner Arendelles zu Eisblöcken gefrieren lässt. Hier greifen Licht, Kostüm und Choreografie perfekt ineinander.</p>
<p>Unter diesem Schwerpunkt leidet jedoch die Ausarbeitung der Bindung der beiden Schwestern zuweilen sehr. Hier wurde viel Potential verschenkt, das Stück für Erwachsene attraktiver zu machen.</p>
<p>Milan van Waardenburg steht als Prinz Hans auf der Bühne. Er hat eine recht undankbare Rolle, da er den langweiligen Prinzen nur allzu glaubhaft verkörpert und sich auch gesanglich nicht absetzen kann. Am spannendsten wird er, wenn Hans Anna sein wahres Ansinnen gesteht: Sehr schön düster und gefährlich reiht er sich ein in die Riege derer, die auf Hexenjagd gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3170 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson-400x264.jpg" alt="" width="400" height="264" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson-400x264.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson.jpg 566w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch wenn es eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte, möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass das Ensemble von „Die Eiskönigin“ sicherlich das mit Abstand „diverseste“ Ensemble ist, das je auf einer deutschen Musicalbühne gestanden hat. Das Königspaar ist maximalpigmentiert und asiatisch (Dominik Doll und Lanie Sumalinog), Olaf und Kristoff sind ebenfalls maximalpigmentiert (Avastia und Monteiro), dazu kommen zahlreiche weitere Künstler aus dem europäischen, englischen und amerikanischen Raum. Warum dies bemerkenswert ist? Weil in diesem Fall ganz bewusst die Ebene des Klischeedenkens (Olaf muss weiß sein, Kristoff und das Königspaar müssen skandinavisch aussehen) verlassen wurde und schlichtweg die besten Darsteller für diese Rollen besetzt wurden. Chapeau, liebes Casting-Team.</p>
<p>Elsas Eispalast muss die komplette Show tragen, was leider nicht durchgehend gelingt. Technische Neuerungen sucht man in den übrigen Szenen nahezu vergebens. Ja, es gibt ein oder zwei magische Broadway-Momente, doch das allein ist nicht genug. Den Aufwand, den es bedurfte, die komplette Bühne zu verkabeln und mit LEDs auszustatten sowie die 30 Computer zu programmieren, die jeden Abend die Kulissen und Bühne zum Erstrahlen bringen, nimmt man als Zuschauer nicht wahr. Dafür braucht es Wow-Momente. Und den gibt’s in der „Eiskönigin“ nur einmal.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. November 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Sabrina Weckerlin, Celena Pieper, Benét Monteiro, Antoine D. Banks-Sullivan, David Negletto, Eric Minsk, Milan van Waardenburg, Dominik Doll, Lanie Sumalinog<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Kirsten Anderson-Lopez &amp; Robert Lopez / Adrian Sarple<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac-Maatzen<br />
</span></span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ohne-elsas-eispalast-nicht-der-rede-wert/">Ohne Elsas Eispalast nicht der Rede wert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Deutscher Musical Theater Preis 2021</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/deutscher-musical-theater-preis-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 16:39:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Drewitz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Musical Theater Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Gayle Tufts]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[The Wave]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaum eine Branche war und ist durch die Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen so sehr gebeutelt wie die Kulturbranche. Theater standen leer oder dürfen nicht einmal halb gefüllt werden, unzählige Darstellerinnen und Darsteller standen vor dem Nichts – beruflich und finanziell. Kein Wunder also, dass die diesjährige Verleihung des Deutschen Musical Theaterpreises dazu genutzt ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/deutscher-musical-theater-preis-2021/">Deutscher Musical Theater Preis 2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum eine Branche war und ist durch die Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen so sehr gebeutelt wie die Kulturbranche. Theater standen leer oder dürfen nicht einmal halb gefüllt werden, unzählige Darstellerinnen und Darsteller standen vor dem Nichts – beruflich und finanziell.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3196 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-46-59-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-400x265.png" alt="" width="400" height="265" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-46-59-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-400x265.png 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-46-59-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-1024x678.png 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-46-59-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-768x509.png 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-46-59-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-1536x1017.png 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-46-59-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie.png 2002w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kein Wunder also, dass die diesjährige Verleihung des Deutschen Musical Theaterpreises dazu genutzt wurde, hier an der ein oder anderen Stelle mit mehr oder weniger subtilen Kommentaren Stellung zu beziehen.</p>
<p>Zunächst einmal wurde jedoch dem kürzlich verstorbenen Craig Simmons gedacht, ohne den es diesen Award gar nicht geben würde. Von seiner Showwolke aus verfolgte er einen etwas gehetzten Gala-Abend, den anstelle von Simmons nun Christoph Drewitz auf die Bühne des Schmidts Tivoli gebracht hat.</p>
<p>Thomas Hermanns, der Moderator des Abends schwadronierte erst einmal ausführlich, was alles passieren würde, wenn sich die Gewinner nicht an die vorgegeben Redezeit hielten: Exit-Music, penetrantes Antanzen und exzessives Mouthing waren doch sehr bedrohlich wirkende Strafen für zu langes Reden…</p>
<p>Claudio Pohle (Bestes Kostüm &amp; Maske für „Goethe!“) war der erste, der diese drakonischen Maßnahmen zu spüren bekam. Aber seine Dankesrede war auch einfach zu herzerwärmend, da konnte man den herumtanzenden Thomas Hermanns gut ausblenden.</p>
<p>Die eingespielten Video-Ausschnitte aus den Shows, die als „Bestes Musical“ nominiert waren, sind immer eine schöne Sache für all diejenigen, die die Stücke nicht kennen. Doch in diesem Fall waren sie häufig sehr schlecht geschnitten, hörten mitten im Satz auf, oder waren einfach zu kurz. Hier wünscht man sich für nächstes Jahr gern etwas mehr Feingefühl. Anders sah es beim Video „Systemrelevant“ von Lukas Nimschek und Franziska Kuropka sowie befreundeten Darstellern aus: Dieser sehr gut gemachte musikalische Hilfeschrei ging während der Pandemie viral und bewies einmal mehr die Kreativität, die in den letzten eineinhalb Jahren weggesperrt wurde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3195 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-45-09-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-400x260.png" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-45-09-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-400x260.png 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-45-09-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-1024x666.png 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-45-09-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-768x499.png 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-45-09-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie-1536x998.png 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-28-at-17-45-09-Deutscher-Musical-Theater-Preis-2020-21-Deutsche-Musical-Akademie.png 2006w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In diesem Kontext wurde auch der Sonderpreis der Jury an Frank Blase, Dominik Donauer und Roun Zieverink verliehen, die sich mit Beginn der Corona-Krise für Künstler eingesetzt haben und Kultur sichtbar gehalten haben.</p>
<p>Über den Preis für das „Beste Revival“ freuten sich Thomas Zaufke und Peter Lund ganz besonders, denn „Babytalk“ in Bielefeld komplettiert ihre durchaus beachtliche Sammlung an Awards.</p>
<p>„Die Welle“ vom Landestheater Linz räumte an diesem Abend die meisten Preise ab, so auch die Auszeichnung als „Bestes Musical“. Or Mathias, der hieran als Autor, Komponist und Regisseur einen maßgeblichen Anteil hatte, konnte selbst nicht vor Ort sein, aber seine Vertreter, u. a. Christoph Drewitz als Regisseur, machten deutlich wie sehr Mathias‘ unbeirrbarer Glaube an dieses Stück alle in Linz motiviert hat. Auch „Goethe!“, uraufgeführt bei den Bad Hersfelder Festspielen im Sommer, wurde mit zahlreichen Preisen, u. a. „Beste Choreografie“ und „Beste Liedtexte“ bedacht.</p>
<p>Für tiefgründige Momente sorgte der Song „So wirst Du Frau“ aus „Wüstenblume“ kurz vor Schluss. Auch Gayle Tufts Laudatio für das „Beste Musical“ regte zum Nachdenken an.</p>
<p>Die diesjährige Verleihung des Deutschen Musical Theater Preises zeigt nachdrücklich, dass sich die Musicalschaffenden nicht unterkriegen lassen: nicht von einer Pandemie, nicht von der Politik und nicht von Existenzängsten. Was in dieser Zeit trotz aller Widrigkeiten erschaffen wurde, ist beeindruckend und stehende Ovationen sind das Mindeste, die alle Künstler hierfür erhalten sollten.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagaz</a></em><br />
</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidts Tivoli, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Verleihung:</strong> 4. Oktober 2021</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie: </span></strong>Christoph Drewitz<br />
</span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Fotos:</strong> <span class="ce-uploads-description">Morris Mac Matzen</span></span></div>
<div></div>
<h3 style="text-align: center;"><span style="color: #000080;"><strong>Alle Nominierten und Gewinner 2021</strong></span></h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Bestes Musical </strong><br />
&#8222;Eine Stimme für Deutschland&#8220; (Neuköllner Oper, Berlin)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>&#8222;The Wave (Die Welle)&#8220; (Landestheater Linz) (Gewinner) </strong></span><br />
&#8222;Wüstenblume&#8220; (Theater St. Gallen)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bestes Revival</strong><br />
<strong><span style="color: #000080;">Baby Talk (Theater Bielefeld) (Gewinner)</span></strong><br />
für »Der Name der Rose« (Luisenburg Festspiele, Wunsiedel)<br />
für »Wenn Rosenblätter fallen« (KATiELLi Theater, Datteln)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beste Komposition</strong><br />
Jürgen Tauber &amp; Oliver Ostermann für » Die Schattenkaiserin« (Tiroler Landestheater Innsbruck)<br />
<strong><span style="color: #000080;">Or Matias für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz) (Gewinner)</span></strong><br />
Uwe Fahrenkrog-Petersen für »Wüstenblume« (Theater St. Gallen)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bestes Buch</strong><br />
Kathi Damerow für » Der Teufel mit den drei goldenen Haaren« (Westand Musical, Braunschweig)<br />
Peter Lund für »Eine Stimme für Deutschland« (Neuköllner Oper, Berlin)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Or Matias für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz) (Gewinner)</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beste Liedtexte</strong><br />
Franziska Kuropka für »Der Teufel mit den drei goldenen Haaren« (Westand Musical, Braunschweig)<br />
Peter Lund für »Eine Stimme für Deutschland« (Neuköllner Oper, Berlin)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Frank Ramond für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele) (Gewinner)</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bestes Musikalisches Arranagement</strong><br />
Thilo Wolf &amp; Christoph Müller für »Swing Street« (Stadttheater Fürth)<br />
Or Matias für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Koen Schoots für »Wüstenblume« (Theater St. Gallen) (Gewinner)</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beste Regie</strong><br />
Gil Mehmert für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Christoph Drewitz für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz) (Gewinner)</strong></span><br />
Gil Mehmert für »Wüstenblume« (Theater St. Gallen)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beste Choreografie</strong><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Kim Duddy für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele) (Gewinner)</strong></span><br />
Hannah Moana Paul für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz)<br />
Jonathan Huor für »Wüstenblume« (Theater St. Gallen)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bestes Bühnenbild</strong><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Michael D. Zimmermann für »Die Schattenkaiserin« (Tiroler Landestheater Innsbruck) (Gewinner)</strong></span><br />
Veronika Tupy für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz)<br />
Frauke Bischinger &amp; Bernd E. Gengelbach für »Till Ulenspiegel – Eine Liebe für Flandern« (Uckermärkische Bühnen Schwedt)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bestes Kostüm- &amp; Maskenbild</strong><br />
Kathrin Baumberger &amp; Marc Hollenstein für »Der Löwe, der nicht schreiben konnte« (Bernhard Theater, Zürich)<br />
Michael D. Zimmermann &amp; Rudolf Sieb für »Die Schattenkaiserin« (Tiroler Landestheater Innsbruck)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Claudio Pohle, Ute Mai &amp; Stephanie Hanf für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele) (Gewinner)</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beste Darstellerin in einer Hauptrolle</strong><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Karolin Konert für »Swing Street« (Stadttheater Fürth) (Gewinner)</strong></span><br />
Hanna Kastner für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz)<br />
Naomi Simmonds für »Wüstenblume« (Theater St. Gallen)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bester Darsteller in einer Hauptrolle</strong><br />
Philipp Büttner für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele)<br />
Christof Messner für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Lukas Sandmann für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz) (Gewinner)</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Beste Darstellerin in einer Nebenrolle</strong><br />
Mascha Volmershausen für »Eine Stimme für Deutschland« (Neuköllner Oper, Berlin)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Vera Bolten für »Himmel und Kölle« (apiro entertainment, Köln) (Gewinner)</strong></span><br />
Celina dos Santos für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bester Darsteller in einer Nebenrolle</strong><br />
Mischa Mang für »Goethe!« (Bad Hersfelder Festspiele)<br />
<span style="color: #000080;"><strong>Mark Weigel für »Himmel und Kölle« (apiro entertainment, Köln) (Gewinner)</strong></span><br />
Malcolm Henry für »The Wave (Die Welle)« (Landestheater Linz)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Sonderpreis der Deutschen Musical Akademie als „Auszeichnung besonderer Leistungen in der Corona- Pandemie“</strong><br />
Frank Blase (Unternehmer und Produzent von „Himmel und Kölle“) (Gewinner)<br />
Dominik Donauer (Künstleragentur artinia consulting) (Gewinner)<br />
Roun Zieverink (Pianist, Komponist, Arrangeur) (Gewinner)</p>
<p style="text-align: center;">
<strong>Sonderpreis der Jury für die beste Ensemble-Leistung</strong><br />
„Himmel und Kölle“ (apiro entertainment, Köln) (Gewinner)</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ehrenpreis</strong><br />
Verliehen an Anna Vaughan</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein intimer Abend für Kenner</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-intimer-abend-fuer-kenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2021 16:33:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Niebuhr]]></category>
		<category><![CDATA[Rio Reiser]]></category>
		<category><![CDATA[Studiobühne T.NT]]></category>
		<category><![CDATA[Wenn die Nacht am tiefsten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rio Reiser prägte mit „Ton Steine Scherben“ aber auch allein eine ganze Generation. Zu den bekanntesten Songs gehören sicherlich „Junimond“ und „König von Deutschland“. Doch der Tiefgang seiner Stücke, die verwirrend-poetischen Texte und die nicht selten überkochenden Emotionen waren und sind alles andere als leicht verdaulich. Bei der Premiere von „Wenn die Nacht am tiefsten“ ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Rio Reiser prägte mit „Ton Steine Scherben“ aber auch allein eine ganze Generation. Zu den bekanntesten Songs gehören sicherlich „Junimond“ und „König von Deutschland“. Doch der Tiefgang seiner Stücke, die verwirrend-poetischen Texte und die nicht selten überkochenden Emotionen waren und sind alles andere als leicht verdaulich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3189 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/WENN-DIE-NACHT-AM-TIEFSTE_c_tw_AndreasTamme-6-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/WENN-DIE-NACHT-AM-TIEFSTE_c_tw_AndreasTamme-6-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/WENN-DIE-NACHT-AM-TIEFSTE_c_tw_AndreasTamme-6-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/WENN-DIE-NACHT-AM-TIEFSTE_c_tw_AndreasTamme-6-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Bei der Premiere von „Wenn die Nacht am tiefsten“ in Lüneburg fanden sich im Publikum vorrangig Anhänger Reisers, die schon bei den ersten Tönen sehnsuchtsvoll verzückt lauschten.</p>
<p>Gregor Müller, dem Lüneburger Publikum aus „Struwwelpeter“ und „The Black Rider“ bekannt, hat ganz offensichtlich ein Händchen für skurrile Charaktere und ausgefallene Songs. Er sitzt an diesem Abend selbst am Klavier und wird von Olaf Niebuhr virtuos an der Gitarre begleitet. Die beiden harmonieren mit ihren Instrumenten sehr gut.</p>
<p>Allein die Optik der beiden und die Kargheit der Bühne machen deutlich, dass es hier um das Werk eines zerrissenen, melancholischen Künstlers geht, der viel zu sagen hatte. Hier steht nicht lupenreiner Gesang, sondern der Inhalt der Songs im Vordergrund.</p>
<p>Seine anfängliche Nervosität legt Müller nach dem dritten Song gänzlich ab und blüht in dem intensiven Spiel von Gedichten und Songs auf. Die Zuschauer sind begeistert, wippen mit den Beinen mit und jubeln. „Der König von Deutschland“ klingt an diesem Abend nur ganz am Schluss instrumental an und wird von Gregor Müller nicht gesungen. Doch daran stört sich auf der Studiobühne T.NT niemand.</p>
<p>Die Mischung aus deutlich spürbarer Sehnsucht nach Freiheit, Menschlichkeit und Solidarität und zeitweilig wahnsinnig enervierenden Texten ist ganz sicher nicht jedermanns Sache. Doch das Premierenpublikum möchte die beiden Künstler nach dem kurzweiligen einstündigen Konzert am liebsten gar nicht mehr von der Bühne lassen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> T.NT, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">3.</span><span class="Bold">Oktober 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Gregor Müller</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Diese Show stimmt nachdenklich</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/diese-show-stimmt-nachdenklich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Oct 2021 16:20:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Anton von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Arndt Möller]]></category>
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		<category><![CDATA[Juliana Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T3]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Endsin]]></category>
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		<category><![CDATA[Leo Ehmke]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Viktoria Flecke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Handlung von Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Jugend-Musical „Leben ohne Chris“ ist schnell erzählt: Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag stirbt Chris bei einem Motorradunfall. In der Zwischenwelt trifft er Erzengel Michael, der ihn seine letzten Tage noch einmal als Zuschauer erleben lässt. Chris muss feststellen, dass er bei weitem nicht so beliebt war, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Handlung von Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Jugend-Musical „Leben ohne Chris“ ist schnell erzählt: Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag stirbt Chris bei einem Motorradunfall. In der Zwischenwelt trifft er Erzengel Michael, der ihn seine letzten Tage noch einmal als Zuschauer erleben lässt. Chris muss feststellen, dass er bei weitem nicht so beliebt war, wie er immer angenommen hatte… Ganz im Gegenteil!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3184 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1-400x274.jpg" alt="" width="400" height="274" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1-400x274.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1-768x527.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Zu Beginn werden teilweise sehr vorwurfsvolle Statements über Chris auf die Leinwand projiziert. Nach und nach kommen Freunde und Familie von Chris auf die Bühne und der Kontext, in dem diese Aussagen getroffen wurden, wird deutlich. Dieses sehr melancholische Intro setzt den Ton für den Abend.</p>
<p>Sascha Littig ist wie schon in früheren Produktionen des T3 der einzige Erwachsene auf der Bühne, doch sein Outfit und seine Heelys lassen ihn herrlich schräg wirken. Es dauert ein wenig, bis das Publikum merkt, dass Littig den Engel Michael darstellt, der Chris nach dessen Tod begleitet.</p>
<p>Anfangs sprechen die Darsteller die erklärenden Regieanweisungen mit. Einerseits ist dies sehr verwirrend, doch gleichzeitig hilft es, die einzelnen Protagonisten in ihrem Handeln und Fühlen noch besser zu verstehen.</p>
<p>Anna (Miriam Wantikow), Chris‘ Freundin, fragt forsch “Was hast Du Dir dabei gedacht?“. Der Aufbau des Songs von einer Ballade zu einem schmissigen Uptempo-Nummer skizziert die Gefühlsachterbahn des Mädchens sehr nachdrücklich.</p>
<p>Chris (Lasse Kuk) wird von Michael an den Tag seines 18. Geburtstags zurückgebracht. Man muss ehrlich sagen, dass sich Chris sehr selbstherrlich, arrogant und rücksichtlos gegenüber seinem Umfeld verhalten hat.</p>
<p>Matze (Janosh Kratz) hat immer zu seinem großen Bruder aufgeschaut („Muss toll sein du zu sein“), doch dieser hat ihn nie ernstgenommen und immer wieder provoziert. Auch wenn Lisa (Pia Naegeli), Matzes Freundin, ihm sehr romantisch ihre Liebe gesteht, gerät auch sie zwischen die Fronten als Chris sie anbaggert und küsst. Kratz spielt und singt den verletzten Bruder mit viel Einfühlungsvermögen. Naegeli darf im Verlauf der Show ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass sie eine wundervolle Stimme hat („Geheime Liebe“).</p>
<p>„Wir waren da“ erinnert im Stil an schönsten Punkrock im Stil von „Die Ärzte“. Die vierköpfige Band unter der Leitung von Daniel Stickan darf in diesem Musical aus dem Vollen schöpfen: Von Ballade über Pop bis Rock ist alles dabei. Die Musiker intonieren Böhmers Melodien mit Schwung und – dort wo es angebracht ist – mit gegebener Zurückhaltung.</p>
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<p>Birgit (Juliana Kratz), die sich wie für große Schwestern nicht unüblich, um ihre beiden Brüder Matze und Chris gekümmert hat, schwelgt in Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit („Kleiner Bruder Chris“), doch auch sie steht ihrem Bruder nicht kritiklos gegenüber.</p>
<p>Während zu Beginn die Choreographien (Rhea Gubler) noch etwas unbeholfen wirken, sind sie bei „Kluge Menschen sterben jung“ sehr passend für die Teenager, die hier auf der Bühne stehen. Warum allerdings Mozart, James Dean und Jesus von Lund als besagte kluge Menschen bezeichnet werden, kann man diskutieren…</p>
<p>Bevor Nadja (Hanna Langenbrink), ein weiteres Mädchen, dem Chris den Kopf verdreht hat, ihm in einer Rückblende ihre Zuneigung gesteht („Wenn es wirklich Liebe ist“), erfährt das Publikum, dass Chris und Anna zum Zeitpunkt von Chris‘ Tod gar nicht mehr zusammen waren. Die Art der Trennung (Im Café, in dem Anna jobbt) zeigt einmal mehr wie rücksichtlos Chris agiert hat.</p>
<p>Manu (Morgane Meuthin), die sich immer darum gekümmert hat, dass es allen in der Clique gut geht, und Birgit können es nicht mehr ertragen, dass sich immer alles um Chris dreht. „So geht’s nicht mehr weiter“ ist wieder eine herrlich punkige Nummer, bei der die beiden Stimmen sehr gut harmonieren.</p>
<p>Als Nadja und Lisa in einem Anflug von Verliebtsein beide denken, dass Chris das Graffiti (sehr gelungene Leinwand-Projektion) für sie gesprüht hat, eskaliert die Situation: Matze flippt aus und Lisa bemerkt wie ähnlich sich die Brüder sind „Wenn alles aus dem Ruder läuft“). Die Mädels trösten sich gegenseitig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3183 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-1-680x1024-1-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-1-680x1024-1-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-1-680x1024-1.jpg 680w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Beim Song „Prost“ kommen dann auch Danny (Arthur Huerkamp) und Henne (Arndt Möller) zum Zug: Henne, eigentlich mit Nadja zusammen und der beste Freund von Chris, zweifelt an allem. Doch die Intensität des Songs macht klar, dass die Kids sich in ihre eigenen Welten flüchten.</p>
<p>Anna trifft den Nagel auf den Kopf, wenn sie allen empfiehlt, einfach mal miteinander zu reden (statt immer nur übereinander). Wantikow hat ein ganz spannendes Timbre, wenn sie den Titelsong „Leben ohne Chris“ auf eine berührend schöne Weise intoniert.</p>
<p>Chris sitzt am Ende unter dem Baum (der einzigen Kulisse auf der ansonsten spartanisch offen gestalteten Bühne von Barbara Bloch) und alle zurückgelassenen Freunde geben ihm eine Blume. Ja, Chris‘ Tod hat ein Loch in die Clique gerissen. Doch dieses Loch und die vielen Fragen, die sich die Teenager stellen, helfen bei der Verarbeitung des Geschehenen.</p>
<p>Chris erkennt schließlich, dass er vielen Unrecht getan hat, nicht wirklich ein guter Freund war und wirkt geläutert. Michael fragt ihn „Siehst Du das Licht?“ – und beide sausen auf ihren Heelys (auch Chris trägt jetzt welche) aus dem Saal.</p>
<p>„Leben ohne Chris“ zeigt klar, wie sehr sich Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung unterscheiden können. Es regt mit beinahe jedem Song und jeder Szene zum Nachdenken an und bietet reichlich Gesprächsstoff.</p>
<p>Friedrich von Mansberg hat dieses alles andere als realitätsferne Musical beklemmend klar und sehr authentisch inszeniert. Er darf zurecht stolz sein auf seine junge Truppe. Anna Schwemmer und Daniel Stickan haben gut mit den Nachwuchsdarstellern gearbeitet und ein harmonisches, in Teilen sehr glaubwürdiges musikalisches Gesamtkunstwerk erschaffen.</p>
<p>Einmal mehr trifft Peter Lund mit seinem Buch und den Texten den Nagel auf den Kopf. Flankiert von Wolfgang Böhmers rockig-poppigen Sounds können die Zuschauer einen unterhaltsamen Abend erleben, der noch lange in einem nachhallt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. September 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller (inkl. alternierender Besetzungen): </span></strong>Sascha Littig, Lasse Kuk, Anton von Mansberg, Nike Just, Miriam Wantikow, Leo Ehmke, Janosch Kratz, Margarita Georgiadis, Juliana Kratz, Pia Naegeli, Sarah Zürneck, Viktoria Flecke, Morgane Meuthien, Hanna Langenbrink, Belana Pittin, Juri Endsin, Arthur Huerkamp, Arndt Möller, Jonathan Plathe<br />
<strong>Regie / Buch:</strong> Friedrich von Mansberg / Peter Lund<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Hans-Jürgen Wege</span></p>
</div>
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		<title>Hexen auf Diät</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/hexen-auf-diaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 10:34:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Lichtenberger]]></category>
		<category><![CDATA[Gianni Meurer]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Rogler]]></category>
		<category><![CDATA[Jeannine Wacker]]></category>
		<category><![CDATA[Naidjim Severina]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Pamina Lenn]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Schwartz]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne-Elisabeth Walbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Vajèn van den Bosch]]></category>
		<category><![CDATA[Wicked]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Neue Flora in Hamburg war schon immer prädestiniert für „Wicked“: ein hohes und weites Bühnenportal sowie eine große Bühne mit viel Platz daneben, darunter und darüber, um Kulissen und technische Finessen gekonnt zu verstecken. Dass die deutsche Fassung bisher nur in Stuttgart (2007) und Oberhausen (2010) zu sehen war, war für Deutschlands Musical-Hauptstadt immer ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neue Flora in Hamburg war schon immer prädestiniert für „Wicked“: ein hohes und weites Bühnenportal sowie eine große Bühne mit viel Platz daneben, darunter und darüber, um Kulissen und technische Finessen gekonnt zu verstecken. Dass die deutsche Fassung bisher nur in Stuttgart (2007) und Oberhausen (2010) zu sehen war, war für Deutschlands Musical-Hauptstadt immer sehr bedauerlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3118 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Zehn Jahre nach dem letzten Vorhang in Metronom Theater wurde nun die Neue Flora grünifiziert und die neue, moderne Fassung des Broadway-Hits „Wicked“ feierte (Corona-bedingt ein Jahr später als geplant) am 5. September 2021 Premiere.</p>
<p>Gleich vorneweg: Dem Vergleich mit der Original-Produktion hält diese Tourfassung nicht stand. Nicht ohne Grund hat „Wicked“ nach seiner Weltpremiere Tony Awards für die besten Kostüme und das beste szenische Design bekommen. Doch die magische Welt von Oz, das in jedem Detail grüne Glitzern der Emerald City, das fiel in der neuen Inszenierung der Modernisierungsschere zum Opfer.</p>
<p>Es ist völlig legitim, ein Stück, dass schon 18 Jahre alt ist, auf Herz und Nieren zu prüfen und zu schauen, ob es noch „State of the Art“ ist und künstlerische Elemente noch funktionieren. Das wird beim „Starlight Express“ seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert und auch eine „Evita“ kommt immer mal wieder in modernerem Gewand daher.</p>
<p>Doch warum etwas ändern, das in sich stimmig ist, wo alle Gewerke perfekt harmonieren und dass das Publikum in New York und London auch nach 18 Jahren noch jeden Abend begeistert von den Sitzen reißt?</p>
<p>Wie immer spielt das Geld eine entscheidende Rolle: Schon der Drache über dem Bühnenportal ist nur bedingt für den Tour-Betrieb geeignet. Die überbordende Farben-, Design und Detailvielfalt der Kostüme verschlingt ebenfalls Unsummen. Ganz zu schweigen von einem 25-köpfigen Orchester wie in der Originalproduktion. Ein Drittel davon muss für die Neuinszenierung reichen.</p>
<p>Das lokale Kreativ-Team (Regie: Lindsay Posner, Choreografie: Fabian Aloise, Set-Design: Jon Bausor, Kostüme: Moritz Junge, Music-Supervisor: Sebastian de Domenico) möchte „für Hamburg ein neues, modernes „Wicked“ schaffen. Ein anderes „Wicked“. Ein Musical-Märchen, magisch, aber doch voller Humor. Inhaltlich in Teilen brandaktuell, fast schon politisch, aber auch klassisch-berührend.“, so Posner. Man wollte eine komplett neue Kostümwelt erfinden, ein zeitgemäßes Bühnenbild kreieren sowie urbane Choreografien, die die Story voranbringen, aber nicht zu stark von ihr ablenken. Soweit die Aussagen der Kreativen in der Pressemappe der Stage Entertainment.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3116 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Kreativ-Team muss sich an seinen eigenen Zielen messen lassen. Ein anderes „Wicked“ bringen sie ganz sicher auf die Bühne. Aber ist es wirklich so modern und neuartig wie angestrebt? Eine neutrale Betrachtung wird zwangsläufig schwer, denn innerlich vergleicht man immer wieder mit der Fassung am Broadway oder London. Hat man diesen Vergleich jedoch nicht, lohnt es sich, sich auf das neue „Wicked“ einzulassen.</p>
<p>Das Publikum findet sich unter den herumfliegenden Trümmern von Dorothys Haus wieder. Im Schachbrett-Verfahren platziert, sieht der Saal auch gut gefüllt aus.</p>
<p>Es fällt direkt ins Auge, dass in der Neuinszenierung der Fokus auf Videoprojektionen anstatt handwerklicher Kulissen liegt. Anstatt verschiedener Spielorte spricht Glinda fast ausschließlich vom Balkon des angedeuteten Oz-Wolkenkratzers zu ihren „Mitbürger:innen“ (diese Anrede wird von Glinda nur an dieser Stelle verwendet).</p>
<p>Ein rosa beleuchteter Kreis fliegt von oben in die Eröffnungsszene und wird ruckelnd auf dem Balkon platziert, auf dem dann Glinda auftaucht und die wartende Menge (allesamt in identischen gründen Regenmänteln) über den aktuellen Stand zu Elphabas Verbleib aufklärt. Magische Seifenblase? Fehlanzeige!</p>
<p>So wie Glinda auf dem Balkon steht, erinnert das Geschehen an die bekannte Szene aus „Evita“ („Don’t cry for me, Argentina“). Die gleichförmigen Bewegungen der Ozianer tragen gemeinsam mit den identischen Regenmänteln dazu bei, dass man den Eindruck bekommt, hier handele es sich um Bürger ohne eigene Gedanken. Da hilft auch der alles überragende Regenbogen, der im Verlauf der Inszenierung mehrfach zum Einsatz kommt, nicht. Während Glinda von „Propaganda und Contraganda“ spricht, tanzen die Ozianer mehrfach dasselbe. In der Tat lenken diese Choreografien von der Handlung nicht ab. Die deutschen Dialoge (Ruth Deny) bleiben holprig und leider nur allzu häufig verkrampft witzig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3113 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das erste Treffen in der Universität erinnert optisch (projizierte Ziegelstein-Krypta, Schuluniformen in Gryffindor-Farben) sehr stark an Harry Potters Zauber-Schule Hogwarts. Madame Akaber wirkt in ihrem Flatter-Umhang und wackeligen Hut jedoch wie eine ältere, wenig souveräne Lehrerin und nicht wie die strippenziehende, bösartige Intrigantin, die sie tatsächlich ist.</p>
<p>Musikalisch bestimmen in der Neu-Inszenierung elektronische Instrumente den Klang. Dies wird nicht nur bei „Der Zauberer und ich“ überdeutlich. Dadurch geht sehr viel Gefühl verloren, es klingt alles recht nüchtern. Zusätzlich war das Sound-Design an diesem Abend (noch) nicht ganz ausgewogen und die Musiker haben die Sänger nicht selten übertönt. Dass die Projektionen nicht immer von Vorteil sind, zeigt sich hier ebenfalls, denn anstelle sich auf Elphaba und ihre Träume und Ängste zu konzentrieren, lässt man sich nur allzu leicht von den Sternen etc. rund um die Protagonistin ablenken.</p>
<p>Dass die Choreografien noch nicht ganz sitzen, sieht man in der Szene „Was fühl ich in mir?“ sehr deutlich. Viele nicht synchrone Schrittfolgen, eine Schlangenlinie anstelle einer geraden Reihe, alles noch nicht gänzlich überzeugend. Auch „Tanz durch die Welt“ wirkt durch den ziemlich plumpen Pop-Beat und etwas altmodische Hip-Hop-Elemente sehr holprig. Fiyeros Auftritt in der Uni-Mensa gerät hier beinahe zur Nebensache.</p>
<p>Deutlich kritisieren kann man, dass auf Deutsch von der „Ozkothek“ als dem angesagtesten Tanz-Club gesprochen wird, in diesem allerdings „Oz Dust Ballroom“ (die englische Bezeichnung) auf dem DJ Pult steht. Solche Inkonsistenzen müssen nicht sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3114 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-1366x2048.jpg 1366w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Ein Highlight dieser Inszenierung ist &#8211; dank Jeannine Wacker als Glinda &#8211; „Heiß geliebt“: Sie quietscht nicht so arg beim Singen, aber spielt die Klischee-Tussi sehr glaubhaft. Wacker und Vajèn van den Bosch als Elphaba harmonieren nicht nur gesanglich gut, sondern ergänzen sich auch schauspielerisch. Van den Bosch überzeugt zudem mit „Ich bin es nicht“ durch viel Gefühl.</p>
<p>Irgendwann darf Elphaba zum Zauberer in die Smaragdstadt fahren: Der Zug erinnert mehr als nur vage an den 1940er Jahre Comic-Stil, die Kostüme sind wieder sehr gleichförmig und maximal zweifarbig. Von Grüntönen in allen erdenklichen Schattierungen und Designs, für die es 2004 einen Tony Award gab, sieht man hier nichts. Die Choreografien mit Zylinder und grünen Handschuhen wecken Erinnerungen große Ensemble-Nummern à la Bob Fosse und / oder „Chorus Line“. Sie stören das Gesamtbild nicht, aber neu oder urban ist hieran nichts.</p>
<p>Der Zauberer von Oz nutzt in der Neuinszenierung eine an Abraham Lincoln erinnernde Statue mit Wasserkopf, um die Ozianer einzuschüchtern. Die projizierte Mimik ist sehr hölzern und Frankenstein-ähnlich. Das hätte man mit modernen Mitteln sicherlich authentischer umsetzen können.</p>
<p>Der Zauberer selbst ist kein eleganter älterer Herr, sondern ausnehmend böse, nur auf seinen Eigennutz fokussiert und hat in Madame Akaber (übrigens unverändert im Schul-Outfit) seine hinterlistige Gespielin. Sofort wird von den fliegenden Affen als Spitzel gesprochen. Um das Wohlergehen der Tiere geht es dem Gespann in keinster Weise. Dass Elphaba hier nur noch weg möchte und zutiefst enttäuscht ist, kann man gut verstehen.</p>
<p>Es folgt der eigentliche Showstopper der Show: „Defying Gravity“, zu Deutsch „Frei und schwerelos“. Leider fingert Van den Bosch etwas lange an ihrem Besen herum und auch der aus dem Hintergrund zu Hilfe eilende Bühnenmitarbeiter hilft nicht, die Magie dieser Szene aufzubauen. Sanft an zwei Seilen hin und her schaukelnd, gibt Van den Bosch ein druckloses „Frei und schwerelos“ zum Besten und schwebt dann in bester „Mary Poppins“ Manier über die Köpfe der Zuschauer hinweg in den Rang.</p>
<p>Ja, die Szene ist anders als bisher, aber moderner als das mit Licht, Wind und Stoff gelungen eingefasste Hubpodest der Originalproduktion ist dieser Flug keinesfalls. Denn „Mary Poppins“ fliegt schon seit 2004 auf diese Weise durch die Musicaltheater dieser Welt…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3119 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auf dem rosenumrankten Balkon des Oz-Towers überrascht eine etwas geknickt wirkende Glinda das Volk und Fiyero mit ihrer Verlobung. In Evita-Pose zelebriert sie unter dem allgegenwärtigen Regenbogen „Wie herrlich“ das Leben ist, nachdem Elphaba verschwunden ist. Die Flügelbewegung der Hände von den sie anhimmelnden Ozianern erklären sich vor allem vor dem Hintergrund der fliegenden Spitzel-Affen jedoch nicht wirklich.</p>
<p>Nach dem Tod des Vaters ist Nessa, Elphabas Schwester, die Gouverneurin. In einem spritzigen Elektro-Rollstuhl fährt sie über die Bühne. Für Spiegelfolie auf dem Standspiegel hat es offenbar leider nicht gereicht. Welchen Zweck diese Kulisse hat, bleibt im Verborgenen. Der Effekt ihrer sich von silbernem Diamantglitzer in die bekannten roten Schuhe verwandelnden Pumps ist hingegen gelungen. Pamina Lenn spielt und singt hier sehr intensiv, fast schon bösartig, als sie erkennt, dass Elphaba alles nur noch schlimmer macht.</p>
<p>Etwas befremdlich wirkt die Drehscheibe, auf der Elphaba und Fiyero ihre Zweisamkeit („Solang ich Dich hab“) genießen. Gesanglich ist dieses Duett jedoch sehr schön. Van den Bosch ist gefühlvoll intensiv und Naidjim Severina kann den Soul in seiner Stimme sehr effektvoll einsetzen.</p>
<p>Der von Madame Akaber herbeigeführte Wirbelsturm, dem Nessa zum Opfer fällt, um Elphaba aus ihrem Versteck zu locken, bleibt hinter den technischen Möglichkeiten zurück: Eine Strudelprojektion, ein paar Lichtblitze in den Trümmerkulissen an der Saaldecke, ein defekter Fernseher (gab es die damals schon?) auf der Bühne, dem unerwartet Dorothy entsteigt und von Glinda zum Diebstahl der roten Schuhe motiviert wird.</p>
<p>Glinda mutiert in dieser Szene optisch endgültig zur Barbie, sind ihre Korsage und die Volants um die Taille doch aus unbeweglichem Plastik geformt. Elphaba adressiert das „blonde Wonneproppenhirn“ ganz zutreffend…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3115 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Außer sich vor Wut zieht sich Elphaba in einen kirchenähnlichen Raum zurück. Der durch Lichtschienen auf den Boden dargestellte Stern bildet das Zentrum des Raums und soll augenscheinlich ein „Hexenkreuz“ darstellen. Warum dieser Stern auf der Bühne aber acht Ecken hat und kein Pentagramm mit den überlieferten fünf Zacken ist, verwirrt sehr. „Gutes tun“ ist sehr klassisch musicalesque inszeniert. Leider baut der Song so nicht die Intensität auf, die ihm innewohnt.</p>
<p>Nach dem „Marsch der Hexenjäger“, bei dem Moq (leider in einem Blechmannkostüm aus Stoff) in Anwesenheit des feigen Löwen direkt zur Tötung von Elphaba aufruft, finden Moq, Löwe und Vogelscheuche die grüne Hexe in ihrem Kirchenzimmer. Dorothy, die ebenfalls dabei ist, gießt einen Eimer mit Glitzerpartikeln über Elphaba, die daraufhin im Bühnenboden verschwindet und nur ihren Hut zurücklässt. Diese plakative Art der Inszenierung nimmt den Zuschauern jegliche Fantasie ab und greift einmal mehr auf veraltete kreative Möglichkeiten zurück.</p>
<p>Als der Zauberer von Glinda erfährt, dass er seine eigene Tochter auf dem Gewissen hat, liefert Andreas Lichtenberger ein weithin sichtbares mimisches Overacting ab. Der in dieser Inszenierung von sich so überzeugte Zauberer fällt unerwartet schnell in sich zusammen und verlässt Oz auf Nimmerwiedersehen.</p>
<p>Während Glinda ihrer Rolle treu bleibt, Madame Akaber wegsperren lässt und dem Volk als neue Anführerin die seifenblasig-rosige Richtung vorgibt, eilt Vogelscheuche Fiyero zu seiner Elphaba und befreit sie aus ihrem Versteck. Die Maske scheint jedoch für Severina nicht optimal zu sitzen, denn sein Gesang klingt doch allzu nasal.</p>
<p>Zurückgehend auf das Ziel des Kreativ-Teams, für Hamburg ein neues und modernes „Wicked“ zu schaffen, das mit viel Magie und Humor ein brandaktuelles, klassisch-berührendes Musicalmärchen ist, muss man leider feststellen, dass diese Ziele nicht erreicht wurden.</p>
<p>Weder ist die Neuinszenierung von „Wicked“ technisch auf einem besonders modernen Niveau, noch sind die Kostüme sonderlich kreativ – im Gegenteil. Das penetrante Einblenden des Regenbogens, der spärliche Einsatz von genderkonformer Sprache und ein Hexenjäger-Schild, das proklamiert, dass „Hexen schlecht für das Klima“ sind, machen die Show nur oberflächlich politisch. Da viele Zusammenhänge nur allzu plastisch gezeigt werden, brauchen die Zuschauer auch kaum mehr nachzudenken, um der Handlung folgen zu können. Einzig die Choreografie wird ihren Zielen gerecht: Sie fällt so wenig auf, dass man im Nachhinein kaum zu sagen vermag, ob sie nun urban war oder nicht.</p>
<p>Das neue „Wicked“ hätte neben all diesen äußeren Faktoren auch schlichtweg durch herausragende Darsteller punkten können. Doch leider kann Jeannine Wacker die Show nicht allein tragen. Das wäre auch gar nicht die Aufgabe der Glinda. Vajèn van den Bosch überzeugt in erster Linie in den Duetten, solistisch scheint ihr jedoch leider manches Mal – sicher auch aufgrund des nicht ganz optimalen Sounds &#8211; der Halt zu fehlen, weshalb Songs wie „Frei und schwerelos“ und „Gutes tun“ nicht wirklich zünden.</p>
<p>Susanne-Elisabeth Walbaum und Andreas Lichtenberger bleiben als Duo Infernale hinter den Erwartungen zurück. Es mag an der Personenregie liegen, dass die beiden nicht an die spitzfindigen Interpretationen ihrer Rollenvorgänger anknüpfen können, ist aber sehr schade.</p>
<p>Schauspielerisch und gesanglich können Gianni Meurer als Dr. Dillamonth und Pamina Lenn als Nessarose Glanzpunkte setzen, doch auch sie können das Ruder nicht herumreißen.</p>
<p>Führt man sich vor Augen, dass die teuersten Tickets in Hamburg mit allen Gebühren 170 Euro kosten, während man in London eine wesentlich opulenter ausgestattete Inszenierung in derselben Preiskategorie für „nur“ 150 Euro anschauen kann, stellt sich wirklich die Frage, ob künstlerische Ziele bei dieser Neuinszenierung überhaupt eine Rolle gespielt haben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">7. September 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Vajèn van den Bosch, Jeannine Wacker, GIanni Meurer, Pamina Lenn, Susanne-Elisabeth Walbaum, Andreas Lichtenberger, Naidjim Severina, Jan Rogler<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Stephen Schwartz / Lindsay Posner<br />
<strong>Fotos: </strong>Brinkhoff-Moegenburg</span></span></p>
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