<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wiesbaden-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/wiesbaden/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/wiesbaden/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 08 Oct 2019 14:14:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Wiesbaden-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/wiesbaden/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-sehr-gute-buehnenbild-stellt-die-darsteller-fast-in-den-schatten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2019 17:16:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Hessisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[James Edward Lyons]]></category>
		<category><![CDATA[King Kong]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Speckhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2532</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das kleine Studio im Staatstheater Wiesbaden ist perfekt für das Drei-Personen-Stück von James Edward Lyons (Buch) und Paul Graham Brown (Musik). Die Geschichte des mysteriösen King Kong, der von dem karriere- und geldfixierten Carl Denham an den Broadway geholt wird, um dort nach einer Show mit anschließender Massenpanik elendig zu sterben, kennt sicherlich jeder. Lyons ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-sehr-gute-buehnenbild-stellt-die-darsteller-fast-in-den-schatten/">Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das kleine Studio im Staatstheater Wiesbaden ist perfekt für das Drei-Personen-Stück von James Edward Lyons (Buch) und Paul Graham Brown (Musik). Die Geschichte des mysteriösen King Kong, der von dem karriere- und geldfixierten Carl Denham an den Broadway geholt wird, um dort nach einer Show mit anschließender Massenpanik elendig zu sterben, kennt sicherlich jeder.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2537 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_.jpg 1618w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lyons hat die Handlung so zusammengedampft, dass sie sich prima für kleine Bühnen eignet. Das Junge Staatstheater Wiesbaden nimmt solche Stoffe immer dankbar an und Iris Limbarth hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie genau weiß, wie sie ihre semiprofessionellen Darsteller in mehr oder weniger bekannten Stücken in Szene setzt.</p>
<p>In den Hauptrollen sind in der gut besuchten Vorstellung Tim Speckhardt (Carl Denham), Felicitas Geipel (Ann Darrow) und Benjamin Geipel (Jack Driscoll) zu sehen. Dass von den Dreien Speckhardt das beste Gesamtpaket zur Verfügung hat, zeigt er auch an diesem Abend nachdrücklich. Er singt sich fast fehlerfrei durch Browns leichtfüßige Melodien und überzeugt als schmieriger, nur den Erfolg im Blick habender Broadwayproduzent.</p>
<p>Felicitas und Benjamin Geipel zeigen da schon deutlich mehr Schwächen… Während man Felicitas Geipel die Naivität und Leichtigkeit der jungen Schauspielerin Ann Darrow nicht so recht abnehmen will, gibt Benjamin Geipel einen überzeugenden Seebären, für den es als Einzelgänger sehr überraschend ist, nicht nur eine Frau an Bord zu haben, sondern sich auch noch in diese zu verlieben. Gesanglich werden beide jedoch von Speckhardt abgehängt, dafür hört man bei beiden zu oft zu viele schiefe Töne.</p>
<p>Schiefe Töne kommen aber auch von Frank Bangert, der am Klavier und der Melodica den Abend instrumental (mit Ausnahme des zweimaligen Einsatzes einer Bongotrommlerin) allein bestreitet. Während er Browns Kompositionen am Klavier noch schön wiedergibt, klingen diese auf der Melodica doch oft sehr unsauber. Da hätte man sich gewünscht, dass stattdessen vielleicht doch ein Cello oder ähnliches an Bangerts Seite gewesen wäre. Dies hätte den klangvollen Stücken aus Browns Feder auch mehr Volumen verliehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2535 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_.jpg 1618w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Highlight dieser Inszenierung ist die Arbeit von Iris Limbarth und Britta Lammers (Bühne). Hier gibt es viele pfiffige Ideen, die den Abend kurzweilig werden lassen und von den Schwächen der Darsteller ablenken. Da ist zum einen die Tür im hinteren Teil der Bühne, die treffsicher als Küchentür in einem Diner, als Schiffstür mit Bullauge und als Bühnentür (mit Affe dahinter) fungiert.</p>
<p>Auch King Kongs übergroße Hand, die von einem ganz in schwarz gekleideten Ensemblemitglied sehr unauffällig über die Bühne geschoben wird, erwartet man hier so nicht. Felicitas Geipel kann auf der Handfläche bequem Platz nehmen und sich dort sogar regelrecht hineinkuscheln. Diese Großkulisse ist dem Jungen Staatstheater exzellent gelungen.</p>
<p>Die vielen Schrank- und Truhenkoffer auf dem Schiff, welche auch als Mobiliar im Hotel, als  Versteck im Urwald und auch als Spitze des Empire State Buildings dienen, werden auch sehr gut eingesetzt. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass hier irgend etwas nicht stimmen würde.</p>
<p>Zur Ausstattung im weiteren Sinn gehören auch die Projektionen aus Schwarz-Weiß-Filmen, die von Gérard Naziri und Benjamin Geipel zusammengestellt und für das Stück angepasst wurden. Vor Beginn des Stücks und während der Pause werden die Zuschauer so in die richtige Zeit versetzt. Ein gelungener Schachzug.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2536 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_.jpg 1617w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Limbarth überzeugt in dieser Produktion weniger dank ihrer Choreographien, für die sie diesmal ebenfalls verantwortlich zeichnet, als vielmehr wegen guter Regie-Einfälle, die das Publikum zum Lachen und Staunen bringen. Dazu zählt u. a. der „umgedrehte Limbo“, der von den Darstellern mithilfe von Masken und somit einer doppelseitigen Figur problemlos bewältigt wird. Aber auch die Flucht vor Kong über die Insel, mit dem im Hintergrund „vorbeiziehenden“ Fluss, ist sehr gelungen. Hier wurde mit weniger, sehr zielsicher eingesetzter Theatermagie genau der passende Rahmen für dieses Stück geschaffen.</p>
<p>„King Kong“ in Wiesbaden reiht sich ein in eine lange Riege von Stücken, die – je nach Spielstätte – ein größeres oder kleineres Publikum begeistern.</p>
<p>Vielleicht wäre es aber eine schöne Idee, auch mal anderen Sängerinnen die Chance auf eine Hauptrolle zu geben. Felicitas Geipel spielt so ziemlich jede weibliche Hauptrolle in Produktionen des Jungen Staatstheaters, doch nicht immer passt sie altersmäßig oder von der Stimmfarbe und -lage her zu der jeweiligen Rolle. In anderen Stücken hatten jedoch schon einige Ensemble-Kolleginnen gezeigt, dass auch sie durchaus in der „ersten Reihe“ bestehen können.</p>
<p>Man darf schon jetzt gespannt sein, welche Stücke das Junge Staatstheater Wiesbaden sich für die kommende Spielzeit aussuchen wird. Denn es sind immer schöne Überraschungen oder selten gespielte Musicals dabei, über die sich das Publikum sehr freut.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">4</span>. März 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> <span class="Bold">Felicitas Geipel, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Regie:</strong> Paul Graham Brown / Iris Limbarth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christine Tritschler<br />
</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-sehr-gute-buehnenbild-stellt-die-darsteller-fast-in-den-schatten/">Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenige gute Kreativteam-Ansätze helfen nicht, die gesanglichen Mankos auszugleichen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wenige-gute-kreativteam-ansaetze-helfen-nicht-die-gesanglichen-mankos-auszugleichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 22:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Jay Lerner]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Breckheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Frederick Loewe]]></category>
		<category><![CDATA[Hessisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Birnbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Mira Benser]]></category>
		<category><![CDATA[My Fair Lady]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Eric Laufenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kraus]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2338</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte vom Blumenmädchen Eliza Doolittle, das durch eine Zufallsbegegnung zum gefeierten Star der Londoner Hautevolee wird, kennt jeder. In der deutschen Fassung parliert das schmutzige Bordsteingewächs meist in herrlich rotzigem Berlinerisch, um so akustisch deutlich von anderen Gesellschaftsschichten abgegrenzt werden zu können. Ihre beiden mehr oder weniger gönnerhaften Mentoren, Prof. Higgins und Oberst Pickering, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/wenige-gute-kreativteam-ansaetze-helfen-nicht-die-gesanglichen-mankos-auszugleichen/">Wenige gute Kreativteam-Ansätze helfen nicht, die gesanglichen Mankos auszugleichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte vom Blumenmädchen Eliza Doolittle, das durch eine Zufallsbegegnung zum gefeierten Star der Londoner Hautevolee wird, kennt jeder. In der deutschen Fassung parliert das schmutzige Bordsteingewächs meist in herrlich rotzigem Berlinerisch, um so akustisch deutlich von anderen Gesellschaftsschichten abgegrenzt werden zu können. Ihre beiden mehr oder weniger gönnerhaften Mentoren, Prof. Higgins und Oberst Pickering, sind elegante Staatsmänner, denen Elizas Vater Alfred P. Doolittle als klischeebeladener Müllkutscher gegenübersteht. Auch Freddy Eynsford-Hill, der sich schon beim ersten Treffen trotz oder gerade wegen ihrer burschikosen Art Hals über Kopf in Eliza verliebt, gehört mit zum Reigen der Hauptfiguren, anhand deren Charaktereigenschaften sich herrliche Studien zu zwischenmenschlichem Miteinander machen lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2341 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__95__kopie-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__95__kopie-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__95__kopie.jpg 334w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Natürlich stehen diese Protagonisten auch im Wiesbadener Staatstheater auf der Bühne, wo man sich diese Spielzeit für einen Klassiker der Musicalsparte entschieden hat. Doch das war es fast schon an Gemeinsamkeiten mit der Originalvorlage von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner. Eine ausgeprägt schwache Personenregie und der hierzu im Widerspruch stehende Fokus auf Schauspiel anstelle von Gesang macht diese Inszenierung von Beka Savic im negativen Sinn bemerkenswert. Zumal diese „My Fair Lady“ im Programmheft als Oper angekündigt wird. Davon ist diese Produktion jedoch meilenweit entfernt!</p>
<p>Dabei fängt es so schön an. Das große Orchester unter der Leitung von Christoph Stiller spielt famos auf und bringt das Publikum schon bei der Ouvertüre in gute Stimmung, denn viele Melodien aus „My Fair Lady“ kennt man eben. Dass einige Theaterbesucher diese dann auch direkt deutlich hörbar mitsummen oder gar mitsingen, trägt einmal mehr der um sich greifenden Respektlosigkeit gegenüber Bühnenkünstlern und anderen Besuchern Rechnung. Ich möchte mich hieran nicht gewöhnen, obwohl dies fast schon Gang und Gäbe ist.</p>
<p>Auch das Bühnenbild – egal ob Covent Garden, Prof. Higgins Haus, Ascot oder die edle Aristokratenumgebung beim Ball – ist Bettina Neuhaus gut gelungen. Viele Details fallen auf und man hat Freude am Entdecken. Gleiches gilt für die geschmackvollen Kostüme und Kleider, die einzig beim Diplomatenball etwas aus dem Rahmen fallen, da Meerjungfrauenkleider schlichtweg nicht jeder Dame wirklich stehen. Genauso viel Liebe wie in die Kleider hat Claudia Jenatsch in die Kopfbedeckungen gesteckt, bei denen sie sich von der Vogelwelt hat inspirieren lassen. „Ascot“ ist natürlich in jeder „May Fair Lady“-Inszenierung die Paradeszene, bei der diese Ausstattungselemente am besten zur Geltung kommen.</p>
<p>Das Kreativteam hat den Künstlern auf der Bühne also einen durchaus gelungenen Boden bereitet, doch leider mag auf diesem Boden so gar nichts entstehen, was den Namen Musical verdient. Denn die Darsteller haben mit Ausnahme von Björn Breckheimer ihren Schwerpunkt im Schauspiel und selbst dieser ist bei vielen nur hintergründig ausgeprägt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2340 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__58__kopie-271x400.jpg" alt="" width="271" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__58__kopie-271x400.jpg 271w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__58__kopie.jpg 339w" sizes="auto, (max-width: 271px) 100vw, 271px" />Mira Benser kann als Eliza spielerisch durchaus überzeugen, auch wenn sie insgesamt zu wenig aufmüpfig und exzentrisch wirkt. Den Übergang von der Gossensprache zur gewählten Ausdrucksweise kann sie nicht trennscharf nachzeichnen. Zu oft spricht sie „hochdeutsch“ wenn sie „berlinern“ sollte, und nimmt der Figur dadurch an Strahlkraft. Auch wenn Benser sehr sympathisch rüberkommt, wirkt vieles aufgesetzt. Gesanglich hangelt sie sich am Sprechgesang entlang und trifft nur allzu oft die Töne nicht – gleich ob sie ausdrucksstark oder gefühlvoll singen soll (z. B. „Wunderscheeen“, „Es grünt so grün“).</p>
<p>Der gestrenge Prof Higgins wird von Uwe Eric Laufenberg gespielt, der aber leider so wenig akzentuiert spielt, dass man leicht den Eindruck gewinnen könnte, dass er überhaupt keine Freude an seiner Rolle hat, obgleich diese durchaus mehrere Facetten zu bieten hätte. Hinzu kommen an diesem Abend ungezählte Versprecher, die den vermeintlich souveränen Professor noch schwächer wirken lassen als Laufenberg ihn ohnehin anlegt. Auch Uwe Kraus als Oberst Pickering bleibt in dieser Inszenierung blass. Er spricht sehr leise und ist daher phasenweise kaum zu verstehen. Beide Herren eint, dass sie mit ihren wenigen Songs so ihre liebe Not haben und diese wie Fremdkörper für sie zu sein scheinen (u. a. das sehr langatmige „Lass ein Weib an Dich heran“).</p>
<p>Auch Michael Birnbaum als Alfred P. Doolittle kann gesanglich nicht überzeugen, doch holt er aus seiner zugegeben sehr dankbaren Rolle alles raus, was geht. Und so reißt er das Publikum mit seinen charmanten Gassenhauern mit.</p>
<p>Der einzige wirklich ausgebildete Sänger in diesem Ensemble ist augenscheinlich Björn Breckheimer, der vielleicht etwas zu alt scheint für den verliebten Freddy, aber sein „In der Straße wohnt sie“ sorgt für eine angenehme Entschädigung bei all den anderen schiefen Tönen.</p>
<p>Das gesanglich überzeugendste Gesamtpaket liefert der Chor ab. Mit diesem Pfund kann Albert Horne erfolgreich wuchern. Zeitweise sehnt man den Einsatz des Chores regelrecht herbei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2343 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__176__kopie-355x400.jpg" alt="" width="240" height="270" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__176__kopie-355x400.jpg 355w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__176__kopie.jpg 444w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Hinzu kommt, dass man geneigt ist zu denken, dass die meisten Probleme der mangelhaften Tontechnik zuzuschreiben sind. Doch wenn Schauspieler und Sänger außerhalb des Opernfachs unverstärkt ein großes Theater allein mit ihrer Stimme füllen sollen, bringt das nicht wenige verständlicherweise an ihre Grenzen. Ein Mikrofon konnte einzig bei Breckheimer ausgemacht werden. Die Gründe hierfür kennt sicherlich nur die Regisseurin.</p>
<p>Es ist bedauerlich, dass aus diesem Musicalklassiker eine so holprige Bühnenfassung gemacht wurde. Vermutlich würden sich die meisten Beteiligten in der schauspielerischen Vorlage („Pygmalion“) wohler fühlen als in einem Musical. Und das merkt man leider durchgehend.</p>
<p>Nach der erfolgreichen Inszenierung von „Jesus Christ Superstar“ in der vergangenen Spielzeit kann man sich nur wünschen, dass man am Staatstheater Wiesbaden für die Spielzeit 2019/2020 wieder etwas mehr Händchen bei der Spielplangestaltung hat.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Hessisches Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 2. November 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Mira Benser, Björn Breckheimer, <span class="Bold">Michael Birnbaum</span>, Uwe Eric Laufenberg, Uwe Kraus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Beka Savic / Frederick Loewe</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Karl &amp; Monika Forster<br />
</span></div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/wenige-gute-kreativteam-ansaetze-helfen-nicht-die-gesanglichen-mankos-auszugleichen/">Wenige gute Kreativteam-Ansätze helfen nicht, die gesanglichen Mankos auszugleichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unerwartetes Engagement bei der Ausstattung, gesanglich noch nicht ganz ausgereift</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/unerwartetes-engagement-bei-der-ausstattung-gesanglich-noch-nicht-ganz-ausgereift/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2018 16:21:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[3 Musketiere]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Link]]></category>
		<category><![CDATA[Denia Gilberg]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Ferdi Bolland]]></category>
		<category><![CDATA[Imannuel Mich]]></category>
		<category><![CDATA[Meike Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Norman Dobrovsky]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Maaß]]></category>
		<category><![CDATA[Rob Bolland]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Speckhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2452</guid>

					<description><![CDATA[<p>Alexandre Dumas’ literarische Vorlage ist schon auf verschiedenste Art für die Bühne verarbeitet worden. Die gelungenste Musicalfassung lieferten Rob und Ferdi Bolland 2003 ab. Seitdem gab es vor allem im deutschsprachigen Raum viele kleinere und größere Inszenierungen (u. a. 2010 in Tecklenburg) dieses Stücks. Das Junge Staatstheater in Wiesbaden hat sich diese Spielzeit des dramatischen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/unerwartetes-engagement-bei-der-ausstattung-gesanglich-noch-nicht-ganz-ausgereift/">Unerwartetes Engagement bei der Ausstattung, gesanglich noch nicht ganz ausgereift</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alexandre Dumas’ literarische Vorlage ist schon auf verschiedenste Art für die Bühne verarbeitet worden. Die gelungenste Musicalfassung lieferten Rob und Ferdi Bolland 2003 ab. Seitdem gab es vor allem im deutschsprachigen Raum viele kleinere und größere Inszenierungen (u. a. 2010 in Tecklenburg) dieses Stücks.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2460 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__46_von_278__kopie.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Junge Staatstheater in Wiesbaden hat sich diese Spielzeit des dramatischen Stoffs angenommen und ihn sehr ansprechend umgesetzt. Viel Handlung und abwechslungsreiche Charaktere geben Regisseurin Iris Limbarth viele inszenatorische Möglichkeiten, die diese aber nur am Rande nutzt. Den besten Job im Kreativteam liefert in dieser Produktion Britta Lammers ab, die der kleinen Bühne im Wiesbadener Staatstheater durch den diagonal platzierten Rahmen im Hintergrund mehr Tiefe und viele schöne Spielebenen verleiht. Auch die gut ausgearbeiteten Kostüme von Heike Korn helfen sehr gut dabei, das Publikum an den französischen Königshof im 17. Jahrhundert zu versetzen.</p>
<p>Die Charaktere sind gut besetzt. Benjamin Link gibt einen jugendlich-aufmüpfigen D’Artagnan, Tim Speckhardt den strengen Athos, dem sein gebrochenes Herz mehr zu schaffen macht, als er zuzugeben bereit ist. Benjamin Geipel ist der schusselig-gemütliche Porthos und Imannuel Mich der mehr oder weniger streng christlich lebende Aramis.</p>
<p>Rainer Maaß und Norman Dobrovsky geben das bösartige, hinterlistige Duo Cardinal Richelieu und dessen Handlanger Rochefort. Brandon Miller und Dennis Fritzinger spielen die beiden Staatsmänner Lord Buckingham und König Ludwig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2458 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__58_von_278__kopie-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__58_von_278__kopie-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__58_von_278__kopie-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__58_von_278__kopie-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__58_von_278__kopie.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Damen der Herzen, Milady de Winter, Königin Anna und Constance, werden von Felicitas Geipel, Meike Roth und Denia Gilberg gegeben. Christian Sattler kommt die amüsante Rolle von Buckinghams Diener James zu, die er mit Bravour ausfüllt.</p>
<p>Benjamin Link hat eine schöne Stimmfarbe, die insbesondere in langsamen und tiefen Passagen beosnders gut zur Geltung kommt, und bringt als ungestümer D’Artagnan einen großen Sympathiefaktor mit. Einige Passagen („Heut ist der Tag“) sind im schlichtweg zu schnell und an anderen Stellen ist seine Stimme noch nicht ausgereift genug, um mit den Bolland-Kompositionen mitzuhalten.</p>
<p>Während Benjamin Geipel und Imannuel Mich als Porthos und Aramis ihre wenigen Momente rollendeckend nutzen, sticht Tim Speckhardt in der Doppelrolle als D’Artagnas Vater und Athos heraus, da er sowohl sehr souverän spielt als auch gesanglich die tiefen Gefühle, die ihn bewegen, zu vermitteln weiß. Als Vater hat er viel Sanftheit in der Stimme, als Athos kann er Stärke und Verletzbarkeit gleichermaßen intonieren. Einzig bei „Engel aus Kristall“ offenbart auch er ein paar Schwächen. Hieran hat aber auch das etwas befremdliche Arrangements des Songs einen großen Anteil. Zudem greift das Orchester auch bei diesem Song öfter daneben (Musikalische Leitung: Frak Bangert).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2459 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__50_von_278_.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Felicitas Geipel kann als Milady de Winter leider weder schauspielerisch noch gesanglich überzeugen. Sie wirkt wenig verführerisch und zu steif für das, was man dieser Dame nachsagt. „Männer“, einer der Showstopper in diesem Stück wird als langatmiger Tango inszeniert, dem es an jeglichem Feuer fehlt.</p>
<p>Auch der sichtbare Altersunterschied zwischen Geipel und Speckhardt beeinflusst die Glaubwürdigkeit dieser beiden Charaktere. Es fällt schwer sich vorzustellen, dass die beiden einmal ein Paar waren.</p>
<p>Ähnlich hölzern ist auch Norman Dobrovsky, der als Rochefort einfach zu nett ist. Dagegen liefert Rainer Maaß eine einschüchternde und selbstbewusste Interpretation des intriganten Kirchenmannes ab. Auch gesanglich setzt er sich von den meisten anderen Ensemblemitgliedern ab.</p>
<p>Einzig Denia Gilberg ist gesanglich noch etwas sicherer. Sie spielt sehr süß und sympathisch, ob gleich sie in dieser Inszenierung viel mehr Selbstbewusstsein bekommt als man es aus früheren Produktionen kennt. Doch auch Meike Roth lässt zumindest anklingen, dass sie über eine wunderschöne Stimme verfügt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2456 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__117_von_278__kopie-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__117_von_278__kopie-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/ns__117_von_278__kopie.jpg 413w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Choreographien (ebenfalls Iris Limbarth) sind gut, aber für die meisten der jungen Nachwuchsdarsteller dann doch zu komplex. Dafür sind die Degenkämpfe von Atef Vogel recht gut choreographiert, auch wenn sie gerade zum Ende hin etwas plötzlich entbrennen und deplatziert wirken.</p>
<p>Im Großen und Ganzen kann das Junge Staatstheater aber auch mit dieser Leistung sehr zufrieden sein. Vieles wird sich im Laufe der Spielzeit noch besser einprägen und die Darsteller werden an Souveränität hinzugewinnen. Vor diesem Hintergrund kann man auch „3 Musketiere“ in Wiesbaden durchaus empfehlen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"> <strong>Premiere:</strong> 28. September</span><span class="Bold"> 2018</span></span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Benjamin Link, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel, Imannuel Mich, Rainer Maaß, Norman Dobrovsky, Felicitas Geipel, Meike Roth, Denia Gilberg</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Iris Limbarth / <span class="st">Rob &amp; Ferdi Bolland</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christine Tritschler<br />
</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/unerwartetes-engagement-bei-der-ausstattung-gesanglich-noch-nicht-ganz-ausgereift/">Unerwartetes Engagement bei der Ausstattung, gesanglich noch nicht ganz ausgereift</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nicht wirklich neu, aber dennoch exzellent und sehenswert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/nicht-wirklich-neu-aber-dennoch-exzellent-und-sehenswert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2017 21:41:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Breckheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christ Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Nyassa Alberta]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Rechenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2139</guid>

					<description><![CDATA[<p>Angekündigt war eine Neuinszenierung von Andrew Lloyd Webbers mannigfach gespielter Rockoper. Fast 36 Jahre nach der Uraufführung ist diese Idee sicherlich auch nicht gänzlich abwegig, obwohl der Stoff an sich natürlich zeitlos ist. Was direkt auffällt ist, dass Iris Limbarth das Stück um mehr als eine Dreiviertelstunde gekürzt hat. Zur Ouvertüre werden hochaktuelle Nachrichtenausschnitte auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/nicht-wirklich-neu-aber-dennoch-exzellent-und-sehenswert/">Nicht wirklich neu, aber dennoch exzellent und sehenswert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angekündigt war eine Neuinszenierung von Andrew Lloyd Webbers mannigfach gespielter Rockoper. Fast 36 Jahre nach der Uraufführung ist diese Idee sicherlich auch nicht gänzlich abwegig, obwohl der Stoff an sich natürlich zeitlos ist. Was direkt auffällt ist, dass Iris Limbarth das Stück um mehr als eine Dreiviertelstunde gekürzt hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2150 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-400x213.jpg" alt="" width="400" height="213" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-400x213.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-768x409.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-1024x546.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zur Ouvertüre werden hochaktuelle Nachrichtenausschnitte auf den Gazevorhang projiziert. Auch fast 2000 Jahre nach Jesus’ Kreuzigung suchen die Menschen nach Halt, manche gar nach einem Führer, die sich in Staatsoberhäuptern wie Kim Jong-un, Recep Tayyip Erdoğan oder Donald Trump personifizieren. Im Hintergrund tanzt das Ensemble in zeitgenössischer Kleidung. Ganz klar, wir sind im Hier und Jetzt.</p>
<p>Was ebenfalls in den ersten Minuten auffällt, ist die schlechte Klangqualität der Band. Schlagzeug und E-Gitarren klingen wie durch eine dicke Wattewand abgeschirmt. So etwas ist natürlich gerade bei einem Rockmusical problematisch.</p>
<p>Das Bühnenbild ist schlicht: große Betonwände mit Jesus-Konterfeis und Graffiti-Schriftzügen bilden den Rahmen, Stahltreppen und kaltes, hartes Licht unterstreichen den industriellen Charakter der Umgebung.</p>
<p>Judas’ direkt zu Beginn deutlich werdende Zweifel („Heaven on Their Minds“ / „Weil sie ach so heilig sind“) intoniert Ulrich Rechenbach mit ein wenig angezogener Handbremse, ohne jedoch die damit verbundenen Emotionen herunterzuspielen. Björn Breckheimer ist schon in dieser ersten Szene als Jesus sehr präsent und zeigt stimmlich direkt, wo die Reise mit ihm hingeht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2149 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_.jpg 1620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ein interessanter Kniff ist, dass Maria Magdalena (Nyassa Alberta) zunächst Judas zuredet, ihn sogar beinahe küsst, bevor sie sich Jesus zuwendet und ihr „Everything’s Alright“ /“Alles wird gut sein“ anstimmt. Dass Judas auf Jesus eifersüchtig wird und dadurch noch mehr Öl ins Feuer gegossen wird, ist ein nicht unspannender Blickwinkel. Alberta hat Soul – nicht nur in der Stimme. Sie spielt sehr einfühlsam und trotzdem stark, eine sehr gute Besetzung!</p>
<p>Ebenfalls eine exzellente Wahl sind Tobias Falk und Joel Scott als Kaiphas und Annas, die mit „This Jesus Must Die“ / „Der Jesus muss weg“ ihren fatalistischen Standpunkt mehr als deutlich machen.</p>
<p>In der Folge feuert Jesus seine Anhänger bei „Hosanna“ regelrecht an – auch eine eher ungewöhnliche Interpretation – und sonnt sich in deren Zuspruch. David Rossteuscher überzeugt als Simon Zelotes sowohl stimmlich als auch tänzerisch. Die Choreographien (ebenfalls von Iris Limbarth) in dieser Szene sind sehr schwungvoll und funktionieren gut.</p>
<p>Die Albtraumszene mit Frank Bettinger als Pontius Pilatus offenbart großes Potential und wirft ein sehr menschliches Licht auf den Statthalter von Judäa, der sich von dem vermeintlichen Erlöser des Volks gleichermaßen angezogen und abgestoßen fühlt. Die anschließende Tempelszene, die von Prostituierten eingeleitet wird, in der Waffen feilgeboten werden und es Geld vom Himmel regnet, ist ebenfalls sehr gut umgesetzt. Die Aussage ist klar: Jesus wird von seinem ausschweifenden Lebensstil eingeholt und seine Anhänger erdrücken ihn nahezu mit ihrer Zuneigung (bemerkenswert inszeniert). Jesus’ wütender Befreiungsschrei geht durch Mark und Bein, Breckheimer legt eine unglaubliche Intensität in Spiel und Gesang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2151 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-400x265.jpg" alt="" width="400" height="265" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-400x265.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-768x508.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-1024x677.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_.jpg 1633w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wunderschön ist auch Maria Magdalenas Liebeserklärung („I Don’t Know How to Love Him“ / „Wie soll ich ihn nur lieben“), in der Alberta ihre stimmliche Bandbreite vollends nutzt und auch vor schönen stilistischen Ergänzungen nicht halt macht.</p>
<p>Es folgt Judas’ Verrat an Jesus („Damned for All Time“ / „Verdammt für alle Zeit“), der sehr beklemmend inszeniert ist. Judas hat – umringt von Kaiphas und seinen Priestern – keine Möglichkeit zur Flucht und nimmt das „Blood Money“ / „Blutgeld“. An dieser Stelle fällt der Vorhang und der erste Akt ist nach nur 45 Minuten vorbei.</p>
<p>Der zweite Akt beginnt an gleicher Stelle und Rechenbach spielt wiederum sehr intensiv. Stimmlich kann er leider nichts vollends überzeugen, da er die lauten Passagen regelmäßig nicht bis zum Ende aussingt. Dies zeigt sich auch in der Abendmahlsszene, die visuell sehr gut, mit schlichten Elementen dargestellt ist. Breckheimer liefert mit „Gethsemane“ eine wahre Meisterleistung ab, die zurecht zu langem Szenenapplaus führt. Seine Phrasierungen passen ausgezeichnet und seine Interpretation nahe am Wahnsinn sorgt für Gänsehaut.</p>
<p>Die beiden Tribunale, denen sich Jesus in der Folge stellen muss – vor Kaiphas und Pilates und jeweils flankiert von der schlagzeilenhungrigen Presse – sind erneut schlicht, aber wirkungsvoll inszeniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2146 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-768x495.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-1024x661.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x.jpg 1674w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Herodes’ Song“ ist immer ein Highlight der Show und bietet viel Raum für Exzentrik und dem Spiel mit Klischees. In der neuen Wiesbadener Inszenierung ist diese Szene jedoch fast schon klassisch-brav umgesetzt: König Herodes und sein Wellness-Bad sind in weiß gehalten, einzig seine jugendlichen Begleiterinnen und Begleiter schillern in goldenen Kostümen. Uwe Kraus erinnert mir seiner Perücke sicherlich nicht nur zufällig an Donald Trump und sein Habitus hat etwas von Elvis Presley.</p>
<p>Sehr einfühlsam kommt hingegen „Could We Start Again, Please“ / „Lass uns neu beginnen“, gesungen von der kompletten Cast, über die Rampe. Nyassa Alberta kann hier einmal mehr stimmliche Akzente setzen. Auch Judas’ Selbstmord ist mit viel Fingerspitzengefühl umgesetzt worden und hinterlässt ein verstörtes Publikum.</p>
<p>Ebenso denkwürdig sind die „39 Peitschenhiebe“, zu denen Pilates Jesus verurteilt: Breckheimers schmerzverzerrtes Gesicht, die hervorquellenden Augen, umgeben von einer mordlüsternen Meute, die durch das von Kaiphas Priestern verteilte Geld noch angestachelt wird, mit einem Pilates, der sich selbst vor (psychischen) Schmerzen windet, brennt sich nachdrücklich ins Gedächtnis.</p>
<p>Der Titelsong ist auch eher klassisch inszeniert, doch warum auch etwas ändern, das funktioniert? Das Ensemble trägt weiß-glitzernde Kostüme mit schwarzen Glitzerkreuzen auf der Brust und Judas kommt mit blutverschmierten, an Kevin Smith’s „Dogma“ (1999) erinnernde Engelsflügel auf die Bühne. Stimmlich fehlt Rechenbach wie erwähnt das Rockig-Dreckige, doch durch sein intensives Spiel macht er dies weitgehend wett.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2148 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-286x400.jpg" alt="" width="286" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-286x400.jpg 286w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-768x1073.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-733x1024.jpg 733w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_.jpg 773w" sizes="auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px" />Bleibt noch die Kreuzigung, die einzig dadurch befremdlich wirkt, dass neben Jesus am Kreuz nur noch die Band mit Spots von oben beleuchtet ist. Doch irgendwie betont dieses Lichtdesign die disharmonischen, verstörenden Klänge aus dem Orchestergraben nur umso mehr.</p>
<p>Während Breckheimer leidend und blutverschmiert am Kreuz hängt, versammeln sich im Epilog („Johannes 19,41“) seine Anhänger noch einmal um ihn und gedenken Seiner in stummer Ehrfurcht und Scham. Dann endet auch der zweite Akt nach weiteren nur 45 Minuten.</p>
<p>Wirklich viel Neues hält diese Neuinszenierung nicht bereit. Limbarth hat zwar viel gekürzt, doch das karge (vortreffliche) Bühnenbild von Bettina Neuhaus sowie Andreas Franks Lichtdesign und Heike Korns Kostüme ergeben ein Gesamtbild, wie man es in ähnlich harmonischer Form durchaus schon gesehen hat. Auffallend ist, dass man trotz der großzügigen Streichung von über 45 Minuten nicht das Gefühl hat, dass etwas fehlt. Die Charaktere bekommen alle ihren Raum und können sich mit ihren mehr oder weniger exzentrischen Eigenheiten präsentieren.</p>
<p>Zudem hat Limbarth mit ihrem Ensemble – allen voran Björn Breckheimer und Nyassa Alberta – einen echten Glücksgriff gelandet. Auch das Junge Staatsmusical und die Schüler von Breckheimers Mainzer „ Musical Arts Academy of the performing Arts“, die das Ensemble verstärken, tragen zu dem sehr positiven Gesamteindruck bei.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
gekürzt erschienen <em>in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;"><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></span></span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 13. September 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Björn Breckheimer, Nyassa Alberta, Ulrich Rechenbach</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / Iris Limbarth<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Karl &amp; Monika Forster<br />
</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/nicht-wirklich-neu-aber-dennoch-exzellent-und-sehenswert/">Nicht wirklich neu, aber dennoch exzellent und sehenswert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-energetische-ensemble-und-die-hervorragende-band-machen-diese-show-sehenswert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 12:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Dwayne-Gilbert Besier]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Kastl]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Krämer]]></category>
		<category><![CDATA[MADNESS]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Links]]></category>
		<category><![CDATA[Our House]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Darling]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Emig]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Speckhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Viktoria Reese]]></category>
		<category><![CDATA[Wartburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://andres-alvarez.de/?p=79</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Theater in der Wiesbadener Wartburg empfiehlt sich als hervorragende Bühne für kleinere Produktionen. Das Junge Staatsmusical bringt dort regelmäßig seine Musicals zur Aufführung. Auch „Spring Awakening“ funktionierte in der intimen Atmosphäre der ehemaligen Wirkungsstätte des Wiesbadener Männergesangsvereins sehr gut. So verwundert es nicht, dass auch das Set für „Our House“ sehr ansprechend ist. Auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-energetische-ensemble-und-die-hervorragende-band-machen-diese-show-sehenswert/">Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<p>Das Theater in der Wiesbadener Wartburg empfiehlt sich als hervorragende Bühne für kleinere Produktionen. Das Junge Staatsmusical bringt dort regelmäßig seine Musicals zur Aufführung. Auch „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Spring_Awakening_2016.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1914">Spring Awakening</a></span>“ funktionierte in der intimen Atmosphäre der ehemaligen Wirkungsstätte des Wiesbadener Männergesangsvereins sehr gut.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">So verwundert es nicht, dass auch das Set für „Our House“ sehr ansprechend ist. Auf Anhieb erkennt man verschiedene Spielebenen. Britta Lammers ist es gelungen, die zahlreichen Szenenbilder kompakt in einer roten Häuserfront zu verpacken, die sich dank gut genutzter Schiebetüren in eine Partylocation, Büros oder ein Gefängnis verwandeln lässt.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="400" height="246" /></div>
<p class="Body">„Our House“ in Wiesbaden ist nach Berlin 2012 erst die zweite Aufführung des Madness-Musicals in Deutschland. Die Dialoge und einige Songtexte wurden hierfür von Thomas Huber ins Deutsche übertragen. Dass dies an einigen Stellen durchaus eine Herausforderung war, merkt man im Laufe des Abends häufiger: „My Girl“, in dem sich Joe und seine Kumpels Emmo und Lewis ihr Leid über Mädels klagen, holpert auf Deutsch schon arg.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch dies tut dem Schwung, den die Hits von Madness auch in diesem kleinen Rahmen entwickeln, keinen Abbruch. Die Band unter der Leitung von Frank Bangert lässt das Feeling der 1980er aufleben. Dass nur sechs Musiker (natürlich mithilfe via Keyboard zugespielter Instrumente) für diesen satten Sound verantwortlich sind, ist für viele Zuschauer eine Überraschung und wird am Ende lautstark honoriert.</p>
<p class="Body">Das Ensemble nimmt die Energie der Songs auf und setzt diese in lebendige Tanznummern um. „ Baggy Trousers“, bei dem die Darsteller eine gelungene Gummitwist Choreographie in Schwarzlicht hinlegen, gehört genauso dazu wie „House of Fun“ und „Our House“ am Beginn des Stücks. Die junge Cast kommt hierbei ordentlich aus der Puste. Allerdings muss man den Darstellern zugute halten, dass sich Myriam Lifka recht komplexe Choreographien ausgedacht hat, die gut zu den Songs passen und auch nah am Original von Peter Darling sind. Doch einigen fehlt es an der nötigen Kondition, dieses Tempo eine komplette, sehr tanzlastige Show durchzuhalten.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_261_304">
<div class="style_2">
<p class="Body">Iris Limbarth hat auch dieses Stück für das Junge Staatsmusical inszeniert. Sie orientiert sich stark an Matthew Warchus <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Our_House.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=573">Premiereninszenierung</a></span> von 2002. Die aufgrund von Bühne, Ensemble und Budget notwendigen Abstriche fallen wenig ins Gewicht. In Wiesbaden wird häufiger mit einem Doppelgänger gearbeitet als seinerzeit in London. Herausragende Szenen sind die wilde Autofahrt mit dem sprichwörtlichen Jaguar anlässlich Sarahs Geburtstag („Driving in my car“ mit einem sehr charmanten selbstgebauten Fiat) sowie „Tomorrow’s just another day“, wo die Handlung auf zwei Spielebenen stattfindet.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="330" height="425" /></div>
</div>
<p class="Body">Es gelingt Limbarth, die beiden Handlungsstränge von Joe Casey gut und verständlich nachzuzeichnen. Manches Mal werden seine Entscheidungen zwar zu plakativ erläutert, damit auch wirklich jeder versteht, warum der unehrliche, anfangs getürmte Joe plötzlich ein erfolgreicher Geschäftsmann wird und der ehrliche, vorbestrafte Joe immer mehr in Bedrängnis gerät und sich den Avancen der Kleinkriminellen in seinem Umfeld kaum noch entziehen kann, doch alles in allem kann man die unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen der beiden Joes gut nachvollziehen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_201">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Our House“ steht und fällt aber mit einem charismatischen Hauptdarsteller. Michael Jibson hat sich seinerzeit mit dieser Rolle für weitere Engagements im West End empfohlen und ist heute auf der Musical- und Theaterbühne genauso zuhause wie im TV. In dieser vermeintlich kleinen Produktion übernimmt Tim Speckhardt die Doppelrolle von Joe Casey. Es gelingt ihm mit gut ausgeprägter, akzentuierter Mimik die beiden unterschiedlichen Charaktere von Joe darzustellen. Die in schwarz bzw. weiß gehaltenen Outfits und entsprechende Kopfbedeckungen tun ihr übriges, um den bösen und guten Joe in den schnell wechselnden Szenen voneinander zu unterscheiden.</p>
<div>
<div>Speckhardt zeichnet den Weg des lügenden Teenagers hin zum erfolgreichen Immobilienmakler, der nicht nur seine Beziehung zu Sarah aufs Spiel setzt, sondern schlussendlich seine Mutter dem Erfolg opfert, genauso glaubwürdig nach wie den des guten, ehrlichen Joes, der mit allen Mitteln versucht, seinen Platz in dieser Welt zu finden. Doch als ehemaliger Straftäter bekommt er von niemandem Unterstützung, seine Beziehung zu Sarah wird hart auf die Probe gestellt, und er erliegt beinahe der Verlockungen der „dunklen Seite“, doch am Schluss rettet er die Casey Street und heiratet seine Sarah.</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Wechselspiel von Gut und Böse, richtigem und falschem Weg gipfelt in der Büroszene, in der beide Joes auf Mr. Pressman treffen, der Casey Street abreißen und in einen Schickimickiboulevard verwandeln will. Speckhardt interpretiert „Rise and Fall“ herausragend. Im Duett mit Sarah („It must be Love“) singt er eine lupenreine Zweitstimme. Dass Speckhardt neben der Hauptrolle auch die Gesangseinstudierung übernommen hat, kommt nicht von Ungefähr.</p>
<div class="tinyText stroke_0">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_7.png" alt="" /></div>
</div>
<p class="Body">Joes Teenagerliebe Sarah wird von Nina Links zum Leben erweckt. Sie geht im Laufe des Abends durch ein Wechselbad der Gefühle, welches sie sehr gut über die Rampe bringt. Das ihre Stärken nicht allein im Schauspiel liegen, zeigt sie erst spät im zweiten Akt: Ihre Phrasierungen bei „It must be Love“ sind hervorragend. Sie bringt viel Gefühl in ihren Gesang (insbesondere bei dem eigens für die Show komponierten „NW5“, besser bekannt als „Sarah’s Song“) und kann mit ihrem Gesamtpaket aus Mimik, Spiel und Gesang vollends überzeugen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_201">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ein weiteres Stück, das Madness auf Wunsch von Autor Tim Firth eigens für das Musical geschrieben haben, ist „Simple Equation“, mit dem Joe’s verstorbener Vater die grundlegende Problematik einer falschen Entscheidung thematisiert. Peter Emig übernimmt diese Rolle des „Moralapostels“. Er kommentiert Joes Handlungen und Entscheidungen, auch wenn er auf das tatsächliche Geschehen keinen Einfluss nehmen kann und zumindest im Fall des „bösen“ Joes mit ansehen muss, wie sein Sohn ihn seine kriminellen Fußstapfen tritt. Emig spielt den Part mit nicht ganz so viel Stattlichkeit und Erhabenheit wie man es sich für diese Figur wünschen würde. Er hat sehr intensive Solonummern, die er durchaus zu nutzen weiß. Die Duette mit Felicitas Geipel als Kath Casey misslingen jedoch leider.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id10" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_262_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das scheinbar willkürliche Schnipsen bei Emigs Auftritten verwirrt mehr als das es nützt. Allein durch den Lichtwechsel wird klar, dass hier jemand zu sehen ist, der nicht aktiv in die Handlung eingebunden ist. Insgesamt wirkt dieser Vater weniger als die moralische Instanz, die er sein sollte.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Zum erweiterten Darstellerkreis zählen Joes und Sarahs Freunde: Während insbesondere Lewis und Emmo (Johannes Kastl und Dwayne-Gilbert Besier) durch ihre Tollpatschigkeit und Liebenswürdigkeit auffallen, geben Billie und Angie (Viktoria Reese und Lisa Krämer) die typischen Teeniezicken zum Besten. Allen vier spielen rollendeckend. Kastl hinterlässt als schusseliger Lewis einen bleibenden Eindruck, während Besier als Emmo so richtig schön gaga ist. Sarahs Freundinnen harmonieren stimmlich perfekt, was vor allem bei „Embarassment / Keiner hier glaubt an Dich“ gut zum Ausdruck kommt.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id11" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Benjamin Geipel spielt einen herrlich schleimigen Mr. Pressman und kann auch als Kleinkrimineller Reecey überzeugen. Gesanglich gibt es bei ihm sicherlich noch Luft nach oben. Gleiches gilt auch für Felicitas Geipel, die als Joes Mutter aber vor allem schauspielerisch glänzen muss. Ihre Sorge um ihren Sohn ist greifbar und da sieht man ihr nach, dass sie sich im Bereich Tanz auch nicht gänzlich heimisch fühlt.</p>
<p class="Body">Was bleibt von „Our House“ in der Wartburg in Erinnerung? Auf jeden Fall das lebensfrohe, überzeugend tanzende Ensemble, die druckvolle Band und vor allem zwei Hauptdarsteller, die schauspielerisch und gesanglich auf ganzer Linie begeistern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Wartburg, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 10. April 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Tim Speckhardt, Nina Links, Johannes Kastl, Dwayne-Gilbert Besier, Viktoria Reese, Lisa Krämer, Peter Emig, Felicitas Geipel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Iris Limbarth</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Sven-Helge Czichy</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-energetische-ensemble-und-die-hervorragende-band-machen-diese-show-sehenswert/">Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gelungene, themen- und zielgruppengerechte Inszenierung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gelungene-themen-und-zielgruppengerechte-inszenierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2016 20:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Hastrich]]></category>
		<category><![CDATA[David Rothe]]></category>
		<category><![CDATA[Dwayne-Gilbert Besier]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Frühlings Erwachen]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Meurer]]></category>
		<category><![CDATA[Josefine Deusch]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Krämer]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Emig]]></category>
		<category><![CDATA[Spring Awakening]]></category>
		<category><![CDATA[Viktoria Reese]]></category>
		<category><![CDATA[Wartburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1914</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Junge Staatstheater Wiesbaden macht seit einigen Jahren mit interessanten, mutigen Musicalproduktionen von und für junge Menschen auf sich aufmerksam. Zu den Highlights der letzten Jahre gehört sicherlich die Weltpremiere von Paul Grahams Browns „Superhero“. In diesem Jahr nahm sich Regisseurin Iris Limbarth Duncan Sheiks und Steven Saters Broadway-Hit „Spring Awakening“ vor. Als Spielstätte wurde ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gelungene-themen-und-zielgruppengerechte-inszenierung/">Gelungene, themen- und zielgruppengerechte Inszenierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Junge Staatstheater Wiesbaden macht seit einigen Jahren mit interessanten, mutigen Musicalproduktionen von und für junge Menschen auf sich aufmerksam. Zu den Highlights der letzten Jahre gehört sicherlich die Weltpremiere von Paul Grahams Browns „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1070">Superhero</a></span>“.</p>
<p>In diesem Jahr nahm sich Regisseurin Iris Limbarth Duncan Sheiks und Steven Saters Broadway-Hit „Spring Awakening“ vor. Als Spielstätte wurde die kleine Bühne in der Wiesbadener Wartburg auserkoren. Das Publikum sitzt an drei Seiten um die Bühne herum. Die Bühne selbst ist einfach gehalten, vier verschieden hohe Podeste und einige, kleinere Kulissen wie eine Schaukel und ein Klavier reichen, um verschiedene Szenarien zu schaffen. Übersäht ist das ganz in schwarz-weiß gehaltene Bühnenbild mit Bibelzitaten. Britta Lammers hat hier eine sehr passende Umgebung für das tragische Dramamusical geschaffen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1916 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04.jpg 846w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Sachen Kostüme orientiert sich Heike Korn an der Zeit, in der Frank Wedekind seine Geschichte von Moritz und seinen Freunden angesiedelt hat. Und so tragen die Jungen vornehmlich kurze Hosen und Pullunder und die Mädchen wenig vorteilhafte Kleinmädchenkleider, ohne Ausschnitt und mindestens eine Handbreit unter dem Knie endend. Das sieht für den heutigen Betrachter etwas ungewohnt aus, passt jedoch hervorragend zum Stück.</p>
<p>„Frühlings Erwachen“ befasst sich mit den mannigfaltigen Problemen des Erwachsenwerdens. Moritz eckt immer wieder an, obwohl er sich Mühe gibt. Sein Freund Melchior ist das genaue Gegenteil bis er sich in seine Nachbarin Wendla verliebt. Hin-und hergerissen zwischen Gehorsam und Verliebtsein, gesteuert von überkochenden Hormonen treffen die Jugendlichen fatale Entscheidungen, die am Ende zum Tod von Moritz und Wendla führen.</p>
<p>Iris Limbarth gelingt es, die zerbrechlichen Charaktere mit Einfühlungsvermögen zu inszenieren. Sie gibt ihren jungen Darstellern viel Raum zur Interpretation, was zu einer sehr authentischen Interaktion zwischen den Figuren führt. Die Darsteller können die komplexen Rollen sehr gut mit Leben füllen – allen voran David Rothe als Moritz. Leicht schusselig in der Schule, um Anerkennung vom Vater bettelnd, hilfesuchend bei Melchiors Mutter und schlussendlich den Ausweg im Freitod suchend – Rothe zeichnet diesen Leidensweg absolut glaubhaft nach. Sein „Mach nicht auf traurig / Wer steht auf traurig?“ ist beklemmend gut umgesetzt.</p>
<p>Auch Christopher Hastrich weiß als Melchior zu überzeugen. Er besitzt die Fähigkeit, gesungene Emotionen auch hörbar zu machen. Sein schöner Tenor passt gut zu dem charakterlich eher sanften Melchior. Ebenso passend ist seine sehr weiche Mimik. Dass er auch anders kann, beweist er nachdrücklich mit „Im Arsch“.</p>
<p>Wendla, in die sich Melchior Hals über Kopf verliebt und mit der er erste körperliche Erfahrungen sammelt, wird von Lisa Krämer sehr authentisch gespielt. Ihr gelingt es gut, die Zwickmühle zwischen Neugier und mütterlichem Rat aufzuzeigen.</p>
<p>Hastrich und Krämer harmonieren als Paar sehr gut. Sie verfügen über eine beeindruckende Bandbreite an schauspielerischem Können und es gelingt ihnen, die Zuschauer vergessen zu lassen, dass beide (noch) keine ausgebildeten Musicaldarsteller sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1917 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07.jpg 786w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Unterstützt werden die Jungschauspieler von zwei erfahrenen Kollegen: Felicitas Geipel u. a. als Wendla’s Mutter, Lehrerin Knüppeldick sowie Frau Gabor, und Peter Emig als Moritz strenger Vater, Schuldirektor Knochenbruch, Doktor von Brausepulver u. v. a. m. Die beiden Erwachsenen können sich in den verschiedenen Rollen austoben. Während sie als Lehrer eher wie Karikaturen aus „Wicked“ oder „Harry Potter“ wirken, können sie als besorgte und strenge Eltern punkten. Die Mimik von beiden ist herausragend und insbesondere Geipel hat bei dem Briefwechsel mit Moritz und nach Wendla’s ungewollter Schwangerschaft starke schauspielerische Momente.</p>
<p>Johannes Meurer und Dwayne Gilbert Besier kommt die Rolle zu, Hänschens Verführung durch Ernst nachzustellen. Dies gelingt ihnen sehr gut, auch wenn diese vorsichtig-stürmische Annäherung im überwiegend jungen Publikum zu einigen Lachern führt. Dennoch füllen die beiden ihren Rollen sehr gut aus.</p>
<p>Auch Josefine Deusch und Viktoria Reese interpretieren als Martha und Ilse „Was sich nicht erzählen lässt“ sehr gut.</p>
<p>So stark einzelne Charaktere in dieser Inszenierung auch sein mögen, wenn das komplette Ensemble bspw. „So’n verficktes Leben“, „Im Arsch“ oder das finale „Lied vom Wind des Sommers“ mit voller Energie singt, sorgen sie für Gänsehaut beim Publikum.</p>
<p>Das einzige, was so gar nicht zu dieser ansonsten rundum gelungenen Aufführung passen mag, sind die Choreographien, für die ebenfalls Iris Limbarth verantwortlich zeichnet. Schon in der Eröffnungsszene wirken diese holprig und unausgereift. Dabei sind sie nun wirklich nicht sehr anspruchsvoll, erinnern sie doch mehrfach an Aerobic-Videos der 1980er Jahre. Dies wiederholt sich beim Briefwechsel zwischen Moritz und Mutter Gabor genauso wie bei der rockigen Protestnummer „Im Arsch“. Sehr gern hätte man auch hier Abwechslung und etwas dem Alter der Protagonisten Angemessenes gesehen.</p>
<p>Doch abgesehen davon ist „Frühlings Erwachen“ nach „Superhero“ ein erneuter Beweis dafür, dass man mit Jungdarstellern etwas Großes schaffen kann, wenn man ihnen die richtige Anleitung (und davon nicht zuviel) gibt.</p>
<div id="id11" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_234">
<div class="style_2">
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Wartburg, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 18. Februar 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> David Rothe, Christopher Hastrich, Lisa Krämer, Dwayne Gilbert Besier, Johannes Meurer, Peter Emig, Felicitas Geipel, Josefine Deusch, Viktoria Reese</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Iris Limbarth</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Sven-Helge Czichy</span></div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gelungene-themen-und-zielgruppengerechte-inszenierung/">Gelungene, themen- und zielgruppengerechte Inszenierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
