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	<title>Sascha Littig-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Sascha Littig-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Viva la vie Bohème!</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 08:34:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie wunderbar! &#8222;Rent&#8220; im Theater Lüneburg! Ein Stück, das polarisiert und aneckt, musikalisch mitunter herausfordernd ist und gleichzeitig so viel Liebe transportiert, dass es einem warm ums Herz wird. Eine Reise in die 1980er Jahre in New York &#8211; all das scheint so weit weg: HIV als Todesurteil, Ausgrenzung Homosexueller, kraftvolle Protestaktionen, Spekulanten, die auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/viva-la-vie-boheme/">Viva la vie Bohème!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wunderbar! &#8222;Rent&#8220; im Theater Lüneburg! Ein Stück, das polarisiert und aneckt, musikalisch mitunter herausfordernd ist und gleichzeitig so viel Liebe transportiert, dass es einem warm ums Herz wird.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3725 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-10-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-10-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-10-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-10-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-10-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-10-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Eine Reise in die 1980er Jahre in New York &#8211; all das scheint so weit weg: HIV als Todesurteil, Ausgrenzung Homosexueller, kraftvolle Protestaktionen, Spekulanten, die auf Kosten Ärmerer bereichern&#8230;<br />
Liegen diese Sorgen und Differenzen wirklich hinter uns? Sicherlich ist vieles besser geworden: Eine HIV-Infektion kann inzwischen behandelt werden, Homosexuelle haben deutlich mehr Rechte (wenn auch bei weitem immer noch nicht dieselben wie Heterosexuelle), weiterhin braucht es und gibt es medienwirksame Proteste gegen verschiedenste Themen, Miethaie und Wohnungsnot sind auch heute (wieder) allgegenwärtig&#8230;</p>
<p>Jonathan Larson hat mit &#8222;Rent&#8220; große Teile seiner eigenen Lebenswirklichkeit auf die Bühne gebracht. Die Charaktere sind so verschieden und so besonders, haben alle ihre (sehr nachvollziehbaren) Probleme und sind gleichzeitig so nahbar und sympathisch. Sie könnten unser aller Nachbarn sein, oder?</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3727 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_006_komprimiert-2500x1667-1-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_006_komprimiert-2500x1667-1-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_006_komprimiert-2500x1667-1-1024x683.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_006_komprimiert-2500x1667-1-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_006_komprimiert-2500x1667-1-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_006_komprimiert-2500x1667-1-2048x1366.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wie üblich, hat man sich für die Hauptrollen wieder Musicalprofis als Gäste ans Haus geholt. Ruud van Overdijk ist in Lüneburg kein Unbekannter, überzeugte er doch schon als Judas bei der <a href="https://www.musicals-online.com/der-gelungene-1-akt-geraet-schnell-in-vergessenheit/">2022er Inszenierung von &#8222;Jesus Christ Superstar&#8220;</a>. Bei &#8222;Rent&#8220; konnte er auch seine zweite Leidenschaft &#8211; das Regieführen &#8211; unter Beweis stellen und liefert hier gemeinsam mit Friedrich von Mansberg eine gelungenes Gesamtbild ab. Als Roger darf van Overdijk starke und verletzliche Momente durchleben &#8211; die sanfteren Töne liegen ihm tatsächlich ein klein wenig mehr als die rockigen, bei denen sich seine Stimme ab und an fast überschlägt. Rogers Kumpel Mark wir von Lukas Witzel mit viel Energie dargestellt. Er bedient die geforderte Bandbreite aus Sorgen (um die Freunde und das eigene Vorankommen), Sarkasmus, gebrochenem Herzen und Naivität sehr gut. Der &#8222;Tango Maureen&#8220; macht auch in dieser gelungenen Fassung nicht zuletzt wegen Witzels sehr guter Mimik viel Spaß.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3729 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_186_komprimiert-2500x1667-1-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_186_komprimiert-2500x1667-1-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_186_komprimiert-2500x1667-1-1024x683.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_186_komprimiert-2500x1667-1-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_186_komprimiert-2500x1667-1-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent_FotoJQ_186_komprimiert-2500x1667-1-2048x1366.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Anna Langner (in dieser Spielzeit auch als <a href="https://www.musicals-online.com/grosse-oper-im-stadttheater/">Meg Giry in &#8222;Love Never Dies&#8220;</a> zu sehen) verdreht als Mimi nicht nur Roger den Kopf. Sie hat eine selbstbewusste, starke Ausstrahlung &#8211; da stört es wenig, dass sie stimmlich nicht zu 100% überzeugen kann. Ähnlich sieht es aus bei Sjoerd Knol, der als Tom Collins unglaublich gefühlvoll agiert. Sein voluminöser Bariton könnte deutlich öfter zu Gehör kommen, denn er trifft die Töne perfekt, doch er gewinnt die Sympathien der Zuschauer durch seine Empathie und seine unerschütterliche Liebe zu Angel.</p>
<p>Soufjan Ibrahim schlüpft in die zugegebenermaßen sehr dankbare Rolle von Angel. Als Drag Queen muss er zum einen sehr expressiv agieren (was ihm herausragend gelingt), andererseits aber auch sehr sehr sanft im Zusammenspiel mit Tom Collins, in der Selbsthilfegruppe oder wenn es auf Angels Tod zugeht. Dass er als Drag Queen stark an Bill Kaulitz erinnert, ist sicherlich gewollt und passt perfekt. Ibrahim hinterlässt mit seiner Darbietung einen bleibenden Eindruck im positivsten aller Sinne!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3726 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-13-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-13-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-13-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-13-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-13-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/11/Rent-c-Jochen-Quast-13-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bleiben noch die &#8222;Drama Queen&#8220; Maureen und ihre On-Off-Freundin Joanne. Alexandra Nikolina ist eine starke, freche Maureen. Ihre Performance &#8222;Over the Moon&#8220; orientiert sich sehr an der Broadway-Version, was einige Zuschauer in der dargebotenen Intensität durchaus fordert. Terja Diava gibt Maureens zwischen Liebe und Pflichtbewusstsein hin- und hergerissene Freundin Joanne mit viel Energie. Ihre warme soulig-rockige Stimmfarbe ist beeindruckend. Es macht Spaß diesen beiden Energiebündeln bei ihren Auseinandersetzungen zuzuschauen.</p>
<p>Nicht vergessen darf man natürlich den &#8222;Bösewicht&#8220;, Benny, gespielt von Sascha Littig, der in Lüneburg seit Jahren fest zum Gäste-Pool gehört. Er gibt den überheblichen, rücksichtslosen Miethai sehr überzeugend, kann aber auch als Unterstützer von Mimi durchaus Pluspunkte machen.</p>
<p>&#8222;Rent&#8220; ist ein Rock-Musical. Es lebt von Drums, E-Gitarre und musikalischer Kraft. Leider wurde die Band hinter einer offenbar sehr dicken Plexiglaswand im hinteren Teil der Bühne verbannt, so dass im Saal nur ein Bruchteil dessen ankommt, was diese Show zu transportieren im Stand ist. Erschwerend kommt hinzu, dass es trotz des akustischen &#8222;Wegsperrens&#8220; der Musiker, nicht gelingt, Gesang und Musik zu auszusteuern, dass man die Darsteller:innen verstehen kann. Allzuoft geht der Gesang im musikalischen Wattesound unter. Leider ist aber auch dieses Phänomen in Lüneburg nicht neu und schon in früheren Jahren mehrfach negativ aufgefallen.</p>
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<p>Die Show ist durchgehend wirklich sehr treffend inszeniert. Der Titelsong wird auf sich bewegenden Tischen dargeboten, was der Intensität des Stücks sehr gut Rechnung trägt. Auch das Ensemble zeigt hier eine sehr gute Energie. Auch &#8222;La vie Bohème&#8220; ist kreativ umgesetzt ohne überladen zu sein. Die Choreographien (Marta di Giulio) sind treffsicher und passen perfekt zum Song. Auch der Contemporary von Collins und Angel nach deren Tod ist absolut gelungen. Ein wundervoller Einfall, der perfekt von den beiden Künstlern getanzt wird.</p>
<p>&#8222;Rent&#8220; ist und bleibt thematisch hochaktuell. In Lüneburg wurde das Stück mit viel Gespür für die richtigen Aussagen auf die Bühne gebracht und von sehr gut gewählten Darsteller:innen zum Leben erweckt. Der Wunsch nach einer ebenso gelungenen akustischen Aussteuerung bleibt zwar einmal mehr unerfüllt, aber dennoch ist &#8222;Rent&#8220; sehens- und empfehlenswert.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. November 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong>Lukas Witzel, Ruud van Overdijk, Anna Langner, Alexandra Nikolina, Terja Diava, Sjoerd Knoll, Soufjan Ibrahim, Sascha Littig</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik:</strong> Friedrich von Mansberg &amp; Ruud van Overdijk / Jonathan Larson<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Jochen Quast</span></span></p>
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		<title>Große Oper im Stadttheater</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/grosse-oper-im-stadttheater/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Mar 2025 13:54:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher waren der Fortsetzung des Musical-Klassikers &#8222;Das Phantom der Oper&#8220; mangels Publikums-Interesse meist nur kurze Spielzeiten beschieden. Das Jahr im Hamburger Operettenhaus gehörte dabei mit zu den längsten. Die Handlung spielt 10 Jahre nach den weltbekannten Ereignissen in Paris. Das Phantom hat sich als Mister Y in einem Vergnügungspark auf Coney Island (New York) ein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher waren der Fortsetzung des Musical-Klassikers &#8222;Das Phantom der Oper&#8220; mangels Publikums-Interesse meist nur kurze Spielzeiten beschieden. Das Jahr im <a href="https://www.musicals-online.com/love-never-dies/">Hamburger Operettenhaus</a> gehörte dabei mit zu den längsten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3636 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_037-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_037-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_037-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_037-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_037-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_037-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Handlung spielt 10 Jahre nach den weltbekannten Ereignissen in Paris. Das Phantom hat sich als Mister Y in einem Vergnügungspark auf Coney Island (New York) ein neues Leben aufgebaut, Christine ist eine gefeierte Operndiva, die zu ihrem ersten Engagement nach New York eingeladen wird und die Reise mit ihrem Mann Raoul, dem Vicomte de Chagny und dem gemeinsamen Sohn Gustave, antritt.</p>
<p>Auf Coney Island laufen Christine und Raoul alsbald Meg Giry und ihrer Mutter in die Arme, die dem Phantom immer die Treue gehalten haben. Gustave hingegen ist fasziniert von der Kreativität, die von diesem magischen Ort auf Coney Island ausgeht.</p>
<p>Als das Phantom und Christine sich wiedersehen, schwelgen sie kurz in romantischen Erinnerungen an ihre bewegte und bewegende Zeit in Paris. Doch schnell wird klar, dass Christine zu ihrer Familie halten wird. Das Phantom nutzt Christines Loyalität erfolgreich aus und bringt sie dazu, noch einmal für ihn zu singen. Aufgrund dieses Auftritts kommt es zu Eifersucht seitens Meg, die kurzerhand Gustave entführt; Raoul ertränkt seinen wiederaufkeimenden Hass in Alkohol und stellt Christine ein Ultimatum, welches diese zugunsten ihrer Familie aber nicht akzeptieren kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3642 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_288-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Nach dem Auftritt bemerkt Christine, dass Gustave verschwunden ist und macht sich auf die Suche nach ihrem Sohn, dessen Vater &#8211; wie auch das Phantom inzwischen weiß &#8211; nicht Raoul ist. Die Handlung spitzt sich zu, Meg erschießt in ihrem fehlgeleiteten Neid Christine, die in den Armen des Phantoms stirbt. Raoul kommt zu spät, um sich mit seiner großen Liebe zu versöhnen, kann aber immerhin Gustave retten.</p>
<p>Das klingt nicht nur nach atemloser, dramatischer und hoch emotionaler Handlung, das ist es auch. Vielleicht ist es dieses Zuviel an verschiedensten Gefühlen, das &#8222;Love Never Dies&#8220; den Erfolg verwehrt hat. An der Musik und starken Charakteren kann es jedenfalls nicht liegen.</p>
<p>In dieser Spielzeit ist dieses Drama-Musical nun am Stadttheater Lüneburg zu sehen. Das Kreativ-Team des mit drei Bühnen gar nicht so kleinen Theaters hat sich selbst übertroffen: Barbara Bloch schafft mit ihrem Bühnenbild auf mehreren Ebenen mit Coney Islands Traumwelt (nicht nur die Quallen, die sich den Weg durch den Zuschauerraum zur Bühne bahnen, sind herzallerliebst), dem Reich von Mister Y alias dem Phantom, der Suite von Christine sowie den verspiegelten Geheimgängen in &#8222;Phantasma&#8220; immer wieder stilistisch runde Settings für die Handlung. Perfekt ergänzt werden diese durch das stimmig-kreative Kostümbild von Benjamin Burgunder, der den Kontrast zwischen geifernder Pressemeute bei Christines Ankunft in New York und den Künstlern auf Coney Island nicht deutlicher darstellen könnte: Gedeckte Brauntöne treffen auf eine überbordende Farbenpracht &#8211; sehr gelungen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3638 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_149-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_149-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_149-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_149-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_149-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_149-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die neun Protagonisten sowie Haus- und Extrachor werden von den Lüneburger Symphonikern unter der Leitung von Christoph Bönecker begleitet. Andrew Lloyd Webbers Kompositionen flehen geradezu nach einer klassischen Begleitung und diese live und nicht vom Tonband zu hören, ist einfach eine Wohltat &#8211; zumal, wenn sie so auf den Punkt und fehlerfrei dargeboten wird, wie am Premierenabend. Wenn die Streicher beim Titelsong &#8222;Liebe stirbt nie&#8220; einsetzen, beginnt man sofort zu Träumen&#8230;</p>
<p>Diese vielen Menschen nicht nur akustisch, sondern auch tänzerisch leichtfüßig über die Bühne zu bewegen, fällt Olaf Schmidt zu. Seine Choreographien sind immer passend für die jeweils agierenden Darsteller gewählt, dennoch sieht man deutlich einige Schwachstellen.</p>
<p>Sich musikalische Gäste für einzelne Produktionen einzuladen, ist in Lüneburg eine liebgewonnene und bewährte Tradition. Thomas Borchert und Navina Heyne stehen nach dem &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/klassisches-drama-fuer-die-musicalbuehne/">Graf von Monte Christo</a>&#8220; nun bereits zum zweiten Mal auf dieser Bühne: Borchert in einer ihm aus zahlreichen &#8222;Phantom der Oper&#8220;-Vorstellungen sehr vertrauten Rolle, Heyne als Christine in einer ihr auf den Leib geschriebenen Paraderolle. Beide glänzen als ihre Bühnen Alter Egos: Borchert strotzt vor Energie &#8211; seine Art Gefühle zu zeigen, ist unverkennbar &#8211; und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise ist die verwirrend-verletzende Emotionswelt des Phantoms. Doch Heyne stiehlt ihm mit ihrem glockenhellen Sopran, ihrer Sanftheit, Verletzlichkeit und dem Selbstbewusstsein der verantwortungsvollen Mutter die Show. Aber so soll es ja auch sein, der Star ist Christine &#8211; das war schon immer so. Wen kümmert es da, dass die beiden das Spielalter der Figuren locker um einige Jahrzehnte übertreffen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3639 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_307-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_307-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_307-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_307-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_307-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_307-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Oliver Arno ist als Vicomte de Chagny der fehlende Part dieser Ménage à Trois: Er spielt mit einer Intensität, die unter die Haut geht. Die Stimmungsschwankungen zwischen dem traurigen, kraftvollen &#8222;Welchen Grund hat sie?&#8220; hin zum energischen Duell &#8222;Wer verliert, geht unter&#8220; mit dem Phantom sind beeindruckend. In dieser Inszenierung sind sich Raoul und Phantom ganz klar ebenbürtig!</p>
<p>Anna Langer kommt als Meg die Rolle des &#8222;schmückenden Beiwerks&#8220; zu, die sie jedoch mit einer guten Energie ausstattet. Sie hat eine tolle Jazz-Stimme, die man in diesem Stück so nicht erwartet, kann bösartig und liebevoll sein und irgendwie bekommt man Mitleid mit diesem glücklosen Mädchen.</p>
<p>Kirsten Patt kann die Hin- und Hergerissenheit der loyalen Mme. Giry, die ihr Leben für den Erfolg ihrer Tochter Meg aufgegeben hat, sehr glaubhaft über die Rampe bringen. Ihre statthafte Erscheinung unterstreicht ihre Zielstrebigkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3637 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_114-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_114-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_114-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_114-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_114-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_114-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Sidekicks &#8211; Mister Y fleißige Helferlein Squelch (Steffen Neutze), Gangle (Sascha Littig) und Fleck (Sarah Hanikel) &#8211; sorgen für heitere Momente, was als mit Schaumstoff ausstaffierter &#8222;stärkster Mann der Welt&#8220; (Neutze), etwas zu rundliche Vogelfrau Fleck (Hanikel) und nicht wirklich mysteriös-fieser Gangle (Littig) sicherlich nicht immer leicht fällt. Doch gerade dieser Auflockerungen braucht das Stück, da es ansonsten deutlich zu schwer verdaulich wäre.</p>
<p>Fragezeichen bleiben beim &#8222;Erinnerungswalzer&#8220; von Meg und Christine&#8230; Beide waren im Opernballett, Walzer wurde in Paris nie getanzt. Es bleibt wohl das Geheimnis des Intendanten Friedrich von Mansberg, weshalb er sich ausgerechnet Walzer für diese Szene ausgesucht hat. Auch die Tatsache das Gustave von Mädchen gespielt wird, sorgt beim geneigten Zuschauer für Falten auf der Stirn: Gibt es in ganz Lüneburg keine Jungen im passenden Alter, die diese Rolle spielerisch und gesanglich zu meistern in der Lage sind? Ich möchte das bezweifeln. Mädchen in Jungenrollen sind heutzutage nun wirklich nicht mehr &#8222;State of the Art&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3640 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_383-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_383-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_383-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_383-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_383-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/LoveNeverDies_FotoJQ_383-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass bei Christines großem Auftritt (&#8222;Liebe stirbt nie&#8220;) vom Balkon über ihr rot erstrahlender Eisnebel auf die in einem roten Glitzerkleid gewandete Heyne herabfällt, erinnert tatsächlich eher an Drama &amp; Blut und weniger an romantische Gefühle. Hier wäre weniger vielleicht dann ausnahmsweise doch mehr gewesen.</p>
<p>Doch Heynes Gesang versöhnt für diese kleinen Irritationen in der Inszenierung. Es ist wundervoll zu sehen, dass auch selten gespielte und durchaus anspruchsvolle Stücke wie &#8222;Der Graf von Monte Christo&#8220; oder &#8222;Love Never Dies&#8220; für Spielzeiten an Stadttheatern ausgewählt werden. Immer nur &#8222;My Fair Lady&#8220; wäre auch wirklich zu langweilig. Danke für diesen Mut!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #333399;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">1</span><span class="Bold">. März 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Thomas Borchert, Navina Heyne, Oliver Arno, Kirsten Patt, Anna Langner, Steffen Neutze, Sascha Littig, Sarah Hanikel, Anneke Kramer / Lotta Wroblewski</span><br />
<span style="color: #333399;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik:</strong> Friedrich von Mansberg / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Jochen Quast</span></span></p>
</div>
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			</item>
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		<title>Aufwühlend, aber in sich stimmig &#8211; so geht modernes Musiktheater</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/aufwuehlend-aber-in-sich-stimmig-so-geht-modernes-musiktheater/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 06:16:33 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3625 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-2048x1367.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />&#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester Freund Alfred sind gezwungen, in einer U-Bahn-Station Schutz zu suchen. Alice liest dort in ihrem Lieblingsbuch „Abenteuer im Wunderland“ von Lewis Carroll und versucht so, ihre Erfahrungen von Trauer, Verlust, Angst und Sehnsüchten zu verarbeiten. Als der an Tuberkulose erkrankte Alfred unter Quarantäne gestellt wird, ermutigt Alice ihn, mit ihr in ihr geliebtes Buch zu fliehen und in eben dieses Wunderland zu reisen. Obwohl ihr das Buch entrissen wird, machen sich die beiden auf den Weg, denn Alice kennt die Geschichte auswendig, eben „by heart“. Auf ihrer Reise durch das Märchen erkundet „Alice By Heart“ die Begegnung mit der ersten Liebe, die Bewältigung von Schmerzen und den Mut, nach vorne zu blicken. Am Ende aber steht für die beiden die Rückkehr in die Realität des unterirdischen Schutzraums, die Rückkehr zu Krieg und Krankheit. Und doch: „Alice By Heart“ ermutigt alle, die Kraft der Fantasie zu feiern, selbst in den härtesten Zeiten.&#8220;</p>
<p>Das klingt nicht nur verwirrend, es ist es auch. Verwirrend, weil die Kreativen Sheik und Sater in der Tradition von &#8222;Spring Awakening&#8220; tief in die überfordernde Gefühlswelt von Heranwachsenden eindringen, verwirrend auch, weil sie das Ganze in die Welt von Lewis Carrolls &#8222;Alice im Wunderland einbetten und dann die Handlung noch in den Blitzkrieg in London im Jahr 1941 verlegen. Ganz schön harter Tobak&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3626 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Setting ist karg, aber sehr einfallsreich. mit den verschiebbaren Stockbett-Elementen schafft Barbara Bloch immer wieder neue Räume, die die Phantasie anregen und für die moderne Inszenierung von &#8222;Alice&#8220; gleichermaßen funktionieren wie für den Luftschutzbunker, in dem die Zuschauer Alice und Alfred zu Beginn kennenlernen. Rhea Gubler übersetzt Saters Kompositionen in zeitgenössische, anspruchsvolle Choreographien, die die jungen Darsteller mit viel Energie umsetzen. Philipp Lang und Pascal F. Skuppe liefern mit der kleinen, aber feinen Band eine sauber abgestimmte Untermalung ab, bei der &#8211; wie auch schon bei &#8222;Spring Awakening&#8220; &#8211; ein Cello nicht fehlen darf. Die feinen Zwischentöne sind, auf die es sich zu achten lohnt.</p>
<p>Die Szene, in der Alice zum ersten Mal auf die Raupen &#8211; ja, hier sind es zwei &#8211; trifft (&#8222;Chillin&#8216; the regrets&#8220; / &#8222;Ohne Sorgen chillen&#8220;), ist aus einem Guss: Optik, Choreo, Texte &#8211; alles bildet ein absolut stimmiges Gesamtbild. Hier hat Friedrich von Mansberg ein perfektes Kunstwerk abgeliefert! Der anschließende Monolog der Herzogin ist ebenfalls sehr gelungen. Frederike Haas hat die englischen Dialoge und Songs sehr modern und singbar ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Während die Teeparty des verrückten Hutmachers eine sehr rätselhafte Szene ist und sich dem Publikum nicht gänzlich erschließt, lässt einen der Auftritt der Jabberwockys den Atem anhalten: Die Stimmung ist bösartig, fast schon gruselig (kleine Kinder während im Zuschauerraum sicherlich überfordert), die Szenerie ist perfekt gestaged, alle Darsteller agieren auf den Punkt. Das Highlight dieser Inszenierung!</p>
<p>Leider bleibt die Herzkönigin im Vergleich zu anderen Adaptionen von &#8222;Alice im Wunderland&#8220; in Lüneburg etwas blass, doch Alice setzt sich ihr gekonnt zur Wehr. Der sehr harmonische Finalsong (&#8222;Winter Blooms&#8220;) rundet diese emotionale Achterbahnfahrt sehr gut ab und erdet die Zuschauer.</p>
<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; erzählt eine Geschichte von Krieg, Krankheit und Tod, aber sie ist auch eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und Mut. Am Ende sind es vor allem Freundschaft, Mut und Kreativität, die von diesem spannenden Musical in Erinnerung bleiben. Eine überaus sehenswerte Produktion des Jungen Musicals Lüneburg!.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. Dezember 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Isolde Gogolin / Pia Naegeli, Leo Ehmke / Lasse Kuk, Frithjof Gerken / Davina Yousef / Margarita Georgiadis, Jonathan Blankemeyer / Leonie Naujoks, Anneke Kramer / Lotta Wroblewski, Janosh Kratz / Arndt Möller, Hanna Langenbrink / Carolin Rohde, Carla Rossow / Carina Bähr, Franziska Hasenauer / Jakob v. Mansberg, Sascha Littig<br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik &amp; Texte:</strong> Friedrich von Mansberg / Duncan Sheik &amp; Steven Sater<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Jan Hoek &amp; Nicolai Stephan<br />
</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/eeD4md18nc4" title="Alice By Heart" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
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		<title>Kein schöner Ort&#8230;</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kein-schoener-ort/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 14:52:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Grand Hotel&#8220; hat als Buch und Film vor knapp 100 Jahren große Erfolge gefeiert. 1989 folgte (nach einem ersten erfolglosen Versuch in den späten 1950er Jahren) das Broadway-Debüt des Musicals und hat sich seither als anspruchsvolles Stück einen Namen gemacht. Dass sich ein Drei-Sparten-Haus wie Lüneburg an diesen alles andere als leichten Stoff wagt, ist ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Grand Hotel&#8220; hat als Buch und Film vor knapp 100 Jahren große Erfolge gefeiert. 1989 folgte (nach einem ersten erfolglosen Versuch in den späten 1950er Jahren) das Broadway-Debüt des Musicals und hat sich seither als anspruchsvolles Stück einen Namen gemacht. Dass sich ein Drei-Sparten-Haus wie Lüneburg an diesen alles andere als leichten Stoff wagt, ist bemerkenswert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3604 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mindestens genau ungewöhnlich ist, dass mit Philipp Kochheim ein in Lüneburg bisher unbekannter Regsisseur die Inszenierung übernahm. Dazu wurden viele musicalische Gäste engagiert, um dem Stück auch hier gerecht zu werden.</p>
<p>Die Bühne von Barbara Bloch sieht auf den ersten Blick vielversprechend aus. Düster, ein wenig in die Jahre gekommen und ganz sicher nicht so wie man sich ein Grand Hotel vorstellt, doch irgendwie spannend. Auch die Kostüme und deren detailverliebtes Design sind sehr gelungen.</p>
<p>Doch schon die ersten fünf Minuten überfordern viele im Publikum. Die Gäste und Angestellten reden kreuz und quer durcheinander und man fragt sich, wann es endlich losgeht. Dieser Grad der Irritiation wird im Laufe der insgesamt 110 Minuten (die aus gutem Grund ohne Pause aufgeführt werden) ins nahezu Unermessliche gesteigert. Es fällt schwer, den Beweggründen der Protagonisten zu folgen &#8211; wahlweise sind sie einfach zu oberflächlich wie Flämmchen oder zu undurchschaubar wie Kringelein. Auch musikalisch fehlt der rote Faden, auch wenn sich die Lüneburger Symphoniker redlich bemühen, die anspruchsvollen Kompositionen verdaulich zu Gehör zu bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3606 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_425-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ein Drittel der Songs stammt aus der Feder von Maury Yeston (&#8222;Titanic&#8220;). Hier harmonieren Gesang und Orchester in der für ihn typischen Weise und man bekommt zumindest ansatzweise das Gefühl in einem Musical zu sitzen. Tatsächlich wird das Stück erst ca. 40 Minuten vor Schluss wirklich rund.</p>
<p>Das liegt zum einen sicherlich am historischen Hintergrund, vor dem die Handlung stattfindet: Berlin 1928, der Judenhass wird immer sichtbarer und nationalsozialistisches Gedankengut erobert immer mehr den Alltag. Doch auch die weitgehend dunkle Bühne, die Kostüme und Choreographien, die schrägen Charaktere &#8211; all das erschwert den Genuss dieses Bühnenkunstwerks sehr.</p>
<p>Natürlich gibt es auch hier Licht und Schatten, wobei man nach dem Licht schon sehr suchen muss: Da ist bspw. Masha Karell als Primaballerina Elizaveta Grushinskay, die herrlich exzentrisch, zutiefst unsicher und gleichzeitig sehr naiv ist. Karell verleiht der Figur Substanz und tanzt auf dem sprichwörtlichen Drahtseil. Man hat unweigerlich Mitleid mit ihr. Frank Logemann darf als todkranker Buchhalter Otto Kringelein das Publikum von einem sorgenfreien Leben träumen lassen, erdet aber alle auch direkt, wenn er die Fäden zwischen Flämmchens übergriffigen Chef, seinem nahenden Tod und seiner Verletzlichkeit spannt. Den abgebrannten, aber nicht minder gewitzten Baron von Gaigern darf Markus Schneider spielen. Er hat einen sehr dankbaren Part, der ihm ermöglicht, eine große Bandbreite an Gefühlen und Können (sowohl tänzerisch alös auch gesanglich) zu zeigen. Er spielt federleicht und jungenhaft, wenn er mit Flämmchen schäkert, gleichzeitig gelingt ihm die Gratwanderung zwischen geplangten Betrug und ehrlicher Zuneigung zu Elizaveta ganz hervorragend. Wann immer Karell und Schneider gemeinsam auf der Bühne sind, fühlt sich das Publikum wohl.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3605 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Aber reichen diese wenigen Highlights? Leider nein. Die weiteren Rollen bieten charakterlich wenig &#8222;Spielfläche&#8220;, auf der sich die Darstellerinnen und Darsteller austoben könnten. Die Choreographien (Riccardo den Nigris) sind weder Fisch noch Fleisch: Mal ein hauch von Fosse, dann wieder Charleston, dann Contemporary &#8211; so richtig kann man nicht erkennen, wo die Reise hier hingehen soll.</p>
<p>Was ist nun die Ursache für diese sehr gemischten Gefühle, mit denen man das Theater verlässt? Die Künstler auf und unter der Bühne sind allesamt Könner ihres Fachs. Und auch das bewährte Lüneburger Team bei Kulissen, Kostümen und Ensemble funktioniert. Liegt es nur an der Regie? Schwer zu sagen&#8230; Das Stück ist nicht leicht und dass man unweigerlich an &#8222;Black Rider&#8220; erinnert wird, ist beim Kochheims HIntergrund vielleicht nicht gänzlich abwegig. Doch auch das allein kann es nicht sein.</p>
<p>Vielleicht ist es wirklich die Gesamtkomposition aus dunkler Bühne, dunklem politischen Hintergrundgeschehen, tragischer Handlung, wenig liebenswerten Charakteren und musikalischem Anspruch, die das &#8222;Grand Hotel&#8220; in Lüneburg zu einem Ort macht, an dem man sich nicht wirklich gern aufhält&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">23</span><span class="Bold">. November 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Masha Karell, Frank Logemann, Katharina Maria Abt, Markus Schneider, Karl Schneider, Kirsten Patt, Marc Westphal, Marcus Billen, Steffen Neutze, Sascha Littig</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik:</strong> Philipp Kochheim / Robert Wright &amp; George Forrest &amp; Maury Yeston<br />
</span><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Fotos: </strong>Jochen Quast<br />
</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>Klassisches Drama für die Musicalbühne</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/klassisches-drama-fuer-die-musicalbuehne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 12:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
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		<category><![CDATA[Anton Frederik von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Der Graf von Monte Christo]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Falk Steingräber]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
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		<category><![CDATA[Navina Heyne]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wem Alexandre Dumas&#8216; Klassiker der Weltliteratur nich geläufig ist, für den gibt es hier eine sehr kurze Zusammenfassung des Geschehens: <em>Edmond Dantès wird Opfer einer infamen Intrige, gerade in dem Moment, in dem sein berufliches und privates Glück perfekt scheint. Soeben zum Kapitän befördert, feiert er die Verlobung mit der schönen Mercédès – und im nächsten Moment verliert er nicht nur seine Freiheit, sondern auch seine große Liebe an einen Widersacher. </em><br />
<em>Viele Jahre sitzt Dantès im Gefängnis, während sich seine Feinde an Reichtum und gesellschaftlicher Anerkennung erfreuen. Ein Mitgefangener verrät ihm den Weg zu einem Schatz auf der Mittelmeerinsel Monte Christo, den Dantès nach dessen erfolgreicher Hebung zu einer ausgeklügelten Rache nutzt: Als geheimnisvoller „Graf von Monte Christo“ kehrt er zurück…</em> (Quelle: <a href="https://www.theater-lueneburg.de/stuecke/der-graf-von-monte-christo/">Theater Lüneburg</a>)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3425 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Frank Wildhorn und Jack Murphy haben den dramatischen Stoff für die Weltpremiere in St. Gallen 2009 geschrieben. Wildhorn hat bekanntermaßen ein Händchen für düstere Themen, bei denen der Zuschauer tief in die Seelen der Protagonisten blickt. Und so beginnt auch dieses Stück mit einem sehr pathetischen Opening (der Verlobung von Edmond und Mercédès), bei dem zwei Dinge direkt deutlich werden: Thomas Borchert und Navina Heyne sind auch auf der Bühne ein Traumpaar, aber Walzer tanzen können die Paare auf der Bühne allesamt nicht.</p>
<p>Navina Heyne hat eine wunderschöne Stimmfarbe, sanft und tief, eher untypisch für das Musicalfach, aber perfekt für diese Rolle! Thomas Borchert war schon 2009 ein wenig zu alt für den zu Beginn des Stücks erst 19-jährigen Edmond, dennoch gelingt es ihm, dessen Naivität und Gutgläubigkeit glaubwürdig darzustellen.</p>
<p>&#8222;Niemals allein&#8220; ist &#8222;ein typischer&#8220; Wildhorn. Man fühlt sich sehr an &#8222;Jekyll &amp; Hyde&#8220; erinnert als sich das Paar voneinander verabschieden muss, da Edmond aufgrund einer Intrige neidvoller Adliger gefangengenommen wird. Fast wirkt es so als wäre Mercédès gestorben, denn sie wird auf der Bühne mit Rosen bedeckt, doch da sie wenig später wieder singt, ist dies wohl nur ein inszenatorisch missglückter Einfall.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3423 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-7-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-7-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-7-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" /></p>
<p>Im Gefängnis, in dem Edmond 14 lange Jahre verbringen muss, trifft er auf Abbé Faria, den Sascha Littig mit einer gewissen Cleverness und Unbedarftheit spielt. Edmond lernt viel von Faria &#8211; vor allem im Gefängnis zu überleben und sich nicht seiner Todessehnsucht hinzugeben. Kurz bevor Faria selbst stirbt, weiht er Edmond noch in das Geheimnis des Schatzes von Monte Christo ein. Das Duett (&#8222;Könige&#8220;) ist sehr schön und unterstreicht die Bedeutsamkeit der Beziehung von Edmond und Faria.</p>
<p>Luisa Vampa, die Piratin, die Edmond nach Monte Christo bringt, ist von Cornelia Brunn (Bühnen- und Kostümbild) vortreffelich eingekleidet worden. Leider will die Choreographie (Olaf Schmidt) so gar nicht zu grobschlächtiegn Priaten passen. Sie hüpfen eher etwas albern zu &#8222;Piraten &#8211; Wahrheit oder Wagnis&#8220; herum. Fragen wirft auch auf, warum Wolfgang Berthold (Regie) Edmond in der Schatzhöhle Geldscheine hochwerfen lässt. Die gab es damals nun ganz sicher noch nicht&#8230;</p>
<p>Wir erfahren, dass Mercédès in der Zwischenzeit nicht nur Edmonds Erzfeind Mondego geheiratet hat, sondern beide auch einen gemeinsamen Sohn haben. Einmal mehr stellt Heyne ihr gesangliches Können bei &#8222;Wie mich die Welt umarmt&#8220; unter Beweis. Für Edmond, der unerkannt auf Rache sinnt, ist diese Erkenntnis die Hölle auf Erden, was Thomas Borchert in der gleichnamigen Szene eindringlich zum Ausdruck und zu Gehör bringt.</p>
<p>In Rom begegnet er Albert de Morcerf, dem Sohn von Mercédès und Mondego, der es dank militärischer Verdienste inzwischen zum Graf von Morcerf gebracht hat. Edmond hat zunächst keine Ahnung, wer der Junge ist, nutzt aber seine Verbindung zur Piratin Vampa, die Albert entführt hat, und kann ihn aus ihren Händen befreien. Als Graf von Monte Christo wird daraufhin von den dankbaren Eltern nach Paris eingeladen, wo er mit seiner luxuriösen Lebensführung und seinem exotischen, orientalisch gefärbten Geschmack Aufsehen in der adligen Gesellschaft. Auf einem Ball erkennt Mercédès ihn wieder, doch er versucht, sich rauszureden und blendet alle anderen erfolgreich. &#8222;Diese Augen/Der Mann ist tot&#8220; ist ein hervorragender Beleg dafür, wie sehr Borchert und Heyne harmonieren.</p>
<p>Seine Feinde hat er sich inzwischen zu Freunden gemacht. So hat er sie jederzeit unter Kontrolle und kann seinen Racheplan weiter verfolgen. In der Szene und dem Song &#8222;Die Falle/Zuviel ist nie genug&#8220; gipfelt dann die falsche Freundschaft von Edmond, Danglars, Villefort und Mondego. Insbesondere Letzterer muss mächtig einstecken als Edmond der feinen Gesellschaft verrät, dass Mondego nur durch den Verrat seines Befehlshabers an den Feind zu zweifelhafte, Ruhm, gelang. Albert (gespielt von Anton Frederik von Mansberg) fordert vom Grafen Genugtuung für seinen Vater, was jedoch seine Mutter Mercédès zu verhindern sucht. Sie hat die wahre Identität des Grafen erkannt und appelliert an sein Gewissen, das Leben des Jungen zu verschonen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3422 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Dantès hat Mercédès immer noch nicht verziehen, dass sie Mondego geheiratet hat, und weigert sich mit den Worten: &#8222;Mitleid ist etwas für Schwache.&#8220; Mercédès denkt über ihr vergeudetes Leben nach und macht sich Vorwürfe, weil sie nicht auf Edmond gewartet hat und träumt immer noch davon wieder mit ihm zusammen sein &#8211; Gefühle, die Heyne während &#8222;All die Zeit&#8220; berührend intoniert.</p>
<p>Das Duell findet statt, doch Albert trifft den Grafen nicht. Als sich dieser anschickt, den jungen Widersacher zu töten, taucht dessen Freundin Valentine (Pia Naegeli) auf und gesteht ihm ihre Liebe (&#8222;Schöner Schein&#8220;). Berührt von soviel Ehrlichkeit und Leidenschaft lässt Edmond von seinem Vorhaben ab. Er erinnert sich als frühere Tage. &#8222;Der Mann, der ich einst war&#8220; ist sicherlich einer der Showstopper und Thomas Borchert perfekt auf den Leib geschrieben.</p>
<p>Kurz danach kommt es zum klärenden Gespräch zwischen Mercédès und Edmond, welches jedoch durch Mondego gestört wird, der auf Rache sinnt. Doch er verliert den Kampf gegen seinen Erzfeind (&#8222;Hölle auf Erden&#8220;). Edmond wird von seinen Schuldgefühlen übermann, doch Mercédès gelingt es, ihm klarzumachen, dass Mondego seiner eigenen Besessenheit und Rachsucht zum Opfer gefallen ist. Mercédès Liebe und Mitgefühl öffnen Edmond den Weg in eine Zukunft. Eine Zukunft an der Seite der Frau, die er noch immer über alles liebt. Mit &#8222;Niemals allein&#8220; endet Alexandre Dumas spannende Geschichte vom Graf von Monte Christo.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3424 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Frank Wildhorn ist es gelungen, die verschiedenen emotionalen Spielarten ganz vorzüglich zu vertonen. Natürlich bleibt er sich selbst treu und so hat das Stück musikalisch einen hohen Wiedererkennnungswert. Die Besetzung der Hauptrollen ist perfekt: Thomas Borchert atmet die Rolle des von Gefühlen jeglicher Couleur getriebenen Grafen und ist gesanglich und schauspielerisch über jeden Zweifel erhaben. Navina Heyne überrascht durch ihr für ein Musical untypische, doch außerordentlich warme und gefühlvolle Stimme. Auch ihr gelingt es, die emotionale Achterbahnfahrt des Lebens von Mercédès authentisch nachzuzeichnen. Gerd Achilles kommt die Rolle des hasserfüllten, von Neid getriebenen Bösewichts Mondego zu, die er mit berückender Energie ausfüllt. Fast könnte man meinen, die Feindschaft der Männer sei echt.</p>
<p>&#8222;Der Graf von Monte Christo&#8220; ist viel Stoff in relativ kurzer Zeit, noch dazu ist die Handlung vor vielen hundert Jahren angesiedelt. Doch es gelingt Wolfgang Berthold das Stück kurzweilig und mit genau dem richtigen Fokus auf die Protagonisten und deren Handlungsmotive umzusetzen. Wie schön, dass sich ein Stadttheater statt eines Standard-Musicals auch einmal solch ein anspruchsvolles Stück ausgesucht hat. Gern mehr davon!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">11</span><span class="Bold">. November 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Thomas Borchert, Navina Heyne, Sascha Littig, Gerd Achilles, Steffen Neutze , Oliver Hennes, Franziska Ringe, Andrea Marchetti, Anton Frederik von Mansberg, Pia Naegeli, Eric Keller, Falk Steingräber</span><br />
<span class="Bold"><span style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik: </strong>Wolfgang Berthold / Frank Wildhorn</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Fotos: </strong>Andreas Tamme</span></span></p>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=RvqyCVR9A84" title="DER GRAF VON MONTE CHRISTO | Großes Haus" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/RvqyCVR9A84?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/RvqyCVR9A84?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
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		<title>Licht &#038; Schatten, Verwirrung &#038; Klarheit</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/licht-schatten-verwirrung-klarheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 13:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[Arndt Möller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon 2018 konnte das Publikum in Kiel in der Regie von Daniel Karasek eine Musical-Fassung von William Shakespeares Komödie „Was Ihr wollt“ erleben (Buch: Daniel Karasek &#38; Kerstin Daiber, Musik: Martin Tingvall). In dieser Spielzeit zeigt das Junge Musical am Theater Lüneburg erneut eine musikalische Uraufführung dieses literarischen Verwirrspiels – diesmal mit der Musik von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon 2018 konnte das Publikum in Kiel in der Regie von Daniel Karasek eine Musical-Fassung von William Shakespeares Komödie „Was Ihr wollt“ erleben (Buch: Daniel Karasek &amp; Kerstin Daiber, Musik: Martin Tingvall). In dieser Spielzeit zeigt das Junge Musical am Theater Lüneburg erneut eine musikalische Uraufführung dieses literarischen Verwirrspiels – diesmal mit der Musik von Daniel Stickan. Friedrich von Mansberg zeichnet neben Buch und Texten auch für die Regie verantwortlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3386 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_JanHoek-6-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_JanHoek-6-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_JanHoek-6-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />„Was Ihr wollt“ erzählt die Geschichte der schiffbrüchigen Viola, die sich unsterblich in ihren Dienstherrn Orsino verliebt. Der jedoch ist ebenso besessen von der um ihren Bruder trauernden Olivia, die dem Werben des Herzogs jedoch nichts abgewinnen kann. Stattdessen lässt sich Olivia den Kopf verdrehen von Cesario, Orsinos Botenjungen, in dessen Verkleidung niemand anderer steckt als Viola. Hinzu kommen noch ein paar Intrigen von Verwandten und Angestellten und fertig ist die perfekte Shakespeare-Komödie, die zudem noch ein ausgesprochenes Happy End hat. Denn Viola trifft ihren ertrunken geglaubten Zwillingsbruder Sebastian wieder, Olivia heiratet eben diesen und Orsino gibt Olivia endlich auf und wendet sich Viola zu.</p>
<p>Das ohnehin schon sehr hohe Potential an Beziehungswirrwarr wird in Lüneburg noch dadurch gesteigert, dass alle Rollen genderneutral besetzt wurden. Und so kommt es, dass Orsino von Lotta Wroblewski, Viola von Leo Ehmke, Olivia von Janosh Kratz, Malvolio von Nike Just, Maria von Frithjof Gerken, Tobias und Christoph von Hanna Langenbrink und Belana Pittin gespielt wird. Arndt Möller (Sebastian), Sascha Littig und Jakob von Mansberg (Narren) komplettieren das Ensemble des Jungen Musicals Lüneburg am Premierenabend.</p>
<p>Bei „Was Ihr wollt“ gibt es viel Licht und Schatten. Herausragend agieren und singen die beiden Narren Sascha Littig und Jakob von Mansberg. Sie sorgen für lustige, freche und nachdenkliche Momente, sind von Friedrich von Mansberg gut in Szene gesetzt und scheinen in ihren Rollen aufzugehen. Präzise halten sie den anderen Darstellern den Spiegel vor.<br />
Nike Just stellt als Malvolio alle anderen in den Schatten. Sie spielt leidenschaftlich und überzeugt gleichermaßen gesanglich, was bei einer so überzogenen Drama Queen wie Malvolio sicherlich herausfordernd ist. Ihre Ausstrahlung ist raumgreifend (nicht nur, wenn das Ensemble sie durch den Saal „schweben“ lässt). Diese Nachwuchsdarstellerin gehört 100%ig auf die Bühne!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3388 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1-309x400.jpg" alt="" width="309" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1-309x400.jpg 309w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1-768x994.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1.jpg 791w" sizes="auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px" />Ähnlich begeisternd spielt Janosh Kratz als Olivia: Das Verletzliche und Genervte der jungen Prinzessin bringt er genauso glaubwürdig über die Rampe wie das Verliebte. Auch gesanglich gehört er zu den Besseren. Auch Leo Ehmke gelingt es in seiner ungewöhnlichen Doppelrolle als Viola und Cesario zu glänzen, insbesondere wenn er sich am Piano von Pascal F. Skuppe (Musikalische Leitung) selbst begleitet.</p>
<p>Apropos Musik – hier lässt sich kein roter Faden erkennen: Der Titelsong „Was Ihr wollt“ geht zwar ins Ohr, ist aber inhaltlich sehr dünn. Und nach der gefühlt achtzehnten Reprise von „Geist der Liebesglut“ hat man auch diesen Song eindeutig über. Über diese schwer greifbare kompositorische Handschrift täuschen auch die recht anspruchsvollen und von den jungen Darstellern sehr gut umgesetzten Choreographien von Rhea Gubler nicht hinweg.</p>
<p>Die Kostüme wirken im Gegensatz zum Bühnenbild seltsam unausgewogen (Bühnen- und Kostümbild Barbara Bloch). Eine Struktur sucht man hier vergebens. Von Mansberg überspannt den Bogen auch inszenatorisch einige Male. Als Beispiel sei hier nur der völlig überzogene Lichtschwertkampf von Christoph und Cesario genannt.</p>
<p>Tatsächlich ist es am Ende wirklich egal, wer welche Rolle spielt. Wenn der/die Darsteller/in das entsprechende gesangliche und schauspielerische Können hat, gibt es keinen Grund, alle Figuren genderkonform zu besetzen. Das war bekanntermaßen zu Shakespeares Zeiten auch nicht der Fall, das Frauen damals nicht auf der Bühne agieren durften. Wünschenswert wäre es, wenn sich in der Gesamtinszenierung eine einheitliche Handschrift erkennen ließe. Nichtsdestoweniger zeigt das Junge Musical Lüneburg einmal mehr, wieviel Können und Kreativität in ihnen steckt. Von der Begeisterung für die Bretter, die die Welt bedeuten, ganz zu schweigen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">3</span><span class="Bold">. November 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Lotta Wroblewski, Leo Ehmke, Arndt Möller, Janosh Kratz, Frithjof Gerken, Hanna Langenbrink, Belana Pittin, Nike Just, Sascha Littig, Jakob von Mansberg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musikalische Leitung: </strong>Friedrich von Mansberg / Pascal F. Skuppe<br />
<strong>Fotos: </strong>Jan Hoek<br />
</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=vInQe4d1WCw" title="WAS IHR WOLLT, Junges Musical nach der Komödie von Shakespeare / Ab 14 Jahre" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/vInQe4d1WCw?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/vInQe4d1WCw?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
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