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	<title>Sacha Baron Cohen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Sacha Baron Cohen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Les Misérables</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Oct 2013 16:48:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Erstklassige Schauspieler im erfolgreichsten Musical &#8211; und dennoch schreibt das Stück keine Filmgeschichte „Les Misérables“ gilt als eines der erfolgreichsten Musicals weltweit. Victor Hugos Revolutionsdrama „Die Elenden“ diente vor 35 Jahren Alain Boublil, Claude-Michel Schönberg und Herbert Kretzmer als Vorlage für ihren Musical-Welthit. Aufführungen in 23 Sprachen und 42 Ländern, pompöse Jubiläumsfeiern im Londoner Millennium ...</p>
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<h3>Erstklassige Schauspieler im erfolgreichsten Musical &#8211; und dennoch schreibt das Stück keine Filmgeschichte</h3>
<div id="body_layer">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Les Misérables“ gilt als eines der erfolgreichsten Musicals weltweit. Victor Hugos Revolutionsdrama „Die Elenden“ diente vor 35 Jahren Alain Boublil, Claude-Michel Schönberg und Herbert Kretzmer als Vorlage für ihren Musical-Welthit. Aufführungen in 23 Sprachen und 42 Ländern, pompöse Jubiläumsfeiern im Londoner Millennium Dome (2010) oder der Royal Albert Hall (1995) zeigen mehr als deutlich, dass die tragische Geschichte von Jean Valjean, Fantine und Eponine die Herzen der Menschen erreicht.</p>
<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Les_Miserables_2013_files/shapeimage_2.png" alt="" width="402" height="252" /></div>
<p class="Body">Schon Ende der 90er Jahre gab es Überlegungen, das Stück auf Zelluloid zu bannen, doch es dauerte weitere 20 Jahre bis die Ideen zum Film konkrete Formen annahmen. Für die Produzenten Tim Bevan und Eric Fellner von Working Title Films und Cameron Mackintosh war von vornherein klar, dass das Kreativteam der Bühnenfassung auch am Film mitarbeiten sollte. Und so entschied man sich gemeinsam mit Boublil, Schönberg und Kretzmer dafür, William Nicholson (u. a. „Gladiator“, „Shadowlands“) das Drehbuch zur Kinofassung schreiben zu lassen.</p>
</div>
</div>
<p class="tinyText stroke_1">Nicholson kannte das Stück und bezeichnet sich selbst als begeisterten Fan: „Die Dynamik des Theatererlebnisses ergibt sich aus der Musik, während der Film naturalistischer ist, weil er realistischer und glaubwürdiger wirken muss. Deshalb musste ich die Handlungsstränge intensivieren.“</p>
<div class="text-content style_External_670_167">
<div class="style_2">
<p class="Body">Cameron Mackintosh machte unmissverständlich klar, dass es nicht um ein Abfilmen der Bühnenshow gehen sollte, sondern der Grundtenor des Musicals in jedem Einzelbild des Films erhalten bleiben müsse. Der Zufall half bei der Suche nach dem passenden Regisseur für diese Herausforderung. Tom Hooper („The King‘s Speech“) kannte das Musical zwar nicht, hatte aber bereits zuvor mit Nicholson gearbeitet und entschied nach dem Besuch der Show und dem Lesen von Nicholsons Skript, sich dieser Aufgabe zu stellen: „Die Gefühle, die das Musical in mir auslöste und die Wirkung des Drehbuchs überzeugten mich, dass ich hier die Chance bekam, sehr emotional arbeiten zu können.“</p>
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<p class="tinyText">Mackintosch fügt treffend hinzu: „Diese Musik funktioniert nur, wenn sie direkt in der Situation aufgenommen wird.“ Und so wurden alle Schauspieler mit In ear Ohrstöpseln ausgestattet, über die sie den Pianisten hören konnten, der die Partitur live zu ihrem Gesang einspielte und dank eines Monitors schauspielerische Pausen berücksichtigen konnte.</p>
<div class="text-content style_External_670_258">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch bevor die Schauspieler überhaupt ans Set und zum Singen kamen, mussten alle &#8211; auch die Hollywood-Größen Jackman und Crowe &#8211; ein Casting absolvieren. Produzent Fellner sagt dazu „Unsere Schauspieler müssen drei Voraussetzungen mitbringen: Starcharisma, Begabung und gesangliches Können. Wir haben Glück, denn heutzutage gibt es solche Darsteller. Praktisch alle Rollen haben wir mit unseren Wunschkandidaten besetzen können.“</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Les_Miserables_2013_files/shapeimage_10.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Nach Hugh Jackmans dreistündigem Castings überschlägt sich Regisseur Hooper vor Lob: „Wie es Hugh gelingt, auch während des Singens seine Rolle schauspielerisch zu interpretieren, ist absolut außergewöhnlich. Ich erlebe ihn als heiligen Gral, als genialen Schauspieler und Sänger.“ Auch Jackman war sofort vom „Les Misérables“-Virus infiziert: „Jean Valjean ist zutiefst menschlich, außergewöhnlich stoisch, kraftvoll und letztlich inspiriert er uns total. (&#8230;) Alle meine bisherigen Rollen waren die Vorarbeit zu diesem Film &#8211; meine Bühnenauftritte ebenso wie die Kinorollen. In dieser Figur kommt alles zusammen &#8211; es ist die Rolle meines Lebens.“</p>
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<div class="text-content style_External_256_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wenn man ein Musical authentisch auf die Leinwand bringen möchte, muss man die Hürde „Gesang“ nehmen. In „Les Misérables“ wird jede einzelne Zeile gesungen; dies ist auch im Film nicht anders. Da das Genre Film aber anderen Gesetzmäßigkeiten folgt als Theater, bat Hooper Boublil, Schönberg und Kretzmer auf Basis von Nicholsons Drehbuch eine neue musikalische Struktur und neue Texte zu entwerfen: „Ich wollte das Risiko eingehen und einem neuen Genre einmal etwas ganz anderes probieren. Von Anfang an wollte ich unbedingt live drehen. Wenn sich das als unmöglich erwiesen hätte, hätte ich den Film wahrscheinlich abgelehnt. Denn egal wie perfekt die Schauspieler zum Playback des Gesangs mimen &#8211; die Zuschauer merken einfach, dass es nicht echt wirkt.“</p>
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<div class="text-content style_External_395_352">
<div class="style_2">
<p class="Body">Russell Crowe, der als Inspektor Javert Jackmans Counterpart spielt,  sieht dies ähnlich: „Ich glaube, seit John Nash in „A Beautiful Mind“ hat mich keine Rolle derart begeistert. (&#8230;) Javert wird von einer ganz spezifischen Moral und einem entsprechenden Weltverständnis geprägt: Gut und Böse sind klare Gegensätze. Als er merkt, dass er Unrecht hat, weil nämlich der Mann, den er für böse hält, tatsächlich ein guter Mensch ist, ist Javert ein gebrochener Mann.“</p>
<p class="Body">Anne Hathaway hat eine sehr enge Beziehung zu „Les Misérables“: Ihre Mutter hat bei einer US-Tournee im Ensemble und als Fantine auf der Bühne gespielt. Hathaway kennt die Melodien also seit Kindertagen. Hooper hält große Stücke auf die Schauspielerin: „ Anne verfügt über die außergewöhnliche Fähigkeit, sich durch einen Song schauspielerisch auszudrücken. Es geht ja nicht nur darum, einen Song zu singen. Sie muss Großaufnahmen bestreiten und dabei das Lied interpretieren &#8211; die Anforderungen dafür unterscheiden sich völlig von dem, was den Bühnendarstellern abverlangt wird.“</p>
<p class="Body">Für Hathaway steht vor allem die Verletzlichkeit von Fantine im Mittelpunkt: „Fantines unendliches Leid lässt die Liebe im Rest des Films umso intensiver strahlen.“ Sie brachte sich weit mehr als üblich in diese Rolle ein. In der Szene, in der Fantine ihre Locken verkauft, ließ sie sich ihr eigenes Haar abschneiden und hungerte sich zudem 11 kg ab, um Fantines körperlichen Verfall glaubhaft spielen zu können.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Les_Miserables_2013_files/shapeimage_8.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Dass Samantha Barks als Eponine engagiert wurde, war kein Zufall. Von 2010 bis 2011 gehörte sie zum Londoner „Les Misérables“-Ensemble und sie überzeugte Hooper und Mackintosh im Handumdrehen.</p>
<p class="Body">Die Eltern der kleinen Eponine, die schrägen Wirtsleute Thénardier, sind auf der Bühne aufgrund ihrer extrovertierten, kruden Art Publikumslieblinge. Debra Hayward (Working Title) bestätigt: „,Master of the House‘ ist einer der beliebtesten Titel des Musicals. Wir mussten gar nicht lange suchen: Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen sind das perfekte Komikerpaar. Dass sie beide auch hervorragend singen können, war dann das Sahnehäubchen oben drauf.“</p>
<p class="Body">Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg waren auch bei den Dreharbeiten vor Ort. Das spornte die Schauspieler noch mehr an, erinnert sich Hathaway: „ Wir wollten sie unbedingt zufrieden stellen, beeindrucken und ihre Vision zum Leben erwecken.“ Dass sie alle live singen musste, machte diese Aufgabe nicht eben kleiner. Tom Hooper begründet seine Entscheidung: „Wenn der Schauspieler zum Playback mimen muss, kann er nicht mehr spontan agieren, weil er sich millisekundengenau auf einen Plan einstellen muss, der bereits vor Monaten festgelegt wurde. Doch wenn er live singen darf, hat er die Freiheit, die Illusion zu erzeugen, dass die Figur ganz intuitiv reagiert und handelt, was sich ganz intensiv auf den realistischen Eindruck der Darstellung auswirkt. „Les Misérables“ wird von intensiven Gefühlen geprägt und ich wollte den Schauspielern mehrere Optionen ermöglichen, die erst durch das Spiel entstehen.“</p>
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<div class="text-content style_External_399_385">
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<p class="Body">Simon Hayes, verantwortlich für den Ton, wusste von Anfang an, dass diese Art, ein Musical zu drehen, eine Herausforderung für sein Team werden würde. Doch die Schauspieler unterstützten Hooper in seiner Entscheidung. Während Jackman zugesteht, dass es sich um eine große Herausforderung handelt, betont er aber zugleich die Freiheiten im Spiel, die durch diese besondere Form des Drehens ermöglicht wurden. Crowe freut sich, dass er emotional nicht eingeschränkt wurde: „Darin liegt, glaube ich, der Schlüssel zu dieser sehr erfüllenden Erfahrung,“</p>
<p class="Body">Überhaupt loben Hugh Jackman und Russell Crowe das Engagement ihres Regisseurs sehr: „Genau wie Hugo ist er von der Geschichte besessen &#8211; bis ins letzte Detail. Er ist unglaublich intelligent, hat das Material völlig im Griff und beherrscht die Musik absolut souverän. Ich halte ihn für einen großen Filmemacher, und er hat sich den Mount Everest des Filmemachens vorgenommen.“ sagt Jackman, während</p>
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<div class="text-content style_External_670_201">
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<p class="Body">Crowe sich erinnert: „Tom brachte sich mit jeder Faser seines Körpers in dieses Projekt ein. Er arbeitete sieben Tage die Woche, blieb dabei aber trotzdem die Ruhe selbst. Er ist ein harter Bursche. Wenn er etwas will, dann bekommt er es auch. Solche Regisseure wünscht man sich!“</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Les_Miserables_2013_files/shapeimage_7.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Die Voraussetzungen für die filmische Adaption eines Musical-Klassikers konnten besser kaum sein: Die Künstler, deren Köpfen das Werk entsprang, der erfolgreiche Musicalproduzent, der genau weiß, was gut für „sein Baby“ ist, ein Drehbuchautor und Regisseur, die sich blind verstehen und ganz tief in die Geschichte eintauchen und sich auf die Bedeutung von vermeintlichen Kleinigkeiten ein lassen, talentierte und engagierte Schauspieler und Sänger &#8211; alle brannten gleichermaßen für dieses anspruchsvolle Projekt.</p>
<h4 class="Body">Warum also entfacht die Handlung nicht dasselbe emotionale Feuerwerk wie die Bühnenversion?</h4>
<p class="Body">An der Optik liegt es sicherlich nicht. Die Spielorte sind gut gewählt und wirken trotz des massiven Einsatzes von digitaler Technik glaubwürdig und authentisch. Produktionsdesignerin Eve Stewart hat hier ganze Arbeit geleistet. Ebenso überzeugende Arbeit liefert Kostümdesigner Paco Delgado ab. Auch auf der großen Leinwand erkennt man die Farbwelten wieder, die der Bühnenfassung zugrunde liegen: Blautöne für die Fabrikarbeiterinnen, Braun- und Grautöne für die Bettler auf den Straßen, verblasste Farbenvielfalt bei den Prostituierten usw.</p>
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<p class="Body">Vielleicht tragen die hervorragenden Make-Ups von Lisa Westcotts Team  eine Teilschuld? Denn wer möchte schon in Großaufnahme die schmutzigen Zahnstummel in Fantines (Anne Hathaways) Mund sehen oder in den blutunterlaufenen Augen von Jean Valjean (Hugh Jackman) jedes Äderchen erkennen.</p>
<p class="Body">Handwerklich ist daran nichts auszusetzen, doch die Nähe zum Elend, die hier im Gegensatz zur Bühne mehr als nur angedeutet wird, ist vielleicht doch etwas zu viel des Guten.</p>
<p class="Body">Danny Cohens beklemmend intensive Kameraführung lebt von Nahaufnahmen und verliert sich in Details, die man in dieser Intensität nicht unbedingt sehen möchte. Auch dies könnte ein Indiz dafür sein, dass es vielleicht nicht ganz so gut war, die Distanz zwischen Bühne und Publikum durch diese Detailverliebtheit aufzuheben.</p>
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<p class="Body">Die Sorge, dass die Filmfassung dem Musical in Sachen musikalischer Opulenz nicht gerecht wird, ist unbegründet. Was Anne Dudley, Stephen Metcalfe, Becky Bentham zusammen mit Simon Hayes Live-Mitschnitten des Gesangs am Set geschaffen haben, kann sich durchaus hören lassen.</p>
<p class="Body">Bleiben die Akteure vor der Kamera. So sehr das Kreativteam von seiner Wahl auch überzeugt sein mag, so sehr mehren sich doch die Zweifel, dass beim Casting vielleicht anderen Darstellern der Vorzug hätte gegeben werden können (und in manchen Fällen sogar müssen).</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Les_Miserables_2013_files/shapeimage_9.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Hugh Jackman steckt wirklich sehr tief in der Rolle des zu Unrecht verfolgten Jean Valjean. Seine spielerische Intensität ist atemberaubend, wobei er als Sträfling und Flüchtiger noch etwas mehr zu überzeugen weiß als als Bürgermeister und Pflegevater von Cosette. Gesanglich meistert er eine der anspruchsvollsten männlichen Musicalrollen gut, auch wenn er an berühmte Vorgänger wie Colm Wilkinson nicht heranreicht. Seine Oscar-Nominierung hat Hugh Jackman dennoch vollkommen zurecht erhalten.</p>
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<p class="Body">Russell Crowe spielt den „Bösewicht“ Javert. Dass auch der Inspektor mehrere Facetten hat und sein einseitiges Agieren gegenüber Valjean reflektiert, wird dank Crowes schauspielerischer Erfahrung sehr deutlich. Seine raue Rockstimme wirkt jedoch oft nicht passend für den strengen Javert und allzu häufig verfällt er in Sprechgesang. Das tut zwar der Figur als solcher keinen Abbruch, hat aber mit einer Musicalperformance wenig zu tun.</p>
<p class="Body">Ähnlich enttäuscht ist man von Anne Hathaway. Sie spielt stark und bringt die Leiden der Fantine klar zur Geltung. Und doch wirkt es phasenweise „over-acted“ und man vermisst die zarte Seite der verständlicherweise sehr verbitterten Arbeiterin. Gesanglich ist hier, wie man so schön sagt, noch viel Luft nach oben. Hathaways eher schrille Klangfarbe macht es schwer, mit Fantine echtes Mitgefühl zu entwickeln, obwohl die sterbende Mutter der kleinen Cosette dies mehr als verdient hat.</p>
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<p class="Body">Wie viel mehr Freude macht dagegen die auf der Leinwand noch unbekannte Samantha Barks! Warum „On my own“ zu Weltruhm gelangt ist, wird in ihrer Darbietung deutlich. Dass sie auch schauspielerisch bestehen kann, zeigt sich in Eponines  Sterbeszene: Sanft und unsagbar verletzlich liegt sie in den Armen des von ihr so geliebten Marius und kann wenigstens ein einziges Mal fühlen, dass sie ihm etwas bedeutet. Barks kann diese Klaviatur überzeugend bedienen.</p>
<p class="Body">Eddie Redmayne ist als besagter Marius zu erleben. Erfrischend aufmüpfig und nicht ganz so arg blass wie seine Bühnen-Alter Egos schwankt er zwischen der jungen Liebe zu Cosette und dem Kampf mit seinen Kommilitonen gegen die Mächtigen Frankreichs. An Redmaynes Besetzung kann man nichts aussetzen. Gleiches gilt für Amanda Seyfried, die als Cosette zu sehen ist. Im Gegensatz zu Redmayne bleibt sie &#8211; zugegebenermaßen rollendeckend &#8211; im Hintergrund und ist eher schmückendes Beiwerk. Sicherlich nicht leicht, aus einer solchen Rolle das Beste zu machen, aber Seyfried gelingt dies.</p>
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<p class="Body">So energisch Redmayne als Marius ist so unauffällig bleibt Aaron Tveit als Enjolras. Man fragt sich zwischenzeitlich, wer denn nun der Anführer der Studenten ist &#8211; er oder Marius? Dafür singt er sehr schön und führt das Ensemble in ein beeindruckendes „Red and Black“.</p>
<p class="Body"><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Les_Miserables_2013_files/shapeimage_6.png" alt="" />Den Reigen der bekannten Schauspieler komplettieren Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen. Beide haben erwiesenermaßen ein Gespür für außergewöhnliche, schräge Charaktere, gern auch am Rande der Gesellschaft lebend. Ebenso haben beide mehrfach ihr komödiantisches Talent bewiesen. Sie als gute Sänger zu bezeichnen, fällt aber schwer. Und doch kann man ihnen dies nicht anlasten, von den Thénardiers erwartet man keinen lupenreinen Sopran oder einen voll-warmen Bariton. Da darf es gern auch mal schiefe Töne und ungewöhnliche melodische Interpretationen geben.</p>
<p class="Body">„Les Misérables“ auf Leinwand zu bannen, bedeutet auch, dass man ein enorm großes Ensemble braucht. Neben hunderten Statisten haben es  auch zahlreiche namhafte Musicaldarsteller in die Cast geschafft. Allen voran natürlich Colm Wilkinson, der erste Londoner Jean Valjean, der im Film als Bischof den gestürzten Valjean wieder auf den Pfad der Tugend führt. Nur wenige Noten reichen, um auch hier seine Klasse und den hohen Grad an Gefühl zu beweisen, den Wilkinson mit seiner Stimme transportieren kann.</p>
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<div id="id17" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_318">
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<p class="Body">Gesellschaft bekommt er von Frances Ruffelle (Eponine der ersten Stunde), die als eine der Huren zu sehen ist sowie Michael Jibson (<span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" title="Our_House.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=573">„Our House“ &#8211; The Musical</a></span>) als herrlich fieser Vorarbeiter. Weitere Darsteller, die sich in Londoner Musicalproduktionen verdient gemacht haben, sind Daniel Evans („Sunday in the Park with George“), Bertie Carvel („Matilda“), Katy Secombe (Mme. Thénardier in „Les Misérables“), Caroline Sheen (Fantine in „Les Misérables“) und Hannah Waddingham („Spamalot“). Im übrigen kennen auch Daniel Huttlestone und Isabelle Allen als Gavroche und junge Cosette ihre Rollen von der Bühne des Londoner Queen‘s Theatre.</p>
<p class="Body">Ein Fazit fällt nicht leicht, denn die Grundbedingungen für die Verfilmung von „Les Misérables“ konnten besser nicht sein. Aber einige Fehlgriffe in der Besetzung, zu intensive und detaillierte Nah- und Großaufnahmen lassen den Zauber des Stücks verblassen.</p>
<p class="Body">Es ist nicht leicht, ein erfolgreiches Bühnenmusical zu verfilmen. Das mussten schon Joel Schumacher mit dem „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Phantom_der_Oper_2004.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=331">Phantom der Oper</a></span>“, Phyllida Lloyd mit „<span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" title="Mamma_Mia_2008.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=339">Mamma Mia</a></span>“ und Tim Burton mit „<span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" title="Sweeney_Todd_2007.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=318">Sweeney Todd</a></span>“ leidvoll erfahren. Es hat sicherlich einen Grund, warum der Funke bei Musiktheaterstücken, die man live im Theater erlebt, viel intensiver und direkter überspringt, als er es bei einer Leinwandproduktion jemals könnte.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
</div>
<div class="text-content style_External_270_116">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Tom Hooper</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Hugh Jackman, Anne Hathaway, Russell Crowe, Sacha Baron Cohen, Samantha Barks, Aaron Tveit, Eddie Redmayne </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Texte:</span></strong> Alain Boublil / Claude-Michel Schönberg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Verleih / Fotos:</strong> </span>Universal Pictures</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Les Misérables &#8211; Highlights aus dem Film</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/les-miserables-highlights-aus-dem-film/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2013 12:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grandioser Musicalstoff gesungen von hervorragenden Schauspielern &#8211; leider kein Genuss! Die Verfilmung von „Les Misérables“ war lange überfällig. Am Casting für die weltbekannten Figuren Jean Valjean, Javert, Fantine, Eponine, Cosette, Thénardier und Mme Thénardier, Marius und Enjolras kann man kaum etwas aussetzen, denn es wurden durchweg sehr gute Schauspieler gewählt, die ihre tragischen Rollen überzeugend ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Grandioser Musicalstoff gesungen von hervorragenden Schauspielern &#8211; leider kein Genuss!</h3>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_665_1024">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=345">Verfilmung</a></span> von „Les Misérables“ war lange überfällig. Am Casting für die weltbekannten Figuren Jean Valjean, Javert, Fantine, Eponine, Cosette, Thénardier und Mme Thénardier, Marius und Enjolras kann man kaum etwas aussetzen, denn es wurden durchweg sehr gute Schauspieler gewählt, die ihre tragischen Rollen überzeugend spielen. Würde es sich doch bloß nicht um eine Musical-Verfilmung handeln, bei der der Gesang zudem live am Filmset eingesungen wurde.</p>
<p class="Body">Der obligatorische Soundtrack zum Film gibt in 20 Highlight-Songs (inkl. dem eigens für die Verfilmung komponierten neuen Titel „Suddenly“) einen groben Abriss über das Geschehen von Victor Hugos „Elenden“. Jeder Protagonist hat die Chance in einem Solo zu glänzen. Schön wäre es, wenn außer Samantha Barks, Aaron Tveit und Eddie Redmayne, jemand diese Gelegenheit auch genutzt hätte.</p>
<p class="Body">Beim Anhören lässt es die Aufnahme an jeglichem Gefühl fehlen. Keine der wirklich tragischen Figuren erregt das Mitgefühl, das ihr zusteht. Einzig die Ensemblenummern lassen erahnen, warum „Les Misérables“ zu den Welt meist gespielten Musicals zählt.</p>
<p class="Body">Liegt es an der Art der Aufnahme? Oder ist der Grund in den mangelnden gesanglichen Fertigkeiten der Schauspieler zu suchen? Denkt man an Colm Wilkinson, Michael Ball, Patti LuPone und Frances Ruffelle bekommt man unweigerlich eine Gänsehaut &#8211; allein ob der Emotionen, die diese herausragenden Musicaldarsteller bei einer Studioaufnahme zu transportieren vermögen. Den Hollywood-Schauspielern gelingt dies leider nicht. Man kann ihnen jedoch nicht nachsagen, dass sie sich keine Mühe geben würden. Sicherlich haben alle viel geprobt, um sich die anspruchsvollen Kompositionen von Claude-Michel Schönberg anzueignen.</p>
<p class="Body">Die einzigen, die sich auf eine fundierte Musicalerfahrung berufen können sind Hugh Jackman, Samantha Barks und Aaron Tveit. Alle standen schon in verschiedenen Musicals in London und New York auf der Bühne und wissen, was es braucht, um überzeugend zu spielen und zu singen. Während Barks und Tveit ihre Rollen als Eponine und Enjolras souverän intonieren, scheint Hugh Jackman mit Jean Valjeans Songs phasenweise deutlich überfordert. Aber Jean Valjean ist nicht ohne Grund eine der schwierigsten Rollen für einen Musicaldarsteller, wird hierfür doch eine große stimmliche Bandbreite vorausgesetzt, über die Jackman nicht im gewünschten Ausmaß verfügt.</p>
<p class="Body">Amanda Seyfried und Helena Bonham Carter hatten in „Mamma Mia“ und „Sweeney Todd“ bereits das Vergnügen ihre gesanglichen Fähigkeiten zu beweisen. Im Hinblick auf „Les Misérables“ verkaufen sie sich jedoch &#8211; Gesangsausbildung hin oder her &#8211; eindeutig unter Wert. Weder vermag Seyfried das Liebliche und Süße von Cosette glaubhaft zu verkörpern, noch gelingt es Bonham Carter die durchaus vorhandenen Facetten der exzentrischen Mme Thénardier zu zeigen.</p>
<p class="Body">Russell Crowe steht mit seiner Rockband seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne. Damit kann er die Energie und den unbedingten Willen von Inspektor Javert eindrucksvoll umsetzen. Hier jedoch von gutem Gesang zu sprechen, wäre vermessen. Crowe hat eine sehr spezielle Gesangsstimme, die ihn immer dann verlässt, wenn höhere Tonlagen gefordert sind.</p>
<p class="Body">Blutige Anfänger im Musicalfach sind Anne Hathaway, Eddie Redmayne und Sacha Baron Cohen. Während man Sacha Baron Cohen sein mangelndes Gesangstalent als schräger Wirt Thénardier noch nachsieht, sind Anne Hathaways Versuche, Fantines Leiden akustisch umzusetzen, einfach nur schmerzhaft für den Zuhörer. Gefühl sucht man vergebens und Intensität mit Gesang auszudrücken, heißt bei Weiten nicht, dass man die Worte herausschreit.</p>
<p class="Body">Eddie Redmayne stimmt hingegen versöhnlich. Denn mit dem richtigen Gesangslehrer kann man Emotionen in Songs legen und dennoch den richtigen Ton treffen. Sein Marius ist solide &#8211; auch wenn er sich nicht nachhaltig ins Gedächtnis singt.</p>
<p class="Body">Ein akustisches Déjà-Vu hat man beim Hören des Bischofs von Digne, der von dem „Les Misérables“-Veteran schlechthin, Colm Wilkinson, gegeben wird. Auch Frances Ruffelle, Eponine der ersten Stunde, ist als Prostituierte mit dabei, geht aber im Ensemblegesang unter.</p>
<p class="Body">Apropos Ensemble: Die unzähligen Sängerinnen und Sänger, die in den Chören zu hören sind, schaffen es zumindest zeitweilig, das richtige „Les Misérables“-Gefühl zu erzeugen (bsp. „ABC-Café / Red and Black“). Hier hat man gut daran getan, erfahrene West End- und Broadway-Darsteller zu engagieren.</p>
<p class="Body">Dass man sich seitens des Produktionsteams entschieden hat, die live am Set eingesungene Tonspur auch für den Soundtrack zu nutzen, kann nur als Fehlentscheidung gewertet werden. Häufig irritieren Nebengeräusche, von klarem Gesang kann kaum die Rede sein, da dieser dem zeitgleich stattfindenden intensiven Spiel untergeordnet wird. Da hilft auch die für den Soundtrack neu arrangierte, sehr gelungene Orchestrierung nicht. So mag Cameron Mackintosh im Booklet noch so begeistert von den neuen technischen Möglichkeiten zur Aufnahme von Live-Performances schwärmen &#8211; in diesem Fall überwiegt ein gedämpfter Gesamteindruck.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>Sweeney Todd</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sweeney-todd/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 15:13:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Blutig, blutiger, Sweeney Todd &#8211; der Splatter-Musical-Film von Tim Burton Bereits zum sechsten Mal arbeitet das Team Burton / Depp hier zusammen. Schon mit Filme wie „Edward mit den Scherenhänden“, „Sleepy Hollow“ oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ hat das Gespann sein Händchen für schräge Stoffe und nicht minder bizarre Charaktere hat. Mit Stephen Sondheims „Sweeney ...</p>
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<h3>Blutig, blutiger, Sweeney Todd &#8211; der Splatter-Musical-Film von Tim Burton</h3>
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<p class="Body">Bereits zum sechsten Mal arbeitet das Team Burton / Depp hier zusammen. Schon mit Filme wie „Edward mit den Scherenhänden“, „Sleepy Hollow“ oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ hat das Gespann sein Händchen für schräge Stoffe und nicht minder bizarre Charaktere hat.</p>
<p class="Body">Mit Stephen Sondheims „Sweeney Todd“ bot sich ein Musical an, das thematisch auch nicht unbedingt als leichte Unterhaltung gilt. Die düstere Stimmung wird auf der Leinwand perfekt eingefangen, so richtig Tag wird es in Tim Burtons London nicht. Überall ist es grau-braun und schmutzig. Einzig die Klingen von Sweeney Todd alias Johnny Depp schillern als gäbe es kein Morgen. Ebenfalls auffallend farbenfroh ist das Kostüm von Sacha Baron Cohen als der als erster von Todd gemeuchelte Signor Adolfo Pirelli.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Sweeney_Todd_2007_files/shapeimage_1.png" alt=""></div>
<div class="style_3">Der Film ist mit seinen 116 Minuten im Vergleich zur Bühnenfassung erstaunlich kurz und kompakt, aber deshalb nicht weniger blutig. Nicht ohne Grund wurde das Leinwandmusical in Deutschland erst ab 16 Jahren freigegeben. Nichtsdestoweniger lohnt sich der Besuch des Kinos auf jeden Fall!</div>
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<p class="Body">Johnny Depp spielt den mordenden Barbier sehr verletzt und für seine Außenwelt schwer durchschaubar. Depp lässt den Zuschauer die Verletztheit beinahe körperlich spüren, die den von Richter Turpin in jungen Jahren so böswillig abgeschobenen Mann überhaupt zum Mörder macht. Schauspielerisch lässt er es an nichts vermissen. Gesanglich darf man sch schon fragen, ob die Gesangsstunden, die seine Kollegen eigens für diesen Film genommen haben, ihm nicht auch gut getan hätten. Nur allzu oft hört man schiefe Töne oder nicht ausgesungene Passagen von ihm. Das ist sehr bedauerlich, doch schadet es der Figur an sich weniger, denn zu einem Mann mit gebrochenem Herzen passt auch die emotionale Wankelmütigkeit in der Stimme.</p>
<p class="Body">Mrs. Lovett, deren Pie Shop durch Todds spezielle Füllungen zu einem der angesagtesten Lokale Londons wird, wird von Helena Bonham Carter einfühlsam und mit viel Herz gespielt. Dass sie im Grunde nur den Mann für sich gewinnen will und sich dann mit dem Kompromiss als „Arbeitskollegen“ zufrieden gibt, wird in einigen Szene mehr als deutlich. Dennoch wäre Sweeney Todd ohne die pfiffige Mrs. Lovett aufgeschmissen, vermietet sie ihm doch seine alte Wohnung und versorgt ihn als es ihn bei seiner Ankunft in London emotional fast zerreißt.</p>
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<p class="Body">Jamie Campbell Bower spielt Anthony Hope, der sich Hals über Kopf in Todds Tochter Johanna (Jayne Wisener) verliebt und sich damit den fiesen Richter Turpin (Alan Rickman) zum Feind macht. Der hat, nach dem sich deren Mutter und ehemalige Frau von Todd selbst das Leben genommen hat, ganz andere Pläne mit seinem Mündel: Er möchte die bildhübsche junge Frau ehelichen. Dass Todds Frau und Johannas Mutter mit ihrem Selbstmordversuch nicht erfolgreich war, kommt zum Ende des Film heraus als Todd in den Gesichtszügen einer vom ihm ermordeten Bettlerin seine geliebte Frau wieder erkennt. Laura Michelle Kelly spielt die wenigen Szenen als glückliche junge Mutter und entstellte Bettlerin rollendeckend und verzückt durch ihre Erscheinung seither nicht mehr nur Bühnenproduzenten (zurzeit steht sie im „Lord of the Rings“ in London auf der Bühne).</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Sweeney_Todd_2007_files/shapeimage_3.png" alt=""></div>
<p class="Body">Alan Rickman ist der geborene Fiesling – das hat er in diversen Rollen eindrucksvoll bewiesen. Auch als Richter Turpin sammelt er keine Sympathiepunkte. Er gibt Todds Widersacher sehr eigensüchtig und rücksichtslos. So stellt man sich den Grund für den blutigsten Racheplan in einem Musical vor! Man kann sich vorstellen, dass Rickman sich auf dem Stuhl von Sweeney Todd / Johnny Depp und den messerscharfen Rasierklingen and seinem Hals nicht sonderlich wohl gefühlt hat, denn zwischen den Schauspielern brennt spürbar die Luft vor Hass.</p>
<p class="Body">Turpins Handlager Beadle Bamford wird von Timothy Spall gegeben, der an Widerlichkeit kaum zu überbieten ist. Eine selten unsympathische Erscheinung, deren schleimige Äußerungen vor Ekel für Gänsehautschauer sorgen.</p>
<p class="Body">Apropos Ekel, „Sweeney Tood“ ist als Musicalfilm schon fast im Splattergenre anzusiedeln. Wenn Todd wieder einem seiner Opfer die Kehle durchschneidet, spritzt das Blut nur so durch die Dachgeschosswohnung. Alles ist in Filmblut getränkt – das ist nichts für zart besaitete Zuschauer!</p>
<p class="Body">Gesanglich werden die Zuschauer vor allem durch Edward Sanders als Toby überzeugt. Der inzwischen knapp 15-jährige Engländer überzeugt durch glockenklaren Gesang und strahlt während des Showstoppers „Not while I’m around“ tiefe Liebe aus, die man bei einem Nachwuchsdarsteller so nicht erwartet. Auch wenn Toby in seinem jungen Leben schon viel erlebt hat und ein rechtes Schlitzohr ist, verleiht ihm Sanders eine verletzliche und kindlich-schützenswerte Seite.</p>
<p class="Body">Damit läuft er seinem nur fünf Jahre älteren Kollegen Jamie Campbell Bower spielend den Rang ab, auch wenn dieser durch seine zerbrechliche Optik (das Gesicht erinnert mehr als nur vage an Keira Knightley) und eine schöne Stimme seinen Charakter überzeugend mit Leben füllt.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Sweeney_Todd_2007_files/shapeimage_2.png" alt="" width="400" height="246"></div>
<p class="Body">„Sweeney Todd“ gibt als Film eine Art Kurzfassung vom Bühnengeschehen. Kaum taucht ein Charakter auf, schon wird er schon ermordet. Das ist ein wirkliches Manko an dieser ansonsten sehr gut umgesetzten Musicaladaption. Das Geschehen entwickelt sich so schnell, dass man kaum zum Luftholen kommt, ganz zu schweigen davon, dass man sich mit den einzelnen Charakteren ausgiebiger befassen könnte.</p>
<p class="Body">Die Sondheim-Kompositionen eignen sich hervorragend für die Leinwand. Das fängt bei der nach typischer Burton-Manier optisch umgesetzten, rein instrumentalen, Ouvertüre an, geht über das flehende „Johanna“ weiter, versetzt einen bei „Pretty Women“ in Schwingung und endet bei der kitschigen Traumsequenz „By the Sea“ noch lange nicht.</p>
<p class="Body">Der Film ist düster und seine Charaktere alle auf ihre Art dämonisch. Wenn man sich darauf einlässt, kann man ein mit wenigen Mitteln (es gibt eigentlich nur eine Handvoll Schauplätze anhand derer Sweeney Todds Geschichte erzählt wird) sehr gut für die Leinwand umgesetztes Musical erleben.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;"><em>veröffentlicht in blickpunkt musical </em><br />
<em>Ausgabe 02/08, März-April 2008</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Tim Burton</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sacha Baron Cohen, Helena Bonham Carter, Johnny Depp, Laura Michelle Kelly, Alan Rickman</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Stephen Sondheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Verleih / Fotos:</strong> </span>Warner Bros.</span></div>
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