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	<title>Kampnagel-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Kampnagel-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Hairspray Jr. &#8211; auch in abgespeckter Form mitreißend</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2014 12:14:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hairspray Jr.]]></category>
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<p class="Body">In diesem Jahr haben sich die Absolventen der Stage School Hamburg das Feelgood-Musical „Hairspray“ ausgesucht. Fünfzehn Vorstellungen der schwungvollen, bunten 1960er Jahre Show gingen auf Kampnagel über die Bühne.</p>
<p class="Body">Natürlich musste das Stück ein wenig gekürzt werden, was zum dem Zusatz „Jr.“ im Titel führte: So entwickelt sich das turbulente Leben von Tracy Turnblad in einer Stunde und vierzig Minuten und ist damit fast eine Stunde kürzer als die originale Broadway-Fassung. Dennoch stehen ganze 22 Absolventinnen und Absolventen auf der Bühne und füllen jede Szene mit Energie und Lebensfreude.</p>
<p class="Body">Was sofort ins Auge fällt, sind die wunderbar authentischen Kostüme der beginnenden 1960 Jahre: Übergroße Hemdkragen, schrille Farbmixe und Muster, die einem die Tränen in die Augen treiben treffen auf Kleiderschnitte, die von Petticoat bis Pencilskirt die komplette modeschöpferische Bandbreite abdecken.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Da hat sich die Zusammenarbeit mit BB Promotion und Creative Partners ganz klar gelohnt. Das kann man jedoch für die Fatsuits von Tracy und Edna leider nicht sagen. Die beiden Damen wirken sehr unförmig, da ihre „Füllmasse“ irgendwie seltsam unnatürlich und zusammengeknautscht aussieht.</p>
<p class="Body">Regie, Choreographie und musikalische Leitung lagen wie schon im vergangenen Jahr in den Händen des Kreativ-Paars Jacqueline Dunnley-Wendt und Hauke Wendt. Die Show sprüht vor Elan und die mitreißenden Choreographien sorgen im Publikum sofort für wippende Füße. Auch die Dialoge von Jörn Ingwersen und Heiko Wohlgemuth verfehlen ihre Wirkung nicht. Leider kommen diese manchmal etwas schleppend, so dass es zu unnötigen Pausen kommt, die den Spielfluss stören. Dennoch haben die Zuschauer im Laufe des Abends viel zu lachen. Wenn die tumbe Vorzeige-Blondine Amber von Tussle sich – im Fernsehstudio von Motormouth Maybelle stehend &#8211; darüber beklagt, „allein in einem Haufen Minderheiten“ zu sein, ist das schon herrlich. Deutlich trashiger daher kommt da schon Tracys Gefängnis-Weisheit: „Sie können uns am küssen hindern, aber nicht am singen!“</p>
<p class="Body">Manches Mal schrammt die Inszenierung tatsächlich haarscharf an einer Parodie vorbei. So zum Beispiel in Link Larkins großem Solo „ich und Du“, wo man den Darstellern kaum noch Authentizität bescheinigen kann. Doch es gibt auch viele gelungene Szenen wie bspw. „Mama, ich bin nicht mehr klein“, wo sich die Töchter Tracy, Penny und Amber gegen die Fürsorge ihrer Mütter auflehnen – so unterschiedlich diese auch sein mag. Schon in dieser Szene wird deutlich, dass das Zusammenspiel von Maria Kristina Nissen und Timon Brandenberg alias Tracy und Edna Turnblad ausgezeichnet ist. Die beiden Nachwuchsdarsteller sind eine sehr gute Einheit auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Nissens Spielfreude überträgt sich auf alle, mit denen sie in einer Szene zu sehen ist. Ihre großen, unschuldigen Kulleraugen bilden einen wunderbaren Gegensatz zu dem sonst so burschikosen Wesen der Tracy Turnblad. Auch stimmlich wird sie der Hauptrolle dieses Stücks gerecht.</p>
<p class="Body">Eine weitere Stimme, die dem Zuschauer im Ohr bleibt, ist Stephanie Bramlages, die als Motormouth Maybelle für den richtigen Soul sorgt. Auch wenn sie vielleicht optisch nicht ganz dem Klischee der afroamerikanischen Rebellin entspricht und ihre affektierte Gestik sehr aufgesetzt wirkt, ihre klare, saubere Stimme, mit der sie auch noch den letzten Ton voll aussingt, entschädigt dafür.</p>
<p class="Body">Nicht nur durch seine samtige Stimme, sondern auch durch seinen bemerkenswerten Hüftschwung empfiehlt sich Dennis Schulze als Seaweed J. Stubbs. Schulze liefert in allen Ausbildungskategorien ein überaus ansprechendes Gesamtpaket ab. Dass seine asiatische Herkunft sich nicht ganz mit dem afroamerikanischen Rollenprofil deckt, fällt in manchen Dialogen auf, aber ansonsten nicht weiter ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Schauspielerisch ragen Sina Bertram und Kristina Neuwert aus der Riege ihrer Kolleginnen deutlich hervor. Bertram überzeugt als überfürsorgliche Mutter von Penny genauso wie als Sportlehrerin nach klassischer Ostblock-Tradition. Neuwert ist eine wunderbar zickig-arrogante Velma von Tussle. Hier bedauert man geradezu, dass Szenen wie „Miss Baltimore Crabs“ der Schere zum Opfer gefallen sind.</p>
<p class="Body">Nicht ganz zu überzeugen vermag hingegen Regine Lange, die die Amber von Tussle nicht als verwöhnte Highschool-Prinzessin darstellt, sondern eher als reichlich stumpfen, herrschsüchtigen Mini-Drachen, der aber so gar keine angenehmen Eigenschaften hat. Auch Julian Fernandez alias Link Larkin ist nicht der Mädchenschwarm, den man erwarten würde. Seine Selbstverliebtheit wird zu arg aufgesetzt als dass sie sympathisch wäre. Man wird das Gefühl nicht los, dass ein Rollentausch von Fernandez und Simon Horwath sich geradezu aufdrängt: Horwath gibt einen sehr sympathischen, souveränen Corny Collins und im direkten Vergleich hätte er als Link Larkin sicherlich genauso, wenn nicht noch authentischer gewirkt.</p>
<p class="Body">Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass das anrührende Duett von Vater und Mutter Turnblad ebenfalls fehlt. Hier hätten Timon Brandenberg und Sascha Theis als ungleiches Paar Edna und Wilbur ihre Gesangs- und Schauspielqualitäten nachdrücklich unter Beweis stellen können.</p>
<p class="Body">Ingesamt jedoch kann man sagen, dass auch diese Abschlusspräsentation ein voller Erfolg war. Die Jungdarsteller stehen ihren großen Vorbildern in nichts nach. Es gibt herausragende Tänzer genauso wie geborene Schauspieler und Sänger zu entdecken. Genau diese Vielseitigkeit ist es, die den Besuch bei der Stage School immer wieder zu einem großen Spaß macht.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kampnagel, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">20</span>. Juni 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Maria K. Nissen, Sina Bertram, Timon Brandenberg, Julian Fernandez</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musikalische Leitung:</span></strong> <span class="Bold">Jacqueline Dunnley-Wendt / Hauke Wendt<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Frank Linke<br />
</span></p>
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		<title>Momix Botanica</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/momix-botanica/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 18:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kampnagel]]></category>
		<category><![CDATA[Momix Botanica]]></category>
		<category><![CDATA[Moses Pendleton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sphärische Klänge empfangen das Publikum im Kampnagel 6. Sofort spürt man eine besondere Atmosphäre und die Zuschauer werden in eine entspannte Stimmung versetzt. In einem fließenden Übergang verdunkelt sich der Saal und die Show beginnt. Zunächst sieht man eine weiße Rose, mit der man unweigerlich etwas Trauriges verbindet. Die Musik wird bedrohlicher, intensiver und der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Sphärische Klänge empfangen das Publikum im Kampnagel 6. Sofort spürt man eine besondere Atmosphäre und die Zuschauer werden in eine entspannte Stimmung versetzt.</p>
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<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">In einem fließenden Übergang verdunkelt sich der Saal und die Show beginnt. Zunächst sieht man eine weiße Rose, mit der man unweigerlich etwas Trauriges verbindet. Die Musik wird bedrohlicher, intensiver und der Hintergrund der Rose nimmt Farbe an.</p>
<p class="Body">Auf der Bühne wird mit Stoff und Windmaschine ein aufgewühltes Meer produziert, aus dem immer mal wieder einzelne Spitzen aufsteigen. Mit einem Mal stemmen sich Gesichter und Körper unter dem Stoff gegen den Wind. Schon in dieser ersten Szene wird ein beeindruckender Spannungsbogen erzeugt.</p>
<p class="Body">Viele Szenenwechsel werden durch Tierlaute &#8211; mal Vogelzwitschern, mal Affenschreie &#8211; begleitet. So auch der erste, der überleitet zu einer total schwarzen Bühne. Im Schwarzlicht tauchen Schlangen auf, die zu Ästen werden, Straußen, Phytons und Vögeln. Das Ganze dargestellt von drei Künstlern, die ihre Hände, Füße, Unterarme und Unterschenkel sehr geschickt und clever immer wieder neu kombinieren.</p>
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<div class="text-content style_External_666_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Leider bleibt wenig Zeit, das Gesehene mit Applaus zu honorieren, denn kaum sind die Schwarzlichtvögel von der Bühne geflattert, öffnet sich der Vorhang und gibt den Blick frei auf eine Tänzerin, die sich auf einer schrägen Spiegelfläche aalt. Mit gezielten Bewegungen schafft sie immer neue, kreative Figuren. Dabei muss sie sich weder besonders schnell bewegen, noch verrenken. Die effektvolle Nutzung der Spiegelfläche täuscht die Sinne und man muss sich schon sehr konzentrieren, um zu erkennen, dass es die ganze Zeit nur eine einzige Frau ist, die diese Illusionen erzeugt.</p>
<p class="Body">Es folgt eine Szene mit einem skelettierten Urzeitviech, das einem Triceratops ähnelt und mit dem eine Tänzerin zunächst</p>
<p class="Body">liebevoll spielt, um schlussendlich aber doch von ihm verletzt zu werden. Während der ganzen Szene liegt rechts vorn ein schlafender, knapp bekleideter Jüngling. Mehr als Herumliegen macht er aber auch nicht. So ganz kann man diese Szene nicht nachvollziehen&#8230;</p>
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<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_258_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch auch hier bleibt keine Zeit zum Nachdenken, denn schon entspannt sich das nächste Bild, in der das Ensemble, die Arme in Plastikröhren steckend, über die Bühne tanzt und mit den Röhren immer wieder neue Formen erzeugt.</p>
<p class="Body">In der Folgeszene tanzen die Blätter. Drei Paare zeigen in ansprechenden, kraftraubenden und doch unendlich eleganten Figuren, was experimentelles Tanztheater ausmacht. Jede Faser der sechs Körper ist gespannt und jede Bewegung wird ganz präzise ausgeführt.</p>
<p class="Body">Als nächstes kullern fünf Blütenknospen auf die Bühne. Zu wunderschöner, indisch motivierter, ins klassische übergehender Musik entwickeln</p>
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<div class="text-content style_External_666_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">sich diese Knospen vor den Augen der Zuschauer zu wunderschönen Blumen. Die Tänzerinnen verleihen dieser Wandlung viel Grazie und das Spiel mit den wandlungsfähigen Kleidern &#8211; vom Kokon über Petticoat zum eleganten Cocktailkleid &#8211; ist eine wahre Augenweide.</p>
<p class="Body">In den Folgesequenzen stehen mal die Männer mehr im Vordergrund: Als düstere, kraftvoll-bedrohliche Wespen erobern sie in einer raumgreifenden Choreographie die Bühne. Verstärkt von einigen Kolleginnen traben sie danach als Zentauren über die Bühne. Die Synchronität von Vorder- und Hinterteil ist bestechend, die energische Eleganz freut das Auge.</p>
<p class="Body">Im ersten Akt begleiten sphärische Klänge die vielen zusammenhanglosen Szenen. Das birgt die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit der Zuschauer durch die „Entspannungsmusik“ sinkt und man das Geschehen nur noch vorbeiplätschern lässt, was den herausragenden Leistungen der Künstler wahrlich nicht gerecht werden würde.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt ändert sich dies. Nicht nur die Musik wird schneller, energischer und elektrisierender, auch die gezeigten Choreographien sind noch kreativer, atemberaubender, schöner.</p>
<p class="Body">Ein erstes Highlight setzt die Auftaktnummer, in der das Ensemble in weißen Kostümen die Bühne zurück erobert. Die komplette Szenerie wird auf der Leinwand im Hintergrund mehrfach parallel abgespielt. Wenn dann noch die Lichttechnik hinzu addiert wird und in einem Blitzlichtgewitter mal die Live-Tänzer, mal die passende Sequenz auf der Leinwand beleuchtet wird, ist das Publikum wieder begeistert bei der Sache.</p>
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<div class="text-content style_External_331_234">
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<p class="Body">Über die Tänzerin, die unter ihrem Kettenvorhang zunächst an eine altmodische Stehlampe erinnert, wundern sich die Zuschauer nur ganz kurz. Als sie beginnt sich zu drehen und der Vorhang zu einem Kreisel wird, mit dem sie immer neue Formen schafft, sitzen viele mit offenem Mund da.</p>
<p class="Body">Erinnern Sie sich noch, wie schwer es ist, einen Hula-Hoop-Reifen in Schwung zu halten? Versuchen Sie das mal minutenlang mit hunderten einzelnen Ketten. Über den Drehwurm, die die Tänzerin bekommt, da sie nicht ein einziges Mal die Drehrichtung wechselt, wollen wir hier gar nicht erst reden&#8230; Absolut beeindruckend!</p>
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<div class="text-content style_External_675_157">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der von Bob Fosse choreographierte „Razzle Dazzle“ diente ganz klar als Vorlage für die folgende Sonnenblumen-Szene. Vor einem strahlend blauen Himmel tanzen drei wunderschöne Sonnenblumen, die jeweils aus zwei Straußenfederfächern zusammengesetzt werden. Wunderhübsch anzuschauen, ganz pur und mit kleinen Ideen (bspw. die „zuckenden“ Blütenbätter, während die Tänzerinnen umrahmt von den Blumen auf dem Boden sitzen) gespickt, die diese Szene einmalig machen.</p>
<p class="Body">Es folgt eine Liebeserklärung an (irische) Wälder. Zu gälischen Klängen und lupenreinem Gesang tanzt das komplette Momix-Ensemble mit Ahorn-Ästen. Sie schaffen wunderschöne Bilder, die Choreographien sind so abwechslungsreich wie anstrengend und das Publikum lässt sich vollends von dieser perfekten Harmonie gefangen nehmen.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Das Finale ist unerwartet ruhig: Ein einzelner Tänzer bewegt einen riesenhaften Fächer über die Bühne.</p>
<p class="Body">Zusammen mit seinen fließenden Bewegungen und den dazu eingeblendeten Blumen-Mustern wird man in eine traumhafte Welt entführt, wobei der Auftakt zu dieser Szene &#8211; Sternenmeer und Meeresrauschen  &#8211; dazu fast noch besser geeignet ist, als die daran anschließenden Blütenmotive.</p>
<p class="Body">Als Zugabe zeigen die zehn Tänzerinnen und Tänzer eindrucksvoll, was man mit Pool Noodles noch so anstellen kann. Farbenfroh, schnell, mit entsprechender Vervielfältigung auf der Leinwand werden hier noch einmal alle Sinne der Zuschauer angesprochen.</p>
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<p class="Body">„Momix Botanica“ ist unglaublich kreatives Tanztheater. Es werden wunderbare Bilder geschaffen. Das Publikum sieht noch nie da gewesene Choreographien und wird im Handumdrehen verzaubert. Die neueste Show von Moses Pendleton hat alles, was es braucht, um Menschen in eine andere, bunte, gefühlvolle Welt zu entführen.</p>
<p class="Body">Nicht alle Szenenwechsel sind rund und die Zuschauer wissen auch nicht immer, ob sie nun applaudieren sollen oder nicht. Manchmal wäre die Zeit, aber das Publikum ist von der Performance noch gefangen, manchmal würde man gern seiner Begeisterung Luft machen, aber die ruhige, sphärische Musik gibt einem das Gefühl, das es nicht angebracht sei.</p>
<p class="Body">Nichtsdestoweniger bekommen die zehn Tänzerinnen und Tänzer am Ende minutenlangen Applaus und stehende Ovationen. Ihre Leistung ist atemberaubend. Die Kostüme sind traumhaft schön und passen sich perfekt an die gestählten Körper der Künstler an.</p>
<p class="Body">Die Musikauswahl passt zum Gesamterlebnis. Vielleicht gehören Tiefenentspannung und Sich-Treiben-Lassen ja zu den erklärten Zielen des amerikanischen Regisseurs und Choreografen. Dann trifft er mit seiner neuen Show voll ins Schwarze.</p>
<p class="Body">Wenn man sich darauf einlässt, keine Handlung, sondern abwechslungsreiches, buntes, wunderschönes Tanztheater genießen möchte, dann ist man bei der neuen Tour aus dem Hause Mehr! Entertainment genau richtig.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kampnagel, Hamburg<br />
<strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 11. Januar 2014<br />
<strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> MOMIX Ensemble<br />
<strong><span class="Bold">Regie &amp; Choreographie:</span></strong> Moses Pendleton<br />
<strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Max Pucciariello</div>
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		<title>Romeo and Juliet</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/romeo-and-juliet/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 04 Sep 2013 18:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Adrienne Canterna]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kampnagel]]></category>
		<category><![CDATA[Rasta Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Rock the Ballet]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo and Juliet]]></category>
		<category><![CDATA[The Bad Boys of Dance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal brechen Rasta Thomas und seine Frau Adrienne Canterna mit ihrer Tradition und erzählen mit „Romeo and Juliet“ eine abgeschlossene Handlung, anstelle des bewährten Show-Charakters, der „Rock the Ballet“ und „Tap Stars“ auszeichnet. Keiner von beiden hat jemals selbst eine der beiden Titelgebenden Rollen getanzt und so nähern sie sich dem Thema auf ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">Zum ersten Mal brechen Rasta Thomas und seine Frau Adrienne Canterna mit ihrer Tradition und erzählen mit „Romeo and Juliet“ eine abgeschlossene Handlung, anstelle des bewährten Show-Charakters, der „Rock the Ballet“ und „Tap Stars“ auszeichnet.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Keiner von beiden hat jemals selbst eine der beiden Titelgebenden Rollen getanzt und so nähern sie sich dem Thema auf erfrischend kurzweilige, tänzerisch bewährt moderne und musikalisch unerwartete Weise. Musikalisch unerwartet, da das Publikum eben nicht nur intensive Rockklänge auf die Ohren bekommt, sondern mehr als die Hälfte der 24 Szenen mit klassischer Musik &#8211; jedoch nicht nur Sergei Prokofjews Kompositionen &#8211; unterlegt ist.</p>
<p class="Body">Zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ (Herbst)  werden in einem sehr gelungenen Prolog die Akteure von William Shakespeares bekanntestem Werk einzeln namentlich vorgestellt. Das Publikum kann die Familien der Montagues und Capulets gut erkennen. Die Feindschaft wird durch den anschließenden Kampf zu „Carry on a wayward son“ (Kansas) nachdrücklich verdeutlicht.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_671_1141">
<div class="style_2">
<p class="Body">Während der verträumte Romeo erneut zu Vivaldi über die Bühne tanzt, hat Julia ihr erstes Solo zu Prokofjews „Romeo &amp; Julia, Op. 64, &#8211; Julia als junges Mädchen“. Der folgende Kostümball besticht vor allem durch die ausgefallenen, körperbetonenden Kostüme. Viel Phantasie braucht der Zuschauer nicht, um sich das Muskelspiel der Tänzer unter den eng anliegenden, knapp geschnittenen Hosen und Shirts vorzustellen. Damit bedient das Kreativteam die Erwartungen der vorrangig weiblichen Zuschauer und erntet den entsprechenden Applaus. Zu einer Mischung aus Vivaldi und David Guetta nimmt das Geschehen seinen Lauf und Romeo und Julia begegnen sich zum ersten Mal. Ihre aufblühende Liebe beginnt mit „Without you“ (Guetta / Usher) und endet in einem klassischen Pas de Deux zu dem durch diverse Filme und viele Konzerte bekannten „Adagio for Strings, Op 11a“ von Samuel Barber.</p>
<p class="Body">Sowohl Julias liebesschwangere Tagträume als auch Romeos Junggesellenparty rocken wieder das Haus („Teenage Dream“ (Katy Perry), „Party Rock Anthem“ (LMFAO)). Ruhiger wird es kurz als die Amme ihre Julia zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ (Winter) auf die bevorstehende Hochzeit vorbereitet. Die Inszenierung der Hochzeit ist durch Lichteffekte (schrittweise Lichtwechsel beleuchten die fortschreitende Eheschließung vor Pater Lorenzo) sehr gelungen und die Party endet mit Lady Gagas „Edge of Glory“.</p>
<p class="Body">Den Auftakt zum 2. Akt bildet der Kampf von Capulets und Montagues. Während die „Bad Boys of Dance“ zu „Greyhound“ (Swedish House Mafia) mit viel Energie über die Bühne wirbeln, ist Mercutios Ermordung und Tod zu Prokofjews „Romeo &amp; Julia, Op. 64 &#8211; Mercutio stirbt“ zwar wunderschön anzuschauen, aber doch etwas langatmig.</p>
<p class="Body">Aus dem Zusammenhang gerissen wirkt Graf Paris Bemühen um Julia zu „Every breath you take“ (The Police), wohingegen Romeos Rache an Tybalt &#8211; erneut zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ (Sommer) &#8211; sehr intensiv ist und durch starke Gefühle punktet. Die Choreographien sind in diesen Szenen mehr als deutlich als Rasta Thomas‘ und Adrienne Canternas zu erkennen.</p>
<p class="Body">Erneut wundervoll harmonisch ist die Liebesnacht von Romeo und Julia zu Des‘rees „I‘m kissing you“, die Romeos Verbannung und Julias daraus resultierender Verzweiflung vorausgeht. Zur weltbekannten „Unchained Melody“ der Righteous Brothers nimmt Julia das Gift und stirbt vermeintlich. Durch Lichtkegel und kniende Tänzer in Mönchskutte wird die Familiengruft dargestellt, was sehr effektvoll ist.</p>
<p class="Body">Zu Prokofjews „Romeo &amp; Julia, Op. 64“ wohnt der Zuschauer dem tragischen Ende der Geschichte bei: Romeo findet seine vermeintlich tote Geliebte in der Familiengruft, stößt auf Graf Paris, bringt ihn in seiner unbändigen Wut und Trauer um und nimmt sich dann selbst das Leben, Julia erwacht aus ihrem Todesschlaf, sieht ihren Romeo und Paris tot am Boden liegen und beendet ihr eigenes Leiden, indem sie sich ersticht.</p>
<p class="Body">Das letzte Wort, bzw. den letzten Tanz des Abends hat Benvolio, der zu „Welcome to the black parade“ (My Chemical Romance) den Trauerzug der Capulets und Montagues anführt.</p>
<p class="Body">Shakespeares zutiefst romantische Tragödie bietet viele Möglichkeiten, sich in Details zu verlieren, doch dem Kreativteam ist es gelungen, die Handlung kompakt umzusetzen und selbst, wenn man nicht jedes Details kennt, findet man sich im Stück jederzeit gut zurecht. Hier helfen auch die passend ausgewählten und sparsam animierten Videoprojektionen im Hintergrund, die die Szenen verdeutlichen und die Stimmungen der Protagonisten unterstreichen. Bspw. verwandelt sich Julias schönes, „plüschiges“ Barockschlafzimmer nach der Verbannung Romeos in einen dunklen, traurigen Raum ohne Dekorationen, in dem man sich weder wohl fühlt, noch gern aufhält.</p>
<p class="Body">Dass die „Bad Boys of Dance“ und ihre weiblichen Kolleginnen herausragend tanzen können, haben sie schon in der Vergangenheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Gegensatz zu ihren vorangegangenen Shows steht hier aber nicht die Gruppe im Mittelpunkt, sondern die Solisten. James Boyd ist ein exzellenter Romeo, kann romantische wie intensive Gefühle gleichermaßen körperlich beeindruckend umsetzen. Auch Mercutio und Tybalt, DJ Smart und Noah Gouldsmith, bestechen durch eine atemberaubende Körperbeherrschung und spielerische Intensität. Teneise Mitchell Ellis gibt eine sehr sympathische Amme und stiehlt Daniela Filippone als Julia fast die Show. Filippone ist eine sanfte Erscheinung, scheint aber nicht wirklich aus sich herauszukommen. Letztlich bleibt sie das schwächste Glied in der Kette. Selbst Jace Zeimantz als Pater Lorenzo und Nicholas Cunningham als Paris haben deutlich stärkere Momente auf der Bühne und bleiben im Gedächtnis.</p>
<p class="Body">Die Idee, klassische Stoffe in ein neues tänzerisches Gewand zu kleiden, ist nicht neu. Schaut man sich an, wo Rasta Thomas und Adrienne Canterna herkommen, bringen sie das gesamte Handwerkszeug mit, um diese Herausforderung zu meistern. Doch irgendwie überzeugt ihr neues Werk nicht gänzlich. Das mag an den teilweise sehr harten Übergängen von Klassik zu Rock/Pop liegen, evtl. auch an der nicht immer gelungenen Vermischung von klassischem Ballett und Modern Dance / Street Dance / Jazz Elementen. Das Publikum zollt den Tänzern für ihre Leistung jedoch durch minutenlange stehende Ovationen allerhöchsten Respekt und verlässt das Kampnagel Theater in angeregte Gespräche vertieft.</p>
<p class="Body">„Romeo and Juliet“ ist &#8211; wie es auf dem Plakat steht &#8211; a classic rock ballet. Führt man sich dies vor Augen kann man den Abend in vollem Umfang genießen, denn optisch, akustisch und auch emotional bedient das Stück eine große Bandbreite.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kampnagel, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Weltpremiere:</span></strong> 3. September 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> The Bad Boys of Dance</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Choreographie:</span></strong> Rasta Thomas / Adrienne Canterna</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Manfred H. Vogel</span></div>
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		<title>Camp Rock &#8211; Ein treffsicheres Abschlussprojekt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/camp-rock-ein-treffsicheres-abschlussprojekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 14:20:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kampnagel]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Abschlussprojekts der diesjährigen Absolventen der Hamburger Stage School wurde mit Disneys „Camp Rock“ erstmalig ein komplettes Stück aufgeführt anstelle der sonst üblichen Showcases, die in verschiedenen Szenen das Können der Nachwuchskünstler zeigen. Doch auch mit „Camp Rock“ bewiesen die 27 Schüler, was sie in den letzten Jahren in den Bereichen Gesang, Tanz und Schauspiel ...</p>
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<p class="Body">Als Abschlussprojekts der diesjährigen Absolventen der Hamburger Stage School wurde mit Disneys „Camp Rock“ erstmalig ein komplettes Stück aufgeführt anstelle der sonst üblichen Showcases, die in verschiedenen Szenen das Können der Nachwuchskünstler zeigen. Doch auch mit „Camp Rock“ bewiesen die 27 Schüler, was sie in den letzten Jahren in den Bereichen Gesang, Tanz und Schauspiel gelernt haben.</p>
<p class="Body">Die Bühnenfassung von „Camp Rock“ basiert auf dem zweiten Teil des gleichnamigen Disney-Films aus dem Jahr 2010. Jugendliche, die bereits im Vorjahr zu einem eingeschweissten Team zusammengewachsen sind, treffen im beliebten Sommercamp „Camp Rock“ wieder zusammen, um zwei Wochen mit viel Spaß vom Alltag abzuschalten und ihre kreative, musikalische Seite auszuleben. Im Mittelpunkt steht die quirlige Mitchie, die mit ihrer Natürlichkeit schnell zur Sprecherin des Camps wird. Auch in diesem Jahr kommt die beliebte Boyband „Connect 3“ ins Camp, um die Jugendlichen zu unterstützen.</p>
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<p class="Body">Kurz nach der Ankunft erfahren die Teenies, dass auf der anderen Seite des Sees ein weiteres Camp eröffnet hat: „Camp Star“ unter der Leitung von Axel Turner, einem ehemaligen Wegbegleiter von „Camp Rock“ Leader Brown Cesario. Ihre Wege als Bandmitglieder der „Wet Crows“ haben sich bereits vor 15 Jahren getrennt, doch hier gibt es offenbar noch einiges aufzuarbeiten.</p>
<p class="Body">Aus der Rivalität von Turner und Cesario wird schnell ein Wettbewerb zwischen den beiden Camps. Einige Schüler und vor allem Lehrkräfte lassen sich vom schönen Schein des „Camp Star“ blenden und wechseln die Seiten. Die Existenz von „Camp Rock“ ist bedroht. Zudem stachelt Turner die Schüler der Camps auf, in einem so genannten Final Jam gegeneinander anzutreten. Camp-Diva Tess sorgt dafür, dass dieser Wettstreit landesweit live im TV ausgestrahlt wird.</p>
<p class="Body">Kurzerhand erklären sich die drei Gray-Brüder von „Connect 3“ bereit, die Lücke im Lehrkörper des „Camp Rock“ zu schließen und die Arbeit beginnt: Mitchie übernimmt die Führung und vergisst leider bei allem Enthusiasmus den Spaß an der Sache. Ihre Camp-Kollegen meutern. Zum Glück kann Jonas Gray, mit dem Mitchie schon seit einem Jahr eine zarte Liebelei verbindet, sowohl das Team als auch Mitchie zur Vernunft bringen und so treten die beiden Camps eine Woche später gegeneinander an.</p>
<p class="Body">Nur den manipulativen Aktivitäten von Axel Turner ist es zu verdanken, dass „Camp Star“ den offiziellen Wettstreit gewinnt. Die „Camp Rock“ Kids sind zurecht enttäuscht, da ihre Performance der des „Camp Star“ deutlich überlegen war. Abends sitzen alle am Lagerfeuer und geben sich ihrer Trauer hin als sie die Wahrheit über die Abstimmung erfahren. Plötzlich tauchen die Teenies aus dem anderen Camp auf und zeigen so, dass auch sie die Machenschaften ihres Camp Leaders nicht gutheißen. Cesario Brown kommt dazu und berichtet über das landesweite positive Feedback und die zahlreichen Anmeldungen für das kommende Jahr. „Camp Rock“ ist gerettet und eine große fröhliche Party beginnt&#8230;</p>
<p class="Body">Für die deutsche Erstaufführung zeichnet ein erfahrenes Kreativ-Team verantwortlich: Jacqueline Dunnley-Wendt stand selbst jahrelang auf der Bühne und hat mit „Cats“, „Die Schöne und das Biest“, „The Producers“ und „High Fidelity“ bereits namhafte Musicals inszeniert oder choreographiert. Bei „Camp Rock“ übernahm sie die Aufgabe von Regie und Choreographie in Personalunion. Unterstützt wurde sie von ihrem Ehemann Hauke Wendt, der nicht nur die musikalische Leitung übernahm, sondern auch die Szenendialoge ins Deutsche übertrug.</p>
<p class="Body">Leicht hatten es die beiden sicherlich nicht, denn bei der Besetzung der Rollen konnten sie lediglich auf die Absolventen zurückgreifen anstatt sich aus unzähligen Bewerbern die Idealbesetzung aussuchen zu können. Doch man muss sagen, dass die Rollen der Hauptfiguren allesamt sehr gut besetzt wurden: Stefanie Bondiek gibt eine mitreißende, gefühlvolle Mitchie ab, Stefan Kasperkowiak überzeugt als „Connect 3“ Bandleader Shane Gray nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch sehr. Claudia Wölfel de Mejia ist so glaubwürdig als Camp-Diva Tess, dass man sie am liebsten von der Bühne schicken würde. Patric Dull ragt ebenfalls aus dem Ensemble hervor, da er den schüchternen Nate Gray sehr authentisch spielt und stimmlich unerwartet auftrumpft. Den Leading Man des „Camp Star“ gibt ein tänzerisch und schauspielerisch sehr starker Tobias Losert. Auch alle anderen Absolventen agieren rollendeckend und viele habe Momente, in denen sie das Publikum direkt für sich gewinnen.</p>
<p class="Body">Mit „Can&#8217;t Back Down“ gewinnt das Stück erst relativ spät im 1. Akt an Fahrt, dann aber auch direkt mit Macht. Die Energie, mit der die „Camp Rock“ Kids ihrem Kampfgeist Luft machen, ist ansteckend. Auch szenisch funktioniert dieser Song perfekt. Beim kurz darauf folgenden Song „Play My Music“ stehen vor allem die typisch amerikanischen, exzellent umgesetzten, amerikanischen Choreographien im Mittelpunkt. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, so viele liebevolle Details wurden eingearbeitet. So sieht echtes Musicalkönnen aus!</p>
<p class="Body">Der zweite Akt startet ebenfalls etwas verhalten und hat eine Tendenz, sich in Kleinigkeiten zu verlieren, doch mit „Introducing Me“, dem Song bei dem Nate seine Schüchternheit überwindet und seiner Angebeteten Dana seine Liebe gesteht, ist das Publikum wieder voll dabei. So charmant und scheinbar lieblich dieses Stück daherkommt, so anspruchsvoll ist das hohe Tempo des Songs, bei dem beide Darsteller auch noch bühnenweit agieren.</p>
<p class="Body">„Wouldn&#8217;t Change A Thing“ markiert den Wendepunkt in Shanes und Mitchies Beziehung: Nach diversen Zwistigkeiten der letzten Tage finden sie wieder zueinander und kämpfen gemeinsam für „Camp Rock“. Bemerkenswert an dieser Stelle ist neben den Gefühlswelten, die Stefanie Bondiek und Stefan Kasperkowiak gesanglich scheinbar spielend erschaffen, ihr hervorragendes Englisch.</p>
<p class="Body">Der Final Jam, etwas martialisch als „Camp Wars“ deklariert, zeigt die Vielseitigkeit, die ein Musicaldarsteller mitbringen muss. Während das Team vom „Camp Star“ seinen Schwerpunkt auf anspruchsvolle Choreographien, glitzernde Kostüme und einen reibungslosen Ablauf legt, überzeugt das „Camp Rock“ mit großer Spielfreude und Spaß am Singen und Tanzen.</p>
<p class="Body">Die Energie (und sicherlich auch die Erleichterung das komplette Stück zum ersten Mal vor 200 Zuschauern präsentiert zu haben) bricht sich im finalen „This Is Our Song“ Bahn und steckt das Publikum an. Tanzend und klatschend stehen die Premierengäste auf der Tribüne und danken den jungen Künstlern für einen mitreißend Abend.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kampnagel, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>21. Juni 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Absolventen der Stage School of Music, Dance and Drama</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Jacqueline Dunnley-Wendt<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Boris Grzesik<br />
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		<title>Rock the Ballet</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/rock-the-ballet-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 18:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kampnagel]]></category>
		<category><![CDATA[Rasta Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Rock the Ballet]]></category>
		<category><![CDATA[The Bad Boys of Dance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach vier sehr erfolgreichen Jahren schickt Rasta Thomas‘ „Rock the Ballet“ nun mit einem neuen Programm, neuen Choreographien und neuen Songs auf Tour. Musikalisch orientiert sich das Kreativteam &#8211; bestehend aus Rasta Thomas (Regie) und seiner Frau Adrienne Canterna (Choreographie)  &#8211; sowohl an aktuellen Charthits als auch weltbekannten Popsongs. Da fehlt weder „The Scientist“ von ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">Nach vier sehr erfolgreichen Jahren schickt Rasta Thomas‘ „Rock the Ballet“ nun mit einem neuen Programm, neuen Choreographien und neuen Songs auf Tour.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Musikalisch orientiert sich das Kreativteam &#8211; bestehend aus Rasta Thomas (Regie) und seiner Frau Adrienne Canterna (Choreographie)  &#8211; sowohl an aktuellen Charthits als auch weltbekannten Popsongs. Da fehlt weder „The Scientist“ von Coldplay, noch „Don‘t stop believin“ von Journey; auch „Sexyback“ von Justin Timberlake, „Moves like Jagger“ von Maroon 5 und „I‘m sexy and I know it“ von LMFAO fehlen nicht. Doch das Programm wird erst komplett durch „I don‘t wanna miss a thing“ von Aerosmith, „Faith“ von George Michael, „Dangerous“ und „Bad“ von Michael Jackson sowie „We are the champions“ von Queen.</p>
<p class="Body">Genau diese Mischung aus alt und neu, kombiniert mit den typischen Choreographien mit Elementen aus Ballett, Jazz, Hip-Hop und Modern Dance sorgen für einen explosiven Tanzabend.</p>
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<p class="Body">Das neue Programm ist in zwei jeweils 45-minütige Akte unterteilt, von denen der erste eine Liebesgeschichte erzählt, während der zweite eine atemlose Aneinanderreihung von Hits und kurzen Tanzsequenzen ist.</p>
<p class="Body">Im ersten Akt bilden fünf ausgezeichnete Tänzer den Rahmen für die Geschichte des Liebespaars (getanzt von James Boyd und Adrienne Canterna). Mit viel weiblichem Charme wird das Kennenlernen der beiden nachgezeichnet, es folgen romantische Momente, aber auch ein sehr intensiver Streit. Canternas Choreographien strotzen nur so vor Energie und Erotik, auch wenn man letztlich das wirklich Neue daran vermisst. Besonders gelungen ist das Staging zu „The Scientist“ von Coldplay, da hier jeder der fünf Tänzer seinen eigenen Raum bekommt und eindrucksvoll sein Können zeigen kann, während das Paar sich aus dem Weg geht.</p>
<p class="Body">Mit den ersten Tönen von „A song for you“ von Donny Hathaway wird die Versöhnung eingeleitet, die zu „Fallin‘„ von Alicia Keys und „Don‘t stop believin“ von Journey in einem energiegeladenen Finale mündet.</p>
<p class="Body">So beeindruckend und vielseitig die Choreographien auch sein mögen, man sieht doch häufiger ein Nachsetzen oder verpasste Einsätze. Auch unsynchrone Abläufe fallen auf. Das ist ein sehr überraschendes Novum bei den „Bad Boys of Dance“, das ich nur allzugern der Weltpremieren-Nervosität zurechne.</p>
<p class="Body">Die Videoprojektionen von Josh Hardy geben dem ersten Akt einen sehr guten Rahmen. Spielend verlegt er die Szenerie in verschiedene Ecken von New York. Die sieben Tänzer bilden ein harmonisches Miteinander mit der überdimensionalen Videowall. Einzig das Light Design von Lutin Tanner und Ashley Day hat an der ein oder anderen Stelle etwas gegen die Projektionen zu kämpfen und lässt die Tänzer im Schatten stehen.</p>
<p class="Body">Den Auftakt zum zweiten Akt bildet eine Szene, die man getrost ins Improvisationstheater verbannen könnte &#8211; weniger wegen der herausragenden, individuellen Choreographien als vielmehr wegen der sehr ablenkenden, übermächtigen Videoprojektion und wegen „Brotsjor“ von Olafur Arnalds, ein Song, dem man nur sehr schwer folgen kann.</p>
<p class="Body">Die folgenden ca. zehn kurzen Sequenzen zu Pop- und Rocksongs beeindrucken durch vielfältige Choreographien und nicht minder abwechslungsreiche, leicht ins psychedelische abfallende Videos. Allerdings wechseln die Szenen Schlag auf Schlag, d. h. alle 30-45 Sekunden, so dass man keine Chance hat, das Gesehene zu verarbeiten. Dadurch geht viel von der eigentlichen Wirkung verloren und das Publikum scheint leicht überfordert, da es schon gar nicht mehr weiß, ob und wo es applaudieren soll.</p>
<p class="Body">Mit „Need you tonight“ von INXS, „Dangerous“ von Michael Jackson, „Faith“ von George Michael, „Wanna love you girl“ von Robin Thickie, „We are the champions“ von Queen und „Bad“ von Michael Jackson entsinnen sich Thomas und Canterna wieder ihres eigentlichen Erfolgsrezepts: Perfekt trainierte, leicht bekleidete Körper von exzellenten Tänzern, die sich nach raumgreifenden, einzigartigen Choreographien vor ideal abgestimmten Videoprojektionen zu Welthits bewegen! Das lässt dann auch beim zurückhaltenden Hamburger Publikum die Dämme brechen und es gibt stehende Ovationen.</p>
<p class="Body">Die rundherum beste Szene des Abends gelang dem Ensemble zu „We are the champions“ von Queen &#8211; alle Gewerke greifen hier perfekt ineinander: Die Choreographien sind so typisch wie man sich von „Rock the Ballet“ erwartet, die Videowall verstärkt die Intensität und Kraft der Tänzer, das Light Design stellt jeden Tänzer zu jeder Sekunde ins richtige Licht und der Song ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.</p>
<p class="Body">Mit der Zugabe „I‘m sexy and I know it“ von LMFAO zeigen Adrienne Canterna und ihre sechs Männer wie erotisch und spritzig Tanzen sein kann, wenn man es in Perfektion beherrscht. Die Tänzer können in Sachen Waschbrettbauch und Muskeln von ihrer Choreographin noch einiges lernen &#8211; eine Frau mit echtem Sixpack sieht man nämlich nicht allzu häufig.</p>
<p class="Body">Weniger atemloses Hetzen von einer Sequenz zu anderen und mehr von dieser bis auf den letzten Zentimeter, bis in den kleinen Zeh perfekt inszenierten Szenen und das neue Programm wäre perfekt.</p>
<p class="Body">Dennoch ließ es sich der Kopf hinter dem Ganzen, Rasta Thomas, es nicht nehmen, seinem Weltpremieren-Ensemble &#8211; allen voran seiner Frau &#8211; mit Blumen und Applaus zu danken. Doch genauso demütig wie er die Bühne betrat, verschwand er wieder auf der Seitenbühne und überließ die sieben Akteure des Abends ihrem wohlverdienten Applaus.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kampnagel, Hamburg</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span></strong> 5. Januar 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> The Bad Boys of Dance</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Rasta Thomas</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Herbert Schulze</span></div>
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