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	<title>Heiko Wohlgemuth-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Heiko Wohlgemuth-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>15 Jahre Heiße Ecke im Schmidt Theater – ein Lottogewinn mit Familienanschluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2018 19:56:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Majeski]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2003 haben mehr als 2 Millionen Zuschauer über 4200 Vorstellungen von „Heiße Ecke“ in Hamburg besucht. So lange lief nicht einmal der Dauerbrenner „Cats“ in der Musicalhochburg Hamburg. Einzig der „König der Löwen“ kann in der Hansestadt eine längere Spielzeit vorweisen. Grund genug, nach 12.624 zerdrückten Bierdosen und 25.248 verspeisten Würstchen (beides auf der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/15-jahre-heisse-ecke-im-schmidt-theater-ein-lottogewinn-mit-familienanschluss/">15 Jahre Heiße Ecke im Schmidt Theater – ein Lottogewinn mit Familienanschluss</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2003 haben mehr als 2 Millionen Zuschauer über 4200 Vorstellungen von „Heiße Ecke“ in Hamburg besucht. So lange lief nicht einmal der Dauerbrenner „Cats“ in der Musicalhochburg Hamburg. Einzig der „König der Löwen“ kann in der Hansestadt eine längere Spielzeit vorweisen. Grund genug, nach 12.624 zerdrückten Bierdosen und 25.248 verspeisten Würstchen (beides auf der Bühne) nachzufragen, was das Geheimnis des Erfolgs ist. Diese Frage haben wir Heiko Wohlgemuth, Songtexter, und Anja Majeski, seit 2005 festes Mitglied des „Heiße Ecke“-Ensembles, gestellt.</p>
<p>Zum einen liegt dies sicherlich am Thema selbst: Das Publikum kommt vom Kiez ins Theater, erlebt auf der Bühne 24 Stunden auf dem Kiez und wird danach wieder auf die Reeperbahn entlassen. „Die Menschen erkennen sich auch dank der vielen Aktualisierungen in ihrem Alltag wieder. „Heiße Ecke“ ist so echt und so nah dran am echten Leben, dass es manchmal schon erschreckend ist.“ meint Anja Majeski.  Die Authentizität der Charaktere lässt die Zuschauer einen Aha-Moment nach dem anderen erleben. Heiko Wohlgemuth erinnert sich genau: Das Stück war als Spielplanfüller für sechs Wochen geplant und entstand binnen weniger Wochen, „aber „Heiße Ecke“ war und ist die richtige Show zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Show ist ein Lottogewinn für uns alle! Es ist ein ehrliches Stück, das sich seinen Ruf durch Mundpropaganda erarbeitet hat.“</p>
<p>Die viel zitierte „Schmidt“-Familie“ spielt gerade bei dieser Profuktion eine besondere Rolle. Viele Darsteller sind von Anfang an dabei oder sind nach Abstechern an andere Theater wieder ans Tivoli zurückgekehrt. „Man verbringt hier einen Haufen Lebenszeit miteinander. Die Darsteller verstehen sich gut. Es ist wie in einer Familie, man fordert sich heraus, wächst aneinander. Es gibt hier am Haus sehr wenig Eitelkeiten und Neid. Familie ist im Schmidt Theater kein leeres Wort!“ erläutert Wohlgemuth. Anja Majeski fügt hinzu: „Ich liebe dieses Stück und dieses Haus unsagbar. Es gibt viele kleine Momente, die mir im Gedächtnis geblieben sind, aber vor allem, das was hinter der Bühne passiert, macht es so besonders. Im Kern ist das Ensemble seit 15 Jahren zusammen, wir haben Hochzeiten, Schwangerschaften, Mütter, die gegangen und zurückgekehrt sind, erlebt, auch Abschiede von liebgewonnenen Kollegen gehören dazu, aber wir sind ein Netzwerk und immer alle füreinander da. Das Geheimnis ist, dass wir alle gern miteinander auf der Bühne stehen. Es ist zwar immer harte Arbeit, das Stück frisch zu halten und die Dynamik auf das jeweilige Publikum anzupassen, um es mitzuziehen, doch im Großen und Ganzen lieben wir uns alle sehr. Es sind die kleinen Momente, die es zu den großen macht.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2358" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/15JahreHeisseEcke_Geburtstag_MSC3747-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/15JahreHeisseEcke_Geburtstag_MSC3747-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/15JahreHeisseEcke_Geburtstag_MSC3747-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/15JahreHeisseEcke_Geburtstag_MSC3747.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Auch die Flexibilität, die man den Künstlern sowohl auf als auch neben der Bühne lässt, trägt ein gutes Stück zum Erfolg bei. Ob es nun die kleinen inhaltlichen Anpassungen der Show an das (tages-)aktuelle Geschehen sind, oder neue Gags und kleine Fehler, die man hier einfach charmant in die Show integrieren kann. „Die Zuschauer sehen jeden Abend etwas Besonderes. Kaum eine Show ist wie die andere.“ bestätigt Wohlgemuth. Da steht dann auch schon mal Corny Littmann mit dem Textbuch auf der Bühne, weil er kurzfristig für einen Kollegen eingesprungen ist. Oder Wohlgemuth wird vom Familienessen im benachbarten Theaterrestaurant direkt auf die Bühne geholt, da ein Kollege erkrankt ist. (Die Familie hat das Essen dann auf dem Balkon während der Show fortgesetzt.) „Man muss hier nicht zwingend nach Schema F arbeiten.“ unterstreicht Wohlgemuth. „Nach so langer Zeit kann man sich auf seine eigenen Erfahrungen und die Kollegen verlassen. Man weiß, wo man Witze platziert, damit sie funktionieren und wird aufgefangen, wenn man nur 99% statt 100% geben kann, wenn es einem mal nicht so gut geht. Ich bin dadurch im Laufe der Zeit viel entspannter geworden und konnte die Figur der Hannelore weiterentwickeln, anstatt sie „nur“ von meiner Vorgängerin Carolin Spieß zu kopieren.“ ergänzt Majeski.</p>
<p>Spontaneität ist bei dieser Show und diesem Ensemble ein nicht zu vernachlässigendes Kernelement!</p>
<p>Auch wenn „Heiße Ecke“ für die Künstler auf und hinter der Bühne – wie Majeski sagt – im besten Sinne Alltag geworden ist, gibt es für alle auch ein Leben außerhalb der Frittenbude im Schmidts Tivoli. „Der Ausgleich ist sehr wichtig, um nicht bühnenblind zu werden.“ Für Anja Majeski ist dies neben Reisen und Quality Time mit Mann und Katze auch das sehr persönliche und emotionale Stück „90s Diaries“, das sie gemeinsam mit Sarah Matberg und Susi Banzhaf im Herbst 2016 im Schmidtchen auf die Bühne brachte und welches hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft dort noch einmal gespielt werden wird. Außerdem betätigt sie die Hobby-Bastlerin inzwischen auch als Ausstatterin an den Schmidt Theatern. Ihre kreative Energie kann sie beim Basteln der Requisiten für neue Stücke voll ausleben.</p>
<p>Heiko Wohlgemuth ist bekanntermaßen nicht „nur“ Autor und Songtexter, sondern steht auch selbst immer wieder gern im Schmidt Theater auf der Bühne. „Ich brauche die Bühne einfach!“ Und so pendelt er zwischen seinen beiden Lebensmittelpunkten Hamburg und Österreich regelmäßig hin und her. Wenn sein Kopf mal leer ist und er mit Meditation nicht weiterkommt, dann baut er Möbel. Auch diese lassen sich in Form von Kulissen hervorragend im Schmidt Theater (wie kürzlich bei „Tschüssikowski“) einsetzen. Aber apropos Österreich: wäre nicht Wien auch mal eine Option gewesen? „Wien hat sich nie ergeben, aber ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass ich etwas Besseres für mich finde als das Schmidt Theater. Ich wäre nicht der, der ich heute bin, ohne dieses Theater.“</p>
<p>Wenn das keine Liebeserklärung an die Schmidt-Familie ist! Ähnlich geht es aber auch Majeski, die sagt, dass sie sich nicht vorstellen kann, „Heiße Ecke“ vor der Derniere zu verlassen. „Ich habe immer gesagt, dass ich hier auch bis zu meiner Rente spielen würde. Dann wäre ich in Hannelores Alter und könnte die 50-60jährige Imbissbesitzerin noch glaubwürdiger spielen, als ich es 2005 mit Mitte Zwanzig konnte.“ sagt die Wahl-Hamburgerin lachend.</p>
<p>Auch und gerade im Jubiläumsjahr – das Schmidt Theater feierte am 8.8.2018 seinen 30. Geburtstag – spürt man sehr deutlich, dass es einen starken Zusammenhalt zwischen allen Kollegen und Kreativen auf und hinter der Bühne gibt. Viele von Ihnen sind quasi schon Inventar und aus den drei Häusern nicht mehr wegzudenken. Das gilt nicht nur für das Ensemble der erfolgreichen „Heißen Ecke“.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
gekürzt <em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
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		<title>Eine unterhaltsame Urlaubsrevue in bester Schmidt-Familientradition</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-urlaubsrevue-in-bester-schmidt-familientradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 20:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Petru]]></category>
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		<category><![CDATA[Franziska Trunte]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschüssikowski]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sommerzeit ist Reisezeit! Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) haben sich eine kunterbunte Show rund um das Thema Reisen, Urlaubsziele und die „typische deutsche Urlaubsfamilie“ ausgedacht. Ausgehend von „Hamburg im Regen“ geht es mithilfe von Reisebürochef Willy Fröhlich „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Schlechtwettertief Corny bringt Familie Koschwitzki erst so richtig in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sommerzeit ist Reisezeit! Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) haben sich eine kunterbunte Show rund um das Thema Reisen, Urlaubsziele und die „typische deutsche Urlaubsfamilie“ ausgedacht.</p>
<p>Ausgehend von „Hamburg im Regen“ geht es mithilfe von Reisebürochef Willy Fröhlich „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Schlechtwettertief Corny bringt Familie Koschwitzki erst so richtig in Urlaubsstimmung. Während Vater Koschwitzki (Nik Breidenbach) von einem eher entspannten Mallorca-Urlaub träumt, phantasiert Mutter Koschwitzki (Petra Staginnus) von gut gebauten Jamaikanern, die ihren Urlaub noch heißer werden lassen. Die Tochter (Franziska Trunte) gibt immer mal wieder das gute und ökologische Gewissen der Familie, während Sohnemann (Christian Petru) nur Eis im Sinn hat.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2370 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>„Gimme just a little smile“ und mannshohe Joints sorgen umgehend für die richtige Stimmung. „Coconut Girl“ Veit Schäfermeier wiegt sich zu den Klängen und ist dabei herrlich verpeilt, so dass sich das Publikum schon jetzt vor Lachen krümmt.</p>
<p>Das nächste Urlaubsziel, das Willy Fröhlich (Götz Fuhrmann) aus dem Hut zaubert ist Ägypten. Ein bühnenumrahmendes Portal dient als Projektionsfläche. Und so tanzen Pharaonen, Kamele und Schlangen rund um die Szenerie, in der sich die Reisewilligen zu „Wie eine Fata Morgana“ oder „Gehen wie ein Ägypter“ von ägyptischen Eindrücken berieseln lassen.</p>
<p>Ausnehmend lustig ist auch die folgende Szene, in der von einem Professor (erneut Veit Schäfermeier) nützliche Empfehlungen für die Reiseapotheke gegeben werden. Zu einem umgedichteten „Nossa“ wird das Thema „rektale Dysharmonie“, von Mutter Koschwitzki auch als „Sprühwurst“ bezeichnet, thematisiert.</p>
<p>Nächster Halt auf dieser abgefahrenen Reise ist Afrika. Die Kulissen (zwei dreieckige, klappbare Module) verwandeln sich blitzschnell von einem Reisebüro in einen Dschungel, in dem sich zahlreiche Tiere tummeln. Neben Giraffe, Elefant, Löwe und Zebra, findet sich im Schmidtschen afrikanischen Dschungel auch ein Tiger. Das nennt man dann wohl künstlerische Freiheit, denn Tiger sucht man in Afrika sicherlich vergebens.</p>
<p>Sehr kreativ sind die Tiergesichter (also die Kopfbedeckungen der Darsteller): Da wird aus Blumentöpfen und Flaschen ein Giraffenkopf, ein Schlauch mit Brause symbolisiert den Elefanten, der wilde Löwenkopf besteht aus Putzschwämmen und die Mähne des Zebras aus Putzbürsten. Gesanglich wird hier eine Gratwanderung von der Persiflage auf das Disneymusical „Tarzan“ über „King of the Bongo“ (Nik Breidenbach als kleinwüchsiger Elvis-Verschnitt) bis zum einem etwas sehr disharmonischen „Waka Waka“ – gesungen von Mutter und Tochter (Staginnus und Trunte) geboten.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2369 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Großartig ist Breidenbachs Wutausbruch als ‚Pauschaltourist aus Herne’, dem nach einem schreiend komischen Flug nach Ibiza bei Ankunft von seinem Gepäck nur der Griff bleibt. Die Zuschauer lachen Tränen, während er versucht, dem sprachlich nicht allzu versierten Flughafenpersonal zu erklären, dass augenscheinlich sein Gepäck fehlt.</p>
<p>Weiter geht es mit den „Tres Gigantos“, gespielt von Schäfermeier, Breidenbach und Fuhrmann, die in einem Kasperltheater tanzend Hits wie „Bamboleo“ zum Besten geben. Auch hier johlt das Publikum vor Begeisterung.</p>
<p>Zum Finale der ersten Halbzeit geht es nach Italien, worauf das Publikum mit der allen noch bestens bekannten „Allianz“-Werbung der 1980er Jahre eingestimmt wird. Es folgt Italopop in Reinkultur (Eros Ramazzotti, Albano &amp; Romina Power) dargeboten von Gondolieri in einmal mehr sehr kreativ umgesetzten Minigondeln. Das Highlight dieser Szene ist dann Breidenbach in einem roten Traumkleid, der das obligatorische „Sempre, Sempre“ schmettert und ein jubelndes Publikum in die Pause entlässt.</p>
<p>Im 2. Akt geht es genauso rasant und komisch weiter. Nach einem klischeebeladenen Abstecher nach Bayern und Österreich geht es für risikofreudige Touristen in den Adventurepark Abdullah oder auf die Insel „Santa Maria“, die im eingespielten Film ein wahres Müllparadies ist.</p>
<p>Wir begleiten Familie Koschwitzki an den Strand, wo Beach Boys in sehr ungewöhnlichen Badehosen „Surfin USA“ nicht nur singen, sondern auch sehr beeindruckend tanzen. Zur Melodie des „Ketchup Song“ klagt die Tochter ihrer Mutter ihr Leid, dass sie zu fett sei. Wohlgemuth hat hier scheinbar spielend sämtliche aktuelle Modesportarten im Songtext untergebracht.</p>
<p>Sehr wissend und nichtsdestoweniger lauthals lachend nimmt das Publikum die ‚Schwabbelarme’ von Mama zur Kenntnis, die diese kurzerhand als Handytasche anpreist, wenn man einen Reißverschluss einnähen würde. Mama lebt eben „volles Pfund, ohne Fasten“ – eine wirklich tolle Botschaft einer erfahrenen Frau!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2368 size-medium alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Endlich wird auch das im Laufe der Show mehrfach angespielte „Ice Ice Baby“ voll ausgespielt, der Sohn bekommt sein Eis und tanzt sich mit einigen Kumpels in bester Ballermann-Manier in einen Rausch.</p>
<p>Mutter Koschwitzki wird in der Folge von einem aufdringlichen kleinen Jungen belästigt, der sie erst eincremen möchte, was sie vehement ablehnt. Um des lieben Friedens willen pustet sie ihm seinen Schwimmring – einen Elefanten – auf, dem mit steigendem Umfang der Rüssel schwillt und der sich schließlich zu „I like to move it“ mit Wasserspritzern ins Publikum entlädt. Schlüpfrig? Ja. Albern? Durchaus. Aber genauso kennt und liebt das Publikum sein Schmidt Theater.</p>
<p>Das Stück endet mit einer sehr schönen Empfehlung von Willy Fröhlich: „Du bist urlaubsreif, mach Dich mal wieder locker!“ Beim finalen Party-Medley mit „Un Dos Tres“ und „Let’s get loud“ hält es dann wirklich niemanden mehr auf den Sitzen.</p>
<p>Dem eingespielten Kreativteam – neben Lingnau und Wohlgemuth waren noch Corny Littmann als Regisseur und Benjamin Zobrys an der Entstehung dieser Revue beteiligt – ist eine leichtfüßige, humorvolle Revue gelungen, die ganz in der Tradition der Schmidt Theater Stücke steht, die dieses Privattheater seit inzwischen 30 Jahren zu einem der erfolgreichsten Deutschlands machen</p>
<p>Der Humor ist bodenständig und die Rollen sind den Darstellern auf den Leib geschrieben. Auch die ein oder andere Improvisation ist mehr als gewünscht. Die Kulissen sind praktikabel, aber pfiffig und – dank der dosiert, aber gekonnt eingesetzten Projektionen – durchaus sehr modern.</p>
<p>Neben dem Gesang und dem Gespür für schräge Charaktere und Pointen dürfen die zehn Darsteller auch tänzerisch aus dem Vollen schöpfen. Vier Tänzer unterstützen die sechs Schauspieler und Sänger und geben dieser Revue einen durchaus ungewöhnlichen Rahmen. In dieser Konstellation kommen auch Zobrys schwungvolle Choreographien so richtig zur Geltung.</p>
<p>„Tschüssikowski“ ist eine gelungene Revue, die thematisch perfekt in den Sommer passt. Die Mischung aus groben Witzen, deftigen Klischees, Partyhits und schrullig-liebenswerten Charakteren trifft direkt ins Humorzentrum des Publikums.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 10. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Nik Breidenbach, Franziska Trunte, Götz Fuhrmann, Kathrin Finja Meier, Petra Staginnus, Christian Petru</span>, Veit Schäfermeier </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Corny Littmann / Martin Lingnau</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen</span></div>
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		<item>
		<title>Ein wundervolles Kindermusical aus dem Hause Schmidt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-wundervolles-kindermusical-aus-dem-hause-schmidt/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 18:23:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Petru]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Räuber Hotzenplotz]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Riegelsberger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ottfried Preußlers Geschichte vom „Räuber Hotzenplotz“ kennt jedes Kind aus dem Kasperletheater: Kasperl und sein Freund Seppl jagen den Räuber, weil dieser der lieben Großmutter ihr Geburtstagsgeschenk geklaut hat. Dabei müssen die beiden allerlei Abenteuer bestehen, gehen dem Räuber in die Falle und treffen sogar auf den bösen Zauberer Zwackelmann. Der stets bemühte Polizeiwachtmeister Dimpfelmoser ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ottfried Preußlers Geschichte vom „Räuber Hotzenplotz“ kennt jedes Kind aus dem Kasperletheater: Kasperl und sein Freund Seppl jagen den Räuber, weil dieser der lieben Großmutter ihr Geburtstagsgeschenk geklaut hat. Dabei müssen die beiden allerlei Abenteuer bestehen, gehen dem Räuber in die Falle und treffen sogar auf den bösen Zauberer Zwackelmann. Der stets bemühte Polizeiwachtmeister Dimpfelmoser ist da leider keine große Hilfe&#8230;</p>
<p>Heiko Wohlgemuth und Martin Lingnau haben schon 2011 eine wunderbare kindgerechte Musicalfassung dieses Klassikers geschrieben, die im Winter 2016 im Schmidt Theater wieder aufgenommen wurde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1097 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_13-e1484245809618-287x400.jpg" width="215" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_13-e1484245809618-287x400.jpg 287w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_13-e1484245809618.jpg 460w" sizes="auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px" />Susi Banzhaf steht als süße schusselige Großmutter auf der Bühne. Über das Geschenk von Kasperl und Seppl – eine Kaffeemühlen-Spieluhr – freut sie sich riesig. Sie schickt die beiden Jungs zum Einkaufen, damit sie für alle einen richtigen Geburtstagskuchen backen kann. Diesen Moment nutzt der Räuber, um die Großmutter in ein Gespräch zu verwickeln und die Kaffeemühle zu stehlen. Eine wirklich sehr süße Szene. Hotzenplotz, gespielt von Torsten Hammann, wirkt beinahe schon sympathisch.</p>
<p>Als Kasperl und Seppl den Diebstahl entdecken, schmieden sie einen Plan. Sie stellen Hotzenplotz eine Falle, in die dieser auch prompt reintappt. Leider durchschaut der Räuber das Vorhaben der Jungs jedoch später und überlistet die beiden. Jedoch hatten Kasperl und Seppl auf der Verfolgungsjagd ihre Kopfbedeckungen getauscht, damit man sie nicht erkennt. So kommt es, dass Kasperl, den der Räuber aufgrund der Sepplmütze für Seppl hält, zum Zauberer Zwackelmann (Timo Riegelsberger) muss und dort zum Kartoffelschälen abgestellt wird. Das Kostüm des Zauberers und der viele Nebel, der seinen Turm umwabert, machen diese Figur wirklich spannend. Dass er zudem auch noch leidlich zaubern kann, begeistert insbesondere die kleinen Gäste. Als Zwackelmann zum Schluss vor Wut platzt und verschwindet, staunt das Publikum.</p>
<p>Auf seiner Suche nach einem Weg aus dem Turm des Zauberers (die schier endlosen Treppen und vielen Zimmer sind mit einfachen Mitteln exzellent visualisiert) trifft Kasperl im Keller auf einen Frosch, der sich Fee Amaryllis (ebenfalls Banzhaf) vorstellt, und Kasperl verspricht, ihm zu helfen. Zwischendurch wird der Räuber Hotzenplotz noch in einen Vogel verwandelt, weil sich der Zauberer von ihm betrogen fühlte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1096 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08-400x276.jpg" alt="" width="400" height="276" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08-400x276.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08-768x531.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Am Schluss geht natürlich alles gut aus, Großmutter bekommt ihre Kaffeemühle wieder, die jetzt sogar zweistimmig spielt, und alle sind glücklich.</p>
<p>Benjamin Zobrys und Christian Petru geben das überaus energiegeladene, fröhliche Duo Kasperl und Seppl. Die beiden bringen jede Menge guter Laune über die Rampe. Ihre Freundschaftsballade als beide beim Räuber und Zauberer gefangen gehalten werden ist wunderschön.</p>
<p>Was dieses Kindermusical ausmacht, ist seine Liebe zum Detail in jeglicher Hinsicht: Lingnaus Kompositionen laden zum begeisterten Mitklatschen ein (u. a. der Hotzenplotz-Song und der Polizisten-Hit („Dein Freud und Helfer“)), Wohlgemuths humorige Sprüche und die Namenverwechslungs-Schlagabtausche mit dem Räuber und dem Zauberer sorgen für unzählige Lacher. Die Charaktere wurden von Carolin Spieß absolut treffend ins rechte Licht gesetzt und sind durch die Bank kindgerecht und sympathisch. Die Kostüme (Frank Kuder) und Choreographien (Benjamin Zobrys) sind gut gewählt und überfrachten nicht. Zudem werden die Kinder im Zuschauersaal sehr gut eingebunden (beispielweise bei der Erschaffung des Räuberwaldes mithilfe von verschiedenen Geräuschen und vorlauten Erwachsenen als Fliegenpilze) und haben sichtlich Spaß.</p>
<p>„Der Räuber Hotzenplotz“ in der Lingnau-Wohlgemuthschen Fassung kann als rundum gelungenes Musiktheater für Kinder bezeichnet werden. Die Kreativen verzichten auf allzu hochtrabende Melodien und Dialoge und schaffen so die ideale Grundlage für einen fröhlichen Familiennachmittag im Theater.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">28</span>. Dezember 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Christian Petru, Torsten Hammann, Susi Banzhaf, Timo Riegelsberger </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Martin Lingnau / Carolin Spieß<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Oliver Fantitsch</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bei diesem Familienpiratical stimmt einfach alles!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/bei-diesem-familienpiratical-stimmt-einfach-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 11:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
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		<category><![CDATA[Der kleine Störtebeker]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau 613 Jahre nach der legendären Enthauptung des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg erzählt das Schmidt Theater allen Interessierten, wie aus dem Waisen Nikolaus der gefürchtete Piratenkapitän geworden ist. Bezüglich Störtebeker gilt auch heute noch: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinen Kaperfahrten  auf Nord- ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">Fast auf den Tag genau 613 Jahre nach der legendären Enthauptung des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg erzählt das Schmidt Theater allen Interessierten, wie aus dem Waisen Nikolaus der gefürchtete Piratenkapitän geworden ist.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Bezüglich Störtebeker gilt auch heute noch: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinen Kaperfahrten  auf Nord- und Ostsee schießen immer wieder neue Gerüchte ins Kraut. Historiker finden neue Quellen, die andere Rückschlüsse erlauben, und so wird Störtebekers Geschichte regelmäßig „angepasst“ und neu geschrieben.</div>
<div class="style_2">
<p>Heiko Wohlgemuth hat die „Fakten“ so gut wie möglich recherchiert und daraus eine plausible Geschichte über die spannende Jugend des Piraten ersonnen. Dabei hat er historisch-hanseatische Besonderheiten mit eingearbeitet, sympathisch-raubeinige Charaktere erschaffen und vergaß auch nicht, dass mit einem Familienmusical ein gewisser Bildungsauftrag einhergeht.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_285">
<div class="style_2">Musikalisch zeichnet einmal mehr Martin Lingnau für großen Unterhaltungswert verantwortlich. Doch wer Altbewährtes erwartet, wird überrascht: „Der kleine Störtebeker“ klingt so ganz anders als man es von Lingnau gewöhnt ist. Anders bedeutet in diesem Fall: rundum gelungen und großartig! Die Kompositionen fügen sich zu einem musikalischen Gesamtbild und schon nach der Eröffnungsnummer wurden im Publikum Wünsche nach der CD zum Stück geäußert. Shantyklänge und an irische / gälische Volksmusik erinnernde Songs bringen viel Energie über die Rampe. Man spürt förmlich die salzige Seeluft. Musikalisch wurde das Seefahrer-Thema zu 100 % getroffen.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Wie schon bei den beiden vorangegangenen Kindermusicals („Räuber Hotzenplotz“ und „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Es_war_einmal_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">Es war einmal &#8211; 7 Märchen auf einen Streich</a></span>“) übernahm Carolin Spieß auch beim „Kleinen Störtebeker“ die Regie. Es gelingt ihr, die von Heiko Wohlgemuth kreierten Charaktere sehr charmant und glaubwürdig auf die Bühne zu bringen. Spieß weiß genau, wie sie vermeintlich gruselige Figuren wie den fiesen Pfeffersack oder die Piraten so gestaltet, dass sie die Kinder im Publikum nicht zu arg erschrecken und die Erwachsenen Spaß an deren Vielschichtigkeit haben.</div>
<div class="style_2">
<p>Ein wichtiger Faktor sind hierbei natürlich auch die Dialoge und Songtexte. Wohlgemuth schafft es scheinbar spielend, den Bogen zwischen kindgerechter Sprache und spitzfindigem Wortwitz für die älteren Zuschauer zu spannen. Begriffe, die heutzutage auch kaum ein Erwachsener mehr kennt (Oder wissen Sie, was ein „Büttel“ ist, was „Likedeeler“ sind oder was genau es bedeutet, „an den Pranger zu kommen“?), werden kurzerhand von einem der Darsteller erklärt.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_370">
<div class="style_2">Vielleicht liegt es daran, dass Carolin Spieß und Heiko Wohlgemuth ganz genau und bis ins kleinste Detail wissen, wie die Charaktere auf der Bühne funktionieren und klingen sollen, dass man mehrfach &#8211; vor allem bei der altklugen Ratte &#8211; das Gefühl hat, einer von beiden spricht die Figur aus dem Off. Bei „Es ist im Bereich des Möglichen!“ &#8211; dem meist genutzten Zitat der Ratte &#8211; ist dies ganz besonders der Fall. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie Heiko Wohlgemuth diesen Charakter bei den Proben aktiv mit gestaltet hat. Diese enge Verbundenheit aller Beteiligten macht jedes neue Musical im Schmidt Theater besonders.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Mit sparsamen, aber unglaublich effektiven Kulissen (Heiko de Boer) wird der Lebensweg des namenlosen Waisenkinds nachgezeichnet: Beide Eltern sterben kurz nach seiner Geburt, der windige Gaukler Hieronymus kauft den Jungen, nennt ihn Nikolaus, da er ihn am 6. Dezember zu sich nimmt, und zieht ihn in seinem Kuriositätenkabinett groß. Um dies sichtbar zu machen, reichen ein Vorhang aus Lumpen sowie schräge Kostüme.<br />
Irgendwann durchschaut Nikolaus die Spielchen von Hieronymus und flieht. Da er nicht weiß, wo er hingehört, es ihn aber schon immer ans Meer gezogen hat, landet er &#8211; nachdem er mit der sprechenden Ratte Justinius Schiffbruch erlitten hat &#8211; bei den Piraten rund um Kapitän Gödeke Michels (den es übrigens wirklich gab).</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_285">
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Die Flucht aufs Meer und die Rettungsaktion werden mit einem blauen Tuch sehr gut angedeutet. Auch das Piratenschiff, bestehend aus einem Mast mit Ausguck und einer durch zwei Leitern angedeuteten Takelage, funktioniert einwandfrei. Selbst der Seegang, den Nikolaus &#8211; inzwischen von den Piraten als „kleiner Klaus“ bezeichnet &#8211; ganz vorn an der Bugspitze erlebt, lässt sich mit einfachster Physik („Hebelwirkung“) sehr effektvoll darstellen.<br />
Klaus fühlt sich bei den gar nicht so bösen Piraten sehr wohl, erfährt von ihnen, dass sie nur die Schiffe der Reichen überfallen, um ihre Beute dann den Armen zu geben („So wie Robin Hood?“ „Ja, aber der ist noch gar nicht erfunden!“) und dass es einen legendären Schatz beim Hamburger Pfeffersack gibt, hinter dem alle her sind. Aber da Kinder und Frauen an Bord Unglück bringen, wird er in Hamburg an Land gebracht. Dort lernt er die Gepflogenheiten auf dem Hamburger Fischmarkt kennen, erfährt, was es mit dem gemeinen Pfeffersack auf sich hat, und trifft &#8211; oh Schreck &#8211; ein Mädchen. Das Mädchen Theodora, genannt Theo, nimmt ihn bei sich unter der Brücke auf und erzählt ihm, dass ihr Vater Schreiber beim Pfeffersack war, aber irgendwann verschwunden ist, und ihre Mutter dort immer noch für einen Hungerlohn arbeiten muss.</div>
<div class="style_2">
<p>Sie steht ihm bei seinem größten Coup &#8211; dem Einbruch in Pfeffersacks Villa &#8211; bei. Wie sich die beiden durch die dunkle Villa bewegen, vorbei an mehr oder weniger schönen Gemälden von Pfeffersack, Türen öffnen, treppauf und treppab nach dem Schatz suchen, bis sie ihn schließlich im Keller finden, ist inszenatorisch genial gelöst: mit Gummibändern werden Bilderrahmen mit wechselnden Motiven geschaffen; die Wände und Türen werden von anderen Darstellern gebildet und bewegen sich mit den Einbrechern mit.Beinahe werden Klaus und Theo erwischt, aber ihnen gelingt einmal mehr die Flucht. Sie schmuggeln sich als blinde Passagiere auf das Schiff von Kapitän Michels und seiner Piratenbande. Nachdem die Piraten hören, dass die beiden Kinder den Schatz vom Pfeffersack gestohlen haben und vor allem auch, was genau dieser Schatz ist, sind sie ganz euphorisch. Doch Pfeffersack ist ihnen mit seiner „Schnellen Libelle“ auf den Fersen und bringt ihr Schiff zum Kentern. Nach einigen Diskussionen, bei denen vom Kapitän mehrfach der von den Kinder im Publikum bejubelte „Schweigefuchs“ angerufen werden musste, hissen die Piraten gerade noch rechtzeitig die Hamburger Flagge (nicht zu verwechseln mit der Flagge, die einen heutzutage handelsüblichen Hamburger zeigt), verkleiden sich als Damen und zwingen den unwissenden  Pfeffersack so, sie zu retten.  „Die Damen in Seenot“ ist die lustigste Szene des Stücks. Nicht nur, dass die Piraten, mit Kokosnussschalen und Schleiern nur dürftig verkleidet, die hässlichsten Damen sind, die das Mittelalter je gesehen hat. Ihre Tanzeinlagen, die schmissige Melodie und die komischen Texte sorgen für perfekte Unterhaltung. Das Publikum krümmt sich schon in den ersten Sekunden der Szene vor Lachen und der Szenenapplaus mag nicht enden.</p>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_234">
<div class="style_2">Kaum in Sicherheit auf der „Schnellen Libelle“ geben sich die Piraten zu erkennen, entern das Schiff, sperren Pfeffersack ein und machen sich auf den Weg nach Hamburg, um ihn seiner gerechten Strafe zu überführen.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Zwischendurch stellt sich noch heraus, dass Kapitän Michels der verschollen geglaubte Vater von Theo ist. Der Kapitän möchte die verpasste Zeit mit seiner Tochter nachholen und übergibt Klaus das Steuer. Als Initiationsritus muss dieser erneut einen riesigen Humpen Bier „op ex“ leeren, was ihm diesmal gelingt: Er stürzt den Becher, was im Niederdeutschen „Störtebeker“ bedeutet. So bekommt Klaus den Nachnamen, unter dem er später europaweit bekannt werden sollte.</div>
<div class="style_2">
<p>Die Geschichte ist rund und hat &#8211; wie es sich für ein Familienmusical gehört &#8211; ein Happy End.</p>
<div id="id10" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_255_301">
<div class="style_2">Apropos Niederdeutsch, auch Plattdeutsch genannt: Da diese Mundart im Mittelalter weiter verbreitet war, bekommen alle Zuschauer eine Lehrstunde dieses heutzutage fast ausgestorbenen Dialekts. Das Ensemble bringt dem Publikum mithilfe von Schildern den Songtext von „Wi snack Platt“ bei, was zumindest bei der Premiere ganz beachtlich gelang.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Nicht zu vergessen, da auch weder zu übersehen noch zu überhören, ist Klaus bester Freund Justinius, genannt Justin. Die vorlaute und allwissende Ratte (gebaut von Pfeffersack-Darsteller Götz Fuhrmann) erinnert vage an „Ratatouille“, macht aber um einiges mehr Spaß. Freche Sprüche und Binsenweisheiten verleihen diesem liebevollen Charakter ein Alleinstellungsmerkmal. Zudem erfreut sich die Puppe größter Beliebtheit und wird im Laufe des Stücks von drei Darstellern gespielt. Keine Frage, dass eine Ratte im Pest-verseuchten Mittelalter nicht einfach so als Begleiter eines Piratenkapitäns auftauchen kann. Ob nun im rosa Prinzessinnenkleid oder als Papagei &#8211; Justinius macht in allem eine gute Figur! Damit haben garantiert auch die Kleinsten ihren Spaß.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Die sieben Darsteller, die in zahlreichen Rollen als Piraten, Händler, Gaukler oder eben Damen in Seenot zu erleben sind, sprühen vor Energie. Ob nun Götz Fuhrmann als fieser Pfeffersack, Markus Richter als Kapitän Michels oder Stefan Leonhard als Pirat Onno: Man sieht jedem die Spielfreude an. Mario Saccoccio ist neben seiner Rolle als Smutje noch als Justinius‘ Stimme zu erleben. Dass man diesen kleinen Trick nicht immer sofort erkennt, ist ebenfalls der guten Regiearbeit zu verdanken. Tim Koller spielt sich als Gaukler Hieronymus und Steuermann wieder einmal nachhaltig ins Gedächtnis: Seine Mimik ist treffsicher, mit seiner vielseitigen Stimme kennzeichnet er jeden seiner Charaktere unverwechselbar. Er gehört zu den wandelbarsten Darstellern, die in den letzten Jahren  zur Schmidt-Familie hinzugestoßen sind. Theo wird von Schmidt-Neuzugang Kristina Willmaser gespielt. Sie fügt sich perfekt in das Ensemble ein und steht ihren Kollegen in Sachen Spaß und Energie in nichts nach. Benjamin Zobrys steht nicht nur in der Hauptrolle auf der Bühne, sondern hat auch für dieses Stück die schwungvollen, durchaus anspruchsvollen Choreographien aufs Parkett gebracht. Dass nicht jeder der Darsteller ein geborener Tänzer ist, überspielen sie geschickt. Die „schwersten“ Sequenzen übernimmt Zobrys dann auch lieber selbst. Mit jugendlichem Charme gewinnt er das Publikum im Handumdrehen für sich. Dass Klaus den Schalk im Nacken hat und auf seiner Reise viel Blödsinn ausheckt, bringt er glaubwürdig über die Rampe.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Ein Wort noch zum Lichtdesign: Wenn mit so wenig Bühnenaufbauten und Kulissen gearbeitet wird, muss das Licht perfekt darauf abgestimmt sein, zumal hier mehrfach auf zwei Spielebenen agiert wird (beispielsweise bei den Begriffserklärungen oder auch den Verfolgungsjagden). Angelo Spiegel und Frank Liebing haben hier ganze Arbeit geleistet. Unterstützt von einem farbenfrohen Vorhang hinter der Szenerie, gelingt es ihnen immer die richtige Fläche der Bühne auszuleuchten, was beispielsweise beim Einbruch in Pfeffersacks Villa keine ganz einfache Aufgabe ist.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">„Der kleine Störtebeker“ ist perfekte Familienunterhaltung. Von der ersten bis zur letzten Minute fühlen sich Eltern und Kinder gleichermaßen unterhalten. Es gibt viel zu lachen, zu beklatschen und sogar eine ,La Ola‘ durchzieht mehrfach das Schmidt Theater. Es zeigt sich einmal mehr, dass es keine millionenteuren Kulissen und Bühnentechnik braucht, um sein Publikum zwei Stunden vortrefflich zu unterhalten und alle glücklich lachend oder summend aus dem Theater gehen zu sehen.</div>
<div class="style_2">
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">1</span>. November 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Tim Koller, Götz Fuhrmann, Markus Richter, Stefan Leonhard, Mario Saccoccio, Kristina Willmaser</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß / Heiko Wohlgemuth / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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		<title>Die Köpfe hinter dem CREATORS-Wettbewerb</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-koepfe-hinter-dem-creators-wettbewerb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2014 13:52:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Creators]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Bott]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der letzten Ausgabe haben wir bereits mit Corny Littmann darüber gesprochen, was ihn dazu bewegt hat, einen Wettbewerb für Musical-Autoren und -Komponisten durchzuführen. Diesmal haben wir uns mit dem erfolgreichen Kreativteam des Hamburger Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli zusammengesetzt, um zu erfahren, warum die deutsche Musicallandschaft schon lange auf einen Wettbewerb dieser Art gewartet ...</p>
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<div class="text-content style_External_400_436">
<div class="style_2">
<p class="Body">In der letzten Ausgabe haben wir bereits mit Corny Littmann darüber gesprochen, was ihn dazu bewegt hat, einen Wettbewerb für Musical-Autoren und -Komponisten durchzuführen. Diesmal haben wir uns mit dem erfolgreichen Kreativteam des Hamburger Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli zusammengesetzt, um zu erfahren, warum die deutsche Musicallandschaft schon lange auf einen Wettbewerb dieser Art gewartet hat.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau komponiert seit Ende der 1990er Jahre Musicals und Revuen, die auf den Bühnen von Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli erfolgreich sind. Aus seiner Feder stammen u. a. „Swinging St. Pauli“, „Heiße Ecke“ oder „Die Königs vom Kiez“. Im November feierte er gleich zwei Weltpremieren: Im Schmidt Theater wurde zum ersten Mal „Der Kleine Störtebeker“ – die Kindheitsgeschichte des berühmten Freibeuters – aufgeführt, während auf der anderen Seite der Elbe „Das Wunder von Bern“, die neueste Eigenproduktion der Stage Entertainment Weltpremiere feierte.</p>
<p class="Body">Seit 15 Jahren bildet er mit Heiko Wohlgemuth ein eingeschworenes Team. Der Schauspieler, Songtexter, Autor und Übersetzer hat nicht nur die meisten aktuellen Schmidt-Produktionen mitgeschrieben, seine pointierten Texte hört man auch beim „Schuh des Manitu“ oder „Hairspray“.</p>
<p class="Body">Das jüngste Mitglied der Kreativschmiede Schmidt Theater ist Mirko Bott. Seit 10 Jahren ist er als Programmchef mit im Boot und hat sich seither dort auch als Autor einen Namen gemacht. So stammt u. a. die musikalische Komödie „Oh Alpenglühn“ mit Nik Breidenbach und Carolin Fortenbacher von ihm, auch bei den &#8222;Königs vom Kiez&#8220; hat er das Buch mitgeschrieben. „Nebenbei“ inszeniert er an Stadttheatern, um seiner Leidenschaft für Opern und Operetten zu frönen, und zeichnete sich in den letzten 7 Jahren für mehr als dreißig Schows auf den Schiffen der AIDA-Flotte als Autor und Regisseur verantwortlich.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_675_2717">
<div class="style_2">
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ihnen liegt der CREATORS-Wettbewerb auch persönlich sehr am Herzen. Warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Wettbewerb zu starten?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Weil es echt mal Zeit wird! In der Popularmusik gibt es seit Jahrzehnten den Popkurs, da helfen sich Popmusiker gegenseitig und bekommen Unterstützung von Textern, Autoren und Beratern. Etwas Vergleichbares fehlt in unserer Branche.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie kam es dazu, dass Sie gemeinsam als Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli Kreativteam diesen Wettbewerb initiierten?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Ursprünglich war das Ganze Corny Littmanns Idee, die aus einer Reihe von vielen Gesprächen entstanden ist. Es stand immer wieder die Frage im Raum: Wieso gibt es eigentlich so wenig originäre deutsche Musicals? Es gibt so viele Autoren, die für Film oder Fernsehen schreiben, es gibt Popsong-Komponisten, Comedy-Autoren&#8230; Aber warum gibt es nur so wenige, die für neue Musicals arbeiten?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Mirko Bott: </span></strong>Wir alle waren sofort Feuer und Flamme. Einen Wettbewerb in dieser bisher noch nicht dagewesenen Form in Deutschland umzusetzen – da kam neben der Neuköllner Oper eigentlich nur unser Haus als erfolgreichstes deutsches Privattheater in Betracht. Wir haben die Möglichkeit, eine entsprechende Öffentlichkeit zu erreichen und wir stehen genau für das, was wir mit diesem Wettbewerb sagen wollen: Es gibt so viele Talente in unserem Land, wieso werden immer nur Shows vom Broadway oder West End übersetzt und hier abgespielt? Das mag ja grundsätzlich nicht verkehrt sein, aber es läuft gänzlich unbeteiligt an den hiesigen kreativen Menschen vorbei. Ich glaube, die Zeit, in der man Musical als einen Exoten aus den USA gesehen hat, ist – auch dank Helmut Baumanns unermüdlicher Arbeit am Theater des Westens – vorbei.</p>
<figure id="attachment_102" aria-describedby="caption-attachment-102" style="width: 401px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-102" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-300x200.jpg" alt="HeikoWohlgemuth_Creators_2014" width="401" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px" /><figcaption id="caption-attachment-102" class="wp-caption-text">Heiko Wohlgemuth</figcaption></figure>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Aber für viele ist Musical immer noch „Elisabeth“ oder „Rudolf“ und immer ein großes Kostümdrama. Aber so etwas wie „Hair“ oder „Tommy“ sind doch auch Musicals&#8230; Ich habe den Dünkel gegenüber dem Musical nie verstanden. Ich finde es unglücklich, wenn staatlich subventionierte Theater ihre Experimentalstücke auf und ab spielen und nur damit die Zahlen stimmen „Sekretärinnen“ von Franz Wittenbrink mit auf den Spielplan nehmen. Sie bedienen sich des Schmidt-Humors und blicken dünkelnd auf uns herunter, weil wir ja „Boulevard“ machen, frisieren aber letztlich mit solchem „Trash“ ihre Zahlen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau:</span></strong> Ich glaube, in Deutschland ist Musical immer noch ein verkanntes Genre. Es wird gleichgesetzt mit Seifenopern. Heiko und ich betreiben da seit fast 20 Jahren Entwicklungshilfe und es ist wirklich schön zu sehen, das so langsam etwas vorangeht. Kevin Schröder, Marc Schubring und Wolfgang Adenberg – das sind tolle Kollegen, die sehr schöne Sachen schreiben.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Dennoch ist die Autoren- und Komponistenszene in Deutschland sehr überschaubar. Wie wichtig ist es da, direkte Nachwuchsarbeit zu betreiben und den jungen Kolleginnen und Kollegen vielleicht auch Hilfestellung zu geben, wie sie ihre Stücke am besten in den Theatern platzieren?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Normalerweise kommen die Ideen auf Papier in den Theatern an. Aber eine Idee singt nicht, sie lacht oder weint auch nicht. Das Tolle an diesem Wettbewerb ist, dass wir allen die Möglichkeit geben, ihre Idee plastisch zu machen; Man hört wie eine Komposition klingt, hört, ob die Dialoge funktionieren und bekommt sofort mit, ob einen die Handlung packt oder nicht. Damit trennen wir auch die Spreu vom Weizen und können den wirklich förderungswerten jungen Kollegen finanziell und mit Know-How zur Seite stehen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Mirko Bott: </span></strong>Wie so viele andere Menschen im Theater hatten ja auch wir unsere Durst- und Leidensphase am Anfang. Man muss Klinken putzen, macht Regieassistenzen und hofft, dass man von einem Haus irgendwann eine eigene kleine Regie angeboten bekommt. Es spielt aber noch eine andere Sache eine Rolle: Jeder Intendant, auch wir, bekommt wahrscheinlich jeden Tag zwölf neue Ideen auf den Tisch. An der ersten Seite kann man schon sehr viel erkennen und weiß, ob das Stück in das Programm des Hauses passt oder nicht. Die, die es schaffen, ihre Idee in zehn Sätzen knackig zu präsentieren und sich vorher informiert habe, ob ihre Idee programmatisch in das gewünschte Theater passt, habe eine echte Chance.</p>
<p class="Body">Ich halte es für einen Fehler, seine Ideen und Stücke wahllos breit zu streuen. Ich verstehe das natürlich, denn der Markt ist hart umkämpft. Aber durch diese Produktion von Papierstapeln auf den Tischen der Theatermacher wird denen, die ein wirklich interessantes Stück haben, die Gelegenheit genommen, entdeckt zu werden.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Martin Lingnau:</strong> </span>Wen das jedoch überfordert, der ist hier am falschen Platz und sollte seine Berufswahl vielleicht auch nochmal überdenken.</p>
<figure id="attachment_101" aria-describedby="caption-attachment-101" style="width: 274px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-101 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-205x300.jpg" width="274" height="401" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-205x300.jpg 205w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-768x1124.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-700x1024.jpg 700w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher.jpg 1367w" sizes="auto, (max-width: 274px) 100vw, 274px" /><figcaption id="caption-attachment-101" class="wp-caption-text">Martin Lingnau</figcaption></figure>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Auf der CREATORS-Pressekonferenz haben Sie, Herr Lingnau, Ihrem großen Bedauern Ausdruck verliehen, dass es zwar Filmförderungen usw. gibt, aber im Musicalbereich weit und breit nichts Vergleichbares vorhanden ist.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Das liegt einfach daran, dass das Genre an sich so verkannt ist und als Medium überhaupt nicht ernst genommen wird. Um so schöner ist es, dass Corny Littmann da jetzt ohne Förderung seine eigene Förderung aufbaut.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Heiko Wohlgemuth:</span></strong> Es gibt dieses Genre ja durchaus in Deutschland. Aber dadurch, dass das Medium ein so wenig eigenständig Deutsches ist und primär lizenzierte Shows aus Amerika gespielt werden, gibt es da noch viel Nachholbedarf. Man müsste endlich mehr Platz schaffen für deutsche Stoffe, für originäre Stoffe, für selbst entwickelte Stoffe, die es dann auch auf die große Bühne schaffen, wie bspw. „Das Wunder von Bern“.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Aber liegt es daran, dass es diese Stoffe nicht gibt oder dass die Intendanten und Dramaturgen auf Nummer Sicher gehen?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Wenn „Dirty Dancing“ draufsteht, dann mag die Show aussehen wie sie will, sie verkauft Tickets. Es ist halt die Frage, was man möchte&#8230; Natürlich birgt es ein gewisses Risiko, ein Stück von einem jungen, unbekannten Autoren zu spielen, aber nur dann wird es auch etwas Besonderes. Gerade im subventionierten Theater sollte man dieses Risiko aber eingehen können.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Martin Lingnau:</strong> </span>Aber das kann man denen natürlich nicht vorschreiben. Es kann nur ein fließender Prozess sein und vielleicht ist ja der CREATORS-Wettbewerb ein kleiner Anstoß in die richtige Richtung.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Im Prinzip wissen Sie aber doch am besten wie es gehen kann. Was hat Ihrer Karriere den größten Anschub gegeben?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Einen Ort zu haben, in dem man aufgeführt wird. Das Vertrauen zu haben, dass man schreiben darf&#8230;</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>In einer Umgebung zu arbeiten, in der man konstruktiv kritisiert und gefördert wird.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Mirko Bott:</strong> </span>Wir drei sitzen bei jeder großen Produktion mit Corny Littmann zusammen und besprechen alles. Manchmal kommt auch Martin mit einer Idee auf uns zu, die uns sofort begeistert. Es ist glücklicherweise hier im Haus so, dass ein Stück von der Idee, über die Entwicklung bis hin zu den Proben und der Inszenierung viele lustige Instanzen durchläuft.</p>
<p class="Body">Da spielen auch die Schauspieler und Sänger eine wichtige Rolle. Wir haben immer Darsteller, die in der Lage sind, bei der Probe etwas Verrücktes anzubieten, um die Ideen von Autoren und Regisseur zu ergänzen. Es kommt nicht vor, dass Corny mit einem sturen Regiekonzept an eine Produktion rangeht. Sondern es wird vielmehr sechs Wochen lang Spielwiese gemacht und entwickelt. Es wird gebastelt und ausprobiert, bis die Szene irgendwann stimmt. Da gibt es sehr viel Potential für Kreativität.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie sind als Team alle perfekt aufeinander eingespielt. Das ist schon eine sehr besondere Situation, wenn man sich die übrige Musicallandschaft anschaut.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Dieses Privilegs sind wir uns voll bewusst. Wir haben das Schmidt Theater ja mit geprägt, insofern ist es ein Geben und Nehmen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Heiko Wohlgemuth: </span></strong>Ich finde es besonders angenehm, dass sich hier niemand über seine Position definiert. Das ist an manchen anderen Häusern anders.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Martin Lingnau:</strong> </span>Ja, das ist wirklich super. Wir spielen uns die Bälle zu; das passiert von ganz allein. Oft weiß man schon, was der andere denkt. Häufig schreiben wir auch die Geschichte zusammen oder Heiko sitzt stundenlang mit mir im Studio und wir arbeiten an den Sounds.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Würden Sie sagen, dass Autoren und Komponisten als Duo größere Chancen hätten, Ihre Stücke aufführen zu lassen?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Das kann man schon so sagen. Man muss sich halt finden und es muss passen.</p>
<figure id="attachment_103" aria-describedby="caption-attachment-103" style="width: 269px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-103 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-200x300.jpg" width="269" height="404" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-200x300.jpg 200w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-681x1024.jpg 681w" sizes="auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px" /><figcaption id="caption-attachment-103" class="wp-caption-text">MIrko Bott</figcaption></figure>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau:</span></strong> Es hilft auf jeden Fall, wenn man eingespielt ist. So haben wir über die Jahre eine eigene Handschrift entwickelt, die man erkennt und das ist ein schönes Gefühl.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ist es eigentlich geplant, dass Sie gemeinsam mit den Teilnehmern an deren Stücken arbeiten?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Das wird sich zeigen. Es hängt davon ab, was sie brauchen, was sie wollen. Ich habe eine große Vorfreude darauf, schönen Stoffen und schönen Songs zu begegnen und nette Leute kennenzulernen. Es geht auf keinen Fall darum, den Stücken unseren Stempel aufzudrücken.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Dem kann ich nur zustimmen. Ich freue mich, wenn es endlich losgeht und wir voneinander und miteinander lernen können.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie soll CREATORS die deutsche Musiktheaterlandschaft verändern?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Mirko Bott: </span></strong>Ich würde mir wünschen, dass mindestens 20-30 Produzenten, Theaterverantwortliche und Operndirektoren das Angebot annehmen, sich innerhalb von zwei Tagen 4-6 Stücke anzusehen. Anschauen verpflichtet ja nicht zum Kauf. Wir servieren ihnen alles auf einem Büfett und sie können sich die Rosinen raus picken, mit denen sie dann eine Uraufführung an ihrem Haus gestalten. Wenn es angenommen wird, sind wir gern bereit, so einen Wettbewerb alle 2 Jahre durchzuführen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Ich fänd es super, wenn viele junge, neue Autoren und Komponisten den Mut haben, Stücke zu entwickeln, die Gehör finden und dann auch aufgeführt werden. Es wäre schön, wenn sich die Musiktheater-Landschaft dadurch ein wenig öffnet.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Mir würde es gefallen, etwas Modernes zu hören. Dass bspw. ein paar Teenies mit einer Elektropop-Show daherkommen. Etwas aus einer Ecke, in die ich sonst nicht komme, auch weil ich zu alt dafür bin.</p>
<p class="Body">Ich hoffe aber, es kommen nicht nur die Kreativen, die „mal gucken wollen, wie es die anderen machen“, sondern vor allem Intendanten und Verlage, die sich für neue Musicals interessieren.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Es ist ja nicht gesagt, dass die Stücke im Schmidt Theater oder Schmidt&#8217;s Tivoli aufgeführt werden&#8230;</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Nein, es geht darum, frischen Leuten ein Podium zu geben. Egal an welcher Bühne es dann letztendlich vielleicht zur Aufführung kommt. Wir wollen Schnittstelle zwischen Machern und Theatern oder Verlagen sein. Natürlich fragt man sich, warum dieser Wettbewerb nicht von Joop van den Ende initiiert wurde. Aber umso besser&#8230; Es geht uns darum, den Kolleginnen und Kollegen eine Plattform zu bieten. Eigentlich können sich die Teilnehmer freuen, dass sie zu so günstigen Konditionen einen Verlag finden und dass ihr Stück mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aufgeführt wird.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wir sind gespannt, wie sich dieser Wettbewerb entwickelt. Vielen Dank für die umfassenden Einblicke.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;"><em>leicht gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin<br />
</a></span></em>Fotos: Nina Gruetzmacher / Oliver Fantitsch / Genbu Arts</p>
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		<title>Sodom und Gomorrha auch im neunten Jahr</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sodom-und-gomorrha-auch-im-neunten-jahr/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 12 Jan 2014 12:55:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">Seit 2005 verwandelt sich das Schmidt Theater jedes Jahr für einige Wochen in die „Villa Sonnenschein“, ein Altersheim, in dem renitente Rentner, verliebte Twens, sexgeile Führungskräfte und besserwissende Pflanzen und Dekoelemente ihr Unwesen treiben.</p>
<p class="Body">Die Handlung bleibt dabei unverändert, nur die Sprüche werden aktuellen Gegebenheiten angepasst und man bekommt den Eindruck, dass sie jährlich spitzer und sarkastischer werden. Doch gerade diese Unverblümtheit macht den Charme dieses Stücks aus.</p>
<p class="Body">Wenn ein Dr. Mathieu sagt „Wenn ich das Gammelfleisch hier eingepackt habe, können wir los ins Restaurant.“ bleibt einem das Lachen nur kurz im Hals stecken.</p>
<p class="Body">Immer wieder großartig ist Julio, der Ableger vom Ableger vom Ableger vom Ableger der Pflanze, die bei Don Juan im Zimmer stand. Er attestiert Bufdi Felix einen „Flirtfaktor von 15. Knäckebrot hat 10.“</p>
<p class="Body">Schön ist auch die Ankündigung des Auftritts von Heimbewohnerin Carlotta von Pörtschach „nicht als Spatz von Paris, sondern als grauer Star von Hamburg“.</p>
<p class="Body">Das Publikum kringelt sich vor Lachen, wenn die Sonne folgende Weisheit zum Besten gibt: „Wenn man sein Ohr an den Bauzaun des Berliner Flughafens legt, hört man die Elbphilharmonie leise kichern.“</p>
<p class="Body">Auch neu und absolut sehenswert sind die Nippelpuschen von Gustav. Corny Littmann hat offenbar viel Spaß an der Rolle dieses Kotzbrockens mit weichem Herzen. Dafür müht er sich auch gern mit dem Rollstuhl auf der Rampe ab und erschreckt die Zuschauer in Reihe eins, wenn er plötzlich ungebremst auf die zurollt.</p>
<p class="Body">Die Darsteller der Wiederaufnahmepremiere kennen ihre Rollen aus dem Effeff. Benjamin Zobrys gibt einen jugendlichen, schüchternen, gewitzten Felix und seine Spielfreude ist ansteckend. Franziska Kuropka spielt die verliebte Melanie, die sich erst spät zwischen dem oberflächlichen Schönling Dr. Mathieu und dem liebevollen, herzensguten Felix entscheiden kann.</p>
<p class="Body">Auch Heiko Wohlgemuth hat Freude an der Rolle des egozentrischen Dr. Mathieu. Aber auch als dezent sexfixierte Pflanze Julio gewinnt er die Sympathien des Publikums. Die grantelnde Heimleiterin Mechthild wird einmal mehr von Carolin Spieß gegeben, die den Hausdrachen einschüchternd und berechnend darstellt. Das Paar Carlotta und Gustav wird von Ingrit Dohse und Hans B. Götzfried gespielt. Ihr liebevoller Umgang lässt es einem warm ums Herz werden. Bleibt noch Johanna Haas, die als zweite Hand, Kissen, Bettpfanne etc. eher im Hintergrund spielt, aber ohne sie würden viele Szenen gar nicht funktionieren.</p>
<p class="Body">Heimlicher Star des Abend war allerdings Carlos, der Hund von Corny Littmann, der nach der Pause und beim Schlussapplaus die Bühne im Sturm eroberte. Ob sich die Französische Bulldogge ihres Star-Appeals bewusst ist?</p>
<p class="Body">Martin Lingnaus Songs verlieren ihre Wirkung auch nach neun Jahren nicht. Das Publikum lässt sich anstecken, klatscht mit und hat sichtlich Spaß. Auch Heiko Wohlgemuths Texte treffen zielsicher ins Schwarze: Politisch unkorrekt, undiplomatisch und wunderbar böse &#8211; genauso kennen und mögen wir „Villa Sonnenschein“!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Wiederaufnahme: </span></strong>10. Januar 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Franziska Kuropka, Carolin Spieß, Heiko Wohlgemuth</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Corny Littmann / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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