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	<title>Anna Montanaro-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Anna Montanaro-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Gefährliche Liebschaften</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2016 20:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Kahl]]></category>
		<category><![CDATA[Gefährliche Liebschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Klotz]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Schubring]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marc Schubring und Wolfgang Adenberg beherrschen die komplette Bandbreite des Musicals. Weder thematisch noch musikalisch lässt sich das Team festlegen. Das haben sie schon früh mit ihrem Familienmusical „Emil und die Detektive“ bewiesen. Zu ihren bekanntesten Stücken gehörten in den letzten Jahren „Moulin Rouge Story“ und „Zum Sterben schön“. Dass sie auch komplexe Stoffe nicht ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Marc Schubring und Wolfgang Adenberg beherrschen die komplette Bandbreite des Musicals. Weder thematisch noch musikalisch lässt sich das Team festlegen. Das haben sie schon früh mit ihrem Familienmusical „Emil und die Detektive“ bewiesen. Zu ihren bekanntesten Stücken gehörten in den letzten Jahren „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1471">Moulin Rouge Story</a></span>“ und „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1538">Zum Sterben schön</a></span>“.</p>
<p>Dass sie auch komplexe Stoffe nicht scheuen und gekonnt für die Musicalbühne adaptieren, zeigt „Gefährliche Liebschaften“, welches sie im Auftrag des Staatstheaters am Gärtnerplatz (München) schrieben und für das sie beim Deutschen Musical Theater Preis 2015 fünf Trophäen (u. a. für „Bestes Musical“ und „Beste Musik“) erhielten.</p>
<p>Die Handlung ist dank der Hollywood-Verfilmung mit Glenn Close und John Malkovich (1988) einem breiten Publikum hinlänglich bekannt. Von einer zusammengefassten oder gekürzten Bühnenversion kann man im Fall von Schubrings und Adenbergs Werk nicht sprechen. Die beiden CDs dieser Live-Aufnahme enthalten 44 Songs und man vermisst keine Sekunde der abwechslungsreichen Geschichte der Marquise de Merteuil, des Vicomte de Valmont und Madame de Tourvel.</p>
<p>Auffällig sind die vielen Dialoge, welche die – immer musikalisch untermalt – Beziehungen zwischen den Charakteren um ein Vielfaches deutlicher machen als es einzelne Schwerpunkt-Songs könnten. Beim ersten Anhören kann das viele „Gerede“ durchaus irritieren, doch im Hinblick auf die Entwicklung des Geschehens ist es sehr hilfreich.</p>
<p>Schubring wird mit seinen Kompositionen der dramatischen Handlung genauso gerecht wie den romantisch-verspielten Passagen. Der scheinbar spielerische Wechsel zwischen symphonischem Orchester und dem zarten, zerbrechlichen Klang einer einzelnen Geige hält den Spannungsbogen während des ganzen Abspielens aufrecht. Man kann die Veränderungen und teilweise schwierigen Entscheidungsprozesse der Protagonisten auch musikalisch gut nachvollziehen.</p>
<p>Adenbergs Texte sind stilsicher, und Zeit und Thema der Handlung angemessen ausgewählt. Das CD-Booklet ermöglicht es, jeden Songtext nachzulesen. Vielfach kann man erst so wirklich nachvollziehen, wie schwierig es sein muss, Text und Melodie in Einklang zu bringen.</p>
<p>Die Besetzung der Hauptdarsteller ist exzellent: Anna Montanaro als intrigante Marquise de Merteuil, Armin Kahl als verführerischer Vicomte de Valmont und Julia Klotz als hilflose Madame de Tourvel überzeugen durch pointierte stimmliche Anpassung. Allen gelingt es immer genau das richtige Gefühl zu transportieren – sowohl während der gesungenen Passagen als auch während der Dialoge. Gleiches gilt für Anja Haeseli und Florian Peters, die ihre Rollen als Cécile und Danceny mit viel jugendlichem Charme und Naivität interpretieren.</p>
<p>Einmal mehr macht die bloße CD neugierig und man möchte das Stück unbedingt live auf der Bühne sehen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>Mission 007</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mission-007/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 18:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander S. Bermange]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[Bernie Blanks]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Oelke]]></category>
		<category><![CDATA[Capitol Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Fans for Kids]]></category>
		<category><![CDATA[Lucy Diakovska]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Kribbe]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Schaedler]]></category>
		<category><![CDATA[Sonia Farke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die Benefizgala von Fans for Kids e V. schlüpfte Initiator Ralf Schaedler in die Rolle des weltberühmten Geheimagenten. Der Einsatz in Düsseldorf war allerdings ausnahmsweise einmal nicht im Dienste Ihrer Majestät, sondern zugunsten krebskranker Kinder. Für die zweite Benefizgala von Fans for Kids e. V. konnte Ralf Schaedler viele Freunde und Kollegen gewinnen, die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Für die Benefizgala von Fans for Kids e V. schlüpfte Initiator Ralf Schaedler in die Rolle des weltberühmten Geheimagenten. Der Einsatz in Düsseldorf war allerdings ausnahmsweise einmal nicht im Dienste Ihrer Majestät, sondern zugunsten krebskranker Kinder. Für die zweite Benefizgala von Fans for Kids e. V. konnte Ralf Schaedler viele Freunde und Kollegen gewinnen, die für einen einmaligen Abend sorgten. Aber dazu später mehr.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Geschäftsführer Thomas Krauth stellte dem Verein sein Capitol Theater an diesem spielfreien Montag kostenfrei zur Verfügung und auch alle Techniker und die Band unter der Leitung von Daniel Behrens verzichteten zugunsten der tapferen Kinder auf ihre Entlohnung. Die Grundvoraussetzungen konnten für eine Charity Veranstaltung besser nicht sein.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_906">
<div class="style_2">
<p class="Body">Als Thema stellten die Macher „James Bond“ und die zahllosen Filmhits in den Mittelpunkt des Abends. Ralf Schaedler standen mit Sonia Farke und Annette Kippenhan zwei sehr elegante Damen zur Seite, die die Zeit zwischen den einzelnen Songs sehr unterhaltsam überbrückten.</p>
<p class="Body">Schon die erste Nummer war eine Überraschung: Der englische Komponist Alexander S. Bermange („Walking On The Sun“) hatte eigens für diesen Anlass einen Titel komponiert. „Just For Tonight“ reihte sich mit seinen Swing-Elementen musikalisch hervorragend in die Kette der bekannten Filmsongs wie „Kick In The Head“ oder „Have You Met Miss Jones“ ein.</p>
<p class="Body">Es folgte ein Feuerwerk an außergewöhnlichen Darbietungen, die nicht nur aufgrund der für die Musical-Darsteller ungewöhnlichen Songauswahl erstaunten, sondern auch durch die extravaganten Choreographien und die ausgefallenen Kostüme Akzente setzten. Jede einzelne der 20 Nummern war etwas besonderes, daher erscheint es unfair, einige Stücke hervorzuheben. Doch Drew McOnies atemberaubende klassische Ballett-Choreographie zu dem von Maria Jane Hyde interpretierten „For Your Eyes Only“ war eines der absoluten Highlights. Mit seiner Partnerin Bridie Rack schien der erst 18-jährige „Cats“-Darsteller über den Schrottplatz zu schweben.</p>
<p class="Body">Ebenfalls herausragend waren Brigitte Oelke und Gido Schimanski, die aus „Golden Eye“ eine Entfesselungsnummer der speziellen Art machten. Dass Bernie Blanks und Sonia Farke ihr Duett „Something Stupid“ erst wenige Stunden vor der Aufführung gemeisnam proben konnten, ist niemanden aufgefallen. Gewohnt charmant und souverän brachten die beiden einen der romantischeren Songs des Abends über die Bühne.</p>
<p class="Body">Mit dem Opener des zweiten Akts wurde das Thema Bond zugunsten seines bekanntesten Imitators – Austin Powers – verlassen und das Publikum in die bonbonfarbene Glitzerwelt der 60er entführt. Sascha Reuter sah dem filmischen Vorbild Mike Myers zum Verwechseln ähnlich und genoss es sichtlich, sich zwischen seinen langbeinigen Kolleginnen Lara Glew, Rachel Marshall, Bridie Rack und Abigail Rosser zu bewegen (tanzen kann man das ja bekanntlich bei Austin Powers nicht wirklich nennen).</p>
<p class="Body">Nicht weniger schräg und unerwartet war das „Madonna vs. Britney“-Medley mit Stephan Zenker als Pop-Queen und Mark John Richardson als ewige Jungfrau Britney. Zusammen mit ihren beiden Tänzern Friedrich Bührer und Thomas Margies sorgten die beiden „Cats“-Darsteller in ihren mega-sexy Outfits für den optischen Höhepunkt.</p>
<p class="Body">Mit der „Mission 007“-Gala feierte man ein Wiedersehen mit vielen Darstellern aus dem Großraum Ruhrgebiet: Neben Patrick Stanke („Aida“) und Paul Kribbe („Miami Nights“) gestalteten auch Bernie Blanks („Starlight Express“), Anna Montanaro („Das Mädchen Rosemarie“), Brigitte Oelke („Jekyll &amp; Hyde“) sowie das gesamte „Cats“-Ensemble den Abend mit. Lucy Diakovska („Jekyll &amp; Hyde“) reiste an, um neben „Nobody Does It Better“ auch ihre erste selbst komponierte Single „Where“ zu präsentieren und erntete viel Applaus von dem zumeist jungen Publikum.</p>
<p class="Body">Bei aller Begeisterung für die Kunst geriet der Anlass des Zusammentreffens nicht in den Hintergrund: Der bereits dreimal an Leukämie erkrankte Jens-Daniel erzählte von seiner Idee ein Musical auf die Bühne zu bringen, dessen Hauptakteur ein krebskranker Junge ist, der sich in eine Traumwelt flüchtet und dort viele neue Freunde findet. Die Musik dazu wird von Tobias Künzel („Die Prinzen“) komponiert. Mit dem Buch befasst sich zurzeit Michael Kunze.</p>
<p class="Body">Insgesamt kamen an diesem Abend weit mehr als 20.000 Euro zusammen, die an verschiedene Kinderkrebszentren verteilt werden, um Spielzeug, Übernachtungsmöglichkeiten für die Eltern sowie zusätzliche Pflegekräfte finanzieren zu können.</p>
<p class="Body">Der Erfolg der Gala entschädigte alle Beteiligten für die Strapazen der vorangegangenen Tage und Wochen: Proben vor oder nach den eigenen Vorstellungen, Texte auf dem Weg ins Theater lernen und Choreographien zum x-ten Mal wiederholen. Nach der Schlussnummer „You’ve Got A Friend“ wollte daher auch niemand so richtig die Bühne verlassen. Die gute Stimmung schwappte ins Foyer über, wo noch zwei Stunden nach Ende der Gala Autogramme gegeben wurden und sich die Künstler den Fragen ihrer Fans stellten.</p>
<p class="Body">Fans for Kids e. V. hat diese Gala mit dem ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten auf die Beine gestellt. Die Professionalität mit der die Songs dargeboten wurden und der Ideenreichtum in Sachen Choreographie ließen keine Wünsche offen. Außer vielleicht einen: Wird es eine CD oder eine DVD von dieser Gala geben? Denn einen solchen Abend möchte man immer wieder erleben.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht auf <a title="http://www.musicalzentrale.de/" href="http://www.musicalzentrale.de/">musicalzentrale.de</a></em></p>
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<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_104">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Capitol Theater, Düsseldorf</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span></strong> 11. November 2010</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Bernie Blanks, Lucy Diakovska, Sonia Farke, Paul Kribbe, Anna Montanaro, Brigitte Oelke, Ralf Schaedler, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Idee:</span></strong> Ralf Schaedler</span></div>
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		<title>Ein wenig geschicktes Doppelpack</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-wenig-geschicktes-doppelpack/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 12:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[CCH]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[La Belle Bizarre du Moulin Rouge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht man, wenn man nicht die uneingeschränkten Rechte an der Nutzung von bekanntem Material für die Musicalbühne hat? Man ändert ein paar Namen, ergänzt die Handlung durch einige eigene Musikstücke und Szenen und schon hat man eine neue Show mit einem – wie in diesem Fall – äußerst komplizierten Namen. Doch „La belle bizarre ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Was macht man, wenn man nicht die uneingeschränkten Rechte an der Nutzung von bekanntem Material für die Musicalbühne hat? Man ändert ein paar Namen, ergänzt die Handlung durch einige eigene Musikstücke und Szenen und schon hat man eine neue Show mit einem – wie in diesem Fall – äußerst komplizierten Namen.</p>
<p class="Body">Doch „La belle bizarre du Moulin Rouge“ ist nicht so verfremdet, dass der geneigte Theaterbesucher nicht wüsste, worum es geht: Baz Luhrmanns Filmepos „Moulin Rouge“ von 2001.</p>
<p class="Body">Die Pariser Gegend rund um das Moulin Rouge ist berühmt und berüchtigt, sie sich ist sicherlich auch schön und seltsam auf ihre Art – doch das trifft auf diese Tourproduktion der Gastspiel Gerhartz GmbH genauso zu.</p>
<p class="Body">Das Stück hat schöne, stimmige Momente (im Allgemeinen sind dies die Szenen, die sich am filmischen Vorbild orientieren), aber auch unglaublich schräge Augenblicke zu bieten (bspw. wenn bekannte Songs durch neuartige Arrangements oder kreative Freiheit fast bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt werden).</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_738">
<div class="style_2">
<p class="Body">Regisseur Christian Götz hatte die schwere Aufgabe, sich nicht allzu weit vom bekannten Material zu distanzieren, aber dennoch neue Szenen und Songs in ein Musical zu integrieren. Doch am Ende will alles nicht so recht zusammenpassen. Man verlässt das Theater mit dem Gefühl zwei voneinander unabhängige Stücke gesehen zu haben, die mit wenig Feingefühl vermischt wurden. Dabei hat die Gastspiel Gerhartz GmbH mit Anna Montanaro und Jesper Tydén echte Zugpferde des Musicalbusiness für die Hauptrollen Fatime und Armand engagiert.</p>
<p class="Body">Anna Montanaro gibt eine imposante Erscheinung als Edel-Kurtisane ab. Sie ist eine richtige Frau, mit echten Kurven – was für ein erfreulicher Unterschied zur Film-Kollegin Nicole Kidman. Dennoch erscheint „die Montanaro“ etwas zu alt, um als gefeierter Jungstar im Moulin Rouge durchzugehen. Schauspielerisch wirkt sich manchmal etwas zu aufgesetzt und man fragt sich unweigerlich, ob das noch zur Rolle gehört. Stimmlich meistert sie ihren Part durchweg gut, auch wenn sie in den Duetten mit Tydén eindeutig die Verliererin ist.</p>
<p class="Body">Jesper Tydén singt sich tapfer durch jede noch so schräge Melodie und lässt uns glaubhaft seinen Liebeskummer spüren. In einigen Songs darf er sein ganzes stimmliches Können zeigen und erntet damit den wohlverdienten Applaus.</p>
<p class="Body">Begleitet werden die beiden Protagonisten von einem elfköpfigen Ensemble, das verschiedenste Charaktere bedient. Hervorzuheben ist Sissy Staudinger, die als Directeur die Figur des bittersüßen Harold Zidler (so der Name im Film) wunderbar karikiert. Schade, dass sie von ihrem Gesangstalent nicht mehr zeigen darf, als die wenigen abgehackten Phrasen im „Can Can Medley“ und bei „Like a Virgin“.</p>
<p class="Body">Für einen wahren Wohlklang sorgt Jens Ochmann als Vater Armands, der der Handlung hinzugefügt wurde, um noch mehr Spannung zu erzeugen. „Das Spiel tut weh…“ ist einer der schöneren neuen Songs dieses Musicals.</p>
<p class="Body">Ansonsten fallen die im Vergleich zu Showstoppern wie „Lady Marmalade“ (im Programmheft und auf der CD übrigens treffend falsch als „Lady Marmelade“ bezeichnet), One Day I’ll Fly Away“ oder das „Elephant Love Medley“ unbekannten neuen Songs wie „Die Liebe ist wie große Oper“ und „C’est la vie“ vor allem dadurch auf, dass sie melodisch nicht zum Gesamtkonzept passen und textlich (selbst wenn vom Chef Ulrich Gerhartz selbst verfasst) auf sehr tönernen Füßen stehen.</p>
<p class="Body">Optisch bedient diese Tourproduktion das, was man erwartet: An Farben, zweckdienlichen, aber ideenreichen Kulissen und (einigen) schönen Kostümen wird nicht gespart.</p>
<p class="Body">Dass Szenen wie der große Can Can nicht zünden, liegt auch nicht an der Choreographie von Lacy Darryl Phillips. Phillips versucht, die gängigen Klischees zu bedienen und wäre das Ensemble nicht mit einigen Tanzabfolgen so offenbar überfordert, könnten sie sicherlich für deutlich mehr Furore auf der Bühne sorgen. Doch so versickern auch die großen Tanzszenen, die das Moulin Rouge ausmachen sollten, im Nichts.</p>
<p class="Body">Schade, dass außer dem großen Namen des Films das vorhandene Potential nicht genutzt wurde. Es bleibt der fade Beigeschmack, dass hier etwas schnell zusammengeschustert wurde, ohne das die Fäden bei jemandem zusammengelaufen sind, der ein einheitliches Ganzes schaffen wollte. Dafür spricht im Übrigen auch, dass auf den Plakaten nicht Jesper Tydén als Armand abgebildet ist, sondern Stefan Reil (der jedoch als Dance Captain bei „Marie Antoinette“ in Bremen weilt). Wirklich bedauerlich, dass es so etwas heutzutage noch geben muss.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> CCH, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. Dezember 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Montanaro, Jesper Tydén</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Christian Götz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Gerhartz GmbH Kiel</span></div>
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			</item>
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		<title>Erneut ein gescheiterter Versuch</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/erneut-ein-gescheiterter-versuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 10:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[Carina Sandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Marilyn – Das Musical]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Davids]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspielhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur selten habe ich mit meinem Berufsethos als Journalistin so schwer zu kämpfen wie im Fall der „Europapremiere der überarbeiteten Fassung der letztjährigen Weltpremiere von „Marilyn – Das Musical“. Nachdem die Kritiken im vergangenen Sommer in München vernichtend waren, entschloss man sich, das Stück komplett zu überarbeiten. Dementsprechend gespannt und froher Erwartung ging ich mit ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/erneut-ein-gescheiterter-versuch/">Erneut ein gescheiterter Versuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nur selten habe ich mit meinem Berufsethos als Journalistin so schwer zu kämpfen wie im Fall der „Europapremiere der überarbeiteten Fassung der letztjährigen Weltpremiere von „Marilyn – Das Musical“. Nachdem die Kritiken im vergangenen Sommer in München vernichtend waren, entschloss man sich, das Stück komplett zu überarbeiten. Dementsprechend gespannt und froher Erwartung ging ich mit hunderten Gästen am 12. Juli zur Premiere in das Hamburger Schauspielhaus.</p>
<p class="Body">Das was sich uns jedoch dort bot, war schlichtweg ein Graus. Nichts, aber auch gar nichts an dieser Show funktionierte: Das Buch hatte Lücken, holperte und wirkte lieblos zusammengeschustert. Die Choreographien waren einfallslos und von den Darstellern alles andere als synchron vorgetragen. Die Band vergriff sich mehr als einmal im Ton. Das Bühnenbild war funktional, fügte sich aber nur in der Club-Szene als stimmiges Ganzes zusammen. Wenn wenigstens die Hauptdarsteller für die große Enttäuschung auf Produktionsseite entschädigt hätten.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_637">
<div class="style_2">
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1758 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Marilyn2_2007.png" alt="" width="260" height="335" />Aber nein, Anna Montanaro, die die Rolle der Marilyn bereits in München verkörpert hatte, wirkte lustlos, konnte das Divenhafte und Betörende der Monroe nicht einmal ansatzweise transportieren, schien stimmlich nicht ganz auf der Höhe und ließ sich von Carina Sandhaus alias Jean Harlow einfach an die Wand spielen. Sandhaus und Siggy Davis als Ella Fitzgerald waren die einzigen, die aus der breiten Masse der Darsteller positiv herausragten. Beide agierten bühnen- und raumfüllend, genauso wie rollendeckend.</p>
<p class="Body">Die Herren spielten in Marilyn Monroes Leben immer eine wesentliche Rolle – in diesem Musical gerieten sie zu Nebendarstellern. Kaum dass man einen optischen Unterschied zwischen ihnen bemerkte, die Figuren selbst unterschieden sich auch kaum.</p>
<p class="Body">Wenige inszenatorische Kunstgriffe aus der Regie von Matthias Davids bleiben als originell haften: So beispielsweise das startende Flugzeug am Ende des ersten Akts, wenn Marilyn ihren Mann zugunsten der GIs und ihrer eigenen Prominenz davonziehen lässt. Auch die Bar, die sich aus zwei zusammen geschobenen Podesten bilden lässt, au denen jeweils Bandmitglieder sitzen, ist sehr effektvoll und funktioniert einwandfrei. Marilyn Sehnsucht nach Anerkennung durch einen Tanz mit drei Kameras darzustellen, wundervoll. Ihre Affäre mit Kennedy jedoch als Ballett-Sequenz darzustellen, erscheint wiederum sehr unpassend.</p>
<p class="Body">Die Choreographien von Melissa King scheinen nicht ausgereift, auch wenn dort nur einfache Basiselemente verarbeitet wurden. Von Originalität und Neuartigkeit ist dort ebenso wenig zu sehen wie bei den Kostümen von Zwinki Jeannée und den unfassbar schlecht sitzenden Perücken. Besonders bei Anna Montanaro fällt letzteres stark ins Gewicht. Sie sieht nur selten aus wie die Sexbombe der 50er, sondern wie eine billige Kopie. Das hat Marilyn Monroe nun wahrlich nicht verdient.</p>
<p class="Body">In die Reihe der Enttäuschungen fügt sich die Musik nahtlos ein. Bei einem Musical über eine Stilikone darf man wohl erwarten, dass man auch musikalisch etwas geboten bekommt. Stattdessen gab es nicht einmal 20 zumeist bekannte Titel zu hören („Diamonds are a girls best friend“, „Heat Wave“, „My Heart Belongs to Daddy“), die zum einen die Handlung nicht wirklich weiter gebracht haben und zum anderen zu wenig begeisterungsfähig von der Band gespielt wurden, dass man auch direkt ein Band hätte abspielen können.</p>
<p class="Body">Die geplante Tournee des Stücks (nach Hamburg sollte es nach Berlin und danach durch ganz Europa weitergehen) wurde nach der wenig erfreulichen Sommerbespielung im Schauspielhaus bis auf weiteres abgesagt.</p>
<p class="Body">Ich bin tatsächlich bis zum Ende des 2 Akts geblieben und habe in der Pause dem Drang, das Theater schnellstmöglich zu verlassen, nicht wie so viele andere nachgegeben. Aber wie eingangs erwähnt – so schwer ist mir die Auseinandersetzung mit meinem Berufsethos als Kritiker noch nie gefallen.</p>
<p class="Body">Nachdem nun auch der zweite Versuch, der Monroe ein musicalisches Denkmal zu setzen, so eindeutig fehlgeschlagen ist, sollte man es vielleicht dabei bewenden lassen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schauspielhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>12. Juli 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Montanaro, Carina Sandhaus</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Matthias Davids<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Schauspielhaus Hamburg<br />
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		<title>Wiederaufnahme bei den Bad Hersfelder Festspielen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wiederaufnahme-bei-den-bad-hersfelder-festspielen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2003 12:19:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christ Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Nigel David Casey]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftsruine]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem letztjährigen Erfolg von »Jesus Christ Superstar« lag die Entscheidung nahe, den Andrew Lloyd Webber Klassiker auch in diesem Jahr wieder auf die Festspiel-Bühne in der Stiftsruine zu Bad Hersfeld zu bringen. Und der Andrang gab den Veranstaltern recht: Bereits kurz nach Vorverkaufsbeginn waren alle 28 Vorstellungen restlos ausverkauft. Im Vergleich zum letzten Jahr ...</p>
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<p class="Body">Nach dem letztjährigen Erfolg von »Jesus Christ Superstar« lag die Entscheidung nahe, den Andrew Lloyd Webber Klassiker auch in diesem Jahr wieder auf die Festspiel-Bühne in der Stiftsruine zu Bad Hersfeld zu bringen. Und der Andrang gab den Veranstaltern recht: Bereits kurz nach Vorverkaufsbeginn waren alle 28 Vorstellungen restlos ausverkauft.</p>
<p class="Body">Im Vergleich zum letzten Jahr haben weder die Inszenierung noch das Ensemble bemerkenswerte Änderungen erfahren; das Stück wird nach wie vor in englischer Sprache aufgeführt. Der einzige Unterschied ist, dass die Hauptdarsteller Yngve Gasoy-Romdal (Jesus) und Anna Montanaro (Maria Magdalena) ihre Engagements als Jekyll und Lucy bei »Jekyll&amp;Hyde« in Köln für die Dauer der Festspiele komplett auf Eis gelegt haben und sich daher vollends der dramatischen Lebensgeschichte von Jesus widmen können.</p>
<p class="Body">Die Stiftsruine bildet eine beeindruckende Kulisse für dieses tragische Musical-Epos aus den 70er Jahren. Und die Chöre, die das Musical-Ensemble stimmgewaltig unterstützen, schaffen es problemlos, die immense Bühne mit Leben zu füllen.</p>
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<p class="Body">Außer zwei Podesten auf der linken und rechten Seitenbühne sowie zwei Balkonen, die an die beiden mittleren Säulen angebracht wurden, gibt es kaum Kulissen bei dieser Inszenierung. Aber die akzentuierte und effektvolle Nutzung des zur Verfügung stehenden Baukasten-Schiebe-Systems des Bühnenbodens vermittelt spielend leicht den Eindruck von Herodes’ Swimmingpool mitten auf der Bühne und auch die Slums, aus denen die Armen und Gebrechlichen hervor kriechen, werden durch diverse Öffnungen im Bühnenboden hervorragend dargestellt. Besonders beeindruckend ist selbstverständlich der grüne Lasertunnel, der Jesus nach dessen Kreuzigung komplett in sich aufnimmt.</p>
<p class="Body">Aber der Reihe nach… »Jesus Christ Superstar« erzählt die Geschichte von Jesus letzten Tagen auf Erden. Zu Beginn des Stücks wird Jesus von der Menge bejubelt und gefeiert und der Zuschauer gewinnt sehr schnell den Eindruck, dass Yngve Gasoy-Romdal sich in der Rolle des angebeteten<br />
Erlösers sehr wohl fühlt.</p>
<p class="Body">Judas ist enttäuscht, dass Jesus seine Warnung vor Leichtgläubigkeit in den Wind schlägt und verrät ihn deshalb an die Hohepriester. Nigel David Casey gibt den Verräter sehr ausdrucksstark und reißt das Publikum in seiner Verzweiflung phasenweise regelrecht mit. Bedauerlicherweise leidet sein Spiel unter der mittelmäßigen Akustik, die verhindert, dass auch seine leiseren, gefühlvollen Töne voll zur Geltung kommen.</p>
<p class="Body">Tom Tucker ist ein grandioser Kaiphas – seine bösartige Ausstrahlung und einschüchternde Gestalt in Kombination mit seiner tiefen Gänsehaut-Stimme lassen das Publikum vor dem Hohepriester kalt erschauern.</p>
<p class="Body">Die Jünger Jesu’ kommen in Chornummern wie „What’s the Buzz“ oder „The Last Supper“ als Gruppe hervorragend zur Geltung – bedauerlich ist nur, dass Sven Sorring als Petrus und Michael Kelley als Simon außer ihren wundervollen Stimmen keinerlei schauspielerischen Ausdruck in ihre Rollen legen und daher ihre gefühlvollen Soli keinen bleibenden Eindruck beim Besucher hinterlassen können.</p>
<p class="Body">Maria Magdalena wird von Anna Montanaro eher unterkühlt verkörpert. Während sie das Parade-Solo „I don’t know how to love him“ zu sehr phrasiert, als dass es noch liebevoll-besorgt klingen könnte, erlebt sie im Duett „Could we start again“ mit Sven Sorring (Peter) ihren größten Moment des Abends. Das Spiel mit Yngve Gasoy-Romdal (Jesus) funktioniert blind – ein Indiz dafür, dass die beiden im Laufe ihrer monatelangen Zusammenarbeit für »Jekyll&amp;Hyde« und »Jesus Christ Superstar« ein perfekt aufeinander eingestimmtes Team bilden.</p>
<p class="Body">Wenn Jesus sich am Ende von „Gethsemane“ schlussendlich in sein Schicksal fügt und seinen bevorstehenden Tod akzeptiert, jagt dies dem Zuschauer Schauer über den Rücken. Dies liegt vor allem daran, dass Yngve Gasoy-Romdal die hohen Töne, die dieser Part erfordert, tatsächlich singt – ohne sie zu schreien (wie es so viele andere vor ihm getan haben) und sein Leiden besonders real wirkt.</p>
<p class="Body">In der Szene „Judas Death“ überzeugt Nigel David Casey einmal mehr und der Zuschauer kann seine Verzweiflung und das schlechte Gewissen regelrecht mitfühlen, das ihn schließlich in den Freitod springen lässt.</p>
<p class="Body">Das finale Urteil über das Ende von Jesus’ Leben hat Pilatus zu fällen. Die soulige volle Stimme von Jimmie Earl Perry passt ganz ausgezeichnet zur zwiegespaltenen Persönlichkeit von Pilatus, der zwischen Bewunderung und Hass für Jesus hin- und hergerissen ist und sich die Entscheidung nicht leicht macht.</p>
<p class="Body">Das bekannteste Stück – „Superstar“ – wirkt in dieser Produktion etwas chaotisch, was daran liegen mag, dass es keinen Fixpunkt auf der weitläufigen Bühne gibt: Links und rechts tanzt das gesamte Ensemble in originellen, exotisch-frivolen Kostümen, während Judas auf einem fahrbaren Baugerüst in 4,5 m Höhe über die Bühne gefahren wird. Und mittendrin sitzt „irgendwo“ ein blutverschmierter, extrem leidender Jesus.</p>
<p class="Body">Kaum jemand ist in den letzten Jahren auf einer Musicalbühne so „intensiv“ gestorben wie Yngve Gasoy-Romdal. In die letzten Szenen legt er all sein Gefühl und macht das Publikum glauben, dass er wirklich dem Tode geweiht ist. Seine Überzeugungsfähigkeit in der Todesszene verwundert wenig, ist er doch als Wolfgang Mozart unzählige Male eindrucksvoll ums Leben gekommen. Auch als Jekyll hat er auf der Bühne viele Berührungspunkte mit dem Tod bevor er am Ende selbst hingerichtet wird.</p>
<p class="Body">Beim Schlussapplaus kommt dann aber wieder das fröhliche Naturel des sympathischen Norwegers zutage. Sorgt er doch für das gepflegte Chaos beim Verbeugen des Ensembles, mit dem er schon so manchen Stagemanager ins Schwitzen gebracht hat!</p>
<p class="Body">Das Publikum nahm die Wiederaufnahme-Vorstellung mit großer Begeisterung und stehenden Ovationen auf. Es ist davon auszugehen, dass sich dies im Laufe der Spielzeit auch nicht ändern wird. Denn die Bad Hersfelder Inszenierung schürt tiefe Emotionen und gibt dem „betagten“ Musical einen unvergleichlichen Rahmen.</p>
<p class="Body">Einen exzellenten Eindruck von der Open Air Aufführung in der Stiftsruine bekommt man auf der kürzlich erschienenen CD, die eine Live-Aufnahme aus dem Juli 2002 enthält. Die Protagonisten sind identisch mit den diesjährigen Darstellern. Die Orchestrierung ist eindrucksvoll und ergänzt die hervorragenden Stimmen der Hauptdarsteller auf sehr harmonische Weise.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine, Bad Hersfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">Juli 2003</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Nigel David Casey, Anna Montanaro</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Andrew Lloyd Webber<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Bad Hersfelder Festspiele<br />
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