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	<title>Creators-Wettbewerb-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Creators-Wettbewerb-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Creators-Finale 2017</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Oct 2017 16:59:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. Oktober 2017 war es soweit: Zum zweiten Mal luden Corny Littmann und Norbert Aust zum Finale des von Ihnen 2014 ins Leben gerufenen Autoren- und Komponistenwettbewerbs „Creators“ ein. Die fünf Finalisten hatten sich in zwei Vorrunden gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt und konnten während des Sommers mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld in der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/creators-finale-2017/">Creators-Finale 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. Oktober 2017 war es soweit: Zum <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=105">zweiten Mal</a></span> luden Corny Littmann und Norbert Aust zum Finale des von Ihnen 2014 ins Leben gerufenen Autoren- und Komponistenwettbewerbs „Creators“ ein. Die fünf Finalisten hatten sich in zwei Vorrunden gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt und konnten während des Sommers mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld in der Tasche, ihre 20-minütigen Vorrundenbeiträge zu einstündigen Finalmusicals auszubauen.</p>
<p>Das Finale war für Zuschauer wie Jury ein echter Musical-Marathon. Bereits um 16 Uhr ging es los und erst lange nach 23 Uhr wurden die Sieger – ja es gab in diesem Jahr zwei – verkündet.</p>
<h3 style="text-align: center;">B A Star</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2211 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt-768x485.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Den Anfang machte „B A Star“ von Karl Lindner. Hier geht es um eine alleinerziehende Mutter, die finanziell am Ende ist und ihre Rettung darin sieht, ihre Tochter Marie bei dem Casting-Wettbewerb „B A Star“ anzumelden. Die Show kämpft allerdings mit schlechten Einschaltquoten und im Hintergrund wird sehr viel gemauschelt, was Marie sofort erkennt und sich von diesem Umfeld lossagt. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in den Publikumsliebling, dem vom Produzenten übel mitgespielt wird. Am Ende tritt Maries Mama selbst auf und bringt mit ihrem emotionalen Auftritt alle zum Nachdenken.</p>
<p>Linder arbeitet mit vielen musikalischen Stilmitteln (Sprechgesang, Ballade, Pop), lässt seine Songs in einem englisch-deutschen Mischmasch singen und bedient sich zahlreicher mit Casting-Shows verbundener Klischees. Regina Mallinger überzeugt als Mutter, da sie sowohl emotional als auch schauspielerlisch und gesanglich Akzente zu setzen weiß.</p>
<p>Insgesamt stellt sich jedoch die Frage, wo Karl Lindner mit „B A Star“ hinmöchte, denn einen roten Faden kann man in dieser Stunde nicht erkennen, und ob die Charaktere in einer abendfüllenden Fassung noch mehr Tiefgang entwickeln, bleibt fraglich. Doch das Publikum nimmt das klischeegetränkte Stück dankbar an und nicht nur die angereisten Fans spenden langen Applaus.</p>
<h3 style="text-align: center;">WWW – #verwunschen und vernetzt</h3>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2218 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt-400x232.jpg" alt="" width="400" height="232" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt-400x232.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt-768x445.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Nach einer kurzen Pause ging es nebenan im Schmidtchen weiter mit „WWW – #verwunschen und vernetzt“ von Florian Miro. Im Vorentscheid hieß das Stück noch „The Wicked Witch of the Web“, doch eine der damaligen Empfehlungen der Jury war, auch den Titel zu überdenken, was Miro ganz offenbar beherzigt hat. Der neue Titel macht sicherlich neugierig – griffiger ist er aber nicht wirklich. Doch es geht ja bei „Creators“ nicht darum, im Finale die perfekte Show auf die Bühne zu bringen, sondern der Jury das Potential zu zeigen, was in dem jeweiligen Beitrag steckt. Und in „WWW“ steckt jede Menge Potential!</p>
<p>Angefangen mit der Präsentation: alle Darsteller tragen rollenkonforme Kostüme, weiße Würfel dienen als szenengestaltende Bühnenelemente. Die neun Darsteller (u. a. Kerstin Ibald als großartige Hexe Grimmemiene, Patrick Stamme als eitler Prinz und Marco Formanek als Spiegel) haben sich ganz offenbar sehr gut auf diesen Kurzauftritt vorbereitet, denn egal ob böse Hexe, betörende Loreley, eitler Prinz oder Kampfzwerg Ligof Legends – die Märchencharaktere sind allesamt glaubwürdig und jeder für sich macht richtig Spaß.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2219 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt-400x249.jpg" alt="" width="400" height="249" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt-400x249.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt-768x478.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Handlung hat sich seit dem Vorentscheid weiterentwickelt: Grimmemiene ist die Herrscherin des Magischen Netzes. Ihr erklärtes Ziel ist es, eine neue Welt zu schaffen, in der das Böse regiert. Durch eine technische Panne gelangen drei bereits eingefangene Märchenfiguren zurück in den Märchenwald und entdecken ihre eigentliche Heimat komplett neu. Es kommt zu vielen Überraschungen, Nicklichkeiten und auch Romanzen. Wir lernen die altbekannten Kinderlieblinge von einer ganz anderen, nicht immer sympathischen oder jugendfreien Seite kennen: Der Gestiefelte Kater „Miatsetung“ ist ziemlich aggressiv, der Fliegende Holländer macht aus seinen sexuellen Bedürfnissen keinen Hehl und will sich endlich mal wieder „den Mast polieren lassen“, und die „Schuppenbarbie“ Loreley wehrt sich vehement gegen die Avancen des selbstverliebten Prinzen.</p>
<p>Dies alles wird mit ausnehmend viel Wortwitz, pointierten Texten und einer großen Portion Selbstironie erzählt. Die Songs sind schwungvoll und abwechslungsreich. Das Publikum fühlte sich sehr gut unterhalten und applaudierte anhaltend. Kein Wunder also, dass „WWW“ schon frühzeitig als einer der Jury-Favoriten feststand.</p>
<h3 style="text-align: center;">Bitte nicht im Stehen kacken – The fabulous life of a Saftschubse</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2216 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt-400x235.jpg" alt="" width="400" height="235" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt-400x235.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt-768x452.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Direkt weiter ging es wieder im Schmidt Theater mit dem klangvollen Musical: „Bitte nicht im Stehen kacken – The fabulous life of a Saftschubse“. Dass dieses Stück von Mirko Klos sehr ironisch und satirisch ist, war schon im Vorentscheid deutlich geworden. Bei „St. Pauli Airwaves“ kommen zahlreiche Musicaldarsteller unter, die es auf der Bühne nicht geschafft haben. Entsprechend klischeelastig wird die Flugreise nach Indien: Das Publikum lernt Bibi kennen, die heute ihren ersten Tag hat und sich direkt mit Uschi anlegt, die ihren letzten Tag als First Class Stewardess hat. Maurice, die Galleymaus, kommentiert das Geschehen und Gabi, die Chefin, hält ihren verrückten Hühnerhaufen irgendwie zusammen.</p>
<p>Musikalisch ist „BNIMSK“ eher eine Revue mit Schlagerschwerpunkt und funktioniert auch sehr gut so. Nicht so gelungen ist, dass das Publikum auch ziemlich erniedrigende Weise mit einbezogen wird. So überzogen die Figuren auf der Bühne (u. a. Daniel Johnson als herrlich tuntiger Maurice, Sarah Matberg als wunderbar überspannte Uschi und Anne Hoth als herrlich naive Bibi) auch sein mögen, sich auf Kosten einzelner Zuschauer lustig zu machen, kommt bei den wenigsten wirklich gut an. Vielleicht auch deshalb springt der Funke nicht so recht über und die hohen Erwartungen, die man nach dem Vorentscheid mit diesem Beitrag verknüpft hat, wurden leider nicht erfüllt.</p>
<h3 style="text-align: center;">Back into the Closet</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2212 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt-400x260.jpg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt-400x260.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt-768x498.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es folgte der sicherlich kontroverseste Beitrag des Abends: „Back into the Closet“ thematisiert die „Heilung“ von Schwulen, Lesben und Transgender Menschen durch ominöse Gruppierungen. Was eine überzogene Abrechnung mit diesem unsinnigen Thema sein könnte, gerät zu einem trashigen Durcheinander, das den Pfad des guten Geschmacks mehrfach verlässt.</p>
<p>Peter AufderHaar und Matthias von Schemm (Autor und Komponist des Stücks) stehen selbst mit auf der Bühne und geben Mitglieder der Gruppe, die ihr Seelenheil in der Umpolung durch die christliche Psychologenvereinigung „Salve Moribus“ suchen. Sie haben u. a. mit Yvonne Disqué und David Lee Krohn sehr gute Sänger um sich gescharrt, doch irgendwie verliert sich dieser Wettbewerbsbeitrag in Klischees und somit den roten Faden. Schade, denn der voluminöse Auftakt „Happy and Gay“ und die teilweise bitterbösen Dialoge haben durchaus Lust auf mehr gemacht.</p>
<h3 style="text-align: center;">Pendelton und die Theaterleichen</h3>
<p>Fehlte noch der letzte Finalist: Kostas Georgious und Chris Brewers „Pendelton und die Theaterleichen“. Schon im Vorentscheid hatte man das Gefühl, dass das Stück auf dem richtigen Weg ist und zu diesem frühen Zeitpunkt das rundeste Gesamtkonzept anbieten konnte. Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen aus der Schmidt-Familie (u. a. Franziska Kuropka, Charlotte Heinke, Robin Brosch, Dörthe Thiele, Regie: Nik Breidenbach) wurde dieser hohe Anspruch aufrechterhalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2213 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935-400x240.jpg" alt="" width="400" height="240" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935-400x240.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935-768x461.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Jack Pendelton ist ein erfolgloser Privatdetektiv, der durch Zufall auf einen ungelösten, mysteriösen Mordfall im Astor Theater stößt. Er begegnet mit Harold Harker einem seiner Jugendhelden, verguckt sich in die süße Magdalena, verdächtigt den windigen Sam Jourdan und lässt sich von Carl Weber und Monika hinters Licht führen. Allesamt arbeiten in diesem Theater, sind irgendwie geheimnisvoll und haben was zu verbergen. Dann macht auch noch seine Assistentin Sonja gemeinsame Sache mit dem Polizeidirektor Hank Tempelton, und somit ist Jacks Ehrgeiz geweckt. Irgendwie muss er dahinter kommen, wer der Mörder ist&#8230;</p>
<p>Musikalisch durchgehend im Swing &amp; Jazz zuhause (schöne Ballade: „Demnächst in diesem Theater“), lässt „Pendelton“ kaum mehr Wünsche offen. Wer diesen Musikstil mag, fühlt sich hier wohl. Hinzu kommen noch exzentrische Charaktere, die sich mit coolen, lustigen Dialogen den ein oder anderen Schlagabtausch liefern. Optimierungspotential? Da müsste man schon sehr genau hinschauen. Selbst die Darbietungsform ist schon nahe am Perfekten. Die Paravents, die als mobile Kulissen genutzt werden, sind durch ihren Stoffbezug auf Kostümelemente einzelner Darsteller abgestimmt. Bei einem so hohen Niveau fühlt sich nach dem Verklingen des letzten Tons alles nach einem Heimspiel für „Pendelton“ an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2215 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt-400x233.jpg" alt="" width="400" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt-400x233.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt-768x447.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Jury war sich sehr schnell sehr einig, dass „WWW &#8211; #verwunschen und vernetzt“ und „Pendelton und die Theaterleichen“ die vielversprechendsten Finalisten des diesjährigen „Creators-Wettbewerbs“ waren. Und zwar aus komplett verschiedenen Gründen: „WWW“ war der kreativste Beitrag mit den pfiffigsten Dialogen und der abwechslungsreichsten Musik, aus dem sich viel machen lässt. „Pendelton“ war aufgrund des hohen Ausarbeitsgrades eigentlich schon fast fertig und man konnte sie sich problemlos schon sehr bald auf einer Stadttheaterbühne vorstellen. Doch zwei Sieger verkünden? Geht das?</p>
<p>Ja, es geht! Und so hat „Creators“ 2017 zwei Sieger hervorgebracht.</p>
<p>Auch die zweite Runde des „Creators“-Wettbewerbs hat gezeigt, dass in deutschsprachigen Autoren- und Komponistenköpfen noch viele Schätze schlummern, die das Tageslicht erblicken müssen. Dass es eine Fortsetzung des Wettbewerbes geben wird, verkündete Corny Littmann ebenfalls. Diese Info ging aber im Jubel der Gewinnerteams fast unter. Auf die Finalisten 2019 freut sich nicht nur die Jury aber schon jetzt!</p>
<p class="paragraph_style_2" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_75">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Theater:</strong> </span>Schmidt Theater &amp; Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <span class="Bold"><strong>Finale:</strong> </span>16. Oktober 2017<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span> </strong>Daniel Reinhardt für Morris Mac Matzen-Photography </span></div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Creators 2017 &#8211; die Vorrunden</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/creators-2017-die-vorrunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 19:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Crreators]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Auftaktverleihung 2015 findet der „Creators“-Wettbewerb in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Aus rund 70 Bewerbungen hat die 13-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Corny Littmann 10 vielversprechende Stücke ausgewählt, von denen an zwei Abenden im April und Mai jeweils 20-minütige Ausschnitte gezeigt wurden. Jede einzelne Bewerbung zeigte einmal mehr, dass unter dem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/creators-2017-die-vorrunden/">Creators 2017 &#8211; die Vorrunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Auftaktverleihung 2015 findet der „Creators“-Wettbewerb in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Aus rund 70 Bewerbungen hat die 13-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Corny Littmann 10 vielversprechende Stücke ausgewählt, von denen an zwei Abenden im April und Mai jeweils 20-minütige Ausschnitte gezeigt wurden.</p>
<p>Jede einzelne Bewerbung zeigte einmal mehr, dass unter dem weitgefassten Dach „Musical“ Schubladendenken und 08/15-Melodien keinen Platz haben. Von Revue bis Krimi, Satire bis Science Fiction war alles dabei. Schon die Auswahl der Teilnehmer am Vorentscheid stellte die Jury vor Herausforderungen, da die Beiträge so unterschiedlich waren, dass man kaum einen gemeinsamen Maßstab finden konnte. Doch „Creators“ ist ein Autoren- und Komponistenwettbewerb, bei dem es eben genau darum geht, Neues zu finden. Adaptionen vorhandener Stoffe (Bücher, Filme) sind ausdrücklich nicht gestattet und so ließen sich Jury und Publikum am 3. April völlig vorurteilsfrei auf die Beiträge der ersten fünf Teilnehmer ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2041 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Bulli_3_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Bulli_3_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Bulli_3_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Bulli_3_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" />Den Auftakt machte „Bulli“ von Tobias Sasse, der als Gitarrist die siebenköpfige Liveband komplettierte. Wir lernen Tom und Paul kennen, die sich schon im Kindesalter anfreunden. Paul macht planmäßig Abitur und bekommt von seinem Vater einen Bulli geschenkt. Tom, dem das Lernen nicht so liegt, will damit sofort auf große Tour gehen. Gesagt, getan und schon sind die beiden unterwegs durch Deutschland. Als sie bei einer Bekannten von Paul in Bamberg übernachten, kommt es zur „zweitgrößten Katastrophe“ dieses Trips: Nach einem durch einen Streit ausgelösten Frustsaufen erbricht sich Tom ausgiebig in der Wohnung der abwesenden Freundin und beim Versuch, die beschmutzte Wäsche zu reinigen, gerät die Wohnung in Flammen. Die beiden flüchten Hals über Kopf gen Norden und lernen nach einem weiteren Zwischenfall, der sie auf St. Pauli ins Gefängnis bringt, die Glücksspielerin Toni kennen, mit der sie nach Sylt weiterreisen. Dort buhlen die beiden um die Gunst der so ungewöhnlichen Frau und beschließen, dass sie sie nur gemeinsam halten können. Als die Jungs nach der gemeinsamen, choreographisch sehr ansprechend dargestellten Nacht erwachen, ist Toni weg und mit ihr der Bulli. Wie es weitergeht, erfahren die Zuschauer an diesem Abend nicht.</p>
<p>Musikalisch besticht „Bulli“ durch Punk-Rock-Klänge, die auch mal sehr groovig werden, sowie sehr authentische Darsteller (Albrecht von Weech, Nick Naujoks, Sarah Dorsel). Die zeitgenössische, junge Sprache kommt beim Publikum gut an. Die von Tom aufgebrachte Frage nach dem Sinn des Lebens und ob Sicherheit das wichtigste Lebensziel sein kann, kommentiert der Erzähler mit der rhetorischen Frage: „Sind wir nicht alle ein bisschen Tom und Paul?“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2043 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_MachSchau_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_MachSchau_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_MachSchau_1_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_MachSchau_1_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" />„Mach Schau“ von Eric Emmanuele und Alfred Schüch erzählt eine ganz andere Geschichte: Tante Rosi ist Klofrau im Star Club der 1960er Jahre. Sie erlebt natürlich so einiges mit und lässt die Zuschauer nur zu gern daran teilhaben. Die Teenager von damals – Jungs wie Mädchen – erinnern stark an die Cliquen aus „Grease“. Auch Habitus und Sprache sind ähnlich oberflächlich. Mauerblümchen Uschi verliebt sich in den beliebten Ulf. Dann wird plötzlich noch Jack auf sie aufmerksam, der Star der „Beatboys“, die sehr stark an die „Beatles“ erinnern. Uschi weiß nicht ein noch aus und sucht Rat bei Tante Rosi.</p>
<p>So pomadig die Frisuren der „Beatboys“, so sanft plätschern die Balladen daher. Die Uptempo-Nummer sind den 1960er Jahren entsprechend vom Rock’n’Roll geprägt. Uli Große hat sich sehr treffend am Zeitgeist orientiert. Das Kiez-Umfeld und die Hamburger Schnauze von Tante Rosi und den Barmbeker Kids kommen im Schmidt Theater naturgemäß gut an.</p>
<p>Spannend wurde es mit dem nächsten Beitrag. In „Pendelton und die Theaterleichen“ steht der erfolglose Detektiv Pendelton im Mittelpunkt, der sich nach einem Zeitungsbericht freiwillig zur Aufklärung einer Mordserie im heimischen Theater meldet. Irgendwie erscheinen alle verdächtig. Pendelton selbst ist hin- und hergerissen zwischen seinem Ermittlungsehrgeiz, der Bewunderung für einen Schauspielhelden seiner Jugend und der Zuneigung zu der hübschen Kassiererin Magdalena.</p>
<p>Konstantin Georgiou und Chris Brewer haben sich eine witzige Geschichte ausgedacht, die blitzschnell zwischen den verschiedenen Spielebenen (Gedankenwelt von Pendelton sowie Realität) hin- und herspringt. Für diese Kurzpräsentation haben sie dem Schmidt-Publikum bestens bekannte Darsteller (u. a. Charlotte Heinke, Robin Brosch, Dörthe Thiel) gewinnen können und die Inszenierung stammt von Nik Breidenbach, der für den Wettbewerbsbetrag auch die Songs eingesungen hatte.</p>
<p>Der swingende, jazzige Grundtenor<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2048 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_TheWickedWitch_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_TheWickedWitch_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_TheWickedWitch_1_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_TheWickedWitch_1_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" /> der Musik steckt das Publikum sofort an und man schnipst unweigerlich mit. Die pointierte Situationskomik sorgte zudem für viele Lacher und unterstrich den Unterhaltungswert dieser musikalischen Krimikomödie bestens. Um hier mitzubekommen, wer sich jetzt welchen Vergehens warum schuldig gemacht hat, muss auch das Publikum auf Zack sein!</p>
<p>„The Wicked Witch of the Web“ nahm die Zuschauer mit auf eine Reise in virtuelle Welten. Untermalt von Klavier und Cello sowie mithilfe eines amüsant mit der Handlung verflochtenen Erzählers müssen der Online-Aktivist Tumblus, der Zwerg Ligof Legends und die Beauty-Bloggerin L&#8217;Oréaley (genannt Lori) ihren komfortablen Baum verlassen, da die Wicked Witch of the Web dafür gesorgt hat, dass ihr neuer „Wünschelrouter“ nicht so funktioniert wie erwartet. Florian Miro hält der vielzitierten „Generation Y“ den Spiegel vor Augen und zeigt auf, dass es auch noch ein Leben außerhalb des Internets, abseits von Online-Spielen und Blogs gibt. Dies gelingt ihm nicht nur musikalisch sehr treffend (er macht unüberhörbare Anleihen bei Stephen Schwartzs Hexen-Musical „Wicked“), sondern vor allem durch eine große Portion Wortwitz und unzählige Anspielungen. Manuela Bäcker, Susanna Panzner, Stephan Möller, Fabio Niehaus und Dennis Marquez gelingt es, die skurrilen Charaktere anfassbar zu machen. Die Wicked Witch of the Web überzeugt durch jede Menge Dramapotential.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2046 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Saftschubse_3_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Saftschubse_3_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Saftschubse_3_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Saftschubse_3_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" />Den Abschluss machte am ersten Abend „Bitte nicht im Stehen kacken“. Mirko Klos hat in seine Flugbegleiter-Revue eigene Erfahrungen einfließen lassen. Insofern ist dieser plakative Titel durchaus ernst zu nehmen, denn das Publikum lernt schnell, dass solche Missgeschicke auf Langstreckenflüge in andere Kulturkreise durchaus nicht selten vorkommen. Er spielt mit den zahllosen Klischees über den Flugbegleiterberuf und überschreitet mehr als einmal Grenzen. Doch das Publikum teilt seinen Humor und schüttet sich aus vor Lachen. Die Songs sind eindrücklich, offenbaren aber Luft nach oben.</p>
<p>Dies bemerkte auch die Jury in ihrem Urteil. „Nicht im Stehen kacken“ ist einer von drei Teilnehmern, die es an diesem Abend ins Finale geschafft haben. Doch der Hinweis, dass es in der Jury und auch außerhalb Komponisten gibt, die Mirko Klos gerne bei der musikalischen Weiterbearbeitung seines Stücks unterstützen, war deutlich. Ähnlich klar fiel das Urteil zu „The Wicked Witch of the Web“ aus: Die Jury beschied Florian Miro eine überzeugende musikalische Ausarbeitung und eine schöne Idee. Doch wo genau die Reise hingeht und was aus den drei Protagonisten sowie der Wicked Witch wird, muss Miro bis zum Finale im Oktober genauer ausarbeiten.</p>
<p>Einzig „Pendelton und die Theaterleichen“ wurde ohne weitere Kritik direkt ins Finale durchgewinkt.</p>
<p>Am 1. Mai folgten den drei glücklichen Teilnehmern des ersten Vorentscheids noch zwei weitere Produktionen ins Finale: „Be A Star“ und „Back into the Closet“ konnten die Jury an diesem Abend überzeugen. Letzteres Stück erreichte sogar ein einstimmiges Votum, während „Be A Star“ nach einer Mehrheitsentscheidung weitergewählt wurde. Insgesamt blieb die Jury aber ihrer selbstgelegten Messlatte treu und entschied auch nach dem rein subjektiven Kriterium von welchem Stück man mehr sehen und hören wollte.</p>
<p>Doch der Reihe nach&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2047 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_SummerOfLove_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_SummerOfLove_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_SummerOfLove_1_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_SummerOfLove_1_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" />Zunächst bediente „Summer of Love“, ein weiterer Beitrag von Tobias Sasse, bekannte Klischees von Mädchen, die von der großen Bühne träumen, und vermischte diese später mit der LSD-schwangeren Gleichgültigkeit der Hippie-Bewegung. Anna möchte auf die Musicalbühne – und das gegen den Willen ihrer Eltern. Sie zieht nach Hamburg, verliebt sich in den Musiker Tom, verpatzt eine Audition nach der anderen und macht schließlich ausführliche Erfahrungen mit Drogen. Als Tom sie auf seine anstehende Deutschland-Tour mitnehmen möchte und ihren Berufswunsch Musicaldarsteller geringschätzt, platzt bei Anna der Knoten. Sie lässt Tom ziehen, strengt sich richtig an und kommt doch nicht an ihr Ziel. Der romantisch-verklärt beginnende Titelsong „Summer of Love“ endet in einem „Hair“-ähnlichen Happening. Plötzlich taucht ein geläuterter Tom auf und Anna fällt ihm in die Arme. Die Musik ist ganz ansprechend und mit einer charismatischen Nachwuchsdarstellerin kann man sich dieses Stück sehr gut vorstellen, doch so ganz überzeugt die Handlung das Publikum nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2042 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_EineNachtInDerStadt_2_c_OliverFantitsch-400x280.jpg" alt="" width="350" height="245" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_EineNachtInDerStadt_2_c_OliverFantitsch-400x280.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_EineNachtInDerStadt_2_c_OliverFantitsch-768x537.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_EineNachtInDerStadt_2_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Auch der folgende Beitrag, „Eine Nacht in der Stadt“, ist sehr speziell. Charlotte kommt aus dem Jahr 1880 in die Gegenwart, um ihren Bruder Richard davon abzuhalten, eine magische Uhr zu stehlen, mit der dieser die Zeit zurückdrehen könnte. Gemeinsam mit Tom, den sein 30. Geburtstag in eine leichte Krise stürzt, verfolgt sie Richard und es kommt zu einem Showdown auf einem nebelverschleierten Friedhof. Die Story ist kreativ, aber schwer zugänglich, auch wenn die Charaktere durchaus sympathisch sind und Freya von Massow, Volker Diefes sowie Marc Ennert diese gut über die Rampe bringen. Michael Mass, der dieses Stück geschrieben hat, kann vor allem mit seiner Kernkompetenz, der Musik, punkten. Die Zusammenstellung verschiedenster Stile (Pop, Rock, Swing) macht es den Zuschauern zwar ähnlich schwer einen Zugang zum Stück zu finden, wie die ungewöhnliche Handlung. Doch sein musikalisches Handwerkszeug beherrscht Mass unbestreitbar. Ein roter Faden – wahlweise musikalisch oder im Buch – würde hier sehr helfen, dieses Können besser wertzuschätzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2044 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Mahina_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Mahina_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Mahina_1_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_Mahina_1_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" />Der dritte Teilnehmer an diesem Abend kam von Pamina Lenn, Benedikt Vogel und Hans Tilmann Rose, die als „Broadway Entertainment“ schon seit Jahren erfolgreich Musicals wie „Dracula“ oder „The Addams Family“ im hessischen Roßdorf auf die Bühne bringen. „Mahina“ ist die Geschichte des gleichnamigen Sternenmädchens, das auf die Erde kommt, um Schokolade und damit Glück zu finden. Sie lernt einen Schokoladenverkäufer kennen, den sie so lange bekniet, bis er ihr seine Geschichte erzählt. Auch diese Geschichte ist sonderbar, reist Mahina doch in die Jugend des Verkäufers zurück, verliebt sich dort in den jungen Mann und steht irgendwann vor der Frage: Was ist Glück wirklich? Man spürt, dass die drei Kreativen mit Herzblut dabei sind, sie beherrschen ihr Handwerk. Die gewählte Präsentationsform (Reading) und der auf Dialoge anstelle von Gesang gelegte Schwerpunkt machte es den Zuschauern schwer, die an sich sehr liebevolle Mahina besser kennenzulernen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2040 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BAStar_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="314" height="209" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BAStar_1_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BAStar_1_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BAStar_1_c_OliverFantitsch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px" />Der vorletzte Teilnehmer an diesem Abend war Karl Lindner mit seiner musikalischen Satire „Be A Star“. Er knöpft sich die allgegenwärtigen Casting-Shows vor und rechnet mit übermotivierten Müttern und Teenagern voller Selbstzweifeln ab. Dies alles mit spitzem Humor, den man aus Wiener Produktionen nur allzu gut kennt. Der Plan geht auf und das Publikum wird gut unterhalten. Regina Mallinger kommt an diesem Abend die Doppelrolle von sich anbiedernder Mutter und peinlich berührter Tochter zu. Ihr Gespür für Komik, ihre Bühnenpräsenz und ihre mal kraftvolle, mal zerbrechliche Interpretation von Lindners Songs überzeugen. Dass die Mutter letztlich ihre eigenen Träume auf ihre Tochter projiziert, ist wenig überraschend. Die Bandbreite von rockig-poppigen Melodien, die sich mit typisch voluminösen Musicalsongs abwechseln und mal auf Deutsch, mal auf Englisch gesungen werden, holt viele Zuschauer ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2039 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BackIntoTheCloset_2_c_OliverFantitsch-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BackIntoTheCloset_2_c_OliverFantitsch-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/CREATORS_2017_BackIntoTheCloset_2_c_OliverFantitsch.jpg 533w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />„Back into the Closet“ spielt auf erschreckend aktuelle Weise mit der „Umpolung“ von homosexuellen und transgender Menschen. Schaut man nach Amerika oder Tschetschenien fällt es schwer, die überzogenen Charaktere auf der Bühne mit der gebotenen Leichtigkeit anzunehmen. Es geht um David, der nach der unerwarteten Trennung von seinem Freund in die Fänge der christlichen Psychologenvereinigung „Salve Moribus“ (zu Deutsch: „Sei willkommen alter Brauch / Seid gegrüßt alte Gepflogenheiten“) gerät. Dort im beschaulichen bayerischen Geißbach sollen homosexuelle Männer an ein Leben an der Seite einer Frau gewöhnt werden, um sich wieder als Teil der Gesellschaft zu fühlen: „’Coming-Out’ und ‚Out of the Closet’ war gestern, gehen Sie zurück in den Schrank!“</p>
<p>Natürlich sind die Figuren herrlich schräg, die Handlung klischee-überladen und die Texte wunderbar spitz formuliert. Es ist ein spezielles Thema, das beileibe nicht nur ein spezielles Publikum interessiert bzw. interessieren sollte. Doch im Schmidt Theater hat dieses Stück von Peter AufderHaar und Matthias vom Schemm ein Heimspiel. Kein Wunder, dass auch die Jury das große Potential dieses Stücks erkannte.</p>
<p>Für das Finale am 16. Oktober bekommt jeder der Finalisten 10.000 Euro, um eine einstündige Fassung seines Werks zusammenzustellen. Die Tatsache, dass die Siegerproduktion 2015, „Zzaun!“ von Tilmann von Blomberg und Alexander Kuchinka, noch in diesem Jahr an der Staatsoperette Dresden uraufgeführt wird, ist den Finalisten sicherlich ein großer Ansporn. Denn das Ziel des „Creators-Wettbewerbs“, neue Musicals zu entdecken, wird nachweislich erreicht.</p>
<p><strong><u>Die Finalisten im Überblick:</u></strong></p>
<p><strong>„Pendelton und die Theaterleichen“ (Chris Brewer, Konstantin Georgiou)</strong><br />
<strong>„Bitte nicht im Stehen kacken – The Faboulous Life of a Saftschubse“ (Mirko Klos)</strong><br />
<strong>„The Wicked Witch of the Web“ (Florian Miro)</strong><br />
<strong>„Back into the Closet“ (Peter Aufderhaar, Matthias vom Schemm)</strong><br />
<strong>„Be A Star“ (Karl Lindner)</strong></p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Vorrunden 1 &amp; 2: </span></strong><span class="Bold">3</span>. April &amp; 1. Mai 2017</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>Creators-Finale 2015</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/creators-finale-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2015 14:06:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Kuchinka]]></category>
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		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Zzaun!]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Oktober 2015 konnten die fünf Finalisten aus den Vorrunden eins, zwei und drei endlich ihre einstündigen Wettbewerbsbeiträge zeigen. Im Publikum saß neben zahlreich vertretenen Fans und Musicalbegeisterten natürlich auch die Fachjury. Die Finalisten waren musikalisch und inhaltich sehr verschieden. Das beweist einmal mehr die Vielseitigkeit des Genres Musical. Von erwachsensenem Musiktheater, über satirisch-komische Revuen ...</p>
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<div class="tinyText">Im Oktober 2015 konnten die fünf Finalisten aus den Vorrunden eins, zwei und drei endlich ihre einstündigen Wettbewerbsbeiträge zeigen. Im Publikum saß neben zahlreich vertretenen Fans und Musicalbegeisterten natürlich auch die Fachjury.</div>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Finalisten waren musikalisch und inhaltich sehr verschieden. Das beweist einmal mehr die Vielseitigkeit des Genres Musical. Von erwachsensenem Musiktheater, über satirisch-komische Revuen bis hin zum Familienmusical &#8211; in diesem Finale war alles vertreten.</p>
<h3 class="Body">Die Finalisten</h3>
<ul>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">„Immer der Nase nach“ von Harald Buresch (Libretto) und Jörg Hilger (Musik)</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">„Älter“ von Robin Kulisch  (Buch &amp; Liedtexte) und Philipp Gras (Musik)</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="Title">„Zzaun!“ von Tilmann von Blomberg (Buch) und Alexander Kuchinka (Musik &amp; Songtexte)</p>
</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_670_104">
<div class="style_2">
<ul>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">„Made in Germany“ von Kevin Schröder (Buch &amp; Liedtexte) und Marc Seitz (Musik)</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Tresenkönigin“ von Konrad Lorenz (Buch) und dem Trio Hafennacht (Musik)</p>
</li>
</ul>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Als Gewinner wählte die Fachjury „Zzaun!“</h3>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_2738">
<div class="style_2">
<h2 class="Body">Das Finale 2015</h2>
<p class="Body">Am 12. und 13. Oktober 2015 war es soweit: Im Hamburger Schmidt Theater fand das Finale des ersten Wettbewerbs für Musicalautoren und -komponisten statt.</p>
<p class="Body">Die fünf Finalisten hatten nach den Vorentscheiden vom Schmidt’s Tivoli jeweils 10.000 Euro erhalten, mit denen sie aus ihren 20-minütigen Kurzpräsentationen einstündige Bühnenfassungen ihres Musicals erschaffen konnten. Zudem hatte Juror Florian Vogel (bis 2013 Künstlerischer Leiter des Schauspielhauses Hamburg) mit jedem noch dramaturgisch an den Finalbeiträgen gearbeitet.</p>
<p class="Body">Die Jury war zu diesem Ereignis natürlich fast vollständig anwesend. Einzig der Jury-Vorsitzende Helmut Baumann fehlte, da er an den beiden Finaltagen der „Creators“ ein Engagement an einem anderen Theater hatte.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Immer der Nase nach</h3>
<p class="Body">Den Anfang machte das Familienmusical „Immer der Nase nach“. Dieses „etwas andere Märchenmusical“ hatte schon im Vorentscheid das Publikum begeistert. Auch diesmal war eine große Fangemeinde vertreten, die jede Szene und jeden Witz lautstark beklatschte. Die Leistung der zehn Darsteller war überzeugend. Insbesondere Iris Schumacher als Märchentante, Frank Winkels als Zauberer Bubu, Martina Lechner als Prinzessin mit der langen Nase und Raphaela Groß-Fengels als Hexe „Wilde Hilde“ schienen ihre Rollen für diese zusammenfassende Vorstellung bereits vollständig ausgearbeitet zu haben. Sie wirkten authentisch und man konnte sich gut vorstellen, wie ihr Spiel bei einem jungen Publikum ankommen würde.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-948 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Immer der Nase nach&quot; vonJörg Hilger und Harald Buresch), aufgenommen am 12. Oktober 2015 während des Finales zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Musikalisch erinnern Jörg Hilgers Kompositionen oft an Stephen Schwartz’ „Wicked“, hierzu zählen bspw. auch „Wie passt man sich an?“ und „Ich schaff das“. Schwungvoll und gefällig entwickeln sich die Melodien in dieser einen Stunde. Songs wie „Fein und famos“, von den ansonsten eher fragwürdigen Figuren des Zwergs und des Riesen, sind ganz klar auf Kinder abgestimmt, denen Mitmachen, Mitklatschen und Mittanzen im Theater Freude bereitet. Auch die Choreographien (Sven Niemeyer) sind dynamisch und vom angestrebten jungen Zielpublikum sicherlich gut zu konsumieren.</div>
<p class="Body">Harald Buresch hat Songtexte geschrieben, die weder positiv noch negativ auffallen. Dafür sind die erdachten Figuren, welche die altbekannte Märchenwelt nach bester Disney-Manier, inklusive deutlicher „Moral von der Geschichte“ („Zeig deine Nase“) und entsprechendem Lernpotential, auf den Kopf stellen, schön exzentrisch (Wilde Hilde), nervtötend (die bösen Stiefschwestern Babette und Janette), herzensgut (Prinzessin) oder einfach nur liebenswert wie Bubu und der König.</p>
<p class="Body">Die Autoren bezeichnen ihr Werk als humorvolles Musical über Selbstachtung, gegenseitigen Respekt und ungewöhnliche Freundschaften. Das Buch hat jedoch noch einige Schwächen. Beispielsweise wird in der einstündigen Fassung nicht deutlich wie die verschiedenen Charaktere zusammenhängen. Auch die Aufgabe von Prinz Pupsi bleibt unklar. Die im „Creators“-Finale gezeigte Handlung als solche bringt diese Figur zumindest nicht voran. Zudem scheint die Story sehr vorhersehbar und man vermisst den Überraschungseffekt.</p>
<h2 class="Body" style="text-align: center;">Älter</h2>
<p class="Body">Startnummer 2 war „Älter“, ein Stück, in dem das Thema Älterwerden am Beispiel einer exemplarischen Familie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Rechts auf der Bühne spielte die sechsköpfige Band, während links davon die sechs Darsteller mithilfe von Pappkartons ihre verschiedenen Szenen umrahmen. Anhand verschiedener Stereotype werden die perfekte, aufopferungsvolle Mutter Hannelore, ihr Ehemann Arno, der verzweifelt nach dem Paar sucht, dass sie einmal waren, sowie dessen unabhängige, erfolgreiche, vermeintlich glückliche Single-Schwester Elke dargestellt. Die jüngere Generation bilden Hannelores und Arnos Tochter Annika, die mit ihrer Schwangerschaft und der plötzlichen Hochzeit überfordert ist, ihr Verlobter Sven, der mit seinem Kopf nur bei der Arbeit ist und ihr Bruder Chris, der mit seinem Leben noch so gar nichts anzufangen weiß und sein Heil im Auszug und Studium sucht. Eine ganz normale Familie also, mit der sich viele Zuschauer auf die ein oder andere Weise identifizieren können.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-952 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Älter&quot; von Robin Kulisch und Philipp Gras, aufgenommen am 12. Oktober 2015 während des Finales zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Philipp Gras’ Kompositionen klingen stark nach Jason Robert Brown. Die Musiker intonieren die abwechslungsreichen Melodien akkurat und bewältigen die Tempowechsel mit Bravour. Genau so klingen Musicals im 21. Jahrhundert.</div>
<p class="Body">Woran es diesem Finalisten mangelt, ist die Struktur: Die bewusst geplante, lose Aneinanderreihung von Szenen führt vielfach zu Verwirrung. Mit rotem Faden und durchgehender Handlung wäre diese Stück für die Zuschauer deutlich besser zu verarbeiten. Die sechs Charaktere müssen sehr stark besetzt sein, was in diesem Fall besonders bei Hannelore, Elke, Annika und Chris gelungen ist: Iris Schumacher steht als perfekte Mutter auf der Bühne. Wenn sie am Schluss in Tränen aufgelöst fragt (bzw. singt), ob es nicht reicht zufrieden statt glücklich zu sein, haben auch viele Zuschauer einen Kloß im Hals. Franziska Becker gibt die energiegeladene, etwas zu kumpelhaft verständnisvolle coole Tante genauso glaubwürdig wie die von allen missverstandene, in Wahrheit einsame Schwägerin. Die Auseinandersetzung der beiden Schwägerinnen ist dank dieser beiden starken Schauspielerinnen sehr intensiv. Franziska Kuropka geht als Annika sehr hart mit sich und der Welt ins Gericht. Als Chris ihr Rotwein über das Hochzeitskleid schüttet und sie daraufhin komplett ausflippt, erntet sie viele wissende Seufzer im Publikum. Jonas Hein übernahm den Part des flügge werdenden Sohns Chris. Er wird den anspruchsvollen Kompositionen („Hallo Welt!“, „Was bleibt?“) durchweg gerecht und kann die Zweifel und Ängste eines Twens gut über die Rampe bringen.</p>
<p class="Body">Die Authentizität von „Älter“ steht und fällt mit Darstellern die sowohl schauspielerisch als auch gesanglich auf höchstem Niveau agieren: Kulisch hat schnelle, spitze Dialoge geschrieben, die höchste Aufmerksamkeit erfordern. Gleiches gilt für die Songtexte – auch hier muss der Zuschauer zuhören, um nichts zu verpassen. „Älter“ ist intelligentes Musiktheater für Erwachsene.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Zzaun!</h3>
<p class="Body">Der letzte Teilnehmer am ersten Finaltag war „Zzaun!“. Das Nachbarschaftsmusical spielt ebenfalls mit alltäglichen Gegebenheiten. In diesem Fall ist es jedoch nicht der sprichwörtliche Apfel aus Nachbars Garten, der zum Eklat führt, sondern eine abgebrochene Zaunspitze. Die Autoren möchten mit „Zzaun!“ auf satirische Art das vielbeschworene Harmoniebedürfnis von uns allen aufs Korn nehmen und gelangen von einem vermeintlich belanglosen Nachbarschaftsstreit zu einer Krise globalen Ausmaßes.</p>
<p class="Body">Begleitet von fünf Musikern auf der linken Seite der Bühne nehmen die sieben Sängerinnen und Sänger mit ihren Notenbüchern hintern einem langen Tisch Platz. Dahinter bleiben sie leider auch während der gesamten Stunde sitzen bzw. stehen. Nach der ansprechenden Kurzpräsentation im Frühjahr war dieses Setting etwas enttäuschend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-118" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Zzaun-300x200.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Zaunn!&quot; von Tilmann von Blomberg und Alexander Kuchinka, aufgenommen am 12. Oktober 2015 während des Finales zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Zzaun-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Zzaun.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
<p class="Body">Komponist Kuchinka betont, dass er ganz bewusst auf eine durchkomponierte, musikalische Struktur verzichtet. Das erklärt Wiederholungen von Sprechgesängen (hervorragend: Kuchinka als Zaun Müller mit dem gleichnamigen Song) und die vermeintliche bunte Stilmischung, die in keine Schublade passen mag. Einige Stücke sind eindeutig zu lang im Vergleich zu ihrer Aussage, doch hieran kann das Kreativteam sicherlich noch feilen.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Made in Germany</h3>
<p class="Body">Den zweiten Tag eröffnete „Made in Germany“: Die Bundeswehr sucht mittels Casting („Deutschland sucht den Supersoldaten“) nach Nachwuchs, den sie dann nach Nirvanistan in den Einsatz schickt. Der Rekrut Elvis Schmidt wird ausgewählt und trifft vor Ort auf Sandalfisten und Schuhiten. Er verbündet sich mit der lokalen Bevölkerung (Lachma und dessen Schwester Shisha), verschenkt Bundeswehr-Waffen an die Nirvanen und ermöglicht ihnen so ein besseres Leben.</p>
<div class="tinyText stroke_0">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-950 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-400x254.jpg" alt="Creators Wettbewerb &quot;Made in Germany&quot;, am 13.10.2015 im Hamburger Schmidts Theater." width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-1024x650.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Made in Germany“ ist so abstrus, dass es von Beginn an polarisiert. Man fragt sich in nahezu jeder Szene: Wollen die Autoren provozieren oder haben sie auch eine Botschaft? Wollen sie sich lustig machen oder gibt es einen fundierten Hintergrund für ihr Thema? Kevin Schröder und Marc Seitz bewegen sich mit ihrem Stück am Rand des guten Humors. Dialoge und Buch sind nicht bissig genug, um wirklich in der Tradition von „The Book of Mormons“ zu stehen. Es besteht oft die Gefahr der Oberflächlichkeit und des Fremdschämens für vermeintlich unangebrachtes Herziehen über Klischees, die in den Medien über arabische Einsatzgebiete deutscher Soldaten kolportiert werden.</div>
</div>
<p class="Body">Das zehnköpfige Ensemble besticht durch viel Energie. Die Choreographien (mit entwickelt von Alex Balga) sind durchdacht und mitreißend. Szenische Einfälle wie der „Fliegende Teppich“ aus einem Tarnnetz sind pfiffig. Zu viele Songs, die sich um das Thema Sex drehen („Sexy Time“, „Sei kein Schaf“), wirken dagegen etwas plump. Herausragend ist Kerstin-Marie Mäkelburg, die als gestrenge Staatssekretärin Heckler-Koch nach „ganz oben“ will.</p>
<p class="Body">Das Stück kippt vollends als plötzlich Drachentöter und Superheld Siegfried dem Nachwuchshelden Elvis Tipps zur Lösung seines Problems geben will. „Made in Germany“ scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein, hat aber viel unterhaltsames Potential. Herzu zählen auch die poppig-rockigen Musiknummern von Seitz, die im Gegensatz zur deprimierenden Kriegsumgebung stehen.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Tresenkönigin</h3>
<p class="Body">Der letzte Finalist, „Tresenkönigin“, gewann schon in den Vorentscheiden viele Herzen. Das lag nicht nur an den wunderbaren melancholischen Melodien des Trio Hafennacht, die perfekt zur Handlung in einer Hamburger Hafenkneipe passten. Auch die resolute Wirtin Tante Hermine und die draufgängerischen Jungs, die ihre ersten sexuellen Erlebnisse beim Bier in der „Kuhwerder Fähre“ besprechen, zeugten von einem hohen Grad an Authentizität.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-951 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-400x267.jpg" alt="Creators Wettbewerb &quot;Tresenkönigin&quot;, am 13.10.2015 im Hamburger Schmidts Theater." width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Neben dem Trio Hafennacht waren sieben Darsteller auf der Bühne zu sehen. Zudem führte Autor Konrad Lorenz selbst in die verschiedenen szenischen Abschnitte ein.  Auffällig war, dass die meisten Darsteller aus der „Schmidt-Familie“ stammten und auch die Regie (Hans B. Goetzfried) von hauseigenem Personal geführt wurde. Sollte es hier schon einen heimlichen Favoriten geben?</div>
<p class="Body">Leider konnte die „Tresenkönigin“ in der längeren Fassung nicht überzeugen. Die Szenen waren zu lang, die Songs zu langatmig und so gut und intensiv die einzelnen Szenen auch waren, ein unterhaltsames Musical stellten sich viele anders vor. Die Dialoge waren vielfach zu getragen und wirkten aufgesetzt. Auch der unbestreitbare Hamburger Lokalkolorit konnte nicht so überzeugen, wie in der Kurzfassung. Vielleicht lag es daran, dass das Publikum nach vier einstündigen Präsentationen gesättigt war. Sicherlich spielte auch eine Rolle, dass „Tresenkönigin“ die gesetzten 60 Minuten um fast die Hälfte überzogen hat – der Funke wollte trotz mitklatschtauglicher Melodien nicht überspringen.</p>
<p class="Body">Die Jury hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und gründlich alle Vorzüge und Verbesserungspotentiale der Kandidaten diskutiert. Bei der Vielseitigkeit der eingereichten Beiträge war ein einstimmiges Ergebnis nicht zu erzielen und sicherlich auch nicht erwartet worden.</p>
<p class="Body">Schlussendlich hat mit „Zzaun!“ der Finalist gewonnen, der in den Augen der Fachjury die größte Chance hat, bald an einem Theater im deutschsprachigen Raum aufgeführt zu werden.</p>
<p class="Body">Genauso wie alle anderen Finalisten auch, bekommt das Kreativteam von „Zzaun“ umfangreiche Materialien (professionelles Video- und Fotomaterial ihres einstündigen Beitrags), mit denen sie ihr Stück passenden Theatern vorstellen können. Damit ist der Grundstein gelegt, den Weg gehen müssen die Autoren und Komponisten jedoch selbst.</p>
<p class="Body">Nichtsdestoweniger betonte die Jury bei der Preisverleihung, dass keines der Finalstücke schon vollständige Bühnenreife hätte. An jedem der Stücke muss noch gefeilt werden: Sei es am Buch, an den Dialogen oder der Komposition. Doch was die Jury ebenfalls unisono anerkennend und begeistert feststellte, war, dass es auch in unseren Breitengraden zahlreiche Autoren und Komponisten gibt, die das Talent haben, großartige Musiktheaterstücke zu schreiben. Beseelt von dieser Erkenntnis zeigte sich die Jury zuversichtlich, dass sicherlich einige Stücke aus dem „Creators“-Wettbewerb ihren Weg auf eine deutschsprachige Bühne finden werden.</p>
<div>
<div>Zum Schluss verkündeten Norbert Aust und Corny Littmann noch, dass dies erst der Anfang war und bereits 2017 ein weiterer „Creators“-Wettbewerb stattfinden wird. Der Einsendeschluss hierfür ist der 30. November 2016. Bei der Vielfalt, die wir in diesem Jahr schon erleben durften, dürfen wir alle – Jury wie Publikum – gespannt sein, was sich die überaus kreativen Musicalautoren und -komponisten dieses Landes für die nächste Runde einfallen lassen.</div>
</div>
<p class="paragraph_style_2" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_75">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Theater:</strong> </span>Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Finale:</strong> </span>12. und 13. Oktober 2015<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span> </strong>Oliver Fantitsch / Markus Scholz</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die dritte Vorrunde 2015</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-dritte-vorrunde-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2015 14:40:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Murray]]></category>
		<category><![CDATA[Creators]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fliegende Holländer]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimscheck]]></category>
		<category><![CDATA[Made in Germany]]></category>
		<category><![CDATA[Reeperwahn]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Versuchskaninchen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Zzaun!]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. Mai fand die letzte Vorrunde im CREATORS-Wettbewerb statt. Die letzten fünf von 15 Teilnehmern präsentierten jeweils 20-25 Minuten ihre Ideen für neue Musicals. Es ging auch an diesem Abend darum, wer in das Finale einzieht und mit 10.000 Euro, die jeder Finalist als Unterstützung bekommt, sein Stück in einer einstündigen Fassung Deutschlands Intendanten ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<div>Am 4. Mai fand die letzte Vorrunde im CREATORS-Wettbewerb statt. Die letzten fünf von 15 Teilnehmern präsentierten jeweils 20-25 Minuten ihre Ideen für neue Musicals. Es ging auch an diesem Abend darum, wer in das Finale einzieht und mit 10.000 Euro, die jeder Finalist als Unterstützung bekommt, sein Stück in einer einstündigen Fassung Deutschlands Intendanten und Dramaturgen vorstellen kann.</div>
<div id="body_layer">
<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_269">
<div class="style_3">
<p class="paragraph_style">Als Finalisten standen aus den vorangegangenen Vorrunden bereits „Die Tresenkönigin“, „Älter“ und „Immer der Nase nach“ fest. Es gab also noch bis zu drei weitere Finalplätze zu ergattern.</p>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Der Fliegende Holländer</h3>
<p class="paragraph_style"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-969 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5133-1-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Der fliegende Holländer" width="356" height="237" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5133-1-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5133-1-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5133-1-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" />  Gleich zu Beginn zeigte sich, was es bedeutet, wenn man schon länger an einem Musical arbeitet: Schon im Jahr 2009 veröffentlichten Philipp Polzin und Christian D. Dellacher eine CD zu ihrem Musical „Der Fliegende Holländer“. Seither haben sie immer wieder an den Songs gefeilt und an diesem Abend bekommen die Zuschauer im Schmidt Theater einige bis ins Detail ausarrangierte Songs zu hören und zu sehen. Mit Chris Murray, Dave Mandell und Katrin Taylor haben sie namhafte und erfahrene Darsteller auf der Bühne, die dem berüchtigten Seefahrer, Senta und dem ihr verfallenen Erik eindrucksvolle Stimmen verleihen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_772">
<div class="style_3">
<p class="paragraph_style">Die Einbettung der Szenen in die Handlung gelingt mittels Verlesens von Logbucheinträgen hervorragend. Die Songs sind mal kraftvoll, mal sentimental, und sie zeigen in 20 Minuten ein rundes Gesamtbild von dem, was „Der Fliegende Holländer“ in einer großen Bühnenfassung werden könnte. Gerade das finale Quartett unterstreicht, dass diese Truppe über einen Wettbewerb, in dem Musicals als „work in progress“ gegeneinander antreten, schon deutlich hinaus ist.</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="tinyText stroke_0"></div>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_259_286">
<div class="style_3">
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Made in Germany</h3>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-970 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5309-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Made in Germany" width="352" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5309-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5309-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS5309-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px" />In eine Schublade passt dieses Musical von Kevin Schroeder (Buch, Dialoge) und Marc Seitz (Musik) so gar nicht. Es ist musikalisch abwechslungsreich, hat sympathische Charaktere und birgt danke Alex Balgas fundierter Regiearbeit die ein oder andere Überraschung.</div>
<p class="paragraph_style">Auch hier steht ein erfahrenes Ensemble auf der Bühne, das offenbar viel Spaß beim Erarbeiten der Soldatenfiguren und Schafsliebhaber hatte.  Der Soldat, der nach dem vergeblichen Versuch bei einer sozialen Organisation Fuß zu fassen, schließlich beim Militär landet und dort mit seiner liebevoll-naiven Art einen ganz anderen Blickwinkel auf das Thema Krieg gewinnt, steht im Mittelpunkt des Geschehens.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_219">
<div class="style_3">
<p class="paragraph_style">Die Kombination von Revue-Charakter und derber Sprache ist ungewöhnlich. Die gezeigten Szenen sind gleichsam abstrus und phantasievoll. Ob und welche Botschaft dieses Stück vermitteln möchte, wird an diesem Abend nicht deutlich. Doch das Publikum fühlt sich augenscheinlich gut unterhalten und spendet viel Applaus.</p>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Zzaun!</h3>
<p class="paragraph_style"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-957 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0405_06-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Zzaun!" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0405_06-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0405_06-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0405_06-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Ein schwungvolles Spiel mit Klischees liefern Tilmann von Blomberg (Autor) und Alexander Kuchinka (Komponist) mit ihrem „Zzaun!“ ab. Aus einem klassischen Nachbarschaftszwist wird ein Weltkrieg mit Atomwaffen. Die Stufen dorthin (Diskussion um den Reihenhauszaun – Kommunalwahlkampf – Föderationskonflikt) werden mit viel sprachlichem Witz nachgezeichnet. Auch hier wird an Klischees nicht gespart: die sprichwörtliche dumme Blondine, der häusliche Gatte eines homosexuellen Politikers, usw.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_394_319">
<div class="style_3">
<p class="paragraph_style">Von Blomberg und Kuchinka stehen selbst mit auf der Bühne und garantieren so, dass die von ihnen erdachten Charaktere genau ihren Vorgaben entsprechen. Kuchinka begeistert nicht nur am Klavier, sondern auch in zahlreichen kleinen Nebenrollen, wie beispielsweise dem Zaunmüller, der in atemberaubender Geschwindigkeit sein komplettes Angebot an Zäunen feilbietet.</p>
<p class="paragraph_style">So lustig eine Revue über Nachbarn, die zu erbitterten Feinden werden, ist, so sehr stellt sich nach den knapp 25 Minuten die Frage: Was kann da noch kommen. Kann hieraus ein abendfüllendes Singspiel werden?</p>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Versuchskaninchen</h3>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-960 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0405_07-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Versuchskaninchen" width="349" height="232" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0405_07-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0405_07-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0405_07-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px" />Eine ungewöhnliche Idee hatten Robert Löhr (Buch), Bijan Azadian (Musik) und Lars Redlich (Songtexte) als sie sich überlegten, das düstere Leben von Tieren in Versuchslaboren zu „vermusicaln“. Doch es funktioniert. Die Charaktere, also die Versuchstiere, sind wunderbar verschieden. Der Zuschauer kann sich problemlos einen Favoriten auswählen, mit dem er sympathisiert. Aufgemischt werden die Versuchstiere, unter denen tatsächlich auch ein Kaninchen ist, von Kiefer, dem Hund, der ihnen klar macht, dass ihr jetziges Leben unweigerlich in den Tod führt. Erfolgreich schürt er in ihnen die Idee eines Ausbruchs und verliebt sich dabei in das schüchterne Kaninchen 08/15.</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div id="footer_layer">
<div id="id10" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_666_588">
<div class="style_3">
<p class="paragraph_style">Die Handlung wirkt etwas vorhersehbar, die Dialoge sind auch nicht allzu pfiffig, doch die jazzige Grundstimmung macht Laune. Das Publikum scheint durchaus angetan von der Präsentation.</p>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Reeperwahn</h3>
<p class="paragraph_style"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-971 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS6025-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Reeperwahn" width="359" height="239" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS6025-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS6025-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/05/150504_Fantitsch_CREATORS6025-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px" />Oliver Paulis (Texte) und Mario Stefan Bechers (Musik) „Reeperwahn“ ist die Bühnenfassung von Steffie von Wolffs gleichnamigem Roman. Fünf frustrierte Kolleginnen beschließen, sich ihres Chefs zu entledigen. Ideen sammeln die Ladies ausgerechnet bei Google und eBay. Dabei hat jede ihre eigene Vorstellung und ganz nebenbei auch noch ein Privatleben zu stemmen, das natürlich bei allen ein wenig aus den Fugen geraten ist.</p>
<p class="paragraph_style">Das Setting erinnert sehr an Franz Wittenbrinks „Sekretärinnen“ – und dieses Singspiel gehört sicherlich zu den erfolgreicheren Stadttheater-Produktionen der letzten Jahre. Grundsätzlich also kein schlechter Ansatz. Die Kompositionen sind schwungvoll und die Texte funktionieren ebenfalls. Leider fehlt jedoch das Neuartige. Als am Schluss der Präsentation klar wird, dass der angeheuerte Auftragskiller und der ungeliebte Chef Vater und Sohn sind, fragt man sich,  welche Wendungen das Stück noch nehmen könnte, um 90 Minuten oder länger zu unterhalten.</p>
<p class="paragraph_style">Die Jury entschied sich, aus der letzten Runde zwei Kandidaten ins Finale zu senden: Die Teams von „Made in Germany“ und „Zzaun!“ haben jetzt noch fast fünf Monate Zeit, aus ihren Kurzpräsentationen bühnenreife Spielvorlagen von bis zu 60 Minuten zu entwickeln.</p>
<p class="paragraph_style">Gayle Tufts brachte es auf den Punkt: Es sei ein Privileg, diese vielen Stücke am Beginn ihres Entstehungsprozesses kennenlernen zu dürfen. Sicherlich ist nicht nur die Jury sehr gespannt, wie sich die fünf Finalisten in den kommenden Monaten weiter entwickeln werden und was dem Publikum am 12. und 13. Oktober präsentiert wird.</p>
<p class="paragraph_style">Ein Wort noch zu den Moderationen von Lukas Nimscheck (Assistent von Corny Littmann): Im Laufe der drei Vorrunden ist er immer frecher und souveräner geworden. Bei ihm kriegen alle ihr Fett weg – ob nun die Jury, das Publikum oder auch die Teilnehmer. Ein Zitat aus der dritten Vorrunde: „2015 &#8211; ja, Kevins sind jetzt so alt, dass sie Musicals schreiben können.“ Mit diesem und anderen vermeintlich respektlosen Sprüchen hat er die Lacher auf seiner Seite und er empfiehlt sich zumindest für einen Nebenjob als Moderator und Conferencier.</p>
<p class="paragraph_style_3" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in</em> <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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<div class="style_2"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>3. Vorrunde:</strong>  </span>4. Mai 2015<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span> </strong>Oliver Fantitsch</span></div>
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		<title>Die zweite Vorrunde 2015</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-zweite-vorrunde-2015/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 14:32:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Compilation – Ein Musicabre]]></category>
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		<category><![CDATA[Dogs]]></category>
		<category><![CDATA[Immer der Nase nach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der erste Vorrunde im März, bei der sich die Jury erst nach längerer Beratung auf zwei Finalisten einigen konnte, stand am Ostermontag 2015 die zweite Vorrunde an. Die fünf Teilnehmer am 6. April waren sehr unterschiedlich und unterstrichen einmal mehr die Vielseitigkeit des Genres Musical. Von Revue über Singspiel, von Comedy bis hin zu ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-zweite-vorrunde-2015/">Die zweite Vorrunde 2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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<p>Nach der erste Vorrunde im März, bei der sich die Jury erst nach längerer Beratung auf zwei Finalisten einigen konnte, stand am Ostermontag 2015 die zweite Vorrunde an. Die fünf Teilnehmer am 6. April waren sehr unterschiedlich und unterstrichen einmal mehr die Vielseitigkeit des Genres Musical. Von Revue über Singspiel, von Comedy bis hin zu Historiendrama war am diesem Abend alles vertreten.</p>
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<p class="paragraph_style">Einen der Beweggründe, einen Autoren- und Komponistenwettbewerb ins Leben zu rufen, erklärte Corny Littmann während einer der Umbaupausen: „In elf Jahren „Heiße Ecke“ haben wir soviel Kohle gemacht, da können wir auch gern etwas zurückgeben!“ Besser kann man sich um die deutsche Musiktheaterlandschaft kaum kümmern.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-961 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_02-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Die Vier von der Pier" width="352" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_02-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_02-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_02-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px" /></div>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Die Vier von der Pier</h3>
<p class="Body">Den Anfang machte auch diesmal der Beitrag mit den meisten Teilnehmern: „Die Vier von der Pier“ erzählt eine Kombination aus historischer Piraten- und Gaunergeschichte. Leider gelang es der Crew von Jan Hinnerk Timm, Jonas Kropp, Matthias Berger und Ben Kropp an diesem Abend nicht, den roten Faden aufrecht zu erhalten. Trotz auffallend großer Fangemeinde im Publikum und mitklatschtauglichen Melodien sprang der Funke nicht über. Positiv fiel auf, dass man sich mit der lokalen Verortung der Handlung in Hamburg viel Mühe gegeben hatte, denn Namen wie „Bill Brook“ oder „Pinne Berg“ kommen nicht von Ungefähr und würden norddeutsche Zuschauer sicherlich erfreuen. Ob das auch für Bayern gelten würde, ist jedoch fraglich&#8230;</p>
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<div class="text-content style_External_259_286">
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<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Immer der Nase nach</h3>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-962 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_04-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Immer der Nase nach" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_04-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_04-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_04-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Eine Märchentante, die aus ihrem Schema ausbrechen muss, um weiterhin die Aufmerksamkeit ihrer kleinen Zuhörer zu erlangen, bildet die Basis für Jörg Hilgers und Harald Bureschs „Immer der Nase nach“. Kurzerhand erfindet sie ein neues Märchen (basierend auf dem durchaus nicht unbekannten „Aschenputtel“). Hilgers Kompositionen sind sehr musicalesque, Einflüsse von Stephen Schwartz („Wicked“) sind nicht von der Hand zu weisen. Die Songtexte sind pfiffig und der Zuschauer muss schon zuhören, wenn er der Handlung folgen will: Für die Egozicken Jeanette und Babette gibt es kein anderes Thema als Mode und Schönheit. Ihre Schwester jedoch passt mit ihrer langen Nase in kein einziges gängiges Modeklischee. Als der Vater der drei einen Wettbewerb ausruft, bei dem die hässlichste Teilnehmerin gewinnen soll, begeben sich die beiden schönen Schwestern zur „Wilden Hilde“, einer Hexe, die ihnen helfen soll, vorrübergehend hässlich zu sein, da sie den Contest unbedingt gewinnen wollen.</div>
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<p class="paragraph_style">Die „Wilde Hilde“ hat aber ihre ganz eigene Vorstellung von der gewünschten Hilfestellung und deutet diese in einer gelungenen Marionetten-Choreographie an.</p>
<p class="paragraph_style">Hier wurden die richtigen Szenen ausgewählt, um dem Publikum &#8211; und natürlich der Jury &#8211; das Potential des Stücks aufzuzeigen. Abgerundet wurde die Präsentation durch sehr gute Darsteller – allen voran Iris Schumacher als Märchentante und „Wilde Hilde“. Schwer vorstellbar, dass  jemand anders diese Rolle so nachdrücklich mit Leben füllen könnte.</p>
<div></div>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Compilation – Ein Musicabre<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-963 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_07-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Compilation. – Ein Musicabre" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_07-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_07-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_07-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></h3>
<p class="paragraph_style">Ein vermeintlich verstorbener Popstar, von dem posthum noch Songs auftauchen, die sich nur allzu gut vermarkten lassen. Eben jener Popstar, der mit dem ausgehandelten Deal unzufrieden ist und wieder „lebendig“ werden will. Eine neugierige</p>
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<p class="paragraph_style">Praktikantin, die einem Label-Boss auf die Schliche kommt und versucht, ihr totgeglaubtes Idol vor den Auftragskillern des Label-Chefs zu retten. Mehr Handlung gibt es bei „Compilation“ nicht. Die Geschichte ist vorhersehbar und bietet keine Überraschungen. Auch musikalisch und textlich gelang Dirk Mehnert mit diesem Beitrag kein allzu weiter Wurf. Einzig die Choreographien und die starken Sänger (insbesondere Mehnert selbst als schmieriger, geldgieriger Label-Boss) hatten sehr großen Unterhaltungswert.</p>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;"></h3>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-964 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_09-e1481107854269-336x400.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Dogs" width="238" height="283" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_09-e1481107854269-336x400.jpg 336w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_09-e1481107854269-768x914.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_09-e1481107854269-860x1024.jpg 860w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_09-e1481107854269.jpg 1009w" sizes="auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px" /></h3>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Dogs</h3>
<p class="paragraph_style">Warum sollte man nicht „Cats“ ein ebenso erfolgreiches Hunde-Musical entgegensetzen? Warum sollte man den Millionen „Cats“-Liebhabern nicht vor Augen führen, wie abstrus diese 80er Jahre Show und ihre Charaktere sind? Warum also nicht ein „Trashical“ namens „Rent a Dog“ auf den Musicalmarkt werfen und abkassieren, so wie seinerzeit Andrew Lloyd Webber?</p>
<p class="paragraph_style">Weil es nicht funktioniert! Darum! Johannes Krams und Florian Ludewigs Idee an sich verspricht viel, doch leider reicht es nur für ein paar Hunde, die über ihr Leben lamentieren. Hier wird kein Klischee ausgelassen: Hassan mit eingebildetem Migrationshintergrund ist eine der Hauptfiguren. Auch die Integration des Publikums in den „Sitz-Platz-Fuß“-Song hat mehr von Comedy-Show als von Musical. Am Ende der 20-minütigen Präsentation fragte man sich unweigerlich: Passten die Songs wirklich dort hinein? Als Comedy-Stück hat dieser Stoff durchaus Potential, als Musical funktioniert er leider nicht.</p>
<p class="paragraph_style">
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<div class="style_3">
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Troja – Erzähl mir nix vom Pferd</h3>
<p class="paragraph_style"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-965 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_11-266x400.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Troja – Erzähl mir nix vom Pferd" width="205" height="308" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_11-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_11-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_11-681x1024.jpg 681w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/04/CREATORS_Vorrunde_0604_11.jpg 1535w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" />William Dannes und Rasmus Schumachers „Troja“ ist nichts für Schlafmützen. Sehr schräg, sehr schnell und sehr frei wird die Geschichte von Paris, Helena, Melenaos, Odysseus, und wie deren Verwicklungen zur Eroberung Trojas durch die Griechen geführt hat, nacherzählt. Wer da mal kurz nicht aufpasst, versäumt wesentliche Teile der Handlung. Und wer möchte schon verpassen, welche Rolle Nana Mouskouri bei diesem epochalen Ereignis gespielt hat?</p>
<p class="paragraph_style">Genauso flink und beschwingt wie Danne (Autor) durch die Handlung führt, entwickelt sich auch Schumachers Komposition. Szenisch durchaus ansprechend umgesetzt &#8211; der Spaß ist den Darstellern anzusehen -, bleibt am Ende doch die Frage, ob dieses Stück für eine Persiflage taugt.</p>
<p class="paragraph_style">Der Jury fiel die Entscheidung nach diesen fünf auf den ersten Blick so gar nicht miteinander vergleichbaren Stücken einerseits nicht leicht, andererseits war sofort klar, dass es diesmal nur ein Kandidat direkt ins Finale geschafft hatte:  „Immer der Nase nach“ von Jörg Hilger und Harald Buresch folgte „Der Tresenkönigin“ und „Älter“ ins Finale.</p>
<p class="paragraph_style">Damit hielt sich die Jury die Option offen, in der letzten Vorrunde am 4. Mai weitere drei Beiträge ins Finale zu voten – oder aber aus Vorrunde 1 und 2 noch einen Beitrag nachzunominieren, dem sie im Nachhinein am meisten Potential zusprechen.</p>
<p class="paragraph_style_3" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in</em> <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_75">
<div class="style_2"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater</span>:</strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">2. Vorrunde:  </span>6. April 2015<span class="Bold"><br />
</span></span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch</span></div>
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		<title>Die erste Vorrunde 2015</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-erste-vorrunde-2015/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2015 14:23:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt wird es ernst! Die ersten fünf von fünfzehn Beiträgen, die es in die Vorrunde geschafft haben, präsentieren ihre Musicals der Jury und dem Publikum im ausverkauften Schmidt Theater. Sich gegen mehr als 115 Mitstreiter durchzusetzen, ist schon was! Da darf jeder Teilnehmer, der an diesem Abend einen 20-minütigen Ausschnitt aus seinem Musical präsentiert, stolz ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-erste-vorrunde-2015/">Die erste Vorrunde 2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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<div class="tinyText">Jetzt wird es ernst! Die ersten fünf von fünfzehn Beiträgen, die es in die Vorrunde geschafft haben, präsentieren ihre Musicals der Jury und dem Publikum im ausverkauften Schmidt Theater.</div>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_269">
<div class="style_2">
<p class="Body">Sich gegen mehr als 115 Mitstreiter durchzusetzen, ist schon was! Da darf jeder Teilnehmer, der an diesem Abend einen 20-minütigen Ausschnitt aus seinem Musical präsentiert, stolz darauf sein.</p>
<h3 class="paragraph_style" style="text-align: center;">Störtebeker – Fluch des Meeres</h3>
<div class="tinyText stroke_1"></div>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-954 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_02-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Störtebeker - Fluch des Meeres&quot;, aufgenommen am 02. März 2015 während der ersten Vorrunde zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar--- Das Ensemble des Musicals &quot;Störtebeker - Fluch des Meeres&quot; von Volker Ullmann und Thomas Finn, aufgenommen am 02. März 2015 während der ersten Vorrunde zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="349" height="232" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_02-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_02-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_02-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px" />Los geht es mit dem kommerziellsten und von der Teilnehmerzahl her größten Beitrag: Störtebeker von Volker Ullmann und Thomas Finn (Musik: Thomas Borchert, Georg Hahn, Jon Mortimer). Zur Ouvertüre schreitet Borchert alias Störtebeker an seinen Mannen vorbei bevor der Henker eindrucksvoll seinen Säbel ansetzt. Das Publikum lernt den Schiffsjungen Vicko kennen, der in Störtebeker eine Vaterfigur findet. Es folgt ein Song der „Likedeeler“, der kompositorisch das Meeresthema schön aufnimmt und auch die Texte zeigen fundiertes Handwerk. Der obligatorische Kampf der Piraten darf natürlich bei einer solchen Präsentation nicht fehlen. Hierfür hat das Team eigens eine Schwertkampftruppe auf die Bühne gestellt, was beim Publikum durchaus Eindruck macht.</p>
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<p class="Body">Doch die Jury darf sich nicht durch Pomp und Glanz ablenken lassen: CREATORS ist ein Autorenwettbewerb und da kommt es auf das Buch, die Dialoge und Songtexte sowie deren Zusammenspiel mit den Melodien an.</p>
</div>
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<div class="style_2">
<h3 class="paragraph_style" style="text-align: center;">Weihnachtsmann gesucht</h3>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-955 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_03-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Weihnachtsmann gesucht&quot;, aufgenommen am 02. März 2015 während der ersten Vorrunde zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar--- Das Ensemble des Musicals &quot;Weihnachtsmann gesucht&quot; von Chris Brewer und Nadeem Ahmed, aufgenommen am 02. März 2015 während der ersten Vorrunde zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="352" height="234" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_03-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_03-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_03-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px" />Der zweite Beitrag steht in klarem Gegensatz  dazu: Drei Künstler versetzen das Publikum in die Vorweihnachtszeit. Chris Brewer (Musik) führt als Erzähler durch die Kurzfassung, während Autor und Texter Nadeem Ahmed in der Titelrolle des Weihnachtsmanns zu sehen ist. Der Weihnachtsmann ist sichtlich genervt: Die Elfen haben Weihnachtsurlaub, die Kinder haben jegliches Maß bei ihren Wünschen verloren und überhaupt ist alles so ganz anders als früher&#8230; Er klagt dem Sack sein Leid, der sich wiederum aber nur noch für seinen Joint interessiert. Rappend vergleicht sich der Weihnachtsmann mit Kollege Osterhase, der vermeintlich ein so viel leichteres Leben hat. Der alte Sack nimmt ihn nicht ernst und hält ihm einen Spiegel vor: Der Weihnachtsmann hat es doch genauso gewollt, schließlich hat er die Tarifverträge für die Elfen verhandelt und kümmert sich mehr um sein attraktives Äußeres als um die liebgewonnenen Traditionen. Da die beiden sich aber so arg bemitleiden, verbannt sie (ein wunderbar norddeutsch parlierender) Erzengel Gabriel auf die Erde: Der Weihnachtsmann sieht nun aus wie ein abgehalfterter Rapper und der stattliche Jutesack muss mit einem blauen Plastikleid vorlieb nehmen. Wie es weitergeht, erfährt das Publikum nicht.</div>
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<p class="Body">Dieses Stück lebt von spitzem Humor, lustigen Texten und Mitklatschmelodien. Ob dies das Rezept für das Finale ist?</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-958 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_05-400x266.jpg" alt="CREATORS - Schmidt Theater - Schimmelreiter" width="349" height="232" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_05-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_05-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_05-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px" /></div>
<h3 class="paragraph_style" style="text-align: center;">Der Schimmelreiter</h3>
<p class="Body">Das dritte Musical des Abends stammt von Florenz und Michael Potthast. Sie haben sich Theodor Storms „Schimmelreiter“ vorgenommen. In Norddeutschland zweifelsohne Pflichtlektüre für jeden Schüler. Die fünf Darsteller zeichnen in einem guten Zusammenschnitt die Geschichte von Hauke Haien nach. Die Beziehungen der Charaktere untereinander werden szenisch und musikalisch deutlich gemacht. Insbesondere das Duett von Hauke und Elke war sowohl musikalisch als auch textlich</p>
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<p class="Body">eine besonders gelungene Szene. Dabei bleibt vor allem das Ensemblestück „Land am Meer“ – eine Hommage an das Marschland – im Gedächtnis haften. Das Publikum honoriert auch diesen Beitrag mit langem Applaus.</p>
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<h3 class="paragraph_style" style="text-align: center;">Tresenkönigin oder Die erste Liebe auf St. Pauli</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-116" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Vorrunde1_2015-300x200.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Tresenkönigin oder Die erste Liebe auf St.Pauli&quot; von Konrad Lorenz und Hafennacht, aufgenommen am 02. März 2015 während der ersten Vorrunde zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Vorrunde1_2015-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Vorrunde1_2015.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
<p class="Body">Mit einer Liebeserklärung an Hamburg, die Seefahrt und die Reeperbahn – die für beides steht wie keine andere Straße – beginnt der vierte Beitrag. Konrad Lorenz hat für dieses Singspiel seine eigene Lebensgeschichte verarbeitet. Viele Anekdoten aus seiner Seefahrervergangenheit bilden den Rahmen der Geschehnisse in Tante Hermines Kneipe. Da treffen halbstarke Jungens auf gestandene Seebären, Bordsteinschwalben machen den Männern schöne Augen, und über allem wacht Tante Hermine mit harter Hand: Sie spinnt mit ihren Gästen Seemannsgarn und wird nicht müde, ihre Kneipe mit der ein oder anderen List als nuttenfreie Zone zu behaupten. Ja, bei Tante Hermine wird kein Blatt vor den Mund genommen: Die Sprache ist deutlich, bodenständig und lässt keine Zweifel zu. Diesem Charme kann sich im Publikum kaum jemand entziehen. Musikalisch verantwortlich ist das Trio Hafenacht, die mit ihrer Mischung aus Shanti und 50er/60er Jahre Klängen mehr als überzeugen. Die Mischung aus melancholischen Klängen und deftigen Texten übt einen ganz besonderen Reiz aus.</p>
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<h3 class="paragraph_style" style="text-align: center;">Älter</h3>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-956" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_12-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Älter&quot; von Robin Kultisch und Philipp Gras, aufgenommen am 02. März 2015 während der ersten Vorrunde zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_12-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_12-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/03/CREATORS_Vorrunde_0203_12-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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<p class="Body">Den Abschluss bildet das Musical „Älter“ von Robin Kulisch (Buch und Texte) und Philipp Gras (Musik). Das Setting mit Piano, Gitarre und sechs sparsam agierenden Darstellern erinnert stark an Jason Robert Brown. Auch musikalisch fühlt man sich vom ersten Moment an Brown oder Sondheim erinnert. Die Soli der sechs Darsteller stellen die Charaktere der verschiedenen Generationen gut vor. Es geht ums Älterwerden, um Momentaufnahmen, die jede der Figuren mit dem Publikum teilt. Die Komplexität eines solchen Stücks wird in dem Song „Mutter werden ist einfach schwer“ sehr klar: Die Mutter schwärmt ihrer Tochter von den schönen Seiten des Mutterseins vor, während die Tante ihrer Nichte vehement die Nachteile aufzeigt. Die Tochter weiß nicht, welchen Argumenten sie Glauben schenken soll und muss schließlich auf ihren eigenen Bauch hören, um eine Entscheidung zu treffen. „Älter“ ist sowohl musikalisch als auch textlich abwechslungsreich, und das Publikum scheint von der schlichten Art der Präsentation und den starken Charakteren sehr angetan.</p>
<p class="Body">Die Jury machte sich die Entscheidung nicht leicht und diskutierte angeregt die Vorzüge und Potentiale der einzelnen Wettbewerbsbeiträge. Schließlich entschied sie sich, die „Tresenkönigin“ und „Älter“ ins Finale zu wählen. Beide Produktionsteams bekommen nun 10.000 Euro, mit denen sie bis zum Finale am 12. und 13. Oktober eine einstündige Fassung ihres Musicals erarbeiten können.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;"><em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold">1. Vorrunde:  </span>2. März 2015<span class="Bold"><br />
</span></span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Oliver Fantitsch</span></div>
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