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	<title>2015-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2015-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Thematisierung eines Tabus ohne Berührungsängste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 14:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Müllerleile]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T3]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Junge Bühne T.3 in Lüneburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Musical der Jugend von heute näherzubringen. Hierbei setzt Dramaturg Friedrich von Mansberg vorrangig auf kritische Inhalte, die sich von und mit Jugendlichen hervorragend bearbeiten lassen. Hierzu zählte in der Vergangenheit auch „Frühlings Erwachen (Spring Awakening)“. In dieser Spielzeit steht mit „Fast ...</p>
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<p>Die Junge Bühne T.3 in Lüneburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Musical der Jugend von heute näherzubringen. Hierbei setzt Dramaturg Friedrich von Mansberg vorrangig auf kritische Inhalte, die sich von und mit Jugendlichen hervorragend bearbeiten lassen. Hierzu zählte in der Vergangenheit auch „<a title="Spring_Awakening_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1276">Frühlings Erwachen (Spring Awakening)</a>“. In dieser Spielzeit steht mit „Fast normal (Next to normal)“ eines der erfolgreichsten Musicals der letzten Jahre auf dem Plan.</p>
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<div class="style_3">
<p class="Body">Es geht um Familie Goodman: Mutter Diane ist seit dem Tod ihres Sohnes Gabe manisch-depressiv (bipolar), was Vater Dan im Alltag vor immer wieder neue Herausforderungen stellt, um die scheinbar heile Familienfassade aufrechtzuerhalten. Die gemeinsame Tochter Natalie erlebt ihre Pubertät im Schatten ihres übermächtigen Bruders und fühlt sich für die häufigen Aussetzer ihrer Mutter verantwortlich. Dabei verliert sie sich zusehends selbst und verweigert jede Hilfe – gleich, ob nun vom Vater oder Schulfreund Henry.</p>
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<div class="style_3">
<p class="Body">Im Gegensatz zur Originalproduktion verschiebt sich bei dieser Inszenierung der Fokus von der Mutter auf die Tochter. Nach wie vor hängt das Wohlbefinden der Familie vom Wohlbefinden der Mutter ab, aber in Lüneburg geht es in erster Linie darum, wie Natalie ihren Weg findet und mit dieser langjährigen Familienkrise umgeht.</p>
<p class="Body">Im rustikalen T.3 sind die vier Spielorte nebeneinander aufgebaut, was vom Publikum viel Aufmerksamkeit erfordert, aber zugleich spannende Spielmöglichkeiten bietet. Für die Bühne zeichnet Christiane Becker verantwortlich, der er auf kleinem Raum gelingt, in sich geschlossene Räume zu gestalten. Friedrich von Mansberg (Regie) nutzt diese „Spielwiese“ vortrefflich und die teilweise parallel genutzten Spielebenen funktionieren sehr gut.</p>
<p class="Body">Die im Hintergrund platzierte sechsköpfige Band unter der Leitung von Hye-Yeon Kim intoniert Tom Kitts Melodien mit viel Energie und lässt es an ncihts vermissen.</p>
<p class="Body">Die Nachwuchsdarsteller (Natalie – Anna von Mansberg, Henry – Timm-Marvin Schattling, Gabe – Calvin Noel Auer) werden in dieser Inszenierung von drei erfahrenen Musicaldarstellern unterstützt: Anna Müllerleile gibt die verzweifelte, in der Vergangenheit verhaftete Diane, Kristian Lucas spielt ihren um Harmonie bemühten Ehemann Dan und Timo Rößner steht in den beiden Arztrollen auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Alle Darsteller sind sehr gut ausgewählt, denn die Paare harmonieren exzellent: von Mansberg und Schattling geben ein Teenager-Paar auf Augenhöhe, und Müllerleile und Lucas vermitteln das Gefühl tiefer Liebe und ins Wanken geratener Vertrautheit sehr glaubhaft. Auer hat als Gabe sehr starke emotionale Momente und auch Rößner weiß als unbeirrbarer Psychotherapeut zu überzeugen.</p>
<p class="Body">Etwas fragwürdig ist die – offenbar etwas zu anspruchsvolle &#8211; Choreographie mit bunten Kartons (Heidrun Kugel), während sich das Ensemble fragt „Wer spinnt hier?“: Das Weiterreichen der Kartons mag so gar nicht zum Inhalt des Songs passen.</p>
<p class="Body">Dass es den jungen Darstellern noch an stimmlicher Festigkeit fehlt, merkt man hier und da durchaus. So sitzen bei Anna von Mansberg nicht alle Töne und auch Timm-Marvin Schattling verfällt häufiger in die Kopfstimme, was den Songs von Tom Kitt und Brian Yorkey nicht gerade gut zu Gesicht steht.  Dieses Manko machen Kristian Lucas und insbesondere Anna Müllerleile spielend wett. Beide singen mit viel Gefühl und können die emotionale Achterbahnfahrt ihrer Ehe sehr glaubhaft machen.</p>
<p class="Body">Besonders gut gelingen die Szenen, in denen Gabe aktiv ins Geschehen eingreift und nicht nur als Diane’s Halluzination zu sehen ist. Hierzu gehört unbedingt: „Mir fehl’n die Berge“. Auch das Geschirr-Ballett von Vater und Sohn („Alles wird gut“)  funktioniert prächtig und trägt dazu bei, diesen an sich doch sehr dramatischen Stoff gut zu verarbeiten.</p>
<p class="Body">Anna Müllerleile hat mit „Was weißt Du?“ einen der intensivsten Momente des Abends. Auch das „Lied vom Vergessen“ nach Diane’s Rückkehr von der EKT-Behandlung trifft ins Mark.</p>
<p class="Body">Kristian Lucas bringt den unerschütterlichen Optimismus des Vaters sehr anrührend und nachvollziehbar über die Rampe. „Wie konnte mir das entfall’n?“ ist hierfür ein guter Beleg.</p>
<p class="Body">Die Ereignisse überschlagen sich als die Tochter ihre Mutter trotz aller Ablehnung ins Krankenhaus bringt und so Verantwortung zeigt. Natalie hat das Gefühl, dass ihre Mutter sie braucht und lässt ihre eigenen Probleme hinter sich. Dass Diane ihre Tochter als Therapieobjekt nutzt, schlussendlich dennoch aber nur für ihren toten Sohn Gabe lebt, führt zum Eklat. Während sich Natalie ihrem Freund Henry öffnet und langsam erkennt, dass Drogen keine Lösung für sie sind, verlässt Diane ihre Familie, und Dan gesteht sich ein, dass sein Sohn immer Teil der Familie bleiben wird.</p>
<p class="Body">Als Natalie ihren Vater allein zuhause vorfindet, erkennt sie, dass sie die Bürde der zerrütteten Familie nicht allein tragen muss und dass sie ihrem Vater in seinem Schmerz und seinem Handeln ebenso tatkräftig zur Seite stehen kann, wie er ihr. Der Finalsong, „Es gibt ein Licht!“ zeigt für alle Beteiligten, dass sie positiv in die Zukunft blicken können und müssen.</p>
<p class="Body">„Fast normal“ ist der erneute Beleg, dass man auch schwierige Themen musicalisch präsentieren kann, ohne das Publikum hilflos zurückzulassen. Für Eltern und Jugendliche gibt es dennoch hinterher viel Gesprächsbedarf, aber die Art und Weise wie dieses Tabuthema von Kitt und Yorkey bearbeitet wurde, gestattet eine vorurteilsfreie Herangehensweise.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Müllerleile, Kristian Lucas</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></div>
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		<title>Tolles Bühnenbild, großartiges Orchester und eine ungewöhnliche Besetzung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2015 10:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Gutgesell]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Kahl]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Schöller]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Ivan Alboresi]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Mainfranken Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Würzburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frank Wildhorns düsteres Musical gehört nicht zum Standard-Repertoire deutscher Stadttheater. Doch es gibt immer wieder mutige Intendanten, die das Stück auf den Spielplan setzen – wohl wissend, dass es keine leichte Kost für ihre Abonnenten ist. Im Mainfranken Theater in Würzburg zeichnen Hermann Schneider (Intendant) und Christoph Blitt (Dramaturg) für diese Entscheidung verantwortlich. Die Regie ...</p>
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<div class="text-content style_External_270_112">
<div class="style_2">Frank Wildhorns düsteres Musical gehört nicht zum Standard-Repertoire deutscher Stadttheater. Doch es gibt immer wieder mutige Intendanten, die das Stück auf den Spielplan setzen – wohl wissend, dass es keine leichte Kost für ihre Abonnenten ist. Im Mainfranken Theater in Würzburg zeichnen Hermann Schneider (Intendant) und Christoph Blitt (Dramaturg) für diese Entscheidung verantwortlich. Die Regie übernahm in Würzburg Ivan Alboresi.</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_3">
<p class="Body">Das erste Highlight ist akustischer Natur: Das Philharmonische Orchester Würzburg unter der Leitung von Sebastian Beckedorf zeigt schon bei der voluminösen Ouvertüre seine komplette Bandbreite und versetzt das Publikum in die richtige Stimmung.</p>
<p class="Body">„Jekyll &amp; Hyde“ lebt vom Spiel Gut gegen Böse. Entsprechend ist die große Bühne überwiegend in dunklen Tönen gehalten. Bernd Franke setzt das Licht überaus effektiv ein, um verschiedene Szenerien zu erzeugen. Dazu nutzt er Hubbühne, Spiegel- und Glaselemente sowie wenige Großkulissen, um den verschiedenen Spielorten eine zusätzliche Dramaturgie-Ebene zu geben.</p>
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<div class="text-content style_External_669_906">
<div class="style_3">
<p class="Body">Die volle Pracht der Kostüme bekommt das Publikum direkt nach der Eröffnungsszene zu sehen. Götz Lanzelot Fischer kleidet die Darsteller in zeitgemäßen Roben und Anzügen in gedeckten Farben. Während er hierbei viel Stil beweist, wirken die Kostüme der „Mädchen der Nacht“ eher plump und billig als sexy.</p>
<p class="Body">Eine große Anzahl an Darstellern auf der Bühne stellt die Regie immer wieder vor Herausforderungen. In Würzburg gelingt es jedoch gut, das Hausensemble, den Opernchor, die Ballettcompagnie und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg in Einklang zu bringen. Die Darstellung der Zwei-Klassen-Gesellschaft mithilfe von Hubbühne, Kostümfarben und Licht ist exzellent. Schwächen werden in erster Linie während der choreographierten Sequenzen deutlich: Viele bewegen sich hölzern und wenig geschmeidig, was zum Stil von Wildhorns Musik so gar nicht passen möchte.</p>
<p class="Body">Dafür ist es umso mehr ein Genuss, wenn bei „Fassade“ oder „Mörder“ ein großes Ensemble zu hören ist. Dass man in Würzburg überwiegend klassische Stimmen hört und auch viele Soloparts von klassischen Sängern übernommen werden, ist gewöhnungsbedürftig. Einzelne haben zudem deutliche Probleme mit dem Tempo der Partitur und der deutschen Sprache. Doch die Protagonisten sind gut besetzt worden.</p>
<p class="Body">Für die Titelrolle wurde mit Armin Kahl ein erfahrener Musicaldarsteller als Gast engagiert, der genau weiß, worauf es bei dieser Rolle ankommt. Es gelingt ihm im gleichen Maß, tiefe Gefühle zu zeigen und diese gesanglich zu transportieren, als auch die Aggressivität und Bösartigkeit von Mr. Hyde über die Rampe zu bringen. Jekyll/ Hyde gehört nicht ohne Grund zu den anspruchsvollsten Rollen im Musicalbusiness. Der Darsteller muss nicht nur schauspielerisch von zärtlich bis gefährlich, von liebevoll bis mörderisch alle Facetten beherrschen, sondern auch stimmlich und gesanglich diese beiden Figuren so deutlich herausarbeiten können, dass das Publikum sie als einzelne Charaktere wahrnimmt.</p>
<p class="Body">Armin Kahl kann mit „Dies ist die Stunde“ das Publikum in seinen Bann ziehen. Die Verwandlung von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde wird unter anderem durch sich ausbreitende Tattoos dargestellt. Zunächst nur auf einer Brust, breiten sich die Tribals Szene für Szene über den ganzen Oberkörper aus und in Videoeinblendungen wird klar, wohin dies führen wird.</p>
<p class="Body">Warum Kahl jedoch als Mr. Hyde mit der Körperhaltung des Glöckners von Notre Dame über die Bühne humpelt, bleibt fraglich. Denn auch ohne diesen verkrümmten Körper hat sein Spiel eine berückende Intensität und strahlt in jeder Sekunde höchste Gefahr aus.</p>
<p class="Body">Die „Konfrontation“ ist von Alboresi einmal mehr herausragend umgesetzt: Während im Hintergrund ein gigantischer, bedrohlicher Edward Hyde projiziert ist, singt Jekyll zu den darunter aufgereihten Opfern Hydes. Die Anspannung ist greifbar und die Auseinandersetzung von Kahl beklemmend authentisch umgesetzt.</p>
<p class="Body">Ein weiteres Highlight des Stücks ist das „Gefährliche Spiel“ von Hyde und Lucy. Leider ist die Szene etwas zu brav inszeniert, auch wenn Armin Kahl und Barbara Schöller (Lucy) gesanglich überzeugen können. Es mag aber auch daran liegen, dass Schöller das übliche Rollenalter deutlich übertrifft. Sie ist seit Jahren fest im Würzburger Ensemble engagiert und kann die Figur der Lucy stimmlich durchaus meistern. Doch es ist schon eher befremdlich, dass Lucy älter zu sein scheint als Hyde.</p>
<p class="Body">Gleiches gilt für Dr. Jekylls Verlobte Lisa: Wenn Anja Gutgesell am Arm von Sir Danvers die Bühne betritt, hält man sie zunächst für Lisas Mutter. Auch im Laufe des Stücks irritiert es immer wieder, dass Lisa kein junges Mädchen ist, sondern eine gestandene Frau. Nichtsdestoweniger gefällt Gutgesell mit dem sehr pur inszenierten „Wenn jemand wie Du“ und auch ihr selbstbewusstes Spiel überzeugt.</p>
<p class="Body">Das Zusammenspiel aller Gewerke im Mainfranken Theater ist bei „Jekyll &amp; Hyde“ gelungen. Das Orchester intoniert Wildhorns erfolgreiches Musical mit viel Energie. Alboresi schafft eine spannende, knisternde Atmosphäre und setzt die Titelfigur gekonnt in Szene. Auch der effektvolle Einsatz der technischen Möglichkeiten (Hubbühne, Videoprojektionen) macht diese Inszenierung sehenswert. Armin Kahl spielt Dr. Jekyll / Mr. Hyde mit vollem Einsatz und besticht nicht nur stimmlich, sondern vor allem durch seine gänsehautschaffende schauspielerische Intensität.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
gekürzt <em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mainfranken Theater, Würzburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">15</span>. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Armin Kahl, Anja Gutgesell, Barbara Schöller </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Ivan Alboresi / Frank Wildhorn<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Mainfranken Theater<br />
</span></div>
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		<title>Ein unerwartet tanzlastiges Bühnenfeuerwerk: „Disney trifft 42nd Street“</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-unerwartet-tanzlastiges-buehnenfeuerwerk-disney-trifft-42nd-street/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 12:50:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Aladdin]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[Casey Nicholaw]]></category>
		<category><![CDATA[Enrico de Pieri]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Myrthes Monteiro]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Richard-Salvador Wolff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune! Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin ...</p>
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<div id="body_layer">Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune!</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_3">
<p class="Body">Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin und seinen Freunden Babkak, Omar und Kassar (im Original Kasim). Dort bestreiten sie ihren Lebensunterhalt durch Gaunereien und sind ständig auf der Hut vor den Schergen des Großwesirs Dschafar. Eines Tages trifft Aladdin dort Prinzessin Jasmin, der es im Palast zu langweilig wurde und die im bunten Markttreiben den aufdringlichen Heiratskandidaten zu entgehen versucht. Aladdin und Jasmin verstehen sich auf Anhieb und verbringen – nicht ahnend, wer ihr jeweiliges Gegenüber ist &#8211; einige schöne Stunden miteinander. Als Dschafars Leibgarde droht, Aladdin zu verhaften, gibt sich Jasmin als Prinzessin zu erkennen.</p>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_1511">
<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin hat sich Hals über Kopf verliebt. Um ihr nahe zu sein, geht er auf den windigen Deal Dschafars ein, ihm eine Wunderlampe aus einer Höhle zu holen und dafür die Anerkennung der Prinzessin zu erhalten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschafars Hintergedanken sind egoistisch und düster: Er muss um jeden Preis verhindern, dass Jasmin heiratet, denn nur dann hat er die Chance, der neue Sultan zu werden. Mit der Wunderlampe und dem darin wohnenden Dschinni hofft er, seinem Ziel näher zu kommen. Doch kann nur jemand reinen Herzens die Höhle betreten – und das sind weder Dschafar noch sein plappernder Hofnarr Jago.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin kann den Verlockungen in der punkvollen Höhle jedoch auch nicht widerstehen und wird dort gefangen. Aus Langeweile „putzt“ er ein wenig an der Lampe herum und schon erscheint Dschinni, der ihm eindrucksvoll eröffnet, dass Aladdin nun drei Wünsche frei hat. Die beiden werden schnell mehr als Flaschengeist und Meister und Aladdin verspricht Dschinni, ihn mit seinem dritten Wunsch von seinem Los als wünscheerfüllender Geist zu befreien.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit Dschinnis Hilfe gelingt es Aladdin in den Palast vorzudringen und dort Jasmin wiederzusehen. Allerdings gefällt der Prinzessin der prunkvoll ausgestattete Prinz Ali mit seinem Hofstaat so gar nicht. Erneut fällt Aladdin auf eine List Dschafars hinein und schleicht sich in Jasmins Gemächer, die aber nach Anbruch der Dunkelheit niemand mehr betreten darf. Bevor er festgenommen wird, entführt er Jasmin jedoch noch auf eine magische Reise mit dem fliegenden Teppich. Trotz Jasmins Protest werden Aladdin und seine Gefolgschaft von Dschafars Leibgarde eingekerkert. Es gelingt ihnen zwar mit Dschinnis Hilfe wieder freizukommen, doch Aladdins blinde Liebe und die Gefahren im Palast treiben einen Keil zwischen die Freunde. So ist Aladdin auf sich gestellt und muss – nachdem er es sich auch mit Dschinni verscherzt hat – zusehen, wie er das Herz der Prinzessin als falscher Prinz gewinnt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschinni wird derweil von Dschafar für seine dunklen Zwecke missbraucht. Dschafar sieht seine Chance gekommen, der neue Sultan zu werden. Nur einem Geniestreich Aladdins ist es zu verdanken, dass sich der böse Großwesir in einen Flaschengeist verwandelt und Dschinni freikommt. Die Wunderlampe mit Dschafar wird für immer weggeschlossen – so kann er keinen Schaden mehr anrichten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Und wie es sich für ein ordentliches Disney-Märchen gehört, wird am Schluss eine große Hochzeit gefeiert, bei der alle Freunde wieder zueinander finden. Ein lupenreines Happy End!</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Die dankbarste Rolle hat ganz klar Enrico de Pieri als Dschinni. Schon das Opening gestaltet er mit witzigen Sprüchen und einem Überschwang an guter Laune. Das Publikum ist sofort im Spaß-Modus und genießt das farbenfrohe Spektakel in Agrabah. Schon in der ersten Szene („Arabische Nächte“) zeigt sich das durchdachte Bühnenbild von Bob Crowley. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich der wuselige Marktplatz und gibt den Blick frei auf die Dächer der Stadt. Für das perfekt aufeinander abgestimmte Farbenspiel sind zudem Gregg Barnes (Kostüme) und Natasha Katz (Licht) verantwortlich. Die rötlich-gelbe Grundstimmung umrahmt das Geschehen in der Stadt genauso treffend wie die klare weiße Linie im Sultanspalast.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit der Höhlenszene – einer der beiden bemerkenswerten Szenen des Abends – ha sich das Kreativteam übertroffen: zunächst düster, gefährlich und geheimnisvoll, dann über alle Maßen schillernd, bunt und leuchtend (inkl. Indoor-Feuerwerk) zieht „So ‚nen Kumpel hattest Du noch nie“ alle Zuschauer in seinen Bann. Das Ensemble liefert dazu eine wunderbare Choreographie in der Tradition alter Meister, die mehr als nur vage an „42nd Street“ erinnern (Regie &amp; Choreographie: Casey Nicholaw, Associate Director: Scott Taylor, Associate Choreography: John Macinnis). Nach diesem Feuerwerk der Bühnenkunst endet der ansonsten wenig spannende erste Akt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Der zweite Akt hält gleich zu Beginn den weltbekannten Showstopper „In meiner Welt“ („A Whole New World“) bereit. Die Magie dieser Szene sorgt für Gänsehaut. Auch diejenigen im Publikum, die schon unzählige Musicals gesehen und zahlreiche Special Effects live erlebt (und hinter ihre Kulissen geschaut) haben, sind erstaunt: Wie fliegt der magische Teppich? Auf den ersten Blick sind keine Kabel oder sonstige physische Anbringungen ersichtlich, die den Teppich mit Aladdin und Jasmin fliegen lassen. Nur ein vertikaler Schatten auf den Gesichtern der Darsteller verrät, dass hier herausragende Bühnenkunst am Werk ist. <a title="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867" href="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867">Recherchiert</a> man hierzu ein wenig, kommt man schnell zu einer plausiblen Erklärung (Achtung Spoiler!): Der Teppich ist an den Ecken mit Drähten aufgehängt, die so schnell rotieren, dass das menschlich Auge dies nicht mehr wahrnehmen kann. Das Lichtdesign tut sein Übriges, um diesen Effekt zu verschleiern. Jim Steinmeyer (Illusion Design) und Jeremy Chernick (Special Effects Design) haben hier ganze Arbeit geleistet! So kommt das Publikum aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, verpasst dadurch aber leider komplett den schönsten Song des Abends.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Danach flacht der Spannungsbogen gänzlich ab und der restliche zweite Akt plätschert sehr unaufgeregt seinem obligatorischen Ende entgegen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Als Titelheld wurde der noch weitgehend unbekannte Richard-Salvador Wolff engagiert. Er spielt Aladdin mit viel Lebensfreude und füllt die Rolle des quirligen Aladdin tänzerisch wie gesanglich voll aus. Im zur Seite steht Myrthes Monteiro, die in allererster Linie genauso aussieht, wie man sich die schöne Prinzessin Jasmin vorstellt. Die genervte Prinzessin gelingt ihr auch durchaus ansprechend, auch wenn einige Töne manchmal arg schief sind. Doch insgesamt vermag Monteiro leider keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Ähnliches gilt auch für Claus Dam, der als Sultan nur wenige Auftritte hat und erst kurz vor Ende des Stücks erahnen lässt, dass er sich mit dieser Figur etwas unter Wert verkauft. Das die Charaktere – abgesehen von zwei Ausnahmen – nicht sonderlich tief ausgearbeitet wurden, scheint aber durchaus intendiert zu sein (Chad Beguelin). Denn wie sonst wäre es zu erklären, dass der fiese Bösewicht Dschafar (Ethan Freeman) und sein plappernder Vasall Jago (Eric Minsk) nur durch höhnisches Lachen oder platte Sprüche auffallen?</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit diesem Los haben auch Pedro Reichert, Philipp Hägeli und Stefan Tolnal alias Aladdins Freunde Omar, Kassar und Babkak zu kämpfen. Sie handeln klischeehaft und aufgesetzt und allenfalls Tolnal kann durch seine Stimme einen bleibenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Wäre nicht Enrico de Pieri als Dschinni, man würde sich fragen, warum es dieses Stück an den Broadway geschafft hat. Doch in dieser Rolle kann sich das eingespielte Texterteam (Dialoge: Ruth Deny / Songtexte: Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder) austoben: Ob nun die Persiflage auf Bruce Darnell („De Handetasch muss lebendig sein!“) oder die Requisiten der vorangegangenen Shows (Maske vom „Phantom der Oper“). Auch das angedeutete Disney-Medley ist hochkomisch.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">An anderer Stelle, genauer gesagt bei Jagos unaufhörlichem Gequatsche, sind die Dialoge leider immer mal wieder etwas zu flach, um wirklich lustig zu sein. Natürlich soll Jago nervig sein, aber ein Dummschwätzer ist der Vogel im Disneyfilm nun wahrlich nicht.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Nach knapp zweieinhalb Stunden endet das bunte Spektakel. In Erinnerung bleiben die herausragende Höhlenszene und der fliegende Teppich, genauso wie die mitreißenden Choreographien. So stellt sich der Musicalbesucher eine Broadwayshow vor: Bunt, schwungvoll, lustig und mit Happy End! Und genau das bekommen das Publikum seit 6. Dezember 2015 in der Neuen Flora in Hamburg zu sehen.</p>
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<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></div>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Enrico de Pieri, Richard-Salvador Wolff, Myrthes Monteiro</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Alan Menken / Casey Nicholaw<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
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		<title>Der Musicalnachwuchs zeigt sein Können</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-musicalnachwuchs-zeigt-sein-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2015 14:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Musical Arts Academy of the performing Arts]]></category>
		<category><![CDATA[Once upon a time in Desireland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie auch andere Musicalausbildungsstätten präsentieren die Schüler der Mainzer ‚Musical Arts Academy of the performing Arts’ regelmäßig ihre Fortschritte einem interessierten Publikum. Im November 2015 zeigten die Drittsemester mit Verstärkung eines Schülers aus dem 5. Semester sowie den noch ganz frischen Erstsemestern im Chor eine Collage aus Musical- und Pophits rund um das Thema ‚Männer ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">Wie auch andere Musicalausbildungsstätten präsentieren die Schüler der Mainzer ‚Musical Arts Academy of the performing Arts’ regelmäßig ihre Fortschritte einem interessierten Publikum. Im November 2015 zeigten die Drittsemester mit Verstärkung eines Schülers aus dem 5. Semester sowie den noch ganz frischen Erstsemestern im Chor eine Collage aus Musical- und Pophits rund um das Thema ‚Männer und Frauen’.</p>
<div id="body_layer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_301">
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<p class="Body">Die kleine Bühne in der Academy platzt aus allen Nähten, wenn insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler bei den großen Ensemblenummern ihre Tanz- und Gesangskünste zum Besten geben. Für die sehr vielseitigen, mal sehr schönen, mal zweckdienlichen Choreographien (Chris Ertelt und Isabella Arndt) ist die Bühne definitiv zu klein. Die Zuschauer können lediglich erahnen, was die Schüler nach eineinhalb Jahren Ausbildung schon gelernt haben. Nichtsdestoweniger sind die Nachwuchsdarsteller hübsch anzusehen, da die Kleider maßgeschneidert und die Hemden farblich genau auf diese abgestimmt wurden (Andrea Schnabel).</p>
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<div id="id6" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_453">
<div class="style_3">
<p class="Body">Insgesamt 29 mehr oder weniger bekannte Songs wurden von Björn Breckheimer (Direktor) und Ellen Kärcher (Dozentin) in loser Folge zusammengestellt. Einige haben einen choreographischen Schwerpunkt, andere zielen auf den chorischen Gesamteindruck ab. Dazwischen wurden kleinere Schauspielszenen gestreut, in denen sich die Schüler größtenteils von einer sehr extremen Seite zeigen konnten.</p>
<p class="Body">Gerade die vier Schüler stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass sie auf einem sehr guten Weg sind. Julian Schier überzeugt mit „Constance“ aus „Die Drei Musketiere“ genauso wie David Krohn mit „Lebendig zu sein“ aus „Company“. Marc Baumann, bereits im 5. Semester und damit kurz vor seinem Abschluss, hängt seine Mitschüler jedoch deutlich („Grease Lightning“, „Sweet Transvestite“). Doch auch unter den sechs Schülerinnen des 3. Semesters gibt es große Talente: Valerie Wilhelm gibt eine souveräne „Avenue Q“-Performance und macht als ewige Brautjungfer aus „I love you, you’re perfect, now change“ richtig Spaß. Sol Spies empfiehlt sich mit „No one but you“ direkt für die nächste „We Will Rock you“-Tour und auch Amina-Marjam Liedtke setzt mit „Out Tonight“ aus „Rent“ einen deutlichen Akzent.</p>
<p class="Body">Gespräche unter den Zuschauern nach der Show bestätigten den Eindruck, dass die Schüler insbesondere in den Ensemblenummern gesanglich sehr überzeugen, wohingegen in Soli durchaus Schwächen zu erkennen sind. Schauspielerisch sind auch bei weitem nicht alle Drittsemester auf einem Niveau. Insbesondere Nathalie Hack spielt exzellent und steigert sich fast beklemmend stark in ihre Rollen hinein. Bei vielen anderen hingegen wirken die Schauspielsequenzen noch arg aufgesetzt und teilweise improvisiert.</p>
<p class="Body">Doch „Once upon a time in Desireland“ war der erste öffentliche Auftritt dieser Nachwuchsdarsteller. Sie haben noch eineinhalb Jahre Zeit ihre Stärken auszubauen und an ihren Schwächen zu feilen. Der Grundstein ist auf jeden Fall gelegt und die Absolventen der Mainzer Musical Academy müssen sich auf keinen Fall hinter Studenten namhafter Musicalschulen verstecken.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Musical Arts Academy of the performing Arts, Mainz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>29. November 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> 3. Semester der Academy</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Hansjörg Rindsberg</span></div>
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		<title>Schwungvolle Inszenierung des Charles Dickens Klassikers</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schwungvolle-inszenierung-des-charles-dickens-klassikers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 15:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
		<category><![CDATA[Annemarie Eilfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Michael Steffan]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Ron Holzschuh]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterzelt Neue Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Geist der Weihnacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über diese Produktion kann man viel Schönes berichten, doch auch der erste Eindruck zählt. Und dazu gehören an diesem Nachmittag lediglich gut 300 Gäste die sich ihren Platz im weiten Rund des 1.500 Plätze Theaterzelts aussuchen können. Schade, dass man seitens des Veranstalters hier nicht kurzfristig die Ränge geschlossen hat. Darüber hätten sich viele Besucher ...</p>
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<div id="body_content">Über diese Produktion kann man viel Schönes berichten, doch auch der erste Eindruck zählt. Und dazu gehören an diesem Nachmittag lediglich gut 300 Gäste die sich ihren Platz im weiten Rund des 1.500 Plätze Theaterzelts aussuchen können. Schade, dass man seitens des Veranstalters hier nicht kurzfristig die Ränge geschlossen hat. Darüber hätten sich viele Besucher sicherlich sehr gefreut. Zudem wäre es für die Darsteller sicherlich ein schöneres Gefühl gewesen, in strahlende Augen zu schauen als vor den zahlreichen leeren Sitzreihen an der Bühne zu spielen.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Außerdem fühlt es sich für niemanden angenehm an, im Abfall der vorangegangenen Show zu sitzen. Hier wäre etwas mehr Auge fürs Detail beim Veranstalter wünschenswert gewesen. Ansonsten gibt es hierzu ja auch keinen Grund zur Klage, denn im (zugegebenermaßen völlig überhitzten) Foyer gibt es verschiedene englisch thematisierte Sitzecken und verschiedenste Bars, die zum Verweilen einladen.</p>
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<div class="text-content style_External_669_419">
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<p class="Body">Die Geschichte von Ebenezer Scrooge, dem grantigen Geizhals, der von den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft heimgesucht wird, dürfte auch hierzulande inzwischen durchaus bekannt sein. Marley, Scrooge’s ehemaliger Geschäftspartner, ist als Geist in der Zwischenwelt gefangen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem alten Freund die Verbitterung auszutreiben und ihm zu zeigen, wie schön sein Leben sein könnte, wenn er sein Verhalten nur ein wenig ändern würde. Begleitet werden die beiden auf ihrer Reise vom Weihnachtsengel, der sich am Ende als Scrooge’s große Liebe Belle entpuppt, die seit ihrem Tod über das Leben ihres Ebenezers gewacht hat.</p>
<p class="Body">Natürlich gibt es ein Happy End! Auch wenn Scrooge seine Belle für immer verloren hat, gewinnt er doch neue Freunde – allen voran die Familie seines Mitarbeiters Cratchit – und wird fortan kein Weihnachtsfest mehr allein verbringen müssen.</p>
<p class="Body">Dieses Musical feierte am gleichen Ort bereits vor 14 Jahren Premiere und ist keinesfalls eine Kopie des Alan Menken Stücks.  Dirk Michael Steffan (Musik) und Michael Tasche (Buch) haben ein sehr rundes, in sich stimmiges Stück kreiert, das kurzweilig und unterhaltsam ist. Wie bei einem Weihnachtsmusical nicht anders zu erwarten, sind einige Songs und Dialoge speziell auf die junge Zielgruppe abgestimmt. Dazu gehört auch, dass Marley die Zuschauer ins Spiel mit einbezieht. Der freche, unbeirrbare Geist ist der große Sympathieträger der Geschichte und Ron Holzschuh weiß diesen Trumpf gekonnt auszuspielen.</p>
<p class="Body">Sein Bewährungsprojekt ist Scrooge, der dank Felix Martin ungeahnte Facetten an den Tag legt. Er ist nicht nur grantig, geizig und ewig schlecht gelaunt. Martin gelingt es eindrucksvoll, den Bogen von der Verbitterung zum Bedauern, vom Geiz zum Geben, zu spannen. Dabei legt er nicht nur viel Gefühl in sein Spiel, sondern transportiert auch mit seinen Soli sehr viele Emotionen.</p>
<p class="Body">Weniger authentisch hingegen ist Annemarie Eilfeld als Engel. Sie wirkt eher steif und kann die tiefe Liebe, die es zwischen Belle und Scrooge einmal gab, nicht zum Ausdruck bringen. Auch gesanglich kann die DSDS-Halbfinalistin nicht überzeugen.</p>
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<div class="text-content style_External_252_301">
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<p class="Body">Die Charaktere sind insgesamt sehr glaubhaft entwickelt und für Kinder gut zu verstehen. Dazu zählt auch die spendable Vorzeigefamilie Fezziwig. „Nur eine Kleinigkeit“, wo die Familie alle Freunde und Bekannte zu einem opulenten Weihnachtsmahl einlädt, gehört zu den lustigen Nummern der Show.</p>
<p class="Body">Einige gute Ensemblesongs wie die Geister mit ihrem „Oops, das tut uns leid“ oder auch „In Ketten geschmiedet“ wurden leider ein Opfer der miserablen Tontechnik. Auch wenn am Tonpult mehrere Techniker saßen, ist es ihnen während der kompletten Show nicht gelungen, den Sound so zu regeln, dass man ihn auch über die Boxen im Zuschauerbereich hört. Meistenteils hat man die Sängerinnen und Sänger nahezu unverstärkt gehört. Dabei passierte es dann auch nur allzu oft, dass die Solisten im Ensemblegesang untergingen.</p>
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<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
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<p class="Body">Bei „Diese Nacht soll niemals enden“ zeigt sich, dass Steffan’s Kompositionen beileibe nicht trivial sind. So angenehm sie ansonsten dahinfließen, das zwei- bzw. am Schluss dreistimmige Arrangement dieses Songs ist bemerkenswert rund.</p>
<p class="Body">Auch Bühnenbild, Lichtdesign und Video bilden eine sehr harmonische Einheit. Die Wandlung von der lebendigen, erleuchteten Stadt zu Scrooge’s kargem Büro mit riesigem Tresor gelingt ganz hervorragend, die Videoprojektionen erzeugen in viele Szenen eine zusätzliche Weite, die sehr gut ins Gesamtbild passt. Doch auch hier spielt der Faktor Mensch einige Male einen Streich: Der Spotfahrer erfasst die singenden Akteure sehr häufig zu spät oder einfach falsch!</p>
<p class="Body">Bleiben noch die Choreographien. Auch diese fügen sich hervorragend in das von Alex Balga geschaffene London aus Dickens’ Zeiten ein. Sie sind schwungvoll, das Publikum kann mitklatschen und hat seine Freude an den herumwirbelnden Kleidern und dem Schneegestöber. Für „In Ketten geschmiedet“ hat Natalie Holtom ganz eindeutig Anleihen bei Dennis Callahan gemacht, denn die Bewegungsabläufe, synchronen Zuckungen und hoch gereckten Arme erinnern arg an „Tanz der Vampire“.</p>
<p class="Body">Das Finale zeigt noch einmal das (fast) perfekte Zusammenspiel aller Gewerke: Marley und der Engel entschweben Richtung Himmel – der geschmackvoll erleuchteten, sich in der Mitte öffnenden Bühnenrückleinwand, Felix Martin spielt den überglücklichen Scrooge nah am Rand des Wahnsinns und hat mit der Moral von der Geschichte das unbestreitbar wahre Schlusswort: „Wenn ich Liebe gebe, werde ich reich!“</p>
<p class="Body">„Vom Geist der Weihnacht“ ist ein sehr gut inszeniertes, mit viel Gespür für Details auf die Bühne gebrachtes Weihnachtsmusical für die ganze Familie. Genau so etwas sucht man in der hektischen Vorweihnachtszeit!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theaterzelt Neue Mitte, Oberhausen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>26. November 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Felix Martin, Ron Holzschuh, Annemarie Eilfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Alex Balga / Dirk Michael Steffan<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Jens Ochmann<br />
</span></div>
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		<title>Schön und stilvoll inszeniertes Musical mit Hitpotential</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schoen-und-stilvoll-inszeniertes-musical-mit-hitpotential/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2015 13:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Bodyguard]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Musical Dome]]></category>
		<category><![CDATA[Patricia Meeden]]></category>
		<category><![CDATA[Tertia Botha]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur zehn Monate nach Whitney Houstons vieldiskutiertem Drogentod in Beverly Hills hob sich im Dezember 2012 in London der Vorhang für die Weltpremiere von „Bodyguard“, dem Musical, das den Songs dieser einmaligen, unerreichten Souldiva huldigt. Knapp drei Jahre danach erreicht eine adaptierte Fassung den Kölner Musical Dome und verspricht einen „Musical-Megahit“. Das Willkommen im fast ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">Nur zehn Monate nach Whitney Houstons vieldiskutiertem Drogentod in Beverly Hills hob sich im Dezember 2012 in London der Vorhang für die Weltpremiere von „Bodyguard“, dem Musical, das den Songs dieser einmaligen, unerreichten Souldiva huldigt. Knapp drei Jahre danach erreicht eine adaptierte Fassung den Kölner Musical Dome und verspricht einen „Musical-Megahit“.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Willkommen im fast 20 Jahre alten Musical Dome ist nicht unbedingt angenehm, denn die Sitze sind derart durchgesessen, dass man eher auf einem Holzbrett sitzt – von der ursprünglichen Polsterung ist nichts mehr übrig geblieben. Doch direkt nach der Verdunkelung hallen extrem laute Schüsse durch den Saal und lassen das Publikum von den Sitzen aufspringen. Auch das Konzert-Feeling in der ersten Szene („Queen of the Night“) ist derartig laut, dass einige Zuschauer direkt ihre Ohren schützen. Hier hat Sound Designer Richard Brooker die Akustik im Musical Dome eindeutig falsch eingeschätzt.</p>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_453">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Kölner Produktion wurde vom Londoner Kreativteam für die kleinere Bühne angepasst. Regie führt auch hier Thea Sharrock mit ihrem Associate Director Frank Thompson, das Set- und Kostümdesign stammt von Tim Hatley. „Bodyguard“ ist nach Angabe des Veranstalter BB Promotion die aufwändigste Produktion, die jemals im Musical Dome gezeigt wurde. Neben der variablen (leider bei jeder Bewegung leicht fiependen) Guckkasten-Technik, die es ermöglicht, mit wenig Aufwand immer neue, pragmatische Szenenbilder zu erschaffen, beeindruckt natürlich die zweistöckige Blockhütte, die mit 2 Tonnen ein beachtliches Gewicht auf die Bühne bringt. Dass gerade in puncto Lichtdesign hier exzellente Arbeit geleistet wurde (300 kopfbewegte, einzeln programmierbare Lampen und moderne LED-Technik sind keine Kleinigkeit), ist dem mit BAFTA-, Laurence Olivier und Tony Award ausgezeichneten Mark Henderson zu verdanken, der mit Duncan McLean (Video Designer) einen sehr stimmigen und effektvollen Rahmen für die Geschichte der Soulsängerin Rachel Marron geschaffen hat.</p>
<p class="Body">Basierend auf Lawrence Kasdans Drehbuch zum 90er Jahre Film „Bodyguard“ (mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen) wird im Musical ebenfalls erzählt, wie sich die Diva Rachel und ihr Personenschützer Frank Farmer langsam immer näher kommen. Doch vor allem Rachels Schwester Nicki wird im Musical mehr Beachtung geschenkt – auch hierbei spielen verirrte und unterdrückte Gefühle eine nicht unwesentliche Rolle. Und auch Rachels Sohn Fletcher hat auf der Bühne seine großen Momente. So direkt zu Beginn, wenn er mit Rachels Tänzern die Choreographie zu „How will I know“ einstudiert. Lamin T. spielt seine Rolle mit viel Energie und hat tänzerisch und schauspielerisch viel Potential. Man kann ihm seine Konzentration und Aufregung in vielen Szenen ansehen, aber er gehört ganz klar zu den Sympathieträgern des Abends.</p>
<p class="Body">Tertia Botha steht als Schwester Nicki im Schatten der erfolgreichen Schwester. Dass dies gesanglich mitnichten gerechtfertigt ist, wird schon bei ihrem ersten Solo deutlich: „Saving all my love“ – von der Schwester unbemerkt, aber unter den wachsamen Augen Franks im Nachtclub gesungen – sorgt für Gänsehautschauer. Unnötig zu erwähnen, dass sich Nicki Chancen bei Frank ausrechnet&#8230;</p>
<p class="Body">Botha trifft Höhen wie Tiefen gleichermäßen souverän und legt viel Gefühl in die Songs. Das Publikum lauscht ihr gebannt und kann gar nicht genug bekommen von dieser „Nebenfigur“. Kein Wunder, dass Botha auch als Cover für Rachel auf der Besetzungsliste steht.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_252_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Als Erstbesetzung der Rachel Marron wurde Patricia Meeden gecastet, die über eine beachtliche Musicalvergangenheit verfügt und dem breiten Publikum durch ihre Teilnahme an der ersten Staffel von „The Voice of Germany“ bekannt ist. Meeden ist sympathisch, lacht viel und hat ihren Hofstaat im Griff. Die Zickigkeit und Verspanntheit der Diva wirkt manches Mal aufgesetzt, doch insgesamt überzeugt Meedens Leistung. Auch gesanglich stellt sie ihr Können nachdrücklich unter Beweis – auch wenn der Wow-Effekt ausbleibt. Ein Beispiel hierfür ist der Promo-Auftritt im Mayan Club. Die bekannten Hits wie bspw. „I wanna dance with somebody“ zünden sofort, der Gesang bleibt hier etwas zurück. Die Bedrohung durch den Stalker wird sehr gut nachgezeichnet.</p>
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<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_402">
<div class="style_2">
<p class="Body">Dagegen geht die Rettung Rachels durch Frank – immerhin das Titelmotiv der Show – inszenatorisch im Tumult etwas unter. Hier wären etwas weniger Effekte deutlich mehr gewesen. Warum die Szene hinter einem Vorhang aus Rauchsäulen zu Ende geht, erschließt sich dem geneigten Zuschauer nicht wirklich.</p>
<p class="Body">Rachels und Nickis Wettkampf gipfelt – musikalisch wie emotional &#8211; im Showstopper „Run to you“. Dieser direkte stimmliche Vergleich offenbart die Unterschiede zwischen den beiden Leading Ladies. Botha stielt Meeden hierbei mühelos die Show.</p>
<p class="Body">Die kurz darauf folgende Szene in der Karaoke-Bar, in der Rachel und Frank ihr erstes Date haben, ist rundum gelungen: Frank löst seine Wettschulden ein und stellt sein nicht vorhandenes Gesangstalent unter Beweis. So gewollt schauderhaft hat man „I will always love you“ sicherlich noch nie gehört. Die Darsteller haben auf der Bühne ebenso viel Spaß wie die Zuschauer im Saal.  Dass Jürgen Fischer als Frank Farmer andere Qualitäten mitbringt als seinen Gesang, wird hier mehr als deutlich. Doch so wenig er in dieser Szene singen kann, so sehr überzeugt der Bühnen- und TV-Schauspieler in seiner Rolle als fokussierter Bodyguard, den langsam die eigenen Gefühle übermannen.</p>
<p class="Body">Nickis Eifersucht bricht sich zu Beginn des 2. Akts Bahn: Rachel hat ihr gegenüber damit angegeben, dass Frank bei ihr übernachtet hat und verletzt ihre Schwester damit schwer. Während alle anderen Rachels neue Energie und Lebensfreude bewundern, platzt Nicki der Kragen. Während Meeden in dieser Sequenz etwas zu nett wirkt, legt Botha volle Intensität in ihr Spiel.</p>
<p class="Body">Eine der optisch ansprechendsten Szenen der Show ist der von Rachel herbeigesehnte Auftritt in Miami, der als Probelauf für die Oscar-Verleihung gelten soll. Lichtdesign und Staging bilden hier eine sehr gute Einheit und man kann diesen Moment zu „I’m every woman“  in vollen Zügen genießen. Leider zeigen sich in der Choreographie auch hier Schwächen. Die von Karen Bruce ersonnenen Tanzelemente passen sehr gut zum Pop &amp; Soul, sind jedoch nicht besonders komplex. Umso erstaunlicher ist es, dass selbst diese wenigen Abläufe häufig unsauber ausgeführt werden.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Während Rachels Auftritt wird Fletcher von ihrem Stalker in der heimischen Villa „besucht“. So aufgebracht alle darüber sind,, dass anstelle von Fletcher ein Rachel zuvor gestohlenes Kleid in dessen Bett liegt, so überraschend ist es, dass Fletcher zwei Szenen später – als Frank Rachel und ihre Familie in seiner Blockhütte in Sicherheit bringt – wieder dabei ist.  Hier scheint eine Szene zu fehlen.</p>
<p class="Body">Die Ereignisse spitzen sich zu. Der Stalker – ein ehemaliger Ranger – schleicht sich in die Hütte und nähert sich Nicki von hinten, da er sie für Rachel hält. Im darauf folgenden Handgemenge ersticht er Nicki und flieht. Trotz aller Trauer erfüllt Rachel ihre Pflicht und tritt bei der Oscar-Verleihung auf. Sie möchte den Goldjungen für ihre Schwester gewinnen. Doch dazu soll es nicht kommen&#8230;</p>
<p class="Body">Die Security-Kollegen von Frank verteilen sich im Saal – so kurz nach den verheerenden terroristischen Anschlägen in Paris ein eher beklemmendes Gefühl – und versuchen Rachels Auftritt abzusichern. Rachel kommt in einem Traum aus Gold auf die Bühne und singt „One Moment in Time“ bis Frank einen roten Punkt auf ihrem Kleid entdeckt und sich gerade noch rechtzeitig zwischen die Kugel und die Souldivawirft. In dieser Szene sind die Schusswechsel eindeutig zu leise, um wirklich präsent zu sein. Nichtsdestoweniger ist diese Szene nicht nur optisch, sondern auch dramaturgisch gut inszeniert.</p>
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<p class="Body">Der traurige Abschied von Rachel und Frank folgt zu „I will always love you“. Natürlich nicht, ohne am Ende noch einmal alles zu zeigen, was Musiktheater ausmacht: einen Welthit, der ins Herz trifft, Videoprojektionen, die emotional zum Finale hinbegleiten, eine große Robe, ein Lichtdesign, das seinesgleichen sucht und eine Sängerin, die alle ihre zur Verfügung stehende Energie in diesen einen Moment legt. Das Publikum ist begeistert! Genau das haben alle erwartet!</p>
<p class="Body">Eine Anmerkung am Rande: Die gesamte Sequenz weckt bei Musicalbesuchern doch Erinnerungen: die erwähnte Robe (ein elegantes schwarzer Kleid mit ausladender Federschleppe), eine Sängerin, die allein auf der Bühne, auf einem Hubpodest dem Publikum entgegenschwebend in zentrierten Lichtkegeln, einen hochintensiven Song interpretiert, das gab es doch schon mal? In der Tat: „Defying Gravity“ aus Stephen Schwartzs „Wicked“ sieht auf der Bühne nahezu identisch aus.</p>
<p class="Body">Insgesamt hat diese Show viel Potential für einen wirklich unterhaltsamen, emotionalen Theaterabend. Alles steht und fällt in diesem Fall mit der Hauptdarstellerin. Das Publikum hat zurecht hohe Erwartungen an die Sängerin, die Whitney Houstons Songs zum Besten geben soll. Diesbezüglich ist man in Köln vielleicht einen Kompromiss eingegangen. Aber abgesehen davon, ist „Bodyguard“ durchaus sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Musical Dome, Köln</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">21</span>. November 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Patricia Meeden, Tertia Botha, Jürgen Fischer </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Licht:</span></strong> <span class="Bold">Thea Sharrock / Mark Henderson<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> BB Promtion (Nilz Böhme &amp; Hardy Müller)<br />
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