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	<title>2008-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2008-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein wenig geschicktes Doppelpack</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 12:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[CCH]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[La Belle Bizarre du Moulin Rouge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht man, wenn man nicht die uneingeschränkten Rechte an der Nutzung von bekanntem Material für die Musicalbühne hat? Man ändert ein paar Namen, ergänzt die Handlung durch einige eigene Musikstücke und Szenen und schon hat man eine neue Show mit einem – wie in diesem Fall – äußerst komplizierten Namen. Doch „La belle bizarre ...</p>
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<p class="Body">Was macht man, wenn man nicht die uneingeschränkten Rechte an der Nutzung von bekanntem Material für die Musicalbühne hat? Man ändert ein paar Namen, ergänzt die Handlung durch einige eigene Musikstücke und Szenen und schon hat man eine neue Show mit einem – wie in diesem Fall – äußerst komplizierten Namen.</p>
<p class="Body">Doch „La belle bizarre du Moulin Rouge“ ist nicht so verfremdet, dass der geneigte Theaterbesucher nicht wüsste, worum es geht: Baz Luhrmanns Filmepos „Moulin Rouge“ von 2001.</p>
<p class="Body">Die Pariser Gegend rund um das Moulin Rouge ist berühmt und berüchtigt, sie sich ist sicherlich auch schön und seltsam auf ihre Art – doch das trifft auf diese Tourproduktion der Gastspiel Gerhartz GmbH genauso zu.</p>
<p class="Body">Das Stück hat schöne, stimmige Momente (im Allgemeinen sind dies die Szenen, die sich am filmischen Vorbild orientieren), aber auch unglaublich schräge Augenblicke zu bieten (bspw. wenn bekannte Songs durch neuartige Arrangements oder kreative Freiheit fast bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt werden).</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_738">
<div class="style_2">
<p class="Body">Regisseur Christian Götz hatte die schwere Aufgabe, sich nicht allzu weit vom bekannten Material zu distanzieren, aber dennoch neue Szenen und Songs in ein Musical zu integrieren. Doch am Ende will alles nicht so recht zusammenpassen. Man verlässt das Theater mit dem Gefühl zwei voneinander unabhängige Stücke gesehen zu haben, die mit wenig Feingefühl vermischt wurden. Dabei hat die Gastspiel Gerhartz GmbH mit Anna Montanaro und Jesper Tydén echte Zugpferde des Musicalbusiness für die Hauptrollen Fatime und Armand engagiert.</p>
<p class="Body">Anna Montanaro gibt eine imposante Erscheinung als Edel-Kurtisane ab. Sie ist eine richtige Frau, mit echten Kurven – was für ein erfreulicher Unterschied zur Film-Kollegin Nicole Kidman. Dennoch erscheint „die Montanaro“ etwas zu alt, um als gefeierter Jungstar im Moulin Rouge durchzugehen. Schauspielerisch wirkt sich manchmal etwas zu aufgesetzt und man fragt sich unweigerlich, ob das noch zur Rolle gehört. Stimmlich meistert sie ihren Part durchweg gut, auch wenn sie in den Duetten mit Tydén eindeutig die Verliererin ist.</p>
<p class="Body">Jesper Tydén singt sich tapfer durch jede noch so schräge Melodie und lässt uns glaubhaft seinen Liebeskummer spüren. In einigen Songs darf er sein ganzes stimmliches Können zeigen und erntet damit den wohlverdienten Applaus.</p>
<p class="Body">Begleitet werden die beiden Protagonisten von einem elfköpfigen Ensemble, das verschiedenste Charaktere bedient. Hervorzuheben ist Sissy Staudinger, die als Directeur die Figur des bittersüßen Harold Zidler (so der Name im Film) wunderbar karikiert. Schade, dass sie von ihrem Gesangstalent nicht mehr zeigen darf, als die wenigen abgehackten Phrasen im „Can Can Medley“ und bei „Like a Virgin“.</p>
<p class="Body">Für einen wahren Wohlklang sorgt Jens Ochmann als Vater Armands, der der Handlung hinzugefügt wurde, um noch mehr Spannung zu erzeugen. „Das Spiel tut weh…“ ist einer der schöneren neuen Songs dieses Musicals.</p>
<p class="Body">Ansonsten fallen die im Vergleich zu Showstoppern wie „Lady Marmalade“ (im Programmheft und auf der CD übrigens treffend falsch als „Lady Marmelade“ bezeichnet), One Day I’ll Fly Away“ oder das „Elephant Love Medley“ unbekannten neuen Songs wie „Die Liebe ist wie große Oper“ und „C’est la vie“ vor allem dadurch auf, dass sie melodisch nicht zum Gesamtkonzept passen und textlich (selbst wenn vom Chef Ulrich Gerhartz selbst verfasst) auf sehr tönernen Füßen stehen.</p>
<p class="Body">Optisch bedient diese Tourproduktion das, was man erwartet: An Farben, zweckdienlichen, aber ideenreichen Kulissen und (einigen) schönen Kostümen wird nicht gespart.</p>
<p class="Body">Dass Szenen wie der große Can Can nicht zünden, liegt auch nicht an der Choreographie von Lacy Darryl Phillips. Phillips versucht, die gängigen Klischees zu bedienen und wäre das Ensemble nicht mit einigen Tanzabfolgen so offenbar überfordert, könnten sie sicherlich für deutlich mehr Furore auf der Bühne sorgen. Doch so versickern auch die großen Tanzszenen, die das Moulin Rouge ausmachen sollten, im Nichts.</p>
<p class="Body">Schade, dass außer dem großen Namen des Films das vorhandene Potential nicht genutzt wurde. Es bleibt der fade Beigeschmack, dass hier etwas schnell zusammengeschustert wurde, ohne das die Fäden bei jemandem zusammengelaufen sind, der ein einheitliches Ganzes schaffen wollte. Dafür spricht im Übrigen auch, dass auf den Plakaten nicht Jesper Tydén als Armand abgebildet ist, sondern Stefan Reil (der jedoch als Dance Captain bei „Marie Antoinette“ in Bremen weilt). Wirklich bedauerlich, dass es so etwas heutzutage noch geben muss.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> CCH, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. Dezember 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Montanaro, Jesper Tydén</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Christian Götz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Gerhartz GmbH Kiel</span></div>
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		<title>Weltpremiere eines Comedy Musicals</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/weltpremiere-eines-comedy-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 12:45:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schuh des Manitu]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Schlung]]></category>
		<category><![CDATA[Michelle Splietelhof]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Basierend auf Michael „Bully“ Herbigs Erfolgskomödie „Der Schuh des Manitu“ hat die Stage Entertainment in jahrelangen Workshops an einer musicalischen Umsetzung der Geschichte von Abahachi, Ranger, Winnetouch und Uschi gearbeitet. Das Kreativteam Martin Lingnau (Musik) und Heiko Wohlgemuth (Texte) ist eingespielt und hat in zahlreichen Show im Hamburger Schmidt Theater und Schmidt’s Tivoli gezeigt, dass ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Basierend auf Michael „Bully“ Herbigs Erfolgskomödie „Der Schuh des Manitu“ hat die Stage Entertainment in jahrelangen Workshops an einer musicalischen Umsetzung der Geschichte von Abahachi, Ranger, Winnetouch und Uschi gearbeitet. Das Kreativteam Martin Lingnau (Musik) und Heiko Wohlgemuth (Texte) ist eingespielt und hat in zahlreichen Show im Hamburger Schmidt Theater und Schmidt’s Tivoli gezeigt, dass es die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren kann.</p>
<p class="Body">Doch leider scheint es schwieriger zu sein, einen vorhandenen Stoff neu zu „vermusicalen“ als sich eine komplett neue Show auszudenken. Denn welche andere Erklärung kann es dafür geben, dass viele Szenen unfertig  wirken und sich kein einheitliches Gesamtbild einstellen will.</p>
<p class="Body">Selbstredend ist hierbei ein nicht unwesentlicher Faktor, dass wie bereits im Jahr zuvor bei „Ich war noch niemals in New York“ wenige Wochen vor der Premiere Regisseur und in diesem Fall auch der musikalische Leiter ersetzt wurden. Eine einheitlich Handschrift ist daher weder szenisch noch musikalisch zu erkennen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_822">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wenn zudem einige Charaktere nicht so dargestellt sind, wie das Publikum sie von der Kinoleinwand kennt, leidet der Gesamteindruck erst richtig. Da ist bspw. Hombre, der nicht als der vertrottelte Ausländer daherkommt, sondern als ‚normaler’ Cowboy. Dadurch wird diese Figur nahezu aufs Nebengleis gestellt. Auch Winnetouch ist lange nicht so überzogen tuntig wie man ihn erwarten würde – im Gegenteil Veit Schäfermeier wirkt trotz rosa Kostüm wesentlich maskuliner als sein „Zwillingsbruder“ Abahachi (der mit Mathias Schlung perfekt besetzt wurde).</p>
<p class="Body">Sehr merkwürdig erscheint auch, dass in den Dialogen zwischen Ranger und Abahachi sehr wohl bayerisch gesprochen wird, der Gesang dann aber plötzlich wieder auf hochdeutsch erfolgt. Dieser Regiekniff irritiert doch recht häufig.</p>
<p class="Body">Optisch ist „Der Schuh des Manitu“ ein wahres Feuerwerk. Die Kostüme von Ann Hould-Ward sind passend, kreativ und phasenweise einfach nur wunderbar absurd (zum Beispiel die Kakteen). Die Kulissen (David Gallo) sind stimmig und sorgen für das bis ins Details ausgearbeitete Western-Feeling.</p>
<p class="Body">Die Besetzung so bekannter Figuren ist zugegebenermaßen eine schwere Aufgabe, da jeder Zuschauer gewissen Erwartungen damit verbindet. Immerhin kennt er/sie Abahachi &amp; Co. aus Kino und TV seit einigen Jahren sehr genau.</p>
<p class="Body">Wie bereits erwähnt, scheint Mathias Schlung der einzig legitime Nachfolger von „Bully“ als Abahachi zu sein. Der TV-Comedian („Die dreisten Drei“) und Schauspieler (u. a. Prof. Abronsius in „Tanz der Vampire“) ist in jeder Sekunde auf der Bühne präsent und es mach Spaß, ihn zu erleben.</p>
<p class="Body">Sein Blutsbruder Ranger wird von Mark Seibert gespielt. Gesanglich nimmt er die musikalischen Hürden von Lingnau meist spielend, schauspielerisch hakt es an der einen oder anderen Ecke. Seibert wirkt allzu oft recht steif und manchmal gewinnt man den Eindruck, er sich fehl am Platz. Dennoch gibt er den leicht tollpatschigen Ranger mit viel Spielfreude und hat so die Lacher auf seiner Seite.</p>
<p class="Body">Seine Uschi ist eine der größeren Enttäuschungen. Leider verfügt Michelle Splietelhof über so gar keinen Sexappeal. Im Zusammenspiel mit Seibert ergänzen sich die beiden jedoch gut und geben ein schönes Paar ab.</p>
<p class="Body">Den schwulen Zwillingsbruder Winnetouch wie bereits erwähnt Veit Schäfermeier. Nach dem Visagisten Fred in „Ich war noch niemals in New York“ scheint er die erste Wahl der Stage Entertainment gewesen zu sein. Doch leider ist das in diesem Fall nicht die beste gewesen. ER hat zum einen keinerlei Ähnlichkeit mit Mathias Schlung, zum anderen lassen ihn seine markanten Gesichtszüge zu männlich erscheinen, was zum zuckersüßen, überzogen femininen Winnetouch nicht so recht passen mag. Sein einziges Solo „Husch husch ins Körbchen“ ist beifallheischend inszeniert. Hier kann Schäfermeier aus dem Vollen schöpfen, denn er weiß genau, wie er sein Publikum einfängt. Das hat er in zahlreichen Rollen zuvor eindrucksvoll bewiesen.</p>
<p class="Body">Den vierten Teil der Schatzkarte hat bekanntlich der Grieche Dimitri – hervorragend dargestellt von Detlef Leistenschneider. Die Rolle ist herrlich überzogen angelegt und Leistenschneider lässt keine Pointe aus. Damit gewinnt er die Zuschauer natürlich im Sturm.</p>
<p class="Body">Ingo Brosch ist optisch ein perfekter Santa Maria, auch wenn ihm die fürsorgliche Seite des Cowboy-Bosses etwas abgeht.</p>
<p class="Body">Aber auch dies ist sicherlich einer Regisseurin (Carline Brouwer) anzurechnen, die den Film nicht allzu oft gesehen hat und die schamlos karikierten Charaktere nicht kennen kann.</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist noch das spritzige Ensemble, das in verschiedenen Tanzszenen eindrucksvoll zum Einsatz kommt. Die Broadway-Revue-Nummer „Schoschonen wohnen…“ ist sicherlich optisch und musikalisch das Highlight der Show.</p>
<p class="Body">Leider lässt es Martin Lingnau in den meisten anderen Stücken an Kreativität vermissen – allzu oft erinnern die Arrangements an bekannte Lieder aus Musical-Klassikern.</p>
<p class="Body">Insgesamt ist „Der Schuh des Manitu“ eine bunte Show, die sicherlich eine zeitlang ihr Publikum finden wird – ja auch im kühlen Berlin! Doch mit diesem Wild-West-Musical an den Erfolg von Michael „Bully“ Herbigs Film anknüpfen zu wollen, erscheint absolut vermessen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>7. Dezember 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Detlef Leistenschneider, Veit Schäfermeier, Mathias Schlung, Mark Seibert, Michelle Splietelhof </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Texte / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Heiko Wohlgemuth / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
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		<item>
		<title>Jekyll &#038; Hyde mal anders – Ist das Experiment gelungen?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jekyll-hyde-mal-anders-ist-das-experiment-gelungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 12:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Kiesewetter]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Kasper Holmboe]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Kochheim]]></category>
		<category><![CDATA[Sigrid Brandstetter]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach drei erfolgreichen Inszenierungen von Helga Wolf („Camelot“, „Les Misérables“, „Kleiner Horrorladen“) entschied man sich in Lüneburg in diesem Jahr, Philipp Kochheim „Jekyll &#38; Hyde“ für die kleine niedersächsische Bühne in Szene setzen zu lassen. Leider kann diese Entscheidung nur bedingt befürworten. Das Stück wurde zwar jung und modern umgesetzt, aber es bleiben am Ende ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach drei erfolgreichen Inszenierungen von Helga Wolf („Camelot“, „Les Misérables“, „Kleiner Horrorladen“) entschied man sich in Lüneburg in diesem Jahr, Philipp Kochheim „Jekyll &amp; Hyde“ für die kleine niedersächsische Bühne in Szene setzen zu lassen.</p>
<p class="Body">Leider kann diese Entscheidung nur bedingt befürworten. Das Stück wurde zwar jung und modern umgesetzt, aber es bleiben am Ende doch mehr Fragezeichen stehen als bei den vielfach gezeigten „klassischen“ Inszenierungen des Wildhorn-Musicals.</p>
<p class="Body">Die Handlung in die heutige Zeit zu verlegen, ist hierbei noch die harmloseste Änderung. Viele Texte wurden überarbeitet, Songs an einer anderen Stelle der Handlung platziert (oder ganz gestrichen), Charaktere neu definiert…</p>
<p class="Body">Während die geänderten Texte nicht allzu schwer ins Gewicht fallen und allenfalls von denjenigen Zuschauern bemerkt werden, die das Musical in seiner Bremer Fassung auswendig kennen, wirkt die Kreativität in Sachen Songadaptionen doch mehr als verwirrend. Einige sehr intensive Songs werden nur angespielt, andere völlig deplatziert und losgelöst von der eigentlich Handlung vorgetragen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_705">
<div class="style_2">
<p class="Body">Zudem fehlt es dem Orchester unter der Leitung von Urs-Michael Theus das ein oder andere Mal an Intensität und Nachhaltigkeit. Selten ist eine „Konfrontation“ so wirkungslos verpufft wie in Lüneburg in dieser Spielzeit.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1788 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/JH2_2008.png" alt="" width="260" height="335" />Zu den Charakteren lässt sich anmerken, dass offenbar nur Dr. Jekyll / Mr. Hyde, Lisa und Lucy Aufmerksamkeit geschenkt wurde, alle anderen sind Nebendarsteller, die ganz klar keinen Einfluss auf die Handlung und die Charakterbildung der drei Protagonisten haben. Dafür gibt es aber bei den Letztgenannten massive Änderungen:</p>
<p class="Body">Dr. Jekyll ist ein leidenschaftlicher Wissenschaftler – einzig die Motivation hinter seinen Forschungen  wird nicht deutlich. Zudem hat schon der sonst so brave Dr. Jekyll eine eindeutig aggressive Grundausrichtung. Seine „gute“ Seite tritt in dieser Inszenierung ganz klar in den Hintergrund. Er ist leicht chaotisch und lange nicht so zielstrebig wie man den Wissenschaftler sonst kennt.</p>
<p class="Body">Kasper Holmboe verkörpert den eleganten englischen Forscher optisch tadellos. Auch setzt er die Regieanweisungen sehr glaubhaft um – wenn er sich selbst mit der Videokamera filmt, ist dies eine der eindrucksvollsten Szenen des ganzen Stücks. Gesanglich fordert ihm die anspruchsvolle Rolle des Dr. Jekyll / Mr. Hyde alles ab und ist sicherlich an der ein oder anderen Stelle noch eine Nummer zu groß für den Dänen. Doch seine stattliche Erschein, sein fesselndes Schauspiel und seine sympathische Art machen dies spielend wett.</p>
<p class="Body">Dass ihm der Wechsel zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde weder optisch noch akustisch gelingt, liegt an der eindeutigen Anweisung von Regisseur Kochheim, der bewusst diese klischeebehaftete Trennung von Gut und Böse vermeiden wollte. Diesen Regieeinfall kann man aber guten Gewissen als Missgriff bezeichnen, denn gerade dieser Konflikt steht in der Show im Mittelpunkt und so wird Dr. Jekylls Forschungsansatz gänzlich ad absurdum geführt…</p>
<p class="Body">Ein weiterer inszenatorischer Fehlgriff ist die Ähnlichkeit von Lisa und Lucy. Auch dies ist laut Programmheft vom Regisseur so geplant gewesen. Sigrid Brandstetter alias Lisa ist eine genauso moderne, junge Frau wie Carolin Kiesewetter als Lucy. Zu keiner Zeit wird deutlich, dass die beiden Frauen von gegenüberliegenden Seiten der Gesellschaft kommen.</p>
<p class="Body">Lisa hat durchaus ihren eigenen Kopf, aber was Dr. Jekyll an ihr findet, wird nicht klar. Genauso wenig erschließt sich dem Zuschauer worin die Faszination von Lucy besteht, kommt sich doch genauso normal daher wie Lisa. Einzig die (völlig aus dem Rahmen gezerrte) Szene in der „Roten Ratte“ , in der Caroline Kiesewetter in Overknee-Lackstiefeln vor dem geschlossenen Bühnenvorhang hin- und herstakst, zeigt, dass Lucy anscheinend doch aus dem Rotlichtmilieu kommt. Keine Freier, kein Zuhälter unterstreichen dies im Verlauf des Stücks.</p>
<p class="Body">Optisch hat Barbara Block Dr. Jekylls düstere Wohnung in ein weißes, trendiges Loft verwandelt. Einen Szenenwechsel zum Labor gibt es jedoch nicht. Die Handlung findet vollständig in Dr. Jekylls Wohnung statt. Was dann der Glasgasten im rechten hinteren Bühnendrittel soll, in dem wahlweise getanzt wird oder Mr. Hyde seine Opfer ermordet, erschließt sich nicht und wird daher unter künstlerischer Freiheit verbucht.</p>
<p class="Body">Trotz aller Kritikpunkte gefällt diese Produktion, da sie einem düsteren viktorianischen Stoff neues Leben einhaucht. Dennoch sollte man auch als Regisseur nicht an den grundlegenden Eigenschaften der Charaktere rütteln. Das macht &#8211; wie in diesem Fall – das Musical für viele Besucher unverständlich.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>22. November 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sigrid Brandstetter, Kasper Holmboe, Carolin Kiesewetter</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Frank Wildhorn / <span class="Bold">Philipp Kochheim<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Gorillas im Dschungel erobern Hamburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gorillas-im-dschungel-erobern-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 12:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Ana Milva Gomes]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Lichtenberger]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Zetterholm]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Crowley]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Hübert]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Phil Collins]]></category>
		<category><![CDATA[Rommel Singson]]></category>
		<category><![CDATA[Tarzan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erste was dem Zuschauer auffällt, wenn er die Neue Flora in Hamburg betritt, ist, dass das „Dirty Dancing“-Pink einem allgegenwärtigen Dschungel-Grün gewichen ist. Damit wird das Publikum schon m Foyer auf den noch viel grüneren Theatersaal eingestimmt. Grün ist dann auch auf der Bühne das bestimmende Element. Das brillante Lichtdesign von Natasha Katz schafft ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das erste was dem Zuschauer auffällt, wenn er die Neue Flora in Hamburg betritt, ist, dass das „Dirty Dancing“-Pink einem allgegenwärtigen Dschungel-Grün gewichen ist. Damit wird das Publikum schon m Foyer auf den noch viel grüneren Theatersaal eingestimmt. Grün ist dann auch auf der Bühne das bestimmende Element. Das brillante Lichtdesign von Natasha Katz schafft immer wieder neue Stimmungen und macht den Dschungel so zu einem spannenden Hintergrund, vor dem sich die weltbekannte Geschichte von Tarzan und Jane abspielt.</p>
<p class="Body">Genaugenommen ist es jedoch die Geschichte einer Familie, die David Henry Wang mit seiner Musical-Fassung von „Tarzan“ erzählt – und zwar die Geschichte der Gorillafamilie von Kerchak und Kala. Die Tragik, wie sie ihr Baby verlieren und Kala dann ein Menschenbaby annimmt und es gegen alle Widerstände großzieht, ist herzerwärmend. In den Auseinandersetzungen des Gorillapaares erkennt sich jedes Menschenpaar im Publikum sicherlich wieder. Die tiefe Liebe, die die beiden Gorillas füreinander empfinden, zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück. Da gerät Tarzans Lebensgeschichte tatsächlich zur Nebenhandlung. Doch das stört kaum, entschädigt die turbulente Gorillasippe doch für alles, was einem bei den „Menschen“ auf der Bühne fehlen mag.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Alle drei Hauptfiguren der Gorillasippe sind perfekt ausgearbeitet: Ana Milva Gomez gibt eine tief fühlende Mutter, die der Liebe zu ihrem Menschenkind sogar ihre langjährige Beziehung zu opfern bereit ist. Ihre wunderbar samtige Stimme passt perfekt zu den Balladen und entwickelt eine unglaubliche Stärke, wenn sie sich mit Andreas Lichtenberger (Kerchak) Gesangsduette liefert. Ana Milva Gomez spielt überzeugend und man glaubt ihr in jeder Sekunde, dass sie Tarzans Leben mit jeder Faser ihres Körpers verteidigen würde.</p>
<p class="Body"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1816 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Tarzan2_2008.png" alt="" width="260" height="335" />Andreas Lichtenberger gibt einen tollen Silberrücken. Man mag förmlich in Ehrfurcht erstarren, wenn er unüberhörbar durch den Theatersaal stürzt und zollt ihm höchsten Respekt wenn er sich, als nicht wirklich zierlicher Akrobat, vom ersten Rang an einer „Liane“ hängend auf die Bühne abseilt. Genauso beeindruckend sind jedoch die zarten Gefühle, die er seiner Kala entgegenbringt und die tiefe Verletztheit, die er durchleidet als sie ihn verlässt.</p>
<p class="Body">Der dritte namhafte Gorilla ist Terk, der quirlige Spross von Kala und Kerchak und damit Tarzans älterer Bruder. Die Spielfreude, die Rommel Singson in dieser Rolle ausstrahlt, überträgt sich direkt aufs Publikum. Beim Showstopper „Krach im Lager“ zum Auftakt des 2. Akts verwandelt er mit seinen Gorilla-Kollegen die Bühne in ein Chaos, die Zuschauer gehen klatschend mit und haben sichtlich ihren Spaß.</p>
<p class="Body">Die eigentlichen Hauptakteure – Tarzan und Jane – fallen demgegenüber doch deutlich ab. Elisabeth Hübert überzeugt – trotz ihres 1. Platzes beim TV-Casting – weder gesanglich noch schauspielerisch. Sie passt sehr gut in das Kostüm der leicht affektierten englischen Forscherstochter, doch wenn es um ihre Beziehung zu Tarzan geht, kratzt sie emotional nur an der Oberfläche. Gerade im Vergleich mit weniger erfahrenen Kolleginnen sollte sich Hübert abheben können. Doch alles in allem bleibt sie unscheinbar, auch wenn sie mit „Auf diesen Tag hab’ gewartet“ eines der schöneren Lieder singt und ganz sicher eine der optisch beeindruckendsten Szenen spielen darf.</p>
<p class="Body">TV-Casting-Quereinsteiger Anton Zetterholm zeigt, warum er den 1. Platz im Fernsehen gemacht hat. Er ist der typische Sympathieträger; man versteht, warum Jane ihm verfällt. Gesanglich kommt er mit Phil Collins Pop-Kompositionen prima zurecht und auch die deutsche Sprache ist wahrlich kein Hindernis mehr. Einzig optisch wundert sich mancher Zuschauer über den doch recht schmächtigen Dschungelhelden. Philipp Hägeli (im Sat.1. Casting die Nummer 2) gibt da schon ein viel maskulineres Bild ab. Ihm nimmt man den animalischen Hintergrund einer Aufzucht durch ein Gorillaweibchen ab, während Anton Zetterholm von Beginn an sehr aristokratisch wirkt. Während Hägeli als Tarzan problemlos in die Schuhe als Nachfolger von Kerchak schlüpfen kann, bleibt Zetterholm ein netter Junge, aber eben kein Mann.</p>
<p class="Body">Diese Disney-Show besticht vor allem durch die Akrobatikelemente. Sowohl auf der Bühne als auch im Theatersaal schwingen Gorillas von Liane zu Liane, wunderschöne Schmetterlinge entfalten ihren esoterischen Charme und Blumen entfalten sich über die komplette Bühnenhöhe.</p>
<p class="Body">Damit diese entscheidenden Elemente immer funktionieren ist höchste Präzision geboten. Die Sicherung aller Darsteller, die sich in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit über die Köpfe der Zuschauer hinwegbewegen, ist höchstes Gebot. Dass die Akrobaten und Musicaldarsteller, die dort unter der Theaterdecke die ausgefallenste Choreographien absolvieren, immer 100 % fit sein müssen, versteht sich. Es gibt nur wenige Shows, in denen sich körperliches Unwohlsein oder Unpässlichkeit direkt in Form schlimmer Verletzungen (in den Proben reichlich vorhanden), ausdrückt.</p>
<p class="Body">Was bleibt von dieser Deutschlandpremiere im Kopf, wenn man das grüne Foyer verlassen hat? Phil Collins bekannte Songs leider nicht; dafür sind diese zu unaufregend arrangiert und kommen mehr als Hintergrundmusik daher als dass sie die Show tragen würden. Die Bühnenbilder (allen voran die Auftaktszene, in der das Schiff von Tarzans Eltern untergeht und diese an Afrikas Küste stranden sowie das bereits erwähnte Blumenmeer, in dem sich Jane bei ihrem ersten Streifzug durch den Dschungel wiederfindet) sind perfekt mit dem Lichtdesign abgestimmt und es gibt auch beim zweiten und dritten Besuch des Stücks noch viele Kleinigkeiten zu entdecken. Die Charaktere, die das Publikum nachhaltig gefangen nehmen, sind ganz klar die Gorillas. Aber auch Tarzan und Jane tragen zu einem runden Showerlebnis. Japheth Myers als Jane Vater sorgt mit seiner penetrant schusseligen Art für Lacher und mach schaut ihm gern zu.</p>
<p class="Body">Fazit: Disney’s neues Dschungel-Musical in Hamburg ist ein optisches Feuerwerk, dass emotional mitreißt, wenn auch anders als es der Titel „Tarzan“ vermuten lässt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>19. Oktober 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Ana Milva Gomes, Elisabeth Hübert, Andreas Lichtenberger, Rommel Singson, Anton Zetterholm</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Phil Collins / Bob Crowley<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></div>
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		<title>Kleines, aber sehr feines Musical</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kleines-aber-sehr-feines-musical/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 12:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kampf des Jahrhunderts]]></category>
		<category><![CDATA[James Edward Lyons]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Starkl]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Ricky Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Tribüne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass es Deutschland eindeutig an einer Art Off-Broadway-Szene mangelt, fällt immer dann auf, wenn kleine Musicaljuwelen ein Dasein in abgelegenen Minitheatern fristen müssen. Ein Paradebeispiel für diese unglückliche Situation war Paul Graham Browns und James Lyons „Kampf des Jahrhunderts“, in dem sie den Boxkampf zwischen Max Schmeling und Joe Louis musicalisch aufgearbeitet haben. In der ...</p>
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<p class="Body">Dass es Deutschland eindeutig an einer Art Off-Broadway-Szene mangelt, fällt immer dann auf, wenn kleine Musicaljuwelen ein Dasein in abgelegenen Minitheatern fristen müssen.</p>
<p class="Body">Ein Paradebeispiel für diese unglückliche Situation war Paul Graham Browns und James Lyons „Kampf des Jahrhunderts“, in dem sie den Boxkampf zwischen Max Schmeling und Joe Louis musicalisch aufgearbeitet haben.</p>
<p class="Body">In der kleinen Berliner Tribüne, die mangels Investor zum Jahresende 2008 schließen musste, fand der Engländer ein engagiertes Team, das das Potential in seinem neuen Stück erkannte.</p>
<p class="Body">Mit wenigen Mitteln (Spinde, Bänke, Seile und Boxsack) konnte für jede Szene die richtige Umgebung kreiert werden.</p>
<p class="Body">Die musikalische Begleitung war ebenso spartanisch (Klavier und Holzbläser), aber mitnichten effektlos. Die beiden Musiker (Paul Graham Brown saß selbst am Klavier) füllten den Raum mit Klang und unterstützten die Darsteller neben und unter sich auf der Bühne perfekt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
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<p class="Body">Das Ensemble bestand nur aus sieben Darstellern, die jedoch handverlesen wurden und ohne Abstriche als perfekt für ihre jeweilige Rolle bezeichnet werden können. Neben Ricky Watson und Michael Starkl, die als Joe und Max im Mittelpunkt stehen, ist es vor allem Daniel Papst als Max jüdischer Agent Joe Jacobs, der die Zuschauer in seinen Bann zieht. William Ludwig überzeugt in verschiedensten Rollen, die bis zum Reichssportminister reichen.</p>
<p class="Body">Auffällig an diesem Musical ist, dass jeder Charakter seinen eigenen Musikstil bekommen hat. Extrem deutlich wird dies im Showstopper „Frei“ von Joe Jacobs (Daniel Papst). Trotz des bedrohlichen Hintergrunds reißt der typisch jiddische Klang die Zuschauer mit – was aber auch nicht zuletzt der Tony-reifen Performance von Daniel Papst zu verdanken ist. So viel elektrisierende Intensität habe ich in den letzten Jahren selten auf einen Musicalbühne gesehen!</p>
<p class="Body">Ricky Watson alias Joe Louis singt sich beeindruckend durch seine jazzig-soulig Stücke, während Michael Starkls Songs als Max Schmeling sehr viel klarer und unverschnörkelter daherkommen.</p>
<p class="Body">Die schauspielerische Leistung eines jeden Einzelnen ist sehr gut. Niemand muss (und faktisch kann sich auch keiner) auf dieser Bühne verstecken. Da zahlt sich der langwierige Casting-Prozess aus. Den Paul Graham Brown und James Lyons für ihr Gemeinschaftswerk hinter sich gebracht haben.</p>
<p class="Body">Für die gelungenen Kampfszenen wurden extra Trainingseinheiten im Wolke-Stall eingelegt, die sich ebenfalls bezahlt gemacht haben. Man geht im Sitz förmlich in Deckung, wenn der „Brown Bomber“ zum Schwinger ausholt. Äußerst glaubhaft boxen Michael Starkl (Max) und Ricky Watson (Joe) um den Weltmeistertitel.</p>
<p class="Body">Die Moral des Stücks, die pointiert als Finalsong über die Rampe gebracht wird, ist deutlich: „Hättest Du auch dazu den Mut?“ Und genau mit diesem Gefühl geht man nach der Vorstellung auch aus dem Theater.</p>
<p class="Body">Wieder einmal wird klar: Es gibt sie, die Komponisten und Autoren, die schwierige Stoffe mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschickt umsetzen. Es muss eben doch nicht immer die 08/15-Show sein, um ein Publikum zu unterhalten.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Tribüne, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>4. Oktober 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Daniel Papst, Michael Starkl, Ricky Watson</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> <span class="Bold">Paul Graham Brown / James Edward Lyons<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Jürgen Rocholl</span></div>
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		<title>Endlich mal eine glaubwürdige Ikone</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/endlich-mal-eine-glaubwuerdige-ikone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 11:48:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Evita]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Fallheier]]></category>
		<category><![CDATA[Lübeck]]></category>
		<category><![CDATA[Michaela Kovarikova]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Kubach]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lübeck]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Christ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit September 2008 wird Andrew Lloyd Webbers „Evita“ in einer sehr frischen Inszenierung im Theater Lübeck aufgeführt. Jörg Fallheier verzichtet auf die üblichen Klischees und zeigt eine sehr menschliche Evita, umgeben von ebenso ‚normalen’ Weggefährten wie Perón oder Ché. Bei den großen Ensemblenummern kann das Theater Lübeck wie immer aus dem Vollen schöpfen und fährt ...</p>
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<p class="Body">Seit September 2008 wird Andrew Lloyd Webbers „Evita“ in einer sehr frischen Inszenierung im Theater Lübeck aufgeführt. Jörg Fallheier verzichtet auf die üblichen Klischees und zeigt eine sehr menschliche Evita, umgeben von ebenso ‚normalen’ Weggefährten wie Perón oder Ché.</p>
<p class="Body">Bei den großen Ensemblenummern kann das Theater Lübeck wie immer aus dem Vollen schöpfen und fährt nehmen dem kompletten Gesangsensemble den Extrachor sowie den Kinder- und Jugendchor auf. Das wirkt in den Massenszenen unter Peróns Balkon sehr intensiv und beim Requiem um ein Vielfaches beklemmender als man es sonst gewohnt ist.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird ohne Schnörkel erzählt, die Figuren sind klar und es werden nur die Hauptakteure optisch und akustisch hervorgehoben.</p>
<p class="Body">Michaela Kovarikova ist eine junge Darstellerin, die altersmäßig exzellent auf die Rolle passt. Endlich mal keine Enddreißigerin / Mittvierzigerin, die den Zuschauer über lange Strecken des Stücks weismachen will, sie sei in ihren Zwanzigern. Allein diese Tatsache trägt schon viel zur Glaubwürdigkeit der Figur Evita bei. Mit viel jugendlicher Energie und Frische wickelt sie nicht nur Perón um den Finger. Ihre Ausstrahlung wirkt auch noch in den letzten Reihen des Theaters. Man vermag zu erahnen, warum ein ganzes Land dieser zierlichen, energischen Frau verfallen ist.</p>
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<p class="Body">Lokalmatador Steffen Kubach gibt einen wunderbar aristokratischen Juan Perón, lässt aber auch tiefe Gefühle für die Frau an seiner Seite durchblicken.  Das Zusammenspiel von ihm und Michaela Kovarikova ist trotz des beeindruckenden Größenunterschiedes (Kubach überragt Kovarikova um geschätzte 30 cm) stimmig. Sie harmonieren in den Liebesszenen und zeigen ebenso viel Kraft in ihren Auseinandersetzungen.</p>
<p class="Body">Der Dritte im Bunde ist Thomas Christ als Ché. Frech wirbelt er über die Bühne, hält dem Fußvolk gekonnt den sprichwörtlichen Spiegel vor, treibt die Descamisados an, stachelt sie wenn nötig auf und gibt dem ganzen Spektakel die notwendige nachdenklich-sarkastische Note.</p>
<p class="Body">Gesanglich setzen Thomas Christ und Michaela Kovarikova die Highlights. Das liegt natürlich zum einen an den intensiven Soli und Duetten ihrer Rollen, aber denen muss man auch erst einmal gewachsen sein. Und das sind beide Darsteller! Gekonnt setzen sie die verschiedenen Leidensphasen ihrer Charaktere akustisch um. Bei beiden schwingt immer sehr viel Emotion mit.</p>
<p class="Body">Ludwig Pflanz treibt sein großes Orchester erneut zu Höchstleistungen an und rundet so das Gesamterlebnis „Evita“ im Theater Lübeck ab.</p>
<p class="Body">Seit Jahren erfreut das Theater in der Marzipanstadt sein Publikum mit gelungenen Inszenierungen weltbekannter Musicals und bisher sind diese auch immer ein voller Erfolg gewesen! Weiter so!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lübeck</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>13. September 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Thomas Christ, Michaela Kovarikova, Steffen Kubach</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong> Regie / <span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Jörg Fallheier  / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lübeck<br />
</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/endlich-mal-eine-glaubwuerdige-ikone/">Endlich mal eine glaubwürdige Ikone</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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