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	<title>2002-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2002-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Die deutsche Musicallandschaft hat endlich wieder ein ‚echtes’ Musical</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2002 12:04:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Lange haben die Anhänger des „klassischen“ Musicals darauf gewartet: Ein Stück bei dem das Ensemble, die Musik und das Bühnenbild perfekt kombiniert und absolut gleichwertig sind und gemeinsam ein gewaltiges Musicalerlebnis außergewöhnlichster Art erzeugen. Am 8. Dezember 2002 hielt genau solch ein Musical Einzug in die für 9 Mio. Euro atmosphärisch vollkommen verwandelte Neue Flora ...</p>
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<p class="Body">Lange haben die Anhänger des „klassischen“ Musicals darauf gewartet: Ein Stück bei dem das Ensemble, die Musik und das Bühnenbild perfekt kombiniert und absolut gleichwertig sind und gemeinsam ein gewaltiges Musicalerlebnis außergewöhnlichster Art erzeugen.</p>
<p class="Body">Am 8. Dezember 2002 hielt genau solch ein Musical Einzug in die für 9 Mio. Euro atmosphärisch vollkommen verwandelte Neue Flora in Hamburg: »Titanic – Das Musical« lockte am Premierentag Stars aus aller Welt an die Elbe! Neben Liza Minelli und Sophia Loren war auch Gina Lollobrigida der Einladung der Stage Holding gefolgt und zusammen mit 2000 weiteren geladenen Gästen erlebten sie eine hervorragende Show, die außer der zugrunde liegenden wahren Geschichte des White Star Line Kreuzers Titanic nichts mit James Camerons Kinoerfolg zu tun hat!Die 37 Premierendarsteller zeigten sich von ihrer allerbesten Seite, das 23-köpfige klassische »Titanic«-Orchester spielte sich eindrucksvoll in die Herzen der Gäste und die Bühnentechniker leisteten Schwerstarbeit, um die Titanic wirkungsvoll auf der Bühne untergehen zu lassen. Aber der Reihe nach – denn bevor die Premiere gefeiert werden konnte, wartete noch ein hartes Stück Arbeit auf alle Beteiligten auf und hinter der Bühne…</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die auf dem roten Teppich vor der Neuen Flora herrschenden frostigen Temperaturen des Hamburger Winteranfangs wurden sofort vergessen gemacht, als die Gäste das Foyer des Theaters betraten: Das ehemals kalte durch Stahlgeländer, gekachelte Böden und schlicht weiße Wände geprägte Theater wirkt nach dem Umbau warm und gemütlich: Raffinierte Lichteffekte lassen das weitläufige Foyer familiärer erscheinen und die gemütlichen Sitzecken laden die Besucher zu einem kleinen Small Talk vor der Show ein. Über die in allen Theatern der Stage Holding ausgestellte Moderne Kunst kann man geteilter Meinung sein, dennoch gehört sie inzwischen zum Bild eines Stage Holding Theaters dazu und tut der warmen Atmosphäre sicherlich keinen Abbruch.</p>
<p class="Body">Im Theatersaal wurden die Gäste von dem 14 m breiten und 9 m hohen Bühnenportal aus genieteten Stahlplatten empfangen und nachdem auch die Ehrengäste aus Hollywood unter tosendem Beifall ihre Plätze eingenommen hatten, konnte die Reise losgehen:</p>
<p class="Body">In der Eröffnungsszene am Pier in Southampton stellen die 37 Darstellerinnen und Darsteller insgesamt 75 Personen dar, die auf der Titanic nach Amerika mitreisen wollen. Hierzu zählen neben den Offizieren, Stewards (u. a. Leon van Leeuwenberg als 1. Klasse Steward Henry Etches und Ole Lehmann als Chefsteward Andrew Latimer) und weiteren Bediensteten auch die Gäste der 1., 2. und 3. Klasse. Es wird gezeigt, welche Träume die Ankommenden mit dem Schiff und einem Leben in Amerika verbinden.</p>
<p class="Body">Besonders beeindruckend ist in dieser Szene das Schauspiel des Ensembles, das die Besucher glauben macht, direkt neben der riesigen 300 m langen Titanic zu sitzen – obwohl auf der Bühne außer der Gangway und einer Ankerleine nichts von ihr zu sehen ist.</p>
<p class="Body">Auch der Kapitän E. J. Smith (Michael Flöth), der Ingenieur der Titanic Thomas Andrews (Carsten Lepper) und ihr Eigentümer Bruce Ismay (Robin Brosch) werfen bewundernde Blicke auf das Meisterwerk – &#8222;das größte bewegliche Objekt&#8220; aus Menschenhand.</p>
<p class="Body">Nachdem alle Passagiere ihre Kabinen gefunden haben, nimmt das Schiff an Fahrt auf – was man von dem Stück im 1. Akt leider nicht ganz behaupten kann. Der erste Akt behandelt die vier Tage der ruhigen Fahrt, die die Titanic verbrachte, bevor die schlimmste denkbare Katastrophe in Form eines Eisbergs eintrat. In diesen ersten Szenen werden einzelne Schicksale, Träume und Wünsche der Passagiere deutlich gemacht und es wird eine Beziehung zwischen Publikum und Passagieren hergestellt. Es gibt jedoch keine Hauptfiguren (wie Kate Winslet und Leonardo Di Caprio als Rose und Jack im Hollywood-Film), die den Zuschauer durch das Stück leiten.</p>
<p class="Body">Die Unterschiede zwischen 1. und 3. Klasse werden bei den gezeigten Abendveranstaltungen (Galadiner beim Kapitän vs. Irischem Tanzabend unter Deck) betont. Und dann gibt es da auch noch die 2. Klasse, in erster Linie durch die Rolle der Alice Bean (witzig gespielt von Iris Schumacher) symbolisiert, die alles daran setzt, um zu der von ihr hoch verehrten High Society dazu zu gehören.</p>
<p class="Body">Der Spannungsbogen, der im 1. Akt erzeugt wird, ist enorm. Das Publikum erlebt mit, wie Titanic-Eigentümer Bruce Ismay den Kapitän zu immer schnellerer Fahrt antreibt, obwohl sowohl Kapitän Smith als auch seinen Offizieren Murdoch (Wolfgang Höltzel) und Lightoller (Stefan Voigt) nicht ganz wohl dabei ist. Der Unmut über die Geltungssucht von Ismay wird vom Ingenieur Andrews geteilt, der davon abrät, schon auf der Jungfernfahrt mit maximaler Geschwindigkeit zu fahren, nur um das berühmte blaue Band derschnellsten Amerika-Überfahrt zu ergattern.</p>
<p class="Body">Auch mehrere Decks unter Wasser, im so genannten Kesselraum, plagen den Heizer Frederick Barrett (Patrick Stanke) Zweifel an dem Befehl mehr Dampf zu machen. Außerdem hat auch noch private Probleme: Er möchte er seine Freundin in England gern heiraten, weiß aber nicht so genau, wie das anstellen soll. Daher holt er sich im Funkraum vom Funker Harold Bride (Jens Janke) Hilfe und übermittelt seinen Heiratsantrag in einer sehr bewegenden Szene mit der modernen Telegraphie.</p>
<p class="Body">Natürlich kennt das Publikum das Schicksal, das die Titanic ereilen wird, dennoch schaffen es Maury Yestons abwechslungsreiche Musik und Peter Stones sehr gutes Buch, dieses im ersten Akt in den Hintergrund zu drängen: Die Ragtime-Szene dient laut »Titanic«-Director Eddy Habbema einzig und allein dazu, die Zuschauer vom Unvermeidlichen abzulenken. In dieser Szene spielt die weltberühmte Band unter Leitung von Wallace Hartley (Christopher Morandi) einen damals sehr populären Charleston und animiert die 1. Klasse Passagiere zum Tanzen. Die Kostüme und Hüte der Damen in dieser Szene sind absolut sehenswert und vermitteln dem Zuschauer das Gefühl 90 Jahre in der Zeit zurückzureisen.</p>
<p class="Body">Das Ende des ersten Aktes bildet die Kollision mit dem Eisberg, deren Vibration auch in den Zuschauerreihen zu spüren ist und nicht nur wegen des imposanten Bühnenbildes (das Ensemble steht auf drei Spielebenen plus Krähennest hoch über der Bühne) ein beklemmendes Gefühl auslöst.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt geht es dann „nur“ noch um den Untergang der Titanic. Der Zuschauer erlebt mit, wie die 3.-Klasse Passagiere sich trotz versperrter Türen zu retten versuchen, während sich 1. und 2. Klasse im Großen Salon versammeln. Für das grandiose Bühnenbild der großen Freitreppe spendete das Premierenpublikum Szenenapplaus.</p>
<p class="Body">Eine der Schlüsselszenen im zweiten Akt ist „Die Schuldfrage“. Diese Szene wurde bühnentechnisch genial umgesetzt – die Zuschauer haben wirklich das Gefühl in den Funkraum im Schiffsbauch der sinkenden Titanic zu schauen. Der Eigentümer Ismay (Robin Brosch) macht dem Ingenieur Andrews (Carsten Lepper) und Kapitän Smith (Michael Flöth) Vorwürfe, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Während Funker Bride (Jens Janke) verzweifelt versucht, die umliegenden Schiffe zu erreichen, verschaffen die drei Protagonisten ihrer Verärgerung und gegenseitigen Schuldzuweisung stimmgewaltig Luft.</p>
<p class="Body">Spätestens in der Folgeszene, in der das letzte Rettungsboot abgefiert werden soll, begannen einige Premierengäste mit ihrer Fassung zu ringen. Hier wird emotional aufwühlend gezeigt, dass sich Familien und Ehepaare trennen müssen, die Bediensteten stumpf und ohne nachzudenken ihre Befehle ausführen und es zeigt sich, dass die Liebe stärker ist als die Angst vor dem Tod. Als der 1. Klasse Passagier Isidor Straus (Robert Lenkey) seinen Platz im Rettungsboot zugunsten jüngerer Passagiere ablehnt, verzichtet auch seine Frau Ida (Marina Edelhagen) aus Liebe zu ihrem Mann auf die Rettung und verbringt ihre letzten Stunden gemeinsam mit dem Mann, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist.</p>
<p class="Body">Carsten Leppers große Stunde schlägt mit der Szene &#8222;Mr. Andrews&#8216; Vision&#8220;: Der Ingenieur ist im Rauchsalon der 1. Klasse und stellt entsetzt fest, dass mit ein paar winzig kleine Korrekturen an den Plänen die Katastrophe hätte verhindert werden können. Am Ende dieser Szene geht die Titanic endgültig unter und der Ingenieur nimmt seine Erkenntnisse mit in den Tod.</p>
<p class="Body">Das Finale des Stücks beginnen die in Decken des Rettungsschiffs „Carpathia“ gehüllten Überlebenden des Untergangs. Schonungslos wird dem Publikum vor Augen geführt, wie viele Menschen auf dieser Jungfernfahrt ihr Leben lassen mussten. Aus dem Off verstärken die Stimmen der Verstorbenen den Chor der Überlebenden und plötzlich öffnet sich noch einmal die Bühne und man sieht die auf der sinkenden Titanic Zurückgebliebenen wieder am Dock in Southampton.</p>
<p class="Body">Mit diesem Gänsehaut-Abschluss endete das Stück unter dem tosenden Applaus des Premierenpublikums, das schon von seinen Plätzen aufstand, bevor die letzten<br />
Töne überhaupt verklungen waren.</p>
<p class="Body">Ein besonders schweres Los hat beim Schlussapplaus Robin Brosch, der den feigen, prestige-süchtigen Titanic-Eigentümer Bruce Ismay so überzeugend spielt, dass er zum Dank vom Publikum ausgebuht wird und regelrecht um Verzeihung bitten muss, damit die Zuschauer seine Leistung mit Applaus statt Pfiffen honorieren.</p>
<p class="Body">Die Resonanz unter den Premierengästen war durchweg positiv. Viele hatten Tränen in den Augen und ihre Mimik sprach Bände als sie den Theatersaal verließen, um nun mit allen anderen auf diese gelungene Premierenvorstellung anzustoßen.</p>
<p class="Body">»Titanic« lebt von einer genialen Komposition von schauspielerisch und gesanglich durchweg sehr guten Darstellerinnen und Darstellern, einem mitfühlenden nah der wirklichen Tragödie verfassten Buch, bewegender Musik und einem atemberaubenden Bühnenbild! Wer nicht glaubt, dass ein Schiff auf einer Bühne untergehen kann, sollte sich in der Neuen Flora vom Gegenteil überzeugen lassen.</p>
<p class="Body">Aus dem Ensemble soll hier bewusst niemand einzeln hervorgehoben werden, da ausnahmslos alle ihre Rollen hervorragend beherrschen. Einen Eindruck von diesem stimmgewaltigen, erstklassig ausgewählten Ensemble, den ergreifenden Chornummern und der wunderschönen Musik aus Maury Yestons Feder bekommt man auch auf der Originalaufnahme der hamburgischen »Titanic«-Inszenierung, die seit der Premiere im Handel erhältlich ist.</p>
<p class="Body">Oder noch besser: Man geht einfach hin und lässt sich von diesem Musical-Meisterwerk in Hamburg gefangen nehmen!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong>  Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
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		<title>Pompös, beeindruckend, unübertrefflich?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/pompoes-beeindruckend-unuebertrefflich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2002 11:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Logemann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mamma Mia]]></category>
		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Phyllida Lloyd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg, 3. November 2002, Premiere von »Mamma Mia!« im Operettenhaus. Die Stage Holding hatte im Vorfeld den Hamburger Spielbudenplatz mit einem massiven doppelstöckigen Zelt bebaut, in dem die über 2.000 geladenen Premierengäste nach der Show feiern sollten. Allein der Anblick dieses Zeltes ließ auf einen grandiosen Premierenabend hoffen. Das Wetter zeigte sich an diesem so ...</p>
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<p class="Body">Hamburg, 3. November 2002, Premiere von »Mamma Mia!« im Operettenhaus. Die Stage Holding hatte im Vorfeld den Hamburger Spielbudenplatz mit einem massiven doppelstöckigen Zelt bebaut, in dem die über 2.000 geladenen Premierengäste nach der Show feiern sollten. Allein der Anblick dieses Zeltes ließ auf einen grandiosen Premierenabend hoffen.</p>
<p class="Body">Das Wetter zeigte sich an diesem so wichtigen Tag leider von seiner allerschlechtesten Seite: Es war sehr kalt und regnete in Strömen. Sehr zum Bedauern der zahlreichen Schaulustigen und Fotografen am roten Teppich wurden die Gäste unter einem Himmel aus »Mamma Mia!«-Regenschirmen in das frisch renovierte Operettenhaus geleitet.</p>
<p class="Body">Im Theaterfoyer wurden alle Gäste von Maik Klokow (General Manager der Stage Holding Deutschland und Produzent von »Mamma Mia!«) persönlich begrüßt und defilierten an einer Heerschar von Fotografen, TV-Kameras und Mikrofonen vorbei.</p>
<p class="Body">Das Operettenhaus hat sich von innen nicht so <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=443">massiv verändert </a></span>wie man aufgrund der mehrere Millionen Euro hohen Baukosten vermuten könnte. Es wirkt alles etwas heller, allerdings hinterlassen nur die neue rot-gelbe Fassade und die Spiegelwand am Treppenaufgang zum Rang hinauf einen bleibenden Eindruck.</p>
<p class="Body">Unter den Premierengästen waren neben Thomas und Christoph Gottschalk, Thomas Hermans (Quatsch Comedy Club) auch viele TV-Stars wie Reinhold Beckmann, Johannes B. Kerner, Jörg Pilawa und die Daily Talker Franklin und Vera Int-Veen. Auch die Schauspieler Steffen Dürr, Carsten Spengemann und Telekom-Aushängeschild Enie van de Meiklokjes kamen der Einladung der Stage Holding gern nach. Für ein bisschen Lokalkolorit auf der Gästeliste sorgte Lilo Wanders (allerdings in zivil), die beiden NDR-Moderatorinnen Eva Herman und Bettina Tietjen sowie Hamburg 1 Chefredakteur Herbert Schalthoff.</p>
<p class="Body">»Mamma Mia!« erzählt die Geschichte von der 20-Jährigen Sophie, die ihren Traummann Sky zum Entsetzen ihrer emanzipierten Mutter Donna heiraten möchte und zu ihrer Hochzeit – ohne das Wissen ihrer Mutter – ihre drei potentiellen Väter einlädt.</p>
<p class="Body">Das Premierenpublikum war im ersten Akt mit überschwänglichem Applaus noch etwas zurückhaltend, aber als im zweiten Akt Kerstin Marie Mäkelburg alias Tanja dem jungen Pepper (Guido Zarncke) zeigt, &#8222;wo der Hammer hängt&#8220;, wollte der Applaus gar nicht mehr enden. &#8218;Was sagt Deine Mami dazu?&#8216; – im englischen &#8218;Does your mother know?&#8216; – entwickelt sich zu einem regelrechten Show-Stopper, was in erster Linie auf das komödiantische Talent und die Stimmgewalt von Kerstin Marie Mäkelburg zurückzuführen ist.</p>
<p class="Body">Ein ähnlicher Knaller ist ‚Komm und wag’s mit mir’ (‚Take a chance on me’), eine Szene,  in der Rosie (Jasna Ivir) ihre Liebe zu Bill (Ulrich Wiggers) entdeckt und ihn auf sehr eindeutige Weise von sich zu überzeugen versucht. Eine urkomische Szene!</p>
<p class="Body">Überhaupt sind es die drei weiblichen Hauptrollen, die das Stück tragen. Kerstin Marie  Mäkelburg, Carolin Fortenbacher (Donna) und Jasna Ivir geben die erste Girlgroup &#8222;Donna And The Dynamos&#8220; und überzeugen gleichermaßen durch einfühlsames Schauspiel und ausdrucksstarke Komik.</p>
<p class="Body">Die drei möglichen Väter von Sophie, Sam (Frank Logemann), Bill (Ulrich Wiggers) und Harry (Cusch Jung), wirken stimmlich und schauspielerisch etwas blass, obwohl alle drei einen schauspielerisch-musikalischen Background haben. Dies fällt besonders während  der Songs auf, in denen die männlichen Darsteller sich gegenüber der lautstarken ABBA-Musik – gespielt von der grandiosen Band rund um den Musikalischen  Leiter Perrin Allen – kaum behaupten können.</p>
<p class="Body">Sky (Jörg Neubauer) und Sophie (Katja Berg) – das eigentlich im Mittelpunkt der Story stehende Brautpaar – bewegen sich sehr unauffällig durch die Show und setzen kaum Akzente in ihrem Spiel. Dies ist sehr schade, denn gerade Stücke wie &#8218;Leg Dein Herz an eine Leine&#8216; (&#8218;Lay all your love on me&#8216;) bieten hierzu zahllose Möglichkeiten.</p>
<p class="Body">Dem »Mamma Mia!«-Ensemble zuzuschauen, ist demgegenüber eine wahre Wonne! Die 18 Darstellerinnen und Darsteller beeindrucken durch ausgefeilte Tanzsequenzen, in denen die gegebene Möglichkeit zur Improvisation von allen eindrucksvoll genutzt wird. Auch in der Traumszene von Sophie begeistert das Ensemble die Zuschauer und hat die Lacher auf seiner Seite, denn es ist ganz sicher nicht einfach in Badeanzügen, Rettungswesten und Schnorcheln zu singen und zu tanzen.</p>
<p class="Body">Beeindruckende Lichteffekte und Farbspiele unterstützen die Popmusik perfekt und geben der Bühne immer wieder ein vollkommen neues Antlitz. Am besten wirkt die Light-Show aus dem Rang. Von dort kann man nicht nur die Choreographie der Darstellerinnen und Darsteller in allen Einzelheiten beobachten, sondern erlebt auch in allen Regenbogenfarben mit wie aus der Taverne auf einer griechischen Insel eine Disco wird.</p>
<p class="Body">Die Hamburger Inszenierung unterscheidet sich lediglich durch die übersetzten Texte von der Londoner Originalproduktion. Das Showdeck mit den eingelassenen Scheinwerfern, die Tavernenkulissen und sogar die Kostüme sind ein exaktes Abbild der West End Uraufführung vom 06.04.1999. Dies liegt vor allem daran, dass das Kreativ-Team das gleiche ist wie in London und allen anderen weltweiten »Mamma Mia!«-Produktionen. Björn Ulvaeus (ABBA), Phyllida Lloyd (Director), Judy Craymer (Original Producer) und Michael Kunze (Übersetzung der Liedtexte) zeigten sich beim donnernden Schlussapplaus sichtlich erleichtert, dass alles vorbei und Resonanz des Premierenpublikums so überwältigend war.</p>
<p class="Body">Nach der Show wurde alle Theaterbesucher durch einen eigens aufgestellten überdachten Gang trockenen Fußes in das Partyzelt geführt. Beim Betreten dieses 3200 m² großen Zeltes verschlug es einem die Sprache! Im ganzen Zelt waren lange Tischreihen mit einer wunderschönen Dekoration aus tiefroten und lachs-farbenen Rosen sowie silbernen Kandelabern aufgebaut. Es war Teppich ausgelegt und – entgegen jeder Vermutung – angenehm warm im Zelt. An den zahlreichen Büffet-Stationen wurde das »Mamma Mia!«-Menü angeboten: Hierzu gehörten zehn Vorspeisen (u. a. Stockholmer Heringshappen, Sushi, Armagnacpastete, Schweinerückenfilet in Blätterteig) und zehn Hauptgänge (z. B. Atlantikseezungenröllchen, Lamm-carré, Truthahnroulade mit Pilzfarce, Romanescoröschen) und zahlreiche Torten- und Dessertvariationen.</p>
<p class="Body">Die ausgezeichnete 13-köpfige Live-Band „Soulkitchen“ unterhielt die Premierengesellschaft mit Rhythm&amp;Blues und lud später am Abend zum Tanzen auf die Tanzfläche.</p>
<p class="Body">Die Stimmung erreichte Ihren Höhepunkt als das »Mamma Mia!«-Ensemble im Zelt von den 2000 Premierengästen empfangen wurde. Von der großen Anspannung, die während der Show hinter der Bühne geherrscht hatte, war nichts mehr zu spüren. Alle waren froh und glücklich, dass die Premiere ohne Pannen abgelaufen war und die Resonanz so überwältigend war.</p>
<p class="Body">In vielen Unterhaltungen auf der Premiere wurde neben Lobeshymnen auf die außergewöhnliche Show und die Darsteller auch diskutiert, ob die Texte wirklich übersetzt werden mussten. Würde »Mamma Mia!« auf englisch nicht genauso gut ankommen? Und wäre es nicht vielleicht doch authentischer?</p>
<p class="Body">Diese Frage konnte aber nicht abschließend beantwortet werden. Sicherlich verliert die deutsche Produktion im Vergleich zum Original, da sich der britische Humor nicht einfach übertragen geschweige denn übersetzen lässt.<br />
Viele Dialoge gleiten ins Comedy-Fach ab, machen einen Slapstick-artigen Eindruck und wirken daher manchmal sehr aufgesetzt und künstlich.</p>
<p class="Body">Auch die Songtexte sind im Vergleich zum englischen Original lange nicht so flüssig wie sie sein müssten, um eine perfekte Show zu liefern. Am deutlichsten wird die größere Akzeptanz englischer Texte bei der Zugabe: Dancing Queen wird auf deutsch präsentiert und führte zu Jubel im Publikum, aber in dem Moment, wo Waterloo auf englisch angestimmt wurde, kannte die Begeisterung kein Halten mehr und das ganze Theater tobte.</p>
<p class="Body">Dennoch gibt die Begeisterung des Premierenpublikums den Kreativen recht, die die Entscheidung zur vollständigen Übersetzung des Stücks getroffen haben. »Mamma Mia!« ist eine Show, die von der genialen Musik von ABBA lebt. Ein unterhaltsamer Musicalabend, den man genießen kann, ohne sich über die Story Gedanken machen zu müssen, ist mit diesem Stück garantiert!</p>
<p class="Body">Die Premierengäste aus der Musical- und Entertainment-Branche waren von »Mamma Mia!« sehr angetan. Uwe Kröger, der für die Premiere aus Essen angereist war, wippte während der gesamten Show mit seinem Kopf im Takt und Felix Martin, der sich aktuell einem CD-Projekt mit Songs von Alexander S. Bermange widmet, hielt es bei der Zugabe nicht mehr auf seinem Sitz. Auch Andreas Bieber und Carsten Lepper (ab Dezember als Ingenieur Thomas Andrews bei »Titanic«) waren von dem Party-Musical und der powervollen Musik sehr angetan.</p>
<p class="Body">Der Aufwand, den die Stage Holding für diese Premiere betrieben hat, hat sich allemal gelohnt, denn alle mochten »Mamma Mia!« und konnten ihre Begeisterung für diese prunkvolle Premierenfeier kaum verhehlen. Und die mehr als 100.000 bereits vor der Premiere verkauften Tickets lassen darauf schließen, dass dieses Musical deutlich länger im Hamburger Operettenhaus verweilen wird als seine Vorgänger »Fosse« und »Oh! What a night«.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>3. November 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carolin Fortenbacher, Frank Logemann</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> ABBA / Phyllida Lloyd<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
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		<title>Eine amüsante, kurzweilige Reise durch Zeit und Raum</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-amuesante-kurzweilige-reise-durch-zeit-und-raum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2002 11:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Thannhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hot Stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Imperial Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 13. September 2002 stand mit »Hot Stuff« erneut eine Eigenproduktion des Imperial Theaters in Hamburg auf dem Premierenplan. Für alle Gäste hieß dies, die guten alten Polyesteranzüge und -kleider aus dem Schrank zu holen, denn »Hot Stuff« versprach eine Revue zwischen ‚Saturday Night Fever’ und ‚Studio 54’, zwischen Baccara und Bee Gees. Allein das ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Am 13. September 2002 stand mit »Hot Stuff« erneut eine Eigenproduktion des Imperial Theaters in Hamburg auf dem Premierenplan. Für alle Gäste hieß dies, die guten alten Polyesteranzüge und -kleider aus dem Schrank zu holen, denn »Hot Stuff« versprach eine Revue zwischen ‚Saturday Night Fever’ und ‚Studio 54’, zwischen Baccara und Bee Gees.</p>
<p class="Body">Allein das Datum stimmte einige Besucher nachdenklich: Eine Premiere an einem Freitag den 13.? Und das in der sonst so abergläubischen Theaterbranche? Doch für die Premiere einer „Höllen-Show“ konnte es kaum ein besseres Datum geben als den auf Erden sagenumwobenen Freitag, den 13.</p>
<p class="Body">Das Imperial Theater erwartete die Premierengäste mit einem etwas zu überschwänglich in schwarz-roten Glitzer getauchten Theatersaal. Wer woher nicht wusste, worum es bei »Hot Stuff« gehen würde, wurde gleich mit der Eröffnungsnummer ‚That’s the way – I like it’ in die Welt von Horst und Gisela Hades entführt, was nichts anderes bedeutete als in die Hölle der 80er Jahre hinab zu steigen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_654">
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<p class="Body">Die Handlung des Stücks ist in sich schlüssig und die 50 (!) darin verpackten – allesamt zum Mittanzen einladenden – Disco-Hits der 80er Jahre entwickeln sich auf teilweise sehr überraschende Art und Weise.</p>
<p class="Body">Kurz gesagt geht es um eine Wette zwischen Horst (Frank Thannhäuser) und seiner Ehefrau Gisela (Steffi Görtemöller) um die Vorherrschaft in der Hölle während der kommenden 1000 Jahre. Als Opfer ihrer Intrigen haben sich die beiden Rolf van der Latten (Sebastian Kraft) ausgesucht: einen jungen Autowäscher, der ein eher harmloses Leben mit seiner Freundin Rita (Katja Thiede) führt, aber insgeheim davon träumt, ein reicher und berühmter Popstar zu werden. Für die Erfüllung dieses Traums verkauft Rolf seine Seele an Gisela Hades, vergisst aber das Kleingedruckte im Vertrag zu lesen, was im folgenden zu einer Vielzahl amüsanter Verwicklungen führt.</p>
<p class="Body">Horst versucht alles, seiner Frau die Tour zu vermiesen, da ihm sein Wetteinsatz nicht gefällt. (Welcher Mann macht schon gern den Haushalt, während seine Frau die Firma leitet?)</p>
<p class="Body">Und dann ist da noch Lucy (Susi Banzhaf), die Tochter von Horst und Gisela, die – wie es sich für ein junges Höllenmädchen von nur 65 Jahren (!) gehört – lieber Studenten in Unglück stürzt als Intrigenspinnen in der Schule zu lernen. Lucy wird von ihrer Mutter mit höllisch sanfter Gewalt davon überzeugt, ihr dabei zu helfen, Rolf zu verführen. Leider geht Giselas Plan nicht ganz auf, denn Lucy verliebt sich in den naiven, sehr charmanten Rolf. Wie sich diese verworrene Geschichte auflöst, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.</p>
<p class="Body">Nur soviel sei gesagt: Mit witzig-frivolen Dialogen, verschiedensten Slapstick-Einlagen und dem allen Darstellern eigenen Improvisationstalent wurde das Premierenpublikum zu Lachanfällen und tosendem Applaus gebracht.</p>
<p class="Body">Nummern wie das Madonna-Medley, in dem die alles andere als biblisch-brave Lucy ‚Like a virgin’ versucht, Rolf für sich zu gewinnen oder ‚Copacabana’ als Einschlafgeschichte für Oberteufel Horst waren wirkliche Highlights des Abends!</p>
<p class="Body"> Die Choreographie von Sebastian Kraft ist eine bunte Mischung aus  eigener Kreation und Anleihen aus Musicals wie »Saturday Night Fever« oder »Oh! What a night«. Die beiden Tänzer Sodom &amp;  Gomorrah alias Marco Heinrich und Jessica Neumann unterstützen die Darsteller auf der Bühne bei der teilweise erstaunlichen Umsetzung der Songs. Allein die Entwicklung von Rita hin zum Glamour Girl, das sein altes Leben (hinreißend interpretiert mit &#8218;She works hard for no money&#8216;) mit &#8218;Diamonds are forever&#8216; hinter sich lässt, ist  absolut sehenswert. Auch in Songs wie &#8218;Evil&#8216; oder &#8218;No more tears&#8216;  kommen die vielseitigen Talente des Ensembles hervorragend zum Ausdruck!</p>
<p class="Body">Lediglich die Abschlussnummer &#8218;Let&#8217;s party!&#8216; stockte noch einwenig.  Aber das Imperial ist bekannt dafür, dass die Stücke im Laufe der Zeit eine gewisse Eigendynamik entwickeln und von den anfänglichen Unebenheiten nach einigen Wochen nichts mehr zu merken ist.</p>
<p class="Body">Alles in allem hält »Hot Stuff«, was es verspricht: einen äußerst  unterhaltsamen Abend in der Disco-Hölle Imperial Theater!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Imperial Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>13. September 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Susi Banzhaf, Steffi Görtemöller, Sebastian Kraft, Katja Thiede, Frank Thannhäuser, Marco Heinrich, Jessica Neumann</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Frank Thannhäuser<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Imperial Theater, Hamburg<br />
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		<title>Eine amüsante, kurzweilige und erinnerungsschwangere Reise durch Zeit und Raum</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-amuesante-kurzweilige-und-erinnerungsschwangere-reise-durch-zeit-und-raum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2002 15:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Thannhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hossa]]></category>
		<category><![CDATA[Imperial Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer „Hossa!“ hört, denkt als erstes an Rex Gildos ‚Fiesta Mexicana’ und liegt damit gar nicht mal falsch. Denn »Hossa« ist eine kunterbunte 70er Jahre Schlagerrevue, die seit 12. Januar 2001 erfolgreich im Hamburger Imperial Theater aufgeführt wird. Am 07. September 2002 hieß es (wenn auch nur vorübergehend) Abschied nehmen von ‚Anita’, ‚Es war Sommer’, ...</p>
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<div class="style_3">
<p class="Body">Wer „Hossa!“ hört, denkt als erstes an Rex Gildos ‚Fiesta Mexicana’ und liegt damit gar nicht mal falsch. Denn »Hossa« ist eine kunterbunte 70er Jahre Schlagerrevue, die seit 12. Januar 2001 erfolgreich im Hamburger Imperial Theater aufgeführt wird.</p>
<p class="Body">Am 07. September 2002 hieß es (wenn auch nur vorübergehend) Abschied nehmen von ‚Anita’, ‚Es war Sommer’, ‚Aber Bitte mit Sahne’, ‚Es fährt ein Zug nach nirgendwo’, ‚Dschingis Khan’ und ‚Schön ist es, auf der Welt zu sein’. »Hossa« musste die Bühne für ein neues Musical von Frank Thannhäuser, dem Leiter, Regisseur und Darsteller des Imperial Theaters, räumen: »Hot Stuff« warf seine teuflischen Schatten voraus!</p>
<p class="Body">Doch das Imperial Theater wäre nicht eines der außergewöhnlichsten Hamburger Musiktheater, wenn eine Show einfach so auslaufen würde. Nein, im bis auf dem letzten der 270 Plätze gefüllten Theater wurde an diesem Dernieren-Samstag eine Riesensause gefeiert. Und »Hossa« bietet wirklich für jeden etwas. Die älteren Besucher können alle Schlager der 70er Jahre aus ihrer eigenen Erinnerung mitsingen, die jüngeren weil Schlager gerade mal wieder ‚in’ sind und man sie einfach kennt. So waren dann auch Gäste von 5-65 Jahren im Imperial Theater anwesend, als es hieß: „Es war einmal in einer Zeit, nicht lange vor der unseren, da trugen viele Menschen auf dem Planeten Erde freiwillig Polyesterhemden und Plateauschuhe. Sie ließen sich die Haare lang wachsen und schwangen die Hüften zu merkwürdigen Klängen – und irgendwie können wir sie bis heute nicht vergessen&#8230;.“</p>
<p class="Body">Die sechs Darsteller, die an diesem Abend in zahlreichen Rollen auf der Bühne standen, hatten sichtbar ihren Spaß: Luciano Di Gregorio führte als Kurt Felix durchs Programm und erzählte aus dem Leben von Horst Hossa (Frank Thannhäuser) und dessen Frau Gisela (Iris Schumacher). Duette des Ehepaares wie ‚Komm unter meine Decke’ oder ‚Tanze Samba mit mir’ wurden mit einer bestechenden Situationskomik präsentiert.</p>
<p class="Body">Sebastian Kraft rief mit seiner Rolle als pubertierender, Dr. Sommer-gestörter &#8218;Rolf aus Pinneberg&#8216; pikante Erinnerungen bei einigen Besuchern hervor. Als Heino erfreute er sich (bei seinen Mitstreitern) äußerst geringer Beliebtheit und wurde von Kurt Felix gnadenlos niedergemacht.</p>
<p class="Body">Steffi Görtemöller gab eine sehr gute Marlene Dietrich mit &#8218;Sag&#8216; mir, wo die Blumen sind&#8216; und ließ die Männerherzen höher schlagen. Susi Banzhaf überzeugte als etwas unterbelichtete Angelika Kaluppke und Schlagersternchen Michelle. Ihr komödiantisches Talent und die breite „Hamburger Schnauze“ sorgten bei den Besuchern für große Erheiterung. Besonders hervorzuheben ist die Eröffnungsnummer des Damen-Ensembles als dreifache Mireille Matthieu, die einem die Lachtränen in die Augen schießen ließ.</p>
<p class="Body">Am deutlichsten merkte man die verschiedenen Altersklassen im Publikum als das »Hossa«-Ensemble in einem Schnelldurchlauf alle deutschen Grandprix-Titel von 1970-1979 präsentierte, woran sich die Älteren natürlich noch erinnern konnten, während die jüngeren – das heißt unter 30-Jährigen – etwas irritiert aus der Wäsche guckten. Genau andersherum verhielt es sich als die Kindersendungen der 70er Jahre in den Mittelpunkt des Interesses rückten: Luciano Di Gregorio als Willi, der seine ‚Biene Maja’ sucht, Iris Schumacher und Susi Banzhaf als Gitti &amp; Erika, die ‚Heidi’ rufen und Sebastian Kraft als ‚Vicky, der Wikinger’. Die jüngeren Zuschauer konnten alle Texte auswendig mitsingen und schwelgten in Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage, ernteten dafür aber verwirrte Blicke von den älteren Semestern.</p>
<p class="Body">Das Publikum wurde wieder geeint als Susi Banzhaf als TV-Ansagerin eine mehrteilige englische Serie ankündigte und sich in einem grandiosen Monolog zwischen englischer und deutscher Sprache nicht mehr zurechtfand und nach bester Evelyn-Hamann-Manier lispelnd ein lachmuskel-strapazierendes Denglish von sich gab.</p>
<p class="Body">Nicht vergessen darf man die Kostüme: Vom neon-schrillen Tanzanzug ‚Andreas’ mit federpuschel-besetzten Beinapplikationen und „Schrittspitze“ über Hippie-Kostüme nach Woodstock-Vorbild bis hin zu den üppig, meist blumig, gemusterten Polyesterkleidern der Damen und den karierten Hosen kombiniert mit gestreiften Hemden und Plateaustiefeletten der Herren war alles vertreten, was man mit dem „modischen Chic“ der 70er verbindet. Auch die allgegenwärtige Pril-Blumen-Dekoration trug dazu bei, sich 30 Jahre zurückzuversetzen.</p>
<p class="Body">Alles in allem bot das Imperial eine perfekte (da plüschig-kuschelige) Atmosphäre, um sich für 3 Stunden ins Deutschland der 70er Jahre entführen zu lassen. Das Publikum honorierte die hervorragenden Leistungen der Darsteller mit Standing Ovations und erntete dafür ein „80er Jahre Neue Deutsche Welle-Medley“ vom feinsten, das die Stimmung noch mal so richtig zum Kochen brachte. Mit diesem Ende wurden die Besucher wieder in das Jahr 2002 entlassen – und es ging sicherlich den meisten so, dass sie einige Zeit brauchten, um nach dieser fröhlichen Zeitreise wieder im Hier und Heute anzukommen…</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht  auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicalzentrale.de">musicalzentrale.de</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Imperial Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">7</span>. September 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Susi Banzhaf, Frank Thannhäuser</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Sebastian Kraft<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Imperial Theater<br />
</span></p>
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		<title>Die Wunder sind vorüber!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-wunder-sind-vorueber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2002 11:56:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach nur 320 Vorstellungen senkte sich der Vorhang für »Mozart! – Das Musical« in der Neuen Flora Hamburg zum letzten Mal. Das Aus für die Wiener Erfolgsproduktion von Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze kam sehr viel schneller als geplant. Doch bevor sich der fulminante Sternenhimmel, der jeden Besucher bereits beim Betreten des Saals verzauberte, ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach nur 320 Vorstellungen senkte sich der Vorhang für »Mozart! – Das Musical« in der Neuen Flora Hamburg zum letzten Mal.</p>
<p class="Body">Das Aus für die Wiener Erfolgsproduktion von Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze kam sehr viel schneller als geplant. Doch bevor sich der fulminante Sternenhimmel, der jeden Besucher bereits beim Betreten des Saals verzauberte, für immer verdunkelte, gaben alle »Mozart!«-Darsteller, das Orchester und die Backstage-Mitarbeiter noch einmal ihr Bestes, um die kurze »Mozart!«-Zeit in Hamburg stilvoll zu beenden.</p>
<p class="Body">Die Show begann unter dem frenetischen Jubel der 1.800 Gäste. Die erste längere Unterbrechung gab es schon nach der 3. Szene, in der Felix Martin (Fürsterzbischof Colloredo) mit &#8222;Wo bleibt Mozart?&#8220; die Besucher zu spontanen Standing Ovations hinriss. Großen Applaus erntete auch Ethan Freeman, der als Leopold Mozart das Publikum zu Tränen rührte als er seinem Sohn Wolfgang ein letztes verzweifeltes Mal den guten Rat gab &#8222;Schließ&#8216; Dein Herz in Eisen ein&#8220;.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1377">
<div class="style_2">
<p class="Body">Dass diese »Mozart!«-Vorstellung eine ganz besondere war, wurde jedem spätestens in der Praterszene klar, nach der die Requisiteure eine weiße Fahne mit der Aufschrift „Tschüß“ aus dem Weberschen Wohnmobil hängten und beim Verlassen der Bühne zum Abschied ins Publikum winkten.</p>
<p class="Body">Die ganze Show war gespickt mit vielen kleinen Hinweisen auf das Ende des Stücks. Am deutlichsten waren gezielte Textänderungen von Aleksander di Capri, der als Graf Arco den rebellischen Wolfgang Mozart (ein letztes und erneut außergewöhnliches Mal gespielt von Yngve Gasoy-Romdal) nach Bad Hersfeld schickte, anstatt nach Salzburg – eine Anspielung auf Yngve Gasoy-Romdals dortiges Engagement als Jesus in Andrew Lloyd Webbers Jesus Christ Superstar. Am Ende der vorletzten Szene im 1. Akt fanden sowohl Aleksander di Capri als auch Yngve Gasoy-Romdal die eindringlichsten Worte: &#8222;Schade um uns Mozart! Jetzt ist es aus mit uns!&#8220; &#8222;Nein, wir fangen erst an, jetzt sind wir frei!!!!&#8220; Das Ergebnis dieser sehr emotionalen Einlage waren minutenlange Standing Ovations.</p>
<p class="Body">Nachdem der letzte Ton von „Wie wird man seinen Schatten los?“ verklungen war und Yngve Gasoy-Romdal den 1. Akt trotz seiner Rückenverletzung mit dem legendären Sprung über die Klaviertasten beendet hatte, wollte der Applaus für die grandiose Leistung des Ensembles nicht enden.</p>
<p class="Body">Auch im 2. Akt fanden die »Mozart!«-Darsteller die passenden Worte zum abrupten Ende der Spielzeit. So beklagte sich Maricel alias Constanze bei Wolfgang über die Umstände, die zur Absetzung des Stücks geführt haben, anstatt (wie es im Skript steht) um Schutz vor ihrer herrischen Mutter und deren Freund zu bitten: &#8222;Die haben mich hier rausgeworfen! Und Geld bekomme ich auch keins mehr!&#8220;</p>
<p class="Body">Einen Lacher ernteten die Requisiteure, die der Königin der Nacht, die während des Zauberflötenmedleys von der Bühnendecke schwebt, ein brasilianisches Fußballtrikot übergezogen hatten. Diese witzige Showeinlage drängte die aufsteigende Trauer noch einmal kurzzeitig zurück.</p>
<p class="Body">Als jedoch die Sterbeszene vorüber war und sich das »Mozart!«-Ensemble an den Bühnenrand vorwagte, um ein letztes Mal gemeinsam „Wie wird man seinen Schatten los?“ zu singen, stand bereits das gesamte Publikum und zwischen all den Jubelrufen und begeisterten Pfiffen hörte man tiefe Schluchzer und sah um sich herum viele Gäste mit Tränen in den Augen. Aber auch den Darstellern ging es nicht besser…</p>
<p class="Body">Der Geschäftsführer der Neuen Flora, Dieter Powitz, hielt eine kurze Rede und bedankte sich bei allen, die »Mozart!« während der schweren Monate in Hamburg unterstützt hatten. Dann bat er die Schöpfer von »Mozart!« Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze zusammen mit den weiteren Wolfgang-Darstellern Fritz Schmid, Martin Pasching und Fernand Delosch auf die Bühne.</p>
<p class="Body">Aber damit war die letzte »Mozart!«-Show noch nicht zu Ende&#8230;</p>
<p class="Body">Das Ensemble hatte sich noch eine ganz besondere Überraschung ausgedacht: Zunächst hörte man nur ein einsames Klavier, das ein Lied anstimmte, dass von vielen Besuchern der Hamburger »Mozart!«-Inszenierung als das schönste des gesamten Stücks bezeichnet wurde: „Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise!“ erklang noch einmal in einer wundervollen Interpretation. Das zu Tränen gerührte Ensemble und ein sichtlich ergriffener Hauptdarsteller sangen die ersten Worte des in diesem Moment so passenden Liedes. Die nächste Strophe wurde von den vier Wolfgang-Darsteller allein gesungen und auch die „Originalfassung“, in der Wolfgang, sein Vater Leopold, seine Schwester Nannerl und seine Mutter Maria-Anna voneinander Abschied nehmen, wurde in einer weiteren Strophe aufgegriffen.</p>
<p class="Body">Wer bis zu dieser Minute dem Ende von »Mozart!« noch relativ gelassen entgegen gesehen hatte, rang spätestens jetzt mit seiner Fassung. Zahllose Rosen, Geschenke und Plakate, die zu den Darstellern auf die Bühne geworfen wurden, taten ein übriges, um jedem im Publikum klar zu machen, dass er hier die letzten Minuten eines der besten deutschsprachigen Musicals erlebte.</p>
<p class="Body">Abschließend sangen die »Mozart!«-Darsteller zusammen mit allen 1.800 Gästen ein letztes sehr bewegendes Mal „Gold von den Sternen“ und dann senkte sich der letzte Vorhang von »Mozart!« in Hamburg.</p>
<p class="Body">Für die Mitarbeiter der Neuen Flora gab es zum Abschied noch eine Dernierenparty, auf der sich die Künstler und Backstage-Mitarbeiter von ihrem »Mozart!« verabschieden konnten. Doch zuvor gab es noch eine eilig einberufene Mitarbeiterversammlung, auf der den Mitarbeitern das verkündet wurde, was am nächsten Tag in allen Zeitungen stand: dass die Stage Holding vier der fünf Stella-Theatern kaufen würde und die Nachfolgeproduktionen ebenfalls bereits feststehen.</p>
<p class="Body">Auch, wenn sich alle gewünscht hatten, dass es mit »Mozart!« weitergehen würde, war die verkündete Übernahme der Neuen Flora durch die Stage Holding ein Lichtblick. Aber bevor sich irgend jemand Gedanken über die Zukunft in Form eines riesigen Atlantik-Kreuzers namens »Titanic« machte, wurde im Foyer der Neuen Flora noch einmal eine der berühmt-berüchtigten Stella-Partys gefeiert: Es gab ein großes Buffet; und der DJ spielte einen Musikmix, der auch den erschöpftesten Mitarbeiter zum Tanzen animierte.</p>
<p class="Body">Dennoch sah man überall auch Menschen, die sich traurig in den Armen lagen und spürte ein bisschen von dem Wehmut über das plötzliche Ende von »Mozart!«. Es ließ sich eben doch nicht verhehlen, dass es sich um eine Abschiedsfeier handelte – Abschied von »Mozart!«, vom Theater, von den lieb gewonnenen Kolleginnen und Kollegen…</p>
<p class="Body">Als es am Montag morgen in Hamburg schon wieder hell wurde, war die Dernierenparty immer noch in vollem Gang.</p>
<p class="Body">Dass ein musikalisch und künstlerisch erstklassig besetztes Stück nach insgesamt nicht einmal 750 Vorstellungen in Wien und Hamburg abgesetzt werden muss, ist sehr schade. Das ist absolut kein Alter für Musical, wenn man bedenkt, dass Stücke wie »Cats«, »Starlight Express« und »Das Phantom der Oper« in Deutschland seit weit über zehn Jahren laufen und auch »Elisabeth« im Herbst 10-jähriges Jubiläum feiert. Vielleicht darf ja auch »Mozart!« eines Tages an einem anderen Standort eine Wiederauferstehung feiern.</p>
<p class="Body">Den 35 Künstlern, die in den vergangenen Monaten Abend für Abend auf der Bühne der Neuen Flora standen und die Besucher in ihren Bann zogen, kann man nur wünschen, dass sie möglichst bald ein Engagement bei einem ähnlich anspruchsvollen Musical und einem so begeisterungsfähigen Publikum wie dem in der Neuen Flora Hamburg finden.</p>
<p class="Body">Und für die Mitarbeiter der Neuen Flora bleibt zu hoffen, dass die Stage Holding nicht allzu viele Personalkürzungen vornimmt und dass das grandiose Team, das »Das Phantom der Oper« und »Mozart!« betreut hat auch der »Titanic« beim deutschen Stapellauf zur Seite stehen kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>30. Juni 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Felix Martin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong>  Michael Kunze / Sylvester Levay<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stella Entertainment<br />
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		<title>Starlight Express reloaded</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/starlight-express-reloaded/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2002 12:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>
		<category><![CDATA[Starlight Express]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass die Bochumer Produktion von »Starlight Express« weltweit einzigartig ist, dürfte jedem spätestens seit dem Besucherrekord (8 Mio. Besucher) vom vergangenen Herbst bekannt sein. Inzwischen haben fast neun Millionen Gäste das vor 14 Jahren eigens für dieses Musical erbaute Theater in Bochum besucht. Nach dem Ende von „The New Starlight Express“ in London im Januar ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
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<p class="Body">Dass die Bochumer Produktion von »Starlight Express« weltweit einzigartig ist, dürfte jedem spätestens seit dem Besucherrekord (8 Mio. Besucher) vom vergangenen Herbst bekannt sein. Inzwischen haben fast neun Millionen Gäste das vor 14 Jahren eigens für dieses Musical erbaute Theater in Bochum besucht.</p>
<p class="Body">Nach dem Ende von „The New Starlight Express“ in London im Januar 2002 ist Bochum in Europa der einzige Standort an dem dieses Andrew Lloyd Webber Meisterwerk spielt. Um den zahlreichen Besuchern aus dem In- und Ausland auch nach einer so langen Spielzeit immer wieder etwas Neues bieten zu können, haben sich Choreographen, Rollschuhtrainer, Musiker sowie Techniker zusammengesetzt und herausgekommen ist eine beeindruckende Weiterentwicklung des »Starlight Express« in Bochum, die am 31. Mai 2002 Premiere feierte.</p>
<p class="Body">Der 250 m lange Rollschuhparcours wurde um eine 30 m lange – quer durch das Parkett verlaufende – Rollbahn verlängert.</p>
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<div class="text-content style_External_669_503">
<div class="style_2">
<p class="Body">80 Sitzplätze mussten weichen, um den »Starlight Express« 2002 noch rasanter zu machen. Für den finalen Einbau der neuen Rollbahn wurde das Theater für drei Tage geschlossen – das Ensemble hatte die Proben in den Wochen zuvor mit einem Provisorium absolviert.</p>
<p class="Body">Durch die verlängerte &#8222;Rennstrecke&#8220; bekamen die Choreographen die Möglichkeit, noch spektakuläre Stunts einzubauen. Auch die Geschwindigkeit mit der die &#8222;Züge&#8220; durch das Publikum sausen, ist jetzt noch höher – obwohl die bisherigen 60 km/h bereits höchste Anforderungen an jeden Musicaldarsteller stellten.</p>
<p class="Body">Für die neuen Kostüme, Perücken und Make-ups ließen sich die Kostüm- und Maskenbildner von den Trends des neuen Jahrtausends inspirieren. So wurde zum Beispiel das Styling der E-Lok Electra dem »Starlight Express« 2002 besonders eindrucksvoll angepasst: Silberne Blitze zieren die rot-blau-silberne Perücke aus Büffelhaar, in die zusätzlich noch kleine rote Blinklichter eingebaut wurden. Für den Darsteller von Electra bedeuten diese Veränderungen, dass er statt bisher einer ab sofort zwei Stunden braucht, um sich zu schminken.</p>
<p class="Body">Mit zwei neuen Liedern wird die Rolle der Dampflok Rusty noch deutlicher herausgearbeitet. In dem schnellen Song &#8222;Crazy&#8220; zeigt Rusty gegenüber den weiblichen Wagons mehr Selbstbewusstsein und versucht sie von seinem Traum – der Fahrt zu den Sternen – zu überzeugen. Natürlich möchte er damit seine große Liebe Pearl, den 1. Klasse-Wagon, für sich gewinnen.</p>
<p class="Body">Mit „Allein im Licht der Sterne“ wurde eine wunderschöne Ballade hinzugefügt, in der sich die Liebe zwischen dem 1. Klasse-Wagon Pearl und der jungen Dampflok Rusty auf sehr romantische Weise ausdrückt. Wolfgang Adenberg übersetzte die beiden Songs aus dem Englischen, die selbstverständlich ebenfalls aus der Feder von Andrew Lloyd Webber stammen.</p>
<p class="Body">Um die neue Rollbahn, die neuen Kostüme und die neuen Songs „in das richtige Licht zu rücken“, wurden auch in der Technikabteilung Veränderungen vorgenommen. Die neuen Soundeffekte, u. a. spezielle elektronische Töne während des Auftritts von Electra, kommen mit der neuen Surroundanlage noch mehr zur Geltung und geben dem Publikum während der gesamten Show auch akustisch das Gefühl mitten im Renngeschehen zu sein.</p>
<p class="Body">Den Startschuss zum neuen »Starlight Express« 2002 gab die vierfache Olympiasiegerin Claudia Pechstein bei der Premiere am 31. Mai 2002: Vor der Vorstellung trat die Eisschnellläuferin zu ihrem ersten Eisenbahnrennen auf Rollschuhen gegen die Musicallokomotive Greaseball an und weihte damit offiziell die neue Rollbahn ein.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Starlight Express Theater, Bochum</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>31. Mai 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Jens Hauer<br />
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