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	<title>Wien-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Wien-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine ausgewogene Mischung</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2022 09:26:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Miss Saigon&#8220; hat mit seinen inzwischen 33 Jahren nichts an Strahlkraft einbüst. Noch immer trifft die Geschichte von Kim und Chris ins Herz. Die Auswirkungen des Vietnamkrieges auf die Menschen vor Ort sowie die Soldaten, die traumatisiert in die USA zurückgekehrt sind, macht mehr als nur betroffen. Nach den erfolgreichen Wiederaufnahmen im West End 2014 ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Miss Saigon&#8220; hat mit seinen inzwischen 33 Jahren nichts an Strahlkraft einbüst. Noch immer trifft die Geschichte von Kim und Chris ins Herz. Die Auswirkungen des Vietnamkrieges auf die Menschen vor Ort sowie die Soldaten, die traumatisiert in die USA zurückgekehrt sind, macht mehr als nur betroffen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-3214" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-ChristianReyMarbellaEngineer©Johan_Persson-400x285.jpg" alt="" width="300" height="214" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-ChristianReyMarbellaEngineer©Johan_Persson-400x285.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-ChristianReyMarbellaEngineer©Johan_Persson-1024x730.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-ChristianReyMarbellaEngineer©Johan_Persson-768x548.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-ChristianReyMarbellaEngineer©Johan_Persson-1536x1095.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-ChristianReyMarbellaEngineer©Johan_Persson-2048x1460.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nach den erfolgreichen Wiederaufnahmen im West End 2014 und am Broadway 2017 durfte sich auch Wien auf die Premiere dieses berührenden Klassikers freuen. Pandemie-bedingt fand die Premiere im Januar 2022 zwar deutlich später statt als geplant, doch die fünf Monate Spielzeit im zuvor komplett renovierten Raimund Theater sorgten für ein volles Haus!</p>
<div>Jean-Pierre Van Der Spuy hat das Musical von Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil in Wien inszeniert. Einiges erinnert an Oper (bspw. wenn der Geist vion Thuy Kim erscheint), anderes an klassisches Broadway / West End Musical (u. a. &#8222;American Dream&#8220;). Insgesamt sind viele Szenen jedoch recht langatmig, was dem Stück nicht wirklich zugute kommt. Dadurch wirkt es noch düsterner und getragener als es ohnehin aufgrund der tragischen Handlung schon ist.</div>
<div></div>
<div>
<p><img decoding="async" class="wp-image-3211 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-OedoKuipersChrisVanessaHeinzKim©Johan_Persson-400x285.jpg" alt="" width="300" height="214" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-OedoKuipersChrisVanessaHeinzKim©Johan_Persson-400x285.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-OedoKuipersChrisVanessaHeinzKim©Johan_Persson-1024x730.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-OedoKuipersChrisVanessaHeinzKim©Johan_Persson-768x547.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-OedoKuipersChrisVanessaHeinzKim©Johan_Persson-1536x1095.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-OedoKuipersChrisVanessaHeinzKim©Johan_Persson-2048x1460.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Erschwerend kommt hinzu, dass es leider bei einigen Darstellern an der deutschen Aussprache hapert. Christian Rey Marbella ist eine exzellente Wahl für den Engineer, aber er hat mit den deutschen Texten und deren Geschwindigkeit doch häufig arg zu kämpfen. Doch es gelingt ihm ganz großartig das Publikum mit typisch wienerischen Ausdrücken für sich zu gewinnen. Seine schelmische Art trägt ebenfalls dazu bei, dass man mit dem ansonsten sehr egoistischen Zuhälter auch etwas Mitleid empfindet. In der englischen Originalsprache ist er ganz sicher rundum überzeugend!</p>
</div>
<div></div>
<div>Aynrand Ferrer stand mit Christian Rey Marbella bereits während der UK &amp; Ireland Tour von &#8222;Miss Saigon&#8220; auf der Bühne. Ihr selbstbewusster Ausdruck ist ein beeindruckender Gegenpol zu der schüchternen Kim zu Beginn des Stücks. Selten hat man eine so starke Kim gesehen. Auch gesanglich weiß die junge Philippina absolut zu überzeugen.</div>
<div></div>
<div>Eine weitere Debütantin auf Wiener Bühnen ist Annemarie Lauretta, die als Gigi ein deutliuches Statement setzt. Stimmlich lässt sie aufhorchen und stellt auch schauspielerisch und täzerisch ihre Kollegen in den Schatten. Ebenfalls zum ersten Mal in Wien zu sehen, ist James Park als ungewöhnlich beeindruckender Thuy. Man spürt (und hört) seine klassische Opernausbildung. Er hat eine sehr einschüchternde Präsenz, was dieser ansonsten meist unscheinbaren Figur sehr gut zu Gesicht steht.</div>
<div></div>
<div><img decoding="async" class="alignright wp-image-3212" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-285x400.jpg" alt="" width="214" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-285x400.jpg 285w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-730x1024.jpg 730w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-768x1077.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-1095x1536.jpg 1095w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-1460x2048.jpg 1460w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-GinoEmnes-John©Johan_Persson_-scaled.jpg 1825w" sizes="(max-width: 214px) 100vw, 214px" />Gino Emnes ist für das Wiener Publikum ein alter Bekannter. Als John kommt ihm die Rolle des väterlichen Freundes und im zweiten Akt des geläuterten Aufklärers zu, der versucht, wenigstens ansatzweise wieder gutzumachen, was der Einmarsch der Amerikaner in Vietnam zerstört hat. &#8222;Bui Doi&#8220; ist der erwartete Showstopper. Der Chor ist grandios, das Orchester geht (nicht nur in diesem Song) unter die Haut. Emnes! nachdrückliches Spiel und die Art wie er die Worte &#8222;Bui Doi&#8220; betont, machen diesen mahnenden Song noch intensiver.</div>
<div></div>
<div>Gleichsam nachdrücklich sind Gesang und Spiel von Abla Alaoui, die Chris&#8216; liebende Ehefrau Ellen mit viel Fingerspitzengefühl gibt und gleichzeitig versucht, die Gefühle von Kim nicht zu verletzen. Beides gelingt ihr hervorragend.</div>
<p>Seit einigen Jahren gilt Oedo Kuipers in Wien als feste Größe. So überrascht es nicht, dass er als GI Chris eine der Hauptrollen in &#8222;Miss Saigon&#8220; übernehmen darf. Er spielt gefühlvoll, wo es erforderlich ist, geht aber auch stark aus sich heraus, wenn es die Umstände erfordern. Auch gesanglich passt er sehr gut auf das Rollenprofil.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3213" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-AblaAlaouEllen©Johan_Persson-400x285.jpg" alt="" width="300" height="214" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-AblaAlaouEllen©Johan_Persson-400x285.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-AblaAlaouEllen©Johan_Persson-1024x730.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-AblaAlaouEllen©Johan_Persson-768x547.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-AblaAlaouEllen©Johan_Persson-1536x1095.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/06/MISS-SAIGON-AblaAlaouEllen©Johan_Persson-2048x1460.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Neben den sehr guten Darstellerinnen und Darstellern lebt &#8222;Miss Saigon&#8220; auch von der ein oder anderen technischen Finesse. Dazu zählt natürlich der Cadillac, der während des &#8222;American Dream&#8220; des Engineers auf die Bühne gefahren kommt. Doch in erster Linie ist es immer wieder spannend zu sehen, wie der &#8222;Huey&#8220;, der im Vietnamkrieg eingesetzte Helikopter Bell UH-1 Iroquois, dargestellt wird. In der Wiener Inszenierung kann dies vollumfänglich als gelungen bezeichnet werden. Zunächst nur eine Projektion, öffnet sich kurz darauf ein Vorhang und gibt den Blick frei auf einen &#8222;schwebenden&#8220; Huey mit drehenden Rotoren (sowohl oben als auch am Heck), in den die US-Soldaten reinklettern. Diese Szene zeigt die Arbeit von Produktionsdesign (Totie Driver und Matt Kinley), Lichtdesign (Bruno Poet), Sounddesign (Mick Potter), Projektionen (Luke Halls) und Orchestrierung (William David Brohn) in Reinkultur. Chapeau!</p>
<p>Die Wiener Inszenierung von &#8222;Miss Saigon&#8220; hat definitiv ihre starken Momente, doch auch einige Längen. Hundertprozentig aus einem Guss wirkt die Produktion nicht, so sie reißt das Publikum zu stehenden Ovationen hin. Was will man mehr?!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Raimund Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">11</span><span class="Bold">. Juni 2022</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Aynrand Ferrer, Christian Rey Marbella, Annemarie Lauretta, James Park, Gino Emnes, Abla Alaoui, Oedo Kuipers</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Jean-Pierre Van Der Spuy / Claude-Michel Schönberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson<br />
</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>Genau so soll Andrew Lloyd Webbers Klassiker aussehen und klingen!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/genau-so-soll-andrew-lloyd-webbers-klassiker-aussehen-und-klingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2020 21:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Auler]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Anneke Brunekreeft]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Obermeier]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Arquin]]></category>
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		<category><![CDATA[Dominik Hees]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephen Martin Allan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier viel zu entdecken und man wird unweigerlich wieder zum neugierigen Kind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2865 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sofort ins Auge sticht das Nummernschild am Schrottauto, in dem Jenny Fleckenreich ein Schläfchen hält: NAP70 – das zeugt von einem sehr langen Weg und einer breiten Vielfalt an Sets, denn in der Weltpremierenfassung prangte noch ein NAP1 an dem von Bühnen-Designer John Napier ersonnenen Pkw-Heck. Auch ansonsten gibt es kleine Farbänderungen und andere Marken auf dem Müllhaufen, den die Katzen ihr zuhause nennen, aber das Gefühl stimmt. Alan Walker hat hier ein sehr gutes Händchen für Originalität bewiesen.</p>
<p>Auch die Katzen selbst sind nur in Nuancen verändert, das Fell am Kopf vielleicht hier und da etwas flauschiger. John Napier, Tracy Stiles und Jenny Dean haben in Wien Hand angelegt und bis auf Macavity (der leider seiner farbenfrohen Fransen verlustig gegangen ist) sehen alle Katzen genauso aus, wie man sie in Erinnerung und liebgewonnen hat.</p>
<p>Das klingt alles ziemlich nach Standard und nichts Besonderem? Mag sein, aber genau diese Besinnung auf das Ursprüngliche macht diese Inszenierung so sehenswert. Kein sichtbarer Sparzwang, keine krampfhaften Kürzungen, einfach nur ein hervorragend gemachtes Ensuite-Musical.</p>
<p>Ein weiteres großes Plus an Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien ist das große Orchester. Péter Bíró dirigiert an diesem Abend 27 Musiker, die Lloyd Webbers Kompositionen bis auf den letzten Ton perfekt intonieren. Im Zuschauersaal des Ronacher kommt der volle Sound in höchster Qualität an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2863 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bei der Besetzung hat das Kreativteam rund um Associate Director Chrissie Cartwright, die das Stück ganz im Stil von Trevor Nunn und Gillian Lynne inszeniert hat, einige Schätze vorzuweisen. Allen voran Carin Filipcic, die sich die Rolle der Grizabella mit Wietske van Tongeren teilt. Ihre ausdrucksstarke Mimik, die verzweifelten Tanzschritte in Erinnerung an ihre Jugend – das allein weckt schon viel Mitleid. Ihre kraftvolle Stimme und die beeindruckende Stimmkontrolle machen „Erinnerung“ zu dem erwarteten Highlight des Abends. Danach muss man erstmal tief durchatmen, um sich emotional wieder zu sammeln.</p>
<p>Dominik Hees wirbelt als Unruhestifter Rum Tum Tugger über die Bühne. Mit seinem Charme wickelt er Kätzchen wie Publikum gleichermaßen um die Pfoten. Er verleiht Tugger eine rockig-soulige Note, die dem Chaos-Kater sehr gut zu Gesicht steht. Wenige, gekonnt platzierte Phrasierungen machen „Rum Tum Tugger“ und „Mr. Mistoffelees“ zu absoluten Schmankerln.</p>
<p>Als Munkustrap, den eleganten, schützenden Anführer der Katzen, wurde Alexander Auler besetzt. Seine erste große Rolle nach dem Ende des Studiums im vergangenen Jahr füllt der Niedersachse mit einer beachtlichen Bühnenpräsenz, der perfekten Stimmlage und einem lupenreinen Gesang. Vor dieser Leistung kann man nur der Hut ziehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2867 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Lucius Wolter ist ein ungewöhnlich junger, leichtfüßiger Alt Deuteronimus, doch er spielt das Katzenoberhaupt mit viel Würde und verleiht ihm einen weisen und doch selbstbewussten Klang. Auch Birgit Arquin (Bombalurina) und Anneke Brunekreeft (Demeter) sind eine sehr gute Wahl für die erzählenden Katzen im Hintergrund.</p>
<p>Eigens für diese Inszenierung wurde die Growltiger-Szene neu geschrieben. Felix Martin überzeugt als zittriger, alter Theaterkater deutlich mehr als als swingender Piratenkapitän. Inhaltlich ändert sich nichts an der Handlung. Griddlebone (Barbara Obermeier) verdreht Growltiger den Kopf. Das große Schiffssegel jedoch, die auf die rückwärtige Leinwand projizierte Tower Bridge und die jazzig-swingende Matrosennummer geben ihr einen anderen, weniger düsteren Twist. Es ist Geschmackssache, ob man diese Neuerung mag. Für mich ist diese Änderung entbehrlich.</p>
<p>Dem geneigten Musical-Publikum ebenfalls bestens bekannt ist Denise Jastraunig, die als Jenny Fleckenreich die Kakerlaken das Steppen lehrt. Ihre Spielfreude ist ansteckend und die Zuschauer fühlen sich sehr gut unterhalten. Stephen Martin Allan zeigt tänzerische Höchstleistungen als Mr. Mistoffelees und verzaubert das Publikum spielend. Da blickt man dann auch gern darüber hinweg, dass er &#8211; ähnlich wie Gerben Grimmus als Skimbleshanks &#8211; über einen starken Akzent verfügt, unter dem das Verständnis der Texte leidet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2864 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos Texte, auch diese entsprechend weitgehend dem Original von Michael Kunze, wenn auch in der leicht moderneren Fassung von vor 20 Jahren. Dass die Texte von der neuen Growltiger-Szene hierzu nicht so recht passen wollen, ist nur allzu verständlich.</p>
<p>Der Weg von Grizabella in die „Himmlischen Sphären“ führt einmal mehr über den Autoreifen. Dass dieser allerdings während des Aufstiegs vor und zurück „fährt“, ist sehr verwirrend. Doch die geniale Idee Grizabella auf einer Art Rampe in den Sternenhimmel zu ziehe und dort verschwinden zu lassen, ist großartig!</p>
<p>Ein ausverkauftes Haus auf einem Dienstag spricht für sich. Das Publikum war begeistert und stand schon wenige Sekunden nach dem letzten Ton auf, um die Darsteller jubelnd zu beklatschen. Hieran erkennt man einmal mehr, dass nichts dagegenspricht, Musical-Klassiker auf den Spielplan zu setzen – vorausgesetzt, man inszeniert nach dem Motto „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Denn nur so kann man ein bald 40 Jahre altes Musical über tanzende Katzen glaubwürdig präsentieren.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ronacher Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">18</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carin Filipcic, Dominik Hees, Lucius Wolter, Barbara Obermeier, Felix Martin, Alexander Auler, Stephen Martin Allan, Birgit Arquin, Anneke Brunekreeft, Gerben Grimmus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Chrissie Cartwright / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Vereinigte Bühnen Wien / Michaela Flint<br />
</span></p>
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		<title>Ein Hoch auf mutige Regisseure &#8211; in diesem Fall Carsten Lepper &#8211; und Darsteller!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 09:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau Zuschauer zu berühren und zu begeistern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2849 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Aufführungsstätte wurde die TheaterArche in Wien gefunden, in der gut 100 Zuschauer in sehr intimem Rahmen an sieben Abenden im Februar 2020 der Lebens- und Liebesgeschichte von Rose, Alex, George, Giulietta und Jenny folgen konnten.</p>
<p>Und diese Geschichte hat es in sich:</p>
<p>Zunächst verliebt sich die mäßig erfolgreiche Schauspielerin Rose in ihren erst 17-jährigen Bewunderer Alex. Dieser überredet sie, mit ihr in das Landhaus seines Onkels zu kommen. Nach ein paar Tagen treffen sie dort Onkel George, dem Rose Hals über Kopf verfällt. Georges staatsmännisches Gebaren, sein Stil und natürlich auch sein Geld wirken ungemein anziehend. Es kommt zum Eklat als Rose Alex mitteilt, dass sie zwar beide liebt, aber bei George bleiben wird. Alex geht zum Militär und trifft erst 13 Jahre später wieder auf seinen Onkel und Rose, die inzwischen eine gemeinsame Tochter, Jenny, haben. Irgendwie rauft man sich zusammen und Alex bleibt dort. Kritisch wird es einmal mehr als Jenny sich zwei Jahre später in Alex verliebt und dieser die Gefühle – wohlwissend, dass es nicht sein darf – erwidert. George steigert sich so sehr in die Sorge um seine Tochter hinein, dass er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erleidet.</p>
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<p>Andrew Lloyd Webber hat für dieses Drei-Generationen-Musical mit „Love changes everything“ einen seiner größten Hits geschrieben. Auch wenn das Stück selbst nicht sehr bekannt ist (die deutschsprachige Premiere fand 1995 in Dresden statt), diesen Song kennen viele, da er zum Standard-Repertoire der meisten Soloalben von Musicalkünstlern auf der ganzen Welt gehört. Darüber hinaus besticht dieses Musical durch eine Vielzahl teils romantischer, teils sehr intensiver Duette und Balladen. Man muss jedoch über die teilweise etwas altmodischen deutschen Texte hinwegblicken, die Michael Kunze ja bereits vor über 25 Jahren schrieb.</p>
<p>„Aspects of Love“ gehört sicherlich nicht zu den leicht verdaulichen Stücken aus dem Hause Lloyd Webber. Dass die Songs aber von lediglich drei Musikern schwungvoll und voluminös intoniert werden, ist beachtlich.</p>
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<p>Mit Wietske van Tongeren (Rose), Karin Seyfried (Giulietta), Alexander Sasanowitsch (Alex), Ulrich Allroggen (George) und Abla Alaoui (Jenny) wurden exzellente Darsteller gecasted, welche die volle Klaviatur der Emotionen beherrschen.</p>
<p>Komplettiert wurde das Ensemble mit so klangvollen Namen wie André Bauer und Jana Werner sowie Georg Prohazka, Alina Kölblinger und Paul Csitkovics in den Nebenrollen.</p>
<p>Für solch ein intensives Stück ist die pure Nähe zwischen Darstellern und Publikum Gold wert. Alexander Sasanowitschs Sensibilität als junger Alex kommt so noch viel direkter über die Rampe. Mit seiner wundervollen verletzlichen Stimme verleiht er Alex jungenhaften Charme. Im zweiten Akt, wenn seine Figur 13 Jahre älter ist, tritt er selbstbewusst und dennoch gefühlvoll in Erscheinung. Sasanowitsch zeichnet Alex‘ emotionale Achterbahnfahrt sehr glaubwürdig nach und lässt es auch gesanglich an nichts missen.</p>
<p>Auch Georg Prohazka als von Rose entsprechend titulierter „Schnulzensänger“ ist großartig. Ihn bei „Parlez vous francais“ so klingen zu lassen wie das 1940er Jahre Radio, welches er zu Beginn der Szene einschaltet, ist ein großartiger Regie-Kniff. Er überzeugt aber ebenfalls als Roses Liebhaber Hugo und vor allem in den Tanzszenen, denn auch hier kann seine Vita schon einige Erfolge vorweisen.</p>
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<p>Mindestens ebenso viele Sympathiepunkte erhält Abla Alaoui, auch wenn ihre sich auf den 2. Akt begrenzte Spielzeit ihre Chancen hier einschränkt. Doch Alaoui spielt mit soviel kindlicher Freude und singt so glockenklar („Meerjungfrauen-Song“), dass man unweigerlich schützend seine Hand um ihre Schultern legen möchte als sie erkennt, dass ihr angebeteter Alex sie ablehnt.</p>
<p>Alina Kölblinger und Paul Csitkovics treten vorrangig bei den Umbauten und in größeren Ensembleszenen in Erscheinung. Sie haben sichtlich Spaß an dem was sie machen und sorgen auch tänzerisch für einen schönen Rahmen (Choreographie: Linda Hold &amp; Birgit Wanka-Noisternig.</p>
<p>Die etwas wichtigen Nebenrollen übernehmen André Bauer und Jana Werner, wahlweise als Roses Theaterdirektor Marcel („Du hast die Macht zu zaubern“) oder als Georges Haushälterin Elizabeth. Auch ihnen kann man die Spielfreude nicht absprechen. Ihre Erfahrung macht sich bei den vielen Rollenwechseln sicherlich ebenfalls bezahlt.</p>
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<p>Im Mittelpunkt der Handlung und folglich auch im Mittelpunkt des Abends steht jedoch Rose, die von Wietske van Tongeren gespielt wird. Diese Rolle ist nicht nur sehr anspruchsvoll, weil der Charakter die meiste Zeit mit auf der Bühne ist, sondern vor allem deshalb, weil emotional und gesanglich eine große Bandbreite abgerufen werden muss: von der erfolglosen, frustrierten Schauspielerin über die frisch verliebt turtelnde Geliebte bis hin zur berühmten Schauspielerin, Ehefrau und Mutter. Über allem schwebt, dass Rose beide Männer – Alex und George – liebt, jeden auf seine Weise. Dass sie auch Experimente mit Giulietta macht und sich einen Liebhaber leistet, macht die Figur von Rose nicht einfacher. Weiß sie wirklich, was sie will? Dass sie nicht alles haben kann und nicht alle Menschen um sie herum nach ihrer Pfeife tanzen, muss sie schmerzlich erfahren als Jenny sich in Alex verliebt und schlussendlich George stirbt. In einem Akt höchster Verzweiflung – Alleinsein ist so gar nichts für Rose – gesteht sie Alex einmal mehr ihre Liebe („Alles nur nicht einsam“) und bittet ihn zu bleiben. Doch er lehnt ab und verlässt sie.</p>
<p>Van Tongeren hat hier eine wirklich große Aufgabe zu stemmen, was ihr über weite Strecken auch sehr gut gelingt (zauberhaft: „Wach ich oder träum ich“). In der finalen Szene sorgt sie mit ihrem Wutausbruch, der in ein verheultes Liebesgeständnis mündet, für Gänsehaut und Tränen in den Augen. Carsten Lepper, Artistic Director und Regisseur, hätte sich keine bessere Hauptdarstellerin wünschen können, denn diese ganzen Gefühle zu kontrollieren und gezielt abzurufen, ist keine leichte Aufgabe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2845 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es ist unübersehbar, dass Lepper eine Vision hatte, als er sich um die Rechte für dieses Stück bewarb. Die Charaktere harmonieren und ergänzen einander. Allroggen spielt ebenso glaubwürdig den Lebemann mit Geliebter wie den Ehemann mit Frau und Kind. Seyfried bewegt sich im leichten Fach gleichermaßen souverän wie als durchsetzungsstarke Frau. Sasanowitsch wirkt an der Seite von Rose genauso authentisch wie als erwachsener Mann, der sich der Avancen von Jenny nicht erwehren kann und will. Ganz zu schweigen von seinem Quickie mit Giulietta. Das hierfür in beachtlich kurzer Zeit viel gemeinsam erarbeitet wurde, wird deutlich.</p>
<p>Das Ensemble agiert als einheitliches Ganzes und der rote Faden im Hinblick auf die Klarheit der Gefühle ist deutlich erkennbar. Lepper, der die Rolle des Alex vor über 20 Jahren bei der Schweizer Erstaufführung im Stadttheater Bern selbst gespielt hat, weiß genau, worauf es bei einer gelungenen Personenregie ankommt und entlockt seinen Darstellern emotionale und gesangliche Höchstleistungen.</p>
<p>Auch schöne Ideen, wie die Nutzung eines „Leinwandvorhangs“, der mal mit Bildmotiven, mal mit Farbverläufen immer wieder neue Stimmungen heraufbeschwört, funktioniert sehr gut. Christian Ariel Heredia hat hier viel Fingerspitzengefühl gezeigt und es gelingt ihm, die kleine Bühne nicht zu überfrachten, was beileibe nicht jeder schafft.</p>
<p>„Aspects of Love“ ist ein gelungener Auftakt. Ich wünsche „The Musical Showroom“, dass noch viele weitere Produktionen ähnlichen Anspruchs und Qualität folgen werden.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> TheaterArche, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">16</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Wietske van Tongeren, Karin Seyfried, Alexander Sasanowitsch, Ulrich Allroggen, Abla Alaoui, André Bauer, Jana Werner, Georg Prohazka, Alina Kölblinger, Paul Csitkovics</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carsten Lepper / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> The Musical Showroom/ Christian Ariel Heredia<br />
</span></p>
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		<title>Die Besetzung sorgt für einige Fragezeichen &#8211; trotz traumhaftem Ambiente und einem Orchester in Bestform</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-besetzung-sorgt-fuer-einige-fragezeichen-trotz-traumhaftem-ambiente-und-einem-orchester-in-bestform/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 07 Jul 2019 05:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Ziegler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das nennt man wohl eine kaiserliche Umgebung: Das Publikum wird von einer großen Bühne im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn bei Sonnenuntergang und hochsommerlichen Temperaturen empfangen. Das große Orchester der Vereinigten Bühnen Wien füllt diese Bühne fast komplett und lässt nur drei Gänge frei, auf denen die Akteure an diesem Abend agieren. Damit die mehr als ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das nennt man wohl eine kaiserliche Umgebung: Das Publikum wird von einer großen Bühne im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn bei Sonnenuntergang und hochsommerlichen Temperaturen empfangen. Das große Orchester der Vereinigten Bühnen Wien füllt diese Bühne fast komplett und lässt nur drei Gänge frei, auf denen die Akteure an diesem Abend agieren. Damit die mehr als je 10.000 Zuschauer der beiden konzertanten Aufführungen auch nah am Geschehen sein können, wird die Bühne links und rechts von zwei überdimensionalen Leinwänden flankiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2567 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-400x238.jpg" alt="" width="400" height="238" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-400x238.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-768x457.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-1024x610.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass eine Open Air Location gewisse Herausforderungen mit sich bringt, hört man leider von Anfang an. Der Klang ist nicht ausgewogen, leise Töne sind kaum zu verstehen und die Mikros sind oftmals nicht rechtzeitig offen.</p>
<p>Dafür fühlen sich „Elisabeth“-Fans mit den angedeuteten Choreographien und den Originalkostümen sehr wohl. Der Wiedererkennungswert ist unbestreitbar. 27 Jahre nach der Uraufführung in Wien erleben die Zuschauer ein Konzert mit den Original-Kaiserpaar von 1992 in den Hauptrollen: Pia Douwes schlüpft einmal mehr in das enge Korsett der österreichischen Kaiserin, während Viktor Gernot als Franz Joseph I. erneut vergeblich um ihre Liebe und Unterstützung kämpft.</p>
<p>Doch auch Mark Seibert als Tod und Daniela Ziegler als Erzherzogin Sophie haben ihre Rollen bereits in früheren Bühnenfassungen gespielt. Komplettiert wird die Riege der bekannten Cast durch David Jakobs als Luigi Lucheni, Lukas Perman als Erzherzog Rudolf, Hans Neblung als Herzog Max und Patricia Nessy als Herzogin Ludovika / Frau Wolf. 16 weitere Darstellerinnen und Darsteller sorgen für ein rundes Gesamtbild.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2568 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2-310x400.jpg" alt="" width="310" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2-310x400.jpg 310w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2.jpg 654w" sizes="auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px" />Douwes transportiert die Naivität und Hoffnung der jungen Sisi routiniert, während Gernot dem glücklosen jungen Kaiser sehr viel Gefühl verleiht. Beide Darsteller haben das Spielalter ihrer Rollen natürlich lange hinter sich gelassen, was manches Mal zu unfreiwilliger Komik führt. Auch stimmlich war Douwes an diesem Abend hörbar angeschlagen, was die zahlreich anwesenden Fans wohlwollend überhörten. Als die beiden in vollem Ornat zum Auftakt des zweiten Akts in einer echten Pferdekutsche vorfahren, kennt die Begeisterung kein Halten!</p>
<p>Doch auch Mark Seibert setzt als Marionettenspieler gelungene Akzente. „Der letzte Tanz“ ist der erwartete Showstopper und bei „Die Schatten werden länger“ steckt er Perman spielend in die Tasche.</p>
<p>Daniela Ziegler zieht als Erzherzogin Sophie schauspielerisch alle Register, dafür muss man bei ihr deutliche Abstriche beim Gesang machen, was insbesondere beim Solo „Ist das nun mein Lohn?“ deutlich hörbar ins Gewicht fällt.</p>
<p>Ein Highlight ist sicherlich, dass Komponist Sylvester Levay den Taktstock von Michael Römer übernimmt, um „Ich gehör nur mir“ zu dirigieren. Diese Ehre wurde bisher nur sehr wenigen Zuschauern zuteil. Das ohnehin fulminant aufspielende Orchester wurde durch diesen besonderen Moment noch mehr in den Mittelpunkt dieses Musical-Konzerts gerückt.</p>
<p>Die Ensemble-Nummer („Caféhaus“, „Milch“, „Hass“) entwickeln auch mit reduzierten Choreographien und ohne Kulissen eine beeindruckende Intensität. Die handverlesenen Darstellerinnen und Darsteller überzeugen vollends.</p>
<p>David Jakobs gelingt es als Lucheni nicht ganz, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. „Kitsch“ bleibt – nicht zuletzt auch wegen der schlechten Tontechnik – deutlich hinter den Erwartungen zurück. Auch während Luchenis weiterer Szenen wirkt Jakobs‘ Spiel häufig leicht aufgesetzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2569 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lukas Perman gibt den verstoßenen Sohn, Rudolf, sehr gefühlvoll und spielt mit großem Einsatz. Während sein Flehen zur Mutter in akustischer Mangelhaftigkeit untergeht, ist sein Kampf mit dem Tod durchaus ansprechend, wenn er auch Mark Seibert nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hat.</p>
<p>Pia Douwes hat im obligatorischen Bilderrahmen und mit den großen Roben (Yan Tax) die optisch beeindruckendsten Momente. Viktor Gernot rührt mit „Boote in der Nacht“ zu Tränen. Doch in dieser konzertanten Fassung ist eindeutig der Tod das bestimmende Element. Seibert ist charmant, gefährlich und – egal in welcher Ecke der Bühne er steht – immer präsent. Auch gesanglich trotz er den Unwägbarkeiten und überzeugt.</p>
<p>So schön die Idee auch sein mag, die Originalbesetzung der Uraufführung nach fast 30 Jahren auf der Bühne zu vereinen, so unglücklich sind die unzähligen Nahaufnahmen, die jede einzelne Falte in den Gesichtern des ganz und gar nicht mehr jungen Kaiserpaars hervorheben. Zudem ist es deutlich nachteilig, dass die Darsteller vorrangig von unten gefilmt werden: Dieser Winkel lässt niemanden gut aussehen.</p>
<p>Fans von Michael Kunzes und Sylvester Levays Welthit kommen bei diesen konzertanten Aufführungen sicherlich auf ihre Kosten. Auch die einmalige Kombination von einem großen Orchester auf der Bühne und einer Teilinszenierung mit Kostümen, einigen Kulissen und Choreographien ist sehenswert. Gil Mehmert hat hier an vielen Stellen gute Ideen umgesetzt. Doch verglichen mit der Bühnenshow – egal, ob Originalshow von 1992 oder aktuelle Tourfassung von 2015 – bleibt dieses Konzert am Ende mittelmäßig.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" href="https://youtu.be/GX5dgYKSdhs"><strong>Promo-Video der Vereinigten Bühnen Wien</strong></a></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ehrenhof Schloss Schönbrunn, Wien</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 5. Juli 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Pia Douwes, Viktor Gernot, Mark Seibert, David Jakobs, Lukas Perman, Daniela Ziegler, Hans Neblung, Patricia Nessy</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Gil Mehmert / Sylvester Levay</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> VBW / Showfactory / Herwig Prammer<br />
</span></div>
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		<title>Mozart! Das Musical &#8211; Live aus dem Raimund Theater</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mozart-das-musical-live-aus-dem-raimund-theater/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 10:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Fassung von &#8222;Mozart!&#8220;, die im Sommer 2015 in Wien ihre Premiere feierte, konnte eingefleischte Fans weder inszenatorisch und von der Besetzung her wirklich überzeugen. Wer es nicht geschafft hat, sich die Show in Wien anzusehen, bevor sie nach China verlegt wurde, kann sich nun mit einer exzellenten DVD ein eigenes Bild von der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Fassung von &#8222;Mozart!&#8220;, die im Sommer 2015 in Wien ihre Premiere feierte, konnte eingefleischte Fans weder inszenatorisch und von der Besetzung her wirklich <a href="http://www.musicals-online.com/?p=154"><span style="color: #333399;">überzeugen</span></a>. Wer es nicht geschafft hat, sich die Show in Wien anzusehen, bevor sie nach China verlegt wurde, kann sich nun mit einer exzellenten DVD ein eigenes Bild von der Neu-Inszenierung machen.</p>
<p>Technisch gibt es wie bei allem Live-Aufnahmen aus den Wiener Musicalhäusern &#8211; sei es Audio oder Video &#8211; nichts auszusetzen. Die Aufnahme ist gestochen scharf, ruckelt nicht und der Regisseur setzt im Bildschnitt die richtigen Akzente. Es handelt sich um eine Live-Aufnahme aus dem Theater und genau das ist es auch! Die Nahaufnahmen sind nicht zu nah, zu jeder Zeit bleibt man Zuschauer. Nicht so, wie bei <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=305">&#8222;Miss Saigon&#8220;</a></span>, wo die Intimität zwischen den handelnden Akteuren durch die eingesetzte Kameratechnik nahezu vollständig verloren geht.</p>
<p>Dieser Live-Mitschnitt hat zwei sehr große Vorteile. Zum einen erlebt man die einzelnen Szenen noch intensiver, da die Mimik der Darsteller sehr gut eingefangen wird. Sitzt man im Theater vor der Bühne gehen durch die Distanz viele mimische Details fast zwangsläufig verloren.</p>
<p>Außerdem kommen die von mir bei Theaterbesuch wenig geschätzten Hintergrundprojektionen durch die vielen Totalen sehr gut zur Geltung. Sie bilden schöne Räume und schaffen zusammen mit dem guten Lichtdesign in einigen Szenen ein eindrucksvoll stimmiges Gesamtbild.</p>
<p>Insofern ist diese DVD sehr sehenswert und wirklich jedem zu empfehlen, der es nicht nach Wien geschafft hat.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Bernie Boess</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Oedo Kuipers, Thomas Borchert, Mark Seibert, Ana Milva Gomes, Barbara Obermeier</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> Sylvester Levay / Michael Kunze</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>MG-Sound Studios Vienna</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/flVs6XKHYIY" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/flVs6XKHYIY?autoplay=1"></iframe></center></p>
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		<title>Eine unterkühlte Strippenzieherin in ausgefallenen, puritanischen Kulissen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterkuehlte-strippenzieherin-in-ausgefallenen-sehr-puritanischen-kulissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 17:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Drew Sarich]]></category>
		<category><![CDATA[Evita]]></category>
		<category><![CDATA[Fabio Diso]]></category>
		<category><![CDATA[Katharine Mehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Koen Schoots]]></category>
		<category><![CDATA[Ronacher]]></category>
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		<category><![CDATA[Vladimir Korneev]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Publikum findet sich in einer Kinoatmosphäre wieder: Auf der Leinwand wird ein Film mit Argentiniens First Lady Eva Duarte de Perón gezeigt. Plötzlich bricht der Film ab und im Saal wird verkündet, dass ebendiese Schauspielerin, von ihrem Volk liebevoll Evita genannt, soeben verstorben ist. Andrew Lloyd Webbers düsterer Auftakt zur musikalischen Erzählung von Eva ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-unterkuehlte-strippenzieherin-in-ausgefallenen-sehr-puritanischen-kulissen/">Eine unterkühlte Strippenzieherin in ausgefallenen, puritanischen Kulissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">
<p>Das Publikum findet sich in einer Kinoatmosphäre wieder: Auf der Leinwand wird ein Film mit Argentiniens First Lady Eva Duarte de Perón gezeigt. Plötzlich bricht der Film ab und im Saal wird verkündet, dass ebendiese Schauspielerin, von ihrem Volk liebevoll Evita genannt, soeben verstorben ist.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Andrew Lloyd Webbers düsterer Auftakt zur musikalischen Erzählung von Eva Peróns bewegtem Leben, verschlägt dem Publikum regelmäßig die Sprache. Auch im Wiener Ronacher Theater bleibt dieser Effekt nicht aus. Das 24-köpfige Orchester unter der Leitung von Carsten Paap kann hier seine volle symphonische Stärke ausspielen und sorgt direkt zu Beginn für einen Gänsehautmoment. Verstärkt wird die beklemmende Situation durch die Trauergemeinde, die den Sarg in einem virtuellen Regen weißer Rosen von der Bühne trägt.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="283" height="401" /></div>
</div>
<p class="Body">Die Verwandlung von der dunklen Friedhofsstimmung zum fröhlichen Musikabend in Evitas Heimatdorf Junín gelingt ganz vorzüglich. Auch die angedeutete Häuserfront in Buenos Aires, vor der sich Evitas Liebhaber die Klinke in die Hand geben („Adiós und Danke“), wirkt sehr gut.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Stephan Prattes hat mit seinem Bühnenbild eine kalte, düstere Umgebung geschaffen, in der nur Evita und diejenigen, die sie mit ihrer Präsenz ehrt, im Licht stehen.</p>
<p class="Body">Dass Evita nicht nur die Männer im Allgemeinen, sondern insbesondere mächtige Männer um den Finger wickelt, wird in der dem ersten Treffen von Perón und Evita vorgeschalteten Szene klar: Die Mächtigen Argentiniens sind eigentlich nur Schießbudenfiguren, die eine nach der anderen „umfallen“, bis nur noch Perón übrig bleibt.</p>
<p class="Body">Die Treppen- und Geländer-Konstruktion, welche die verschiedenen Spielebenen (Peróns Villa, Casa Rosada) ermöglicht, ist großartig, wenn auch eine etwas wackelige Angelegenheit, da sie regelmäßig schon bespielt wird, während die einzelnen Elemente noch „zusammengesetzt“ werden. Zum ersten Mal kommt diese Konstruktion in voller Größe bei „Ich wäre wirklich gut für Dich“ zum Einsatz. Das sich öffnende Schlafzimmer wirkt aufgrund der umgebenden Stahlkonstruktion trotz der großen Bühne sehr intim.</p>
<p class="Body">Wenn sich Evita in der nächsten Szene Peróns bisheriger Geliebter auf unzweifelhafte Art entledigt („Du nimmst den Koffer wieder in die Hand“), wird einmal mehr deutlich, dass die deutschen Texte aus Michael Kunzes Übersetzung von 1981 nicht mehr zeitgemäß sind und auch nicht immer zu Lloyd Webbers Kompositionen passen wollen. „Star Quality“ mit „Glitter und Glanz“ zu übersetzen, passt nicht ganz. Das bei der „Regenbogen-Tour“ nahezu alle Designernamen in der deutschen Übersetzung fehlen, nimmt dem Song einen Teil seiner Bedeutung, auch wenn er dadurch vielleicht leichter zu singen ist.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_261_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Auch bei „Wach auf, Argentinien“ harmonieren die deutschen Texte wegen ihrer anderen Betonung nicht wirklich mit der Melodie des Stücks.</p>
<p class="Body">Durchaus spannend ist hingegen die Choreographie (Vincent Paterson) in einigen Szenen. Während die Tanzeinlagen meistenteils eher unspektakulär sind und dem Ensemble das Latino-Feeling nahezu gänzlich abgeht, sticht die Interpretation von „Fort mit diesem Weib“, in der Peróns Mitstreiter aus ihrer Abneigung gegen die Verbindung von Perón mit der nicht schicklichen Schauspielerin keinen Hehl machen, deutlich hervor. Der Tanz von und mit den Stühlen verleiht der intensiven Szene noch mehr Nachdrücklichkeit.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_285">
<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_4.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Zu Beginn des zweiten Akts zeigt sich, wer in dieser Inszenierung mit die beste Arbeit abgeliefert hat: Prattes’ Integration des Zuschauerraums in das Bühnenbild und andersherum (Stahlgitter an den Balustraden der Ränge, Säulen wie im Zuschauersaal auf der Bühne) schafft eine spürbare Nähe zwischen Darstellern und Zuschauern.</p>
<p class="Body">Die berühmteste Szene („Wein nicht um mich Argentinien“) wird auf einer Brücke in der Bühnenmitte gespielt. Die im Hintergrund projizierte Frontansicht der Casa Rosada lenkt jedoch leider von den Protagonisten ab. Nichtsdestoweniger kann Katharine Mehrling hier mit ihrem rauen Charme punkten. Sie spielt die First Lady, die ihrem Mann bedingungslos den Rücken stärkt, sehr souverän. Dennoch wird mehr als deutlich, dass sie ihren Mann genauso bedingungslos im Griff hat.</p>
<p class="Body">In der zweiten Hälfte des Stücks nimmt man Mehrling die Evita eher ab als im ersten Akt. Die lebensfrohe, jugendliche Landschönheit gelingt ihr bei weitem nicht so glaubhaft wie die berechnende, wenig feminine First Lady, die alles – auch ihre Gesundheit – dem Erfolg ihres Mannes unterordnet.</p>
<p class="Body">Dies wird während der „Regenbogen-Tour“ (Evitas Reise wird optisch auf einer farbenfroh umrandeten Europakarte nachgezeichnet) umso deutlicher: Um jeden Preis möchte sie die Europäer für die Politik ihres Mannes gewinnen. Als die Engländer sie brüskieren (sie wurde in einem Landhaus anstatt im Buckingham Palace empfangen), zeigt sie deutlich, welch eine Diva in der kleinen Lady steckt.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_375">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die insgesamt überzeugendste schauspielerische und gesangliche Leistung liefert Fabio Diso als Che ab: „Spendengelder fließen“ bringt er mit viel Energie und Sarkasmus über die Rampe. Auch im „Walzer für Eva und Che“ kann er überzeugen, selbst wenn die Szene insgesamt etwas träge inszeniert ist und man den kämpferischen Tanz mit wechselnder Führung der beiden Protagonisten vermisst. Dafür fällt das Lichtdesign (Andrew Voller) in dieser Szene sehr positiv auf.</p>
<p class="Body">Etwas über das Ziel hinaus schießt Regisseur Vincent Paterson mit dem Gebet „Santa Evita“, in dem er Eva als Madonna in einem Bilderrahmen hoch über den Köpfen der Betenden schweben lässt.</p>
<p class="Body">Das einzige Solo von Thomas Borchert als Juan Perón („Wie ein Diamant“) ist hingegen wieder höchst beklemmend inszeniert. Wenn er am Ende in die Mündungen der auf ihn gerichteten Waffen blickt, schluckt der ein oder andere Zuschauer kalt.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Evitas letzte Momente, in denen sie noch einmal ihr nur 33-jähriges Leben Revue passieren lässt, ist sicherlich eines der Highlights der neuen Wiener Produktion: Evita sitzt am Bühnenrand in einem Rollstuhl und wichtige Ereignisse spielen sich vor ihr auf der Drehbühne ab.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mehrling wirkt zart und gebrechlich als sie sich für ihre letzte Ansprache hinstellt, gestützt von Perón. Auch wenn diese Verletzlichkeit in ihrer Stimme nicht zu hören ist, schauspielerisch meistert sie diese Sequenz hervorragend.</p>
<p class="Body">Das Kreativteam für diese Neuinszenierung ist international und sorgt für viel frischen Wind. Vincent Paterson zeigt eine unbarmherzige Evita, die weder mit anderen noch mit sich Nachsicht kennt. Sein Che ist bitterböse und über alle Maßen sarkastisch. Alle anderen, auch Juan Perón, geraten zu Randnotizen.</p>
<p class="Body">Obwohl er in Sachen Choreographie über eine beeindruckende Vita verfügt (er hat Tourneen für und mit Madonna und Michael Jackson choreographiert), kann er bei „Evita“ damit leider nicht überzeugen. Die meisten Choreographien sind nicht akzentuiert genug, um den Latino- und Popklängen gerecht zu werden. Zudem sind sie sehr Mainstream und wenig originell, mit Ausnahme der bereits erwähnten Stuhltanzszene.</p>
<p class="Body">Stephan Prattes liefert mit seiner optischen Version von „Evita“ ein Meisterstück ab. Sicherlich polarisiert diese Art des Bühnenbildes stark, doch für mich funktioniert dieses Zusammenspiel zwischen grobschlächtigen Materialien und der hell erstrahlenden Welt von Evita sehr gut. Robert Schwaighofers Kostüme, an denen es nichts zu beanstanden gibt, fügen sich hier perfekt ein. Langweilig? Nein, sicherlich nicht. Rollendeckend und zeitgemäß? Auf jeden Fall!</p>
<p class="Body">Koen Schoots kann mit seinem großen Orchester musikalisch aus dem Vollen schöpfen. Das Orchester im Ronacher wird immer gern so groß wie irgend möglich besetzt – und genau dies zahlt sich am Ende aus. Die Musicals in diesem Haus klingen immer phantastisch! Auch bei „Evita“ lassen es die Musiker an nichts vermissen.</p>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_261_280">
<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Die Besetzung ist zumindest bei der Titelrolle sehr ungewöhnlich. Katharine Mehrling, sonst eher im Jazz und Chanson zuhause, klingt für eine Evita zu dunkel und ist vom Habitus her auch deutlich kantiger als ihre Rollenvorgängerinnen.</p>
<p class="Body">Dass Evita sich ihrer weiblichen Reize sehr bewusst war und diese treffsicher eingesetzt hat, nimmt man Mehrling nicht ab. Hingegen bringt sie Machthunger und Ehrgeiz der argentinischen First Lady absolut glaubwürdig rüber. Ihre Stärken liegen im Schauspiel und hier insbesondere im zweiten Akt, in dem sie den Aufstieg und Zerfall der zierlichen Diva sehr gut nachzeichnet.</p>
</div>
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<div id="id11" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_369">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der Erzähler und erklärte Feind Evitas ist Che. Auch wenn sich ihre Wege in der Realität nie gekreuzt haben, bietet das Gegenspiel der erfolgreichen Schauspielerin und des aufmüpfigen Revolutionärs viel Raum für charakterstarke Interpretation. Fabio Diso ist sicherlich noch ein wenig jung, um die Erfahrung ausspielen zu können, über die Erstbesetzung Drew Sarich verfügt, doch er macht seine Sache sehr gut. Gesangliche Unsicherheiten macht er mit einem charmanten, energiegeladenen Spiel wieder wett und kann so ein sehr gutes Gesamtbild abliefern.</p>
<p class="Body">Die einzigen beiden Männer aus Evitas Leben, die Andrew Lloyd Webber in seinem Musical auftauchen lässt, sind der Sänger Magaldi und ihr späterer Ehemann Perón. Während Magaldi von Evita als Sprungbrett nach Buenos Aires genutzt wird, hat sie an der Seite Peróns ganz andere Pläne für Argentinien.</p>
<p class="Body">Vladimir Korneev spielt den glücklosen Sänger und kann mit seinen beiden Szenen zumindest gesanglich etwas glänzen. Thomas Borchert hat als Juan Perón noch weniger solistische Momente. Perón ist sicherlich eine der eher undankbareren Rollen im Musical: Eigentlich eine Hauptfigur, aber leider nur wenig ausgearbeitet und nur dazu dienend, den Weg einer Schauspielerin in die Politik aufzuzeigen. Borchert spielt rollendeckend mit wenig Profilschärfe. Er kann nur mit einem Song wirklich glänzen. Doch das Zusammenspiel mit Mehrling funktioniert und die beiden harmonieren als Paar sowohl gesanglich als auch schauspielerisch. Borchert zeigt deutlich, dass sich Perón seiner Position in dieser Ehe durchaus bewusst war. Mehr ist aus dieser Rolle nicht herauszuholen.</p>
<p class="Body">Ist es wirklich interessant, ein Musical 40 Jahre nach der Veröffentlichung seiner ersten Aufnahme und 38 Jahre nach dessen Uraufführung in London noch einmal auf eine große Bühne zu bringen? Ja, auf jeden Fall! Insbesondere dann, wenn wie in Wien die Inszenierung in vielen Bereichen frisch und ungewöhnlich ist.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold">Theater:</span> Ronacher, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span> 26. März 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Darsteller:</span> Katharine Mehrling, Fabio Diso, Thomas Borchert</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Regie / Bühne:</span> Vincent Paterson / Stephan Prattes</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Fotos: </span>VBW / Deen van Meer</span></div>
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