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	<title>Riccardo Greco-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Romeo ist ein Lauch</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 21:27:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, das ist nicht despektierlich und auch nicht die Einleitung zu einer vernichtenden Kritik des neuen Hit-Musicals der Stage Entertainment &#8222;&#38;Julia&#8220;. Ganz im Gegenteil! &#8222;&#38;Julia&#8220; hält genau das, was man von einem Juke Box Musical mit Hits aus der Feder von Max Martin erwarten darf und liefert dazu noch eine blitzgescheite Story, die von Jana ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/romeo-ist-ein-lauch/">Romeo ist ein Lauch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das ist nicht despektierlich und auch nicht die Einleitung zu einer vernichtenden Kritik des neuen Hit-Musicals der Stage Entertainment &#8222;&amp;Julia&#8220;. Ganz im Gegenteil! &#8222;&amp;Julia&#8220; hält genau das, was man von einem Juke Box Musical mit Hits aus der Feder von Max Martin erwarten darf und liefert dazu noch eine blitzgescheite Story, die von Jana Mischke und Heiko Wohlgemuth wortgewandt und pointenreich ins Deutsche übertragen wurde.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3543 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x273.jpg" alt="" width="400" height="273" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x273.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x700.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x525.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Domino_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1343w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Max Martin sagt den meisten wahrscheinlich erstmals nichts. Doch Backstreet Boys, *NSYNC, P!nk, Katy Perry, Britney Spears, Justin Timberlake, Bon Jovi, Ariana Grande, Celine Dion, Taylor Swift oder The Weekend sind allen ein Begriff. Das sind nur einige der Künstler, für die Martin TOP 10 Songs geschrieben hat. Allein seit 1999 sind 50 Songs, die er komponiert hat, weltweit in den TOP 10 gelandet. 27 mal erreichte eines seiner Werke bisher sogar die Topplatzierung! Musikalisch ist diese Show also ein Selbstläufer.</p>
<p>David West Read (Autor von „Schitt’s Creek“) fiel die Aufgabe zu, diese Hits in ein Bühnentaugliches Gewand zu kleiden. In enger Zusammenarbeit entstand so nach vielen Jahren &#8222;&amp;Juliet&#8220;, das 2019 in Manchester uraufgeführt und seither in weiteren fünf Ländern Erfolge feiert(e).</p>
<p>Die Idee von &#8222;&amp;Julia&#8220; ist clever: Anne Hathaway, William Shakespeare&#8217;s gelangweilte, einsame, aber ziemlich clevere Gattin folgt ihrem Mann nach London und schlägt ihm &#8211; unverhandelbar &#8211; vor, das Ende von seinem gerade erst uraufgeführten &#8222;Romeo &amp; Julia&#8220; zu ändern. Ihr ist Julia zu sehr abhängig und wenig daran interessiert, ihre eigenen Träume zu leben. Ähnlichkeiten mit ihrem eigenen Leben sind mehr als nur zufällig, musste sie Shakespeare doch überstürzt heiraten, da sie schwanger war, und hatte danach keine andere Aufgabe als das Haus und die Kinder zu hüten, während ihr Mann sich in London in die Arbeit und das Vergnügen stürzte.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3536 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Tango_Shakespeare_Und_AnneCJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1749w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kreative Autorenpaar ersinnt daraufhin gänzlich divergierende Fortschreibungen von Julia&#8217;s Leben, manchmal ergänzen sie sich in ihren Ideen, meistens jedoch setzt sich Anne mit ihren fortschrittlichen Impulsen durch. Außer als William plötzlich beschließt, dass Romeo doch nicht vom Gift getötet wurde, wieder in Julias neuem Leben auftaucht und alles durcheinanderbringt.</p>
<p>Inszenatorisch hat Read die parallelen Handlungsstränge sehr clever miteinander verflochten. Ideen vom Ehepaar Shakespeare werden in der Folgeszene direkt umgesetzt. Sehr treffend, dass Anne als Julias &#8222;Bestie&#8220; April in diesen Szenen auch meist mit auftaucht und die Handlung quasi direkt mitsteuert. Julias weitere Gefährten sind Angelique (ursprünglich als Julias Amme an ihrer Seite) und die non-binäre May.</p>
<p>Die Ladies &#8211; April, May und Juli(a) &#8211; brechen auf nach Paris, wo sie das Leben feiern wollen. Sie schleichen sich auf den Renaissance Ball, den Lance DuBois für seinen Sohn Francois ausgerichtet hat, um eine Braut für ihn zu finden (alternativ würde er ihn zur Armee schicken). Dass Franky &#8211; wie ihn Julia sehr schnell nennt &#8211; gar nicht weiß, ob er Frauen oder Männer liebt, bekommt Papa Lance gar nicht mit. Denn das zufällige Aufeinandertreffen von May und Franky offenbart sofort tiefe Zuneigung, wohingegen das Treffen von Julia und Franky eher in Richtung Zweckehe und Win-Win-Gemeinschaft mündet. Die vom Vater begrüßte und Julia aus Verpflichtung Franky gegenüber stattfindende Hochzeitsfeier endet natürlich im Chaos, zumal plötzlich auch Romeo in Paris auftaucht und nichts unversucht lässt, seine Julia zurückzuerobern. Die jedoch hat inzwischen gelernt, dass Romeo kein Kostverächter war und seine Liebhaber:innenschar sehr groß ist. Julia weiß nicht, was sie wirklich will, aber so weitermachen wie bisher, möchte sie auf keinen Fall!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3541 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x671.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x503.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1536x1006.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Roar_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1803w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Ende der Story ist leider etwas abrupt und fällt im Vergleich zur Entwicklung der Story davor deutlich ab. Hier hilft die Musik sehr, über diese Schwäche hinwegzublicken.</p>
<p>Viele Songs wurden neu arrangiert, die Texte aber kaum verändert. Aus &#8222;…Baby One More Time&#8220; einen Tango zu machen, ist schon gewagt, funktioniert aber großartig. Hier hat Willemijn Verkaik als Anne Hathaway einen ersten großen Moment. Sie ist die perfekte Besetzung, verfügt über das perfekte Timing, hat eine komische Ader und singt begnadet, was im zweiten Akt zu spontanen Stehenden Ovationen führt (&#8222;That&#8217;s the way it is&#8220; von Celine Dion).</p>
<p>Auch die wieder aufflammende Romanze von Lance und Angelique (die früher auch als Amme in seinem Haus tätig war) ist sehr gewitzt mit eingeflochten. Jacqueline Braun erinnert sicherlich nur zufällig in Optik und Spiel an Melissa McCarthy. An komödiantischem Talent und Stimmgewalt mangelt es ihr sicherlich keinesfalls. Wie die beiden umeinander herumschleichen, um dann doch die Nacht miteinander zu verbringen, ist köstlich (&#8222;Teenage Dream/Break Free&#8220;). Dass Lance sehr ernste Absichten hat, glaubt man ihm sofort. Carlos de Vries kann den Wandel des strengen Familienoberhaupts zum gefühlvollen Verehrer und verständnisvollen Vater sehr gut nachzeichnen. &#8222;Shape of my heart&#8220; unterstreicht diese Wandlung sehr treffend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3539 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_2_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Dreiecksbeziehung von May und Franky und Franky und Julia ist unterhaltsam nachgezeichnet. Am Ende entscheidet sich Franky für das, was sein Herz ihm sagt (&#8222;It&#8217;s Gonna Be Me&#8220;) und lässt die Hochzeit platzen. Oliver Edward ist dem Hamburger Publikum aus &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/">Hamilton</a>&#8220; bekannt. Seine Stimme ist so markant, dass man mit geschlossenen Augen sofort Philipp vor sich sieht. Doch auch ihm gelingt es, seine Zerrissenheit und sein Gefühlschaos glaubwürdig über die Rampe zu bringen. &#8222;I Kissed a Girl&#8220; nachdem Franky und May sich zum ersten Mal küsste, ist wunderbar gefühlvoll und natürlich.</p>
<p>May ist die Symbolfigur für Diversität in diesem Stück. Manchmal ist es recht plakativ, doch Bram Tahamata spielt gewinnend über diese Offensichtlichkeiten hinweg. Sein &#8222;I&#8217;m Not a Girl, Not Yet a Woman&#8220; ist herzzerreißend. Und &#8222;Confident&#8220; (von Demi Lovato) ist DIE Hymne des Abends. Damit kann sich zweifelsohne jeder im Saal identifizieren. &#8222;What do you want from me&#8220; strotzt vor aufgestauter Energie und Gefühl. Richtig richtig gut!</p>
<p>Über Romeos Wiederauferstehung kann man zweifellos streiten. Amüsanterweise wird Romeo als Weichei im Mantel eines unsympathischen Selbstdarstellers beschrieben. Raphael Groß spielt diese Rolle sehr gut und so unterschreibt man die Aussage von Anne Hathaway &#8222;Romeo ist ein Lauch!&#8220; auch nur allzu gern. Es dauert eine Weile bis Romeo erkennt, dass seine Fassade ihn nicht weiterbringt. Julia stellt ihn mit &#8222;Since U been gone&#8220; sehr klar zur Rede und er nimmt sich vor, um sie zu kämpfen. Dazu zählt seine Performance auf der Hochzeit mit der &#8222;Bois Band&#8220; und &#8222;Everybody&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3538 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x280.jpg" alt="" width="400" height="280" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-400x280.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-1024x716.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1-768x537.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Problem_1_CJOHAN_PERSSON_STAGE_ENTERTAINMENT-1.jpg 1205w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch Julia kann er nicht zurückgewinnen. Anne hat sich für Julia kein Happy End gewünscht, sondern die Chance, eigene Entscheidungen zu treffen. Und so endet das Stück zwar mit einem Hoffnungsschimmer für Romeo, doch den Ton gibt in Zukunft ganz klar Julia an.</p>
<p>Chiara Fuhrmann ist eine souveräne, selbstbewusste Julia, die sich gesanglich mit Max Martins Songs wohlfühlt und die vielen Stimmungsschwankungen, die ihrer Figur auferlegt werden, sehr gut nachzeichnen kann. &#8222;Stronger&#8220;, &#8222;Oops!&#8230; I Did It Again&#8220;, &#8222;Roar&#8220; sind nur einige überzeugende Beispiele dafür.</p>
<p>Anne und William bekommen am Ende das, was beide sich gewünscht haben: Romeo &amp; Julia haben eine Zukunft &#8211; eventuell sogar gemeinsam &#8211; und Julia darf eine junge Frau sein, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. William entschuldigt sich bei seiner großen Liebe Anne (&#8222;I Want It That Way&#8220;) und akzeptiert, dass er eine starke Frau an seiner Seite hat. Andreas Bongard hat einerseits die namhafteste Rolle des Stücks, andererseits auch die blasseste: Shakespeare ist zwar der eigentliche Schöpfer von &#8222;Romeo &amp; Julia&#8220;, doch alles was an diesem Abend passiert, ist von Anne initiiert worden. Diesen Spagat muss man erstmal schauspielerisch hinbekommen. Bongard gelingt dies durchaus gut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3537 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/JPG-72-dpi-RGB-SE_Julia-Deutschlandpremiere_Chiara_Fuhrmann-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wie bereits erwähnt, kommt das Ende etwas plötzlich und das Ensemble fackelt mit Justin Timberlake&#8217;s &#8222;Can&#8217;t Stop the Feeling!&#8220; ein riesiges Feuerwerk ab. Einmal mehr kann man die vielseitigen Kostüme von Paloma Young in all ihrer Pracht bewundern und sich von den modernen Choreografien von Jennifer Weber mitreißen lassen. Es hält niemanden mehr auf den Sitzen! Das Publikum feiert das Ensemble und Max Martins Welthits der letzten 25 Jahre!</p>
<p>Ein Wort noch zu Philipp Gras, der die neunköpfige Band als musikalischer Leiter fulminant antreibt. Die Arrangements sind so musicaltauglich, dass sogar einzelne Instrumente, wie das gänsehautverursachende Cello, nicht nur zu hören sind, sondern sprichwörtlich inszeniert werden, was perfekt in den kompositorischen Gesamtrahmen passen.</p>
<p>&#8222;&amp;Julia&#8220; hat das Potential eine Hitshow für das Publikum von heute zu werden. Hierzu trägt auch bei, dass die Songs zu 99% auf Englisch gesungen werden. Manchmal wird ein Song durch eine deutsche erste Zeile eingleitet und dann aber im bekannten englischen Original fortgesetzt. Genau so kann man junge Menschen für das Genre Musical begeistern!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. Oktober 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Chiara Fuhrmann, Willemijn Verkaik, Andreas Bongard, Raphael Groß, Jacqueline Braun, Carlos de Vries, Oliver Edward, Bram Tahamata</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik:</strong> Luke Sheppard / Max Martin<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac Matzen<br />
</span></p>
<hr />
<h2>Alles neu macht der März&#8230;</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3631 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-768x1151.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1025x1536.jpg 1025w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1366x2048.jpg 1366w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio2_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-scaled.jpg 1708w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Seit 6. März hat das Ensemble von &#8222;&amp;Julia&#8220; im Operettenhaus Verstärkung: Riccardo Greco ist als leidgeplagter, wortgewandter William Shakespeare zu erleben.</p>
<p>Doch nicht nur der Zuwachs auf der Bühne bringt neuen Schwung in das pfiffige Popmusical, auch die Straffung der Handlung &#8211; insbesondere zu Beginn des 1. Akts &#8211; tun dem Stück sehr gut. Kurzweilig , amüsant und musikalisch einfach nur ansteckend, begleitet das Publikum Julia auf ihrem eigenen (durch Shakespeares Frau Anne Hathaway erdachten) Weg in eine neue, selbstbestimmte Zukunft.</p>
<p>Chiara Fuhrmann hat sich sehr gut in die Rolle der selbestbewussten Julia eingefunden, Jacqueline Braun lässt als sie als ihre Amme bei fast keinem Schritt aus den Augen. Ausnahme sind die Momente, die die Amme mit ihrer großen Liebe Lance (Carlos de Vries) . Die beiden sind einmal mehr ein Garant fürs Lachmuskeltraining!</p>
<p>Bram Tahamata und Oliver Edward bestechen als May und Franky nicht nur durch ihre bis in den Rang spürbare Emotionalität, sondern auch mit ihrem Gesang. Illias Sidi-Yacoub darf in dieser Vorstellung &#8222;den Lauch&#8220; Romeo spielen und lässt aufhorchen. Auch Romeo zeigt Selbstbewusstein!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3632 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/10/JPG-72-dpi-RGB-_JULIA_HH_Prio1_ShakespeareUndAnne_cMorrisMacMatzen_StageEntertainment-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Herausragend ist auch diesmal Willemijn Verkaik, die Anne Hathaway mit bühnenfüllendem Engagement, Sinn für Pointen, einen gehörigen Portion Frechheit und einer Stimmgewalt, die ihresgleichen sucht, zum Leben erweckt. An der Seite solch einer starken Frau hat es jeder Mann schwer, doch Greco gelingt es, den vermeintlich unterlegenen Schriftsteller mit dem perfekten Maß an Aufmüpfigkeit und Kreativität auszustatten, so dass das Autorenpaar seinen gemeinsamen Weg gleichberechtigt fortsetzen kann.</p>
<p>Das Publikum war auch gut vier Monate nach der Premiere begeistert! Die Song von Max Martin zünden ausnahmslos und man sieht schon in den ersten Minuten Zuschauer mitwippen und -klatschen. Wenn das nicht für den Erfolg dieser Show spricht, was dann?</p>
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<p style="text-align: right;"><span style="color: #333399;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. März 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Chiara Fuhrmann, Willemijn Verkaik, Riccardo Greco, Raphael Groß, Jacqueline Braun, Carlos de Vries, Oliver Edward, Bram Tahamata</span><br />
<span class="Bold" style="color: #333399;"><strong>Regie / Musik:</strong> Luke Sheppard / Max Martin<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac Matzen</span></p>
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		<title>Überzeugende Protagonisten in einem gelungenen Gesamtkonzept</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ueberzeugende-protagonisten-in-einem-gelungenen-gesamtkonzept/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2021 11:15:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Femke Soetenga]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Soyka]]></category>
		<category><![CDATA[Footloose]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Greco]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das First Stage Theater hat sich nach „Carrie“ erneut Verstärkung ans Haus geholt und ergänzt ihr Ensemble durch Femke Soetenga (Vi Moore), Riccardo Greco (Ren McCormack), und Florian Soyka (Reverend Shaw Moore). Alternierend stehen Kaatje Dierks (Vi Moore) und Marius Bingel (Ren McCormack) auf der Bühne. Dieses Vorgehen hat Vor- und Nachteile… Natürlich ziehen bekannte ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das First Stage Theater hat sich nach „<a href="https://www.musicals-online.com/?p=2623">Carrie</a>“ erneut Verstärkung ans Haus geholt und ergänzt ihr Ensemble durch Femke Soetenga (Vi Moore), Riccardo Greco (Ren McCormack), und Florian Soyka (Reverend Shaw Moore). Alternierend stehen Kaatje Dierks (Vi Moore) und Marius Bingel (Ren McCormack) auf der Bühne.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3129 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1.jpg 1079w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dieses Vorgehen hat Vor- und Nachteile… Natürlich ziehen bekannte Namen mehr Zuschauer an, vielleicht motivieren sie die Studierenden sogar und sie können von ihren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen etwas lernen, doch auf der anderen Seite haben die Absolventen so nicht die Möglichkeit sich in einer tragenden Rolle zu beweisen und zu lernen, wie man eine Hauptrolle angeht.</p>
<p>Doch das, was das Publikum an diesem Abend zu sehen bekommt, ist Musiktheater aus einem Guss! Es stimmt einfach alles: Licht, Ton und vor allem die Bühne, die in den letzten Monaten aufwändig umgebaut wurde, begeistern vom ersten Moment an. Der Schwarzlichttunnel mit Graffitis, durch den das Publikum den Saal betritt, der Sound der vorbeirauschenden Chicagoer U-Bahn, die Stahlbrücke, die schmucklosen Backsteinwände – das gesamte Erscheinungsbild ist perfekt. Allein schon für das Set Design und das Licht kann man Felix Wienbürger und Felix Löwy gratulieren.</p>
<p>Dazu stehen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn Darsteller auf der Bühne. Warum? Damit die Zuschauer, die aufgrund der Einlassregeln als erste und somit sehr früh Platz nehmen müssen, bereits unterhalten werden. Diese Darsteller sind es auch, die zu Showbeginn unmissverständlich auf die durchgehend zu tragende medizinische Maske hinweisen.</p>
<p>Schon beim Eröffnungssong zeigt sich die Energie des Ensembles. Die flotte Oma, die zu „Footloose“ leicht kantig ihre Hüften schwingt, ist großartig! Nebenbei wird eingeflochten, dass Ren mit seiner Mutter in das Kaff Bomont ziehen muss, da sie sich das Leben in Chicago, nachdem ihr Mann sie verlassen hat, nicht mehr leisten kann. Im sprichwörtlichen Handumdrehen findet sich das Publikum im sonntäglichen Gottesdienst von Reverend Moore wieder, wo sofort klar wird, dass der musik- und tanzliebende Ren hier überhaupt nicht hin passt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3125 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-1024x681.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1.jpg 1082w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Florian Soyka hat eine wundervolle Stimme, mit der er dem in Bomont tonangebenden Reverend sowohl Autorität verleiht als auch Verletzlichkeit („Hör nur einmal auf Dein Herz“). Vi, seine Gattin, ist zwischen Verständnis für ihren trauernden Mann, eigener Aufopferung für die guten Absichten des Reverends und der Liebe zu ihrer pubertierenden Tochter Ariel hin- und hergerissen. Femke Soetenga lässt als Vi Moore immer wieder durchblitzen, dass sie die Meinung ihres Gatten nicht immer teilt, ihn aber nahezu bedingungslos unterstützt (ganz wundervoll im Duett mit Rens Mutter Ethel (Juliane Elisabeth Neu) „Lieber will ich schweigen“). Auch ihr Solo „Hör nur einmal auf Dein Herz“ quillt an Wärme und Liebe nur so über. Dabei ist es nicht leicht, immer wieder zwischen Vater und Tochter zu vermitteln, ohne selbst unter die Räder zu kommen.</p>
<p>Das gar nicht so brave Pfarrerstöchtern Ariel wird von Faye Bollheimer mit viel Eigensinn und ansteckender Energie gespielt. Ariel hat es faustdick hinter den Ohren und heckt gemeinsam mit ihren Freundinnen Rusty (Lena-Sophie Pudenz), Urleen (Anna Luca Faradi) und Wendy Jo (Charlotte Elisabeth Schramm) ziemlich viel Blödsinn aus. Zudem ist sie auch noch mit dem stadtbekannten Rowdy Chuck (Luka Maksim Klais) zusammen. „Die Kleine ist heiß“ wird durch eine sehr offensiv-körperliche Choreographie unterstrichen. Wenn der Papa das wüsste…</p>
<p>Die Mädels sind es auch, die Ren mit „Jemand schaut zu“ aufklären, dass in Bomont nichts unbeobachtet bleibt. Das Timing der vier Darstellerinnen in dieser Szene ist perfekt. Und Grecos Mimik spricht Bände! Diese Szene ist nur ein Beispiel dafür, dass Regisseur Felix Löwy „Footloose“ schön frech und natürlich inszeniert hat. Die Künstler auf der Bühne wirken alle nahbar und ihre Handlungen nachvollziehbar.</p>
<p>Ariel spürt, dass Ren sich mit dem geltenden Tanzverbot nicht abfinden möchte. Sie ist von dem unangepassten Großstädter fasziniert. Im Rollschuh-Café provoziert sie ihn zu „Holding out for a hero“ schon arg. Dass es zwischen den beiden funkt, bleibt nicht unbemerkt und macht Chuck eifersüchtig, was dazu führt, dass Ren Ariel vor ihrem Freund beschützen muss.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3127 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-400x257.jpg" alt="" width="400" height="257" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-400x257.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-1024x657.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-768x493.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1.jpg 1122w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Holding out for a hero“ ist die aufwändigste Szene im Stück: Rasante 1980er Jahre Choreographien (verantwortlich: Phil Kempster), schnelle Kostümwechsel, farbenfrohe Lichtstimmungen – all dies macht richtig Spaß. Warum jedoch (mit patriotisch gefärbten Leuchtstangen tanzende) US-Soldaten die so dringend benötigten Helden darstellen, die von Mädels in äußerst knappen ebenfalls blau-weiß-roten Badeanzügen angehimmelt werden und dann auch noch Captain America in voller Montur tanzend sich plötzlich gegen eben jene Soldaten erwehrt, erschließt sich nicht. Schwungvoll und unterhaltsam ist diese Szene aber dennoch.</p>
<p>Die anschließende Sportstunde ist optisch nicht weniger kitschig. Knappe Sportshorts bei den Herren und noch knappere Aerobic-Anzüge bei den Damen wecken Erinnerungen an höchst fragwürdige Sportmode. Nicht zu vergessen die Stulpen!</p>
<p>Ren motiviert die Schüler, für ihre Wünsche einzustehen. Sie wollen einen Abschlussball feiern – mit allem was dazu gehört! Dazu werden Flugblätter verteilt (die im Saal von oben auf die Köpfe der Zuschauer herunter regnen) und Ren auserkoren, mit dem Reverend zu sprechen.</p>
<p>Diese Konfrontation zwischen Ren und Shaw („Befreit“) ist sehr gut inszeniert. Die Chemie zwischen Greco und Soyka stimmt, die Choreographien sind passend zum Thema „Wer die Angst besiegt“. Erfolg hat Ren mit seinem leicht naiv wirkenden Plädoyer jedoch nicht.</p>
<p>Frustriert schleichen sich die Jugendlichen davon, um im Nachbardorf tanzen zu gehen. Dort stehen Country und Line-Dance auf dem Programm. Kempster hat die Tänze vielseitig in Szene gesetzt, viel Lebensfreude und positive Vibes fließen dem Publikum entgegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3128 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1.jpg 1078w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Willard (Aliosha Jorge Ungur) und Rusty (Pudenz) werden von Ren und Ariel in die richtige Richtung geschupst. Denn dass die beiden ein süßes Paar abgeben würden, sieht jeder! Willard entdeckt an diesem Abend sein tänzerisches Können, was von Rusty mit einem schauspielerisch und gesanglich sehr gelungenen „Let’s hear it for the boy“ gefeiert wird.</p>
<p>Doch der Abend endet nicht so fröhlich, wie er begann. Ariel wird von ihrem enttäuschten und überforderten Vater geohrfeigt. Vergeblich versucht Vi einmal mehr zu vermitteln. Soetenga und Soyka geben ein sehr glaubwürdiges, in tiefer Liebe verbundenes Paar ab, das sich nach dem Tod des Sohnes zwar auseinandergelebt hat, aber langsam wieder entdeckt, was es aneinander hat.</p>
<p>Ariel verschwindet von zuhause, wird von Chuck aufgegriffen und ziemlich unsanft gemaßregelt. Sie trifft auf ihre Freunde, die gerade Pläne für die anstehende Stadtratssitzung schmieden. Willard lässt alle  ausführlichst daran teilhaben, was seine „Mama sagt“. Ungur zeigt hier ein untrügliches Gespür für Komik, gepaart mit seiner unerwartet souligen Stimme eine unnachahmliche Mischung.</p>
<p>Ren ist von dieser (zugegebenermaßen etwas langatmigen) Litanei irritiert und leicht genervt. Grecos Ausdruck ist unbezahlbar! Auch wenn es phasenweise ein wenig ungewöhnlich erscheint, dass Ren eher der nette Junge von nebenan anstatt des aus dem Film bekannten Aufrührers ist, passt dies sehr gut und Greco wirkt in seinen zu großen Karottenjeans und schlechtsitzenden Lederjacken nur um so authentischer. Mit diesem Mehr an Empathie erreicht er die Zuschauer spielend.</p>
<p>In der folgenden Szene gestehen sich Ren und Ariel ihre Liebe. „Wunderland“ wird von Greco und Bollheimer schnörkellos und warmherzig intoniert, ihre Stimmen harmonieren insbesondere in den tiefen Lagen ganz wunderbar. Man wünscht den beiden ein großes Haus mit 1500 Zuschauern, die ihnen sicherlich genauso andächtig lauschen wie die Corona-bedingt sehr wenigen Gäste an diesem Abend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3130 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-1024x650.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Stadtratssitzung gerät zur Farce, was den Jugendlichen natürlich überhaupt nicht gefällt und bei Vi den Geduldsfaden reißen lässt. Doch alle Fürsprache nützt nichts, der Stadtrat lehnt den geplanten Abschlussball ab.</p>
<p>Rens Mutter klärt ihren Sohn jedoch dahingehend auf, dass der Reverend die Abstimmung im Vorfeld schon mit den anderen Stadträten besprochen und ihn so hintergangen hat. Die Kids hatten trotz der besten Vorbereitung inkl. Bibelzitate keine Chance auf eine faire Verhandlung.</p>
<p>Ren nimmt all seinen Mut zusammen und geht zum Reverend in die Kirche. Diesmal hat er die besseren Argumente und Shaw hat ein Einsehen. Was die Gemeinde am nächsten Morgen hört, ist die Predigt eines geläuterten Vaters, der den Tanzabend „mit Gottes Hilfe“ erlaubt. Einmal mehr glänzt Soyka in dieser Szene mit seiner warmen Stimme.</p>
<p>Mit dem Finale zu „Footloose“ wird dann ein Feuerwerk an Choreographien und guter Laune abgebrannt. Die Kids tanzen sich die Seele aus dem Leib, all die aufgestaute Energie bricht sich bahn. Aber auch die älteren Semester – allen voran das Ehepaar Moore – schwingt eifrig das Tanzbein. Boris Netsvetaev und die tadellos aufspielende Band tragen hierzu einen nicht unerheblichen Teil bei.</p>
<p>Die Zugabe ist fröhlich und versprüht Zuversicht und Optimismus pur. Das ist genau das, was die Menschen jetzt brauchen! Nicht nur in der Handlung des Stücks, sondern auch auf den Zuschauerplätzen und ehrlicherweise überall auf der Welt!</p>
<p>„Footloose“ im First Stage Theater ist ein rundum gelungenes Stück, da alle Künstler vor, auf und hinter der Bühne ihr Handwerk verstehen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">13</span><span class="Bold">. August 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Studierende der Stage School, Femke Soetenga, Riccardo Greco</span></span><span style="color: #000080;"><span class="Bold">, Florian Soyka<br />
<strong>Musik / Bühne: </strong>Felix Löwy / Felix Wienbürger<br />
<strong>Fotos: </strong>First Stage / Mundkowski</span></span></p>
</div>
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		<title>Ein gut gemachtes Konzert, das auch im Live-Stream überzeugt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-gut-gemachtes-konzert-das-auch-im-live-stream-ueberzeugt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 10:58:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
		<category><![CDATA[Chris de Burgh]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schöne]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Henschel]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Fulda]]></category>
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		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Brussmann]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Greco]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Hood]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Christ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ins Internet übertragen wurde.</p>
<p>Lediglich 200 Gäste konnten in der Orangerie des Schlosses Fulda live dabei sein, als Chris de Burgh und Dennis Martin der Welt ihr neues Werk präsentierten. An den heimischen Endgeräten jedoch wollten sich mehr als 35.000 Zuschauer dieses Live-Konzert nicht entgehen lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3132 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Die Besetzung für dieses Konzert bestand aus Darstellern, die schon in vielen Stücken der Spotlight Musicals GmbH zu sehen waren, sowie Gästen, die dem Publikum durch zahlreiche andere Shows bekannt sind. Mark Seibert, Johanna Zett sowie Riccardo Greco gehörten zu den „Zugereisten“, die als Robin Hood, Lady Marian und Guy von Gisbourne auf der Bühne standen. Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke und Thomas Christ wiederum sind für regelmäßige Besucher der Schlossfestspiele in Fulda bekannte Gesichter.</p>
<p>Dazu kamen noch 15 weitere Sängerinnen und Sänger, die an diesem Abend als Chor fungierten sowie das große Orchester unter der Leitung von Frank Hollmann. Die Bühne war also wirklich voll! Schön, so etwas endlich wieder sehen zu können!</p>
<p>Chris de Burgh und Dennis Martin führten von einer Couch am Bühnenrand durch den Abend und erläuterten den szenischen Hintergrund der einzelnen Songs. An Anekdoten rund um die Entstehung des Stücks wurde ebenfalls nicht gespart. Diese Moderation wirkte über weite Teile sehr hölzern und einstudiert, wurde aber durch den sympathischen Chris de Burgh wettgemacht, der auch mit 50 Jahren Bühnenerfahrung kein bisschen von seinem Charme und irischen Witz verloren hat.</p>
<p>Spannend ist, dass zu Beginn des Stücks die alles andere als harmonische Beziehung von Robin von Loxley und seinem Vater thematisiert wird. Reinhard Brussmann ist ein unnachgiebiger, strenger Vater, der mit seinem Sohn häufig aneinandergerät („Wie ein wahrer Loxley“). Mark Seibert, der eigensinnige Spross, hält dagegen und schließt sich aus purem Trotz den Kreuzzügen an. Dieser Robin ist alles andere als sympathisch!</p>
<p>Im Duett mit seiner sehr jungen Frau Marian (sie ist erst 14 Jahre alt), tritt ein anderer, mitfühlender Robin zutage. Chris de Burgh singt die erste Strophe auf Englisch, dann übernehmen Seibert und Zett.</p>
<p>In der Folge lernt das Publikum alle relevanten Charaktere kennen, allen voran Thomas Christ, den machthungrigen Sheriff von Nottingham, dem alles Recht ist, um seine Tochter Marian bestmöglich zu verheiraten. Der gutmütige und in diesem Stück wohl nicht ganz so schusselige Bruder Tuck wird von André Haedicke gesungen. Seine Stimme bleibt im Kopf!</p>
<p>Will Scarlett und auch Marian müssen sich bei „Entrechtet, geächtet“ den Anschuldigungen des Sheriffs erwehren. Henschel als Scarlett lässt aufhorchen.</p>
<p>Dass Dennis Martin maßgeblich für dieses Musical mit verantwortlich ist, lässt sich spätestens bei „Wie ein guter Vater“ nicht mehr verleugnen. Deutlich erinnert die Melodie an „Die Päpstin“ und „Bonifatius“. Die Kombination von E-Gitarre und Streichern gelingt sehr charmant.</p>
<p>Beim Duett „Ich weiß nicht, wer Du bist“ meint man zu wissen, dass der Komponist Sabrina Weckerlin vor Augen hatte, als er den Song schrieb. Doch auch Zett hat eine sehr schöne Stimmfarbe, die gut zu diesem Song passt. Zudem harmoniert sie gesanglich sehr gut mit Seibert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3133 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Robin ist nach seiner Rückkehr sehr mit sich selbst beschäftigt („Woran kann ich noch glauben?“), doch Marian rüttelt ihn unmissverständlich wach („Du bist nicht allein auf dieser Welt“). Seibert gelingt es, sein ziemlich psyeudo-dramatisches Solo sehr dosiert über die Rampe zu bringen, so dass es nicht ins Kitschige abdriftet. Auch das finale Duett der beiden („Endlich frei sein“) unterstreicht die große Harmonie der beiden. Das klingt schon jetzt richtig gut.</p>
<p>Christian Schöne hat seinen großen Auftritt als fieser König John mit „Eine neue Zeit“. Kurzerhand feuert er den zögerlichen Sheriff von Nottingham und ersetzt ihn durch seinen getreuen Guy von Gisbourne. Schöne, Greco und Christ liefern sich einen sehr intensiven Austausch, wobei Schöne als Despot die überzeugendste Vorstellung gibt.</p>
<p>In der Folge kommt es zu der bekannten Rivalität zwischen Robin und Gisbourne, die in Grecos Solo „Ich oder Du“ gipfelt. Grecos beeindruckende Mimik lässt die Zuschauer sehr gut nachfühlen, dass er sich von König John unfair behandelt fühlt.</p>
<p>Die Entrechteten feiern ihren gelungenen Coup („Wir hab‘n die Kohle“) mit einem ‚Irish Jig Song‘. Warum Dennis Martin der Ansicht war, dass diese Partynummer unbedingt irisch sein musste (wenn Nottingham doch mitten im tiefsten England liegt), erschließt sich nicht. Dass Chris de Burgh diesen Song jedoch mal eben so aus dem Handgelenk geschüttelt hat, glaubt man wiederum sofort. Diese Musik liegt ihm einfach im Blut!</p>
<p>Statt des eigentlichen Final-Songs, den sich die Macher für die Premiere im kommenden Jahr aufheben, wurde mit „Robin Hood“ eine Ensemble-Nummer aus der Mitte des Stücks gewählt, die aber ebenfalls viel Energie freisetzt. Dass dieser Song Ähnlichkeiten mit „Fassade“ aus Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ ausweist, spielt hier sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle.</p>
<p>Als Zugabe erlebt das Publikum den Chris de Burgh, den es kennt: Mit „High on Emotion“ bringt er alle zum Klatschen und Tanzen. Wer kann, der kann! Und das auch noch mit bald 73 Jahren!</p>
<p>„Robin Hood“ als Musical-Konzert war eine willkommene Abwechslung im aktuellen Corona-Trott. Viele der Songs zünden sicherlich erst richtig, wenn sie in ihre Handlung eingebettet sind. Doch man bekommt einen guten Eindruck, was nächstes Jahr in Fulda zu erwarten ist. Die Konzert-Besetzung ist in jedem Fall sehens- bzw. hörenswert. Ob sie es auch sein werden, die im kommenden Sommer die Premiere spielen, wird die Zeit zeigen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Orangerie Schloss Fulda</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Live-Stream:</strong> 6</span><span class="Bold">. August 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Mark Seibert, Riccardo Greco, Johanna Zett, Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke, Thomas Christ </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Dennis Martin / Chris de Burgh<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stephan Drewianka<br />
</span></p>
</div>
</div>
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		<title>Dramatisch, menschlich und so aktuell wie nie</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/dramatisch-menschlich-und-so-aktuell-wie-nie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2019 07:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Ariana Schirasi-Fard]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Chasity Crisp]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Fröhlich]]></category>
		<category><![CDATA[Christof Messner]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Dett]]></category>
		<category><![CDATA[Gernot Romic]]></category>
		<category><![CDATA[Gino Emnes]]></category>
		<category><![CDATA[Hanna Kastner]]></category>
		<category><![CDATA[Landestheater Linz]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Davids]]></category>
		<category><![CDATA[Myrthes Monteiro]]></category>
		<category><![CDATA[O. J. Lynch]]></category>
		<category><![CDATA[Ragtime]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Greco]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Flaherty]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Musical von Stephen Flaherty (Musik) und Terrence McNally (Buch) handelt von drei unterschiedlichen Gruppierungen, deren Wege sich im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts auf verschiedenste Arten kreuzen: Da ist Mutter, die Matriarchin einer Familie aus New Rochelle, New York, die in Abwesenheit ihres Mannes ihr Herz für Minderheiten entdeckt, eine Afro-Amerikanerin mitsamt Neugeborenem bei ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Musical von Stephen Flaherty (Musik) und Terrence McNally (Buch) handelt von drei unterschiedlichen Gruppierungen, deren Wege sich im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts auf verschiedenste Arten kreuzen: Da ist Mutter, die Matriarchin einer Familie aus New Rochelle, New York, die in Abwesenheit ihres Mannes ihr Herz für Minderheiten entdeckt, eine Afro-Amerikanerin mitsamt Neugeborenem bei sich aufnimmt und ihrem Sohn und Bruder so vorlebt, das alle Menschen gleich sind. Dann gibt es Coalhouse Walker Jr., einen Jazzpianisten aus Harlem, Vater des Babys, das in Mutters Obhut aufwächst, der wegen seiner Impulsivität und seines ausgeprägten Gerechtigkeitssinns immer wieder in Rassenkonflikte gerät. Schließlich repräsentiert der Erfinder Tate mit seiner Tochter jüdische Einwanderer aus Lettland. Ihm gelingt es mit Witz und Geschick, Karriere zu machen und dabei die weiße Oberschicht um den Finger zu wickeln.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2559 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/21-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/21-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/21.jpg 720w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Im Linzer Landestheater wird eine deutsche Fassung gezeigt, die vom Bruckner Orchester Linz unter der musikalischen Leitung von Tom Bitterlich voluminös intoniert wird. 27 Darsteller, darunter namhafte Gäste wie Gino Emnes (Coalhouse), Myrthes Monteiro (Sarah), Riccardo Greco (Tate) und Carsten Lepper (Vater), und der große Chor des Landestheaters werden den schwungvollen, abwechslungsreichen Kompositionen mehr als gerecht.</p>
<p>Schon bei der Ouvertüre zeigt sich, dass auch bei Inszenierung (Matthias Davids) und Bühne (Hans Kudlich) alles genau durchdachte wurde: Der Sichtschutzvorhang wird an einer Stelle „durchsichtig“ und man sieht den Sohn von Mutter und Vater agieren. Die drei Gemeinschaften werden vorgestellt – jede in ihrer eigenen Farb- und Melodiewelt. Zeitgenossen wie der Magier Houdini (in der besuchten Vorstellung anlässlich der Linzer Pride Parade mit Regenbogensocken von der Decke schwebend), Vaudeville-Sternchen Evelyn Nesbit und Bürgerrechtler Booker T. Washington geben der Handlung einen zusätzlichen stimmigen Rahmen.</p>
<p>Die Rassenkonflikte jener Zeit, die Vorurteile gegenüber Andersartigen, der Schutz der eigenen Familie vor Einflüssen von außen – all dies kommt einem gut 100 Jahre später nur allzu vertraut vor. Auch hierzulande werden Mitbürger anderer Hautfarbe oder Religion schief angesehen und Vorurteile sind allgegenwärtig. „Ragtime“ führt einem das nur allzu deutlich vor.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2555 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/39-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/39-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/39.jpg 720w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Innerhalb der Gemeinden läuft alles harmonisch ab, schwierig wird es immer dann, wenn es zu Überschneidungen und Schnittmengen kommt. So ist Vater unumstößlich vom Denken der weißen Amerikaner als bessere Klasse überzeugt, während Mutter hier deutlich liberalere Ansichten hat, gern selbst arbeiten und sich in der Gesellschaft nützlich möchte. Coalhouse verdient mit seiner Musik so gut, dass er sich das Statussymbol der Reichen, ein eigenes Auto, leisten kann, was auf der einen Seite seiner angebeteten Sarah sehr gefällt, jedoch umgehend zu Neidern bei den Weißen führt. Tate, selbst getrieben von Vorurteilen gegenüber „Kinder-stehlenden Weißen“, wird nicht müde, sich neue Jobs zu suchen, um sich und seine Tochter zu ernähren. Sein Daumenkino führt ihn auf den Pfad des Erfolgs: Er wird Filmregisseur! Keiner fragt mehr nach seiner Herkunft – auch Mutter, die er im Rahmen seiner neuen Aufgabe trifft, wirft frühere Vorbehalte über Bord und lässt sich vom ihm den Hof machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2557 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/23-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/23-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/23.jpg 720w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Drama nimmt seinen Lauf als Weiße aus Neid auf Coalhouses Wohlstand dessen Auto zertrümmern, woraufhin Coalhouse sein Recht auf juristische Wiedergutmachung einfordert. Dieses wird im als Afro-Amerikaner verwehrt. Als sich Sarah für ihren zukünftigen Ehemann einsetzen will, wird sich von überreagierenden Polizisten getötet. Es entspannen sich Rassenunruhen, an deren Ende Mutters Bruder Coalhouse in seinem Kampf unterstützt und sich plötzlich Vater gegenübersieht, der sich (nachdem er derjenige war, der Coalhouse der Polizei gemeldet hat)  – nicht ohne Hintergedanken – als Unterhändler anbietet, um die von Coalhouse und seinen Begleitern geplante Sprengung der Bibliothek zu verhindern.</p>
<p>Am Ende wird Coalhouse erschossen, sein Sohn wächst bei Mutter auf, Vater stirbt im Krieg und schließlich finden Tate und Mutter mitsamt ihren drei Kindern zueinander.</p>
<p>„Ragtime“ hält viel Zwischenmenschliches bereit. Die Zuschauer können viele Handlungen nachvollziehen oder sich mit einem der vielschichtigen Charaktere identifizieren. Matthias Davids setzt seine Darsteller gekonnt in Szene, ohne gängige Klischees überzustrapazieren. Kleinigkeiten wie bspw. die Änderung der Farbe von Coalhouses Hut von beige zu schwarz, wenn dieser beschließt, mit allen Mitteln für sein Recht zu kämpfen, zeigen das Fingerspitzengefühl, mit dem Davids hier zu Werke geht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2554 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/42-400x221.jpg" alt="" width="400" height="221" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/42-400x221.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/42.jpg 720w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Daniela Dett zeigt als Mutter früh, dass sie ihren eigenen Kopf hat. Sie widersetzt sich Vater zwar nicht um jeden Preis, kommt aber durch stetige, konsequente Handlungen an ihr Ziel. Sie spielt gefühlvoll und lässt diese Emotionen auch in ihren Gesang einfließen. Vater wird von Carsten Lepper sehr streng und unerbittlich gegeben. Vater ist wahrlich kein Sympathieträger. Schräge, zuweilen bissige Charaktere liegen Lepper und so scheint er sich auch als Bösewicht in „Ragtime“ nicht unwohl zu fühlen.</p>
<p>Die von Mutter aufgenommene Sarah wird von Myrthes Monteiro sanft und leidenschaftlich gespielt. Sie zeigt Lebensfreude im Zusammenspiel mit Coalhouse, verletzte Gefühle nach der Geburt des gemeinsamen Sohns und unerbittlichen Kampfgeist, wenn sie versucht, Coalhouse auf den richtigen Weg zurückzuführen. Monteiro weiß ihr gesangliches Vermögen gekonnt einzusetzen und überzeugt vor allem in den Balladen. Zu Tränen rührt allerdings Chasity Crisp, die als Sarahs Freundin auf deren Beerdigung singt und damit die Mitglieder der drei Gemeinden auf der Bühne vereint.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2558 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/22-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/22-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/22.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Gino Emnes übernimmt in der Linzer Produktion die präsenteste Rolle: Er ist der charmante Ragtime-Pianist in der Bar in Harlem, der um Sarah und sein Kind kämpfende Beinahe-Ehemann, der verbitterte und frustrierte Kämpfer für die Rechte der Afro-Amerikaner. Seine Energie ist ansteckend, sein Gesang raumgreifend. Emnes ist vielseitig („König der Löwen“, „Rocky“, „Tina“) und als Coalhouse kann er sein ganzes Potential ausspielen.</p>
<p>Ebenso glaubwürdig ist Riccardo Greco als Tate. Er lässt einen hebräischen Akzent mit einspielen, nutzt Stereotype ohne diese auszureizen und lässt die Zuschauer die Liebe zur Tochter greifbar spüren. Dass auch er gesanglich mit seinen Kollegen in einer Liga spielt, beweist er nachdrücklich.</p>
<p>Dieses Musical ist unsagbar berührend und inhaltlich (leider) so aktuell wie nie zuvor. Es wird viel zu selten gespielt, umso schöner ist es, eine so aufwendige und durchdachte Produktion zu erleben. Das Landestheater Linz spielt hier sein ganzes Können aus. Die Bühnentechnik mit verschiedensten Hubelemente, Treppen und Großkulissen macht jeder Ensuiteproduktion Konkurrenz. Licht und Ton sind einwandfrei. Ein großes Orchester im Graben vor der Bühne zeigt, wie Musicals sein sollen. Fünf noch so exzellente Musiker können auch mit dem besten Halbplayback nicht das Gefühl erzeugen, welches live gespielte Drums, Streich- und Blasinstrumente vermögen. Chapeau, liebes Landestheater Linz!</p>
<p>Nicht zuletzt machen auch die zahlreichen musikalischen Gäste diese Inszenierung sehenswert.</p>
<p>Man darf gespannt sein, wie das Landestheater seine beiden großen Musicalproduktionen „Sister Act“ und „A funny thing happened on the way to the Forum“ in der kommenden Spielzeit umsetzt. Qualitativ hat man hier ein Füllhorn, das man sich auch für so manches Stadt- oder Staatstheater in Deutschland wünschen würde.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.youtube.com/watch?list=RDUs-YUdNAD78&amp;v=Us-YUdNAD78"><strong>Promo-Video des Landestheaters Linz zu &#8222;Ragtime&#8220;</strong></a></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Landestheater Linz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 29. Juni 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Gino Emnes, Daniela Dett, Riccardo Greco, Myrthes Monteiro, Carsten Lepper, Gernot Romic, O. J. Lynch, Ariana Schirasi-Fard, Hanna Kastner, Christof Messner, Christian Fröhlich, Chasity Crisp</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Matthias Davids / Stephen Flaherty</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Reinhard Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Eine gelungene Bühnenadaption des Jerry Zucker Films von 1990</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-buehnenadaption-des-jerry-zucker-films-von-1990/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Oct 2018 16:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Ghost]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[John Vooijs]]></category>
		<category><![CDATA[Marion Campbell]]></category>
		<category><![CDATA[Marius Bingel]]></category>
		<category><![CDATA[mathhias davids]]></category>
		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Greco]]></category>
		<category><![CDATA[Roberta Valentini]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man muss sicherlich nicht jeden Film auf die Musicalbühne bringen. „Ghost“ gehört ganz klar zu den Stoffen, die sich nicht unbedingt sofort für eine Musicalfassung aufdrängen. Doch mit Dave Stewart und Glen Ballard hat man ein sehr rocklastiges Komponistenduo mit lyrischem Einschlag engagiert, das sich der romantischen Dramakomödie rund um Molly und Sam annahm. Entsprechend ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss sicherlich nicht jeden Film auf die Musicalbühne bringen. „Ghost“ gehört ganz klar zu den Stoffen, die sich nicht unbedingt sofort für eine Musicalfassung aufdrängen. Doch mit Dave Stewart und Glen Ballard hat man ein sehr rocklastiges Komponistenduo mit lyrischem Einschlag engagiert, das sich der romantischen Dramakomödie rund um Molly und Sam annahm. Entsprechend sind einige Songs auch sehr schwungvoll und energiegeladen (insbesondere „Mehr“ gesungen von Carl und „Nur weg von hier“ von Oda Mae Brown). Der Rest jedoch plätschert mit geringem Erinnerungswert dahin. „Jetzt und hier“ ist ein hübsches Liebeslied, aber auch nicht mehr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2438 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bruce Joel Rubin hat neben dem Drehbuch für den Film auch das Buch für das Musical geliefert. Die einheitliche, harmonische Handschrift spürt man, denn als Theaterstück funktioniert „Ghost“ sehr gut. Als Musical jedoch zündet es jedoch nicht wirklich.</p>
<p>Das liegt aber weder an Matthias Davids Regie noch an Lee Prouds Choreografie. Beides ist gut und es gibt starke Momente.</p>
<p>Auch die Hauptdarsteller (Riccardo Greco als Sam, Roberta Valentini als Molly, John Vooijs als Carl und Marion Campbell als Oda Mae Brown) sind sehr gut gecastet. Greco, Valentini und Campbell haben ihre Rollen – teilweise in der Zweitbesetzung – bereits ins Linz und /oder Berlin gespielt.</p>
<p>Greco und Valentini geben als Sam und Molly ein sehr sympathisches Paar ab, das auch die fünfte Reprise der seltsam verfremdeten „Unchained Melody“ in jeweils wechselnder Gefühlswelt intoniert. Letztere kann wohl auch der Dirigent schon bei der Premiere nicht mehr hören, denn er albert während einer Reprise am Dirigentenpult ziemlich ausdrucksstark herum.</p>
<p>Mollys Trauer und Verzweiflung bringt Valentini vor allem schauspielerisch sehr glaubhaft über die Rampe („Du“). Die Zerrissenheit zwischen selbstbewusster Künstlerin und zwangsläufig nach vorn blickender, Carls vorgetäuschter Zuneigung nahezu verfallender, zerbrechlicher Frau, nimmt man ihr jederzeit ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2441 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71-768x487.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass Sam unglaublich ehrgeizig und nervtötend sein kann, erlebt Oda Mae Brown. Greco überzeugt als zielstrebiger Geist, der unbedingt erlernen will, wie er Gegenstände bewegt und zeigt seine komische Seite, wenn er der Spiritistin mit „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ oder zahlreichen sarkastischen Seitenhieben (gute Übersetzungen der Dialoge on Ruth Deny) den letzten Nerv raubt.</p>
<p>Marion Campbell hat – ähnlich wie Whoopi Goldberg im Film – eine sehr dankbare Rolle. Allein schon aufgrund der Schrulligkeit des sehr erfinderischen Mediums zieht sie die Sympathie des Publikums auf sich. Hinzu kommt ihre gnadenlose Ehrlichkeit, die immer wieder für Lacher sorgt. Zudem verfügt Campbell über eine wundervolle warme Soulstimme, die sie sehr gekonnt einzusetzen weiß.</p>
<p>Carls Bösartigkeit wird schon sehr früh im Stück (bei „Mehr“) unbestreitbar klar. Choreographie, Szenenregie, Bühnenbild und Musik bilden in dieser Sequenz eine hervorragende Symbiose. Davon hätte man in der Folge nur zu gern sehr viel mehr gesehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2436 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7-768x487.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Einzig beim Auftritt des U-Bahn Geists Marius Bingel („Fokus“) und bei Oda Mae Browns „Nur weg von hier“ kommt dieses Zusammenspiel erneut zur Geltung. Das ist insgesamt jedoch leider zu wenig.</p>
<p>Das Bühnenbild von Hans Kudlich ist modern, zweckmäßig und somit Tournee-geeignet, was bei der Stage Entertainment in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Bespielungsmodell geworden ist. Trotz der vermeintlichen Tristesse der grauen Säulen und Betontreppen gelingt es mit guten Projektionen und einem durchdachten Lichtdesign die verschiedenen Spielebenen und Szenerien glaubhaft nachzuzeichnen.</p>
<p>Nichtsdestoweniger verlässt man das Operettenhaus in Hamburg nach der Show und fragt sich, ob diese Produktion ein Highlight der Musicalwelt ist. Dies muss mit nein beantwortet werden, da die Show insgesamt eher blass bleibt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em><span style="color: #000080;"> </span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 27. Oktober</span><span class="Bold" style="color: #000080;"> 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Riccardo Greco, Roberta Valentini, Marion Campbell, Marius Bingel, John Vooijs</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Matthias Davids / Dave Stewart &amp; Glen Ballard </span><br />
<span style="color: #000080;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment/Morris Mac Matzen </span></span><span style="color: #000080;"><br />
</span></div>
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		<title>Ghost</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ghost/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 31 Aug 2017 20:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Ana Milva Gomes]]></category>
		<category><![CDATA[Anais Lueken]]></category>
		<category><![CDATA[Gernot Romic]]></category>
		<category><![CDATA[Ghost]]></category>
		<category><![CDATA[Landestheater Linz]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Greco]]></category>
		<category><![CDATA[Rob Pelzer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem „Ghost“ seit 2011 den englischsprachigen Raum eroberte, zeigte das Landestheater Linz im März 2017 endlich die langersehnte deutschsprachige Premiere. Ruth Deny (Dialoge) und Roman Hinze (Gesangstexte) haben das schwungvolle Original von Bruce Joel Rubin (Buch &#38; Texte) sowie Dave Stewart und Glen Ballard (Musik &#38; Texte) ins Deutsche übertragen. Einen sehr guten Eindruck von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem „Ghost“ seit 2011 den englischsprachigen Raum eroberte, zeigte das Landestheater Linz im März 2017 endlich die langersehnte deutschsprachige Premiere. Ruth Deny (Dialoge) und Roman Hinze (Gesangstexte) haben das schwungvolle Original von Bruce Joel Rubin (Buch &amp; Texte) sowie Dave Stewart und Glen Ballard (Musik &amp; Texte) ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Einen sehr guten Eindruck von ihrer Arbeit bekommt man auf der im Juni erschienenen Live-Aufnahme aus Linz. Man kann die Aktionen auf der Bühne vor seinem geistigen Auge sehen, so lebendig ist die Aufnahme. Qualitativ wie immer sehr gut produziert von HitSquad Records, entspannt sich die tragisch-komische Geschichte von Molly, Sam und Oda Mae Brown auch für den Hörer ohne dass man etwas vermisst.</p>
<p>Musikalisch ist diese Show ausnehmend abwechslungsreich. Dave Stewarts Handschrift lässt sich in rockigen Nummern wie der Ouvertüre nicht verhehlen, doch auch typische Musicalballaden gibt es viele. Spannend ist die Hip-Hop-Nummer „Fokus“, in der Sam endlich lernt, Gegenstände mit seinem Willen zu bewegen.</p>
<p>Riccardo Greco zeigt eine überzeugende stimmliche Bandbreite und sein Pop-Tenor passt hervorragend zu „Ghost“. Anais Lueken kann die selbstbewusst-verspielte Seite von Molly genauso glaubwürdig intonieren wie deren trauernde, verletzte Seite. Und Ana Milva Gomes als Spiritistin Oda Mae Brown erkennt man sofort: Ihr Soul steht natürlich besonders in dem Gospel-ähnlichen Song „“Kannst Du vertrauen“? im Vordergrund, aber auch ihr komisches Talent kommt trotz des rein akustischen Vergnügens ebenfalls voll zur Geltung.</p>
<p>Die Geister (Gernot Romic und Rob Pelzer) sind lustig und intensiv, und durch den eingesetzten Hall kann man sie auch auf der CD gut von den anderen Protagonisten unterscheiden.</p>
<p>Auch die achtköpfige Band unter der Leitung von Stefan Diederich reiht sich in das harmonische Gesamtbild ein. Die verschiedenen Genres bedienen die Musiker mit wechselnder Intensität, genauso wie es zum Stil des jeweiligen Stücks passt.</p>
<p>Die 17 Songs sind eine tolle Erinnerung an ein kurzweiliges, gut gemachtes Musical.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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