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	<title>Pia Naegeli-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Pia Naegeli-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Aufwühlend, aber in sich stimmig &#8211; so geht modernes Musiktheater</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 06:16:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters: &#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3625 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-2048x1367.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />&#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester Freund Alfred sind gezwungen, in einer U-Bahn-Station Schutz zu suchen. Alice liest dort in ihrem Lieblingsbuch „Abenteuer im Wunderland“ von Lewis Carroll und versucht so, ihre Erfahrungen von Trauer, Verlust, Angst und Sehnsüchten zu verarbeiten. Als der an Tuberkulose erkrankte Alfred unter Quarantäne gestellt wird, ermutigt Alice ihn, mit ihr in ihr geliebtes Buch zu fliehen und in eben dieses Wunderland zu reisen. Obwohl ihr das Buch entrissen wird, machen sich die beiden auf den Weg, denn Alice kennt die Geschichte auswendig, eben „by heart“. Auf ihrer Reise durch das Märchen erkundet „Alice By Heart“ die Begegnung mit der ersten Liebe, die Bewältigung von Schmerzen und den Mut, nach vorne zu blicken. Am Ende aber steht für die beiden die Rückkehr in die Realität des unterirdischen Schutzraums, die Rückkehr zu Krieg und Krankheit. Und doch: „Alice By Heart“ ermutigt alle, die Kraft der Fantasie zu feiern, selbst in den härtesten Zeiten.&#8220;</p>
<p>Das klingt nicht nur verwirrend, es ist es auch. Verwirrend, weil die Kreativen Sheik und Sater in der Tradition von &#8222;Spring Awakening&#8220; tief in die überfordernde Gefühlswelt von Heranwachsenden eindringen, verwirrend auch, weil sie das Ganze in die Welt von Lewis Carrolls &#8222;Alice im Wunderland einbetten und dann die Handlung noch in den Blitzkrieg in London im Jahr 1941 verlegen. Ganz schön harter Tobak&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3626 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Setting ist karg, aber sehr einfallsreich. mit den verschiebbaren Stockbett-Elementen schafft Barbara Bloch immer wieder neue Räume, die die Phantasie anregen und für die moderne Inszenierung von &#8222;Alice&#8220; gleichermaßen funktionieren wie für den Luftschutzbunker, in dem die Zuschauer Alice und Alfred zu Beginn kennenlernen. Rhea Gubler übersetzt Saters Kompositionen in zeitgenössische, anspruchsvolle Choreographien, die die jungen Darsteller mit viel Energie umsetzen. Philipp Lang und Pascal F. Skuppe liefern mit der kleinen, aber feinen Band eine sauber abgestimmte Untermalung ab, bei der &#8211; wie auch schon bei &#8222;Spring Awakening&#8220; &#8211; ein Cello nicht fehlen darf. Die feinen Zwischentöne sind, auf die es sich zu achten lohnt.</p>
<p>Die Szene, in der Alice zum ersten Mal auf die Raupen &#8211; ja, hier sind es zwei &#8211; trifft (&#8222;Chillin&#8216; the regrets&#8220; / &#8222;Ohne Sorgen chillen&#8220;), ist aus einem Guss: Optik, Choreo, Texte &#8211; alles bildet ein absolut stimmiges Gesamtbild. Hier hat Friedrich von Mansberg ein perfektes Kunstwerk abgeliefert! Der anschließende Monolog der Herzogin ist ebenfalls sehr gelungen. Frederike Haas hat die englischen Dialoge und Songs sehr modern und singbar ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Während die Teeparty des verrückten Hutmachers eine sehr rätselhafte Szene ist und sich dem Publikum nicht gänzlich erschließt, lässt einen der Auftritt der Jabberwockys den Atem anhalten: Die Stimmung ist bösartig, fast schon gruselig (kleine Kinder während im Zuschauerraum sicherlich überfordert), die Szenerie ist perfekt gestaged, alle Darsteller agieren auf den Punkt. Das Highlight dieser Inszenierung!</p>
<p>Leider bleibt die Herzkönigin im Vergleich zu anderen Adaptionen von &#8222;Alice im Wunderland&#8220; in Lüneburg etwas blass, doch Alice setzt sich ihr gekonnt zur Wehr. Der sehr harmonische Finalsong (&#8222;Winter Blooms&#8220;) rundet diese emotionale Achterbahnfahrt sehr gut ab und erdet die Zuschauer.</p>
<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; erzählt eine Geschichte von Krieg, Krankheit und Tod, aber sie ist auch eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und Mut. Am Ende sind es vor allem Freundschaft, Mut und Kreativität, die von diesem spannenden Musical in Erinnerung bleiben. Eine überaus sehenswerte Produktion des Jungen Musicals Lüneburg!.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. Dezember 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Isolde Gogolin / Pia Naegeli, Leo Ehmke / Lasse Kuk, Frithjof Gerken / Davina Yousef / Margarita Georgiadis, Jonathan Blankemeyer / Leonie Naujoks, Anneke Kramer / Lotta Wroblewski, Janosh Kratz / Arndt Möller, Hanna Langenbrink / Carolin Rohde, Carla Rossow / Carina Bähr, Franziska Hasenauer / Jakob v. Mansberg, Sascha Littig<br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik &amp; Texte:</strong> Friedrich von Mansberg / Duncan Sheik &amp; Steven Sater<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Jan Hoek &amp; Nicolai Stephan<br />
</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/eeD4md18nc4" title="Alice By Heart" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
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		<title>Klassisches Drama für die Musicalbühne</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/klassisches-drama-fuer-die-musicalbuehne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 12:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wem Alexandre Dumas&#8216; Klassiker der Weltliteratur nich geläufig ist, für den gibt es hier eine sehr kurze Zusammenfassung des Geschehens: <em>Edmond Dantès wird Opfer einer infamen Intrige, gerade in dem Moment, in dem sein berufliches und privates Glück perfekt scheint. Soeben zum Kapitän befördert, feiert er die Verlobung mit der schönen Mercédès – und im nächsten Moment verliert er nicht nur seine Freiheit, sondern auch seine große Liebe an einen Widersacher. </em><br />
<em>Viele Jahre sitzt Dantès im Gefängnis, während sich seine Feinde an Reichtum und gesellschaftlicher Anerkennung erfreuen. Ein Mitgefangener verrät ihm den Weg zu einem Schatz auf der Mittelmeerinsel Monte Christo, den Dantès nach dessen erfolgreicher Hebung zu einer ausgeklügelten Rache nutzt: Als geheimnisvoller „Graf von Monte Christo“ kehrt er zurück…</em> (Quelle: <a href="https://www.theater-lueneburg.de/stuecke/der-graf-von-monte-christo/">Theater Lüneburg</a>)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3425 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_Galerie_c_tw_AndreasTamme-1-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Frank Wildhorn und Jack Murphy haben den dramatischen Stoff für die Weltpremiere in St. Gallen 2009 geschrieben. Wildhorn hat bekanntermaßen ein Händchen für düstere Themen, bei denen der Zuschauer tief in die Seelen der Protagonisten blickt. Und so beginnt auch dieses Stück mit einem sehr pathetischen Opening (der Verlobung von Edmond und Mercédès), bei dem zwei Dinge direkt deutlich werden: Thomas Borchert und Navina Heyne sind auch auf der Bühne ein Traumpaar, aber Walzer tanzen können die Paare auf der Bühne allesamt nicht.</p>
<p>Navina Heyne hat eine wunderschöne Stimmfarbe, sanft und tief, eher untypisch für das Musicalfach, aber perfekt für diese Rolle! Thomas Borchert war schon 2009 ein wenig zu alt für den zu Beginn des Stücks erst 19-jährigen Edmond, dennoch gelingt es ihm, dessen Naivität und Gutgläubigkeit glaubwürdig darzustellen.</p>
<p>&#8222;Niemals allein&#8220; ist &#8222;ein typischer&#8220; Wildhorn. Man fühlt sich sehr an &#8222;Jekyll &amp; Hyde&#8220; erinnert als sich das Paar voneinander verabschieden muss, da Edmond aufgrund einer Intrige neidvoller Adliger gefangengenommen wird. Fast wirkt es so als wäre Mercédès gestorben, denn sie wird auf der Bühne mit Rosen bedeckt, doch da sie wenig später wieder singt, ist dies wohl nur ein inszenatorisch missglückter Einfall.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3423 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-7-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-7-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-7-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" /></p>
<p>Im Gefängnis, in dem Edmond 14 lange Jahre verbringen muss, trifft er auf Abbé Faria, den Sascha Littig mit einer gewissen Cleverness und Unbedarftheit spielt. Edmond lernt viel von Faria &#8211; vor allem im Gefängnis zu überleben und sich nicht seiner Todessehnsucht hinzugeben. Kurz bevor Faria selbst stirbt, weiht er Edmond noch in das Geheimnis des Schatzes von Monte Christo ein. Das Duett (&#8222;Könige&#8220;) ist sehr schön und unterstreicht die Bedeutsamkeit der Beziehung von Edmond und Faria.</p>
<p>Luisa Vampa, die Piratin, die Edmond nach Monte Christo bringt, ist von Cornelia Brunn (Bühnen- und Kostümbild) vortreffelich eingekleidet worden. Leider will die Choreographie (Olaf Schmidt) so gar nicht zu grobschlächtiegn Priaten passen. Sie hüpfen eher etwas albern zu &#8222;Piraten &#8211; Wahrheit oder Wagnis&#8220; herum. Fragen wirft auch auf, warum Wolfgang Berthold (Regie) Edmond in der Schatzhöhle Geldscheine hochwerfen lässt. Die gab es damals nun ganz sicher noch nicht&#8230;</p>
<p>Wir erfahren, dass Mercédès in der Zwischenzeit nicht nur Edmonds Erzfeind Mondego geheiratet hat, sondern beide auch einen gemeinsamen Sohn haben. Einmal mehr stellt Heyne ihr gesangliches Können bei &#8222;Wie mich die Welt umarmt&#8220; unter Beweis. Für Edmond, der unerkannt auf Rache sinnt, ist diese Erkenntnis die Hölle auf Erden, was Thomas Borchert in der gleichnamigen Szene eindringlich zum Ausdruck und zu Gehör bringt.</p>
<p>In Rom begegnet er Albert de Morcerf, dem Sohn von Mercédès und Mondego, der es dank militärischer Verdienste inzwischen zum Graf von Morcerf gebracht hat. Edmond hat zunächst keine Ahnung, wer der Junge ist, nutzt aber seine Verbindung zur Piratin Vampa, die Albert entführt hat, und kann ihn aus ihren Händen befreien. Als Graf von Monte Christo wird daraufhin von den dankbaren Eltern nach Paris eingeladen, wo er mit seiner luxuriösen Lebensführung und seinem exotischen, orientalisch gefärbten Geschmack Aufsehen in der adligen Gesellschaft. Auf einem Ball erkennt Mercédès ihn wieder, doch er versucht, sich rauszureden und blendet alle anderen erfolgreich. &#8222;Diese Augen/Der Mann ist tot&#8220; ist ein hervorragender Beleg dafür, wie sehr Borchert und Heyne harmonieren.</p>
<p>Seine Feinde hat er sich inzwischen zu Freunden gemacht. So hat er sie jederzeit unter Kontrolle und kann seinen Racheplan weiter verfolgen. In der Szene und dem Song &#8222;Die Falle/Zuviel ist nie genug&#8220; gipfelt dann die falsche Freundschaft von Edmond, Danglars, Villefort und Mondego. Insbesondere Letzterer muss mächtig einstecken als Edmond der feinen Gesellschaft verrät, dass Mondego nur durch den Verrat seines Befehlshabers an den Feind zu zweifelhafte, Ruhm, gelang. Albert (gespielt von Anton Frederik von Mansberg) fordert vom Grafen Genugtuung für seinen Vater, was jedoch seine Mutter Mercédès zu verhindern sucht. Sie hat die wahre Identität des Grafen erkannt und appelliert an sein Gewissen, das Leben des Jungen zu verschonen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3422 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-27-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Dantès hat Mercédès immer noch nicht verziehen, dass sie Mondego geheiratet hat, und weigert sich mit den Worten: &#8222;Mitleid ist etwas für Schwache.&#8220; Mercédès denkt über ihr vergeudetes Leben nach und macht sich Vorwürfe, weil sie nicht auf Edmond gewartet hat und träumt immer noch davon wieder mit ihm zusammen sein &#8211; Gefühle, die Heyne während &#8222;All die Zeit&#8220; berührend intoniert.</p>
<p>Das Duell findet statt, doch Albert trifft den Grafen nicht. Als sich dieser anschickt, den jungen Widersacher zu töten, taucht dessen Freundin Valentine (Pia Naegeli) auf und gesteht ihm ihre Liebe (&#8222;Schöner Schein&#8220;). Berührt von soviel Ehrlichkeit und Leidenschaft lässt Edmond von seinem Vorhaben ab. Er erinnert sich als frühere Tage. &#8222;Der Mann, der ich einst war&#8220; ist sicherlich einer der Showstopper und Thomas Borchert perfekt auf den Leib geschrieben.</p>
<p>Kurz danach kommt es zum klärenden Gespräch zwischen Mercédès und Edmond, welches jedoch durch Mondego gestört wird, der auf Rache sinnt. Doch er verliert den Kampf gegen seinen Erzfeind (&#8222;Hölle auf Erden&#8220;). Edmond wird von seinen Schuldgefühlen übermann, doch Mercédès gelingt es, ihm klarzumachen, dass Mondego seiner eigenen Besessenheit und Rachsucht zum Opfer gefallen ist. Mercédès Liebe und Mitgefühl öffnen Edmond den Weg in eine Zukunft. Eine Zukunft an der Seite der Frau, die er noch immer über alles liebt. Mit &#8222;Niemals allein&#8220; endet Alexandre Dumas spannende Geschichte vom Graf von Monte Christo.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3424 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/08/DER-GRAF-VON-MONTE-CHRISTO_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Frank Wildhorn ist es gelungen, die verschiedenen emotionalen Spielarten ganz vorzüglich zu vertonen. Natürlich bleibt er sich selbst treu und so hat das Stück musikalisch einen hohen Wiedererkennnungswert. Die Besetzung der Hauptrollen ist perfekt: Thomas Borchert atmet die Rolle des von Gefühlen jeglicher Couleur getriebenen Grafen und ist gesanglich und schauspielerisch über jeden Zweifel erhaben. Navina Heyne überrascht durch ihr für ein Musical untypische, doch außerordentlich warme und gefühlvolle Stimme. Auch ihr gelingt es, die emotionale Achterbahnfahrt des Lebens von Mercédès authentisch nachzuzeichnen. Gerd Achilles kommt die Rolle des hasserfüllten, von Neid getriebenen Bösewichts Mondego zu, die er mit berückender Energie ausfüllt. Fast könnte man meinen, die Feindschaft der Männer sei echt.</p>
<p>&#8222;Der Graf von Monte Christo&#8220; ist viel Stoff in relativ kurzer Zeit, noch dazu ist die Handlung vor vielen hundert Jahren angesiedelt. Doch es gelingt Wolfgang Berthold das Stück kurzweilig und mit genau dem richtigen Fokus auf die Protagonisten und deren Handlungsmotive umzusetzen. Wie schön, dass sich ein Stadttheater statt eines Standard-Musicals auch einmal solch ein anspruchsvolles Stück ausgesucht hat. Gern mehr davon!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">11</span><span class="Bold">. November 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Thomas Borchert, Navina Heyne, Sascha Littig, Gerd Achilles, Steffen Neutze , Oliver Hennes, Franziska Ringe, Andrea Marchetti, Anton Frederik von Mansberg, Pia Naegeli, Eric Keller, Falk Steingräber</span><br />
<span class="Bold"><span style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik: </strong>Wolfgang Berthold / Frank Wildhorn</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Fotos: </strong>Andreas Tamme</span></span></p>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=RvqyCVR9A84" title="DER GRAF VON MONTE CHRISTO | Großes Haus" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/RvqyCVR9A84?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/RvqyCVR9A84?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
</div>
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		<title>Großartiger Stoff für Diskussionen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/grossartiger-stoff-fuer-diskussionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 10:51:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Anton von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Janosh Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T.3]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Paula Rohe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ hält trotz seines stattlichen Alters von mehr als 130 Jahren immer noch viele Gesprächsstoff parat. In der musikalischen Fassung von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch) zieht das Stück seit seiner Broadway-Premiere im Jahr 2006 das Publikum in seinen Bann. Auch die Junge Bühne T.3 im Theater Lüneburg hat sich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ hält trotz seines stattlichen Alters von mehr als 130 Jahren immer noch viele Gesprächsstoff parat. In der musikalischen Fassung von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch) zieht das Stück seit seiner Broadway-Premiere im Jahr 2006 das Publikum in seinen Bann. Auch die Junge Bühne T.3 im Theater Lüneburg hat sich in dieser Spielzeit für dieses bewegende Musical entschieden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3275 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-1024x672.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-768x504.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-1536x1008.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-2048x1344.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Friedrich von Mansberg zeigt von Beginn an die chaotische Gedanken- und Lebenswelt von Teenagern, die damals wie heute voller Widersprüche, ungehörter Hilferufe und Experimente ist. In altmodischer Unterwäsche begegnen sich die Schüler ohne einander berühren zu dürfen und wollen. In einer Folgeszene („So’n verficktes Leben“) streicheln sich alle Nachwuchskünstler selbst – Sex ist das bestimmende Thema! Dies spiegelt sich auch in den Choreografien von Rhea Gubler wider, die körperbetont und sehr anspruchsvoll sind (u. a. „Im Arsch“).</p>
<p>Doch Wendla (Pia Naegeli) möchte es genau wissen: Wo kommen die Babys her? Doch ihre Mutter verweigert eine Auskunft dazu. Janosh Kratz hat als Moritz ganz andere Probleme: Wie soll er den Schulabschluss schaffen, wenn er immer nur von Frauenschenkeln träumt? Bleibt noch Melchior (gespielt von Anton von Mansberg), der sich dank einer sehr liberalen Mutter umfassend zum Thema Sexualität fortbilden konnte. Er springt seinem Freund Melchior beiseite und führt ihm alle Details in Wort und Bild in einem Brief auf. Doch das verwirrt Moritz nur umso mehr. Er kann dem Druck von Schule und sexuellen Fantasien nicht standhalten. Ohne Rückhalt in der Familie entschließt er sich für den Freitod.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3273 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-400x303.jpg" alt="" width="400" height="303" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-400x303.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-768x582.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wendla und Melchior lernen sich währenddessen sehr intensiv kennen – ohne Gewissensbisse, denn die nicht aufgeklärte Wendla weiß nicht, was sie da macht, und Melchior sieht das alles eher als Ausprobieren an. Es kommt zur Katastrophe als Wendla schwanger wird, ihre Mutter sie zu einer Abtreibung zwingt, die sie nicht überlebt und Melchior alles hinwirft und die Schule abbricht. Auch er trägt sich mit dem Gedanken, sich selbst das Leben zu nehmen. Doch was würde es ändern? Er entscheidet sich dagegen.</p>
<p>Die Bühne (Barbara Bloch) im T.3 ist mit Kunstrasen ausgekleidet und eine Spiegelfolie symbolisiert sowohl einen Bachlauf als auch Moritz‘ Grab. Diese spartanische Kulisse passt sehr gut, denn so stehen die Charaktere noch mehr im Vordergrund. Zehn Nachwuchstalente (szenenweise unterstützt von den Zweitbesetzungen) sowie zwei Erwachsene erwecken diese durchaus verstörende Handlung zum Leben. Warum Sascha Littig in allen erwachsenen Frauenrollen und Paula Rohe in den erwachsenen Männerrollen zu sehen sind, erschließt sich nicht wirklich. Das Stück ist aufwühlend, Fragen werden – zumindest in den Songs – sehr deutlich gestellt, daher ist auch nach Lesen des Programmhefts nicht schlüssig, warum hier nun noch zwangsweise Rollenklischees aufgebrochen werden müssen (und dies auch nur bei den Erwachsenen). Nichtsdestoweniger kann insbesondere Littig als strenge Lehrerin und hilflos an Traditionen festhaltende Mutter überzeugen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3272 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-400x271.jpg" alt="" width="400" height="271" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-400x271.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-768x521.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Den jungen Darstellerinnen und Darstellern fordert dieses Stück, insbesondere die rockigen Nummern, viel ab. Anton von Mansberg hat in den letzten Jahren immer wieder tragende Rollen in den T.3-Stücken übernommen und es ist schön zu erleben, welche Entwicklung er durchmacht. Sein eher nasaler Gesang macht seine Stimme einzigartig, sein wissendes Spiel verleiht Melchior etwas leicht Überhebliches, was aber durchaus zum Charakter passt. Das Duett „Mehr als nur Worte“, in dem Melchior und Wendla ihre Zuneigung zueinander thematisieren, gelingt von Mansberg und Naegeli sehr harmonisch. Anna Schwemmer hat als Vocal Coach nicht nur hier sehr gute Arbeit geleistet. Auch das Terzett zum Schluss, in dem Melchior das Zwiegespräch mit Moritz und Wendla sucht („Nicht mehr hier“), bleibt hängen.  Weitere Highlights können Juliana Kratz als Ilse („Lied des Sommers“) und Gunt Chuluun als Hänschen setzen.</p>
<p>„Spring Awakening“ in Lüneburg ist nicht einfach nur sehenswert. Es ergeben sich daraus viele auch heute noch aktuelle Themen, die man im Nachgang diskutieren kann und vielleicht sollte.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. September 2022<br />
<strong>Darsteller:</strong> Pia Naegeli, Anton von Mansberg, Janosh Kratz, Sascha Littig, Paula Rohe<br />
<strong>Regie: </strong>Friedrich von Mansberg<br />
<strong>Fotos: </strong>Hans-Jürgen Wege</span></span></p>
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		<title>Diese Show stimmt nachdenklich</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/diese-show-stimmt-nachdenklich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Oct 2021 16:20:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Anton von Mansberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Arthur Huerkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Belana Pittin]]></category>
		<category><![CDATA[Hanna Langenbrink]]></category>
		<category><![CDATA[Janosch Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Plathe]]></category>
		<category><![CDATA[Juliana Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Handlung von Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Jugend-Musical „Leben ohne Chris“ ist schnell erzählt: Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag stirbt Chris bei einem Motorradunfall. In der Zwischenwelt trifft er Erzengel Michael, der ihn seine letzten Tage noch einmal als Zuschauer erleben lässt. Chris muss feststellen, dass er bei weitem nicht so beliebt war, ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Handlung von Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Jugend-Musical „Leben ohne Chris“ ist schnell erzählt: Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag stirbt Chris bei einem Motorradunfall. In der Zwischenwelt trifft er Erzengel Michael, der ihn seine letzten Tage noch einmal als Zuschauer erleben lässt. Chris muss feststellen, dass er bei weitem nicht so beliebt war, wie er immer angenommen hatte… Ganz im Gegenteil!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3184 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1-400x274.jpg" alt="" width="400" height="274" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1-400x274.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1-768x527.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-13-1024x702-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Zu Beginn werden teilweise sehr vorwurfsvolle Statements über Chris auf die Leinwand projiziert. Nach und nach kommen Freunde und Familie von Chris auf die Bühne und der Kontext, in dem diese Aussagen getroffen wurden, wird deutlich. Dieses sehr melancholische Intro setzt den Ton für den Abend.</p>
<p>Sascha Littig ist wie schon in früheren Produktionen des T3 der einzige Erwachsene auf der Bühne, doch sein Outfit und seine Heelys lassen ihn herrlich schräg wirken. Es dauert ein wenig, bis das Publikum merkt, dass Littig den Engel Michael darstellt, der Chris nach dessen Tod begleitet.</p>
<p>Anfangs sprechen die Darsteller die erklärenden Regieanweisungen mit. Einerseits ist dies sehr verwirrend, doch gleichzeitig hilft es, die einzelnen Protagonisten in ihrem Handeln und Fühlen noch besser zu verstehen.</p>
<p>Anna (Miriam Wantikow), Chris‘ Freundin, fragt forsch “Was hast Du Dir dabei gedacht?“. Der Aufbau des Songs von einer Ballade zu einem schmissigen Uptempo-Nummer skizziert die Gefühlsachterbahn des Mädchens sehr nachdrücklich.</p>
<p>Chris (Lasse Kuk) wird von Michael an den Tag seines 18. Geburtstags zurückgebracht. Man muss ehrlich sagen, dass sich Chris sehr selbstherrlich, arrogant und rücksichtlos gegenüber seinem Umfeld verhalten hat.</p>
<p>Matze (Janosh Kratz) hat immer zu seinem großen Bruder aufgeschaut („Muss toll sein du zu sein“), doch dieser hat ihn nie ernstgenommen und immer wieder provoziert. Auch wenn Lisa (Pia Naegeli), Matzes Freundin, ihm sehr romantisch ihre Liebe gesteht, gerät auch sie zwischen die Fronten als Chris sie anbaggert und küsst. Kratz spielt und singt den verletzten Bruder mit viel Einfühlungsvermögen. Naegeli darf im Verlauf der Show ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass sie eine wundervolle Stimme hat („Geheime Liebe“).</p>
<p>„Wir waren da“ erinnert im Stil an schönsten Punkrock im Stil von „Die Ärzte“. Die vierköpfige Band unter der Leitung von Daniel Stickan darf in diesem Musical aus dem Vollen schöpfen: Von Ballade über Pop bis Rock ist alles dabei. Die Musiker intonieren Böhmers Melodien mit Schwung und – dort wo es angebracht ist – mit gegebener Zurückhaltung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3186 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-10-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-10-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-10-1024x650.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-10-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-10-1536x976.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-10-2048x1301.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Birgit (Juliana Kratz), die sich wie für große Schwestern nicht unüblich, um ihre beiden Brüder Matze und Chris gekümmert hat, schwelgt in Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit („Kleiner Bruder Chris“), doch auch sie steht ihrem Bruder nicht kritiklos gegenüber.</p>
<p>Während zu Beginn die Choreographien (Rhea Gubler) noch etwas unbeholfen wirken, sind sie bei „Kluge Menschen sterben jung“ sehr passend für die Teenager, die hier auf der Bühne stehen. Warum allerdings Mozart, James Dean und Jesus von Lund als besagte kluge Menschen bezeichnet werden, kann man diskutieren…</p>
<p>Bevor Nadja (Hanna Langenbrink), ein weiteres Mädchen, dem Chris den Kopf verdreht hat, ihm in einer Rückblende ihre Zuneigung gesteht („Wenn es wirklich Liebe ist“), erfährt das Publikum, dass Chris und Anna zum Zeitpunkt von Chris‘ Tod gar nicht mehr zusammen waren. Die Art der Trennung (Im Café, in dem Anna jobbt) zeigt einmal mehr wie rücksichtlos Chris agiert hat.</p>
<p>Manu (Morgane Meuthin), die sich immer darum gekümmert hat, dass es allen in der Clique gut geht, und Birgit können es nicht mehr ertragen, dass sich immer alles um Chris dreht. „So geht’s nicht mehr weiter“ ist wieder eine herrlich punkige Nummer, bei der die beiden Stimmen sehr gut harmonieren.</p>
<p>Als Nadja und Lisa in einem Anflug von Verliebtsein beide denken, dass Chris das Graffiti (sehr gelungene Leinwand-Projektion) für sie gesprüht hat, eskaliert die Situation: Matze flippt aus und Lisa bemerkt wie ähnlich sich die Brüder sind „Wenn alles aus dem Ruder läuft“). Die Mädels trösten sich gegenseitig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3183 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-1-680x1024-1-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-1-680x1024-1-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/LEBEN-OHNE-CHRIS_c_tw_HansJürgenWege-1-680x1024-1.jpg 680w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Beim Song „Prost“ kommen dann auch Danny (Arthur Huerkamp) und Henne (Arndt Möller) zum Zug: Henne, eigentlich mit Nadja zusammen und der beste Freund von Chris, zweifelt an allem. Doch die Intensität des Songs macht klar, dass die Kids sich in ihre eigenen Welten flüchten.</p>
<p>Anna trifft den Nagel auf den Kopf, wenn sie allen empfiehlt, einfach mal miteinander zu reden (statt immer nur übereinander). Wantikow hat ein ganz spannendes Timbre, wenn sie den Titelsong „Leben ohne Chris“ auf eine berührend schöne Weise intoniert.</p>
<p>Chris sitzt am Ende unter dem Baum (der einzigen Kulisse auf der ansonsten spartanisch offen gestalteten Bühne von Barbara Bloch) und alle zurückgelassenen Freunde geben ihm eine Blume. Ja, Chris‘ Tod hat ein Loch in die Clique gerissen. Doch dieses Loch und die vielen Fragen, die sich die Teenager stellen, helfen bei der Verarbeitung des Geschehenen.</p>
<p>Chris erkennt schließlich, dass er vielen Unrecht getan hat, nicht wirklich ein guter Freund war und wirkt geläutert. Michael fragt ihn „Siehst Du das Licht?“ – und beide sausen auf ihren Heelys (auch Chris trägt jetzt welche) aus dem Saal.</p>
<p>„Leben ohne Chris“ zeigt klar, wie sehr sich Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung unterscheiden können. Es regt mit beinahe jedem Song und jeder Szene zum Nachdenken an und bietet reichlich Gesprächsstoff.</p>
<p>Friedrich von Mansberg hat dieses alles andere als realitätsferne Musical beklemmend klar und sehr authentisch inszeniert. Er darf zurecht stolz sein auf seine junge Truppe. Anna Schwemmer und Daniel Stickan haben gut mit den Nachwuchsdarstellern gearbeitet und ein harmonisches, in Teilen sehr glaubwürdiges musikalisches Gesamtkunstwerk erschaffen.</p>
<p>Einmal mehr trifft Peter Lund mit seinem Buch und den Texten den Nagel auf den Kopf. Flankiert von Wolfgang Böhmers rockig-poppigen Sounds können die Zuschauer einen unterhaltsamen Abend erleben, der noch lange in einem nachhallt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. September 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller (inkl. alternierender Besetzungen): </span></strong>Sascha Littig, Lasse Kuk, Anton von Mansberg, Nike Just, Miriam Wantikow, Leo Ehmke, Janosch Kratz, Margarita Georgiadis, Juliana Kratz, Pia Naegeli, Sarah Zürneck, Viktoria Flecke, Morgane Meuthien, Hanna Langenbrink, Belana Pittin, Juri Endsin, Arthur Huerkamp, Arndt Möller, Jonathan Plathe<br />
<strong>Regie / Buch:</strong> Friedrich von Mansberg / Peter Lund<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Hans-Jürgen Wege</span></p>
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		<title>Aktuelle Adaption des düsteren Psychodramas</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/aktuelle-adaption-des-duesteren-psychodramas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 13:27:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
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		<category><![CDATA[Viktoria Fleck]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.musicals-online.com/?p=2968</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt er aus einem Labor in China? Oder aus den USA? Oder ist er eine Strafe Gottes? Jedenfalls scheint er das ultimative Böse zu bedeuten, eine Gefahr für die Menschheit. (…) Das Ensemble des Jungen Musicals am Theater Lüneburg wird sich der Geschichte erneut annehmen – und sich in der Isolation der eigenen Phantasie den größten Ängsten und dunkelsten Phantasien stellen.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2974 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Ankündigung für die Premiere von „Jekyll &amp; Hyde – ein Albtraum“ liest sich sehr spannend. Frank Wildhorns Musical gehört zu den anspruchsvollsten, die die Musicalwelt zu bieten hat. Was Regisseur Friedrich von Mansberg und die neun Jungdarsteller aus dem Stoff gemacht haben, wirkt leider manchmal etwas wirr. Die Bezüge der Handlung aus dem viktorianischen London ins Corona-geplagte hier und jetzt sind leider nicht sehr stimmig.</p>
<p>Ausgehend von Henry Jekylls Tod (allein und nach einem Kampf mit einem unsichtbaren Feind) werden seine letzten Monate in einer Rückblende erzählt.</p>
<p>Dabei werden viele Songs nur angespielt, teils auch mit leicht angepassten Texten (Musikalische Leitung: Daniel Stickan). Kein Wunder, wenn man die komplette Handlung in nur 65 Minuten unterbringen möchte. Gerade die Ensemble-Nummern wie „Fassade“ oder „Mörder“ klingen jedoch sehr gut. Das Vocal Coach Anna Schwemmer intensiv mit den Jugendlichen gearbeitet hat, beweisen insbesondere Miriam Wantikow als Lisa Carew und Jona Hoek als Lucy Harris. Beide zeigen nicht nur beachtliches schauspielerisches Können, sondern setzen auch gesanglich Maßstäbe in diesem Ensemble: „Du weißt wer ich bin“ und „Jemand wie Du“ gehören zu den solistischen Highlights der Show. Ihr Duett „Nur sein Blick“ jagt einem die Tränen in die Augen.</p>
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<p>Jekyll und Hyde hat von Mansberg mit zwei Jugendlichen besetzt. Lasse Kuk (Henry Jekyll) und Arndt Möller (Edward Hyde) teilen sich an diesem Abend eine der schwierigsten männlichen Musicalrollen. Kuk spielt sehr gut, ist aber – wer kann es ihm verdenken – mit den Showstoppern „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ gesanglich deutlich überfordert. Hier kommen auch gestandene Musicaldarsteller an ihre Grenzen. Möller hat eine düstere Erscheinung, wirkt aber manchmal etwas zu nett. In den tiefen Lagen singt er durchaus ansprechend. Aber leider kann er Wildhorns musikalischen Vorgaben an diesen bösartigen Charakter nicht gerecht werden.</p>
<p>Ein schöner Regieeinfall ist es, Hyde die Waffe, mit der Jekyll sich umbringt, „telepathisch“ führen zu lassen. Plakativer kann man nicht darstellen, dass Jekyll sich gegen sein bösartiges Alter Ego Hyde nicht mehr wehren kann.</p>
<p>Auch die Szene, in der Lucy in Henry einen Freund sucht und Hyde auf ihr Flehen antwortet, ist sehr clever umgesetzt.</p>
<p>Weitere Figuren wie Utterson (Fenja Gerken), Nellie (Belana Pittin), Sir Danvers (Sascha Littig, der einzige Erwachsene auf der Bühne), Simon Stride (Janosh Kratz) und Laurie (Morgane Meuthien) spielen in dieser Inszenierung so gut wie keine Rolle. Gerade im Fall von Gerken und Kratz ist dies bedauerlich, denn beide glänzen in ihren wenigen Momenten im Rampenlicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2972 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Licht, Barbara Bloch (Kostüm und Bühne) schafft mit den beiden Glaskästen links und rechts der Bühne eine teils gespenstige, undurchsichtige Atmosphäre, die perfekt zum Thema passt.</p>
<p>Wie eingangs erwähnt, wirkt der Bezug zu aktuellen Nachrichten wie den Black Lives Matter Demonstrationen in den USA oder den Ausschreitungen in Belarus an den Haaren herbeigezogen. Ob sich Jekylls Arbeit an einem Mittel gegen das omnipräsente Virus nun auf Corona bezieht oder nicht, bleibt nebulös.</p>
<p>Nichtsdestoweniger beweist das Junge Theater Lüneburg auch mit dieser Inszenierung, dass man auch aus Spaß an der Freud wirklich gute Unterhaltung auf die Beine stellen kann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Oktober 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller (inkl. alternierender Besetzungen): </span></strong>Viktoria Fleck, Fenja Gerken, Sascha Littig, Emma Fee Schicke, Miriam Wantikow, Lasse Kuk, Gunt Chuluun, Pia Naegeli, Belana Pittin, Anton Frederik von Mansberg, Arndt Möller, Jona Hoek, Nike Just, Leo Ehmke, Janosh Kratz, Morgane Meuthin, Sarah Zürneck<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
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