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	<title>Peter Plate-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Peter Plate-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Rosenstolz-Musical überzeugt Open Air mehr als Indoor</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2015 14:29:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Da das Theater Kiel krankheitsbedingt eine Produktion aus dem Spielplan nehmen musste, hat man sich kurzerhand entschlossen, das im letzten Sommer so erfolgreiche Musical „Romeo &#38; Julia“ auf die Bühne des Schauspielhauses zu bringen. Notwendige Anpassungen des Bühnenbildes wurden gekoppelt mit der Ankündigung neuer Szenen und Texte. Insofern durfte das Publikum durchaus gespannt sein, was ...</p>
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<div id="body_content">Da das Theater Kiel krankheitsbedingt eine Produktion aus dem Spielplan nehmen musste, hat man sich kurzerhand entschlossen, das im letzten Sommer so erfolgreiche Musical „Romeo &amp; Julia“ auf die Bühne des Schauspielhauses zu bringen. Notwendige Anpassungen des Bühnenbildes wurden gekoppelt mit der Ankündigung neuer Szenen und Texte. Insofern durfte das Publikum durchaus gespannt sein, was sich das Kreativteam Neues ausgedacht hatte.</p>
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<div class="text-content style_External_390_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Bühnenbild wurde wie auch schon in der Inszenierung am Hafen bestimmt von der weißen Treppe, auf der sich alle Szenen abspielen. Jedoch ist die Treppe nun nicht mehr strahlend, jungfräulich weiß, sondern zerschrammt, mit Einkerbungen, kleinen Zeichnungen und Sprüchen versehen. Links und rechts flankiert wurde die Bühne von überdimensionalen Buchstaben, die jeweils die Namen der Hauptfiguren bilden. Auch ins Lichtdesign wurden diese Elemente mit eingebunden. Darüber hinaus gab es optisch wenig Neues. Die drei LED-Screens am Ende der Treppe wurden unverändert dazu genutzt, das Geschehen auf der Bühne in einen größeren Kontext einzubinden oder die Wirkung der Songs mit Videoeinspielungen zu intensivieren.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1192">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die erste Szene zieht das Publikum sofort ins Geschehen: Die verfeindeten Gangs der Capulets und Montagues treffen aufeinander und es entbrennt ein lautstarker, chaotischer Straßenkampf.</p>
<p class="Body">Ministerpräsident Torsten Albig als Escalus, der sich nachdrücklich gegen dieses Gebaren wehrt, verfehlt seine Wirkung auch indoor nicht. Auch der Wortwitz, mit dem die Shakespeare-Zeilen mit den zeitgenössischen Dialogen kombiniert werden, funktioniert einmal mehr sehr gut.</p>
<p class="Body">Für fragende Gesichter sorgt die Einblendung von Julia auf der Leinwand, während Romeo in seinem ersten Song noch der von ihm so heiß geliebten Rosalinde hinterher trauert. Da hat man es sich etwas sehr einfach gemacht.</p>
<p class="Body">Ebenso schade ist es, dass die Szene, in der Julias Mutter ihrer Tochter die Hochzeitspäne präsentiert, nicht gestrafft wurde. Sie ist sehr langatmig und die im Vergleich zum Sommer deutlich albernere Amme macht es nicht besser. Auch die Szene, in der Benvolio und Mercutio den liebeskranken Romeo aus seinem Versteck hervorlocken wollen, ist zu lang und droht ins Trashfach abzugleiten.</p>
<p class="Body">Die weltberühmte Balkonszene musste für die Indoor-Variante komplett verändert werden, da der schiffsähnliche Bühnenaufbau in der Mitte fehlte. Nun muss kurzerhand ein Geländer an der linken Bühnenseite dafür herhalten. Wie jedoch Romeo ebenjenen Balkon erklimmt, ist sehenswert. Er versucht die glatten Wände mit allen möglichen Tricks zu bezwingen, schlussendlich hilft eine Palette Pils bei der Überwindung der Höhenmeter. Ob Johannes Merz hierfür einen Kletterkurs besucht hat? Zum Standardrepertoire eines Schauspielers und Sängers gehört dieses sportliche Herumturnen in vier Metern Höhe jedenfalls nicht. Leider ist man seitens der Regie (Daniel Karasek) nicht so weit gegangen, dass man die unleidliche „Titanic“-Szene ebenfalls gestrichen hat. Plausibel wäre es gewesen – immerhin fand sie im Sommer noch auf einer Art Schiffsdeck statt – auf dem Geländer wirkt sie recht deplatziert.</p>
<p class="Body">Durch die fehlende Weite des Himmels wirkt die ganze Inszenierung deutlich kompakter. Das wird auch beim Song „Natur“ deutlich, in dem ein offenbar sehr weltlicher Pater Lorenzo mit seinen offenherzigen Nonnen tanzt, um dann am Schuss mit seiner „Holy Davidson“ von dannen zu brausen. Leider kommt man nur in den Genuss ihres satten Klangs, auf den Anblick der Maschine muss das Publikum indoor leider verzichten.</p>
<p class="Body">Die Kämpfe der Banden sind durchweg gut gestaged. Die Darsteller bemühen sich um Authentizität und die Zuschauer fiebern mit. Beim finalen Kampf von Tybalt und Mercutio fliegt jedoch ein (Plastik-)Messer ins Publikum. Das ist sicherlich so nicht geplant gewesen, birgt aber durch die Nähe des Publikums zur Bühne einige Verletzungsgefahren.</p>
<p class="Body">Mercutios Tod als solcher wurde entschärft. Er stirbt lange nicht mehr so theatralisch wie noch im letzten Sommer, was einer modernen Inszenierung gut zu Gesicht steht.</p>
<p class="Body">Zwei Szenen, die durch den Transfer von draußen nach drinnen verlieren, sind die Bettszene von Romeo und Julia sowie die Gruft, in der Julia im künstlichen Tiefschlaf  ihren Liebsten erwartet. Beide Szenen wirkten auf der Open Air Bühne zarter und intimer.</p>
<p class="Body">In der besuchten so genannten „B-Premiere“ wird Julia von Magdalena Neuhaus gespielt. Neuhaus gibt eine sehr frische, freche Julia. Ihr gelingt es, die jugendliche Naivität auch mit dem Gesang zu transportieren. Sie wirkt in jeder Szene süß, quirlig und sehr authentisch. Sie singt klar und druckvoll, aber irgendetwas fehlt. Vielleicht ist es die (Bühnen-)Erfahrung, die man bei Maxine Kazis (Erstbesetzung Julia) erleben durfte, die man bei Neuhaus vermisst.</p>
<p class="Body">Ansonsten gibt es bei der Besetzung nur wenige Änderungen. Paris wird von Marius Borghoff gegeben. Eine Alternative zu Romeo stellt dieser eher schmierig-opportunistische Heriatskandidat aber vermutlich für niemanden im Publikum dar. Auch die von der Mutter so hoch gelobten Attribute des schönen Paris sucht man leider vergebens.</p>
<p class="Body">Romeo wird erneut von Johannes Merz gespielt. Insbesondere beim „Ticken einer Uhr“ zeigt sich seine Wandlungsfähigkeit: Er singt sehr aggressiv und spielt nah am Wahnsinn, um dann in der nächsten Szene wieder der sensible Montague zu sein, der alles für seine Julia tun würde.</p>
<p class="Body">Als Eltern polarisieren Zacharias Preen und Ellen Dorn erneut durch ihre etwas schräge Interpretation des Veronaer Fürstenpaares. Rudi Hindenburg übernimmt wieder die Rolle von Mercutio, Romeos bestem Freund und lässt es gesanglich wie schauspielerisch an Nichts vermissen. Ob Yvonne Ruprecht an der weniger fürsorglichen als vielmehr gänzlich überdrehten Interpretation der Amme Spaß hat, lässt sich schwer beurteilen. Aber auch diese Besetzung ist sehr gelungen.</p>
<p class="Body">Rückblickend sucht man nach den angekündigten Neuerungen und findet sie in kleinen Details. Die Eröffnungsszene ist neu, wirkt aber leider nicht nach. Romeo und Julia blicken sich in der Sterbeszene noch einmal in die Augen – aber ob jeder diese Änderung zur Sommer-Inszenierung bemerkt?</p>
<p class="Body">Doch über die kaum ins Gewicht fallenden inhaltlichen / szenischen Anpassungen kann man gut hinwegschauen. Dennoch funktioniert ‘Romeo &amp; Julia’ im Theater grundsätzlich genauso gut wie open air am Kieler Hafen. Allerdings fehlt ein wenig der Zauber, der das Stück im vergangenen Sommer im Freien umgeben hat. Ob es die untergehende Sonne, der warme Wind oder das Möwengeschrei war – im Sommer 2014 wurde die Geschichte von Romeo und Julia viel intimer und persönlicher erzählt. Durch die Nähe zum Publikum (die erste Reihe sitzt direkt am Bühnenrand) wirkt alles viel plakativer. Fraglich ist nur, ob die Regie dieses ganz besondere Flair überhaupt hätte einfangen können.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schauspielhaus, Kiel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstelung: </span></strong>23. Mai 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Magdalena Neuhaus, Johannes Merz, Rudi Hindenburg, Yvonne Ruprecht</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Peter Plate, Ulf Leo Sommer / Daniel Karasek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Kiel<br />
</span></div>
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		<title>Gelungene Neu-Inszenierung von Shakespeare&#8217;s Liebestragödie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2014 12:29:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kämpfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
		<category><![CDATA[Sommertheater am Seefischmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Leo Sommer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Romeo &#38; Julia“ &#8211; das ist eine der schönsten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten der Literatur. Unzählige Verfilmungen, Theaterstücke und auch einige Versuche, den Stoff als Musical auf die Bühne zu bringen, zeugen auch heute noch von dessen Intensität. Mehr als 400 Jahre nach seiner Veröffentlichung hat die Geschichte der verfeindeten Montagues und Capulets, deren Kinder ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Romeo &amp; Julia“ &#8211; das ist eine der schönsten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten der Literatur. Unzählige Verfilmungen, Theaterstücke und auch einige Versuche, den Stoff als Musical auf die Bühne zu bringen, zeugen auch heute noch von dessen Intensität. Mehr als 400 Jahre nach seiner Veröffentlichung hat die Geschichte der verfeindeten Montagues und Capulets, deren Kinder Romeo und Julia in Liebe zueinander finden und deren Romanze auf so tragische Weise enden muss, nicht an Reiz eingebüßt.</p>
<p class="Body">In diesem Sommer zeigt das Sommertheater Kiel in der Regie von Daniel Karasek die neue Musicalversion von Peter Plate („Rosenstolz“) und Ulf Leo Sommer. Die kleine Open Air Bühne am Seefischmarkt bietet eine einmalige Kulisse: Die Schauspieler spielen das komplette Stück auf strahlend weißen Treppen in deren Mitte sich eine an einen Schiffsschornstein erinnernde Konstruktion befindet, die für die einzigen Szenenwechsel eingesetzt wird. Im Hafen hinter der Bühne wiegen sich die Segelschiffmasten im Wind und sorgen für ein perfekt abgestimmtes Ambiente.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die Ouvertüre versetzt das Publikum in eine romantische Stimmung. Die Melodie ist filmisch-opulent arrangiert und schürt die Hoffnung auf Großes. Anstelle der weltbekannten einführenden Worte erleben die Zuschauer als Auftakt einen Kampf der verfeindeten Familien Montague und Capulet. Unterstützende Szenen auf den drei großen LED-Wänden oberhalb der Bühne lassen das Geschehen noch gewalttätiger wirken. Schade jedoch, dass die Zweikämpfe eher nachlässig einstudiert sind und mehr als Comedy erinnern als an Straßenkampf.</p>
<p class="Body">Schon in Romeos erstem Solo („Die Liebe kennt mich nicht“) zeigt sich Johannes Merz&#8216; Rockstimme, die sich im Verlauf des Stücks noch als sehr gute Wahl erweisen soll. Der folgende Dialog mit Benvolio (Julius Ohlemann) wird weitgehend in klassischer Sprache präsentiert. Die Anpassung einzelner Worte gibt Shakespeare&#8217;s Texten etwas Frisches und Modernes. Dieses Konzept wird über weite Strecken beibehalten. Die Mischung aus „alter“ Sprache und modernem Deutsch-Pop funktioniert einwandfrei. Leider schießen die Macher an einigen Stellen über das Ziel hinaus und fügen den eigentlichen Dialogen Textpassagen und Worthülsen hinzu, die sich nicht ins Gesamtbild einfügen.</p>
<p class="Body">Stirnrunzeln erzeugt ebenfalls die Begrüßung von Herrn Capulet auf seinem Maskenball. Warum heißt er seine Gäste auf französisch willkommen und nicht auf italienisch? Dadurch verschenkt man einen großen Teil Authentizität. Zacharias Preen gibt einen durchaus glaubwürdigen Paten ab. Er regiert seine Familie mit strenger Hand und macht dabei auch vor seiner Tochter Julia nicht halt. Der Song „Elektrisch“, der als Ensemble-Nummer den Maskenball untermauert, wirft jedoch viele Fragen auf und passt nicht so recht in das optisch (Norbert Ziermann) und choreographisch (Vivienne Hötger) durchaus stimmige Gesamtbild.</p>
<p class="Body">Dafür entschädigt das Duett der Titelfiguren, „Wohin“, und die anschließende Balkonszene durch Frische und Jugendlichkeit. Auch wenn die offenbar obligatorische „Titanic“-Szene an der Balkonbrüstung / Schiffsreling absolut unnötig ist, gewinnen die beiden Darsteller durch ihr authentisches Spiel die Sympathien des Publikums. Dass das Casting von Maxine Kazis und Johannes Merz in jeglicher Hinsicht als gelungen bezeichnet werden kann, zeigt sich bei ihrem Duett „Dann fall ich“, in dem sich Julia und Romeo ihre Liebe gestehen. Die beiden Darsteller ergänzen sich nicht nur stimmlich auf beeindruckende Weise, sondern man glaubt ihnen ihre tiefen Gefühle, ihre Verwirrung und ihre Hoffnung in jeder Minute.</p>
<p class="Body">Die Modernität der Inszenierung zeigt sich auch im Einsatz von diversen fahrbaren Untersätzen – von Motorrollern bis hin zu Sportwagen. Vielleicht wäre es hier aber angeraten gewesen, auf Elektrofahrzeuge zu setzen? Auf dem engen Raum sind die Abgase doch ziemlich störend.</p>
<p class="Body">Den coolsten Auftritt hat in jedem Fall Christian Kämpfer als Pater Lorenzo, der in Biker-Boots und Lederhose mit drei sehr freizügigen Nonnen auf einer Harley vorfährt, während auf den LED-Wänden eine digitale Wanderung durch einen Dornenwald mitläuft. Apropos LED-Wände; dort werden passend zur Handlung auch immer Nachrichten eingespielt, die auf den vollen Zuschauerbänken insbesondere dadurch für Lacher sorgen, dass Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig als Fürst Escalus aktiv am Geschehen teilnimmt.</p>
<p class="Body">Rudi Hindenburg alias Mercutio fiel schon in der anfänglichen Kampfszene durch seine raumgreifende Ausstrahlung auf. In der Szene „Señorita“, in der sich die Montague-Jungs über Julias Amme lustig machen, zeigt er sehr deutlich, dass er das Sagen hat. Die Szene ist ungewöhnlich und deftig inszeniert, in sich aber stimmig. Einzig, dass sich Mercutio über die „metrosexuellen Lackaffen“ muckiert, aber selbst wie einer aussieht, wirkt unfreiwillig komisch.</p>
<p class="Body">Der zweite Akt beginnt ähnlich ausdrucksstark, in dem Romeo und Julia ihre frisch geschlossene ehe gleich direkt auf den Kirchenstufen vollziehen. Etwas zuviel Pathos hat auch Mercutios Mordszene: Während der Kampf mit Tybalt wieder eher albern wirkt, löst der Tod Mercutios während er die Treppen hinaufkrabbelt, um schließlich in Romeos Armen fast zu sterben, eher ein Lächeln als Trauer oder Bestürzung aus. Auch Tybalts Ermordung durch Romeo wirkt leider ähnlich plump.</p>
<p class="Body">Wunderschön wiederum ist Julias Sehnen nach Romeo. Kazis legt viel Herzblut in ihr Solo. Überhaupt wirkt die junge Schweizerin in allen Szenen authentisch. Wenn sie ob ihres Schicksals mit Tränen in den Augen verzweifelt, löst sie großes Mitgefühl aus („Du sehnsuchtsvolle Nacht“). Wenig später steckt sie mit ihrer überbordenden Energie („High“) das ganze Publikum an.</p>
<p class="Body">Ob beabsichtigt oder nicht, die Szene, in der Julias Eltern sich selbst für die Wahl von Paris (wunderbar aalglatt: Dirk Stierand) als zukünftigen Schwiegersohn beglückwünschen („Ein gutes Gefühl“) hat einen großen Slapstick-Faktor. Das liegt zum einen daran, dass Preen mit dem Sprechgesang überfordert zu sein scheint, zum anderen wirkt aber auch Ellen Dorn als seine Gattin in ihren viel zu hohen Schuhen sehr hölzern. Bei dieser Szene wünscht man sich, dass sie ganz schnell zuende sein möge.</p>
<p class="Body">„Der letzte Tanz“, das Stück, das für die hübsch drappierte Bettszene ausgewählt wurde, ist auch dadurch besonders, dass Textpassagen von Shakespeare im Titel verarbeitet wurden und die Zuschauer so doppelt abgeholt werden. Zudem zeigen die beiden Hauptdarsteller einmal mehr, dass sie sich im Spiel sehr gut ergänzen.</p>
<p class="Body">Den schönsten Song hat zweifellos Kazis alias Julia mit „Für die Liebe“. So wie sie das Stück interpretiert, könnte es aus spielend in die Charts einsteigen. Ähnlich stark brennt sich Romeos Verzweiflung bei „Wie das Ticken einer Uhr“ ins Gedächtnis. Peter Plates Handschrift ist unverkennbar. Die Titel passen perfekt zum Thema der jeweiligen Szene.</p>
<p class="Body">Zum Schluss wird es Regieseitig noch einmal etwas holprig: Während Julia in der Familiengruft liegt, kämpfen Romeo und Paris auf den Stufen um sie herum auf Leben und Tod. Nachdem Romeo Paris erstochen hat, steckt er sein Messer feinsäuberlich wieder in die Scheide, damit Julia es nach seinem Tod dort findet, um sich damit selbst das Leben zu nehmen. Das hätte man sicherlich glaubhafter umsetzen können, zumal in anderen Szenen die Waffen achtlos liegen gelassen werden.</p>
<p class="Body">Doch am Schluss bleibt die nahezu perfekt gelungene Mischung von modernen Popsongs mit alten Texten, die ein rundes Musicalerlebnis erzeugen. Für eine Wiederaufnahme – die es sicherlich geben wird – kann ja noch an der ein oder anderen Stelle gefeilt werden. Dann steht einem gelungenen Theaterabend nichts mehr im Weg.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Sommertheater am Seefischmarkt, Kiel</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>30. August 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Maxine Kazis, Johannes Merz, Rudi Hindenburg, Dirk Stierand, Christian Kämpfer, Julius Ohlemann</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Peter Plate, Ulf Leo Sommer / Daniel Karasek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Kiel<br />
</span></p>
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		<title>Romeo &#038; Julia &#8211; das musical</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/romeo-julia-das-musical/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2014 12:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Maxine Kazis]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Plate]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo & Julia - das musical]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Rätzel]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Fischer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Musical-Album, dass auch problemlos in den Charts gelistet sein könnte Peter Plate und Ulf Leo Sommer haben dem Pop-Duo Rosenstolz jahrelang seinen ganz eigenen Klang gegeben. Mit „Romeo &#38; Julia“ wagen sie sich auf ganz neues Terrain vor und absolvieren den Genrewechsel von Pop zu Musical mit Bravour. Es gelingt ihnen eindrucksvoll, in 15 ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein Musical-Album, dass auch problemlos in den Charts gelistet sein könnte</h3>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_665_705">
<div class="style_2">
<p class="Body">Peter Plate und Ulf Leo Sommer haben dem Pop-Duo Rosenstolz jahrelang seinen ganz eigenen Klang gegeben. Mit „Romeo &amp; Julia“ wagen sie sich auf ganz neues Terrain vor und absolvieren den Genrewechsel von Pop zu Musical mit Bravour.</p>
<p class="Body">Es gelingt ihnen eindrucksvoll, in 15 Songs die emotionale Achterbahnfahrt von Romeo und seiner Julia musikalisch nachzuzeichnen. Hierbei gereicht ihnen sehr zum Vorteil, dass Maxine Kazis, die auf der CD ebenso wie auf der Bühne als Julia zu erleben ist, die perfekte Stimmlage und Wandlungsfähigkeit hat, um die junge Capulet-Tochter zu interpretieren. Man muss ihr einfach glauben, wenn sie vor Liebe übersprühend „High“ ist. Doch ihre ganz starken Momente hat sie in den sehnsuchtsvollen Stücken wie „Wohin“ oder „Für die Liebe“. Gerade in letztgenanntem Song stellt sich schon beim Klang der ersten Noten eine Gänsehaut ein, die bis zum letzten Ton anhält.</p>
<p class="Body">Doch auch Fabian Buch nimmt den Zuhörer mit auf die Reise durch Romeos alles andere als eintönige Gefühlswelt. Seine Energie ist ansteckend, man möchte ihn geradezu anfeuern, seinen Gefühlen zu trauen. „Wie das Ticken einer Uhr“ zeigt nicht nur eine gesangliche Vielseitigkeit, sondern es lohnt sich &#8211; wie im übrigen auch bei den anderen Stücken &#8211; genauer auf den Text zu achten.</p>
<p class="Body">Plate und Sommer haben eine sehr plastische Sprache gewählt, so dass man sich als Zuhörer gut aufgehoben fühlt. Manchmal verschleiert der musikalisch schöne Schein die Worte, wie beispielsweise bei „Señorita“, das alles andere als eine Liebeserklärung von Mercutio an Julias Amme (Katharina Thalbach) ist. Aufhorchen lassen auch die Adaptionen von William Shakespeares Originaltexten, die in einige Songs eingearbeitet wurden. Hierzu gehören u. a. die wundervoll melancholischen Songs „Du sehnsuchtsvolle Nacht“ und „Letzter Tanz“.</p>
<p class="Body">Neben Thalbach sind auch Tim Fischer (Vater Capulet), Ruth Rosenfeld (Mutter Capulet) und Peter Plate als Pater Lorenzo auf dem Album zu hören. Das macht dieses Studioalbum sicherlich noch etwas besonderer.</p>
<p class="Body">Die kleine Pop-Band, die dieses Album eingespielt hat, harmoniert ideal mit den Kieler Philharmonikern. Das beginnt schon bei der Ouvertüre, die von leisen, zarten Anfängen den Bogen hin zu kraftvollen, elektrischen Sounds spannt. Die Songs wurden mit viel Gespür für das richtige Timing, die richtige Lautstärke abgemischt, so das jeder Titel für sich ein gelungenes Kunstwerk ist.</p>
<p class="Body">Sucht man nach dem Haar in der Suppe, wird man bei „Ein gutes Gefühl“ und „Elektrisch“ fündig. In den Gesamtkontext fügen sich diese Synthesizer- und Comedy-Popsongs stilistisch so gar nicht ein, auch wenn sie in sich stimmig sein mögen. Aber vielleicht hat gerade der Bruch mit dem ansonsten so lupenreinen, unmissverständlichen Konzept den Reiz daran ausgemacht.</p>
<p class="Body">Zu diesem Konzept gehört im übrigen auch ein sehr ansprechendes Art-Work, das vor allem durch die sinnlichen Fotografien von Maxine Kazis und Fabian Buch ins Auge gefällt.</p>
<p class="Body">Dieses Album wird jedem Fan von gut gemachtem Deutsch-Pop sehr gefallen. Und all jenen, die mit diesem Stil bisher nichts anfangen konnten, sei „Romeo &amp; Julia“ als Einstieg empfohlen. Wirklich los kommt man davon tagelang nicht mehr&#8230;</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/romeo-julia-das-musical/">Romeo &#038; Julia &#8211; das musical</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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