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	<title>Martin Lingnau-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Martin Lingnau-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Charmantes Familienmusical mit liebevoll gestalteten Charakteren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2019 22:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Fast) jedes Kind kennt den Räuber Hotzenplotz, der nicht nur Kasperl, Seppel und die Großmutter in Angst versetzt, sondern Wachtmeister Dimpfelmoser auch immer wieder vor schier unlösbare Aufgaben stellt. In diesem neuen Musical von Wolfgang Adenberg (Texte) und Martin Lingnau (Musik) wurde die erst 2018 aus Ottfried Preußlers Nachlass veröffentliche Geschichte für die Bühne bearbeitet: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>(Fast) jedes Kind kennt den Räuber Hotzenplotz, der nicht nur Kasperl, Seppel und die Großmutter in Angst versetzt, sondern Wachtmeister Dimpfelmoser auch immer wieder vor schier unlösbare Aufgaben stellt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2678 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In diesem neuen Musical von Wolfgang Adenberg (Texte) und Martin Lingnau (Musik) wurde die erst 2018 aus Ottfried Preußlers Nachlass veröffentliche Geschichte für die Bühne bearbeitet: Räuber Hotzenplotz ist hinter Schloss und Riegel – bis er den schusseligen Wachtmeister Dimpfelmoser austrickst und in den Wald fliehen kann. Kasperl und Seppel erfahren davon, als sie die Großmutter besuchen und diese ihnen voller Schrecken berichtet, dass der Räuber die Schwammerlsuppe gegessen hat, die eigentlich für die beiden Jungs sein sollte. Kurzerhand beschließen die beiden den Räuber einmal mehr hinter Gitter zu bringen („Der Polizei muss geholfen werden“). Wie das gehen soll? Mit einer Rakete, die den Räuber auf den Mond bringt. Natürlich bauen sie keine echte Mondrakete, aber sie können den Räuber mit viel Kreativität hinters Licht führen und am Schluss in die Obhut des Wachtmeisters übergeben.</p>
<p>Wie immer läuft das Ganze nicht ganz so rund wie geplant und auch die wahrsagende Witwe Schlotterbeck und ihr verdächtig an ein Krokodil erinnernder Dackel Wasti spielen eine nicht unwesentliche Rolle…</p>
<p>Seit einigen Jahren gelingt es dem Schmidt Theater mit seinen Weihnachtsmusicals für volle Reihen zu sorgen. „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist hier keine Ausnahme. Am Premierentag sind die Kinder im Zuschauerraum ganz klar in der Überzahl und von Anfang an mit großer Begeisterung dabei. Viele kennen die Charaktere und freuen sich, den charmant-trotteligen Wachtmeister wiederzutreffen und mit dem schlauen Kasperl und dem etwas ängstlichen Seppel gemeinsam das Abenteuer zu erleben.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2677 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Adenberg und Lingnau, die gemeinsam das Buch geschrieben haben, gestalten die Figuren wunderbar kindgerecht. Auch der Räuber ist eher lustig als böse. Dass die Darsteller so nahbar über die Rampe kommen, liegt aber nicht zuletzt auch an Carolin Spieß‘ gelungener Regie. Man spürt, dass auch dieses Stück ein Gemeinschaftsprojekt ist, bei dem sich alle Beteiligten einbringen konnten.</p>
<p>Zu Beginn ist es dem Wachtmeister sehr „langweilig“ – schon hier zeigt Veit Schäfermeier, dass er ein Händchen für schrullige Charaktere hat. Auch die putzige Choreographie mit seinem Tisch sorgt für Lacher. Götz Fuhrmann ist als Räuber manchmal fast schon am Rande des Wahnsinns und dennoch irgendwie liebenswert. Anleihen bei Vater König aus „Die Königs vom Kiez“ sind nicht von der Hand zu weisen. Aber er nimmt die kleinen Zuschauer gut mit (insbesondere bei „Räuber, wasch Dich“) und erntet große Begeisterung.</p>
<p>Susi Banzhaf ist eine ungemein herzliche Großmutter, begeistert aber auch als etwas unheimliche Witwe Schlotterbeck. Urkomisch (und musikalisch herausfordernd) sind der Kanon zum Zaubertrank-Mischen und „Lasst mich hier rein“, wo sich der Räuber Zutritt zu Witwe Schlotterbecks Hütte verschafft.</p>
<p>Benjamin Zobrys und Evangelos Sargantzo als Kasperl und Seppel sind ein schwungvolles Duo, die mit viel Witz nicht nur den Räuber überlisten, sondern auch die Kinder im Publikum mit dem Verteilen der Steckbriefe zu Helfern machen. Zobrys Spielfreude ist ansteckend und Sargantzos schüchterne Loyalität ist einfach zuckersüß.</p>
<p>Der Räuberwald ist mit rollenden Klapp-Elementen eher praktisch gebaut. Durch einfaches Drehen entsteht so schnell die Räuberhöhle nebst Badewanne, Großmutters Häuschen oder das Spritzenhaus des Wachtmeisters.</p>
<p>Auch die Bauanleitung für die Mondrakete ist ungemein kreativ umgesetzt. So einfach macht man aus ein paar Pappkartons eine Rakete! Hier fehlt es einfach an nichts und es wird mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet (bspw. der Schlotterbecksche Zaubertrank und die singenden Maulwürfe an der Räuberhöhle).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2680 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zudem wird jedes Kapitel auf einem kleinen LED-Screen oberhalb des Waldes handschriftlich eingeblendet, was besonders beim Kapitel „Der Plan geht <span style="text-decoration: line-through;">auf</span> / <span style="text-decoration: line-through;">schief /</span> auf!“ sehr amüsant ist, da die Worte „auf“ und „schief“ erst eingeblendet und dann im Verlauf durchgestrichen und durch das nächste Wort ersetzt werden.</p>
<p>Das Publikum geht bei Lingnaus schwungvollen Melodien („Das Hotzenplotz-Lied“, „Was einmal klappt“, „Wir bauen eine Rakete“) mit, lässt sich gern zum Klatschen animieren und tanzt am Schluss auch die „Raketenbau-Choreographie“ nur allzu gern mit. Adenbergs Songtexte machen auch den Erwachsenen viel Freude, was insbesondere Schäfermeier mit seinem „Schnell-Sing-Talent“ dankbar annimmt.</p>
<p>Benjamin Zobrys zeichnet auch bei diesem Musical für die Choreographien verantwortlich. Wenn Hotzenplotz vom „Räuberhimmel“ träumt und die anderen Darsteller mit belaubten Ästen im Bob Fosse-Style um ihn herumtanzen, ist das schon sehr schön.</p>
<p>„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist kurzweilige Familienunterhaltung, die bei den älteren Zuschauern viele Erinnerungen weckt und den Kindern zeigt, dass es viel mehr zu entdecken gibt als das nächste Youtube-Video.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">26. Oktober 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Götz Fuhrmann, Susi Banzhaf, Veit Schäfermeier, Evangelos Sargantzo</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Texte / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß / Wolfgang Adenberg / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></p>
</div>
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		<item>
		<title>Eine unterhaltsame Urlaubsrevue in bester Schmidt-Familientradition</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-urlaubsrevue-in-bester-schmidt-familientradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 20:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Petru]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Trunte]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Finja Meier]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Tschüssikowski]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sommerzeit ist Reisezeit! Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) haben sich eine kunterbunte Show rund um das Thema Reisen, Urlaubsziele und die „typische deutsche Urlaubsfamilie“ ausgedacht. Ausgehend von „Hamburg im Regen“ geht es mithilfe von Reisebürochef Willy Fröhlich „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Schlechtwettertief Corny bringt Familie Koschwitzki erst so richtig in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sommerzeit ist Reisezeit! Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) haben sich eine kunterbunte Show rund um das Thema Reisen, Urlaubsziele und die „typische deutsche Urlaubsfamilie“ ausgedacht.</p>
<p>Ausgehend von „Hamburg im Regen“ geht es mithilfe von Reisebürochef Willy Fröhlich „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Schlechtwettertief Corny bringt Familie Koschwitzki erst so richtig in Urlaubsstimmung. Während Vater Koschwitzki (Nik Breidenbach) von einem eher entspannten Mallorca-Urlaub träumt, phantasiert Mutter Koschwitzki (Petra Staginnus) von gut gebauten Jamaikanern, die ihren Urlaub noch heißer werden lassen. Die Tochter (Franziska Trunte) gibt immer mal wieder das gute und ökologische Gewissen der Familie, während Sohnemann (Christian Petru) nur Eis im Sinn hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2370 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>„Gimme just a little smile“ und mannshohe Joints sorgen umgehend für die richtige Stimmung. „Coconut Girl“ Veit Schäfermeier wiegt sich zu den Klängen und ist dabei herrlich verpeilt, so dass sich das Publikum schon jetzt vor Lachen krümmt.</p>
<p>Das nächste Urlaubsziel, das Willy Fröhlich (Götz Fuhrmann) aus dem Hut zaubert ist Ägypten. Ein bühnenumrahmendes Portal dient als Projektionsfläche. Und so tanzen Pharaonen, Kamele und Schlangen rund um die Szenerie, in der sich die Reisewilligen zu „Wie eine Fata Morgana“ oder „Gehen wie ein Ägypter“ von ägyptischen Eindrücken berieseln lassen.</p>
<p>Ausnehmend lustig ist auch die folgende Szene, in der von einem Professor (erneut Veit Schäfermeier) nützliche Empfehlungen für die Reiseapotheke gegeben werden. Zu einem umgedichteten „Nossa“ wird das Thema „rektale Dysharmonie“, von Mutter Koschwitzki auch als „Sprühwurst“ bezeichnet, thematisiert.</p>
<p>Nächster Halt auf dieser abgefahrenen Reise ist Afrika. Die Kulissen (zwei dreieckige, klappbare Module) verwandeln sich blitzschnell von einem Reisebüro in einen Dschungel, in dem sich zahlreiche Tiere tummeln. Neben Giraffe, Elefant, Löwe und Zebra, findet sich im Schmidtschen afrikanischen Dschungel auch ein Tiger. Das nennt man dann wohl künstlerische Freiheit, denn Tiger sucht man in Afrika sicherlich vergebens.</p>
<p>Sehr kreativ sind die Tiergesichter (also die Kopfbedeckungen der Darsteller): Da wird aus Blumentöpfen und Flaschen ein Giraffenkopf, ein Schlauch mit Brause symbolisiert den Elefanten, der wilde Löwenkopf besteht aus Putzschwämmen und die Mähne des Zebras aus Putzbürsten. Gesanglich wird hier eine Gratwanderung von der Persiflage auf das Disneymusical „Tarzan“ über „King of the Bongo“ (Nik Breidenbach als kleinwüchsiger Elvis-Verschnitt) bis zum einem etwas sehr disharmonischen „Waka Waka“ – gesungen von Mutter und Tochter (Staginnus und Trunte) geboten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2369 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Großartig ist Breidenbachs Wutausbruch als ‚Pauschaltourist aus Herne’, dem nach einem schreiend komischen Flug nach Ibiza bei Ankunft von seinem Gepäck nur der Griff bleibt. Die Zuschauer lachen Tränen, während er versucht, dem sprachlich nicht allzu versierten Flughafenpersonal zu erklären, dass augenscheinlich sein Gepäck fehlt.</p>
<p>Weiter geht es mit den „Tres Gigantos“, gespielt von Schäfermeier, Breidenbach und Fuhrmann, die in einem Kasperltheater tanzend Hits wie „Bamboleo“ zum Besten geben. Auch hier johlt das Publikum vor Begeisterung.</p>
<p>Zum Finale der ersten Halbzeit geht es nach Italien, worauf das Publikum mit der allen noch bestens bekannten „Allianz“-Werbung der 1980er Jahre eingestimmt wird. Es folgt Italopop in Reinkultur (Eros Ramazzotti, Albano &amp; Romina Power) dargeboten von Gondolieri in einmal mehr sehr kreativ umgesetzten Minigondeln. Das Highlight dieser Szene ist dann Breidenbach in einem roten Traumkleid, der das obligatorische „Sempre, Sempre“ schmettert und ein jubelndes Publikum in die Pause entlässt.</p>
<p>Im 2. Akt geht es genauso rasant und komisch weiter. Nach einem klischeebeladenen Abstecher nach Bayern und Österreich geht es für risikofreudige Touristen in den Adventurepark Abdullah oder auf die Insel „Santa Maria“, die im eingespielten Film ein wahres Müllparadies ist.</p>
<p>Wir begleiten Familie Koschwitzki an den Strand, wo Beach Boys in sehr ungewöhnlichen Badehosen „Surfin USA“ nicht nur singen, sondern auch sehr beeindruckend tanzen. Zur Melodie des „Ketchup Song“ klagt die Tochter ihrer Mutter ihr Leid, dass sie zu fett sei. Wohlgemuth hat hier scheinbar spielend sämtliche aktuelle Modesportarten im Songtext untergebracht.</p>
<p>Sehr wissend und nichtsdestoweniger lauthals lachend nimmt das Publikum die ‚Schwabbelarme’ von Mama zur Kenntnis, die diese kurzerhand als Handytasche anpreist, wenn man einen Reißverschluss einnähen würde. Mama lebt eben „volles Pfund, ohne Fasten“ – eine wirklich tolle Botschaft einer erfahrenen Frau!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2368 size-medium alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Endlich wird auch das im Laufe der Show mehrfach angespielte „Ice Ice Baby“ voll ausgespielt, der Sohn bekommt sein Eis und tanzt sich mit einigen Kumpels in bester Ballermann-Manier in einen Rausch.</p>
<p>Mutter Koschwitzki wird in der Folge von einem aufdringlichen kleinen Jungen belästigt, der sie erst eincremen möchte, was sie vehement ablehnt. Um des lieben Friedens willen pustet sie ihm seinen Schwimmring – einen Elefanten – auf, dem mit steigendem Umfang der Rüssel schwillt und der sich schließlich zu „I like to move it“ mit Wasserspritzern ins Publikum entlädt. Schlüpfrig? Ja. Albern? Durchaus. Aber genauso kennt und liebt das Publikum sein Schmidt Theater.</p>
<p>Das Stück endet mit einer sehr schönen Empfehlung von Willy Fröhlich: „Du bist urlaubsreif, mach Dich mal wieder locker!“ Beim finalen Party-Medley mit „Un Dos Tres“ und „Let’s get loud“ hält es dann wirklich niemanden mehr auf den Sitzen.</p>
<p>Dem eingespielten Kreativteam – neben Lingnau und Wohlgemuth waren noch Corny Littmann als Regisseur und Benjamin Zobrys an der Entstehung dieser Revue beteiligt – ist eine leichtfüßige, humorvolle Revue gelungen, die ganz in der Tradition der Schmidt Theater Stücke steht, die dieses Privattheater seit inzwischen 30 Jahren zu einem der erfolgreichsten Deutschlands machen</p>
<p>Der Humor ist bodenständig und die Rollen sind den Darstellern auf den Leib geschrieben. Auch die ein oder andere Improvisation ist mehr als gewünscht. Die Kulissen sind praktikabel, aber pfiffig und – dank der dosiert, aber gekonnt eingesetzten Projektionen – durchaus sehr modern.</p>
<p>Neben dem Gesang und dem Gespür für schräge Charaktere und Pointen dürfen die zehn Darsteller auch tänzerisch aus dem Vollen schöpfen. Vier Tänzer unterstützen die sechs Schauspieler und Sänger und geben dieser Revue einen durchaus ungewöhnlichen Rahmen. In dieser Konstellation kommen auch Zobrys schwungvolle Choreographien so richtig zur Geltung.</p>
<p>„Tschüssikowski“ ist eine gelungene Revue, die thematisch perfekt in den Sommer passt. Die Mischung aus groben Witzen, deftigen Klischees, Partyhits und schrullig-liebenswerten Charakteren trifft direkt ins Humorzentrum des Publikums.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 10. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Nik Breidenbach, Franziska Trunte, Götz Fuhrmann, Kathrin Finja Meier, Petra Staginnus, Christian Petru</span>, Veit Schäfermeier </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Corny Littmann / Martin Lingnau</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein wundervolles Kindermusical aus dem Hause Schmidt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-wundervolles-kindermusical-aus-dem-hause-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 18:23:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Räuber Hotzenplotz]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Riegelsberger]]></category>
		<category><![CDATA[Torsten Hammann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ottfried Preußlers Geschichte vom „Räuber Hotzenplotz“ kennt jedes Kind aus dem Kasperletheater: Kasperl und sein Freund Seppl jagen den Räuber, weil dieser der lieben Großmutter ihr Geburtstagsgeschenk geklaut hat. Dabei müssen die beiden allerlei Abenteuer bestehen, gehen dem Räuber in die Falle und treffen sogar auf den bösen Zauberer Zwackelmann. Der stets bemühte Polizeiwachtmeister Dimpfelmoser ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ottfried Preußlers Geschichte vom „Räuber Hotzenplotz“ kennt jedes Kind aus dem Kasperletheater: Kasperl und sein Freund Seppl jagen den Räuber, weil dieser der lieben Großmutter ihr Geburtstagsgeschenk geklaut hat. Dabei müssen die beiden allerlei Abenteuer bestehen, gehen dem Räuber in die Falle und treffen sogar auf den bösen Zauberer Zwackelmann. Der stets bemühte Polizeiwachtmeister Dimpfelmoser ist da leider keine große Hilfe&#8230;</p>
<p>Heiko Wohlgemuth und Martin Lingnau haben schon 2011 eine wunderbare kindgerechte Musicalfassung dieses Klassikers geschrieben, die im Winter 2016 im Schmidt Theater wieder aufgenommen wurde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1097 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_13-e1484245809618-287x400.jpg" width="215" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_13-e1484245809618-287x400.jpg 287w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_13-e1484245809618.jpg 460w" sizes="auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px" />Susi Banzhaf steht als süße schusselige Großmutter auf der Bühne. Über das Geschenk von Kasperl und Seppl – eine Kaffeemühlen-Spieluhr – freut sie sich riesig. Sie schickt die beiden Jungs zum Einkaufen, damit sie für alle einen richtigen Geburtstagskuchen backen kann. Diesen Moment nutzt der Räuber, um die Großmutter in ein Gespräch zu verwickeln und die Kaffeemühle zu stehlen. Eine wirklich sehr süße Szene. Hotzenplotz, gespielt von Torsten Hammann, wirkt beinahe schon sympathisch.</p>
<p>Als Kasperl und Seppl den Diebstahl entdecken, schmieden sie einen Plan. Sie stellen Hotzenplotz eine Falle, in die dieser auch prompt reintappt. Leider durchschaut der Räuber das Vorhaben der Jungs jedoch später und überlistet die beiden. Jedoch hatten Kasperl und Seppl auf der Verfolgungsjagd ihre Kopfbedeckungen getauscht, damit man sie nicht erkennt. So kommt es, dass Kasperl, den der Räuber aufgrund der Sepplmütze für Seppl hält, zum Zauberer Zwackelmann (Timo Riegelsberger) muss und dort zum Kartoffelschälen abgestellt wird. Das Kostüm des Zauberers und der viele Nebel, der seinen Turm umwabert, machen diese Figur wirklich spannend. Dass er zudem auch noch leidlich zaubern kann, begeistert insbesondere die kleinen Gäste. Als Zwackelmann zum Schluss vor Wut platzt und verschwindet, staunt das Publikum.</p>
<p>Auf seiner Suche nach einem Weg aus dem Turm des Zauberers (die schier endlosen Treppen und vielen Zimmer sind mit einfachen Mitteln exzellent visualisiert) trifft Kasperl im Keller auf einen Frosch, der sich Fee Amaryllis (ebenfalls Banzhaf) vorstellt, und Kasperl verspricht, ihm zu helfen. Zwischendurch wird der Räuber Hotzenplotz noch in einen Vogel verwandelt, weil sich der Zauberer von ihm betrogen fühlte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1096 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08-400x276.jpg" alt="" width="400" height="276" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08-400x276.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08-768x531.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/DerRaeuberHotzenplotz_08.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Am Schluss geht natürlich alles gut aus, Großmutter bekommt ihre Kaffeemühle wieder, die jetzt sogar zweistimmig spielt, und alle sind glücklich.</p>
<p>Benjamin Zobrys und Christian Petru geben das überaus energiegeladene, fröhliche Duo Kasperl und Seppl. Die beiden bringen jede Menge guter Laune über die Rampe. Ihre Freundschaftsballade als beide beim Räuber und Zauberer gefangen gehalten werden ist wunderschön.</p>
<p>Was dieses Kindermusical ausmacht, ist seine Liebe zum Detail in jeglicher Hinsicht: Lingnaus Kompositionen laden zum begeisterten Mitklatschen ein (u. a. der Hotzenplotz-Song und der Polizisten-Hit („Dein Freud und Helfer“)), Wohlgemuths humorige Sprüche und die Namenverwechslungs-Schlagabtausche mit dem Räuber und dem Zauberer sorgen für unzählige Lacher. Die Charaktere wurden von Carolin Spieß absolut treffend ins rechte Licht gesetzt und sind durch die Bank kindgerecht und sympathisch. Die Kostüme (Frank Kuder) und Choreographien (Benjamin Zobrys) sind gut gewählt und überfrachten nicht. Zudem werden die Kinder im Zuschauersaal sehr gut eingebunden (beispielweise bei der Erschaffung des Räuberwaldes mithilfe von verschiedenen Geräuschen und vorlauten Erwachsenen als Fliegenpilze) und haben sichtlich Spaß.</p>
<p>„Der Räuber Hotzenplotz“ in der Lingnau-Wohlgemuthschen Fassung kann als rundum gelungenes Musiktheater für Kinder bezeichnet werden. Die Kreativen verzichten auf allzu hochtrabende Melodien und Dialoge und schaffen so die ideale Grundlage für einen fröhlichen Familiennachmittag im Theater.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">28</span>. Dezember 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Christian Petru, Torsten Hammann, Susi Banzhaf, Timo Riegelsberger </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Martin Lingnau / Carolin Spieß<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Oliver Fantitsch</span></p>
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		<title>„Schlagerkräftiges“ Märchenmusical der bewährten Schmidt-Kreativschmiede</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schlagerkraeftiges-maerchenmusical-aus-der-bewaehrten-schmidt-theater-kreativschmiede-wohlgemuth-lingnau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2016 10:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Cindy Reller]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Elena Zvirbulis]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Lessing]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Koller]]></category>
		<category><![CDATA[William Danne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Märchen-Musical? Aus dem Hause Lingnau / Wohlgemuth? Uraufgeführt im Schmidt Theater? Mit einem bereits durch zahlreiche Eigenproduktionen erprobten Ensemble? Das klingt nach jeder Menge Spaß! Das Publikum wird nicht enttäuscht: Heiko Wohlgemuth und Martin Lingnau haben eine sehr freie Adaption vom Grimmschen „Aschenputtel“ geschrieben. Ihre Charaktere sind herrlich überspitzt und nehmen kein Blatt vor ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">Ein Märchen-Musical? Aus dem Hause Lingnau / Wohlgemuth? Uraufgeführt im Schmidt Theater? Mit einem bereits durch zahlreiche Eigenproduktionen erprobten Ensemble? Das klingt nach jeder Menge Spaß!</p>
<p class="Body">Das Publikum wird nicht enttäuscht: Heiko Wohlgemuth und Martin Lingnau haben eine sehr freie Adaption vom Grimmschen „Aschenputtel“ geschrieben. Ihre Charaktere sind herrlich überspitzt und nehmen kein Blatt vor den Mund. Die Sprüche, die Heiko Wohlgemuth den Protagonisten in den Mund legt, zielen treffsicher unter die Gürtellinie und schrammen gern am Rand des guten Geschmacks vorbei. Doch so kennt man es aus der Schmidt-Familie und genau so lieben es die Zuschauer. Aber der Reihe nach&#8230;</p>
<p class="Body">Das Mauerblümchen Cindy Reller arbeitet nach dem Tod seines Vaters in dessen Tierhandlung. Sie liebt Tiere und opfert sich gern für sie auf. Wären da nicht die obligatorische böse Stiefmutter, Renate Reller-Rochen, und ihre tumbe Tochter Blondie, die ihrem Namen alle Ehre macht. Die beiden schikanieren Cindy wo es nur geht. Bei der ganzen schweren Arbeit kommt Cindy kaum dazu, ihrem Hobby, der Schlagermusik, zu frönen. Insgeheim träumt sie davon, eines Tages selbst als Schlagersängerin in die Fußstapfen von Helene Fischer &amp; Co. zu treten.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Cindy_Reller_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Wie es der Zufall will, lauscht Edelbert von Grootfru Junior eines Abends, wie die traurige Cindy den letzten Song singt, den ihr Vater von ihr gehört hat. Nicht nur, dass er dem zuckersüßen Gesang sofort verfällt, er sieht darin auch die letzte Chance, bei seinem Vater, Edelbert von Grootfru Senior, zu punkten und ihm endlich zu beweisen, dass er nicht der Volltrottel ist, für den dieser ihn hält.</p>
<p class="Body">Doch die intrigante Stiefmutter wittert Morgenluft (bzw. jede Menge Mammon) und versucht, die schüchterne Annäherung von Edelbert Junior und Cindy im Keim zu ersticken. Ohne das vorlaute Mundwerk ihrer Tochter, dem ziemlich hirnlosen Barbie-Klon, wäre ihr das auch gelungen. Doch in Blondie regt sich überraschend ein Unrechtsbewusstsein und sie deckt die Machenschaften der Mutter auf. Am Ende bekommt Cindy ihren Edelbert, Blondie brennt mit dessen Vater durch und Renate verdingt sich als deren Putzfrau.</p>
<p class="Body">Als Erzähler (aus dem Off) dieser doch manchmal recht wechselhaften Geschichte fungiert Wolfgang Trepper. Sein unvergleichlich loses Mundwerk und die schonungslose Ehrlichkeit steigern die Vorfreude auf die Szenen.</p>
<p class="Body">Was zudem ungewöhnlich und neu ist, sind die zahlreich eingesetzten Videoprojektionen: Sam Madwar und Heiko de Boer haben eine funktionale Umgebung geschaffen, in der sie durch das Verschieben einzelner Wände große Projektionsflächen erhalten, die sie zumeist mit herrlich kitschigen Filmchen bespielen. Beispielweise wird die Bühne bei Cindys erstem Song „Hallo, Du schöne Welt“ ganz in rosa getaucht. Selbst die Kostüme der Darsteller sind rosa, inklusive der Pinneberger Proletenshirts, die eingefleischte Schmidt-Fans aus der „Heißen Ecke“ kennen. Im Hintergrund zieht ein kleiner Piepmatz seine Kreise und lässt die Szene so noch süßlicher wirken.</p>
<p class="Body">Doch aus diesem Zuckerwattetraum, in den die zarte, naive Cindy (Franziska Lessing) wunderbar hineinpasst, wird das Publikum jäh aufgeschreckt, als Blondie und ihre Mutter Renate die Bühne betreten. Elena Zvirbulis hat schon bei „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Schmidt_in_Love_2009.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1297">Schmidt in Love</a></span>“ bewiesen, dass ihr abgestumpfte, zumeist blonde, reichlich knapp bekleidete Charaktere mit dem IQ eines Toastbrots liegen. Und so landet sie mit ihren Sprüchen und dem offensichtlichen Unvermögen, Fremdwörter korrekt einzusetzen („Jetzt trägst Du die Frequenzen!“), einen Lacher nach dem anderen.</p>
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<p class="Body">Nach den ersten 15 Minuten wird ein kleiner Schwachpunkt dieses Stücks deutlich: Einige Szenen sind sehr dialoglastig, und auch wenn die schonungslosen Kommentare der Figuren teilweise wahre Schenkelklopfer sind, hätte man sich doch 2-3 Songs mehr gewünscht, um diese „Textwüsten“ zu entzerren und leichter verdaulich zu machen.</p>
<p class="Body">Nachdem die Damen eingeführt wurden, folgen die Herren: Corny Littmann in einer Paraderolle als grantelnder, cholerischer Werbeagenturchef Edelbert Senior, William Danne als sein leicht trotteliger Sohn Edelbert Junior sowie Emsig, Edelbert Seniors langjähriger Assistent, gespielt von dem unglaublich wandlungsfähigen Tim Koller.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Cindy_Reller_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="291" height="360" /></div>
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<p class="Body">Nachdem Edelbert Junior einen großen Auftrag in den Sand setzt &#8211; sein ausgefeiltes Konzept „altkluge Marketing-Phrasen + erotischer Schlager“ („Du bist die Sünde, die man gern begeht“) kommt beim bayrisch-biederen Schokoladenproduzenten so gar nicht an – geht sein Vater wie das sprichwörtliche HB-Männchen in die Luft. Er spricht von einem „Guantanamo für seine Ohren“. Großartig, was Heiko Wohlgemuth hier wieder eingefallen ist! Und dabei sollte es nicht bleiben&#8230; Der nächste Ausraster lässt nicht lange auf sich warten: Als der Junior zwar mit einem wunderschönen Song doch ohne Kenntnis der Sängerin ins Büro zurückkommt, bezeichnet ihn sein Vater, dem ja mit dem Song gerade noch „die Engel ins Ohr gepisst“ haben, geradeheraus als „Aushilfsamöbe“. In der Familie von Grootfru herrscht wirklich (k)ein sehr liebevoller Umgangston.</p>
<p class="Body">Emsig gelingt es, Edelbert Senior zu beruhigen. Doch als dieser ihm mal wieder unterstellt, dass er schwul sei, echauffiert sich der hörbar aus dem Osten  stammende Dienstbote aufs Äußerste: „Nur weil ich gern Gesichtscrème nutze, bin ich noch lange kein Rückwärtseinparker in einer Wurstfabrik!“. Dieser Haudrauf-Humor funktioniert, nicht zuletzt auch wegen Tim Kollers hervorragender Interpretation des beleidigten Assistenten. Sein an den ob der Dummheit des Sohns verzweifelten Senior gerichtetes, motivierendes „Wir schaffen das!“ inklusive stabilem Handhaltungsdreieck verfehlt seine Wirkung nicht. Doch so langsam hat sich auch diese Angela Merkel Anspielung überholt. Inzwischen taucht dieses geflügelte Wort in mehr oder minder passendem Kontext in jedem zweitem Musical auf.</p>
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<p class="Body">Renate Reller-Rochen wird von Franziska Kuropka schön drachig gespielt. Die billige Optik in Leoprint und die auslandende Haarpracht machen diese sich für etwas Besseres haltende Stiefmutter zu einem erschreckend authentischen Abbild der Leute, die man so in RTL II Dokusoaps zu sehen bekommt. Kuropkas Berliner Schnauze passt herrlich zur Respektlosigkeit, die Renate ihrem Umfeld gegenüber an den Tag legt.</p>
<p class="Body">Dass es sich bei „Cindy Reller“ um ein Schlagermusical handelt, wird dem Publikum unmissverständlich verdeutlicht, als Cindy die Tiere in der Zoohandlung begrüßt: Alle Tiere haben die Namen von Schlagerstars! Nana Mouskouri, die Katze, Heintje, der Papagei und Frank Zander, der Zierfisch, sind hierfür nur drei Beispiele.</p>
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<p class="Body">Während Emsig seinen Chef mit den 34 Strophen von „Bagalu, das kleine Bärchen“ in den Schlaf trällert, stolpert Edelbert Junior in die Rellersche Tierhandlung und trifft auf eine nur mit einer Fußmatte bekleidete Cindy. Zuvor hatte ihr Blondie aus purer Bosheit das Kleid ausgezogen, das sich Cindy aus dem von Blondie zusammengestellten Altkleidersack genommen hatte.</p>
<p class="Body">Zwischen Edelbert Junior und Cindy stimmt die Chemie: Beide sind etwas schusselig, lieben Musik und treten von einem Fettnäpfchen ins Nächste. Ihr romantischer Kennenlern-Schlager „Hallo“, den sie vor einem Regenbogen-überspannten Rapsfeld singen, ist gefällig.</p>
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<p class="Body">William Danne kommt mit dieser Art von Songs deutlich besser zurecht als Franziska Lessing. Als sich das Rapsfeld mit dahinter liegendem Meer digital in einen Sternenhimmel mit Heißluftballon verwandelt, hat nicht nur das Paar auf der Bühne Herzchen in den Augen. Auch die Zuschauer können sich dieser Überdosis Kitsch nicht erwehren.</p>
<p class="Body">Doch auch hier folgt ein kalter Schnitt: Die Stiefmutter schickt „Körperklaus“ Cindy nach oben, um allein mit dem reichen jungen Mann zu reden. Schon hat sie den Plan ausgeheckt, dass ihre Blondie auf der Agenturparty Playback zu Cindys Song singt. Wer soll das schon bemerken?</p>
<p class="Body">Sie unterstreicht ihre Ambitionen mit einem großartigen 90er Jahre Popsong: „Mehr als genug“ ist ihr bescheidener Anspruch an den Deal mit der Agentur. Franziska Kuropka in einem knappen Lederkleid mit entsprechenden sexy Stiefeln, flankiert von zwei sich lasziv räkelnden Tänzern (Koller und Danne) eingehüllt in reichlich Nebel, das kann sich sehen und hören lassen. Definitiv eine der besten Nummern des Abends!</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Cindy_Reller_2016_files/shapeimage_4.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Dass Slapstick noch lange nicht ausgedient hat, zeigt die nächste Begegnung von Edelbert Junior, der sich selbst als Prinz Peinlich bezeichnet, und Cindy. Die beiden finden ein „gemütliches“ Plätzchen auf einem Kratzbaum und Edelbert erzählt ihr von der Mottoparty zu Ehren von Prinzessin Lumina von Dubidubidubai. Für großes Amüsement sorgt hierbei Corny Littmann als bauchtanzende Schönheit. Abgefahren, schräg, bunt, und dazu ein schmissiger Song mit dem treffenden Titel „Dubidubidubai“ – Herz, was willst Du mehr?</p>
<p class="Body">Doch Cindy ist drauf und dran, die Einladung abzulehnen, da sie kein Kleid besitzt und auch „zu klamm“ ist, um sich etwas Passendes zu kaufen. Auftritt: Emsig als gute Fee, oder wie er es ausdrückt: Jeanne d’Arc der Tragetaschen! Schon zieht er ein wunderschönes Ballkleid aus einer seiner unzähligen Tüten und nicht nur Cindy strahlt vor Vorfreude.</p>
<p class="Body">Schon das Ansehen seines Spiegelbilds im (nicht vorhandenen) Schaufenster der Zoohandlung sorgt für Lachtränen. Als dann noch jovial von Edelbert eingeworfen wird, dass die wartende Kutsche (falls sie abgeschleppt wird) hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen – mit anderen Worten also in Harburg („Und wer will da schon freiwillig hin?“) – abgeholt werden müsste, platzt es aus den Zuschauern heraus. Überraschenderweise mal kein Witz auf Kosten der Pinneberger – aber die Harburger haben sicherlich genug Humor, um sich nicht auf den Schlips getreten zu fühlen.</p>
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<p class="Body">Doch wie in der Märchenvorlage vereiteln Blondie und Renate die Ballprinzessinnenträume von Cindy, zerreißen ihr Kleid und tragen ihr auf, das vermischte Trockenfutter von Katzen und Hunden zu sortieren („Die Guten in das Töpfchen, die Schlechten kannst Du naschen!“). Doch sie haben ihre Mitbewohnerin unterschätzt. Nach dem Motto „Jetzt erst recht“ singt sie sich mit „Nur dieses eine Mal“ Mut zu, näht das Kleid um und macht sich auf zur Agentur.</p>
<p class="Body">Bevor dort die Party steigt, gibt Emsig den Anheizer. „Schlagerherz“ ist ein lupenreiner, knallbunter, klatschfreudiger Song, den das Publikum nach der Pause dankbar annimmt.</p>
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<p class="Body">Zu Ehren des königlichen Gastes haben sich alle auf der Bühne in edle Roben gewandet. Insbesondere die Kleider der Damen sind sehr gelungen (Kostüme: Frank Kuder, Chrisanthi Maravelakis). Auch Prinzessin Luminas Bauchtanz-Kleid ist wunderschön verziert und sehr detailliert gearbeitet. Dass sich hinter dem Schleier erneut Tim Koller versteckt, wird spätestens klar, wenn man seine tiefe Stimme hört.</p>
<p class="Body">„Life’s a Fairytale“ ist eine Szene, in der sich die Arbeit von Benjamin Zobrys (Choreographie) und Götz Fuhrmann (Puppen) sehr schön beobachten lässt: Das Ensemble tanzt paarweise, teilweise mit Puppentorsi, während Edelbert Junior und Cindy eine Hebefigur proben, die sicherlich nicht nur zufällig an Lessings Engagement als Baby bei „Dirty Dancing“ erinnert.</p>
<p class="Body">Bei der anschließenden Produktpräsentation für ‚Lumina &#8211; das erste leuchtende Toilettenpapier’ &#8211; wird vom per Live-Schalte hinzugeholten Scheich verkündet, dass Prinzessin Lumina und Edelbert Junior heiraten werden. Cindy ist erschüttert und zerstört kurzerhand das iPad, auf dem ihr Song abgespielt wird. Blondies Schwindel fliegt auf, William lehnt die Heirat ab und folgt Cindy. Edelbert Senior konstatiert, dass er seinen Sohn wohl „besser in ein Taschentuch hätte wichsen sollen“ und Renate versucht vergeblich die aussichtslose Situation zu retten.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Cindy_Reller_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="403" height="240" /></div>
<p class="Body">Während sich Cindy in einem sehr schönen Solo („Kein Happy End“) selbst bedauert, gibt sich Edelbert Senior bei der Frage nach Juniors Mutter seinen Erinnerungen hin. „Sophia Lorraine“ ist großartig inszeniert. Littmann wirkt wie der typische alternde Schlagerstar, der mit Schmachtstimme an rosarote Zeiten denkt. Dass diese Zeiten nur ein One-Night-Stand war und ihm seine große Liebe neun Monate später ein schreiendes Bündel vor die Tür legt, das er ‚Edelbert’ nennt, „da ich mir diesen Namen wenigstens merken kann“, erfährt das Publikum erst am Ende des Songs.</p>
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<p class="Body">Zeitgleich versucht Blondie bei einem Blind Date einen potentiellen Verehrer von ihren rar gesäten Vorzügen zu überzeugen. Doch das misslingt gründlich. Immerhin bekommt sie eine Lehre für das Leben mit auf den Weg: „Wenn etwas sich nicht richtig anfühlt, soll man es direkt und laut ansprechen!“</p>
<p class="Body">Auch Edelbert Junior fasst sich ein Herz und geht zu Cindy, die ihn erst mal abblitzen lässt. Geht sie doch davon aus, dass das, was ihre Stiefmutter ihr erzählt hat – nämlich, dass es Edelbert Juniors Idee war, die hübsche Blondie anstatt der grauen Maus Cindy singen zu lassen – der Wahrheit entspricht.</p>
<p class="Body">Doch es gelingt Edelbert mit dem „A-Cappella-Song“, den er mithilfe aller Tiere zum Besten gibt, Cindy von seiner Ehrlichkeit und Liebe zu überzeugen. „Ein A-Cappella-Song funktioniert immer und macht glücklich“ – so die Botschaft des Songs. Und das stimmt zu 100 %. Dieser Song ist mit Abstand der in sich stimmigste Song des Stücks und animiert das Publikum ohne zusätzliche Animation zum Mitklatschen und Mitsingen.</p>
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<div class="text-content style_External_669_469">
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<p class="Body">Während Edelbert Junior und seine Cindy auf dem Weg in den siebten Himmel sind, sucht der Senior mithilfe eines Castings nach einer Sängerin für den Klopapier-Song. Alle Teilnehmerinnen werden von Tim Koller gespielt. Jede für sich hat ein eigenen, sehr speziellen Charakter und ist ungemein lustig.</p>
<p class="Body">Als Edelbert Senior kurz vorm Verzweifeln ist, taucht Cindy auf: Sie erklärt sich bereit den Song zu singen, denn dann sind alle glücklich: Edelbert Senior, der Scheich von Dubidubidubai und auch Renate, die Cindy damit erpresst hat, alle Tiere zu töten. Dass sie damit Edelbert Junior vor den Kopf und in die Arme von Prinzessin Lumina stößt, nimmt sie für das Leben ihrer Tiere in Kauf.</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Cindy_Reller_2016_files/shapeimage_7.png" alt="" width="277" height="343" /></div>
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<p class="Body">Die Trauung nimmt ihren Lauf. Wie es sich gehört, erheben sich alle Anwesenden auf Aufvorderung von Edelbert Senior hin, als das Brautpaar den Saal betritt. Doch plötzlich unterbricht Blondie die Zeremonie und klärt alles auf. In bester Louis de Funès Manier reagieren die Hochzeitsgäste mit einem „Was? Nein! Doch! Oh!“. Edelbert Junior schnappt sich endlich seine Cindy, der Senior lädt Blondie ein, mit ihm seinen Lebensabend auf den Malediven zu verbringen, und die wiederum nimmt ihre Mutter mit, welche ihnen fortan als Putzfrau dient.</p>
<p class="Body">Beim „Mega-Finale“, so der Titel des letzten Songs, tragen die Damen extrem geschmacklose goldene Kleider und die Herren nicht minder farbenfrohe Anzug-Shirt-Kombinationen. Das Publikum lernt, dass Cindy und (Edel-)Bert zunächst als Gesangsduo und später als Hosts einer TV-Show Karriere machen. Alles ist bunt, fröhlich und wunderbar. Genau das Happy End, das ein Märchenmusical haben sollte!</p>
<p class="Body">Der Unterhaltungswert dieser zehnten Gemeinschaftsproduktion von Heiko Wohlgemuth und Martin Lingnau ist hoch. Das liegt aber insbesondere an den witzigen, teils bitterbösen und schonungslosen Sprüchen, welche die Figuren von sich geben. Gegen eine Renate, gegen die eine „Cruella de Vil eine Peta-Aktivistin“ ist, ist eben kein Kraut gewachsen. Carolin Spieß hat ganze Arbeit geleistet, diese schrägen Charaktere so zu inszenieren, dass sie dennoch irgendwie liebenswert sind.</p>
<p class="Body">„Cindy Reller“ ist ein Märchen für Erwachsene und an einigen Stellen auch ganz sicher nicht jugendfrei. Dieses bewährte Konzept geht auf. Ob es jedoch ein Erfolgsrezept à la „Heiße Ecke“ oder „Die Königs vom Kiez“ ist, darf bezweifelt werden. Dafür ist „Cindy Reller“ musikalisch leider zu einseitig und die Handlung zu wenig überraschend.</p>
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<div class="text-content style_External_399_319">
<div class="style_2">
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>15. September 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span> </strong>Franziska Lessing, William Danne, Elena Zvirbulis, Tim Koller, Franziska Kuropka, Corny Littmann</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Martin Lingnau / Carolin Spieß<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch</span></div>
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		<title>Eine nicht ganz runde Weltpremiere</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-nicht-ganz-runde-weltpremiere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 11:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Hees]]></category>
		<category><![CDATA[Ds Wunder von Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Hübert]]></category>
		<category><![CDATA[Gil Mehmert]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Stage Theater an der Elbe]]></category>
		<category><![CDATA[Tetje Mierendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ähnlich wie bei „Rocky“ vor zwei Jahren hat sich die Stage Entertainment bei „Das Wunder von Bern“ erneut an die Kombination eines sportlichen Themas mit Musiktheater gewagt. Zumindest sind es der Fußball und der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die den Handlungsrahmen für „Das Wunder von Bern“ bilden. Basierend auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">Ähnlich wie bei „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rocky_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1294">Rocky</a></span>“ vor zwei Jahren hat sich die Stage Entertainment bei „Das Wunder von Bern“ erneut an die Kombination eines sportlichen Themas mit Musiktheater gewagt. Zumindest sind es der Fußball und der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die den Handlungsrahmen für „Das Wunder von Bern“ bilden.</div>
<div class="style_2">Basierend auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann (2003) geht es aber weniger um den Fußball als vielmehr um den nach zwölf Jahren Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Richard Lubanski, der sich nur langsam wieder an sein altes Leben gewöhnt. Im Mittelpunkt des Films steht hierbei die Beziehung von Richard zu dessen Sohn Matthias, der erst nach seinem Einberufungsbefehl geboren wurde, weshalb die beiden sich erst einmal überhaupt kennenlernen müssen.</div>
<div class="style_2">
<p>Film und Musical enden beide im doppelten Happy End: Deutschland wird Fußball-Überraschungsweltmeister und Richard und Matthias finden als Vater und Sohn zueinander.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_268">
<div class="style_2">2011 ließ die Stage Entertainment eigens für diese Eigenproduktion im Hamburger Hafen ein neues Theater bauen, welches Anfang November mit viel Pomp eröffnet wurde. Ob der Bau wirklich das architektonische Juwel ist (von der Stage Entertainment im Programmheft so benannt), kann jeder selbst entscheiden. Doch der graue, an einen Helm erinnernde, Theaterbau fügt sich weder in das Hafenbild ein, noch sorgt das schlichte weiß-rote Foyer für Wohlfühl-Atmosphäre. Vielmehr erinnert der neutrale Bau an ein Museum wie es in jeder größeren Stadt stehen könnte. Dieser Eindruck wird durch die ausgestellte Kunst zusätzlich bestärkt.</div>
<div class="style_2">
<p>Doch im Musiktheater geht es ja nicht um das „Draußen“, sondern um das Geschehen auf der Bühne. Und das beginnt sehr beklemmend: Zur Ouvertüre werden auf der bühnenfüllenden Leinwand Bilder aus dem Nachkriegs-Deutschland gezeigt und der Zuschauer wird Luftlinie in die graue Tristesse des Ruhrpotts geflogen. Nach einem sehr getragenen Auftakt, in dem Matthias‘ (Riccardo) Fußballliebe deutlich wird, folgt die im Laufe des Abends mehrfach wiederholte Schunkelnummer „Dat wird doch nie wat“. Die Ankunft Richards (Detlef Leistenschneider) am Essener Hauptbahnhof gelingt dank der guten Projektionen (Ad de Haan, Timm Ringewaldt) sehr plastisch. Die Szene, in der die frisch gebackene Anette Ackermann (Elisabeth Hübert) ihrem Gatten, Sportjournalist Paul (Andreas Bongard), die Hochzeitsreise schmackhaft machen möchte, wird auch dank der im Hintergrund schnell wechselnden Motive &#8211; von Frauenkirche, Schiefem Turm von Pisa, Eiffelturm bis hin zu Big Ben &#8211; zu einer in sich stimmigen Comedy-Nummer.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_370">
<div class="style_2">Eine weitere Szene, die durch die Videoleinwand stark gewinnt, ist die Abfahrt der Kumpel in den Schacht, in dem Richard dann einen sehr intensiven Kriegs-Alptraum durchlebt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Parallel bereitet sich die Fußball-Nationalmannschaft mit ihrem Trainer Sepp Herberger (in der Medienpremiere am 22.11. gespielt von Michael Ophelders) auf die WM vor. Die Liegestützen, die Ophelders alias Herberger seinen jugendlichen Spielern vormacht, bekommen die deutlich hörbare Anerkennung der Zuschauer.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Als Adi Dassler (Jogi Kaiser) den Fußballern ihre neuen Schuhe vorstellt und die Jungs diese direkt in einer an „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rock_the_Ballet_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=708">Rock the Ballet</a></span>“ erinnernden Choreographie ausprobieren, wirkt die Verquickung von Fußballtraining und Jazztanz doch arg verwirrend. Simon Eichenbergers Choreographien sind durchaus anspruchsvoll und begeistern, doch in das Gesamtbild wollen sie nicht so recht passen.<br />
Gleiches gilt für den parallelen Handlungsstrang, der die Rebellion von Richards Sohn Bruno (David Jakobs) gegen die Nationalsozialisten aufzeigen soll: Mit Rock‘n‘Roll setzt sich Bruno eindrucksvoll für den Kommunismus ein. Wie das jedoch zusammenpasst &#8211; westliche Rockmusik und östliche Politansichten -, bleibt ungeklärt.</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_352">
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Doch das Ensemble tanzt sich schwungvoll durch die typischen 50er Jahre Klänge, während Jakobs diese durchaus eindrucksvoll intoniert. Das Aufbegehren von Brunos Schwester Ingrid (Marie Lumpp) gegen das väterliche Verbot sich mit britischen Soldaten zu treffen („Ich will doch nur leben“), zeigt zum ersten Mal deutlich die Handschrift von Komponist Martin Lingnau. Auffällig ist hierbei, dass bei nahezu allen Songs Keyboards und Schlagzeug im Vordergrund stehen. Große, voluminöse Melodien sucht man vergebens. Nichtsdestoweniger überzeugt die Live-Band unter der Leitung von Christoph Bönecker.<br />
Szenenapplaus bekommt das Bühnenbild von Jens Kilian für die Verwandlung der Reisekoffer in einen Bus, von dem aus dann ein fröhliches „Hoch auf dem gelben Wagen“ ins Publikum geschmettert wird. Die Zuschauer trauen sich zwar nicht, genauso gut gelaunt einzustimmen, aber ein zögerlich einsetzendes Mitklatschen zeigt, dass die Busfahrt ihr Ziel nicht verfehlt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Das Finale des 1. Akts wirft einmal mehr inhaltliche Fragezeichen auf: Im Hotel in der Schweiz lässt sich Sepp Herberger von einer Putzfrau sein berühmtestes Zitat („Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten.“) in den Mund legen und die komplette Mannschaft darf sich dann zudem belehren lassen, „nicht so deutsch“ zu sein. Was komisch gemeint ist, kommt doch etwas hölzern über die Rampe und wirkt spätestens beim Tanz der Fußball-Elf in blauen Glitzersakkos deplatziert.</div>
<div class="style_2">
<p>In der zweiten Hälfte offenbart sich die fehlende Dramaturgie noch deutlicher. Von der Vielzahl paralleler Handlungsstränge wird keiner gewissenhaft aufgenommen. Die Charaktere bleiben blass und es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Die Gratwanderung, die fragile Beziehung zwischen Vater und Sohn mit stimmungsvollen, bühnenfüllenden Musical-Tanznummern zu verbinden, gelingt kaum. Die Intimität und Verletzlichkeit der Familie Lubanski verflüchtigt sich in dem 2.000 Plätze fassenden Theater nur allzu leicht. Das mag auch eine Erklärung dafür sein, dass die hinreißende Vera Bolten als Mutter Christa kaum in Erscheinung tritt. Auch Matthias und seine Freunde können das Publikum nicht erreichen, obwohl dies bei Kindern auf der Musicalbühne im allgemeinen schon fast ein Selbstläufer ist. Hingegen erscheinen die Comedy-Szenen mit dem Eheaar Ackermann oder die Tanzszenen der Fußballer zwar musicalkonform, jedoch passen sie nicht zum Rest der Handlung.</p>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_369">
<div class="style_2">Bekannte Zitate verpuffen ebenso wie der durch TV und Radio bereits im Vorfeld bekannte Titelsong „Wunder gescheh‘n“ (gesungen von Vera Bolten als Mutter Christa). Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass die Übertragung des Films auf die Musicalbühne für Gil Mehmert keine leichte Aufgabe war und er sich zwischen Revue, Comedy, klassischem Theater und Akrobatik nicht entscheiden konnte. Der gewählte Mittelweg wird leider keiner Sparte und keinem Charakter gerecht.</div>
<div class="style_2">
<p>Rundum gelungene Szenen wie „An Wunder glaubt doch jeder“ mit einem überzeugenden Tetje Mierendorf als Pfarrer oder „Kannst Du denn wirklich nur an Fußball denken?“, in der Anette (Hübert) die Aufmerksamkeit ihres Mannes mit den Mitteln einer Frau auf sich zu ziehen versucht, wirken ohne Konzept aneinandergereiht.</p>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_570">
<div class="style_2">In Richtung Finale verändert sich die Szenerie: Waren vorher die Hintergrundprojektionen angelehnt an die Realität (Hausdächer, Flussläufe, Gebirge) , sind es nun Kreidezeichnungen, die die an Richard und Matthias auf dem Weg nach Bern vorbeiziehende Landschaft darstellen. Der Grund wird schnell klar, wenn man sieht, wie das entscheidende Spiel der Fußball-WM auf der Bühne umgesetzt wird: Ungarische und deutsche Spieler laufen dem projizierten Ball auf der vertikalen Leinwand hinterher. Dabei werden die jeweiligen Positionen und Bewegungen wie auf einer Taktik-Tafel eingezeichnet und mit dem original Radiokommentar von Herbert Zimmermann unterlegt. Akrobatisch eine großartige Leistung der Darsteller! Zudem allein schon durch die deutschlandweit bekannten Worte Zimmermanns sehr berührend.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Nach dem Sieg wechselt das Bühnenbild wieder zu realitätsnahen Projektionen und die Zuschauer erleben wie der kleine Matthias seinem Idol Helmut Rahn (Dominik Hees) bei der Abfahrt aus der Schweiz zujubelt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Der Schriftzug „Weltmeister 1954“ hebt sich und unterstützt von ein wenig Pyrotechnik fallen sich alle jubelnd in die Arme.<br />
Auch wenn klar ist, worauf es in dieser Show hinausläuft, fällt die Vereinigung von Vater und Sohn in diesem Finale fast gar nicht ins Gewicht. Der Fußballsieg steht eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Was bleibt nach zwei Stunden und zwanzig Minuten „Das Wunder von Bern“? Abwechslungsreiche Melodien, aber leider zu viele Reprisen; einige gut durchdachte Szenen, aber leider kein zusammenhängendes Ganzes; sehr gute Schauspieler und Sänger, die ihr Können in dieser Show aber leider nicht unter Beweis stellen können.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Dem Musical gelingt es bedauerlicherweise nicht, die Intensität des Films zu transportieren. Das liegt sicherlich auch daran, dass es zu viele Charaktere sind, die ihre eigene kleine Geschichte erzählen und dadurch die Konzentration auf die eigentliche Handlung &#8211; die Wiedervereinigung von Vater und Sohn &#8211; verloren geht. Ein anderer Grund mag sein, dass das Theater für diesen so persönlichen Stoff schlichtweg zu groß ist und sich die filigranen schauspielerischen Einsätze in den letzten Reihen gar nicht erst feststellen lassen, da man die Mimik der Darsteller nicht einmal erahnen kann.<br />
Im Gegensatz zu „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rocky_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1294">Rocky</a></span>“, bei dem die charmant umgesetzte, bekannte Geschichte sich auf eine zentrale Figur konzentriert und gemeinsam mit der außergewöhnlichen Bühnentechnik dieses Stück zu einem gelungenen Ensuite-Musical macht, verliert sich „Das Wunder von Bern“ in der Vielzahl von Charakteren und schafft es trotz ansprechender, wenn auch nicht neuartiger Bühnentechnik, nicht, die Bedeutung des Weltfußballereignisses auf die damit verbundenen Veränderungen im Leben der Familie Lubanski herunterzubrechen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>23. November 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Detlef Leistenschneider, Vera Bolten, Elisabeth Hübert, Dominik Hees, Tetje Mierendorf</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong> Regie &amp; Buch / <span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Gil Mehmert / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
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		<title>Bei diesem Familienpiratical stimmt einfach alles!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/bei-diesem-familienpiratical-stimmt-einfach-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 11:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine Störtebeker]]></category>
		<category><![CDATA[Götz Fuhrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Willmaser]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Leonhard]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Koller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau 613 Jahre nach der legendären Enthauptung des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg erzählt das Schmidt Theater allen Interessierten, wie aus dem Waisen Nikolaus der gefürchtete Piratenkapitän geworden ist. Bezüglich Störtebeker gilt auch heute noch: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinen Kaperfahrten  auf Nord- ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">Fast auf den Tag genau 613 Jahre nach der legendären Enthauptung des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg erzählt das Schmidt Theater allen Interessierten, wie aus dem Waisen Nikolaus der gefürchtete Piratenkapitän geworden ist.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Bezüglich Störtebeker gilt auch heute noch: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinen Kaperfahrten  auf Nord- und Ostsee schießen immer wieder neue Gerüchte ins Kraut. Historiker finden neue Quellen, die andere Rückschlüsse erlauben, und so wird Störtebekers Geschichte regelmäßig „angepasst“ und neu geschrieben.</div>
<div class="style_2">
<p>Heiko Wohlgemuth hat die „Fakten“ so gut wie möglich recherchiert und daraus eine plausible Geschichte über die spannende Jugend des Piraten ersonnen. Dabei hat er historisch-hanseatische Besonderheiten mit eingearbeitet, sympathisch-raubeinige Charaktere erschaffen und vergaß auch nicht, dass mit einem Familienmusical ein gewisser Bildungsauftrag einhergeht.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_285">
<div class="style_2">Musikalisch zeichnet einmal mehr Martin Lingnau für großen Unterhaltungswert verantwortlich. Doch wer Altbewährtes erwartet, wird überrascht: „Der kleine Störtebeker“ klingt so ganz anders als man es von Lingnau gewöhnt ist. Anders bedeutet in diesem Fall: rundum gelungen und großartig! Die Kompositionen fügen sich zu einem musikalischen Gesamtbild und schon nach der Eröffnungsnummer wurden im Publikum Wünsche nach der CD zum Stück geäußert. Shantyklänge und an irische / gälische Volksmusik erinnernde Songs bringen viel Energie über die Rampe. Man spürt förmlich die salzige Seeluft. Musikalisch wurde das Seefahrer-Thema zu 100 % getroffen.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Wie schon bei den beiden vorangegangenen Kindermusicals („Räuber Hotzenplotz“ und „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Es_war_einmal_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">Es war einmal &#8211; 7 Märchen auf einen Streich</a></span>“) übernahm Carolin Spieß auch beim „Kleinen Störtebeker“ die Regie. Es gelingt ihr, die von Heiko Wohlgemuth kreierten Charaktere sehr charmant und glaubwürdig auf die Bühne zu bringen. Spieß weiß genau, wie sie vermeintlich gruselige Figuren wie den fiesen Pfeffersack oder die Piraten so gestaltet, dass sie die Kinder im Publikum nicht zu arg erschrecken und die Erwachsenen Spaß an deren Vielschichtigkeit haben.</div>
<div class="style_2">
<p>Ein wichtiger Faktor sind hierbei natürlich auch die Dialoge und Songtexte. Wohlgemuth schafft es scheinbar spielend, den Bogen zwischen kindgerechter Sprache und spitzfindigem Wortwitz für die älteren Zuschauer zu spannen. Begriffe, die heutzutage auch kaum ein Erwachsener mehr kennt (Oder wissen Sie, was ein „Büttel“ ist, was „Likedeeler“ sind oder was genau es bedeutet, „an den Pranger zu kommen“?), werden kurzerhand von einem der Darsteller erklärt.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_370">
<div class="style_2">Vielleicht liegt es daran, dass Carolin Spieß und Heiko Wohlgemuth ganz genau und bis ins kleinste Detail wissen, wie die Charaktere auf der Bühne funktionieren und klingen sollen, dass man mehrfach &#8211; vor allem bei der altklugen Ratte &#8211; das Gefühl hat, einer von beiden spricht die Figur aus dem Off. Bei „Es ist im Bereich des Möglichen!“ &#8211; dem meist genutzten Zitat der Ratte &#8211; ist dies ganz besonders der Fall. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie Heiko Wohlgemuth diesen Charakter bei den Proben aktiv mit gestaltet hat. Diese enge Verbundenheit aller Beteiligten macht jedes neue Musical im Schmidt Theater besonders.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Mit sparsamen, aber unglaublich effektiven Kulissen (Heiko de Boer) wird der Lebensweg des namenlosen Waisenkinds nachgezeichnet: Beide Eltern sterben kurz nach seiner Geburt, der windige Gaukler Hieronymus kauft den Jungen, nennt ihn Nikolaus, da er ihn am 6. Dezember zu sich nimmt, und zieht ihn in seinem Kuriositätenkabinett groß. Um dies sichtbar zu machen, reichen ein Vorhang aus Lumpen sowie schräge Kostüme.<br />
Irgendwann durchschaut Nikolaus die Spielchen von Hieronymus und flieht. Da er nicht weiß, wo er hingehört, es ihn aber schon immer ans Meer gezogen hat, landet er &#8211; nachdem er mit der sprechenden Ratte Justinius Schiffbruch erlitten hat &#8211; bei den Piraten rund um Kapitän Gödeke Michels (den es übrigens wirklich gab).</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_285">
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Die Flucht aufs Meer und die Rettungsaktion werden mit einem blauen Tuch sehr gut angedeutet. Auch das Piratenschiff, bestehend aus einem Mast mit Ausguck und einer durch zwei Leitern angedeuteten Takelage, funktioniert einwandfrei. Selbst der Seegang, den Nikolaus &#8211; inzwischen von den Piraten als „kleiner Klaus“ bezeichnet &#8211; ganz vorn an der Bugspitze erlebt, lässt sich mit einfachster Physik („Hebelwirkung“) sehr effektvoll darstellen.<br />
Klaus fühlt sich bei den gar nicht so bösen Piraten sehr wohl, erfährt von ihnen, dass sie nur die Schiffe der Reichen überfallen, um ihre Beute dann den Armen zu geben („So wie Robin Hood?“ „Ja, aber der ist noch gar nicht erfunden!“) und dass es einen legendären Schatz beim Hamburger Pfeffersack gibt, hinter dem alle her sind. Aber da Kinder und Frauen an Bord Unglück bringen, wird er in Hamburg an Land gebracht. Dort lernt er die Gepflogenheiten auf dem Hamburger Fischmarkt kennen, erfährt, was es mit dem gemeinen Pfeffersack auf sich hat, und trifft &#8211; oh Schreck &#8211; ein Mädchen. Das Mädchen Theodora, genannt Theo, nimmt ihn bei sich unter der Brücke auf und erzählt ihm, dass ihr Vater Schreiber beim Pfeffersack war, aber irgendwann verschwunden ist, und ihre Mutter dort immer noch für einen Hungerlohn arbeiten muss.</div>
<div class="style_2">
<p>Sie steht ihm bei seinem größten Coup &#8211; dem Einbruch in Pfeffersacks Villa &#8211; bei. Wie sich die beiden durch die dunkle Villa bewegen, vorbei an mehr oder weniger schönen Gemälden von Pfeffersack, Türen öffnen, treppauf und treppab nach dem Schatz suchen, bis sie ihn schließlich im Keller finden, ist inszenatorisch genial gelöst: mit Gummibändern werden Bilderrahmen mit wechselnden Motiven geschaffen; die Wände und Türen werden von anderen Darstellern gebildet und bewegen sich mit den Einbrechern mit.Beinahe werden Klaus und Theo erwischt, aber ihnen gelingt einmal mehr die Flucht. Sie schmuggeln sich als blinde Passagiere auf das Schiff von Kapitän Michels und seiner Piratenbande. Nachdem die Piraten hören, dass die beiden Kinder den Schatz vom Pfeffersack gestohlen haben und vor allem auch, was genau dieser Schatz ist, sind sie ganz euphorisch. Doch Pfeffersack ist ihnen mit seiner „Schnellen Libelle“ auf den Fersen und bringt ihr Schiff zum Kentern. Nach einigen Diskussionen, bei denen vom Kapitän mehrfach der von den Kinder im Publikum bejubelte „Schweigefuchs“ angerufen werden musste, hissen die Piraten gerade noch rechtzeitig die Hamburger Flagge (nicht zu verwechseln mit der Flagge, die einen heutzutage handelsüblichen Hamburger zeigt), verkleiden sich als Damen und zwingen den unwissenden  Pfeffersack so, sie zu retten.  „Die Damen in Seenot“ ist die lustigste Szene des Stücks. Nicht nur, dass die Piraten, mit Kokosnussschalen und Schleiern nur dürftig verkleidet, die hässlichsten Damen sind, die das Mittelalter je gesehen hat. Ihre Tanzeinlagen, die schmissige Melodie und die komischen Texte sorgen für perfekte Unterhaltung. Das Publikum krümmt sich schon in den ersten Sekunden der Szene vor Lachen und der Szenenapplaus mag nicht enden.</p>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_234">
<div class="style_2">Kaum in Sicherheit auf der „Schnellen Libelle“ geben sich die Piraten zu erkennen, entern das Schiff, sperren Pfeffersack ein und machen sich auf den Weg nach Hamburg, um ihn seiner gerechten Strafe zu überführen.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Zwischendurch stellt sich noch heraus, dass Kapitän Michels der verschollen geglaubte Vater von Theo ist. Der Kapitän möchte die verpasste Zeit mit seiner Tochter nachholen und übergibt Klaus das Steuer. Als Initiationsritus muss dieser erneut einen riesigen Humpen Bier „op ex“ leeren, was ihm diesmal gelingt: Er stürzt den Becher, was im Niederdeutschen „Störtebeker“ bedeutet. So bekommt Klaus den Nachnamen, unter dem er später europaweit bekannt werden sollte.</div>
<div class="style_2">
<p>Die Geschichte ist rund und hat &#8211; wie es sich für ein Familienmusical gehört &#8211; ein Happy End.</p>
<div id="id10" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_255_301">
<div class="style_2">Apropos Niederdeutsch, auch Plattdeutsch genannt: Da diese Mundart im Mittelalter weiter verbreitet war, bekommen alle Zuschauer eine Lehrstunde dieses heutzutage fast ausgestorbenen Dialekts. Das Ensemble bringt dem Publikum mithilfe von Schildern den Songtext von „Wi snack Platt“ bei, was zumindest bei der Premiere ganz beachtlich gelang.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Nicht zu vergessen, da auch weder zu übersehen noch zu überhören, ist Klaus bester Freund Justinius, genannt Justin. Die vorlaute und allwissende Ratte (gebaut von Pfeffersack-Darsteller Götz Fuhrmann) erinnert vage an „Ratatouille“, macht aber um einiges mehr Spaß. Freche Sprüche und Binsenweisheiten verleihen diesem liebevollen Charakter ein Alleinstellungsmerkmal. Zudem erfreut sich die Puppe größter Beliebtheit und wird im Laufe des Stücks von drei Darstellern gespielt. Keine Frage, dass eine Ratte im Pest-verseuchten Mittelalter nicht einfach so als Begleiter eines Piratenkapitäns auftauchen kann. Ob nun im rosa Prinzessinnenkleid oder als Papagei &#8211; Justinius macht in allem eine gute Figur! Damit haben garantiert auch die Kleinsten ihren Spaß.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Die sieben Darsteller, die in zahlreichen Rollen als Piraten, Händler, Gaukler oder eben Damen in Seenot zu erleben sind, sprühen vor Energie. Ob nun Götz Fuhrmann als fieser Pfeffersack, Markus Richter als Kapitän Michels oder Stefan Leonhard als Pirat Onno: Man sieht jedem die Spielfreude an. Mario Saccoccio ist neben seiner Rolle als Smutje noch als Justinius‘ Stimme zu erleben. Dass man diesen kleinen Trick nicht immer sofort erkennt, ist ebenfalls der guten Regiearbeit zu verdanken. Tim Koller spielt sich als Gaukler Hieronymus und Steuermann wieder einmal nachhaltig ins Gedächtnis: Seine Mimik ist treffsicher, mit seiner vielseitigen Stimme kennzeichnet er jeden seiner Charaktere unverwechselbar. Er gehört zu den wandelbarsten Darstellern, die in den letzten Jahren  zur Schmidt-Familie hinzugestoßen sind. Theo wird von Schmidt-Neuzugang Kristina Willmaser gespielt. Sie fügt sich perfekt in das Ensemble ein und steht ihren Kollegen in Sachen Spaß und Energie in nichts nach. Benjamin Zobrys steht nicht nur in der Hauptrolle auf der Bühne, sondern hat auch für dieses Stück die schwungvollen, durchaus anspruchsvollen Choreographien aufs Parkett gebracht. Dass nicht jeder der Darsteller ein geborener Tänzer ist, überspielen sie geschickt. Die „schwersten“ Sequenzen übernimmt Zobrys dann auch lieber selbst. Mit jugendlichem Charme gewinnt er das Publikum im Handumdrehen für sich. Dass Klaus den Schalk im Nacken hat und auf seiner Reise viel Blödsinn ausheckt, bringt er glaubwürdig über die Rampe.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Ein Wort noch zum Lichtdesign: Wenn mit so wenig Bühnenaufbauten und Kulissen gearbeitet wird, muss das Licht perfekt darauf abgestimmt sein, zumal hier mehrfach auf zwei Spielebenen agiert wird (beispielsweise bei den Begriffserklärungen oder auch den Verfolgungsjagden). Angelo Spiegel und Frank Liebing haben hier ganze Arbeit geleistet. Unterstützt von einem farbenfrohen Vorhang hinter der Szenerie, gelingt es ihnen immer die richtige Fläche der Bühne auszuleuchten, was beispielsweise beim Einbruch in Pfeffersacks Villa keine ganz einfache Aufgabe ist.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">„Der kleine Störtebeker“ ist perfekte Familienunterhaltung. Von der ersten bis zur letzten Minute fühlen sich Eltern und Kinder gleichermaßen unterhalten. Es gibt viel zu lachen, zu beklatschen und sogar eine ,La Ola‘ durchzieht mehrfach das Schmidt Theater. Es zeigt sich einmal mehr, dass es keine millionenteuren Kulissen und Bühnentechnik braucht, um sein Publikum zwei Stunden vortrefflich zu unterhalten und alle glücklich lachend oder summend aus dem Theater gehen zu sehen.</div>
<div class="style_2">
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">1</span>. November 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Tim Koller, Götz Fuhrmann, Markus Richter, Stefan Leonhard, Mario Saccoccio, Kristina Willmaser</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß / Heiko Wohlgemuth / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
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