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	<title>Kathi Damerow-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Kathi Damerow-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine Idee wird Wirklichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 15:39:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Sommerfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Dederichs]]></category>
		<category><![CDATA[Der Teufel mit den drei goldenen Haaren]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kreativteam rund um Lukas Nimschek, Franziska Kuropka, Kathi Damerow und Sarah Matberg hatte vor einem Jahr die Idee, den Braunschweigern Musicals näherzubringen. In heutigen Zeiten klingt das ganz besonders irrwitzig! Musicals? Sogar die Schaffung eines neuen Musical-Standorts in Deutschland? Inmitten einer Pandemie? Lukas Nimschek sorgt für den Klangteppich dieses Familienmusicals, das am 9. Juli ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kreativteam rund um Lukas Nimschek, Franziska Kuropka, Kathi Damerow und Sarah Matberg hatte vor einem Jahr die Idee, den Braunschweigern Musicals näherzubringen. In heutigen Zeiten klingt das ganz besonders irrwitzig! Musicals? Sogar die Schaffung eines neuen Musical-Standorts in Deutschland? Inmitten einer Pandemie?</p>
<p>Lukas Nimschek sorgt für den Klangteppich dieses Familienmusicals, das am 9. Juli 2021 Weltpremiere feierte, während Franziska Kuropka die Texte dazu liefert. Kathi Damerow hat das Buch geschrieben und führt Regie. Doch dabei ist es nicht geblieben, alle haben überall mit angepackt, damit Hans seine Prinzessin heiraten kann. Sie haben Kostüme (Idee: Florian Bänsch) mit geschneidert und am Bühnenbild (Idee: Mathias Letzel) mit Hand angelegt. Eine echte Team-Leistung! Von Bart De Clerq (u. a. Märchenfestspiele Hanau) stammen die Choreographien zu diesem schwungvoll-amüsanten 90-Minuten-Stück.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3054 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Der-Teufel-Gruppenbild-1024x576-1-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Der-Teufel-Gruppenbild-1024x576-1-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Der-Teufel-Gruppenbild-1024x576-1-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Der-Teufel-Gruppenbild-1024x576-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon direkt zu Beginn wird mit „Der Junge mit der Glückshaut“ das ganz große Besteck ausgepackt: Ein schmissiger Song, witzige Texte, enthusiastische Darsteller und stimmige Choreographien sorgen für einen optimistischen Auftakt dieses Grimmschen Klassikers.</p>
<p>Mario Saccoccio gibt den leicht schusseligen, aber nicht minder berechnenden König, der mit der Vorsehung für Hans so gar nicht einverstanden ist: Seine Tochter bekommt dieser Bauernsohn ganz sicher nicht zur Frau! „Ich biegs hin!“ ist ein musikalischer Geheimplan, den Saccoccio mit viel Komik über die Rampe bringt.</p>
<p>Mit nur vier Darstellern wird die komplexe Handlung von Hans‘ Reise zum Schloss, die Freundschaft mit seiner „Stimme“ – von anderen als imaginärer Freund tituliert – und der durch den König auferlegten Prüfung, dem Teufel drei goldene Haare zu stehlen, erzählt. Saccoccio ist noch in sechs weiteren Rollen zu sehen. Jede einzelne Figur ist extravagant und wird von ihm glaubwürdig mit genau dem richtigen Maß an Komik gespielt, ohne trashig zu wirken. Das ist bei einem Baum mit Tentakelarmen oder dem gehörnten Prinzen Adelbert in Silber-Meggings und mit goldenem XXL-Braguette wirklich bemerkenswert! Er spielt auf den Punkt. Jede Pointe sitzt.</p>
<p>Benjamin Sommerfeld ist nicht nur als Hans zu sehen, sondern zu Beginn des Stücks auch als dessen Vater. Sommerfelds Hans ist überaus optimistisch, gutgläubig, aber auch willensstark. Man versteht sofort, warum ihn alle mögen und er fast schon spielerisch alle Widerstände meistert. Und derer gibt es einige: Zunächst muss er sich auf dem Weg zum Schloss, wo er der Prinzessin einem Brief von einem Edelmann geben soll, der bei ihm und seiner Mutter um Hilfe gebeten hatte, den Waldgeistern (die 3 Ms: Müller-Meier-Mottenrocks) erwehren, die jeden Umweltsünder hart bestrafen. Und Hans legt eine Spur aus Müll, um sich nicht andauernd wieder zu verlaufen&#8230; Keine besonders gute Idee!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3057 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Teufel-Teufelin-1024x768-1-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Teufel-Teufelin-1024x768-1-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Teufel-Teufelin-1024x768-1-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Teufel-Teufelin-1024x768-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auf dem Weg zur Hölle trifft er auf zwei grantelnde, unfreundliche Torwächter, die ihn fragen, warum ihr bisher Wein gebender Brunnen ausgetrocknet ist. Außerdem muss er die Frage klären, warum ein Baum verdorrt, der sonst Goldäpfel trug und die Ablösung der Fährfrau nie auftaucht. Hans verspricht allen, die Antworten vom Teufel zu holen.<br />
Pfiffig führen er und die &#8222;Stimme&#8220; den Teufel in die Irre und es gelingt ihnen, dem Teufel nicht nur die drei goldenen Haare auszureißen, sondern auch die drei Geheimnisse zu klären: Er gibt der Fährfrau des Teufels Rat weiter, dem nächsten die Ruderstange zu geben, der um eine Überfahrt bittet. Passenderweise ist die Prinz Adelbert, der Hans nach dem Leben trachtet seitdem er herausgefunden hat, dass Prinzessin Magda in ihn verliebt ist. In einem szenisch und akustisch an &#8222;Super Mario&#8220; erinnernden Kampf vertreibt er die Kröte aus dem Brunnen, der fortan wieder Wein gibt und zu guter letzt befreit er den Baum von dem langen Holzwurm, der es sich in dessen Eingeweide gemütlich gemacht hat.</p>
<p>Ja, vieles kommt einem aus der Grimmschen Vorlage bekannt vor, einiges wurde von Damerow modernisiert und hinzugedichtet, aber so haben die kleinen und großen Zuschauer noch mehr Spaß an der spannenden Geschichte.</p>
<p>Sarah Matberg und Christopher Dederichs schlüpfen neben Prinzessin und „Stimme“ ebenfalls in bis zu fünf weiteren Rollen. Alle Gestalten sind besonders, teilweise schrullig, manche liebenswert, aber in jedem Fall sehr kreativ angelegt. Herausragend ist Matberg als Teufelin und Mirella, die Fährfrau des Teufels. Erscheinung, Gesang, ihr perfektes Timing und ihre ausdrucksstarke Mimik machen diese Auftritte sehenswert.</p>
<p>Dederichs ist als „Stimme“ wundervoll kindlich-naiv, superlustig, wenn er beim Anblick der Teufelin oder des Teufels einfach in Ohnmacht fällt, und setzt De Clerqs Choreographien mit viel Energie um. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Sommerfeld ist perfekt. Die beiden ergänzen sich auch stimmlich super, können sich aber auch mal deutlich die Meinung sagen (&#8222;Ich krieg das hin&#8220; / &#8222;Niemand kennt Dich so wie ich&#8220;).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3055 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Prinzessin-Hans-beim-Kochen-1024x576-1-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Prinzessin-Hans-beim-Kochen-1024x576-1-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Prinzessin-Hans-beim-Kochen-1024x576-1-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/07/Prinzessin-Hans-beim-Kochen-1024x576-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Aber nicht nur die Darsteller stellen ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Auch die Bühne verwandelt sich im Handumdrehen von Hans&#8216; Elternhaus in einen Wald, in ein Schloss, in die Hölle. Die Bühne ist nicht allzu groß, doch dank der cleveren Drehelemente und mit viel Phantasie beim Bau der Kulissen lässt sich viel daraus machen.</p>
<p>Gesanglich bringen alle vier Nimscheks Songs voller Leidenschaft über die Rampe. Besonders gefällt, dass Nimscheck viele Streicher in seine Stücke eingebaut hat. Doch auch einige Anleihen bei früheren Musicals wie „Wir“ sind unverkennbar. Alles fügt sich sehr gut zusammen und bildet ein schwungvoll-optimistisches Gesamtkunstwerk.</p>
<p>Dass „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ kein reines Kindermusical ist, zeigen u.a. die Texte von Kuropka. Sie sind manches Mal nicht nur doppeldeutig, sondern auch durchaus sehr flott, so dass bezweifelt werden darf, dass Kinder diese Texte verstehen. Auch ins Buch eingearbeitete Botschaften wie Umweltschutz (die Müller-Meier-Mottenrocks lassen dafür ihre Säbel rasseln) und ein Plädoyer für die Integration Fremder (unfreundliche Torwächter: „Hans ist wirklich ein Netter!“) werden sicherlich eher bei den Erwachsenen als bei kleineren Kindern ankommen.</p>
<p>„Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ist ein Herzensprojekt von allen Beteiligten. Das spürt man in jeder Sekunde. Alle zusammen sind von Anfang bis Ende für das verantwortlich, was das Publikum sieht und erlebt. Die Zuschauer sind begeistert von dieser liebevollen Umsetzung, den lustig-schrägen Figuren und der künstlerischen Fertigkeit.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die Braunschweiger sich für das Thema Musical erwärmen und der Westand Musical Sommer nicht nur bis Ende August noch viele kleine und große Gäste erfreut, sondern im kommenden Jahr erneut wieder seine Pforten öffnen wird.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Westand Musical, Braunschweig</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">17. Juli 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Sarah Matberg, Benjamin Sommerfeld, Mario Saccoccio, Christopher Dederichs</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Kathi Damerow<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> CU2MRW / Westand Musical<br />
</span></p>
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		<title>Open Air Zickenkrieg in Braunschweig</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/open-air-zickenkrieg-in-braunschweig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 13:03:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Braunschweig]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
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		<category><![CDATA[Westand Musical]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch das zweite Ergebnis des Kreativteams Nimschek / Kuropka / Damerow kommt im neu geschaffenen Musicaltheater im Braunschweiger Westand zur Aufführung: „Bürobiester“ lebt von der Kaltschnäuzigkeit der Firmeninhaberin Gloria, die „Wuffins“ (Snacks für Hund und Herrchen) mit unerbittlicher Hand führt. So hübsch pastellfarben die Einrichtung der Büroräume daherkommt (Bühne: Mathias Letzel), so frostig und dunkel ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch das zweite Ergebnis des Kreativteams Nimschek / Kuropka / Damerow kommt im neu geschaffenen Musicaltheater im Braunschweiger Westand zur Aufführung: „Bürobiester“ lebt von der Kaltschnäuzigkeit der Firmeninhaberin Gloria, die „Wuffins“ (Snacks für Hund und Herrchen) mit unerbittlicher Hand führt. So hübsch pastellfarben die Einrichtung der Büroräume daherkommt (Bühne: Mathias Letzel), so frostig und dunkel ist der Umgangston. Kein Wunder, dass niemand der Mitarbeiter zur Geburtstagsfeier der Chefin erscheint. Kurzerhand entführen Gigi (Glorias Assistentin) und Gil (Marketingleiter) die unbedarfte Gudrun aus dem Schweigeseminar vor der Bühne (aka Publikum) und überzeugen sie mit 100 Euro, sich als Mitarbeiterin der Buchhaltung auszugeben. Damit sind immerhin drei Partygäste anwesend als Gloria zu „I got a feeling“ von den „Black Eyed Peas“ im Leo-Onesie auf dem E-Roller durch das Publikum ins Büro braust.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3104 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Franziska-Kuropka-Kathi-Damerow-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Franziska-Kuropka-Kathi-Damerow-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Franziska-Kuropka-Kathi-Damerow-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Für Franziska Kuropka, die das Buch gemeinsam mit Kathi Damerow geschrieben hat, ist Gloria eine Paraderolle. Sie ist unhöflich, arrogant, selbstherrlich und schroff zu allen Mitmenschen. Richtig fies und treffsicher unter der Gürtellinie. Solche Charaktere bringt Kuropka erfahrungsgemäß sehr glaubhaft rüber. Aber auch die Wandlung als sich am Ende alle Turbulenzen in Wohlgefallen auflösen, nimmt man ihr ab.</p>
<p>Gleiches gilt aber auch für Damerow, die als Gudrun eine 180° Kehrtwende hinlegt: Erst herrlich naiv, gutgläubig und ihrem Gunter vollständig hörig, entpuppt sie sich nach einem aus dem Ruder gelaufenen „Wahrheit oder Pflicht“ Spiel und einem von Gil und Gigi durchgeführten Make-Over als selbstbewusste „Gudrun-Bitch“, die es sogar mit Gloria aufnimmt.</p>
<p>Sagt sie am Anfang noch Sätze wie „Die Liebe von meinem Gunter ist wie eine Zwangsjacke – aber die kuschelige Variante!“ und singt Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“, wird daraus später ein beeindruckendes „Born this way!“, bei dem Damerow die Bühne rockt und das Publikum sich vor Lachen kaum mehr halten kann.</p>
<p>Dass sowohl Gil und Gloria als auch Gigi und Gloria eine gemeinsame Vergangenheit haben, führt zu einigen lustigen Verwerfungen: Gloria und Gil waren mal beste Freunde und haben sich im Streit um die Firma, die sie gemeinsam aufgebaut haben, entzweit. Gil wird von Mario Saccoccio mit genau der richtigen Dosis an Trash und Menschlichkeit gespielt, die die Rolle des schwulen Marketing-Chefs verträgt. Es werden viele Klischees bedient. Dabei immer ernst zu bleiben, fällt auch den Darstellern auf der Bühne manchmal Mal schwer. Doch Saccoccios Interpretation von „She‘s as cold as ice“ (Foreigner) sucht an diesem Abend ihresgleichen! Auch die übersetzte Fassung von „Gloria“ bringt er unnachahmlich zu Gehör.</p>
<p>Allenfalls das völlig unerwartete „If I could turn back time“ (Tina Turner), in dem Gloria ihre Tochter Gigi (!) um Verzeihung bittet, kann da noch mithalten. So hat man Kuropka selten gehört!</p>
<p>Als Gigi erlebt das Publikum eine sehr engagierte Sarah Matberg als stets bemühte, aber stets versagende Assistentin. Ihr Kampf mit der durch ihren ersten Joint herbei-halluzinierten Monsterspinne ist superlustig! Auch bei dem Versuch, Gudrun ihren Gunter auszureden, denn „Männer sind Schweine“, glänzt sie. Highlight ist aber ganz sicher die Make-Over-Szene, in der sie mit Saccoccio allerlei überdimensionale Kosmetikartikel über die Bühne balanciert und mit einem Medley aus 80-Jahre Hitsongs das Publikum zum Mitfeiern bringt.</p>
<p>Apropos Musik: Die gewählten Songs erreichen das Publikum treffsicher. Es wird geklatscht und mitgesungen und am Ende feiern alle eine große Party zum Titelsong der Serie „Friends“ („I’ll be there for you“).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3105 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Choreographien stammen von Sven Niemeyer. Die Szene, in der er verbildlicht, dass Gunter Gudrun nicht liebt, sondern unterdrückt („Er gehört zu mir“), sowie „It’s a kind of magic“, wenn alle erfahren, dass Gudrun in die Zukunft schauen kann, ragen hier hervor. Auch der angedeutete Tango zu „Gloria“ ist sehr gelungen. Mit Saccoccio steht aber auch jemand auf der Bühne, der neben abwechslungsreichem Gesang und einem ausgeprägten Gespür für Komik auch noch ein großes Tanztalent besitzt.</p>
<p>Lustige Side Kicks wie der „Phantom der Oper“ Jingle, wenn die Lampe fast auf Gloria fällt, oder Choreographien, die an „Tanz der Vampire“ erinnern, lassen auch eingefleischte Musicalfans laut auflachen.</p>
<p>Bei diesen doch sehr klischeehaften Charakteren hatte Lukas Nimschek als Regisseur eher leichtes Spiel. Die vier Darsteller haben augenscheinlich Spaß an ihren überzeichneten Figuren, was sich direkt auf die Zuschauer überträgt. Nach 90 Minuten (Corona-konform ohne Pause) haben sich die Bürobiester (eigentlich ist ja nur die Chefin ein Biest) in kuschelige Büromietzen verwandelt, denen die gegenseitige Wertschätzung sehr am Herzen liegt.</p>
<p>„Bürobiester“ ist eine kurzweilige Musicalshow mit schrägen Charakteren, die einem so oder so ähnlich durchaus bekannt vorkommen. Gepaart mit den sehr abwechslungsreichen Songs aus den 1970ern bis heute ist sie ein Garant für einen unterhaltsamen Abend.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<em><span style="color: #000080;">gekürzt erschienen in </span><a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #000080;"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></span></a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Westand Musical, Braunschweig</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">17. Juli 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Sarah Matberg, Franziska Kuropka, Mario Saccoccio, Kathi Damerow</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> CU2MRW / Westand Musical</span></p>
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		<title>Verträumte Ostalgie trifft auf gnadenlose Schlagerbranche</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/vertraeumte-ostalgie-trifft-auf-gnadenlose-schlagerbranche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 07:33:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[maarten Flügge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kathi Damerow ist seit vielen Jahren ein festes Mitglied der Schmidt-Familie. „Heiße Ecke“ und „Wir“ sind nur zwei Beispiele, welche die Wandlungsfähigkeit der im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsenen Vollblutmusicaldarstellerin belegen. Ihre nasale Stimme, ihr Talent bitterböse Satire trocken über die Rampe zu bringen, ihre allgegenwärtige Frechheit – Damerow macht einfach Spaß! Am 29. November 2019 wurde ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kathi Damerow ist seit vielen Jahren ein festes Mitglied der Schmidt-Familie. „Heiße Ecke“ und „Wir“ sind nur zwei Beispiele, welche die Wandlungsfähigkeit der im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsenen Vollblutmusicaldarstellerin belegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2749 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ihre nasale Stimme, ihr Talent bitterböse Satire trocken über die Rampe zu bringen, ihre allgegenwärtige Frechheit – Damerow macht einfach Spaß!</p>
<p>Am 29. November 2019 wurde ihre Show „Gabi Mut“ zum 61. und vorerst letzten Mal im Schmidtchen gezeigt. Damerow hat die One-Woman-Show über die (ebenfalls) in Hagenow geborene Gabi selbst geschrieben. Maarten Flügge übernahm die Regie und Lukas Nimschek steuerte die Musik zu dieser Schlager-Satire bei.</p>
<p>Die kleine Gabi träumt von einer Gesangskarriere. Aber sie verbockte den entscheidenden Auftritt im DDR-Fernsehen und sah ihren Traum jäh platzen. Doch dann verspricht ihr Werner von der Stasi, dass er ihr helfen kann, wenn sie der Stasi hilft. Gabi wirft ihre ausgeprägten Zweifel über Bord und gewinnt die TV-Abstimmung. Das war 1983. Bis 1989 geht es mit ihrer Karriere gut voran, sie bekommt ein Haus in Berlin, tritt im Fernsehen auf und gibt viele Konzerte.</p>
<p>Doch dann kommt der Mauerfall und mit ihm das jähe Ende ihrer Engagements. Ost-Künstler sind einfach nicht mehr gefragt. Als dann noch die Ehefrau eines früheren Gesangspartners (und -liebhabers) publik macht, dass Gabi für die Stasi aktiv war, ist sie gänzlich am Ende.</p>
<p>Das Publikum erlebt im Zeitraffer das Weltgeschehen, während sich Gabi von Möbelgeschäftseröffnungen über Auftritte anlässlich 100. Geburtstage nach ganz unten arbeitet. Irgendwann zählt sie die Mahnungen, sammelt Flaschen und bekämpft ihren Frust mit Wodka. Sie schöpft nochmal kurz Hoffnung, also sie nach einem Anruf bei Radio Ostalgie einen Auftritt bei einer Firmenfeier angeboten bekommt. Schnell stellt sich heraus, dass diese Firma ein Neonazi-Vereinigung ist. Gabi lässt kein Fettnäpfchen aus…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2750 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ihre Freundin Hella aus Kindheitstagen ist ihr Fels in der Brandung und so stürzt sie nicht ganz ab, versucht u. a. mit Tupperparties und eigenen Songs immer wieder auf die Beine zu kommen. Wenn man eines über Gabi sagen kann, ist es, dass sie sich nicht unterkriegen lässt! Das Finale bildet ein Interview bei RTL Explosiv, das auch nicht sehr positiv verläuft. Doch Gabi hat ihre Mitte gefunden und singt weiter…</p>
<p>Kathi Damerow kokettiert ganz wunderbar mit den Klischees über Ostdeutschland und hält dem Publikum den Spiegel vor. Ossis sind ganz offenbar auch 30 Jahre nach der Wende noch eine wunderbare Quelle für jeden noch so überheblichen Spott aus dem Westen. Dabei war im Osten nicht alles schlecht, auch wenn die kleine Gabi immer gespürt hat, dass es mehr geben muss als die in Erdtönen gehaltene Wohnung der Eltern und den Sandmann…</p>
<p>Herausragend komisch sind ihre Besuche im Parkett. Nicht erfahrene Schmidts-Besucher sind arg irritiert, wenn sie gebeten werden, Wodkaflaschen von Gabi fernzuhalten, als Gäste einer Tupperparty mit auf die Bühne zu kommen oder kurzerhand zu Gabis stalkendem Fanclubvorsitzenden Bernd gemacht werden. Doch für die übrigen Zuschauer ist es nur umso lustiger. Wenn Damerow einen Gast bittet, eine Postkarte vorzulesen und diese – schließlich befindet man sich ja im Osten – in sächsischer Lautschrift verfasst hat, verfehlt dieser Schenkelklopfer sein Ziel ins Lachzentrum nicht. Man nimmt Damerow die naive junge Gabi genauso ab, wie die verbitterte Alkoholikerin im Plattenbau &#8211; eine beachtliche schauspieleriche Bandbreite!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2748 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch.jpg 667w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Musikalisch wird das Publikum von 1980er Deutsch-Pop über den in den 1990er Jahren beliebten Synthesizer-Schlager bis hin zu Songs im Stil von Andrea Berg und Helene Fischer auf eine spannende Reise mitgenommen. Nimschek verarbeitet die verschiedenen Stile sehr gelungen und Damerow intoniert &#8211; oder vielmehr lebt &#8211; jeden einzelnen Song auf ihre unnachahmliche Art, inklusive urkomischer Choreographien.</p>
<p>Als Gabi nach einem neuen Hit sucht, der sie aus der Misere führen soll, formuliert sie es so: „Ich brauch ein Lied, mit `nem richtig beschissenen Beat, der bei drei Promille noch zieht…“ Der Song ist schmissig und das Publikum geht sofort mit. Der Text macht mehr als deutlich, dass die Aussage eines Schlagers im Grunde vollkommen egal ist, wenn die Zuschauer mitklatschen oder -tanzen können. Diese nicht allzu subtile Abrechnung mit der banalen, aber ungemein erfolgreichen Volkspop- und Schlagerwelt der heutigen Zeit kann man nur als sehr gelungen bezeichnen.</p>
<p>Szenen wie diese oder die Tupperparty sind ungemein komisch, leben von Damerows Improvisationstalent und holen das Publikum sehr gekonnt ab. Ernstere oder dramatischere Szenen, wie die Erpressung oder die Alkoholsucht, führen zu Fremdscham. Das Auf und Ab von Gabis Leben machen an diesem Abend auch die Zuschauer mit, was nicht selten zu einem leicht stockenden Handlungsablauf führt.</p>
<p>Es war spannend zu sehen, ob es Kathi Damerow, deren Stärken in der Interaktion mit Kollegen auf der Bühne und ihrer Spontaneität liegen, gelingen würde, ein abendfüllendes Programm überzeugend zu bestreiten. Man kann dies ganz klar mit einem „teils-teils“ beantworten: In manchen Momenten schüttet sich das Publikum aus vor Lachen oder fordert frenetische Zugaben der Songs. Andererseits hat das Stück ein paar Längen, welche die Zuschauer nur schwer verdauen können. Für eine satirische Sozialstudie über das Künstlerleben vor und nach der Wende fehlt es „Gabi Mut“ an Tiefgang. Die Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Beschreibung der Wirklichkeit für viele Sänger in den letzten 30 Jahren, gelingt leider nicht gänzlich überzeugend.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">29. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kathi Damerow</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Maarten Flügge / Kathi Damerow / Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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		<title>WIR – Familie ist, was man draus macht!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wir-familie-ist-was-man-draus-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2019 17:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Heinke]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Janko Danailow]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Brosch]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
		<category><![CDATA[Steffi Irmen]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
		<category><![CDATA[WIR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet. Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2576 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek erfüllt all diese Kriterien. Kuropka und Nimschek sind seit vielen Jahren Mitglieder der viel zitierten „Schmidt-Familie“: Kuropka steht immer wieder in einer der zahlreichen Eigenproduktionen des erfolgreichen Privattheaters auf der Bühne (u. a. „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=2356"><span style="color: #333399;">Heiße Ecke</span></a>“, „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">7 auf einen Streich</a></span>“, „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=50"><span style="color: #333399;">Cindy Rella</span></a>“). Nimschek ist seit Jahren Teil des kreativen Teams und organisiert u. a. den zweijährigen „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=2210">Creators</a></span>“-Wettbewerb.</p>
<p>Das Thema Homosexualität wird in den drei Schmidt Theatern immer wieder aufgenommen und auf verschiedenste Art bearbeitet. Bei „WIR“ steht das Leben von zwei homosexuellen Paaren im Mittelpunkt. Christian (genannt Chrischi) und Magnus einerseits sowie Sabine („Bine“) und Nathalie andererseits leben glücklich zusammen und haben direkt nach der offiziellen Genehmigung der „Ehe für alle“ durch den Bundestag am 1. Oktober 2017 geheiratet. Das einzige, was beiden Paaren zu ihrem Glück noch fehlt, ist ein Kind. Da der Gesetzgeber hier nach wie vor hohe Hürden festlegt, versuchen sie ihr Glück bei einer LGBT-Begegnungsstätte.</p>
<p>Dort lernen sich die beiden Paare kennen bzw. Chrischi und Sabine stellen zur großen Überraschung ihrer Partner fest, dass sich aus Kindertagen kennen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2577 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Da Kerstin, die beste Freundin von Magnus und Chrischi, nicht deren Leihmutter sein möchte, reift plötzlich die Idee, dass man ja auch zu viert ein gemeinsames Kind bekommen und aufziehen könnte. Wer mit wem – natürlich nur im Sinne der Fortpflanzung – führt trotz anfänglicher Euphorie dennoch zu einigen Diskussionen.</p>
<p>Sabine und Nathalie entscheiden sich jedoch nach einem Besuch bei Bines Schwester und deren Kindern erstmal gegen ein Kind, da sie sich noch nicht bereit fühlen. Nach dem irrwitzig emotionalen Geständnis gegenüber Chrischi und Magnus folgt eine wilde Partynacht mit viel Alkohol und Ecstasy, die zu einer ungeplanten Schwangerschaft führt. Bis dieses Kind das Licht der Welt erblickt, müssen die beiden Paare aber noch viele Gespräche, Tränen und Versöhnungen hinter sich bringen.</p>
<p>Die Handlung ist an einigen Stellen vorhersehbar, aber die Protagonisten agieren immer menschlich und sehr nachvollziehbar. Es werden viele Klischees bedient (der „Meggings“ tragende, sehr körperbewusste Chrischi, der von seinem homophoben Vater fast bis zur Verleugnung der eigenen Sexualität unterdrückte Magnus, die burschikose Feuerwehrfrau Bine und die ehrgeizige, eher steife, sich nichts anmerken lassende Nathalie), aber diese werden von Regisseur Nimschek nicht triefend umgesetzt, sondern wohl dosiert.</p>
<p>Einzig bei den Nebenrollen (homophober Vater, nymphomaner Begegnungsstätten-Leiter, beste Schwulen-Freundin, überspannte Krampf-Veganerin) schlägt das Autoren-Duo ab und an über die Stränge. Doch die so kreierten Figuren sind herrlich schräg und (mit Ausnahme von Magnus‘ Vater) sehr unterhaltsam.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2572 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Neben den sehr schlau eingesetzten mobilen Wänden und Kleinkulissen, mit denen im Handumdrehen aus Bines und Nathalies Wohnung das vegane Restaurant „Speisen ohne Scham“ wird (Bühne: Florian Bänsch), den schmissigen Synthi Pop Songs (herausragend ist hierbei natürlich die Kindheitstrauma-Abschiedshymne „Bitterfeld“, die zudem von Bart de Clercq klasse choreographiert wurde) sowie dem Wortwitz in Songtexten und Dialogen lebt „WIR“ von der exzellenten Besetzung.</p>
<p>Charlotte Heinke gelingt der Spagat von der liebenden Frau zur verspannten Business-Woman sehr gut. Auch ihre Gewissensbisse wegen der Schwangerschaft und die Zukunftsängste bringt sie sehr glaubwürdig über die Rampe. Steffi Irmen ist neu in der Schmidt-Familie, hat aber als Bine einen fulminanten Einstand. Sie bringt die Gefühlsachterbahn mit Bravour hinter sich und überzeugt sowohl als ruppiger Ost-Teenie in Bitterfeld und selbstbewusste Feuerwehrfrau als auch als werdende Mutter. Bine kommt gemeinsam mit Chrischi die Rolle des Bindeglieds zu, denn die zwei sind es, welche die beiden Paare wieder zusammenführen wenn es kriselt. Janko Danailow spielt die Rolle des leicht überdrehten, etwas gefühlsduseligen Christian sehr ansprechend. Auch die verletzten Gefühle, als Magnus zum wiederholten Mal nach dem Besuch seines Vaters ihre Beziehung in Frage stellt, nimmt man ihm sofort ab. Ähnlich wie Nathalie hat auch Magnus den sprichwörtlichen Stock im Po. Ein entspannter Umgang mit Fremden und bedingungsloses Vertrauen sind ihm fremd. Veit Schäfermeier spielt diese Rolle sehr authentisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2578 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>So unterschiedlich die Charaktere der Paare auch sind, so gut ergänzen sie sich. Die Zuschauer spüren, dass hier Menschen zusammen auf der Bühne stehen, die sich mögen.</p>
<p>Auch gesanglich jagt hier ein Highlight das nächste: Die &#8222;Bitterfeld&#8220;-Hymne &#8211; optisch und akustisch im bester 90er Jahre Stil &#8211; sowie &#8222;Heut ist unser Tag&#8220; sorgt für richtig Schwung auf und vor der Bühne. Doch auch die leisen Töne gehen unter die Haut. (&#8222;Ich lieb Dich jetzt schon so&#8220; ist eine Liebeserklärung von Bine und Nathalie an das ungeborene Kind).</p>
<p>Auch die zahlreichen Nebenrollen sind mit Kathi Damerow und Robin Brosch perfekt besetzt. Beide überzeugen durch Wandlungsfähigkeit und ihren Sinn für Humor. Brosch sorgt als weichgespülter LGBT-Begegnungsstätten-Leiter Norman für Lacher und Szenenapplaus. Als Magnus‘ Vater ist er einschüchternd und äußerst unsympathisch. Damerow gibt die eindimensionale Kerstin wunderbar respektlos. Auch als „Scheidenflüsterin“ und Service-Kraft im veganen Restaurant unterhält sie das Publikum hervorragend. Nicht zu vergessen ihr &#8222;Kinder sind ein Segen &#8211; man bekommt sooooviel zurück&#8220;, das sie als Bines Schwester nicht müde wird zu proklamieren, obwohl der Stress mit drei Kindern sie aufzufressen scheint. Schlicht großartig!</p>
<p>„WIR“ zeigt, wie eine Familie abseits aller Rollenklischees entstehen kann – mit allen Verwerfungen, die zu solch einem Entstehungsprozess dazugehören. Die Zuschauer bekommen im Laufe des Abends das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Genau das ist es, was diesen Abend so besonders macht! Dieses Debüt von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek kann man nur als gelungen bezeichnen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://youtu.be/zqKfupnWsCA"><strong>Promo-Video von WIR</strong></a></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">11</span>. April 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Steffi Irmen, Charlotte Heinke, Veit Schäfermeier, Janko Danailow<span class="Bold">, Kathi Damerow, Robin Brosch<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Texte / Regie:</strong> Franziska Kuropka &amp; Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></div>
</div>
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		<title>10 Jahre volles Haus und kein Ende in Sicht</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/10-jahre-volles-haus-und-kein-ende-in-sicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 14:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Hofmann]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Franzisk Kuropka]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiße Ecke]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmidt‘s Tivoli]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Schwendy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die „Heiße Ecke“ ist eine Musical-Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Seit Sommer 2003 verließen über 1,5 Mio. Besucher gut gelaunt das kuschelige Schmidt‘s Tivoli nach einer der mehr als 2.700 Vorstellungen. In „Heiße Ecke“ werden die Zuschauer für 24 Stunden in das bunte, schräge, gefährliche und durchaus bemitleidenswerte Leben und Treiben auf dem Hamburger Kiez entführt. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die „Heiße Ecke“ ist eine Musical-Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Seit Sommer 2003 verließen über 1,5 Mio. Besucher gut gelaunt das kuschelige Schmidt‘s Tivoli nach einer der mehr als 2.700 Vorstellungen.</p>
<p class="Body">In „Heiße Ecke“ werden die Zuschauer für 24 Stunden in das bunte, schräge, gefährliche und durchaus bemitleidenswerte Leben und Treiben auf dem Hamburger Kiez entführt. 50 verschiedene, teils wunderbar exzentrische Charaktere machen deutlich, dass sich St. Pauli in keine noch so klischeehafte Schublade stecken lässt.</p>
<p class="Body">Dass die neun Darstellerinnen und Darsteller teilweise schon seit der Premiere dabei sind, spricht für die hohe Qualität des Stücks, den guten Zusammenhalt im Team und die Abwechslung, die diese Show bietet.</p>
<p class="Body">Denn es ist bei weitem nicht so, dass seit 10 Jahren jeden Abend dasselbe Musical aufgeführt wird.</p>
<p class="Body">Vielmehr wird auf aktuelle Geschehnisse eingegangen (bspw. die wechselnden Produktionen im Operettenhaus nebenan, aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen u. v. a. m.), die Charaktere entwickeln sich weiter und selbst wenn man „Heiße Ecke“ schon mehrfach gesehen hat, entdeckt man doch immer wieder etwas neues, anderes, das sich das eingespielte Kreativteam Thomas Matschoß (Buch), Heiko Wohlgemuth (Songtexte), Martin Lingnau (Musik) ausgedacht hat.</p>
<p class="Body">Zentraler Treffpunkt aller Figuren ist die „Heiße Ecke“, an der es garantiert die schärfste Currywurst Hamburgs gibt. Dort treffen bayerische, herrlich großkopferte Touristen auf zwielichtige Kleinkriminelle, spießige Vorort-Eltern müssen feststellen, dass ihr Kronsohn ein Leben auf dem ach so schmutzigen Kiez der Vollpension im Hotel Mama vorzieht. Die obligatorischen Junggesellinnen-Abschiede fehlen genauso wenig wie liebevolle Sticheleien in Richtung Pinneberg. Eine große Präsenz erhalten die Musicaldarsteller, die sich am Imbiss auf eine bevorstehende Audition vorbereiten und dabei einen völlig überzeichneten Rundumschlag durch Andrew Lloyd Webbers 80er Jahre Musicals „Phantom der Oper“, „Cats“, „Starlight Express“ zum Besten geben.</p>
<p class="Body">Was natürlich in einer Show über das weltbekannte Hamburger Rotlichtviertel nicht fehlen darf, sind Koberer, Dealer und Bordsteinschwalben. Die Mädels klagen am Imbiss ihr Leid und versuchen im nächsten Moment, einen willigen Touristen abzuschleppen.</p>
<p class="Body">Und bei allem kommt der Spaß nicht zu kurz. Die Zuschauer werden auf verschiedenste emotionale Reisen mitgenommen. Mal geht man ein Stück mit einem frischverliebten Paar, dann zeigt sich wieder das hässliche Gesicht der Reeperbahn in Form eines Schuldeneintreibers &#8211; und schließlich kommen noch die Müllkehrer, die es auch nicht leicht haben. Wer bei diesem Musical nicht auf seine Kosten kommt, ist selbst Schuld!</p>
<p class="Body">Die Jubiläumsshow wurde besonders für die Darstellerinnen und Darsteller zu einem unvergesslichen Erlebnis: Jeder Gast fand an seinem Platz ein kleines Mitmachpaket vor, natürlich inklusive genauem Zeitplan, wann Krone, Rose, Likörchen, Trillerpfeifen, Blink-Herz und Knicklicht zum Einsatz kommen sollten. Mehr als einmal hat man die Rührung, Überraschung und Freude in den Gesichtern den Bühnenkünstler gesehen!</p>
<p class="Body">Ich wüsste keinen Grund, warum wir nicht alle gemeinsam 2023 wieder zusammenkommen sollten, um dann Hamburgs am längsten gespieltes Musical erneut zu feiern!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt‘s Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>17. September 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Kathi Damerow, Yvonne Disqué, Götz Fuhrmann, Bernhard Hofmann, Franzisk Kuropka, Markus Richter, Stefanie Schwendy, Carolin Spieß, Benjamin Zobrys</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Texte:</span></strong> <span class="Bold">Martin Lingnau / Heiko Wohlgemuth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>20 Jahre Abwechslung, Musik und jede Menge Spaß</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/20-jahre-abwechslung-musik-und-jede-menge-spass/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 09:01:18 +0000</pubDate>
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<p class="Body">Wenn man in Hamburg nach guter Unterhaltung sucht, steht das Schmidt‘s Tivoli seit nunmehr 1991 ganz oben auf der Liste. Dreizehn musikalische Produktionen, die alle für dieses Haus geschrieben und komponiert wurden und nach ihrer Premiere vielfach in anderen deutschen Stadttheatern erfolgreich waren, boten allesamt beste Unterhaltung.</p>
<p class="Body">Nach 20 Jahren wurde die Fassade des Reeperbahn-Theaters zwar rund erneuert und durch eine zeitgemäße Illumination ergänzt, doch innen bleibt alles beim alten: Ein eingespieltes Kreativteam sucht nach neuen Stoffen, setzt diese auf die typische Tivoli-Weise um und bleibt sich treu.</p>
<p class="Body">Für die Geburtstagsgala wurde ein kompletter künstlerischer Rundumschlag zusammengestellt.</p>
<p class="Body">Wie schon vor 20 Jahren eröffnete eine ganz besondere „Carmen“-Inszenierung den Abend. Das Ensemble Endedans unter der Leitung von Tania Vergara Pérez gab eine zeitgenössische Ballett-Interpretation des Klassikers zum Besten. Das Besondere daran? Carmen ist ein Mann und tanzt zwischen zwei Männern. Der 50-minütigen schwulen Version fehlt es an nichts: Leidenschaft und Feuer, ein Feuerwerk für Augen und Ohren.</p>
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<p class="Body">Im 2. Akt wurden 24 Songs aus acht hauseigenen Erfolgsmusicals präsentiert. Das zwölfköpfige Ensemble stellt einmal mehr seine Vielseitigkeit und Spielfreude unter Beweis. Auch Hausherr Corny Littmann lässt es sich nicht nehmen und macht sich als Alien im Eiswagen und Indianerhäuptling gern zum Horst.</p>
<p class="Body">Der „Sommernachtstraum“ und „Cabaret“ fehlen genauso wenig wie die Motto-Shows „Fifty Fifty“ und „Sixty Sixty“. Die Erfolgsproduktionen „Swinging St. Pauli“ und „Heiße Ecke“ runden das heitere Bild ab. Die Galabesucher kennen viele Stücke und stimmen &#8211; wenn auch meist erst nach Aufforderung &#8211; gern mit ein. Genau diese Leichtigkeit und die Fähigkeit, die Zuschauer spielend in gute Laune zu versetzen, ist es, was das Schmidt‘s Tivoli seit 20 Jahren ausmachen. Daran wird sich garantiert auch in den nächsten Jahren nichts ändern.</p>
<p class="Body">Und so strömen die über 600 Galabesuche nach der Show auf den Vorplatz, um die neue Fassade in allem ihrem Glanz zu erleben und gebührend zu feiern. Ein gelungener Abend geht zu Ende. Aber sicherlich nicht der letzte im Schmidt‘s Tivoli.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt‘s Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>1. September 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kathi Damerow, Yvonne Disqué, Glenn Flavin, Götz Fuhrmann, Bernhard Hofmann, Benjamin Zobrys</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Corny Littmann / Martin Lingnau<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
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