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	<title>Janosh Kratz-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Janosh Kratz-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Aufwühlend, aber in sich stimmig &#8211; so geht modernes Musiktheater</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 06:16:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters: &#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/aufwuehlend-aber-in-sich-stimmig-so-geht-modernes-musiktheater/">Aufwühlend, aber in sich stimmig &#8211; so geht modernes Musiktheater</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; ist eines der gelungensten Stücke des Jungen Musicals Lüneburg in den letzten Jahren. Worum es geht? Dazu schauen wir zunächst einmal ins Programm des Theaters:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3625 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/DSC8723-2048x1367.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />&#8222;1941, in den Trümmern der deutschen Angriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs wird Alice Spencers bewegtes, aufstrebendes Teenagerleben auf den Kopf gestellt. Sie und ihr bester Freund Alfred sind gezwungen, in einer U-Bahn-Station Schutz zu suchen. Alice liest dort in ihrem Lieblingsbuch „Abenteuer im Wunderland“ von Lewis Carroll und versucht so, ihre Erfahrungen von Trauer, Verlust, Angst und Sehnsüchten zu verarbeiten. Als der an Tuberkulose erkrankte Alfred unter Quarantäne gestellt wird, ermutigt Alice ihn, mit ihr in ihr geliebtes Buch zu fliehen und in eben dieses Wunderland zu reisen. Obwohl ihr das Buch entrissen wird, machen sich die beiden auf den Weg, denn Alice kennt die Geschichte auswendig, eben „by heart“. Auf ihrer Reise durch das Märchen erkundet „Alice By Heart“ die Begegnung mit der ersten Liebe, die Bewältigung von Schmerzen und den Mut, nach vorne zu blicken. Am Ende aber steht für die beiden die Rückkehr in die Realität des unterirdischen Schutzraums, die Rückkehr zu Krieg und Krankheit. Und doch: „Alice By Heart“ ermutigt alle, die Kraft der Fantasie zu feiern, selbst in den härtesten Zeiten.&#8220;</p>
<p>Das klingt nicht nur verwirrend, es ist es auch. Verwirrend, weil die Kreativen Sheik und Sater in der Tradition von &#8222;Spring Awakening&#8220; tief in die überfordernde Gefühlswelt von Heranwachsenden eindringen, verwirrend auch, weil sie das Ganze in die Welt von Lewis Carrolls &#8222;Alice im Wunderland einbetten und dann die Handlung noch in den Blitzkrieg in London im Jahr 1941 verlegen. Ganz schön harter Tobak&#8230;</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3626 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/20-DSC_5891-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Setting ist karg, aber sehr einfallsreich. mit den verschiebbaren Stockbett-Elementen schafft Barbara Bloch immer wieder neue Räume, die die Phantasie anregen und für die moderne Inszenierung von &#8222;Alice&#8220; gleichermaßen funktionieren wie für den Luftschutzbunker, in dem die Zuschauer Alice und Alfred zu Beginn kennenlernen. Rhea Gubler übersetzt Saters Kompositionen in zeitgenössische, anspruchsvolle Choreographien, die die jungen Darsteller mit viel Energie umsetzen. Philipp Lang und Pascal F. Skuppe liefern mit der kleinen, aber feinen Band eine sauber abgestimmte Untermalung ab, bei der &#8211; wie auch schon bei &#8222;Spring Awakening&#8220; &#8211; ein Cello nicht fehlen darf. Die feinen Zwischentöne sind, auf die es sich zu achten lohnt.</p>
<p>Die Szene, in der Alice zum ersten Mal auf die Raupen &#8211; ja, hier sind es zwei &#8211; trifft (&#8222;Chillin&#8216; the regrets&#8220; / &#8222;Ohne Sorgen chillen&#8220;), ist aus einem Guss: Optik, Choreo, Texte &#8211; alles bildet ein absolut stimmiges Gesamtbild. Hier hat Friedrich von Mansberg ein perfektes Kunstwerk abgeliefert! Der anschließende Monolog der Herzogin ist ebenfalls sehr gelungen. Frederike Haas hat die englischen Dialoge und Songs sehr modern und singbar ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Während die Teeparty des verrückten Hutmachers eine sehr rätselhafte Szene ist und sich dem Publikum nicht gänzlich erschließt, lässt einen der Auftritt der Jabberwockys den Atem anhalten: Die Stimmung ist bösartig, fast schon gruselig (kleine Kinder während im Zuschauerraum sicherlich überfordert), die Szenerie ist perfekt gestaged, alle Darsteller agieren auf den Punkt. Das Highlight dieser Inszenierung!</p>
<p>Leider bleibt die Herzkönigin im Vergleich zu anderen Adaptionen von &#8222;Alice im Wunderland&#8220; in Lüneburg etwas blass, doch Alice setzt sich ihr gekonnt zur Wehr. Der sehr harmonische Finalsong (&#8222;Winter Blooms&#8220;) rundet diese emotionale Achterbahnfahrt sehr gut ab und erdet die Zuschauer.</p>
<p>&#8222;Alice by Heart&#8220; erzählt eine Geschichte von Krieg, Krankheit und Tod, aber sie ist auch eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und Mut. Am Ende sind es vor allem Freundschaft, Mut und Kreativität, die von diesem spannenden Musical in Erinnerung bleiben. Eine überaus sehenswerte Produktion des Jungen Musicals Lüneburg!.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. Dezember 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Isolde Gogolin / Pia Naegeli, Leo Ehmke / Lasse Kuk, Frithjof Gerken / Davina Yousef / Margarita Georgiadis, Jonathan Blankemeyer / Leonie Naujoks, Anneke Kramer / Lotta Wroblewski, Janosh Kratz / Arndt Möller, Hanna Langenbrink / Carolin Rohde, Carla Rossow / Carina Bähr, Franziska Hasenauer / Jakob v. Mansberg, Sascha Littig<br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik &amp; Texte:</strong> Friedrich von Mansberg / Duncan Sheik &amp; Steven Sater<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Jan Hoek &amp; Nicolai Stephan<br />
</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/eeD4md18nc4" title="Alice By Heart" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeD4md18nc4?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
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		<title>Licht &#038; Schatten, Verwirrung &#038; Klarheit</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/licht-schatten-verwirrung-klarheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 13:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon 2018 konnte das Publikum in Kiel in der Regie von Daniel Karasek eine Musical-Fassung von William Shakespeares Komödie „Was Ihr wollt“ erleben (Buch: Daniel Karasek &amp; Kerstin Daiber, Musik: Martin Tingvall). In dieser Spielzeit zeigt das Junge Musical am Theater Lüneburg erneut eine musikalische Uraufführung dieses literarischen Verwirrspiels – diesmal mit der Musik von Daniel Stickan. Friedrich von Mansberg zeichnet neben Buch und Texten auch für die Regie verantwortlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3386 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_JanHoek-6-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_JanHoek-6-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_JanHoek-6-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />„Was Ihr wollt“ erzählt die Geschichte der schiffbrüchigen Viola, die sich unsterblich in ihren Dienstherrn Orsino verliebt. Der jedoch ist ebenso besessen von der um ihren Bruder trauernden Olivia, die dem Werben des Herzogs jedoch nichts abgewinnen kann. Stattdessen lässt sich Olivia den Kopf verdrehen von Cesario, Orsinos Botenjungen, in dessen Verkleidung niemand anderer steckt als Viola. Hinzu kommen noch ein paar Intrigen von Verwandten und Angestellten und fertig ist die perfekte Shakespeare-Komödie, die zudem noch ein ausgesprochenes Happy End hat. Denn Viola trifft ihren ertrunken geglaubten Zwillingsbruder Sebastian wieder, Olivia heiratet eben diesen und Orsino gibt Olivia endlich auf und wendet sich Viola zu.</p>
<p>Das ohnehin schon sehr hohe Potential an Beziehungswirrwarr wird in Lüneburg noch dadurch gesteigert, dass alle Rollen genderneutral besetzt wurden. Und so kommt es, dass Orsino von Lotta Wroblewski, Viola von Leo Ehmke, Olivia von Janosh Kratz, Malvolio von Nike Just, Maria von Frithjof Gerken, Tobias und Christoph von Hanna Langenbrink und Belana Pittin gespielt wird. Arndt Möller (Sebastian), Sascha Littig und Jakob von Mansberg (Narren) komplettieren das Ensemble des Jungen Musicals Lüneburg am Premierenabend.</p>
<p>Bei „Was Ihr wollt“ gibt es viel Licht und Schatten. Herausragend agieren und singen die beiden Narren Sascha Littig und Jakob von Mansberg. Sie sorgen für lustige, freche und nachdenkliche Momente, sind von Friedrich von Mansberg gut in Szene gesetzt und scheinen in ihren Rollen aufzugehen. Präzise halten sie den anderen Darstellern den Spiegel vor.<br />
Nike Just stellt als Malvolio alle anderen in den Schatten. Sie spielt leidenschaftlich und überzeugt gleichermaßen gesanglich, was bei einer so überzogenen Drama Queen wie Malvolio sicherlich herausfordernd ist. Ihre Ausstrahlung ist raumgreifend (nicht nur, wenn das Ensemble sie durch den Saal „schweben“ lässt). Diese Nachwuchsdarstellerin gehört 100%ig auf die Bühne!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3388 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1-309x400.jpg" alt="" width="309" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1-309x400.jpg 309w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1-768x994.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/WAS-IHR-WOLLT_c_hoek-1-791x1024-1.jpg 791w" sizes="auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px" />Ähnlich begeisternd spielt Janosh Kratz als Olivia: Das Verletzliche und Genervte der jungen Prinzessin bringt er genauso glaubwürdig über die Rampe wie das Verliebte. Auch gesanglich gehört er zu den Besseren. Auch Leo Ehmke gelingt es in seiner ungewöhnlichen Doppelrolle als Viola und Cesario zu glänzen, insbesondere wenn er sich am Piano von Pascal F. Skuppe (Musikalische Leitung) selbst begleitet.</p>
<p>Apropos Musik – hier lässt sich kein roter Faden erkennen: Der Titelsong „Was Ihr wollt“ geht zwar ins Ohr, ist aber inhaltlich sehr dünn. Und nach der gefühlt achtzehnten Reprise von „Geist der Liebesglut“ hat man auch diesen Song eindeutig über. Über diese schwer greifbare kompositorische Handschrift täuschen auch die recht anspruchsvollen und von den jungen Darstellern sehr gut umgesetzten Choreographien von Rhea Gubler nicht hinweg.</p>
<p>Die Kostüme wirken im Gegensatz zum Bühnenbild seltsam unausgewogen (Bühnen- und Kostümbild Barbara Bloch). Eine Struktur sucht man hier vergebens. Von Mansberg überspannt den Bogen auch inszenatorisch einige Male. Als Beispiel sei hier nur der völlig überzogene Lichtschwertkampf von Christoph und Cesario genannt.</p>
<p>Tatsächlich ist es am Ende wirklich egal, wer welche Rolle spielt. Wenn der/die Darsteller/in das entsprechende gesangliche und schauspielerische Können hat, gibt es keinen Grund, alle Figuren genderkonform zu besetzen. Das war bekanntermaßen zu Shakespeares Zeiten auch nicht der Fall, das Frauen damals nicht auf der Bühne agieren durften. Wünschenswert wäre es, wenn sich in der Gesamtinszenierung eine einheitliche Handschrift erkennen ließe. Nichtsdestoweniger zeigt das Junge Musical Lüneburg einmal mehr, wieviel Können und Kreativität in ihnen steckt. Von der Begeisterung für die Bretter, die die Welt bedeuten, ganz zu schweigen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">3</span><span class="Bold">. November 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Lotta Wroblewski, Leo Ehmke, Arndt Möller, Janosh Kratz, Frithjof Gerken, Hanna Langenbrink, Belana Pittin, Nike Just, Sascha Littig, Jakob von Mansberg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musikalische Leitung: </strong>Friedrich von Mansberg / Pascal F. Skuppe<br />
<strong>Fotos: </strong>Jan Hoek<br />
</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=vInQe4d1WCw" title="WAS IHR WOLLT, Junges Musical nach der Komödie von Shakespeare / Ab 14 Jahre" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/vInQe4d1WCw?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/vInQe4d1WCw?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
</div>
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		<title>Großartiger Stoff für Diskussionen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/grossartiger-stoff-fuer-diskussionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 10:51:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Anton von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Janosh Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T.3]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Paula Rohe]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Naegeli]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Littig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ hält trotz seines stattlichen Alters von mehr als 130 Jahren immer noch viele Gesprächsstoff parat. In der musikalischen Fassung von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch) zieht das Stück seit seiner Broadway-Premiere im Jahr 2006 das Publikum in seinen Bann. Auch die Junge Bühne T.3 im Theater Lüneburg hat sich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/grossartiger-stoff-fuer-diskussionen/">Großartiger Stoff für Diskussionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ hält trotz seines stattlichen Alters von mehr als 130 Jahren immer noch viele Gesprächsstoff parat. In der musikalischen Fassung von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch) zieht das Stück seit seiner Broadway-Premiere im Jahr 2006 das Publikum in seinen Bann. Auch die Junge Bühne T.3 im Theater Lüneburg hat sich in dieser Spielzeit für dieses bewegende Musical entschieden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3275 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-1024x672.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-768x504.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-1536x1008.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-11-2048x1344.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Friedrich von Mansberg zeigt von Beginn an die chaotische Gedanken- und Lebenswelt von Teenagern, die damals wie heute voller Widersprüche, ungehörter Hilferufe und Experimente ist. In altmodischer Unterwäsche begegnen sich die Schüler ohne einander berühren zu dürfen und wollen. In einer Folgeszene („So’n verficktes Leben“) streicheln sich alle Nachwuchskünstler selbst – Sex ist das bestimmende Thema! Dies spiegelt sich auch in den Choreografien von Rhea Gubler wider, die körperbetont und sehr anspruchsvoll sind (u. a. „Im Arsch“).</p>
<p>Doch Wendla (Pia Naegeli) möchte es genau wissen: Wo kommen die Babys her? Doch ihre Mutter verweigert eine Auskunft dazu. Janosh Kratz hat als Moritz ganz andere Probleme: Wie soll er den Schulabschluss schaffen, wenn er immer nur von Frauenschenkeln träumt? Bleibt noch Melchior (gespielt von Anton von Mansberg), der sich dank einer sehr liberalen Mutter umfassend zum Thema Sexualität fortbilden konnte. Er springt seinem Freund Melchior beiseite und führt ihm alle Details in Wort und Bild in einem Brief auf. Doch das verwirrt Moritz nur umso mehr. Er kann dem Druck von Schule und sexuellen Fantasien nicht standhalten. Ohne Rückhalt in der Familie entschließt er sich für den Freitod.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3273 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-400x303.jpg" alt="" width="400" height="303" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-400x303.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1-768x582.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-10-1024x776-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wendla und Melchior lernen sich währenddessen sehr intensiv kennen – ohne Gewissensbisse, denn die nicht aufgeklärte Wendla weiß nicht, was sie da macht, und Melchior sieht das alles eher als Ausprobieren an. Es kommt zur Katastrophe als Wendla schwanger wird, ihre Mutter sie zu einer Abtreibung zwingt, die sie nicht überlebt und Melchior alles hinwirft und die Schule abbricht. Auch er trägt sich mit dem Gedanken, sich selbst das Leben zu nehmen. Doch was würde es ändern? Er entscheidet sich dagegen.</p>
<p>Die Bühne (Barbara Bloch) im T.3 ist mit Kunstrasen ausgekleidet und eine Spiegelfolie symbolisiert sowohl einen Bachlauf als auch Moritz‘ Grab. Diese spartanische Kulisse passt sehr gut, denn so stehen die Charaktere noch mehr im Vordergrund. Zehn Nachwuchstalente (szenenweise unterstützt von den Zweitbesetzungen) sowie zwei Erwachsene erwecken diese durchaus verstörende Handlung zum Leben. Warum Sascha Littig in allen erwachsenen Frauenrollen und Paula Rohe in den erwachsenen Männerrollen zu sehen sind, erschließt sich nicht wirklich. Das Stück ist aufwühlend, Fragen werden – zumindest in den Songs – sehr deutlich gestellt, daher ist auch nach Lesen des Programmhefts nicht schlüssig, warum hier nun noch zwangsweise Rollenklischees aufgebrochen werden müssen (und dies auch nur bei den Erwachsenen). Nichtsdestoweniger kann insbesondere Littig als strenge Lehrerin und hilflos an Traditionen festhaltende Mutter überzeugen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3272 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-400x271.jpg" alt="" width="400" height="271" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-400x271.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1-768x521.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/SPRING-AWAKENING_c_tw_Hans-JuergenWege-6-1024x695-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Den jungen Darstellerinnen und Darstellern fordert dieses Stück, insbesondere die rockigen Nummern, viel ab. Anton von Mansberg hat in den letzten Jahren immer wieder tragende Rollen in den T.3-Stücken übernommen und es ist schön zu erleben, welche Entwicklung er durchmacht. Sein eher nasaler Gesang macht seine Stimme einzigartig, sein wissendes Spiel verleiht Melchior etwas leicht Überhebliches, was aber durchaus zum Charakter passt. Das Duett „Mehr als nur Worte“, in dem Melchior und Wendla ihre Zuneigung zueinander thematisieren, gelingt von Mansberg und Naegeli sehr harmonisch. Anna Schwemmer hat als Vocal Coach nicht nur hier sehr gute Arbeit geleistet. Auch das Terzett zum Schluss, in dem Melchior das Zwiegespräch mit Moritz und Wendla sucht („Nicht mehr hier“), bleibt hängen.  Weitere Highlights können Juliana Kratz als Ilse („Lied des Sommers“) und Gunt Chuluun als Hänschen setzen.</p>
<p>„Spring Awakening“ in Lüneburg ist nicht einfach nur sehenswert. Es ergeben sich daraus viele auch heute noch aktuelle Themen, die man im Nachgang diskutieren kann und vielleicht sollte.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">30</span><span class="Bold">. September 2022<br />
<strong>Darsteller:</strong> Pia Naegeli, Anton von Mansberg, Janosh Kratz, Sascha Littig, Paula Rohe<br />
<strong>Regie: </strong>Friedrich von Mansberg<br />
<strong>Fotos: </strong>Hans-Jürgen Wege</span></span></p>
</div>
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		<title>Aktuelle Adaption des düsteren Psychodramas</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/aktuelle-adaption-des-duesteren-psychodramas/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 13:27:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Frederik von Mansberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Emma Fee Schicke]]></category>
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		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Wantikow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt er aus einem Labor in China? Oder aus den USA? Oder ist er eine Strafe Gottes? Jedenfalls scheint er das ultimative Böse zu bedeuten, eine Gefahr für die Menschheit. (…) Das Ensemble des Jungen Musicals am Theater Lüneburg wird sich der Geschichte erneut annehmen – und sich in der Isolation der eigenen Phantasie den größten Ängsten und dunkelsten Phantasien stellen.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2974 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Ankündigung für die Premiere von „Jekyll &amp; Hyde – ein Albtraum“ liest sich sehr spannend. Frank Wildhorns Musical gehört zu den anspruchsvollsten, die die Musicalwelt zu bieten hat. Was Regisseur Friedrich von Mansberg und die neun Jungdarsteller aus dem Stoff gemacht haben, wirkt leider manchmal etwas wirr. Die Bezüge der Handlung aus dem viktorianischen London ins Corona-geplagte hier und jetzt sind leider nicht sehr stimmig.</p>
<p>Ausgehend von Henry Jekylls Tod (allein und nach einem Kampf mit einem unsichtbaren Feind) werden seine letzten Monate in einer Rückblende erzählt.</p>
<p>Dabei werden viele Songs nur angespielt, teils auch mit leicht angepassten Texten (Musikalische Leitung: Daniel Stickan). Kein Wunder, wenn man die komplette Handlung in nur 65 Minuten unterbringen möchte. Gerade die Ensemble-Nummern wie „Fassade“ oder „Mörder“ klingen jedoch sehr gut. Das Vocal Coach Anna Schwemmer intensiv mit den Jugendlichen gearbeitet hat, beweisen insbesondere Miriam Wantikow als Lisa Carew und Jona Hoek als Lucy Harris. Beide zeigen nicht nur beachtliches schauspielerisches Können, sondern setzen auch gesanglich Maßstäbe in diesem Ensemble: „Du weißt wer ich bin“ und „Jemand wie Du“ gehören zu den solistischen Highlights der Show. Ihr Duett „Nur sein Blick“ jagt einem die Tränen in die Augen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2971 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Jekyll und Hyde hat von Mansberg mit zwei Jugendlichen besetzt. Lasse Kuk (Henry Jekyll) und Arndt Möller (Edward Hyde) teilen sich an diesem Abend eine der schwierigsten männlichen Musicalrollen. Kuk spielt sehr gut, ist aber – wer kann es ihm verdenken – mit den Showstoppern „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ gesanglich deutlich überfordert. Hier kommen auch gestandene Musicaldarsteller an ihre Grenzen. Möller hat eine düstere Erscheinung, wirkt aber manchmal etwas zu nett. In den tiefen Lagen singt er durchaus ansprechend. Aber leider kann er Wildhorns musikalischen Vorgaben an diesen bösartigen Charakter nicht gerecht werden.</p>
<p>Ein schöner Regieeinfall ist es, Hyde die Waffe, mit der Jekyll sich umbringt, „telepathisch“ führen zu lassen. Plakativer kann man nicht darstellen, dass Jekyll sich gegen sein bösartiges Alter Ego Hyde nicht mehr wehren kann.</p>
<p>Auch die Szene, in der Lucy in Henry einen Freund sucht und Hyde auf ihr Flehen antwortet, ist sehr clever umgesetzt.</p>
<p>Weitere Figuren wie Utterson (Fenja Gerken), Nellie (Belana Pittin), Sir Danvers (Sascha Littig, der einzige Erwachsene auf der Bühne), Simon Stride (Janosh Kratz) und Laurie (Morgane Meuthien) spielen in dieser Inszenierung so gut wie keine Rolle. Gerade im Fall von Gerken und Kratz ist dies bedauerlich, denn beide glänzen in ihren wenigen Momenten im Rampenlicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2972 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Licht, Barbara Bloch (Kostüm und Bühne) schafft mit den beiden Glaskästen links und rechts der Bühne eine teils gespenstige, undurchsichtige Atmosphäre, die perfekt zum Thema passt.</p>
<p>Wie eingangs erwähnt, wirkt der Bezug zu aktuellen Nachrichten wie den Black Lives Matter Demonstrationen in den USA oder den Ausschreitungen in Belarus an den Haaren herbeigezogen. Ob sich Jekylls Arbeit an einem Mittel gegen das omnipräsente Virus nun auf Corona bezieht oder nicht, bleibt nebulös.</p>
<p>Nichtsdestoweniger beweist das Junge Theater Lüneburg auch mit dieser Inszenierung, dass man auch aus Spaß an der Freud wirklich gute Unterhaltung auf die Beine stellen kann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Oktober 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller (inkl. alternierender Besetzungen): </span></strong>Viktoria Fleck, Fenja Gerken, Sascha Littig, Emma Fee Schicke, Miriam Wantikow, Lasse Kuk, Gunt Chuluun, Pia Naegeli, Belana Pittin, Anton Frederik von Mansberg, Arndt Möller, Jona Hoek, Nike Just, Leo Ehmke, Janosh Kratz, Morgane Meuthin, Sarah Zürneck<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/aktuelle-adaption-des-duesteren-psychodramas/">Aktuelle Adaption des düsteren Psychodramas</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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