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	<title>Berlin-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Berlin-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein hochkarätig besetzter, einzigartiger Liederzyklus rund um das Thema Aids und HIV</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2018 21:50:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Admiralspalast]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-hochkaraetig-besetzter-einzigartiger-liederzyklus-rund-um-das-thema-aids-und-hiv/">Ein hochkarätig besetzter, einzigartiger Liederzyklus rund um das Thema Aids und HIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Janet Hood (Musik) und Bill Russell (Buch und Texte) haben in den 1980er Jahren das Stück „Elegies For Angels, Punks and Raging Queens“ geschrieben – zu einer Zeit da Aids und HIV die Schlagzeilen beherrschten, da die Viruserkrankung immer mehr (auch prominente) Menschen befiel und keine Heilung in Sicht war. HIV ist nach wie vor nicht heilbar, aber heutzutage kann man mit entsprechender Medikation ein ganz normales Leben führen und überträgt das Virus auch nicht mehr an seine Mitmenschen. Das macht HIV aber nicht weniger gefährlich. An sich ist und bleibt es eine tödliche Viruserkrankung.</p>
<p>In den 1980er Jahren war Aids noch als reine „Schwulenerkrankung“ verschrien. Heute weiß man, dass jeder Mensch auf unserem Planten diese Erkrankung bekommen kann. Das mit dieser Krankheit verbundene Stigma ist bis heute existent, obwohl man meinen mag, dass AIDS ein inzwischen abgeschlossenes Kapitel in unseren Geschichtsbüchern ist. Doch auch heute noch erkranken jährlich 1.000 Menschen allein in Deutschland an Aids. Das Ziel der Deutschen Aids Hilfe ist es, <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://kein-aids-fuer-alle.de/">bis 2020 keine Neuerkrankungen</a></span> mehr zu verzeichnen. Dabei helfen auch solche Abende wie dieses besondere Konzert im Berliner Admiralspalast am 10. Dezember 2018. Denn nur, wenn wir weiter darüber reden, können wir auch aktiv dabei helfen, das Virus zu bekämpfen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2402 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-261x400.jpg" alt="" width="161" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-261x400.jpg 261w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-768x1179.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-667x1024.jpg 667w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8.jpg 992w" sizes="(max-width: 161px) 100vw, 161px" /> <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2409 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1-397x400.jpg" alt="" width="245" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1-397x400.jpg 397w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1-150x150.jpg 150w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1.jpg 460w" sizes="(max-width: 245px) 100vw, 245px" /> <img decoding="async" class="alignnone wp-image-2405 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-328x400.jpg" alt="" width="202" height="246" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-328x400.jpg 328w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-768x936.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-841x1024.jpg 841w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5.jpg 1022w" sizes="(max-width: 202px) 100vw, 202px" /></p>
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<p>Inspiriert wurde das Stück vom Aids Memorial Quilt, welcher Hinterbliebenen die Möglichkeit gibt, mit einem kreativen Stück Handwerkskunst der Verstorbenen zu gedenken. Als Aids vor gut 30 Jahren in das kollektive Bewusstsein rückte, erhielten viele Opfer keine angemessene Beerdigung. Inzwischen zählt dieses Mosaik an Erinnerungen mehr als 44.000 Einzelteile und wächst immer noch weiter.</p>
<p>Robin Kulisch und Daniel Witzke haben sich der 30 Monologe und 10 Songs angenommen. Witzke hatte das Stück schon <a href="http://www.musicals-online.com/?p=1722"><span style="color: #333399;">2007 im Hamburger Schmidt Theater</span></a> in einer deutschen Fassung auf die Bühne gebracht, doch für die <a href="https://www.facebook.com/pg/elegiesmusical/photos/?tab=album&amp;album_id=260698191266525"><span style="color: #333399;">Berliner Aufführung</span></a> wurde alle Songtexte und Monologe noch einmal bearbeitet, um ein einheitliches Komplettpaket zu schaffen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2401 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-344x400.jpg" alt="" width="258" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-344x400.jpg 344w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-768x894.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-880x1024.jpg 880w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9.jpg 1011w" sizes="auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px" />Wie die beiden Produzenten in der kurzen Einleitung erzählen, war der Abend zunächst eher kleiner geplant, doch es sprach sich in der Musicalszene sehr schnell herum und immer mehr Künstler baten ihre Unterstützung an und wollten dabei sein. Am Ende bestand das Ensemble aus 57 Darstellern aus dem deutschsprachigen Raum sowie einem Chor der Universität der Künste (Berlin).</p>
<p>Philipp Gras und Anne Sophie Keckeis sorgen am Klavier und Cello für die stimmungsvollen musikalischen Rahmen. Ansonsten ist das Studio im Admiralspalast spartanisch ausgestattet und bleibt düster, was den sehr persönlichen Geschichten, die an diesem Abend erzählt werden, noch mehr Nachdruck verleiht.</p>
<p>Den Auftakt macht Ana Milva Gomes mit einer sehr warmen, gefühlvollen Interpretation des Titelsongs. Thomas Wissmanns folgender Monolog ist begeisternd, mitfühlend und liebevoll zugleich, was die emotionale Bandbreite an diesem Abend andeutet. Dominik Hees ist Josh, der uns eindrücklich davon berichtet, wie sich das Zusammenleben zwischen ihm und seinen fünf Freunden durch Aids verändert hat. Seine überbordende Energie findet ein Ende im Quartett „Ich halt mich fest an Dir“, das von Volkan Baydar, Gino Emnes, Jana Stelley und Denise Jastraunig gesungen wird. Dass die Künstler nur diesen einen Tag für eine gemeinsame Probe hatten und ansonsten jeder für sich die Texte und Songs einstudiert hat, merkt man keine Sekunde.</p>
<p>Ein sehr knapp bekleideter Carsten Lepper nimmt uns mit in das Seelenleben von Nick: Vordergründig ein ruppiger, arroganter Yuppie; hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch ein zutiefst verletzter Junge. Das Publikum bekommt keine Zeit, das Gesehene zu verarbeiten, schon stehen Ethan Freeman und Chris Murray auf der Bühne und geben ein sehr spannendes Duett („Jetzt nicht mehr“) zum Besten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2406 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-343x400.jpg" alt="" width="257" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-343x400.jpg 343w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-768x895.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-879x1024.jpg 879w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4.jpg 1155w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" />Doch hiermit ist der Spannungsbogen im ersten Akt noch nicht ausgereizt: Es folgt ein zu Tränen rührender, sehr intensiver Monolog von Iris Schumacher, die uns an der Geschichte von Rebecca teilhaben lässt, welche von ihrem Mann mit HIV infiziert wurde und ihre ungeborenen Kinder damit angesteckt hat. Das Studio bebt, wenn sich Iris Schumachers Trauer und Wut Bahn brechen. Ray (dargestellt von Arne Stephan) ist der nette Junge von nebenan, der aufgrund seiner Liebe zu Brian mit der Gesellschaft kollidiert. Patrick Stanke komplettiert diesen hochemotionalen Dreiklang mit „Und der Regen hört nicht auf“. Der Song allein berührt schon sehr, doch die Verbindung von sparsamer Musik, gefühlvollen Texten und Stankes warmer Stimme ist schlicht perfekt.</p>
<p>Alexander Soehnle hat es nicht leicht, diese Dramaturgie aufrecht zu erhalten, doch seine Geschichte vom Underdog Walter, der nach dem Ausbruch der Erkrankung in sein biederes Heimatdorf zurückkehrt und dort trotz aller schmerzhafter Erinnerungen mit offenen Armen empfangen wird, trifft mitten ins Herz.</p>
<p>Man wird emotional hin und hergeworfen. Das Finale des ersten Akts bildet „Celebrate“, in dem besonders Aisata Blackman gegenüber Jessica Kessler und Barbara Obermeier hervorsticht.</p>
<p>In der zweiten Hälfte sind es insbesondere Ulrich Allroggen und Leon van Leuwwenberg, die einen wachrütteln: Paul (Allroggen) steht zu seiner Krankheit, während Nat (Leuwwenberg) alles negiert und dagegen predigt. Doch die Leugnung der Realität hat auch Nat nicht vor dem Aids-Tod bewahrt. Auch die erfolgreiche Businessfrau Claudia (beeindruckend gespielt von Franziska Becker) schüttet uns ihr Herz aus und dankt ihrer Assistentin (Maya Hakvoort), die ihrer Hilflosigkeit gegenüber Aids mit dem Song „Ich weiß Dir nicht zu helfen“ auf sehr berührende Art Ausdruck verleiht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2404 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-400x338.jpg" alt="" width="301" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-400x338.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-768x648.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-1024x865.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6.jpg 1150w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" />Dass Lachen Balsam für die Seele ist, beweist die Drag Queen Jurassica Parker, der es gelingt, dem Publikum das vielfach im Hals steckenbleibende Lachen zu entlocken. Die Energie, mit der Reina Lemnitz ihrer Rolle Helen Ausdruck verleiht, holt einen sofort wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Monika Julia Freeman als durchgeknallte Shopping Queen leitet über zu dem gemeinsamen Song „Alles Geld der Welt“ mit Bettina Meske und Brigitte Oelke, der ganz klar von Meske und Oelke dominiert wird. Die beiden Ladies sind der Inbegriff von Bühnenpräsenz!</p>
<p>Kathi Damerows Monolog als Alma, die ihrem Mann für das „Geschenk“ nach dem Fremdgehen dankt, während sie ihr Geschäft auf der Toilette verrichtet, ist sehr kreativ und lustig, aber dennoch nicht weniger ergreifend.</p>
<p>Zum Schluss zieht uns noch einmal Thomas Wissmann in seinen Bann, bevor Armin Kahl als Miles seinen Gedanken über das Gehen und Loslassen nachhängt. „Ich lass Dich gehen“ (Leadgesang: Serkan Kaya) rundet dieses Zyklus aus Liedern und Monologen ab.</p>
<p>Während des Abends haben die Künstler nach und nach auf der kleinen Tribüne platzgenommen und ihren Kollegen im Rampenlicht teilweise selbst mit Gänsehaut und Tränen in den Augen zugesehen. In den Finalsong stimmen alle ein, das Publikum wird zum Mitklatschen animiert und die Anspannung auf allen Seiten löst sich sichtlich.</p>
<p>„<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.elegies.de">Elegies</a></span>“ ist kein Musical über Aids. Das Stück drückt auch nicht banal auf die Tränendrüse. Vielmehr berührt jeder der 40 Monologe auf seine ganz eigene Weise – einige unfreiwillig komisch, andere sehr frustriert, verleugnet, mitleidsvoll oder aggressiv. Dass hier die Geschichten von 40 Aids-Opfern erzählt werden, ist immer präsent.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2408 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-400x328.jpg" alt="" width="276" height="227" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-400x328.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-768x630.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-1024x840.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2.jpg 1098w" sizes="auto, (max-width: 276px) 100vw, 276px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2407 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3-349x400.jpg" alt="" width="198" height="227" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3-349x400.jpg 349w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3-768x881.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3.jpg 815w" sizes="auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2403 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-319x400.jpg" alt="" width="180" height="226" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-319x400.jpg 319w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-768x963.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-817x1024.jpg 817w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7.jpg 935w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></p>
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<p>Autor Bill Russell war an diesem Tag in Berlin selbst mit dabei und wirkt sehr ehrfurchtsvoll beim Anblick dessen, was Robin Kulisch und Daniel Witzke hier geschaffen haben. Diese dankbare Haltung zeigt sich auch bei vielen Zuschauern und so manch einer wünscht sich die Wiederholung dieses Abends – gern auch mit einem kleineren Ensemble.</p>
<p>Aids ist nicht verschwunden, bloß weil es in den Medien keine Rolle mehr spielt. Reden wir darüber und sorgen so dafür, dass das Bewusstsein für diese Viruserkrankung wach bleibt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Studio im Admiralspalast, Berlin</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 10. Dezember 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Übersetzung:</span></strong> Daniel Witzke / Robin Kulisch<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> <span class=" _2iem" role="heading" aria-level="4">Carolin Weinkopf Photography</span><br />
</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-hochkaraetig-besetzter-einzigartiger-liederzyklus-rund-um-das-thema-aids-und-hiv/">Ein hochkarätig besetzter, einzigartiger Liederzyklus rund um das Thema Aids und HIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Mit viel Wortwitz und coolem Rock wird das Publikum vortrefflich unterhalten</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2018 18:52:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Dezember 2018 schickte BB Promotion die UK Tour von Chris D&#8217;Arienzos Rockmusical auf Stippvisite nach Berlin. Nur sechs Tage hatten die Zuschauer Zeit, sich die hierzulande insbesondere durch den namhaft besetzten Hollywood-Film (2012) bekannte Geschichte von Drew und Sherrie, Lonny und Dennis und natürlich Stacee Jaxx als Bühnenspektakel anzusehen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Dezember 2018 schickte BB Promotion die UK Tour von Chris D&#8217;Arienzos Rockmusical auf Stippvisite nach Berlin. Nur sechs Tage hatten die Zuschauer Zeit, sich die hierzulande insbesondere durch den namhaft besetzten Hollywood-Film (2012) bekannte Geschichte von Drew und Sherrie, Lonny und Dennis und natürlich Stacee Jaxx als Bühnenspektakel anzusehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2478 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/04/rock-of-ages-foto-02-credit-richard-davenport-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/04/rock-of-ages-foto-02-credit-richard-davenport-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/04/rock-of-ages-foto-02-credit-richard-davenport.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Entsprechend hoch waren die Erwartungen des Publikums – wenn auch nicht an die Story, so doch zumindest an die Musik –, aber schon die ersten Töne der Ouvertüre sorgten für begeistertes Mitklatschen und Mitjohlen. Natürlich sind Hits von Quiet Riot, David Lee Roth, Poison, Starship, Whitesnake oder Foreigner schon fast Selbstläufer, doch auch die muss man erstmal sauber über die Rampe bringen.</p>
<p>Ethan Popp hat die bekannten Songs sehr geschmeidig für die kleine Tourband arrangiert und bereitet damit den perfekten Boden. Das Ensemble (mehrheitlich die Erstbesetzung der 10th Anniversary UK Tour), allen voran Lucas Rush als „Erzähler“ Lonny, sprüht vor Energie und holt das Publikum punktgenau ab.</p>
<p>Rush ist frech, spart nicht an schlüpfrig-süffisanten Kommentaren und interagiert ganz lässig mit dem gemeinhin eher als träge geltenden deutschen Publikum. Die englischen Dialoge stören den Genuss nicht, im Gegenteil – die Zuschauer honorieren seine Moderation mit viel Applaus. Diese Authentizität ist einfach ansteckend!</p>
<p>Im Laufe des Abends entdeckt man viele Unterschiede zum Film von 2012, der von den Darstellern scherzhaft auch als „crap“ bezeichnet wird. Die Charaktere haben zumindest teilweise mehr Tiefgang, einige sind einfach nur schräger. Dem abgehalfterten Stacee Jaxx kommt in der Bühnenversion fast nur eine Nebenrolle zu. Sam Ferriday spielt Jaxx gut und rollenkonform eher abstoßend als anziehend. Gesanglich kommt er mit den Rocksongs jedoch nicht so richtig zu recht, dafür ist er stimmlich zu sehr im Musicalfach verhaftet.</p>
<p>Da sind Cameron Blakely als Clubbesitzer Dennis und Rush als Lonny schon ganz andere Kaliber. Die beiden geben nicht nur ein süßes Paar ab und werfen sich die Bälle nur so zu. Ihr gemeinsamer Tanz („Can’t fight this feeling“) ist auch gefühlvoll und komisch zugleich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2476 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/04/rock-of-ages-foto-10-credit-richard-davenport-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/04/rock-of-ages-foto-10-credit-richard-davenport-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/04/rock-of-ages-foto-10-credit-richard-davenport.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Regie mit Augenzwinkern – das ist es, was Nick Winston mit seiner Inszenierung exzellent gelungen ist. Die Darsteller übernehmen ihre Rollen glaubhaft, aber sie brechen immer wieder durch Interaktion mit dem Publikum oder entsprechende Kommentare aus ihrem Korsett aus. Das ist abwechslungsreich und durchaus unterhaltsam.</p>
<p>Sehr stimmig sind ebenfalls Bühnenbild und Kostüme (beides Morgan Large), die in ihrer effizienten Ausarbeitung genau ins Schwarze treffen. Die meisten Kostümwechsel haben naturgemäß die Damen. Da bildet auch Jodie Steele als Sherrie keine Ausnahme. Mal in extrem knappen Hotpants, mal in sexy Lingerie an einer Stange tanzend, verdreht sie den Männern den Kopf. Auch Drew (gespielt von Luke Walsh) kann dem aufblühenden Landmädel nicht widerstehen. Die beiden sind ein hübsches Paar und harmonieren auch gesanglich, wobei man sagen muss, dass Walsh die eindeutig passendere Rockstimme hat und diese auch sehr treffsicher zu nutzen weiß („I wanna rock“).</p>
<p>Lustige Sidekicks sind die Demonstrantin Justice, die von der grauen Maus im Bürgermeister-Büro zur extrovertierten, in einem Regenbogen-Onesie für den Mann ihres Herzens einstehende Siegerin wird. Besagter Angebeteter von Justice ist Franz, der Sohn des skrupellosen Immobilienhais Hertz. Man fragt sich die ganze Show, ob er nun schwul ist oder nicht. Gestik und Kleidungsstil entsprechen jedem gängigen Klischee und als er am Ende zu seiner Justice findet, ist man sich nicht ganz so sicher, ob das wirklich passt. Als er jedoch sagt, dass er nicht schwul sei, sondern deutsch, johlt das Publikum vor Lachen. Tori Allen-Martin und Andrew Carthy haben sichtlich Spaß an ihren leicht exzentrischen Charakteren. Schade, dass beide kaum Gelegenheit haben, auch zu zeigen, was stimmlich in ihnen steckt.</p>
<p>Die Choreographien sind schwungvoll, rockig und durchaus passend, wenn auch nicht außergewöhnlich. Nick Winston verantwortet auch diese. Leider schleichen sich aber viele Unsauberkeiten ein, über die auch die knappen Kostüme und die druckvolle Musik nicht hinwegtäuschen.</p>
<p>Dass diese Show schon 13 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man kaum. Sie wirkt immer noch frisch und jung, was aber auch an den zeitlosen Rock-Hits liegt. Spätestens beim Finale („Don’t stop believin‘“) hält es niemanden mehr auf den Sitzen. Das Publikum feiert ein Ensemble, das sehr gut abgeliefert hat und eine Show, die ohne komplizierte Handlung auskommt. Das nennt man dann wohl eine erfolgreiche Compilation-Show!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #000080;"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Admiralspalast, Berlin</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 8. Dezember 2018<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Lucas Rush, Cameron Blakely, Luke Walsh, Jodie Steele, Sam Ferriday, Tori Allen-Martin, Andrew Carthy</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Arrangements:</span></strong> Nick Winston / Ethan Popp</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Richard Davenport<br />
</span></div>
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		<title>Selbstironie und Authentizität für 1 US Dollar pro Minute!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 18:32:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 19.05.2018 Eigentlich hat sich im Vergleich zur Berliner Uraufführung im vergangenen Jahr nichts geändert: die Besetzung ist dieselbe, die Jokes die gleichen, die Songs bekannt. Einzig Theater und Publikum sind anders als in Berlin. Im Hamburger Schmidtchen warten knapp 150 Gäste gespannt auf Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle und das schräge ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Update, 19.05.2018</h3>
<p>Eigentlich hat sich im Vergleich zur Berliner Uraufführung im vergangenen Jahr nichts geändert: die Besetzung ist dieselbe, die Jokes die gleichen, die Songs bekannt. Einzig Theater und Publikum sind anders als in Berlin. Im Hamburger Schmidtchen warten knapp 150 Gäste gespannt auf Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle und das schräge Musical über die Entstehung eines Broadway-Musicals.</p>
<figure id="attachment_2258" aria-describedby="caption-attachment-2258" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2258 size-medium" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-2258" class="wp-caption-text">Foto: Sven Serkis</figcaption></figure>
<p>Schon am Anfang wird die Marschrichtung klar: Hunter und Jeff laden einfach Freunde ein und nutzen ihr Talent aus, um ihr neues Musical zu schreiben. Die vier Darsteller nehmen sich nicht ernst, das zeigt auch das vor Selbstironie triefende „Zwei Nobodys in New York“. Das Kennenlernen der beiden weiblichen Protagonisten (Susan und Heidi) ist herrlich extrem und die Motivation der beiden Ladies, bei Jeffs und Hunters Projekt mitzumachen, ist erfrischend ungewöhnlich.</p>
<p>Ebenso großartig ist Hunter, der als Jeffs „unbeschriebenes Blatt“ dem Komponisten mit viel Aggressivität, Provokation und Prolligkeit den Spiegel vorhält.</p>
<p>Eine emotionale Weltreise ist einmal mehr „Dabei sein“, in dem die beiden Kreativen ihrem Lebenstraum Ausdruck verleihen, einmal einen Tony Award zu erhalten und in Playbill genannt zu werden. Hier bedienen Dennis Weißert und Alexander Soehnle die komplette Klaviatur von super enthusiastisch bis hin zu zweifelnd depressiv absolut glaubwürdig.</p>
<p>Ein Highlight ist natürlich auch in Hamburg Susans Geschichte von den Vampiren, die einen hin und wieder heimsuchen. Der anschließende Song sorgt nicht nur wegen der angedeuteten Choreographie aus „Tanz der Vampire“ für große Begeisterung beim Publikum.</p>
<p>In den beiden Medleys nach der Pause („Festival Medley“ und „Dran Arbeiten Medley“) hat Regisseur und Übersetzer Robin Kulisch sehr viele Informationen untergebracht, die von den Darstellern sehr souverän über die Rampe gebracht werden. „Ändern / nicht ändern“, das hervorragend die Zweifel und Energien im Schaffensprozess beschreibt, gerät vielleicht etwas lang, doch Heidis Solo „Mädchen von damals“ lässt dies sofort wieder vergessen.</p>
<p>[titel der show] endet mit „Nine People&#8217;s Favorite Thing“ und somit nicht nur mit einer sehr schönen Botschaft, sondern auch mit einer sehr schönen Energie.</p>
<p>Dieser kleine, aber sehr feine Blick hinter die Kulissen der Musicalwelt mag für sogenannte Insider spannender sein als für Musicalbesucher, die sonst eher die bunte Welt der Ensuite-Produktionen vorziehen. Aber die ansteckende Begeisterung und Authentizität der Darsteller sowie die phasenweise schamlose Ehrlichkeit und Direktheit der Dialoge und Songtexte sind es, die diesen Abend für jeden Zuschauer zu etwas Besonderem machen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p>Wer schon immer einmal wissen wollte, wie ein Broadway-Musical entsteht, dem sei [titel der show] von Jeff Bowen und Hunter Bell wärmstens ans Herz gelegt. Im Sommer 2004 beschlossen die beiden übermütig, ein eigenes Musical beim New York City Musical Theater Festival einzureichen. Sie hatten drei Wochen Zeit bis zum Abgabetermin und keine Idee, geschweige denn ein Werk, welches in der Schublade nur darauf wartete, entdeckt zu werden. Voller Enthusiasmus &#8211; und sicherlich auch mit einer gehörigen Portion Verzweiflung &#8211; machten sie aus der Not eine Tugend und schrieben einfach alles nieder, was sie in den folgenden Wochen erlebten. Der Entstehungsprozess dieses 2006 am Off-Broadway, 2008 am „Great White Way“ und 2013 in London aufgeführten Vier-Personen-Stücks ist so amüsant und ehrlich, dass man sich der Wirkung von [titel der show] nicht entziehen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2023 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />So erging es auch Robin Kulisch, der dieses Stück schon lange nach Deutschland bringen wollte. 2016 bekam er endlich die Chance und schuf die deutsche Fassung dieser ur-amerikanischen Produktion, die im April 2017 unter seiner Regie im Berliner Admiralspalast uraufgeführt wurde.</p>
<p>[titel der show] ist erfrischend jung und offen. Das spiegelt sich auch in der manchmal sehr deutlichen Sprache wieder. Political correctness? Who cares? Manche Dinge müssen einfach ausgesprochen werden! Da wird dann der PC schon mal als „Drecksscheiß-Commmodore C64“ bezeichnet oder die Office Managerin als Firmenhure.</p>
<p>Schon im ersten Song, der bezeichnenderweise „Song Nummer 1“ heißt, wird deutlich, dass Bell und Bowen mit sehr viel Selbstironie ans Werk gegangen sind. Vielleicht geriet dieses Musical so auch ein Stückweit zur Eigentherapie.</p>
<p>Wer jedoch bei den zahllosen Anspielungen und VIPs mithalten will, mit denen sich die Protagonisten einen Schlagabtausch nach dem anderen liefern, ist gut beraten, sich vor dem Besuch der Show das umfangreiche Glossar im Programmheft durchzulesen. Doch keine Sorge, auch eingefleischte Musicalfans und Fachpublikum müssen nicht wenige der genannten Namen und Produktionen googlen, um auch nur annähernd alle Gleichnisse zu verstehen, derer sich die Autoren im Laufe des Abends bedienen. Besonders viel gibt es bei „Zwei Nobodies in New York“ auf die Ohren, jedoch rauschen Melodie und Text so schnell am Zuschauer vorbei, dass man allein deshalb schon nicht alles mitbekommt.</p>
<p>An Wortwitz und hoher Taktung mangelt es dieser Show wahrlich nicht. Neben Jeff Bowen (Alexander Soehnle) und Hunter Bell (Dennis Weißert), die sich die Bälle in ihrem Kreativprozess nur so zu werfen, lernt das Publikum Susan und Heidi kennen. Susan (Franziska Kuropka) ist eine Schauspielerin, die sich als Office Managerin ihren Lebensunterhalt verdient, da ihr Bühnenleben dafür nicht genug abwirft. Heidi (Annika Henz) hat tatsächlich schon in zwei echten Broadway-Musicals mitgespielt – als „Understudy-Walk-In-Cover-Ensemble“ oder ähnliches – und ist somit die Erfahrenste des Vierergespanns, wenn es um namhafte Engagements geht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2022 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alle finden mehr und mehr Gefallen daran, Teil von diesem Etwas zu sein. Natürlich läuft der Schaffensprozess nicht ohne Komplikationen ab. Jeffs Besserwisserei (PIN heißt eben nicht PIN-Nummer) treibt Hunter in den Wahnsinn, während Hunter während einer Kreativblockade das ganze Projekt fast zum Scheitern bringt. Von Himmelhochjauchzend und Träumen vom eigen Tony Award bis hin zur Visualisierung des eigenen Scheiterns ist alles dabei.</p>
<p>Die Anspielungen enden im Übrigen nicht bei den Texten, auch die Choreographien (Silvia Varelli) kommen dem geneigten Zuschauer durchaus sehr bekannt vor – allen voran Dennis Callahans bekannte „Tanz der Vampire“-Choreographien, die die vier Darsteller zum besten geben, wenn sie mit „Stirb Vampir, stirb“ versuchen, ihre Dämonen zu beschwören. Doch auch die vielzitierten „Jazz Hands“ sind in der ein oder anderen Szene zu entdecken.</p>
<p>Zum Auftakt des zweiten Akts wird die Weiterentwicklung des Stücks nach der erfolgreichen Premiere beim Musical Theater Festival in mehreren witzigen, atemlosen Medleys nachgezeichnet. Dazu gehört auch, dass die beiden Damen, die sich im ersten Akt eher durch Stutenbissigkeit hervorgetan haben, sich anfreunden.</p>
<p>Doch die Gruppe verliert sich im Streit über die Zukunft des Stücks: Hunter möchte „sein“ Musical unbedingt an den Broadway bringen. Den anderen läuft der Prozess zu zäh („Ändern, nicht ändern“, „Peinlicher Photo-Termin“) und sie wenden sich lieber anderen, vielversprechenderen Jobs zu. Irgendwann eskaliert das Ganze, Hunter flippt aus und die anderen schwelgen in Erinnerungen („Zurück nach damals“). Es stellt sich die Frage, ob man lieber „Nine people’s favorite thing“ sein möchte oder es nicht vielleicht besser wäre, „a 100 people’s ninth favourite thing“ zu sein. Am Ende dieser emotionalen Achterbahnfahrt sind alle bereit für die echte „Broadway-Premiere“.</p>
<p>Ein so pures, nahbares Stück steht und fällt mit der „Anfassbarkeit“ der Künstler. Im Stück taucht die Frage auf: „Wer sagt, ein Klavier und vier Stühle reichen nicht für ein Musical?“ Ganz klare Antwort: Niemand! Zumindest niemand, der sich auf dieses so geradlinige Stück einlässt. Denn die beiden Damen und Herren auf der Bühne hätten besser nicht besetzt werden können. Da braucht es absolut keine weiteren Kulissen und große Szenenbilder.</p>
<p>Dennis Weißert ist als Hunter voller Energie, oft im Kopf unterwegs, kommt mit den schnellen, abwechslungsreichen Songs hervorragend zurecht und gibt einen wunderbaren Kreativpartner von Alexander Soehnle. Dieser gibt den rationaleren , manchmal etwas pessimistischen Komponisten sehr glaubwürdig. Seine Rechnung, dass man den Zuschauern, die 90 US Dollar für eine 90-minütige Show bezahlen, in jeder Minute was richtig Gutes für ihr Geld geben sollte, ist bestechend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2021 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Franziska Kuropka kann ihren rauen Charme und die ihr eigene freche Schnauze als Susan hervorragend einsetzen. Dass sich hinter dieser harten Schale aber auch ein weicher Kern verbirgt, bringt sie ebenso glaubwürdig über die Rampe. Heidi wiederum wirkt nur scheinbar wie etwas Besseres. Annika Henz liefert das beste musicaldarstellerische Gesamtpaket ab und füllt diese Rolle damit perfekt aus.</p>
<p>Nicht vergessen sollte man Damian Omansen, der als mehr oder weniger schweigsamer Pianist Larry zu jeder Zeit Teil des Bühnengeschehens ist.</p>
<p>Was diese Show besonders sehenswert macht, ist der fühlbare Spaß, den die vier Künstler auf der Bühne haben. Sie harmonieren schlichtweg perfekt und lassen die Geschichte von Bell und Bowen dadurch absolut authentisch erscheinen.</p>
<p>Stellt sich die Frage, ob [titel der show] auch ein größeres Publikum abseits der kleinen, eingeschworenen Musicalwelt anspricht. Die unzähligen Bezüge zur amerikanischen Musicalindustrie sind beachtlich. Und auch das Thema – die Entstehung eines Musicals – interessiert vielleicht nicht die breite Masse. Doch jeder, der kurzweilige Unterhaltung und sympathische Charaktere mit hohem Identifikationspotential mag, ist hier goldrichtig. Den Wortwitz der englischen Sprache hat Robin Kulisch mit spitzem Bleistift und viel Sprachgefühl ins Deutsche übertragen, auch wenn er sicherlich an einigen Stellen an seine Grenzen kam („Nine people’s favorite thing“). Dass man sich bei Bowens Kompositionen, die mal swinging, mal jazzig, mal poppig und mal „klassisch“ musicalesque daherkommen, nicht selten beim Mitwippen ertappt, spricht ebenfalls sehr für dieses Musical.</p>
<p>Die Spielzeit in Berlin war kurz, aber eindrücklich. Einmal mehr muss man ausdrücklich bedauern, dass sich in Deutschland keine Off-Szene etablieren konnte, die solchen Stücken Raum bietet. Dem Kreativteam ist sehr zu wünschen, dass [titel der show] schon bald in Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet oder auch Wien auf die Bühne gebracht wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Admiralspalast, Berlin</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 25. April 2017</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle, Damian Omansen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Jeff Bowen / Robin Kulisch</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Sven Serkis<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Totgesagte leben länger – das gilt auch für Musicals!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/totgesagte-leben-laenger-das-gilt-auch-fuer-musicals/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2016 10:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Wendzel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gut zweieinhalb Jahre nachdem „Tanz der Vampire“ zum letzten Mal in Deutschland gespielt und mit großem medialen Brimborium verabschiedet wurde, feierte das Stück von Jim Steinman (Musik) und Michael Kunze (Texte) an gleicher Stelle, nämlich im Theater des Westens in Berlin, seine Wiederauferstehung. Was die Show diesmal besonders spannend machen sollte, war der geplante (!) ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Gut zweieinhalb Jahre nachdem „Tanz der Vampire“ zum letzten Mal in Deutschland gespielt und mit großem medialen Brimborium verabschiedet wurde, feierte das Stück von Jim Steinman (Musik) und Michael Kunze (Texte) an gleicher Stelle, nämlich im Theater des Westens in Berlin, seine Wiederauferstehung.</p>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Was die Show diesmal besonders spannend machen sollte, war der geplante (!) schnelle Darstellerwechsel bei Graf von Krolock. Zunächst übernahm mit Mark Seibert ein Vampir-Neuling die Rolle des Obervampirs, bevor ab Juli 2016 Jan Ammann seine scharfen Beißerchen aus Stuttgarter Zeiten wieder einsetzen konnte.</p>
<p class="Body">Bereits neunmal wurde „Tanz der Vampire“ in Deutschland und Österreich an verschiedenen Standorten mit unterschiedlich langen Spielzeiten gezeigt. Das Musical hat Kultstatus erlangt. Daher ist es nur zu verständlich, wenn es immer und immer wieder aus der Gruft geholt wird. Sukzessive veränderte sich die Show jedoch von den opulent ausgestatteten Ensuite-Produktionen in Wien und Stuttgart bis hin zur tourneefähigen Fassung, die in Berlin und München zu sehen ist. Diese Veränderungen betreffen nicht nur die immer „praktischer“ werdenden Kulissen, sondern auch das Orchester, welches von ursprünglich 28 Musikern auf nunmehr 10 geschrumpft ist. Solche harten Einschnitte bleiben natürlich nicht unbemerkt. Dass im gleichen Zug die Ticketpreise immer weiter ansteigen, führt in schöner Regelmäßigkeit zu hitzigen Diskussionen in der Branche, die aber bisher an der Stage Entertainment abprallen.</p>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_503">
<div class="style_2">
<p class="Body">Was in Berlin 2016 zunächst auffällt, sind die veränderten Filmsequenzen, die der fortschreitenden Digitaltechnik angepasst wurden. Sowohl der Eröffnungsfilm als auch der Zerfall des Schlosses am Ende wurden überarbeitet und sehen nun sehr viel moderner aus. Das Wirtshaus von Chagal und Rebecca wird mit jeder neuen Fassung immer schmaler, was u. a. auch an den deutlich steileren Treppen ins 1. OG zu erkennen ist. Ausladende Schneedekorationen an den Giebeln täuschen hierüber nicht hinweg. William Dudley hat zweckdienliche, tourfähige Kulissen geschaffen, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Einzig wenn man den Vergleich mit Wien, Stuttgart oder <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="TdV_2004.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1617">Hamburg</a></span> wagt, fällt dieses Downsizing teilweise stark ins Gewicht.</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/TdV_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Auch das Portal zu Krolocks Schloss erinnert inzwischen mehr an eine Bleistiftzeichnung. Das Imposante dieses Bühnenbilds geht mit der fehlenden Tiefe fast vollends verloren. Der beeindruckende Effekt der von unten und oben hereinfahrenden Treppe zum Ballsaal fehlt ja schon seit Hamburg, aber dass sie nur noch von der Seite kommend das Bühnenbild komplettiert, ist traurig.</p>
<p class="Body">Doch die sehr gute Besetzung macht diese optischen Veränderungen vergessen: Tom van der Ven gibt einen sehr soften Alfred, der zunächst erstaunlich offensiv mit Magda flirtet, bevor er Sarah’s Charme erliegt. „Für Sarah“, dieses immer irgendwie zu süßliche, zu pathetische Solo, bringt van der Ven sehr unaufgeregt über die Rampe. Einzig sein Akzent fällt manchmal sehr auf. Er ist damit zwar nicht allein (auch Merel Zeeman alias Magda hört man deutlich ihre nicht-deutschprachigen Wurzeln an), aber muss das heutzutage wirklich noch sein?</p>
<p class="Body">Als Professor Abronsius stolpert rollendeckend Victor Petersen über die Bühne. Er ist herrlich schusselig und geht seinen Mitmenschen mit seinen Belehrungen wunderbar auf die Nerven. „Wahrheit“ (vielen besser bekannt als „Logik“)  ist eines seiner Highlights. Bei „Bücher, Bücher!“ verschluckt Petersen sehr viele Silben, was vor allem daran liegt, dass in diesem kurzen Song in sehr hohem Tempo unglaublich viel Text untergebracht ist. Diese Herausforderung kann nicht jeder meistern, doch mit seinem „Altherrencharme“ macht Petersen dies spielend wieder wett.</p>
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<p class="Body">Dieser Herbert ist nicht der verweichlichte Grafensohn, sondern weiß sehr genau, was er möchte. Zolygin vermag dies sehr gut umzusetzen.</p>
<p class="Body">Mit Anja Wendzel steht eine selbstbewusste, eigensinnige Sarah auf der Bühne. Sie überzeugt sowohl gesanglich als auch schauspielerisch auf ganzer Länge. Sie intoniert „Nie geseh’n“ mit viel Gefühl, legt viel Sehnsucht in die Interpretation von „Draußen ist Freiheit“ und vermag sich auch gegen den Grafen durchzusetzen: „Totale Finsternis“ strotzt nur so vor Energie! Ihre bösartige Seite darf sie dann zum Finale ausspielen. Ganz offensichtlich hat sie Spaß daran, eine blutrünstige Vampirlady zu sein, denn auch diese kurze Sequenz gelingt ihr äußerst glaubhaft.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/TdV_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Jan Ammann ist ein sehr stattlicher Graf von Krolock. Seine Mimik ist wohl dosiert, ausladende Gestiken setzt er nur im Ausnahmefall ein und bleibt damit sehr undurchschaubar. Für Gänsehautschauer sorgen vor allem seine leisen Töne. Wenn der Bariton mit unendlich viel Gefühl die düstere Vergangenheit und tiefe Verzweiflung des Obervampirs intoniert, trifft er mitten ins Herz. Dass Graf von Krolock nicht aus Stein und weit entfernt von purer Menschenfeindlichkeit ist, wird bei „Unstillbare Gier“ auch dem Letzten im Zuschauerraum klar: So emotional und lyrisch habe ich diesen Song noch nie gehört!</p>
<p class="Body">Bei den rockigen Sequenzen presst er manchmal arg, was aber auch daran liegen könnte, dass er – wie alle anderen auch – sehr häufig mit der schlecht ausgesteuerten Tontechnik (Sound: Thomas Strebel) kämpft. Dies wird insbesondere bei „Totale Finsternis“ deutlich, wo sowohl Ammann als auch Wendzel ihre Mühe haben, sich gegen das viel zu laute Orchester durchzusetzen.</p>
<p class="Body">Weitere Beispiele für Mängel in Sachen Ton sind die Friedhofsszene („Ewigkeit“), in der die Sänger anfangs so gut wir gar nicht zu hören sind, und „Carpe Noctem“ – eigentlich eine mitreißende Rocknummer – wo die Solisten klingen als säßen sie in einer Blechdose.</p>
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<p class="Body">Nicolas Tenerani gibt einen herrlichen Chagal mit einer sehr präsenten Yvonne Köstler als Gattin Rebecca an seiner Seite. Auch wenn er immer haarscharf am Slapstick vorbeisegelt, glaubt man ihm den besorgten Vater. Als er feststellt, was er Magda mit seinem Biss angetan hat, legt er eine herzerfrischend komische Schusseligkeit an den Tag. Paolo Bianca hingegen überschreitet als Koukol regelmäßig die Grenze zur Comedy und nimmt der an</p>
<p class="Body">sich ekligen Figur damit etwas von ihrem Schrecken, was aber seitens der Regie durchaus so gewollt sein kann.</p>
<p class="Body">Weniger tuntig als in früheren Inszenierungen, dafür umso bedrohlicher wirkt Kirill Zolygin als Herbert. Er hat eine tolle Stimme, die sehr gut zu seinem berechnenden Auftreten passt.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/TdV_2016_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Dafür können auch die exzellenten Tänzerinnen und Tänzer kaum entschädigen: Vanni Viscusi hat Dennis Callahans Choreographien perfekt an die kleine Bühne angepasst. Doch wenn die Musik zum Störfaktor wird, kann man diese genialen Choreographien leider nicht mehr uneingeschränkt genießen.</p>
<p class="Body">Das Orchester, oder vielleicht besser die Band, unter der Leitung von Leif Klinkhardt klingt sehr gewöhnungsbedürftig: Allzu oft dominiert das Keyboard alle anderen Instrumente und manchmal sind dann wiederum die Drums so laut, dass man nichts anderes mehr hört. Hinzu kommt das offenbar gesteigerte Tempo einiger Songs, was bspw. Victor Petersen bei „Bücher, Bücher!“ zum Verhängnis wird. Einzig bei den „Roten Stiefeln“ überzeugen die zehn Musiker im immer kleiner werdenden Orchestergraben.</p>
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<p class="Body">Cornelius Baltus hat versucht, die Tourfassung so umfangreich und detailliert wie irgend möglich zu inszenieren. Dies gelingt über weite Strecken sehr gut. Die Casting-Abteilung der Stage Entertainment hat jedoch einen mindestens ebenso großen Anteil am Gelingen dieser Produktion, denn die Besetzung in Berlin ist sehr rollenkonform ausgewählt worden.</p>
<p class="Body">Nur 10 Tage nach der Derniere in Berlin werden die tanzenden Vampire in München begrüßt: Schon am 5. Oktober hebt sich der Vorhang im Deutschen Theater. Auch für diesen Tourstop konnte ein hochkarätiger Vampirgraf engagiert werden: Nachdem Jan Ammann die Spielzeit in Bayerns Hauptstadt eröffnet, wird Thomas Borchert ab November bis Mitte Januar zum Ball einladen.</p>
<p class="Body">Die nächste Station der Vampire wird dann Stuttgart sein – der Standort, an dem es bekanntermaßen die meisten und treuesten „Tanz der Vampire“ Fans gibt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. September 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Jan Ammann, Anja Wendzel, Kirill Zolygin, Tom van der Ven, Victor Petersen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Jim Steinman / Cornelius Baltus<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Stage Entertainment</span></div>
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		<title>Blue Man Group</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/blue-man-group-2/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 17:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Aurelien Bernard]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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<div id="body_content" class="bumper">Auch nach 10 Jahren und ungezählten Farb- und Klangfeuerwerken ist die Blue Man Group eine Unterhaltungsshow für die ganze Familie.</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
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<p class="Body">Das ehemalige IMAX Kino am Potsdamer Platz hat die perfekte Größe für diese Show, in der das Publikum nicht nur zuschaut, sondern auch mehr oder weniger freiwillig am Geschehen teilnimmt. Ob es nun die so genannte „PK Poncho“ ist, die in den ersten Reihen in Plastikcapes gehüllt, Farbspritzer, Wackelpudding und Marshmellows abbekommt oder die obligatorischen Zuspätkommer, die mittels Kamera kurzfristig zum Highlight der Show werden. Auch der Zuschauer, der mit den blauen Männern dinieren darf, oder der Zuschauer, der Teil eines einmaligen Kunstwerks wird &#8211; sie alle haben ganz sicher jede Menge Spaß an dem im wahrsten Sinne des Wortes bunten Treiben.</p>
<p class="Body">Dass man Abflussrohren durchaus melodische Klänge entlocken kann und dass einfaches Trommeln durch das Hinzufügen von Farbe um ein Vielfaches spannender wird, gehört zum Basiswissen der Blue Man Group.</p>
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<div class="style_3" style="text-align: left;">
<p class="Body">Doch es geht noch viel mehr: Man kann mit Farbbeuteln, die zuvor mit dem Mund gefangen wurden, exzellente quietschbunte Kunstwerke kreieren. Auch das morgendliche Müsli taugt hervorragend zum musikalischen Krach machen.</p>
<p class="Body">Smartphones und Apps machen auch vor den blauen Männern nicht Halt. Dort wo früher Röhrenfernseher zum Einsatz kamen, stehen jetzt überdimensionale Smartphones auf der Bühne, die von den Protagonisten entsprechend bedient werden. Das Wechselspiel zwischen Displayanzeige und den dahinter hervorkommenden blauen Männern ist sehr amüsant.</p>
<p class="Body">Die „Lehrstunde“ zum Thema Wahrnehmung bleibt ein Highlight der Show. Das Auge und Gehirn zusammen die statischen Figuren, die sich links und rechts der Bühne um eine Wassersäule drehen, als jeweils eine tanzende Figur wahrnehmen, ist beeindruckend und etwas, was man gesehen haben sollte.</p>
<p class="Body">Im Hintergrund spielt eine energiegeladene Live-Band, die dem Abend richtigen Rock-Konzert-Charakter verleiht. Auch in ihren nicht wirklich gruseligen Schwarzlicht-Outfits haben die Musiker sichtlich Spaß an ihrem Job.</p>
<p class="Body">Und dem Publikum geht es nicht anders. Sie brauchen gar nicht alle „Rock Movements“ kennenlernen, sondern sind vorher schon ganz aus dem Häuschen und feiern die blauen Männer.</p>
<p class="Body" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Bluemax Theater, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span> </strong>5. Juni 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span> </strong>Dennis Radelaar, Aurelien Bernard, Nadim Helow </span></div>
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		<title>Unvergessliche Songs, ein gutes Buch, clevere Kulissen und überzeugende Darsteller &#8211; so kann‘s gehen&#8230;</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/unvergessliche-songs-ein-gutes-buch-clevere-kulissen-und-ueberzeugende-darsteller-so-kanns-gehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 09:55:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Ellen Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Gianni Meurer]]></category>
		<category><![CDATA[Ich war noch niemals in New York]]></category>
		<category><![CDATA[IwnniNY]]></category>
		<category><![CDATA[Karim Khawatmi]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Kock]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Schütz]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Theater des Westens ist das erste Haus, in dem „Ich war noch niemals in New York“ nach Udo Jürgens Tod im vergangenen Winter aufgeführt wird. Und das Publikum kann sich ganz offenbar nicht sattsehen und -hören an den Mitsing- und Mitklatsch-Schlagern. Denn das Theater war zu gut 80 % ausgelastet, was heutzutage unter der ...</p>
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<p>Das Theater des Westens ist das erste Haus, in dem „Ich war noch niemals in New York“ nach Udo Jürgens Tod im vergangenen Winter aufgeführt wird. Und das Publikum kann sich ganz offenbar nicht sattsehen und -hören an den Mitsing- und Mitklatsch-Schlagern. Denn das Theater war zu gut 80 % ausgelastet, was heutzutage unter der Woche eher Seltenheitswert hat.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Vielleicht hat sich aber auch herumgesprochen, dass man „Ich war noch niemals in New York“ auch dann unterhaltsam findet, wenn man Udo Jürgens Gassenhauer nicht kennt oder schätzt. Denn das Buch von Gabriel Barylli und Christian Struppeck hat einige sehr gute Einfälle, und die drei parallelen Handlungsstränge, die alle in einem großen, bunten Finale münden, ermöglichen es einem breiten Publikum sich darin wiederzufinden.</p>
<p class="Body">Natürlich musste sich optisch im Vergleich zur Hamburger <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="IwnniNY_2007.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1736">Weltpremiere </a></span>etwas ändern, denn das Theater des Westens hat nicht die Größe des Operettenhauses. Doch auch hier hat man einen sehr guten Kompromiss gefunden. Wenn man den Vergleich zu Hamburg nicht hat, vermisst man nichts. Denn auch in Berlin bewegen sich die Protagonisten spielend vom Bug über das Oberdeck bis zum Heck.</p>
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<div class="text-content style_External_669_671">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nicht ganz unglücklich war ich persönlich darüber, dass man beim Matrosenballett auf die Teilung der Schiffsbugs im Hintergrund verzichtet hat. Da hier der Bug gar nicht erst gezeigt wird, stehen die Darsteller mehr im Vordergrund und man bringt auf der Bühne nicht mutwillig ein Schiff zum Untergang. Ein schöner Kniff ist auch der Szenenwechsel vom Altenheim zum Reisebüro während der Traum(reise)sequenz von Maria und Otto, auch wenn die eigentliche Szene dann etwas zu lang gerät.</p>
<p class="Body">Doch dieses Musical steht und fällt mit seinen Protagonisten. Ist Lisa auch nur etwas zu süßlich oder Axel etwas zu weich funktioniert das gesamte Konstrukt nicht. In Berlin hat die Casting-Abteilung der Stage Entertainment ein gutes Händchen bewiesen. Als dauergestresste, völlig fremdgesteuerte Moderatorin Lisa steht Sarah Schütz auf der Bühne, die die Lisa sehr streng anlegt und erst ganz spät ihre sanfte Seite zeigt. Gesanglich und schauspielerisch wird sie dem Rollenprofil mehr als gerecht: „Alles im Griff“ ist einer der Showstopper des Abends. Sie hat zudem eine tolle Rockstimme, die sie bei „Aber bitte mit Sahne“ gut einsetzen kann und damit alle anderen in den Schatten stellt.</p>
<p class="Body">Als freiheitsliebender, mit all der Verantwortung leicht überforderter, aber deshalb nicht weniger pragmatischer Axel ist Karim Khawatmi zu erleben. Er strotzt vor Selbstbewusstsein und zeigt der Zicke Lisa ziemlich schnell, wie der Hase läuft. Es gelingt ihm präsent zu sein und der weiblichen Hauptrolle dennoch nicht den Rang abzulaufen. Auch gesanglich lässt er keine Wünsche offen.</p>
<p class="Body">Das rüstige Rentnerpaar Otto und Maria, das sich selbst auf keinen Fall zum alten Eisen zählen lassen will, geben Peter Kock und &#8211; für das Berliner Publikum ein ganz besonderes Schmankerl &#8211; Ellen Kessler. Gesanglich scheinen die beiden mit dem Titelsong deutlich überfordert, doch sie spielen so charmant, dass man ihnen dies nachsieht.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Freddie Costa, Lisas Assistent nebst Freund, gespielt von Andreas Bieber, und Gianni Meurer. Beiden machen die Figuren sichtlich Spaß und mit dem „Ehrenwerten Haus“ singen sie zudem eine der dankbarsten und pfiffigsten Nummern des Abends, mit der sie das Publikum vollends für sich einnehmen.</p>
<p class="Body">Es gibt nach wie vor etwas langatmige Szenen &#8211; „Schöne Grüße aus der Hölle“ und „Tut Mut gut“ gehören dazu. Auch die Überleitung zu „Griechischer Wein“ ist etwas platt und beim Finale dieses Songs hätte man auf den obligatorischen „Titanic“-Moment von Freddie und Costa gern verzichten können, aber „Ich war noch niemals in New York“ erhebt ja nicht den Anspruch hochtrabendes Musiktheater zu sein. Stattdessen bleibt die Show auf dem Niveau seichter, aber gut gemachter Unterhaltung. Und das gelingt auch in Berlin vorzüglich. Ein durch alle Reihen schunkelndes Parkett ist ein mehr als klares Anzeichen dafür. Nicht zuletzt auch dank des frechen Robin, der als Florian eine starke Bühnenpräsenz hat und den Udo Jürgens Hit „MIt 66 Jahren“ quasi mal eben so nebenbei zum Besten gibt. Der stürmische Applaus zeigt, wie sehr das Publikum seine Auftritte mochte.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>4. Juni 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sarah Schütz, Karim Khawatmi, Andreas Bieber, Gianni Meurer, Peter Kock, Ellen Kessler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong>  Udo Jürgens<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eventpress / Stage Entertainment<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/unvergessliche-songs-ein-gutes-buch-clevere-kulissen-und-ueberzeugende-darsteller-so-kanns-gehen/">Unvergessliche Songs, ein gutes Buch, clevere Kulissen und überzeugende Darsteller &#8211; so kann‘s gehen&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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