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	<title>Alan Menken-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Alan Menken-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 21:45:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen? Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin. &#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr. In der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen?</strong></p></blockquote>
<p>Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3445 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1342w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In der Bühnenfasssung sind hier an erster Stelle die fünf Musen zu nennen, die Hercules von Geburt an begleiten. Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH und Shekinah McFarlane haben als Kalliope, Thalia, Terpsichore, Kilo und Melpomene einen wunderschönen, souligen Klang. Die Songs passen perfekt und geben den Damen die Chance zu glänzen. Ihre Auftritte sind glamourös, raumgreifend und mitreißend. Kein Kleid gleicht dem anderen, hier haben Gregg Barnes und Sky Switser <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1T8p_TXTlrg">sehr viel Kreativität einfließen</a> lassen. Und jede Frau im Publikum, die jenseits der allgegenwärtigen Size Zero Mode liegt, schnalzt ob des Sexappeals der Musen-Optik mit der Zunge. Warum allerdings Hercules in ein unsägliches 1980er Jahre Netzhemd gesteckt wurde, das ihn auch optisch zur Karikatur werden lässt, bleibt ein Rätsel. Er wirkt wirklich eher putzig und niedlich als stark&#8230;</p>
<p>Einige Finessen weist ebenfalls das Bühnenbild von Dane Laffre in perfektem Zusammenspiel mit dem Video- (George Reeve) und Lichtdesign (Jeff Croiter) auf. Von &#8222;tanzenden&#8220; Säulen, über Hades&#8216; düstere (verdächtig an Graf von Krolocks Keller erinnernde) Unterwelt nebst sehr findig gelöster Lebensfäden, denen beim Abschneiden sehr putzige Geister hinterher fliegen, bis hin zu den großartig visualisierten, sprechenden Statuen, dem an Mosaike angelehnten Hintergrund bei Hercules&#8216; Reise in die menschliche Zwischenwelt &#8211; es ist schon viel Schönes dabei an diesem Premierenabend. Sprachlos machen die über die Bühne geschossenen Pfeile, die in einer der Säule stecken bleiben. Licht &amp; Technik &amp; Timing in perfekter Harmonie &#8211; so geht Theatermagie!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3443 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1408w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es gibt aber auch die andere Seite: kitschig gewandete Götter im Olymp, sehr slapstick-lastige Dialoge, etwas armselig wirkende Kampfszenen&#8230; Hier misslingt die Gratwanderung, das was auf dem Bildschirm begeistert, in derselben Form auf die Bühne zu bringen, deutlich.</p>
<p>Neben den Musen gibt es einen weiteren Sidekick, der diese Show auflockert: Karl (Mario Saccoccio) und Heinz (André Haedicke), die trotteligen, obrigkeitshörigen Handlanger von Hades. Mit viel Humor führen sie ihren Chef vor, um am Ende die Seiten zu wechseln und eine nicht unwesentliche Rolle beim Happy End zu spielen. Saccoccio und Haedicke bilden hier ein großartiges Duo und schon ihr Anblick lässt das Publikum auf die nächste schräge Idee oder &#8222;dummen&#8220; Spruch hoffen.</p>
<p>Apropos Happy End: Natürlich finden Hercules und Meg auch auf der Bühne der Neuen Flora zueinander. Der Weg dorthin ist steinig und mit vielen Prüfungen gepflastert.<br />
Meg, Hades&#8216; sehr selbstbewusste, sich ihrer Reize und Wirkung auf Männer durch aus bewusste Ziehtochter, ist herrlich kratzbürstig. Mae Ann Jorolan überzeugte bis vor Kurzem noch als Peggy Schuyler / Maria Reynolds in &#8222;Hamilton&#8220; und darf jetzt eine ganz andere, überhaupt nicht brave Seite von sich zeigen. Und das macht sie großartig! Ihr zuzuhören und zuzusehen, ist eine Freude!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3441 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos &#8222;Hamilton&#8220;, auch Hauptdarsteller Benét Monteiro ist dem Hamburger Publikum aus dem Hip-Hop-Musical über die amerikanischen Gründerväter bekannt. So sehr er <a href="https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/">als A. Ham überzeugen</a> konnte, so wenig scheint ihm Hercules zu liegen. Man wird das Gefühl nicht los, dass er nicht wirklich weiß, ob er die Figur als Karikatur anlegen oder ernsthaft spielen soll. Der Charakter wirkt größtenteils unausgegoren, was man aber sicherlich nicht allein Monteiro anlasten sollte. Hinzu kommen unerwartete phonetische Hürden. Den schnellen Sprechgesang des Alexander Hamilton konnte Monteiro einwandfrei ins Operettenhaus bringen. Bei Hercules hat er doch seine liebe Müh mit den deutschen Texten.</p>
<p>Damit ist er jedoch nicht allein. Die deutsche Sprache ist offenbar für die wenigsten Darsteller so vertraut, dass sie sie &#8222;einfach&#8220; singen könnten. Traurig, dass man so etwas immer noch erleben muss! Wir haben brillante Phonetikcoaches in Hamburg und ganz nebenbei auch herausragende Darsteller:innen, die Muttersprachler sind. Es wäre begrüßenswert, wenn hier endlich ein Umdenken stattfinden würde. Denn die pfiffigsten Songtexte und Dialoge nützen nichts, wenn die Zuschauer sie nicht verstehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3446 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wo wir grad von guten Texte reden: In Medusas Bar treffen nicht nur optisch sehr spannende Charaktere aufeinander, sie sprühen auch nur so vor Wortwitz. Allen voran Phil, der immer wieder für Lacher sorgt. Kristofer Weinstein-Storey hat eine der dankbarsten Rollen in diesem Stück übernommen und führt nicht nur Hercules auf den richtigen weg, sondern holt auch die Zuschauer immer wieder gekonnt ab.</p>
<p>Ein tolles Gesamtpaket liefert auch Detlef Leistenschneider als Hades ab. Er ist sarkastisch, rachsüchtig und zwischendurch auch mal beleidigt und wehleidig. Auf eine Linie lässt sich dieser Gott der Unterwelt jedoch nicht festlegen, was manchmal zwar für mehr Klarheit sorgen würde, aber diesen CHarakter nur umso spannender macht.</p>
<p>Wenn die Musen Hercules&#8216; Werbeversuchen um Meg beiwohnen, ist das Thema &#8222;pretty in pink&#8220; von den Rosen in den Amphoren über die einmal mehr beeindruckend abwechslungsreichen Kleider bis hin zu den Perücken perfekt durchgezogen. Auch Hades &#8218; Kostüm als er auf die Erde zurückkehrt, ist sehr gelungen, wird aber durch die Musen in der Kampfkleidung römischscher Gladiatoren direkt wieder in den Schatten gestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3444 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg" alt="" width="400" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x687.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x515.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1097w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Beim finalen Kampf von Hades und Hercules, erinnert einen Hades zunächst verdächtig stark an den Wizard aus &#8222;Wicked&#8220;, doch der Kampf an sich ist sehr gut gestaged und dass Hera, also die Mama, Hades&#8216; Schwachstelle ist, geht absolut in Ordnung.</p>
<p>Die PHIL-Methode wirkt (<strong>P</strong>ower-<strong>H</strong>erz-<strong>I</strong>ntelligenz-<strong>L</strong>iebe) und am Schluss rettet Hercules nicht nur Meg, sondern damit auch die Erde und sorgt so dafür, dass auch die Götter im Olymp ungestört weiterleben können.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist deutlich sichtbar als Tourproduktion angelegt, was nicht Schlimmes sein muss. Einige Kostüme und Kulissen sehen eher kostenoptmiert aus, andere sind sehr zweckdienlich, aber funktionierten super (wie bspw. die Hintergrundprojektion bei Hercules&#8216; Reise). Ob diesem Stück eine erfolgreiche Tourkarriere beschieden sein wird, würde ich bezweifeln wollen. Denn um an Disney-Erfolge wie &#8222;Der König der Löwen&#8220; oder &#8222;Tarzan&#8220; anzuknüpfen, fehlt hier in allen Bereichen zu viel.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage-Theater Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">24</span><span class="Bold">. März 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Benét Monteiro, Mae Ann Jorolan, Kristofer Weinstein-Storey, Detlef Leistenschneider, Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH, Shekinah McFarlane, Mario Saccoccio, André Haedicke, Sophie Mefan, Bathoni Buenorkuor, Marta Di Giulio, Stefano Francabandiera</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik: </strong>Casey Nicholaw / Alan Menken<br />
<strong>Fotos: </strong>Johan Persson<br />
</span></p>
</div>
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		<title>Eine gelungene, erwachsene Neuinszenierung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-erwachsene-neuinszenierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert. Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2225 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für die Premiere im La Jolla Playhouse in San Diego im Herbst 2014 wurde James Lapines Buch von Peter Parnell dahingehend überarbeitet, dass weniger das Süßliche im Mittelpunkt steht, für das Disney so beliebt ist, sondern die einzelnen Charaktere deutlich mehr Tiefgang bekommen.</p>
<p>Auch Alan Menken und Stephen Schwartz haben die Songs überarbeitet bzw. ergänzt und durch den Einsatz eines großes (Kirchen-)Chores der ganzen Show ein noch beeindruckenderes Klangbild gegeben.</p>
<p>Diese neue, „erwachsene“ Ausrichtung wird schon in der ersten Szene spürbar: Frollo ist ein verbitterter, fast schon bösartiger Kirchenfürst. Doch ein Rückblick in seine Vergangenheit zeigt, dass er sich seit Jugendtagen schuldig fühlt, seinen Bruder, der mit einer Zigeunerin durchbrennen wollte, im Stich gelassen  zu haben.</p>
<p>Quasimodo ist demzufolge auch kein Findelkind, sondern der Sohn seines Bruders und damit Frollos eigen Fleisch und Blut. Frollo (gespielt von einem herausragenden Felix Martin) versucht, sich der „Missgeburt“ zu entledigen, bringt es aber nicht über sich und verschreibt sich fortan der Kirche .</p>
<p>Zum „Narrenfest“ wird es nicht nur bunt auf der Bühne, auch die Integration von verschiedenen Religionsspezifischen  Klanginstrumenten ist sehr gelungen. Überhaupt wird hier viel mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen gespielt, die – wenn man sie wahrnehmen möchte – durchaus Spaß machen. König Louis XI , der mit der durch Andrea Merkel bekannt gewordenen Handhaltung des stabilen Dreiecks über die Bühne streitet, ist nur ein Beispiel hierfür.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2227 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg" alt="" width="400" height="256" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson.jpg 540w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Parnells Vorstellung lebt Quasimodo in seiner Welt über den Dächern Paris’ nicht mit einigen wenigen Wasserspeiern zusammen, sondern mit fast zwei Dutzend, die ihm alle gehörig die Meinung sagen, ihm aber auch nahezu bedingungslos zur Seite stehen. Einzig als der frustrierte und verletzte Quasimodo seine steinernen Freunde anzweifelt und beleidigt („Nur aus Stein“), ziehen sie sich (vorübergehend) von ihm zurück.</p>
<p>Jede der Glocken, die in Alexander Dodges Bühnenbild anmutig und gewaltig zugleich erscheinen, hat einen Namen, den Quasimodo ehrfurchtsvoll und voller Liebe ausspricht. „Draußen“ hat einen wunderschönen, kindlichen Charme und ist voller Neugier. David Jakobs gelingt es, den entstellten Glöckner stimmlich sehr verletzlich zu intonieren. Seine Jugend hilft ihm dabei, binnen Sekunden zu einem großen Sympathieträger zu werden.</p>
<p>Das Kostümdesign von Alejo Vietti besticht durch viele Details und eine weniger „schreiende“ Farbenpracht. Es wirkt alles etwas dezenter und natürlicher als man es sonst von Disney-Musicals gewöhnt ist. Kostümwechsel finden vor den Augen der Zuschauer statt, in dem kleine Einzelteile ausgetauscht werden, die das Gesamtbild komplett verändern.</p>
<p>Dies gilt auch für die alle Männer bezirzende Esmeralda (Mercedesz Csampai). Ihr Slow-Motion-Tücher-Tanz ist sehr lasziv gedacht, doch Csampai wirkt zu sehr wie eine Latina und ihr Hüftschwung ist mit dem einer versierten Bauchtänzerin nicht zu vergleichen. Dies mag aber durchaus Absicht von Chase Brock (Choreographie) gewesen sein, denn auch viele Ensemble-Tanznummern haben einen eindeutig spanischen Einschlag, der aber leider von den Tänzern tendenziell wenig akkurat umgesetzt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2229 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei Männer – Frollo, Hauptmann Phoebus  und Quasimodo – wickelt Esmeralda spielend um den Finger. Ihre Zuneigung zu Quasimodo ist echt, sie verbringt Zeit mit ihm im Glockenturm von Notre Dame, lässt sich von ihm Gebärdensprache (toller Clou, denn laut Hugo’s Vorlage hat Quasimodo durch den Lärm der Glocken sein Gehör verloren) beibringen und fühlt sich sichtlich geborgen.</p>
<p>Ihre Stärke zeigt sich insbesondere dann, wenn sie sich frech gegen Frollo stellt.</p>
<p>Dieser sieht in ihr zunehmend eine Bedrohung – nicht nur für seine selbst auferlegte Keuschheit. Die erblühende Leidenschaft zwischen Esmeralda und Phoebus ist ihm ebenso ein Dorn im Auge wie die Zuneigung, die Esmeralda ganz offensichtlich für Quasimodo hegt. „Feuer der Hölle“ ist folgerichtig sehr intensiv, denn Felix Martin wird vom Chor großartig unterstützt – Gänsehaut pur!</p>
<p>Hauptmann Phoebus (Maximilian Mann) ist nicht bloß der tumbe Schönling, den man aus dem Disney-Trickfilm kennt, sondern hat durchaus Charakterstärke, die sich insbesondere in seinem Widerstand gegen Frollo zeigt. Den Kampf zwischen Frollo und Phoebus am Ende des ersten Akts beenden die Zigeuner mit einem (viele Zuschauer erschreckenden) Knalleffekt. Damit retten sie jedoch beiden Kontrahenten das Leben.</p>
<p>Doch das Drama geht weiter: Quasimodo muss mit ansehen, wie sich Esmeralda und Phoebus lieben, und Frollo verspricht Esmeralda Phoebus das Leben zu schenken, wenn sie ihm zu Willen ist. Sie willigt nur scheinbar ein, doch nachdem Phoebus bei Quasimodo in Sicherheit ist, wendet sie sich von Frollo ab und landet daher auf dem Scheiterhaufen. Dort spuckt sie Frollo ins Gesicht und sieht ihrem Ende entgegen. Doch Quasimodo rettet sie, während sich Clopin  um Phoebus Sicherheit kümmert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2228 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg" alt="" width="400" height="298" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Leider hält das vermeintliche Glück nicht lange: Esmeralda stirbt kurz nach ihrer Rettung, woraufhin sich Quasimodos geballte Wut entlädt und er den Verursacher allen Leids, Frollo, vom Kirchturm wirft.</p>
<p>Parnells Buch ist deutlich dichter dran an Victor Hugo’s düsterer Vorlage und lässt den „Disney-Filter“ weitgehend weg. Nicht unbedingt das Richtige für kleinere Kinder, aber ab 12 Jahren kann man die Handlung sicherlich verarbeiten. In Kombination mit symphonischen Showstoppern wie „Herz aus Stein“, „Hilf den Verstoß’nen“ und natürlich dem Ohrwurm „Einmal“ – der in der neuen Inszenierung sehr ruhig und melancholisch ist – wird der „Glöckner von Notre Dame“ richtig erwachsen.</p>
<p>Der Star der Show ist neben Quasimodo der 24-köpfige Chor, der mal a capella, mal als Verstärkung des Ensembles richtig Druck macht und für zahlreiche Gänsehautschauer sorgt. Die Zigeuner hingegen bleiben trotz schwungvoller Songs („Drunter Drüber“) blass, gleiches gilt für ihren „König“ Clopin (Gavin Turnbull), der zwar mit viel Wortwitz agiert, aber so richtig präsent ist er nicht.</p>
<p>Dafür haben die Wasserspeier – wie bereits erwähnt – deutlich an Bedeutung hinzugewonnen. &#8222;Ein Mann wie du&#8220;, Wie aus Stein&#8220; und das finale „Einmal“ bestechen durch Witz, Freundschaft und Tiefgang. Insbesondere die letzte Szene, in der zunächst alle mit Masken und entstellt auf die Bühne kommen, was am Ende durch Quasimodo aufgelöst wird, indem er sich selbst von Buckel und Maske befreit, bleibt lange im Gedächtnis haften.</p>
<p>Die neue Tourfassung von „Der Glöckner von Notre Dame“ ist sehens- und hörenswert. Das Bühnenbild wirkt durch seine Holzkonstruktion spartanisch und warm zugleich. Das Orchester (in Stuttgart unter der bewährten Leitung von Bernhard Volk) verleiht Menkens Kompositionen genau das richtige Volumen und bringt sowohl die leisen Töne als auch die symphonischen Passagen absolut souverän zu Gehör.</p>
<p>Die aktuelle Besetzung ist durch die Bank gut, allen voran David Jakobs, der den verspielten, naiven und liebenswert ehrlichen Quasimodo sowohl spielerisch als auch gesanglich von der ersten bis zur letzten Minute sehr glaubwürdig durch die Achterbahn der Gefühle steuert. Felix Martin gelingt der Spagat zwischen Frollos durch eigene Fehler und dem klerikalen Machtmenschen bedingte Verbitterung hervorragend. Es ist spannend zu sehen, wie Martin hinter dieser streitbaren und umstrittenen Figur verschwindet. So kennt man ihn ganz sicher nicht. Und Mercedesz Csampai legt Esmeralda weniger oberflächlich an als man es sonst gewohnt ist. Manchmal ist sie jedoch zu ernst und zu erwachsen, da wäre etwas mehr Leichtigkeit schöner gewesen.</p>
<p>Doch auch in Scott Schwartz&#8217;s Inszenierung sind es die Wasserspeier, die das gesellschaftliche Gewissen repräsentieren. Hier findet sich jeder in der ein oder anderen Ansicht oder Haltung wieder. Großartig!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span class="Bold" style="color: #003366;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. Februar 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>David Jakobs</span>, Felix Martin, Maximilian Mann, Mercedesz Csampai, Gavin Turnbull</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Scott Schwartz / Alan Menken</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> D. Overmann / J. Persson</span></div>
</div>
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		<title>Eine gute Cast mit kleinen Schwächen sorgt für sehr gute Unterhaltung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gute-cast-mit-kleinen-schwaechen-sorgt-fuer-sehr-gute-unterhaltung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2017 10:47:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Abla Alaoui]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht einmal eine Woche nach der Premiere der nur einmonatigen Spielzeit in Niedernhausen war das über 1550 Plätze fassende Rhein-Main-Theater höchstens zu 40 % gefüllt. Klar, Ticketpreise von bis zu 120 Euro in der ersten Preiskategorie locken nicht gerade viele Zuschauer auf die grüne Wiese vor den Toren Frankfurts. Auch dass „Sister Act“ seit der Deutschlandpremiere 2010 schon in allen größeren Städten zu sehen war, hilft hier eher weniger. Schon im Vorfeld war die Spielzeit von ursprünglich zwei Monaten auf nur noch vier Wochen gekürzt worden. Gute Vorzeichen für einen erfolgreichen Tourstop sehen wahrlich anders aus.</p>
<p>Doch die Zuschauer, die an diesem Abend vor Ort waren, wurden vom energiegeladenen Ensemble hervorragend unterhalten. Zugegeben, viele Witze sind immer noch arg flach und die auf Krampf konstruierten Szenen des nicht ganz hellen Gangstergefolges von Curtis sind nach wie vor sinnfrei (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1365">Premierenkritik aus Hamburg</a></span>), doch Alan Menkens schwungvolle Musik und die in ihren Rollen aufgehenden Protagonisten entschädigten dafür.</p>
<p>Aisata Blackman überzeugt als Deloris van Cartier nach Berlin und München auch in Niedernhausen. Einige mögen sich vielleicht noch daran erinnern, dass sie schon 2012 bei „The Voice of Germany“ Jury und Publikum gleichermaßen begeisterte. Danach ging es für die Holländerin mit einer Zwischenstation bei „Rocky“ direkt ins Kloster.</p>
<p>Blackman hat Soul und Sexappeal. Beides setzt sie gekonnt ein, wenn auch leider nur sehr dosiert. Gerade in Sachen Soul hätte man sich mehr von ihr gewünscht. Nur in einer Szene (bei der ersten gemeinsamen Probe mit dem Nonnenchor) zeigt sie den vollen Umfang ihrer Stimme. Ansonsten überwiegen leider Kurzatmigkeit („Fabelhaft, Baby“) und einige (zu viele) Kiekser.</p>
<p>Insbesondere die frechen Sprüche und Auseinandersetzungen mit der Mutter Oberin machen hingegen viel Spaß und man nimmt Blackman die große Klappe unumwunden ab.</p>
<p>Karim Ben Mansur – ebenfalls schon in Berlin dabei – unterstützt Deloris als Polizist Eddie in jeder erdenklichen Lage. Dass da auch tiefere Gefühle eine Rolle spielen, merkt das Publikum spätestens bei seinem Solo „Tief in mir“. Er hat einen schönen warmen Bariton und kann damit seinem Frust über den albernen Spitznamen „Schwitzefritze“ genauso gut Ausdruck verleihen wie seiner Liebe zu Deloris. Sein sympathisches Auftreten macht ihn zu einer der authentischsten Figuren an diesem Abend. Ben Mansur liefert an diesem Abend die überzeugendste Leistung ab!</p>
<p>Als Mutter Oberin und der eher putzige Monsignore O’Hara stehen Agnes Hilpert und Franz-Jürgen Zigelski dem Kloster vor. Auch sie waren schon in Berlin dabei und nach einem halben Jahr haben sich die Rollen gut gefestigt. Zigelski agiert als Monsignore geradezu niedlich und leicht schusselig, aber er hat das Herz am rechten Fleck und „rockt“ mit seinen Nonnen zu „Zeig mir den Himmel“. Hilpert hat eine sehr erhabene Ausstrahlung und sorgt mit ihrem Mezzosopran mehrfach für Gänsehautmomente. Doch leider hat auch sie ihre Stimme an diesem Abend nicht gänzlich im Griff, denn in den Höhen entgleiten ihr die Töne mehrfach. Nichtsdestoweniger versteht man, weshalb sie für diese Rolle gecastet wurde: Ihre Bühnenpräsenz verfehlt ihre Wirkung nicht und ihren Glaubenskampf („Mir bleibt wohl keine Wahl“) bringt sie sehr ergreifend über die Rampe.</p>
<p>Die größte „Sister Act“-Erfahrung bringen Mischa Mang und Abla Alaoui als Curtis Shanks und Mary Robert mit. Beide standen in ihren Rollen schon 2013 in Oberhausen mit auf der Bühne. Während Mang sichtbar Spaß daran hat, den skrupellosen Bösewicht zu spielen, gibt Alaoui eine nicht ganz so süßliche Schwesternschülerin, deren Charme sich aber keiner entziehen kann. Wenn sie in Deloris „FiMi“-Stiefeln über die Bühne flitzt, ist das schon sehr lustig.</p>
<p>Naturgemäß kommen auch Schwester Mary Lazarus (die eigentlich gar nicht so verdrießliche Schreckschraube) und Schwester Mary Patrick (das selbstbewusste, laut singende, ständig lachende Energiebündel) beim Publikum sehr gut an. Stefanie Irmen (Mary Patrick) und Regina Venus (Mary Lazarus) spielen ihre Rollen hervorragend. Sie meistern die Gratwanderung zur Lächerlichkeit bzw. zum Nervtötendsein sehr gut und sorgen für viele Lacher (das Weihnachtsmahl wird von Schwester Mary Lafer und Schwester Mary zubereitet) und Szenenapplaus.</p>
<p>Den meisten Applaus bekommen jedoch die Gangster TJ (Arcangelo Vigneri), Joey (Benjamin Ebeling) und Pablo (Alessandro Pierotti). Sie dreschen die schlimmsten Phrasen, singen und tanzen nicht sonderlich gut („Ich kenn die Braut“, „Hey, Schwester“) und doch sympathisiert das Publikum irgendwie mit ihnen. Vigneri alias TJ ist gerade zu Anfang eine echt „coole Sau“, auch seine BeeGees-Einlage im zweiten Akt ist hörenswert. Ebelings Tanz-/Aerobic-Einlage im zweiten Akt führt ebenfalls zu Begeisterungsstürmen bei den Zuschauern&#8230;</p>
<p>Die Nonnen gewinnen das Publikum mit ihren großartigen Gesangseinlagen für sich. Weniger natürlich am Anfang, als der Chor noch herausragend schief singt, doch nachdem sich Deloris alias Schwester Mary Clarence seiner annimmt, sind die in immer farbenfroheren Kutten gekleideten Nonnen kaum mehr zu bändigen.</p>
<p>Genau diese Energie und positive Ausstrahlung sind es, die „Sister Act“ sehenswert machen. Hinzu kommen einige sehr lustige Sprüche und liebenswerte Charaktere, die zumindest in Niedernhausen sehr gut mit Leben gefüllt wurden. Der Entertainment-Faktor ist hoch und mit all dem Glitzer und Leuchten während der Nonnenauftritte in der sich zusehends verändernden Klosterkirche wird auch für das Auge etwas geboten. Und wenn Musical nicht Unterhaltung in Reinkultur ist, was dann?</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Rhein-Main-Theater, Niedernhausen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">10</span>. März 2017</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Aisata Blackman, Agnes Hilpert, Karim Ben Mansur, Stefanie Irmen, Abla Alaoui, Regina Venus, Mischa Mang, Benjamin Eberling, Arcangelo Vigneri, Alessandro Pierotti</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Alan Menken / <span class="Bold">Carline Brouwer<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
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		<title>Exzellente Animationen machen diese Musical-Verfilmung magisch</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/exzellente-animationen-machen-diese-musical-verfilmung-magisch/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 04 Mar 2017 12:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[Audra McDonald]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Condon]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Stevens]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schöne und das Biest]]></category>
		<category><![CDATA[Disney]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Realverfilmung des Disney-Klassikers von 1991. Das freut sicherlich nicht nur all jene, die sich schon vor mehr als einem Vierteljahrhundert in Alan Menkens Melodien verliebt haben, sondern auch diejenigen, die die Geschichte von Belle und dem Biest seit ihrer Broadway-Premiere im April 1994 gefesselt hat. Regisseur Bill Condon (u. a. „Dreamgirls“, „Twilight“-Trilogie) hat für ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Realverfilmung des Disney-Klassikers von 1991. Das freut sicherlich nicht nur all jene, die sich schon vor mehr als einem Vierteljahrhundert in Alan Menkens Melodien verliebt haben, sondern auch diejenigen, die die Geschichte von Belle und dem Biest seit ihrer Broadway-Premiere im April 1994 gefesselt hat.</p>
<p>Regisseur Bill Condon (u. a. „Dreamgirls“, „Twilight“-Trilogie) hat für seine Idee eine illustre Schar an Schauspielern um sich versammelt, um – wie er selbst sagt – das Genre Musical wieder neu zu beleben: „Ich möchte, dass sich das Publikum in dieses Genre verliebt, es soll verstehen, dass Musik und Film und Musical-Einlagen in Filmen nicht ablenken, nicht unterbrechen, sondern die Handlung vertiefen [und ihr] Bedeutung verleihen.“ Condon hatte eine genaue Vorstellung, wie der Erzählteil und die Musik zueinander stehen sollten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1902 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_2-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_2-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_2-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_2.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zudem grenzt er sich mit seinem neuesten Werk ganz bewusst von den Filmen ab, in denen versucht wurde, bekannte Geschichten neu zu erfinden oder aus dem Blickwinkel anderer Figuren zu erzählen. Condon ging es darum, den vertrauten Figuren mehr Tiefe und Größe zu geben und die Geschichte so realer zu machen.</p>
<p>Emma Watson („Hermine“ in den „Harry Potter“-Filmen) stand als Belle direkt fest. Die Belle in der Realverfilmung ist keine zerbrechliche Prinzessin, sondern eine selbstbewusste Heldin. Belle ist belesen und Condon erkannte genau dies in Emma Watsons Intelligenz, Welterfahrenheit und Kultiviertsein wieder. Die herausfordernde Aufgabe, dem Biest „Leben einzuhauchen“, fiel Dan Stevens zu, der sich insbesondere im britischen Fernsehen („Downtown Abbey“) und auf britischen Theaterbühnen einen Namen gemacht hat. Gemeinsam mit Condon und Watson erarbeitete er Wege, die „menschlichen Momente zu finden, die [das Biest] weniger animalisch, sondern mehr zu einem in dieser Kreatur gefangenen [Menschen] machten.“</p>
<p>Gaston und sein Diener LeFou werden von Luke Evans (in jüngeren Jahren als Musicaldarsteller u. a. in „Taboo“, „Rent“, „Miss Saigon“ und „Avenue Q“ zu sehen, heutzutage eher als Filmschauspieler („The Hobbit“, „Fast &amp; Furious“) bekannt) und dem US-amerikanischen Comedian Josh Gad (spricht im Original den Olaf in „Frozen“) gespielt. Als Belles Vater, Uhrmacher Maurice, ist Kevin Kline zu erleben.</p>
<p>Die verwunschenen Gegenstände werden großteils von namhaften Schauspielern zum Leben erweckt (auch wenn diese erst ganz am Schluss wirklich zu erkennen sind): Ewan McGregor (u. a. „Moulin Rouge“) als Lumière, Ian McKellen („Harry Potter“, „X-Men“) in seiner ersten Musicalrolle als Cogsworth (in der deutschen Fassung: Herr von Unruh), Emma Thompson („Sinn und Sinnlichkeit“, „Eine zauberhafte Nanny“) als mütterliche Madame Potts (auch Madame Pottine genannt), Audra McDonald („Ragtime“, „Porgy and Bess“, „Private Practice“ (TV-Serie)) und Stanley Tucci („Burlesque“, „Tribute von Panem“) als die neu hinzugefügte Operndiva Madame de Garderobe und ihr Dirigent „Maestro Cadenza“ sowie Gugu Mbatha-Raw („Miss Sloane“) als Staubwedel Plumette (sonst auch Babette genannt).</p>
<p>Das ist – mit Ausnahme von Audra McDonald &#8211; nicht gerade die erste Garde an erfahrenen Musiktheater-Darstellern, die man sich vielleicht für einen so gesangslastigen Film gewünscht hätte. Doch im Großen und Ganzen geht Condons Idee auf und die Charaktere gewinnen durch ihre sehr ausgeklügelte Besetzung stark hinzu.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1903 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_3-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_3-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_3-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_3.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Um hier auf Nummer Sicher zu gehen, hat das Team die Songs und auch die Dialoge, die in Lieder übergehen, vorab aufgenommen und beim eigentlichen Dreh dann die entsprechenden Playbacks abgespielt. Davon merkt man aber natürlich im fertigen Film nichts mehr.</p>
<p>Inhaltlich wurde an einigen Stellen geschraubt. So bekommt das Publikum zu Beginn einen Eindruck davon, wie unsympathisch und herablassend der Prinz sich gegenüber seinen Mitmenschen verhält, als er eine alte, um Obdach bittende Frau an der Türschwelle abweist, weil sie ihm nur eine Rose als Gegenleistung anbieten kann. Diese alte Frau entpuppt sich aber als Zauberin, die den Prinz und seinen Hofstaat mit einem Fluch belegt, der nur durch die wahre Liebe aufgehoben werden kann.</p>
<p>Schon beim Aussprechen des Fluches und der Verwandlung des Prinzen in das Biest zeigt sich die Magie dieser Realverfilmung: Jedem ist klar, dass es sich um hohe Kunst der Animationstechnik handelt, die man hier sieht, und es sollten noch weitere solcher magischer Momente folgen.</p>
<p>Belles erster Song, in dem sie das Dorf besingt, in dem sie sich (nicht nur intellektuell) gefangen fühlt, offenbart Emma Watsons warme, gefühlvolle Stimme, mit der sie im Gegensatz zur Zeichentrick- und Bühnenfassung nicht das Zerbrechliche betont, sondern allein schon durch ihre tiefere Stimmlage eine gewisse Robustheit an den Tag legt. Beeindruckend sind auch die über 150 Statisten, mehr als 100 Tiere und 28 Wagen, die in dieser Szene („Belle“) zu sehen sind. Der komplette Marktplatz mit seinen anliegenden Gebäuden wurde eigens in den Shepperton Studios außerhalb Londons in liebevoller Kleinarbeit aufgebaut. Diese Detailbesessenheit macht die Szene umso wirkungsvoller.</p>
<p>Das folgende Solo von Maurice („How does a moment last forever“ / „Ein Augenblick ist manchmal zeitlos“) gehört zu den drei neuen Songs, die Alan Menken eigens für den Film geschrieben hat. Kevin Kline ist nicht der beste Sänger, aber er legt so viel Zärtlichkeit in diese fast schon romantische Liebeserklärung an seine bis ins Feinste ausgearbeiteten Spieluhren, dass man ihm dies gern nachsieht.</p>
<p>Während sich Maurice auf den Weg in die Stadt macht, „erfindet“ Belle mit Hilfe eines Fasses, eines Esels und des Dorfbrunnens eine höchst effektive Waschtrommel. Dabei nutzt sie die Zeit, um einem kleinen Mädchen das Lesen beizubringen. Leider zieht sie damit Neid und Missgunst der Dorfbewohner auf sich, die sie nur umso seltsamer finden. Gaston nutzt die Gelegenheit und versucht einmal mehr, Belle von seinen Vorzügen zu überzeugen. Luke Evans ist ganz klar einer der überzeugendsten Sänger in diesem Film. Sein „Gaston“ ist zudem nicht nur gut gesungen, sondern auch exzellent gespielt. Den selbstverliebten, eitlen Gockel mit Impulsivitätsproblem gibt der Waliser herausragend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1908 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_8-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_8-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_8-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_8.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Unterwegs verirrt sich Maurice im Wald und landet beim verwunschenen Schloss des Biests. Zunächst freut er sich, dass er sich dort aufwärmen kann und auch etwas zu essen findet. Doch als ihn die kleine Tasse Chip (in der deutschen Fassung Tassilo) plötzlich anspricht, nimmt Maurice Reißaus. Im Garten läuft er an einem Rosenbusch vorbei, von dem er eine Rose abbricht, die er seiner geliebten Tochter Belle versprochen hat. Doch das Biest kann diesen „Diebstahl“ nicht hinnehmen und sperrt Maurice ein. Dessen Pferd Philippe galoppiert wie vom Teufel besessen ins Dorf zurück.</p>
<p>Schon in diesen ersten Szenen im Schloss erkennt man, wie viel Liebe zu Einzelheiten der Regisseur und seine über 40 Animationstechniker in die Gestaltung jeder einzelnen Figur und jedes Raumes gesteckt haben. Insbesondere auf Lumière wurde hier ein besonderes Gewicht gelegt: Der Kerzenleuchter sollte soviel von Ewan McGregors Persönlichkeit bekommen wie möglich. Dazu wurde McGregor mit der „Performance-Capture-Technologie“ gefilmt, um einzufangen, wie er sich die Tanzbewegungen und Gestiken von Lumière vorstellt. In der Postproduktion wurden diese Bewegungen mit dem digital erschaffenen Kerzenleuchter in Einklang gebracht.</p>
<p>Belle reitet mit dem Pferd ihres Vaters ins Schloss und sucht dort mutig nach ihrem Vater. Sie bittet das Biest, ihren Vater frei zu lassen und sie stattdessen einzusperren. Mit einer List erreicht sie ihr Ziel und ihr Vater kehrt ins Dorf zurück. Lumière und Cogsworth (ebenfalls von überbordender Detailtiefe) befreien Belle und bringen sie in ein im reichhaltigen Rokoko-Stil eingerichtetes Zimmer.</p>
<p>Nach und nach lernen die Kinobesucher auch die anderen Gegenstände kennen: den Staubwedel Plumette, der als wunderschöner, eleganter weißer Pfau durchs Schloss fliegt, Madame Potts und ihren Sohn Chip, die ihr Dasein als Teekanne und Teetasse mit viel britischem Humor und Cockney-Charme versüßen, Madame de Garderobe, die herrlich divenhaft agiert und aus ihren Schubladen die wundersamsten Kleiderkreationen für Belle hervorzaubert.</p>
<p>Die Gegenstände überreden das Biest, nett zu Belle zu sein, denn die Rose, die ihr Schicksal besiegelt, verliert immer mehr Blätter. Doch nachdem Belle dem Biest eine Abfuhr erteilt, ist es mit seiner Freundlichkeit dahin.</p>
<p>Die verzauberten Bediensteten überzeugen Belle davon, ihr Zimmer zu verlassen und etwas zu essen. Es folgt „Be our guest“ / „Sei hier Gast“ ist auf der Bühne eine der eindrucksvollsten Szenen und auch hier im Film kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Zum einen singt Ewan McGregor diesen Song wirklich sehr schön und der Charakter Lumière wird zu einem formvollendeten Gastgeber, zum anderen ist die Szene so phantasievoll umgesetzt, dass man von wahrer Animations-Magie sprechen kann. Das, was man kennt – die im Halbrund fliegenden Teller, die sich im Kreis drehenden Tassen, Federfächer à la „Razzle Dazzle“ – fehlt nicht und wird perfekt in Szene gesetzt. Der Blackout danach und der abrupte Szenenwechsel zu Belle, die den ausdrücklich verbotenen Westflügel betritt, ist allerdings eher störend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1906 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_6-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_6-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_6-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_6.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dem Biest gefällt das gar nicht und er macht der neugierigen Belle unmissverständlich klar, dass er ihren Ungehorsam nicht duldet. Belle flüchtet in den Wald, wo sie von Wölfen angegriffen wird. Das Biest rettet sie – nicht ohne selbst dabei schwer verwundet zu werden. Belle zögert kurz, bringt das verletzte Biest aber dann zurück ins Schloss und pflegt es gesund. Diese Szene markiert den Wendepunkt in der Geschichte.</p>
<p>War das Biest vorher schlecht gelaunt, wortkarg und hatte einen miesepetrigen Gesichtsausdruck, beginnt es nun zu lächeln, führt die Leseratte Belle in seine beeindruckende Bibliothek und erlaubt sich sogar kleine Späße. Man spürt, dass sich die Beziehung der beiden ändert. Mehr als das, man sieht es auch: War das Biest bisher in düstere Farbtöne gekleidet und trug einen in Fetzen an ihm herunterhängenden Mantel, trägt es nach seiner Genesung die bekannten Blautöne und einen aufwendig bestickten blauen Gehrock.</p>
<p>Die zunehmende Sympathie gipfelt in dem weltbekannten Tanz von Belle und dem Biest („Beauty and the Beast&#8220; / „Die Schöne und das Biest“). Zunächst gleiten die beiden durch einen großen barocken Ballsaal (der ebenfalls in den Londoner Studios nachgebaut wurde) – ganz ohne Extravaganz. Doch wer denkt, dass dieser Purismus der Szene sehr gut zu Gesicht steht, wird einmal mehr von Bill Condons Phantasie überrascht: Er lässt das Paar in einen farbenfrohen Sternenhimmel abheben, und die Instrumente an den Ornamenten der Kuppelgalerie begleiten die beiden mit vollem Einsatz.</p>
<p>An dieser Stelle kurz ein lobendes Wort zum Kostümdesign. Jacqueline Durran hat Kostüme ersonnen, die nicht nur perfekt zu den Charakteren und der Zeit passen, in der „Die Schöne und das Biest“ spielt, sondern sie hat auch ausschließlich ökologische und nachhaltige Stoffe dafür verwendet. Natürlich gibt es tausende Swarowski-Steine auf Belles gelbem, aus 55m Stoff genähtem, Ballkleid, doch einen umweltbewussten Umgang mit Ressourcen (der bis hin zu den verwendeten Farben und dem Holzschnitt-Druck geht) findet man im Film- und Theaterbereich heutzutage leider eher selten.</p>
<p>Über das Design dieses so wichtigen Kleides kann man streiten: Es sollte laut Designerin fließen und fliegen. Am wichtigsten war die Bewegungsfähigkeit von Emma Watson, weshalb auch auf Korsett und Reifrock verzichtet wurde. Jedoch sieht das Kleid durch seine symmetrischen Abstufungen und die offene Vorder- und Rückseite eher blockig aus. Man wollte keine grazile Prinzessin erschaffen, sondern eine aktive Heldin. Ob dies mit diesem Entwurf gelungen ist, mag jeder für sich entscheiden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1909 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_9-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_9-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_9-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_9.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Während Belle und das Biest sich näherkommen, versucht Maurice die Leute im Dorf davon zu überzeugen, mit ihm das Schloss zu suchen und seine Tochter zu befreien. Selbstdarsteller Gaston wittert seine Chance, den Vater seiner Angebeteten für sich zu gewinnen und fährt mit Maurice und LeFou in den Wald. Doch Maurice findet den Weg nicht mehr. Gaston reißt der Geduldsfaden und als ihm Maurice auch noch nachdrücklich versichert, dass Gaston niemals sein Schwiegersohn werden wird, fesselt er ihn kurzerhand und lässt ihn im Wald zurück. Zum Glück findet die im Dorf als „wunderliche Jungfer“ verachtete Agathe Belles Vater und pflegt ihn in ihrem Waldhaus wieder gesund.</p>
<p>Maurices erneuter Versuch, die Dorfgemeinschaft um Hilfe zu bitten, scheitert als er von Gaston als Lügner dargestellt wird. Das gelingt dem aalglatten Kriegshelden aber nur, weil der pflichtschuldige LeFou seinem Herrn trotz sichtbarer Zweifel beipflichtet und nach dem Mund redet.</p>
<p>Parallel erfüllt das Biest Belle einen Herzenswunsch: Um endlich zu verstehen, was mit ihrer Mutter geschah, wünscht sie sich nach Paris in die elterliche Wohnung kurz nach ihrer Geburt. Belle muss erschüttert mit ansehen, wie ihr Vater sich und das Kind schweren Herzens in Sicherheit bringt, denn die Mutter hat die Pest. Belle ist tief getroffen und sie vermisst ihren Vater nun umso mehr. Das Biest lässt sie in den Spiegel schauen, wo Belle sehen muss, dass ihr Vater im Dorf eingesperrt wird. Das Biest fühlt, wie sehr Belle ihrem Vater helfen will und lässt sie frei.</p>
<p>Es folgt ein weiterer neuer Song: „Evermore“ / „Ich warte hier auf dich“ ersetzt den Bühnen-Showstopper „If I can’t love her“ / „Wie kann ich sie lieben“. Die Aussage des neuen Songs ist eine gänzlich andere: Das Biest ist nicht von Selbstzweifeln zerfressen, sondern voller Zuversicht, dass Belle irgendwann wieder an seiner Seite sei wird. Als Grund für diesen Austausch nennt Condon, dass der ursprüngliche Song als Finale des 1. Akts des Bühnenmusicals einen anderen Schwerpunkt setzen musste. Doch auch der neue Song endet dramatisch und voller Energie, insofern ist – abgesehen von der inhaltlichen Botschaft – keine wirkliche Sinnhaftigkeit im Austausch erkennbar.</p>
<p>Belle gerät im Dorf unterdessen in große Schwierigkeiten als sie dem aufgebrachten, ungläubigen Mob im Spiegel zeigt, dass es das Biest wirklich gibt, und ihr Vater mitnichten der Spinner ist, als der er hingestellt wird. Kurzerhand ergreift Gaston den Spiegel und Belle wird zu ihrem Vater gesperrt. Das gesamte Dorf ist auf den Beinen, um das Biest zu erledigen.</p>
<p>Während das Biest noch seiner einzigen Hoffnung auf eine Rückkehr zu einem normalen Leben nachtrauert, bekämpfen seine ehemaligen Dienstboten die Eindringlinge. Hierbei greifen sie zu allen möglichen Tricks und schlagen die Menschen in die Flucht. Diese Massenszene ist erneut mit viel Phantasie, Augenzwinkern und Tempo umgesetzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1910 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_10-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_10-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_10-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_10.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Gaston gelingt es, sich dem Biest unbemerkt zu nähern. Er schießt auf den traurigen Fellklotz. Doch plötzlich steht Belle hinter ihm, die sich mit ihrem Vater dank ihres Erfindergeists aus dem Gefängnis befreien konnte, und greift ihn an.</p>
<p>Es kommt zum entscheidenden Kampf! Das Biest gewinnt seine Kraft zurück als es bemerkt, dass Belle seinetwegen zurückgekehrt ist. Das Schloss löst sich langsam in seine Bestandteile auf, während die beiden Männer sich jagen. Gaston schießt immer wieder auf das Biest. Plötzlich stürzt er jedoch in den Tod und das Biest rettet sich durch einen gewagten Sprung in Belles Arme. Doch zu spät&#8230;</p>
<p>Noch bevor Belle ihm ihre Liebe gestehen kann, fällt das letzte Rosenblatt und das Biest stirbt.</p>
<p>Zum Glück ist Agathe, die sich als Zauberin entpuppt, Zeugin dieser Szene und leitet die Rückverwandlung ein. Plötzlich steht Belle vor einem Prinzen, und die beiden versinken in einem erlösenden Kuss. Die Sonne geht auf, Schnee und Eis schmelzen und das Schloss erstrahlt in warmen Rot- und Gelbtönen. Auch alle Gegenstände erlangen nach und nach ihre menschliche Gestalt zurück.</p>
<p>Beim abschließenden Ball kann man seine Augen kaum von den prachtvollen Kleidern und dem üppig dekorierten Saal wenden. Ein weiterer Beweis, dass in dieser Real-Verfilmung auf jedes noch so kleine Detail geachtet wurde.</p>
<p>Doch es gibt auch einige wenige Kritikpunkte. Beispielsweise, dass Belle offenbar vor ihrem überstürzten Aufbruch zur Rettung ihres Vaters noch ein zweites Kleid sowie ein zweites Paar Schuhe eingepackt hat. Denn wie sonst wären die wechselnden Outfits während ihres Schlossaufenthalt zu erklären?</p>
<p>Auch, dass Emma Thompson den durch Angela Lansbury weltbekannten Titel-Song auch nicht nur ansatzweise gut singt, ist sehr bedauerlich. Der Song ist gefühlvoll und sanft, doch so recht will der harte Cockney-Akzent, den Thompson als Madame Potts hat, nicht dazu passen. So wundervoll es ist, ihrer Sprechstimme zu lauschen und die Oscar-Gewinnerin spielen zu sehen, singen ist nicht ihre Stärke.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1904 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_4-400x260.jpeg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_4-400x260.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_4-768x498.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_4.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kurz vor der Veröffentlichung des Films wurde in Medien kolportiert, dass Condon den ersten „ausschließlich schwulen Moment“ in einem Disney-Film angekündigt hat. Natürlich ist das eine große Sache für den amerikanischen Zeichentrick-Riesen. Doch ehrlich gesagt fällt dieser Moment, der sich zwischen Gaston und LeFou ereignen soll, kaum auf. Natürlich wird LeFou von Josh Gad sehr soft und leicht tuntig gespielt. Und ja, er himmelt seinen Herrn und Meister sehr an. Doch einen schwulen Moment zwischen diesen beiden kann man nicht ausmachen. Auch dass LeFou beim finalen Ball im Schloss plötzlich mit einem anderen Mann tanzt, lockt heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Interessantes Detail am Rande: Luke Evans, der den Macho Gaston spielt, steht schon seit jeher zu seiner Homosexualität.</p>
<p>Spannend wird natürlich die deutsche Fassung (bei der Pressevorstellung wurde die englische Version gezeigt) sein. Disney hat sich entschieden, für jeden Schauspieler einen Synchronsprecher für die Dialoge zu engagieren, sowie die Songs gesondert von Profis einsingen zu lassen. Zu letzteren zählen Sascha Rothermund als Biest, Julia Scheeser als Belle und Tommy Amper als Lumière. Der <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.amazon.de/Die-Sch%C3%B6ne-Das-Biest-OST/dp/B01MU3EQWA/ref=pd_sbs_15_t_2?_encoding=UTF8&amp;psc=1&amp;refRID=CWJZWJPEZ6R70PM5E137">Soundtrack</a></span> erscheint am 10. März 2017, eine Woche vor dem offiziellen Filmstart, von daher kann sich das Publikum hier schon vorab ein Bild machen.</p>
<p>„Die Schöne und das Biest“ ist eine Real-Verfilmung, in der fast nichts real ist. Es gibt weder das Schloss noch das Dorf wirklich. Alles wurde in den Studios und im Computer nachgebaut. Und doch ist alles bezaubernd greifbar. Die Charaktere sind – natürlich mit Ausnahme von Gaston – allesamt liebenswert und haben niedliche Macken. Die Neckereien zwischen Lumière und Cogsworth sind genauso süß wie Chips vorlaute Kommentare. Madame Potts ist eine äußerst liebenswerte Teekanne und Plumette ist gleichzeitig zart und schwungvoll. Doch, diese Figuren haben viel an Tiefe hinzugewonnen.</p>
<p>Auch die neue, selbstbewusste Belle gefällt sehr. Ob man allerdings soweit gehen muss, diesem Disney-Märchen die Aufgabe aufzupfropfen, dass es in ihm explizit darum geht, Frauen Freiräume zu erschaffen, möchte ich stark bezweifeln.</p>
<p>Das Biest ist eine komplett digitale Figur und doch hat man das Gefühl, dass man sein Fell berühren zu könnte. Die Zusammenarbeit von Dan Stevens mit den Experten für Performance- und Facial-Capture ist beeindruckend. Man kann sich vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, viele Szenen auf Stelzen in einem grauen Ganzkörperanzug spielen zu müssen, ohne zu wissen, wie die Mimik nachher digital wirken würde. Was für ein Glück, dass die <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.marketwired.com/press-release/movar-contourr-facial-capture-system-recognized-with-academy-awardr-1984911.htm">MOVA-Facial-Capture-Technik</a></span> rechtzeitig für diesen Film ausgereift war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1907 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_7-e1488630436470-344x400.jpeg" alt="" width="260" height="302" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_7-e1488630436470-344x400.jpeg 344w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/BuB2017_7-e1488630436470.jpeg 372w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" />Schöne Details wie die prunkvollen Rokoko-Elemente im Ostflügel des Schlosses, die nach einer portugiesischen Vorlage gebauten Bibliothek, für die eigens tausende Buchattrappen erstellt wurden, sowie das düstere italienische Barock im Westflügel runden diese künstlerisch hochwertige Arbeit ab. Diese Designer sind garantiert Kandidaten für einen Oscar!</p>
<p>Es gibt in dieser Musical-Verfilmung wirklich viel zu entdecken. Auch wenn hier kaum etwas „real“ ist, wird die eingesetzte Animationstechnik der Magie der Zeichentrick- und Bühnenvorlage gleichermaßen gerecht.</p>
<p>Und so bleibt man beim Abspann gern noch eine Weile sitzen und lässt die Bilder auf sich wirken. Dazu bekommt man dann noch drei Spezialversionen von Songs aus dem Film auf die Ohren, die unbedingt hörenswert sind: „How Does A Moment Last Forever“ gesungen von Céline Dion (der dritte neue Song, der im Laufe des Film einige Reprisen erlebt), den Titelsong „Beauty and the Beast“ von Ariana Grande und John Legend, sowie „Evermore“, gefühlvoll interpretiert von Josh Groban.</p>
<p>Bill Condons „Die Schöne und das Biest“ öffnet dieses zauberhafte Musical-Märchen für eine neue Generation. Das gelang in den letzten Jahren nicht vielen Verfilmungen bekannter Musicals. Insofern scheint sicher zu sein, dass Disney mit seiner neuesten Produktion wieder einmal einen Volltreffer landen wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Bill Condon</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Emma Thompson, Kevin Kline, Josh Gad, Ewan McGregor, Ian McKellen, Audra McDonald, Stanley Tucci</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Kostüme / Set Design:</span></strong> Alan Menken / Jacqueline Durran / Sarah Greenwood</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>Disney</span></p>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/XP6FEDUc7RQ" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/XP6FEDUc7RQ?autoplay=1"></iframe></center></p>
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		<title>Ein unerwartet tanzlastiges Bühnenfeuerwerk: „Disney trifft 42nd Street“</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 12:50:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune! Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<div id="body_layer">Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune!</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_3">
<p class="Body">Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin und seinen Freunden Babkak, Omar und Kassar (im Original Kasim). Dort bestreiten sie ihren Lebensunterhalt durch Gaunereien und sind ständig auf der Hut vor den Schergen des Großwesirs Dschafar. Eines Tages trifft Aladdin dort Prinzessin Jasmin, der es im Palast zu langweilig wurde und die im bunten Markttreiben den aufdringlichen Heiratskandidaten zu entgehen versucht. Aladdin und Jasmin verstehen sich auf Anhieb und verbringen – nicht ahnend, wer ihr jeweiliges Gegenüber ist &#8211; einige schöne Stunden miteinander. Als Dschafars Leibgarde droht, Aladdin zu verhaften, gibt sich Jasmin als Prinzessin zu erkennen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1511">
<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin hat sich Hals über Kopf verliebt. Um ihr nahe zu sein, geht er auf den windigen Deal Dschafars ein, ihm eine Wunderlampe aus einer Höhle zu holen und dafür die Anerkennung der Prinzessin zu erhalten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschafars Hintergedanken sind egoistisch und düster: Er muss um jeden Preis verhindern, dass Jasmin heiratet, denn nur dann hat er die Chance, der neue Sultan zu werden. Mit der Wunderlampe und dem darin wohnenden Dschinni hofft er, seinem Ziel näher zu kommen. Doch kann nur jemand reinen Herzens die Höhle betreten – und das sind weder Dschafar noch sein plappernder Hofnarr Jago.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin kann den Verlockungen in der punkvollen Höhle jedoch auch nicht widerstehen und wird dort gefangen. Aus Langeweile „putzt“ er ein wenig an der Lampe herum und schon erscheint Dschinni, der ihm eindrucksvoll eröffnet, dass Aladdin nun drei Wünsche frei hat. Die beiden werden schnell mehr als Flaschengeist und Meister und Aladdin verspricht Dschinni, ihn mit seinem dritten Wunsch von seinem Los als wünscheerfüllender Geist zu befreien.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit Dschinnis Hilfe gelingt es Aladdin in den Palast vorzudringen und dort Jasmin wiederzusehen. Allerdings gefällt der Prinzessin der prunkvoll ausgestattete Prinz Ali mit seinem Hofstaat so gar nicht. Erneut fällt Aladdin auf eine List Dschafars hinein und schleicht sich in Jasmins Gemächer, die aber nach Anbruch der Dunkelheit niemand mehr betreten darf. Bevor er festgenommen wird, entführt er Jasmin jedoch noch auf eine magische Reise mit dem fliegenden Teppich. Trotz Jasmins Protest werden Aladdin und seine Gefolgschaft von Dschafars Leibgarde eingekerkert. Es gelingt ihnen zwar mit Dschinnis Hilfe wieder freizukommen, doch Aladdins blinde Liebe und die Gefahren im Palast treiben einen Keil zwischen die Freunde. So ist Aladdin auf sich gestellt und muss – nachdem er es sich auch mit Dschinni verscherzt hat – zusehen, wie er das Herz der Prinzessin als falscher Prinz gewinnt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschinni wird derweil von Dschafar für seine dunklen Zwecke missbraucht. Dschafar sieht seine Chance gekommen, der neue Sultan zu werden. Nur einem Geniestreich Aladdins ist es zu verdanken, dass sich der böse Großwesir in einen Flaschengeist verwandelt und Dschinni freikommt. Die Wunderlampe mit Dschafar wird für immer weggeschlossen – so kann er keinen Schaden mehr anrichten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Und wie es sich für ein ordentliches Disney-Märchen gehört, wird am Schluss eine große Hochzeit gefeiert, bei der alle Freunde wieder zueinander finden. Ein lupenreines Happy End!</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Die dankbarste Rolle hat ganz klar Enrico de Pieri als Dschinni. Schon das Opening gestaltet er mit witzigen Sprüchen und einem Überschwang an guter Laune. Das Publikum ist sofort im Spaß-Modus und genießt das farbenfrohe Spektakel in Agrabah. Schon in der ersten Szene („Arabische Nächte“) zeigt sich das durchdachte Bühnenbild von Bob Crowley. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich der wuselige Marktplatz und gibt den Blick frei auf die Dächer der Stadt. Für das perfekt aufeinander abgestimmte Farbenspiel sind zudem Gregg Barnes (Kostüme) und Natasha Katz (Licht) verantwortlich. Die rötlich-gelbe Grundstimmung umrahmt das Geschehen in der Stadt genauso treffend wie die klare weiße Linie im Sultanspalast.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit der Höhlenszene – einer der beiden bemerkenswerten Szenen des Abends – ha sich das Kreativteam übertroffen: zunächst düster, gefährlich und geheimnisvoll, dann über alle Maßen schillernd, bunt und leuchtend (inkl. Indoor-Feuerwerk) zieht „So ‚nen Kumpel hattest Du noch nie“ alle Zuschauer in seinen Bann. Das Ensemble liefert dazu eine wunderbare Choreographie in der Tradition alter Meister, die mehr als nur vage an „42nd Street“ erinnern (Regie &amp; Choreographie: Casey Nicholaw, Associate Director: Scott Taylor, Associate Choreography: John Macinnis). Nach diesem Feuerwerk der Bühnenkunst endet der ansonsten wenig spannende erste Akt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Der zweite Akt hält gleich zu Beginn den weltbekannten Showstopper „In meiner Welt“ („A Whole New World“) bereit. Die Magie dieser Szene sorgt für Gänsehaut. Auch diejenigen im Publikum, die schon unzählige Musicals gesehen und zahlreiche Special Effects live erlebt (und hinter ihre Kulissen geschaut) haben, sind erstaunt: Wie fliegt der magische Teppich? Auf den ersten Blick sind keine Kabel oder sonstige physische Anbringungen ersichtlich, die den Teppich mit Aladdin und Jasmin fliegen lassen. Nur ein vertikaler Schatten auf den Gesichtern der Darsteller verrät, dass hier herausragende Bühnenkunst am Werk ist. <a title="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867" href="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867">Recherchiert</a> man hierzu ein wenig, kommt man schnell zu einer plausiblen Erklärung (Achtung Spoiler!): Der Teppich ist an den Ecken mit Drähten aufgehängt, die so schnell rotieren, dass das menschlich Auge dies nicht mehr wahrnehmen kann. Das Lichtdesign tut sein Übriges, um diesen Effekt zu verschleiern. Jim Steinmeyer (Illusion Design) und Jeremy Chernick (Special Effects Design) haben hier ganze Arbeit geleistet! So kommt das Publikum aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, verpasst dadurch aber leider komplett den schönsten Song des Abends.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Danach flacht der Spannungsbogen gänzlich ab und der restliche zweite Akt plätschert sehr unaufgeregt seinem obligatorischen Ende entgegen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Als Titelheld wurde der noch weitgehend unbekannte Richard-Salvador Wolff engagiert. Er spielt Aladdin mit viel Lebensfreude und füllt die Rolle des quirligen Aladdin tänzerisch wie gesanglich voll aus. Im zur Seite steht Myrthes Monteiro, die in allererster Linie genauso aussieht, wie man sich die schöne Prinzessin Jasmin vorstellt. Die genervte Prinzessin gelingt ihr auch durchaus ansprechend, auch wenn einige Töne manchmal arg schief sind. Doch insgesamt vermag Monteiro leider keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Ähnliches gilt auch für Claus Dam, der als Sultan nur wenige Auftritte hat und erst kurz vor Ende des Stücks erahnen lässt, dass er sich mit dieser Figur etwas unter Wert verkauft. Das die Charaktere – abgesehen von zwei Ausnahmen – nicht sonderlich tief ausgearbeitet wurden, scheint aber durchaus intendiert zu sein (Chad Beguelin). Denn wie sonst wäre es zu erklären, dass der fiese Bösewicht Dschafar (Ethan Freeman) und sein plappernder Vasall Jago (Eric Minsk) nur durch höhnisches Lachen oder platte Sprüche auffallen?</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit diesem Los haben auch Pedro Reichert, Philipp Hägeli und Stefan Tolnal alias Aladdins Freunde Omar, Kassar und Babkak zu kämpfen. Sie handeln klischeehaft und aufgesetzt und allenfalls Tolnal kann durch seine Stimme einen bleibenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Wäre nicht Enrico de Pieri als Dschinni, man würde sich fragen, warum es dieses Stück an den Broadway geschafft hat. Doch in dieser Rolle kann sich das eingespielte Texterteam (Dialoge: Ruth Deny / Songtexte: Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder) austoben: Ob nun die Persiflage auf Bruce Darnell („De Handetasch muss lebendig sein!“) oder die Requisiten der vorangegangenen Shows (Maske vom „Phantom der Oper“). Auch das angedeutete Disney-Medley ist hochkomisch.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">An anderer Stelle, genauer gesagt bei Jagos unaufhörlichem Gequatsche, sind die Dialoge leider immer mal wieder etwas zu flach, um wirklich lustig zu sein. Natürlich soll Jago nervig sein, aber ein Dummschwätzer ist der Vogel im Disneyfilm nun wahrlich nicht.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Nach knapp zweieinhalb Stunden endet das bunte Spektakel. In Erinnerung bleiben die herausragende Höhlenszene und der fliegende Teppich, genauso wie die mitreißenden Choreographien. So stellt sich der Musicalbesucher eine Broadwayshow vor: Bunt, schwungvoll, lustig und mit Happy End! Und genau das bekommen das Publikum seit 6. Dezember 2015 in der Neuen Flora in Hamburg zu sehen.</p>
</div>
<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></div>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Enrico de Pieri, Richard-Salvador Wolff, Myrthes Monteiro</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Alan Menken / Casey Nicholaw<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
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		<title>Liebevolle Inszenierung in Lüneburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/liebevolle-inszenierung-in-lueneburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 12:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine Horrorladen]]></category>
		<category><![CDATA[Howard Ashman]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sigrid Brandstetter]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist gar nicht so einfach, ein so viel gespieltes Stück wie „Der Kleine Horrorladen“ von Alan Menken und Howard Ashman neu, spannend oder einfach nur anders zu inszenieren. Das Besondere an der erfrischend kurzweiligen Produktion im Theater Lüneburg ist, neben den durchweg überzeugenden Darstellern, vor allem das Bühnenbild. Mit einfachsten Mitteln wurde sehr effektvoll ...</p>
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<p class="Body">Es ist gar nicht so einfach, ein so viel gespieltes Stück wie „Der Kleine Horrorladen“ von Alan Menken und Howard Ashman neu, spannend oder einfach nur anders zu inszenieren.</p>
<p class="Body">Das Besondere an der erfrischend kurzweiligen Produktion im Theater Lüneburg ist, neben den durchweg überzeugenden Darstellern, vor allem das Bühnenbild. Mit einfachsten Mitteln wurde sehr effektvoll die Skid Row erschaffen. Die Häuserfront scheint plastisch und greifbar, obwohl sie – wie an Theatern eben üblich – nur „gemalt“ ist. Barbara Bloch nutzt die vorhandenen Mittel gezielt und bezieht jeden Quadratzentimeter der Bühne in ihr Idee vom Blumenladen, Zahnarztpraxis und eben der Skid Row mit ein.</p>
<p class="Body">Was beim „Drumherum“ noch vortrefflich gelang, scheint bei Audrey II etwas sparsamer dosiert. Dadurch wirkt die gefräßige Pflanze jedoch weniger einschüchternd als vielmehr belustigend. Hier hat man in anderen Inszenierungen schon weitaus einfallsreichere Puppenmacher am Werk gesehen. Vor allem die lange dünne Zunge, die aus dem Maul des Monsters hervorsticht wie ein Phallus, stört das Bild des hinterlistigen Welteroberers sehr.</p>
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<p class="Body">Helga Wolf hat jedoch auf der Regieseite wieder ganze Arbeit geleistet. Nach einer amüsanten „Camelot“-Inszenierung im vergangenen Jahr, hat sie den Kultklassiker entstaubt, ihn in die 90er Jahre verlegt und ermöglicht es dem Zuschauer so, sich noch besser mit den verschiedenen Charakteren identifizieren zu können. Natürlich kann auch sie an der grundsätzlichen Rahmenhandlung nichts ändern, jedoch legt sie die Charaktere etwas anders an als man es gewohnt ist.</p>
<p class="Body">So ist Mr. Mushnik (R. A. Güther) zwar nach wie vor geizig und schubst Seymour herum, aber er ist doch wesentlich weniger fies und berechnend als man es von dem alternden Blumenhändler gewohnt ist. Auch Audrey (Sigrid Brandstetter) erfährt eine Wandlung: Ihre Stimme ist wesentlich weniger „quieckend-schrill“ und sie scheint nicht ganz so naiv. Dafür hat Brandstetter das Lispeln der Blondine absolut perfektioniert. Der von Audrey schmerzvoll geliebte Zahnarzt ist schräg, durchgeknallt und vollkommen respektlos gegenüber seiner Freundin, aber so sehr sich Olaf Paschner auch abmüht, einen bleibenden Eindruck hinterlässt er leider nicht. Ganz im Gegensatz zu den Soulgirls (Nina Baukus, Jessica Fendler, Victoria Fleer). Die drei Sängerinnen kommentieren das Geschehen frech und spielen sich die Bälle hierbei vortrefflich zu.</p>
<p class="Body">Bleibt noch Seymour, der von Kristian Lucas sehr erwachsen gespielt wird. Es sind zwar natürlich immer noch die charmant-trotteligen Züge zu erkennen, aber die Figur des Seymour hat wesentlich mehr Tiefgang und wirkt dadurch weitaus realer.</p>
<p class="Body">Audrey und Seymour von einem naiv-kindlichen Liebespaar zu einem durchaus erwachsenen und des eigenmächtigen Denkens und Lebens fähigen Paar zu machen, zeigt eine andere Facette des „Kleinen Horrorladens“. Allerdings muss man auch zugestehen, dass durch diese Minderung der klischeehaften Überzeichnung der Charaktere auch etwas von der ursprünglichen Schrulligkeit des Stoffes verloren geht.</p>
<p class="Body">Gesanglich lässt es keiner an etwas vermissen. Herausragend ist, wie eigentlich immer in diesem Musical, Audrey II, in Lüneburg gesungen von Melvin Edmondson. Wenn die Monsterpflanze anfängt zu singen, könnte sie das Haus rocken. Wäre da nicht die gnadenlos zusammengestrichene Band. Richtiger Rocksound klingt anders… Schade, dass die musikalische Leitung hier eindeutig zuviel kreative Eigenleistung zeigt.</p>
<p class="Body">Doch trotz dieses kleinen Wermutstropfens ist „Der Kleine Horrorladen“ in Lüneburg eine Reise wert. Wir freuen uns schon auf die nächsten Musicals aus der inzwischen bewährten Kombination des Theaters in Lüneburg und Helga Wolf.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Februar 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sigrid Brandstetter, Kristian Lucas</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Buch <span class="Bold">/ Musik:</span></strong> <span class="Bold">Howard Ashman / Alan Menken<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></p>
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