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	<title>Abba-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Abba-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Nach 20 Jahren zurück in Hamburg</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2022 08:31:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mamma Mia&#8220; ist kein bisschen angestaubt und macht genau das, was diese Show soll: das Publikum unterhalten! Knapp 20 Jahre nach der Deutschlandpremiere im Operettenhaus Hamburg kehrte die Gute-Laune-Show nach Hamburg zurück. Dank zweier Hollywood-Verfilmungen sind Handlung und Charaktere inzwischen auch einem breiten Publikum sehr vertraut und man spürte schon im Foyer der Neuen Flora, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Mamma Mia&#8220; ist kein bisschen angestaubt und macht genau das, was diese Show soll: das Publikum unterhalten!</p>
<p>Knapp 20 Jahre nach der <a href="https://www.musicals-online.com/?p=1390">Deutschlandpremiere</a> im Operettenhaus Hamburg kehrte die Gute-Laune-Show nach Hamburg zurück. Dank zweier <a href="https://www.musicals-online.com/?p=2317">Hollywood-Verfilmungen</a> sind Handlung und Charaktere inzwischen auch einem breiten Publikum sehr vertraut und man spürte schon im Foyer der Neuen Flora, dass sich die Zuschauer auf das Stück freuen.</p>
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<p>Im nicht mehr vorhandenen Orchestergraben wurde noch weiter abgespeckt, was dem Synthesizer-Sound von ABBA aber ehrlicherweise keinen Abbruch verleiht. Die verbliebenen Musiker sorgten der Leitung von Hannes Schauz im ganzen Saal für einen guten Klang, dem es jedoch ab un am Druck fehlt.</p>
<p>Die drei Freundinnen Sophie, Ali und Lisa werden von Rose-Ann van Elswijk, Lyssa Tejero und Bathoni Buenokuor schön frech gespielt. Sie harmonieren gut und haben sichtlich Spaß an ihrem Job. Insbesondere Sophie wirkt in der aktuellen Inszenierung noch ein wenig forscher und selbstbewusster als früher, was den Zeitgeist gut wiederspiegelt.</p>
<p>Auch &#8222;Donna und die Dynamos&#8220; sind sehr gut gecastet: Sabine Mayer kann ihre Erfahrung als Donna in Stuttgart und Berlin voll ausspielen und zeigt sowohl die angespannt-genervten als auch liebevollen Seiten der alleinerziehenden Mutter sehr glaubwürdig. Jennifer van Brenk hat als überspannte Jet Setterin Tanja die Lacher auf ihrer Seite, wird aber von Franziska Lessing als Rosie fast an die Wand gespielt. Lessing merkt man die letzten Jahre in den Produktionen der &#8222;Schmidt Familie&#8220; an: Ihre Gestik und Mimik sind gnadenlos komisch und ihre Timings sind perfekt. &#8222;Chiquitita&#8220; isgt einmal mehr eines der Highlights des Abends.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3228 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-MM_HH_Prio1_Dynamos_JennifervanBrenk_SabineMayer_FranziskaLessing_cBrinkhoff-Moegenburg.jpg 1509w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei potentiellen Väter (nein, auch diesmal wird nicht verraten, wer es denn nun eigentlich ist) werden in der Premiere von Karim Khawatmi (als Ersatz für den erkrankten Sascha Oliver Bauer), Tetje Mierendorf und Detlef Leistenschneider gespielt. Khawatmi als Sam und Leistenschneider als Harry können ebenfalls auf ihre Kenntnisse aus vorherigen Engagements in diesen Rollen zurückgreifen. Entsprechend wirken beide sehr souverän und authentisch in ihren Rollen, die unterschiedlich kaum sein könnten. Den Dritten im Bunde, den Weltenbummler und von Tanja liebevoll &#8222;nordischen Fischfritzen&#8220; genannten Bill, gibt mit Tetje Mierendorf ebenfalls kein Unbekannter. So putzig Leistenschneiders Harry ist, so rau und dennoch nahbar ist Mierendorfs Bill.</p>
<p>Die geplante Inselhochzeit wäre nicht komplett ohne den Bräutigam, Sky, der von Naidjim Severina gespielt wird. Das Hochzeitspaar ist in dieser &#8222;Mamma Mia&#8220; Inszenierung lange nicht mehr so unschuldig, wie es vor 20 Jahren der Fall war, van Elswijk und Severina harmonieren sowohl schaupielerisch als auch gesanglich sehr gut.</p>
<p>Ich stehe nach wie vor dazu, dass ich die Handlung hanebüchen finde, doch blendet man diese zumindest teilweise aus und schaltet die Logik ab, kann man sich von &#8222;Mamma Mia&#8220; sehr gut unterhalten lassen. Die Farbwelten der Kostüme passen, die Schlaghosen-Anzüge sind auch weiterhin ein Augenschmaus. Die Musik funktioniert nahezu von allein, die Darsteller der neuen Hamburger Fassung sind authentisch und sorgen für klatschende und mitschwingende Zuschauer. Was möchte man mehr von einem Musical?</p>
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<p class="Body" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>11. September 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sabine Mayer, Rose-Anne van Elswijk, Jennifer van Brenk, Franziska Lessing, Lyssa Tejero, Bathoni Buenorkuor, Karim Khawatmi, Detlef Leistenschneider, Tetje Mierendorf, Naidjim Severina</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">ABBA / Paul Garrington<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brinkhoff/Mögenburg</span></p>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
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<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
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<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2924 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Trumpers Widersacher, Anatoly Sergievsky, wird von Marc Clear gespielt. Das Schweriner Publikum kennt ihn bereits von „Jekyll &amp; Hyde“ und wird auch bei „Chess“ nicht enttäuscht. Clears nur scheinbar unauffällige Erscheinung mündet in einer raumgreifenden Bühnenpräsenz, die sich bei „Wer ich sein will“ und natürlich der ergreifenden „Hymne“ Bahn bricht. Gergen hat die Dramaturgie bei „Anthem“ perfekt nachgezeichnet. Gesanglich meistert er die schwungvollen und textreichen Songs beeindruckend souverän. Wenn Clear am Schluss auf einer Mauer steht und um ihn herum Wachtürme, Stacheldraht und die UdSSR-Flagge projiziert werden, muss man dies neidlos als ein perfektes Szenenbild mit einer unzweideutigen Botschaft und einem herausragenden Protagonisten anerkennen. Gänsehaut pur!</p>
<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2927 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg" alt="" width="400" height="289" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x740.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x555.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1109.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1479.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Besetzung könnte insgesamt kaum besser sein. Einzig „One Night in Bangkok“ – der vom Publikum heiß ersehnte Welthit dieser Show – verpufft etwas. Die Szene sieht gut aus, das Ensemble tanzt mitreißend, doch Fabio Diso scheint in den Song nicht reinzukommen. Warum am Schluss die englischen Songtexte eingeblendet werden (während zu Beginn Deutsch gesungen wird) und man nun offenbar in einer Karaoke-Bar ist, kommt beim Publikum nicht an. Anstatt Jubelstürmen, die man sonst bei diesem Hit gern erlebt, geht das Publikum einfach zur nächsten Szene über.</p>
<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Mamma Mia! Here we go again</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Oct 2018 20:32:27 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viel ist geschehen seit der geplatzten Hochzeit von Sophie und Sky, die in der Hochzeit von Donna und Sam endete. Sophie und Sky möchten zu Ehren der verstorbenen Donna ein Hotel auf einer griechischen Insel eröffnen und stehen kurz vor dessen Eröffnung, als plötzlich Sky ein lukratives Jobangebot in New York bekommt, Sophie anhand von augenscheinlich einmaliger Morgenübelkeit ihre Schwangerschaft feststellt und ein Unwetter die perfekt geplante Eröffnungsfeier buchstäblich ins Wasser fallen lässt. Die Gäste bleiben aus, Rosie und Tanya versuchen die total verstörte Sophie zu trösten (wobei Rosie nur bei der Erwähnung von Donnas Namen selbst in Tränen ausbricht) und Sam kehrt mit dem „Hausmeister“ Señor Cienfuegos die Scherben zusammen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2326 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/05-e1540153838596-400x281.jpg" alt="" width="374" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/05-e1540153838596-400x281.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/05-e1540153838596.jpg 596w" sizes="auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px" />Doch das Schicksal meint es auch diesmal gut mit Familie Sheridan und so werden kurzerhand alle Inselbewohner zu einer Party eingeladen, bei der dann auch – leicht verspätet – Bill und Harry auftauchen, die zu Sophies unbändiger Freude auch noch Sky im Schlepptau haben. Dann taucht Oma Ruby auf und die Stimmung droht zu kippen&#8230;</p>
<p>Die Geschichte des Sequels ist ähnlich kurz und oberflächlich wie <a href="http://www.musicals-online.com/?p=1018">im ersten Teil</a>. Doch auch hier stört das nicht wirklich. Geht es doch um die liebevoll-schrulligen Charaktere, die einmal mehr zusammenkommen und in Erinnerungen schwelgen. Genau diese Erinnerungen sind es, die die Fortsetzung von „Mamma Mia!“ sehenswert machen. Es wird wie immer viel gesungen, getanzt und gelacht. Aber auch verletzte Gefühle spielen eine nicht unwesentliche Rolle – sei es nun Donna, die sich von Sam betrogen glaubt und ihn kurzerhand aus ihrem Leben wischt, oder Sophie, die sich in Erwartung ihres Babys noch enger mit ihrer Mutter verbunden fühlt. Auch die Tiefschläge von Donnas Mutter Ruby, die schon zu Jugendzeiten wenig für ihre Tochter übrighatte und sich lieber um die eigene Karriere kümmerte, verkraftet sie glaubhaft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2321 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/24-400x389.jpg" alt="" width="303" height="295" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/24-400x389.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/24-768x746.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/24.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" />Im Mittelpunkt steht einmal mehr Donna, die das Bindeglied zwischen all diesen unterschiedlichen Menschen ist. Lily James spielt und singt die lebensfrohe, selbstbewusste junge Donna, die ihr Leben in vollen Zügen genießt, nichts anbrennen lässt und genau weiß, was sie will. Bis sie sich in Sam verliebt. Das ändert alles und sorgt am Ende dafür, dass aus Selbstbewusstsein trotzige Stärke wird. James wirkt wie das nette Mädchen von nebenan. Sie ist sehr sympathisch und wickelt spielend alle Männer um den kleinen Finger. Sie zeigt auch gesanglich eine beeindruckende emotionale Spannbreite – vom spaßigen „Waterloo“ bis hin zu „The Name of the Game“.</p>
<p>Amanda Seyfried stehen die paar Jahre mehr gut zu Gesicht. Sie wirkt reifer und man glaubt ihr die willensstarke und doch unendlich romantische Sophie deutlich eher als im ersten Teil. Im Zusammenspiel mit Dominic Cooper lässt sie tiefe Gefühle zu („One of us“) und zeigt auch ihrem Drittelvater Sam (erneut gespielt von Pierce Brosnan) die Stirn.</p>
<p>Ein Geheimnis des Erfolges dieser Fortsetzung ist sicherlich, dass die komplette Besetzung des ersten Teils wieder engagiert wurde. So gibt Colin Firth einmal mehr den einerseits toughen Anwalt, der sich so sehr nach Ruhe und Liebe sehnt und sich dabei manchmal ziemlich töffelig anstellt. Stellan Skarsgard bleibt der scheinbar unzähmbare Freiheitskämpfer, der sogar einen Ehrenpreis durch seinen ihm so gar nicht ähnlichen Bruder im Empfang nehmen lässt, nur um wieder auf die griechische Insel zu kommen, mit der er so viele schöne Erinnerungen verbindet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2325 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/07-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/07-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/07-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/07.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Gute Sänger werden die drei Drittelväter auch im zweiten Teil nicht, aber man merkt ihnen die Spielfreude an. Für das Singen (und die jugendliche Optik) sind dann eher ihre drei jungen Alter Egos zuständig: Jeremy Irvine, Josh Dylan und Hugh Skinner lassen sich als Sam, Bill und Harry von Donna gehörig den Kopf und das Herz verdrehen. Alle drei spielen mit viel Elan und man nimmt ihnen das Gefühlschaos, in das sie die Tage mit Donna stürzen, bedenkenlos ab.</p>
<p>Apropos Gefühlschaos, damit hat auch Julia Walters als Rosie zu kämpfen. Dachte man doch am Ende des ersten Films, dass sie und Bill „sich gefunden“ hätten, lernt man nun, dass Donna ihr den Mann zunächst ausgespannt hat und Rosie viele Jahrzehnte warten musste, um ihren Traummann anlässlich Sophies Hochzeit wiederzusehen. Doch offenbar war Bills Freiheitsliebe stärker und die Wege der beiden haben sich wieder getrennt. Mit „Angel Eyes“ erzählt Rosie – mit akustisch tatkräftiger Unterstützung von Tanya (Christine Baranski) von ihrem Herzschmerz.</p>
<p>Entsprechend abweisend tritt sie Bill dann auch gegenüber. Erst als klar wird, dass auch er über den Verlust von Donna noch lange nicht hinweg ist und sofort in Tränen ausbricht, wenn er ihren Namen auch nur denkt, finden die beiden wieder zueinander. Diesmal hoffentlich für immer&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2322 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/23-e1540153868683-375x400.jpg" alt="" width="251" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/23-e1540153868683-375x400.jpg 375w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/23-e1540153868683.jpg 446w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" />Baranski und Walters ergänzen sich auch diesmal perfekt. Dieses ungleiche Paar macht mit seiner direkten Art, mehr oder weniger ernstzunehmenden Ratschlägen und nicht immer lupenreinem Gesang so viel Spaß, dass man sich hier schon fast ein Spin-Off wünscht. Ein Kurzfilm über Tanyas diverse Ehen und Rosies vermeintlich tollpatschige, zum Scheitern verurteilte Überlebensversuche im Haifischbecken „Beziehung“ – ich denke, hier gäbe es großes Potential für ein erfolgreiches Lachmuskeltraining.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2320 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/26-400x336.jpg" alt="" width="261" height="219" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/26-400x336.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/26-768x645.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/26.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px" /></p>
<p>Neu hinzugekommen sind für „Mamma Mia! Here we go again“ Cher und Andy Garcia. Letzterer als Fernando Cienfuegos, ein langjähriger Familienfreund (der bisher leider nie in Erscheinung getreten ist), dem in jungen Jahren das Herz gebrochen wurde und der Sophie als guter Geist und väterlicher Freund zur Seite steht. Und Cher? Cher ist einfach Cher&#8230; Sie hat als „Oma“ Ruby einen grandiosen Auftritt auf Sophies Party und siehe da – sie und Fernando sind mehr als nur „alte Bekannte“. Auch hier schließt sich also ein Kreis. Chers spezielle Art ABBA-Songs zu intonieren polarisiert sicherlich, aber das gemeinsame „Fernando“ von ihr und Andy Garcia ist durchaus hörenswert und sehr charmant inszeniert.</p>
<p>Besonders schön ist für ihre Fans sicherlich, dass auch Meryl Streep mit „My Love, My Life“) einen Gast-Auftritt hat, bei dem sie der Taufe von Sophies und Skys Baby sozusagen als Geist bewohnt. Ich bleibe dabei, dass ich sie als Schauspielerin eindeutig mehr schätze und überzeugender finde als als Sängerin, denn die Gefühle, die sie mit ihrem Spiel treffsicher transportiert, vermag sie stimmlich leider nicht umzusetzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2318 size-medium alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/30-e1540153924280-400x269.jpg" alt="" width="400" height="269" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/30-e1540153924280-400x269.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/30-e1540153924280.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Highlights dieses Films sind sicherlich die 18 ABBA-Hits, die vielleicht nicht jedem alle bis in die letzte Textzeile bekannt sind, die aber insbesondere in den Ensemblenummern wie „Dancing Queen“ und „Super Trouper“ richtig viel Spaß machen. Sing-Along-Vorstellungen von „Mamma Mia! Here we go again“ sind ein Spaß-Garant, wenn allein schon das Sitzenbleiben schwerfällt. Aber auch so gehen einige Zuschauer derart in dem Film und seiner Musik auf, dass sie – zum Leidwesen der anderen Kinobesucher &#8211; die Songs deutlich hörbar mitsingen.</p>
<p>„Mamma Mia! Here we go again“ ist das perfekte gute Laune Paket mit einer Riege an sehr guten Schauspielern und Sängern, denen es gelingt, die Zuschauer für zwei Stunden aus ihrem Alltag zu entführen. Mehr kann man sich als Filmemacher doch kaum wünschen, oder?</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Ol Parker</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Christine Baranski, Pierce Brosnan, Colin Firth, Amanda Seyfried, Stellan Skarsgard, Meryl Streep, Julie Walters, Andy Garcia, Cher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> ABBA</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>Universal Pictures International</span></div>
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		<title>Mamma Mia!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mamma-mia/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 16:34:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine künstlerisch wenig wertvolle Gelddruckmaschine Natürlich ist es legitim auf den Erfolgszug des Bühnenmusicals „Mamma Mia!“ aufzuspringen und zu versuchen, daraus eine Leinwandparty zu machen. Als im vergangenen Sommer die Besetzung für „Mamma Mia!“ – Der Film bekanntgegeben wurde, schluckte man an der ein oder anderen Stelle schon, war aber dennoch neugierig, wie sich die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine künstlerisch wenig wertvolle Gelddruckmaschine</h3>
<p>Natürlich ist es legitim auf den Erfolgszug des Bühnenmusicals „Mamma Mia!“ aufzuspringen und zu versuchen, daraus eine Leinwandparty zu machen. Als im vergangenen Sommer die Besetzung für „Mamma Mia!“ – Der Film bekanntgegeben wurde, schluckte man an der ein oder anderen Stelle schon, war aber dennoch neugierig, wie sich die Partystimmung auf Celluloid bannen lassen würde.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mamma_Mia_2008_files/shapeimage_3.png" alt=""></div>
<p>Die griechische Insel, die als Hauptspielstätte gewählt wurde, versprüht dann auch wirklich jede Menge Urlaubsfeeling. Auch die Kostüme sind passend gewählt und halten wenig Überraschendes bereit. Nicht nur an diesen „Äußerlichkeiten“ merkt man von Beginn an, dass die Verant-wortlichen der Bühnenshow auch maßgeblich an der Entstehung des Films beteiligt waren. Gleiches gilt auch für die Choreographien, die 1:1 von der Bühne ans Filmset übertragen wurden.<br />
Auch die Songs von ABBA, die zum Glück in der Originalversion, d. h. in englisch, belassen wurden, verfehlen ihre Wirkung nicht. Gestrichene Songs wie „Knowing Me, Knowing You“ und der neu hinzugefügte Titel fallen da schon mehr ins Gewicht. Warum lässt man die Szene, in der Sam Sophie von seiner Vergangenheit erzählt und die beiden eine Bindung zueinander aufbauen, so wirkungslos verpuffen? Und musste man am Schluss unbedingt noch einen gemeinsamen Titel für Donna und Sam „hineinquetschen“? Die Bühnenfassung kommt auch prima aus. Ein weiterer Vorteil des Musicals im Theater ist das fulminante Finale, das im Kino als zusammenhanglos hinzugesetzter Abspann funktionieren muss, es aber leider nicht schafft, die Tanzlaune zu verbreiten, mit der man üblicherweise aus einer Vorstellung von „Mamma Mia!“ herauskommt.</p></div>
</div>
</div>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mamma_Mia_2008_files/shapeimage_5.png" alt=""></div>
<p>Das größte Manko an dieser filmischen Umsetzung eines Musicals sind jedoch Regie und Besetzung; letztere zumindest in Teilen. Phyllida Lloyd hat den Film streckenweise so inszeniert wie eine Bühnenshow. Das Ergebnis sind Akteure, die Mimik wie Gestik deutlich übertreiben – „over-acting“ nennt man das im englischsprachigen Raum. Diese überzogene Darstellung kommt dem Stück nur wenig zugute und trägt dazu bei, dass man die ohnehin schon recht flache Handlung überhaupt nicht mehr ernst nimmt.</p></div>
<div class="style_2">
An der Besetzung scheiden sich wie so oft die Geister. Amanda Seyfried und Dominic Cooper als Sophie und Sky agieren rollendeckend: Seyfried ist die erwartete süße Blondine mit sympathischem Dickschädel und Cooper als Sky der übliche Schönling, der sich aber ansonsten nicht aus dem Ensemble hervorhebt. Während Seyfried ihrer Rolle mehr Facetten verleihen kann, was u. a. auf daran liegt, dass sie trotz des offensichtlich bei ihrem Anblick ausgelösten Kindchenschemas weniger das kleine Mädchen ist als eher eine junge selbstbewusste Frau, bleibt Cooper an ihrer Seite sehr blass. Gesanglich überzeugen Seyfried und Cooper ebenfalls.</div>
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<div class="style_2">Julie Walters und Christine Baranski geben als schräge Tanten Rosie und Tanya ein Traumpaar ab, wobei Baranski gern noch etwas divenhafter hätte sein können. Aber das was an der einen Seite fehlt, macht Julie Walters spielend mit ihrem trockenen Humor wieder wett. Jede Szene dieser beiden ist eine Freude.<br />
Kommen wir zu den Männern: Pierce Brosnan, Stellan Skarsgard und Colin Firth geben als Sam, Bill und Harry eine gute Figur ab. Gesanglich kann sich keiner wirklich mit Ruhm bekleckern, weshalb auch viele Songs so arrangiert wurden, dass sich keiner wirklich mit einem Solo beweisen muss. Im Fall von Brosnan wurde die anspruchsvolle Nummer „Knowing Me, Knowing You“ gleich komplett gestrichen.</div>
<div class="style_2">
Schauspielerisch kann man an den Herren nichts aussetzen; sie sind allesamt Profis in ihrem Fach und beherrschen die verschiedenen Emotionen perfekt.<br />
Man wundert sich jedoch, dass alle „erwachsenen“ Darsteller, und hiermit sind nicht nur die drei potentiellen Väter gemeint, mit Mitte 50 doch schon reichlich alt sind. Führt man sich die Geschichte vor Augen, in der Donna als Teenager schwanger und von ihrem Elternhaus verstoßen wurde und nun 20 Jahre später die Hochzeit ihrer eigenen Tochter vorbereitet, kommt man schnell darauf, dass die älteren Protagonisten in den 40ern sein müssten. Doch die engagierten Darsteller überschreiten dieses Alter deutlich.</div>
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<div class="style_2">Während es bei den Männern – wie so oft – nicht sehr ins Gewicht fällt, und auch Walters und Baranksi mit ihrer Spielfreude über ihr hinwegtäuschen können, gelingt dies Meryl Streep als Donna leider nicht.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mamma_Mia_2008_files/shapeimage_2.png" alt="" width="403" height="248"></div>
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<div class="style_2">Sie ist mit 59 Jahren die älteste der sechs „Erwachsenen“ und bedauerlicherweise lässt sich über die 15-20 Jahre Altersunterschied zum Rollenalter auch nicht mit noch soviel Schminke hinwegtäuschen. Es ist mehr als klar, das Streep eher die Oma von Seyfried (23 Jahre) sein könnte als ihre jung gebliebene, dynamische Mutter.</div>
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<div class="style_2">Diese optische Ungereimtheit wäre zu verzeihen, würde Streep durch Schauspiel oder Gesang punkten können. Doch in beiden Sparten muss man große Abstriche machen. Die übertriebene Darstellung diverser Szenen ist bei ihr besonders häufig zu bemerken. Sie wirkt in den allermeisten Sequenzen wie eine verbitterte, zynische ältere Frau, die mit dem Leben absolut unzufrieden ist. Selbstredend spielt hier die Regie eine große Rolle, weshalb man Streep hier nicht die Alleinverantwortung geben mag. Aber sich die gesanglich anspruchsvolle Rolle der Donna ohne fundierte Gesangs-kenntnisse anzueignen, ist eine große Herausforderung. Leider misslingt dies beinahe vollständig. Showstopper wie „The Winner Takes It All“ verlieren durch die der stimmlichen Leistung von Meryl Streep angepassten Arrangements ans Intensität. Das ist unendlich schade, denn üblicherweise wird „Mamma Mia!“ von Donnas Soli erst zu dem gemacht, was es ist: Die Geschichte einer starken Frau.</div>
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<div class="style_2">Doch so, wie es für die Kinoleinwand umgesetzt wurde, kann man den Kreativen zwar gratulieren, weil sie den gewünschten Kassenerfolg erzielt haben, aber künstlerisch ist „Mamma Mia!“ – Der Film leider kein besonders weiter Wurf.</div>
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<div class="text-content style_External_670_570">
<div class="style_2">&nbsp;</div>
<div class="style_2" style="text-align: right;">Michaela Flint</div>
<div class="style_2" style="text-align: right;"><em>veröffentlicht in blickpunkt musical </em><br />
<em>Ausgabe 05/08, September-Oktober 2008</em></div>
<div class="style_2" style="text-align: left;">&nbsp;</div>
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<div id="id7" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Phyllida Lloyd</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Christine Baranski, Pierce Brosnan, Colin Firth, Amanda Seyfried, Stellan Skarsgard, Meryl Streep, Julie Walters</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> ABBA</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>Universal Pictures International</span></div>
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		<title>Pompös, beeindruckend, unübertrefflich?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/pompoes-beeindruckend-unuebertrefflich/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 05 Nov 2002 11:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Logemann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Phyllida Lloyd]]></category>
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<p class="Body">Hamburg, 3. November 2002, Premiere von »Mamma Mia!« im Operettenhaus. Die Stage Holding hatte im Vorfeld den Hamburger Spielbudenplatz mit einem massiven doppelstöckigen Zelt bebaut, in dem die über 2.000 geladenen Premierengäste nach der Show feiern sollten. Allein der Anblick dieses Zeltes ließ auf einen grandiosen Premierenabend hoffen.</p>
<p class="Body">Das Wetter zeigte sich an diesem so wichtigen Tag leider von seiner allerschlechtesten Seite: Es war sehr kalt und regnete in Strömen. Sehr zum Bedauern der zahlreichen Schaulustigen und Fotografen am roten Teppich wurden die Gäste unter einem Himmel aus »Mamma Mia!«-Regenschirmen in das frisch renovierte Operettenhaus geleitet.</p>
<p class="Body">Im Theaterfoyer wurden alle Gäste von Maik Klokow (General Manager der Stage Holding Deutschland und Produzent von »Mamma Mia!«) persönlich begrüßt und defilierten an einer Heerschar von Fotografen, TV-Kameras und Mikrofonen vorbei.</p>
<p class="Body">Das Operettenhaus hat sich von innen nicht so <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=443">massiv verändert </a></span>wie man aufgrund der mehrere Millionen Euro hohen Baukosten vermuten könnte. Es wirkt alles etwas heller, allerdings hinterlassen nur die neue rot-gelbe Fassade und die Spiegelwand am Treppenaufgang zum Rang hinauf einen bleibenden Eindruck.</p>
<p class="Body">Unter den Premierengästen waren neben Thomas und Christoph Gottschalk, Thomas Hermans (Quatsch Comedy Club) auch viele TV-Stars wie Reinhold Beckmann, Johannes B. Kerner, Jörg Pilawa und die Daily Talker Franklin und Vera Int-Veen. Auch die Schauspieler Steffen Dürr, Carsten Spengemann und Telekom-Aushängeschild Enie van de Meiklokjes kamen der Einladung der Stage Holding gern nach. Für ein bisschen Lokalkolorit auf der Gästeliste sorgte Lilo Wanders (allerdings in zivil), die beiden NDR-Moderatorinnen Eva Herman und Bettina Tietjen sowie Hamburg 1 Chefredakteur Herbert Schalthoff.</p>
<p class="Body">»Mamma Mia!« erzählt die Geschichte von der 20-Jährigen Sophie, die ihren Traummann Sky zum Entsetzen ihrer emanzipierten Mutter Donna heiraten möchte und zu ihrer Hochzeit – ohne das Wissen ihrer Mutter – ihre drei potentiellen Väter einlädt.</p>
<p class="Body">Das Premierenpublikum war im ersten Akt mit überschwänglichem Applaus noch etwas zurückhaltend, aber als im zweiten Akt Kerstin Marie Mäkelburg alias Tanja dem jungen Pepper (Guido Zarncke) zeigt, &#8222;wo der Hammer hängt&#8220;, wollte der Applaus gar nicht mehr enden. &#8218;Was sagt Deine Mami dazu?&#8216; – im englischen &#8218;Does your mother know?&#8216; – entwickelt sich zu einem regelrechten Show-Stopper, was in erster Linie auf das komödiantische Talent und die Stimmgewalt von Kerstin Marie Mäkelburg zurückzuführen ist.</p>
<p class="Body">Ein ähnlicher Knaller ist ‚Komm und wag’s mit mir’ (‚Take a chance on me’), eine Szene,  in der Rosie (Jasna Ivir) ihre Liebe zu Bill (Ulrich Wiggers) entdeckt und ihn auf sehr eindeutige Weise von sich zu überzeugen versucht. Eine urkomische Szene!</p>
<p class="Body">Überhaupt sind es die drei weiblichen Hauptrollen, die das Stück tragen. Kerstin Marie  Mäkelburg, Carolin Fortenbacher (Donna) und Jasna Ivir geben die erste Girlgroup &#8222;Donna And The Dynamos&#8220; und überzeugen gleichermaßen durch einfühlsames Schauspiel und ausdrucksstarke Komik.</p>
<p class="Body">Die drei möglichen Väter von Sophie, Sam (Frank Logemann), Bill (Ulrich Wiggers) und Harry (Cusch Jung), wirken stimmlich und schauspielerisch etwas blass, obwohl alle drei einen schauspielerisch-musikalischen Background haben. Dies fällt besonders während  der Songs auf, in denen die männlichen Darsteller sich gegenüber der lautstarken ABBA-Musik – gespielt von der grandiosen Band rund um den Musikalischen  Leiter Perrin Allen – kaum behaupten können.</p>
<p class="Body">Sky (Jörg Neubauer) und Sophie (Katja Berg) – das eigentlich im Mittelpunkt der Story stehende Brautpaar – bewegen sich sehr unauffällig durch die Show und setzen kaum Akzente in ihrem Spiel. Dies ist sehr schade, denn gerade Stücke wie &#8218;Leg Dein Herz an eine Leine&#8216; (&#8218;Lay all your love on me&#8216;) bieten hierzu zahllose Möglichkeiten.</p>
<p class="Body">Dem »Mamma Mia!«-Ensemble zuzuschauen, ist demgegenüber eine wahre Wonne! Die 18 Darstellerinnen und Darsteller beeindrucken durch ausgefeilte Tanzsequenzen, in denen die gegebene Möglichkeit zur Improvisation von allen eindrucksvoll genutzt wird. Auch in der Traumszene von Sophie begeistert das Ensemble die Zuschauer und hat die Lacher auf seiner Seite, denn es ist ganz sicher nicht einfach in Badeanzügen, Rettungswesten und Schnorcheln zu singen und zu tanzen.</p>
<p class="Body">Beeindruckende Lichteffekte und Farbspiele unterstützen die Popmusik perfekt und geben der Bühne immer wieder ein vollkommen neues Antlitz. Am besten wirkt die Light-Show aus dem Rang. Von dort kann man nicht nur die Choreographie der Darstellerinnen und Darsteller in allen Einzelheiten beobachten, sondern erlebt auch in allen Regenbogenfarben mit wie aus der Taverne auf einer griechischen Insel eine Disco wird.</p>
<p class="Body">Die Hamburger Inszenierung unterscheidet sich lediglich durch die übersetzten Texte von der Londoner Originalproduktion. Das Showdeck mit den eingelassenen Scheinwerfern, die Tavernenkulissen und sogar die Kostüme sind ein exaktes Abbild der West End Uraufführung vom 06.04.1999. Dies liegt vor allem daran, dass das Kreativ-Team das gleiche ist wie in London und allen anderen weltweiten »Mamma Mia!«-Produktionen. Björn Ulvaeus (ABBA), Phyllida Lloyd (Director), Judy Craymer (Original Producer) und Michael Kunze (Übersetzung der Liedtexte) zeigten sich beim donnernden Schlussapplaus sichtlich erleichtert, dass alles vorbei und Resonanz des Premierenpublikums so überwältigend war.</p>
<p class="Body">Nach der Show wurde alle Theaterbesucher durch einen eigens aufgestellten überdachten Gang trockenen Fußes in das Partyzelt geführt. Beim Betreten dieses 3200 m² großen Zeltes verschlug es einem die Sprache! Im ganzen Zelt waren lange Tischreihen mit einer wunderschönen Dekoration aus tiefroten und lachs-farbenen Rosen sowie silbernen Kandelabern aufgebaut. Es war Teppich ausgelegt und – entgegen jeder Vermutung – angenehm warm im Zelt. An den zahlreichen Büffet-Stationen wurde das »Mamma Mia!«-Menü angeboten: Hierzu gehörten zehn Vorspeisen (u. a. Stockholmer Heringshappen, Sushi, Armagnacpastete, Schweinerückenfilet in Blätterteig) und zehn Hauptgänge (z. B. Atlantikseezungenröllchen, Lamm-carré, Truthahnroulade mit Pilzfarce, Romanescoröschen) und zahlreiche Torten- und Dessertvariationen.</p>
<p class="Body">Die ausgezeichnete 13-köpfige Live-Band „Soulkitchen“ unterhielt die Premierengesellschaft mit Rhythm&amp;Blues und lud später am Abend zum Tanzen auf die Tanzfläche.</p>
<p class="Body">Die Stimmung erreichte Ihren Höhepunkt als das »Mamma Mia!«-Ensemble im Zelt von den 2000 Premierengästen empfangen wurde. Von der großen Anspannung, die während der Show hinter der Bühne geherrscht hatte, war nichts mehr zu spüren. Alle waren froh und glücklich, dass die Premiere ohne Pannen abgelaufen war und die Resonanz so überwältigend war.</p>
<p class="Body">In vielen Unterhaltungen auf der Premiere wurde neben Lobeshymnen auf die außergewöhnliche Show und die Darsteller auch diskutiert, ob die Texte wirklich übersetzt werden mussten. Würde »Mamma Mia!« auf englisch nicht genauso gut ankommen? Und wäre es nicht vielleicht doch authentischer?</p>
<p class="Body">Diese Frage konnte aber nicht abschließend beantwortet werden. Sicherlich verliert die deutsche Produktion im Vergleich zum Original, da sich der britische Humor nicht einfach übertragen geschweige denn übersetzen lässt.<br />
Viele Dialoge gleiten ins Comedy-Fach ab, machen einen Slapstick-artigen Eindruck und wirken daher manchmal sehr aufgesetzt und künstlich.</p>
<p class="Body">Auch die Songtexte sind im Vergleich zum englischen Original lange nicht so flüssig wie sie sein müssten, um eine perfekte Show zu liefern. Am deutlichsten wird die größere Akzeptanz englischer Texte bei der Zugabe: Dancing Queen wird auf deutsch präsentiert und führte zu Jubel im Publikum, aber in dem Moment, wo Waterloo auf englisch angestimmt wurde, kannte die Begeisterung kein Halten mehr und das ganze Theater tobte.</p>
<p class="Body">Dennoch gibt die Begeisterung des Premierenpublikums den Kreativen recht, die die Entscheidung zur vollständigen Übersetzung des Stücks getroffen haben. »Mamma Mia!« ist eine Show, die von der genialen Musik von ABBA lebt. Ein unterhaltsamer Musicalabend, den man genießen kann, ohne sich über die Story Gedanken machen zu müssen, ist mit diesem Stück garantiert!</p>
<p class="Body">Die Premierengäste aus der Musical- und Entertainment-Branche waren von »Mamma Mia!« sehr angetan. Uwe Kröger, der für die Premiere aus Essen angereist war, wippte während der gesamten Show mit seinem Kopf im Takt und Felix Martin, der sich aktuell einem CD-Projekt mit Songs von Alexander S. Bermange widmet, hielt es bei der Zugabe nicht mehr auf seinem Sitz. Auch Andreas Bieber und Carsten Lepper (ab Dezember als Ingenieur Thomas Andrews bei »Titanic«) waren von dem Party-Musical und der powervollen Musik sehr angetan.</p>
<p class="Body">Der Aufwand, den die Stage Holding für diese Premiere betrieben hat, hat sich allemal gelohnt, denn alle mochten »Mamma Mia!« und konnten ihre Begeisterung für diese prunkvolle Premierenfeier kaum verhehlen. Und die mehr als 100.000 bereits vor der Premiere verkauften Tickets lassen darauf schließen, dass dieses Musical deutlich länger im Hamburger Operettenhaus verweilen wird als seine Vorgänger »Fosse« und »Oh! What a night«.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>3. November 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carolin Fortenbacher, Frank Logemann</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> ABBA / Phyllida Lloyd<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
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		<title>Mamma Mia! &#8211; Cast-Vorstellung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mamma-mia-cast-vorstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2002 09:03:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
		<category><![CDATA[Mamma Mia]]></category>
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<p>Das Musical von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden männlichen Mitgliedern von ABBA – handelt von der 20-jährigen Sophie, die mit ihrer Mutter Donna auf einer griechischen Insel lebt, wo beide eine Taverne betreiben.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">In dem Tagebuch ihrer Mutter entdeckt Sophie eines Tages, dass sie drei mögliche Väter hat. Sophie plant gerade ihre Hochzeit mit ihrer Jugendliebe Sky und möchte wie jedes junge Mädchen, dass ihr Vater sie zum Traualtar führt. Ohne das Wissen ihrer Mutter lädt sie die drei potentiellen Kandidaten Sam, Bill und Harry in deren Namen zur Hochzeit ein.</p>
<p class="Body">Während für Sophie das Rätselraten um den echten Vater beginnt, wird ihre Mutter Donna ungewollt mit der Vergangenheit konfrontiert. Es entwickelt sich eine bewegende und komische Geschichte um Liebe, Freundschaft und Familie.</p>
<p class="Body">Richtig Schwung kommt in die Geschichte als auch Donnas beste Freundinnen Rosie und Tanya aus den 70er Jahren auftauchen und Erinnerungen an ihre Zeiten als das Gesangstrio „Donna and the Dynamos“ wach werden…</p>
<p class="Body">Die äußerst geschickte Dialogführung bezieht die bekanntesten ABBA-Songs in die Handlung direkt mit ein und führt auf eine sehr charmante Art durch ein temporeiches und zugleich gefühlvolles Musical.</p>
<p class="Body">»Mamma Mia!« lebt von der Musik, daher verwundert es wenig, wenn große Ensemble-Tanznummern an erster Stelle auf dem Probenplan stehen. Aber auch Gesang und komödiantisches Talent sind für dieses Stück extrem wichtig.</p>
<p class="Body">Niemand kann sich dem unvergleichlichen Charme von Rosie entziehen wenn sie mit dem Song „Take a chance on me“ versucht, einen von Sophies potentiellen Vätern für sich zu gewinnen. Ebenfalls sehr amüsant ist die Sequenz, in der Tanya den griechischen Jungs mithilfe des Stücks „Does your mother know“ etwas von dem Wissen einer auf allen Ebenen sehr erfahrenen Dame weitergibt.</p>
<p class="Body">Die Geschichte, in der es um den Mut geht, die eigenen Träume zu verwirklichen, sein Leben zu genießen, sich aber auch vor der Vergangenheit nicht zu verstecken, wird mithilfe der 22 größten Hits von ABBA erzählt.</p>
<p class="Body">Seit der Weltpremiere im Londoner Westend am 06. April 1999 brachen die Zuschauerzahlen von »Mamma Mia!« alle Rekorde. Neben London spielt »Mamma Mia!« auch am New Yorker Broadway, in Toronto und Melbourne vor ausverkauften Häusern, was neben der spritzigen Inszenierung sicherlich auch auf den Bekanntheitsgrad der ABBA-Hits zurückzuführen ist. Jeder kennt „Dancing Queen“, „The winner takes it all“ oder „Super Trouper“. Viele der ursprünglichen ABBA-Songtexte wurden für die Londoner Inszenierung angepasst, so dass sich immer wieder überraschende und turbulente Szenen auf der Bühne ergeben.</p>
<p class="Body">Da verwundert es nicht, dass im sonst so spröden London auch mehr als drei Jahre nach der Welturaufführung jede »Mamma Mia!«-Show mit Standing Ovations gefeiert wird: Die mehr als 1.600 Besucher singen bei Zugaben wie „Waterloo“ lauthals mit und verwandeln das Prince Edward Theatre im Londoner West End eine einzige große ABBA-Revival-Party.</p>
<p class="Body">Die Produktion im Operettenhaus Hamburg wird die erste nicht-englischsprachige Inszenierung sein. Das Kreativ-Team – bestehend aus Michael Kunze und Ruth Deny – stellt sich der Herausforderung nicht nur die Dialoge, sondern die kompletten Songtexte ins Deutsche zu transferieren.</p>
<p class="Body">Beide haben große Erfolge vorzuweisen: Michael Kunze zeichnet u. a. für die Texte der Musicalhits »Tanz der Vampire«, »Elisabeth« und »Mozart!« verantwortlich. Und Ruth Deny hat die deutschen Texte für Oscar-prämierte Filme wie „Der englische Patient“ oder „Der Herr der Ringe“ geschrieben. Man darf gespannt sein, wie die deutschen Texte der bekannten ABBA-Hits bei den Musicalbesuchern ankommen werden…</p>
<p class="Body">Das deutsche Publikum kann sich auf ein urkomisches, mitreißendes Popmusical freuen und wird sowohl „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=443">das neue</a></span>“ Operettenhaus als auch die kreativen und künstlerischen Leistungen für »Mamma Mia!« gewohnt kritisch in Augenschein nehmen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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