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	<title>Live-Streams / Live on tape Streams-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Live-Streams / Live on tape Streams-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eindeutig unterschätzt</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2021 08:54:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Opening Song von „Diana – The Musical” lautet “Underestimated”. Das könnte man auch sehr gut als Überschrift über die ganze Broadway-Produktion setzen. David Bryan (Musik) und Joe DiPietro (Texte) hatten ja einem erfolgreichen Try-Out im La Jolla Playhouse in San Diego auf eine Broadway-Premiere im März 2020 gehofft, die aber wegen der Covid-19 Pandemie ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Opening Song von „Diana – The Musical” lautet “Underestimated”. Das könnte man auch sehr gut als Überschrift über die ganze Broadway-Produktion setzen. David Bryan (Musik) und Joe DiPietro (Texte) hatten ja einem erfolgreichen Try-Out im La Jolla Playhouse in San Diego auf eine Broadway-Premiere im März 2020 gehofft, die aber wegen der Covid-19 Pandemie bis November 2021 auf sich warten ließ. Und nach nur fünf Wochen fiel auch schon der letzte Vorhang für dieses Bio-Musical.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3147 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/9-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/9-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/9-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/9-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/9-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/9.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Glücklicherweise wurde die Show schon im Sommer 2020 für Netflix aufgezeichnet und dort im Herbst 2021 – noch vor der eigentlichen Broadway-Premiere – ausgestrahlt. Glücklicherweise allein deshalb, weil es nur allzu oft Musicals in New York gibt, die so kurz laufen, dass man in Europe keine Chance hat, diese zu sehen.</p>
<p>Die tragische, durch die Medien weidlich ausgeschlachtete Geschichte der Kindergärtnerin Lady Diana Spencer, die den britischen Thronfolger Charles heiratet und zum Popstar der Royals wird, ist in viel zu vielen Einzelheiten bekannt. Im Musical werden folglich auch nur die bekannten Themen behandelt; allerdings mit viel Sarkasmus und Berechnung. Inszeniert hat diese mitunter durch sehr überraschende Blickwinkel überzeugende Show Christopher Ashley.</p>
<p>Schon bei „Underestimated“ werden gleich zwei Perspektiven geboten: die der jungen, naiven Diana und die der sehr taktisch agierenden Camilla. Das ist unerwartet und macht Laune auf mehr. Wenn Charles und die Queen über das Leben seiner Zukünftigen sprechen und die Palast-Angestellten im Hintergrund vom „Worst job in England“ mit all seinen dunklen Seiten singen, erzeugt auch dies eine wissende, bedrohliche Atmosphäre für die junge Frau.</p>
<p>Camilla treibt ihren Geliebten Charles in die Arme des Mädchens („Her simplicity is so refreshing.“) und sorgt dafür, dass die beiden ihre Affäre trotz ihrer Ehen weiterführen können. Schon früh zeigt DiPietro jedoch die Aversion von Diana gegenüber dem royalen Korsett. Sie mag Charles und träumt davon, ihn zu verändern. Doch die Paparazzi treiben Diana wie den sprichwörtlichen Stier durch die Arena. Choreografisch ist „Snap, Click“ super umgesetzt (Kelly Devine). Die Mäntel der Medienvertreter als Muletas einzusetzen, ist sehr clever.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3150 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/11-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/11-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/11-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/11-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/11-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/11.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Eine zwar nicht übermäßig innovative, aber doch sehr gelungen umgesetzte Idee ist es, Dianas Schwiegermutter und ihre Stiefgroßmutter von einer Darstellerin spielen zu lassen. Queen Elizabeth II. und Barbara Cartland könnten unterschiedlicher nicht sein. Sowohl optisch (Cartland in klassischem Pink und die Queen in dunklem Twinset) als auch vom Ausdruck her (Cartland laut und schrill, die Queen sehr ruhig und streng) befinden sich die beiden Damen an den gegenüberliegenden Enden des Charakterspektrums. Auch musikalisch wurde dieser Verschiedenheit Rechnung getragen: Die Queen ist allzeit mahnend und auf die Etikette bedacht, während Cartland zum Auftakt des 2. Akts Lady Dianas Liebhaber, den Reitlehrer James Hewitt, auf wunderbar schlüpfrige Weise, vorstellt.</p>
<p>Nachdem sowohl die Queen als auch Camilla Charles davon überzeugt haben, dass er mit Diana an seiner Seite seine Pflichten als Thronfolger erfüllen kann, findet die Hochzeit statt. Natürlich inkl. weltberühmtem Sahnebaiser-Kleid. Dianas Zweifel werden bei „I will“ noch einmal mehr als deutlich dargestellt, doch schließlich schlüpft sie – wortwörtlich – in das Brautkleid und somit ihre neue Rolle. Dieser und auch weitere Kleiderwechsel sind extrem geschickt umgesetzt und sorgen für Erstaunen beim Zuschauer.</p>
<p>Diana erobert das Land mit ihrer charmant-natürlichen Art im Sturm. Charles ist frustriert, dass dieses dumme Ding mehr Zuspruch bei der Bevölkerung erhält als er, der er doch seit Jahrzehnten für solche Momente in der Öffentlichkeit trainiert. Dann trennt sich auch noch Camilla von ihm, die sieht, dass ihre Affäre der Monarchie schaden könnte.</p>
<p>Das Thronfolgerpaar kommt sich näher, bekommt zwei Söhne und das fragile Konstrukt kippt wieder. Diana hat Kindbettdepressionen, Charles ist sauer, dass sie ihm keine Tochter geboren hat und sucht Rat bei seiner Camilla. Dieses Telefonat, in der Charles Camilla seine immerwährende Liebe gesteht, hört Diana mit und geht in die Offensive. Sie nutzt ihre Beliebtheit und spielt diese gegen Charles aus. Nach ihrem Auftritt mit dem Royal Ballet eskaliert die Situation, gegenseitige Schuldzuweisungen und mangelndes Verständnis von Charles treiben die beiden immer weiter auseinander. Diana scheint Charles tatsächlich zu lieben und sucht verzweifelt nach einer Erwiderung ihrer Gefühle. Doch Charles findet, dass es ihr reichen muss, von der Welt bewundert zu werden.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3149 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/10-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/10-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/10-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/10-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/10-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/10.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Charles und Camilla lassen ihre Affäre wieder aufleben und die Ehe zu Dritt geht in die nächste Runde. Dianas Flucht in die Medien („Pretty, pretty girl in that pretty, pretty dress”) gibt ihr zumindest vordergründig die Befriedigung, die sie sucht. Dann lernt sie James Hewitt kennen und verliebt sich. „Him &amp; Her“ zeigt sehr plakativ, wie das Thronfolgerpaar in seinen eigenen Welten lebt und nur noch für offizielle Anlässe zusammenkommt.</p>
<p>Diana lehnt sich, trotz des Agreements mit Charles, dass beide ihren privaten Vergnügungen nachgehen können, immer weiter gegen das königliche Zeremoniell auf und brüskiert nicht nur ihren Mann damit. Doch die Presse liebt sie für ihre Besuche auf AIDS-Stationen, Gänge über Tretminenfelder usw.</p>
<p>Auf einer Geburtstagsparty, die Charles mit Camilla besuchen wollte, klinkt sich Diana ein, begleitet ihren Gatten und sorgt für einen Eklat mit Camilla. Die muss erkennen, dass Diana längst nicht mehr das naive Mädchen ist, sondern sehr wohl gelernt hat, welche Strippen man ziehen muss, um seine Ziele zu erreichen.</p>
<p>Ihr nächster Schachzug ist ein anonymes Interview mit Andrew Morton, der ihre Geschichte in einem viel beachteten Buch niederschreibt. „The words / hate / lies came pouring out“ skizziert die Gefühle aller Beteiligten sehr treffend. Charles bleibt nur noch, seine jahrzehntelange Affäre mit Camilla öffentlich zu bestätigen. Doch auch diesmal stiehlt ihm Diana mit einem zeitgleichen Auftritt in einer Kunstgalerie die Show. Die Queen ist „not amused“ und bestellt beide zum Gespräch. Es wird deutlich, dass sie Diana durchaus verstehen kann („An officer’s wife“). Dennoch stimmt sie einer Scheidung zu, um endlich Ruhe in „die Firma“ zu bekommen. Ebenso erklärt sie sich damit einverstanden, Diana keine royalen Sicherheitskräfte an die Seite zu stellen, da Diana diese ablehnt.</p>
<p>Diana freut sich über und auf die neu gewonnene Freiheit, die jedoch (bekanntermaßen) nicht lange währt. Im Blitzlichtgewitter tauchen die Meldungen über ihren Unfall in Paris auf. Ihr Abgang nach der Bestätigung ihres Todes ist einmal mehr sehr treffsicher inszeniert.</p>
<p>Musikalisch ist „Diana – The Musical“ schwungvoll. Rock und Pop dominieren Bryans Klangwelt. Das erscheint manchmal widersprüchlich zur Handlung, doch im Großen und Ganzen funktioniert es. Ohrwurmpotential hat jedoch keiner der Songs.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3148 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/4-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/4-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/4-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/4-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/4-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/4.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch optisch ist dieses Musical nicht herausragend, aber das muss es ja – siehe <a href="https://www.musicals-online.com/?p=2661">Hamilton</a> – auch nicht sein. Die schweren Tore von Buckingham Palace sind allzeit präsent, dienen mal als Hintergrund, mal als Barriere. David Zinne (Scenic Design) und Natasha Katz (Lighting Design) gelingt es aber dennoch in den einzelnen Szenen gute Akzente zu setzen, so dass es nicht allzu langweilig wird.</p>
<p>Bei den Kostümen hat sich William Ivey Long aus der Fülle an bekannten Kleidern von Lady Diana bedient. Man erkennt viele der Roben wieder, auch wenn es keine 1:1 Kopien sind. Angefangen bei den Kindergärtnerinnen-Blusen über die Kleider nach der Geburt der Söhne bis hin zum Brautkleid und dem „Kleinen Schwarzen“ bei der Galerie-Eröffnung. Ja, Lady Diana war eine Mode-Ikone für unzählige Frauen und der Wiedererkennungswert der gewählten Outfits in den verschiedenen Szenen ist sehr hoch.</p>
<p>Mit Ausnahme von Paul Burrell wurden alle Hauptrollen mit denselben Darstellern besetzt wie in San Diego. Jeanna de Waal stand schon in einigen Broadway-Produktionen („Wicked“, „Kinky Boots“) auf der Bühne, doch die Titelfigur in einem Musical war bisher nicht dabei. Sie gibt Lady Diana von Anfang an eine selbstbewusste Ausstrahlung, kann die Zweifel, das Opfer-Dasein und die Wut, die die Prinzessin zeitweise umtreiben sehr gut darstellen. Insbesondere „Happiness / Simply Breathe“ – als nach Harrys Geburt alles eskaliert &#8211; und „The Main Event“ – als es zur direkten Auseinandersetzung von Diana und Camilla kommt – bringt de Waal sehr intensiv über die Rampe. Verletztheit, Frust, Pflichtgefühl – all dies baut sie scheinbar spielerisch in die Szenen ein.</p>
<p>Erin Davie (u. a. „Sunday in the Park with George”) gelingt der Drahtseilakt von liebender Frau („I miss you most on Sundays“) und berechnender Mätresse sehr gut. Camilla zieht die Fäden im Hintergrund und Davie lässt keinen Zweifel daran. Auch als sie von Diana endgültig bloßgestellt wird („The Main Event“), bewahrt sie ihre Klasse.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3152 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/2-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/2-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/2-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/2-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/2-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/2.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Roe Hartrampf bleibt als Charles ähnlich blass und unauffällig wie sein reales Alter Ego. Den drei „mächtigen“ Damen in seinem Umfeld hat er nichts entgegenzusetzen, schon gar keine eigene Meinung. Er visualisiert das Klischee, das über Prinz Charles allgemein kolportiert wird. Auch das muss man können.</p>
<p>Queen Elizabeth II. wird von Judy Kaye sehr souverän und dezent gespielt. Die Queen weiß, was sie will und was inakzeptabel ist und macht ihren Standpunkt klar („She Moves in the Most Modern Way“). Kaye überzeugt als strenge Königin, die aber auch Gefühle zeigen kann („An officer’s wife“). Als Barbara Cartland ist Kaye das genaue Gegenteil: Nicht nur optisch kreischend bunt, hat sie keine Scheu schlüpfrige Dialoge glaubwürdig zum Besten zu geben. Diese Wandlungsfähigkeit ist wunderbar mitzuerleben.</p>
<p>Lady Dianas Butler Paul Burrel wird von Antony Murphy gespielt. Er steht Diana nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern sagt ihr auch ehrlich seine Meinung und überzeugt sie, für sich und ihre Ziele einzustehen. „The Dress“ ist hierfür das beste Beispiel, denn er ist es (zumindest im Musical), der Diana zuredet, dass Interview von Charles durch einen eigenen Auftritt zu torpedieren.</p>
<p>Gareth Keegan übernimmt den Part des Reitlehrers James Hewitt. Er ist nicht so schneidig, wie man sich den Klischee-Liebhaber einer Prinzessin gemeinhin vorstellt, doch man nimmt ihm ab, dass James Diana mehr als nur gemocht hat. Dass er seine Karriere über die Beziehung zu Diana stellt und sie damit sehr verletzt, wird in „Just Dance“ mehr als deutlich. Aber so plötzlich wie Hewitt aufgetaucht ist und schnell verschwindet er auch wieder.</p>
<p>Man kann durchaus nachvollziehen, warum viele diese Show nicht mögen und ihr am Broadway kein Erfolg beschieden war: Diana wird sehr berechnet dargestellt, Charles ist die Marionette von Camilla und die Queen weiß jedes Detail, aber greift viel zu spät ein. Doch wer weiß schon genau, wie es im Hause Windsor zugeht? Oberflächlich betrachtet, scheinen die dargestellten Handlungsweisen sehr nachvollziehbar. Und mehr als „von außen“ können die wenigsten beurteilen, wie es vor 25 Jahren im Buckingham Palace zugegangen ist.</p>
<p>Insofern gestehe ich Joe DiPietro seine Sichtweise, die eine selbstbewusste und zwangsläufig taktierende Diana einschließt, gern zu. Denn vieles funktioniert in dieser Show sehr gut und lässt sie am Ende ähnlich unterschätzt dastehen wie ihre Protagonistin.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Longacre Theatre, New York</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Stream auf Netflix:</strong> seit 1. Oktober 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Jeanna de Waal, Erin Davie, Roe Hartrampf, Judy Kaye, Antony Murphy, Gareth Keegan </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Christopher Ashley / David Bryan<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Evan Zimmermann / Matthew Murphy<br />
</span></p>
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		<title>Wicked in Concert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wicked-in-concert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2021 09:12:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>PBS ist eine US-amerikanische Organisation, die in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedssendern die Medien einsetzt, um zu bilden, zu inspirieren, zu unterhalten und eine Vielfalt von Perspektiven zu vermitteln. Auf pbs.org werden neben zahlreichen Dokumentationen auch sehr häufig kulturelle Highlights gezeigt, nicht selten auch Musicals. Am 29. August 2021 wurde eine sehr besondere „Wicked in Concert“ ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>PBS ist eine US-amerikanische Organisation, die in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedssendern die Medien einsetzt, um zu bilden, zu inspirieren, zu unterhalten und eine Vielfalt von Perspektiven zu vermitteln. Auf pbs.org werden neben zahlreichen Dokumentationen auch sehr häufig kulturelle Highlights gezeigt, nicht selten auch Musicals.</p>
<p>Am 29. August 2021 wurde eine sehr besondere <a href="https://www.pbs.org/show/wicked-concert/)">„Wicked in Concert“ Aufnahme</a> gezeigt – aufgenommen an verschiedenen Orten in den USA, mit der Spenden gesammelt wurden, um die Zwecke von PBS zu unterstützen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3161 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-400x225.webp" alt="" width="356" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-400x225.webp 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-1024x576.webp 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-768x432.webp 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928.webp 1216w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" />Das American Pops Orchestra unter der Leitung von Luke Frazier liefert ein beeindruckendes Opening ab und setzt direkt Maßstäbe, die die Musiker auch den Rest des Abends auf höchstem Niveau halten können. Frazier betont, dass es Stephen Schwartz gelingt, die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle in seiner Musik einzufangen. Da macht es auch ihm als Dirigenten besonders viel Spaß, diese Emotionen mit seinem Orchester zu entfesseln.</p>
<p>Idina Menzel und Kristin Chenoweth übernehmen bei diesem von Bayoork Lee inszenierten Konzert die Moderation. Sie erzählen die Geschichte von „Wicked“, die dann durch ganz spezielle Performances der Songs ergänzt werden.</p>
<p>Gabrielle Ruiz („In the Heights“) und Amber Riley („Glee“, „Dreamgirls“) machen den Anfang: Ganz pur gestaged kommt die Energie des Songs „What is this feeling?“ prächtig zum Tragen. Nach ihrem Auftritt kommen beide Künstlerinnen noch in einer kurzen Interview-Sequenz zu Wort und dürfen ihre Beziehung zu „Wicked“ schildern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3159 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/8ce58680-9964-4945-b4ec-127439ac0817-267x400.webp" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/8ce58680-9964-4945-b4ec-127439ac0817-267x400.webp 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/8ce58680-9964-4945-b4ec-127439ac0817.webp 456w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Chenoweth betont, dass es bei „Wicked“ nicht um die Vogelscheuche oder den Wirbelsturm geht, sondern um Freundschaft und um Elphabas Visionen von einer besseren Welt. Menzel fügt hinzu, dass Freundschaft manchmal eine holprige und verwirrende Angelegenheit sein kann.</p>
<p>Rita Moreno (Anita in der „West Side Story“ von 1961) und Ariana DeBose („Hamilton“, „West Side Story“ 2021) performen in der Folge eine Gänsehaut-Version von „The Wizard and I“. DeBose hat eine wunderbare Klangfarbe, ihre Phrasierungen verleihen diesem Song noch mehr Magie.</p>
<p>Im folgenden Special werden eine „original arrangements and interpretations“ zum Besten gegeben. Das ist dann aber manchmal doch etwas zu schräg und individuell.</p>
<p>Seit der 7. Klasse liebt Isaac Powell (“Mamma Mia”, “Once on this island”) Musicals. Und das nur weil er “Wicked“ gesehen hat. Das glaubt man ihm sofort! Seine Version von „Dancing through life“ in einer Big Band Fassung klingt ungewohnt, aber funktioniert sehr gut.</p>
<p>Nicht weniger ungewöhnlich ist das daran anschließende „I’m not that girl“ von Stephanie Hsu („SpongeBob Musical“). Nur mit Cello und Harfe begleitet, bekommt dieser Song eine ungeahnte Verletzlichkeit und Tiefe.</p>
<p>Wenn jedoch direkt danach Alex Newell („Glee“, „Once on this island“) übernimmt, wird’s lustig: Zu „Popular“ tanzt er zwischen vier Klavieren umher, umgarnt die Pianisten und bringt die Zuschauer mit seiner unnachahmlichen Mimik zum Lachen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3160 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-400x225.webp" alt="" width="356" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-400x225.webp 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-1024x576.webp 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-768x432.webp 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1.webp 1216w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" />Auch wenn Mario Cantone (Sex and the City“) findet, dass „Wicked“ wie die Beatles seien – „Jeder ist davon besessen!“ – ist seine Version von „Wonderful“ eher schauderhaft. Das Orgel-Intro in bester Hollywood-Manier klingt super, doch im Zusammenspiel mit dem Gesang wird das Ganze sehr disharmonisch. Und für eine bewusste Persiflage eignet sich diese Fassung leider auch nicht.</p>
<p>Cynthia Erivo „Harriet“, „The Color Purple“) hat sehr viel Freude an ihrem Song: „I couldn’t be happier“ klingt für sie zwar eher wie ein Schlaflied, aber sicherlich wie eines, das man sehr gern und sehr oft singt.</p>
<p>„Defying Gravity“ von einer Soul-Sängerin? Ist das vorstellbar? Nicht nur das, Amber Riley zeigt deutlich hörbar, wie gut Soul &amp; Stephen Schwartz zusammenpassen. Zweifelsohne eine ungewöhnliche, aber sehr gelungene Mischung und Rileys Energie trägt ihren Teil dazu bei, diesen Auftritt zu einem der Konzert-Highlights zu machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3156 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/3ad8218c-da94-4dbf-839b-39ab859ad99f-267x400.webp" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/3ad8218c-da94-4dbf-839b-39ab859ad99f-267x400.webp 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/3ad8218c-da94-4dbf-839b-39ab859ad99f.webp 456w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Im nächsten Special werden einige Szenen aus den Proben gezeigt. Bayoork Lee bei der Arbeit zuzusehen, ist manchmal sehr amüsant.</p>
<p>Eine der ergreifendsten Performances zeigen Ali Stroker („Spring Awakening”, “Oklahoma”) und Gavin Creel („Hello, Dolly“, „Waitress“) mit „As long as you’re mine“. Der Song scheint ihnen auf den Leib geschrieben: Stimmen, Klangfarbe und Emotionen sind perfekt. Die Energie zwischen den beiden ist fantastisch.</p>
<p>Etwas befremdlich kommt dagegen Jennifer Nettles („Chicago“) „No good deed“ daher: Sie hat eine klassische Stimme und phrasiert den Song so seltsam, dass man denken könnte, sie hätte nicht verstanden, worum es geht. Auch ihr durchaus sehr starker Ausdruck weckt hieran Zweifel.</p>
<p>Gabrielle Ruiz versöhnt dann aber wieder mit einer sehr schönen Version von „I‘m not that girl“.</p>
<p>Das Highlight schlechthin ist natürlich „For good“, das Idina Menzel und Kristin Chenoweth auf sehr persönliche Art interpretieren. Man möchte auf jeden Fall glauben, dass die beiden Leading Ladies durch „Wicked“ auch im echten Leben zu Freundinnen geworden sind.</p>
<p>„Wicked in Concert“ ist eine großartige Möglichkeit mit einmaligen Interpretationen bekannter Songs Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.</p>
<p>PBS erbringt einen enormen Beitrag, um den Horizont von Kindern zu erweitern, mit Dokumentarfilmen neue Welten zu erschließen und Amerika die Welt der Musik, des Theaters, des Tanzes und der Kunst näherzubringen. So macht Spendensammeln Spaß!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> diverse</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Stream auf PBS.org:</strong> seit 29. August 2021</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Idina Menzel, Kristin Chenoweth, Amber Riley, Gabrielle Ruiz, Cynthia Erivo, Rita Moreno, Ali Stroker, Gavin Creel, Ariana DeBose, Isaac Powell, Alex Newell, Stephanie Hsu, Jennifer Nettles, Mario Cantone </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Bayoork Lee / Stephen Schwartz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Elman Studio, LLC / Nouveau Productions, LLC<br />
</span></p>
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		<title>Ein gut gemachtes Konzert, das auch im Live-Stream überzeugt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-gut-gemachtes-konzert-das-auch-im-live-stream-ueberzeugt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 10:58:55 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ins Internet übertragen wurde.</p>
<p>Lediglich 200 Gäste konnten in der Orangerie des Schlosses Fulda live dabei sein, als Chris de Burgh und Dennis Martin der Welt ihr neues Werk präsentierten. An den heimischen Endgeräten jedoch wollten sich mehr als 35.000 Zuschauer dieses Live-Konzert nicht entgehen lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3132 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Die Besetzung für dieses Konzert bestand aus Darstellern, die schon in vielen Stücken der Spotlight Musicals GmbH zu sehen waren, sowie Gästen, die dem Publikum durch zahlreiche andere Shows bekannt sind. Mark Seibert, Johanna Zett sowie Riccardo Greco gehörten zu den „Zugereisten“, die als Robin Hood, Lady Marian und Guy von Gisbourne auf der Bühne standen. Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke und Thomas Christ wiederum sind für regelmäßige Besucher der Schlossfestspiele in Fulda bekannte Gesichter.</p>
<p>Dazu kamen noch 15 weitere Sängerinnen und Sänger, die an diesem Abend als Chor fungierten sowie das große Orchester unter der Leitung von Frank Hollmann. Die Bühne war also wirklich voll! Schön, so etwas endlich wieder sehen zu können!</p>
<p>Chris de Burgh und Dennis Martin führten von einer Couch am Bühnenrand durch den Abend und erläuterten den szenischen Hintergrund der einzelnen Songs. An Anekdoten rund um die Entstehung des Stücks wurde ebenfalls nicht gespart. Diese Moderation wirkte über weite Teile sehr hölzern und einstudiert, wurde aber durch den sympathischen Chris de Burgh wettgemacht, der auch mit 50 Jahren Bühnenerfahrung kein bisschen von seinem Charme und irischen Witz verloren hat.</p>
<p>Spannend ist, dass zu Beginn des Stücks die alles andere als harmonische Beziehung von Robin von Loxley und seinem Vater thematisiert wird. Reinhard Brussmann ist ein unnachgiebiger, strenger Vater, der mit seinem Sohn häufig aneinandergerät („Wie ein wahrer Loxley“). Mark Seibert, der eigensinnige Spross, hält dagegen und schließt sich aus purem Trotz den Kreuzzügen an. Dieser Robin ist alles andere als sympathisch!</p>
<p>Im Duett mit seiner sehr jungen Frau Marian (sie ist erst 14 Jahre alt), tritt ein anderer, mitfühlender Robin zutage. Chris de Burgh singt die erste Strophe auf Englisch, dann übernehmen Seibert und Zett.</p>
<p>In der Folge lernt das Publikum alle relevanten Charaktere kennen, allen voran Thomas Christ, den machthungrigen Sheriff von Nottingham, dem alles Recht ist, um seine Tochter Marian bestmöglich zu verheiraten. Der gutmütige und in diesem Stück wohl nicht ganz so schusselige Bruder Tuck wird von André Haedicke gesungen. Seine Stimme bleibt im Kopf!</p>
<p>Will Scarlett und auch Marian müssen sich bei „Entrechtet, geächtet“ den Anschuldigungen des Sheriffs erwehren. Henschel als Scarlett lässt aufhorchen.</p>
<p>Dass Dennis Martin maßgeblich für dieses Musical mit verantwortlich ist, lässt sich spätestens bei „Wie ein guter Vater“ nicht mehr verleugnen. Deutlich erinnert die Melodie an „Die Päpstin“ und „Bonifatius“. Die Kombination von E-Gitarre und Streichern gelingt sehr charmant.</p>
<p>Beim Duett „Ich weiß nicht, wer Du bist“ meint man zu wissen, dass der Komponist Sabrina Weckerlin vor Augen hatte, als er den Song schrieb. Doch auch Zett hat eine sehr schöne Stimmfarbe, die gut zu diesem Song passt. Zudem harmoniert sie gesanglich sehr gut mit Seibert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3133 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Robin ist nach seiner Rückkehr sehr mit sich selbst beschäftigt („Woran kann ich noch glauben?“), doch Marian rüttelt ihn unmissverständlich wach („Du bist nicht allein auf dieser Welt“). Seibert gelingt es, sein ziemlich psyeudo-dramatisches Solo sehr dosiert über die Rampe zu bringen, so dass es nicht ins Kitschige abdriftet. Auch das finale Duett der beiden („Endlich frei sein“) unterstreicht die große Harmonie der beiden. Das klingt schon jetzt richtig gut.</p>
<p>Christian Schöne hat seinen großen Auftritt als fieser König John mit „Eine neue Zeit“. Kurzerhand feuert er den zögerlichen Sheriff von Nottingham und ersetzt ihn durch seinen getreuen Guy von Gisbourne. Schöne, Greco und Christ liefern sich einen sehr intensiven Austausch, wobei Schöne als Despot die überzeugendste Vorstellung gibt.</p>
<p>In der Folge kommt es zu der bekannten Rivalität zwischen Robin und Gisbourne, die in Grecos Solo „Ich oder Du“ gipfelt. Grecos beeindruckende Mimik lässt die Zuschauer sehr gut nachfühlen, dass er sich von König John unfair behandelt fühlt.</p>
<p>Die Entrechteten feiern ihren gelungenen Coup („Wir hab‘n die Kohle“) mit einem ‚Irish Jig Song‘. Warum Dennis Martin der Ansicht war, dass diese Partynummer unbedingt irisch sein musste (wenn Nottingham doch mitten im tiefsten England liegt), erschließt sich nicht. Dass Chris de Burgh diesen Song jedoch mal eben so aus dem Handgelenk geschüttelt hat, glaubt man wiederum sofort. Diese Musik liegt ihm einfach im Blut!</p>
<p>Statt des eigentlichen Final-Songs, den sich die Macher für die Premiere im kommenden Jahr aufheben, wurde mit „Robin Hood“ eine Ensemble-Nummer aus der Mitte des Stücks gewählt, die aber ebenfalls viel Energie freisetzt. Dass dieser Song Ähnlichkeiten mit „Fassade“ aus Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ ausweist, spielt hier sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle.</p>
<p>Als Zugabe erlebt das Publikum den Chris de Burgh, den es kennt: Mit „High on Emotion“ bringt er alle zum Klatschen und Tanzen. Wer kann, der kann! Und das auch noch mit bald 73 Jahren!</p>
<p>„Robin Hood“ als Musical-Konzert war eine willkommene Abwechslung im aktuellen Corona-Trott. Viele der Songs zünden sicherlich erst richtig, wenn sie in ihre Handlung eingebettet sind. Doch man bekommt einen guten Eindruck, was nächstes Jahr in Fulda zu erwarten ist. Die Konzert-Besetzung ist in jedem Fall sehens- bzw. hörenswert. Ob sie es auch sein werden, die im kommenden Sommer die Premiere spielen, wird die Zeit zeigen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Orangerie Schloss Fulda</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Live-Stream:</strong> 6</span><span class="Bold">. August 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Mark Seibert, Riccardo Greco, Johanna Zett, Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke, Thomas Christ </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Dennis Martin / Chris de Burgh<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stephan Drewianka<br />
</span></p>
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		<title>The Show Must Go On!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/the-show-must-go-on/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 08:06:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen Unterstützung.</p>
<p>Dieser <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://theatresupportfund.co.uk/">Theatre Support Fund+</a></strong></span> bekam sehr schnell viel Unterstützung aus der Branche – sei es nun werblich oder finanziell – und schon bald sah man überall auf Social Media das unverkennbare Logo dieser Initiative.</p>
<p>Zu den T-Shirts gesellten sich bald unzählige weitere Merchandise-Artikel wie Hoodies oder Becher; auch Masken waren dabei und so konnten die Initiatoren binnen eines Jahres mehr als 50.000 Artikel in die ganze Welt verschicken.</p>
<p>Ein Christmas Charity Song, gesungen von 30 West End Darstellern, spülte weitere Spenden in die Kasse, so dass man nach nur 7 Monaten schon mehr 600.000 GBP gesammelt hatte, die an <strong><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.actingforothers.co.uk/">Acting for Others</a></span></strong>, den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.trtf.com/fleabag-support-fund">Fleabag Support Fund</a></strong></span> und den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.nhscharitiestogether.co.uk/our-covid-19-appeal/">NHS Covid-19 Urgent Appeal</a></strong></span> weitergegeben wurden.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Es sollte auch ein Konzert geben! Eigentlich nur konsequent, doch aufgrund der dynamischen Entwicklung von Corona und den entsprechenden Gegenmaßnahmen wurde dies bis zum Sommer 2021 mehrfach verschoben. Aber Anfang Juni war es soweit und das Benefizkonzert konnte vor einem Live Publikum im wunderschönen Palace Theatre stattfinden. Vom 2.-6. Juni 2021 wurde das Konzert mit Stücken aus den 16 Musicals aufgeführt, die dem Logo der Initiative ihr unverwechselbares Aussehen gegeben haben. Die letzte der sieben Aufführungen wurde dann weltweit gestreamed, so dass am Ende mehr als 40.000 Menschen dieses Konzert erleben konnten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2989 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bonnie Langford, seit mehr als 40 Jahren eine feste Größe nicht nur im West End, und Trevor Dion Nicholas (aktuell bei „Hamilton“ im Victoria Palace Theatre engagiert) führten als sympathische Hosts mit einem Augenzwinkern durch den Abend.</p>
<p>Schon der Opening Song (aus der Feder von George Stiles und Anthony Drewe) punktet durch super aktuelle, pfiffige Texte und eine schmissige Melodie. Stuart Morley leitet das Orchester an diesem Abend. Es ist eine Freude, Musiker wieder live spielen zu sehen und zu hören.</p>
<p>Das Besondere an diesem Konzert war, dass nicht die üblichen Highlight Songs aus den jeweiligen Musicals zum Besten gegeben wurden, sondern durchaus zwar bekannte Stücke, die aber eigentlich eher in der sprichwörtlichen zweiten Reihe hinter den Showstoppern zu finden sind.</p>
<p>Den Auftakt macht Jordan Luke Gage mit „It’s my life“ aus dem hierzulande eher unbekannten Stück „&amp; Juliet“. Gefolgt von Collette Guitarts “Heart of Stone” aus “Six” merkte man sofort, wo die Reise an diesem Abend hinging: unerwartete Songs präsentiert von sehr guten Protagonisten in einem familiären Rahmen.</p>
<p>Unterstützt werden die West End Darsteller vom „Choir of the Graduates 2020“, die im letzten Jahr nicht die Chance hatte, ihr Können öffentlich unter Beweis zu stellen. Dies holen sie im Palace Theatre aber auf beeindruckende Weise nach!</p>
<p>Janique Charles und Kayi Ushe (dieses Konzert bildet sein West End Debüt) performen ein leider leicht disharmonisches „Can you feel the love tonight“ aus „Disney&#8217;s The Lion King“. Hier hört man deutlich, dass den Akteuren das tägliche Zusammenspiel auf der Bühne fehlt, um diesen Song authentisch interpretieren zu können.</p>
<p>Zizi Strallen schlüpft wieder in die Rolle des Kindermädchens und legt mit „Practically Perfect“ aus „Mary Poppins“ einen Auftritt „völlig ohne Fehler“ hin. Ihr Strahlen und ihr Gesang wirken nach. Dass als Jane eine Nichte von Bonnie Langford auf der Bühne steht, macht diesen Abend nur noch persönlicher.</p>
<p>Marcus Harman hat einen der emotionalsten Auftritte des Abends. Sein „For Forever“ aus “Dear Evan Hansen“ sorgt nicht zuletzt auch wegen seiner eindrücklichen Gestik und Mimik für Gänsehaut auch vor dem heimischen Bildschirm.</p>
<p>Trevor Dion Nicholas, bei „Hamilton“ eigentlich als George Washington auf der Bühne, hat sich für diesen Anlass etwas ganz Besonderes ausgedacht: Er gibt eine auf die aktuelle Situation umgetextete Version von King George’s „You’ll be back“ zum Besten und hat damit ganz sicher jede Menge Lacher auf seiner Seite! Seine Mimik ist herausragend und seine positive Ausstrahlung nimmt die Zuschauer mit!</p>
<p>Zwischendurch gab es einige Einspieler von Darstellern, die die Aktion im Laufe der letzten Monate unterstützt haben, u. a. auch von David Bedella, der die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der „Theatre People“ herausstellte.</p>
<p>Aimie Atkinson zeigt ihre stimmliche Vielseitigkeit (rockig und gefühlvoll) mit „I can’t go back“ aus “Pretty Woman“. Direkt danach mach Aisha Jawando deutlich, warum sie die perfekte Erstbesetzung für Tina Turner im gleichnamigen Musical ist: Ihr „We don’t need another hero“ lässt keine Wünsche offen!</p>
<p>Das Finale des ersten Akts bestreitet Mazz Murray mit „The winner takes it all“ aus „Mamma Mia!“. Sie scheint voll in der Rolle zu sein: hart zu sich und selbstbewusst nach außen. Ihre raue Stimme lässt die tiefen Verletzungen von Donna für die Zuschauer nur umso klarer nachspüren.</p>
<p>In Momenten wie diesen entfalten das schlichte Set Design von Soutra Gilmour und das Lichtdesign von Howard Hudson ihre volle Wirkung. Es muss nicht immer alles groß und ausladend sein. Manchmal ist weniger mehr. Und an diesem Abend stehen schließlich die Künstler selbst im Mittelpunkt!</p>
<p>Nach der Pause legt Olly Dobson mit “The Power of Love” aus dem neuen Compilation-Musical “Back to the Future &#8211; The Musical” eine fröhliche Performance hin. Er ist ein lustiger Typ, der auf die Rolle des Marty McFly ganz hervorragend passt.</p>
<p>Dom Simpson und Tom Xander sind so tief in ihren Rollen drin, dass man bei “You and me“ sofort mitbekommt, dass „The Book of Mormon“ ein durchaus kontroverses Musical ist. Die beiden harmonieren sehr gut.</p>
<p>Ein weiteres Stück, dass in Deutschland bisher kaum bekannt ist, ist „Come from Away“ basierend auf den Ereignissen von 9/11. Alice Fearn klingt bei “Me and the sky” sehr amerikanisch-kraftvoll, wozu der leichte Country-Einschlag in ihrer Stimme perfekt passt.</p>
<p>Mit gleich vier Matildas steht Carly Thoms auf der Bühne: Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza und Alex Munden stehlen ihr bei „When I grow up“ aus „Matilda &#8211; The Musical“ schlichtweg die Show. Die einzige Erwachsene ist in diesem Song kaum zu hören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2988 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adam Fisher zeichnet für das Sound Design verantwortlich. Vielleicht liegt es am Streaming, aber deutlich zu oft sind die Lead-Sänger schlecht ausgesteuert und somit nicht immer gut zu verstehen. Das ist schade, denn gegen einen Chor oder ein Orchester ansingen zu müssen, ist sicherlich nicht das, was sich ein Darsteller wünscht.</p>
<p>Auch Sharan Phull gehört mit dem Medley “Beautiful / Spotlight” aus “Everybody&#8217;s Talking About Jamie” zu denjenigen, die in ihrer Ballade viel Gefühl zeigen dürfen und dies auch macht.</p>
<p>John Owen-Jones bringt es auf den Punkt: “It feels good to be back”! Sein “Bring him home” aus “Les Misérables” gehört zu den eindrücklichsten Momenten des Abends. Man sieht überall Zuschauer, die sich verstohlen die Tränen aus den Augen wischen. Und auch auf der heimischen Couch ist man davor nicht sicher.</p>
<p>Ein weiteres sehr junges Duo sind Lucy St Louis und Rhys Whitfield, die “All I ask of you” aus ”The Phantom Of The Opera” singen. Gerade bei St Louis spürt man die Nervosität der Debütantin, denn sie singt etwas zu schnell. Whitfield kann ihr jedoch schon jetzt kaum etwas entgegensetzen.</p>
<p>Chris Marcus und Damien Stanton beschreiben im nächsten Einspieler noch einmal allen den Weg, den sie mit ihrer Initiative seit Mai 2020 gegangen sind. Es ist schön zu sehen, wieviel Unterstützung die beiden im Laufe der Monate erfahren haben.</p>
<p>Mit “The Wizard and I” gibt die aktuelle Elphaba-Erstbesetzung Laura Pick eine weitere gnadenlos gute Perfomance aus „Wicked“ zum Besten. Ihre warme Stimme und ihre sympathische Ausstrahlung tun ihr übriges, um das Publikum zu begeistern.</p>
<p>Christine Allado und Alexia Khadime fügen mit “Miracles” aus “The Prince of Egypt” einen weiteren Stephen Schwartz Musical-Erfolg an und machen damit Lust auf mehr.</p>
<p>Nun folgt, was bei allen Charity-Konzerten obligatorisch ist: Sadiq Khan, Londons Bürgermeister, betritt die Bühne und betont, dass London die „Theater-Hauptstadt der Welt“ ist und „Kultur der Klebstoff, der die Stadt zusammenhält“.</p>
<p>Gemeinsam mit den beiden Gründern von <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.theshowmustgoonlive.com">„The Show Must Go On!“</a></strong></span> wird verkündet, dass das Spendenziel von 1 Mio GBP erreicht wurde.</p>
<p>Das Finale wird dann von Alice Fearn, John Owen-Jones, Mazz Murray und Laura Pick als Solisten eingeleitet: Queens Welthit „The Show Must Go On” wird von allen gemeinsam gefeiert!</p>
<p>Was für ein Abend! Es ist großartig zu erleben, wie aus einer Idee so etwas Wundervolles werden kann! Alles für einen guten Zweck, alle gemeinsam. Insgesamt waren mehr als 5000 Darsteller an diesem Konzert beteiligt und mehr als 120 Mitarbeiter wurden eingestellt, um diese Konzerte auf die Bühne zu bringen. Beeindruckend und dringend zur Nachahmung empfohlen! Die Menschen brauchen Kultur wie die Luft zum Atmen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Palace Theatre London via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Bonnie Langford, Trevor Dion Nicholas, Aisha Jawando, Marcus Harman, Sharan Phull, Collette Guitart, Dom Simpson, Tom Xander, Laura Pick, Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza, Alex Munden, Carly Thoms, Jordan Luke Gage, John Owen-Jones, Janique Charles, Kayi Ushe, Christine Allado, Alexia Khadime, Alice Fearn, Lucy St Louis, Rhys Whitfield, Zizi Strallen, Mazz Murray, Olly Dobson, Aimie Atkinson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Luke Sheppard &amp; Anna Fox<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></p>
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		<title>Die Schreib:maschine</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-schreibmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 11:09:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Dederichs]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Winkels]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Joël Zupan]]></category>
		<category><![CDATA[Mascha Volmershausen]]></category>
		<category><![CDATA[Nini Stadlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Matberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tom van Hasselt]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
		<category><![CDATA[Veronika de Vries]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit mehr als zehn Jahren bietet die Schreib:maschine Autoren und Komponisten eine offene Bühne, in der sie ihre neuen Musicals vor (zumeist wohlwollendem) Publikum ausprobieren können. Am 28. März 2021 wurde dies in Berlin, Hamburg, Wien und Köln sehr erfolgreiche Format zum ersten Mal live gestreamt und auf diversen Plattformen gezeigt. Tom van Hasselt führt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit mehr als zehn Jahren bietet die Schreib:maschine Autoren und Komponisten eine offene Bühne, in der sie ihre neuen Musicals vor (zumeist wohlwollendem) Publikum ausprobieren können. Am 28. März 2021 wurde dies in Berlin, Hamburg, Wien und Köln sehr erfolgreiche Format zum ersten Mal live gestreamt und auf diversen Plattformen gezeigt.</p>
<p>Tom van Hasselt führt auch an diesem Abend durch das Programm. Die Ausschnitte aus den Musicals „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, „Bühnenschwestern“ und „Deine Stimme Zählt“ werden durch Interviews mit den kreativen Köpfen hinter den Shows abgerundet.</p>
<p>Nach einem launigen Opener, in dem van Hasselt über die frustrierende Situation eines Autors und Komponisten lamentiert und die Schreib:maschine als Licht am Ende des Tunnels sieht, geht es direkt los mit „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“.</p>
<p>Kathi Damerow (Buch), Lukas Nimschek (Musik) und Franziska Kuropka (Texte) haben das Stück für „Westand Musical“ geschrieben, eine eigens gegründete (Open Air) Bühne in Braunschweig, die diesen Sommer neben dem „Teufel“ auch „Bürobiester“ von demselben Kreativteam zeigen wird.</p>
<p>Christopher Dederichs, Sarah Matberg, Veit Schäfermeier und Frank Winkels bringen das Publikum schon mit dem ersten Song, „Der Junge mit der Glückshaut“ auf Märchenkurs. Es geht um Hans, dem mit Erreichen seines 14. Lebensjahres ein spannendes Schicksal vorhergesagt wird. Musikalisch poppig und schwungvoll bringen die vier Sängerinnen und Sänger die Prophezeiung in die Online-Welt.</p>
<p>Doch wie immer kommt es anders als man denkt: Hans wird vom König mit einem wichtigen Brief zu dessen Tochter geschickt und trifft im Wald auf die Räuber Müller, Meier, Mottenrock‘. Als Hans schläft stehlen die Räuber den Brief, nur um festzustellen, dass er Hans‘ Todesurteil enthält. Kurzerhand ändern sie den Text und versteigen sich in irrwitzigen Ideen, was der König sich noch alles für Hans wünscht.</p>
<p>In der nächsten Szene wacht Hans in der Suppenküche des Schlosses auf und bringt der Prinzessin wenig einfühlsam bei, dass es mit ihren Kochkünsten nicht weit her ist. Kurzerhand wird die Hühnersuppe mit Knoblauch, Curry und Chili und Kokosmilch verfeinert (öhm, ernsthaft?): „Ich will für immer mit Dir kochen!“ ist eine schöne Popnummer, bei der man vor dem inneren Auge schon begeisterte Kinder im Publikum mitklatschen sieht. Texte wie „süß und trotzdem scharf, was ich nicht denken darf“, sind dann eher was für die Eltern.</p>
<p>Diese Mischung aus kinderkompatibler Handlung, mitreißenden Popsongs und Side Kicks, die auch die Erwachsenen zum Lachen bringen werden, versprechen gute Unterhaltung für die ganze Familie.</p>
<p>Von Familie wollen die beiden Protagonistinnen des zweiten Beitrags nichts wissen. Kira und Luna sind zwar Schwestern, „Bühnenschwestern“, doch sie stehen in permanenter Konkurrenz zueinander und sind auch vor Neid und Missgunst nicht gefeit, obwohl zwischen ihren Wirkungsstätten – Luna ist Chefdramaturgin in Wuppertal, Kira steht auf Musicalbühnen am Broadway – mehr als 6000 km liegen.</p>
<p>Tom van Hasselt bleibt sich treu und hat dieses Zwei-Personen-Stück ganz im Stil der 1920er Jahre komponiert. Dabei ist Charleston ein allgegenwärtiges musikalisches Motiv.</p>
<p>Mit Nini Stadlmann als Luna und Franziska Becker als Kira wurden zwei Darstellerinnen besetzt, die schon mehrfach eindrücklich unter Beweis gestellt haben, dass ihnen exzentrische, abgespannte Charaktere liegen. Entsprechend steht die Zickigkeit und der Egoismus bei beiden Grazien bei „Meine Schwester macht Theater“ im Vordergrund. Allein durch ihre Mimik und Gestik sorgen Stadlmann und Becker für Lacher.</p>
<p>Nach dem Tod der Mutter treffen sich die beiden ungleichen Schwestern und geraten zunächst direkt wieder aneinander. Kira ist völlig fertig und klagt ihrer Therapeuten-App „Shrinky“ ihr Leid. Vom Nervenzusammenbruch in Stakkato bis hin zum balladesken Heulkrampf ist alles dabei!</p>
<p>Luna verzweifelt parallel einmal mehr an ihren treulosen Schauspielern, die nicht zur Probe erschienen sind. „Tod dem alten weißen Mann“ klagt sinnbildlich den übermächtigen, rücksichtlosen Intendanten an. Kira hilft ihrer Schwester bei der Vervollständigung der fehlenden Songtexte. Am Schluss kommt heraus, dass der verhasste alte, weiße Mann der eigene Vater ist.</p>
<p>„Bühnenschwestern“ eröffnet beiden Darstellerinnen viele Gelegenheiten, unterschiedlichste Facetten von sich zu zeigen. Diese kurzweilige Geschichte macht sichtlich nicht nur dem Publikum Spaß!</p>
<p>Den Abend komplettiert „Eine Stimme für Deutschland“, das neueste Stück von Peter Lund (Buch &amp; Texte) und Thomas Zaufke (Musik). Es handelt von Alina Deutschmann (Neue Rechte) und Regula Hartmann-Hagenbeck (Grüne), die beide um das Amt der Bürgermeisterin konkurrieren.</p>
<p>Peter Lunds UdK-Studierende Veronika de Vries, Mascha Volmershausen und Joël Zupan zeigen in kurzen Ausschnitten die extremen Gefühlswelten der beiden Politikerinnen sowie die Härte des multimedialen Wahlkampfs, in dem scheinbar alle Mittel erlaubt sind.</p>
<p>De Vries macht als Regula Hartmann-Hagenbeck klar, dass sie mit dem Wahlkampf überfordert ist: Einerseits möchte sie unbedingt allen beweisen, dass sie ins Berliner Rathaus einziehen wird, andererseits hasst sie, was sie tut. Sie dreht innerlich durch, bittet ihre Wähler aber weiterhin und unermüdlich „grün“ zu wählen.</p>
<p>Dem gegenüber steht Alina Deutschmann (Joël Zupan), die die Medien und auch ihre Tochter Gerlind (Mascha Volmershausen) vollends im Griff hat. Jede ihrer Lügen wird noch weiter aufgebauscht („Ich kann kochen“): „Hass ist unser Zweck“ ist ein temporeiches Duett, dass nicht nur textlich für die Darsteller, sondern auch inhaltlich für die Zuschauer anspruchsvoll ist.</p>
<p>Hartmann-Hagenbecks Tochter möchte auch, dass ihre Mama die Wahl gewinnt, doch nicht um jeden Preis (so wie Gerlind, die in der Schule alle gegen sich aufgebracht hat und stolz darauf ist): „Trotzdem tut es weh, wenn die eigene Mutter lügt.“ De Vries bedauert die vielen falschen Entscheidungen, die sie aus politischem Ehrgeiz getroffen hat: Sie hat alles falsch gemacht und auch ihren Mann damit verjagt. Zupan kommt als Hartmann-Hagenbecks Mann zu diesem Duett dazu. Auch hier muss man genau zuhören, damit man die Tiefgründigkeit des Gesagten mitbekommt.</p>
<p>Peter Lund möchte sich über alles lustig machen dürfen, sagt er im folgenden Interview. „Eine Stimme für Deutschland“ ist überspitzt und macht vor nichts und niemandem Halt.</p>
<p>Das verspricht Unterhaltung, Wortwitz und Stoff für Diskussionen. Wenn alles gut geht, wird das Stück ab 5. Juni 2021 in der Neuköllner Oper gezeigt.</p>
<p>Die Schreib:maschine hat einmal mehr die ganze Bandbreite des zurzeit arg gebeutelten Genres Musical gezeigt. Umso schöner, dass durch den Live-Stream die Neugierde eines noch viel größeren Publikums geweckt werden konnte.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neuköllner Oper</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">28. März 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Tom van Hasselt, </span><span style="color: #000080;">Christopher Dederichs, Sarah Matberg, Veit Schäfermeier und Frank Winkels,Nini Stadlmann, Franziska Becker,Veronika de Vries, Mascha Volmershausen, Joël Zupan </span><span style="color: #000080;"><br />
</span></p>
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		<title>Professionelle Behandlung von musikalischen Entzugserscheinungen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/professionelle-behandlung-von-musikalischen-entzugserscheinungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2020 09:07:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Gino Emnes]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[John Vooijs]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Love]]></category>
		<category><![CDATA[Maricel]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Edenborn]]></category>
		<category><![CDATA[Musicalstars Unplugged]]></category>
		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Pasquale Aleardi]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stage Entertainment]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Mitte März blieben die Lichter in den Stage Entertainment Theatern dunkel. Künstlerinnen und Künstler aller Gewerke müssen auf die Bretter, die für sie nicht nur die Welt, sondern auch den Lebensunterhalt bedeuten, verzichten. Zuschauer versuchen, die fehlenden Theaterbesuche mit zahlreichen Streams von Musicals oder Konzerten zu kompensieren, doch kein noch so großer Fernseher kann ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Mitte März blieben die Lichter in den Stage Entertainment Theatern dunkel. Künstlerinnen und Künstler aller Gewerke müssen auf die Bretter, die für sie nicht nur die Welt, sondern auch den Lebensunterhalt bedeuten, verzichten. Zuschauer versuchen, die fehlenden Theaterbesuche mit zahlreichen Streams von Musicals oder Konzerten zu kompensieren, doch kein noch so großer Fernseher kann das Live-Erlebnis ersetzen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2962 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wie alle anderen Theater auch, muss die Stage Entertainment seit Monaten auf Einnahmen in Millionenhöhe verzichten. Doch der Musicalkonzern hat sich etwas überlegt, um in diesen Pandemie-geplagten Zeiten wenigstens ein bisschen Live-Musical-Feeling zu erzeugen. Mit der Premiere ihres Konzert-Formats „MUSICALSTARS UNPLUGGED“, einem Live-Konzert, welches dem Publikum per (kostenpflichtigem) Stream zur Verfügung gestellt wurde, soll allen die Wartezeit verkürzt werden, bis der Theaterbetrieb endlich wieder aufgenommen werden darf.</p>
<p>Gino Emnes, Maricel, Kristina Love, Pasquale Aleardi, Mathias Edenborn, John Vooijs und Sabrina Weckerlin liefern gemeinsam mit der siebenköpfigen Live-Band ein buntes Potpourri an Musical-Songs – natürlich zumeist aus Stage Entertainment Shows – ab, das insbesondere aufgrund außergewöhnlicher Interpretationen einige Highlights bietet.</p>
<p>Pasquale Aleardi („Panamour“) führt als Moderator durch den Abend. Jeder Darsteller muss sich allein oder paarweise musikalischen Challenges stellen. Die Künstler sinnieren über die gemeinsame Vergangenheit, die Herausforderungen von Corona-Beschränkungen und was sie an den Challenge-Songs besonders mögen.</p>
<p>So kommt es, dass Sabrina Weckerlin eine Gänsehaut-Fassung des „Ewigen Kreis“ aus „Der König der Löwen“ zum Besten gibt. Ihre Stimmfarbe und greifbaren Emotionen verleihen dem Song eine ganz neue Tiefe. Als Duettpartner steht ihr Gino Emnes zur Seite, der das Stück natürlich aus dem Effeff kennt. Emnes darf dann mit „Waiving through a window“ aus dem Broadway und West End Hitmusical „Dear Evan Hansen“ seinerseits zeigen, was er technisch und stimmlich draufhat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2963 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-400x205.jpg" alt="" width="400" height="205" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-400x205.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-1024x526.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-768x394.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-1536x788.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-2048x1051.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Auch die nächste Gruppe – Mathias Edenborn und Kristina Love mit Gino Emnes – liefert ungewöhnliche Versionen bekannter Songs: Edenborns „Music of the Night“ wirkt durch die alleinige Begleitung mit einer Akustikgitarre ganz pur und verletzlich, während Love mit Emnes das perfekte Duo formt, wenn sie „A whole New World“ aus „Aladdin“ singen. Die beiden warmen Soulstimmen harmonieren wundervoll.</p>
<p>Sabrina Weckerlin und Mathias Edenborn lassen in der Folge noch einmal ihre gemeinsame Zeit bei „Wicked“ aufleben und zeigen mit „Solang ich Dich hab“, dass sie nicht zufällig als Elphaba und Fiyero besetzt wurden, auch wenn Edenborn ganz klar macht, dass er – trotz seines jugendlich-frischen Klangs – sicherlich kein College Prince mehr ist und somit für die neue Fassung von „Wicked“ in Hamburg nicht zur Verfügung steht.</p>
<p>Anton Zetterholm kann zwar aufgrund der Corona-bedingten Reisebeschränkungen nicht mit seinen Kollegen auf der Bühne stehen, wird aber mit einigen Grußbotschaften in das Konzert integriert, u. a. ein sehr gefühlvolles „Dir gehört mein Herz“ mit seiner sichtlich schwangeren Frau Harriet Jones.</p>
<p>Lustige Einsätze steuern Pasquale Aleardi und John Voijs mit Einlagen aus „Ich war noch niemals in New York“ bei: Aleardi singt „Griechischer Wein“ auf griechisch, während Voijs ihn an der Gitarre begleitet und simultan übersetzt. Das Voijs mehr bieten kann als den Gassenhauer „Ehrenwertes Haus“ wird mehr als deutlich, aber die Stimmung passt perfekt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2961 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1853-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1853-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1853-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1853-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1853-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1853-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die Runde wird komplettiert von Maricel, die neben ihrem Showstopper „Rodeo Drive“ aus „Pretty Woman“ noch eine ziemlich gewöhnungsbedürftige Version der „Totalen Finsternis“ zum Besten gibt: Maricel ist eindeutig zu rockig und Edenborn im Verhältnis zu brav. So verpufft die Intensität dieses Songs.</p>
<p>Ein Highlight dieses Konzerts ist sicherlich einmal mehr Sabrina Weckerlin, die Lady Gagas „Always remember us this way“ ( „A star is born“) sehr zu ihrer eigenen Überraschung auf Wunsch von Maricel singt. Gute Emotionen, berührende Mimik und eine beeindruckende stimmliche Wandlungsfähigskeit machen diesen Moment sehr besonders.</p>
<p>Gemeinsam performen die Darsteller dann noch eine mehrsprachige Version von „Du hast einen Freund“, die nur noch Kristina Loves „Nutbush City Limits“ und dem finalen „Simply the Best“ aus „Tina Turner – Das Musical“ getoppt wird.</p>
<p>Dieses singende Get-Together ist eine schöne Idee – insbesondere, wenn es wirklich nur den Auftakt zu einer Reihe von Konzerten bieten sollte. Der Preis von fast 15 Euro (für 30 Tage unbegrenztes Streamen) ist für die Qualität, die die Stage Entertainment hiermit abliefert, absolut gerechtfertigt. Die Darsteller hatten sichtlich Spaß während der Aufzeichnung und die Band sorgt für die richtige Energie.</p>
<p>Ja, auch dieser Stream ersetzt kein Live-Konzert, kommt aber ziemlich nah dran. Es bleibt zu hoffen, dass sich Theater und Politik im Laufe der Wintermonate tragfähige Konzepte überlegen, um die Häuser endlich wieder mit Leben zu füllen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus Hamburg via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">29</span><span class="Bold">. Mai 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Gino Emnes, Maricel, Kristina Love, Pasquale Aleardi, Mathias Edenborn, John Vooijs, Sabrina Weckerlin </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Dr. Britta Heiligenthal<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment/Morris Mac Matzen</span></p>
</div>
</div>
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