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	<title>London-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>The Show Must Go On!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 08:06:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen Unterstützung.</p>
<p>Dieser <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://theatresupportfund.co.uk/">Theatre Support Fund+</a></strong></span> bekam sehr schnell viel Unterstützung aus der Branche – sei es nun werblich oder finanziell – und schon bald sah man überall auf Social Media das unverkennbare Logo dieser Initiative.</p>
<p>Zu den T-Shirts gesellten sich bald unzählige weitere Merchandise-Artikel wie Hoodies oder Becher; auch Masken waren dabei und so konnten die Initiatoren binnen eines Jahres mehr als 50.000 Artikel in die ganze Welt verschicken.</p>
<p>Ein Christmas Charity Song, gesungen von 30 West End Darstellern, spülte weitere Spenden in die Kasse, so dass man nach nur 7 Monaten schon mehr 600.000 GBP gesammelt hatte, die an <strong><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.actingforothers.co.uk/">Acting for Others</a></span></strong>, den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.trtf.com/fleabag-support-fund">Fleabag Support Fund</a></strong></span> und den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.nhscharitiestogether.co.uk/our-covid-19-appeal/">NHS Covid-19 Urgent Appeal</a></strong></span> weitergegeben wurden.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Es sollte auch ein Konzert geben! Eigentlich nur konsequent, doch aufgrund der dynamischen Entwicklung von Corona und den entsprechenden Gegenmaßnahmen wurde dies bis zum Sommer 2021 mehrfach verschoben. Aber Anfang Juni war es soweit und das Benefizkonzert konnte vor einem Live Publikum im wunderschönen Palace Theatre stattfinden. Vom 2.-6. Juni 2021 wurde das Konzert mit Stücken aus den 16 Musicals aufgeführt, die dem Logo der Initiative ihr unverwechselbares Aussehen gegeben haben. Die letzte der sieben Aufführungen wurde dann weltweit gestreamed, so dass am Ende mehr als 40.000 Menschen dieses Konzert erleben konnten.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2989 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034.jpg 620w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bonnie Langford, seit mehr als 40 Jahren eine feste Größe nicht nur im West End, und Trevor Dion Nicholas (aktuell bei „Hamilton“ im Victoria Palace Theatre engagiert) führten als sympathische Hosts mit einem Augenzwinkern durch den Abend.</p>
<p>Schon der Opening Song (aus der Feder von George Stiles und Anthony Drewe) punktet durch super aktuelle, pfiffige Texte und eine schmissige Melodie. Stuart Morley leitet das Orchester an diesem Abend. Es ist eine Freude, Musiker wieder live spielen zu sehen und zu hören.</p>
<p>Das Besondere an diesem Konzert war, dass nicht die üblichen Highlight Songs aus den jeweiligen Musicals zum Besten gegeben wurden, sondern durchaus zwar bekannte Stücke, die aber eigentlich eher in der sprichwörtlichen zweiten Reihe hinter den Showstoppern zu finden sind.</p>
<p>Den Auftakt macht Jordan Luke Gage mit „It’s my life“ aus dem hierzulande eher unbekannten Stück „&amp; Juliet“. Gefolgt von Collette Guitarts “Heart of Stone” aus “Six” merkte man sofort, wo die Reise an diesem Abend hinging: unerwartete Songs präsentiert von sehr guten Protagonisten in einem familiären Rahmen.</p>
<p>Unterstützt werden die West End Darsteller vom „Choir of the Graduates 2020“, die im letzten Jahr nicht die Chance hatte, ihr Können öffentlich unter Beweis zu stellen. Dies holen sie im Palace Theatre aber auf beeindruckende Weise nach!</p>
<p>Janique Charles und Kayi Ushe (dieses Konzert bildet sein West End Debüt) performen ein leider leicht disharmonisches „Can you feel the love tonight“ aus „Disney&#8217;s The Lion King“. Hier hört man deutlich, dass den Akteuren das tägliche Zusammenspiel auf der Bühne fehlt, um diesen Song authentisch interpretieren zu können.</p>
<p>Zizi Strallen schlüpft wieder in die Rolle des Kindermädchens und legt mit „Practically Perfect“ aus „Mary Poppins“ einen Auftritt „völlig ohne Fehler“ hin. Ihr Strahlen und ihr Gesang wirken nach. Dass als Jane eine Nichte von Bonnie Langford auf der Bühne steht, macht diesen Abend nur noch persönlicher.</p>
<p>Marcus Harman hat einen der emotionalsten Auftritte des Abends. Sein „For Forever“ aus “Dear Evan Hansen“ sorgt nicht zuletzt auch wegen seiner eindrücklichen Gestik und Mimik für Gänsehaut auch vor dem heimischen Bildschirm.</p>
<p>Trevor Dion Nicholas, bei „Hamilton“ eigentlich als George Washington auf der Bühne, hat sich für diesen Anlass etwas ganz Besonderes ausgedacht: Er gibt eine auf die aktuelle Situation umgetextete Version von King George’s „You’ll be back“ zum Besten und hat damit ganz sicher jede Menge Lacher auf seiner Seite! Seine Mimik ist herausragend und seine positive Ausstrahlung nimmt die Zuschauer mit!</p>
<p>Zwischendurch gab es einige Einspieler von Darstellern, die die Aktion im Laufe der letzten Monate unterstützt haben, u. a. auch von David Bedella, der die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der „Theatre People“ herausstellte.</p>
<p>Aimie Atkinson zeigt ihre stimmliche Vielseitigkeit (rockig und gefühlvoll) mit „I can’t go back“ aus “Pretty Woman“. Direkt danach mach Aisha Jawando deutlich, warum sie die perfekte Erstbesetzung für Tina Turner im gleichnamigen Musical ist: Ihr „We don’t need another hero“ lässt keine Wünsche offen!</p>
<p>Das Finale des ersten Akts bestreitet Mazz Murray mit „The winner takes it all“ aus „Mamma Mia!“. Sie scheint voll in der Rolle zu sein: hart zu sich und selbstbewusst nach außen. Ihre raue Stimme lässt die tiefen Verletzungen von Donna für die Zuschauer nur umso klarer nachspüren.</p>
<p>In Momenten wie diesen entfalten das schlichte Set Design von Soutra Gilmour und das Lichtdesign von Howard Hudson ihre volle Wirkung. Es muss nicht immer alles groß und ausladend sein. Manchmal ist weniger mehr. Und an diesem Abend stehen schließlich die Künstler selbst im Mittelpunkt!</p>
<p>Nach der Pause legt Olly Dobson mit “The Power of Love” aus dem neuen Compilation-Musical “Back to the Future &#8211; The Musical” eine fröhliche Performance hin. Er ist ein lustiger Typ, der auf die Rolle des Marty McFly ganz hervorragend passt.</p>
<p>Dom Simpson und Tom Xander sind so tief in ihren Rollen drin, dass man bei “You and me“ sofort mitbekommt, dass „The Book of Mormon“ ein durchaus kontroverses Musical ist. Die beiden harmonieren sehr gut.</p>
<p>Ein weiteres Stück, dass in Deutschland bisher kaum bekannt ist, ist „Come from Away“ basierend auf den Ereignissen von 9/11. Alice Fearn klingt bei “Me and the sky” sehr amerikanisch-kraftvoll, wozu der leichte Country-Einschlag in ihrer Stimme perfekt passt.</p>
<p>Mit gleich vier Matildas steht Carly Thoms auf der Bühne: Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza und Alex Munden stehlen ihr bei „When I grow up“ aus „Matilda &#8211; The Musical“ schlichtweg die Show. Die einzige Erwachsene ist in diesem Song kaum zu hören.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2988 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035.jpg 620w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adam Fisher zeichnet für das Sound Design verantwortlich. Vielleicht liegt es am Streaming, aber deutlich zu oft sind die Lead-Sänger schlecht ausgesteuert und somit nicht immer gut zu verstehen. Das ist schade, denn gegen einen Chor oder ein Orchester ansingen zu müssen, ist sicherlich nicht das, was sich ein Darsteller wünscht.</p>
<p>Auch Sharan Phull gehört mit dem Medley “Beautiful / Spotlight” aus “Everybody&#8217;s Talking About Jamie” zu denjenigen, die in ihrer Ballade viel Gefühl zeigen dürfen und dies auch macht.</p>
<p>John Owen-Jones bringt es auf den Punkt: “It feels good to be back”! Sein “Bring him home” aus “Les Misérables” gehört zu den eindrücklichsten Momenten des Abends. Man sieht überall Zuschauer, die sich verstohlen die Tränen aus den Augen wischen. Und auch auf der heimischen Couch ist man davor nicht sicher.</p>
<p>Ein weiteres sehr junges Duo sind Lucy St Louis und Rhys Whitfield, die “All I ask of you” aus ”The Phantom Of The Opera” singen. Gerade bei St Louis spürt man die Nervosität der Debütantin, denn sie singt etwas zu schnell. Whitfield kann ihr jedoch schon jetzt kaum etwas entgegensetzen.</p>
<p>Chris Marcus und Damien Stanton beschreiben im nächsten Einspieler noch einmal allen den Weg, den sie mit ihrer Initiative seit Mai 2020 gegangen sind. Es ist schön zu sehen, wieviel Unterstützung die beiden im Laufe der Monate erfahren haben.</p>
<p>Mit “The Wizard and I” gibt die aktuelle Elphaba-Erstbesetzung Laura Pick eine weitere gnadenlos gute Perfomance aus „Wicked“ zum Besten. Ihre warme Stimme und ihre sympathische Ausstrahlung tun ihr übriges, um das Publikum zu begeistern.</p>
<p>Christine Allado und Alexia Khadime fügen mit “Miracles” aus “The Prince of Egypt” einen weiteren Stephen Schwartz Musical-Erfolg an und machen damit Lust auf mehr.</p>
<p>Nun folgt, was bei allen Charity-Konzerten obligatorisch ist: Sadiq Khan, Londons Bürgermeister, betritt die Bühne und betont, dass London die „Theater-Hauptstadt der Welt“ ist und „Kultur der Klebstoff, der die Stadt zusammenhält“.</p>
<p>Gemeinsam mit den beiden Gründern von <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.theshowmustgoonlive.com">„The Show Must Go On!“</a></strong></span> wird verkündet, dass das Spendenziel von 1 Mio GBP erreicht wurde.</p>
<p>Das Finale wird dann von Alice Fearn, John Owen-Jones, Mazz Murray und Laura Pick als Solisten eingeleitet: Queens Welthit „The Show Must Go On” wird von allen gemeinsam gefeiert!</p>
<p>Was für ein Abend! Es ist großartig zu erleben, wie aus einer Idee so etwas Wundervolles werden kann! Alles für einen guten Zweck, alle gemeinsam. Insgesamt waren mehr als 5000 Darsteller an diesem Konzert beteiligt und mehr als 120 Mitarbeiter wurden eingestellt, um diese Konzerte auf die Bühne zu bringen. Beeindruckend und dringend zur Nachahmung empfohlen! Die Menschen brauchen Kultur wie die Luft zum Atmen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Palace Theatre London via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Bonnie Langford, Trevor Dion Nicholas, Aisha Jawando, Marcus Harman, Sharan Phull, Collette Guitart, Dom Simpson, Tom Xander, Laura Pick, Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza, Alex Munden, Carly Thoms, Jordan Luke Gage, John Owen-Jones, Janique Charles, Kayi Ushe, Christine Allado, Alexia Khadime, Alice Fearn, Lucy St Louis, Rhys Whitfield, Zizi Strallen, Mazz Murray, Olly Dobson, Aimie Atkinson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Luke Sheppard &amp; Anna Fox<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></p>
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		<title>Wicked</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Oct 2019 11:48:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren ist das Apollo Victoria Theatre die Heimat von sprechenden Tieren, Munchkins, Glinda, Elphaba und dem Wizard of Oz. Die Landkarte von Oz mit der strahlenden Emerald City in der Mitte und dem sie überragenden Drachen empfängt die Zuschauer in dem über 2.300 Plätze fassenden Theatersaal und sorgt sofort für eine magische Stimmung. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren ist das Apollo Victoria Theatre die Heimat von sprechenden Tieren, Munchkins, Glinda, Elphaba und dem Wizard of Oz. Die Landkarte von Oz mit der strahlenden Emerald City in der Mitte und dem sie überragenden Drachen empfängt die Zuschauer in dem über 2.300 Plätze fassenden Theatersaal und sorgt sofort für eine magische Stimmung.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-2691 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698-334x400.jpg" alt="" width="334" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698-334x400.jpg 334w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698-768x921.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698.jpg 785w" sizes="(max-width: 334px) 100vw, 334px" />Magie spielt eine große Rolle bei „Wicked“. Winnie Holzman hat “Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West” von Gregory Maguire für die Musicalbühne adaptiert und erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft, von Neid und Eifersucht, Starrsinn und Liebe. Es geht um Elphaba und Glinda, die Kinder als die gute und böse Hexe aus dem „Zauberer von Oz“ kennen. Glinda ist eine wohlerzogene, sehr von sich überzeugte junge Frau, die es gewohnt ist, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen. Elphaba kämpft wegen ihrer grünen Hautfarbe zeitlebens gegen Vorurteile und Ablehnung. Beide treffen an der Universität aufeinander und freunden sich trotz ihrer deutlichen Verschiedenheit an. Dies geht solange gut, bis Elphaba beginnt, das Handeln des allmächtigen Wizard of Oz zu hinterfragen, und eskaliert als Glinda feststellen muss, dass sich ihr Auserwählter Fiyero in Elphaba verliebt hat. Aus Freundinnen werden erbitterte Feinde, auch wenn es beiden sehr leidtut, dass die frühere Freundin nicht mehr zu den eigenen Überzeugungen passt.</p>
<p>Glinda handelt grundsätzlich sehr opportunistisch und kann es nicht ertragen, nicht beliebt zu sein. Elphaba ist es gewohnt anzuecken und steht zu ihrem polarisierenden Äußeren. Diese beiden konträren Charaktere werden von Mme. Morrible zu Zimmerkameradinnen gemacht. Glinda hat Mitleid mit Elphaba und macht sie zu ihrem neuen Projekt („Popular“). Elphaba, die eigentlich nur auf der Uni ist, um ihre Schwester Nessarose zu unterstützen, fühlt sich geschmeichelt. Doch die Veränderungen an der Uni – der Verweis von sprechenden Tieren als Lehrkräfte – treiben sie sehr um. Ihre „magischen“ Wutausbrüche bringen jede Menge Schrecken mit sich, doch Mme. Morrible erkennt Elphabas Talent und fördert sie. Elphaba bekommt die Chance, den Wizard of Oz kennenzulernen und merkt sofort, dass der alte Mann eine Mogelpackung ist. Sie sagt dem ach so großartigen Zauberer den Kampf an („Defying Gravity“) und wird dank ihrer Unbeugsamkeit von Mme. Morrible zur „Wicked Witch of the West“ erklärt, die es einzusperren gilt. Im Gegenzug wird Glinda als „Glinda the Good“ postuliert.</p>
<p>Elphaba weiß Fiyero an ihrer Seite und fühlt sich stark genug, ihre Schwester mithilfe von Magie aus dem Rollstuhl zu befreien, an den sie seit ihrer Geburt gefesselt ist. Nessarose freut sich so sehr, dass sie hofft, nun endlich Boqs Liebe zu gewinnen. Doch als dieser die Gelegenheit nutzt, um sich von seiner Pflicht als Nessas „Bediensteter“ zu entsagen, versucht sie ihn mit einem Zauberspruch an sich zu binden. Doch dies misslingt und Boqs Herz wird zu Stein. Elphaba versucht ihn zu retten und macht ihn zum Blechman (Tin Man). Keine Frage, dass weder Nessarose noch Boq mit dieser Lösung glücklich sind und Elphaba die Schuld an allem geben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2689 size-medium alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632-317x400.jpg" alt="" width="317" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632-317x400.jpg 317w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632-768x969.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632.jpg 791w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" />Elphaba ist verzweifelt und geht nochmal zum Wizard of Oz, der ihr erneut eine Zusammenarbeit anbietet. Doch als sie ihren ehemaligen Lehrer Dr. Dillamond in einem der unterdrückten Tiere erkennt, platzt ihr der Kragen und sie flieht mit Fiyeros Hilfe. Um sie aus ihrem Versteck zu locken, lässt Mme. Morrible einen Wirbelsturm wüten, der zu Nessas Tod führt. In dem Haus, das Nessa erschlägt, befanden sich Dorothy und ihr Hund Toto. Als Elphaba herausfindet, dass Glinda Dorothy die roten Schuhe ihrer Schwester geschenkt hat, sperrt sie das Mädchen in einem Verlies ein, bis diese ihr die Schuhe zurückgibt.</p>
<p>Es kommt zum Showdown als Glinda versucht, die trauernde Elphaba in eine Falle zu locken. Fiyero, inzwischen zum Captain der Wachen befördert, verhindert dies, wird daraufhin aber selbst festgenommen. Auch ihm versucht Elphaba mit einem Zauberspruch zu helfen, was erneut misslingt. Inzwischen hat Mme. Morrible ganz Oz gegen Elphaba aufgehetzt („March of the Witch Hunters“). Da alles, was sie an guten Taten in Angriff nimmt, nicht klappen will, schwört sie, sich nur noch ihrem Ruf entsprechend zu verhalten („No Good Deed“).</p>
<p>Glinda versucht Elphaba ein letztes Mal ins Gewissen zu reden. Die Hexen erkennen, das beide Fehler gemacht haben. Insbesondere Glinda muss erkennen, dass sie Mme. Morrible und den Wizard falsch eingeschätzt hat. Als Elphaba die Nachricht von Fiyeros Tod erhält, gibt sie auf. Glinda muss tatenlos mit ansehen, wie es Dorothy gelingt, einen Eimer Wasser über Elphaba auszuschütten, so dass sie sich in Luft auflöst.</p>
<p>In Oz kann wieder Ruhe einkehren und eine sichtlich geläuterte Glinda muss den Bürger die Geschichte von der „Wicked Witch of the West“ immer wieder erzählen.</p>
<p>Doch sowohl Fiyeros als auch Elphabas Tod waren eine List: Die beiden treffen sich in einem versteckten Schloss von Fiyeros Familie wieder und leben fortan als Vogelscheuche und Hexe zusammen. Wissen darf davon natürlich niemand…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2694 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es ist wundervoll zu erleben, wie phantasievoll die Geschichte hinter dem weltbekannten „Zauberer von Oz“ auf der Musicalbühne erzählt wird. Schon die Bühne (Eugene Lee) mit Zahnrad-Konstruktionen links und rechts, einer großen Brücke, Glindas „fliegender Seifenblase“, dem „Thron“ des Wizard und nicht zuletzt Elphabas Flug am Ende des 1. Akts sind beeindruckend. Wunderschön sind auch die Kostüme, die Susan Hilferty entworfen hat: Es sind wirklich alle Schattierungen von grün dabei. Spannend sind die zahlreichen Details, denn kein Kleid sieht aus wie das andere. Gleiches gilt auch für die Perücken und Hüte (Tom Watson). Natürlich sticht Glinda mit ihren zunächst pinkfarbenen, später hellblauen Kleidern und Pumps aus der Masse hervor. Aber auch Elphabas durchgehend schwarze Kleider sind in dieser Show „besonders“.<br />
So prachtvoll die Damen ausgestattet sind, so schlicht schaut es bei den Männern aus. Klassische Schnitte und Uniformen bilden einen gelungenen Gegenpol zu all dem smaragdfarbenen Prunk der Ozians.</p>
<p>Nicht zuletzt sind es aber Stephen Schwartzs mitreißende, abwechslungsreiche Songs, die diese Show zu einem Dauerbrenner am Broadway und im West End machen. Auch seine Texte sind mal spitze, mal lustig, mal einfühlsam, und tragen somit dazu bei, dass man sich gern mit den Charakteren befasst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2688 size-medium alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_8769_RT-e1573733124432-301x400.jpg" alt="" width="301" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_8769_RT-e1573733124432-301x400.jpg 301w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_8769_RT-e1573733124432.jpg 735w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" />Am Ende steht und fällt „Wicked“ aber mit der Besetzung der Hauptrollen. Idina Menzel und Kristin Chenoweth haben die Rollen von Elphaba und Glinda 2003 am Broadway kreiert und jede nachfolgende Hexe muss sich an ihnen messen lassen. In London hat man mit Nikki Bentley eine exzellente Künstlerin als Elphaba engagiert. Sie verfügt über eine unglaubliche Stimmkontrolle und legt viel Gefühl in ihre Interpretation. Ihre intensive Mimik und ihr Gespür für Pointen begeistern. Natürlich ist „Defying Gravity“ DER Showstopper dieses Musicals, aber Bentleys „No good deed“ ist derart raumgreifend und eindringlich, dass man fast das Atmen vergisst. Helen Woolf verleiht Glinda ein fast schon zu strenges Auftreten. Doch sie spielt schön überdreht (“Popular“) und sammelt einige Sympathiepunkte.</p>
<p>Idriss Kargbo bleibt als Boq leider etwas blass, dabei kann man auch aus der Rolle des unsterblich in Glinda verliebten Munchkins einiges herausholen. Mme. Morrible ist streng und sehr herablassend. Kim Ismay spielt diese Rolle in Perfektion, wenn sie auch gesanglich nichts ganz überzeugen kann. Den großväterlich-liebevollen Wizard gibt Andy Hockley, doch es schwingt ganz klar mit, dass der Wizard nicht ganz ungefährlich ist. Als Glindas Objekt der Begierde und Elphabas Beschützer Fiyero steht Alistair Brammer auf der Bühne. Er ist hübsch anzusehen, setzt aber keine Akzente, was insbesondere im Hinblick auf seine gesanglichen Fähigkeiten (u. a. Chris in „Miss Saigon“) sehr bedauerlich ist.</p>
<p>Das Ensemble reißt das Publikum mit. Wayne Cilento (Musical Staging) und James Lynn Abbott (Dance Arrangements) nutzen die gesamte Bühne in Breite und Tiefe. Die Choreographien sind genauso phantasievoll wie das Stück selbst. Sie sind raumgreifend und ausladend. Die schwingenden Röcke werden von beiden sehr gelungen in Szene gesetzt.</p>
<p>Die mehr als 25 Orchestermusiker unter der Leitung von Adam Rowe sorgen für satten Klang. Genauso klingt ein Broadway-Hitmusical! „Wicked“ ist ein Beleg dafür, dass es auch heute noch erfolgreiche Long-Runs gibt, denn in London wurde am 10. Oktober 2019 der 10-millionste Besucher begrüßt und am Broadway überholte „Wicked“ nur wenige Tage später „Les Misérables“ als dort am fünflängsten gespieltes Musical (6.681 Shows am 28. Oktober 2019).</p>
<p>Musik, Story, Bühne, Kostüme, Choreographien und herausragende Darsteller bilden hier ein unwiderstehliches Gesamtkunstwerk, dem sich niemand entziehen kann!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2697" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-267x400.jpg" alt="" width="179" height="269" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-768x1151.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2696 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda_Photo-by-Matt-Crockett_DSC_0620_RT-e1573733233276-335x400.jpg" alt="" width="225" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda_Photo-by-Matt-Crockett_DSC_0620_RT-e1573733233276-335x400.jpg 335w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda_Photo-by-Matt-Crockett_DSC_0620_RT-e1573733233276.jpg 444w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2693" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-267x400.jpg" alt="" width="179" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-768x1151.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2692 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba-and-Andy-Hockley-Wizard_Photo-By-Matt-Crockett_9059_RT-e1573733282860-400x355.jpg" alt="" width="303" height="269" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba-and-Andy-Hockley-Wizard_Photo-By-Matt-Crockett_9059_RT-e1573733282860-400x355.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba-and-Andy-Hockley-Wizard_Photo-By-Matt-Crockett_9059_RT-e1573733282860.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2687 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Kim-Ismay-Madame-Morrible_Photo-By-Matt-Crockett_7342_RT-e1573733314781-400x351.jpg" alt="" width="305" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Kim-Ismay-Madame-Morrible_Photo-By-Matt-Crockett_7342_RT-e1573733314781-400x351.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Kim-Ismay-Madame-Morrible_Photo-By-Matt-Crockett_7342_RT-e1573733314781.jpg 608w" sizes="auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2690" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT-400x268.jpg" alt="" width="400" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT-400x268.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT-768x514.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Victoria Theatre, London</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 5. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Nikki Bentley, Helen Woolf, Idriss Kargbo, Kim Ismay, Andy Hockley, Alistair Brammer</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Kostüme: </span></strong><span class="Bold">Stephen Schwartz / </span><span class="Bold">Susan Hilferty<br />
</span></span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Fotos:</strong> Matt Crockett</span></div>
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		<title>Hamilton</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/just-you-wait-musik-und-darsteller-stehen-hier-im-mittelpunkt/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 07 Oct 2019 20:18:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit vier Jahren in New York und seit Dezember 2017 auch im West End „the hottest tickets“, mit zahllosen Preisen überschüttet, Kritiker ergehen sich in Superlativen – kann man sich als „Musicalmacher“ mehr wünschen? Lin-Manuel Miranda, der schon 2007 mit „In the Heights“ ein erfolgreiches Hiphop-Musical an den Broadway brachte, gelang mit „Hamilton“ der große ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/just-you-wait-musik-und-darsteller-stehen-hier-im-mittelpunkt/">Hamilton</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vier Jahren in New York und seit Dezember 2017 auch im West End „the hottest tickets“, mit zahllosen Preisen überschüttet, Kritiker ergehen sich in Superlativen – kann man sich als „Musicalmacher“ mehr wünschen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2668 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-06-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-06-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-06.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lin-Manuel Miranda, der schon 2007 mit „In the Heights“ ein erfolgreiches Hiphop-Musical an den Broadway brachte, gelang mit „Hamilton“ der große Coup: Die Lebensgeschichte von Alexander Hamilton (1757-1804), einem weniger bekannten und doch durch das von ihm gegründete Finanzsystem historisch gesehen elementaren Gründungsvater der Vereinigten Staaten von Amerika, fasziniert. Dem Waisenkind gelingt es, sich gegen alle Widerstände in die erste Reihe der Politik hochzuarbeiten. An der Seite von George Washington erhält er Anerkennung, spürt aber auch schnell, dass die Luft dort oben dünn ist und es viele Neider gibt.</p>
<p>Leider zeigt er zwischenmenschlich kein besonders gutes Gespür, lässt sich mit den falschen Leuten ein, heiratet die Schwester der Frau, die er eigentlich liebt, vergisst vor lauter Verbissenheit und Ehrgeiz seine Familie, lässt sich im vollen Wissen um die Konsequenzen vom Ehemann seiner Affäre erpressen und wird am Ende von einem jahrzehntelangen Wegbegleiter im Duell ermordet, der den Erfolg Hamiltons nie akzeptieren konnte und wollte.</p>
<p>Hamilton schrieb sich im Laufe seines Lebens um Kopf und Kragen, was ihn im Rückblick mitunter als einen sehr nervtötenden Zeitgenossen erscheinen lässt. Zudem war er so sehr von sich und seinem Wissen überzeugt, dass er keine Kritik duldete: In Zeiten, wo sich Amerika gerade von Großbritannien losgesagt hatte, setzte er sich für eine starke nationale Regierung ein. Er kämpfte gegen die Briten und lehnte gleichzeitig öffentliche Unruhen ab, da in seinen Augen nur geordneter Widerstand zielführend war. Sein Starrsinn brachte ihm den Titel als erster Finanzminister Amerikas ein. Er gründete die Föderalistische Partei, zudem war er Mitbegründer der New York Manumission Society, die für die Abschaffung der Sklaverei und für die Rechte der afrikanischstämmigen Bevölkerung eintrat (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Hamilton">Wikipedia</a>) .Einige der von ihm in die Verfassung der Vereinigten Staaten eingebrachten Themen haben auch heute noch ihre Berechtigung und Gültigkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2671 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-10-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-10-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-10.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Klingt nach viel Drama und Psychospielchen? Von beidem gibt es reichlich, doch Miranda, der für Buch, Musik und Texte verantwortlich zeichnet, gelingt es, die Show trotz der vielschichtigen Charaktere und zahlreichen Handlungsstränge kurzweilig zu gestalten.</p>
<p>Am Broadway hat Miranda die Titelrolle selbst gespielt und damit den Maßstab gesetzt, an dem sich alle Darsteller messen lassen müssen, die in die Rolle des Gründungsvaters schlüpfen. Doch Miranda hatte sich sechs Jahre lang intensiv mit dem Mann auseinandergesetzt, der noch heute die 10$-Scheine der USA schmückt. Basierend auf der 800-seitigen Biografie von Ron Chernow, die ohne den unermüdlichen Einsatz von Hamiltons Witwe Elizabeth Hamilton wohl nie zustande gekommen wäre, hat Miranda eine knapp dreistündige Bühnenshow erschaffen, die die wesentlichen Akteure der Gründerzeit (George Washington, Thomas Jefferson, Aaron Burr, King George) in eine abwechslungsreiche, auf Tatsachen beruhende Geschichtsstunde einbindet.</p>
<p>Für Miranda war sofort klar, dass er „Hamilton“ musikalisch im Hiphop verorten würde: „[Hamiltons] Lebensgeschichte ist so unwahrscheinlich wie die Geschichte Amerikas selbst. Genau das ist Hiphop: Man schreibt über seinen Kampf und beschreibt diesen so gut, dass man den eigenen Kampf überwindet.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2664 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-02-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-02-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-02.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In London wurde mit Jamael Westman ein in der Musicalszene weitgehend Unbekannter mit der Titelrolle besetzt. Miranda weiß eben genau, was er sucht. Westman ist nicht der typische Sympathieträger, die kantigen Eigenschaften Hamiltons glaubt man ihm sofort. Doch es gelingt ihm, den Bogen zum gefühlvollen Ehemann, dem von Selbstzweifeln zerfressenen Politneuling und dem schuldbewussten Vater (nach dem Duell-Tod seines Sohns Philips) zu spannen. Er bringt den schnellen Sprechgesang fehlerlos über die Rampe. Miranda hat sehr viel Text in die 34 (!) Songs gepackt. Das ist für viele Musicaldarsteller sicherlich eine Herausforderung. Doch Westman gibt sich hier keine Blöße. Manchmal wirkt er geradezu unnahbar, was aber einmal mehr die unsympathischen Eigenschaften Alexander Hamiltons unterstreicht. Und dennoch fühlt man mit ihm mit. Man hinterfragt seine Entscheidungen, möchte ihn manches Mal wachrütteln oder einfach nur in den Arm nehmen. Diese Titelrolle ist wahrlich kein einfacher Part.</p>
<p>Seinen ewigen Widersacher Aaron Burr spielt an diesem Abend Aaron Lee Lambert. Burr ist zielstrebig, opportunistisch und geht über Leichen, um seine Ziele zu erreichen. Diese Eigenschaften verkörpert Lambert über weite Strecken glaubwürdig. Gesanglich zeigt er insbesondere bei „Wait for it“ was in ihm steckt. Ansonsten wirkt er vielfach etwas schüchtern, was in dieser gesanglich und schauspielerisch sehr intensiven Show sehr schnell auffällt.</p>
<p>Aus verschiedensten Gründen herausragend sind Dom Hartley-Harris als George Washington, Jason Pennycooke als Marquis de Lafayette und Thomas Jefferson sowie Jon Robyns als King George. Hartley-Harris lässt schon im ersten Song („Alexander Hamilton“) aufhorchen. Sein voluminöser Bariton sticht deutlich hervor. Auch wenn er von seiner Statur her nicht sonderlich imposant ist, stimmlich steckt er alle in die Tasche und wird so seiner Rolle als erster US-Präsident mehr als gerecht. Robyns hat als King George sicherlich die dankbarste Rolle, darf er das Geschehen in New York doch in höchst süffisanter Weise vom Bühnenrand kommentieren. Sein überspitzter Oxford-Akzent und seine leicht tuntige Attitüde sorgen für Lacher, die er augenscheinlich sehr genießt. Pennycooke darf in seiner Doppelrolle übertreiben: Als französischer Gesandter Lafayette stolziert er in extravaganten Anzügen über die Bühne, während er als 3. US-Präsident Jefferson ungehemmt seine Macht ausspielt. Zudem setzt er auch gesanglich Duftmarken, denn auch er kommt mit dem gesanglichen Schnellfeuer dieser Show hervorragend zurecht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2666 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-04-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-04-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-04.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Emile Ruddock setzt als Hercules Mulligan im ersten Akt deutlich hörbare Akzente. Im zweiten Akt, als angehender vierter Präsident der Vereinigten Staaten bleibt er jedoch leider eher etwas blass.</p>
<p>Wenn schon die Herren dieses Ensembles echte „Typen“ sind und jeder einzelne spannende Facetten und aufmerksamkeitsstarke Soli hat, möchten die Damen hier natürlich nicht hintenanstehen. Rachelle Ann Go, Allyson Ava-Brown und Sharon Rose sind als Schwestern-Trio Eliza, Angelica und Peggy Schuyler pure Frauen-Power: Frech, energisch und leidenschaftlich zeigen sie den Männern ganz klar, dass mit ihnen zu rechnen ist. Jede einzelne der drei Damen überzeugt schauspielerisch vollends, gesanglich jedoch wünscht man sich insbesondere von Ava-Brown mehr. Während Go, die am West End u. a. in „Miss Saigon“ brillierte, die Hiphop-Kompositionen beachtlich meistert, hat Ava-Brown hier mit ihrem eher klassischen Gesangshintergrund mehr zu kämpfen. Man hört, dass ihr Hiphop nicht wirklich liegt und die schnellen Texte nicht so recht zu ihrem Sopran passen wollen. Nichtsdestoweniger bilden die drei mehr als nur einen hübschen Gegenpol zu den Männern. Insbesondere Go darf am Schluss deutlich zeigen, dass die Welt ohne Eliza kaum etwas über den wahren Alexander Hamilton wüsste.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2667 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-05-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-05-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-05.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Insgesamt stehen „nur“ 23 Darsteller auf der Bühne, die das Leben und Wirken von Hamilton in einer sehr modernen Inszenierung nachzeichnen. Doch jeder bekommt seinen Moment. Insbesondere die Tänzerinnen und Tänzer können in dieser Show glänzen. Andy Blankenbuehler erhielt für seine intensiven, teils extremen „Hamilton“-Choreographien einen Laurence Olivier Award. Man versteht sofort warum, denn der fesselnden Wirkung der Tanzszenen kann man sich kaum entziehen.</p>
<p>Dass die Künstler auf der Bühne so glänzen können, liegt unter anderem auch daran, dass Paul Tazewell in den Kostümen viel mit Beigetönen arbeitet, die Gehröcke in gedecktem Blau und die Damenkleider in zurückhaltendem Pastell gehalten sind. Einzig King George, der Marquis de Lafayette und Hamiltons Affäre Maria Reynolds tragen kräftige Farben. Eingebettet in ein mit Holzbalken karg gestaltetes Bühnenbild (David Korins) bestehend aus einer Galerie und einer mobilen Treppe sowie Stühlen, Tischen und Koffern lenkt nichts vom eigentlichen Geschehen ab.</p>
<p>Alex Lacamoire hat Lin-Manuel Mirandas Songs so mitreißend arrangiert und orchestriert, dass sie direkt in die Beine gehen. Das 10-köpfige Orchester unter der Leitung von Richard Beadle steht der Leistung der Hauptdarsteller in Nichts nach und bringt das Victoria Palace Theatre zum Beben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2670 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-09-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-09-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-09.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Hamilton“ ist ein ungewöhnliches Musical, das durch seine intensiven Songs und die herausragenden Hauptdarsteller besticht. Es ist kein Stoff, den man so nebenbei konsumiert, denn auch Mirandas Texte haben es in sich. Da man in der rasenden Geschwindigkeit, in der sich die Handlung auf der Bühne entfaltet, kaum jedes Wort verstehen kann, empfiehlt sich das Nachlesen der Songtexte. Erst dann bekommt man ein wirkliches Gespür dafür, was für eine Meisterleistung die Sängerinnen und Sänger allabendlich vollbringen. Sich hier nicht zu verhaspeln, ist ganz große Kunst.</p>
<p>Der Stoff dieses Musicals ist Ur-amerikanisch, mit leichtem britischen Einfluss. Darauf muss man sich einlassen, wenn man dieses Stück verstehen will. Patriotismus und Kolonialismus werden großgeschrieben. Schon allein deshalb ist es schwer unvorstellbar, dass „Hamilton“ in einer deutschsprachigen Fassung auf einer deutschen Bühne laufen wird. Die Stage Entertainment hat ihre diesbezüglichen Pläne auch erstmal abgeschrieben. So großartig „Hamilton“ in der englischen Originalfassung ist, so wenig wird eine für das deutsche Publikum adaptierte Fassung dem Ansinnen von Lin-Manuel Miranda gerecht, dem Mann auf der 10$-Note ein (musikalisches) Denkmal zu setzen &#8211; frei nach dem Motto &#8222;Who lives, who dies, who tells your story?&#8220;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Victoria Palace Theatre, London</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 4. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Jamael Westman, Rachelle Ann Go, Aaron Lee Lambert, Allyson Ava-Brown, Dom Hartley-Harris, Jason Pennycooke, Emile Ruddock, Sharon Rose, Jon Robyns</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik: </span></strong><span class="Bold">Thomas Kail / Lin-Manuel Miranda<br />
</span></span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Fotos:</strong> Matthew Murphy for Delfont Mackintosh<br />
</span></div>
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		<title>Les Misérables – The Staged Concert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/les-miserables-the-staged-concert/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 06 Oct 2019 07:30:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Während nebenan im Queen’s Theatre, seit April 2004 die Heimat von Boublils und Schönbergs Musicalmeisterwerk, die Umbauten auf Hochtouren laufen und die Fans sich ob der angekündigten modernisierten Fassung, die zur Wiedereröffnung gezeigt werden soll, die Köpfe heiß reden, wird quasi zur Überbrückung im Gielgud Theatre ein namhaft besetzte konzertante Bühnenfassung gezeigt. Zu dem Ensemble, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während nebenan im Queen’s Theatre, seit April 2004 die Heimat von Boublils und Schönbergs Musicalmeisterwerk, die Umbauten auf Hochtouren laufen und die Fans sich ob der angekündigten modernisierten Fassung, die zur Wiedereröffnung gezeigt werden soll, die Köpfe heiß reden, wird quasi zur Überbrückung im Gielgud Theatre ein namhaft besetzte konzertante Bühnenfassung gezeigt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2654 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9082-322x400.jpeg" alt="" width="322" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9082-322x400.jpeg 322w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9082-768x953.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9082-825x1024.jpeg 825w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9082.jpeg 1209w" sizes="auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px" />Zu dem Ensemble, das vier Monate bis zur Wiederaufnahme im dann umbenannten Sondheim Theatre, allabendlich in Kostümen in einer atemberaubenden konzertanten Version zu erleben ist, gehören</p>
<ul>
<li>Alfie Boe / John Owen-Jones als Jean Valjean</li>
<li>Michael Ball als Javert</li>
<li>Carrie Hope Fletcher als Fantine</li>
<li>Shan Ako als Éponine</li>
<li>Matt Lucas als Thénardier</li>
<li>Katy Secombe als Mme Thénardier</li>
<li>Rob Houchen als Marius</li>
<li>Lily Kerhoas als Cosette</li>
<li>Bradley Jaden als Enjolras</li>
<li>Earl Carpenter als The Bishop</li>
</ul>
<p>Diese Cast ist eine bunte (und sehr gelungene) Mischung aus Stars der britischen Musicalszene, aktuellem Ensemble der letzten Londoner Produktion und TV-Stars.</p>
<p>Das Theater ist bis auf den letzten Platz gefüllt und schon bei den ersten opulenten Klängen der Ouvertüre applaudiert das Publikum begeistert. Das Setting für diese konzertante Fassung ist ungemein clever – setzt sie doch das Orchester in seiner vollen Pracht in Szene. Matthew Kinley hat hier gemeinsam mit seinem Licht-Techniker Andrew Christie ganze Arbeit geleistet. Die 26 Musiker sind kaskadenförmig auf 4 Etagen platziert und werden von Alfonso Casado Trigo, hoch über allen direkt vor dem Backdrop stehend, zu Höchstleistungen angetrieben. Auch nach dem Ende der Show leert sich das Theater nur zögerlich, da die Zuschauer keinen einzigen Ton dieses Orchesters verpassen wollte.</p>
<p>Über 50 Darstellerinnen und Darsteller füllen die Bühne bis auf den letzten Zentimeter. Zu den Auf- und Abgängen auf die Seitenbühnen kommt noch eine Öffnung mittig unterhalb des Orchesters hinzu, die sich u. a. prima als Zugang zu den Katakomben von Paris nutzen lässt.</p>
<p>Die gewohnten Farbwelten bei den Kostümen bleiben genauso erhalten wie die düstere Umgebung. Die Barrikaden werden durch große Querstreben mit Scheinwerfern effektvoll dargestellt. Ein rundum gelungenes Bühnendesign, das den Protagonisten ausreichend Raum lässt, ihre Figuren mit Leben zu füllen.</p>
<p>Das Marketing zielt ganz klar auf die Anziehungskraft der Stars ab – und so finden sich zahlreiche Fans von Alfie Boe, John Owen-Jones, Michael Ball und Matt Lucas in den vollen Zuschauerreihen. Jeder einzelne der oben genannten Künstler wird seinem Ruf mehr als gerecht!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2655 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9078-400x225.jpeg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9078-400x225.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9078.jpeg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In der besuchten Vorstellung wurde Jean Valjean von John Owen-Jones gespielt. Dass er 1998 der jüngste Darsteller war, der jemals die Hauptrolle übernahm, merkt man ihm nicht an. Auch 20 Jahre später besticht er mit seinem stattlichen Auftreten, seiner raumgreifenden Bühnenpräsenz und seiner beachtlichen stimmlichen Bandbreite. Scheinbar spielend schraubt er sich bei „Bring him Home“ in höchste Höhen und legt soviel Gefühl in sein Spiel, dass man Gänsehaut bekommt.</p>
<p>Michael Balls Beziehung zu „Les Misérables“ ist noch einige Jahre älter, hat er doch in der Uraufführung 1985 den Marius gespielt, was ihn über Nacht zum Publikumsliebling machte. Im „Staged Concert“ gibt er den von Valjean besessenen Inspector Javert. Bei allen Vorbehalten gegenüber einem lyrischen Tenor, der versucht in die Rolle eines Baritons zu schlüpfen, muss man Michael Ball zugestehen, dass er sich intensiv mit der Figur des Inspectors befasst hat. Er spielt starrsinnig und energisch, teilweise sogar recht angsteinflößend. Stimmlich bewegt er sich auf ungewohntem Terrain, welches er aber souverän meistert. Bei „Stars“ erklingt aber die bekannte, weiche und volle Stimme, was sehr gut zu diesem Song und der emotionalen Instabilität Javerts passt.</p>
<p>Matt Lucas und Katy Secombe sind als Thénardiers eine Erscheinung – und dass nicht nur optisch! Ihre Sprüche und Neckereien zwischen den eigentlichen Songs sind, wie die Engländer sagen würden, „hillarious“. Das Publikum krümmt sich vor Lachen, wenn ein Matt Lucas alles mit höchster Geringschätzung kommentiert oder Katy Secombe die Eskapaden ihres Gatten mit unnachahmlich komischer Mimik quittiert. Ein wunderbares Zitat von Lucas in diesem Zusammenhang: Songtext „This one’s a queer, but what can you do?“ Kommentar mit Augenzwinkern: „Oh, I would have one or two ideas what to do with him…”</p>
<p>Der “Little Britain” Star weiß genau, wie er sein Publikum bedient!</p>
<p>Weder Secombe noch Lucas sind besonders gute Sänger, aber ihre Rollen geben es her, dass man mit viel Improvisationstalent sehr erfolgreich von diesem Manko ablenken kann.</p>
<p>Eine ungewöhnlich junge Fantine erwartet das Publikum in Form von Carrie Hope Fletcher. Sie spielt mit viel Gefühl, setzt sich aber gleichzeitig beeindruckend gegen die Freier zu Wehr, die ihr als Prostituierte zusetzen. Ihr sanfter und zugleich voller Sopran trifft bei „I dreamed a dream“ zielsicher mitten ins Herz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2653 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9088-400x300.jpeg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9088-400x300.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9088-768x576.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9088-1024x768.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/IMG_9088.jpeg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die letztjährige „X Factor“ Teilnehmerin Shan Ako kann sich als Éponine nur schwer gegen ihre erfahreneren Kollegen behaupten. Ihre wunderbare Soulstimme gibt aber bei „On my own“ einen ungewöhnlichen Twist, der aber vom Publikum begeistert angenommen wird.</p>
<p>Rob Houchen gibt einen selbstbewussten Marius, der genau weiß, was bzw. wen er will. Es ist ungleich viel schwerer seine Performance neutral zu genießen, wenn derjenige mit auf der Bühne steht, der diese Rolle kreiert hat, doch Houchen ist keine hemmende Ehrfurcht anzumerken. Seine Verbitterung bei „Empty chairs at empty tables“ kriecht einem sehr unangenehm den Nacken hoch. Entsprechend begeistert ist das Publikum!</p>
<p>Die von Marius angehimmelte Cosette wird von Lily Kerhoas ganz zauberhaft gespielt. Ihr glockenklarer Sopran füllt das Gielgud Theatre bis in den letzten Winkel.</p>
<p>Bleibt noch Bradley Jaden als Studenten-Anführer Enjolras. Selten habe ich jemanden mit so viel Energie und Verbissenheit in dieser Rolle erlebt. Die Intensität seines Spiels ist greifbar, seine Stimme geht durch Mark und Bein. „One Day More“ gerät unter seiner Führung im wahrsten Sinn zu einer Hymne!</p>
<p>Konzertante Musicals sind immer etwas ganz Besonderes, allein schon da hier die Menschen auf der Bühne im Mittelpunkt stehen und weder Kulissen noch sonstige Effekte von ihnen ablenken. Bei „Les Misérables – The Staged Concert“ gelingt dies – nicht zuletzt wegen der herausragenden Cast &#8211; in Perfektion.</p>
<p>Ob die „neue“ Inszenierung die seit fast 35 Jahren anhaltende Begeisterung aufrechterhalten kann, bleibt abzuwarten. Wenn sich Mitte Dezember 2019 der Vorhang im Sondheim Theatre hebt, werden die Zuschauer die Produktion von James Powell und Laurence Connor sehen, die bereits anlässlich des 25-jährgen Jubiläums 2010 für drei Wochen im Barbican Centre zu sehen war. Man darf gespannt sein, wie langjährigen Fans die neue Version aufnehmen. Maßgebliche Bestandteile dieser neuen Fassung, wie die Backdrop-Projektionen, das Lichtdesign und auch die Regie-Arbeit, werden jedoch bereits sehr erfolgreich im Gielgud Theatre eingesetzt – die Zeichen stehen also gut für den „Neuanfang“.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Gielgud Theatre, London</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 3. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3" style="text-align: left;"><span class="Bold" style="color: #000080;"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong></span></span><span style="color: #000080;">John Owen-Jones, </span><span style="color: #000080;">Michael Ball, </span><span style="color: #000080;">Carrie Hope Fletcher, </span><span style="color: #000080;">Shan Ako, </span><span style="color: #000080;">Matt Lucas, </span><span style="color: #000080;">Katy Secombe, </span><span style="color: #000080;">Rob Houchen, </span><span style="color: #000080;">Lily Kerhoas, </span><span style="color: #000080;">Bradley Jaden, Earl Carpenter</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik: </span></strong><span class="Bold">James Powell &amp; Laurence Connor / Alain Boublil &amp; Claude-Michel Schönberg<br />
</span></span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Fotos:</strong> Seamus Ryan, Delfont Mackintosh, Michaela Flint</span></div>
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		<title>In the Heights</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/in-the-heights/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 13:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Aimie Atkinson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Quiara Alegría Hudes Musical erzählt die Geschichte von Usnavi, der als Kind mit seinen Eltern aus der Dominikanischen Republik in die USA gekommen ist und seitdem in „Washington Heights“, einem durch die dominikanische Bevölkerung geprägten Stadtteil New Yorks, lebt. Da seine Eltern schon früh in seiner Kindheit starben, wird er von Abuela Claudia großgezogen und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Quiara Alegría Hudes Musical erzählt die Geschichte von Usnavi, der als Kind mit seinen Eltern aus der Dominikanischen Republik in die USA gekommen ist und seitdem in „Washington Heights“, einem durch die dominikanische Bevölkerung geprägten Stadtteil New Yorks, lebt. Da seine Eltern schon früh in seiner Kindheit starben, wird er von Abuela Claudia großgezogen und erarbeitet sich mit seiner Bodega einen festen Platz in der Gemeinschaft. Doch für ihn steht fest, dass er eine Tages in seine Heimat, an die er kaum Erinnerungen hat, zurückkehren möchte. Ein unerwarteter Lottogewinn lässt diesen Wunsch real werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1173 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_02057-e1484499392901-400x324.jpeg" width="345" height="280" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_02057-e1484499392901-400x324.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_02057-e1484499392901.jpeg 660w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /></p>
<p>Doch kann Usnavi, der seinen ungewöhnlichen Namen einem Boot der US Navy verdankt, welches seine Eltern bei der Überfahrt in die USA gesehen haben, seine Freunde zurücklassen?</p>
<p>Da sind die Rosarios, die in eine ernste Krise schliddern, nachdem Tochter Nina das College hinschmeißt und sich in Benny verliebt – einen Afroamerikaner, der schon lange in der Firma ihres Vaters arbeitet. Vater Kevin ist damit alles andere als einverstanden. Er überwirft sich mit seiner Frau Camila, die sehr enttäuscht ist, dass Kevin eigenmächtig entschieden hat, die Firma zu verkaufen, um Nina das Geld fürs Studium zu geben.</p>
<p>Außerdem gibt es noch den unermüdlichen Piragua Guy, der mit seinem Piragua Stand gegen die großen Ketten ankämpft und Daniela, die sich notgedrungen entschieden hat, ihren Frisörsalon in die Bronx zu verlegen, da sie in den Heights kein Geschäft mehr macht. Das wiederum stellt Carla und Vanessa vor große Probleme, da beide in Danielas Salon arbeiten. Apropos Vanessa&#8230; Usnavi ist schon lange in die selbstbewusste Schönheit verliebt, traut sich aber nicht, ihr das zu sagen. Erst sein Mündel, Cousin Sonny, bringt mit seinem frechen Mundwerk etwas Bewegung in die Sache&#8230;</p>
<p>Jeder scheint mit sich selbst, mit seinem eigenen kleinen Drama beschäftigt. Doch dann stirbt Abuela Claudia. Die Freunde kommen in großer Trauer zueinander. Sie halten für einen Moment inne und reflektieren die letzten Tage und Wochen.</p>
<p>In Folge dieses tragischen Zwischenfalls gelingt es den Rosarios sich auszusprechen: Kevin und Camila verkaufen ihre Firma und Nina erklärt sich bereit, das Geld anzunehmen und wieder aufs College zu gehen. Nina setzt sich in der Wahl ihres Freundes durch und bleibt an Bennys Seite, der sie nach Standford begleiten und sich dort einen Job suchen wird. Daniela schließt ihren Salon. Usnavi räumt seine nach einem Überfall völlig verwüstete Bodega auf und ist mehr denn je überzeugt davon, die Heights zu verlassen. Wenn alles auseinander bricht, was hält ihn dann noch hier?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1167 size-medium alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/1main-400x267.jpeg" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/1main-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/1main-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/1main.jpeg 1015w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch Sonny, der nicht möchte, dass sein Onkel geht, kommt eine Idee&#8230; Über Nacht lässt er von seinem Kumpel Graffiti Pete die Front der Bodega mit dem Konterfei von Abuela Claudia verzieren. Als Usnavi dieses ergreifende Memorial erblickt, ändert er seine Meinung. Er fasst sich ein Herz und gesteht Vanessa seine Liebe. Usnavi ist zuhause angekommen!</p>
<p>„In the Heights“ hat viel dramatisches Potential, aber auch eine nicht von der Hand zu weisende Tendenz zu Klischees. Doch Quiara Alegría Hudes hat die Charaktere sehr sympathisch erschaffen. Die vorlaute Sexbombe Daniela ist zwar genau so ein wandelndes Klischee wie der im Arbeitsleben starke Kevin, der aber zuhause von seiner Frau Camila ordentlich zurecht gestutzt wird. Dennoch wirken die Figuren ungemein glaubwürdig.</p>
<p>Eine so liebevolle Oma wie Abuela Claudia wünscht sich sicherlich jeder. Und dass Teenager, gleich welches kulturellen Hintergrundes, ihren Gefühlen folgen und daher nicht selten irrationale, für Eltern schwer akzeptierbare Entscheidungen treffen, kann auch jeder nachvollziehen. Jeder findet sich spielend in diesen Charakteren und ihren Problemen wieder. Schließlich ist da noch Usnavi, die gute Seele, die sich beim Kümmern um andere fast selbst vergisst. Ein starker Mann, dem schon nach der Ouvertüre die unverrückbare Sympathie des Publikums gehört.</p>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/YH-sD7OQ1gQ" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/YH-sD7OQ1gQ?autoplay=1"></iframe></center>Lin-Manuel Miranda hat die Songs und Songtexte zu diesem im Jahr 2008 am Broadway uraufgeführten Musical geschrieben. Neben den zu erwarteten Latino-Klängen besticht sein Werk vor allem durch die zahlreichen Raps, die das raue Klima widerspiegeln, in dem die Freunde leben und von denen der erste (&#8222;In the Heights&#8220;) direkt dazu genutzt wird, die verschiedenen Charaktere vorzustellen.</p>
<p>Schon an dieser Stelle tobt das mehrheitlich junge Publikum im King’s Cross Theatre. Die ca. 500 Zuschauer sitzen links und rechts der Bühne und machen das Geschehen in der Mitte dadurch noch kompakter und intimer.</p>
<p>Die Energie des Ensembles ist auch kurz vor dem Ende der Londoner Spielzeit (Derniere nach 15 Monaten am 8. Januar 2017, obwohl ursprünglich nur vier Monate geplant waren) ansteckend. Die acht sehr jungen Tänzerinnen und Tänzer wirbeln zu vollkommen authentisch wirkenden Choreographien (Drew McOnie) über die kleine Bühne. Ihre Kostüme (Gabriella Slade) wirken ebenso echt – man könnte meinen, sie seien kurz von der Straße hereingekommen. Dass sich hiervon insbesondere junges Publikum angesprochen fühlen, ist nachvollziehbar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1168 size-medium" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/6main-e1484499473827-400x280.jpeg" width="400" height="280" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/6main-e1484499473827-400x280.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/6main-e1484499473827.jpeg 448w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Besetzung ist – wie in London üblich – erstklassig. Norma Atallah gibt die herrlich schrullige, aber nicht weniger liebenswerte Abuela Claudia. Sie ist gesanglich nicht so stark, macht das aber durch ihre sehr sympathische Art spielend wett.</p>
<p>Gabriela Garcia wirkt auf den ersten Blick wie Jasmine, die ihren Aladdin zugunsten von „In the Heights“ verlassen hat. Doch sie verleiht Nina genau die richtigen Emotionen: Selbstzweifel zu Beginn, zuckersüßes Verliebtsein in Benny, ehrliche Trauer um Abuela Claudia und Durchsetzungskraft gegenüber ihren Eltern. Zudem hat die Mexikanerin, die erst 2012 ihre Ausbildung in London beendete, eine wunderbare Stimme, die perfekt zu Mirandas Kompositionen passt.</p>
<p>Dass Regisseur Luke Sheppard schauspielerisch aus dem Vollen schöpfen konnte, belegen auch David Bedella und Juliet Gough, die als Ninas Eltern Kevin und Camila die ein oder andere intensive verbale Auseinandersetzung haben. Kevin fühlt sich „Useless“ und Bedella kann diese Zerrissenheit zwischen liebendem Vater und Familienoberhaupt mit seiner rauen Stimme und dem schön rollenden „r“ auch gesanglich gut rüberbringen. Sein ehelicher Counterpart Camila explodiert sehr eindrucksvoll: In dem Song „Enough!“ nimmt sie sich erst ihren Mann und dann ihre Tochter vor. Gough legt hier eine beeindruckende, aggressive Intensität an den Tag.</p>
<p>Auch Arun Blair-Mangat muss als Benny durch ein Wechselbad der Gefühle: Er hat große Ambitionen, was seine berufliche Zukunft angeht, lernt extra Spanisch, um den Vater seiner Angebeteten zu beeindrucken, und muss die Zurücksetzung durch Kevin erleben, da dieser offenbar findet, dass Benny trotz all seiner Bemühungen nicht gut genug für Nina ist. Er durchleidet Phasen der Eifersucht und großer Zuneigung. Blair-Mangat hat eine sehr offene, positive Ausstrahlung und kommt beim Publikum augenscheinlich sehr gut an. Zudem singt er auch sehr sauber, was insbesondere in Duetten mit Gabriela Garcia („When you’re home“, „Sunrise“) ein Ohrenschmaus ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1169 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/8main-271x400.jpeg" alt="" width="271" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/8main-271x400.jpeg 271w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/8main.jpeg 459w" sizes="auto, (max-width: 271px) 100vw, 271px" />Aimie Atkinson, die tatsächlich schon als Jasmine in „Aladdin“ auf der Bühne stand, gibt die leicht prollige Vorzeige-Latina Daniela. Sie setzt gekonnt ihre Reize ein und weiß, wie sie Männer um den Finger wickelt. In „No me diga“ entfesselt sie zusammen mit den anderen Leading Ladies einen Sturm an Energie und kann hier wie auch in dem späteren „Carnaval del Barrio“ zumindest ansatzweise zeigen, was gesanglich in ihr steckt. Dass Daniela jedoch auch Tiefgang hat, zeigt sich als sie für die dauer-klamme Vanessa (Sarah Naudi) einen Mietvertrag unterschreibt und ihr somit das Bleiben in den Heights ermöglicht.</p>
<p>Im Mittelpunkt steht jedoch Sam Mackay, der die Rolle des Usnavi schon bei der Off West End Premiere im Mai 2014 im Southwark Playhouse spielte. Zur Cast gehörte damals auch schon David Bedella, ebenfalls als Kevin. Mackay wirkt unscheinbar, „der nette Typ von nebenan“ eben, doch er kann Usnavis Sehnsucht nach seiner Heimat genauso glaubwürdig über die Rampe bringen, wie dessen ausgeprägtes Bedürfnis nach Harmonie und die schüchterne Liebe zu Vanessa.</p>
<p>Komponist und Texter Miranda hat die Rolle von Usnavi am Broadway selbst gespielt, da liegt die Latte naturgemäß für jeden Darsteller, der nachfolgt, sehr hoch. Doch Mackay gibt der Figur etwas Unverwechselbares, viel Sanftheit und Tiefe. Dass er zudem noch die zahlreichen Raps überzeugend abfeuert, bestätigt, dass er genau die richtige Wahl für diesen tiefgründigen Charakter war.</p>
<p>Beklemmend gut hat Sheppard den Moment inszeniert, wo nach dem Stromausfall alle nach Nina suchen, die die Nacht mit Benny verbracht hat. Handys und Taschenlampen sind das einzige, was in dieser Szene („Blackout“) den Raum erhellen.</p>
<p>Auch der Song „96000“, in dem Usnavi allen von Abuelas und seinem Lottogewinn erzählt, gehört zu den schwungvollen Highlights. Alle träumen davon, was sie mit soviel Geld anfangen würden. Eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=d00Y2ttsFa4">großartige Performance dieses Songs</a> hat die Cast auch bei den 40. Laurence Olivier Awards 2016 abgeliefert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1172 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_01857-400x266.jpeg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_01857-400x266.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_01857-768x511.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/InTheHeights2016JP_01857.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Großartig ist der „Carnaval del Barrio“ mit dem Usnavi versucht, die auseinander driftende Gemeinschaft wieder zusammenzubringen. Sheppard reichen zwei Rolltreppen, um für eine andere Atmosphäre zu sorgen. Einmal mehr begeistert die Energie der Tänzerinnen und Tänzer in ihren modernen, federleicht wirkenden Choreographien.</p>
<p>Musikalisch hat Miranda Anleihen bei „Rent“ gemacht (u. a. „Sunrise“). Auch, dass alle aufgrund eines Todesfalls wieder zusammenkommen (&#8222;Alabanza&#8220;), erinnert an Jonathan Larsons Hit-Musical. Das Duett von Usnavi und Nina als sie gemeinsam in den Fotokisten von Abuela Claudia stöbern (&#8222;Everything I Know&#8220;) ist traurig, von beiden sehr gefühlvoll interpretiert und der ein oder andere Zuschauer wischt sich verstohlen eine Träne weg.</p>
<p>Am Schluss feiern alle Nachbarn gemeinsam, dass Usnavi doch bleiben wird. Das „Finale“ ist noch einmal eine einzige große Party, in der lateinamerikanische Tänze und die den Latinos eigene, feurige Energie auf das Publikum übergreifen.</p>
<p>Wie immer stellt sich die Frage: Was nehme ich aus dieser Show mit? Im Fall von „In the Heights“ ist die Antwort glasklar: Diese Produktion besticht durch die mitreißende Energie des Ensembles, die authentischen Charaktere, die von sehr sympathischen Darstellern gespielt werden, unerwartet abwechslungsreicher Musik und Choreographien, von denen man noch viel mehr sehen möchte.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div><span style="color: #000080;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong></span>King&#8217;s Cross Theatre, London</span></div>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">5</span><span class="Bold">. Januar 2017</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Norma Attalah, Aimie Atkinson, David Bedella, Johnny Bishop, Arun Blair-Mangat, Damian Buhagiar, Gabriela Garcia, Juliet Gough, Sam Mackay, Sarah Naudi</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik &amp; Text / Regie:</span></strong> Quiara Alegría Hudes / <span class="Bold">Lin-Manuel Miranda / Luke Sheppard<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></div>
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		<title>Charlie and the Chocolate Factory</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/charlie-and-the-chocolate-factory/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 13:26:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Roald Dahls Geschichte von Charlie Bucket, dem in bitterarmen Verhältnissen aufwachsenden, herzensguten Jungen, und Willy Wonka, dem exzentrischen, undurchsichtigen Schokoladenfabrikbesitzer, gehört im englischsprachigen Raum zu den Klassikern im Kinderzimmer. Das Buch erschien 1964 und schon 1971 lief die erste Verfilmung (mit Gene Wilder als Willy Wonka) in den Kinos an. Leslie Bricusse (u. a. „Victor/Victoria“) ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Roald Dahls Geschichte von Charlie Bucket, dem in bitterarmen Verhältnissen aufwachsenden, herzensguten Jungen, und Willy Wonka, dem exzentrischen, undurchsichtigen Schokoladenfabrikbesitzer, gehört im englischsprachigen Raum zu den Klassikern im Kinderzimmer. Das Buch erschien 1964 und schon 1971 lief die erste Verfilmung (mit Gene Wilder als Willy Wonka) in den Kinos an. Leslie Bricusse (u. a. „Victor/Victoria“) und Anthony Newley steuerten die Songs zu diesem Film bei. Warner Brothers sicherte sich schon früh die Rechte an diesem Stoff und brachte 2005 eine neue Filmfassung mit Johnny Depp als Wonka in der Regie von Tim Burton heraus. Danny Elfman zeichnete bei diesem Kassenschlager für die musikalische Untermalung verantwortlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1191 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-400x321.jpeg" alt="" width="400" height="321" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-400x321.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-768x616.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41.jpeg 835w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sam Mendes, der „Charlie and the Chocolate Factory“ schon früh in seiner Laufbahn auf die Bühne bringen wollte, scheiterte immer wieder daran, dass er sich die Rechte dafür nicht sichern konnte. Erst nach dem einschlagenden Erfolg des Films von 2005 war Warner Brothers bereit, eine Bühnenfassung zuzulassen. Sam Mendes packte die Gelegenheit beim Schopf, scharte ein Team aus kreativen Könnern (Buch: David Greig, Musik &amp; Texte: Marc Shaiman und Scott Wittman, Choreographie: Peter Darling) um sich und schuf so in fünf langen Jahren eine Musicalversion, die im Juni 2013 im Londoner West End Premiere feierte und bis 7. Januar 2017 vor vollen Rängen spielte. Ab März 2017 wird die Show am Broadway gezeigt: Jack O’Brien führt dort Regie, krempelt das Stück musikalisch um und Christian Borle übernimmt die Rolle von Willy Wonka.</p>
<p>In London erhielt die Show gemischte Kritiken, was vor allem an der langatmigen Inszenierung und der wenig eingängigen Musik lag. Doch der Reihe nach&#8230;</p>
<p>Im ersten Akt lernen die Zuschauen Charlie kennen. Die erste Szene spielt auf einer gigantischen Müllkippe und beeindruckt genauso wie die ärmliche Hütte, in der Charlie mit seinen Eltern und allen vier Großeltern lebt. Mark Thompson setzt hier mit seinem Set Design Maßstäbe, wozu auch Paul Pyants extrem kluges Lichtdesign nicht unwesentlich beiträgt.</p>
<p>„Almost Nearly Perfect“ ist für einen Auftaktsong sehr anspruchsvoll und belegt einmal mehr das hohe Niveau, das auch die Kinder auf Londoner Bühnen mitbringen. Ptolemy Gidney ist ein absolut liebenswerter kleiner Kerl. Ihm gelingt es genau die richtigen Emotionen beim Publikum auszulösen. Man möchte ihn unweigerlich an die Hand nehmen und ihm helfen, seinen Traum zu erfüllen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1186 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28-300x400.jpeg" alt="" width="300" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28-300x400.jpeg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28.jpeg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Charlie wird nicht müde, von seinen Großeltern die Geschichte des Schokolatiers Willy Wonka zu hören. Die Darstellung seiner tragischen Lebensgeschichte als Schattenspiel auf einem Laken ist wunderbar („The Amazing Tale of Mr. Willy Wonka“). Überhaupt sind es die Großeltern, die im ersten Akt für Begeisterungsstürme sorgen. Ihr Tanz mit und in den Betten ist sehr charmant und technisch sicherlich eine Herausforderung gewesen.</p>
<p>Dennoch geht es Charlie und seiner Familie alles andere als gut. Als sein Vater auch noch den Job verliert, bringt Charlie zu Papier, was er seiner Familie gern alles schenken würde („A Letter from Charlie Bucket“). Diesen Brief macht er zu einem Papierflieger, den er dann quer durch das riesige Theatre Royal Drury Lane auf die Reise schickt. Ein lupenreiner, undurchschaubarer Trick, der zu großem Jubel führt. Natürlich wird der Papierflieger „irgendwie“ an einem Faden nach oben geführt – doch die Beleuchtung und die traurige Ballade lenken so ab, dass man nicht erkennt, wie genau das ganze funktioniert. Großartig!</p>
<p>Charlie hat nicht nur tolle Großeltern, sondern auch ihn sehr liebende Eltern. Als seine Mutter ihm von dem Wettbewerb um die fünf goldenen Tickets erzählt, mit denen die Gewinner einen Tag in Willy Wonkas Fabrik erleben dürfen, ist die Freude bei Charlie groß. Da er bald Geburtstag hat, wünscht er sich nichts sehnlicher als einer Wonka-Schokoriegel in der Hoffnung, eines dieser besonderen Tickets darin zu finden.</p>
<p>Am Fernseher verfolgen die Buckets wie ein Kind nach dem anderen ein goldenes Ticket findet. Die vier Kinder sind alle herrlich schräg, egoistisch und sehr besonders. Jeder Gewinner wird im Fernsehen interviewt, was in einer Guckkastenbühne oberhalb von Charlies Zuhause gezeigt wird. Die überbesorgten Eltern der Kids sind genauso anstrengend wie die Kinder selbst. Hier hat Sam Mendes reichlich mit Klischees und Extremen gearbeitet und balanciert damit auf dem schmalen Grat der Abschreckung entlang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1185 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Charlie ist verzweifelt. Im Geburtstagsgeschenk war kein goldenes Ticket und Geld für einen weiteren Schokoriegel haben sie nicht. Seine Eltern versuchen ihn in einem herzergreifenden Song zu trösten (&#8222;If Your Mother/Father Were Here&#8220;). Doch dann findet Charlie eine Ein-Pfund-Note und kauft sich mit moralischer Unterstützung seines Grandpa Jo einen weiteren Wonka-Riegel, der dann tatsächlich das letzte goldene Ticket enthält.</p>
<p>Der erste Akt endet nach mehr als eineinviertel Stunden damit, dass sich die Gewinner mit jeweils einem Elternteil vor Willy Wonkas Fabrik versammeln.</p>
<p>Allerdings hat der große Fabrikbesitzer (Jonathan Slinger) leider überhaupt keine Ausstrahlung und eine eindeutige Tendenz zur Bösartigkeit. Absicht? Der zweite Akt sollte hier Klarheit bringen&#8230;</p>
<p>Zu Beginn der zweiten Hälfte werden die Formalitäten und Spielregeln für den Aufenthalt in der Fabrik geklärt: „Strike That! Reverse It!“ bleibt leider ohne Nachhall und eine Beziehung zwischen den Akteuren sucht man vergeblich. Auch als die Kinder die erste Station der Besichtigungstour erkunden („Simply Second Nature&#8220;) springt der Funke nicht über. Das mag auch daran liegen, dass das zuckerwattige Schokoladen-Wunderland, das der ein oder andere aus dem Tim Burton Film im Kopf hat, auf der Bühne irgendwie unspektakulär wirkt. Kein Vergleich zu den beiden Hauptszenerien im ersten Akt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1188 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-400x313.jpeg" alt="" width="400" height="313" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-400x313.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-768x601.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33.jpeg 852w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Natürlich kann es der bayrisch-klischeehafte Augustus auch hier nicht lassen, ignoriert Wonkas Warnung und trinkt direkt aus dem Schokoladensee. Er fällt hinein und verschwindet mit einer riesigen Rohrpost nach oben und auf Nimmerwiedersehen. Seine Mutter (gespielt von Jasna Ivir) fällt daraufhin in Ohnmacht und ward fortan ebenfalls nicht mehr gesehen.</p>
<p>Die nächste, derer sich Wonka entledigt, ist Violet. Der durch Kaugummi-Blasen berühmt gewordene Kinder-Star überhört die Warnung, dass Super-Kaugummi nicht vor dem Dessert zu kauen, bläht sich in der Folge selbst auf und zerplatzt in einem lila Flitterregen, der auf die Köpfe der Zuschauer niederregnet. Da waren es nur noch drei&#8230;</p>
<p>Man wird die ganze Zeit den Eindruck nicht los, dass Willy Wonka nicht bloß schräg oder etwas seltsam ist, sondern dass er die ganze Aktion geplant hat, um nervige Kinder zu beseitigen. Sam Mendes wollte Willy Wonka <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/10125692/Sam-Mendes-Douglas-Hodge-and-David-Greig-interview-for-Charlie-and-the-Chocolate-Factory.html">aus Sicht von Charlie</a></span> darstellen. Wenn dem so ist, hat der Junge eine ungeheure Angst vor diesem offensichtlich kinderhassenden Monster.</p>
<p>Auch Douglas Hodge, der die Rolle in der Uraufführung gespielt hat, hatte seine liebe Müh, den Fabrikbesitzer auf der Bühne zu kreieren: Auf die Frage, ob Willy Wonker nicht abstoßend rüberkommen könnte, antwortete er: „There’s a whole minefield there now, what you might call the “<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.timeout.com/london/theatre/charlie-and-the-chocolate-factory-a-golden-ticket">Jimmy Savile Factor</a></span>”. But as long as it’s completely genuine and we can see Dahl’s own bubbling enthusiasm, it will work.&#8220; Der Vergleich zu dem von Scotland Yard als „schlimmsten Sexualverbrecher in der Geschichte des Landes“ bezeichneten TV-Moderator (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2016) scheint gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen, wenn man sich die Wirkung von diesem Bühnen-Wonka vor Augen führt.</p>
<p>Willy Wonka ist düsterer und fieser als je zuvor, daran ändern auch die Oompa-Loompas nichts. Die kleinen Fabrikarbeiter von Wonka treten immer dann in Erscheinung, wenn eines der Kinder die Spielregeln bricht. Ihre Songs bleiben nicht hängen, dafür kann man aber die verschiedenen Arten beobachten, mit denen sie dargestellt werden: Mal leihen die Schauspieler den Oompa-Loompas Kopf und Füße, während andere die Arme spielen, ein anderes Mal tragen sie Puppet-Kostüme, die den Eindruck erwecken, es würden zwei Oompa-Loompas übereinanderstehen. Diese Spielweisen zu entdecken macht Spaß und damit das Stück im zweiten Akt zumindest ansatzweise spannend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1192 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-400x285.jpeg" alt="" width="400" height="285" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-400x285.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-768x546.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43.jpeg 942w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Reise durch die Fabrik erfolgt mittels Fahrstuhl oder Boot, während auf die dahinterliegende Leinwand die sich verändernde Umgebung projiziert wird. Das ist nicht neu, aber funktioniert.</p>
<p>Der „Invention Room“, in dem Violet ihr Ende findet, bleibt kulissentechnisch genauso hinter den im 1. Akt geweckten Erwartungen zurück wie der „Nut Room“, in dem die egozentrische, herrische Veruca zusammen mit ihrem Vater im Müllschlucker verschwindet, nachdem sie <em>unbedingt</em> eines der dort nach „bad nuts“ suchenden Eichhörnchen haben will. Die lebensgroßen Eichhörnchen, die „Veruca&#8217;s Nutcracker Sweet“ tanzen und singen, sind jedoch sehr putzig. Auch hier stecken einmal mehr die Oompa-Loompas drin.</p>
<p>Als nächstes verführt Wonka den spielsüchtigen Mike. Im „Department of Future“ zeigt er den Verbliebenen zwei Kindern sein „Chocolate TV“. Der Besserwisser Mike will den Trick verstehen und lässt sich von Wonka auf Größe von Barbies Ken schrumpfen. Dass es auch hier kein Zurück gibt, interessiert den Jungen wenig. Im Gegensatz zu den anderen Eltern ist Mikes Mutter, Mrs. Teavee, froh über das vermeintliche Unglück, da sie ihren Sohn in seiner neuen Größe wieder sehr gut im Griff hat, was vorher bei weitem nicht mehr der Fall war.</p>
<p>Die in beleuchteten Astronautenanzügen tanzenden Oompa-Loompas bilden in dieser Szene („Vidiots!“) ein harmonisches Ganzes. Eine der wenigen Momente in der zweiten Hälfte, wo Optik, Musik und Regie gut zusammenpassen.</p>
<p>Charlie und Grandpa Joe werden nun von Willy Wonka in sein Büro geführt. Es gibt einen kurzen Streit darüber, ob der „Everlasting Gobstopper“ nun der lebenslange Süßigkeitenvorrat ist, der dem siegreichen Kind versprochen wurde. Grandpa Joe lässt sich aber von Charlie überzeugen, dass dies der Fall ist und die beiden Erwachsenen ziehen sich zurück, um weitere Details zu besprechen. Charlie bleibt allein im Zimmer und – natürlich – kann er der Versuchung nicht widerstehen, in Wonkas Ideenbuch zu schmökern. Die leeren Seiten am Ende füllt er mit eigenen Ideen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1182 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395-400x313.jpeg" alt="" width="400" height="313" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395-400x313.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395.jpeg 767w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zunächst ist Wonka ungehalten, doch nachdem er sich Charlies Ideen genauer angesehen hat, teilt er ihm mit, dass er den Hauptpreis gewonnen hat. Gemeinsam steigen sie in einen gläsernen Fahrstuhl (der sicherlich nicht nur zufällig wie eine klassische englische Telefonzelle aussieht) und schweben zu „Pure Imagination“ in die Lüfte. Wonka zeigt dem staunenden Charlie seinen Gewinn: die Schokoladenfabrik. Der Song aus dem Film von 1971 ist mit Abstand das schönste und eingängigste Stück des Abends. Das Jonathan Slinger kein Sänger ist, sondern seine Stärken im Schauspiel liegen, ist zwar suboptimal, doch zusammen mit dem gut verstecken Hubarm und der exzellenten Beleuchtung, welche die Technik kaum erkennen lässt, ist dies eine schöne Szene. Zumal Willy Wonker hier zum ersten Mal ein nahbarer Charakter wird und das Bösartige fast vollständig verblasst.</p>
<p>Zum Finale (&#8222;A Little Me&#8220;), in dem Charlie in dem gleichen Anzug erscheint wie Wonka, kommen Charlies Eltern und Großeltern zusammen mit den Oompa-Loompas auf die Bühne und feiern seinen Sieg. Sie sind so in Partylaune, dass sie fast verpassen, wie sich Wonka sprichwörtlich aus dem Staub macht. Auch dieser Verschwindetrick gelingt sehr gut, dennoch fällt dieses Finale im Vergleich zum gläsernen Aufzug wieder deutlich ab.</p>
<p>„Charlie and the Chocolate Factory“ war 2013/2014 für alle erdenklichen Londoner Theaterpreise nominiert, gewann aber „nur“ für Kulissen, Kostüme, Licht und Choreographie. Und ehrlich gesagt kann man dies sehr gut nachvollziehen. David Greig hat die Handlung im ersten Akt sehr langgezogen und im zweiten Akt alles sehr schnell und zusammenhanglos aufeinander folgen lassen. Eine andere Gewichtung – kürzere Behandlung der Gewinnerkinder, mehr Interaktion zwischen den Handelnden im zweiten Akt und vor allem eine irgendwie spürbare Beziehung zwischen Wonka und den Kindern, hätte den Stück sicherlich gut getan. Sam Mendes wollte sich mit dieser Bühnenfassung bewusst von den filmischen Vorlagen Gene Wilders und Johnny Depps <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/10125692/Sam-Mendes-Douglas-Hodge-and-David-Greig-interview-for-Charlie-and-the-Chocolate-Factory.html">abgrenzen</a></span>. Das ist ihm – im negativen Sinn – auf jeden Fall gelungen.</p>
<p>Vielleicht fehlt einem als Kontinentaleuropäer der Bezug zu dieser Geschichte und man kann die Bedeutung, die sie für englischsprachige Kinder hat, nicht wirklich nachvollziehen. Sehr gut herausgearbeitet hat Mendes das liebevolle Umfeld, in dem Charlie aufwächst. Chris Grahamson und Lara Denning können als Charlies Eltern viel Liebe in ihre wenigen Dialoge und Songs legen. Claire Carrie, Myra Sands, Kraig Thornber und vor allem Barry James als Grandpa Joe haben sehr dankbare Rollen. Sie dürfen schrullig und liebevoll, ehrlich und weise sein. Das gelingt allen im Zusammenspiel hervorragend und sie werden zu den heimlichen Stars der Show.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1187 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Eltern der Gewinnerkinder sind ebenso „speziell“ wie ihre Sprösslinge: Ross Dawes (Mr. Salt), Jasna Ivir (Mrs. Gloop), Paul J. Medford (Mr. Beauregarde) und Josefina Gabrielle (Mrs. Teavee) unterstützen ihre Söhne und Töchter wo es nur geht. Dass eine adipöse Mutter ihren nicht minder übergewichtigen Sohn immer weiter naschen und sich ein Vater von seiner talentfreien Ballettprinzessin gängeln lässt, eine hoffnungslos überforderte Mutter ihrem Sohn keine noch so unmöglich vorgebrachte Forderung abschlägt und ein Vater in klassischer „Eislaufmutter“-Manier sein überkandideltes Töchterchen unterstützt, lässt sich an Klischees kaum überbieten. Alle Darsteller spielen ihre Rollen sehr gut, wenngleich außer Josefina Gabrielle keiner die Chance hat, sich in den Vordergrund zu spielen.</p>
<p>Jonathan Slinger ist ein gestandener Theaterschauspieler. Er hat ein Händchen für „spezielle“ Charaktere und war daher sicherlich nicht die schlechteste Wahl für Willy Wonka. Dass er gesanglich keine Highlights zu setzen vermag, fällt in Ermangelung von schönem Songmaterial kaum ins Gewicht. Dafür reizt er das Hinterhältig-Bösartige in Wonkas Charakter bis an die Grenzen aus. Setzt man voraus, dass der Schokolatier gemäß Regie so unsympathisch und abstoßend sein soll, ist dies eine hervorragende Leistung. Aber um den romantisch verklärten Willy Wonka, der mit seinen Schokoerfindungen Generationen von Kindern glücklich gemacht hat, aus der Sicht eines Kindes zu erleben – und Kinder sehen auch böse Figuren mit „Weichzeichner“ – reicht es keinesfalls.</p>
<p>Ptolemy Gidney und die vier anderen Kinderdarsteller überzeugen durch ihre Intensität. Jeder steckt tief in seiner Rolle drin, egal wie unangenehm diese Kids auch sein mögen. Gesanglich ist bei allen noch Luft nach oben, aber in diesem Fall wurden ja auch ganz bewusst keine Kinder gecastet, die schon umfangreiche Tanz- und Bühnenerfahrung haben, sondern solche, die authentisch wirken sollen. Und das sind alle fünf. Dies ist letzten Endes auch der Verdienst von Peter Darling („Billy Elliot“ und „Matilda“), der die Kinder Kinder sein lässt und ihnen keine unnatürlichen Tanzsequenzen und Bewegungen überstülpt.</p>
<p>Roald Dahl hat mit seinem Schokoladenmärchen bereits die zweite Vorlage für ein erfolgreiches Musical geliefert. Die Kreativen von „Matilda“ haben jedoch offenbar das rundere Gesamtpaket abgeliefert, denn sonst wäre es kaum zu erklären, dass „Charlie and the Chocolate Factory“ vor der Broadway-Premiere umfassenden Änderungen unterzogen wird. Unter anderem wird die Musik komplett überarbeitet, Klassiker wie „The Candy Man“ (und natürlich „Pure Imagination“) aus dem Film von 1971 integriert, während die Songs von Marc Shaiman und Scott Wittman, die mit „Haispray“ und „Smash“ ihr Hitpotential durchaus schon bewiesen haben, nur noch als „Feature“ mit aufgenommen werden sollen. Man darf gespannt sein, wie diese neue Fassung beim New Yorker Publikum ankommen wird.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Theatre Royal Drury Lane, London</span></div>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">5</span><span class="Bold">. Januar 2017</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Jonathan Slinger, Barry James, Ross Dawes, Jasna Ivir, Paul J. Medford, Josefina Gabrielle, Kraig Thornber, Claire Carrie, Myra Sands, Chris Grahamson, Lara Denning, Ptolemy Gidney, Archie Lewis, Stella Haden, Miriam Nyarko, Jude Ponting</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik / Regie:</span></strong> Roald Dahl / <span class="Bold">Marc Shaiman / Sam Mendes<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matt Crockett<br />
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