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	<title>2005-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2005-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Disney in abgespeckter Form – ein erfolgreiches Konzept?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2005 08:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schöne und das Biest]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolf Lück]]></category>
		<category><![CDATA[Leah Delos Santos]]></category>
		<category><![CDATA[Metronom Theater]]></category>
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<p class="Body">Die letzte gelungene Premiere des Jahres 2005 durfte die Stage Entertainment für sich verbuchen. Am 18. Dezember – noch rechtzeitig vor den Weihnachtsfeiertagen – feierte das Revival von Disney’s „Die Schöne und das Biest“ im neu gestalteten Metronom Theater im CentrO Oberhausen Premiere.</p>
<p class="Body">Die pompöse, kunterbunte Disney-Show wurde einer radikalen Schlankheitskur unterzogen, die sich durch alle Bereiche zieht: Kulissen, Kostüme, Tiefe der Charaktere, Akustik.</p>
<p class="Body">Alan Menkens Kompositionen sind hinlänglich bekannt. Viele können „Sei hier Gast“ oder den Titelsong „Die Schöne und das Biest“ zumindest mitsummen, wenn nicht sogar mitsingen.</p>
<p class="Body">Mit einer routinierten Bella-Darstellerin wie Leah Delos Santos wird das Altbekannte nur noch mehr unterstrichen. Schon bei der Deutschlandpremiere des Musical 1998 in Stuttgart stand sie als widerspenstige Leseratte Belle auf der Bühne.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_957">
<div class="style_2">
<p class="Body">Da verwundert es nicht, dass sie ihre Rolle aus dem Effeff beherrscht und eine schnörkellos brave Leistung abliefert. Vielleicht wäre es aber doch ganz schön gewesen, hier etwas mehr frischen Wind als eingespielten Bühnenalltag in die Produktion zu holen?</p>
<p class="Body">Die gelingt mit Yngve Gasoy-Romdal als Biest auf jeden Fall. Der Norweger stellt erneut unter Beweis, dass ihm gebrochene, schwierige Charaktere liegen. In der Bewegung phasenweise an Quasimodo erinnernd, spielt er sich so glaubhaft es für eine Disneyfigur eben geht durch die Show und macht aus den wenigen ihm zugedachten Songs das Beste. In „Wie kann ich sie lieben?“ hört man auch zum ersten Mal, dass hinter der Gummimaske tatsächlich der smarte Norweger steckt. Während der Dialoge weiß Gasoy-Romdal seine Stimme derart zu verstellen, dass er kaum zu erkennen ist.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1673 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/SchöneBiest2_2005.png" alt="" width="260" height="335" />In der Stuttgarter Inszenierung gehörte Lumière (damals Viktor Gernot) zu den wichtigsten Charakteren auf der Bühne. In Oberhausen degeneriert der ehemals charmante Kerzenleuchter zu einem lüsternen Armleuchter. TV-Comedian Ingolf Lück soll dem Stück durch seinen Namen mehr Bedeutung verleihen, schafft es aber nur in ganz seltenen Momenten, den Zauber zu transportieren, der die Figuren umgibt. Mit einem undefinierbaren Akzent, der wohl französisch sein soll, ist er den ganzen Abend damit beschäftigt, dem Rock von Babette hinterher zu jagen. Dass Lück die Schuhe eines Musicaldarstellers nicht nur sprichwörtlich zu groß zu sein scheinen und er auch immer wieder mit der Illumination seiner beiden Kerzen kämpft, fördert den Eindruck einer Fehlbesetzung.</p>
<p class="Body">Kevin Kraus liefert als selbstverliebter Gaston eine gute Leistung ab und erscheint erstaunlicherweise als größerer Sympathieträger als in früheren Produktionen. Sein Zusammenspiel mit Bernd Julius Arends als Lefou funktioniert sehr leicht und amüsant. Über die „Tricksounds“ bei den obligatorischen Schlägen auf den Hinterkopf („Knall“, „Puff“, „Boing“) muss man an dieser Stelle einfach hinwegblicken.</p>
<p class="Body">Bleiben noch die weiteren gegenständlichen Menschen: Claus Dam als zickiger und ängstlicher Herr von Unruh, Barbara Raunegger als Madame Pottine, Tersia Potgieter als Madame de la Grande Bouche sowie Natacza Soozie Boon als Babette machen ihre Sache gut und haben ganz klar die Lacher auf ihrer Seite. Schade nur, dass es durch die Bank keinem der Schauspieler ermöglicht wird, seinen Charakter mehr auszubauen. Das seichte Dahinplätschern der bekannten Handlung wird dadurch nicht spannender.</p>
<p class="Body">Es wird aber leider nicht nur an der Charakterbildung gespart, sondern auch ganz massiv an der Optik. Die Ballkleider von Belle und die Kostüme der Gegenstände (Miguel Angel Huidor) sind hierbei noch die augenfälligste Änderung: Sie sind wesentlich weniger bunt und ausladend. Die Liebe zum Detail lassen auch die weiteren Kostüme und Requisiten vermissen.</p>
<p class="Body">Die Entscheidung zum „Weniger ist Mehr“ lässt sich vor allem auf eine geplante Tourneefassung dieser Produktion gut vertreten. Auch das Bühnenbild von David Gallo ist deutlich unaufwendiger, was eigentlich nur bei der Bibliothek so richtig ins Gewicht fällt. Anstatt in einem Raum auf einer Empore sitzen Belle und das Biest auf einer Art Bücher-Baumhaus, das von der Seite auf die Bühne geschoben wird.</p>
<p class="Body">Einige Worte muss man auch noch zum umgebauten Metronom Theater verlieren: Auf dem Vorplatz des Theaters ist der straffe Zeitplan noch deutlich zu erkennen gewesen: Statt eines willkommen heißenden Platzes werden die Gäste zurzeit noch von einer großen Matschwiese begrüßt, die mit Bauschutt übersäht ist. Innerhalb des Theaters gibt es nicht besonderes: Das Interieur sieht genauso aus wie die anderen Stage Entertainment Theater in Hamburg oder Stuttgart. Was jedoch bei der besonderen Bauweise des Theatersaals negativ auffällt, ist die mangelhafte Akustik. Während der Ensemblenummern schauten sich einige Gäste verwundert um, weil es so klang als würde aus den hinteren Reihen mitgeklatscht. Doch weit gefehlt: Das war nur der Widerhall, der auch bei den Dialogen und Soli in Form eines Echos schmerzlich wahrzunehmen ist.</p>
<p class="Body">Freunde der farbenfrohen, überladenen „Was kostet die Welt?“-Disney-Fassung werden mit der Oberhausener Produktion sicherlich nur zähneknirschend glücklich. Vor allem der eigentliche Showstopper „Sei hier Gast“ kommt mit angezogener Handbremse daher und auch goldene Luftschlangen, die mit lautem Knalleffekt ins Publikum geblasen werden und das zu erwartende Bühnenfeuerwerk, ändern hieran nichts. Es wirkt alles etwas blasser, eben weniger pompös.</p>
<p class="Body">Doch diese Sparflamme hat auch ihr Gutes: Endlich ist eine Disney-Produktion zu sehen, bei der die Darsteller wichtiger sind als das Brimborium drumherum. Wem die ursprüngliche Disney-Version schon immer zu bunt war, wird sich mit der verschlankten Inszenierung sehr gut anfreunden können. Aus diesem Blickwinkel ist „Die Schöne und das Biest“ auf Diät ein sehr gelungenes Konzept.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Metronom Theater, Oberhausen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>18. Dezember 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Ingolf Lück, Leah Delos Santos</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Alan Menken<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></div>
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		<title>Vier Hexen, die es auf die Welt abgesehen haben &#8211; kann das gut gehen?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/vier-hexen-die-es-auf-die-welt-abgesehen-haben-kann-das-gut-gehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2005 17:07:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichstadtpalast]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Karim Khawatmi]]></category>
		<category><![CDATA[Katja Berg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der musikalischen Revue “Hexen” vereint der Friedrichstadtpalast all die künstlerischen Elemente, für die er seit Jahren berühmt ist: außergewöhnliche Choreographien, gute Gesangs- und Schauspielsolisten, atemberaubende Akrobatik und Live-Musik vom hauseigenen Orchester. Gepaart mit den herausragenden Bühnenbildern von Heinz Hauser und den modernen Kostümen von Andrea Kleber entsteht daraus eine Märchenwelt, wie man sie so ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">Mit der musikalischen Revue “Hexen” vereint der Friedrichstadtpalast all die künstlerischen Elemente, für die er seit Jahren berühmt ist: außergewöhnliche Choreographien, gute Gesangs- und Schauspielsolisten, atemberaubende Akrobatik und Live-Musik vom hauseigenen Orchester.</p>
<p class="Body">Gepaart mit den herausragenden Bühnenbildern von Heinz Hauser und den modernen Kostümen von Andrea Kleber entsteht daraus eine Märchenwelt, wie man sie so noch nicht gesehen hat.</p>
<p class="Body">Sascha Iljinski hatte die Idee zu dieser Revue, in der die vier Hexen Donna, Wicca, Bella und Clony im Mittelpunkt stehen. Die vier sind sehr unterschiedlich, haben aber alle den Traum zur Welt der Menschen dazuzugehören. Jede versucht auf ihre Weise, Zutritt in die den Hexen eher skeptisch gegenüber stehende Welt zu erlangen.</p>
<p class="Body">In vier Episoden wird mit der musikalischen Untermalung von Frank Nimsgern erzählt, wie jede einzelne der zum Teil recht exzentrischen Frauen die ihr zur Verfügung stehende Magie einsetzt, um an ihr Ziel zu kommen.</p>
<p class="Body">So sehen wir zunächst Donna (Iris Makris), die sich gemeinsam mit einer Horde düster gekleideter wild tanzender Geister ihren persönlichen Diener für Lust und Lebensfreude schafft: Adam (gespielt von Karim Khawatmi).</p>
<p class="Body">Es folgt eine dem Verständnis der Handlung nicht wirklich dienliche, wenn auch sehr anschauliche Akrobatiknummer von vier Pellegrini Brothers (Äquilibristik), die sich gegenseitig auf verschiedenste Weise stapeln und so interessante menschliche Bauten formen.</p>
<p class="Body">In der nächsten großen Szene setzt Wicca (Susann Malinowski-Märtens) ihre Geistesstärke ein. Sie fordert das Schicksal heraus, verfällt vorübergehend Adam und steht am Ende doch wieder allein da. Unbeirrbar verfolgt sie ihr Ziel jedoch weiter.</p>
<p class="Body">Erneut werden die Zuschauer aus der Handlung geholt, um dem Duo Sidorenko bei seiner Hochseildarbietung gebührenden Respekt zu zollen. Dies gelingt auch weitestgehend.</p>
<p class="Body">Zum Finale des ersten Akts stehen alle Protagonisten der Show sowie das Ballett des Friedrichstadtpalast (Leitung: Roland Gwlik) gemeinsam auf der Bühne und heizt dem Publikum mit “Hexen sind halt so” nochmal so richtig ein.</p>
<p class="Body">Der zweite Akt liegt zunächst in den Händen von Bella (Leah delos Santos), deren Element das Wasser ist. Zerbrechlich und zart entführt und die hübsche Hexe in ihren Zauberwald an einen See. Ihr Duett mit Adam (Karim Khawatmi) wird durch ein Tanzpaar sowie die Trapezkünstler Coppia d’amanti optisch angereichert. Dies ist das erste Mal, dass die verschiedenen Kunstformen zeitgleich auf der Bühne zu sehen sind und eine wirkliche Einheit bieten. In der zweiten Hälfte gibt es auf diese holprigen Übergänge und Längen nicht mehr, die den ersten Akt so zähl und undurchschaubar gemacht haben.</p>
<p class="Body">Plötzlich und total unerwartet taucht ein riesiges Aquarium aus den Tiefen der Bühne auf und zeigt, dass der Friedrichstadtpalast in diesem Bereich einigen Theatern etwas voraus hat und durch ein wandlungsfähiges Bühnenbild überzeugt.</p>
<p class="Body">Katja Bergs große Stunde schlägt als ihr Bühnen-Alter Ego den Menschen klarzumachen versucht, das Macht und Geld das einzig Bedeutsame in ihrem Leben sind und es in ihrer Welt nur Platz für Sieger gibt. Sowohl das Luftballett am Vertikalseil (Air Imagine) als auch das weibliche Friedrichstadtpalast-Ballett in bester Revue-Tradition sorgt hier für dir Highlights. Das Clony mit ihrer Einstellung nicht weit kommt, wird ihr von Adam eindrucksvoll vor Augen geführt.</p>
<p class="Body">Am Ende der Revue werden die Hexen als faszinierende Wesen von der Welt und ihren Bewohnern aufgenommen &#8211; ganz entgegen der üblichen Tradition, die Hexen als Dienerinnen des Teufels verflucht. Doch wer hat das letzte Wort? Adam. Und der ist niemand geringere als der Beelzebub in schicker Verkleidung. Also doch alles beim alten?</p>
<p class="Body">Die Grundidee dieser Revue ist sicherlich nicht schlecht und mit vier verschiedenen Elementen in Form vierer sehr verschiedener Hexen lässt sich auch optisch einiges konstruieren. Doch leider gelingt es Matthias Davids nicht, diese Verschiedenartigkeit so zu bündeln, dass die Geschichte spannend und dicht erzählt wird. Unzählige Brüche im Handlungsstrang machen die eigentliche Geschichte kaum nachvollziehbar für die Zuschauer. Besonders auffällig ist dies an der unpassenden Zusammensetzung von Akrobatik zwischen den eigentlichen Szene im ersten Akt.</p>
<p class="Body">Die Gesangssolisten machen durchweg eine gute Figur und zeigen, dass sie ihr Fach beherrschen. Lediglich Katja Berg reißt hier den schnitt ein wenig nach unten, denn ihre kreischiger Gesang und ihr gelangweiltes, überkandideltes Gestöckel wirkt sehr lästig und deplatziert. Karim Khawatmis schöne Stimme kommt in den wenigen echten Songs sehr gut zur Geltung. Besonders “Beende die Reise &#8211; Rien Ne Va Plus” bleibt haften.</p>
<p class="Body">Das Orchester unter der Leitung von Dieter Klemm intoniert die gefällige, manchmal arg schlagerlastige Musik sehr gut. Zwei bis drei Songs von Frank Nimsgern bleiben auch nach dem Ende der Show in den Köpfen bestehen.</p>
<p class="Body">Trotz nur 2:15 Std. (inkl. 20 Minuten Pause) wirkt die Revue phasenweise sehr langatmig. Von der eigentlichen Handlung bekommt man kaum etwas mit, da die Szenen zusammenhanglos aneinandergereiht sind. Ein roter Faden fehlt vollständig &#8211; da hilft dann auch die x-te Reprise des Hexen-Songs nicht weiter, sondern wirkt zusätzlich noch belastend.</p>
<p class="Body">Das Publikum honoriert die Akrobatik-Einlagen deutlich mehr als die Tanznummern des riesigen Friedrichstadtpalast-Ensembles. Überhaupt &#8211; die Choreographie von Adrian Allsopp, Maik Damboldt, Melissa King und Jan Linken lässt zu Wünschen übrig: Es gab kaum eine Szene, in der es nicht zu ungewollten Unsynchronitäten kam. In diesem Fall hatte ich wirklich mehr von einem bekannten Revue-Ensemble erwartet.</p>
<p class="Body">Fazit: “Hexen” ist eine bunte Revue ohne jeden Anspruch auf das Erzählen einer Geschichte. Wer über unsaubere Choreographien hinwegblicken kann und sich an farbenfrohen, originellen Bühnenbildern und nicht weniger opulenten Kostümen erfreuen kann, ist im Friedrichstadtpalast richtig aufgehoben.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Friedrichstadtpalast, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">2005</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Katja Berg, Karim Khawatmi</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Frank Nimsgern<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Friedrichstadtpalast, Berlin<br />
</span></p>
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		<title>Die Geburtsstunde eines Kult-Musicals?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-geburtsstunde-eines-kult-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2005 17:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Movie Movie]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
		<category><![CDATA[Theater am Holstenwall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der neuesten Schöpfung von Frank Thannhäuser (Inhaber von Imperial und Royal Theater) muss die Frage gestattet sein, ob er diesmal an die Erfolge seines Kult-Hits „Hossa“ anknüpfen kann. Die Antwort hierauf ist ein eindeutiges Jein. „Movie, Movie“ steht in der 11-jährigen Musical-Tradition des Imperial Theaters und greift auf ein bewährtes Team an Künstlern und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bei der neuesten Schöpfung von Frank Thannhäuser (Inhaber von Imperial und Royal Theater) muss die Frage gestattet sein, ob er diesmal an die Erfolge seines Kult-Hits „Hossa“ anknüpfen kann. Die Antwort hierauf ist ein eindeutiges Jein.</p>
<p class="Body">„Movie, Movie“ steht in der 11-jährigen Musical-Tradition des Imperial Theaters und greift auf ein bewährtes Team an Künstlern und Kreativen zurück. So kommt einem die Gestaltung der Bühne im Royal Theater nicht unwesentlich bekannt vor und auch die Darsteller von „Movie, Movie“ gehören beinahe schon zum Inventar von Frank Thannhäusers Theatern.</p>
<p class="Body">Die Show möchte eine musikalische Liebeserklärung an 100 Jahre Kino sein und bedient sich dafür eines bunten Straußes an Musik, Tanz und Moderationen.</p>
<p class="Body">Von Seiten der Ausstattung ist „Movie, Movie“ eine beachtliche Weiterentwicklung des bisherigen Imperial-Standards.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_789">
<div class="style_2">
<p class="Body">Während die Bühne gewohnt schillernd und funkelnd daher kommt, ist das, was der Zuschauer an Kostümen sieht aller Ehren wert. Man könnte schon fast von einer wahren Kostümschlacht sprechen, führt man sich vor Augen, dass es sich um ein kleines Theater handelt, dass ohne eine zehnköpfige Kostüm- und Maskenabteilung auskommen muss. Herausragend ist die Verwandlung von Susi Banzhaf in Scarlett O’Hara und das Pin Up Girl und auch das von ihr sicherlich weniger geliebte Meerhexe-Ursula-Kostüm im Disney-Medley zeugt von einer sehr fleißigen und kreativen Kostüm“abteilung“.</p>
<p class="Body">Ausgehend von einer zunächst etwas langatmigen und ins Alberne abdriftenden Stummfilm-Sequenz wird über die 50er Petticoat-Jahre, Marilyn und Marlene, 007, Disney und Science Fiction nichts ausgelassen. Immer unterstützt von einer Leinwand im Hintergrund, die wahlweise Filmplakate oder Helden des Kinos zeigt, entwickelt sich aus dem etwas beschwerlichen Beginn eine recht amüsante Show.</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist die „Hero“-Szene, in der Katja Thiede vor den übergroßen Konterfeis der Superhelden zeigt, was sie kann. Die Stimmung dieser Szene ist perfekt eingefangen und sorgt für wohlige Erinnerungen beim Publikum. Auch das obligatorische Disney-Medley überzeugt vor allem durch mutige Songauswahl: Nicht die Klassiker, die jeder kennt, wurden von ausgewählt, sondern beispielsweise „Arme Seelen in Not!“ aus Arielle. Schlichtweg große Klasse. Das gleiche kann man über Steffi Connahs Interpretation von „Lili Marleen“ sagen: Einsame Spitze und nicht zu toppen. Ihre warme, volle Stimme mit dem Bildern im Hintergrund – perfekt.</p>
<p class="Body">007, dem weltbekannten Spion im Dienste Ihrer Majestät wird ebenfalls eine (leider viel zu lange) Passage gewidmet. Verdient haben es die zahlreichen Sängerinnen von James Bond Titelsongs allemal, doch zum Schluss hin wird diese Szene trotz des ausgezeichneten stimmlichen und körperlichen Einsatzes aller Beteiligten schlichtweg zu zäh. Auch Sebastian Kraft, der am Schluss dieser Sequenz als Austin Powers natürlich auch mit dabei sein muss, vermag den Kaugummi-Charakter dieser ansonsten sehr gut gedachten Szene nicht zu retten.</p>
<p class="Body">In diesem bunten Kartenspiel an Äras und Filmhelden geht ab und an der rote Faden ein wenig verloren. Nur so ist es wohl auch zu erklären, dass dem Western-Genre eine eigene Sequenz gewidmet wurde, die mit Lucky Luke (Luciano Di Gregorio) zwar noch ganz nett anfängt, aber im großen und ganzen komplett überflüssig ist. Oder können Sie sich an Ohrwürmer aus einem Western erinnern?</p>
<p class="Body">In Sachen Choreographie hat Sebastian Kraft erneut viele eigene Ideen umgesetzt, aber auch Anleihen bei Choreographen vom West End gemacht: So erinnert nicht nur der Regenschirm von Mary Poppins verdächtig an den Merchandise-Artikel des Londoner Musicals, auch die Choreographie von „Supercalifragilistic“ ist eine Light-Variante dessen, was das Ensemble in London jeden Abend mit rasanter Geschwindigkeit zum besten gibt. Wer diesen Vergleich nicht ziehen kann, der ist von dieser Choreographie im Hamburger Royal Theater überwältigt, denn die Geschwindigkeit zollt dem weniger tänzerisch versierten Zuschauer enormen Respekt ab. Kein Wunder also, dass genau diese Szene auch als eine der Zugaben gegeben wurde.</p>
<p class="Body">Eine weitere Zugabe sind die 70er Jahre Disco-Funk-Filme: Schade, dass sich Thannhäsuer dagegen entschieden hat, diese Showstopper in die Show einzubauen und sie stattdessen an den Schluss setzt. Die Qualität des Dargebotenen mindert dies jedoch nicht im Ansatz.</p>
<p class="Body">Insgesamt ist diese Filmrevue eine sehr gute und längst überfällige Idee, dadurch dass jedoch viele Konzepte vermischt wurden, wirkt sie ganz mit fast 3 Stunden eindeutig zu lang und phasenweise etwas unstrukturiert und unruhig. Mit etwas Straffung an der ein oder anderen Stelle wird diese Show ganz sicher rund, auch wenn sie am Ende nicht an „Hossa“ wird anknüpfen können.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater am Holstenwall, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Herbst 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Susi Banzhaf, Sebastian Kraft</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Buch<span class="Bold"> / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Frank Thannhäuser<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Imperial Theater</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-geburtsstunde-eines-kult-musicals/">Die Geburtsstunde eines Kult-Musicals?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Skurrile Puppenshow</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/skurrile-puppenshow/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2005 17:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Matschoß]]></category>
		<category><![CDATA[Villa Sonnenschein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Villa Sonnenschein“ ist die erste Musical-Eigenproduktion, die im neue renovierten Schmidt Theater zur Aufführung kommt. Die Produktion verlangt den Darstellern einiges an Vielseitigkeit ab: Neben Singen, Tanzen und Schauspielen müssen sie in diesem Musical auch noch Puppenspieler sein. Und damit sind nicht nur Handpuppen gemeint, sondern auch ein Wildschwein, Lampen, Pflanzen, die Sonne, eine Bettpfanne ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">„Villa Sonnenschein“ ist die erste Musical-Eigenproduktion, die im neue renovierten Schmidt Theater zur Aufführung kommt. Die Produktion verlangt den Darstellern einiges an Vielseitigkeit ab: Neben Singen, Tanzen und Schauspielen müssen sie in diesem Musical auch noch Puppenspieler sein. Und damit sind nicht nur Handpuppen gemeint, sondern auch ein Wildschwein, Lampen, Pflanzen, die Sonne, eine Bettpfanne und Kissen.</p>
<p class="Body">Die Gestaltung der Puppen erinnert auf den ersten Blick sehr an die amerikanischen „Avenue Q“-Kollegen und kaum jemand wird eine gewisse Inspiration durch die erfolgreiche Broadway-Show ernsthaft abstreiten, doch steckt der Teufel hier im Detail: Die Bedienung der Puppen erfolgt beispielsweise nicht mit Stöcken, sondern die Hamburger Darsteller stecken mit einem Arm in ihrer Puppe, während die Arme sich nicht einzeln bewegen lassen.</p>
<p class="Body">Das junge und im Schmidt’s mehrfach bewährte Kreativ-Team bestehend aus Martin Lingnau (Musik), Heiko Wohlgemuth (Texte), Thomas Matschoß (Buch) hat sich ausgerechnet ein Altenheim als Spielstätte für die ungewöhnliche Show ausgesucht. Dort verbringen Carlotta und Hubert (Ingrit Dohse und Uli Pleßmann) zusammen mit dem ewig meckernden Gustav (Corny Littmann) ihren Lebensabend und sind den Allüren der rücksichtslosen Heimleiterin Mechthild (Carolin Spieß) hoffnungslos ausgeliefert.</p>
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<p class="Body">Unruhe bringt der Zivi Felix (Benjamin Zobrys) in die Villa Sonnenschein. Nicht nur, dass er die rüpelhaften Behandlungsmethoden nicht mitmacht, er verliebt sich auch noch in Melanie(Miriam Lotz), die Tochter von Mechthild. Als dann plötzlich Dr. Mathieu (Nik Breidenbach), der neue Arzt, auftaucht und für einige emotionale Verwirrung bei Mechthild und Melanie sorgt, ist das Chaos komplett.</p>
<p class="Body">Auch wenn es zunächst so scheint, als würden Mechthild und Dr. Mathieu das Altenheim nach ihren Vorstellungen von Grund auf und ohne Rücksicht auf (geplante) Verluste umgestalten können, am Ende siegt – dank der tatkräftigen Unterstützung von Wildschwein und Lampe und der nicht zu verachtenden Lebenserfahrung von Carlotta, Hubert und Gustav – doch das Gute.</p>
<p class="Body">Lediglich drei Personen treten „nur“ als Menschen auf – der Rest des Ensembles hat immer eine Puppe zu bedienen. Das Zusammenspiel von Puppe und Mensch funktioniert lückenlos und ohne holprige Stellen. Es macht viel Spaß erwachsenen Menschen beim Puppenspielen zuzusehen. Man ist mehr als einmal hin- und hergerissen, wem man beim Fortgang der Geschichte folgt: den Puppen oder den Menschen hinter ihnen.</p>
<p class="Body">Nik Breidenbach kann sich im Laufe des Abends sowohl als schleimiger Verführer austoben als auch als allwissende (mit fließend französischem Akzent parlierende) Pflanze die Heimbewohner mit seinen Weisheiten nerven. Corny Littman scheint mit der rollstuhlfahrenden (Zuschauer durch riskante Bremsmanöver erschreckenden) „Kodderschnauze“ Gustav, wiederum eine ideale Rolle gefunden haben. Permanent schlechte Laune verbreitend, versucht er die jungen Menschen von der Nutzlosigkeit des Seins zu überzeugen – natürlich ohne Erfolg. Carolin Spieß macht als unsympathische machthungrige Heimleiterin richtig Spaß und überzeugt genauso wie Benjamin Zobrys als schüchterner Zivi Felix. Etwas blass bleibt lediglich Miriam Lotz als Melanie.</p>
<p class="Body">Die Kulissen auf der wesentlich vergrößerten Bühne des Schmidt’s sind zweckdienlich und halten mal als Aufenthaltsraum oder auch als Umgebung für ein schräges Kasperle-Theater her. Über plappernde Bettpfannen oder einen Mini-Sensenmann muss sich hier nun wirklich niemand wundern. Während eine der Türen im Hintergrund die ganze Zeit über verschlossen bleibt, befindet sich hinter der anderen die Patientin „Piep“ – eine Dame, die nur noch auf ihr Ableben zu warten scheint, von den anderen Heimbewohnern jedoch als vollwertige Leidensgenossin angesehen wird. Die Querverweise auf die sterbende Piep sind ganz eindeutig die Handschrift vom Schmidt Theater. Genauso so schräg und unangepasst erwarten die Zuschauer „ihr“ Schmidt’s.</p>
<p class="Body">Was man jedoch als Stammgast so nicht erwartet hat, ist die etwas unstimmige Musik. Teilweise könnte man sie sogar als langweilig bezeichnen. Üblicherweise bestechen Martin Lingnaus Kompositionen durch Geschwindigkeit und Witz, doch in diesem Fall passt sich die Musik dem Thema Rentner an und dümpelt recht unaufregend dahin. Das ganze Gegenteil sind die Texte von Heiko Wohlgemuth, die phasenweise erfrischend frech, verliebt säuselnd, herrisch befehlend oder einfach nur motzig daherkommen.</p>
<p class="Body">Das Gesamtbild bei der „Villa Sonnenschein“ stimmt. Man bekommt zu großen Teilen, das was man vom Schmidt’s kennt und wird nicht von soviel Neuem überrascht, dass man meint, man säße im falschen Theater. Die Idee mit den Handpuppen ist sicherlich nicht neu, aber sie ist in dieser Form das erste Mal in Europa zu sehen und macht Lust auf mehr.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>August 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Spieß, Benjamin Zobrys</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Buch<span class="Bold"> / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Thomas Matschoß  / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Schmidt Theater</span></div>
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		<title>Beziehungsprobleme – amüsant vorgeführt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/beziehungsprobleme-amuesant-vorgefuehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2005 17:10:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Broder B. Hendrix]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Wukitsevits]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Silvia Vicinelli]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Kappertz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erinnern Sie sich noch an die ersten Schmetterlinge im Bauch? Das erste Date, den ersten Kuss? Dann werden Sie bei „I love you, You’re Perfect, Now change” viele Aha-Erlebnisse haben. “I love you, You’re Perfect, Now change” von Joe DiPietro (Buch, Texte) und Jimmy Roberts( Musik) handelt von alltäglichen und vielen von uns nur allzu ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">Erinnern Sie sich noch an die ersten Schmetterlinge im Bauch? Das erste Date, den ersten Kuss? Dann werden Sie bei „I love you, You’re Perfect, Now change” viele Aha-Erlebnisse haben.</p>
<p class="Body">“I love you, You’re Perfect, Now change” von Joe DiPietro (Buch, Texte) und Jimmy Roberts( Musik) handelt von alltäglichen und vielen von uns nur allzu bekannten Problemen der zwischenmenschlichen Beziehung von Männern und Frauen. In 17 kurzen Episoden führen lediglich vier Darsteller durch alle Spielarten der Liebe: das 1. Date, bei dem man sich von seiner besten Seite zeigt und vorgibt, jemand zu sein, der man nicht ist, die ewige Brautjunger, der familiäre Druck, der auf Paaren lastet, ein Familienausflug mit Kind und Kegel und schlussendlich die späte Liebe im hohen Alter.</p>
<p class="Body">Man geht Kompromisse ein, versucht sich bzw. den Partner zu ändern und doch kommt man irgendwann an den Punkt, wo man feststellt, es geht nicht mehr. Da helfen dann auch keine Diskussionen oder (Sex)Therapeuten mehr…</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
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<p class="Body">“I love you, You’re Perfect, Now change” bietet Ansatzpunkt für Männer und Frauen jedes Alters: Teenies finden sich im ersten Akt wieder, wo es primär um Verliebtsein und Imponiergehabe geht. Erwachsene sehen Parallelen im Übergang vom 1. zum 2. Akt, wo Beziehungen wesentlich pragmatischer eingegangen werden und die Familienplanung immer wichtiger wird. Reifere Semester können sich sicherlich am Schluss des Stücks erfreuen, wo ein „spätes Mädchen“ auf der Beerdigung eines Bekannten einen anderen Trauergast im – aufgrund des fortgeschrittenen Alters etwas gebremsten – Sturm erobert.</p>
<p class="Body">DiPietro hat jede Szene mit viel Feingefühl bearbeitet, bedient Klischees, dort wo es passt, so dass jede Szene in sich geschlossen bleibt. Roberts Kompositionen werden in Köln von einem Pianisten und einer Violinistin vorgetragen. Genauso abwechslungsreich wie der Inhalt Musical Comedy Revue sind auch die verschiedenen Melodien. Im Ohr bleibt vor allem der Titelsong, der alle Probleme auf einen Nenner bringt.</p>
<p class="Body">Die deutschen Texte von Frank Thannhäuser (Inhaber des Hamburger Imperial Theaters) sind an der ein oder anderen Stelle etwas holprig, doch wen stört das schon, wenn die vier Künstler (zwei Männer und zwei Frauen) mit viel komödiantischem Talent, schönen Stimmen und beeindruckender Wandlungsfähigkeit in unzählige Rollen schlüpfen und diese glaubhaft verkörpern.</p>
<p class="Body">Unter der Regie von Frank Müller stehen Broder B. Hendrix, Timo Kappertz, Silvia Vicinelli, und Elisabeth Wukitsevits (alternierend für Meike Gottschalk) seit März dieses Jahres auf der Bühne des Theaterhaus Köln. Von einem Theater im eigentlichen Sinn kann zwar nicht wirklich sprechen, denn das Theaterhaus verfügt nur über eine Zuschauertribüne in einem Aula-ähnlichen Raum – doch gerade die ungewöhnliche Atmosphäre ist es, die diese Produktion noch interessanter macht. Die Zuschauer sind ganz dicht dran an den vier Darstellern und zwei Musikern, können jede noch so kleine Veränderung in der Mimik wahrnehmen. Bei einem so intimen Thema wie Beziehungsproblemen trägt diese Nähe sehr zum Erfolg der Musical Comedy bei: Für die Gäste sind die Schwierigkeiten der Protagonisten greifbar nah.</p>
<p class="Body">Alle vier Darsteller sind Allround-Künstler mit schauspielerischem und/oder musicalischem Background. “I love you, You’re Perfect, Now change” verlangt dem Ensemble viel ab, aber macht auch sichtlich Spaß. Keiner stiehlt dem anderen die Schau – es ist ein gut funktionierendes Team, das im Theaterhaus regelmäßig auf der Bühne steht. Vorstellungen finden wieder am 20. und 27. August statt.</p>
<p class="Body">Wer “I love you, You’re Perfect, Now change” verpasst, verpasst einen unterhaltsamen, kurzweiligen Theaterabend, der Erinnerungen weckt, einen zum Lachen bringt und mit einem charmanten Augenzwinkern den Spiegel vorhält.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theaterhaus, Köln</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Sommer 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Broder B. Hendrix, Timo Kappertz, Silvia Vicinelli, Elisabeth Wukitsevits</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Joe DiPietro / Jimmy Roberts<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Großheim<br />
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		<title>König Arthur regiert in Bad Hersfeld</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/koenig-arthur-regiert-in-bad-hersfeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2005 16:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Jay Lerner]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Camelot]]></category>
		<category><![CDATA[Reinfried Schießler]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftsruine]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Camelot, der sagenumwobene Ort, an dem König Arthur seine Tafelrunde aus der Wiege hob. Der Ort, an dem er zuvor das magische Schwert Excalibur aus dem Stein zog. Der Ort, an dem ein Junge namens Arthur viel von seinem Lehrmeister, dem Zauberer Merlin lernte. Der Ort, an dem sich der englische König Arthur in die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">Camelot, der sagenumwobene Ort, an dem König Arthur seine Tafelrunde aus der Wiege hob. Der Ort, an dem er zuvor das magische Schwert Excalibur aus dem Stein zog. Der Ort, an dem ein Junge namens Arthur viel von seinem Lehrmeister, dem Zauberer Merlin lernte. Der Ort, an dem sich der englische König Arthur in die wunderschöne und nicht minder gescheite Lady Guenevere verliebte.</p>
<p class="Body">Camelot ist aber auch der Ort, an dem sich Lancelot und Guenevere ihre unmögliche Liebe gestehen. Der Ort, an dem Arthurs unehelicher Sohn Mordred mit Hilfe von der mystischen Morgan le Fey die Ritter zur Meuterei anstachelt.</p>
<p class="Body">Camelot ist vieles, aber der kleine Ort wird immer unwiderruflich mit König Arthur verbunden sein.</p>
<p class="Body">Jeder kennt die Geschichte, wurde sie doch in unzähligen Filmen und Theaterstücken aus immer unterschiedlichen Blickwinkeln und mit verschiedenen Schwerpunkten verarbeitet.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1175">
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<p class="Body">Bei Alan Jay Lerners und Frederick Loewes Musicalfassung, die 1960 nach einem mehrjährigen Entstehungsprozess zunächst als fünfstündiges Musicalepos an den Broadway kam, steht ganz klassisch die Lebens- und Leidensgeschichte von König Arthur im Mittelpunkt. Arthur wird von Merlin aufgezogen, verliebt sich in Guenevere, erlebt mit, wie Merlin plötzlich verschwindet, findet einen Verbündeten in Pellinore und trifft Lancelot, den er wie einen Sohn liebt und der doch sein ganzes Leben verändern soll.</p>
<p class="Body">Arthur wird innerlich von seinen Gefühlen zerrissen; er zweifelt an sich selbst, seinen Fähigkeiten, der Richtigkeit seines Weges, misstraut den Menschen um sich herum zusehends un wendet sich immer wieder Hilfe suchend an den verschwundenen Ziehvater Merlin.  Schlussendlich fällt Arthur eine wahrlich tugendhafte, eines Königs würdige Entscheidung und sorgt dafür, dass seine Werte und Ansichten in die Welt hinausgetragen werden.</p>
<p class="Body">
Für die Rolle dieses großen und mächtigen, aber gleichzeitig unsicheren und verzweifelten Mannes wurde in Bad Hersfeld erneut Yngve Gasoy-Romdal verpflichtet, der das Publikum in der Stiftsruine in den vergangenen beiden Jahren als Jesus in „Jesus Christ Superstar“ begeisterte. Als Guenevere steht ihm die in Deutschland bis dato eher unbekannte Andrea Malek zur Seite. Sein geliebter Nebenbuhler Lancelot wird von Aris Sas („Pinkelstadt“, „Tanz der Vampire“ gegeben.</p>
<p class="Body">Die Kulisse der Stiftsruine ist zweifellos eine perfekte Spielstätte für ein Ritter-Musical. Das Licht und die Akustik sind – gemessen an der Tatsache, dass es sich um eine Open Air Veranstaltung handelt und man nur fünf Wochen unter zum Teil widrigsten Bedingungen proben konnte (s. Interview mit <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Reinfried_Schieler.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=816">Reinfried Schießler</a></span>) – sehr gut. Sabine Wiesenbauer (Lichtdesign) versteht es, die Ruine in die passende Atmosphäre zu setzen.</p>
<p class="Body">Der musikalische Leiter Walter Lochmann (Vereinigte Bühnen Wien) hat zusammen mit Regisseur Reinfried Schießler und der Tontechnik vor Ort, Arrangements erarbeit, die nicht im Raum verpuffen, sondern beim Zuschauer direkt ankommen.</p>
<p class="Body">Die Voraussetzungen für die Musicalversion von König Arthurs, Camelot und Excalibur waren also mehr als gut. Die Bad Hersfelder freuten sich auf eine gelungene Produktion im Stil von „Jesus Christ Superstar“. Wäre da nicht das staubtrockene und komplett undramatische Buch von Alan Jay Lerner. Gut zweieinhalb Stunden, in Bad Hersfeld traditionell ohne Pause, dauert das Spektakel und der Spannungsbogen bleibt durchgehend auf Minimalniveau.</p>
<p class="Body">Im Gegensatz zu „My Fair Lady“, wo es durchaus das ein oder andere musikalische Highlight gibt, tut man sich bei „Camelot“ schwer, eine der klassischen Melodien im Kopf zu behalten. Nicht einmal der Titelsong „Camelot“ in der Interpretation von Yngve Gasoy-Romdal bleibt haften. Hinzu kommt, dass „Camelot“ sehr Dialog-lastig ist und die Musik bei diesem Musical zumindest scheinbar im Hintergrund steht.</p>
<p class="Body">Wenn also weder Buch noch Musik den Stoff hergeben, aus dem unterhaltsame Musicals gemacht werden, was bleibt dann noch? Ganz klar: die Darsteller. Aufhorchen lässt in dieser Inszenierung vor allem Andrea Malek, die mit ihrer glasklaren klassischen Stimme den wenigen Songs einen wundervollen Ausdruck verleiht. Ihre Grazie und ihr Auftreten ist absolut königlich und passt sehr gut zur Vorstellung einer eleganten Lady, die auf der einen Seite ihren König und Ehemann unterstützt, auf der anderen Seite aber ihrem Herzen und damit Lancelot folgen möchte. Aris Sas als Lancelot hat vor allem die Lacher auf seiner Seite, wenn er hoch zu Ross, auf seinem Pferd Maurice, die Bühne der Stiftsruine erobert und sein gesanglich einwandfreies „C’est moi“ in dieser Komik untergeht. Arias Sas gibt einen sehr nachdenklichen und unauffälligen Lancelot, bei dem man sich zu Recht fragen darf, was genau ihn für Guenevere anziehend macht. Dass die beiden plötzlich in großer Liebe zueinander entbrennen, kommt mehr als überraschend, da in den vorangehenden Szenen diese Zuneigung nicht transportiert wird. Es ist schade, dass die Figur nicht etwas enthusiastischer angelegt wurde, da Aris Sas, wie in „Pinkelstadt“ bewiesen, durchaus in der Lage ist, ein Ensemble und das Publikum für sich zu gewinnen und mitzureißen.</p>
<p class="Body">König Arthur muss dieses Geschehen mit ansehen. Yngve Gasoy-Romdal, versucht sichtbar die Zerrissenheit des Königs darzustellen. Am überzeugendsten wirkt er zu Beginn des Stücks, als junger König, der sich seiner Verantwortung nicht bewusst ist, sowie zum Ende des Stücks, wo er sich den Gefühlen von Guenevere und Lancelot unterordnet und einen kleinen Funken Hoffnung in Tom of Warwick sieht. Die vielen Dialoge kommen dem smarten Norweger nicht unbedingt entgegen. Man wird das Gefühl nicht los, dass er sich in seiner Traumrolle (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="YGR_2003.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=869">Interview</a></span>) nicht richtig wohl fühlt. Die wenigen Szenen, in denen er singen und tanzen(!) kann, nutzt er aus und zeigt, dass seine Stärken ganz eindeutig im Gesang liegen.</p>
<p class="Body">Als Arthurs Vertrauter König Pellinore überzeugt Michael Stobbe durch amüsantes Schauspiel und konsequent durchgezogene Verrücktheit. Arthurs illegitimer Sohn Mordred wird von Mario Ramos gespielt, der mit die stärksten Szenen auf sich vereint, wenn er die Ritter von Arthurs Tafelrunde anstachelt, sich gegen ihren König aufzulehnen. Alle weiteren Charaktere sind so schwach ausgeprägt, dass sie als Namen im Programmheft auftauchen, man sich aber spontan nicht an die Figur auf der Bühne erinnern kann. Szenen wie das Verschwinden von Merlin (Erich Schleyer) oder das Auftauchen der optisch einschüchternden Morgan Le Fey (Miriam Japp) verpuffen wirkungslos auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Dafür rufen Szenen wie beispielsweise das knallbunt inszenierte Ritterturnier, bei dem Lancelot nacheinander Sir Dinadan (André Bauer), Sir Sagramore (Dietmar Seidner) und Sir Lionel (Hans Steuzner) besiegt, letzteren wiederauferstehen lässt und damit endgültig Gueneveres Gunst für sich gewinnt, Erinnerungen an die Turnierszene in Ascot aus „My Fair Lady“ wach.</p>
<p class="Body">Sicherlich ist es nicht einfach einen mittelalterlichen „Historienschinken“ auf eine akzeptable Länge und einen unterhaltsamen Spannungsbogen einzudampfen. Hier in Bad Hersfeld ist das Experiment mit „Camelot“ nicht geglückt. Es sei hier aber noch einmal betont, dass dies auf das schwache Buch und die wenig mitreißenden Kompositionen zurückzuführen ist und nicht auf mangelnde Leistungen der Künstler auf der Bühne. Gegen langatmige Dialoge und einfallslose Songs können auch die besten Darsteller nicht erfolgreich ankämpfen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine, Bad Hersfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">Juli 2005</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold"> Alan Jay Lerner / Reinfried Schießler<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Festspiele Bad Hersfeld<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/koenig-arthur-regiert-in-bad-hersfeld/">König Arthur regiert in Bad Hersfeld</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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