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	<title>Yngve Gasoy-Romdal-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Yngve Gasoy-Romdal-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Schöne, schlüssige Tourfassung mit herausragenden Darstellern in den Hauptrollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 08:36:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Gergen]]></category>
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		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die in der Spielzeit 2010 / 2011 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourende Produktion von Frank Wildhorns „Jekyll &#38; Hyde“ ist bereits der 20. Aufguss der deutschsprachigen Version dieses düsteren, brutalen, aber nicht weniger emotionalen und tief berührenden Musicals. Die Rolle des ambitionierten Wissenschaftlers Dr. Jekyll und menschenverachtenden Mr. Hyde verlangt dem Darsteller einiges ...</p>
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<p class="Body">Die in der Spielzeit 2010 / 2011 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourende Produktion von Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ ist bereits der 20. Aufguss der deutschsprachigen Version dieses düsteren, brutalen, aber nicht weniger emotionalen und tief berührenden Musicals.</p>
<p class="Body">Die Rolle des ambitionierten Wissenschaftlers Dr. Jekyll und menschenverachtenden Mr. Hyde verlangt dem Darsteller einiges ab. Nicht ohne Grund gilt sie als eine der, wenn nicht sogar die anspruchsvollste männliche Rolle im Musicalbusiness. Mit Yngve Gasoy-Romdal wurde von der Direktion Landgraf ein Künstler engagiert, der diese Figur schon in Köln und Magdeburg eindrucksvoll verkörpert hat. Mit Leah Delos Santos als Lisa Carew hat er eine Kollegin an seiner Seite, die schon bei der deutschen Erstaufführung 1999 in dieser Rolle auf der Bühne das Publikum zu Tränen rührte. Komplettiert wird das Leading Trio an diesem Abend durch Anne-Mette Riis, die als Freudenmädchen Lucy für die verruchten Momente des Stücks sorgt.</p>
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<div class="text-content style_External_670_553">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bei Tourneeproduktionen macht man leider oft die Erfahrung, dass vor allem an Ausstattung und Technik (Musik, Licht, Ton) gespart wird. Nicht so in diesem Fall! Wildhorns Kompositionen werden von einem Live-Orchester einwandfrei in puren Hörgenuss umgewandelt. Kim Scharnberg (Orchestrierung) und Heiko Lippmann (Musikalische Leistung) leisten hier allabendlich Großes. Das Bühnenbild von Jan Freese ist funktional und dennoch sehr aufwendig. Durch das Auf- und Zuklappen von Seitenelementen entstehen verschiedene Räume für die feine englische Gesellschaft, die Besucher der „Roten Ratte“, Dr. Jekylls Labor usw. Durch die Wahl von teilweise kaputten Sprossenfenstern und Säulen lässt sich der handlungsumspannende Tatort London sehr gut nachempfinden.</p>
<p class="Body">Ein ganz großes Kompliment bekommen die Licht- und Tontechniker. Die düstere Stimmung wird vom Licht (Rolf Spahn) perfekt unterstützt. Die Lichtstimmung in den Szenen „Konfrontation“ und „Angst“ muss sich hinter keiner Ensuite-Produktion verstecken. Auch vom Sounddesign kann sich so manch eine fest an einem Haus spielende Musical-Produktion eine Scheibe abschneiden. Stadthallen stellen Tontechniker immer vor besondere Herausforderungen, aber der Klang im Stadeum war brillant.</p>
<p class="Body">An den von Court Watson entworfenen Kostümen der feinen Londoner Damenwelt kann man jedoch durchaus Kritik üben. Sie unterscheiden sich in den Farbtönen und Stil kaum von denen der Unterschicht, wie sie die Huren der „Roten Ratte“  oder die Frauen von der Straße tragen. Um die große Distanz zwischen diesen Gesellschaftsschichten zu unterstreichen, hätte man sich mehr Farbenfreude und schöne Kleider bei den Adligen und Reichen gewünscht. Einzig Lisas Hochzeitskleid geht in diese Richtung, wobei man sich doch fragt, ob ein blaues Hochzeitskleid zur damaligen Zeit standesgemäß gewesen wäre.</p>
<p class="Body">Die 19 Darsteller auf der Bühne agieren mitreißend &#8211; sowohl in Tanz und Gesang. Es macht Spaß ihnen in den verschiedenen Szenen zu folgen. Dass die Tourfassung von Andreas Gergen und Christian Struppeck fast 30 Minuten kürzer ist als die ursprüngliche Bremer Version fällt dabei kaum ins Gewicht. Die Songs, die fehlen, vermisst man kaum. Die Stücke, die an anderer Stelle platziert wurden, runden die Inszenierung ab.</p>
<p class="Body">Yngve Gasoy-Romdal zeigt auch in dieser vermeintlich kleinen Produktion sein volles Potential und sorgt im Publikum mit seinem unverwechselbaren Tenor für Jubelstürme. Seine Fangemeinde aus Hamburg und Umgebung ist geschlossen nach Stade gereist, um ihr Idol lautstark zu bejubeln. Aber seine Leistung rechtfertigt jeden noch so langen Applaus. Mit „Dies ist die Stunde“ berührt er tief, seine „Angst“ in der gleichnamigen Szene ist bis in die letzten Sitzreihen greifbar. Dass er die Welt für irr hält, kann man in dieser Szene sehr gut nachempfinden. Die Zerrissenheit zwischen Wissenschaftler und Mörder, zwischen liebendem Verlobten und gleichgültigem Killer spielt Gasoy-Romdal glaubhaft und von der sprichwörtlichen Routine ist in keiner Sekunde etwas zu spüren.</p>
<p class="Body">Auch Leah Delos Santos kann als Jekylls unglückliche Verlobte Lisa erfahrungstechnisch aus dem Vollen schöpfen. Ihr warmer, voller Sopran lässt Herzen schmelzen und ihre zierliche Statur weckt bei männlichen Zuschauern ganz sicher den Beschützerinstinkt. Die Liebe zwischen ihr und Jekyll fühlt sich echt an, ihre Sorge um ihren entrückt wirkenden Verlobten teilt man sofort. Das gemeinsame Duett mit Lucy „Nur sein Blick“ gerät zum Showstopper, gleiches gilt für „Nimm mich wie ich bin“, welches sie gemeinsam mit Yngve Gasoy-Romdal intoniert.</p>
<p class="Body">Als leichtes Mädchen Lucy Harris steht an diesem Abend Anne-Mette Riis auf der Bühne.  Das unscheinbar wirkende Stimmwunder (Scaramouche und Ozzy in „We Will Rock You“ waren nur zwei ihrer früheren Rollen) lebt das Verruchte und Ungehörige des Rotlichtmilieus in jeder Bewegung aus. Ihre zarte Seite kommt im Song „jemand wie Du“ deutlich zum Tragen; ihre Leidenschaft lebt sie im „Gefährlichen Spiel“ mit Yngve Gasoy-Romdal aus. Einzig, dass „Mädchen der Nacht“, das Duett in dem Lucy gemeinsam mit Puffmutter Nellie über ihr Leben abseits der feinen Gesellschaft lamentiert, in dieser Inszenierung fehlt, muss man bedauernd zur Kenntnis nehmen.</p>
<p class="Body">Aus dem restlichen Ensemble spielt und singt sich keiner in den Vordergrund. Alle agieren rollendeckend und stellen in verschiedenen Figuren ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Hier hat sich eine perfekt aufeinander eingestimmte Truppe zusammengefunden.</p>
<p class="Body">Diese „Jekyll &amp; Hyde“ Inszenierung begeistert und macht Lust auf mehr. Tourneen auf diesem Niveau sind im Musicalbereich leider viel zu selten. Man kann dem Veranstalter eine Fortsetzung daher nur wärmstens ans Herz legen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stadeum, Stade</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>2. März 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Anne-Mette Riis, Leah Delos Santos</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Frank Wildhorn / Andreas Gergen &amp; Christian Struppeck<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Hans-Ludwig Böhme<br />
</span></div>
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		<title>Listen to my Song</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/listen-to-my-song/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 18:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Ebertbad]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele in Deutschland und Österreich kennen den smarten Norweger Yngve Gasoy-Romdal aus Stücken wie „Mozart!“, „Jesus Christ Superstar“ oder „Jekyll und Hyde“. Ganz klar, ihm liegen die gebrochenen, vielschichtigen Charaktere, die manchmal- wie bei Hyde oder dem Biest, auch einen Hang zum Bösartigen haben. Dass auch der Mensch Gasoy-Romdal vielschichtig ist, zeigt er mit seinem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/listen-to-my-song/">Listen to my Song</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Viele in Deutschland und Österreich kennen den smarten Norweger Yngve Gasoy-Romdal aus Stücken wie „Mozart!“, „Jesus Christ Superstar“ oder „Jekyll und Hyde“. Ganz klar, ihm liegen die gebrochenen, vielschichtigen Charaktere, die manchmal- wie bei Hyde oder dem Biest, auch einen Hang zum Bösartigen haben.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Dass auch der Mensch Gasoy-Romdal vielschichtig ist, zeigt er mit seinem Soloprogramm „Listen to my Song“, das am 22. April 2007 im Rahmen der Musicalstars in Concert in Oberhausen Premiere feierte.</p>
<p class="Body">Wie schon auf seinem Soloalbum, das kurz vor dem Konzert veröffentlicht wurde, überraschte der stets gut gelaunte Spinginsfeld mit einer ungewöhnlichen Songauswahl. Zu hören waren nicht nur Standards wie bspw. „Warum kannst Du mich nicht lieben?“ oder „Dies ist die Stunde“, sondern auch viele dem allgemeinen Musicalpublikum vermutlich eher unbekannte Stücke wie „A bit of Earth“ oder „Die Rose“.</p>
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<div class="tinyText stroke_0">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3">
<p class="Sidebar_Body">Das Publikum liebt Gasoy-Romdal gerade für seine exzentrischen Interpretationen; wie persönlich und intim dieses Konzert werden würde, damit hatten sich nur wenige gerechnet. So begründete der Sänger direkt zu Beginn, dass die Songs alle eine große private Bedeutung haben. Er erzählte wie er von seinem Heimatdorf in Norwegen zum Musical kam und wie er schließlich in Österreich bzw. Deutschland die ersten großen Rollen übernahm, wie sehr er seine Tochter und seine Leah liebt und wie glücklich ihn seine Musik macht.</p>
</div>
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<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_721">
<div class="style_2">
<p class="Body">Sehr nahegehend kündigte er einige Songs an, andere ließ er für sich stehen („Ich werde auch einfach mal die Klappe halten.“) Zu den erstgenannten zählte im ersten Teil „A bit of Earth“, das er mit seiner Tochter Disa und der Bedeutung Vater zu sein und Verantwortung für so ein kleines Geschöpf zu haben verband. Entsprechend tiefe Emotionen legte er in diesen Song und berührte damit das Herz der Zuschauer. Nachhaltig im Gedächtnis blieb auch die „Suite Gotique Toccata“, mit der der Künstler eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass er nicht nur das Gesangsfach beherrscht, sondern auch kräftig in die Tasten hauen kann. Sein Pianist, Andreas Hartwig, wurde für dieses Stück einfach mal zum Klavierlehrer und Page-Turner gemacht. Auch „Die Rose“ im zweiten Konzertteil ließ er unkommentiert stehen. Dieser Song sprach mit jeder Silbe von Liebe und Vertrauen, Glück und Freundschaft und bildete einen der Höhepunkte des Abends.</p>
<p class="Body">Besonders emotional wurde es, &#8211; nicht nur für die Zuschauer – als Yngve Gasoy-Romdal seine langjährige Lebenspartnerin Leah Delos Santos auf die Bühne holte und mir ihr „Sonne und Mond“ aus „Miss Saigon“ sang. Die Zuneigung der beiden Akteure war deutlich zu spüren und die Tatsache, dass beiden zwischendurch die Stimme versagte und sie Tränen in den Augen hatten, machte diesen Song zu einer der schönsten echten Liebeserklärungen, die man auf einer Musicalbühne je gesehen hat.</p>
<p class="Body">Doch es ging nicht nur tragisch oder romantisch zu. Komisches Talent zeigten sowohl Yngve Gasoy-Romdal als auch Leah Delos Santos mit „An Old Fashioned Wedding / Alles was Du kannst, das kann ich viel besser“. Ein wunderbar amüsanter Beziehungsstress entwickelte sich zwischen den beiden Protagonisten. Als Gasoy-Romdal im zweiten Akt Frank Loessers „Das Hässliche Entlein“ mit akustischem Gequake und optischem Watscheln zum Besten gab, konnte sein dauerpubertierendes Publikum sich nicht mehr beherrschen und kicherte unaufhörlich.</p>
<p class="Body">Das erste Mal Standing Ovations erhielt der Ausnahme-Künstler jedoch nach seinem intensiv vorgetragenen „Gethsemane“, dem ein wunderschönes „I don’t know how to love him“ von Leah Delos Santos vorausging. Gasoy-Romdal legte sein gesamtes Herzblut in diesen Song und verausgabte sich vollends. An Intensität war dieses Spiel nicht zu überbieten. Auch die übrigen Musical-Songs aus „Mozart!“, „Sunset Boulevard“ und „Jekyll und Hyde“ wurden vom Publikum stürmisch gefeiert und nach den beiden „Mozart!“-Songs „Warum kannst Du mich nicht lieben?“ und „Wie wird man seinen Schatten los?“ sah man viele Zuschauer, die sich ihre Tränen der Ergriffenheit verstohlen mit Taschentüchern trockneten.</p>
<p class="Body">Das Konzert war mit gut zwei Stunden inkl. Pause (!) extrem kurz – vor allem im Vergleich zum letztjährigen Auftaktkonzert von Thomas Borchert. Doch die Leidenschaft, mit der der Norweger jeden einzelnen Song zu etwas ganz Besonderem machte, sein körperlicher und stimmlicher Einsatz machte dieses Manko wett.</p>
<p class="Body">Wie sagte Yngve Gasoy-Romdal noch gleich als Begrüßung? „Wir sind heute alle hier zusammengekommen, weil wir die Musik und den Gesang lieben.“ Recht hat er. Und wir werden beim nächsten Mal (am 2. Dezember gibt es eine weihnachtliche Ausgabe von „Listen to my Song“) sicherlich wieder alle mit dabei sein.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer">
<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ebertbad, Oberhausen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span></strong> 22. April 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Sänger:</strong> </span>Yngve Gasoy-Romdal</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Piano:</span></strong> Andreas Hartwig</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stephan Drewianka</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/listen-to-my-song/">Listen to my Song</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<item>
		<title>Disney in abgespeckter Form – ein erfolgreiches Konzept?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/disney-in-abgespeckter-form-ein-erfolgreiches-konzept/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2005 08:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schöne und das Biest]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolf Lück]]></category>
		<category><![CDATA[Leah Delos Santos]]></category>
		<category><![CDATA[Metronom Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die letzte gelungene Premiere des Jahres 2005 durfte die Stage Entertainment für sich verbuchen. Am 18. Dezember – noch rechtzeitig vor den Weihnachtsfeiertagen – feierte das Revival von Disney’s „Die Schöne und das Biest“ im neu gestalteten Metronom Theater im CentrO Oberhausen Premiere.</p>
<p class="Body">Die pompöse, kunterbunte Disney-Show wurde einer radikalen Schlankheitskur unterzogen, die sich durch alle Bereiche zieht: Kulissen, Kostüme, Tiefe der Charaktere, Akustik.</p>
<p class="Body">Alan Menkens Kompositionen sind hinlänglich bekannt. Viele können „Sei hier Gast“ oder den Titelsong „Die Schöne und das Biest“ zumindest mitsummen, wenn nicht sogar mitsingen.</p>
<p class="Body">Mit einer routinierten Bella-Darstellerin wie Leah Delos Santos wird das Altbekannte nur noch mehr unterstrichen. Schon bei der Deutschlandpremiere des Musical 1998 in Stuttgart stand sie als widerspenstige Leseratte Belle auf der Bühne.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_957">
<div class="style_2">
<p class="Body">Da verwundert es nicht, dass sie ihre Rolle aus dem Effeff beherrscht und eine schnörkellos brave Leistung abliefert. Vielleicht wäre es aber doch ganz schön gewesen, hier etwas mehr frischen Wind als eingespielten Bühnenalltag in die Produktion zu holen?</p>
<p class="Body">Die gelingt mit Yngve Gasoy-Romdal als Biest auf jeden Fall. Der Norweger stellt erneut unter Beweis, dass ihm gebrochene, schwierige Charaktere liegen. In der Bewegung phasenweise an Quasimodo erinnernd, spielt er sich so glaubhaft es für eine Disneyfigur eben geht durch die Show und macht aus den wenigen ihm zugedachten Songs das Beste. In „Wie kann ich sie lieben?“ hört man auch zum ersten Mal, dass hinter der Gummimaske tatsächlich der smarte Norweger steckt. Während der Dialoge weiß Gasoy-Romdal seine Stimme derart zu verstellen, dass er kaum zu erkennen ist.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1673 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/SchöneBiest2_2005.png" alt="" width="260" height="335" />In der Stuttgarter Inszenierung gehörte Lumière (damals Viktor Gernot) zu den wichtigsten Charakteren auf der Bühne. In Oberhausen degeneriert der ehemals charmante Kerzenleuchter zu einem lüsternen Armleuchter. TV-Comedian Ingolf Lück soll dem Stück durch seinen Namen mehr Bedeutung verleihen, schafft es aber nur in ganz seltenen Momenten, den Zauber zu transportieren, der die Figuren umgibt. Mit einem undefinierbaren Akzent, der wohl französisch sein soll, ist er den ganzen Abend damit beschäftigt, dem Rock von Babette hinterher zu jagen. Dass Lück die Schuhe eines Musicaldarstellers nicht nur sprichwörtlich zu groß zu sein scheinen und er auch immer wieder mit der Illumination seiner beiden Kerzen kämpft, fördert den Eindruck einer Fehlbesetzung.</p>
<p class="Body">Kevin Kraus liefert als selbstverliebter Gaston eine gute Leistung ab und erscheint erstaunlicherweise als größerer Sympathieträger als in früheren Produktionen. Sein Zusammenspiel mit Bernd Julius Arends als Lefou funktioniert sehr leicht und amüsant. Über die „Tricksounds“ bei den obligatorischen Schlägen auf den Hinterkopf („Knall“, „Puff“, „Boing“) muss man an dieser Stelle einfach hinwegblicken.</p>
<p class="Body">Bleiben noch die weiteren gegenständlichen Menschen: Claus Dam als zickiger und ängstlicher Herr von Unruh, Barbara Raunegger als Madame Pottine, Tersia Potgieter als Madame de la Grande Bouche sowie Natacza Soozie Boon als Babette machen ihre Sache gut und haben ganz klar die Lacher auf ihrer Seite. Schade nur, dass es durch die Bank keinem der Schauspieler ermöglicht wird, seinen Charakter mehr auszubauen. Das seichte Dahinplätschern der bekannten Handlung wird dadurch nicht spannender.</p>
<p class="Body">Es wird aber leider nicht nur an der Charakterbildung gespart, sondern auch ganz massiv an der Optik. Die Ballkleider von Belle und die Kostüme der Gegenstände (Miguel Angel Huidor) sind hierbei noch die augenfälligste Änderung: Sie sind wesentlich weniger bunt und ausladend. Die Liebe zum Detail lassen auch die weiteren Kostüme und Requisiten vermissen.</p>
<p class="Body">Die Entscheidung zum „Weniger ist Mehr“ lässt sich vor allem auf eine geplante Tourneefassung dieser Produktion gut vertreten. Auch das Bühnenbild von David Gallo ist deutlich unaufwendiger, was eigentlich nur bei der Bibliothek so richtig ins Gewicht fällt. Anstatt in einem Raum auf einer Empore sitzen Belle und das Biest auf einer Art Bücher-Baumhaus, das von der Seite auf die Bühne geschoben wird.</p>
<p class="Body">Einige Worte muss man auch noch zum umgebauten Metronom Theater verlieren: Auf dem Vorplatz des Theaters ist der straffe Zeitplan noch deutlich zu erkennen gewesen: Statt eines willkommen heißenden Platzes werden die Gäste zurzeit noch von einer großen Matschwiese begrüßt, die mit Bauschutt übersäht ist. Innerhalb des Theaters gibt es nicht besonderes: Das Interieur sieht genauso aus wie die anderen Stage Entertainment Theater in Hamburg oder Stuttgart. Was jedoch bei der besonderen Bauweise des Theatersaals negativ auffällt, ist die mangelhafte Akustik. Während der Ensemblenummern schauten sich einige Gäste verwundert um, weil es so klang als würde aus den hinteren Reihen mitgeklatscht. Doch weit gefehlt: Das war nur der Widerhall, der auch bei den Dialogen und Soli in Form eines Echos schmerzlich wahrzunehmen ist.</p>
<p class="Body">Freunde der farbenfrohen, überladenen „Was kostet die Welt?“-Disney-Fassung werden mit der Oberhausener Produktion sicherlich nur zähneknirschend glücklich. Vor allem der eigentliche Showstopper „Sei hier Gast“ kommt mit angezogener Handbremse daher und auch goldene Luftschlangen, die mit lautem Knalleffekt ins Publikum geblasen werden und das zu erwartende Bühnenfeuerwerk, ändern hieran nichts. Es wirkt alles etwas blasser, eben weniger pompös.</p>
<p class="Body">Doch diese Sparflamme hat auch ihr Gutes: Endlich ist eine Disney-Produktion zu sehen, bei der die Darsteller wichtiger sind als das Brimborium drumherum. Wem die ursprüngliche Disney-Version schon immer zu bunt war, wird sich mit der verschlankten Inszenierung sehr gut anfreunden können. Aus diesem Blickwinkel ist „Die Schöne und das Biest“ auf Diät ein sehr gelungenes Konzept.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Metronom Theater, Oberhausen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>18. Dezember 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Ingolf Lück, Leah Delos Santos</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Alan Menken<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></div>
</div>
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		<title>König Arthur regiert in Bad Hersfeld</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/koenig-arthur-regiert-in-bad-hersfeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2005 16:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Jay Lerner]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Camelot]]></category>
		<category><![CDATA[Reinfried Schießler]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftsruine]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Camelot, der sagenumwobene Ort, an dem König Arthur seine Tafelrunde aus der Wiege hob. Der Ort, an dem er zuvor das magische Schwert Excalibur aus dem Stein zog. Der Ort, an dem ein Junge namens Arthur viel von seinem Lehrmeister, dem Zauberer Merlin lernte. Der Ort, an dem sich der englische König Arthur in die ...</p>
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<p class="Body">Camelot, der sagenumwobene Ort, an dem König Arthur seine Tafelrunde aus der Wiege hob. Der Ort, an dem er zuvor das magische Schwert Excalibur aus dem Stein zog. Der Ort, an dem ein Junge namens Arthur viel von seinem Lehrmeister, dem Zauberer Merlin lernte. Der Ort, an dem sich der englische König Arthur in die wunderschöne und nicht minder gescheite Lady Guenevere verliebte.</p>
<p class="Body">Camelot ist aber auch der Ort, an dem sich Lancelot und Guenevere ihre unmögliche Liebe gestehen. Der Ort, an dem Arthurs unehelicher Sohn Mordred mit Hilfe von der mystischen Morgan le Fey die Ritter zur Meuterei anstachelt.</p>
<p class="Body">Camelot ist vieles, aber der kleine Ort wird immer unwiderruflich mit König Arthur verbunden sein.</p>
<p class="Body">Jeder kennt die Geschichte, wurde sie doch in unzähligen Filmen und Theaterstücken aus immer unterschiedlichen Blickwinkeln und mit verschiedenen Schwerpunkten verarbeitet.</p>
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<p class="Body">Bei Alan Jay Lerners und Frederick Loewes Musicalfassung, die 1960 nach einem mehrjährigen Entstehungsprozess zunächst als fünfstündiges Musicalepos an den Broadway kam, steht ganz klassisch die Lebens- und Leidensgeschichte von König Arthur im Mittelpunkt. Arthur wird von Merlin aufgezogen, verliebt sich in Guenevere, erlebt mit, wie Merlin plötzlich verschwindet, findet einen Verbündeten in Pellinore und trifft Lancelot, den er wie einen Sohn liebt und der doch sein ganzes Leben verändern soll.</p>
<p class="Body">Arthur wird innerlich von seinen Gefühlen zerrissen; er zweifelt an sich selbst, seinen Fähigkeiten, der Richtigkeit seines Weges, misstraut den Menschen um sich herum zusehends un wendet sich immer wieder Hilfe suchend an den verschwundenen Ziehvater Merlin.  Schlussendlich fällt Arthur eine wahrlich tugendhafte, eines Königs würdige Entscheidung und sorgt dafür, dass seine Werte und Ansichten in die Welt hinausgetragen werden.</p>
<p class="Body">
Für die Rolle dieses großen und mächtigen, aber gleichzeitig unsicheren und verzweifelten Mannes wurde in Bad Hersfeld erneut Yngve Gasoy-Romdal verpflichtet, der das Publikum in der Stiftsruine in den vergangenen beiden Jahren als Jesus in „Jesus Christ Superstar“ begeisterte. Als Guenevere steht ihm die in Deutschland bis dato eher unbekannte Andrea Malek zur Seite. Sein geliebter Nebenbuhler Lancelot wird von Aris Sas („Pinkelstadt“, „Tanz der Vampire“ gegeben.</p>
<p class="Body">Die Kulisse der Stiftsruine ist zweifellos eine perfekte Spielstätte für ein Ritter-Musical. Das Licht und die Akustik sind – gemessen an der Tatsache, dass es sich um eine Open Air Veranstaltung handelt und man nur fünf Wochen unter zum Teil widrigsten Bedingungen proben konnte (s. Interview mit <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Reinfried_Schieler.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=816">Reinfried Schießler</a></span>) – sehr gut. Sabine Wiesenbauer (Lichtdesign) versteht es, die Ruine in die passende Atmosphäre zu setzen.</p>
<p class="Body">Der musikalische Leiter Walter Lochmann (Vereinigte Bühnen Wien) hat zusammen mit Regisseur Reinfried Schießler und der Tontechnik vor Ort, Arrangements erarbeit, die nicht im Raum verpuffen, sondern beim Zuschauer direkt ankommen.</p>
<p class="Body">Die Voraussetzungen für die Musicalversion von König Arthurs, Camelot und Excalibur waren also mehr als gut. Die Bad Hersfelder freuten sich auf eine gelungene Produktion im Stil von „Jesus Christ Superstar“. Wäre da nicht das staubtrockene und komplett undramatische Buch von Alan Jay Lerner. Gut zweieinhalb Stunden, in Bad Hersfeld traditionell ohne Pause, dauert das Spektakel und der Spannungsbogen bleibt durchgehend auf Minimalniveau.</p>
<p class="Body">Im Gegensatz zu „My Fair Lady“, wo es durchaus das ein oder andere musikalische Highlight gibt, tut man sich bei „Camelot“ schwer, eine der klassischen Melodien im Kopf zu behalten. Nicht einmal der Titelsong „Camelot“ in der Interpretation von Yngve Gasoy-Romdal bleibt haften. Hinzu kommt, dass „Camelot“ sehr Dialog-lastig ist und die Musik bei diesem Musical zumindest scheinbar im Hintergrund steht.</p>
<p class="Body">Wenn also weder Buch noch Musik den Stoff hergeben, aus dem unterhaltsame Musicals gemacht werden, was bleibt dann noch? Ganz klar: die Darsteller. Aufhorchen lässt in dieser Inszenierung vor allem Andrea Malek, die mit ihrer glasklaren klassischen Stimme den wenigen Songs einen wundervollen Ausdruck verleiht. Ihre Grazie und ihr Auftreten ist absolut königlich und passt sehr gut zur Vorstellung einer eleganten Lady, die auf der einen Seite ihren König und Ehemann unterstützt, auf der anderen Seite aber ihrem Herzen und damit Lancelot folgen möchte. Aris Sas als Lancelot hat vor allem die Lacher auf seiner Seite, wenn er hoch zu Ross, auf seinem Pferd Maurice, die Bühne der Stiftsruine erobert und sein gesanglich einwandfreies „C’est moi“ in dieser Komik untergeht. Arias Sas gibt einen sehr nachdenklichen und unauffälligen Lancelot, bei dem man sich zu Recht fragen darf, was genau ihn für Guenevere anziehend macht. Dass die beiden plötzlich in großer Liebe zueinander entbrennen, kommt mehr als überraschend, da in den vorangehenden Szenen diese Zuneigung nicht transportiert wird. Es ist schade, dass die Figur nicht etwas enthusiastischer angelegt wurde, da Aris Sas, wie in „Pinkelstadt“ bewiesen, durchaus in der Lage ist, ein Ensemble und das Publikum für sich zu gewinnen und mitzureißen.</p>
<p class="Body">König Arthur muss dieses Geschehen mit ansehen. Yngve Gasoy-Romdal, versucht sichtbar die Zerrissenheit des Königs darzustellen. Am überzeugendsten wirkt er zu Beginn des Stücks, als junger König, der sich seiner Verantwortung nicht bewusst ist, sowie zum Ende des Stücks, wo er sich den Gefühlen von Guenevere und Lancelot unterordnet und einen kleinen Funken Hoffnung in Tom of Warwick sieht. Die vielen Dialoge kommen dem smarten Norweger nicht unbedingt entgegen. Man wird das Gefühl nicht los, dass er sich in seiner Traumrolle (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="YGR_2003.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=869">Interview</a></span>) nicht richtig wohl fühlt. Die wenigen Szenen, in denen er singen und tanzen(!) kann, nutzt er aus und zeigt, dass seine Stärken ganz eindeutig im Gesang liegen.</p>
<p class="Body">Als Arthurs Vertrauter König Pellinore überzeugt Michael Stobbe durch amüsantes Schauspiel und konsequent durchgezogene Verrücktheit. Arthurs illegitimer Sohn Mordred wird von Mario Ramos gespielt, der mit die stärksten Szenen auf sich vereint, wenn er die Ritter von Arthurs Tafelrunde anstachelt, sich gegen ihren König aufzulehnen. Alle weiteren Charaktere sind so schwach ausgeprägt, dass sie als Namen im Programmheft auftauchen, man sich aber spontan nicht an die Figur auf der Bühne erinnern kann. Szenen wie das Verschwinden von Merlin (Erich Schleyer) oder das Auftauchen der optisch einschüchternden Morgan Le Fey (Miriam Japp) verpuffen wirkungslos auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Dafür rufen Szenen wie beispielsweise das knallbunt inszenierte Ritterturnier, bei dem Lancelot nacheinander Sir Dinadan (André Bauer), Sir Sagramore (Dietmar Seidner) und Sir Lionel (Hans Steuzner) besiegt, letzteren wiederauferstehen lässt und damit endgültig Gueneveres Gunst für sich gewinnt, Erinnerungen an die Turnierszene in Ascot aus „My Fair Lady“ wach.</p>
<p class="Body">Sicherlich ist es nicht einfach einen mittelalterlichen „Historienschinken“ auf eine akzeptable Länge und einen unterhaltsamen Spannungsbogen einzudampfen. Hier in Bad Hersfeld ist das Experiment mit „Camelot“ nicht geglückt. Es sei hier aber noch einmal betont, dass dies auf das schwache Buch und die wenig mitreißenden Kompositionen zurückzuführen ist und nicht auf mangelnde Leistungen der Künstler auf der Bühne. Gegen langatmige Dialoge und einfallslose Songs können auch die besten Darsteller nicht erfolgreich ankämpfen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine, Bad Hersfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">Juli 2005</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold"> Alan Jay Lerner / Reinfried Schießler<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Festspiele Bad Hersfeld<br />
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		<title>Yngve Gasoy-Romdal &#8211; Kraft schöpfen für neue Aufgaben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/yngve-gasoy-romdal-kraft-schoepfen-fuer-neue-aufgaben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2005 14:59:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Camelot]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir treffen Yngve Gasoy-Romdal kurz nach Sommernacht in Dinslaken im hochsommerlichen Fulda, wo er während seines Engagements im Bad Hersfelder „Camelot“ lebt. Bereits in unserem großen Interview vor zwei Jahren schwärmte der smarte Norweger von dieser Rolle: „Für mich ist mit König Arthur ein Traum in Erfüllung gegangen. „Camelot“ wurde von Genies geschaffen und ich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">Wir treffen Yngve Gasoy-Romdal kurz nach Sommernacht in Dinslaken im hochsommerlichen Fulda, wo er während seines Engagements im Bad Hersfelder „Camelot“ lebt. Bereits in unserem großen <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="YGR_2003.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=869">Interview vor zwei Jahren</a></span> schwärmte der smarte Norweger von dieser Rolle: „Für mich ist mit König Arthur ein Traum in Erfüllung gegangen. „Camelot“ wurde von Genies geschaffen und ich bin sehr stolz, dass ich darin mitspielen darf.“ Dabei geht er auch ganz ehrlich mit dem Lerner/Loewe-Klassiker ins Gericht: „“Camelot“ ist ein Stück, dass nicht alle verstehen. Der Stil von Lerner und Loewe ist sicherlich nicht mehr das, was man heute von einem Musical erwartet und wirkt etwas altmodisch. Aber ich finde es wichtig, dass man sich auch traut, solche Klassiker aufzuführen.“ Die Hoffnung, dass mit Stücken wie „Camelot“ auch das Interesse eines breiteren und jüngeren Publikums gewonnen wird, scheint nicht ganz unbegründet. Denn auch in Tecklenburg stand „Camelot“ in diesem Sommer, wenn auch in einer kürzeren Fassung, auf dem Spielplan.</p>
<p class="Body">So eine Rolle wie König Arthur will gut vorbereitet werden. Yngve Gasoy-Romdal ist dafür bekannt, dass er sich mit seinen Rollen immer sehr intensiv auseinandersetzt. „Ich hatte die Rolle nie zuvor gespielt.“ erläutert er, „Arthur ist eine große und schwierige Rolle. Ein Bösewicht ist viel einfacher darzustellen als ein lyrischer Held. Schauspielerisch war die Rolle eine große Herausforderung. Aber leider bietet König Arthur nicht so viele Gesangsnummer wie Guenevere oder Lancelot. Doch ich hoffe, dass ich diese Rolle in einigen Jahren noch einmal spielen darf.“</p>
<p class="Body">Wie bereits Regisseur Reinfried Schießler <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Reinfried_Schieler.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=816">bestätigte</a></span>, war die kurze, nur fünfwöchige Probenzeit besonders hart für alle Beteiligten. „Wir können wirklich froh sein, dass wir das in dieser kurzen Zeit geschafft haben.</p>
<p class="Body">Es geht uns ja darum, in dieser riesigen Ruine eine Geschichte zu erzählen. Es gibt hunderte Bücher über Arthur und viele kennen den letzten Hollywood-Film. Meistens wird König Arthur jedoch als Macho dargestellt. In „Camelot“ ist der König aber eine zerbrechliche und verwundbare Figur, die von ihrer Umgebung verraten und enttäuscht wird.“ Allein an dieser Beschreibung merkt man, dass Yngve Gasoy-Romdal auch in diese sehr dialoglastige, und damit für ihn eher untypische Rolle, viel Herzblut gelegt hat.</p>
<p class="Body">Die Bad Hersfelder Stiftsruine scheint wirklich ein perfektes Parkett für die Geschichte von König Arthur und seiner Tafelrunde. Yngve Gasoy-Romdal stand in diesem Sommer bereits im vierten Jahr in Folge auf der Open Air Bühne der Stiftsruine. „Es ist einfach phantastisch hier. Wer würde hier nicht spielen wollen? Das Publikum kommt aus ganz Deutschland nach Bad Hersfeld, um sich „Jesus Christ“ oder „Camelot“ anzusehen. Für mich als Darsteller ist das ein Geschenk. In diesem Jahr hatten wir leider sehr viel schlechtes Wetter. Ich hab zwar immer versucht, mich während des Regens an den Bühnenrand unters Dach zu schleichen, aber meistens standen wir doch im Regen.“</p>
<p class="Body">Ab 2007 werden in Bad Hersfeld nicht nur wegen des Intendantenwechsels keine Musicals mehr aufgeführt. „Das ist auch eine politische Entscheidung, keine Musicals mehr aufzuführen. Ich finde das sehr schade, vor allem weil Bad Hersfeld ja gerade durch die Musicals so bekannt geworden ist. Ich versteh nicht, warum man das nicht weiter entwickelt.“ Das Yngve Gasoy-Romdal dann im kommenden Jahr in einem Theaterstück in der Stiftsruine zu sehen sein wird, scheint eher ausgeschlossen: „Wenn die Geschichte gut ist, würde ich auch in einem Theaterstück mitwirken. Aber Singen macht mir am meisten Spaß und ich fühle mich damit sehr wohl.“</p>
<p class="Body">Apropos Singen. War nicht eigentlich eine CD-Veröffentlichung geplant? „Ja, wir waren schon fast soweit, eine CD zu produzieren. Aber dann ist es leider aus ökonomischen Gründen gescheitert.“ Bei seiner Vorliebe für Klassiker hielte eine solche CD sicherlich einige Überraschungen bereit. „Die meisten Veranstalter wollen nur die Musical-Standards. Ich finde das sehr schade. Ich liebe zwar die großen Songs aus „Mozart!“ und „Jekyll &amp; Hyde“, aber neue Lieder machen viel mehr Spaß. Die Gala, die ich mit Helen Schneider zusammen gemacht habe, war toll. Dort haben wir viele andere Songs gesungen. Und das Publikum mochte das.“</p>
<p class="Body">Wenn man soviel durch die Lande reist wie Yngve Gasoy-Romdal muss man sich irgendwie einen Ausgleich schaffen. Den geplanten Flugschein hat der Flugzeugbegeisterte Norweger erstmal an den Nagel gehängt: „Ich fliege zwar immer noch gern, aber leider nur sehr selten. Vor zwei bis drei Jahren wollte ich mir mit einem Freund fast ein gemeinsames Flugzeug kaufen, aber Fliegen ist ein Hobby, das sich nur Millionäre wirklich leisten können. Es ist unglaublich teuer!“ Sich die Freiheit über den Wolken auch auf der Erde zu verschaffen, ist nicht die leichteste Aufgabe, aber „mit gutem Schuhwerk durch dir Natur zu wandern, ist etwas, was ich unheimlich gern mache. Richtigen Sport hasse ich. Während meiner Mitgliedschaft in einem Fitnessclub habe ich nur das Solarium und die Fitnessbar genutzt. Ich kann nicht mit ansehen, wie sich die Menschen dort abquälen und beinahe einen Herzinfarkt bekommen, wenn sie Gewichte stemmen.“</p>
<p class="Body">Seit eineinhalb Jahren, genauer seit der Kölner Derniere von „Jekyll &amp; Hyde“, hat der beliebte Darsteller in keiner Ensuite-Produktion mehr mitgespielt. Stattdessen tritt er auf verschiedenen Galas und Konzerten in ganz Europa auf. „Ich bin ein rastloser Mensch und habe ehrlich gesagt immer Schwierigkeiten gehabt, „nur“ ensuite zu spielen, weil ich viele Dinge nebenher machen möchte.</p>
<p class="Body">Aber so langsam merke ich, dass es wieder Zeit wird, ensuite zu spielen.“ Damit spricht Yngve Gasoy-Romdal ein brandheißes Thema an. Sein geplantes Engagement bei Sondheims „Into the woods“ in Klagenfurt, einem weiteren Klassiker, in dem er ab 15. Dezember an der Seite von Anna Montanaro zu sehen sein sollte, hat er gerade kürzlich abgesagt.</p>
<p class="Body">Die Spekulationen, wo er stattdessen zu sehen sein wird, kochen hoch. Da gibt es die geplante „Mozart!“-Tour im kommenden Jahr oder auch „Rebecca“, das neueste Stück von Sylvester Levay und Michael Kunze: „Bei „Rebecca“ werde ich nicht dabei sein, obwohl das eine wunderbare Geschichte ist. „Mozart!“ würde ich schon sehr gern machen – die Rolle ist und bleibt ein Traum. Dort kann ich viel schauspielen, die Musik ist modern und die Story ist einfach schön. Aber man muss schauen, dass es hineinpasst. Denn für 2006 habe ich schon feste Pläne und Engagements.“</p>
<p class="Body">Schließen wir uns also den Gerüchten an und tippen, dass Yngve Gasoy-Romdal ab Dezember in Oberhausen zu sehen sein wird. „Die Schöne und das Biest“ ist für ihn keine gänzlich neue Rolle. Bereits 1997 hat er bei der BB Promotion Tour des Disney-Films die Rolle des Biests übernommen. Warum also nicht noch einmal?</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.yngvegasoyromdal.com" href="http://www.yngvegasoyromdal.com">www.yngvegasoyromdal.com</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Yngve Gasoy-Romdal verabschiedet sich in eine längere Bühnenpause</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/yngve-gasoy-romdal-verabschiedet-sich-in-eine-laengere-buehnenpause/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2003 14:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Nach der Sommerpause standen Sie nur noch zwei Wochen als Jekyll &#38; Hyde auf der Bühne des Kölner Musical Domes. War das Engagement von Anfang so kurz angesetzt? Yngve Gasoy-Romdal: Nein, das war nicht ganz so geplant. Aber ich habe gemerkt, dass ich eine Pause brauche. Natürlich sind viele Fans traurig oder wütend ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Michaela Flint:</strong> Nach der Sommerpause standen Sie nur noch zwei Wochen als Jekyll &amp; Hyde auf der Bühne des Kölner Musical Domes. War das Engagement von Anfang so kurz angesetzt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Nein, das war nicht ganz so geplant. Aber ich habe gemerkt, dass ich eine Pause brauche. Natürlich sind viele Fans traurig oder wütend darüber und ich bekomme entsprechende Briefe. Aber das gehört dazu. Man muss sich selbst treu bleiben und seinem Herz folgen. Ich stehe zu meiner Entscheidung.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">In den letzten beiden Wochen habe ich bei »Jekyll &amp; Hyde« sehr viel Spaß gehabt. Es war eine Riesenstimmung im Saal und ich habe jede Vorstellung genossen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was hat Sie an dieser Rolle besonders gereizt?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Kurz gesagt: Einfach alles! Erstmal ist es eine der schönsten Geschichten. Die Musik ist phantastisch und das Stück wurde von Dietrich Hilsdorf wunderbar kreiert. Und eine gespaltene Persönlich-keit darzustellen, ist ein Reiz für jeden Darsteller. Aber es hat Begren-zungen. Ich bin in eine Produktion hinein gekommen, die vor vielen Jahren in Bremen und Wien entstanden ist. Es wie ein Korsett, in den ich spielen muss. Man kann nicht immer neue Stücke selbst kreieren. Es gab von Anfang viele Vorgaben und ich habe versucht, mich da einzuschmelzen. Doch es gab viele Einschränkungen, was man machen kann und was ich daraus machen darf. Trotzdem habe ich versucht, etwas von mir einzubringen und jede Show zu etwas ganz Besonderem zu machen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Welche Erinnerungen nehmen Sie von »Jekyll &amp; Hyde« mit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>Naja, ich sammele Narben. Während »Sunset Boulevard« hatte ich eine Blinddarmoperation, bei »Mozart!« wurde ich Meniskus operiert, bei »Die Schöne und das Biest« musste ich am Kopf genäht werden und hier bei »Jekyll &amp; Hyde« habe ich an der Hand zwei Verletzungen bekommen, die auch genäht werden mussten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Das alles ist entweder bei Proben oder sogar während der Show passiert. Es passieren immer solche Kleinigkeiten. Gott sei Dank ist bei »Jekyll &amp; Hyde« nichts Großes passiert, denn wenn es da eine Panne gäbe, wäre das sehr gefährlich, weil die Bühne sehr technisch ist.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Suchen Sie sich Ihre Rollen bewusst so aus, dass der Charakter am Ende stirbt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>(lacht) Das könnte man fast denken. Natürlich ist Dramatik für mich wichtig – ich bin auch privat eine hochdramatische Person. Und Sterben auf der Bühne ist für einen Schauspieler natürlich sehr dramatisch, aber zugleich auch sehr schön. Es ist ein bisschen merkwürdig, dass zu sagen, aber irgendwie genieße ich es auch.<br />
Bei meinem Rollen ist das eher Zufall gewesen. Die Menschen, die ich gespielt habe, sind durch so viele Leiden gegangen und haben Geschichte geschrieben.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> War es für Sie schwierig nach Wolfgang Mozart eine andere Rolle zu finden? Sie waren ja auf diesen Part doch sehr festgelegt – trotz aller kreativen Freiheiten…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Nein, auch bei »Jesus Christ Superstar« habe ich viel selbst geschaffen. Aber diese Gedanken waren der Grund, warum ich nach »Mozart!« nicht gleich zur »Jekyll &amp; Hyde«-Audition nach Wien gegangen bin. Die beiden Rollen haben doch zu viele Ähnlichkeiten und das hätte ich dann nicht machen wollen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Alle Rollen, die ich bisher gespielt habe, sind ganz unterschiedlich. Für mich ist es das größte Glück, dass Produzenten und Regisseure sich trauen und mich für Parts besetzen, bei denen andere nicht mal im Traum daran denken, dass ich das könnte.<br />
In Norwegen war ich doch nur der lyrische Boy. Aber hier in Deutschland und Österreich habe ich so unglaublich viele Charaktere geschaffen – das ist das größte Glück für einen Darsteller.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Haben Sie nicht kürzlich für die Rolle des Graf von Krolock in »Tanz der Vampire« vorgesungen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Ja. »Tanz der Vampire« ist eine tolle Show und der Graf ist eine schöne Rolle. Aber im Grund wollte ich nichts machen nach »Jekyll &amp; Hyde«. Ich bin dort nur Michael Reed zuliebe hingefahren, der dort der Musical Supervisor ist. Wir haben in London schon zweimal fast zusammen ein Stück gemacht, aber im Moment möchte ich nichts machen. Außer fliegen…</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Ist das das Buch, in dem Sie kurz vor dem Interview noch gelesen haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Ich muss sieben ziemlich dicke Bücher Theorie lesen. Es ist eigentlich unglaublich, dass ich mich überhaupt damit befasse. Meine Fliegerei ist eine Tragödie für die Umgebung, meine Familie und die Geldbörse…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ist das Fliegen ein lang gehegter Traum, den Sie sich jetzt endlich erfüllen können, weil Sie mehr Freizeit haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Ich hatte es total vergessen. Als ich Kind war wollte ich Missionar in Afrika werden. Das kam, weil meine Großmutter sehr religiös war. Ich glaube, es war eine Kombination aus ihrem Einfluss, dem Reisen an sich, neue Dinge zu erleben, weshalb ich Missionar werden wollte. Oder eben Flieger…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Und dann habe ich Flugangst bekommen – wirklich Höllenangst beim Starten und Landen. Dass ich jetzt überhaupt fliege, ist Wahnsinn! Aber es ist jedes Mal ein unglaubliches Erlebnis. Ich fliege ganz allein, mein Lehrer sitzt nur daneben und redet mit dem Tower, denn das kann und darf ich noch nicht.<br />
Ich mache alles: Take Offs, Landungen und es ist herrlich! Da oben auf einem Luftkissen zu sitzen und zu gucken…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Wenn Sie nicht im Flugzeug sitzen oder im Theater auf der Bühne stehen, wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Am liebsten mit Fliegen oder Fischen. Ich war jetzt gerade wieder eine Woche in Norwegen und habe einen Riesen-Dorsch gefangen. Die Makrelen, die ich geangelt habe, habe ich gleich gekocht. Mmmmh, frisch gefangene Makrele kochen und mit Zitrone, ein bisschen Essig und natürlich Salz und Knoblauch…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Das klingt nach Kochen mit Yngve…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Ja, und es ist so einfach! Einfach nur das Wasser mit Zwiebeln hochkochen und die Makrele in schöne große Scheiben schneiden, kurz aufkochen und dann zwei Stunden in dem warmen Wasser ziehen lassen. Dazu dann Kartoffeln und Sauerrahm und verschiedene andere Soßen – hach lecker!<br />
Ich liebe es zu kochen, Indisch, Thai und Deutsch… Grünkohl oder Sauerkraut mit Kasseler – ich liebe es.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Sie sind seit vielen Jahren auf den deutschen und österreichischen Bühnen vertreten. Wo ist für Sie Ihre Heimat?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Hier in Wiesbaden ist mein Zuhause. Natürlich bin ich vor allem Norweger. Das liegt zum einen an der Natur und zum anderen daran, dass ich Royalist bin und sehr stolz auf meinen König, die Königin und vor allen die junge Generation bin. Ansonsten bin ich genauso viel Deutscher oder Österreicher. Hier habe ich arbeitsmäßig meine schönsten Momente gehabt…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Jetzt gehen Sie für einige Wochen nach London. Warum gerade die englische Metropole?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>Ich habe von dort schon oft Angebote bekommen, die ich nicht machen konnte, weil ich hier ein festes Engagement hatte. Und jetzt habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit nichts Konkretes, aber es sind viele Dinge in Planung. Ich möchte das einfach verwirklichen und schauen, wie es läuft?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie genau sehen diese Pläne aus? Mehr Schauspiel, die von Ihren Fans lang ersehnte eigene CD oder doch Musicalbühne und Konzerte?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>Es gibt viele Gespräche. Aber als erstes möchte ich ein bisschen frei machen und ins Theater gehen, meine Familie sehen und so was.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Eine eigene CD war schon letztes Jahr geplant, aber wir konnten uns wegen des Repertoires nicht einigen. Die wollten etwas im Robbie Williams Stil machen und ich fand das nicht richtig. Ich möchte keine Platte machen, wo nur moderne Songs drauf sind. Ich möchte lieber Stücke aus den Musicals präsentieren, in denen ich mitgespielt habe, und viele ältere Stück von Genies, die ich persönlich unglaublich finde.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Mit der Schauspielerei ist das so eine Sache. Es gibt sicherlich Pläne in diese Richtung, aber die Shootings sind immer sehr kurzfristig und binnen einer Woche steht man dann vor der Kamera. Ich hab früher schon mal in Oslo abends auf der Bühne gestanden und tagsüber in Stockholm gedreht. Viele Haben gesagt. „Um Gottes Willen! Was für ein Stress!“, aber ich habe sehr viel Energie daraus geschöpft und viel Spaß dabei gehabt. Wenn man dann auch noch ein paar Konzerte machen kann, ist es optimal.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Gibt es – nach der anstehenden kreativen Pause &#8211; eine Traumrolle, die Sie gern einmal spielen würden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Oh ja, da gibt es einige… Zum Beispiel König Artus in »Camelot« oder Billy in »Carousel«. Auch »Sweeney Todd« würde ich sehr gern machen. Diese Stücke sind von phantastischen Künstlern geschaffen. Es sind vor allem Stücke, wo ich das schauspielerische mit dem Gesang mischen kann.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie wichtig ist es Ihnen, dass Schauspiel und Gesang gleichwertig verteilt sind?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Das muss sein. Wenn ich nur singen möchte, sollte ich in die Oper gehen. Oder in den Popbereich. Ab und zu hoffe ich, dass ich etwas mehr Pop in mir hätte, aber das habe ich leider nicht. Einige Kollegen sagen mir zwar, dass ich poppig singen könnte, aber ich fühle dann immer irgendwie tuntig. Aber ich höre sehr gern Pop – und auch Rock ist natürlich phantastisch. Privat höre ich viel Soul und Jazz.<br />
Aber wenn ich nur singen würde, würde ich auf jeden Fall Klassik machen. Das Schauspiel ist mir wichtig, weil ich mich da als Person in ein Stück einbringen kann. Und dafür muss die Rolle auch ein bisschen Substanz haben…</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wir hatten vorhin schon ganz kurz darüber gesprochen, wie enttäuscht die Fans sind dass Sie Deutschland – wenn auch nur vorübergehend – verlassen…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Ich kann das ja ein bisschen verstehen. Aber 99 % meines Publikums sind phantastisch. Die respektieren meine Privatsphäre und ich liebe es für sie zu spielen.<br />
Ich komme ja bald wieder und freue mich darauf.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.yngvegasoyromdal.com" href="http://www.yngvegasoyromdal.com">www.yngvegasoyromdal.com</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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