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	<title>Wolfgang Adenberg-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Wolfgang Adenberg-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Charmantes Familienmusical mit liebevoll gestalteten Charakteren</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Oct 2019 22:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Fast) jedes Kind kennt den Räuber Hotzenplotz, der nicht nur Kasperl, Seppel und die Großmutter in Angst versetzt, sondern Wachtmeister Dimpfelmoser auch immer wieder vor schier unlösbare Aufgaben stellt. In diesem neuen Musical von Wolfgang Adenberg (Texte) und Martin Lingnau (Musik) wurde die erst 2018 aus Ottfried Preußlers Nachlass veröffentliche Geschichte für die Bühne bearbeitet: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>(Fast) jedes Kind kennt den Räuber Hotzenplotz, der nicht nur Kasperl, Seppel und die Großmutter in Angst versetzt, sondern Wachtmeister Dimpfelmoser auch immer wieder vor schier unlösbare Aufgaben stellt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2678 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In diesem neuen Musical von Wolfgang Adenberg (Texte) und Martin Lingnau (Musik) wurde die erst 2018 aus Ottfried Preußlers Nachlass veröffentliche Geschichte für die Bühne bearbeitet: Räuber Hotzenplotz ist hinter Schloss und Riegel – bis er den schusseligen Wachtmeister Dimpfelmoser austrickst und in den Wald fliehen kann. Kasperl und Seppel erfahren davon, als sie die Großmutter besuchen und diese ihnen voller Schrecken berichtet, dass der Räuber die Schwammerlsuppe gegessen hat, die eigentlich für die beiden Jungs sein sollte. Kurzerhand beschließen die beiden den Räuber einmal mehr hinter Gitter zu bringen („Der Polizei muss geholfen werden“). Wie das gehen soll? Mit einer Rakete, die den Räuber auf den Mond bringt. Natürlich bauen sie keine echte Mondrakete, aber sie können den Räuber mit viel Kreativität hinters Licht führen und am Schluss in die Obhut des Wachtmeisters übergeben.</p>
<p>Wie immer läuft das Ganze nicht ganz so rund wie geplant und auch die wahrsagende Witwe Schlotterbeck und ihr verdächtig an ein Krokodil erinnernder Dackel Wasti spielen eine nicht unwesentliche Rolle…</p>
<p>Seit einigen Jahren gelingt es dem Schmidt Theater mit seinen Weihnachtsmusicals für volle Reihen zu sorgen. „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist hier keine Ausnahme. Am Premierentag sind die Kinder im Zuschauerraum ganz klar in der Überzahl und von Anfang an mit großer Begeisterung dabei. Viele kennen die Charaktere und freuen sich, den charmant-trotteligen Wachtmeister wiederzutreffen und mit dem schlauen Kasperl und dem etwas ängstlichen Seppel gemeinsam das Abenteuer zu erleben.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2677 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Adenberg und Lingnau, die gemeinsam das Buch geschrieben haben, gestalten die Figuren wunderbar kindgerecht. Auch der Räuber ist eher lustig als böse. Dass die Darsteller so nahbar über die Rampe kommen, liegt aber nicht zuletzt auch an Carolin Spieß‘ gelungener Regie. Man spürt, dass auch dieses Stück ein Gemeinschaftsprojekt ist, bei dem sich alle Beteiligten einbringen konnten.</p>
<p>Zu Beginn ist es dem Wachtmeister sehr „langweilig“ – schon hier zeigt Veit Schäfermeier, dass er ein Händchen für schrullige Charaktere hat. Auch die putzige Choreographie mit seinem Tisch sorgt für Lacher. Götz Fuhrmann ist als Räuber manchmal fast schon am Rande des Wahnsinns und dennoch irgendwie liebenswert. Anleihen bei Vater König aus „Die Königs vom Kiez“ sind nicht von der Hand zu weisen. Aber er nimmt die kleinen Zuschauer gut mit (insbesondere bei „Räuber, wasch Dich“) und erntet große Begeisterung.</p>
<p>Susi Banzhaf ist eine ungemein herzliche Großmutter, begeistert aber auch als etwas unheimliche Witwe Schlotterbeck. Urkomisch (und musikalisch herausfordernd) sind der Kanon zum Zaubertrank-Mischen und „Lasst mich hier rein“, wo sich der Räuber Zutritt zu Witwe Schlotterbecks Hütte verschafft.</p>
<p>Benjamin Zobrys und Evangelos Sargantzo als Kasperl und Seppel sind ein schwungvolles Duo, die mit viel Witz nicht nur den Räuber überlisten, sondern auch die Kinder im Publikum mit dem Verteilen der Steckbriefe zu Helfern machen. Zobrys Spielfreude ist ansteckend und Sargantzos schüchterne Loyalität ist einfach zuckersüß.</p>
<p>Der Räuberwald ist mit rollenden Klapp-Elementen eher praktisch gebaut. Durch einfaches Drehen entsteht so schnell die Räuberhöhle nebst Badewanne, Großmutters Häuschen oder das Spritzenhaus des Wachtmeisters.</p>
<p>Auch die Bauanleitung für die Mondrakete ist ungemein kreativ umgesetzt. So einfach macht man aus ein paar Pappkartons eine Rakete! Hier fehlt es einfach an nichts und es wird mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet (bspw. der Schlotterbecksche Zaubertrank und die singenden Maulwürfe an der Räuberhöhle).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2680 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zudem wird jedes Kapitel auf einem kleinen LED-Screen oberhalb des Waldes handschriftlich eingeblendet, was besonders beim Kapitel „Der Plan geht <span style="text-decoration: line-through;">auf</span> / <span style="text-decoration: line-through;">schief /</span> auf!“ sehr amüsant ist, da die Worte „auf“ und „schief“ erst eingeblendet und dann im Verlauf durchgestrichen und durch das nächste Wort ersetzt werden.</p>
<p>Das Publikum geht bei Lingnaus schwungvollen Melodien („Das Hotzenplotz-Lied“, „Was einmal klappt“, „Wir bauen eine Rakete“) mit, lässt sich gern zum Klatschen animieren und tanzt am Schluss auch die „Raketenbau-Choreographie“ nur allzu gern mit. Adenbergs Songtexte machen auch den Erwachsenen viel Freude, was insbesondere Schäfermeier mit seinem „Schnell-Sing-Talent“ dankbar annimmt.</p>
<p>Benjamin Zobrys zeichnet auch bei diesem Musical für die Choreographien verantwortlich. Wenn Hotzenplotz vom „Räuberhimmel“ träumt und die anderen Darsteller mit belaubten Ästen im Bob Fosse-Style um ihn herumtanzen, ist das schon sehr schön.</p>
<p>„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist kurzweilige Familienunterhaltung, die bei den älteren Zuschauern viele Erinnerungen weckt und den Kindern zeigt, dass es viel mehr zu entdecken gibt als das nächste Youtube-Video.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">26. Oktober 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Götz Fuhrmann, Susi Banzhaf, Veit Schäfermeier, Evangelos Sargantzo</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Texte / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß / Wolfgang Adenberg / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></p>
</div>
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		<item>
		<title>Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/dieses-maerchen-ist-genau-das-gegenteil-von-100-jahren-tiefschlaf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jul 2018 20:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
		<category><![CDATA[Hanau]]></category>
		<category><![CDATA[Joana Fee Würz]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Ibald]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosch Abbasi]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa-Marie Sumner]]></category>
		<category><![CDATA[Marian Lux]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Oliver Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Euskirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie Euskirchen in der Titelrolle – damit steigen die Erwartungen schon beim Lesen der Besetzungs- und Kreativteamliste um ein Vielfaches.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2279 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-768x494.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon die Ouvertüre zeigt, dass Marian Lux ein Händchen für Dramaturgie hat. Seine einmalige Mischung aus frischem Pop und bedrohlich wirkender Symphonie ist für die Bühne des Hanauer Amphitheaters schon fast zu klein. Diese Kompositionen kann man sich auch sehr gut auf einer Ensuitetheaterbühne vor 2.500 Zuschauern vorstellen.</p>
<p>Wolfgang Adenberg ist mit Fug und Recht einer der besten Musicalautoren unseres Landes. Seine Idee für ein entstaubtes, modernes, lustiges und zugleich gefühlvolles „Dornröschen“ geht komplett auf. Der gekonnte Kniff, Dornröschen kurz vor dem eigentlichen Aufwachen aus dem Schlaf zu erwecken und sie als Seele ihre Lebensgeschichte noch einmal durchleben zu lassen, eröffnet viele Möglichkeiten.</p>
<p>Während Dornröschen sich noch wundert, warum alles voller Rosenranken ist und der gesamte Hofstaat schläft, lädt sie die optisch und vom Verhalten her verdächtig an „Wicked’s“ Glinda erinnernde gute Fee Aurora ein, sich die Geschehnisse anzusehen, die zu diesem 100jährigen Schlaf geführt haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2278 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg" alt="" width="335" height="270" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-768x618.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px" />Dornröschens Mutter (Königin Gloria), Aurora und die böse Fee Selena sind Schwestern, was das Publikum aber er kurz vor dem Finale erfährt. Durch einen Streit zwischen den Schwestern, ob ein Leben mit einem normalen Menschen (bezogen auf Gloria und den König) angebracht sei, entzweien sich die drei. Selena verflucht ihre beiden Schwestern, damit sie keine Kinder mehr bekommen können und nimmt Aurora sogar ihren Sohn Edmund weg. Aurora gelingt es zwar den Fluch von Gloria (Lisa-Marie Sumner) abzumildern, doch König Albrecht kann Selena ihre Niedertracht nicht verzeihen und lädt sie zur Taufe von Töchterchen Dornröschen ausdrücklich nicht ein.</p>
<p>Selena macht dies nur noch wütender. Sie erscheint auf der Taufe und belegt das Mädchen mit einem Todesfluch. Zum Glück kann Aurora auch diesen Fluch abschwächen, so dass Dornröschen und ihre Familie „nur“ schlafen und durch den Kuss der wahren Liebe erlöst werden können.</p>
<p>Dornröschen wächst behütet heran und ihre Mutter sieht die Lösung für ein weiteres glückliches Leben in der Vermählung ihrer Tochter mit einem befreundeten Königssohn. Dass weder Dornröschen noch der von ihrer Mutter auserkorene Prinz Alexander mit der arrangierten Ehe einverstanden sind, liegt auf der Hand. Dies ändert sich – wie es sich für ein richtiges Märchen gehört – bei ihrem ersten Aufeinandertreffen. So sieht Liebe auf den ersten Blick aus! Gepaart mit dem entsprechenden Wortwitz ist diese Kennenlern-Szene eines der Highlights des Stücks.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2277 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-768x474.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Solo des Königs, in dem er die anstehende Hochzeit seiner Tochter bedauert, ist eine wunderschöne, kraftvolle Ballade, die Sascha Oliver Bauer mit viel Gefühl intoniert. Dornröschen lehnt sich gegen den übermächtigen Vater auf, es kommt zum Streit und das Mädchen entdeckt im Schlossturm eine Kammer, in der Selena Flachs spinnt und das Kind in sein vermeintliches Verderben führt.</p>
<p>Der zweite Akt beginnt zunächst musikalisch und szenisch so wie der erste. Schnell wandelt sich aber alles in eine Art Albtraum, in dem die schlafenden Hofbewohner den 117. Geburtstag der Prinzessin feiern. Besonders gruselig sind die Fratzen, die in den Deckeln der Geschenkboxen verborgen sind und von den Darstellern abschreckend vor ihre Gesichter gehalten werden.</p>
<p>Einmal mehr ist es Aurora, die die rettende Idee hat und auch Prinz Alex in einen 100-jährigen Schlaf versetzt, aus dem er just an dem Tag erwachen soll, an dem der Fluch von Dornröschen und ihrer Familie gelöst werden kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2280 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg" alt="" width="400" height="297" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-768x569.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alles sieht nach einem Happy End aus, doch auch hier hat Adenberg einen weiteren Kniff eingebaut: Es war nicht Aurora selbst, welche Dornröschen die ganze Zeit über durch ihre Vergangenheit geführt hat, sondern die als Aurora verkleidete Selena. Hierdurch konnte Selena herausfinden, an welcher Stelle Prinz Alex verwundbar ist, um so den erlösenden Kuss zu verhindern. Siegessicher rechnet sie nicht damit, dass sich plötzlich der ehemals unterwürfige Edmund sich gegen sie wendet und somit Print Alex rettet. Hierfür ist jedoch Dornröschen selbst verantwortlich: Es gelingt ihr, ein wenig der Zauberkraft, die auch tief in ihr schlummert, zu aktivieren und Edmund in seinem Traum zu erscheinen – ganz so wie es Aurora (bzw. Selena) ja auch bei ihr gemacht hat.</p>
<p>Mit vereinten Kräften überwinden Dornröschen, Edmund und Prinz Alex die Fee Selena („Das ist unsere letzte Möglichkeit“) und es folgt das ersehnte und obligatorische Happy End.</p>
<p>Die Handlung ist über weite Strecken sehr nah dran an der Grimmschen Vorlage. Doch ein Dornröschen, das in Chucks über die Bühne wirbelt, patzige Antworten gibt, das Geschehen altklug kommentiert und immer wieder durch ihren Eigensinn auffällt, ist schon etwas Besonderes. Sophie Euskirchen ist die ideale Besetzung für diese Rolle: Sie ist frech, flippig, fröhlich und leidenschaftlich. Sie wirkt authentisch und singt zudem auch noch sehr gut.</p>
<p>Joana Fee Würz ist eine herrlich sarkastische, vermeintlich naive Aurora. So eine gute Fee hat man sicherlich noch nie gesehen! Ihr gelingt die Gratwanderung zwischen süßlich-quietschender und quirlig-naiver Fee hervorragend. Sowohl gesanglich als auch optisch gibt sie eine richtig gute Figur ab.</p>
<p>Ihr Counterpart, die böse Fee Selena, wird von Kerstin Ibald mit viel Feingefühl gespielt. Sie ist nicht einfach nur böse, sondern verbittert und versteckt sich größtenteils hinter der bösartigen, menschverachtenden Fassade. Diesen kleinen Unterschied arbeitet Ibald exzellent heraus. Ihr samtiges Timbre (bspw. bei „Nacht“) ist beeindruckend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2276 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg" alt="" width="400" height="306" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-768x587.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Zusammenspiel mit Dennis Hupka als ihr unfreiwilliger Ziehsohn Edmund ist auf den Punkt. Das Timing der beiden ist perfekt. Warum Edmund an eine Mischung aus Quasimodo und Koukol erinnert, lässt sich nicht klären, aber Hupka spielt seine Rolle sehr überzeugend.</p>
<p>Fabian Böhle versucht als Hofmarschall vergebens die aufmüpfige Prinzessin zu unterrichten, dafür setzt er aber mit seinem vollen Bariton und lustigen Sprüchen wie „Dornröschen heul leise!“ unüberhörbare Akzente.</p>
<p>Kurosch Abbasi gibt einen überaus sympathischen, bodenständigen Prinzen ab, was insbesondere in der Interaktion mit dessen Diener Roderich (André Haedicke), dem Luxus und gutes Essen über alles gehen, zum Tragen kommt.</p>
<p>„Dornröschen“ sprüht vor frechen Sprüchen, cleveren Ideen und einer sehr gelungenen Personenregie. Musikalisch spürt man, dass diese Show ein Beleg dafür ist, dass von Marian Lux noch viel mehr zu erwarten ist. Auch Tobias Schunk mit seinem sehr wandlungsfähigen und Ulla Röhrs (Kostüme) fügen sich perfekt in diese Riege von Könnern ein. Das Kreativteam hat für diese Inszenierung perfekt miteinander gearbeitet.</p>
<p>Auch ein besseres Ensemble habe ich in Hanau bisher noch nicht gesehen.</p>
<p>Genau so funktioniert die Transformation von vermeintlich angestaubten Märchen in die heutige Zeit!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philippsruhe, Hanau</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 14. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Sophie Euskirchen, Kerstin Ibald, Joana Fee Würz, Kurosch Abbasi, Sascha Oliver Bauer, André Haedicke, Lisa-Marie Sumner</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Alex Balga / Marian Lux</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brüder Grimm Festspiele Hanau<br />
</span></div>
<div></div>
</div>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0&amp;autoplay=1"></iframe></center></p>
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		<title>Ein farbenfrohes Spektakel frei nach Noah Gordon</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-farbenfrohes-spektakel-frei-nach-noah-gordon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 11:14:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Wolfram]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noah Gordon hat mit dem „Medicus“ 1986 sein Meisterstück abgeliefert. Dieses epochale Werk der Literatur wirkt allein ob seiner Seitenanzahl schon abschreckend. Umso beachtlicher ist es, dass sich eine kleine Produktionsfirma daran wagt, diesen Stoff auf eine Musicalbühne zu bringen. Dennis Martin (Musik und Text) orientiert sich grob an der Romanvorlage, vermischt diese mit frei ...</p>
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<p>Noah Gordon hat mit dem „Medicus“ 1986 sein Meisterstück abgeliefert. Dieses epochale Werk der Literatur wirkt allein ob seiner Seitenanzahl schon abschreckend. Umso beachtlicher ist es, dass sich eine kleine Produktionsfirma daran wagt, diesen Stoff auf eine Musicalbühne zu bringen.</p>
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<p class="Body">Dennis Martin (Musik und Text) orientiert sich grob an der Romanvorlage, vermischt diese mit frei erfundenen Sequenzen aus Philipp Stölzls Film (2013) und kreiert damit schlussendlich ein buntes, charakterstarkes Bühnenfeuerwerk, in dem alle Gewerke ein gelungenes Gesamtkunstwerk ergeben.</p>
<p class="Body">Unterstützung holt sich Martin von Marian Lux (Musik) sowie Wolfgang Adenberg und Christoph Jilo (Texte). Gemeinsam gelingt es ihnen, die lange, verschachtelte Handlung kurzweilig und unterhaltsam auf die Bühne zu bringen.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Wie rau der Umgang im England des beginnenden 11. Jahrhunderts untereinander war, zeigt das Ensemble eindrucksvoll in „Die Zeiten sind hart“. Die Ellenbogengesellschaft spiegelt sich in Kim Duddys moderner, abwechslungsreicher Choreographie wider. Teile des Ensembles rotten sich tänzerisch immer wieder gegen andere zusammen; der Klassenkampf ist allgegenwärtig. Und mittendrin der kleine Rob, der nicht weiß wie er nach dem Tod des Vaters als einziger „Mann“ im Haus seine Mutter und Schwestern versorgen soll.</p>
<p class="Body">Als seine Mutter an der Seitenkrankheit (heute Appendizitis oder Blinddarmentzündung genannt) stirbt, nimmt sich ein Bader des kleinen Jungen an und schürt in ihm den Drang, Krankheiten heilen zu wollen. Robs besondere Gabe, mit seinen Händen den bevorstehenden Tod seines Gegenübers spüren zu können, nutzt der Bader für seine Zwecke aus. „Für Leib und Seele“ ist ein in sich stimmiger Song, kompositorisch vielleicht etwas zu glatt, doch die Texte funktionieren sehr gut und das durchtriebene Wesen des Baders kommt klar zum Vorschein.</p>
<p class="Body">Der Wechsel vom Kind Rob zum Erwachsenen gelingt inszenatorisch sehr gut. Robs Neugierde und Wissensdrang treiben ihn weg vom Bader. „Ich muss es tun“ erinnert vage an Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“, passt aber gut zu Robs Ambitionen, die Heilkunst zu studieren und England den Rücken zu kehren. Der Bader unterstützt ihn in seinen Ambitionen und empfiehlt ihm einen jüdischen Medicus namens Ibn Sina, der im persischen Isfahan an der Madrassa menschliche Heilkunst lehrt.</p>
<p class="Body">Auch „Das ist mein Weg“ ist poppig und eingängig, doch melodisch einmal mehr zu glattgeschliffen. Was hier allerdings störend auffällt, ist der große Anteil Hall, den man unter die Stimmt von Friedrich Rau (Rob) gelegt hat. Es klingt so, als würde er in einer Kirche singen, was sich auch bei Sabrina Weckerlins (Mary) Soli wiederholt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.</p>
<p class="Body">Auf seiner Reise gen Süden strandet Rob wetterbedingt in einem kleinen Dorf, in dem sich nach und nach alle versammeln, die nach Persien weiterziehen wollen. „Wir stecken fest in diesem Nest“ ist ein überaus fröhliches, interkulturelles Wehklagen aller Anwesenden, das mit seinen jüdischen, irischen und poppigen Klangelementen und den mitreißenden, modernen Choreographien trotz der frustrierenden Situation der Protagonisten für jede Menge guter Laune im Publikum sorgt.</p>
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<div>Die Reprise des Songs in Slow-Motion überzeugt ebenfalls durch eine sehr akzentuierte, sauber getanzte Choreographie.</div>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="305" height="377" />Rob und Mary verlieben sich schon bei ihrem ersten Treffen und genießen die Zeit zu Zweit. So schön „Kilmarnock“ (Mary Solo, in dem sie sich an ihre schottische Heimat erinnert) ist, so banal kommt das Trennungsduett der beiden Liebenden daher als feststeht, dass Rob seinen Plan, ein Medicus zu werden, weiterverfolgen und nicht mit Mary und ihrem Vater nach Schottland zurückkehren wird.</p>
<p>Der Kulissenwechsel vom Balkan zur Silhouette Isfahans ist sehr gelungen, da man den Sandsturm, durch den Rob sich durchkämpft, nutzt, um die Bühne komplett umzugestalten und in eine andere, farbenfrohere Welt zu tauchen.</p>
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<p class="Body">Die Aussage „Unter diesem Dach lebt das Wissen der Welt“ ist zwar ein wenig pathetisch, doch es entspricht der Wahrheit, dass die Wissenschaft in Persien zu der damaligen Zeit deutlich fortgeschrittener war und man intensiver forschte als in England.</p>
<p class="Body">Um an der Madrassa studieren zu können, muss sich Rob als Jude verkleiden und nimmt mit „Jesse ben Benjamin“ einen neuen Namen an. Er macht große Fortschritte und findet in Mirdin und Karim, dem Neffen des Schahs, gute Freunde.</p>
<p class="Body">Lutz Standop gibt den pflichtbewussten Juden Mirdin, der als erster aus der Gruppe von Ibn Sina zum Hakim (Arzt) ernannt wird. Sein jüdisches Gebet gehört zu den absoluten Highlights des Abends. Es wirkt sehr authentisch und Standop trägt es vollkommen unaufgeregt vor, so dass Melodie und Sprache ihre volle Wirkung entfalten können.</p>
<p class="Body">Als Karim, der Klassenclown, aber nicht minder clevere Schüler Ibn Sinas, steht Andreas Wolfram auf der Bühne des Schlosstheaters. Die extrovertierte Art und der Sarkasmus, die diese Figur ausmachen, kann er überaus glaubwürdig transportieren und mehr als einmal sorgt er für Lacher mit seinem spitzbübischen Charme.</p>
<p class="Body">Am Ende des ersten Akts geht es allen gut und sie feiern ein großes Fest („Hier im Herzen der Stadt“). Die Kostüme (Ulrike Kremer) sind farbenfroh, die Choreographien sind arabisch angehaucht und das Ensemble platzt fast vor Energie. Die strahlenden Gesichter und ausdrucksstarke Mimik und Gestik sind an einigen Stellen dann aber doch zu viel. Dies mag aber der Tatsache geschuldet sein, dass die besuchte Vorstellung gefilmt wurde und jeder noch ein bisschen mehr als sonst gezeigt hat.</p>
<p class="Body">So positiv der erste Akt endete, so erschütternd startet die zweite Hälfte: „Die Pest ist in der Stadt“ und rafft große Teile der Bevölkerung dahin. Dazu gehören auch der Schah und dessen Bruder. Daher wird Karim, der so gar keinen Bezug zum Herrschertum hatte, der neue Schah.</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="441" height="263" /></div>
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<p class="Body">Gleichzeitig gelingt es Rob an einem Rattenkadaver zu veranschaulichen wie sich die Pest ausbreitet. Den Ärzten und Studenten der Madrassa gelingt es, die Krankheit durch strikte Hygienemaßnahmen einzudämmen und schließlich ganz zu bekämpfen.</p>
<p class="Body">Reinhard Brussmann zeigt als Ibn Sina viel Tiefe und Stattlichkeit. In sein Solo „Die Gabe“ legt er viel Gefühl und sein warmer Bariton sorgt für eine wohlige Gänsehaut.</p>
<p class="Body">Das genaue Gegenteil hiervon ist Wolfram als neuer Schah: Er wirkt kampflustig und ist getrieben von Rache. Er ist arrogant und behandelt seine Angestellten und sein Volk von oben herab. Karim sonnt sich im Gehorsam seiner Untertanen („Ala Schah“; leider wieder mit zu viel Hall) und merkt zu spät, dass er seine Freundschaft zu Mirdin und Rob damit aufs Spiel setzt.</p>
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<p class="Body">Rob nimmt Karims „Geschenk“ an als er in einer der Sklavinnen Mary erkennt und ehelicht diese Ihr Vater wurde ermordet und sie nach Isfahan verschleppt. Der Sternenhimmel, der die Bühne überspannt, als die beiden ihr unerwartetes Wiedersehen feiern („Wenn die Sterne mit uns sind“), ist sehr gelungen.</p>
<p class="Body">Obwohl sich alles in ihm aufbäumt und er sich und seine Frau am liebsten sofort in Sicherheit bringen möchte, muss Rob doch seine Aufgabe erfüllen: Er muss einfach wissen, wie es in einem Menschen aussieht. Er liefert sich einen beeindruckenden Schlagabtausch mit Ibn Sina, der ihm nachdrücklich davon abrät, hier auf eigene Faust zu handeln, da dies allen Regeln des Islams widersprechen würde.</p>
<p class="Body">Rob setzt sich darüber hinweg („Ich muss es tun“) und beginnt im dunklen Keller der Madrassa Leichen aufzuschneiden und das abzuzeichnen, was er dabei entdeckt.</p>
<p class="Body">Parallel bereiten die beiden Frauen von Mirdin und Rob alles für die Rückkehr von Mirdin vor, der als Leibarzt des jungen Schahs mit auf dessen Feldzug musste. Der Text zu diesem Damen-Duett („Ein Arzt in der Familie“) ist mit einem Augenzwinkern abgefasst und macht viel Freude.</p>
<p class="Body">Leider erliegt Mirdin jedoch kurz nach der Rückkehr seinen schweren Verletzungen, die er sich zuzog als er &#8211; ganz pflichtbewusster Arzt – Verwundeten auf dem Schlachtfeld helfen wollte.</p>
<p class="Body">Rob schäumt vor Wut als er merkt, wie leichtfertig Karim das Leben von Mirdin aufs Spiel setzte. Es ist „Alles nur ein Spiel“ – mit dieser Aussage Karims kann und will Rob sich nicht zufrieden geben. Es kommt zu einem finalen Wortgefecht der beiden früheren Freunde.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Diese Szene ist absolut treffend inszeniert (Regie: Holger Hauer), spielt sie sich doch auf einem Schachbrett ab. Karim hat Rob dieses Spiel seinerzeit gelehrt, nun stehen die beiden (Karim in Schwarz, Rob in Weiß) oberhalb der Tanzfläche, auf der zwei Gruppen schwarz und weiß gekleideter Tänzer gegeneinander antreten, und keiner hört dem anderen mehr zu.</p>
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<p class="Body">Wolframs leichtes Nuscheln lässt Karim noch hochm</p>
<p class="Body">ütiger erscheinen. Dass er mit seinen Handlungen, zu denen auch die Vergewaltigung von Mary gehört, letztlich Robs Leben gerettet hat, vermag dieser nicht verstehen zu wollen. Rob sieht in Karim all das Böse gegen das er zeitlebens angekämpft hat. Karim schickt Rob weg aus Isfanan– einmal mehr, um ihn zu retten – denn der Schah weiß, dass seine Widersacher schon vor der Toren der Stadt stehen. Er sollte Recht behalten &#8211; Karim wird von seinen Feinden ermordet.</p>
<p class="Body">Kurz bevor Rob und Mary Isfanan verlassen, schleicht sich dieser nochmal zu Ibn Sina, der sich selbst gestellt hat, als man herausfand, dass sich jemand an den Leichen zu schaffen gemacht hat.</p>
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<p class="Body">Rob ist tief getroffen als er davon erfährt und zeigt ihm seine Aufzeichnungen. „Wenn wir jetzt nicht weitergeh’n“ ist ein gleichsam berührendes und motivierendes Abschiedslied des großen Ibn Sina. Als dieser Rob erzählt, dass er schon lange schwer krank ist und Rob mithilfe seiner Gabe den nahenden Tod seines Meisters sieht, weiß er, dass sich Ibn Sina nicht für ihn, sondern letztendlich für die Wissenschaft geopfert hat.</p>
<p class="Body">Mit diesem Vermächtnis machen sich Rob und Mary wieder auf nach Schottland, wo sie etwas spontan in der nächsten Szene schon mit ihrem 8-jährigen Sohn am Tisch sitzen, der sich die Geschichte des Medicus von seinem Vater hat erzählen lassen. „Es fühlt sich nach Heimat an“ ist ein trauriges, aber irgendwie doch versöhnliches Finale für diese aufregende Reise.</p>
<p class="Body">Es passiert tatsächlich viel in diesem gut zweieinhalbstündigen Musical. Und es gibt viel anzuschauen. Ein Literaturepos adaptiert man eben nicht „mal eben so“ für die Bühne. Alles in allem kann man den Kreativen jedoch nur zu ihrem gelungenen Werk gratulieren.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_4.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Bühne, Kostüm und Licht (Pia Virolainen) ergänzen sich perfekt und schaffen so stimmungsvolle Welten – egal ob im dunklen, dreckigen London oder im sonnig-bunten Persien – in denen es viele gut ausgearbeitete Details zu erspähen gibt.</p>
<p class="Body">Musikalisch ist „Der Medicus“ kein herausragendes Werk, dazu ähneln sich die Songs zu sehr. Einzig das jüdische Gebet hat das gewisse Etwas. Daran ändern auch die exzellenten Orchestrierungen und Arrangements von einem Könner wie Michael Reed nichts. Sicherlich spielt hier mit hinein, dass einige Stücke durch zu viel Hall ihre emotionale Wirkung nicht erzielen konnten.</p>
<p class="Body">Was dieses Stück aber vor allem sehenswert macht, sind die Darsteller, die sich der Mammutaufgabe gestellt haben, Charakteren Leben einzuhauchen, zu denen sicherlich viele Zuschauer &#8211; entweder dank ihrer eigenen Phantasie nach dem Lesens des Buchs oder durch den Film – bereits konkrete Vorstellungen im Kopf hatten.</p>
<p class="Body">Am besten gelingt dies Andreas Wolfram, Lutz Standop und Reinhard Brussmann. Sie machen ihre so unterschiedlichen Figuren erlebbar. Wolfram mit viel Süffisanz, Standop durch viel Demut und Brussmann durch ihm eigene stattliche Bühnenpräsenz.</p>
<p class="Body">Friedrich Rau steht in fast jeder Szene auf der Bühne und absolviert somit jeden Abend ein beachtliches Programm. Sein Rob ist energisch und authentisch. Er überzeugt als guter Freund genauso wie als wissbegieriger Student mit eigenem Kopf.</p>
<p class="Body">Sabrina Weckerlin hat als Mary ihren Vater (Léon van Leuwwenberg) gut im Griff. Dass sie die Vergewaltigung durch den Schah stoisch über sich ergehen lässt und hinterher voller Zweifel und Selbsthass wieder zu ihrem Mann zurückkehrt, bringt Weckerlin sehr gut über die Rampe. Gesanglich verkauft sie sich hier jedoch eindeutig unter Wert. Denn außer leisen, wehklagenden Tönen ist von ihr als Mary leider nichts zu hören.</p>
<p class="Body">Das insgesamt 32-köpfige Ensemble gewinnt das Publikum mit seinen schwungvollen Tanzeinlagen und guter (wenn auch manchmal etwas zu ausgeprägter, wachsartiger) Mimik für sich. Da ist es nur zu verständlich, dass die Zuschauer schon bei den ersten Klängen des Finales aufstehen und die Darstellerinnen und Darsteller mit tosendem Applaus feiern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Schlosstheater, Fulda</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> </span>12. August 2016</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Friedrich Rau, Sabrina Weckerlin, Andreas Wolfram, Lutz Standop, Reinhard Brussmann, Léon van Leuwwenberg<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Dennis Martin / Holger Hauer<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Spotlight Musicals GmbH</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Gefährliche Liebschaften</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gefaehrliche-liebschaften/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2016 20:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Kahl]]></category>
		<category><![CDATA[Gefährliche Liebschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Klotz]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Schubring]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marc Schubring und Wolfgang Adenberg beherrschen die komplette Bandbreite des Musicals. Weder thematisch noch musikalisch lässt sich das Team festlegen. Das haben sie schon früh mit ihrem Familienmusical „Emil und die Detektive“ bewiesen. Zu ihren bekanntesten Stücken gehörten in den letzten Jahren „Moulin Rouge Story“ und „Zum Sterben schön“. Dass sie auch komplexe Stoffe nicht ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Marc Schubring und Wolfgang Adenberg beherrschen die komplette Bandbreite des Musicals. Weder thematisch noch musikalisch lässt sich das Team festlegen. Das haben sie schon früh mit ihrem Familienmusical „Emil und die Detektive“ bewiesen. Zu ihren bekanntesten Stücken gehörten in den letzten Jahren „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1471">Moulin Rouge Story</a></span>“ und „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1538">Zum Sterben schön</a></span>“.</p>
<p>Dass sie auch komplexe Stoffe nicht scheuen und gekonnt für die Musicalbühne adaptieren, zeigt „Gefährliche Liebschaften“, welches sie im Auftrag des Staatstheaters am Gärtnerplatz (München) schrieben und für das sie beim Deutschen Musical Theater Preis 2015 fünf Trophäen (u. a. für „Bestes Musical“ und „Beste Musik“) erhielten.</p>
<p>Die Handlung ist dank der Hollywood-Verfilmung mit Glenn Close und John Malkovich (1988) einem breiten Publikum hinlänglich bekannt. Von einer zusammengefassten oder gekürzten Bühnenversion kann man im Fall von Schubrings und Adenbergs Werk nicht sprechen. Die beiden CDs dieser Live-Aufnahme enthalten 44 Songs und man vermisst keine Sekunde der abwechslungsreichen Geschichte der Marquise de Merteuil, des Vicomte de Valmont und Madame de Tourvel.</p>
<p>Auffällig sind die vielen Dialoge, welche die – immer musikalisch untermalt – Beziehungen zwischen den Charakteren um ein Vielfaches deutlicher machen als es einzelne Schwerpunkt-Songs könnten. Beim ersten Anhören kann das viele „Gerede“ durchaus irritieren, doch im Hinblick auf die Entwicklung des Geschehens ist es sehr hilfreich.</p>
<p>Schubring wird mit seinen Kompositionen der dramatischen Handlung genauso gerecht wie den romantisch-verspielten Passagen. Der scheinbar spielerische Wechsel zwischen symphonischem Orchester und dem zarten, zerbrechlichen Klang einer einzelnen Geige hält den Spannungsbogen während des ganzen Abspielens aufrecht. Man kann die Veränderungen und teilweise schwierigen Entscheidungsprozesse der Protagonisten auch musikalisch gut nachvollziehen.</p>
<p>Adenbergs Texte sind stilsicher, und Zeit und Thema der Handlung angemessen ausgewählt. Das CD-Booklet ermöglicht es, jeden Songtext nachzulesen. Vielfach kann man erst so wirklich nachvollziehen, wie schwierig es sein muss, Text und Melodie in Einklang zu bringen.</p>
<p>Die Besetzung der Hauptdarsteller ist exzellent: Anna Montanaro als intrigante Marquise de Merteuil, Armin Kahl als verführerischer Vicomte de Valmont und Julia Klotz als hilflose Madame de Tourvel überzeugen durch pointierte stimmliche Anpassung. Allen gelingt es immer genau das richtige Gefühl zu transportieren – sowohl während der gesungenen Passagen als auch während der Dialoge. Gleiches gilt für Anja Haeseli und Florian Peters, die ihre Rollen als Cécile und Danceny mit viel jugendlichem Charme und Naivität interpretieren.</p>
<p>Einmal mehr macht die bloße CD neugierig und man möchte das Stück unbedingt live auf der Bühne sehen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>Moulin Rouge Story</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/moulin-rouge-story/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 12:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Drew Sarich]]></category>
		<category><![CDATA[Ethan Freeman]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Ammann]]></category>
		<category><![CDATA[Moulin Rouge Story]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Album versetzt den Zuhörer spielend ans Moulin Rouge in Paris Schon bei der Ouvertüre hört man förmlich das Rauschen der samtigen Vorhänge im Moulin Rouge. Die schwungvoll-begeisternde und gleichzeitig geheimnisvolle Einladung ins Theater wird von Ethan Freeman als Direktor Joseph Oller geradezu zelebriert. In der Folge werden die weiteren Hauptakteure durch Stücke vorgestellt, die ...</p>
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<h3 class="Body">Dieses Album versetzt den Zuhörer spielend ans Moulin Rouge in Paris</h3>
<p class="Body">Schon bei der Ouvertüre hört man förmlich das Rauschen der samtigen Vorhänge im Moulin Rouge. Die schwungvoll-begeisternde und gleichzeitig geheimnisvolle Einladung ins Theater wird von Ethan Freeman als Direktor Joseph Oller geradezu zelebriert.</p>
<p class="Body">In der Folge werden die weiteren Hauptakteure durch Stücke vorgestellt, die große Leidenschaft, viele Emotionen und tiefe Liebe erspüren lassen. „Unangepasst und frei“ ist hierfür ein Paradebeispiel.</p>
<p class="Body">Marc Schubrings Kompositionen machen schon nach 3-4 Songs unbedingt Lust auf mehr. Man hat sofort Bilder im Kopf, wie die Szenen auf der Bühne aussehen könnten, welche opulent-sexy Kostüme die Damen tragen und mit welcher Eleganz sich die Herren durch das Paris des ausklingenden 19. Jahrhunderts bewegen.</p>
<p class="Body">„Die schönste Unbekannte von Paris“ transportiert das Mystische und Sagenumwobene, das Isabelle bei ihren maskierten Auftritten im Moulin Rouge umgibt, allein schon durch die Melodie. Sabrina Weckerlins raue, aber deshalb nicht weniger gefühlvolle Stimme, kann den Wechsel zwischen Isabelles Lebenswelten – auf der einen Seite die Ehe mit dem verwitweten Aristokraten Henri, auf der anderen die romantisch-verklärte Theaterwelt – gut erfassen.</p>
<p class="Body">Im Booklet wird die komplette Handlung skizziert, inkl. Markierung der Szenen, in denen die 28 Songs auf diesem Album platziert sind. Das ist gerade bei kleineren Stücken eine sehr willkommene und heutzutage schon fast unübliche Art, den Zuhörer an das Stück heranzuführen. Zudem enthält das Booklet auch sämtliche Songtexte.</p>
<p class="Body">Das hochkarätige Ensemble mit Ethan Freeman als Theaterdirektor, Sabrina Weckerlin als junge Mutter, die aus ihrem goldenen Käfig ausbricht und dafür alles aufs Spiel setzt, Jan Ammann als Isabelles Gatte Henri, Drew Sarich als Isabelles Affäre Arsène und Adrian Becker als Isabelles „starke Schulter“ Maurice, begeistert in jedem Stück.</p>
<p class="Body">Henri muss als Witwer, den der Tod seiner ersten Frau nicht loslässt, erleben, wie sich seine zweite Frau, Isabelle, von ihm entfremdet. Ammann kann hier seine Stärken ausspielen und bringt die komplette Palette an Emotionen sehr überzeugend zu Gehör.</p>
<p class="Body">Drew Sarich gibt den Maler Arsène, der in Liebe zu Isabelle entbrennt und sie schließlich zu einer fatalen Affäre überredet, an deren Ende Isabelle vor den Scherben ihrer Ehe steht. Es macht Spaß, ihm in seiner Leidenschaft zuzuhören.</p>
<p class="Body">Die dramatische Entwicklung der Handlung ist auch in der Musik deutlich ablesbar. Wenn Isabelle Arsènes Drängen nachgibt, die beiden von Henri erwischt werden und Henri seine Frau daraufhin aus seinem Leben und dem Leben der gemeinsamen Tochter verstößt, ist dies sehr tragisch Schubring kann die verschiedenen Gefühle wie Liebe, Leidenschaft und Verzweiflung hervorragend intonieren. Bei „Was kann ein Mann ertragen?“ ist Jan Ammann kaum zu erkennen, so rau und verletzt klingt er in diesem Song.  Im Gegenzug dazu sprüht „Ich wird’ mich davon nie befrei’n“ vor Entschlusskraft und Zukunftsvision von Henri. Auch die Melodie hat eine schöne, richtungsweisende Energie.</p>
<p class="Body">Wolfgang Adenbergs Texte schmiegen sich perfekt an Schubrings Kompositionen. Man hört in jedem Stück, dass die beiden ein eingespieltes Team sind und schon viele Musicals gemeinsam geschaffen haben.</p>
<p class="Body">Maurices schwungvoller Walzer „Die Flügel der Mühle“ ist hierfür ein gutes Beispiel. Der Zuhörer fühlt sich nach Montmartre versetzt, das Lebensgefühl, das dieser Song vermittelt, passt perfekt zu Paris. Die Metapher, die Flügel der Mühle mit dem Hamsterrad des Lebens gleichzusetzen, funktioniert hervorragend.</p>
<p class="Body">Zum Ende hin zeigt Weckerlin noch einmal eine andere Facette: „Ich hatte alles“ offenbart Isbaelles tiefe Schuldgefühle auf, Weckerlin intoniert diese Erkenntnis sehr hart und kann die Läuterung der alternden Tänzerin auch akustisch glaubwürdig umsetzen.</p>
<p class="Body">Das Finale beginnt als Duett zwischen Isabelle und Henri, nimmt dann aber nach und nach Reprisen der verschiedenen Highlight-Themen der (inzwischen verstorbenen) Wegbegleiter der beiden mit auf. Mit diesem dramaturgischen Kniff schließt sich der Kreis perfekt und der Zuhörer lehnt sich beseelt im Sessel zurück.</p>
<p class="Body">„Moulin Rouge Story“ ist ein gelungenes, ausgezeichnet orchestriertes Album. Es gibt nichts daran auszusetzen – außer, dass man den Intendanten dieses Landes dringend dazu raten möchte, dieses Stück schnellstens bei sich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/moulin-rouge-story/">Moulin Rouge Story</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Zum Sterben schön</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/zum-sterben-schoen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2013 13:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Prosek]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Krause]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Schubring]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Zum Sterben schön]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spitzfindige Texte und schmissige Melodien sorgen für Hörgenuss Marc Schubring und Wolfgang Adenberg sind seit 15 Jahren ein sehr erfolgreiches Musical-Kreativteam. Ihre gemeinsamen Stücke sind nie von der Stange, die Themen sind ungewöhnlich und vielseitig. Schubrings Kompositionen überzeugen durch eine große Bandbreite. Es lohnt sich bei Adenbergs Texten genauer hinzuhören. Ihr neuestes Produkt ist „Zum ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Spitzfindige Texte und schmissige Melodien sorgen für Hörgenuss</h3>
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<p class="Body">Marc Schubring und Wolfgang Adenberg sind seit 15 Jahren ein sehr erfolgreiches Musical-Kreativteam. Ihre gemeinsamen Stücke sind nie von der Stange, die Themen sind ungewöhnlich und vielseitig. Schubrings Kompositionen überzeugen durch eine große Bandbreite. Es lohnt sich bei Adenbergs Texten genauer hinzuhören.</p>
<p class="Body">Ihr neuestes Produkt ist „Zum Sterben schön“ &#8211; die Musicalfassung des britischen Films „Grabgeflüster“. In der bitterbösen, schwärzen Komödie, geht es um Betty Rhys-Jones, die sich bis zu deren Tod aufopferungsvoll um ihre bettlägerige Schwiegermutter kümmert. Ihr Ehemann Hugh nutzt währenddessen seine Position als Stadtrat aus und genießt eine Affäre mit seiner Sekretärin Meredith. Bestattungsunternehmer Boris Plots ist hingegen schon seit Jahrzehnten in Betty verliebt und kann es kaum ertragen, sie so leiden zu sehen..</p>
<p class="Body">Plötzlich sieht er sich jedoch mit unerwarteter Konkurrenz konfrontiert: Frank Featherbed bringt mit Discountpreisen und medienwirksamen Aktionen ungewöhnlich viel Schwung in den Markt der Bestattungsdienstleistungen. Seine ungewöhnlichen, für manche schon pietätlosen Trauergottesdienste werden zum Stadtgespräch.</p>
<p class="Body">Betty gibt dem Drängen von Boris nach und lässt sich auf ein Techtelmechtel mit ihm ein. Um sie ganz für sich zu haben, ersinnt Boris einen Plan, in dessen Mittelpunkt der vorgetäuschte Tod Bettys steht. Während die angeblich verblichene Betty offen aufgebahrt wird, kommt ihr die Idee, sich als Geist an ihrem untreuen Ehemann und seiner Geliebten zu rächen. (Quelle: wikipedia.de)</p>
<p class="Body">Adenberg fängt den perfiden britischen Humor mit seinen Texten perfekt ein. Schubrings Melodien reichen von Revue-Nummern, die man sich durchaus auf einer großen Broadway-Bühne vorstellen kann über schmissige Cabaret-Titel bis hin zu kleinen, feinen Kammermusical-Stücken. Besonders gelungen ist „Vom Tode gibt es keine Wiederkehr“, in dem auf Basis des weltbekannten „Phantom der Oper“-Titelsongs in einer wunderbaren Persiflage die Musicalstandards belächelt werden.</p>
<p class="Body">Doch nicht nur Komponist und Texter nehmen sich nicht ernst. Auch die Hauptdarsteller vermitteln jede Menge Augenzwinkern. Nach dem Hören der 23 schnellen, witzigen und manchmal sehr schrägen Stücke möchte man das Musical unbedingt einmal live auf der Bühne sehen. Die CD verspricht jede Menge gute Unterhaltung!</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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