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	<title>Wietske van Tongeren-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Wietske van Tongeren-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein Hoch auf mutige Regisseure &#8211; in diesem Fall Carsten Lepper &#8211; und Darsteller!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 09:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau Zuschauer zu berühren und zu begeistern.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2849 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Aufführungsstätte wurde die TheaterArche in Wien gefunden, in der gut 100 Zuschauer in sehr intimem Rahmen an sieben Abenden im Februar 2020 der Lebens- und Liebesgeschichte von Rose, Alex, George, Giulietta und Jenny folgen konnten.</p>
<p>Und diese Geschichte hat es in sich:</p>
<p>Zunächst verliebt sich die mäßig erfolgreiche Schauspielerin Rose in ihren erst 17-jährigen Bewunderer Alex. Dieser überredet sie, mit ihr in das Landhaus seines Onkels zu kommen. Nach ein paar Tagen treffen sie dort Onkel George, dem Rose Hals über Kopf verfällt. Georges staatsmännisches Gebaren, sein Stil und natürlich auch sein Geld wirken ungemein anziehend. Es kommt zum Eklat als Rose Alex mitteilt, dass sie zwar beide liebt, aber bei George bleiben wird. Alex geht zum Militär und trifft erst 13 Jahre später wieder auf seinen Onkel und Rose, die inzwischen eine gemeinsame Tochter, Jenny, haben. Irgendwie rauft man sich zusammen und Alex bleibt dort. Kritisch wird es einmal mehr als Jenny sich zwei Jahre später in Alex verliebt und dieser die Gefühle – wohlwissend, dass es nicht sein darf – erwidert. George steigert sich so sehr in die Sorge um seine Tochter hinein, dass er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erleidet.</p>
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<p>Andrew Lloyd Webber hat für dieses Drei-Generationen-Musical mit „Love changes everything“ einen seiner größten Hits geschrieben. Auch wenn das Stück selbst nicht sehr bekannt ist (die deutschsprachige Premiere fand 1995 in Dresden statt), diesen Song kennen viele, da er zum Standard-Repertoire der meisten Soloalben von Musicalkünstlern auf der ganzen Welt gehört. Darüber hinaus besticht dieses Musical durch eine Vielzahl teils romantischer, teils sehr intensiver Duette und Balladen. Man muss jedoch über die teilweise etwas altmodischen deutschen Texte hinwegblicken, die Michael Kunze ja bereits vor über 25 Jahren schrieb.</p>
<p>„Aspects of Love“ gehört sicherlich nicht zu den leicht verdaulichen Stücken aus dem Hause Lloyd Webber. Dass die Songs aber von lediglich drei Musikern schwungvoll und voluminös intoniert werden, ist beachtlich.</p>
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<p>Mit Wietske van Tongeren (Rose), Karin Seyfried (Giulietta), Alexander Sasanowitsch (Alex), Ulrich Allroggen (George) und Abla Alaoui (Jenny) wurden exzellente Darsteller gecasted, welche die volle Klaviatur der Emotionen beherrschen.</p>
<p>Komplettiert wurde das Ensemble mit so klangvollen Namen wie André Bauer und Jana Werner sowie Georg Prohazka, Alina Kölblinger und Paul Csitkovics in den Nebenrollen.</p>
<p>Für solch ein intensives Stück ist die pure Nähe zwischen Darstellern und Publikum Gold wert. Alexander Sasanowitschs Sensibilität als junger Alex kommt so noch viel direkter über die Rampe. Mit seiner wundervollen verletzlichen Stimme verleiht er Alex jungenhaften Charme. Im zweiten Akt, wenn seine Figur 13 Jahre älter ist, tritt er selbstbewusst und dennoch gefühlvoll in Erscheinung. Sasanowitsch zeichnet Alex‘ emotionale Achterbahnfahrt sehr glaubwürdig nach und lässt es auch gesanglich an nichts missen.</p>
<p>Auch Georg Prohazka als von Rose entsprechend titulierter „Schnulzensänger“ ist großartig. Ihn bei „Parlez vous francais“ so klingen zu lassen wie das 1940er Jahre Radio, welches er zu Beginn der Szene einschaltet, ist ein großartiger Regie-Kniff. Er überzeugt aber ebenfalls als Roses Liebhaber Hugo und vor allem in den Tanzszenen, denn auch hier kann seine Vita schon einige Erfolge vorweisen.</p>
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<p>Mindestens ebenso viele Sympathiepunkte erhält Abla Alaoui, auch wenn ihre sich auf den 2. Akt begrenzte Spielzeit ihre Chancen hier einschränkt. Doch Alaoui spielt mit soviel kindlicher Freude und singt so glockenklar („Meerjungfrauen-Song“), dass man unweigerlich schützend seine Hand um ihre Schultern legen möchte als sie erkennt, dass ihr angebeteter Alex sie ablehnt.</p>
<p>Alina Kölblinger und Paul Csitkovics treten vorrangig bei den Umbauten und in größeren Ensembleszenen in Erscheinung. Sie haben sichtlich Spaß an dem was sie machen und sorgen auch tänzerisch für einen schönen Rahmen (Choreographie: Linda Hold &amp; Birgit Wanka-Noisternig.</p>
<p>Die etwas wichtigen Nebenrollen übernehmen André Bauer und Jana Werner, wahlweise als Roses Theaterdirektor Marcel („Du hast die Macht zu zaubern“) oder als Georges Haushälterin Elizabeth. Auch ihnen kann man die Spielfreude nicht absprechen. Ihre Erfahrung macht sich bei den vielen Rollenwechseln sicherlich ebenfalls bezahlt.</p>
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<p>Im Mittelpunkt der Handlung und folglich auch im Mittelpunkt des Abends steht jedoch Rose, die von Wietske van Tongeren gespielt wird. Diese Rolle ist nicht nur sehr anspruchsvoll, weil der Charakter die meiste Zeit mit auf der Bühne ist, sondern vor allem deshalb, weil emotional und gesanglich eine große Bandbreite abgerufen werden muss: von der erfolglosen, frustrierten Schauspielerin über die frisch verliebt turtelnde Geliebte bis hin zur berühmten Schauspielerin, Ehefrau und Mutter. Über allem schwebt, dass Rose beide Männer – Alex und George – liebt, jeden auf seine Weise. Dass sie auch Experimente mit Giulietta macht und sich einen Liebhaber leistet, macht die Figur von Rose nicht einfacher. Weiß sie wirklich, was sie will? Dass sie nicht alles haben kann und nicht alle Menschen um sie herum nach ihrer Pfeife tanzen, muss sie schmerzlich erfahren als Jenny sich in Alex verliebt und schlussendlich George stirbt. In einem Akt höchster Verzweiflung – Alleinsein ist so gar nichts für Rose – gesteht sie Alex einmal mehr ihre Liebe („Alles nur nicht einsam“) und bittet ihn zu bleiben. Doch er lehnt ab und verlässt sie.</p>
<p>Van Tongeren hat hier eine wirklich große Aufgabe zu stemmen, was ihr über weite Strecken auch sehr gut gelingt (zauberhaft: „Wach ich oder träum ich“). In der finalen Szene sorgt sie mit ihrem Wutausbruch, der in ein verheultes Liebesgeständnis mündet, für Gänsehaut und Tränen in den Augen. Carsten Lepper, Artistic Director und Regisseur, hätte sich keine bessere Hauptdarstellerin wünschen können, denn diese ganzen Gefühle zu kontrollieren und gezielt abzurufen, ist keine leichte Aufgabe.</p>
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<p>Das Ensemble agiert als einheitliches Ganzes und der rote Faden im Hinblick auf die Klarheit der Gefühle ist deutlich erkennbar. Lepper, der die Rolle des Alex vor über 20 Jahren bei der Schweizer Erstaufführung im Stadttheater Bern selbst gespielt hat, weiß genau, worauf es bei einer gelungenen Personenregie ankommt und entlockt seinen Darstellern emotionale und gesangliche Höchstleistungen.</p>
<p>Auch schöne Ideen, wie die Nutzung eines „Leinwandvorhangs“, der mal mit Bildmotiven, mal mit Farbverläufen immer wieder neue Stimmungen heraufbeschwört, funktioniert sehr gut. Christian Ariel Heredia hat hier viel Fingerspitzengefühl gezeigt und es gelingt ihm, die kleine Bühne nicht zu überfrachten, was beileibe nicht jeder schafft.</p>
<p>„Aspects of Love“ ist ein gelungener Auftakt. Ich wünsche „The Musical Showroom“, dass noch viele weitere Produktionen ähnlichen Anspruchs und Qualität folgen werden.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> TheaterArche, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">16</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Wietske van Tongeren, Karin Seyfried, Alexander Sasanowitsch, Ulrich Allroggen, Abla Alaoui, André Bauer, Jana Werner, Georg Prohazka, Alina Kölblinger, Paul Csitkovics</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carsten Lepper / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> The Musical Showroom/ Christian Ariel Heredia<br />
</span></p>
</div>
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		<title>Rocky &#8211; Das Musical</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/rocky-das-musical/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 13:32:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Drew Sarich]]></category>
		<category><![CDATA[Rocky - Das Musical]]></category>
		<category><![CDATA[Wietske van Tongeren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abwechslungsreiche Kompositionen sorgen für Hörgenuss Der erste Song, der einem beim Stichwort „Rocky“ in den Sinn kommt, ist zweifelsohne „Eye of the Tiger“. Das Album zum gleichnamigen Musical verzichtet auf diesen Hit, nicht jedoch auf die weltberühmte Fanfare. Was man darüber hinaus zu hören bekommt, ist an stilistischer Abwechslung kaum zu überbieten. Wie der Titelheld ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/rocky-das-musical/">Rocky &#8211; Das Musical</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Abwechslungsreiche Kompositionen sorgen für Hörgenuss</h3>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Der erste Song, der einem beim Stichwort „Rocky“ in den Sinn kommt, ist zweifelsohne „Eye of the Tiger“. Das Album zum gleichnamigen Musical verzichtet auf diesen Hit, nicht jedoch auf die weltberühmte Fanfare. Was man darüber hinaus zu hören bekommt, ist an stilistischer Abwechslung kaum zu überbieten.</p>
<p class="Body">Wie der Titelheld lassen sich auch die Kompositionen von Stephen Flaherty in keine Schublade stecken. Man hört voluminöse Musicalnummern, die sich nahtlos an Rocksongs anschließen, fühlt sich in einen Saloon versetzt, lauscht 80er Jahre Broadway-Melodien, möchte das Tanzbein zu schmissigen Discohits schwingen, genießt gefühlvolle Balladen &#8211; kurz, man entdeckt in jedem Stück dessen ganz persönliche Einzigartigkeit. Das Orchester ist pointiert abgemischt und macht jeden Stil zu einer runden Sache.</p>
<p class="Body">Es ist mutig, ein Musical so ganz ohne musikalischen roten Faden zu kreieren, doch im Fall von „Rocky“ geht die Rechnung auf. Das liegt aber nicht nur an Stephen Flahertys unbestrittenem Feinsinn für den richtigen Ton, sondern auch an Wolfgang Adenbergs Texten, die sich den unterschiedlichen Musikrichtungen anpassen und eine gelungene Einheit bilden. Es lohnt sich genau hinzuhören, denn „Rindfleisch, das nicht zurückschlägt“, „echt miese Reime“ und ein „italienischer Hengst, der bald ein Wallach sein wird“ sind nur einige Highlights der mit viel Augenzwinkern geschaffenen Songtexte. Herausragend ist in dieser Hinsicht „Die Nase hält noch“ &#8211; ernst nehmen sollte man diesen Song auf keinen Fall, denn er trieft nur so vor Ironie.</p>
<p class="Body">Mit dieser handwerklichen Kunstfertigkeit ist die perfekte Grundlage geschaffen.</p>
<p class="Body">Die 18 Stücke auf dem Studioalbum wurden von der Hamburger Premierenbesetzung eingesungen, zu der mit Drew Sarich einer der besten Sänger (nicht nur) auf deutschen Musicalbühnen gehört.</p>
<p class="Body">Drew Sarich weiß genau, welchen Song er mit wie vielen Emotionen singt. Er dosiert die Intensität seines stimmlichen Ausdrucks perfekt, singt sanfte Melodien ganz zart und einfühlsam und intoniert Rockklänge mit viel Druck. Er spannt den Bogen vom frustrierten, glücklosen Boxer zum verliebten, erstarkten Kämpfer beeindruckend überzeugend. „Fight From The Heart“ und „Standzuhalten“ sind nur zwei Beispiele, in denen Drew Sarich stimmlich aus dem Vollen schöpfen kann.</p>
<p class="Body">Wietske van Tongeren verleiht Adrian Zerbrechlichkeit und schon beim Klang ihrer Stimme hat man viel Sympathie für das schüchterne Mädchen. In den Duetten mit Sarich zeigt sie aber durchaus auch ihre starke Seite.</p>
<p class="Body">Terence Archie ist als Apollo Creed zu hören. Stimmlich füllt er die Rolle von Rockys Kontrahent vollends aus. Schade ist jedoch, dass er zum Zeitpunkt der CD-Aufnahme mit der deutschen Sprache noch nicht allzu vertraut war und an einigen Stellen die Stärke seiner Songs dadurch verloren geht, dass man seiner Aussprache schwer folgen kann.</p>
<p class="Body">Aus dem Ensemble stechen akustisch Patrick Imhof und Alex Avenell als Paulie und Gloria heraus. In bester Leonard Cohen Manier macht Patrick Imhof als Paulie seinem Frust über sein ödes Leben Luft. Und Alex Avenell zeigt eindrucksvoll, was eine Rockröhre ausmacht („Feiertag“). Ihre Intensität ist schlichtweg mitreißend.</p>
<p class="Body">Abgerundet wird dieses einwandfreie Album durch ein umfangreiches Booklet, in dem man alle Songtexte zum Mitsingen findet.</p>
<p class="Body">„Rocky &#8211; Das Musical“ ist eine heutzutage selten gewordene Musicalperlen. Dies verdankt das Stück seinem genialen Komponisten, der zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt, sondern jeden Zuschauer mit seinem ganz individuellen Geschmack abholt und so ins Stück hineinzieht.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>So amerikanisch wie ein Hamburger</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/so-amerikanisch-wie-ein-hamburger/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 16:46:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
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		<category><![CDATA[Terence Archie]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">36 Jahre nach dem ersten Oscar-dekorierten „Rocky“-Film und sieben Jahre nach den ersten Gesprächen feiert die Musicalversion des Boxer-Epos in Hamburg Weltpremiere.</p>
<p class="Body">Aber Moment mal&#8230; Fäuste schwingende Boxer, blutige Kämpfe ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit, ein von Gangstern geprägtes Milieu in Philadelphia &#8211; wie bringt man das zusammen mit einer musikalischen, gute Laune erzeugenden Bühnenkunstform? Das war die größte Herausforderung, der sich das Kreativteam stellen musste.</p>
<p class="Body">Doch Thomas Meehan (Buch), Stephen Flaherty (Musik), Wolfgang Adenberg (Songtexte), Ruth Deny (Dialoge) und nicht zuletzt Christopher Barreca (Set Design) ist es nicht nur gelungen, sämtliche Vorurteile gegenüber singenden Boxern im Keim zu ersticken, sondern sie haben ein Musical geschaffen, das die Gratwanderung zwischen Menschlichkeit und Kampfsport spielend meistert.</p>
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<p class="Body">Der Trick ist so einfach wie effektiv: Man gibt beiden Facetten ausreichend Raum und bedient die Erwartungen von Musicalfans und Sportfreunden gleichermaßen. Regisseur Alex Timbers beweist viel Gespür für das richtige Maß an Emotionen und umschifft die Gefahr des Abdriftens in die belanglose Seichtigkeit gekonnt.</p>
<p class="Body">Im ersten Akt lernt das Publikum Rocky Balboa kennen und bekommt viel Zeit, eine Beziehung zu dem glücklosen Boxer aufzubauen. Er ist sicherlich nicht die hellste Leuchte, gewinnt aber die Sympathien durch seine Aufrichtigkeit und sein großes Herz. Dem kann sich auch Adrian nicht verschließen. Es braucht zwar einen ziemlich unsanften Schups ihres Bruders Paulie, aber dann weicht sie Rocky nicht mehr von der Seite und unterstützt ihn in seinem schwersten Kampf.</p>
<p class="Body">Die zweite Hälfte spielt fast ausschließlich am 1.1.1976 &#8211; dem Tag des Kampfes zwischen dem Italian Stallion Rocky Balboa und  dem Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed. Die Zuschauer erleben wie aus Rockys Selbstzweifeln ein unbedingter Siegeswille wird. Dennoch verliert er den Kampf nach Punkten, geht aber als Held der Herzen aus dem Boxring.</p>
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<p class="Body">Das Musical ist eine gelungene Kurzfassung des Films und setzt genau die richtigen Schwerpunkte. Auch ohne jede Szene des Hollywood-streifens zu kennen, kann man dem Geschehen folgen. Es gibt keine Inhaltssprünge und die Charaktere erliegen keinem der bei Adaptionen von Film zu Bühne so häufigen unerklärlichen Sinneswandel.</p>
<p class="Body">Dies ist vor allem dem Buch von Thomas Meehan zu verdanken, der bereits mit seinen Vorlagen zu „The Producers“ und „Hairspray“ gezeigt hat, dass es auch heutzutage noch neue, unterhaltsame und geistreiche Musicals gibt, die erfolgreich auf allen großen Bühnen gespielt werden.</p>
<p class="Body">Auch die deutschen Übersetzungen von Dialogen und Songtexten sind sehr gelungen. Das in den letzten Jahren sehr verbreitete BILD-Niveau mit schmerzhaften Reimen und aneinandergereihten Plattitüden oder lästigen Werbebotschaften ist kaum mehr auszumachen. Während einige Songzeilen etwas zu banal daher kommen, so jedoch zum nicht gerade ausgeprägten Intellekt der Hauptfigur passen („&#8230;duckt sich eine dunkle Ecke und macht sich ein Streichholz an&#8230;“ oder „&#8230;zerschunden bis zum kleinen Zeh, wie überfahren von einem LKW“), gibt es einige wunderschöne Stilblüten in den Dialogpassagen: Der despektierliche „Spaghetti Wallach“ ist noch sehr eindeutig. Bei Rockys Aussage: „Ich bin Rechtsausleger und werde keine linken Touren versuchen.“ muss man schon etwas nachdenken, um den Wortwitz nicht zu verpassen, da man ihn von jemandem der „zwei Monate gebraucht hat, um meine Spind-Kombination auswendig zu lernen“. nicht unbedingt erwartet. Dass Adrian an Thanksgiving den „Truthahn im Ofen“ hat und hier von Deny der sprichwörtliche „Braten in der Röhre“ nicht eingesetzt wurde, macht dankbar. Apollo Creeds Statement, dass Rocky „so amerikanisch wie ein Hamburger“ sei, ist beim gewählten Musicalstandort für die Weltpremiere auch wunderbar zweideutig interpretierbar.</p>
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<p class="Body">Ein Running Gag ist Rockys „Die Nase hält noch“, was schon als Solo unfreiwillig komisch wirkt („&#8230; diese Nase ist genial, ist ja auch schon fast 30 Jahre alt&#8230;“). Da es aber immer wieder Reprisen davon gibt, gelangt das Stück &#8211; vor allem im finalen Boxkampf, in dem die Nase bricht &#8211; an die Grenze zur Persiflage.</p>
<p class="Body">Eine Besonderheit von „Rocky“ ist, dass man nach vielen Jahren mit Compilations-Shows und Wiederaufgüssen alter Musicals wieder einmal wirklich neue Melodien zu hören bekommt. Keine Aneinanderreihung von Welthits, sondern lupenreine, kreative und sehr gelungene Pop-Rock-Sounds, denen auch das obligatorische „Eye of the Tiger“ nichts anhaben kann. Wer Stephen Flahertys Kompositionen zu „Ragtime“ kennt, weiß, dass der Amerikaner ein Händchen für klangvolle, voluminöse Arrangements hat. Auch für „Rocky“ hat er sich einiges einfallen lassen und schafft eine harmonische Klangwelt, in der die aufblühenden Gefühle zwischen Rocky und Adrian („Mehr als nur ich und Du“ genauso ihren Platz finden wie Rockys Kampf mit sich und seinem Umfeld („Ich will wissen warum“, „Standzuhalten“). Mit viel Energie bedenkt Flaherty die Auftritte von Apollo Creed („Patriotisch“) sowie die druckvollen Ensemblenummern („Er fällt noch nicht“, „Dieser Mann“).</p>
<p class="Body">Der zweite Akt wird vom allgegenwärtigen „Eye of the Tiger“ dominiert. Dass dieses Stück erst im dritten Teil von „Rocky“ zum ersten Mal zu hören ist, während der erste Film von Bill Contis Kompositionen, u. a. der weltberühmten Fanfare, geprägt ist, kann getrost ignoriert werden. Denn die Art und Weise, wie der wohl bekannteste Hit von Survivor in die Handlung eingebunden wird, ist sehr gelungen: Die Choreographie, in der während Rockys heißer Trainingsphase bis zu 12 Rockys schattenboxend über die Bühne tänzeln, ist wunderbar. Kein Wunder, dass das Publikum genau diesen Hit als Zugabe einfordert und begeistert mitklatscht und tanzt.</p>
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<p class="Body">Ein bisschen Pulver wird in der berühmten Treppenlauf-Szene verschossen: Anstatt Rocky oben auf der Treppe die bekannte Pose machen zu lassen, wird diese während seines Laufs gedreht, so dass er am Ende frontal zum Publikum steht. Dadurch verpufft die eindrucksvolle Wirkung dieser Szene leider gänzlich.</p>
<p class="Body">Szenisch herausragend sind die Trainings-Sessions im Schlachthaus und natürlich der mitten im Parkett ausgetragene Boxkampf.</p>
<p class="Body">Die Rinderhälften, auf die Rocky zu Trainingszwecken eindrischt, sehen erschreckend echt aus. Und wer sich vor dem Stück gefragt hat, warum die Boxringbeleuchtung über dem ersten Parkettdrittel angebracht ist, erhält die Antwort im zweiten Akt. Da werden kurzerhand zehn Reihen mit Zuschauern von ihren Sitzen auf die Bühne geleitet, wo sie auf einer Tribüne Platz nehmen. In dieser Zeit wird der Boxring, der während des ersten Akts als Wohnungsdecke, später auch als Leinwand zur Gegnerstudie fungiert, weit in den Zuschauerraum hineingefahren und von oben entrollen sich Leinwände, die den Kampf live zeigen. Näher dran am Geschehen ist man auch bei einem echten Boxkampf nicht! Eine tolle Idee, die ihre beeindruckende Wirkung beim Publikum nicht verfehlt und den Boxkampf so real wirken lässt, dass man bei den Schlägen, die die Kontrahenten sich verpassen, unweigerlich selbst in Deckung geht.</p>
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<p class="Body">Dass solche technischen „Spielereien“, zu denen auch der Regen, der Schnee und der romantische Lauf auf der Eisbahn gehören, nicht ohne Tücken sind, bekommt viele Zuschauer in den Shows vor der Premiere zu spüren: Da bleiben die Rinderhälften einfach mal hängen, anstatt eindrucksvoll im Bühnenturm des Operettenhauses zu entschwinden, weil der Computer den Ablauf der weiteren Show aufgrund eines kleinen Fehlers gestoppt hat. Solche Kinderkrankheiten bekommt man in den Griff, keine Sorge. Auch der Kronleuchter des Phantoms stürzte vor 22 Jahren nicht immer und einwandfrei vom Theaterdecke&#8230;</p>
<p class="Body">Bei einem Stück, das so sehr auf die Titelfigur abgestellt ist wie „Rocky“, muss der Hauptdarsteller nicht nur gesangliche und sportliche Fähigkeiten mitbringen. Es muss ihm auch gelingen, mit seinem Schauspiel in der Rolle aufzugehen. Der US-Amerikaner Drew Sarich erfüllt diese Anforderungen schlichtweg zu 100 %. Er bringt soviel Sympathie und Authentizität über die Rampe, dass man Rocky einfach mögen muss. Die Naivität und Ehrlichkeit der italienischen Boxers nimmt man ihm in jeder Sekunde ab. Seine Ausdrucksweise und Bewegungen sind genauso perfekt wie der unterschwellige Frust und die wahre Liebe zu Adrian greifbar sind. Ob es allerdings auf Dauer gesund ist, in jeder Show rohe Eier zu trinken, darf bezweifelt werden. Aber zweifelsohne trägt auch diese Szene zu seiner Glaubwürdigkeit bei. Gesanglich verlangt „Rocky“ Drew Sarich zwar nicht alles ab, aber seine Soli präsentiert er stark, gefühlvoll und bleibt damit im Ohr.</p>
<p class="Body">Die schüchterne Adrian wird von der Holländerin Wietske van Tongeren gegeben. Den Bogen vom schüchternen, wortkargen Mädchen zur selbstbewussten, starken Frau an Rockys Seite spannt sie eindrucksvoll. Sie kreiert eine äußerst charmante Adrian, auch wenn es ihr hier und da an Tiefgang fehlt. Das mach sie jedoch doch ihre glänzende Leistung in ihren Soli und Duetten wieder wett.</p>
<p class="Body">Auch die weiteren Rollen sind sehr gut besetzt. Allen voran Terence Archie, der als Apollo Creed am Entstehungsprozess des Musicals von Beginn an dabei war und bei seinem Europa-Debüt eine mehr als gute Figur macht. Nicht nur optisch gibt er einen einschüchternden Gegner von Rocky, auch seine Songs bringt er mit seiner warmen Soul-Stimme nachhaltig zu Gehör.</p>
<p class="Body">Alex Avenell, Patrick Imhof, Uwe Dreves, Robin Brosch, Frank Logemann sind nur fünf der insgesamt 24 Darsteller, die in verschiedenen Rollen auf der Bühne stehen. Jeder hat seinen besonderen Moment und erreicht das Publikum.</p>
<p class="Body">Zu dem rundum gelungenen Showbesuch trägt auch das fast 20-köpfige Live-Orchester unter der bewährten Leitung von Bernhard Volk bei. Ein so enthusiastisch aufspielendes Orchester hat man lange nicht mehr erlebt und so bleibt nur, dies in vollen Zügen genießen. Pünktlich zur Premiere wurde auch das Album zu „Rocky“ fertig gestellt.</p>
<p class="Body">Der musicalische „Rocky“ vereint alles, was man von einem Boxmusical erwartet: Eine liebevoll arrangierte Handlung, einen herausragenden Hauptdarsteller, mitreißende Melodien, eine beeindruckende Bühnentechnik und Künstler in allen Bereichen, deren Spaß an ihrem Job sich auf das begeisterte Publikum überträgt.</p>
<p class="Body">Solche Weltpremieren bleiben allen im Gedächtnis und schüren das Verlangen nach mehr.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>18. November 2012</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Terence Archie, Drew Sarich, Wietske van Tongeren</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Stephen Flaherty / Alex Timbers<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
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