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	<title>Vera Bolten-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Vera Bolten-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine nicht ganz runde Weltpremiere</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 11:30:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ähnlich wie bei „Rocky“ vor zwei Jahren hat sich die Stage Entertainment bei „Das Wunder von Bern“ erneut an die Kombination eines sportlichen Themas mit Musiktheater gewagt. Zumindest sind es der Fußball und der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die den Handlungsrahmen für „Das Wunder von Bern“ bilden. Basierend auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">Ähnlich wie bei „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rocky_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1294">Rocky</a></span>“ vor zwei Jahren hat sich die Stage Entertainment bei „Das Wunder von Bern“ erneut an die Kombination eines sportlichen Themas mit Musiktheater gewagt. Zumindest sind es der Fußball und der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die den Handlungsrahmen für „Das Wunder von Bern“ bilden.</div>
<div class="style_2">Basierend auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann (2003) geht es aber weniger um den Fußball als vielmehr um den nach zwölf Jahren Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Richard Lubanski, der sich nur langsam wieder an sein altes Leben gewöhnt. Im Mittelpunkt des Films steht hierbei die Beziehung von Richard zu dessen Sohn Matthias, der erst nach seinem Einberufungsbefehl geboren wurde, weshalb die beiden sich erst einmal überhaupt kennenlernen müssen.</div>
<div class="style_2">
<p>Film und Musical enden beide im doppelten Happy End: Deutschland wird Fußball-Überraschungsweltmeister und Richard und Matthias finden als Vater und Sohn zueinander.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_268">
<div class="style_2">2011 ließ die Stage Entertainment eigens für diese Eigenproduktion im Hamburger Hafen ein neues Theater bauen, welches Anfang November mit viel Pomp eröffnet wurde. Ob der Bau wirklich das architektonische Juwel ist (von der Stage Entertainment im Programmheft so benannt), kann jeder selbst entscheiden. Doch der graue, an einen Helm erinnernde, Theaterbau fügt sich weder in das Hafenbild ein, noch sorgt das schlichte weiß-rote Foyer für Wohlfühl-Atmosphäre. Vielmehr erinnert der neutrale Bau an ein Museum wie es in jeder größeren Stadt stehen könnte. Dieser Eindruck wird durch die ausgestellte Kunst zusätzlich bestärkt.</div>
<div class="style_2">
<p>Doch im Musiktheater geht es ja nicht um das „Draußen“, sondern um das Geschehen auf der Bühne. Und das beginnt sehr beklemmend: Zur Ouvertüre werden auf der bühnenfüllenden Leinwand Bilder aus dem Nachkriegs-Deutschland gezeigt und der Zuschauer wird Luftlinie in die graue Tristesse des Ruhrpotts geflogen. Nach einem sehr getragenen Auftakt, in dem Matthias‘ (Riccardo) Fußballliebe deutlich wird, folgt die im Laufe des Abends mehrfach wiederholte Schunkelnummer „Dat wird doch nie wat“. Die Ankunft Richards (Detlef Leistenschneider) am Essener Hauptbahnhof gelingt dank der guten Projektionen (Ad de Haan, Timm Ringewaldt) sehr plastisch. Die Szene, in der die frisch gebackene Anette Ackermann (Elisabeth Hübert) ihrem Gatten, Sportjournalist Paul (Andreas Bongard), die Hochzeitsreise schmackhaft machen möchte, wird auch dank der im Hintergrund schnell wechselnden Motive &#8211; von Frauenkirche, Schiefem Turm von Pisa, Eiffelturm bis hin zu Big Ben &#8211; zu einer in sich stimmigen Comedy-Nummer.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_370">
<div class="style_2">Eine weitere Szene, die durch die Videoleinwand stark gewinnt, ist die Abfahrt der Kumpel in den Schacht, in dem Richard dann einen sehr intensiven Kriegs-Alptraum durchlebt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Parallel bereitet sich die Fußball-Nationalmannschaft mit ihrem Trainer Sepp Herberger (in der Medienpremiere am 22.11. gespielt von Michael Ophelders) auf die WM vor. Die Liegestützen, die Ophelders alias Herberger seinen jugendlichen Spielern vormacht, bekommen die deutlich hörbare Anerkennung der Zuschauer.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Als Adi Dassler (Jogi Kaiser) den Fußballern ihre neuen Schuhe vorstellt und die Jungs diese direkt in einer an „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rock_the_Ballet_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=708">Rock the Ballet</a></span>“ erinnernden Choreographie ausprobieren, wirkt die Verquickung von Fußballtraining und Jazztanz doch arg verwirrend. Simon Eichenbergers Choreographien sind durchaus anspruchsvoll und begeistern, doch in das Gesamtbild wollen sie nicht so recht passen.<br />
Gleiches gilt für den parallelen Handlungsstrang, der die Rebellion von Richards Sohn Bruno (David Jakobs) gegen die Nationalsozialisten aufzeigen soll: Mit Rock‘n‘Roll setzt sich Bruno eindrucksvoll für den Kommunismus ein. Wie das jedoch zusammenpasst &#8211; westliche Rockmusik und östliche Politansichten -, bleibt ungeklärt.</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_352">
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Doch das Ensemble tanzt sich schwungvoll durch die typischen 50er Jahre Klänge, während Jakobs diese durchaus eindrucksvoll intoniert. Das Aufbegehren von Brunos Schwester Ingrid (Marie Lumpp) gegen das väterliche Verbot sich mit britischen Soldaten zu treffen („Ich will doch nur leben“), zeigt zum ersten Mal deutlich die Handschrift von Komponist Martin Lingnau. Auffällig ist hierbei, dass bei nahezu allen Songs Keyboards und Schlagzeug im Vordergrund stehen. Große, voluminöse Melodien sucht man vergebens. Nichtsdestoweniger überzeugt die Live-Band unter der Leitung von Christoph Bönecker.<br />
Szenenapplaus bekommt das Bühnenbild von Jens Kilian für die Verwandlung der Reisekoffer in einen Bus, von dem aus dann ein fröhliches „Hoch auf dem gelben Wagen“ ins Publikum geschmettert wird. Die Zuschauer trauen sich zwar nicht, genauso gut gelaunt einzustimmen, aber ein zögerlich einsetzendes Mitklatschen zeigt, dass die Busfahrt ihr Ziel nicht verfehlt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Das Finale des 1. Akts wirft einmal mehr inhaltliche Fragezeichen auf: Im Hotel in der Schweiz lässt sich Sepp Herberger von einer Putzfrau sein berühmtestes Zitat („Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten.“) in den Mund legen und die komplette Mannschaft darf sich dann zudem belehren lassen, „nicht so deutsch“ zu sein. Was komisch gemeint ist, kommt doch etwas hölzern über die Rampe und wirkt spätestens beim Tanz der Fußball-Elf in blauen Glitzersakkos deplatziert.</div>
<div class="style_2">
<p>In der zweiten Hälfte offenbart sich die fehlende Dramaturgie noch deutlicher. Von der Vielzahl paralleler Handlungsstränge wird keiner gewissenhaft aufgenommen. Die Charaktere bleiben blass und es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Die Gratwanderung, die fragile Beziehung zwischen Vater und Sohn mit stimmungsvollen, bühnenfüllenden Musical-Tanznummern zu verbinden, gelingt kaum. Die Intimität und Verletzlichkeit der Familie Lubanski verflüchtigt sich in dem 2.000 Plätze fassenden Theater nur allzu leicht. Das mag auch eine Erklärung dafür sein, dass die hinreißende Vera Bolten als Mutter Christa kaum in Erscheinung tritt. Auch Matthias und seine Freunde können das Publikum nicht erreichen, obwohl dies bei Kindern auf der Musicalbühne im allgemeinen schon fast ein Selbstläufer ist. Hingegen erscheinen die Comedy-Szenen mit dem Eheaar Ackermann oder die Tanzszenen der Fußballer zwar musicalkonform, jedoch passen sie nicht zum Rest der Handlung.</p>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_369">
<div class="style_2">Bekannte Zitate verpuffen ebenso wie der durch TV und Radio bereits im Vorfeld bekannte Titelsong „Wunder gescheh‘n“ (gesungen von Vera Bolten als Mutter Christa). Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass die Übertragung des Films auf die Musicalbühne für Gil Mehmert keine leichte Aufgabe war und er sich zwischen Revue, Comedy, klassischem Theater und Akrobatik nicht entscheiden konnte. Der gewählte Mittelweg wird leider keiner Sparte und keinem Charakter gerecht.</div>
<div class="style_2">
<p>Rundum gelungene Szenen wie „An Wunder glaubt doch jeder“ mit einem überzeugenden Tetje Mierendorf als Pfarrer oder „Kannst Du denn wirklich nur an Fußball denken?“, in der Anette (Hübert) die Aufmerksamkeit ihres Mannes mit den Mitteln einer Frau auf sich zu ziehen versucht, wirken ohne Konzept aneinandergereiht.</p>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_570">
<div class="style_2">In Richtung Finale verändert sich die Szenerie: Waren vorher die Hintergrundprojektionen angelehnt an die Realität (Hausdächer, Flussläufe, Gebirge) , sind es nun Kreidezeichnungen, die die an Richard und Matthias auf dem Weg nach Bern vorbeiziehende Landschaft darstellen. Der Grund wird schnell klar, wenn man sieht, wie das entscheidende Spiel der Fußball-WM auf der Bühne umgesetzt wird: Ungarische und deutsche Spieler laufen dem projizierten Ball auf der vertikalen Leinwand hinterher. Dabei werden die jeweiligen Positionen und Bewegungen wie auf einer Taktik-Tafel eingezeichnet und mit dem original Radiokommentar von Herbert Zimmermann unterlegt. Akrobatisch eine großartige Leistung der Darsteller! Zudem allein schon durch die deutschlandweit bekannten Worte Zimmermanns sehr berührend.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Nach dem Sieg wechselt das Bühnenbild wieder zu realitätsnahen Projektionen und die Zuschauer erleben wie der kleine Matthias seinem Idol Helmut Rahn (Dominik Hees) bei der Abfahrt aus der Schweiz zujubelt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Der Schriftzug „Weltmeister 1954“ hebt sich und unterstützt von ein wenig Pyrotechnik fallen sich alle jubelnd in die Arme.<br />
Auch wenn klar ist, worauf es in dieser Show hinausläuft, fällt die Vereinigung von Vater und Sohn in diesem Finale fast gar nicht ins Gewicht. Der Fußballsieg steht eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Was bleibt nach zwei Stunden und zwanzig Minuten „Das Wunder von Bern“? Abwechslungsreiche Melodien, aber leider zu viele Reprisen; einige gut durchdachte Szenen, aber leider kein zusammenhängendes Ganzes; sehr gute Schauspieler und Sänger, die ihr Können in dieser Show aber leider nicht unter Beweis stellen können.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Dem Musical gelingt es bedauerlicherweise nicht, die Intensität des Films zu transportieren. Das liegt sicherlich auch daran, dass es zu viele Charaktere sind, die ihre eigene kleine Geschichte erzählen und dadurch die Konzentration auf die eigentliche Handlung &#8211; die Wiedervereinigung von Vater und Sohn &#8211; verloren geht. Ein anderer Grund mag sein, dass das Theater für diesen so persönlichen Stoff schlichtweg zu groß ist und sich die filigranen schauspielerischen Einsätze in den letzten Reihen gar nicht erst feststellen lassen, da man die Mimik der Darsteller nicht einmal erahnen kann.<br />
Im Gegensatz zu „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rocky_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1294">Rocky</a></span>“, bei dem die charmant umgesetzte, bekannte Geschichte sich auf eine zentrale Figur konzentriert und gemeinsam mit der außergewöhnlichen Bühnentechnik dieses Stück zu einem gelungenen Ensuite-Musical macht, verliert sich „Das Wunder von Bern“ in der Vielzahl von Charakteren und schafft es trotz ansprechender, wenn auch nicht neuartiger Bühnentechnik, nicht, die Bedeutung des Weltfußballereignisses auf die damit verbundenen Veränderungen im Leben der Familie Lubanski herunterzubrechen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>23. November 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Detlef Leistenschneider, Vera Bolten, Elisabeth Hübert, Dominik Hees, Tetje Mierendorf</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong> Regie &amp; Buch / <span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Gil Mehmert / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vera Bolten &#8211; Scaramouche der ersten Stunde</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/vera-bolten-scaramouche-der-ersten-stunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2007 13:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
		<category><![CDATA[We Will Rock You]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. Juni ging im Kölner MusicalDome die 1000. Vorstellung von „We Will Rock You“ über die Bühne. Das neue Ensemble überzeugte in fetzigen Choreographien und den bekannten Queen-Klängen gleichermaßen. Allen voran Charly Luske, der im Wechsel mit Sascha Alexander Lien und Alex Melcher (der als erster deutscher Galileo der Figur seinen unvergleichlichen Stempel aufgedrückt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_570">
<div class="style_2">
<p class="Body">Am 3. Juni ging im Kölner MusicalDome die 1000. Vorstellung von „We Will Rock You“ über die Bühne. Das neue Ensemble überzeugte in fetzigen Choreographien und den bekannten Queen-Klängen gleichermaßen. Allen voran Charly Luske, der im Wechsel mit Sascha Alexander Lien und Alex Melcher (der als erster deutscher Galileo der Figur seinen unvergleichlichen Stempel aufgedrückt hat) als Galileo Figaro zu sehen ist. Mit jungenhaftem Charme erobert Luske alias Galileo nicht nur Scaramouches Herz und wenn er zur legendären ‚Bohemian Rhapsody’ ansetzt, schweigt das Publikum ehrfurchtsvoll. Genau das ist es, was für Vera Bolten eine der Herausforderungen an ihrem Job darstellt: „In den gut 600 Shows, die ich gespielt habe, waren es gerade die Timings für die Gags und die wechselnden Galileos, die mich auf Trab gehalten haben.</p>
<p class="Body">Die gebürtige Rheinländerin ist nach ihrem Studium und einigen Engagements in Berlin &#8211; zuletzt am Theater des Westens (Eponine in „Les Misérables“) &#8211; wieder in die Heimat zurück gekehrt und steht seit der Premiere im Dezember 2004 als kratzbürstige Scaramouche sechs Mal pro Woche auf der Bühne des blauen Zelts am Rhein. „Es ist ein super Job, der mir auch nach mehr als zweieinhalb Jahren noch richtig viel Spaß macht. Diese Rolle ist sehr komplex, weil ich – im Gegensatz zu vielen anderen Charakteren, in denen nur eine einzelne Facette einer Figur gezeigt wird – eine ganze Entwicklung spielen kann. Anfangs ist Scaramouche schroff und zickig und zeigt nur selten ihr gutes Herz. Im Laufe der Show, gerade auch in den Szenen mit Galileo, wird sie immer liebenswerter.“ Aber nicht nur die Verwandlung von der Zicke zur Rockerbraut mit weichem Kern und die tägliche Suche nach dem ausgewogenen Mittelweg zwischen diesen beiden Extremen, machen die Rolle für Vera Bolten einmalig.</p>
<p class="Body">„Auch der Comedy-Faktor spielt eine große Rolle. Es war toll mit Ben Elton gemeinsam an den Gags und den Timings zu arbeiten. Er hat eine unnachahmliche Art, einem bildlich vorzumachen, wie die Gags platziert sein müssen.“</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_675_906">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bolten ist die erste deutsche Scaramouche. In der Vorbereitung auf diese Rolle hat sie sich auch die Show in London angesehen. Dennoch hat sie die Rolle nicht einfach „kopiert“. „Ich finde es zwar grundsätzlich nicht falsch, wenn man gute Ideen seiner Kollegen für sich adaptiert und Hannah Jane Fox ist eine brillante Kollegin. Dennoch musste ich die Rolle ganz anders anlegen, da der deutsche Humor sich vom englischen unterscheidet. Ich konnte während der Proben viel von mir und meiner eigenen Sprache einbringen, was die Figur noch authentischer macht.“ Dass es gewisse Ähnlichkeiten zwischen der aufmüpfigen Scaramouche und der erfolgreichen Musicaldarstellerin Vera Bolten gibt, streitet die 30-Jährige gar nicht ab: „Ich war zwar nie so eine extreme Außenseiterin wie Scaramouche, aber dass man mit einem unüberlegten Spruch aneckt oder durch ein loses Mundwerk durchaus unangenehm auffällt, ist mir nicht unbekannt.“</p>
<p class="Body">Bei 1000 Shows bleibt auch den Darstellern die ein oder andere besonders im Gedächtnis. Für Vera Bolten war die beispielsweise die letzte Show von Serkan Kaya als Galileo. „Das war für mich eine sehr traurige Show.“ Aber auch lustige Ereignisse, wie die gefürchteten Lachanfälle mitten in einer Vorstellung, vergisst man nicht so leicht. „Doch am wichtigsten ist das Publikum. Es gab einige Shows, in denen das Publikum besonders gut mitgegangen ist und das überträgt sich auch auf uns auf der Bühne. An solchen Abenden macht das Spielen und Singen noch mehr Spaß. Das funktioniert aber auch in die andere Richtung: Wir stehen unter einem permanenten Druck zu funktionieren und ich stelle mich jeden Abend mit meinem ganzen Ich vor eine Masse, die mich beurteilt. Wenn dann die Zuschauer trotz aller Bemühungen von uns, nicht so recht lachen wollen oder sich von der Musik nicht mitreißen lassen, kommen schon das ein oder andere Mal Selbstzweifel auf.“ Auch die Shows, in denen Brian May im Publikum ist, sind für Vera Bolten immer wieder etwas Besonderes.</p>
<p class="Body">Apropos Brian May, welchen Bezug hat die junge Darstellerin zu Queen? „Live hatte ich leider nie die Chance, ‚Queen’ zu erleben, was mich immer noch ärgert. Aber die Musik von ‚Queen’ gehörte fest zu meiner Schulzeit. Ich habe viel ‚Queen’ gehört und es gab kaum eine Party, auf der wir nicht irgendwann zu ‚We Will Rock You’ auf dem Fußboden gehockt und getrommelt haben. Als Freddie Mercury dann plötzlich starb, war das bei uns in der Stufe ein großes Thema.“ Die Zusammenarbeit mit ihren Jugendidolen ist für Vera Bolten auch nach zweieinhalb Jahren immer noch beeindruckend: „Kurz vor meiner Audition vor Brain May und Roger Taylor habe ich Brian auf der Unisex-Toilette getroffen und bin erstmal erstarrt. Während meines Vorsingens zeigte sich Brian May dann aber sehr herzlich und menschlich und hat wohl auch mit den Ausschlag für mein Engagement gegeben. Natürlich ist es toll, jemanden so Berühmtes kennen zu lernen und Brian kommt immer wieder mal vorbei. Dann sitzen wir beisammen und reden und haben Spaß. Es ist wunderbar, mitzuerleben wie wenig er es zeigt, dass er ein Weltstar ist. Dann kenn ich ganz andere Möchtegern-Promis, die viel extreme Allüren haben.“</p>
<p class="Body">Auf die Frage, ob es etwas gäbe, was Vera Bolten immer schon einmal loswerden wollte, spricht sie die Musical-Internetforen an. „Ich finde, dass die Kommentare dort oft sehr gehässig und unfair sind, Es wird teilweise sogar persönlich über Darsteller hergezogen. Natürlich darf jeder seine Meinung haben und sie äußern, aber ich glaube die Distanz des Internets führt dazu, dass einige Leute über das Ziel hinausschießen und verletzend werden. Bevor man etwas schreibt, sollte man vielleicht überlegen, wie man sich selbst fühlen würden, wenn man so angegriffen und bloßgestellt würde.“</p>
<p class="Body">Vera Bolten selbst ist zwar kaum Opfer dieser Attacken, aber sie kennt diese von ihren Kollegen und bezieht klar Stellung: „Ich meide diese Foren seit „Les Misérables“ ganz bewusst. Dass die Hemmschwelle so niedrig ist, stellt für einen sehr negativen Aspekt des Internets dar. Kürzlich hat jemand in meinem Namen eine MySpace-Seite eingerichtet und sich von Hobbys über Lieblingsbücher alles ausgedacht und sich als Vera Bolten ausgegeben. Da hört für mich der Spaß auf! Von mir gibt es nur eine offizielle Seite im Internet. Das ist eine Funpage, die aber von mir unterstützt wird.“</p>
<p class="Body">Als Mutter eines fünfjährigen Jungen muss sich Vera Bolten ihre Kraft und Zeit einteilen. Ein Sommer-Engagement wie im letzten Jahr in Tecklenburg wird es bis auf weiteres nicht geben. „Ich kann nicht mehr auf allen Hochzeiten tanzen so wie früher. Ich habe mit „We Will Rock You“ einen anstrengenden Job und führe abseits der Bühne ein ganz normales Familienleben mit meinem Sohn und meinem Freund. Wenn ich Moritz vom Kindergarten abhole, möchte ich auch bewusst soviel Zeit wie möglich mit ihm verbringen.“ Dadurch liegen Projekte wie ihre eigene Band „Chaosbaby“ oder Gastauftritte bei Galas o. ä. nahezu auf Eis. „Wir haben ja noch die regelmäßigen Gigs mit dem ‚Heartbreak Hotel’ hier im Theater. Aber für andere Sachen habe ich einfach keine Energie. Momentan gehe ich nur noch zu Auditions, wenn mich eine Rolle wirklich interessiert, aber ich kann auch nicht sagen, dass mir etwas fehlt. Dazu fühle ich mir hier einfach viel zu wohl.“</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.verabolten.de/">www.verabolten.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/vera-bolten-scaramouche-der-ersten-stunde/">Vera Bolten &#8211; Scaramouche der ersten Stunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>We Will Rock You &#8211; Kulissen &#038; Technik</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/we-will-rock-you/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 07:58:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Melcher]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Musical Dome]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
		<category><![CDATA[We Will Rock You]]></category>
		<category><![CDATA[WWRY]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 1000 Shows in Köln, die Spielzeit in Zürich wird bis Ende des Jahres verlängert und ab 24. Januar bekommen auch die Wiener ihre eigene „We Will Rock You“-Produktion. Dass zu einem erfolgreichen Musical nicht nur mitreißende Musik, eine gute Story und herausragende Darsteller (siehe Interview mit Vera Bolten) gehören, ist hinlänglich bekannt. blickpunkt ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/we-will-rock-you/">We Will Rock You &#8211; Kulissen &#038; Technik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
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<div id="body_content">
<p>Mehr als 1000 Shows in Köln, die Spielzeit in Zürich wird bis Ende des Jahres verlängert und ab 24. Januar bekommen auch die Wiener ihre eigene „We Will Rock You“-Produktion. Dass zu einem erfolgreichen Musical nicht nur mitreißende Musik, eine gute Story und herausragende Darsteller (siehe Interview mit <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.alexander-flint.de/Michaela/Musicals/ALT Musicalsite/html/v__bolten.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=833">Vera Bolten</a></span>) gehören, ist hinlänglich bekannt.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">blickpunkt musical hat einen Blick hinter den Vorhang des Kölner Musical Domes gewagt, denn schon die nackten Zahlen und Fakten sind beeindruckend: 107 Personen sind jeden Abend im Einsatz, um einen reibungslosen Showablauf zu gewährleisten, die Bühne ist 20 m breit, 16 m tief und der Bühnenturm 22 m hoch, das Gesamt-Equipment macht 20 Tonnen aus, allein die Videoinstallationen mit ihren 80 Einzelbildschirmen wiegen 4 Tonnen, das Soundsystem beachtliche 5 Tonnen und die Lichtanlage 10 Tonnen, 22 Musiker und 47 Darsteller sorgen jeden Abend in wechselnden Besetzungen für akustische und optische Unterhaltung.</p>
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</div>
<div class="tinyText stroke_0">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p>Wir treffen Daniel Schult, einer von zwei Bühnenmeistern bei „We Will Rock You“, und lassen uns von ihm seinen zweifelsohne abwechslungsreichen Arbeitsplatz zeigen. Schult kennt das Zelt wie seine Westentasche, schon während „Gaudí“ (1996/97) war er hier beschäftigt. Während der Zeit von „Saturday Night Fever“, „Vom Geist der Weihnacht“ und „Jekyll &amp; Hyde“ war er beim Fernsehen als Bühnenmeister und Kulissenbauer beschäftigt, bis er im Oktober 2004 wieder in den MusicalDome zurückkehrte, um die Produktion von „We Will Rock You“ mit aufzubauen.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_670_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wir beginnen den Rundgang im Theatersaal: „Wir haben im Parkett 1200 Plätze und im Rang ca. 540.“, sagt Daniel Schult. Am augenfälligsten für das Publikum sind die Technikkabinen hinter den Sitzreihen: „Hinten sitzen Ton- und Lichttechnik und der Caller, der für den lückenlosen Ablauf der Show verantwortlich ist und mit allen Kollegen über Headsets in Kontakt steht.“ Aber auch die beiden Lichttechniker, die für jede Show ihre Arbeitsplätze links und rechts von der Bühne erklettern, kann man vom Zuschauerraum aus kaum übersehen: „Eigentlich ist so etwas im Theater nicht üblich, aber wir setzen die beiden Spotfahrer ganz bewusst so sichtbar ein, da wir mit unserer Show eine Rockkonzert-Atmosphäre erzeugen wollen.“</p>
<p class="Body">Wir gehen rechts hinter die Bühne und werden von Schult in einen dunklen, schallgedämpften, kleinen Raum geführt: „Hier in der Vocal Booth singen die Darsteller die Chornummern, wenn sie nicht auf der Bühne stehen. Die Live-Musik bekommen sie über Kopfhörer zugespielt und auf dem Monitor sehen sie den Dirigenten, damit die Einsätze stimmen.“ Dort wird aber nicht nur von bis zu 20 Personen parallel gesungen, sondern auch Kostümwechsel vorbereitet und nachgeschminkt, was bei dem begrenzten Platz eine organisatorische Meisterleistung ist.</p>
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<p class="Body">Wir betreten die Seitenbühne und müssen feststellen, dass der Platz hier im Gegensatz zu anderen Theatern sehr überschaubar ist. Es gibt kaum Stauraum für die Großkulissen wie das Heartbreak Hotel, die Bar oder den Thron der Killer Queen. Das Orchester wurde auf eine Art Balkon platziert. Parallel finden mitten zwischen den Kulissen auch noch die zahlreichen Quick Changes statt, da der Weg zu den Garderoben schlichtweg zu weit ist.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Daniel Schult erläutert, dass die Kulissen in den verschiedenen „We Will Rock Produktionen“ überall identisch sind: „Das Heartbreak Hotel ist eine massive Stahlkonstruktion, die schon allein aus Sicherheitsgründen sehr stabil gebaut ist.</p>
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<p class="Body">Das macht es trotz der Rollen zu einem recht schweren Bühnenelement.“ Auch der in das Heartbreak Hotel integrierte Ford Transit ist ein Original. „Der Ford ist echt, aber nur so sieht es realistisch aus. Übrigens war der erste Tourwagen von ‚Queen’ auch ein Ford Transit ist. Und nun ist Ford unser Hauptsponsor – wenn das kein Zufall ist.“ gibt Schult die Anekdote augenzwinkernd wider. Auch wenn die Kulisse zweigeteilt links und rechts der Hauptbühne steht, muss sie während der Show dennoch innerhalb kürzester Zeit von vier Männern an ihre Position gebracht werden. „Die aufwendigsten Bühnenumbauten finden in den leisesten Szenen statt.“ erläutert Schult, „Bis das alles reibungs- und vor allem geräuschlos klappt, sind wochenlange technische Probenarbeiten erforderlich.“</p>
<p class="Body">In jeder Show sind zehn Techniker damit beschäftigt, die Kulissen, Züge und Requisiten an ihre Positionen zu schaffen: „Fünf sind unmittelbar auf der der Bühne im Einsatz, zwei steuern die Züge und Automationsfahrten von der Galerie aus und drei arbeiten unter der Bühne.“ Unter der Bühne befindet sich die „Garage“ der Show; dort stehen Harley und Van und warten auf ihren Einsatz. Mit einer Hubbühne werden die beiden Vehikel, in einigen Szenen auch Darsteller, aus den Katakomben auf die Bühne gefahren. „Ein Kollege bedient die Bühne, ein zweiter bewegt die Kulissen an die vorgesehene Stelle und der dritte ist nur für die Sicherheit da. Immerhin öffnet sich eine 1,5 x 3,5 m große Öffnung mitten in der Bühne und da muss alles hundertprozentig stimmen. Aber wenn sich der Boden öffnet, sind alle Augen von uns, inkl. einer Infrarot-Kamera, darauf gerichtet. Ohne die Freigabe des Stage Managers von der Seitenbühne, kann die Hubbühne nicht bewegt werden.“</p>
<p class="Body">Dass die Harley Davidson ebenfalls echt ist, führt uns Daniel Schult direkt selbst vor. Die Drehungen auf der Bühne werden von den Darstellern selbst ausgeführt. Die Blinker dienen als Steuerungselemente für die Drehungen. „Es wird eine Drehung bis 360° ausgeführt.“</p>
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<p class="Body">Etwas ernüchternd ist der Blick in den Van, das Liebesnest von Galileo und Scaramouche. Gemütlich ist sicherlich was anderes…</p>
<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_2.png" alt="" width="403" height="248" /></div>
<p class="Body">Auf dem Weg zurück auf die Bühne kommen wir am so genannten Radioraum vorbei, in dem alle Darsteller mit ihren Microports ausgestattet werden. Direkt daneben befindet sich eine kleine Videokabine für die Leinwandauftritte von Killer Queen und Khashoggi. Ein Monitor zeigt dem Darsteller das Geschehen auf der Bühne und Markierungen an den Wänden zeigen an, wo er bzw. sie hingucken muss, um die gewünschten optischen Effekte des direkten Blickkontaktes auf der Bühne zu erzielen. „Diese Szenen können beim Zuschauer den Eindruck eines Einspielers erwecken, werden aber jeden Abend live gespielt.“</p>
<p class="Body">Auf der Bühne sind gerade die Vorbereitungen für die Show in vollem Gang. Dazu zählt auch das Wischen der Treppe mit den weißen GaGa-Statuen: „Die Treppe muss jeden Tag gewischt werden, jede Show hinterlässt ihre Spuren, die man auf diesem weißen Untergrund sehr deutlich sieht. Außerdem wird die Treppe regelmäßig neu gestrichen.“ Die Treppe wird mittels eines im Bühnenboden befindlichen Seilsystems bewegt. Dazu sind in den Boden Führungsspalten eingelassen. Für die Darsteller sind also nicht nur die zahlreichen Markierungen mit verschiedenen farbigen Klebestreifen auf dem Bühnenboden relevant, sondern sie müssen zudem genau wissen, wo diese Spalten sind. Immerhin sind diese bis zu 2 cm breit.</p>
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<p class="Body">Der imposante Thron der Killer-Queen steht, genauso wie die Bar, die ganze Zeit während der Show auf der Bühne. Während jedoch die Bar durch einen Vorhang für die Zuschauer unsichtbar gemacht wird, wird der Thron auf einer Zwischenebene unter dem Orchester geparkt. Da diese Kulisse 2 Tonnen wiegt, ist es mit einfach herunterheben und nach vorn schieben nicht getan. „Auch hier haben wir eine spezielle Hubbühne, auf die wir den Thron während der Show geräuschlos fahren und mit der wir die Höhe bewältigen.“ Zusätzlich ist im Thorn selbst eine Hydraulikbühne integriert, auf der Killer Queen und Khashoggi während „It’s a Kind of Magic“ stehen und sich in 3 m Höhe drehen. „Die Darsteller stehen auf einem Drehteller, der die Drehung des Panels ausgleicht, damit sie nie mit den Rücken zum Publikum stehen.“ erläutert Daniel Schult.</p>
<p class="Body">Nun geht es eine Etage nach oben auf die Galerie. Dort, gut 3 m oberhalb des Orchesters, ist das Reich der Züge und Automationen. Und – dort ist es sehr warm: „Im Sommer haben wir hier oben gern mal 38° C.“</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_7.png" alt="" width="403" height="169" /></div>
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<p class="Body">Oben angekommen, stehen wir in einer Technikzentrale: Unzählige Computer, Bildschirme und Schaltpulte bestimmen den Alltag der Bühnentechniker 10 m über dem Bühnenboden. „Auf den Computern ist die ganze Show gespeichert, alle Verwandlungen, alle Positionen, alle Geschwindigkeiten.“ Bereiche, die für die beiden Bühnentechniker nicht direkt einsehbar sind, werden von Kameras abgedeckt. Zudem sind sie auch über Headsets mit dem Stage Manager verbunden und werden so über alles informiert. Deshalb gehört es zu den Hauptaufgaben des Bühnenmeisters, während der Show immer zu überwachen, wo sich etwas bewegt und einzelne Bewegungen oder Züge im Ernstfall sofort zu stoppen. Hier steht die Sicherung aller Künstler, Techniker und Mitarbeiter an erster Stelle.“</p>
<p class="Body">Genauso wie alle Züge ist auch die imposante Videowall doppelt gesichert: „Die Vorschriften im Theater besagen, dass Züge an Stahlseilen aufgehängt sein müssen, die das 12fache des tatsächlichen des Einzeldekoration tragen. Die Videowand allein wiegt immerhin schon zweieinhalb Tonnen.“</p>
<p class="Body">Daniel Schult bringt uns wieder in den Theatersaal zurück. Die gesammelten Eindrücke lassen „We Will Rock You“ noch ein Stück bombastischer erscheinen. Einmal mehr durften wir feststellen, dass ein Musical ohne die zahlreichen Mitarbeiter aus den Backstage-Bereichen Bühnentechnik, Beleuchtung, Tonabteilung, Stage Management, Maske und Kostüm nicht denkbar ist. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal eine Show besuchen und achten Sie auf die vielen technischen Kleinigkeiten, die man auch aus dem Zuschauerraum bemerkt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Das „Rock Theatrical“ aus London erobert Deutschland</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-rock-theatrical-aus-london-erobert-deutschland/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2004 16:37:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Aley Melcher]]></category>
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		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die weltbekannten Melodien von Queen wurden vor drei Jahren von Ben Elton in eine futuristische Geschichte um das Fortbestehen der Kunstform „Musik“ verpackt. Seit der Weltpremiere in London im Mai 2002 haben mehr als 2 Millionen Besucher die Heldengeschichte von Galileo Figaro und seiner Scaramouche gesehen. Auch in Australien, Spanien, Russland und den USA (Las ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Die weltbekannten Melodien von Queen wurden vor drei Jahren von Ben Elton in eine futuristische Geschichte um das Fortbestehen der Kunstform „Musik“ verpackt. Seit der Weltpremiere in London im Mai 2002 haben mehr als 2 Millionen Besucher die Heldengeschichte von Galileo Figaro und seiner Scaramouche gesehen. Auch in Australien, Spanien, Russland und den USA (Las Vegas) erfreuen sich zahlreiche Zuschauer an dieser „Best of Queen“-Show. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Hitmusical nach Deutschland kommt.</p>
<p class="Body">Seit 12. Dezember 2004 rocken mehr als 30 Darsteller nun den Kölner Musical Dome. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass Michael Brenner schneller war im Lizenz-Sichern als die allgegenwärtige Stage Holding. So etwas nennt man dann wohl einen gekonnten Glücksgriff. Denn seitdem das Stück im blauen Zelt angelaufen ist, werden laut Geschäftsführer Brenner täglich 8.000-10.000 Tickets verkauft. Das ist ein Rekord, von dem der Hamburger Musical-Großkonzern trotz „Mamma Mia!“ und dem „König der Löwen“ nur träumen kann.</p>
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<p class="Body">Aber genug vom Geschäftlichen, kommen wir zum Kern des Stücks: Bei einem Musical mit Queen-Beteiligung ist klar, dass die Musik im Mittelpunkt steht und die Handlung nur Nebensache ist. Bei Ben Eltons Bühnenwerk geht es dann  um eine abstruse Geschichte, die sich in 300 Jahren zuträgt und von den Hauptfiguren Galileo Figaro, Scaramouche, Killer-Queen und Commander Khashoggi handelt. Die Namen kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, sie sind alle auf die ein oder andere Weise aus Texten der legendären Rockband Queen entnommen.</p>
<p class="Body">Schon bei den ersten Klängen der Ouvertüre weiß man genau, wo man sich befindet. Die Akustik im blauen Zelt ist einsame Spitze, so dass sofort Rockkonzert-Atmosphäre herrscht und das Publikum enthusiastisch mitklatscht, -tanzt und in einiger Fällen sogar mitsingt.</p>
<p class="Body">Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die beiden Kontrahenten Killer Queen und Galileo. Beide kämpfen für ihre Sache (ohne sich je zu begegnen), nur dass diese sich nicht vereinbaren lassen. Killer Queen ist die Vorsitzende der in Sachen Musik einzig bestimmenden Institution, Globalsoft, die mit ihren Infiltrierungsmechanismen in alle Gesellschaftsbereiche vorgedrungen ist: Englisch wurde als „alte Sprache“ genauso verboten, wie aktives Musizieren. Musik kommt in Form von Elektropop nur noch in genau dosierten Portionen von Globalsoft. Freies Tanzen ist ebenso verpönt wie kreative Kleidungswahl: Die „Ga-Ga-Kids“ sehen alle gleich aus und bewegen sich absolut synchron zur angebotenen Musik.</p>
<p class="Body">Mit Brigitte Oelke wurde die perfekte Besetzung für die machtbesessene Killer Queen gefunden. Ihre einschüchternde Ausstrahlung und ihre raumgreifende Bühnenpräsenz machen deutlich, dass sie keinerlei Konkurrenz duldet. Sie Commander Khashoggi (Martin Berger) am Gängelband und gefällt sich sichtlich in der Rolle der Chefin. Nun lässt sich Berger alias Khashoggi allerdings sehr leicht herumkommandieren und hat der übermächtigen Oelke  gesanglich nichts entgegenzusetzen. Das große Duett des beiden („It’s A Kind Of Magic“) ist mit der Hubbühnenkonstruktion großartig inszeniert und macht deutlich, wer auf „Planet e.bay“ das Sagen hat. Beide zeigen – wenn auch nur ganz kurz – schwache Momente, wenn sie im zweiten Akt „Don’t Stop Me Now“ anklingen lassen.</p>
<p class="Body">Dem Machthaber-Paar stehen einige versprengte Bohemians gegenüber, deren Aktionen ohne Anführer jedoch wirkungslos verpuffen. Sprecher der Gruppe von Aussätzigen ist Dieter Bohlen (Harald Tauber). Ja, richtig verstanden.</p>
<p class="Body">Die Bohemians haben sich alle die Namen ihrer Idole gegeben und in der deutschen Fassung kommt dann eben so etwas wie Dieter Bohlen, Jeannette Biedermann oder Nena heraus. Diese inhaltlichen Plattitüden (andere nennen es ironischen Wortwitz) werden vor allem im 2. Akt sehr penetriert und sind dem musikalischen Genuss etwas abträglich. Die Frage, ob dieses von Jörg Ingwersen kreierte Bildzeitungs-Niveau in einem erfolgreichen West-End-Export erforderlich ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Die breite Masse kann es entweder ausblenden oder sich daran erfreuen, so dass es den Gesamteindruck nachhaltig kaum schmälert.</p>
<p class="Body">Die deutschen Songtexte (vor allem im ersten Akt) von Wolfgang Adenberg sind das genaue Gegenteil der Dialoge: Sie passen sich den Melodien so gut an, dass es kaum einen Unterschied macht, ob deutsch oder englisch gesungen wird. An dieser Art zu adaptieren kann sich manch ein Musical-Übersetzer ein Beispiel nehmen.</p>
<p class="Body">Doch wieder zurück zum Bühnengeschehen: Die Bohemians kämpfen gegen die schier übermächtige Globalsoft für musikalische Freiheit. Galileo (Alex Melcher) und Scraramouche (Vera Bolten) geraten eher zufällig in die Gruppe als sie J. B. (David-Michael Johnson) und Ozzy (Michaela Kovarikova) auf einem Schrottplatz über den Weg laufen. Schon in dieser ersten gemeinsamen Szene zeigen die vier, dass sie echte Rockröhren haben und heizen die Stimmung im Zelt so richtig an.</p>
<p class="Body">Galileos „Gabe“, Textzeilen aus alten Queen-Songs zu hören, macht den eigentlich sehr schüchternen Naivling ungewollt zum Hoffnungsträger. Doch noch bevor es so richtig losgeht, greifen die „GaGa-Polizisten“ ein und brennen allen Bohemians das Gehirn weg. Lediglich Galileo und Scaramouche können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auf ihrer Suche nach „dem Zeichen“ begegnen sie Bap (James Sbano), einem alten Barkeeper, dem man seine vermeintliche Verschrobenheit gelassen hat. Doch hinter seiner schusseligen Fassade sind Erinnerungen an früher wach geblieben und so führt Bap die beiden jungen Leute nach London, den Ort des „Living Rock“. Dorthin, wo einst die Wembley Arena stand. Nur der wahre Held vermag das einzige auf Erden verbliebene Musikinstrument, „die mächtige Axt eines großartigen und langhaarigen Gitarren-Gottes“, zu entdecken.</p>
<p class="Body">
Nach einem Fehlstart, der durch Galileos Unentschlossenheit Vorschub bekommt, gelingt dies schließlich und in einer der beiden Torsäulen kommt Brian Mays Gitarre zum Vorschein.</p>
<p class="Body">Zufälligerweise kann die kleine Scaramouche damit sehr gut umgehen und improvisiert mit dem zutiefst eingeschüchterten Galileo „We Will Rock You“. Die Welt scheint vom Fluch der Killer-Queen und ihrer Globalsoft erlöst: Alle zuvor durch Stromstöße außer Gefecht gesetzte Bohemians finden ins aktive Leben zurück und eine Riesenparty beginnt, an deren Schluss die vom Publikum frenetisch eingeforderte „Bohemian Rhapsody“ steht.</p>
<p class="Body">Alex Melcher, der sich die Hauptrolle mit Serkan Kaya (Lucheni in „Elisabeth“, Wien) teilt, gibt einen hervorragenden Galileo: überzeugend schüchtern und zurückhaltend im zwischenmenschlichen Bereich, ausdrucksstark und kraftvoll im Gesang. Er versteht es, die beiden Herzen in der Brust von Galileo schlagen zu lassen. Zum Finale darf der rockende Musical-Darsteller (u. a. Lucheni in „Elisabeth“, Essen) so richtig aufdrehen und wird regelrecht zu einer „Rampensau“. Melchers Energie steckt jeden Zuschauer an und macht aus dem Zelt am Kölner Dom ein Partyzelt.</p>
<p class="Body">Vera Bolten wirkt in der Rolle der Scaramouche deutlich glaubhafter und sicherer als zuletzt als Eponine in „Les Misérables“ im Theater des Westens. Während ihre leicht quäkige Stimmfärbung Geschmackssache bleibt, spielt sich mit ihrer freakigen und frechen Art problemlos in die Herzen der Zuschauer. Sie wirbelt über die Bühne und behauptet jedem gegenüber ohne jeden Respekt ihren Standpunkt.</p>
<p class="Body">David-Michael Johnson (als J. B. alias Jeannette Biedermann) Michaela Kovarikova (Ozzy) geben auf der Bühne ein tolles Paar ab. Mit viel Sex-Appeal und ausgereiften Stimmen stellen die beiden ihr umfangreiches Können unter Beweis.</p>
<p class="Body">Die Mitarbeiter und kreativen Köpfe hinter der Bühne haben ganze Arbeit geleistet, um „We Will Rock You“ in Deutschland zu einem Erfolg zu machen. Moderne Videoprojektionen ergänzen größere Bühnenbauten und schaffen so eine Atmosphäre von hoch technisierter Zukunft oder dem Wohnraum der Aussätzigen des Systems. Die Kostüme sind mal verspielt und originell „zusammengeflickt“ wie beispielsweise bei den Bohemians. Aber auch die Kleidung der „anderen Seite“ kann sich sehen lassen: Brigitte Oelke wird in wunderbare Stoffe gehüllt, die die „Waffen einer Frau“ und ihre Dominanz als Herrscherin des „Planeten e.bay“ gleichermaßen unterstreichen. Und die synchronen, langweiligen Ga-Ga-Kids sind gar nicht so öde, wie es auf den ersten Blick erscheint. Hier hat sich die Kostümabteilung verschiedene originelle Ansätze ausgedacht, die nur durch kleine Details den Unterschied erkennen lassen.</p>
<p class="Body">Ein sonst häufig kaum beachtetes Moment des Musiktheaters steht in dieser Produktion im Mittelpunkt, selbst wenn man sie während der ganzen Show nicht ein einziges Mal sieht: Die sechsköpfige Band unter der Leitung von Ethan Popp spielt lupenreinen Rock in CD-Qualität. Damit huldigen sie gemeinsam der Arbeit einer der bekanntesten Rockband der Musikgeschichte. „We Will Rock You“ ist keine Freddie Mercury Gedenkshow, davon gibt es schon zu viele und keiner kommt an das Original heran. Nein, vielmehr ist das Musical, das unter der aktiven Mitarbeit von Brian May und Roger Taylor entstand, ein Fest für alle Queen-Fans, bei dem man aufgrund der ausgezeichneten Umsetzung in Köln eine Gänsehaut nach der anderen bekommt. Die CD zur Produktion erscheint in den nächsten Wochen und wird bei dieser ausnahmslos sehr guten Besetzung von Hauptrollen, Ensemble und Band ein musikalischer Hochgenuss werden.</p>
<p class="Body">Viele versuchen auf den Zug der Hitsong-Musicals aufzuspringen. Nur wenigen gelingt es. „We Will Rock You“ ist eines der positiven Erlebnisse dieser Gattung.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Musical Dome, Köln</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Premiere<span class="Bold">: </span></strong>12. Dezember 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Vera Bolten, DMJ, Aley Melcher, Brigitte Oelke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Ben Elton / Queen<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Hardy Müller</span></div>
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		<title>Zwei Institutionen, die zueinander gefunden haben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/zwei-institutionen-die-zueinander-gefunden-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2003 12:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Les Miserables]]></category>
		<category><![CDATA[Olegg Vynnyk]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kröger]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich wird der leidenschaftliche Musicalerfolg von Boublil und Schönberg wieder in einem großen Musicaltheater aufgeführt! Die Zeiten, in denen die Studenten auf kleinen Stadttheater-Barrikaden ihren Kampf um Ehre und Gleichberechtigung, Freundschaft und Liebe ausfechten mussten, sind vorbei! Kein Wunder also, dass zur Premiere im ehrwürdigen Theater des Westens die Schöpfer dieses Werkes – Alain Boublil ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Endlich wird der leidenschaftliche Musicalerfolg von Boublil und Schönberg wieder in einem großen Musicaltheater aufgeführt! Die Zeiten, in denen die Studenten auf kleinen Stadttheater-Barrikaden ihren Kampf um Ehre und Gleichberechtigung, Freundschaft und Liebe ausfechten mussten, sind vorbei!</p>
<p class="Body">Kein Wunder also, dass zur Premiere im ehrwürdigen Theater des Westens die Schöpfer dieses Werkes – Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg – nebst Rekordproduzent Cameron Mackintosh anreisten, um sich ein weiteres Mal von der Begeisterung des Publikums für ihr Stück mitreißen zu lassen.</p>
<p class="Body">Im Vorfeld wurde viel Aufhebens um das für 10 Mio. Euro <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=460">runderneuerte Theater des Westens</a></span> gemacht – fast mehr als um das Stück an sich und seine Darsteller. Zugegeben, der Monate lange Umbau hat sich gelohnt, das Theater des Westens strahlte am Premierenabend mit den heraus-geputzten Gästen aus Entertainment, TV und Politik um die Wette.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1259">
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<p class="Body">Bei der Berliner Inszenierung von »Les Misérables« griff man auf ein Team zurück, das schon jahrelange Erfahrung mit verschiedensten Inszenierungen des Victor Hugo Klassikers vorzuweisen hat: James Powell führte schon bei der Londoner Original-Produktion von »Les Misérables« Regie und ist nach einer »Les Misérables« Konzert-Tour durch Skandinavien als Associate Director ans Theater des Westens gekommen. Nick Davies war schon bei »Les Misérables« in London und Duisburg als Musical Supervisor verantwortlich. Auch der Künstlerische Leiter Markus Brühl und der Musikalische Leiter Bernd Steixner haben schon Erfahrungen mit »Les Misérables« in Duisburg sammeln können.</p>
<p class="Body"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1415 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/LesMis_2_2003.png" alt="" width="260" height="335" />Die bei der Stage Holding inzwischen bewährte Zusammensetzung von Ensembles aus erfahrenen Musicaldarstellern und Absolventen von Musicalakademien funktioniert bei »Les Misérables« zum ersten Mal richtig gut. Als großer Name soll und wird Uwe Kröger als Inspektor Javert die Fans in Theater des Westens holen. Für den Musicalstar geht mit dem Engagement bei »Les Misérables« ein Traum in Erfüllung, denn „es war immer mein Wunsch hier aufzutreten. Ich freue mich über die große Ehre, auf dieser Bühne im schönsten Ensemblestück aller Zeiten spielen zu dürfen.“</p>
<p class="Body">Ihm zur Seite steht mit Oleh Vynnyk als Jean Valjean ein in der deutschen Musicallandschaft bisher unbekannter Künstler. Dies hat sich aber mit der Premiere schlagartig geändert, denn er hat sich in kürzester Zeit absolut überzeugend in den verletzlichen, besorgten Charakter des Strafgefangenen Jean Valjean eingearbeitet. Scheinbar spielend wird Oleh Vynnyk mit seiner enormen stimmlichen Bandbreite den komplexen Anforderungen dieser Rolle in jeder Szene gerecht. Auch die Entwicklung vom gebrochenen Sträfling zum angesehenen Bürgermeister und schlussendlich liebevollen Vater fühlt der Ukrainer auf der Bühne intensiv nach. Er wird allen Facetten dieses Charakters gerecht und trägt das Stück in vielen Szenen allein.</p>
<p class="Body">Darüber hinaus ist Olegg Vynnyk in der Lage seinen Widersacher Javert problemlos an die Wand bzw. in den Hintergrund zu spielen – und das will was heißen, denn Javert wird von niemand Geringerem als Uwe Kröger verkörpert. Uwe Kröger wirkt tatsächlich etwas farblos und gewinnt gegenüber Oleh Vynnyk keinen Stich. Phasenweise passt er sich so gut in das Ensemble ein, dass er kaum noch auffällt. Seine Bühnenpräsenz, mit der er in Stücken wie »Elisabeth« jeden einzelnen Zuschauer im Vorbeigehen gefangen nahm und nicht mehr los ließ, kommt als Javert so gut wie nie zum Tragen.</p>
<p class="Body">Doch man muss Uwe Kröger zugute halten, dass er sich in Gesellschaft ausgezeichneter weiterer Hauptdarsteller befindet, die allesamt ihr Recht auf Bühne einfordern. Ann Christin Elverum gibt eine sehr verletzliche und beschützenswerte Fantine, deren Sorgen der Rolle nicht gerecht zu werden (siehe Interview Ausgabe 05-03), vollkommen unbegründet sind. Sie meistert den anspruchsvollen Titel „Ich hab geträumt“ mit Bravour und rührt das Publikum zu Tränen. Kasper Holmboe ist mit seiner Rolle als Bischof von Digne bereits aus Duisburg sehr vertraut. Seine volle, warme Stimme unterstützt seinen Auftritt als souveräner Gönner Valjeans ideal. Man darf gespannt sein, wie er die Herausforderung als Zweitbesetzung von Valjean und Javert meistern wird.</p>
<p class="Body">Die Thénardiers werden von Ulrich Wiggers und Heike Schmitz in einer Weise verkörpert, die ihresgleichen sucht. Ulrich Wiggers hat in der Rolle des betrügerischen und leicht-vertrottelten Wirts Thénardier ganz offensichtlich seine Paraderolle gefunden. Er übertrumpft in seinem Schauspiel bei weitem alle bisher da gewesenen Interpreten dieser Rolle; dass er zudem auch noch richtig singen kann, macht ihn zu einer Idealbesetzung, die das Publikum im Sturm begeistert! An seiner Seite die ewig mürrische und extrem unfreundliche Madame Thénardier, die von Heike Schmitz formvollendet interpretiert wird. Sie hat jedoch ihrem „Bühnengatten“ gegenüber einen entscheidenden Vorteil, verkörperte sie diese Rolle doch bereits bei Stadttheater-Inszenierungen. Daher weiß sie genau, worauf es ankommt und wie sie das Publikum zugleich erschrecken und erfreuen kann.</p>
<p class="Body">Die Tochter der Thénardiers, Eponine, wird von der UdK-Absolventin Vera Bolten gegeben, in die große Hoffnungen gesteckt wurden. Ihr Spiel ist jedoch sehr hart und die sensible Seite des unglücklich verliebten Straßenmädchens nimmt man ihr nicht ganz ab. Dies mag zu einem Teil aber auch daran liegen, dass sie gerade in ihrem großen Solo „Nur für mich“ stimmlich kaum warme Akzente zu setzen vermag. Valerie Link hingegen scheint wiederum ein Glücksgriff des Casting-Teams zu sein. Sie stellt die abgeschottet von der Außenwelt aufwachsende, demütige und schüchterne Cosette sehr ergreifend dar. Ihr großer Moment ist das Duett „Mein Herz ruft nach Dir“, in dem sie dem Studenten Marius ihre Liebe gesteht. Die Sympathie zwischen Valerie Link und Lucius Wolter (Marius) ist zu spüren und man glaubt dem Paar sofort, dass sie ineinander verliebt sind.</p>
<p class="Body">Das gefühlvolle Spiel von Lucius Wolter kommt auch in den großen Szenen mit den Studenten im ABC-Café deutlich zum Tragen. Seine feine, zeitweise allerdings zu sanfte Stimme weckt Mitgefühl und wenn er gegen Ende des Stücks „Dunkles Schweigen an den Tischen“ bedauert, ringen sicherlich nicht wenige Zuschauer mit der Fassung.</p>
<p class="Body">Der Studentenanführer Enjolras wird von Martin Pasching verkörpert, der seine Freunde auf eindrucksvolle Weise motiviert und mitreißt. Doch seine Erscheinung ist (noch) etwas zu unauffällig, um als Anführer einer rebellischen Studentengruppe gegen die französische Armee auf die Barrikaden zu gehen und für Ehre und Gerechtigkeit zu sterben.</p>
<p class="Body">Die Fabrikarbeiter, Huren und Studenten werden von einem hervorragenden Ensemble verkörpert, das stimmlich ausgezeichnet zusammen passt und schauspielerisch harmoniert.</p>
<p class="Body">Die exzellenten Darstellerinnen und Darsteller ließen am Premierentag vergessen, dass die Show mit einer einstündigen Verspätung anfangen musste, da der Motor der Drehbühne nicht einwandfrei funktionierte. Doch das kann eigentlich nur als gutes Omen gewertet werden. Denn wie Cameron Mackintosh mitteilte, gab es dasselbe Problem auch bei der Medien-Premiere von »Les Misérables« am Broadway und danach hat man dort 18 Jahre lang sehr erfolgreich gespielt.</p>
<p class="Body">Wie formulierte Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit in seinem Grußwort an die Premierengäste so treffend? „Berlin ist um einen Anziehungspunkt reicher!“ Dem kann nur zugestimmt werden, denn nur selten gab es eine Premierenbesetzung, die ihre Rollen so verinnerlicht hatte, dass sie bis ins kleinste Detail überzeugte. Gleiches gilt auch für das 25-köpfige Orchester, dass man Premierenabend unter der Leitung von Nick Davies sein Allerbestes gegeben hatte.</p>
<p class="Body">Nachdem die Show nach Standing Ovations und schier endlosem Applaus erfolgreich über die Bühne gegangen war, verteilten sich die 2.300 geladenen Gäste auf das Partyzelt und das Hochparkett-Foyer und feierte bis in die frühen Morgenstunden.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Vera Bolten, Uwe Kröger, Olegg Vynnyk</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong>  Claude-Michel Schönberg / Alain Boublil<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
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