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	<title>Theatre Royal Drury Lane-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Theatre Royal Drury Lane-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Charlie and the Chocolate Factory</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 13:26:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Roald Dahls Geschichte von Charlie Bucket, dem in bitterarmen Verhältnissen aufwachsenden, herzensguten Jungen, und Willy Wonka, dem exzentrischen, undurchsichtigen Schokoladenfabrikbesitzer, gehört im englischsprachigen Raum zu den Klassikern im Kinderzimmer. Das Buch erschien 1964 und schon 1971 lief die erste Verfilmung (mit Gene Wilder als Willy Wonka) in den Kinos an. Leslie Bricusse (u. a. „Victor/Victoria“) ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Roald Dahls Geschichte von Charlie Bucket, dem in bitterarmen Verhältnissen aufwachsenden, herzensguten Jungen, und Willy Wonka, dem exzentrischen, undurchsichtigen Schokoladenfabrikbesitzer, gehört im englischsprachigen Raum zu den Klassikern im Kinderzimmer. Das Buch erschien 1964 und schon 1971 lief die erste Verfilmung (mit Gene Wilder als Willy Wonka) in den Kinos an. Leslie Bricusse (u. a. „Victor/Victoria“) und Anthony Newley steuerten die Songs zu diesem Film bei. Warner Brothers sicherte sich schon früh die Rechte an diesem Stoff und brachte 2005 eine neue Filmfassung mit Johnny Depp als Wonka in der Regie von Tim Burton heraus. Danny Elfman zeichnete bei diesem Kassenschlager für die musikalische Untermalung verantwortlich.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1191 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-400x321.jpeg" alt="" width="400" height="321" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-400x321.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-768x616.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41.jpeg 835w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sam Mendes, der „Charlie and the Chocolate Factory“ schon früh in seiner Laufbahn auf die Bühne bringen wollte, scheiterte immer wieder daran, dass er sich die Rechte dafür nicht sichern konnte. Erst nach dem einschlagenden Erfolg des Films von 2005 war Warner Brothers bereit, eine Bühnenfassung zuzulassen. Sam Mendes packte die Gelegenheit beim Schopf, scharte ein Team aus kreativen Könnern (Buch: David Greig, Musik &amp; Texte: Marc Shaiman und Scott Wittman, Choreographie: Peter Darling) um sich und schuf so in fünf langen Jahren eine Musicalversion, die im Juni 2013 im Londoner West End Premiere feierte und bis 7. Januar 2017 vor vollen Rängen spielte. Ab März 2017 wird die Show am Broadway gezeigt: Jack O’Brien führt dort Regie, krempelt das Stück musikalisch um und Christian Borle übernimmt die Rolle von Willy Wonka.</p>
<p>In London erhielt die Show gemischte Kritiken, was vor allem an der langatmigen Inszenierung und der wenig eingängigen Musik lag. Doch der Reihe nach&#8230;</p>
<p>Im ersten Akt lernen die Zuschauen Charlie kennen. Die erste Szene spielt auf einer gigantischen Müllkippe und beeindruckt genauso wie die ärmliche Hütte, in der Charlie mit seinen Eltern und allen vier Großeltern lebt. Mark Thompson setzt hier mit seinem Set Design Maßstäbe, wozu auch Paul Pyants extrem kluges Lichtdesign nicht unwesentlich beiträgt.</p>
<p>„Almost Nearly Perfect“ ist für einen Auftaktsong sehr anspruchsvoll und belegt einmal mehr das hohe Niveau, das auch die Kinder auf Londoner Bühnen mitbringen. Ptolemy Gidney ist ein absolut liebenswerter kleiner Kerl. Ihm gelingt es genau die richtigen Emotionen beim Publikum auszulösen. Man möchte ihn unweigerlich an die Hand nehmen und ihm helfen, seinen Traum zu erfüllen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1186 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28-300x400.jpeg" alt="" width="300" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28-300x400.jpeg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28.jpeg 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Charlie wird nicht müde, von seinen Großeltern die Geschichte des Schokolatiers Willy Wonka zu hören. Die Darstellung seiner tragischen Lebensgeschichte als Schattenspiel auf einem Laken ist wunderbar („The Amazing Tale of Mr. Willy Wonka“). Überhaupt sind es die Großeltern, die im ersten Akt für Begeisterungsstürme sorgen. Ihr Tanz mit und in den Betten ist sehr charmant und technisch sicherlich eine Herausforderung gewesen.</p>
<p>Dennoch geht es Charlie und seiner Familie alles andere als gut. Als sein Vater auch noch den Job verliert, bringt Charlie zu Papier, was er seiner Familie gern alles schenken würde („A Letter from Charlie Bucket“). Diesen Brief macht er zu einem Papierflieger, den er dann quer durch das riesige Theatre Royal Drury Lane auf die Reise schickt. Ein lupenreiner, undurchschaubarer Trick, der zu großem Jubel führt. Natürlich wird der Papierflieger „irgendwie“ an einem Faden nach oben geführt – doch die Beleuchtung und die traurige Ballade lenken so ab, dass man nicht erkennt, wie genau das ganze funktioniert. Großartig!</p>
<p>Charlie hat nicht nur tolle Großeltern, sondern auch ihn sehr liebende Eltern. Als seine Mutter ihm von dem Wettbewerb um die fünf goldenen Tickets erzählt, mit denen die Gewinner einen Tag in Willy Wonkas Fabrik erleben dürfen, ist die Freude bei Charlie groß. Da er bald Geburtstag hat, wünscht er sich nichts sehnlicher als einer Wonka-Schokoriegel in der Hoffnung, eines dieser besonderen Tickets darin zu finden.</p>
<p>Am Fernseher verfolgen die Buckets wie ein Kind nach dem anderen ein goldenes Ticket findet. Die vier Kinder sind alle herrlich schräg, egoistisch und sehr besonders. Jeder Gewinner wird im Fernsehen interviewt, was in einer Guckkastenbühne oberhalb von Charlies Zuhause gezeigt wird. Die überbesorgten Eltern der Kids sind genauso anstrengend wie die Kinder selbst. Hier hat Sam Mendes reichlich mit Klischees und Extremen gearbeitet und balanciert damit auf dem schmalen Grat der Abschreckung entlang.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1185 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Charlie ist verzweifelt. Im Geburtstagsgeschenk war kein goldenes Ticket und Geld für einen weiteren Schokoriegel haben sie nicht. Seine Eltern versuchen ihn in einem herzergreifenden Song zu trösten (&#8222;If Your Mother/Father Were Here&#8220;). Doch dann findet Charlie eine Ein-Pfund-Note und kauft sich mit moralischer Unterstützung seines Grandpa Jo einen weiteren Wonka-Riegel, der dann tatsächlich das letzte goldene Ticket enthält.</p>
<p>Der erste Akt endet nach mehr als eineinviertel Stunden damit, dass sich die Gewinner mit jeweils einem Elternteil vor Willy Wonkas Fabrik versammeln.</p>
<p>Allerdings hat der große Fabrikbesitzer (Jonathan Slinger) leider überhaupt keine Ausstrahlung und eine eindeutige Tendenz zur Bösartigkeit. Absicht? Der zweite Akt sollte hier Klarheit bringen&#8230;</p>
<p>Zu Beginn der zweiten Hälfte werden die Formalitäten und Spielregeln für den Aufenthalt in der Fabrik geklärt: „Strike That! Reverse It!“ bleibt leider ohne Nachhall und eine Beziehung zwischen den Akteuren sucht man vergeblich. Auch als die Kinder die erste Station der Besichtigungstour erkunden („Simply Second Nature&#8220;) springt der Funke nicht über. Das mag auch daran liegen, dass das zuckerwattige Schokoladen-Wunderland, das der ein oder andere aus dem Tim Burton Film im Kopf hat, auf der Bühne irgendwie unspektakulär wirkt. Kein Vergleich zu den beiden Hauptszenerien im ersten Akt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1188 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-400x313.jpeg" alt="" width="400" height="313" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-400x313.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-768x601.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33.jpeg 852w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Natürlich kann es der bayrisch-klischeehafte Augustus auch hier nicht lassen, ignoriert Wonkas Warnung und trinkt direkt aus dem Schokoladensee. Er fällt hinein und verschwindet mit einer riesigen Rohrpost nach oben und auf Nimmerwiedersehen. Seine Mutter (gespielt von Jasna Ivir) fällt daraufhin in Ohnmacht und ward fortan ebenfalls nicht mehr gesehen.</p>
<p>Die nächste, derer sich Wonka entledigt, ist Violet. Der durch Kaugummi-Blasen berühmt gewordene Kinder-Star überhört die Warnung, dass Super-Kaugummi nicht vor dem Dessert zu kauen, bläht sich in der Folge selbst auf und zerplatzt in einem lila Flitterregen, der auf die Köpfe der Zuschauer niederregnet. Da waren es nur noch drei&#8230;</p>
<p>Man wird die ganze Zeit den Eindruck nicht los, dass Willy Wonka nicht bloß schräg oder etwas seltsam ist, sondern dass er die ganze Aktion geplant hat, um nervige Kinder zu beseitigen. Sam Mendes wollte Willy Wonka <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/10125692/Sam-Mendes-Douglas-Hodge-and-David-Greig-interview-for-Charlie-and-the-Chocolate-Factory.html">aus Sicht von Charlie</a></span> darstellen. Wenn dem so ist, hat der Junge eine ungeheure Angst vor diesem offensichtlich kinderhassenden Monster.</p>
<p>Auch Douglas Hodge, der die Rolle in der Uraufführung gespielt hat, hatte seine liebe Müh, den Fabrikbesitzer auf der Bühne zu kreieren: Auf die Frage, ob Willy Wonker nicht abstoßend rüberkommen könnte, antwortete er: „There’s a whole minefield there now, what you might call the “<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.timeout.com/london/theatre/charlie-and-the-chocolate-factory-a-golden-ticket">Jimmy Savile Factor</a></span>”. But as long as it’s completely genuine and we can see Dahl’s own bubbling enthusiasm, it will work.&#8220; Der Vergleich zu dem von Scotland Yard als „schlimmsten Sexualverbrecher in der Geschichte des Landes“ bezeichneten TV-Moderator (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2016) scheint gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen, wenn man sich die Wirkung von diesem Bühnen-Wonka vor Augen führt.</p>
<p>Willy Wonka ist düsterer und fieser als je zuvor, daran ändern auch die Oompa-Loompas nichts. Die kleinen Fabrikarbeiter von Wonka treten immer dann in Erscheinung, wenn eines der Kinder die Spielregeln bricht. Ihre Songs bleiben nicht hängen, dafür kann man aber die verschiedenen Arten beobachten, mit denen sie dargestellt werden: Mal leihen die Schauspieler den Oompa-Loompas Kopf und Füße, während andere die Arme spielen, ein anderes Mal tragen sie Puppet-Kostüme, die den Eindruck erwecken, es würden zwei Oompa-Loompas übereinanderstehen. Diese Spielweisen zu entdecken macht Spaß und damit das Stück im zweiten Akt zumindest ansatzweise spannend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1192 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-400x285.jpeg" alt="" width="400" height="285" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-400x285.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-768x546.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43.jpeg 942w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Reise durch die Fabrik erfolgt mittels Fahrstuhl oder Boot, während auf die dahinterliegende Leinwand die sich verändernde Umgebung projiziert wird. Das ist nicht neu, aber funktioniert.</p>
<p>Der „Invention Room“, in dem Violet ihr Ende findet, bleibt kulissentechnisch genauso hinter den im 1. Akt geweckten Erwartungen zurück wie der „Nut Room“, in dem die egozentrische, herrische Veruca zusammen mit ihrem Vater im Müllschlucker verschwindet, nachdem sie <em>unbedingt</em> eines der dort nach „bad nuts“ suchenden Eichhörnchen haben will. Die lebensgroßen Eichhörnchen, die „Veruca&#8217;s Nutcracker Sweet“ tanzen und singen, sind jedoch sehr putzig. Auch hier stecken einmal mehr die Oompa-Loompas drin.</p>
<p>Als nächstes verführt Wonka den spielsüchtigen Mike. Im „Department of Future“ zeigt er den Verbliebenen zwei Kindern sein „Chocolate TV“. Der Besserwisser Mike will den Trick verstehen und lässt sich von Wonka auf Größe von Barbies Ken schrumpfen. Dass es auch hier kein Zurück gibt, interessiert den Jungen wenig. Im Gegensatz zu den anderen Eltern ist Mikes Mutter, Mrs. Teavee, froh über das vermeintliche Unglück, da sie ihren Sohn in seiner neuen Größe wieder sehr gut im Griff hat, was vorher bei weitem nicht mehr der Fall war.</p>
<p>Die in beleuchteten Astronautenanzügen tanzenden Oompa-Loompas bilden in dieser Szene („Vidiots!“) ein harmonisches Ganzes. Eine der wenigen Momente in der zweiten Hälfte, wo Optik, Musik und Regie gut zusammenpassen.</p>
<p>Charlie und Grandpa Joe werden nun von Willy Wonka in sein Büro geführt. Es gibt einen kurzen Streit darüber, ob der „Everlasting Gobstopper“ nun der lebenslange Süßigkeitenvorrat ist, der dem siegreichen Kind versprochen wurde. Grandpa Joe lässt sich aber von Charlie überzeugen, dass dies der Fall ist und die beiden Erwachsenen ziehen sich zurück, um weitere Details zu besprechen. Charlie bleibt allein im Zimmer und – natürlich – kann er der Versuchung nicht widerstehen, in Wonkas Ideenbuch zu schmökern. Die leeren Seiten am Ende füllt er mit eigenen Ideen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1182 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395-400x313.jpeg" alt="" width="400" height="313" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395-400x313.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395.jpeg 767w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zunächst ist Wonka ungehalten, doch nachdem er sich Charlies Ideen genauer angesehen hat, teilt er ihm mit, dass er den Hauptpreis gewonnen hat. Gemeinsam steigen sie in einen gläsernen Fahrstuhl (der sicherlich nicht nur zufällig wie eine klassische englische Telefonzelle aussieht) und schweben zu „Pure Imagination“ in die Lüfte. Wonka zeigt dem staunenden Charlie seinen Gewinn: die Schokoladenfabrik. Der Song aus dem Film von 1971 ist mit Abstand das schönste und eingängigste Stück des Abends. Das Jonathan Slinger kein Sänger ist, sondern seine Stärken im Schauspiel liegen, ist zwar suboptimal, doch zusammen mit dem gut verstecken Hubarm und der exzellenten Beleuchtung, welche die Technik kaum erkennen lässt, ist dies eine schöne Szene. Zumal Willy Wonker hier zum ersten Mal ein nahbarer Charakter wird und das Bösartige fast vollständig verblasst.</p>
<p>Zum Finale (&#8222;A Little Me&#8220;), in dem Charlie in dem gleichen Anzug erscheint wie Wonka, kommen Charlies Eltern und Großeltern zusammen mit den Oompa-Loompas auf die Bühne und feiern seinen Sieg. Sie sind so in Partylaune, dass sie fast verpassen, wie sich Wonka sprichwörtlich aus dem Staub macht. Auch dieser Verschwindetrick gelingt sehr gut, dennoch fällt dieses Finale im Vergleich zum gläsernen Aufzug wieder deutlich ab.</p>
<p>„Charlie and the Chocolate Factory“ war 2013/2014 für alle erdenklichen Londoner Theaterpreise nominiert, gewann aber „nur“ für Kulissen, Kostüme, Licht und Choreographie. Und ehrlich gesagt kann man dies sehr gut nachvollziehen. David Greig hat die Handlung im ersten Akt sehr langgezogen und im zweiten Akt alles sehr schnell und zusammenhanglos aufeinander folgen lassen. Eine andere Gewichtung – kürzere Behandlung der Gewinnerkinder, mehr Interaktion zwischen den Handelnden im zweiten Akt und vor allem eine irgendwie spürbare Beziehung zwischen Wonka und den Kindern, hätte den Stück sicherlich gut getan. Sam Mendes wollte sich mit dieser Bühnenfassung bewusst von den filmischen Vorlagen Gene Wilders und Johnny Depps <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/10125692/Sam-Mendes-Douglas-Hodge-and-David-Greig-interview-for-Charlie-and-the-Chocolate-Factory.html">abgrenzen</a></span>. Das ist ihm – im negativen Sinn – auf jeden Fall gelungen.</p>
<p>Vielleicht fehlt einem als Kontinentaleuropäer der Bezug zu dieser Geschichte und man kann die Bedeutung, die sie für englischsprachige Kinder hat, nicht wirklich nachvollziehen. Sehr gut herausgearbeitet hat Mendes das liebevolle Umfeld, in dem Charlie aufwächst. Chris Grahamson und Lara Denning können als Charlies Eltern viel Liebe in ihre wenigen Dialoge und Songs legen. Claire Carrie, Myra Sands, Kraig Thornber und vor allem Barry James als Grandpa Joe haben sehr dankbare Rollen. Sie dürfen schrullig und liebevoll, ehrlich und weise sein. Das gelingt allen im Zusammenspiel hervorragend und sie werden zu den heimlichen Stars der Show.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1187 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Eltern der Gewinnerkinder sind ebenso „speziell“ wie ihre Sprösslinge: Ross Dawes (Mr. Salt), Jasna Ivir (Mrs. Gloop), Paul J. Medford (Mr. Beauregarde) und Josefina Gabrielle (Mrs. Teavee) unterstützen ihre Söhne und Töchter wo es nur geht. Dass eine adipöse Mutter ihren nicht minder übergewichtigen Sohn immer weiter naschen und sich ein Vater von seiner talentfreien Ballettprinzessin gängeln lässt, eine hoffnungslos überforderte Mutter ihrem Sohn keine noch so unmöglich vorgebrachte Forderung abschlägt und ein Vater in klassischer „Eislaufmutter“-Manier sein überkandideltes Töchterchen unterstützt, lässt sich an Klischees kaum überbieten. Alle Darsteller spielen ihre Rollen sehr gut, wenngleich außer Josefina Gabrielle keiner die Chance hat, sich in den Vordergrund zu spielen.</p>
<p>Jonathan Slinger ist ein gestandener Theaterschauspieler. Er hat ein Händchen für „spezielle“ Charaktere und war daher sicherlich nicht die schlechteste Wahl für Willy Wonka. Dass er gesanglich keine Highlights zu setzen vermag, fällt in Ermangelung von schönem Songmaterial kaum ins Gewicht. Dafür reizt er das Hinterhältig-Bösartige in Wonkas Charakter bis an die Grenzen aus. Setzt man voraus, dass der Schokolatier gemäß Regie so unsympathisch und abstoßend sein soll, ist dies eine hervorragende Leistung. Aber um den romantisch verklärten Willy Wonka, der mit seinen Schokoerfindungen Generationen von Kindern glücklich gemacht hat, aus der Sicht eines Kindes zu erleben – und Kinder sehen auch böse Figuren mit „Weichzeichner“ – reicht es keinesfalls.</p>
<p>Ptolemy Gidney und die vier anderen Kinderdarsteller überzeugen durch ihre Intensität. Jeder steckt tief in seiner Rolle drin, egal wie unangenehm diese Kids auch sein mögen. Gesanglich ist bei allen noch Luft nach oben, aber in diesem Fall wurden ja auch ganz bewusst keine Kinder gecastet, die schon umfangreiche Tanz- und Bühnenerfahrung haben, sondern solche, die authentisch wirken sollen. Und das sind alle fünf. Dies ist letzten Endes auch der Verdienst von Peter Darling („Billy Elliot“ und „Matilda“), der die Kinder Kinder sein lässt und ihnen keine unnatürlichen Tanzsequenzen und Bewegungen überstülpt.</p>
<p>Roald Dahl hat mit seinem Schokoladenmärchen bereits die zweite Vorlage für ein erfolgreiches Musical geliefert. Die Kreativen von „Matilda“ haben jedoch offenbar das rundere Gesamtpaket abgeliefert, denn sonst wäre es kaum zu erklären, dass „Charlie and the Chocolate Factory“ vor der Broadway-Premiere umfassenden Änderungen unterzogen wird. Unter anderem wird die Musik komplett überarbeitet, Klassiker wie „The Candy Man“ (und natürlich „Pure Imagination“) aus dem Film von 1971 integriert, während die Songs von Marc Shaiman und Scott Wittman, die mit „Haispray“ und „Smash“ ihr Hitpotential durchaus schon bewiesen haben, nur noch als „Feature“ mit aufgenommen werden sollen. Man darf gespannt sein, wie diese neue Fassung beim New Yorker Publikum ankommen wird.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Theatre Royal Drury Lane, London</span></div>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">5</span><span class="Bold">. Januar 2017</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Jonathan Slinger, Barry James, Ross Dawes, Jasna Ivir, Paul J. Medford, Josefina Gabrielle, Kraig Thornber, Claire Carrie, Myra Sands, Chris Grahamson, Lara Denning, Ptolemy Gidney, Archie Lewis, Stella Haden, Miriam Nyarko, Jude Ponting</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik / Regie:</span></strong> Roald Dahl / <span class="Bold">Marc Shaiman / Sam Mendes<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matt Crockett<br />
</span></div>
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		<title>Lord of the Rings</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/lord-of-the-rings/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 11:43:50 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Jerôme Pradon]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Therriault]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Musicaladaption von J. R. R. Tolkien „Lord of the Rings“, dessen Bücher weit mehr als 1000 Seiten zählen und deren Verfilmung gute 10 Stunden Anschauungsmaterial zustande brachte, hat Matthew Warchus eine neue Kategorie des Musicaltheaters geschaffen: das epische Musical. Kein anderes Attribut fasst das Feuerwerk an Ausstattung, Licht-, Sound-, Kostümdesign und technischen Effekten ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">Mit der Musicaladaption von J. R. R. Tolkien „Lord of the Rings“, dessen Bücher weit mehr als 1000 Seiten zählen und deren Verfilmung gute 10 Stunden Anschauungsmaterial zustande brachte, hat Matthew Warchus eine neue Kategorie des Musicaltheaters geschaffen: das epische Musical.</p>
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<p class="Body">Kein anderes Attribut fasst das Feuerwerk an Ausstattung, Licht-, Sound-, Kostümdesign und technischen Effekten besser zusammen. Rob Howell (Set und Kostüme), Paul Pyant (Licht) und Simon Baker (Sound) haben ganze Arbeit geleistet und entführen das Publikum spielend nach Mittelerde.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Lord_of_the_Rings_files/shapeimage_2.png" alt="" width="400" height="246" /></div>
<p class="Body">Das Geflecht aus Ästen und Wurzeln, das sich weit in den Saal und über die Decke zieht und so nicht nur sämtliche Logen verdeckt, sondern auch die verschnörkelte Deckenmalerei im Theatre Royal Drury Lane, die 17 hydraulischen Hubelemente der Bühne, die schwebenden Elben, die auf meterhohen Stelzen agierenden Bäume – in einer solchen Vielfalt hat man dies sicherlich noch nicht gesehen. Zählt man noch die zahlreichen Effekte wie das Verschwinden von Bilbo oder Frodo, das Auftauchen zahlreicher, an scheinbar unsichtbaren Seilen gesicherter, Elfen aus dem Schnürboden, die über Bühne und Saal fliegenden Glühwürmchen oder den über die gesamte Bühnenfront krauchenden Gollum (ebenfalls ohne sichtbare Seilsicherung) hinzu, ergibt sich langsam ein Eindruck, wo die 25 Mio. Pfund (rund 37,5 Mio. Euro) eingesetzt wurden, die für die Produktion ausgegeben wurden.</p>
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<p class="Body">Die Kostümabteilung unter Rob Howell hat einen beachtlichen Anteil des Budgets verarbeitet, so erhielt Galadriel neben einem federleichten, elfengleichen Goldgewand eine spezielle Eisenkonstruktion unter ihre Schuhe montiert, die sie nicht nur 20 cm größer erscheinen lassen, sondern auch schwebend – eben wie man es von der weisen Herrscherin der Waldelben erwartet.</p>
<p class="Body">Die Hobbits sind alle bäuerlich gekleidet und mit zusätzlichen Bäuchen und „verlängerten Rücken“ ausstaffiert. Auch wenn man die großen Füße vermisst, wirken die Hobbits durch diese Kostüme sehr authentisch. Ebenfalls fehlen die spitzen Ohren der Elben, doch abgesehen von diesen kleinen Mankos und der Tatsache, dass Legolas im Gegensatz zu seinen blonden Elbenkollegen schwarzhaarig ist, wirken alle Kostüme geradeso wie vom Filmset importiert. Gleiches gilt auch für Gimli, Boromir, Gandalf, Saruman und Arwen, die aussehen wie aus der Leinwand ausgeschnitten.</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Lord_of_the_Rings_files/shapeimage_3.png" alt="" width="309" height="398" /></div>
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<p class="Body">Die Orks und Uruk-Hai sehen durch ihre schwarze Kleidung und die silbernen Totenkopfmasken tatsächlich zum Fürchten aus und stellen dies zwischen dem zweiten und dritten Teil der Saga deutlich unter Beweis, wenn sie durchs Publikum stürmen und einige Gäste nicht nur zum Aufschreien, sondern direkt zum Flüchten bringen. Doch der Clou sind ihre akrobatischen Einlagen auf der Bühne. Während sich die Orkarmee nach dem Vorbild der Hyänen im „König der Löwen“ mit den Armen auf Stelzen stützen und durch den gebückten Gang allein schon blutrünstig und einschüchternd wirken, haben die Uruk-Hai-Darsteller Poweriser, eine Art Sprungfeder, unter die Füße geschnallt und vollziehen damit wahre Kunststücke, Hochsprünge und Überschläge inbegriffen, die von Peter Darling (u. a. „Billy Elliot“) und Terry King perfekt in die durchchoreographierten Kampfszenen integriert werden.</p>
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<p class="Body">Ohne die Trilogie zu kennen, verliert der Zuschauer manchmal den Anschluss, da die Charaktere nur recht oberflächlich ausgearbeitet wurden oder die Beweggründe für ihr Handeln aufgrund der fehlenden Hintergründe nicht nachvollziehbar sind. Beispielsweise versteht man nicht, warum Gandalf der Graue mit einem Mal als Gandalf der Weiße wiederkehrt. Auch die steigende Macht des Rings über Frodo wird nur sehr am Rande angeschnitten. Demgegenüber ist jedoch die Zerrissenheit von Gollum alias Sméagol brillant und in allen Facetten zu spüren, was aber vor allem an der schauspiele-rischen Leistung Michael Therriault liegt, der diese Rolle bereits bei der Weltpremiere in Toronto im vergangenen Sommer gespielt hat. Es verwundert kaum, dass er vom Premierenpublikum am meisten Applaus erhielt.</p>
<p class="Body">Bei diesem Ensemble fällt auf, dass viele Darsteller eine fundierte Ausbildung im Schauspielfach genossen haben und sich dort einen Namen gemacht haben. Umfassende Musicalerfahrung haben von den Protagonisten lediglich Laura Michelle Kelly als Galadriel, Rosalie Craig als Arwen und Jérôme Pradon als Strider/Aragorn vorzuweisen.</p>
<p class="Body">So glaubwürdig und trennscharf die einzelnen Rollen von den Darstellern auch gespielt werden, so sehr lassen es einige am Gesang vermissen. Allzu dünne Stimmen, vor allem von James Loye (Frodo) und Peter Howe (Sam), verleiden einem manchmal die Freude am Stück.</p>
<p class="Body">Die Handlung von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Jahrhundertswerks bühnentauglich umzusetzen, ist eine Herausforderung. Nicht ohne Grund hat es Jahrzehnte gedauert, bis sich jemand an die Verfilmung gewagt hat. Nach durchwachsenen Kritiken in Toronto wurde das ehemalige Vier-Stunden-Stück zur Europapremiere noch einmal gestrafft und so spult sich die Geschichte vom Auenland über die Reise der Gefährten bis hin nach Mordor in gut drei Stunden plus (!) 20 Minuten Pause vor den Augen des Publikums ab. Der erste Akt entspricht dem ersten Buch und widmet sich komplett den Gefährten und ihrer beschwerlichen Reise vom Auenland Richtung Mordor.</p>
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<p class="Body">Herausragend ist hier die Darstellung der verschiedenen Landschaften: vom flachen Auenland, durch dunkle Wälder über karge Felsen – alles wird optisch ausgezeichnet umgesetzt. Gerade die Wanderungen über die sich bewegenden Hubpodeste erfordert von den Darstellern sehr große Aufmerksamkeit, da die ganze Bühne permanent in Bewegung scheint.</p>
<p class="Body"><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Lord_of_the_Rings_files/shapeimage_5.png" alt="" />Wie auch im Film sorgen die Hobbits Pippin (Owen Sharpe) und Merry (Richards Henders) für viel Chaos und damit viele Lacher auf Seiten des Publikums, während Legolas (Michael Rouse) ähnlich unnahbar ist und sich mit Vorliebe mit Gimli (Sévan Stephan) streitet. Dass die Größenunterschiede zwischen Zwergen, Hobbits, Menschen und Elben nicht durch zusätzliche Tricks sichtbar werden, ist dem hervorragenden Casting zu verdanken: Alle Rollen wurden „größenkonform“ besetzt und einzig Galadriel durch ihre Spezialschuhe ein wenig über ihre Darstellerkollegen erhoben.</p>
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<p class="Body">Der zweite Akt zeigt zum einen die kämpfenden Truppen Sarumans (Brian Protheroe) und die Reise der Gefährten durch Lothlórien (die mit einem gleichnamigen Song sehr intensiv umgesetzt wird) als auch die Begegnung von Frodo und Sam mit Gollum, dem durch die Macht des Rings zu einer äußerst leidvollen Kreatur verkommenen Hobbit. Michael Therriault legt sehr viel Herzblut in seine Interpretation. Gollum erscheint in der Musicalinszenierung weitaus weniger bösartig, vielmehr bekommt man Mitleid mit der zerrissenen Figur.</p>
<p class="Body">Sowohl die Art und Weise wie den Elben Flügel verliehen werden als auch die erste Begegnung mit Gollum sind absolut sehenswert. Jérôme Pradon alias Strider/Aragorn hat in der Todesszene von Boromir seinen stärksten Auftritt, da er eben nicht nur der gefühlskalte Herumtreiber ist, sondern eine bewegte Geschichte hat. Das Duett mit Arwen zu Beginn des dritten Aktes ist sehr romantisch und unterstreicht die Vielschichtigkeit dieses Charakters.</p>
<p class="Body">Der dritte Akt ist wie oben beschrieben durch den Einfall der Orks im Publikum vom zweiten getrennt. Strider outet sich als Aragorn und vereint die Völker hinter sich zum Kampf gegen Sauron. Sam zwingt Frodo, seinen Auftrag zu erfüllen und den Ring zu zerstören. Auch Gollum findet sein persönliches Finale, in dem er den Ring an sich reißt und mit ihm gemeinsam ins Verderben fällt. Am Schluss sind alle entkräftet von den Strapazen, aber glücklich, Arwen wird menschlich und heiratet ihren Aragorn, Gandalf (Malcom Storry) wird mithilfe der Hobbits zum mächtigsten Wesen Mittelerdes, gemeinsam wird das zuvor verwüstete Auenland wieder aufgebaut, Sam und seine Rosie gründen eine Familie und Frodo, ja Frodo geht auf eine Reise ohne Wiederkehr.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Lord_of_the_Rings_files/shapeimage_6.png" alt="" width="294" height="379" /></div>
<p class="Body">Der Sieg wird mit „City of Kings“ beeindruckend gefeiert, alle wichtigen Charaktere vereinen sich gemeinsam auf der Bühne, und im Epilog verabschiedet sich Frodo herzergreifend von seiner Hobbitwelt und geht mit Bilbo, Galadriel und Gandalf.</p>
<p class="Body">Das einzig wirklich Negative an diesem Musical ist die belanglose Partitur. Kein Song ist so herausragend, dass er länger im Gehör hängen bleibt. Auch wenn alle Hauptcharaktere ihre Soli haben, prägt sich maximal die ungewöhnliche Sprache der Elben und die eleganten Gestiken von Arwen und Galadriel ein. Schade, dass die Gelegenheit nicht genutzt wurde, den so unterschiedlichen Figuren ihren ganz eigenen Sound auf den Leib zu komponieren. A. R. Rahman hat mit zahlreichen Bollywood-Soundtracks und der Musik zu „Bombay Dreams“ durchaus bewiesen, dass er symphonische Klänge und musicaltaugliche Melodien kreieren kann. Dies ist ihm für „Lord of the Rings“ leider nicht gelungen. Einzig die nordischen Folklorestücke der finnischen Gruppe Värtinnä, mit denen die Hobbits musikalisch ausgestattet wurden, sind rund. Doch auch hier klingt das meiste nicht neu, sondern bekannt und wenig bemerkenswert.</p>
<p class="Body">„Lord of the Rings“ ist im Gegensatz zu vielen anderen Musicals nicht durchkomponiert, sondern bedient sich dem filmischen Mittel, unter die vorhandenen Dialoge Melodien zu legen, die der Intensität der Situation noch mehr Nachdruck verleihen sollen.</p>
<p class="Body">Da es in dieser Show unglaublich viel zu schauen und weniger zu hören gibt, kann man einen Platz im ersten Rang nur empfehlen. Dort sieht man viele Details, die im hinteren oder seitlichen Teil der Bühne passieren und dem Parkettzuschauer durch die Hubpodeste verdeckt werden und ist immer noch dicht genug am Geschehen, um auch Gestik und Mimik auf sich wirken lassen zu können. Aber auch von hier kann man nicht erkennen, wie Frodo von einer Sekunde zur nächsten, in bester David Copperfield Manier, von der Bühne verschwindet. Doch ein bisschen Bühnenmagie darf bei einer Europapremiere auch bestehen bleiben. Immerhin wurden für diese und ähnliche Effekte eigens ein Special Effect Designer (Gregory Meeh) und Paul Kleve engagiert, der für Illusionen und Magic Effects zuständig ist. Da letzterer bereits mit Daniel Radcliffe für die Harry Potter Verfilmungen gearbeitet hat, versteht er sein Handwerk.</p>
<p class="Body">Das Premierenpublikum, zu dem auch namhafte Gäste wie Kevin Spacey, Brian May, Andrew Lloyd Webber und Don Black zählten, war sichtlich angetan, von dem, was es an diesem Abend erleben durfte. Spacey zeigte sich im Gespräch besonders von Orks und deren bestialischer Kraft beeindruckt. Doch trotz aller Superlative in Sachen Ausstattung und Effekte bleibt ein fader Beigeschmack, da weder die komplexe Story adäquat umgesetzt werden konnte, noch die Musik passend erscheint.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="bumper" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theatre Royal Drury Lane, London<br />
</span></div>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">19</span>. Juni 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Laura Michelle Kelly, Jerôme Pradon, Michael Therriault</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Matthew Warchus<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Tristram Kenton<br />
</span></div>
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		<title>The Producers</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/the-producers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 May 2005 13:28:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Fred Applegate]]></category>
		<category><![CDATA[John Gordon Sinclair]]></category>
		<category><![CDATA[Leigh Zimmermann]]></category>
		<category><![CDATA[Mel Brooks]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Colicos]]></category>
		<category><![CDATA[Theatre Royal Drury Lane]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle reden darüber, aber kaum jemand in Deutschland hat es bisher gesehen: Mel Brooks’ Musical „The Producers“. Seit 9. November 2004 läuft die außergewöhnliche Musical-Revue im altehrwürdigen Theatre Royal Drury Lane. Inhaltlich geht es um den erfolglosen Broadway-Produzenten Max Bialystock, der seinen Buchhalter Leo Bloom dazu anstiftet, sich mit den Investitionen von wohlmeinenden Gönnern ins ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Alle reden darüber, aber kaum jemand in Deutschland hat es bisher gesehen: Mel Brooks’ Musical „The Producers“. Seit 9. November 2004 läuft die außergewöhnliche Musical-Revue im altehrwürdigen Theatre Royal Drury Lane.</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/The_Producers_files/shapeimage_3.png" alt="" width="304" height="392" /></div>
<p class="Body">Inhaltlich geht es um den erfolglosen Broadway-Produzenten Max Bialystock, der seinen Buchhalter Leo Bloom dazu anstiftet, sich mit den Investitionen von wohlmeinenden Gönnern ins Ausland abzusetzen. Damit ihr Plan gelingt und die geplante Show auch ganz sicher ein Flop wird, brauchen die beiden das schlechteste je geschriebene Musical, den unfähigsten Regisseur und die unbegabtesten Darsteller. Mit Franz Liebkind finden Sie den vermeintlich untalentiertesten Musicalautor, als Regisseur wird die alternde Transe Roger DeBris verpflichtet. Bei den Darstellern hilft der Zufall in Form der schönen schwedischen Ulla mit, die die beiden Produzenten mit ihren offensichtlichen Talenten direkt überzeugt.</p>
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<div>Das Stück von Franz Liebkind heißt „Springtime for Hitler“ und stellt die Figur des Führers in steppende SS-Schönheiten. Schon nach dem Hören des Titels sind sich die beiden Produzenten ihrer Sache sicher. Als dann auch noch kurz vor der Premiere der Hitler-Darsteller ausfällt und Roger DeBris einspringen muss, frohlocken die beiden. Doch es geschieht das Unerwartete: Kritiker und Zuschauer lieben das Stück, der Schwindel fliegt auf. Während Leo Bloom rechtzeitig mit Ulla ins Ausland flüchtet, wird Max Bialystock im berüchtigten Sing Sing Gefängnis eingebuchtet. Doch Leo wäre nicht der zuverlässige, schüchterne und naive Buchhalter, wenn ihn sein schlechtes Gewissen nicht wieder zurück nach New York führen würde. Und so stellt er sich. Zusammen mit seinem ehemaligen Kompagnon bringt er das Stück „Prisoners of Love“ ins Shubert Theatre am Broadway. Beide landen einen Riesenerfolg und es folgt das obligatorische Happy End à la Hollywood.</div>
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<div class="text-content style_External_670_268">
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<p class="Body">Schon im ersten halben Jahr wechselten die Hauptdarsteller rege. Nathan Lane, der original Max Bialystock vom Broadway, blieb nur zwei Monate und dreht seit Anfang 2005 die Verfilmung von „The Producers“. Brad Oscar, der ebenfalls über Erfahrung als Max Bialystock aus mehreren hundert Vorstellungen in den USA verfügt, sprang als Ersatz ein, dicht gefolgt von Fred Applegate, der die Hauptrolle seit April verkörpert.</p>
<p class="Body">Lee Evans spielte die Rolle des schüchternen Buchhalters ebenfalls nur ein knappes halbes Jahr und wurde im April von John Gordon Sinclair abgelöst.</p>
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<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/The_Producers_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Normalerweise sind häufige Darstellerwechsel, gerade am West End, ein untrügliches Signal für Shows, die nicht erfolgreich sind. Dies gilt jedoch nicht für Mel Brooks’ komödiantisch-musikalisches Meisterwerk. Auch nach mehr als sechs Monaten ist das Theater bis auf den letzten Platz gefüllt.</p>
<p class="Body">Was genau ist es, das den Reiz an diesem Musical ausmacht und in London und den USA das Publikum scharenweise in die Theater lockt?</p>
<p class="Body">Neben der Aufbereitung im Stil einer großen Musikrevue, die an allen Ecken klotzt und der Inbegriff für Broadway-Theater ist, scheint die skurrile Vorstellung eine Musical-Comedy über den schlimmsten Diktator des 20. Jahrhunderts</p>
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<div class="text-content style_External_670_352">
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<p class="Body">zu sehen, mehr als anziehend. Auch der Name Mel Brooks, der mit seinen Filmen schon Millionen Zuschauer bestens unterhalten hat und bei „The Producers“ für Buch und Musik verantwortlich zeichnet, ist ein weiterer Grund, sich diese Show anzusehen. Die Übertragung des Films von 1968 (mit Gene Wilder als Bloom und Zero Mostel als Max Bialystock) in ein Bühnenmusical stellt für viele eine spannende Herausforderung dar, die sie sich nicht entgehen lassen wollen.</p>
<p class="Body">Wohl kaum jemand kann vollkommen unbefangen an diese Revue herangehen. Gerade deshalb ist es äußerst amüsant mitzuerleben, wie steppende Großmütter, eine stets um alles bemühte Klischee-Schwedin, ein schüchtern-vertrottelter Buchhalter, ein schlitzohriger Broadway-Produzent und schlussendlich ein überkarikiert tuntiger Adolf Hitler beim Publikum ankommen: Von anfänglichem Erstaunen bis zu spontanem Jubel und Gelächter sieht man um sich herum alle Spielformen der Mimik.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/The_Producers_files/shapeimage_2.png" alt="" width="395" height="243" /></div>
<p class="Body">Spätestens wenn das Kreativteam von „Springtime for Hitler“ bestehend aus dem hyper-sensiblen Assistenten Carmen Ghia und einer Truppe, deren Ähnlichkeit mit den Village People nicht von Ungefähr kommt, vorgestellt wird, tobt der Saal. „Keep it gay“ ist einer der großen Showstopper dieses Abends.</p>
<p class="Body">Herausragende Szenen sind u. a. das von Ulla (Leigh Zimmermann) renovierte Büro der beiden Produzenten. Dass sie dabei nicht nur die Wände weiß gemalt hat, sondern jeden Millimeter inkl. Telefon, Aktenkoffer, Mantel und Hut unterstreicht ihren charmanten Übereifer. Das Little Old Lady Land“ kurz vor dem Ende des ersten Akts ist einmalig und urkomisch: Da treten 20-25 Großmütterchen auf und hoffen, durch ihre Spende von Max Bialystock etwas Zuneigung zu bekommen. In ihrem Wahn steigern sie sich in eine eigene Welt, in der sie mit ihren Gehhilfen einen Stepptanz hinlegen, der seinesgleichen sucht.</p>
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<div class="text-content style_External_401_352">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Szenen mit Franz Liebkind (Nicolas Colicos) im Mittelpunkt sind schräg und sehr originell inszeniert. Der Komponist und passionierte Tauben-züchter lässt Max und Leo den „Guten Tag Hop Clop“ tanzen, um ihre Eignung als Produzenten seines Werks zu bestätigen. Wenn er während der Proben den Darstellern vorführt, wie sie singen müssen („Haben Sie gehört das deutsche Band?“), überzeugt seine Ernsthaftigkeit jeden Zuschauer von seinem Spleen.</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/The_Producers_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Fred Applegate hat seine stärkste Szene im zweiten Akt, wenn er in seiner Zelle in Sing Sing sein Leid klagt und an allem und jedem zweifelt. Dieser gesungene Monolog ist an Intensität kaum zu überbieten. Plötzlich bekommt man Mitleid mit dem hinterhältigen Broadway-Produzenten, der kurz zuvor noch alte Damen um ihr Erspartes geprellt hat.</p>
<p class="Body">Die Vorbehalte mancher deutscher Produzenten kann man kaum nachvollziehen. Weder der tuntige Hitler noch die „notgeilen“ alten Ladies wirken so authentisch, dass man sie ernst nehmen könnte. Lediglich die Rolle des Franz Liebkind ist phasenweise etwas grenzwertig. Wenn er den Darstellern der SS-Männer und -Frauen den Hitlergruß beibringt, bleibt dem einen oder anderen Zuschauer schon das Lachen im Hals stecken. Doch wenn man diesen Mann als das sieht, was er darstellen soll: nämlich als paranoiden vergangenheitsfixierten Spinner mit mittelmäßigem Komponiertalent – dann gehören die genannten Szenen einfach dazu und runden das Bild dieses Charakters perfekt ab. Man kann nur hoffen, dass ein Theaterintendant oder Musicalbetreiber den Mut findet und dieses Stück auf eine deutsche Bühne bringt. Der Spaß ist das Risiko alle Mal wert.</p>
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<p class="Body">„The Producers“ bietet von der ersten bis zur letzten Minute erstklassige Unterhaltung. Keine Szene ist wie die andere, herrlich schräge und überzogene Figuren sorgen für einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend. Klassisch angehauchte Revue-Melodien und –Choreographien, farbenfrohe Kostüme und ein originelles Bühnenbild ergeben einen gelungenen Theaterabend.</p>
<p class="Body">Dass in London mit Fred Applegate (Max Bialystock), John Gordon Sinclair (Leo Bloom), Ulla (Leigh Zimmerman), Conleth Hill (Roger DeBris) und James Dreyfuss (Carmen Ghia) eine erstklassige Cast auf der Bühne steht, zollt dem hohen Anspruch Rechnung, mit dem Mel Brooks and die Umsetzung seines Musicals herangegangen ist.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div id="body_content" class="bumper">
<div id="body_layer">
<div class="style_2" style="text-align: left;">
<div><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theatre Royal Drury Lane, London<br />
</span></div>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">13. Mai 2005</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Fred Applegate, John Gordon Sinclair, Nicolas Colicos, Leigh Zimmermann</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Mel Brooks<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Tristram Kenton</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/the-producers/">The Producers</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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