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	<title>Theater des Westens-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Theater des Westens-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Totgesagte leben länger – das gilt auch für Musicals!</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2016 10:01:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gut zweieinhalb Jahre nachdem „Tanz der Vampire“ zum letzten Mal in Deutschland gespielt und mit großem medialen Brimborium verabschiedet wurde, feierte das Stück von Jim Steinman (Musik) und Michael Kunze (Texte) an gleicher Stelle, nämlich im Theater des Westens in Berlin, seine Wiederauferstehung. Was die Show diesmal besonders spannend machen sollte, war der geplante (!) ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Gut zweieinhalb Jahre nachdem „Tanz der Vampire“ zum letzten Mal in Deutschland gespielt und mit großem medialen Brimborium verabschiedet wurde, feierte das Stück von Jim Steinman (Musik) und Michael Kunze (Texte) an gleicher Stelle, nämlich im Theater des Westens in Berlin, seine Wiederauferstehung.</p>
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<p class="Body">Was die Show diesmal besonders spannend machen sollte, war der geplante (!) schnelle Darstellerwechsel bei Graf von Krolock. Zunächst übernahm mit Mark Seibert ein Vampir-Neuling die Rolle des Obervampirs, bevor ab Juli 2016 Jan Ammann seine scharfen Beißerchen aus Stuttgarter Zeiten wieder einsetzen konnte.</p>
<p class="Body">Bereits neunmal wurde „Tanz der Vampire“ in Deutschland und Österreich an verschiedenen Standorten mit unterschiedlich langen Spielzeiten gezeigt. Das Musical hat Kultstatus erlangt. Daher ist es nur zu verständlich, wenn es immer und immer wieder aus der Gruft geholt wird. Sukzessive veränderte sich die Show jedoch von den opulent ausgestatteten Ensuite-Produktionen in Wien und Stuttgart bis hin zur tourneefähigen Fassung, die in Berlin und München zu sehen ist. Diese Veränderungen betreffen nicht nur die immer „praktischer“ werdenden Kulissen, sondern auch das Orchester, welches von ursprünglich 28 Musikern auf nunmehr 10 geschrumpft ist. Solche harten Einschnitte bleiben natürlich nicht unbemerkt. Dass im gleichen Zug die Ticketpreise immer weiter ansteigen, führt in schöner Regelmäßigkeit zu hitzigen Diskussionen in der Branche, die aber bisher an der Stage Entertainment abprallen.</p>
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<p class="Body">Was in Berlin 2016 zunächst auffällt, sind die veränderten Filmsequenzen, die der fortschreitenden Digitaltechnik angepasst wurden. Sowohl der Eröffnungsfilm als auch der Zerfall des Schlosses am Ende wurden überarbeitet und sehen nun sehr viel moderner aus. Das Wirtshaus von Chagal und Rebecca wird mit jeder neuen Fassung immer schmaler, was u. a. auch an den deutlich steileren Treppen ins 1. OG zu erkennen ist. Ausladende Schneedekorationen an den Giebeln täuschen hierüber nicht hinweg. William Dudley hat zweckdienliche, tourfähige Kulissen geschaffen, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Einzig wenn man den Vergleich mit Wien, Stuttgart oder <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="TdV_2004.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1617">Hamburg</a></span> wagt, fällt dieses Downsizing teilweise stark ins Gewicht.</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/TdV_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Auch das Portal zu Krolocks Schloss erinnert inzwischen mehr an eine Bleistiftzeichnung. Das Imposante dieses Bühnenbilds geht mit der fehlenden Tiefe fast vollends verloren. Der beeindruckende Effekt der von unten und oben hereinfahrenden Treppe zum Ballsaal fehlt ja schon seit Hamburg, aber dass sie nur noch von der Seite kommend das Bühnenbild komplettiert, ist traurig.</p>
<p class="Body">Doch die sehr gute Besetzung macht diese optischen Veränderungen vergessen: Tom van der Ven gibt einen sehr soften Alfred, der zunächst erstaunlich offensiv mit Magda flirtet, bevor er Sarah’s Charme erliegt. „Für Sarah“, dieses immer irgendwie zu süßliche, zu pathetische Solo, bringt van der Ven sehr unaufgeregt über die Rampe. Einzig sein Akzent fällt manchmal sehr auf. Er ist damit zwar nicht allein (auch Merel Zeeman alias Magda hört man deutlich ihre nicht-deutschprachigen Wurzeln an), aber muss das heutzutage wirklich noch sein?</p>
<p class="Body">Als Professor Abronsius stolpert rollendeckend Victor Petersen über die Bühne. Er ist herrlich schusselig und geht seinen Mitmenschen mit seinen Belehrungen wunderbar auf die Nerven. „Wahrheit“ (vielen besser bekannt als „Logik“)  ist eines seiner Highlights. Bei „Bücher, Bücher!“ verschluckt Petersen sehr viele Silben, was vor allem daran liegt, dass in diesem kurzen Song in sehr hohem Tempo unglaublich viel Text untergebracht ist. Diese Herausforderung kann nicht jeder meistern, doch mit seinem „Altherrencharme“ macht Petersen dies spielend wieder wett.</p>
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<p class="Body">Dieser Herbert ist nicht der verweichlichte Grafensohn, sondern weiß sehr genau, was er möchte. Zolygin vermag dies sehr gut umzusetzen.</p>
<p class="Body">Mit Anja Wendzel steht eine selbstbewusste, eigensinnige Sarah auf der Bühne. Sie überzeugt sowohl gesanglich als auch schauspielerisch auf ganzer Länge. Sie intoniert „Nie geseh’n“ mit viel Gefühl, legt viel Sehnsucht in die Interpretation von „Draußen ist Freiheit“ und vermag sich auch gegen den Grafen durchzusetzen: „Totale Finsternis“ strotzt nur so vor Energie! Ihre bösartige Seite darf sie dann zum Finale ausspielen. Ganz offensichtlich hat sie Spaß daran, eine blutrünstige Vampirlady zu sein, denn auch diese kurze Sequenz gelingt ihr äußerst glaubhaft.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/TdV_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Jan Ammann ist ein sehr stattlicher Graf von Krolock. Seine Mimik ist wohl dosiert, ausladende Gestiken setzt er nur im Ausnahmefall ein und bleibt damit sehr undurchschaubar. Für Gänsehautschauer sorgen vor allem seine leisen Töne. Wenn der Bariton mit unendlich viel Gefühl die düstere Vergangenheit und tiefe Verzweiflung des Obervampirs intoniert, trifft er mitten ins Herz. Dass Graf von Krolock nicht aus Stein und weit entfernt von purer Menschenfeindlichkeit ist, wird bei „Unstillbare Gier“ auch dem Letzten im Zuschauerraum klar: So emotional und lyrisch habe ich diesen Song noch nie gehört!</p>
<p class="Body">Bei den rockigen Sequenzen presst er manchmal arg, was aber auch daran liegen könnte, dass er – wie alle anderen auch – sehr häufig mit der schlecht ausgesteuerten Tontechnik (Sound: Thomas Strebel) kämpft. Dies wird insbesondere bei „Totale Finsternis“ deutlich, wo sowohl Ammann als auch Wendzel ihre Mühe haben, sich gegen das viel zu laute Orchester durchzusetzen.</p>
<p class="Body">Weitere Beispiele für Mängel in Sachen Ton sind die Friedhofsszene („Ewigkeit“), in der die Sänger anfangs so gut wir gar nicht zu hören sind, und „Carpe Noctem“ – eigentlich eine mitreißende Rocknummer – wo die Solisten klingen als säßen sie in einer Blechdose.</p>
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<p class="Body">Nicolas Tenerani gibt einen herrlichen Chagal mit einer sehr präsenten Yvonne Köstler als Gattin Rebecca an seiner Seite. Auch wenn er immer haarscharf am Slapstick vorbeisegelt, glaubt man ihm den besorgten Vater. Als er feststellt, was er Magda mit seinem Biss angetan hat, legt er eine herzerfrischend komische Schusseligkeit an den Tag. Paolo Bianca hingegen überschreitet als Koukol regelmäßig die Grenze zur Comedy und nimmt der an</p>
<p class="Body">sich ekligen Figur damit etwas von ihrem Schrecken, was aber seitens der Regie durchaus so gewollt sein kann.</p>
<p class="Body">Weniger tuntig als in früheren Inszenierungen, dafür umso bedrohlicher wirkt Kirill Zolygin als Herbert. Er hat eine tolle Stimme, die sehr gut zu seinem berechnenden Auftreten passt.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/TdV_2016_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Dafür können auch die exzellenten Tänzerinnen und Tänzer kaum entschädigen: Vanni Viscusi hat Dennis Callahans Choreographien perfekt an die kleine Bühne angepasst. Doch wenn die Musik zum Störfaktor wird, kann man diese genialen Choreographien leider nicht mehr uneingeschränkt genießen.</p>
<p class="Body">Das Orchester, oder vielleicht besser die Band, unter der Leitung von Leif Klinkhardt klingt sehr gewöhnungsbedürftig: Allzu oft dominiert das Keyboard alle anderen Instrumente und manchmal sind dann wiederum die Drums so laut, dass man nichts anderes mehr hört. Hinzu kommt das offenbar gesteigerte Tempo einiger Songs, was bspw. Victor Petersen bei „Bücher, Bücher!“ zum Verhängnis wird. Einzig bei den „Roten Stiefeln“ überzeugen die zehn Musiker im immer kleiner werdenden Orchestergraben.</p>
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<p class="Body">Cornelius Baltus hat versucht, die Tourfassung so umfangreich und detailliert wie irgend möglich zu inszenieren. Dies gelingt über weite Strecken sehr gut. Die Casting-Abteilung der Stage Entertainment hat jedoch einen mindestens ebenso großen Anteil am Gelingen dieser Produktion, denn die Besetzung in Berlin ist sehr rollenkonform ausgewählt worden.</p>
<p class="Body">Nur 10 Tage nach der Derniere in Berlin werden die tanzenden Vampire in München begrüßt: Schon am 5. Oktober hebt sich der Vorhang im Deutschen Theater. Auch für diesen Tourstop konnte ein hochkarätiger Vampirgraf engagiert werden: Nachdem Jan Ammann die Spielzeit in Bayerns Hauptstadt eröffnet, wird Thomas Borchert ab November bis Mitte Januar zum Ball einladen.</p>
<p class="Body">Die nächste Station der Vampire wird dann Stuttgart sein – der Standort, an dem es bekanntermaßen die meisten und treuesten „Tanz der Vampire“ Fans gibt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. September 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Jan Ammann, Anja Wendzel, Kirill Zolygin, Tom van der Ven, Victor Petersen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Jim Steinman / Cornelius Baltus<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Stage Entertainment</span></div>
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		<title>Unvergessliche Songs, ein gutes Buch, clevere Kulissen und überzeugende Darsteller &#8211; so kann‘s gehen&#8230;</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/unvergessliche-songs-ein-gutes-buch-clevere-kulissen-und-ueberzeugende-darsteller-so-kanns-gehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 09:55:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Ellen Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Gianni Meurer]]></category>
		<category><![CDATA[Ich war noch niemals in New York]]></category>
		<category><![CDATA[IwnniNY]]></category>
		<category><![CDATA[Karim Khawatmi]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Kock]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Schütz]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Theater des Westens ist das erste Haus, in dem „Ich war noch niemals in New York“ nach Udo Jürgens Tod im vergangenen Winter aufgeführt wird. Und das Publikum kann sich ganz offenbar nicht sattsehen und -hören an den Mitsing- und Mitklatsch-Schlagern. Denn das Theater war zu gut 80 % ausgelastet, was heutzutage unter der ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<p>Das Theater des Westens ist das erste Haus, in dem „Ich war noch niemals in New York“ nach Udo Jürgens Tod im vergangenen Winter aufgeführt wird. Und das Publikum kann sich ganz offenbar nicht sattsehen und -hören an den Mitsing- und Mitklatsch-Schlagern. Denn das Theater war zu gut 80 % ausgelastet, was heutzutage unter der Woche eher Seltenheitswert hat.</p>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Vielleicht hat sich aber auch herumgesprochen, dass man „Ich war noch niemals in New York“ auch dann unterhaltsam findet, wenn man Udo Jürgens Gassenhauer nicht kennt oder schätzt. Denn das Buch von Gabriel Barylli und Christian Struppeck hat einige sehr gute Einfälle, und die drei parallelen Handlungsstränge, die alle in einem großen, bunten Finale münden, ermöglichen es einem breiten Publikum sich darin wiederzufinden.</p>
<p class="Body">Natürlich musste sich optisch im Vergleich zur Hamburger <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="IwnniNY_2007.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1736">Weltpremiere </a></span>etwas ändern, denn das Theater des Westens hat nicht die Größe des Operettenhauses. Doch auch hier hat man einen sehr guten Kompromiss gefunden. Wenn man den Vergleich zu Hamburg nicht hat, vermisst man nichts. Denn auch in Berlin bewegen sich die Protagonisten spielend vom Bug über das Oberdeck bis zum Heck.</p>
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<p class="Body">Nicht ganz unglücklich war ich persönlich darüber, dass man beim Matrosenballett auf die Teilung der Schiffsbugs im Hintergrund verzichtet hat. Da hier der Bug gar nicht erst gezeigt wird, stehen die Darsteller mehr im Vordergrund und man bringt auf der Bühne nicht mutwillig ein Schiff zum Untergang. Ein schöner Kniff ist auch der Szenenwechsel vom Altenheim zum Reisebüro während der Traum(reise)sequenz von Maria und Otto, auch wenn die eigentliche Szene dann etwas zu lang gerät.</p>
<p class="Body">Doch dieses Musical steht und fällt mit seinen Protagonisten. Ist Lisa auch nur etwas zu süßlich oder Axel etwas zu weich funktioniert das gesamte Konstrukt nicht. In Berlin hat die Casting-Abteilung der Stage Entertainment ein gutes Händchen bewiesen. Als dauergestresste, völlig fremdgesteuerte Moderatorin Lisa steht Sarah Schütz auf der Bühne, die die Lisa sehr streng anlegt und erst ganz spät ihre sanfte Seite zeigt. Gesanglich und schauspielerisch wird sie dem Rollenprofil mehr als gerecht: „Alles im Griff“ ist einer der Showstopper des Abends. Sie hat zudem eine tolle Rockstimme, die sie bei „Aber bitte mit Sahne“ gut einsetzen kann und damit alle anderen in den Schatten stellt.</p>
<p class="Body">Als freiheitsliebender, mit all der Verantwortung leicht überforderter, aber deshalb nicht weniger pragmatischer Axel ist Karim Khawatmi zu erleben. Er strotzt vor Selbstbewusstsein und zeigt der Zicke Lisa ziemlich schnell, wie der Hase läuft. Es gelingt ihm präsent zu sein und der weiblichen Hauptrolle dennoch nicht den Rang abzulaufen. Auch gesanglich lässt er keine Wünsche offen.</p>
<p class="Body">Das rüstige Rentnerpaar Otto und Maria, das sich selbst auf keinen Fall zum alten Eisen zählen lassen will, geben Peter Kock und &#8211; für das Berliner Publikum ein ganz besonderes Schmankerl &#8211; Ellen Kessler. Gesanglich scheinen die beiden mit dem Titelsong deutlich überfordert, doch sie spielen so charmant, dass man ihnen dies nachsieht.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Freddie Costa, Lisas Assistent nebst Freund, gespielt von Andreas Bieber, und Gianni Meurer. Beiden machen die Figuren sichtlich Spaß und mit dem „Ehrenwerten Haus“ singen sie zudem eine der dankbarsten und pfiffigsten Nummern des Abends, mit der sie das Publikum vollends für sich einnehmen.</p>
<p class="Body">Es gibt nach wie vor etwas langatmige Szenen &#8211; „Schöne Grüße aus der Hölle“ und „Tut Mut gut“ gehören dazu. Auch die Überleitung zu „Griechischer Wein“ ist etwas platt und beim Finale dieses Songs hätte man auf den obligatorischen „Titanic“-Moment von Freddie und Costa gern verzichten können, aber „Ich war noch niemals in New York“ erhebt ja nicht den Anspruch hochtrabendes Musiktheater zu sein. Stattdessen bleibt die Show auf dem Niveau seichter, aber gut gemachter Unterhaltung. Und das gelingt auch in Berlin vorzüglich. Ein durch alle Reihen schunkelndes Parkett ist ein mehr als klares Anzeichen dafür. Nicht zuletzt auch dank des frechen Robin, der als Florian eine starke Bühnenpräsenz hat und den Udo Jürgens Hit „MIt 66 Jahren“ quasi mal eben so nebenbei zum Besten gibt. Der stürmische Applaus zeigt, wie sehr das Publikum seine Auftritte mochte.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>4. Juni 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sarah Schütz, Karim Khawatmi, Andreas Bieber, Gianni Meurer, Peter Kock, Ellen Kessler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong>  Udo Jürgens<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eventpress / Stage Entertainment<br />
</span></div>
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		<title>Weltpremiere eines Comedy Musicals</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/weltpremiere-eines-comedy-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 12:45:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schuh des Manitu]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Schlung]]></category>
		<category><![CDATA[Michelle Splietelhof]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Basierend auf Michael „Bully“ Herbigs Erfolgskomödie „Der Schuh des Manitu“ hat die Stage Entertainment in jahrelangen Workshops an einer musicalischen Umsetzung der Geschichte von Abahachi, Ranger, Winnetouch und Uschi gearbeitet. Das Kreativteam Martin Lingnau (Musik) und Heiko Wohlgemuth (Texte) ist eingespielt und hat in zahlreichen Show im Hamburger Schmidt Theater und Schmidt’s Tivoli gezeigt, dass ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<div class="style_2">
<p class="Body">Basierend auf Michael „Bully“ Herbigs Erfolgskomödie „Der Schuh des Manitu“ hat die Stage Entertainment in jahrelangen Workshops an einer musicalischen Umsetzung der Geschichte von Abahachi, Ranger, Winnetouch und Uschi gearbeitet. Das Kreativteam Martin Lingnau (Musik) und Heiko Wohlgemuth (Texte) ist eingespielt und hat in zahlreichen Show im Hamburger Schmidt Theater und Schmidt’s Tivoli gezeigt, dass es die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren kann.</p>
<p class="Body">Doch leider scheint es schwieriger zu sein, einen vorhandenen Stoff neu zu „vermusicalen“ als sich eine komplett neue Show auszudenken. Denn welche andere Erklärung kann es dafür geben, dass viele Szenen unfertig  wirken und sich kein einheitliches Gesamtbild einstellen will.</p>
<p class="Body">Selbstredend ist hierbei ein nicht unwesentlicher Faktor, dass wie bereits im Jahr zuvor bei „Ich war noch niemals in New York“ wenige Wochen vor der Premiere Regisseur und in diesem Fall auch der musikalische Leiter ersetzt wurden. Eine einheitlich Handschrift ist daher weder szenisch noch musikalisch zu erkennen.</p>
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<div class="text-content style_External_670_822">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wenn zudem einige Charaktere nicht so dargestellt sind, wie das Publikum sie von der Kinoleinwand kennt, leidet der Gesamteindruck erst richtig. Da ist bspw. Hombre, der nicht als der vertrottelte Ausländer daherkommt, sondern als ‚normaler’ Cowboy. Dadurch wird diese Figur nahezu aufs Nebengleis gestellt. Auch Winnetouch ist lange nicht so überzogen tuntig wie man ihn erwarten würde – im Gegenteil Veit Schäfermeier wirkt trotz rosa Kostüm wesentlich maskuliner als sein „Zwillingsbruder“ Abahachi (der mit Mathias Schlung perfekt besetzt wurde).</p>
<p class="Body">Sehr merkwürdig erscheint auch, dass in den Dialogen zwischen Ranger und Abahachi sehr wohl bayerisch gesprochen wird, der Gesang dann aber plötzlich wieder auf hochdeutsch erfolgt. Dieser Regiekniff irritiert doch recht häufig.</p>
<p class="Body">Optisch ist „Der Schuh des Manitu“ ein wahres Feuerwerk. Die Kostüme von Ann Hould-Ward sind passend, kreativ und phasenweise einfach nur wunderbar absurd (zum Beispiel die Kakteen). Die Kulissen (David Gallo) sind stimmig und sorgen für das bis ins Details ausgearbeitete Western-Feeling.</p>
<p class="Body">Die Besetzung so bekannter Figuren ist zugegebenermaßen eine schwere Aufgabe, da jeder Zuschauer gewissen Erwartungen damit verbindet. Immerhin kennt er/sie Abahachi &amp; Co. aus Kino und TV seit einigen Jahren sehr genau.</p>
<p class="Body">Wie bereits erwähnt, scheint Mathias Schlung der einzig legitime Nachfolger von „Bully“ als Abahachi zu sein. Der TV-Comedian („Die dreisten Drei“) und Schauspieler (u. a. Prof. Abronsius in „Tanz der Vampire“) ist in jeder Sekunde auf der Bühne präsent und es mach Spaß, ihn zu erleben.</p>
<p class="Body">Sein Blutsbruder Ranger wird von Mark Seibert gespielt. Gesanglich nimmt er die musikalischen Hürden von Lingnau meist spielend, schauspielerisch hakt es an der einen oder anderen Ecke. Seibert wirkt allzu oft recht steif und manchmal gewinnt man den Eindruck, er sich fehl am Platz. Dennoch gibt er den leicht tollpatschigen Ranger mit viel Spielfreude und hat so die Lacher auf seiner Seite.</p>
<p class="Body">Seine Uschi ist eine der größeren Enttäuschungen. Leider verfügt Michelle Splietelhof über so gar keinen Sexappeal. Im Zusammenspiel mit Seibert ergänzen sich die beiden jedoch gut und geben ein schönes Paar ab.</p>
<p class="Body">Den schwulen Zwillingsbruder Winnetouch wie bereits erwähnt Veit Schäfermeier. Nach dem Visagisten Fred in „Ich war noch niemals in New York“ scheint er die erste Wahl der Stage Entertainment gewesen zu sein. Doch leider ist das in diesem Fall nicht die beste gewesen. ER hat zum einen keinerlei Ähnlichkeit mit Mathias Schlung, zum anderen lassen ihn seine markanten Gesichtszüge zu männlich erscheinen, was zum zuckersüßen, überzogen femininen Winnetouch nicht so recht passen mag. Sein einziges Solo „Husch husch ins Körbchen“ ist beifallheischend inszeniert. Hier kann Schäfermeier aus dem Vollen schöpfen, denn er weiß genau, wie er sein Publikum einfängt. Das hat er in zahlreichen Rollen zuvor eindrucksvoll bewiesen.</p>
<p class="Body">Den vierten Teil der Schatzkarte hat bekanntlich der Grieche Dimitri – hervorragend dargestellt von Detlef Leistenschneider. Die Rolle ist herrlich überzogen angelegt und Leistenschneider lässt keine Pointe aus. Damit gewinnt er die Zuschauer natürlich im Sturm.</p>
<p class="Body">Ingo Brosch ist optisch ein perfekter Santa Maria, auch wenn ihm die fürsorgliche Seite des Cowboy-Bosses etwas abgeht.</p>
<p class="Body">Aber auch dies ist sicherlich einer Regisseurin (Carline Brouwer) anzurechnen, die den Film nicht allzu oft gesehen hat und die schamlos karikierten Charaktere nicht kennen kann.</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist noch das spritzige Ensemble, das in verschiedenen Tanzszenen eindrucksvoll zum Einsatz kommt. Die Broadway-Revue-Nummer „Schoschonen wohnen…“ ist sicherlich optisch und musikalisch das Highlight der Show.</p>
<p class="Body">Leider lässt es Martin Lingnau in den meisten anderen Stücken an Kreativität vermissen – allzu oft erinnern die Arrangements an bekannte Lieder aus Musical-Klassikern.</p>
<p class="Body">Insgesamt ist „Der Schuh des Manitu“ eine bunte Show, die sicherlich eine zeitlang ihr Publikum finden wird – ja auch im kühlen Berlin! Doch mit diesem Wild-West-Musical an den Erfolg von Michael „Bully“ Herbigs Film anknüpfen zu wollen, erscheint absolut vermessen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>7. Dezember 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Detlef Leistenschneider, Veit Schäfermeier, Mathias Schlung, Mark Seibert, Michelle Splietelhof </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Texte / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Heiko Wohlgemuth / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
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		<title>Ein Drama in zwei Akten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-drama-in-zwei-akten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 12:54:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Grassini]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Kupfer]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Pol]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Arno]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Douwes]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvester Levay]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kröger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erfolgreichste deutschsprachige Musical als Tourfassung in einer neuen Inszenierung? Auch wenn Originalregisseur Harry Kupfer das Heft in der Hand und mit Pia Douwes und Uwe Kröger zwei Originaldarsteller der Wiener Uraufführung von 1992 für die Hauptrollen engagiert hatte, so hielten sich doch im Vorfeld einige Bedenken. Kann man eine Produktion, die von opulenten Kostümen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
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<p class="Body">Das erfolgreichste deutschsprachige Musical als Tourfassung in einer neuen Inszenierung? Auch wenn Originalregisseur Harry Kupfer das Heft in der Hand und mit Pia Douwes und Uwe Kröger zwei Originaldarsteller der Wiener Uraufführung von 1992 für die Hauptrollen engagiert hatte, so hielten sich doch im Vorfeld einige Bedenken. Kann man eine Produktion, die von opulenten Kostümen und Großkulissen nur so strotzt, auf eine üblicherweise minimalistische Tournee-Version zusammendampfen? Können Douwes und Kröger ihre Paraderollen auch nach 16 Jahren noch glaubhaft über die Rampe bringen? Diese Vorbehalte sollten sich teilweise als sehr begründet darstellen, aber dazu später mehr.</p>
<p class="Body">Gleich vornweg: Wer gehofft hatte, dass in Berlin die positiven Effekte und Regiekniffe aus Essen, Stuttgart und Wien zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefasst würden, der wurde enttäuscht. Die Berliner Inszenierung entspricht weitestgehend der Version, die bis Ende 2005 in Wien gespielt wurde.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1343">
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<p class="Body">Die Bühne hat sich optisch natürlich etwas verändert. Dort wo in Wien Bühnenfüllende Hintergrundvorhänge das Ambiente der Szene bestimmt haben, muss in Berlin eine mehrfach unterteilte Leinwand mit eher selten stimmigen Hintergrundprojektionen für Stimmung sorgen. Dies misslingt jedoch gründlich. Zum einen durch die Unterteilung der Leinwand, die notwendig ist, damit die Darsteller wie Figuren in einem Wetterspiel durch die Öffnungen „fahren“ können, zum anderen, da die projizierten Motive teilweise unpassend oder schlichtweg nicht zu erkennen sind (Es könnte auch irgendeine Kirche sind und nicht die Augustinerkappelle oder irgendein Schloss und nicht die Hofburg oder Schönbrunn).</p>
<p class="Body">Auch an pompösen Großkulissen wurden aus nachvollziehbaren Gründen gespart, handelt es sich doch nicht um eine Ensuite-Produktion der Stage Entertainment oder Vereinigten Bühnen Wien, sondern um ein Stück der LaBelle Musical Tournee GmbH (u. a. „Robin Hood“), deren einzige Spielorte bisher Berlin (bis 28. September) und Basel (ab 17. Oktober) sind. Dennoch sind Bühnenbilder und Kostüme für eine Musicaltournee absolut in Ordnung. Hat man jedoch den Vergleich fehlt einem die Liebe zum Detail, den Perücken sieht man den Rotstift an, den Kostümen fehlt es an den reichhaltigen Feinheiten, die man mit einem pompösen Adelshaus verbindet. Besonders ins Gewicht fallen die Sparmaßnahmen in einigen wichtigen Szenen:</p>
<ul>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Die Hochzeitsszene wurde komplett verschenkt, da keinerlei optische Hochzeitsausstattung zu erkennen ist – Elisabeth und Franz Josef sehen genauso aus wie die Hochzeitgäste. Ganz zu schweigen von einem roten Teppich, den man hier als Andeutung eines Kirchengangs komplett vermisst.</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Wenn Elisabeth am Sarg ihres Sohns Rudolf zusammenbricht, wäre es durchaus hilfreich, dieses auch auf der Bühne zu sehen. Eine solche Szene ins Leere zu spielen, entbehrt jeglicher Seriosität.</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Das Feldbett, das während „Die Schatten werden länger“ auf dem schwarzen Flügel-Gefährt des Todes platziert ist, ist mehr als nur unpassend. Es zieht die ansonsten sehr intensive Szene ins Lächerliche.</p>
</li>
</ul>
<p class="Body">Sehr gut hingegen ist die Szene im „Wiener Kaffeehaus“: Während die lästernden Wiener in der österreichischen Inszenierung noch mit eher unpassend anmutenden Autoscootern über die Bühne fuhren, steuern die Darsteller in der aktuellen Produktion Podeste mit jeweils einem Tisch und mehreren Stühlen, die perfekt an die gemütlichen Kaffeehäuser erinnern.</p>
<p class="Body">Doch neben diesen optischen Anpassungen, mit denen man sich irgendwie noch arrangieren kann, ist es vor allem die glatte und kalte Regieführung, die diese neue „Elisabeth“ schwächt. Harry Kupfers Inszenierung ist emotionslos und unaufregend. Es scheint nicht mehr darum zu gehen, das dramatische Leben von Elisabeth zu erzählen; Gefühle spielen offenbar keine Rolle mehr.</p>
<p class="Body">Natürlich transportieren die herausragende Partitur von Sylvester Levay und die Texte von Michael Kunze alle nur erdenklichen Stimmungen, doch wenn diese schauspielerisch nicht aufgegriffen werden (dürfen), fragt man sich, warum man sich nicht einfach eine der CDs zur Show anhört.</p>
<p class="Body">Keiner der Darsteller berührt durch sein Schauspiel. Das ist sehr schade, denn nicht nur Elisabeth geht im Laufe des Musicals durch ein Wechselbad der Gefühle. Auch bspw. Erzherzogin Sophie hat und zeigt ihre schwachen Seiten („Bellaria“), doch in Berlin gibt Christa Wettstein eine hölzerne, verbitterte und missgünstige Kaisersmutter. Das majestätische und ehrfurchgebietende der ehemaligen Regentin lässt sie gänzlich vermissen. Auch gesanglich vermag sie die tiefe Liebe und Enttäuschung nicht zu vermitteln, die diese Frau geprägt haben.</p>
<p class="Body">Auch Oliver Arno vermag als Kronprinz Rudolf nicht zu überzeugen. Er ist kaum zu hören, bleibt in jeder Szene gleichermaßen blass und unscheinbar und hat einem Uwe Kröger nichts entgegenzusetzen.</p>
<p class="Body">Ebenso wenig zufrieden stellend sind die Auftritte von Bruno Grassini als Luigi Lucheni. Der Erzähler, der in anderen Inszenierungen das Publikum um den Finger wickelt, kämpft im Theater des Westens einen aussichtslosen Kampf: Seine Witze kommen nicht an, der Sarkasmus ist nicht pointiert und gesanglich hinkt er meilenweit hinter seinen Rollenvorgängern hinterher.</p>
<p class="Body">Positiv stechen da Markus Pol und Maike Katrin Schmidt hervor, die als Kaiser Franz-Joseph und Herzogin Ludovika / Frau Wolf rollendeckend agieren und ihre wenigen Songs schön und gefühlvoll interpretieren.</p>
<p class="Body">Bleiben noch die beiden Protagonisten des Stücks: Pia Douwes als Elisabeth und Uwe Kröger als der Tod. Beide haben ihre Rollen in der Weltpremiere kreiert und sind ganz sicher über jede Kritik erhaben. Beide haben in den letzten 16 Jahren eine enorme Karriere gemacht, die auch ihren Paraderollen zu Gute kommt. Pia Douwes hat die Rolle in vielen Inszenierungen perfektioniert. Rein vom Gesang her nimmt man ihr die 16-jährige Landprinzessin Sisi genauso ab wie die verbitterte Kaiserin auf der Flucht vor ihren Verpflichtungen. Optisch lässt sich der Altersunterschied nicht so gut kaschieren. Doch ab der 20. Reihe nimmt man nicht mehr wahr, dass die Hauptdarstellerin ihrer Bühnenfigur im ersten Akt gut 25 Jahre an Lebenserfahrung voraus hat. Leider krankt aber auch ihre Interpretation an der seltsam schnörkellosen Regie von Harry Kupfer. Nahezu leidenschaftslos und kalt spielt sich Douwes durch die einzelnen Szenen. Gänsehaut bei „Ich gehör nur mir“? – Fehlanzeige!</p>
<p class="Body">Auch die Szenen mit ihrem langjährigen Kollegen Uwe Kröger verhallen spannungslos. Verhaltener Applaus zeigt an, dass das Publikum emotional nicht gefesselt ist. Und dass, obwohl die Beziehung von Elisabeth und dem Tod musikalisch und textlich nur so Funken sprüht.</p>
<p class="Body">Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Uwe Kröger weder schauspielerisch noch gesanglich überzeugen kann. Er ist einfach Uwe Kröger, und das mit Inbrunst und Nachdruck. Doch der androgyne Tod, der Verführer und Liebhaber von Elisabeth? Nein, der ist er leider nicht mehr. Man hat häufig das Gefühl, dass Kröger versucht, sich aus der starren Regie zu befreien, indem er eigene Phrasierungen einfließen lässt. Doch Stimme und Bewegungen fehlt es an Leichtigkeit und jugendlichem Charme. Der Tod ist in der Tournee-Inszenierung weder bedrohlich, noch leidenschaftlich, sondern einfach Uwe Kröger.</p>
<p class="Body">Wäre nicht das herausragende Orchester unter der Leitung von Bernd Steixner, man würde sich wirklich fragen müssen, warum „Elisabeth“ so viele Preise abgeräumt hat. Doch Steixner treibt seine 25 Musiker zu Höchstleistungen an und macht aus dem Drama-Musical ein exzellentes Musiktheaterstück und entschädigt so für manchen Mangel auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Ansonsten enttäuscht die überarbeitete „Elisabeth“ über lange Strecken. Schade, dass man die Chance nicht genutzt hat, das Beste aus den bisherigen Inszenierungen zusammenzutragen.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style_1"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>April 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Pia Douwes, Uwe Kröger, Markus Pol, Bruno Grassini, Oliver Arno</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Harry Kupfer / Sylvester Levay<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> LaBelle Musical Tournee GmbH<br />
</span></p>
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		<title>Heimsuchung der Hauptstadt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/heimsuchung-der-hauptstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 11:08:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Klaws]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Lucy Scherer]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Borchert]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 10. Dezember gibt es die vierte Produktion von Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ auf einer deutschsprachigen Musicalbühne zu sehen. Die Gerüchteküche kochte im Vorfeld hoch, sollte es sich doch um eine abgespeckte Version handeln, die tourneefähig ist. Um es vorwegzunehmen: Die Hauptstadt-Vampire bewegen sich tatsächlich in neuen Kulissen, anderen Szenen und dennoch fehlt nichts. ...</p>
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<p class="Body">Seit 10. Dezember gibt es die vierte Produktion von Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ auf einer deutschsprachigen Musicalbühne zu sehen. Die Gerüchteküche kochte im Vorfeld hoch, sollte es sich doch um eine abgespeckte Version handeln, die tourneefähig ist. Um es vorwegzunehmen: Die Hauptstadt-Vampire bewegen sich tatsächlich in neuen Kulissen, anderen Szenen und dennoch fehlt nichts.</p>
<p class="Body">Das um fünf Darsteller verkleinerte Ensemble besticht vor allem durch die erfahrenen „Tanz der Vampire“-Darsteller und die deutschsprachigen Hauptdarsteller. Gerade in Szenen wie die „Roten Stiefel“ oder der Albtraum-Sequenz fällt das kleinere Tanzensemble ins Gewicht. Die Szenen wirken nicht mehr ganz so beeindruckend wie noch in Hamburg. Doch die Protagonisten helfen über dieses Manko hinweg: Thomas Borchert spielt den Vampirgrafen tadellos. Seine Bühnenpräsenz ist einschüchternd und seine stimmliche Leistungsfähigkeit scheint unbegrenzt. Das Objekt seiner Begierde, Sarah, wird von der diesjährigen UdK-Absolventin Lucy Scherer gespielt.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_669_1074">
<div class="style_2">
<p class="Body">Sie ist der einzige Schwachpunkt in der Cast. Sie wirkt zu jung und ihre mangelnde Erfahrung wird an einigen Stellen deutlich. Zudem hört man von ihr mehrfach schiefe Töne. Auch wenn sie optisch perfekt auf die Figur der Wirtstochter passt, fallen einem doch spontan einige ehemalige Zweitbesetzungen der Sarah ein, die ihre Stelle besser ausgefüllt hätten.</p>
<p class="Body">Veit Schäfermeier gibt einen anderen Prof. Abronsius als in Hamburg. Mit viel freieren Interpretationen gibt er der Figur mehr Substanz und grenzt sich deutlich von der überzogenen Albert Einstein Karikatur aus vorherigen Inszenierungen ab. Sein Assistent Alfred wird von Alexander Klaws gespielt. Im Vorwege musste sich der „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner viel Spott und Häme gefallen lassen. Keiner mochte ihm eine Musicalrolle so recht zutrauen. Doch er straft alle Kritiker Lügen: Mit angenehm tiefer Stimme gibt er dem schüchternen Alfred eine unerwartete Bodenständigkeit. Schauspielerisch kann er mit den Musicalprofis durchaus mithalten, auch wenn sein ewig leidender Gesichtsausdruck seinem Charakter das Selbstbewusstsein gänzlich entzieht.</p>
<p class="Body">Der gar nicht mehr so extrem tuntige Sohn von Graf von Krolock, Herbert, wird von dem Norweger Haldor Laegreid gespielt. Man neigt dazu das klischeehafte und extravagante an dieser Rolle zu vermissen, doch auch in dieser „normaleren“ Version funktioniert der Quoten-Schwule sehr gut. Eine sichere Bank ist erneut Stefan Büdenbender, der als Koukol das Publikum in seiner schaurigen Maske erschrecken darf. Dass der Hüne nach Stuttgart und Hamburg auch in Berlin wieder allabendlich über die Bühne und durch den Saal kraucht, nimmt ihm sein Rücken sicherlich über – seine Fans danken es ihm.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1765 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/TdV2_2006.png" alt="" width="260" height="333" />Die Eltern von Sarah, Chagal und Rebecca, werden von Ulrich Wiggers und Maike Katrin Schmidt dargestellt. Während Maike Katrin Schmidt eine tadellose, aber unauffällige Wirtsfrau gibt, fällt Ulrich Wiggers eher unangenehm auf. Natürlich müssen Veränderungen – wie auch bei dieser neuen „Tanz der Vampire“ Fassung – nicht grundsätzlich schlecht sein, doch in diesem Fall war es ein Fehler, den lüsternen Wirt durch einen Deutschen zu besetzen. Dass Wiggers komödiantisches Talent besitzt hat er sowohl in „Mamma Mia!“ als auch als Thénardier in „Les Misérables“ lachmuskel-strapazierend unter Beweis gestellt. Aber in der Rolle des jüdischen Gastwirts fehlt es ihm an Spritzigkeit. Zudem fehlt der charmante osteuropäische Akzent, der diese Figur so authentisch gemacht hat. Schade.</p>
<p class="Body">Bleibt noch Katja Berg, die als Magda optisch perfekt passt und auch die Wandlung von der belästigten Dienstmagd zu besessenen Vampirfrau sehr gut umsetzt. Stimmlich erstaunt sie durch einige ungewöhnliche Phrasierungen, die der Stimmigkeit der Rolle jedoch keinen Abbruch tun.</p>
<p class="Body">Akustische Überraschungen erlebt man auch beim Orchestersound. Bernd Steixner (Musikalischer Leiter) muss mit ganzen sechs Musikanten weniger auskommen. Wenn man bedenkt, dass ursprünglich noch wesentlich mehr Mitglieder aus dem Orchestergraben hätten verbannt werden sollen, ist das, was er daraus macht aller Ehren wert. Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack, wenn Streicher fehlen, die den Kompositionen von Steinman das Symphonische geben oder die Intensität der Rocknummern etwas gedämpft daher kommt.</p>
<p class="Body">Die größte Veränderung in der Inszenierung betrifft Alexander Klaws als Alfred: Sein Solo „Für Sarah“ singt er nun direkt im Anschluss an die Albtraum-Szene und nicht erst nachdem er seine Angebetete in der Badewanne überrascht hat. Diese Umstellung passte hervorragend, nimmt sie der Szene doch das Langatmige. Apropos Badewanne: Der Schaum, in dem sich Lucy Scherer lasziv räkelt, ist zum ersten Mal echt, was sie durch das Wegpusten von Schaumflocken unterstreicht. Weitere kleine Neuerungen sind der gesprungene Spiegel, der die Tanzszene von Alfred und Herbert noch spannender macht, eine Spielebene weniger, was dazu führt, dass Prof. Abronsius und Alfred auf dem Weg zur Gruft keine Doubles mehr brauchen und eine neue Bibliothek, in der sich der Professor an den Büchern erfreuen kann.</p>
<p class="Body">Die beiden Großkulissen – Wendeltreppe und Wirtshaus – sind sehr gut umgesetzt. Die Wendeltreppe fährt von der Seite auf die Bühne. Das nimmt dem Szenewechsel zwar etwas die Imposanz, aber der Ballsaal ist noch genauso beeindruckend wie in Hamburg oder Stuttgart. Das Wirtshaus hingegen ist komplett neu. Es besteht nicht mehr aus einem Kulissenteil, das immer im hinteren Teil der Bühne steht und bei Bedarf nach vorn gefahren wird. Nein, es steht auf einer Drehbühne und ist somit von allen Seiten und auf allen Ebenen bespielbar. Nach der „Knoblauch“-Szene ist dieser überraschende Effekt einfach großartig. Im Anschluss an die roten Stiefel fehlt der Szene jedoch etwas mehr Kompaktheit, da das Haus nicht mehr kurz vor den Bühnenrand geschoben werden kann – was das Erdrückende und Einschüchternde an von Krolocks Macht verdeutlicht hat – sondern bei der Bühnenhälfte stehen bleibt.</p>
<p class="Body">Der Theatersaal des Theater des Westens ist deutlich kleiner als in Hamburg und Stuttgart, dennoch wurde bei der „Einladung zum Ball“ darauf verzichtet, die Vampire auf die vielen Türen und Gänge zu verteilen, die das Haus bietet. Stattdessen stehen zwei Vampirgruppen in den Logen rechts und links oberhalb der Bühne und „erschrecken“ das Publikum mit grünen Handschuhen. Über diese Änderung sollte man durchaus noch einmal nachdenken, denn Vampire mit grünen Händen sind nicht wirklich gruselig.</p>
<p class="Body">Alles in allem jedoch ist die neue Berliner Inszenierung sehr gelungen. Es wurden Längen im Handlungsablauf beseitigt, die meisten Rollen gut und damit sicher besetzt. Auch für Fans und all jene, die den „Tanz der Vampire“ bereits woanders gesehen haben, gibt es in Berlin viel Neues zu entdecken. Eigentlich kann also nichts schief gehen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>10. Dezember 2006</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Thomas Borchert, Alexander Klaws, Lucy Scherer, Veit Schäfermeier</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Roman Polanski  / Jim Steinman<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
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		<title>3 Musketiere &#8211; Dresser, Maske &#038; Stage Management</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/3-musketiere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2005 08:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[3 Musketiere]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass die Hinterbühne im Theater des Westens nicht zu den größten Deutschlands zählt, ist bekannt. Auch dass sich die Theatermacher in Berlins Traditionstheater immer wieder etwas Anderes ausdenken müssen, um alle Kulissen und Garderoben im Backstage-Bereich unterzubringen, ist seit unserem großen Bericht in blickpunkt musical 02/04 Ausgabe März-April 2004 nichts Neues mehr. Für das pompöse ...</p>
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<p>Dass die Hinterbühne im Theater des Westens nicht zu den größten Deutschlands zählt, ist bekannt. Auch dass sich die Theatermacher in Berlins Traditionstheater immer wieder etwas Anderes ausdenken müssen, um alle Kulissen und Garderoben im Backstage-Bereich unterzubringen, ist seit unserem großen Bericht in blickpunkt musical 02/04 Ausgabe März-April 2004 nichts Neues mehr.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/3_Musketiere_2005_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Für das pompöse Ausstattungsstück im Stil der klassischen Mantel &amp; Degen-Filme wurden 350 Kostüme und 250 Paar Schuhe entworfen. Auch die Ideen für die 250 Perücken (110 davon sind in jeder Show im Einsatz) kommen vom Kostümdesigner Yan Tax, der auch schon „Tanz der Vampire“ und „Elisabeth“ mit seiner prachtvollen Arbeit in Szene setzte. Besonders stolz ist Yan Tax auf die Ballkleider, die in der Jagdszene und beim Geburtstagsempfang zum Finale zu sehen sind. An dem Ballkleid mit den aufgenähten Sternen haben 80 Hochschul-studenten vier Monate lang gearbeitet. In einigen Kleidern stecken bis zu 15 m Stoff, was zu dem beachtlichen Gewicht von 15 kg führt, die die Darstellerinnen während einigen Szenen mit sich herumtragen.</p>
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<div class="Normal">
<p class="Title">Ca. eine Stunde vor Showbeginn herrscht in den Garderoben in den oberen Stockwerken des Theaters emsiges Treiben: Haare müssen geschneckelt, Gesichter geschminkt und Mikroports befestigt werden. Für jeden Darsteller gibt es ein Basis-Make-up, das während der Show nur leicht verändert oder aufgefrischt wird. In ihrer Garderobe, die sie sich mit drei Kolleginnen teilt, treffen wir Simone Geyer, die als Swing und Zweitbesetzung von Königin Anna alle weiblichen Rollen spielen kann, und schauen ihr beim Verwandlungsprozess zu: Innerhalb von 30 Minuten wird aus einer jungen Österreicherin die vom Leben gezeichnete Mutter d’Artagnans.</p>
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<div class="text-content style_External_670_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Als ich mich zum ersten Mal mit so vielen Falten im Gesicht gesehen habe, habe ich gedacht ‚Oh, das ist ja meine Oma!’ Schon interessant, wie stark diese Ähnlichkeit hervorkommt.“ Je nach Bedarf unterstützen zahlreiche Maskenbildner die Künstler, doch Simone Geyer hat wie viele ihrer Kollegen bei den „3 Musketieren“ schon lange Erfahrung im Musicalbereich und weiß mit den zahlreichen Tiegeln und Töpfchen auf ihrem Tisch umzugehen. Im Gegensatz zu anderen Shows wie „Cats“, „Starlight Express“ oder auch „Tanz der Vampire“ leidet die Haut unter dem täglichen Schminken nicht zu extrem: „Das Make-Up bleibt den ganzen Abend. Wir müssen uns nicht großartig umschminken. Die Mutter von d’Artagnan tritt im Stück nur in der ersten Szene auf. Danach kommen die Falten weg und ich spiele verschiedene Ensemblerollen, ohne noch einmal lange in der Maske sitzen zu müssen.“ Parallel zu der optischen Verwandlung im Gesicht, ändert sich auch auf dem Kopf von  Simone Geyer einiges: Ihr langes blondes Haar wird in kleine Schnecken gedreht und festgesteckt.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/3_Musketiere_2005_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
<p>Darüber kommt ein wenig attraktiver Strumpf, der die ganze Konstruktion zusammen und flach hält. Kurz vor der Show werden dann Mikroport und Perücke auf dem Kopf fixiert.</p>
</div>
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<p class="Body">Als Swing muss Simone Geyer die Texte von zehn Rollen ständig parat haben. „Wir erfahren meistens einen Tag vorher, welche Rolle wir am nächsten Tagen spielen.“ Den Text für eine Rolle zu beherrschen ist schon schwer genug, aber gleich für zehn? „Ja, in der Probenzeit ist das wirklich ganz schön hart. Man hat jeden Tag eine neue Premiere, singt einen Song zum ersten Mal – das kostet schon viel Kraft und Energie. Doch danach läuft alles wie am Schnürchen. Wir haben eine Mappe, in der wir die Details – also Positionen, Texte, Maske, Kostüme etc. – zu jeder Rolle genau</p>
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<p class="Body">aufschreiben.“ Doch das meiste kommt dann doch über das aktive Spielen auf der Bühne: Je häufiger ein Swing eine Rolle spielt, desto sicherer wird er bzw. sie.</p>
<p class="Body">Während sich die Künstler zum gesanglichen und körperlichen Warm-Up begeben, setzen wir unseren Backstage-Forschungstrip fort und lassen uns als nächstes von Ina Merker in die Geheimnisse der Bühnentechnik einweihen. In unzähligen Hintergrundberichten wird immer über Maske und Kostüme berichtet, doch die „3 Musketiere“ fallen auch und gerade durch diverse technische Raffinessen auf. Als Bühnenmeisterin wacht Ina Merker während der Show darüber, dass alle Programme ordnungsgemäß ablaufen. Neben 531 Scheinwerfern im Bereich Lichttechnik und 100 Lautsprechern sowie den Mikroports der Darsteller im Bereich Tontechnik zählt dazu vor allem die elektronische Steuerung der Wände und Projektionsflächen. Änderungen finden für den Zuschauer unmerklich im Sekundentakt statt. „Von der Minute, in der die Vorstellung beginnt bis zu dem Moment, an dem alle Darsteller die Bühne wieder verlassen, müssen wir mit höchster Aufmerksamkeit dem Geschehen folgen. Das nimmt einen ganz schön in Anspruch, zumal schon ein Klimawechsel ausreicht, damit die Züge nicht mehr einwandfrei zu steuern sind. Da laufen wir dann schon mal durchs Haus und machen alle Fenster und Türen zu, um Zugluft zu verhindern.“ Das passt natürlich den Künstlern auf der Bühne weniger, denn denen ist erfahrungsgemäß sehr warm.</p>
<p class="Body">Bei den „3 Musketieren“ ist zudem sehr viel Maschinentechnik im Einsatz. „Bei eventuellen Computerproblemen während der Show muss – bevor die Zuschauer etwas merken – kurzfristig entschieden werden, ob etwas weggelassen wird.“ Hintergrund bei all diesen Entscheidungen ist natürlich die Sicherheit aller Beteiligten auf und hinter der Bühne.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/3_Musketiere_2005_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
<p>Die ehemalige Tischlerin ist als Quer-Einsteigerin zum Theater gekommen und hat ihren Meister in Bühnentechnik parallel zum Job gemacht. „Mich hat schon immer begeistert, dass unsere Technik der Kunst hilft, ein optimales Bild zu erlangen. Die Faszination in den Gesichtern der Zuschauer zu sehen, ist der Dank für die harte Arbeit hinter dem Vorhang“ Tagsüber sitzt Ina Merker im Büro und kümmert sich um die erforderlichen Verwaltungsaufgaben. Täglich gibt es einen Technik-Check, bei dem alle Computerbefehle ausgeführt werden und eventuelle Fehler im Vorwege ausgeschlossen werden können. Einmal pro Woche wird die Technik auf Herz und Nieren geprüft: „Da wird dann jedes Kabel und jeder Knopf überprüft. Wir stellen fest, ob einzelne Kulissen zu schnell oder zu hart aufsetzen und können das dann direkt beheben.“ Abends ist sie dann mit neun Mitarbeitern auf der Bühne, um „die Show zu fahren“. Ein Kollege sitzt dann am Pult, um die Obermaschinerie zu steuern, einer kümmert sich um die Requisiten und die anderen sieben greifen je nach Szene ein, um das Bühnenbild möglichst schnell und geräuschlos zu verwandeln.</p>
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<p class="Body">Im Vorfeld jeder neuen Produktion wird die Bühnentechnik schon frühzeitig mit hinzugezogen, um abzustimmen, welche technischen Umbauten notwendig sind, um die neue Show in ein bestehendes Bühnenportal zu bringen. „Beim Wechsel von „Les Misérables“ zu den „3 Musketieren“ haben wir in nur drei Monaten die Drehscheibe ausgebaut, das Loch in der Bühne verschlossen, die Bühnenschräge verändert und deutlich mehr Züge in die Obermaschinerie eingebaut. Wir hatten eine zusätzliche Technik-Crew, die nachts Probleme und Störungen behoben hat, da wir tagsüber schon Proben mit den Künstlern auf der Bühne hatten.“ Doch der letzte Produktionswechsel gehört schon zur Routine für Ina Merker: „Eine echte Herausforderung war der Umbau des Theaters und der Einbau von „Les Misérables“ vor zweieinhalb Jahren.“</p>
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<p class="Body">Neben den so genannten „Schattern“, die die größte sichtbare Veränderung der Bühne herbeiführen, ist es das Schiff zu Beginn des zweiten Akts, das für die Techniker eine immense Arbeit bedeutet. Während bei den Schatten-Elementen eine reine Computersteuerung die meiste Arbeit übernimmt, ist beim Szenenwechsel zur Überfahrt d’Artagnans von Frankreich nach England echte Handarbeit gefragt. Die Darsteller sind noch gar nicht ganz von der Bühne herunter, da wird das Schiff schon auf die Hauptbühne gerollt und befestigt. Die stürmische See wird mit am Boden gespannter Seide simuliert, die mit Ventilatoren in Wellenbewegung versetzt wird.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/3_Musketiere_2005_files/shapeimage_7.png" alt="" width="396" height="166" /></div>
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<p class="Body">Direkt hinter dem Vorhang – unsichtbar für die Zuschauer – wird die Auftaktszene des zweiten Akts vorbereitet, während auf der sehr kleinen Hinterbühne Requisiteure, Dresser und Darsteller scheinbar hektisch durcheinander laufen. An Erholung ist für die Beteiligten während der Pause kaum zu denken.</p>
<p class="Body">Da verschwinden schon mal Pferde im Bühnenturm oder Lanzen, Fässer und sonstige Requisiten im Fahrstuhl. Die Kleider des Damenensembles hängen aus Platzmangel zu Hauf unter der Decke. Eine Lösung, die sich bereits zu Zeiten von „Les Misérables“ bewährt zu haben scheint.</p>
<p class="Body">Während jedoch damals die so genannten Black Boxes – Umkleidekabinen für das Ensemble, in denen die Quick Changes während der Vorstellung stattfinden – noch auf Bühnenlevel befanden, gelangen die Herren nur über eine Treppe in ihre Garderobe. Viel effektiver kann man einen (viel zu kleinen) Raum kaum ausnutzen. Doch die Backstage-Mitarbeiter vom Theater des Westens beweisen mit ihren findigen Ideen einmal mehr: Platz ist in der engsten Hütte.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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