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	<title>Stephen Sondheim-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Stephen Sondheim-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Brillant auf die musikalischen Gäste zugeschnitten</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Oct 2023 13:18:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Stephen Sondheims Musicals sind beileibe keine leichte Kost – weder für die Zuschauer noch für die Darsteller und Musiker, die seine anspruchsvollen Kompositionen zu Gehör bringen. Dass in Lübeck in dieser Spielzeit die Wahl auf „Sweeney Todd“ ist daher umso erfreulicher, wird Sondheim doch hierzulande nicht allzu oft am Stadttheater gezeigt. Das Drei-Sparten-Haus bleibt seinem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/brillant-auf-die-musikalischen-gaeste-zugeschnitten/">Brillant auf die musikalischen Gäste zugeschnitten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Stephen Sondheims Musicals sind beileibe keine leichte Kost – weder für die Zuschauer noch für die Darsteller und Musiker, die seine anspruchsvollen Kompositionen zu Gehör bringen. Dass in Lübeck in dieser Spielzeit die Wahl auf „Sweeney Todd“ ist daher umso erfreulicher, wird Sondheim doch hierzulande nicht allzu oft am Stadttheater gezeigt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3380 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/TL_2023_24_Sweeney-Todd_02-820427_c_Olaf-Malzahn-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/TL_2023_24_Sweeney-Todd_02-820427_c_Olaf-Malzahn-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/TL_2023_24_Sweeney-Todd_02-820427_c_Olaf-Malzahn-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/TL_2023_24_Sweeney-Todd_02-820427_c_Olaf-Malzahn-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/TL_2023_24_Sweeney-Todd_02-820427_c_Olaf-Malzahn-1536x1022.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/01/TL_2023_24_Sweeney-Todd_02-820427_c_Olaf-Malzahn-2048x1363.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Drei-Sparten-Haus bleibt seinem bewährten Vorgehen treu und hat auch für diese Musical-Inszenierung zwei erfahrene Musicaldarsteller für die Hauptrollen engagiert. Patrick Stanke und Carin Filipčić erweisen sich im Laufe des Abends als perfekt eingespieltes Team: Die Chemie zwischen beiden stimmt, sie bilden ein eingeschworenes mörderisches Duo und sind gesanglich über jeden Zweifel erhaben. Doch von vorn…</p>
<p>Das Publikum findet sich in einem rundum mit Plastikfolie abgehängten Theatersaal wieder. Wird hier gerade renoviert? Nein, natürlich will man die historischen Ränge vor potenziellen Blutspritzern schützen. Denn der Barbier des Grauens nimmt auf nichts und niemanden Rücksicht. Okay, tatsächlich wird es gar nicht so blutig wie bspw. 2019 im English Theatre in Frankfurt, wo sogar die Zuschauer in der ersten Reihe Schutzumhänge anziehe mussten, doch Sweeney Todd, gänzlich von Rache zerfressen, verfolgt sein Ziel unerbittlich.</p>
<p>Optisch bleibt es weitgehend düster: Mit Ausnahme von Pirelli und seiner Gaukler-Truppe erinnern alle Darsteller an Gruftis, auch Mrs. Lovett (Filipčić) und Todd (Stanke) bilden hier keine Ausnahme. Londons Skyline ist unten auf die Plastikvorhänge gemalt, die die Bühne umrahmen, einige Großkulissen skizzieren Mrs. Lovetts Pie Shop und Richter Turpins Haus. Stephan Prattes (Bühne) und Elizabeth Gressel (Kostüme) haben hier ein stimmiges Gesamtbild geschaffen, Armut, Hunger und Frust der städtischen Bevölkerung im (vor)-industriellen London sind deutlich spürbar. Nikolai Meyers Maske fügt sich phasenweise sehr harmonisch in das Gesamtbild ein, bei manchen Figuren fühlt man sich dann plötzlich sehr an „Cabaret“ oder „Struwwelpeter“ erinnert, so sehr leuchten die Wangen, Lippen und Lidschatten in kräftigen Farben.</p>
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<p>Schon beim ersten Aufeinandertreffen von Mrs. Lovett und Sweeney Todd begeistert Carin Filipčić mit ihrem pointierten Timing, Sinn für Komik und herausragender Mimik. Der von Trauer gezeichnete und von Vergeltung getriebene Todd wird schnell zu ihrem Auserkorenen. Als sie erkennt, dass es sich bei dem grantelnden Barbier um Benjamin Barker handelt, auf den sie schon früher ein Auge geworfen hatte, ist sie wild entschlossen, ihn um jeden Preis für sich zu gewinnen. Um wirklich jeden Preis! Sie überredet ihn und gemeinsam bauen sie einen über alle Maßen erfolgreichen Pie Shop auf. Zum Glück ahnt keiner der bierseligen Gäste, was oder besser wen sie gerade verspeisen. Mrs. Lovetts Unbeirrbarkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück und wird unterstrichenmit optisch wie schauspielerisch sehr gelungenen Szenen wie „Dort am Meer“.</p>
<p>Zu Beginn ist Patrick Stanke hinter dem langen Bart und mit den tiefen Augenringen kaum zu erkennen, doch spätestens bei der gesungenen Liebeserklärung an Todds Rasiermesser („Mein Freund“) ist seine warme, gefühlvolle Stimme unverkennbar. Gleiches gilt für sein flehentliches „Johanna“. Auch mimisch zieht er das Publikum in seinen Bann &#8211; insbesondere beim gemeinsamen Probieren der Meat Pies mit Mrs. Lovett („Nehmt Prelat“). Den ausgedehnten Zwischenapplaus nach seinem Rache-Monolog hat sich Stanke mehr als verdient!</p>
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<p>So authentisch Filipčić und Stanke in die Haut ihrer Alter Egos schlüpfen, so wenig gelingt dies bei den aus dem Haus besetzten Rollen: Elvire Beekhuizen gibt Johanna Barker, Todds Tochter, die als Mündel von Richter Turpin ihr Dasein fristet. Leider fehlt es der lyrischen Koloratursopranistin an Gespür für die Figur, sie wirkt die meiste Zeit seltsam aufgesetzt und hat auch ihre liebe Müh mit Sondheims Kompositionen. Auch Bariton Laurence Kalaidjian zeigt Züge von Overacting, doch seine gefühlvolle Stimme und sein charmantes Spiel lassen darüber schnell hinwegschauen. Doch ihr „Küss mich“ Duett bleibt unfreiwillig schräg und ist schwer zu ertragen.</p>
<p>Franz Gürtelschmied gibt den herrlich schrägen Pirelli, der Todd sehr nervt und durch seinen plumpen Erpressungsversuch zu Mrs. Lovetts erster menschlicher Pie-Füllung wird. Sein Wettstreit mit Todd ist voll gelungener Slapstick-Momente. Pirellis Handlager Toby wird von Noah Schaul gegeben, der schon während seiner Ensemble-Einsätze aufhorchen lässt. Auch sein „Nun bin ich bei Euch“ („Not while I’m around“) ist herzerweichend und gefühlvoll.</p>
<p>Ein Heimspiel feiert einmal mehr Steffen Kubach, diesmal in der Rolle des fiesen Richters Turpin, der sein Mündel Johanna – auch gegen ihren Willen – heiraten will. Tatsächlich wirkt Kubachs Richter aber weniger fies als vielmehr recht naiv. „Hübsche Frauen“, das Duett zwischen den ehemaligen Widersachern Todd und Turpin, klingt fast schon zu befreit und harmonisch. Das dämonische, was dieser Szene innewohnt, geht hier leider etwas verloren.</p>
<p>Es wird deutlich, dass Werner Sobotka seine Inszenierung auf die beiden Gäste zugeschnitten hat. Sie können in allen Facetten glänzen und gewinnen das Publikum trotz der fragwürdigen Handlungen des grausamen Paares für sich. „Sweeney Todd“ in Lübeck ist einmal mehr ein Beleg, dass es sich lohnt, auch einem auf den ersten Blick sehr herausfordernden Sondheim-Musical eine Chance zu geben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Großes Haus, Theater Lübeck</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">29</span><span class="Bold">. Oktober 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller:</strong> Carin Filipčić, Patrick Stanke<br />
<strong>Regie / Musik: </strong>Werner Sobotka / Stephen Sondheim<br />
<strong>Fotos: </strong>Olaf Malzahn<br />
</span></span></p>
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		<title>Sweeney verfolgt sein Ziel unerbittlich, blutig und sehr emotional</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sweeney-verfolgt-sein-ziel-unerbittlich-blutig-und-sehr-emotional/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 11:45:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aliza Vakil]]></category>
		<category><![CDATA[David Pendlebury]]></category>
		<category><![CDATA[Demon Barber of Fleet Street]]></category>
		<category><![CDATA[English Theatre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dem English Theatre in Frankfurt gelingt es immer wieder für seine Inszenierungen erfahrene West End Darsteller an den Main zu holen. Da bildet auch „Sweeney Todd“ keine Ausnahme. Stephen Sondheims wohl auch dank des Films mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Alan Rickman (2007) bekanntestes Werk ist ohnehin keine leichte Kost und ihre Akzeptanz ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dem English Theatre in Frankfurt gelingt es immer wieder für seine Inszenierungen erfahrene West End Darsteller an den Main zu holen. Da bildet auch „Sweeney Todd“ keine Ausnahme. Stephen Sondheims wohl auch dank des Films mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Alan Rickman (2007) bekanntestes Werk ist ohnehin keine leichte Kost und ihre Akzeptanz steht und fällt mit den Hauptdarstellern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2829 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Krankheitsbedingt musste die Premiere „zweigeteilt“ werden, da am eigentlichen Premierenabend Sarah Ingram als Mrs. Lovett im ersten Akt ihre Stimme verlor (die Zweitbesetzung konnte noch nicht übernehmen) und somit die Erstaufführung drei Tage später mit Samanthey Ivey als Leading Lady nachgeholt wurde. Der Start in diese Jubiläumsspielzeit (das English Theatre feiert sein 40-jähriges Bestehen) ist von vielen Ausfällen überschattet. Auch bei Matt Bateman (Pirelli) war es bis einen Tag vor der Premiere nicht klar, ob er die Show würde durchspielen können, und bei der „Nachholpremiere“ verletzte sich Hauptdarsteller Stephen John Davis und bestritt den 2. Akt humpelnd mit einem verletzten Knie.</p>
<p>Doch all dies schmälert den wieder einmal sehr gelungenen Gesamteindruck nicht im Geringsten: Rachel Stone hat ein gelungenes Umfeld geschaffen, in dem in einem Haus bis zu sechs Spielebenen möglich sind. Nackte Kupferrohre ragen aus der Decke, das Dach ist teilweise zerstört, die Wände von Pub und Barber Shop sind in die Jahre gekommen und farblich in den 1970ern stehengeblieben. Das ist jedoch mehr als passend, denn „Sweeney Todd“ erlebte seine Uraufführung 1979 – ebenfalls vor 40 Jahren.</p>
<p>Entsprechend sind auch die Kostüme (Olivia Ward) etwas altmodisch: zu kurze Hosenbeine, grobe Stiefel zu Kleidern und zu breite Krawatten sind allgegenwärtig. Clever ist es jedoch, Mrs. Lovett im zweiten Akt ein Kleid aus demselben Leder zu schneidern, wie ihre Hose im ersten Akt. Der Unterschied ist nicht groß, aber verfehlt seine Wirkung nicht.</p>
<p>Als besonderes Highlight können sich die Zuschauer sogenannte „bloody seats“ – wahlweise direkt auf der Bühne, als Gäste in Mrs. Lovetts Pie Shop, oder in der ersten Reihe – buchen. Blutabweisende Umhänge gibt es auf diesen Plätzen kostenlos dazu. Hier werden hohe Erwartungen an ein Splattermusical geschürt…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2824 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3-768x485.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sondheims teils verstörende Kompositionen klingen schon in der Ouvertüre an. Die vier Musiker (2 x Percussion, 2 x Keyboard) unter der Leitung von Matt Ramplin (sonst beim „Starlight Expresss“ am Taktstock) spielen schräg, laut und intensiv. Dazu passt Sweeneys Verbitterung und Verletztheit ob des Todes seiner Frau und dem Verschwinden seiner Tochter ganz ausgezeichnet.</p>
<p>Derek Anderson legt in seiner Regie großen Wert darauf, dass die Agierenden auf der Bühne trotz der morbiden Handlung nahbar bleiben. Seine Erfahrung mit dem Stück, welches er 2015 für das Twickenham Theatre im Off-West End inszenierte, kommt ihm hier sehr zugute. In London hat er bereits ebenfalls mit Matt Ramplin zusammengearbeitet. Dieses eingespielte Team zieht alle Register und lässt das Publikum vergessen, dass es im verregneten Frankfurt sitzt und nicht in London.</p>
<p>Mrs. Lovett (Ingram) ist ein Original. Sie ist energisch, ausnehmend erfinderisch und geschäftstüchtig. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, offenbart mütterliche Gefühle gegenüber Tobey und zeigt auch ihre Zuneigung zu Sweeney sehr deutlich.</p>
<p>Sie weiß genau, dass Sweeney Todd eigentlich Benjamin Barker ist. Sie weiß aber leider auch, dass dessen Frau nicht tot ist und dass dessen Tochter Joana von Judge Turpin in Obhut genommen wurde. Als sie Barker / Todd seine Rasierklingen wiedergibt, ist allen klar, dass hier eine besondere Bindung besteht.</p>
<p>Ingram spielt sehr einschüchternd und mit einem wundervollen Cockney-Akzent. Dass sie auch stimmlich über ein beeindruckendes Spektrum verfügt, zeigt sich nicht zuletzt beim Finale des ersten Akts („A little priest“), währenddessen die beiden ihren Meat Pie Plan auf unnachahmlich lustige Art visualisieren. Doch auch dem Publikum ist nicht verborgen geblieben, dass Ingram viel gehustet und immer wieder etwas getrunken hat. Da war die Absage des 2. Akts am Premierenabend nur konsequent.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2827 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Samantha Ivey legt die resolute Pie Shop Inhaberin etwas weicher und verletzlicher an. Ihr fehlt der Cockney Akzent und sie singt „zu schön und schnörkellos“. Dies passt aber gerade in Songs wie „By the sea“ und „Not while I’m around” ganz hervorragend.</p>
<p>Lucy Warway spielt Tobey, den Handlanger von Todds erstem Opfer, dem betrügerischen Taschenspieler Pirelli. Ein Mädchen in dieser Rolle zu sehen, ist ungewöhnlich, funktioniert aber erstaunlich gut. Einzig „Not while I’m around” vermag ihr nicht so recht zu gelingen, da sie es zu hart intoniert und die mit diesem Song eigentlich verbundenen Gefühle (Beschützer von Mrs. Lovett, Skepsis gegenüber Todd) so im Keim ersticken.</p>
<p>Als fieser Richter Turpin, der in seinem Mündel Joana plötzlich die Frau erkennt, die er zu ehelichen gedenkt, steht David Pendlebury auf der Bühne. Er ist unbestreitbar zielstrebig, weiß genau, was er will (Joana) und was er nicht will (Todd). Dass er mit Sondheim anspruchsvollen Kompositionen gut zurechtkommt, stellt er mehrfach unter Beweis. Eindrucksvoll bleibt die Selbstkasteiung „Mea culpa“ in Erinnerung.</p>
<p>Joana, die von Turpin und Anthony gleichermaßen – wenn auch aus komplett unterschiedlichen Motiven („Kiss me“) – angebetete Tochter von Todd wird von der zauberhaften Aliza Vakil gegeben. Schon während ihrer Ausbildung hat sie sich zu einer Art „Sondheim-Expertin“ entwickelt und wendet dieses Wissen nun in ihrem Engagement vortrefflich an. Ihr glockenklarer Sopran überstrahlt alles und man fühlt sehr mit ihr mit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2828 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Im Mittelpunkt des Abends steht jedoch ein bestechend spielender Stephen John Davis. Sein Sweeney Todd ist nicht einfach ein mordlüsterner Barbier. Er ist tief verletzt, vermisst seine Frau Lucy und setzt alles daran, seine Tochter Joana aus den Fängen von Turpin zu befreien. Dabei übersieht er, dass er in Mrs. Lovett mehr als nur eine Verbündete hat. Davis spielt die besessenen Momente genauso glaubwürdig wie die ruhigen, gefühlvollen. In den zahlreichen Duetten setzt er sich regelmäßig gegen seine Bühnenkollegen durch (bspw. „Pretty Women“). Beinah zwangsläufig folgt man eher Todd als Turpin, Pirelli oder Lovett. „The closest shave you’ll ever know“ jagt einem – nicht zuletzt wegen Davis‘ ausdrucksstarker Mimik – Gänsehaut-Schauer über den Rücken.</p>
<p>Natürlich trägt auch das herumspritzende Theaterblut maßgeblich zum Gruselfaktor dieses Stücks bei. Die zahlreichen aufgeschlitzten Kehlen von Todds Kundschaft versprühen ihr Innerstes höchst effektvoll. Glücklicherweise wird hier eine andere Blutmischung benutzt als normalerweise im Theater üblich: Diese hier soll sich problemlos auswaschen lassen, wenn doch etwas durch die Umhänge durchdringt.</p>
<p>Vom Splattermusical ist man jedoch weit entfernt. Dass die Kupferrohre tatsächlich nur Dekoration bleiben und keinen weiteren Zweck erfüllen, ist schade.</p>
<p>Als Joana am Ende einerseits miterlebt, wie Todd (von dem sie nicht weiß, dass er ihr Vater ist) Turpin kaltblütig ermordet und fliehen will, Todd seine Tochter aber durch ihre Verkleidung als Junge nicht erkennt, Mrs. Lovett andererseits von Todd in ihren eigenen Ofen geworfen wird als dieser feststellt, das sie ihm die Wahrheit über die inzwischen von ihm selbst getötete Lucy vorenthalten hat, und schlussendlich auch noch Tobey den Todd von Mrs. Lovett rächt und Todd die Kehle durchschneidet, ist die Erlösung für Todd alias Barker für alle im Publikum greifbar.</p>
<p>Das Jubiläumsjahr des English Theatre steht unter dem Motto „Flirting with Madness“. „Sweeney Todd“ ist ein Musical, das eindeutig hervorragend hierzu passt und in der aktuellen Inszenierung, die (wie schon „Cabaret“ im letzten Jahr) im kommenden Frühjahr auch im Deutschen Theater in München gezeigt werden wird, dem höchstprofessionellen Anspruch dieses kleinen „Nischentheaters“ mehr als gerecht wird.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Frankfurt</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 2. November 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Stephen John Davis, Sarah Ingram, Samanthey Ivey, Matt Bateman, Lucy Warway, Aliza Vakil, David Pendlebury </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Derek Anderson / Stephen Sondheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> English Theatre / Kaufhold<br />
</span></div>
<div></div>
<div style="text-align: center;"><a href="https://youtu.be/yto4KfOlgFo"><strong>Promo-Video des English Theatre</strong></a></div>
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		<title>„Company“ – Musicalgenuss in bester „Gesellschaft“</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/company-musicalgenuss-in-bester-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2004 15:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Company]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Steiner Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Sondheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stephen Sondheims 70er Jahre Komödie über die Vor- und Nachteile von Single-Dasein, Eheleben und Freundschaft in der Großstadt auf die Bühne zu bringen, ist ein sehr ehrgeiziges Projekt. „Company“ lebt von Sondheims abwechslungsreichen Kompositionen und nicht minder anspruchsvollen Dialogen, die von Michael Kunze neu adaptiert und vom Ensemble liebevoll auf Hamburg angepasst wurden. Der Hamburger ...</p>
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<p class="Body">Stephen Sondheims 70er Jahre Komödie über die Vor- und Nachteile von Single-Dasein, Eheleben und Freundschaft in der Großstadt auf die Bühne zu bringen, ist ein sehr ehrgeiziges Projekt. „Company“ lebt von Sondheims abwechslungsreichen Kompositionen und nicht minder anspruchsvollen Dialogen, die von Michael Kunze neu adaptiert und vom Ensemble liebevoll auf Hamburg angepasst wurden.</p>
<p class="Body">Der Hamburger Chor Music Alive besteht aus 23 Mitgliedern, die das Stück in zwei Besetzungen einstudiert haben. Die Premiere am 18. Juni 2004 im Rudolf-Steiner-Haus war sehr gut besucht und das Publikum sehr gespannt, was der Musicalchor anzubieten hatte.</p>
<p class="Body">Während der erste Akt durch etwas zähe Dialoge durchaus Längen hatte und die Darsteller mit einigen Passagen zu kämpfen hatten, erfreut der zweite Akt durch eine dichte und ausgewogene Gewichtung von Schauspiel, Gesang und Komik. Vom ersten Akt bleibt vor allem das Männertrio Harry (Thomas Subat), Dennis (Robert Becker) und Lothar (Jens Paape) mit „Leid tut’s Dir immer“ (im englischen: „Sorry Grateful“) haften. Das Solo von Hauptperson und Dauer-Single Robert (einfühlsam gespielt von Oliver Meinert) „Irgendwer wartet“ („Someone“) stimmt nachdenklich und spricht so manchem aus dem Herzen.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt beweisen die Künstlerinnen und Künstler, dass sie sich auch vor choreographierten Ensemble-Nummern nicht scheuen. „Herz an Herz“ („Side by Side“) ist ein mitreißender Opener und Mecki Fiedlers Choreographie ist hervorragend auf das große Ensemble abgestimmt. Auch im zweiten Akt zieht Oliver Meinert als Robert mit seinem flehenden „Lebendig zu sein“ („Being alive“) alle Aufmerksamkeit auf sich. Er spielt sensibel und aufmerksam, dann wieder offensiv und unbeschwert. Die verschiedenen Facetten eines mehr oder weniger überzeugten Single-Mannes bringt er glaubhaft zur Geltung. Gesanglich erstaunt er durch eine warme, volle Stimme – lediglich in den hohen Passagen verfällt er ins Falsett. Unweigerlich fragt man sich, warum der sympathische Hamburger nicht schon auf anderen Bühnen zu sehen war…</p>
<p class="Body">Einzelne Szenen erheiterten das Publikum ungemein. Da ist zum Beispiel die Karate-Szene, in der ein Ehepaar (Gabriele Becker und Thomas Subat als Sarah und Harry) Robert die Vorzüge seines gemeinsamen Lebens vorführt und sich dann in Stunt-reifen Karatewürfen vergisst. Außerdem sorgen die hysterische Braut Elfie (Kirsten Spohr), die ihre Schnellsprech-Szene bewundernswert souverän meistert, und ihr über beide Ohren verliebter ‚treu-doofer’ Bräutigam Cem (Sascha Kraft) für Stimmung. Das joint-geschwängerte Lachen von Dennis (Robert Becker) wirkt ansteckend und das sichere Spiel von seiner spießigen, fluchenden Frau Jenny (Natalie Nutz, die auch ausgezeichnet singt) machen beide zu Sympathieträgern des Abends.</p>
<p class="Body">Music Alive überzeugt besonders in den großen Ensemble-Szenen, doch auch viele Solisten müssen sich nicht hinter Profis verstecken. Dort, wo es an Stimmvolumen oder Ton-Treffsicherheit mangelt, wird es durch ein mitreißendes Schauspiel wettgemacht. Dass der Sound im Rudolf-Steiner-Haus nicht perfekt ist, fällt auf, aber wenn man bedenkt, dass die Darsteller selten mit Mikroports arbeiten und diese erst zwei Tage vor der Premiere zum ersten Mal nutzen konnten, wird dies verzeihbar.</p>
<p class="Body">Der Perfektionsanspruch von Regisseur und Musikalischem Leiter John Lehman schlägt auch bei den Kulissen zu Buche: Niemand hat bei einer so kleinen Produktion ein so ausgeklügeltes Bühnenbild erwartet: Im Hintergrund entwickelt sich das von Oliver Meinert kreierte Company-Logo innerhalb der Skyline von Hamburg (mit Michel und Petri-Kirche), davor sind alle beweglichen Bühnenelemente im Stil von Piet Mondrian gehalten, was bei den zahlreichen Umbauten für ein stimmiges, aber nie langweiliges Gesamtbild sorgt.</p>
<p class="Body">Bei den Kostümen hat man auf Alltagskleidung zurückgegriffen, was die Darsteller auf der Bühne fassbar macht und eine leichte Identifikation mit dem Gezeigten ermöglicht. Besonders authentisch kommt Yvonne (Aglaia Kaphengst) daher, deren elegantes Auftreten ihre Erhabenheit über die Problemchen der anderen Paare nur unterstreicht (einfach köstlich in der Bar-Szene, in der sie „Auf all die gnädigen Frau’n“ („The Ladies Who Lunch“) anstößt). Bei Oliver Meinert hat man unweigerlich das Gefühl, er wache jeden Morgen in einem frisch gestärkten Hemd auf, so aalglatt wirkt sein Bühnen-Outfit.</p>
<p class="Body">Insgesamt hat das Publikum eine ansprechende Veranstaltung erlebt. Wenn es an der ein oder anderen Stelle gehakt hat, lag es vor allem an dem unausgewogenen Buch von George Furth, das auch für Profis eine Herausforderung darstellt. Music Alive muss sich jedenfalls nicht verstecken. Man darf hoffen, dass sich auch in Zukunft Gelegenheiten und Spielstätten finden, um diese zeitlose Sondheim-Produktion aufführen zu können.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Rudolf Steiner Haus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">18. Juni 2004</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Chor Music Alive e.V.</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Stephen Sondheim / John Lehman<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Chor Music Alive e.V.<br />
</span></p>
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