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	<title>St. Pauli Theater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>St. Pauli Theater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Monsieur Claude und seine Töchter</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 19:34:36 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Claude Verneuil und seine Gattin Marie sind stolze Eltern von vier Töchtern. Bei der Wahl der Lebenspartner ihrer Kinder stoßen die erzkonservativen Gaullisten und Katholiken an ihre Grenzen: ein Chinese, ein Jude und ein Araber sind die Männer der ersten drei Töchter. Durch dieses Minenfeld an Klischees und Stereotypen wandert insbesondere Claude sehr treffsicher: kein Aufeinandertreffen, an dem sich nicht ein Streitgespräch über Rassismus und Religionen entwickelt. Auch die drei Ehemänner gießen regelmäßig Öl ins Feuer, denn so ganz freimachen können sie sich von den allgegenwärtigen Vorurteilen auch nicht.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2799 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/MC_Familie-am-Tisch_c-Hanna_Glueck-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" />In diese ohnehin angespannte Familienkonstellation platzt Nesthäkchen Laure mit ihren Hochzeitsplänen. Sehr zur unverhohlenen Freude ihrer Eltern ist ihr Auserwählter ein Franzose und auch noch Katholik. Was für ein Glück!</p>
<p>Dass Lauras Verlobter jedoch maximalpigmentiert ist und dessen Vater ebenfalls in einer tradierten Welt voller Vorurteile lebt, verkompliziert die Hochzeit ungemein.</p>
<p>Spätestens seit dem Kinohit mit Christian Clavier als grantelnder Monsieur Claude (2014) ist die abwechslungsreiche Familiengeschichte der Verneuils vielen bekannt. Von Fremdschämen über Erstaunen, herzhaftem Lachen bis hin zu schmachtenden Seufzern erzielte die Komödie eine große emotionale Bandbreite beim Publikum.</p>
<p>Stefan Zimmermann hat die Handlung für die Theaterbühne umgearbeitet, die nunmehr in der dritten Spielzeit im Hamburger St. Pauli Theater in der Regie von Ulrich Waller zu sehen ist.</p>
<p>Das Publikum wird mithilfe von Hochzeitsfotos der drei älteren Schwestern schnell ins Geschehen hineingeholt: Odile hat David Benichou geheiratet, Isabelle hat sich mit Rachid Ben Assem vermählt und Ségolène hat Chao Ling ihr Ja-Wort gegeben.</p>
<p>Schon die erste Szene, in der beim gemeinsamen Essen ausführlich über die Beschneidung von Odiles und Davids Sohn diskutiert wird, ist irrwitzig. Die Stimmung kippt als Rachid seinen Schwiegervater als Rassisten bezeichnet. Auch Marie beteiligt sich aktiv an den Diskussionen und so geht man im Streit auseinander.</p>
<p>Sie ist es auch, die am meisten unter der angespannten Situation leidet. Da ihr die Gespräche mit dem Pfarrer von Chinon nicht mehr helfen, begibt sie sich in psychologische Behandlung, die schnell eine ausgewachsene Depression zutage führt. Sie hängt all ihre Hoffnungen an ein versöhnliches Weihnachtsessen mit allen Kindern und deren Familien. Natürlich plant sie dafür eine koschere, eine Halal- und eine glasierte Gans ein, damit keiner ihrer Schwiegersöhne durch das klassische französische Weihnachtsessen brüskiert wird.</p>
<p style="text-align: left;">Die Töchter instruieren ihre Ehemänner unmissverständlich, dass sie sich angemessen zu verhalten haben und nicht jeden Kommentar persönlich nehmen oder durch eine entsprechende Reaktion würdigen sollten.</p>
<p>Das Essen läuft dann auch tatsächlich weitgehend harmonisch ab, die Männer singen sogar zusammen die Marseillaise als sie sich über Fußball unterhalten.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2798 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/MC_M.Prelle-A.Schmid_Kettensäge_c-Hanna_Glueck_klein-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" />Wenn sich Laure nun noch mit dem Dorf-Streber Xavier verkuppeln ließe, wäre Claudes und Maries Welt wieder in Ordnung.</p>
<p>Doch Laure mag sich nicht länger verstellen und eröffnet ihren Eltern, dass sie sich mit Charles verlobt hat. Die Eltern sehen dem Treffen mit dem vermeintlichen perfekten Schwiegersohn voller Erwartung entgegen. Als Laure dann jedoch mit „dem schwarzen Charles“ (<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.st-pauli-theater.de/programm/monsieur-claude-und-seine-toechter-2/">Zitat</a></span>) zum Dinner kommt, sind beide vollkommen überfordert und enttäuscht. Sie ertränken ihren Frust im Alkohol, was im Fall von Claude zu herrlich komischen Entgleisungen führt.</p>
<p>In der Folge beginnt Marie, ihrem Mann die Schuld daran zu geben, dass das Verhältnis zu den Kindern so zerrüttet ist. Dabei ist auch sie nicht frei von kleingeistigem Gedankengut, was spätestens bei dem hinkenden Vergleich ihrer (geheilten) Panik vor Feldmäusen deutlich wird, die sie mit ihrer Angst vor Ausländern gleichsetzt.</p>
<p>Dass auch Charles sein Päckchen zu tragen hat, zeigt sich als die Eltern des Brautpaars miteinander skypen, um sich kennenzulernen. André, Charles Vater, macht keinen Hehl aus seinen Vorbehalten gegenüber „dem weißen Mann“. Madeleine, Andrés Gattin, kennt ihren Mann sehr gut, kann ihm diese ungerechtfertigten Denkmuster aber auch nicht abgewöhnen.</p>
<p>Doch Laure und Charles halten an der Hochzeit fest. Am Abend vor dem großen Tag sind die Väter so frustriert, dass sie gemeinsam was trinken gehen. Sie enden nach einer feucht-fröhlichen Nacht im Dorfgefängnis, das sie nur mit Rachids Hilfe rechtzeitig vor der Hochzeit verlassen können. Die Väter haben in dieser Nacht viele Gemeinsamkeiten entdeckt und reden so – zur allgemeinen Verwirrung – auf Laure ein, welche die Hochzeit nun doch absagen will, zumal Marie plant, sich von Claude zu trennen. Diese Schuld möchte Laure nicht auf sich und ihre Ehe laden.</p>
<p>Aber am Ende wird natürlich doch geheiratet und die Zukunft für die Multi-Kulti-Familie sieht sehr rosig aus.</p>
<p>Der Erfolg dieses Stücks steht und fällt mit den Darstellern. In Hamburg wurde mit Michael Prelle ein exzellenter Schauspieler für die Rolle von Monsieur Claude engagiert. Er spielt mit viel Einsatz und in jeder Sekunde glaubwürdig. Die Naivität und Weinseligkeit von Claude bringt er urkomisch über die Rampe. Obwohl Claude sehr in der Vergangenheit zu leben und wenig Interesse am Überdenken seiner Verhaltensmuster zu haben scheint, wirkt Prelles Monsieur Claude dennoch sympathisch.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2797 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/MC_K.Koch-L.Newkirk-E.L.Johnson-P.Abozen-H.R.Ehlers-A.Schmid-M.Prelle_c-Hanna_Glueck_klein-400x269.jpg" alt="" width="400" height="269" />Als leicht verstrahlte, immer um Harmonie bemühte Marie ist Angela Schmid zu erleben. Sie erinnert in ihrem Spiel mehr als vage an Inge Meisel, was ihr schon von Beginn an viele Bonuspunkte einbringt. Schmid kann sowohl die zickigen als auch die verletzten Gefühle von Marie sehr gut transportieren und harmoniert sehr gut mit Prelle.</p>
<p>Love Newkirk und Eric Lee Johnson stehen als Madeleine und André Koffi auf der Bühne des St. Pauli Theaters. Johnson spielt herrlich überspannt und energisch. Ein typisches Alphatier. Newkirk gleicht diesen polternden Charakter beschwichtigend aus. Es gelingt ihr mit viel Charme immer wieder eine Brücke zu schlagen. Dass auch sie durchaus mehr Energie hat und keinesfalls nur in der zweiten Reihe steht, blitzt in einigen Momenten auf.</p>
<p>Das junge Brautpaar wird von Hannah Rebekka Ehlers und Patrick Abozen gegeben. Beide spielen rollendeckend und gerade Abozen stellt sein Gespür für komische Momente unter Beweis.</p>
<p>Auch die anderen drei Paare haben ihre starken, zumeist lustigen Momente: Andrés Mendez, der als Shao über reichlich Humor verfügt und über die klischeehaften Vorstellungen seiner Schwager herzlich lachen kann. Holger Dexne als strenger Rachid wird ganz weich, wenn es um Fußball geht, und den glücklosen David spielt Patrick Heyn ebenfalls sehr überzeugend.</p>
<p>Dass in allen drei Ehen die Damen das Sagen haben, ist für jeden Zuschauer mehr als offensichtlich: Victoria Fleer als Odile ist verständnisvoll, wenn David mal wieder mit einer Geschäftsidee scheitert, und versucht sich vergeblich als große Schwester aus der Verantwortung zu stehlen, als es darum geht, Laure von der Hochzeit abzuraten. Isabelle, die weder Zigaretten noch dem Wein gegenüber abgeneigte Klischee-Französin, wird von Anneke Schwabe sehr glaubhaft verkörpert. Gleiches gilt für Marina Lubrich als Ségolène. Wenn sie ihr Kind auf dem Spielplatz auf Chinesisch zurechtweist, ist das herrlich unerwartet.</p>
<p>Doch der Star des Abends, was nicht zuletzt auch der nicht enden vollende Applaus belegt, ist Michael Prelle. Er spielt diese durchaus kritisierbare Rolle mit viel Fingerspitzengefühl und so gelingt ihm die Gratwanderung vom konservativen Gaullisten, der mehr oder weniger freiwillig im 21. Jahrhundert ankommt, exzellent.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_112">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 22. Dezember 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Hannah Rebekka Ehlers, Patrick Heyn, Victoria Fleer, Angela Schmid, Michael Prelle, Anneke Schwabe, Holger Dexne, Marina Lubrich, Andrés Mendez, Love Newkirk, Eric Lee Johnson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Ulrich Waller</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos:</strong> </span>Hanna Glück<br />
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		<title>Die Tourneefassung des Monty Python Musicals steht dem West End Hit in nichts nach</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-tourneefassung-des-monty-python-musicals-steht-dem-west-end-hit-in-nichts-nach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2014 12:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Hättenschwiler]]></category>
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		<category><![CDATA[Marlen Oberholzer]]></category>
		<category><![CDATA[Nathanael Schaer]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Tino A. Honegger]]></category>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach der Schweiz bekam auch Deutschland die Tournee von Monty Python&#8217;s „Spamalot“ zu sehen. Genauer gesagt nutzte Hamburg die deutschsprachige Tour als Sommerbespielung im St. Pauli Theater. Sechs Wochen lang reisten König Artus und seine Ritter der Kokosnuss auf der Suche nach dem Heiligen Gral durch englische Landschaften. Natürlich trafen auch sie auf die Ritter, die immer Ni sagen, den legendären Schwarzen Ritter, die nörgelnden Franzosen und viele andere kuriose Gestalten. Zu bestaunen gab es unter anderem trojanische Hasen, fliegende Kühe, noch nicht ganz tote Leichen und Dieter Hallervorden als Gott.</p>
<p class="Body">Das Publikum kommt bei dieser Tourfassung voll auf seine Kosten. Die Bühnenausstattung von Simon Schnidmeister und seinem Team ist ideal auf eine kleine Bühne wie die des St. Pauli Theaters angepasst. Bäume, Burgen und der sagenumwobene See bilden ein funktionales und sehr harmonisches Gesamtbild. Die typischen Monty Python Cartoons finden sich im Vorspann und natürlich bei der Erscheinung Gottes wieder.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_889">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Kostüme von Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels und Björn Bugiel sind aufwendig, verspielt und vielseitig; schlüpfen die elf Darsteller doch in unzählige Rollen – von Bauern über Ritter zu Finnen und Can-Can-Tänzer bis hin zu Seejungfrauen und Rio-Tänzern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Hier wurde erfreulicherweise mal nicht am falschen Ende gespart.</p>
<p class="Body">Die Darsteller nebst Bühnentechnikerin Britta, die zu zahlreichen mehr oder weniger geplanten Einsätzen kommt, überzeugen durch die Bank. Eric Hättenschwiler gibt einen stattlichen König Arthus, der seine Gefolgschaft stimmlich und schauspielerisch rollenkonform anführt. Dass dieser Part in London u. a. von einem brillanten Tim Curry gespielt wurde, scheint ihn in keinster Weise eingeschüchtert zu haben. Der von ihm standesgemäß unterdrückte Diener Patsy wird von Fabio Romano herzzerreißend tragikomisch interpretiert. Das obligatorische Aneinanderschlagen der Kokosnusshälften absolviert er mit Bravour, er muckt nur selten auf (u. a. mit der Schweizer Flagge in seinem Tornister) und ist seinem Herrn in jeder Situation eine perfekte Unterstützung. Dafür darf er mit „Always Look On The Bright Side of Life“ den schönsten und bekanntesten Song des Stücks zum Besten geben. Es gelingt ihm spielend, das Hamburger Publikum zum Mitpfeifen zu animieren.</p>
<p class="Body">Als Lady of the Lake bzw. Toffi Fee aus dem See steht die stimmgewaltige Marlen Oberholzer auf der Bühne, die ihre Rolle raumgreifend ausfüllt und sichtlich Spaß daran hat, die phasenweise recht zickige Diva zu geben.</p>
<p class="Body">Tino Andrea Honegger übernimmt u. a. die Rolle von Sir Lancelot. So ganz sicher ist man sich nicht, ob er mit seinem Ehemann, Prinz Herbert, so glücklich ist. Aber auch ihm ist die Spielfreude anzumerken – selbst wenn ihm als Schwarzer Ritter von Arthus Arme und Beine abgehackt werden.. Besagter Prinz Herbert wird von Roland Herrmann gegeben. Die Rolle des Softies übernimmt er auch in der Ritterschar als ziemlich ängstlicher Sir Robin. Er hat eine ausdrucksstarke Mimik und ein exzellentes komödiantisches Gespür. Nathanael Schaer überzeugt als zunächst widerwilliger und dann sehr eitler Sir Galahad. Als Prinz Herberts gestrenger Vater ist er kaum wiederzuerkennen.</p>
<p class="Body">Die meisten Kostümwechsel zu absolvieren hat das Tanzensemble bestehend aus Tobias Gerber, Sarah Madeleine Kappeler, Amaya Keller und Gianmarco Rostetter. Bei ihren Einsätzen in nahezu jeder Szene kann man sich der guten Laune, die die vier versprühen, nicht entziehen.</p>
<p class="Body">Eine der größten Herausforderungen hatte sicherlich Daniel Grosse Boymann zu bewältigen, der für die deutsche Adaption verantwortlich zeichnet. Das englische Original sprüht vor Wortwitz und klamaukigen Anspielungen – keine leichte Aufgabe, dies so ins Deutsche zu übertragen, dass es nicht plump wirkt. Doch man kann ihm nur gratulieren: Die Texte sind clever, lustig und mit unzähligen Anspielungen auf Hamburg und Deutschland gespickt. Letztere stammen zumeist aus der Feder von Jan Christof Scheibe. Damit holen sie das Publikum genussvoll ab und sorgen so für Erfolg auf der ganzen Linie. „Das Lied, das jeder liebt!“ gehört zu den gelungensten Adaptionen des Abends. Auch die Schimpftiraden der Franzosen sind köstlich, obwohl man bei deren Tempo mit dem Zuhören kaum hinterherkommt.</p>
<p class="Body">Nicht vergessen dürfen wir die Live-Band unter der Leitung von Jan Christof Scheibe. Dass eine Handvoll Musiker für soviel Stimmung sorgen kann, ist keinesfalls selbstverständlich. Doch die Band kennt das Theater, kennt ihr Publikum und lässt sich von der guten Laune, die von „Spamalot“ ausgeht, schwungvoll anstecken.</p>
<p class="Body">Auch wenn die Tourfassung mit 2 x 45 Minuten deutlich kürzer ist als das britische Original, vermisst man nichts. Das Publikum wird genauso liebevoll mit eingebunden wie im Palace Theatre in London: „Fabulous Camelot“ wird einfach in die Große Freiheit verlegt, plakativ werden aktuelle Themen wie die Esso-Hochhäuser oder die Elbphilharmonie aufgegriffen. Freddie Quinn, Udo Lindenberg, Carmen Geiss, Udo Jürgens, Sir Angela Merkel und Conchita Wurst sind nur einige Namen, die beim Publikum einen hohen Widererkennungswert haben.</p>
<p class="Body">Die Zuschauer gehen lächelnd und pfeifend aus dem Theater. So machen Sommer-Gastspiele Spaß und man kann dem Ensemble nur wünschen, dass es nach Hamburg noch weitere Stationen für die Tour geben wird. Denn mit ihrer Show treffen sie sicherlich überall auf ein dankbares Publikum.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>8. August 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Eric Hättenschwiler, Tino A. Honegger, Marlen Oberholzer, Fabio Romano, Nathanael Schaer </span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christian Knecht / St. Pauli Theater<br />
</span></p>
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		<title>Eher eine kurzweilige Revue als das „neue Hamburg-Musical“</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eher-eine-kurzweilige-revue-als-das-neue-hamburg-musical/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2013 14:58:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Anneke Schwabe]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das neue Musical von Ulrich Waller und Markus Busch möchte „Das Hamburg-Musical“ sein bzw. werden. Es stellt sich unweigerlich die Frage, was genau ein Hamburg-Musical überhaupt ist: eine Milieustudie wie direkt nebenan im Schmidt’s Tivoli (<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Heisse_Ecke_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1233">Heiße Ecke</a></span>) und seit kurzem im Schmidt Theater (<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Die_Konigs_vom_Kiez_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1217">Die Königs vom Kiez</a></span>) oder doch eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der facettenreichen Geschichte Hamburgs? Vielleicht auch eine Liebeserklärung an die schönste Stadt Deutschlands? Ansätze gibt es reichlich und im St. Pauli Theater entschied man sich schließlich für eine Liebesgeschichte vor Hamburger Kulisse.</p>
<p class="Body">Ein Zitat aus dem Stück lautet: „Hamburg ist wie ein Spiegelei – in der Mitte ballt sich alles und außen herum ist nur noch die Sättigungsbeilage.“ Das fasst „Linie S1“ ziemlich treffend zusammen. Im Zentrum stehen die kreativen, unerwarteten neuen Arrangements bekannter Songs, die einen – manchmal etwas weit hergeholten – Hamburg-Bezug haben.</p>
<p class="Body">Darum herum scharen sich mal mehr, mal weniger schlüssige Szenen vor einem leider sehr dürftigen Bühnenbild.</p>
<p class="Body">Luna (rebellische Tochter aus gutem Haus) und Miguel (Sohn eines spanischen Einwanderers) treffen sich zufällig in der S1, der ältesten und längsten S-Bahn-Linie Hamburgs. Man kann mit ihr vom eleganten Westen über das quirlige, touristische Zentrum und den Hafen in den grünen Norden-Osten fahren und lässt dabei mehr als nur eines der so genannten Problemviertel an sich vorbeigleiten.</p>
<p class="Body">Während der gesamten Show laufen im Hintergrund Videofilme, die dem Zuschauer verdeutlichen sollen, so sich die Szene gerade abspielt. Leider sind diese Projektionen in einer miserablen Qualität – unscharf, grau, schlecht geschnittene Übergänge – so dass hier kein wirklicher Mehrwert zu erkennen ist.</p>
<p class="Body">Der S-Bahn-Wagon, die Haltstellen und einige wenige bekannte Ecken Hamburgs erlauben es den Kreativen alle Vorurteile, Klischees und Wahrheiten über die Bewohner einzelner Hamburger Stadtteile aufzuzeigen: Da sind die „Elbletten“ – Mädchen aus den reichen Häusern der Elbvororte, gelangweilte, geltungssüchtige Ehefrauen erfolgreicher Geschäftsmänner, Barmbeker Jungs mit Migrationshintergrund, netzwerkende Politiker, aufgetakelte Prostituierte, stadtstreichende Penner, komasaufende Jugendliche auf dem Kiez und Grufties auf dem Friedhof Ohlsdorf.</p>
<p class="Body">Ein roter Faden ist nicht erkennbar – weder in der Handlung selbst noch in der Art wie die Szenen aufeinander aufbauen. Wer nicht aufpasst oder sich in Hamburg nicht auskennt, verpasst schnell die teilweise verschachtelt verpackten Klischees.</p>
<p class="Body">Dass Hamburg eine Touristenhochburg ist, zeigen die scheinbar wahllos in die Handlung integrierten Schwaben, Hessen, Bayern und Berliner Besucher, denen sich Hamburgs kühler Charme zunächst nicht wirklich erschließt. Am besten gelungen sind hier noch die beiden Berliner Herren, die sehr treffsicher mit den Vorurteilen beider Städte spielen.</p>
<p class="Body">Leider zünden viele Witze nicht so wie sicherlich von den Autoren erhofft. Bspw. wird auch in diesem Stück die allgegenwärtige, liebevoll gepflegte „Feindschaft“ zwischen den Anhängern des HSV und des 1. FC St. Pauli thematisiert, doch der zustimmende Beifall von den sicherlich im Publikum reichlich vorhandenen Paulianern bleibt aus.</p>
<p class="Body">Dass im Buch zahlreiche aktuelle Themen wie die Elbvertiefung, die Bundestagswahl, das Milliardenloch Elbphilharmonie verarbeitet werden, hebt den Anspruch. Auch dass offenbar bewusst mit dem Vorurteil gebrochen wird, dass Jugendliche von heute – zumal mit Migrationshintergrund – nicht gebildet seien (zwei an das Comedy-Duo Erkan &amp; Stefan erinnernde Jungs lesen die Financial Times Europe), zeigt, dass man hier durchaus eine Botschaft platzieren möchte.</p>
<p class="Body">Doch die Stars des Abend sind Musik und Tanz.</p>
<p class="Body">Kim Duddy ist eine weltweit anerkannte Könnerin ihres Fachs und stellt in „Linie S1“ ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Herausragend sind vor allem das Gothic-Ballett zu „Hamburg 75“ von Element of Crime und die Party, die die Tänzer zu Scooters „Maria (I like it loud)“ entfesseln.</p>
<p class="Body">Nur wenige Szenen bleiben im Gedächtnis und dies auch nur, da die Songs außergewöhnlich oder sehr stimmig arrangiert wurden, wofür Matthias Stötzel verantwortlich zeichnet. Hierzu zählt im ersten Akt das bekannte „La Paloma“, das jedoch im spanischen Original (Sebastian Yradier) vor dem Hintergrund einer einzelnen Taube an der Binnenalster vorgetragen wird.<br />
Auch die Kneipenszene zu Beginn des zweiten Akts, wo in bester Hans Albers Manier zum Schifferklavier philosophiert und gesungen wird, wirkt authentisch und besticht durch das richtige Maß an Komik.</p>
<p class="Body">Während der Text von Hildegard Knefs „Ich bin zu müde“ etwas holprig daherkommt, taucht Stötzels Arrangement das St. Pauli Theater in eine wundervoll swingende Grundstimmung. Den größten szenischen Treffer landet „Linie S1“ mit „An den Landungsbrücken raus“ von Kettcar. Die Textzeile „Dieses Bild verdient Applaus“ kann jeder, der schon einmal vom Musicaltheater im Hafen auf die Hamburger Skyline geschaut hat, nur unterschreiben.</p>
<p class="Body">Überhaupt ist es die exzellente Band unter Stötzels Leitung, die den Abend zumindest phasenweise zum Genuss macht. Verschiedenste Stilrichtungen werden gleichermaßen fehlerfrei und begeisternd intoniert. Stötzel kann aus dem Vollen schöpfen und verlangt seinen Bandkollegen eine große Bandbreite ab, ohne sie jedoch zu überfordern.</p>
<p class="Body">Die Darsteller mühen sich redlich, den großen Anspruch eines Hamburg-Musicals zu erfüllen und doch bleiben sie die meiste Zeit blass. Trotz oder gerade wegen der 70 Rollen, in die sie im Laufe des Abends schlüpfen, gelingt es den 15 Darstellern kaum, einen Wiedererkennungswert zu erzeugen oder einen speziellen Charakter hervorzuheben. Aus der Menge stechen allenfalls Peter Franke und Georg Meyer-Goll hervor, die als Senatoren, Penner und Hamburger Urgesteine überzeugen. Gleiches gilt für Victoria Fleer, deren Spielfreude als Punk genauso ansteckend ist wie als Bordsteinschwalbe.</p>
<p class="Body">Die beiden Hauptakteure verschwinden hingegen komplett in der Masse – fast wie bei einer richtigen S-Bahn-Fahrt. Dies liegt sicherlich nicht daran, dass Anneke Schwabe und Luk Pfaff ihr Handwerk nicht beherrschen; vielmehr ist die schwache Personenregie eine Ursache dafür sowie das vielfach lückenhafte Buch, das es schwer macht, Zusammenhänge sofort zu erkennen oder Handlungen nachzuvollziehen. Auch eine Liebesgeschichte erzählt sich nicht „mal eben so“.</p>
<p class="Body">„Linie S1“ ist laut Programmheft der Versuch, ein Musical über die Stadt Hamburg zu machen, das sich nicht nur mit deren touristischem Kern St. Pauli befasst. Doch wirklich gelingen mag dies nicht, spielt doch eine Mehrheit der Szenen auf und um die Reeperbahn herum und die städtischen Randgebiete spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die Idee einer S-Bahn-Reise durch Hamburg bietet viel Potential. In diesem Fall vielleicht schlichtweg zu viel.</p>
<p class="Body">Das Spiegelei-Bild trifft es ziemlich genau: Manchmal ist es eben doch sehr gut, wenn man sich auf die Mitte konzentriert und nicht zwanghaft alles andere Drumherum auch noch erwähnen möchte. So ist „Linie S1“ weder Fisch noch Fleisch; eine unterhaltsame Revue kann man erkennen, aber leider nicht mehr.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. September 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anneke Schwabe, Luk Pfaff, Victoria Fleer, Peter Franke, Georg Meyer-Goll </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Arrangements:</span></strong> <span class="Bold">Ulrich Waller / Mathias Stötzel<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Frank Siemers<br />
</span></div>
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		<title>Swing, Jazz, und viel Gefühl &#8211; die Show macht Spaß!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/swing-jazz-und-viel-gefuehl-die-show-macht-spass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 09:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Ain't Misbehavin']]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Milton Nealy]]></category>
		<category><![CDATA[Patrice Covington]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Covington]]></category>
		<category><![CDATA[Richard E. Maltby jr.]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Wayne Pretlow]]></category>
		<category><![CDATA[Yvette Monique Clark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tschüss grauer November in Hamburg! Die drei Sängerinnen und zwei Sänger der „Ain‘t Misbehavin“-Europatournee sprühen vor Energie und guter Laune. „Ain‘t Misbehavin“ feierte vor über 30 Jahren in New York seine Weltpremiere. Und bis heute haben die Songs von Fats Waller nicht an Wirkkraft eingebüßt. Die 31 Songs, die an diesem Abend in atemloser Reihenfolge ...</p>
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<p class="Body">Tschüss grauer November in Hamburg! Die drei Sängerinnen und zwei Sänger der „Ain‘t Misbehavin“-Europatournee sprühen vor Energie und guter Laune.</p>
<p class="Body">„Ain‘t Misbehavin“ feierte vor über 30 Jahren in New York seine Weltpremiere. Und bis heute haben die Songs von Fats Waller nicht an Wirkkraft eingebüßt. Die 31 Songs, die an diesem Abend in atemloser Reihenfolge auf das Publikum abgefeuert werden, spiegeln die musikalische Bandbreite einer ganzen Generation wieder: Swing, Jazz, Blues &#8211; man gerät schnell ins Träumen an gute alte Zeiten, in denen Männer noch Männer sein durften und Frauen sich ganz ihren Verführungskünsten widmen konnten.</p>
<p class="Body">„Ain‘t Misbehavin“ hat keine Handlung, erzählt keine Geschichte und doch vermisst man nichts. Jedes einzelne Lied ist ein in sich abgeschlossenes Musiktheater. Die fünf Sängerinnen und Sänger treten folglich auch nicht unter irgendwelchen Phantasienamen auf, sondern mit ihren eigenen.</p>
<p class="Body">Charakterstärke zeichnet jeden einzelnen von ihnen aus. Während Patrice Convington das quietschige, unbedarfte Mädchen gibt, zeigt sich Rebecca Covington als vermeintlich schüchterne junge Lady. Die Grande Dame ist Yvette Monique Clark &#8211; so viel Bühnenpräsenz und Selbstbewusstsein suchen seinesgleichen. Die beiden Herren haben einen schweren Stand gegen drei so beeindruckende Ladies. Doch während Milton Nealy auf die Strategie des verführerischen Machos setzt, wickelt Wayne Pretlow die Damen auf und vor der Bühne mit seinem jugendlichen Charme spielend um den Finger. Er hat den Schalk im Nacken und wartet förmlich auf das nächste Augenzwinkern und einen weiteren lustigen Streich.</p>
<p class="Body">Unter den Songs finden sich bekannte Stücke wie der Titelsong oder „I can‘t give you anything but love“, fröhlich-freche Songs wie das Mitsing-Stück „Fat and Greasy“ oder überraschen lehrreiche Lieder wie „Find out what they like“, in dem dafür plädiert wird, den Männern alle Wünsche zu erfüllen, um ihnen zu gefallen.</p>
<p class="Body">Gerade Swing und Jazz funktionieren nur, wenn die Musiker ihr Handwerk verstehen und Leidenschaft für ihr Instrument aufbringen. Die sechsköpfige Live-Band erfüllt diese Anforderungen perfekt. Mit viel Schwung und wohl dosierter Energie spielen die Musiker alle Songs bis auf den kleinsten Ton schlichtweg wunderbar.</p>
<p class="Body">Dass diese Show auch noch nach ihrem Premierenjahr zahlreiche Theaterpreise gewonnen hat, verwundert nicht. Man geht gut gelaunt und im wahrsten Sinne des Wortes beschwingt aus dem Theater. Mit der Wahl dieses Stücks für die Herbstpremiere hat das St. Pauli Theater ganz eindeutig richtig gelegen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt</em> <em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>2. November 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yvette Monique Clark, Patrice Covington, Rebecca Covington, Milton Nealy, Wayne Pretlow </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Richard E. Maltby jr.<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Emmanuel Donny<br />
</span></div>
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		<title>Tap Stars</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/tap-stars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 19:44:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Rasta Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Tap Stars]]></category>
		<category><![CDATA[The Bad Boys of Dance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht nur die sieben Tänzer sind am Ende der Show außer Atem. Auch das Publikum verlässt das Theater verschwitzt vom Mittanzen bei den Zugaben, mit brennenden Händen vom frenetischen Applaudieren und stimmlos vom lautstarken Johlen und Pfeifen. Und alle wollen mehr &#8211; mehr von der Energie, mehr von der Lebensfreude, mehr von der eindrucksvollen Kunst, ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">
<p>Nicht nur die sieben Tänzer sind am Ende der Show außer Atem. Auch das Publikum verlässt das Theater verschwitzt vom Mittanzen bei den Zugaben, mit brennenden Händen vom frenetischen Applaudieren und stimmlos vom lautstarken Johlen und Pfeifen. Und alle wollen mehr &#8211; mehr von der Energie, mehr von der Lebensfreude, mehr von der eindrucksvollen Kunst, die Rasta Thomas‘ Bad Boys of Dance lautstark auf der Bühne des St. Pauli Theaters darbieten.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nur selten erlebt man das im allgemeinen eher zurückhaltende Hamburger Publikum so entfesselt. Doch wer schon einmal Rasta Thomas‘ erste Show „<a title="Rock_the_Ballet_2009.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=705">Rock the Ballet</a>“ miterleben durfte, hat eine ziemlich genaue Vorstellung von dem, was tänzerisch möglich ist.</p>
<p class="Body">Für die selbst ernannte Dance Revolution „Tap Stars“ wählte Rasta Thomas sieben erfahrene Tänzer aus seiner Kaderschmiede aus, die sich bei verschiedenen Stepptanz-Shows weltweit einen Namen gemacht haben: Christopher Erk, Jason Janas, Michael Keefe, Anthony J. Russo, Jumaane Taylor, Cartier Williams und Joseph Monroe Webb überzeugen durch atemberaubende Körperbeherrschung, Füße, die in Lichtgeschwindigkeit über die Bühne donnern, einen Drehmoment, der seinesgleichen sucht, nicht enden wollende Kraft und Energie und jede Menge Spaß!</p>
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<div class="text-content style_External_670_587">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Show selbst besteht aus zwei 50-Minuten-Akten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Akt 1 erzählt die Geschichte eines alternden Tänzers in New York (wunderbare Eröffnungsnummer zu Alicia Keys‘ „New York“). Eine Gruppe Streetdancer lässt sich von ihm die Geschichte des Stepptanzes erzählen und begleitet den „Oldie“ in vielen liebevoll arrangierten Episoden auf seiner Reise durch die Vergangenheit. Klassiker wie „My Way“ und „Singin in the rain“ fehlen genauso wenig wie Musicalhits (Sondheims „Send in the clowns“). Mit Claude Debussys „Clair de Lune“ aus seiner Suite bergamasque (bekannt u. a aus dem Film „Sieben Jahre in Tibet“) kommt auch die klassische Musik nicht zu kurz. Am Ende des ersten Aktes geht der alte Tänzer ins sprichwörtliche Licht und die sechs Streetdancer huldigen ihm mit DEM Stepptanz-Klassiker schlechthin: „Mr. Bojangles“ in der Interpretation von Robbie Williams. Stepptanz ohne Erinnerung an Bob Fosse, den Broadway-Tanzmeister der 50er und 60er Jahre, wäre unvorstellbar.</p>
<p class="Body">Das Besondere an der ersten Hälfte ist nicht nur die durchgängige Geschichte, was für Rasta Thomas durchaus schon ungewöhnlich ist, sondern wie die verschiedenen Musikstücke stepptänzerisch umgesetzt werden. Bei Gute-Laune-Stücken wie „Singin in the rain“ mag das noch recht selbsterklärend sein, aber wenn die Tänzer bei „My Way“ und „Send in the clowns“ &#8211; zwei weltbekannten Balladen &#8211; mit überbordender Energie und teilweise sogar aggressiv über die Bühne wirbeln, muss man schon sehr genau auf den Text hören, um nachvollziehen zu können, dass sich hier Trauer und verletzte Gefühle Bahn brechen. Einfach genial!</p>
<p class="Body">Der zweite Akt ist musikalisch und inszenatorisch sehr typisch für Rasta Thomas: Zu schmissigen Poprhythmen wird mal freestyle, mal stark akkurat durchchoreographiert über die Bühne getanzt, dass die Bretter vibrieren und die Schweißperlen fliegen. Das Publikum klatscht bei „Under Pressure“ von Queen im Takt, freut sich bei den (durchaus bekannten) Gummipuppen in James Brown‘s „It‘s a Man‘s World“ und kommt bei Eminem‘s „Lose Yourself“ aus dem Staunen nicht mehr heraus. Man sieht sich geballter Manneskraft gegenüber, die sich in scheinbar verknoteten Beinen, meterhohen Sprüngen und bis zum Bersten gedehnter Sehen entlädt.</p>
<p class="Body">Natürlich spielen die sieben Tänzer die Hauptrolle &#8211; und ohne eine zweite und dritte Zugabe lässt das Publikum die Bad Boys of Dance auch nicht von der Bühne &#8211; doch auch Lichtdesign und Videoinstallationen, in bewährter Tradition von Lutin Tanner und William Cusick entworfen, machen diese Show zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk.</p>
<p class="Body">Stepptanz? Ein alter Hut? Langweilig und angestaubt? Mitnichten &#8211; Rasta Thomas zeigt mit seinen „Tap Stars“ wie modern, mitreißend und stimulierend dieser einmalige Tanzstil ist.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="tinyText">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span> </strong>7. Juni 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">The</span> Bad Boys of Dance</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie: </span></strong>Rasta Thomas</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>St. Pauli Theater / Oliver Fantitsch</span></div>
</div>
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		<title>Kurzweilige, aber immer noch anspruchsvolle Inszenierung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kurzweilige-aber-immer-noch-anspruchsvolle-inszenierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 08:40:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Anatevka]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Peter Wöhler]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Stötzel]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Waller]]></category>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Anatevka“ ist wahrlich keine leichte Kost. Und dass obwohl dem Musical-Genre immer eine gewisse Oberflächlichkeit nachgesagt wird&#8230; Die Geschichte des jüdischen Milchmanns Tevje und seinen drei Töchtern tritt hier erfolgreich den Gegenbeweis an.</p>
<p class="Body">Joseph Steins Buch stellt seit der Uraufführung 1964 die Theatermacher immer wieder vor Probleme: Eine dunkle und tragische Handlung in ärmlicher Umgebung, getragen von einem herausragenden Hauptdarsteller. Einfach ist das nicht und doch hat es „Anatevka“ in das Standard-Repertoire vieler Stadttheater geschafft.</p>
<p class="Body">Mit einer Spielzeit von über drei Stunden müssen die Intendanten und Dramaturgen unseres Landes dem Publikum schon eine gefällige Inszenierung anbieten, um den Spannungsbogen und damit die Aufmerksamkeit über einen so langen Zeitraum aufrecht zu erhalten.</p>
<p class="Body">Misslang dies kürzlich in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Anatevka_2010.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1354">Lübeck</a></span> noch gründlich, so nahm sich das Hamburger St. Pauli Theater des Stoffs an und schaffte es, die immer noch langatmige Geschichte so auf die Bühne zu bringen, dass man nicht schon in der Pause gehen wollte.</p>
<p class="Body">Das Erfolgsrezept liegt im gleichzeitigen Drehen an mehreren Stellschrauben. Zum einen arrangierte Matthias Stötzel viele Stücke frischer und sorgte so für eine „helle“ Momente. Ulrich Waller bewies inszenatorischen Mut und kürzte das Stück an den richtigen Stellen (zugegeben, es hätten durchaus noch ein paar mehr sein dürfen). Zudem konnte das St. Pauli Theater mit einem jungen Ensemble aufwarten, das mit Gustav Peter Wöhler von einem sehr charismatischen und in Hamburg sehr beliebten Hauptdarsteller angeführt wurde.</p>
<p class="Body">Das kleine Hamburger Theater gibt einen schönen Rahmen für die Geschichte der kleinen jüdischen Gemeinde, die zunehmend unter den Übergriffen russischer Zarengetreuer zu leiden hat. Die Kulissen sind dementsprechend dunkel gehalten und doch können durch wenige Handgriffe und gut eingesetzte Hintergründe verschiedene Ecken des Dorfs dargestellt werden.</p>
<p class="Body">Da die drei Töchter Tevjes sehr schwungvoll und frech angelegt wurden, macht es Spaß, dem gestresste Milchmann beim Hüten seiner Rasselbande zuzusehen. Wöhler spielt die verschiedenen Facetten glaubhaft. Dass er nicht der beste Sänger des Ensembles ist, sieht man ihm daher gern nach.</p>
<p class="Body">Das Schicksal der Familie entwickelt sich vor den Augen und durch Tevjes pointierte Monologe gelingt es immer wieder, innezuhalten, das Publikum wieder einzufangen und gemeinsam weiter zu gehen.</p>
<p class="Body">Das vielseitig besetzte Orchester unter der Leitung von Matthias Stötzel spielt die schmissigen Melodien von Jerry Bock mitreißend, wo es passt und gefühlvoll dosiert in den ruhigeren Szenen.</p>
<p class="Body">Eine einzige Frage bleibt offen: Warum spricht Tevje immer wieder von der Bibel, wo doch die Thora im jüdischen Glauben das entsprechende Glaubensbuch ist. Die Inszenierung zeigt viele klassisch jüdische Handlungsweisen, da ist die Erwähnung der Bibel sehr irreführend.</p>
<p class="Body">Doch abgesehen von diesem kleinen Rätsel gefällt diese Produktion des Musical-Klassikers sehr.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>13. April 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gustav Peter Wöhler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musikalische Leitung:</span></strong> Ulrich Waller / Matthias Stötzel<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> St. Pauli Theater / NDR<br />
</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/kurzweilige-aber-immer-noch-anspruchsvolle-inszenierung/">Kurzweilige, aber immer noch anspruchsvolle Inszenierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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