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	<title>Raphael Koeb-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Raphael Koeb-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Gute Regieeinfälle, toll eingekleidete Cagelles, aber irgendetwas fehlt&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2018 18:10:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Matthias Pagani]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr bringt man in Bad Vilbel einen Musicalklassiker zur Aufführung. Benedikt Borrmann inszeniert die bunte Travestieshow optisch schlank und emotional sehr unaufgeregt. Das ist mal eine ganz andere Annäherung an dieses Thema, bei dem jeder schrille Charaktere und ausladende Gestik erwartet. Die beiden überdimensionalen türkisen Damenpumps, von denen einer als Showtreppe und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gute-regieeinfaelle-toll-eingekleidete-cagelles-aber-irgendetwas-fehlt/">Gute Regieeinfälle, toll eingekleidete Cagelles, aber irgendetwas fehlt&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr bringt man in Bad Vilbel einen Musicalklassiker zur Aufführung. Benedikt Borrmann inszeniert die bunte Travestieshow optisch schlank und emotional sehr unaufgeregt. Das ist mal eine ganz andere Annäherung an dieses Thema, bei dem jeder schrille Charaktere und ausladende Gestik erwartet.</p>
<p>Die beiden überdimensionalen türkisen Damenpumps, von denen einer als Showtreppe und aufgeklappt als Georges Wohnung fungiert, sind die einzigen Großkulissen, die auf der Bühne zum Einsatz kommen. Ein Café wird lediglich durch eine kleine Markise sowie Klapptische und -stühle angedeutet. Zazas Garderobe ist mit dem vollen Garderobenständer und dem winzigen Tisch etwas in die Ecke gestopft und kann so überhaupt nicht wirken. Pia Oertel (Bühnenbild) gelingt hier leider kein ausgewogenes Miteinander von Haupt- und Nebenschauplätzen.</p>
<p>Das Gegenteil sind die ausgefallenen Kostüme der Cagelles, die durch die Wandlungsfähigkeit und ihr gutes aber nicht überladenes Design auffallen. Anja Müller hat hier definitiv das richtige Händchen bewiesen, auch wenn die sonstige Garderobe von George und Albin / Zaza eher fragwürdig, da unförmig und ohne Starappeal sind, den man zumindest bei Zazas Showkleidern erwarten kann.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2304 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/zlpb_25burg-KaefigNarren_4c-683x1024-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/zlpb_25burg-KaefigNarren_4c-683x1024-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/zlpb_25burg-KaefigNarren_4c-683x1024.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Zumindest musikalisch kann man hier diesmal kein Haar in der Suppe finden, denn Markus Höller hat seine siebenköpfige Band gut im Griff und trifft alle Einsätze tadellos.</p>
<p>Die Cagelles sind je nach Inszenierung mehr als nur schmückendes Beiwerk, das die Diva Zaza umschwirrt, doch in Bad Vilbel sind sie genau das: mehr oder weniger sinnvoll platzierte hübsche junge Männer „im Fummel“. Die Choreographien von Myriam Lifka tragen ebenfalls nicht dazu bei, die acht Tänzer ins Rampenlicht zu rücken, dafür sind die Tanzabfolgen zu träge. Davon unbenommen erkennt man aber durchaus, dass der ein oder andere mehr kann als er hier zeigen darf.</p>
<p>Norbert Wendel wirkt als George mit seinem goldenen Anzug und der Rudolf Moshammer Gedenkfrisur wie das typische Klischee des leicht tuntigen Nachtclubbesitzers in St. Tropez. Gesanglich kann er – wie auch der Rest des Ensembles &#8211; nicht wirklich überzeugen (der „Song am Strand“ enthält dann doch zu viele schiefe Töne). Während das Zusammenspiel mit Krisha Dalke als Georges Sohn Jean-Michel noch recht glaubwürdig gelingt, geben Wendel und Andrea Matthias Pagani als Albin bzw. Zaza ein eher merkwürdiges Paar ab. Dies liegt vor allem daran, dass ihnen im Umgang miteinander das Liebevolle gänzlich fehlt. Die beiden harmonieren weder im Spiel noch gesanglich, was sehr bedauerlich ist.</p>
<p>Überhaupt ist Pagani den ganzen Abend nahezu ausschließlich melodramatisch, verbittert und wirkt frustriert. Hinzu kommen sehr überzeichnete tuntige Gestiken und das für eine Diva eher plumpe Auftreten. Das mag eine Möglichkeit sein, der Figur Zaza Leben einzuhauchen, aber die Strahlkraft und Grandezza, die diese Figur sonst ausmachen, fehlen hier leider gänzlich. Dabei singt Pagani grundsätzlich sehr schön. Doch die unterkühlten Emotionen, die sein Spiel bestimmen, stehen auch gesanglich im Vordergrund. Auch wenn das Publikum die weltbekannte Hymne „Ich bin, was ich bin“ enthusiastisch beklatscht, vom Gefühl, das dieser Song beinhaltet, kommt nichts über die Rampe.</p>
<p>Herrlich schräg ist Thorin Kuhn als Jakob. Er wirkt sehr sympathisch überdreht, hochgradig emotional und hat das Talent, das Publikum schnell für sich zu gewinnen. Bleiben noch Dalke, Janice Rudelsberger (Anne) sowie Silke Dubilier und Kai Möller (Marie und Edouard Dindon). Sie alle spielen rollendeckend, aber machen nicht mehr aus ihren Rollen. Dalkes Jean-Michel ist selbstbewusst und zielstrebig und verdrängt seine weiche Seite weitgehend, weshalb man ihm die Entschuldigung zum Ende der Show auch nur schwer glauben mag. Seine Stimme ist etwas zu tief und ihm fehlt bei seiner Liebeserklärung an seine Verlobte („Mit Anne im Arm“) die akustische Begeisterung, aber insgesamt macht er seine Sache gut.</p>
<p>Rudelsberger hat schon in den letzten Jahren immer Mal wieder von sich Hören gemacht. Sie ist nicht die süßliche Anne, die man sonst kennt, aber das wirkt auch sehr authentisch. Gemeinsam mit Dalke gibt sie ein sympathisches Paar ab, das weiß, was es will.</p>
<p>Viel Raum, ihre Rollen nachhaltig mit Leben zu füllen, haben auch Dubilier und Möller nicht, doch beide spielen sehr gut, was man auch schon im vergangenen Jahr bei „Summer in the City“ erleben konnten. Sie harmonieren gut miteinander und haben ein Händchen für die Gratwanderung von ernster Rolle und Komik.</p>
<p>Die acht Cagelles werden von Daniel-Erik Biel (CloClo), Yannik Gräf (Nicole), Joshua Hien (Babette), Raphael Köb (Angelique), Patrick Miller (Phaedra), Jendrik Sigwart (Chantal), Jan Großfeld (Hanna) und Thomas Zimmer (Mercedes) gespielt. Wie erwähnt sind ihre Kostüme sehr schön und sie bringen ihre Ensemblenummern sehr gefällig zu Gehör. Tänzerisch und in Sachen Eleganz sind hier durchaus Unterschiede feststellbar. Auch wirken einige mehr, andere weniger wie echte Travestiekünstler, doch sie erfüllen ihre Funktion und unterhalten das Publikum sehr gut.</p>
<p>„La Cage aux Folles“ ist ein sehr dankbarer Bühnenstoff. Man muss nur aufpassen, dass die Klischees nicht überhand gewinnen. Während dies bei Albins Übungseinheit zum „männlichen“ Verhalten noch sehr lustig ist, ist eine Freiheitsstatue im Regenbogenkostüm doch etwas zu viel des Guten. Auch der „Salat nach Art des Hauses“, aus dem ein knalloranger Dildo in der Mitte nach oben ragt, verfehlt seine Wirkung nicht. Gleiches gilt für „Die schönste Zeit“, währenddessen Mutter Zaza das Publikum mit einer urkomischen Gestik und Mimik erfolgreich zum Mitklatschen animiert. Auch die von den Cagelles dargestellten Buchstaben für „La Cage aux Folles“ sind sehr gelungen.</p>
<p>Wie gesagt, Borrmann hatte einige wirklich schöne Ideen für diese Inszenierung, doch so ganz will der Funke einfach nicht überspringen. Schade.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele, Bad Vilbel</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 21. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Norbert Wendel, Krisha Dalke, Andrea Matthias Pagani, Thorin Kuhn, Janice Rudelsberger, Silke Dubilier, Kai Möller, Daniel-Erik Biel, Yannik Gräf, Joshua Hien, Raphael Köb, Patrick Miller, Jendrik Sigwart, Jan Großfeld, Thomas Zimmer </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Choreographien:</span></strong> Benedikt Bormann / Myriam Lifka</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer</span></div>
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		<title>Eine gute Regie-Idee allein reicht nicht aus, um zu überzeugen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gute-regie-idee-allein-reicht-nicht-aus-um-zu-ueberzeugen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2016 11:36:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
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		<category><![CDATA[Burgfestspiele Bad Vilbel]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Agar]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Mucha]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Eva Peron ist tot. Ihr Landsmann Che, der fortan als außenstehender Kommentator fungiert, beschreibt zynisch die Ergriffenheit des Volkes.“ (Zitat von der Website der Burgfestspiele Bad Vilbel) Tatsächlich verkündet ein lächelnder Zirkusdirektor (sehr gute Mimik: Randy Diamond) den Tod der First Lady Argentiniens. Das anschließende (kaum hörbare) Peitschenknallen wirkt etwas deplatziert, doch man ist neugierig, ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Eva Peron ist tot. Ihr Landsmann Che, der fortan als außenstehender Kommentator fungiert, beschreibt zynisch die Ergriffenheit des Volkes.“ (Zitat von der Website der Burgfestspiele Bad Vilbel)</p>
<p class="Body">Tatsächlich verkündet ein lächelnder Zirkusdirektor (sehr gute Mimik: Randy Diamond) den Tod der First Lady Argentiniens. Das anschließende (kaum hörbare) Peitschenknallen wirkt etwas deplatziert, doch man ist neugierig, was sich aus diesem ungewöhnlichen Auftakt entwickelt.</p>
<div class="tinyText stroke_0">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Bad_Vilbel_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
</div>
<p class="Body">In der Folge agiert Diamond nicht nur als Erzähler und Wegbegleiter Evitas, vielmehr lässt ihn Benedikt Borrmann (Regie) auch als eine Art Puppenspieler die Geschicke der Protagnisten leiten. Angedeutet wird dies bei „Glitter und Glanz“, unzweifelhaft sichtbar wird diese Absicht beim Kennenlernen von Perón und Evita („Ich wäre wirklich sehr gut für dich“) und wenn er Evita, die der Geliebten Peróns mit (unverständ-lichem) Mitleid gegenübersteht, offenbar gegen ihren Willen mit sich zieht.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div>Leider geht dieser an sich sehr schöne Regiekniff nicht auf, da diese Linie nicht konsequent durchgezogen wird. Allzuoft fällt Diamond aus der Strippenzieherrolle heraus und agiert als Teil des Ensembles. Schade, denn dieser Ansatz hat definitiv was für sich.</div>
</div>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_419">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die restlichen Figuren sind klassisch angelegt, es gibt keinerlei Überraschungen in der Ausprägung der Charaktere. Besonders gut gefällt Raphael Koeb als schleimig-unsympathischer Magaldi: Er kann sowohl vom Habitus als auch gesanglich überzeugen. Auch Janne Marie Peters (Peróns Geliebte) zeigt mit ihrem Solo („Wohin soll ich jetzt geh&#8217;n?“), dass in Bad Vilbel durchaus gute Sänger zu erleben sind.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Bad_Vilbel_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
<div>Jedoch kann leider ausgerechnet Maria Mucha dieses Niveau nicht halten. Mehrfach hört man von ihr schiefe Töne, teilweise sogar ganze Songs in einer falschen Stimmlage (bspw. „Tschüss und danke“). Auch schauspielerisch gelingt es ihr nicht die Zielstrebigkeit und Skrupellosigkeit Evitas nachzuzeichnen. Sie bleibt insgesamt eher unauffällig.</div>
<p class="Body">Jonathan Agar gibt in bester J. R. Ewing-Manier einen alles andere als steifen, schüchternen Perón. Er ist optisch einschüchternd und macht so gar nicht den Eindruck als bräuchte er eine kleine Schauspielerin, die ihm den weiteren politischen Weg aufzeigt.</p>
<p class="Body">Nein, diese Inszenierung kann insgesamt nicht überzeugen. Auch wenn optisch gute Arbeit geleistet wurde (Bühne: Pia Oertel/Anja Müller, Kostüme: Anja Müller) und die (leider viel zu oft asynchronen und unsauberen) Tanzszenen (Choreografie: Lillian Stillwell) allein schon ob des großen Ensembles (insgesamt stehen mit der Statisterie mehr als 20 Darsteller auf der Bühne) gut wirken, es fehlt das gewisse Etwas. Vieles wird angedeutet, ist aber nicht bis zu Ende durchgestaged.</p>
<p class="Body">Was bleibt, sind einige wenige gute inszenatorische Ideen, die aber im mittelmäßigen Gesamtkanon leider untergehen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Burg, Bad Vilbel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>11. August 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Maria Mucha, Jonathan Agar, Randy Diamond, Raphael Koeb</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / Benedikt Borrmann<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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		<title>Der kleine Horrorladen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-kleine-horrorladen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 08:56:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Backus]]></category>
		<category><![CDATA[Burgfestspiele Bad Vilbel]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine Horrorladen]]></category>
		<category><![CDATA[Janice Rudelsberger]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Elena Heinrich]]></category>
		<category><![CDATA[Krisha Dalke]]></category>
		<category><![CDATA[Raphael Koeb]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Smailes]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Reichardt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viel falsch machen kann man bei Howard Ashmans und Alan Menkens 1980er Jahre parodistischem Horrormusical nicht. Insofern hat man bei den Burgfestspielen Bad Vilbel mit seiner zweiten Produktion in diesem Jahr auf eine sichere Bank gesetzt. Nachdem „Evita“ zumindest bei den Kritikern nicht ganz so gut wegkam, können die Untertanen von Audrey II in vielen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viel falsch machen kann man bei Howard Ashmans und Alan Menkens 1980er Jahre parodistischem Horrormusical nicht. Insofern hat man bei den Burgfestspielen Bad Vilbel mit seiner zweiten Produktion in diesem Jahr auf eine sichere Bank gesetzt. Nachdem „Evita“ zumindest bei den Kritikern nicht ganz so gut wegkam, können die Untertanen von Audrey II in vielen Bereichen punkten.</p>
<p>Die große Drehkulisse, der Blumenladen von Mr. Mushnik, bildet inmitten auf der ansonsten recht kleinen Bühne den Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung. Mr. Mushnik (Theodor Reichardt) sieht richtig schön fies aus und behandelt Seymour (Krisha Dalke) entsprechend von oben herab. Reichardt könnte aber durchaus noch etwas gemeiner sein.</p>
<p>Audrey (Julia Elena Heinrich) überragt die beiden Männer im Blumenladen um Kopfeslänge. Sie spielt die hübsche, aber sehr tumbe Blondine überzeugend und ihre bewusst völlig überzogene Mimik sorgt immer wieder für Lacher.</p>
<p>Dalke überzeugt in erster Linie gesanglich. Sein angenehm voller Tenor schmiegt sich ganz ausgezeichnet an die wenig herausfordernden Songs von Menken. Doch es gelingt ihm auch, die Wandlung vom schüchternen Ziehsohn zum selbstbewussten Blumenhändler glaubhaft nachzuzeichnen.</p>
<p>Audrey II, auch liebevoll Zwoey genannt, wächst in drei Etappen und ist schon in der zweiten Stufe von beachtlicher Größe. Sonja Herrmann steckt in bzw. hinter der Monsterpflanze und verleiht den blutrünstigen Gelüsten akustischen Ausdruck. Sie singt zwar nicht so soulig wie man es sonst von Audrey II kennt, aber sie überzeugt durch Stimmgewalt und nervtötende Penetranz. Ihr „Ich will es haben“ hat eine gute Energie und funktioniert sehr gut.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-975 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/12/Horrorladen2-400x175.jpeg" alt="" width="400" height="175" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/12/Horrorladen2-400x175.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/12/Horrorladen2.jpeg 480w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Raphael Koeb gibt den wunderbar exzentrischen, phasenweise komplett durchgeknallten Zahnarzt Orin. An Lachgas zu schnüffeln scheint ziemlich viele Gehirnzellen zu zerstören, denn wie sonst wäre es zu erklären, dass Orin seinen Patienten Seymor geradezu bespringt als dieser bei ihm auf dem Stuhl sitzt? Die Szenen mit Koeb sind immer für eine Überraschung gut und sorgen für jede Menge guter Laune.</p>
<p>„Mushnik und Sohn“ ist einer der Songs, die in jeder Hinsicht gefallen. Dalkes Mimik ist herausragend und Reichardts ausladende Gestik ergänzt das besondere Verhältnis der beiden Protagonisten perfekt. Auch gesanglich harmonieren die beiden sehr gut.</p>
<p>Das Duett von Audrey und Seymour zum Auftakt des zweiten Akts ist ebenfalls sehr schön. Auch die Stimmen von Dalke und Heinrich ergänzen sich hervorragend. Auch wenn die Szene ob des Größenunterschieds der beiden Darsteller unfreiwillig komisch wirkt, kommt man nach der Pause mit Schwung wieder zurück ins Stück.</p>
<p>Die Bühne, gestaltet von Oliver Kostecka, gibt dem Stück den richtigen Rahmen. Die nahezu Drehbühnenfüllende Audrey II ist beeindruckend und wird insbesondere in den Fressszenen von Mr. Mushnik und Orin in ein sehr gutes, mystisches Licht getaucht.</p>
<p>Über weite Strecken ist Christian H. Voss’ Regie treffsicher. Während er in der Szene in der Zahnarztpraxis dicht am Aushaltbaren entlangschrammt, sind die TV-Show und der Chef der Marketingfirma, der in Steppschuhen umherstolziert, die ihren Zweck aber nicht erfüllen, eindeutig zu viel. Man spürt, dass Voss sich sehr auf die Protagonisten fokussiert hat, was zu einem sehr guten Ergebnis geführt.</p>
<p>Ein sehr süßer Einfall ist auch, dass die drei die Handlung begleitenden Sängerinnen (Janice Rudelsberger, Stefanie Smailes, Anja Backus) kurz vor dem Ende des Musicals einige Ableger von Audrey II im Publikum verteilen und so die Zuschauer noch mehr in die Handlung einbinden.</p>
<p>Sehr schräg ist jedoch das Finale, bei dem die „Gefressenen“ in Lumpen und Fetzen wieder aus Audrey II herausklettern und dann in einer Tanzsequenz, die an eine Mischung aus „Rocky Horror Show“ und „Tanz der Vampire“ erinnert, (Choreographien: Martin Ruppel) vor dem Publikum performen.</p>
<p>„Der kleine Horroladen“ ist auch in Bad Vilbel kurzweilige Unterhaltung mit vielen sehr guten Ideen. Das Publikum verlässt gut gelaunt die Burgruine. Was kann man sich als Produzent, Kreativer und Darsteller Besseres wünschen?</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele Bad Vilbel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Krisha Dalke, Julia Elena Heinrich, Raphael Koeb, Theodor Reichardt, Janice Rudelsberger, Stefanie Smailes, Anja Backus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Alan Menken / <span class="Bold">Christian H. Voss<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Eugen Sommer<br />
</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-kleine-horrorladen/">Der kleine Horrorladen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<item>
		<title>Dieses Musical vertreibt alle Regenwolken und macht richtig gute Laune!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/dieses-musical-vertreibt-alle-regenwolken-und-macht-richtig-gute-laune/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2015 14:35:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Burgfestspiele Bad Vilbel]]></category>
		<category><![CDATA[Janice Rudelsberger]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Ruppel]]></category>
		<category><![CDATA[Raphael Koeb]]></category>
		<category><![CDATA[Singin' in the Rain]]></category>
		<category><![CDATA[Verena Jakupow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist 20.17 Uhr in der schönen Burgkulisse in Bad Vilbel, alle Ränge sind gefüllt und als erstes betritt Benedikt Borrmann, der Regisseur, die Bühne. Die Erklärung folgt auf dem Fuße: Sascha Luder, der Darsteller des Don Lockwood ist kurzfristig erkrankt und kann daher nicht spielen. Seinen Part füllen an diesem Abend Raphael Koeb und ...</p>
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<div id="body_content">Es ist 20.17 Uhr in der schönen Burgkulisse in Bad Vilbel, alle Ränge sind gefüllt und als erstes betritt Benedikt Borrmann, der Regisseur, die Bühne. Die Erklärung folgt auf dem Fuße: Sascha Luder, der Darsteller des Don Lockwood ist kurzfristig erkrankt und kann daher nicht spielen. Seinen Part füllen an diesem Abend Raphael Koeb und Martin Ruppel aus, die sich die Rolle teilen. Mit dem Ausspruch, dass das Publikum den Unterschied nicht merken würde, wenn er nicht darauf hingewiesen hätte, sollte Borrmann Recht behalten.</p>
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<p class="Body">Dass „Singin‘ in the Rain“ ein Musical alter Schule, mit viel Witz und Slapstick ist, merkt das Publikum direkt in der ersten Szene: Die Inszenierung  der Jubelfeier nach der Premiere des aktuellen Stummfilms von Hollywood-Traumpaar Lina Lamont und Don Lockwood wirkt urkomisch, wenn die in eintönige Trenchcoats gehüllten Fans Regieanweisungen bekommen, ihre schillernden Stars noch frenetischer zu feiern. Die eingeforderte Gesangs- und Tanzdarbietung stellt das Leinwandpaar jedoch vor ein Problem: Don Lockwood kann nicht tanzen und Lina Lamont lispelt so herzzerreißend, dass an Singen gleich gar nicht zu denken ist. Verena Jakupow spielt die zickige und in Bezug auf Dons Liebe leicht wahrnehmungsgestörte Filmdiva ganz hervorragend. Wie konsequent sie den Sprachfehler sowohl in den Dialogen als auch in ihrem Solo umsetzt, ist beeindruckend. Sie überzeugt gleichermaßen in den naiven wie in den starken Momenten, spielt die Cleopatra urkomisch und spart nicht mit den Allüren einer Diva.</p>
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<p class="Body">Linas erklärtes Feindbild &#8211; in erster Linie, da sie ihr Don abspenstig macht &#8211; ist Cathy. Die junge Schauspielerin und Sängerin lernt Don eher zufällig kennen, der wiederum erkennt sofort ihre Stärken als Sängerin und erliegt schnell ihrem natürlichen Charme. Die beiden kommen sich immer näher und als der Tonfilm die Karriere von Don und Lina zu beenden droht, kommt Dons Freund, dem Filmpianisten Cosmo, der rettende Einfall: Man dreht Cleopatra als Tonfilm und nachts, wenn niemand im Studio ist, werden Linas Passagen einfach von Cathy gesprochen und gesungen. Studioboss R. F. Simpson ist glücklich, Don und Cathy erst recht &#8211; nur Lina fährt aus der Haut als sie von dem Schwindel erfährt. Es gelingt ihr, Simpson dahingehend zu erpressen, dass Cathy hinter dem sprichwörtlichen Vorhang bleibt und Lina sich weiterhin als Star feiern lassen kann. Auf der Premierenfeier zu „Cleopatra“ kommt es doch zu einem folgenschweren Auftritt: Lina soll den aktuellen Hit des Films singen, was natürlich unmöglich ist. Also bewegt sie nur die Lippen, während Cathy backstage für sie singt. Doch plötzlich öffnet sich der Vorhang und Cosmo übernimmt den Gesangspart. Lina tut zunächst noch weiter so als ob sie singen würde, doch das Publikum erkennt den Schwindel natürlich sofort und Lina stürmt von der Bühne. Cathy wird als neuer Star des Tonfilms gefeiert und Lina gibt sich in privater wie beruflicher Hinsicht geschlagen.</p>
<p class="Body">Regelmäßige Besucher der Burgfestspiele erkennen einige bekannte Gesichter im Ensemble: So steht Julia Waldmayer, die Alex in „Flashdance“, hier als aufreizende Dora Bailey und hinterlistige Zelda auf der Bühne. Tim Al-Windawe, Stahlwerk-Chef Nick in „Flashdance“, gibt hier den Studioboss R. F. Simpson und auch Cathy alias Janice Rudelsberger kennt man aus dem 80er Jahre Musical, wo sie die naive Gloria spielt. Komplettiert wird die Riege der Protagonisten von David Hardenberg als Cosmo.</p>
<p class="Body">Wie bereits erwähnt, teilten sich an diesem Abend Raphael Koeb und Martin Ruppel die Rolle des Don Blackwood. Koeb überzeugt schauspielerisch und auch gesanglich. Der Wettstreit zwischen ihm als Filmschauspieler und Cathy als  Theaterschauspielerin ist sehr lustig. Leider dauert es volle drei Szenen bis auch Waldmayer zu verstehen ist, da ihr Mikro direkt zu Beginn des Stücks ausgefallen ist. Im Duett „You are meant for me“ harmonieren die beiden leider nicht ganz so gut. Doch ihre Soli wie bspw. „You are my lucky star“ von Waldmayer gelingen recht ansprechend.</p>
<p class="Body">Raphael Koeb weiß offenbar ganz genau, wo seine Grenzen sind, denn die Tanznummern überlässt er Martin Ruppel. Als „Tanzdouble“ ins Stück eingebaut, fällt die Doppelbesetzung der Rolle nicht auf. Es wirkt völlig plausibel, dass sich ein Leinwandschauspieler für Tanzszenen doubeln lässt. Ruppel bewegt sich geschmeidig und singt „Singin‘ in the Rain“ mit viel Gefühl und Lebensfreude.</p>
<p class="Body">David Hardenberg empfiehlt sich ganz klar als heimlicher Hauptdarsteller: Als Cosmo lenkt er die Geschicke seiner Kollegen und hat dabei immer das richtige Gespür für Timing. Mit viel Witz und Charme wickelt er sogar Lina ein. Hardenberg hat immer den Schalk im Nacken und bringt die Slapstick-Nummern sehr überzeugend über die Rampe („Make `em laugh“). Auch sein Klavierspiel auf dem entsprechend bemalten Brett in den Kulissen zeugt von viel musikalischem Gefühl. So schlitzohrig er auch wirkt, so souverän meister er die Stepp- und Tanznummern. Er wirbelt elegant über die Bühne und es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen.</p>
<p class="Body">Die Choreographien sind insgesamt sehr gelungen. Annette Taubmann schickt das Ensemble mit klassischen Schrittfolgen der 20er Jahre über die Bühne. Besonders gelungen sind hierbei die Steppnummer „Good Morning“, der Fächertanz „Beautiful Girl“ und die Extrablattnummer „Martin‘s Gate“. Auch die überdimensionalen Buchstaben „HOLLYWOOD“, die allesamt epochengemäß geschmackvoll tapeziert sind, können mit ihrer Wandlungsfähigkeit überzeugen (Bühne: PIa Oertel). Gleiches gilt für die Kostüme (Anja Müller). Sie sind durch die Bank sehr stimmig und abwechslungsreich. Einzig die Farbe der Fächer im o.g. „Fächertanz“ passt so gar nicht zu den roten Kleidern der Tänzerinnen. Apropos Tänzerinnen&#8230; Leider können diese nach „Flashdance“ auch bei „Singin‘ in the Rain“ nicht überzeugen. Obwohl die Choreographien der beiden Stücke grundverschieden sind, hapert es mal an der Synchronizität, mal an der Sauberkeit der ausgeführten Schritte.</p>
<p class="Body">Für große Lacher sorgen die Filmsequenzen in Schwarz-Weiß, die immer mal wieder und insbesondere als Auftakt zum zweiten Akt auf die Leinwand projiziert werden: „Cleopatra“ als Tonfilm mit der echten Stimme von Lina ist sensationell komisch und herrlich überzeichnet. Allein dadurch gewinnt diese Produktion ungemein.</p>
<p class="Body">„Singin‘ in the Rain“ ist nicht nur als Technicolor-Film mit Gene Kelly, Donald O’Connor und Debbie Reynolds ein Garant für gute Unterhaltung. Auch als Bühnenadaption hat diese Geschichte das Zeug zum Klassiker. Und wenn er mit soviel Liebe zum Details und so sympathischen Hauptdarstellern umgesetzt wird, wie bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel allemal!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele Bad Vilbel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">9.</span> Juli 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Verena Jakupow, </span><span class="Bold">Janice Rudelsberger, </span><span class="Bold">Raphael Koeb, Martin Ruppel</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Betty Comden, Adolph Green / Benedikt Borrmann<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Burgfestspiele Bad Vilbel<br />
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