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	<title>Myrthes Monteiro-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Myrthes Monteiro-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Dramatisch, menschlich und so aktuell wie nie</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jun 2019 07:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Musical von Stephen Flaherty (Musik) und Terrence McNally (Buch) handelt von drei unterschiedlichen Gruppierungen, deren Wege sich im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts auf verschiedenste Arten kreuzen: Da ist Mutter, die Matriarchin einer Familie aus New Rochelle, New York, die in Abwesenheit ihres Mannes ihr Herz für Minderheiten entdeckt, eine Afro-Amerikanerin mitsamt Neugeborenem bei ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Musical von Stephen Flaherty (Musik) und Terrence McNally (Buch) handelt von drei unterschiedlichen Gruppierungen, deren Wege sich im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts auf verschiedenste Arten kreuzen: Da ist Mutter, die Matriarchin einer Familie aus New Rochelle, New York, die in Abwesenheit ihres Mannes ihr Herz für Minderheiten entdeckt, eine Afro-Amerikanerin mitsamt Neugeborenem bei sich aufnimmt und ihrem Sohn und Bruder so vorlebt, das alle Menschen gleich sind. Dann gibt es Coalhouse Walker Jr., einen Jazzpianisten aus Harlem, Vater des Babys, das in Mutters Obhut aufwächst, der wegen seiner Impulsivität und seines ausgeprägten Gerechtigkeitssinns immer wieder in Rassenkonflikte gerät. Schließlich repräsentiert der Erfinder Tate mit seiner Tochter jüdische Einwanderer aus Lettland. Ihm gelingt es mit Witz und Geschick, Karriere zu machen und dabei die weiße Oberschicht um den Finger zu wickeln.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2559 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/21-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/21-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/21.jpg 720w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Im Linzer Landestheater wird eine deutsche Fassung gezeigt, die vom Bruckner Orchester Linz unter der musikalischen Leitung von Tom Bitterlich voluminös intoniert wird. 27 Darsteller, darunter namhafte Gäste wie Gino Emnes (Coalhouse), Myrthes Monteiro (Sarah), Riccardo Greco (Tate) und Carsten Lepper (Vater), und der große Chor des Landestheaters werden den schwungvollen, abwechslungsreichen Kompositionen mehr als gerecht.</p>
<p>Schon bei der Ouvertüre zeigt sich, dass auch bei Inszenierung (Matthias Davids) und Bühne (Hans Kudlich) alles genau durchdachte wurde: Der Sichtschutzvorhang wird an einer Stelle „durchsichtig“ und man sieht den Sohn von Mutter und Vater agieren. Die drei Gemeinschaften werden vorgestellt – jede in ihrer eigenen Farb- und Melodiewelt. Zeitgenossen wie der Magier Houdini (in der besuchten Vorstellung anlässlich der Linzer Pride Parade mit Regenbogensocken von der Decke schwebend), Vaudeville-Sternchen Evelyn Nesbit und Bürgerrechtler Booker T. Washington geben der Handlung einen zusätzlichen stimmigen Rahmen.</p>
<p>Die Rassenkonflikte jener Zeit, die Vorurteile gegenüber Andersartigen, der Schutz der eigenen Familie vor Einflüssen von außen – all dies kommt einem gut 100 Jahre später nur allzu vertraut vor. Auch hierzulande werden Mitbürger anderer Hautfarbe oder Religion schief angesehen und Vorurteile sind allgegenwärtig. „Ragtime“ führt einem das nur allzu deutlich vor.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2555 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/39-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/39-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/39.jpg 720w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Innerhalb der Gemeinden läuft alles harmonisch ab, schwierig wird es immer dann, wenn es zu Überschneidungen und Schnittmengen kommt. So ist Vater unumstößlich vom Denken der weißen Amerikaner als bessere Klasse überzeugt, während Mutter hier deutlich liberalere Ansichten hat, gern selbst arbeiten und sich in der Gesellschaft nützlich möchte. Coalhouse verdient mit seiner Musik so gut, dass er sich das Statussymbol der Reichen, ein eigenes Auto, leisten kann, was auf der einen Seite seiner angebeteten Sarah sehr gefällt, jedoch umgehend zu Neidern bei den Weißen führt. Tate, selbst getrieben von Vorurteilen gegenüber „Kinder-stehlenden Weißen“, wird nicht müde, sich neue Jobs zu suchen, um sich und seine Tochter zu ernähren. Sein Daumenkino führt ihn auf den Pfad des Erfolgs: Er wird Filmregisseur! Keiner fragt mehr nach seiner Herkunft – auch Mutter, die er im Rahmen seiner neuen Aufgabe trifft, wirft frühere Vorbehalte über Bord und lässt sich vom ihm den Hof machen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2557 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/23-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/23-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/23.jpg 720w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Drama nimmt seinen Lauf als Weiße aus Neid auf Coalhouses Wohlstand dessen Auto zertrümmern, woraufhin Coalhouse sein Recht auf juristische Wiedergutmachung einfordert. Dieses wird im als Afro-Amerikaner verwehrt. Als sich Sarah für ihren zukünftigen Ehemann einsetzen will, wird sich von überreagierenden Polizisten getötet. Es entspannen sich Rassenunruhen, an deren Ende Mutters Bruder Coalhouse in seinem Kampf unterstützt und sich plötzlich Vater gegenübersieht, der sich (nachdem er derjenige war, der Coalhouse der Polizei gemeldet hat)  – nicht ohne Hintergedanken – als Unterhändler anbietet, um die von Coalhouse und seinen Begleitern geplante Sprengung der Bibliothek zu verhindern.</p>
<p>Am Ende wird Coalhouse erschossen, sein Sohn wächst bei Mutter auf, Vater stirbt im Krieg und schließlich finden Tate und Mutter mitsamt ihren drei Kindern zueinander.</p>
<p>„Ragtime“ hält viel Zwischenmenschliches bereit. Die Zuschauer können viele Handlungen nachvollziehen oder sich mit einem der vielschichtigen Charaktere identifizieren. Matthias Davids setzt seine Darsteller gekonnt in Szene, ohne gängige Klischees überzustrapazieren. Kleinigkeiten wie bspw. die Änderung der Farbe von Coalhouses Hut von beige zu schwarz, wenn dieser beschließt, mit allen Mitteln für sein Recht zu kämpfen, zeigen das Fingerspitzengefühl, mit dem Davids hier zu Werke geht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2554 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/42-400x221.jpg" alt="" width="400" height="221" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/42-400x221.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/42.jpg 720w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Daniela Dett zeigt als Mutter früh, dass sie ihren eigenen Kopf hat. Sie widersetzt sich Vater zwar nicht um jeden Preis, kommt aber durch stetige, konsequente Handlungen an ihr Ziel. Sie spielt gefühlvoll und lässt diese Emotionen auch in ihren Gesang einfließen. Vater wird von Carsten Lepper sehr streng und unerbittlich gegeben. Vater ist wahrlich kein Sympathieträger. Schräge, zuweilen bissige Charaktere liegen Lepper und so scheint er sich auch als Bösewicht in „Ragtime“ nicht unwohl zu fühlen.</p>
<p>Die von Mutter aufgenommene Sarah wird von Myrthes Monteiro sanft und leidenschaftlich gespielt. Sie zeigt Lebensfreude im Zusammenspiel mit Coalhouse, verletzte Gefühle nach der Geburt des gemeinsamen Sohns und unerbittlichen Kampfgeist, wenn sie versucht, Coalhouse auf den richtigen Weg zurückzuführen. Monteiro weiß ihr gesangliches Vermögen gekonnt einzusetzen und überzeugt vor allem in den Balladen. Zu Tränen rührt allerdings Chasity Crisp, die als Sarahs Freundin auf deren Beerdigung singt und damit die Mitglieder der drei Gemeinden auf der Bühne vereint.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2558 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/22-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/22-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/22.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Gino Emnes übernimmt in der Linzer Produktion die präsenteste Rolle: Er ist der charmante Ragtime-Pianist in der Bar in Harlem, der um Sarah und sein Kind kämpfende Beinahe-Ehemann, der verbitterte und frustrierte Kämpfer für die Rechte der Afro-Amerikaner. Seine Energie ist ansteckend, sein Gesang raumgreifend. Emnes ist vielseitig („König der Löwen“, „Rocky“, „Tina“) und als Coalhouse kann er sein ganzes Potential ausspielen.</p>
<p>Ebenso glaubwürdig ist Riccardo Greco als Tate. Er lässt einen hebräischen Akzent mit einspielen, nutzt Stereotype ohne diese auszureizen und lässt die Zuschauer die Liebe zur Tochter greifbar spüren. Dass auch er gesanglich mit seinen Kollegen in einer Liga spielt, beweist er nachdrücklich.</p>
<p>Dieses Musical ist unsagbar berührend und inhaltlich (leider) so aktuell wie nie zuvor. Es wird viel zu selten gespielt, umso schöner ist es, eine so aufwendige und durchdachte Produktion zu erleben. Das Landestheater Linz spielt hier sein ganzes Können aus. Die Bühnentechnik mit verschiedensten Hubelemente, Treppen und Großkulissen macht jeder Ensuiteproduktion Konkurrenz. Licht und Ton sind einwandfrei. Ein großes Orchester im Graben vor der Bühne zeigt, wie Musicals sein sollen. Fünf noch so exzellente Musiker können auch mit dem besten Halbplayback nicht das Gefühl erzeugen, welches live gespielte Drums, Streich- und Blasinstrumente vermögen. Chapeau, liebes Landestheater Linz!</p>
<p>Nicht zuletzt machen auch die zahlreichen musikalischen Gäste diese Inszenierung sehenswert.</p>
<p>Man darf gespannt sein, wie das Landestheater seine beiden großen Musicalproduktionen „Sister Act“ und „A funny thing happened on the way to the Forum“ in der kommenden Spielzeit umsetzt. Qualitativ hat man hier ein Füllhorn, das man sich auch für so manches Stadt- oder Staatstheater in Deutschland wünschen würde.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.youtube.com/watch?list=RDUs-YUdNAD78&amp;v=Us-YUdNAD78"><strong>Promo-Video des Landestheaters Linz zu &#8222;Ragtime&#8220;</strong></a></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Landestheater Linz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 29. Juni 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Gino Emnes, Daniela Dett, Riccardo Greco, Myrthes Monteiro, Carsten Lepper, Gernot Romic, O. J. Lynch, Ariana Schirasi-Fard, Hanna Kastner, Christof Messner, Christian Fröhlich, Chasity Crisp</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Matthias Davids / Stephen Flaherty</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Reinhard Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Ein unerwartet tanzlastiges Bühnenfeuerwerk: „Disney trifft 42nd Street“</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-unerwartet-tanzlastiges-buehnenfeuerwerk-disney-trifft-42nd-street/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 12:50:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Aladdin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune! Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin ...</p>
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<div id="body_layer">Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune!</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_3">
<p class="Body">Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin und seinen Freunden Babkak, Omar und Kassar (im Original Kasim). Dort bestreiten sie ihren Lebensunterhalt durch Gaunereien und sind ständig auf der Hut vor den Schergen des Großwesirs Dschafar. Eines Tages trifft Aladdin dort Prinzessin Jasmin, der es im Palast zu langweilig wurde und die im bunten Markttreiben den aufdringlichen Heiratskandidaten zu entgehen versucht. Aladdin und Jasmin verstehen sich auf Anhieb und verbringen – nicht ahnend, wer ihr jeweiliges Gegenüber ist &#8211; einige schöne Stunden miteinander. Als Dschafars Leibgarde droht, Aladdin zu verhaften, gibt sich Jasmin als Prinzessin zu erkennen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1511">
<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin hat sich Hals über Kopf verliebt. Um ihr nahe zu sein, geht er auf den windigen Deal Dschafars ein, ihm eine Wunderlampe aus einer Höhle zu holen und dafür die Anerkennung der Prinzessin zu erhalten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschafars Hintergedanken sind egoistisch und düster: Er muss um jeden Preis verhindern, dass Jasmin heiratet, denn nur dann hat er die Chance, der neue Sultan zu werden. Mit der Wunderlampe und dem darin wohnenden Dschinni hofft er, seinem Ziel näher zu kommen. Doch kann nur jemand reinen Herzens die Höhle betreten – und das sind weder Dschafar noch sein plappernder Hofnarr Jago.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin kann den Verlockungen in der punkvollen Höhle jedoch auch nicht widerstehen und wird dort gefangen. Aus Langeweile „putzt“ er ein wenig an der Lampe herum und schon erscheint Dschinni, der ihm eindrucksvoll eröffnet, dass Aladdin nun drei Wünsche frei hat. Die beiden werden schnell mehr als Flaschengeist und Meister und Aladdin verspricht Dschinni, ihn mit seinem dritten Wunsch von seinem Los als wünscheerfüllender Geist zu befreien.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit Dschinnis Hilfe gelingt es Aladdin in den Palast vorzudringen und dort Jasmin wiederzusehen. Allerdings gefällt der Prinzessin der prunkvoll ausgestattete Prinz Ali mit seinem Hofstaat so gar nicht. Erneut fällt Aladdin auf eine List Dschafars hinein und schleicht sich in Jasmins Gemächer, die aber nach Anbruch der Dunkelheit niemand mehr betreten darf. Bevor er festgenommen wird, entführt er Jasmin jedoch noch auf eine magische Reise mit dem fliegenden Teppich. Trotz Jasmins Protest werden Aladdin und seine Gefolgschaft von Dschafars Leibgarde eingekerkert. Es gelingt ihnen zwar mit Dschinnis Hilfe wieder freizukommen, doch Aladdins blinde Liebe und die Gefahren im Palast treiben einen Keil zwischen die Freunde. So ist Aladdin auf sich gestellt und muss – nachdem er es sich auch mit Dschinni verscherzt hat – zusehen, wie er das Herz der Prinzessin als falscher Prinz gewinnt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschinni wird derweil von Dschafar für seine dunklen Zwecke missbraucht. Dschafar sieht seine Chance gekommen, der neue Sultan zu werden. Nur einem Geniestreich Aladdins ist es zu verdanken, dass sich der böse Großwesir in einen Flaschengeist verwandelt und Dschinni freikommt. Die Wunderlampe mit Dschafar wird für immer weggeschlossen – so kann er keinen Schaden mehr anrichten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Und wie es sich für ein ordentliches Disney-Märchen gehört, wird am Schluss eine große Hochzeit gefeiert, bei der alle Freunde wieder zueinander finden. Ein lupenreines Happy End!</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Die dankbarste Rolle hat ganz klar Enrico de Pieri als Dschinni. Schon das Opening gestaltet er mit witzigen Sprüchen und einem Überschwang an guter Laune. Das Publikum ist sofort im Spaß-Modus und genießt das farbenfrohe Spektakel in Agrabah. Schon in der ersten Szene („Arabische Nächte“) zeigt sich das durchdachte Bühnenbild von Bob Crowley. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich der wuselige Marktplatz und gibt den Blick frei auf die Dächer der Stadt. Für das perfekt aufeinander abgestimmte Farbenspiel sind zudem Gregg Barnes (Kostüme) und Natasha Katz (Licht) verantwortlich. Die rötlich-gelbe Grundstimmung umrahmt das Geschehen in der Stadt genauso treffend wie die klare weiße Linie im Sultanspalast.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit der Höhlenszene – einer der beiden bemerkenswerten Szenen des Abends – ha sich das Kreativteam übertroffen: zunächst düster, gefährlich und geheimnisvoll, dann über alle Maßen schillernd, bunt und leuchtend (inkl. Indoor-Feuerwerk) zieht „So ‚nen Kumpel hattest Du noch nie“ alle Zuschauer in seinen Bann. Das Ensemble liefert dazu eine wunderbare Choreographie in der Tradition alter Meister, die mehr als nur vage an „42nd Street“ erinnern (Regie &amp; Choreographie: Casey Nicholaw, Associate Director: Scott Taylor, Associate Choreography: John Macinnis). Nach diesem Feuerwerk der Bühnenkunst endet der ansonsten wenig spannende erste Akt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Der zweite Akt hält gleich zu Beginn den weltbekannten Showstopper „In meiner Welt“ („A Whole New World“) bereit. Die Magie dieser Szene sorgt für Gänsehaut. Auch diejenigen im Publikum, die schon unzählige Musicals gesehen und zahlreiche Special Effects live erlebt (und hinter ihre Kulissen geschaut) haben, sind erstaunt: Wie fliegt der magische Teppich? Auf den ersten Blick sind keine Kabel oder sonstige physische Anbringungen ersichtlich, die den Teppich mit Aladdin und Jasmin fliegen lassen. Nur ein vertikaler Schatten auf den Gesichtern der Darsteller verrät, dass hier herausragende Bühnenkunst am Werk ist. <a title="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867" href="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867">Recherchiert</a> man hierzu ein wenig, kommt man schnell zu einer plausiblen Erklärung (Achtung Spoiler!): Der Teppich ist an den Ecken mit Drähten aufgehängt, die so schnell rotieren, dass das menschlich Auge dies nicht mehr wahrnehmen kann. Das Lichtdesign tut sein Übriges, um diesen Effekt zu verschleiern. Jim Steinmeyer (Illusion Design) und Jeremy Chernick (Special Effects Design) haben hier ganze Arbeit geleistet! So kommt das Publikum aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, verpasst dadurch aber leider komplett den schönsten Song des Abends.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Danach flacht der Spannungsbogen gänzlich ab und der restliche zweite Akt plätschert sehr unaufgeregt seinem obligatorischen Ende entgegen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Als Titelheld wurde der noch weitgehend unbekannte Richard-Salvador Wolff engagiert. Er spielt Aladdin mit viel Lebensfreude und füllt die Rolle des quirligen Aladdin tänzerisch wie gesanglich voll aus. Im zur Seite steht Myrthes Monteiro, die in allererster Linie genauso aussieht, wie man sich die schöne Prinzessin Jasmin vorstellt. Die genervte Prinzessin gelingt ihr auch durchaus ansprechend, auch wenn einige Töne manchmal arg schief sind. Doch insgesamt vermag Monteiro leider keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Ähnliches gilt auch für Claus Dam, der als Sultan nur wenige Auftritte hat und erst kurz vor Ende des Stücks erahnen lässt, dass er sich mit dieser Figur etwas unter Wert verkauft. Das die Charaktere – abgesehen von zwei Ausnahmen – nicht sonderlich tief ausgearbeitet wurden, scheint aber durchaus intendiert zu sein (Chad Beguelin). Denn wie sonst wäre es zu erklären, dass der fiese Bösewicht Dschafar (Ethan Freeman) und sein plappernder Vasall Jago (Eric Minsk) nur durch höhnisches Lachen oder platte Sprüche auffallen?</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit diesem Los haben auch Pedro Reichert, Philipp Hägeli und Stefan Tolnal alias Aladdins Freunde Omar, Kassar und Babkak zu kämpfen. Sie handeln klischeehaft und aufgesetzt und allenfalls Tolnal kann durch seine Stimme einen bleibenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Wäre nicht Enrico de Pieri als Dschinni, man würde sich fragen, warum es dieses Stück an den Broadway geschafft hat. Doch in dieser Rolle kann sich das eingespielte Texterteam (Dialoge: Ruth Deny / Songtexte: Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder) austoben: Ob nun die Persiflage auf Bruce Darnell („De Handetasch muss lebendig sein!“) oder die Requisiten der vorangegangenen Shows (Maske vom „Phantom der Oper“). Auch das angedeutete Disney-Medley ist hochkomisch.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">An anderer Stelle, genauer gesagt bei Jagos unaufhörlichem Gequatsche, sind die Dialoge leider immer mal wieder etwas zu flach, um wirklich lustig zu sein. Natürlich soll Jago nervig sein, aber ein Dummschwätzer ist der Vogel im Disneyfilm nun wahrlich nicht.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Nach knapp zweieinhalb Stunden endet das bunte Spektakel. In Erinnerung bleiben die herausragende Höhlenszene und der fliegende Teppich, genauso wie die mitreißenden Choreographien. So stellt sich der Musicalbesucher eine Broadwayshow vor: Bunt, schwungvoll, lustig und mit Happy End! Und genau das bekommen das Publikum seit 6. Dezember 2015 in der Neuen Flora in Hamburg zu sehen.</p>
</div>
<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Enrico de Pieri, Richard-Salvador Wolff, Myrthes Monteiro</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Alan Menken / Casey Nicholaw<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-unerwartet-tanzlastiges-buehnenfeuerwerk-disney-trifft-42nd-street/">Ein unerwartet tanzlastiges Bühnenfeuerwerk: „Disney trifft 42nd Street“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<item>
		<title>Der Star dieser West Side Story ist die Bühne</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-star-dieser-west-side-story-ist-die-buehne/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2015 15:35:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schon echt groß, was die Oper Leipzig für die Inszenierung der West Side Story auffährt: Nicht weniger als 60 Tänzer und Sänger stehen auf der Bühne, wodurch diese bis auf den letzten Zentimeter genutzt und eine selten gesehene Tiefe erzeugt wird. Hinzu kommen noch einige wenige Großkulissen, unauffällige Kostüme und fertig ist die ...</p>
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<div id="body_content">Es ist schon echt groß, was die Oper Leipzig für die Inszenierung der West Side Story auffährt: Nicht weniger als 60 Tänzer und Sänger stehen auf der Bühne, wodurch diese bis auf den letzten Zentimeter genutzt und eine selten gesehene Tiefe erzeugt wird. Hinzu kommen noch einige wenige Großkulissen, unauffällige Kostüme und fertig ist die Grundausstattung für einen der meist gespielten Musicalklassiker weltweit.</p>
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<p class="Body">Den instrumentalen Part bestreitet das auch über Leipzigs Stadtgrenzen hinaus bekannte Gewandhausorchester unter der gesamtmusikalischen Leitung von Ulf Schirmer. Für die Hauptrollen hat man erfahrene Musicaldarsteller als Verstärkung engagiert: Myrthes Monteiro ist Maria, Carsten Lepper ihr Tony und Andreas Wolfram gibt den Jet-Anführer Riff. Zu den Jets zählen u. a. Tom Schimon als Action, Oliver Aagaard-Williams als A-Rab und Andreas Langsch als Baby John. Und auch Cusch Jung alias Shrank ist nun wahrlich kein Unbekannter in der deutschsprachigen Musicalszene.</p>
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<p class="Body">Schon bei der Ouvertüre zeigt sich die Zwiespältigkeit, die diesen Theaterabend bestimmen soll. Positiv wirkt das Zusammenspiel von Bühne und Tanz: Das Ballett der Oper Leipzig tanzt unter vermeintlich tonnenschweren Stahlträgern &#8211; da bekommt das Wort Schwebebalken eine ganz neue Bedeutung! Dass die durchaus energiegeladenen Choreographien jedoch recht häufig unsauber getanzt werden, überrascht. Genauso unerfreulich ist die dumpfe Akustik, mit der das Gewandhausorchester im Saal ankommt. Die Musiker sitzen in einem offenen Orchestergraben unter der Bühne; keine unübliche Platzierung für ein Orchester. Und doch kommen die schwungvollen Rhythmen von Leonard Bernstein nur wie durch Watte gepresst an. Dies wird im Laufe des Abends sogar eher noch schlimmer. Es geht so weit, dass man den Eindruck gewinnt, dass das Orchester und die Sänger nicht gemeinsam spielen.</p>
<p class="Body">Vielleicht liegt es auch daran, dass die Lautsprecherboxen an der Bühnenvorderkante mit Kulissen verdeckt sind, dass man im Zuschauerraum so wenig Klangvolles hört. Auf jeden Fall bleibt es ärgerlich. Und da erscheint der Einbau einer neuen Tonanlage wenige Tage vor der Premiere auch mehr wie eine Verzweiflungstat. Denn wenn es der Tontechniker nicht schafft, die Mikros derjenigen Darsteller runterzufahren, die gerade tanzen, ist das schon schade. Denn wer möchte einen Andreas Wolfram nach seinem Kampf als Riff mit Bernardo schon lautstark schnaufen hören? Dass die raumgreifenden Choreographien, die er parallel zu seinem Gesang zu bewältigen hat, anstrengend sind, sieht der Zuschauer ohnehin.</p>
<p class="Body">Auch diese „West Side Story“ wird mit englischen Songtexten und deutschen Dialogen vorgetragen. Man kann darüber streiten, ob so etwas heute noch zeitgemäß ist, aber zumindest an diesem Premierenabend kann das Publikum dem Geschehen problemlos folgen. Für den ein oder anderen Darsteller sind allerdings die englischen Songtexte scheinbar eine Hürde, hört man doch so einige stark akzentuierte Ausdrücke.</p>
<p class="Body">Allerdings stehen bei dieser Inszenierung weder die Musiker noch die Sänger im Mittelpunkt. Wenn der Direktor des Leipziger Balletts, Mario Schröder, ein Musical inszeniert, scheint es nur allzu verständlich, dass der Tanz im Fokus steht. Also werden hier nahezu alle Szenen mit ausdrucksstarken Choreographien versehen, die Kämpfe der verfeindeten Jets und Sharks trotzen vor Energie. Manch einer ist geneigt, eine Ähnlichkeit zu Pina Bauschs unvergleichlichem Stil zu erkennen. Dafür jedoch sind viele Sequenzen zu wenig synchron oder schlichtweg unsauber getanzt. Nichtsdestoweniger überzeugt das Leipziger Opernballett mit Modern Dance und Jazz insbesondere im „Rumble“ kurz vor Ende des Stücks, in dem die verzweifelten Jets sich gegenseitig ihr Leid klagen.</p>
<p class="Body">Aus dem ansonsten sehr düsteren, getragenen Rahmen der Inszenierung bricht naturgemäß „I like to be in America“, gesungen von Anita und ihren puertoricanischen Landsleuten, aus. In Leipzig entspannt sich am rückwärtigen Ende der Bühne eine überdimensionale US-Flagge, vor der &#8211; angeführt von zwei Clowns, die an eine Mischung aus Pennywise und Ronald McDonald erinnern &#8211; Superman, Super Mario, Captain America, Krümelmonster, Elmo und jeweils zweimal Minnie und Mickey Mouse tanzen. Ist es das, was Amerika ausmacht? Comic-Helden und Stars aus Kinder-Sendungen? So ganz erschließt sich die Botschaft dieser Szene leider nicht.</p>
<p class="Body">Ebenfalls etwas schwierig, oder vielleicht auch nur zu viel des Guten, ist die Spiegelung des Gesangspaares bei „Tonight“ durch ein Tanzpaar. Letzteres lenkt von Maria und Tony ab und zerstört die aufkeimenden Gefühle der beiden. Bei Tony‘s weltbekanntem Solo „Maria“ passt hingegen alles zusammen: Die puristische Bühne, das sparsame Licht und im Zentrum ein Carsten Lepper, der mit aller Inbrunst seine große Liebe anschmachtet. Seine klare Stimme und perfekt intonierte Emotionen sorgen für Gänsehaut beim Zuschauer.</p>
<p class="Body">Wenden wir uns etwas durchweg Positivem zu: Die Arbeit, die Andreas Auerbach und Paul Zoller mit der Bühne und den Videoprojektionen geleistet haben, ist beachtlich. Die Bühne ist kalt, grau und nichts lenkt von den Agierenden ab. Die wenigen Kulissen (Straßenlaternen, Stahlträger) werden sehr effektvoll und sparsam eingesetzt. Die Projektionen im Hintergrund, bspw. die nicht endende wollende Straße oder die Brooklyn Bridge aus einer Nebenstraße betrachtet, schaffen raumgreifende Szenenbilder. Dieses Bühnenbild ist durchdacht und funktioniert einwandfrei.</p>
<p class="Body">Die musikalischen Gäste, die die Oper Leipzig für dieses Stück engagiert hat, überzeugen in ihren Rollen, auch wenn man sich fragt, ob Riff (Wolfram) und Tony (Lepper) im Vergleich zum restlichen Ensemble nicht etwas zu alt sind. Nichtsdestoweniger spielen beide mitreißend. Wolfram zeigt, dass Riff nicht nur der engstirnige Bandenchef ist, sondern durchaus eine gefühlvolle Seite hat. Carsten Lepper gibt einen jugendlichen Tony voller Energie und mit fast schon sichtbaren Schmetterlingen im Bauch. Einzig in der Szene, in der Tony von Marias Tod erfährt, will er etwas zu viel. Gesanglich werden beide den Rollenprofilen gerecht. Wolfram hat als Riff ja schon Erfahrung sammeln dürfen und fühlt sich sichtbar wohl mit dem „Material“. Leppers Part hingegen gehört zu den Anspruchsvollsten im Musicalbusiness. Doch Lepper ist ein Vollprofi und lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Sein Tony ist voller sanfter Gefühle und klingt frisch und ehrlich.</p>
<p class="Body">Als Maria wurde Myrthes Monteiro (ab Dezember in Hamburg als „Aladdins“ Jasmin zu sehen) gecastet. Zusammen mit Erdmuthe Kriener (Anita) gehört sie zu den überzeugendsten Darstellern auf der Bühne. Monteiro hat einen lieblichen Charme, der Maria gut zu Gesicht steht. Man nimmt ihr die Verliebtheit und den Glauben an das Gute im Menschen ab. Sie singt wunderschön klar und sauber, manchmal etwas kindlich. Aber das passt perfekt zur Rolle. Wenn sie, wahnsinnig vor Schmerz, nach Chinos Waffe greift, um ihn zu erschießen, zeigt sie eine Aggressivität, die man Maria so nicht zugeschrieben hätte.</p>
<p class="Body">Kriener gelingt es, geballte Latino-Emotionen über die Rampe zu bringen. Obwohl sie so westeuropäisch aussieht, wie es nur geht, ist sie leidenschaftlich, mütterlich zu Maria und voll starker Gefühle für ihren Nardo.</p>
<p class="Body">Was leider komplett verpufft, ist „Somewhere“. Anna Preckeler hockt im Engelskostüm auf dem Stahlträger, der während Bernardos Trauerfeier über den Köpfen der Trauergemeinde schaukelt. Leider gelingt es &#8211; sicherlich auch bedingt durch die Tontechnik &#8211; nicht, diesen weltbekannten Hit angemessen zu präsentieren.</p>
<p class="Body">Auch beim Finale wurde Potential verschenkt: Tony stirbt in Marias Armen und der Vorhang fällt. Warum Schröder auf das gemeinschaftliche Heraustragen von Tony durch die Jets und Sharks verzichtet, ist unklar. Doch gerade diese Szene macht den Wandel im Denken der Banden sichtbar.</p>
<p class="Body">Nicht vergessen darf man den stimmgewaltigen Opernchor, der aus dem Off die Sänger auf der Bühne unterstützt. Erst beim Schlussapplaus bekommt das Publikum diesen großen Chor zu Gesicht und zollt ihm anhaltenden Applaus.</p>
<p class="Body">Was bleibt von der Leipziger „West Side Story“? Ein Bühnenbild, das nachhaltig beeindruckt, ein nicht minder beachtliches Tanzensemble, das allein schon durch seine schiere Masse Maßstäbe setzt, die erneute Klarheit, dass Musicalhauptrollen nicht aus dem Hausensemble besetzt werden können und man gut beraten ist, hierfür Gäste zu engagieren und leider einmal mehr die Erkenntnis, dass ein defekte Tonanlage oder eine schlechte Abmischung von Orchester und Gesang ein ganzes Stück ruinieren kann.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Oper Leipzig</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>20. Juni 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Myrthes Monteiro, Carsten Lepper, Erdmuthe Kriener, Andreas Wolfram, Cusch Jung</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Leonard Bernstein / Mario Schröder<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Ida Zenna / Oper Leipzig<br />
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