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	<title>München-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>München feiert &#8222;drei singende Tunten im Fummel im australischen Outback&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2017 17:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Amber Schoop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Travestiekünstlerin Doris alias Tick lebt ein (mehr oder weniger) schönes Leben in Sydney als plötzlich Marion, seine Ehefrau, anruft und ihm eröffnet, dass er sich endlich auch mal um seinen achtjährigen Sohn kümmern soll. Als Aufhänger organisiert die patente Kleinstadt-Mutti eine Travestieshow in Alice Springs, in dem Tick als Star auftreten soll. Tick überzeugt die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/muenchen-feiert-drei-singende-tunten-im-fummel-im-australischen-outback/">München feiert &#8222;drei singende Tunten im Fummel im australischen Outback&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Travestiekünstlerin Doris alias Tick lebt ein (mehr oder weniger) schönes Leben in Sydney als plötzlich Marion, seine Ehefrau, anruft und ihm eröffnet, dass er sich endlich auch mal um seinen achtjährigen Sohn kümmern soll. Als Aufhänger organisiert die patente Kleinstadt-Mutti eine Travestieshow in Alice Springs, in dem Tick als Star auftreten soll.</p>
<p>Tick überzeugt die frisch verwitwete Bernadette und die leicht durchgeknallte Felicia (eigentlich Adam) von dem wohltuenden Tapetenwechsel. Stilecht starten die drei Grazien mit einem arg in die Jahre gekommenen Bus in Richtung Outback, denn Alice Springs ist wahrlich kein Vorort von Sydney.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2164 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-400x259.jpg" alt="" width="400" height="259" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-400x259.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-768x497.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es kommt wie es kommen muss: Der Bus ächzt unter seinem Alter und bleibt schließlich liegen. Zum Glück findet sich in der Nähe der Mechaniker Bob, der welcher die Gelegenheit beim Schopfe packt, die Ladies als Ein-Mann-Boxen-Crew auf ihrer weiteren Reise zu unterstützen und so seiner sehr herrischen Ehefrau zu entfliehen. Bernadette und Bob verlieben sich ineinander, Felicia sorgt für jede Menge Chaos bei der Dorfbevölkerung und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung, und Tick versucht bei allem den Überblick zu behalten. Dabei muss er selbst sehr darauf achten, dass er sich von seinen selbstgesteckten Erwartungen und Befürchtungen im Hinblick auf seine aktive Vaterschaft nicht auffressen lässt.</p>
<p>Wie auch im gleichnamigen Film, der seit seiner Premiere 1994 Kultstatus erlangt hat, gibt es ein Happy End für alle Protagonisten. Stephan Elliott, der Autor dieses bunten Filmfeuerwerks voller Discohits und deftiger Sprüche, hat gemeinsam mit Allan Scott auch das Buch für die Musicalfassung geschrieben. 11 Jahre nach seiner Weltpremiere in Sydney und immerhin noch ganze 6 Jahre nach der Broadway-Premiere kommt nun endlich eine deutsche Fassung dieses im anglo-australischen Raums gehypten Kultmusicals auf die Bühne.</p>
<p>Das Münchner Theater am Gärtnerplatz ist nicht gerade der erste Spielort, der einem für diese Show in den Sinn kommt &#8211; da lägen Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin deutlich näher. Doch das Team von Intendant Josef E. Köpplinger hat schon in den letzten Jahren immer wieder von seinen Deutschlandpremieren international erfolgreicher Musicals (u. a. „Tschitti Tschitti Bang Bang“) reden gemacht. Das Kreativteam kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Gil Mehmert übernahm die Regie, Melissa King choreographierte, Jeff Frohner zeichnete für die musikalische Leitung verantwortlich. Was sollte da noch schiefgehen?</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2162 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-768x505.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch an der Besetzung gibt es nichts zu mäkeln, denn alle Protagonisten wurden tadellos ausgewählt: Armin Kahl gibt den zwischen der Verantwortung als Vater und dem ohnehin schon nicht besonders einfachen Leben als homosexueller Travestiekünstler hin- und hergerissenen Tick sehr überzeugend. Mal einfühlsam, mal verzweifelt, mal voller Sehnsucht oder mit vollem Körpereinsatz und Leidenschaft als Travestiekünstler – Tick durchlebt im Laufe des Abends ein reges Auf und Ab. Kahl kann dies gut transportieren. Leider liegen ihm die 1970er Jahre Popsongs („Go West“, I love the Nightlife“) nicht ganz so gut wie klassischer Musicalstoff („Jekyll &amp; Hyde“). Einzig mit Elvis’ „Always on my mind“ kann er zum Ende der Show sein Können zeigen.</p>
<p>Erwin Windegger schlüpft in die sehr gut passenden Kleider des Transvestiten Bernadette, die gleich zu Beginn den Verlust ihres Mannes Trumpet zu beklagen hat. So schräg und überzogen die Beerdigungsszene anmutet, so stilvoll leidend beherrscht Bernadette die Szenerie. Man kann sich keine bessere Besetzung für diese Rolle vorstellen als Windegger – auch gesanglich setzt er an diesem Abend Maßstäbe. Sein „I will survive“ sorgt für ausgiebigen Szenenapplaus.</p>
<p>Der dritte im Bunde ist Terry Alfaro als Adam, der in Habitus und Sprache dem filmischen Original sehr nahe kommt. Einerseits ist er zuckersüß wie ein Welpe, der nur spielen will, andererseits ist er sehr körperbewusst und sexgetrieben, was nicht selten zu brenzligen Situationen führt. Der Zickenalarm zwischen Adam alias Felicia und Bernadette ist gut dosiert und lässt die Vermutung zu, dass sich die beiden im Grund doch sehr sympathisch sind.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2165 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-768x484.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47.jpg 999w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Namensgebend ist natürlich auch hier der zunächst noch mausgraue Bus „Priscilla“, der mit einem überdimensionalen, pink glitzernden Stöckelschuh auf dem Dach vom Publikum schon fast frenetisch bejubelt wird. Erst im Verlauf des Abends bekommt der Bus seinen rosa Anstrich. Diese Verwandlung ist bühnentechnisch sehr schön gelöst.</p>
<p>Flankiert werden die „drei Pimmel im Fummel am Himmel“ (einer der deftigen Sprüche aus der Show) von drei Diven (Jessica Kessler, Amber Schoop, Dorina Garuci), die mal mit Engelsflügen ausstaffiert den Bus erklimmen, mal mit Cindy Lauper Gedenkfrisur popmusikalisches Beiwerk sind.</p>
<p>Wesentlich mehr in Erinnerung bleibt da Angelika Sedlmeier als Sophie, die von Bernadette als Vokuhila-Fee tituliert wird und sich noch den Ratschlag anhören muss, „sich den Tampon anzuzünden, um die Muschi damit in die Luft zu jagen, denn das wird der einzige Bums sein, den sie in diesem Leben noch haben wird.“ Eine herausragende Szene! Sedlmeier gibt aber auch ein besonders ekliges Exemplar Western-Frau ab, der man nicht im Dunkeln auf der Straße begegnen möchte.</p>
<p>Sympathiepunkte sammelt auch Frank Berg als Mechaniker Bob. Von seiner Hilfsbereitschaft und seinem komplett wertfreien Umgang mit den drei Paradiesvögeln aus Sydney kann sich manch einer gern eine Scheibe abschneiden. Bobs Frau Cynthia (überragend gespielt von Marides Lazo) scheint dem Alkohol sehr zugetan und erfreut mit ihrer sehr besonderen Form der „Pop“-Musik die Herren im Dorf über alle Maßen. Doch Bob fühlt sich mehr und mehr zu Bernadette hingezogen. Die aufblühende Zuneigung der beiden, das anfängliche Zögern Bernadettes, das liebevolle Werben Bobs – all dies ist mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert und wird von beiden Darstellern nicht weniger gefühlvoll über die Rampe gebracht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2160 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-768x505.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Gil Mehmert versteht sich sehr auf die Ausarbeitung der Charaktere, die im Mittelpunkt stehen. An seiner Personenregie gibt es nichts zu kritisieren. Die Show funktioniert von der ersten Minute an, in der Otto-Normal-Staatstheater-Abokunde erlebt, wie eine echte Travestieshow „aussieht“, über den Auftakt vom zweiten Akt, in dem acht Zuschauer auf der Bühne ihre Tanz- und Lassokünste unter Beweis stellen dürfen, bis hin zur Fast Forward Show in Alice Springs, in der Kostüme und Hits fast im Minutentakt gewechselt werden, und dem wunderschönen Finale, in dem der achtjährige Benji seinem Papa Tick völlig selbstverständlich sagt, dass natürlich auch sein Freund mit ihnen gemeinsam im Haus leben kann.</p>
<p>Melissa King passt ihre Choreographien der jeweiligen Umgebung perfekt an. Ob nun Travestieshow, Square Dance in Broken Hills, Rollschuh-Einlage mit bunten Schirmen oder der Bierbank-Einschüchterungs-Tanz der männlichen Dorfbewohner als sie feststellen, dass die verführerische Felicia ein Mann ist &#8211; jede Choreographie ist anders, keine langweilig und man guckt dem Ensemble gern zu.</p>
<p>„Priscilla“ ist deftig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Michael Alexander Rinz hat hier bei der Adaption keine Scheu gezeigt und nennt die Dinge schonungslos beim Namen. Das ist einerseits sehr erfrischend und führt zu Szenenapplaus, anderseits dürften einige ob der klaren Ansagen, die von der Bühne geschmettert werden, sicherlich auch verschämt oder betreten zu Boden schauen, ,.</p>
<p>Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend ist die Tontechnik, die mehrfach durch nicht offene Mikros, zu leise Mikros, zu laute Musik im Vergleich zum Gesang o. ä. aktiv ins Geschehen eingreift, was nicht gerade zum Gesamtgenuss beiträgt.</p>
<p>Doch die Mehrheit des Publikums ist begeistert und spendet langen Applaus am Ende der knapp zweieinhalbstündigen Show. Cast &amp; Creatives von „Priscilla“ haben sich diese Anerkennung redlich verdient. Es ist eine Gute-Laune-Show, in der das ein oder andere ernste Thema angeschnitten wird, ohne diese zu sehr in den Vordergrund zu zerren. Und so verlässt man das frisch renovierte Staatstheater am Gärtnerplatz mit einigem Redebedarf und guter Popmusik im Ohr.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater am Gärtnerplatz, München</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 16. Dezember 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Armin Kahl, Erwin Windegger, Terry Alfaro, Frank Berg, Angelika Sedlmeier, Tanja Schön, Marides Lazo, Jessica Kessler, Amber Schoop, Dorina Garuci</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Choreographie:</span></strong> Gil Mehmert / Melissa King</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Marie-Laure Briane<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Was ist das Besondere an Samstagnacht?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/was-ist-das-besondere-an-samstagnacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2004 16:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Cirkus Krone]]></category>
		<category><![CDATA[John Davies]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Seitz]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Ron Holzschuh]]></category>
		<category><![CDATA[Saturday Night Fever]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Frage stellt man sich nach dem Besuch im Münchner Zirkus Krone Winterquartier unweigerlich. Denn so richtig springt der Funke in den gut zwei Stunden Show nicht über. Trotz mitreißender Musik von den Bee Gees und den originellen, sehr anspruchsvollen Choreographien fehlt das gewisse Etwas. Die Tanzeinlagen werden nahezu perfekt präsentiert, ganz selten sieht man ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Diese Frage stellt man sich nach dem Besuch im Münchner Zirkus Krone Winterquartier unweigerlich. Denn so richtig springt der Funke in den gut zwei Stunden Show nicht über. Trotz mitreißender Musik von den Bee Gees und den originellen, sehr anspruchsvollen Choreographien fehlt das gewisse Etwas.</p>
<p class="Body">Die Tanzeinlagen werden nahezu perfekt präsentiert, ganz selten sieht man unsynchrone Bewegungen einzelner Darsteller. Das Ensemble leistet harte Arbeit und ist durch die Bank gut besetzt. Doch leider sind wederRon Holzschuh als Tony Manero noch Barbara Köhler als die ihm verfallene Annette richtige Sympathieträger, die das Publikum fesseln könnten.</p>
<p class="Body">Nachhaltig im Gedächtnis bleiben lediglich John Davies, der als freakiger Monty gleich in drei Rollen (DJ im ‚2001 Odyssey’, Tonys Vater und Tonys Boss) zu sehen ist, und Marc Seitz, dessen ‚Tragedy’ in CD-Qualität der tragischen Figur Bobby C. Charakter verleiht. Da verwundert es wenig, wenn diese beiden Darsteller beim Schlussapplaus die meisten Jubelrufe bekommen und der eigentliche Hauptdarsteller Ron Holzschuh daneben etwas verblasst.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_688">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der „Marienhof“-Darsteller Ron Holzschuh bleibt als Frauenschwarm Tony Manero zu steril. Auch in emotionalen Songs wie ‚Immortality’ wirkt er unnahbar und sehr arrogant. Den Zuschauern fällt es sichtlich schwer, sein Schicksal zu teilen, geschweige denn Mitleid mit ihm zu haben. Barbara Köhler ist als Annette dem anziehenden Tony mit Haut und Haaren ergeben. Schauspielerisch wie gesanglich liefert die Ex-Sarah von den Stuttgarter Vampiren eine saubere Leistung ab. Sie begeistert das Publikum mit ihrer kraftvollen Stimme, doch ihr sauberer Gesang wirkt stellenweise zu kalt und emotionslos. Während der Tanznummern fügt sie sich gut in das Ensemble ein. Durch ihre latent vorhandene Steifheit hat man jedoch von Zeit zu Zeit das Gefühl, dass sie dort nicht wirklich hingehört.</p>
<p class="Body">In der Rolle der Stefanie Mangano überzeugt Zweitbesetzung Laurie Reijs sowohl tänzerisch als auch stimmlich. Fließende Bewegungen und ihre klare Stimme unterstützen ihre weibliche Ausstrahlung hervorragend und runden das optisch sehr ansprechende Erscheinungsbild ab. Die Szenen, in denen sie mit Ron Holzschuh tanzt, gehören ganz sicher zu den Highlights des Abends, denn zwischen den beiden stimmt die Harmonie und sie scheinen sich blind zu verstehen.</p>
<p class="Body">Marc Seitz spielt einen von Tonys Freunden und hat die tragische Rolle des Abends, denn Bobby C. nimmt sich jeden Abend das Leben. Dafür wird sowohl der Darsteller als auch das Publikum durch den mit Abstand schönsten Song (’Tragedy’) entschädigt. Marc Seitz singt live auf dem gleichen Niveau wie auf der Studio-Aufnahme der Kölner „Saturday Night Fever“-Inszenierung. In seinen Szenen wird klar, dass die qualitativen Mängel, die man zunächst auf die schlechte Akustik im Zirkusbau geschoben hatte, nicht ausschließlich der Technik zuzurechnen sind.</p>
<p class="Body">Fazit: Die Show ist für eine Fun-Show mit etwas über zwei Stunden viel zu kurz. Die Handlung wurde zugunsten lieblos präsentierter 70er Hits fast komplett vernachlässigt; die Charaktere bekommen keine Chance, sich zu entfalten. Das beste Beispiel ist hier Tonys Bruder Frank Jr. (Marco Heinrich), der zwar in zwei Szenen auftaucht, aber man fragt sich doch, was genau das ganze soll. Denn zum Fortgang der Handlung trägt sein Erscheinen durch die fehlenden Hintergrundinfos und seine nicht zu Ende erzählte Geschichte nicht bei. Das ist sehr bedauerlich, denn wie man an anderen Pop-Musicals sieht, kann man mit einem guten Buch sehr viel mehr erreichen und muss nicht auf die bloße Aneinanderreihung von bekannten Songs zurückgreifen.</p>
<p class="Body">Das Live-Orchester spielt die Bee Gees Hits aus dem Filmsoundtrack ausgezeichnet und sorgt für Stimmung im Zeltbau. Leider überstimmen die Musiker das singende Ensemble doch manchmal so stark, dass von einem Miteinander nicht mehr die Rede sein kann.</p>
<p class="Body">Das Münchner „Saturday Night Fever“-Ensemble hat seine Stärken ganz eindeutig im tänzerischen Bereich und bekommt ausreichend Gelegenheit diese unter Beweis zu stellen. Während Ron Holzschuh und Laurie Reijs durch echten Paartanz (fast so wie er an der Tanzschule gelehrt wird) versuchen, das Publikum zu gewinnen, erobert das Latino-Pärchen Cesar und Maria (Martin Van Bentem mit Yvon Eggen) mit seinen artistisch orientierten Tanzeinlagen die Zuschauer im Sturm.</p>
<p class="Body">„Saturday Night Fever“ ist eine gut gemeinte Bühnenfassung des Films mit John Travolta, doch verdirbt die ungenügend ausgearbeitete Bühnenadaption von Nan Knighton die Freude an der Show, da es zu viele Ungereimtheiten gibt. Dafür kann man jedoch die Künstler auf der Bühne nicht verantwortlich machen, denn diese geben ihr Bestes, um aus der Vorlage einen gelungenen, unterhaltsamen Abend zu machen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in Da Capo</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Cirkus Krone, München</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>1. Juli 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> John Davies, Ron Holzschuh, Barbara Köhler, Marc Seitz</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Bee Gees<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> BB Promotion<br />
</span></p>
</div>
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		<item>
		<title>Die schrille Autoren-Biographie in München</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2003 12:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Poe]]></category>
		<category><![CDATA[Tollwood]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen. Die Kompositionen von Nimsgern ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen.</p>
<p class="Body">Die Kompositionen von Nimsgern sind abwechslungsreich und eingängig, die Besetzung ist eingespielt und hat sich mehrfach bewährt – wo also soll man nach dem Haar in der Suppe suchen? Ganz klar: in der Location. Sei es nun die Akustik oder der sehr begrenzte Spielraum oder das Klima – ein (mobiles) Zelt ist einfach kein adäquater Spielort für ein anspruchsvolles Musical.</p>
<p class="Body">Edgar Allan Poes letzte Nacht, sein letzter Traum, ist Thema des Musicals Poe. In sieben Bildern, die thematisch zwar seinem Werk entlehnt sind, aber auch ohne deren Kenntnis eine eigene Kraft und Logik entwickeln, wird die Geschichte eines Paktes mit dem Teufel in Form des mysteriösen Dr. Pilatus erzählt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_503">
<div class="style_2">
<p class="Body">Für den Preis angeblicher Heilung und eines letzten großen Erfolgs überlässt Poe seine so kraftvolle wie überbordende Fantasie dem Teufel. Auch im letzten Duell zwischen Poe und Pilatus erkennt Poe nicht die Wahrheit: Er selbst ist Pilatus. Er erschießt seinen Feind und damit auch sich.</p>
<p class="Body">Die Stimmen von Darius Merstein-Macleod, der als Pilatus an Exzentrik nicht zu überbieten ist, Poe-Darsteller Henrik Wager und Aino Laos (Virginia) sind – wie man sich u. a. auf dem Showalbum überzeugen kann – kräftig, durchdringend und perfekt für die Charaktere. Im Tollwood-Zelt kommen davon jedoch nur Bruchteile beim Publikum an. Die schlechte akustische Isolierung des Musicalzelts schluckt viele Details und man muss miterleben, wie die Darsteller dagegen ankämpfen.</p>
<p class="Body">Das intensive musikalische Rock-Spektakel wird durch ein gutes, phasenweise verwirrend schrilles Bühnenbild (Detlev Beaujean) ergänzt. Die teilweise sehr offenherzigen Kostüme (Angela C. Schuett) der Damen auf der Bühnen erfreuen die Herzen der männlichen Zuschauer. Für die Charaktertiefe sind bei Poe die Herren zuständig: Pilatus ist von der ersten bis zur letzten Minute Ehrfurcht gebietend und Angst einflößend – man merkt, dass sich Darius Merstein-Macleod in dieser Rolle gefällt und die Bösartigkeit hinter Mysterischem zu verstecken weiß. Henrik Wager, der Titel“held“, der keiner ist, versucht sich vergeblich gegen Pilatus und dessen vermeintliche Intrigen zu wehren, erliegt aber schließlich seinen eigenen Phantasien.</p>
<p class="Body">Aino Laos als Virginia Usher verfügt über eine angenehme Ausstrahlung und setzt die Waffen einer Frau gewinnbringend ein. Als Madeline Pfaahl/Psychezenobia ist Helena Hellqvist zu erleben, die mit schöner Stimme ihren sehr schrägen Charakteren Ausdruck verleiht.</p>
<p class="Body">Die vierköpfige Band unter der Leitung von Frank Nimsgern sorgt vor allem bei Showstoppern wie „Meister der Nacht“, „Sieh mich an“ und „Poemanie“ für satten Sound. Ruhigere Stücke wie „Auf den Flügeln der Nacht“ werden von der dürftigen Akustik leider arg in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: left;">Auch wenn die Zeltproduktion von „Poe“ nicht an die Originalinszenierung aus dem Saarbrücker Staatstheater herankommt, ist damit der lange überfällige Schritt getan, diese Show außerhalb des Saarlandes zu präsentieren.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Tollwood, München</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Darius Merstein-Macleod, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Frank Nimsgern<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Tollwood München<br />
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