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	<title>Mirko Bott-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Musikalische Unterhaltung, bei der kein Auge trocken bleibt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2015 14:10:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Mittelpunkt von Mirko Botts neuestem Zwei-Personen-Stück stehen Winona Westwood, die seinerzeit als Uschi Blum (war da nicht mal was mit Hape Kerkeling?) große Erfolge feierte, und ihr Stylist Peter von Pattnach, genannt Puschi. Beide sind von Unbekannten entführt und ausgerechnet in Winonas altem Probenkeller eingesperrt worden. Dort müssen sich die beiden stetig wachsender Kakerlaken ...</p>
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<p>Im Mittelpunkt von Mirko Botts neuestem Zwei-Personen-Stück stehen Winona Westwood, die seinerzeit als Uschi Blum (war da nicht mal was mit Hape Kerkeling?) große Erfolge feierte, und ihr Stylist Peter von Pattnach, genannt Puschi. Beide sind von Unbekannten entführt und ausgerechnet in Winonas altem Probenkeller eingesperrt worden. Dort müssen sich die beiden stetig wachsender Kakerlaken erwehren, machen sich gegenseitig vollkommen kirre und Winonas Hund Rossini kommentiert das Geschehen mit hessischer Schnauze.</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Als Hauptdarsteller der ersten Produktion, &#8222;Die Entführung aus dem Paradies&#8220;, des im Juni eröffneten „Schmidtchens“ geben sich einmal mehr Caron Fortenbacher und Nik Breidenbach die Ehre. Schon mit „Oh Alpenglühn“ stellten die beiden nachdrücklich unter Beweis, dass sie ein herausragendes musikalisches Comedy-Duo sind.</p>
<p class="Body">Nach einer höchst dramatischen Ouvertüre zu „Draußen ist Freiheit“ schwelgen Winona und Puschi in ihren Erinnerungen. Ob sie nun den Spice Girls Hit „Wannabe“ rappen und sich Winona dabei an den Dämpfen aus den Kellerrohren berauscht, oder Puschi in knackiger Ledershorts in Netzstrümpfen und High Heels Tina Turners „Simply the Best“ schmettert – jede Szene ist auf ihre Art extrem lustig. Die erste Sequenz gipfelt – nach einem weiteren Kostümwechsel zu schwarzen Lack-Leder-Outfits &#8211; in Beyoncés „ Single Ladies“.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die Kakerlaken werden derweil immer größer und während sich Puschi kreischend auf einem Stuhl in Sicherheit bringt, steht Winona ihre Frau und macht ihnen knallhart den Garaus. Da sie nun schonmal im Keller mit den alten Uschi Blum Kostümen sind, werden diese kurzerhand wieder angezogen und Uschis größter Hit „Bitte Bitte“ in einem überdimensionalen Silberglitzerkleid zum Besten gegeben.</p>
<p class="Body">Puschi fragt sich (zu Recht), was sie hat, was er nicht hat. Aber immerhin hat er ein Engagement als Showvisagist bei Helene Fischer in Aussicht. Das wiederum passt Winona gar nicht. Wenn „die kleine zarte Tunte“ schon nicht für sie arbeiten möchte, dann aber auch auf keinen Fall für Helene Fischer. Diese Freundschaft zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend – dabei heißt Winonas neueste, wenn auch wenig erfolgreiche Single „Breathless through the Day“&#8230;</p>
<p class="Body">Der Kampf um das einzig verbliebene Essbare – eine Dose Ravioli – artet auf aberwitzige Weise aus. Aber auch wenn „Dosen aus Tirol“ von Fortenbacher sehr sauber gesungen wird, hat diese Sequenz leider doch Längen.</p>
<p class="Body">Auch die an sich sehr lustige Szene auf dem imaginären roten Teppich, zu dem die berechnende Winona Puschi einlädt, wenn sie die Entführung überstehen, gerät ein wenig zu lang. Doch auch hier: Peter Alexanders „&#8230;und die Musi spielt dazu“ wird von beiden Darstellern sehr gut und mit einer gehörigen Portion Humor interpretiert und getanzt.</p>
<p class="Body">Es folgt eine beeindruckende Empfehlung von Winona als Norma Desmond in ‚Sunset Boulevard’: Fortenbachers Habitus und Gesang passen exzellent zu Normas großem Solo „Nur ein Blick“. Doch das Publikum bekommt nicht lange Gelegenheit, das 5-Oktaven-Talent zu bestaunen, denn Puschi holt alle mit „Uschi mach kein Quatsch“ (Stephan Sulke) wieder auf den Boden des gemütlichen 200 Plätze Klubtheaters herunter.</p>
<p class="Body">Dass er mehr sein kann als die „verweichlichte Frisöse“, versucht er Winona mit Helm und mit bestem Machogehabe zu beweisen. Das Indiana Jones Thema setzt den Rahmen, doch Winona lässt die Seifenblase einfach platzen, indem sie einen nicht von der Hand zu weisenden Bezug zu Bob dem Baumeister herstellt. Die beiden Darsteller schmeißen diese Szene komplett und schütten sich vor Lachen aus. Das Publikum honoriert diese zutiefst menschlichen Aussetzer mit großen Applaus und langanhaltendem Lachen.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt wird deutlich, dass Winona die ganze Entführung selbst mit eingefädelt hat, um mehr Publicity für ihre CD zu bekommen. Ihr Gatte und Manager Gernot spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch der hat ganz eigene Pläne und teilt den beiden Eingesperrten diese per Videokonferenz mit. Winona und Puschi sind danach so verzweifelt, dass die den Geist des Mauerfalls beschwören: „Mr Gorbatschow open the Gate!“ Die Antwort folgt – unter großem Jubel des Publikums – sofort: David Hasselhoffs „I’ve been looking for Freedom“.</p>
<p class="Body">Berauscht von eindeutig zu vielen Ausdünstungen aus den Kellerrohren, die ganz offensichtlich aphrodisierende Wirkung haben, verschwinden Winona und Puschi auf der nach vorherigen Aussagen nicht sehr appetitlichen Toilette, um sich ihrer Leidenschaft hinzugeben.</p>
<p class="Body">In der Zwischenzeit lernen die Zuschauer die Kakerlaken kennen, die sich den Keller zu Eigen gemacht haben. Breidenbach und Fortenbacher sehen in den Kostümen urkomisch aus, was im Publikum ganz klar die gewünschte Wirkung erzielt.</p>
<p class="Body">Die folgende Nummer zeigt einmal mehr Fortenbachers stimmliche Bandbreite, auch wenn ein klassisches Stück zu der übrigen bunten Mischung aus Musicalsongs und Welthits nicht so recht passen will. Vor allem im Hinblick auf die anschließende Diskussion über nutzlose Körperteile („Deine Beine können wir essen, frisieren kannst Du ja auch im Sitzen!“). Das Duett aus „Hungry Eyes“ und einem „Help“-Medley ist wieder sehr komisch inszeniert (Corny Littmann).</p>
<p class="Body">Als Gernot den beiden erläutert, dass sie nun doch freigelassen werden, da die Polizei „dumme Fragen“ stellt, brennt bei Winona eine Sicherung durch. Denn Puschi hat ihr klar gemacht, dass er ihr Gehabe nicht tolerieren wird und auch ein wenig von dem zu erwartenden Presserummel abbekommen möchte.</p>
<p class="Body">Jeder Widerspruch („Shout!“) von Puschi ist zwecklos. Winona hat ihn an die Rohre gefesselt und mach mit „Ich will nichts mehr hören“ („Mamma Mia“) deutlich, was ihn erwartet. Winona wird „befreit“ und stellt sich der wartenden Pressemeute. Puschi hingegen sinniert „Always look on the bright side of Life“. Das Publikum geht einmal mehr richtig mit, pfeift und klatscht, was Lungen und Hände hergeben.</p>
<p class="Body">Und damit endet dieses aberwitzige Stück. Nicht nur das Publikum, auch die beiden Künstler auf der Bühne haben sichtlich Spaß an dieser kurzweiligen Unterhaltung. Für Musicalkenner bieten sich viele versteckte Anspielungen, die wirklich urkomisch inszeniert werden. Das gelingt aber nur, da sowohl Carolin Fortenbacher als auch Nik Breidenbach komödiantische und gesangliche Ausnahmekünstler sind, die in beiden Bereichen überzeugen können.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>1. August 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> <span class="Bold">Corny Littmann / Mirko Bott<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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		<title>Die Köpfe hinter dem CREATORS-Wettbewerb</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-koepfe-hinter-dem-creators-wettbewerb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2014 13:52:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Creators]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Bott]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der letzten Ausgabe haben wir bereits mit Corny Littmann darüber gesprochen, was ihn dazu bewegt hat, einen Wettbewerb für Musical-Autoren und -Komponisten durchzuführen. Diesmal haben wir uns mit dem erfolgreichen Kreativteam des Hamburger Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli zusammengesetzt, um zu erfahren, warum die deutsche Musicallandschaft schon lange auf einen Wettbewerb dieser Art gewartet ...</p>
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<div class="text-content style_External_400_436">
<div class="style_2">
<p class="Body">In der letzten Ausgabe haben wir bereits mit Corny Littmann darüber gesprochen, was ihn dazu bewegt hat, einen Wettbewerb für Musical-Autoren und -Komponisten durchzuführen. Diesmal haben wir uns mit dem erfolgreichen Kreativteam des Hamburger Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli zusammengesetzt, um zu erfahren, warum die deutsche Musicallandschaft schon lange auf einen Wettbewerb dieser Art gewartet hat.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau komponiert seit Ende der 1990er Jahre Musicals und Revuen, die auf den Bühnen von Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli erfolgreich sind. Aus seiner Feder stammen u. a. „Swinging St. Pauli“, „Heiße Ecke“ oder „Die Königs vom Kiez“. Im November feierte er gleich zwei Weltpremieren: Im Schmidt Theater wurde zum ersten Mal „Der Kleine Störtebeker“ – die Kindheitsgeschichte des berühmten Freibeuters – aufgeführt, während auf der anderen Seite der Elbe „Das Wunder von Bern“, die neueste Eigenproduktion der Stage Entertainment Weltpremiere feierte.</p>
<p class="Body">Seit 15 Jahren bildet er mit Heiko Wohlgemuth ein eingeschworenes Team. Der Schauspieler, Songtexter, Autor und Übersetzer hat nicht nur die meisten aktuellen Schmidt-Produktionen mitgeschrieben, seine pointierten Texte hört man auch beim „Schuh des Manitu“ oder „Hairspray“.</p>
<p class="Body">Das jüngste Mitglied der Kreativschmiede Schmidt Theater ist Mirko Bott. Seit 10 Jahren ist er als Programmchef mit im Boot und hat sich seither dort auch als Autor einen Namen gemacht. So stammt u. a. die musikalische Komödie „Oh Alpenglühn“ mit Nik Breidenbach und Carolin Fortenbacher von ihm, auch bei den &#8222;Königs vom Kiez&#8220; hat er das Buch mitgeschrieben. „Nebenbei“ inszeniert er an Stadttheatern, um seiner Leidenschaft für Opern und Operetten zu frönen, und zeichnete sich in den letzten 7 Jahren für mehr als dreißig Schows auf den Schiffen der AIDA-Flotte als Autor und Regisseur verantwortlich.</p>
</div>
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</div>
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<div class="text-content style_External_675_2717">
<div class="style_2">
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ihnen liegt der CREATORS-Wettbewerb auch persönlich sehr am Herzen. Warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Wettbewerb zu starten?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Weil es echt mal Zeit wird! In der Popularmusik gibt es seit Jahrzehnten den Popkurs, da helfen sich Popmusiker gegenseitig und bekommen Unterstützung von Textern, Autoren und Beratern. Etwas Vergleichbares fehlt in unserer Branche.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie kam es dazu, dass Sie gemeinsam als Schmidt Theater und Schmidt&#8217;s Tivoli Kreativteam diesen Wettbewerb initiierten?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Ursprünglich war das Ganze Corny Littmanns Idee, die aus einer Reihe von vielen Gesprächen entstanden ist. Es stand immer wieder die Frage im Raum: Wieso gibt es eigentlich so wenig originäre deutsche Musicals? Es gibt so viele Autoren, die für Film oder Fernsehen schreiben, es gibt Popsong-Komponisten, Comedy-Autoren&#8230; Aber warum gibt es nur so wenige, die für neue Musicals arbeiten?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Mirko Bott: </span></strong>Wir alle waren sofort Feuer und Flamme. Einen Wettbewerb in dieser bisher noch nicht dagewesenen Form in Deutschland umzusetzen – da kam neben der Neuköllner Oper eigentlich nur unser Haus als erfolgreichstes deutsches Privattheater in Betracht. Wir haben die Möglichkeit, eine entsprechende Öffentlichkeit zu erreichen und wir stehen genau für das, was wir mit diesem Wettbewerb sagen wollen: Es gibt so viele Talente in unserem Land, wieso werden immer nur Shows vom Broadway oder West End übersetzt und hier abgespielt? Das mag ja grundsätzlich nicht verkehrt sein, aber es läuft gänzlich unbeteiligt an den hiesigen kreativen Menschen vorbei. Ich glaube, die Zeit, in der man Musical als einen Exoten aus den USA gesehen hat, ist – auch dank Helmut Baumanns unermüdlicher Arbeit am Theater des Westens – vorbei.</p>
<figure id="attachment_102" aria-describedby="caption-attachment-102" style="width: 401px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-102" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-300x200.jpg" alt="HeikoWohlgemuth_Creators_2014" width="401" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/DSC04866-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 401px) 100vw, 401px" /><figcaption id="caption-attachment-102" class="wp-caption-text">Heiko Wohlgemuth</figcaption></figure>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Aber für viele ist Musical immer noch „Elisabeth“ oder „Rudolf“ und immer ein großes Kostümdrama. Aber so etwas wie „Hair“ oder „Tommy“ sind doch auch Musicals&#8230; Ich habe den Dünkel gegenüber dem Musical nie verstanden. Ich finde es unglücklich, wenn staatlich subventionierte Theater ihre Experimentalstücke auf und ab spielen und nur damit die Zahlen stimmen „Sekretärinnen“ von Franz Wittenbrink mit auf den Spielplan nehmen. Sie bedienen sich des Schmidt-Humors und blicken dünkelnd auf uns herunter, weil wir ja „Boulevard“ machen, frisieren aber letztlich mit solchem „Trash“ ihre Zahlen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau:</span></strong> Ich glaube, in Deutschland ist Musical immer noch ein verkanntes Genre. Es wird gleichgesetzt mit Seifenopern. Heiko und ich betreiben da seit fast 20 Jahren Entwicklungshilfe und es ist wirklich schön zu sehen, das so langsam etwas vorangeht. Kevin Schröder, Marc Schubring und Wolfgang Adenberg – das sind tolle Kollegen, die sehr schöne Sachen schreiben.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Dennoch ist die Autoren- und Komponistenszene in Deutschland sehr überschaubar. Wie wichtig ist es da, direkte Nachwuchsarbeit zu betreiben und den jungen Kolleginnen und Kollegen vielleicht auch Hilfestellung zu geben, wie sie ihre Stücke am besten in den Theatern platzieren?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Normalerweise kommen die Ideen auf Papier in den Theatern an. Aber eine Idee singt nicht, sie lacht oder weint auch nicht. Das Tolle an diesem Wettbewerb ist, dass wir allen die Möglichkeit geben, ihre Idee plastisch zu machen; Man hört wie eine Komposition klingt, hört, ob die Dialoge funktionieren und bekommt sofort mit, ob einen die Handlung packt oder nicht. Damit trennen wir auch die Spreu vom Weizen und können den wirklich förderungswerten jungen Kollegen finanziell und mit Know-How zur Seite stehen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Mirko Bott: </span></strong>Wie so viele andere Menschen im Theater hatten ja auch wir unsere Durst- und Leidensphase am Anfang. Man muss Klinken putzen, macht Regieassistenzen und hofft, dass man von einem Haus irgendwann eine eigene kleine Regie angeboten bekommt. Es spielt aber noch eine andere Sache eine Rolle: Jeder Intendant, auch wir, bekommt wahrscheinlich jeden Tag zwölf neue Ideen auf den Tisch. An der ersten Seite kann man schon sehr viel erkennen und weiß, ob das Stück in das Programm des Hauses passt oder nicht. Die, die es schaffen, ihre Idee in zehn Sätzen knackig zu präsentieren und sich vorher informiert habe, ob ihre Idee programmatisch in das gewünschte Theater passt, habe eine echte Chance.</p>
<p class="Body">Ich halte es für einen Fehler, seine Ideen und Stücke wahllos breit zu streuen. Ich verstehe das natürlich, denn der Markt ist hart umkämpft. Aber durch diese Produktion von Papierstapeln auf den Tischen der Theatermacher wird denen, die ein wirklich interessantes Stück haben, die Gelegenheit genommen, entdeckt zu werden.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Martin Lingnau:</strong> </span>Wen das jedoch überfordert, der ist hier am falschen Platz und sollte seine Berufswahl vielleicht auch nochmal überdenken.</p>
<figure id="attachment_101" aria-describedby="caption-attachment-101" style="width: 274px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-101 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-205x300.jpg" width="274" height="401" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-205x300.jpg 205w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-768x1124.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher-700x1024.jpg 700w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MartinLingnauByNinaGruetzmacher.jpg 1367w" sizes="(max-width: 274px) 100vw, 274px" /><figcaption id="caption-attachment-101" class="wp-caption-text">Martin Lingnau</figcaption></figure>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Auf der CREATORS-Pressekonferenz haben Sie, Herr Lingnau, Ihrem großen Bedauern Ausdruck verliehen, dass es zwar Filmförderungen usw. gibt, aber im Musicalbereich weit und breit nichts Vergleichbares vorhanden ist.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Das liegt einfach daran, dass das Genre an sich so verkannt ist und als Medium überhaupt nicht ernst genommen wird. Um so schöner ist es, dass Corny Littmann da jetzt ohne Förderung seine eigene Förderung aufbaut.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Heiko Wohlgemuth:</span></strong> Es gibt dieses Genre ja durchaus in Deutschland. Aber dadurch, dass das Medium ein so wenig eigenständig Deutsches ist und primär lizenzierte Shows aus Amerika gespielt werden, gibt es da noch viel Nachholbedarf. Man müsste endlich mehr Platz schaffen für deutsche Stoffe, für originäre Stoffe, für selbst entwickelte Stoffe, die es dann auch auf die große Bühne schaffen, wie bspw. „Das Wunder von Bern“.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Aber liegt es daran, dass es diese Stoffe nicht gibt oder dass die Intendanten und Dramaturgen auf Nummer Sicher gehen?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Wenn „Dirty Dancing“ draufsteht, dann mag die Show aussehen wie sie will, sie verkauft Tickets. Es ist halt die Frage, was man möchte&#8230; Natürlich birgt es ein gewisses Risiko, ein Stück von einem jungen, unbekannten Autoren zu spielen, aber nur dann wird es auch etwas Besonderes. Gerade im subventionierten Theater sollte man dieses Risiko aber eingehen können.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Martin Lingnau:</strong> </span>Aber das kann man denen natürlich nicht vorschreiben. Es kann nur ein fließender Prozess sein und vielleicht ist ja der CREATORS-Wettbewerb ein kleiner Anstoß in die richtige Richtung.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Im Prinzip wissen Sie aber doch am besten wie es gehen kann. Was hat Ihrer Karriere den größten Anschub gegeben?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Einen Ort zu haben, in dem man aufgeführt wird. Das Vertrauen zu haben, dass man schreiben darf&#8230;</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>In einer Umgebung zu arbeiten, in der man konstruktiv kritisiert und gefördert wird.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Mirko Bott:</strong> </span>Wir drei sitzen bei jeder großen Produktion mit Corny Littmann zusammen und besprechen alles. Manchmal kommt auch Martin mit einer Idee auf uns zu, die uns sofort begeistert. Es ist glücklicherweise hier im Haus so, dass ein Stück von der Idee, über die Entwicklung bis hin zu den Proben und der Inszenierung viele lustige Instanzen durchläuft.</p>
<p class="Body">Da spielen auch die Schauspieler und Sänger eine wichtige Rolle. Wir haben immer Darsteller, die in der Lage sind, bei der Probe etwas Verrücktes anzubieten, um die Ideen von Autoren und Regisseur zu ergänzen. Es kommt nicht vor, dass Corny mit einem sturen Regiekonzept an eine Produktion rangeht. Sondern es wird vielmehr sechs Wochen lang Spielwiese gemacht und entwickelt. Es wird gebastelt und ausprobiert, bis die Szene irgendwann stimmt. Da gibt es sehr viel Potential für Kreativität.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie sind als Team alle perfekt aufeinander eingespielt. Das ist schon eine sehr besondere Situation, wenn man sich die übrige Musicallandschaft anschaut.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Dieses Privilegs sind wir uns voll bewusst. Wir haben das Schmidt Theater ja mit geprägt, insofern ist es ein Geben und Nehmen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Heiko Wohlgemuth: </span></strong>Ich finde es besonders angenehm, dass sich hier niemand über seine Position definiert. Das ist an manchen anderen Häusern anders.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Martin Lingnau:</strong> </span>Ja, das ist wirklich super. Wir spielen uns die Bälle zu; das passiert von ganz allein. Oft weiß man schon, was der andere denkt. Häufig schreiben wir auch die Geschichte zusammen oder Heiko sitzt stundenlang mit mir im Studio und wir arbeiten an den Sounds.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Würden Sie sagen, dass Autoren und Komponisten als Duo größere Chancen hätten, Ihre Stücke aufführen zu lassen?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Das kann man schon so sagen. Man muss sich halt finden und es muss passen.</p>
<figure id="attachment_103" aria-describedby="caption-attachment-103" style="width: 269px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-103 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-200x300.jpg" width="269" height="404" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-200x300.jpg 200w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/FAN140902_Mirko_Bott04-Kopie-681x1024.jpg 681w" sizes="(max-width: 269px) 100vw, 269px" /><figcaption id="caption-attachment-103" class="wp-caption-text">MIrko Bott</figcaption></figure>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau:</span></strong> Es hilft auf jeden Fall, wenn man eingespielt ist. So haben wir über die Jahre eine eigene Handschrift entwickelt, die man erkennt und das ist ein schönes Gefühl.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ist es eigentlich geplant, dass Sie gemeinsam mit den Teilnehmern an deren Stücken arbeiten?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Das wird sich zeigen. Es hängt davon ab, was sie brauchen, was sie wollen. Ich habe eine große Vorfreude darauf, schönen Stoffen und schönen Songs zu begegnen und nette Leute kennenzulernen. Es geht auf keinen Fall darum, den Stücken unseren Stempel aufzudrücken.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Dem kann ich nur zustimmen. Ich freue mich, wenn es endlich losgeht und wir voneinander und miteinander lernen können.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie soll CREATORS die deutsche Musiktheaterlandschaft verändern?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Mirko Bott: </span></strong>Ich würde mir wünschen, dass mindestens 20-30 Produzenten, Theaterverantwortliche und Operndirektoren das Angebot annehmen, sich innerhalb von zwei Tagen 4-6 Stücke anzusehen. Anschauen verpflichtet ja nicht zum Kauf. Wir servieren ihnen alles auf einem Büfett und sie können sich die Rosinen raus picken, mit denen sie dann eine Uraufführung an ihrem Haus gestalten. Wenn es angenommen wird, sind wir gern bereit, so einen Wettbewerb alle 2 Jahre durchzuführen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Martin Lingnau: </span></strong>Ich fänd es super, wenn viele junge, neue Autoren und Komponisten den Mut haben, Stücke zu entwickeln, die Gehör finden und dann auch aufgeführt werden. Es wäre schön, wenn sich die Musiktheater-Landschaft dadurch ein wenig öffnet.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Mir würde es gefallen, etwas Modernes zu hören. Dass bspw. ein paar Teenies mit einer Elektropop-Show daherkommen. Etwas aus einer Ecke, in die ich sonst nicht komme, auch weil ich zu alt dafür bin.</p>
<p class="Body">Ich hoffe aber, es kommen nicht nur die Kreativen, die „mal gucken wollen, wie es die anderen machen“, sondern vor allem Intendanten und Verlage, die sich für neue Musicals interessieren.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Es ist ja nicht gesagt, dass die Stücke im Schmidt Theater oder Schmidt&#8217;s Tivoli aufgeführt werden&#8230;</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Heiko Wohlgemuth:</strong> </span>Nein, es geht darum, frischen Leuten ein Podium zu geben. Egal an welcher Bühne es dann letztendlich vielleicht zur Aufführung kommt. Wir wollen Schnittstelle zwischen Machern und Theatern oder Verlagen sein. Natürlich fragt man sich, warum dieser Wettbewerb nicht von Joop van den Ende initiiert wurde. Aber umso besser&#8230; Es geht uns darum, den Kolleginnen und Kollegen eine Plattform zu bieten. Eigentlich können sich die Teilnehmer freuen, dass sie zu so günstigen Konditionen einen Verlag finden und dass ihr Stück mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aufgeführt wird.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wir sind gespannt, wie sich dieser Wettbewerb entwickelt. Vielen Dank für die umfassenden Einblicke.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;"><em>leicht gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin<br />
</a></span></em>Fotos: Nina Gruetzmacher / Oliver Fantitsch / Genbu Arts</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-koepfe-hinter-dem-creators-wettbewerb/">Die Köpfe hinter dem CREATORS-Wettbewerb</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Jodelnde Musical-Diva trifft auf Landei mit Vollmeise</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jodelnde-musical-diva-trifft-auf-landei-mit-vollmeise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 08:44:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 23. Juli 2017 Auch sechs Jahre nach der Premiere dieses urkomischen Zwei-Personen-Stücks haben die Hautdarsteller Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach nicht an Biss verloren. Das Mikro hat Aussetzer? Kein Problem, Fortenbacher versucht die Probleme mit Stand-Up Comedy zu überbrücken. Als das nicht ausreicht, geht sie von der Bühne ab, holt sich ein neues Mikro ...</p>
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<p><strong>Update, 23. Juli 2017</strong></p>
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<p>Auch sechs Jahre nach der Premiere dieses urkomischen Zwei-Personen-Stücks haben die Hautdarsteller Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach nicht an Biss verloren. Das Mikro hat Aussetzer? Kein Problem, Fortenbacher versucht die Probleme mit Stand-Up Comedy zu überbrücken. Als das nicht ausreicht, geht sie von der Bühne ab, holt sich ein neues Mikro und fängt einfach nochmal mit der Auftaktszene an. Das Publikum johlt schon an dieser Stelle.</p>
<p>„La Fortenbacher“ war an diesem Abend in Höchstform. Ihr „Ich will alles“ ist komplett Ga-Ga und ihre gelallte Opernarie schlicht großartig. Die perfekte Symbiose von Gesang und Comedy.</p>
<p>Getoppt wird dies von einem „Bad Romance“, bei dem ein Zuschauer zum unfreiwilligen Star wird, indem er einfach mitten während des Songs aufsteht (vermutlich um das WC aufsuchen), während Fortenbacher hinter ihm hergeht. Da er dies aber nicht zu bemerken scheint, muss ihm seine Begleitung bei seiner Rückkehr erst einmal erläutern, warum das Publikum lauthals lachend applaudiert.</p>
<p>„Hare Krishna“, der Auftakt zum zweiten Akt, holt das Publikum exzellent ab und die Zuschauer schunkeln ähnlich verstrahlt wie die „bekifften“ Protagonisten durch die Reihen.</p>
<p>Nik Breidenbach hat seinen großen Moment mit der aus „Jekyll &amp; Hyde“ bekannten „Konfrontation“, nur dass sich hier nicht die zwei widerstreitenden Persönlichkeiten eines Mannes gegenüberstehen, sondern der Almhüttenwirt und seine irgendwie doch nicht ganz so tote Mutter. Höchst anspruchsvoll, hohes Tempo und sehr viel Situationskomik. Das ist Unterhaltung pur!</p>
<p>Wie sagte Breidenbach doch ganz richtig am Schluss: „Dieses Stück ist an jedem Abend ein bisschen anders!“ Das ist eindeutig wahr, denn die vielen kleinen Pannen und Texthänger wurden von ihm und Carolin Fortenbacher extrem lustig überspielt oder Szenen neu interpretiert. Die beiden nehmen weder sich noch das Stück allzu ernst, und genau diese Spiel- und Lebensfreude überträgt sich nahtlos aufs Publikum.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<hr />
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<h3 class="paragraph_style_1">Nachtrag zur Inszenierung 2012</h3>
<p class="Body">Was im letzten Jahr zu Standing Ovations geführt hat, bringt man im Folgejahr leicht modifiziert erneut auf die Bühne. Dieses bewährte System hat sich seit Jahren für „Villa Sonnenschein“ bewährt; nun übernimmt man es auch für „Oh Alpenglühn“: Bereits jetzt steht fest, dass das schräge Zwei-Personen-Stück auch 2013 auf der Bühne des Schmidt Theater zu sehen sein wird.</p>
<p class="Body">Die Änderungen im Vergleich zum Vorjahr sind marginal, lediglich das komplette Streichen zweier Szenen fällt deutlich auf. Der gefloppte Grandprix-Song von Carolin Fortenbacher entfiel ersatzlos und auch die Szene, in der minutenlang durch diverse Htschnipsel im Radio gezappt wurde, fehlt. Dies unterstützt den Handlungsfluss deutlich und man vermisst es nicht eine Sekunde.</p>
<p class="Body">Ansonsten überzeugt die Fortenbacher auch in diesem Jahr als überspannte und chronisch untervögelte Musical-Diva sowohl gesanglich als auch spielerisch. Nik Breidenbachs Vielseitigkeit macht 2012 genauso viel Spaß wie 2011. Seine „Mutter-Sohn-Konfrontation“ in Anlehnung an „Jekyll &amp; Hyde“ ist aller Ehren wert.</p>
<p class="Body">Besonders schön zu erleben war wie das Publikum mit einbezogen wurde. Ein leichtfertiger Kommentar mündet da durchaus in einem Tänzchen mit Breidenbach auf der Bühne. Genauso mögen die Zuschauer ihr Schmidt‘s!</p>
<p class="Body">Ich freue mich schon jetzt auf 2013!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<hr />
<p>Schon als man den nasskalten Hamburger Sommer verlässt und am Premierenabend das Schmidt Theater betritt, wird man thematisch abgeholt: Das Servicepersonal ist in typisch bayrischen rot-weiß-karierten Hemden mit Seppelhut gekleidet und auch Hausherr Corny Littmann begrüßt seine Gäste in Krachlederner &#8211; natürlich stilecht in St. Pauli-Farben. „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Villa_Sonnenschein_2005.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1657">Villa Sonnenschein</a></span>“-Besuchern mag sein Hut sehr bekannt vorkommen &#8211; aber aufgepeppt mit ein paar Edelweiß-Zweigen ist Gustavs Cordhut die ideale Kopfbedeckung für diesen Anlass.</p>
<p class="Body">Im Saal werden die Gäste mit populärer Volksmusik empfangen und man ist gespannt, was sich das Schmidt-Team diesmal ausgedacht hat, um die schnöde Musiktheaterwelt Hamburg zu bereichern.</p>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2079 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/08/oh-alpengluehn-bg-bild-3.jpg" alt="" width="396" height="295" />Dass eine Hamburger Theater-Institution wie das Schmidt Theater ausgerechnet die bayerischen Alpen als Kulisse für seine neueste Produktion gewählt hat, schürt die Hoffnung auf ein amüsantes, kurzweiliges und gewohnt schräges Musical.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Inhaltlich geht es um eine ausgebrannte Musical-Diva, die sich vom Liebhaber ihres Agenten in ein Wellnesshotel in den Alpen einbuchen lässt, um dem Stress ihrer gescheiterten Ehe und den üblichen Wehwehchen einer alternden Musicaldarstellerin zu entfliehen. Jedoch landet sie in einem kleinen Berghof, in dem einzig das Zimmer der verstorbenen Mutter des Bauern vermietet wird. Musical-Diva Carolin Joopina van der Holding (Ähnlichkeiten mit dem Chef eines  weltbekannten Musicalkonzerns sind ganz sicher beabsichtigt) verfällt zusehends dem rustikalen Charme von Leopold. Der wiederum führt immer wieder geheimnisvolle Telefonate mit dem Liebhaber ihres Agenten, Fernando, und hört die Stimme seiner Mutter aus dem Jenseits, die ihm Carolin ausreden will. Plötzlich taucht Carolins Ehemann auf, wird aber von Poldi kurzerhand um die Ecke gebracht und entsorgt. Doch damit nicht genug &#8211; auch Carolin schwebt plötzlich in Lebensgefahr&#8230; Das klingt verwirrend? Wir wären ja auch nicht im Schmidt Theater, wenn alles nach Schema F ablaufen würde.</p>
<p class="Body">„Oh Alpenglühn!“ lebt von zwei vielseitig talentierten Bühnenkünstlern: Nik Breidenbach als Bauer Leopold und Carolin Fortenbacher als Carolin Joopina van der Holding werfen sich gegenseitig die Bälle zu und ziehen schauspielerisch, komödiantisch und gesanglich alle Register.</p>
<p class="Body">Mirko Bott hat beiden Künstlern die Rollen auf den Leib geschrieben. Beide haben die Möglichkeit, sich von unerwarteten Seiten zu zeigen: Nik Breidenbach brilliert in einer wunderbar schrägen Variante von Wildhorns „Konfrontation“ zwischen Mutter und Sohn, die gesanglich bekanntermaßen zu den schwersten Partien im Musicalbusiness gehört. Mit „I beg your pardon“ stellt er Poldis kaum vorhandene Englischkünste unter Beweis und lässt einem beim Hören dieses leider gar nicht so seltenen deutschen Akzents die Haare zu Berge stehen. Breidenbach alias Poldi gibt alles und testet seine Flirt- und Tanzkünste nicht nur an Carolin, sondern auch im Publikum &#8211; Songs wie „Komm und bedien Dich“ (im Original „Help yourself“ von Tom Jones) und „“I‘ve got you under my skin“ sind da sehr zweckdienlich.</p>
<p class="Body">Überhaupt ziehen sich die Bezüge zu großen Musicals wie ein roter Faden durch das Stück: Permanente Verweise auf Carolin Fortenbachers Paraderolle in „Mamma Mia“ in Form von Handyklingeln oder Einspielen des Songs „Fernando“ beim gleichnamigen Stichwort sind da eher die plumpe Variante. Harmonischer fügen sich die kurzen Sequenzen aus „Jekyll &amp; Hyde“, „Tanz der Vampire“ und „Phantom der Oper“ in das Gesamtbild ein.</p>
<p class="Body">Leider nimmt Carolin Fortenbacher das Musical-Motiv sehr stark auf und bewegt sich phasenweise wie eine Kreuzung aus dem Glöckner von Notre-Dame und Edward Hyde über die Bühne. Auch wenn ich allerhöchsten Respekt davor habe, dass sie im ersten Akt ausschließlich in extrem hohen High Heels über die Bühne trippeln, tanzen und überhaupt gehen muss, ihre überbordende Energie bricht sich in exzessiven Bewegungen Bahn, mit denen sie deutlich über das Ziel hinaus schießt. Hier wie auch gesanglich gilt: Weniger ist manchmal mehr. Denn ihre durchaus eindrucksvolle Stimmvielfalt stellt die Fortenbacher wie schon früher allzuoft durch Lautstärke in den Vordergrund, was sie nicht nötig hat. Denn Strauß‘ „Frühlingsstimmen-Walzer“ und „Das Phantom der Oper“ sind wahrlich keine Stücke, die jede Musicaldarstellerin im Repertoire hat. Mit ihrer Interpretation von Lady Gagas „Bad Romance“ haut sie das Publikum schlichtweg um und zeigt eine Facette, die ihr so sicherlich keiner zugetraut hat.</p>
<p class="Body">Auch Situationskomik kommt beim Schmidtschen „Oh Alpenglühn“ nicht zu kurz. Sprüche wie „Du bist aufgeregter als der Auerhahn in den Sissi-Filmen“ oder „Das Hemd ist so wie Du: ein kratziges Karo“ treffen genauso ins Schwarze wie „In Hamburg bin ich weltbekannt!“.</p>
<p class="Body">Der erste Akt entfaltet sich stimmig und rund vor den Augen des Publikums, es wird wird gejammert, getrunken, gelacht, getanzt und geflirtet. Im zweiten Akt wird es wesentlich skurriler und man gewinnt den Eindruck als würde das Stück etwas ziel- und strukturlos in einer Sackgasse münden. Aber so wie man die Shows im Schmidt Theater kennt, wird auch hieran im Laufe der Zeit noch weiter gefeilt.</p>
<p class="Body">Am Ende des zweiten Akts sitzt Carolin gefesselt im Wohnzimmer eines irr lachenden, wahnsinnigen Leopold und eine Stimme aus dem Off (der schon bei „Pension Schmidt“ aktive Wilhelm Wieben) kündigt eine Auflösung der Szene in einer Fortsetzung an. Diese würden sicherlich viele gern sehen. Man denke nur an Nik Breidenbach als Poldis schwuler Bruder Fernando oder einen weiteren Exkurs in die theatralische Vergangenheit der Musical-Diva &#8211; da ist Musik drin&#8230;</p>
<p class="Body">Das „Alpenglühn“ endet sehr plötzlich und hinterlässt ein leicht verwirrtes, aber nicht minder gut gelauntes Publikum. Dieses kleine Comedy-Musical reiht sich ein die Vielzahl erfolgreicher Musicalproduktionen aus dem Hause Schmidt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>14. Juli 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong> Corny Littmann / Mirko Bott<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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