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	<title>Mariella Köhlert-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Mariella Köhlert-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Kurzweilige Unterhaltung, in der sich jeder irgendwo wiederfindet</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2016 06:38:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Jimmy Roberts und Joe DiPietros vielfach ausgezeichnetes Musical über die Spielarten der Partnerschaft braucht nur wenig inszenatorischen Aufwand, um zu begeistern. Die Songs sind abwechslungsreich, und die konstant wechselnden Charaktere sind trotz ihrer Überzeichnung so erfrischend normal, dass man sie einfach mögen muss. Lediglich sechs Darsteller schlüpfen in mehr als 40 Rollen und decken von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jimmy Roberts und Joe DiPietros vielfach ausgezeichnetes Musical über die Spielarten der Partnerschaft braucht nur wenig inszenatorischen Aufwand, um zu begeistern. Die Songs sind abwechslungsreich, und die konstant wechselnden Charaktere sind trotz ihrer Überzeichnung so erfrischend normal, dass man sie einfach mögen muss.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3142 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-400x265.jpg" alt="" width="400" height="265" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-400x265.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-1024x680.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-768x510.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684-1536x1019.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12471_i_love_you_hp1_32-e1639118960684.jpg 2001w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lediglich sechs Darsteller schlüpfen in mehr als 40 Rollen und decken von Dating Shows über den ersten Sex, Hochzeiten, das leidige Elternsein und das Alter den kompletten, zugegebenermaßen sehr klischeebehafteten Lebenszyklus einer modernen Partnerschaft ab.</p>
<p>Da sind die emanzipierte Immobilienmaklerin und der erfolgreiche IT-Manager, der „Hengst“ und die Blondine, die aufdringliche „Freundin“, die ihren Tennispartner um jeden Preis erobern will, die Eltern, die den perfekten Lebensweg für ihren Sohn geplant haben und erschüttert sind, als dieser plötzlich eigene Entscheidungen trifft. Nicht zu vergessen die frisch gebackenen Eltern, die irgendwie die schon fast gänzliche verschüttete Libido wieder zum Leben erwecken wollen (super gespielt von Mariella Köhlert und Benjamin Geipel), die Single-Frau, die immer Brautjungfer, aber niemals die Braut ist, und schlussendlich der Witwer, der alleinstehende ältere Damen auf Beerdigungen aufreißt. Die Vielfalt an Persönlichkeiten ist schier endlos.</p>
<p>Sechs Nachwuchsdarsteller des Jungen Staatstheaters Wiesbaden schlüpfen in die so unterschiedlichen Rollen – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Ouvertüre bestreiten sie im Bademantel und sie ziehen sich erst im</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-3139 size-medium alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-382x400.jpg" alt="" width="382" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-382x400.jpg 382w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-977x1024.jpg 977w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265-768x805.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/12/12463_i_love_you_hp1_25-scaled-e1639119009265.jpg 1062w" sizes="(max-width: 382px) 100vw, 382px" /></p>
<p>Laufe der ersten Minuten vollständig an. Begleitet werden sie von Michael Geyer am Piano und der Cajon. Mehr braucht es für einen unterhaltsamen Abend nicht.</p>
<p>Natürlich können nicht alle sechs in jeder Rolle vollends überzeugen, doch jeder hat sein besonderes Highlight. Anna Heldmaier setzt mit „Männernotstand“ direkt mal ein Ausrufezeichen. Gesanglich nicht 100%ig überzeugen, macht sie aber mit ihrer ausdrucksstarken Mimik vieles wett. Klasse sind auch Constanze Kochanek und Tim Speckhardt in der „Lasagne-Szene“. Der sprichwörtliche „Idiotenknopf“ wird von Kochanek mit sehr viel komödiantischem Talent bedient. Beide sind herrlich unsicher im Umgang miteinander, da stört es dann auch wenig, dass „Ich werd’ geliebt“ etwas unsicher dargeboten wird.</p>
<p>Wenn Anna Heldmaier und Rainer Maaß als Eltern mit ansehen müssen, dass ihnen ihr Sohn anstatt einer Verlobung eine Trennung verkündet, ist ihre Reaktion urkomisch. Heldmaier als Mutter ist schon fast etwas zu entrüstet und Maaß guckt als Vater herrlich bescheuert und geschockt aus der Wäsche.</p>
<p>Auch zwei Puppen (gespielt und gesungen von Anna Stecking und Fabian Kastl) geben ihr Wissen an die Zuschauer weiter: Der „Penis-Song“ geht zwar schwerlich als jugendfrei durch, lehrreich ist er jedoch allemal. Außerdem lernt das Publikum, dass man sexuelle „Nicht-Befriedigung“ ganz vortrefflich mithilfe von Anwälten lösen kann. Alle vier Darsteller spielen in dieser Szene herausragend!</p>
<p>Immer wieder lernt das Publikum verzweifelte Singles kennen, die sich von einer Dating Show (moderiert von Benjamin Geipel) die große Liebe erhoffen. Natürlich klappt dies nicht, aber wenn ein Insasse des „Hessischen Staatsgefängnisses“ (Tim Speckhardt) zwei eigentlich gar nicht aneinander interessierte Singles (Mariella Köhlert, Rainer Maaß) mit Waffengewalt zu ihrem Hochzeitsglück zwingt, ist das einfach herrlich abstrus.</p>
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<p>Der bekannteste Song dieser Show ist „Brautjunger immer, niemals die Braut“. Constanze Kochanek glaubt man sofort, dass ihr das Brautjunger-Dasein auf den Keks geht. Ihr Cocktailkonsum ist beachtlich und so torkelt Kochanek mit bedrohlicher Schlagseite über die Bühne. Klasse!</p>
<p>Auch Beerdigungen scheinen – glaubt man Joe DiPietro – ein guter Ort zu sein, einen neuen Partner zu finden. Rainer Maaß ist da als Witwer ziemlich konkret und findet in Anna Heldmaier ein williges Opfer. Die Annäherung dieser beiden älteren Herrschaften wird von beiden sehr liebevoll umgesetzt. Anna Heldmaier ist wunderbar begriffsstutzig, doch es gelingt Maaß schließlich, sie zu erobern.</p>
<p>Gesanglich stechen besonders Tim Speckhardt, Constanze Kochanek und Rainer Maaß hervor, doch auch ihre Mitstreiter wissen vor allem mit einem guten Gefühle für Pointen und gekonnt eingesetzter Mimik zu überzeugen. Iris Limbarth hat ihren jungen Darstellern regieseitig viel Freiraum gelassen. Es wirkt alles locker und nicht einstudiert. So viele Charakterwechsel in so kurzer Zeit sind auch für erfahrene Darsteller eine Herausforderung. Die Nachwuchsdarsteller haben hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass mit der richtigen Förderung und in der richtigen Umgebung Musiktheater auch jenseits der großen Ensuite- und Tourproduktionen exzellent funktionieren kann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">10. November 2016<br />
<strong>Darsteller:</strong> Rainer Maaß, Anna Heldmaier, Tim Speckhardt, Constanze Kochanek, Benjamin Geipel, Mariella Köhlert, Anna Stecking, Fabian Kastl<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Jimmy Roberts &amp; Joe DiPietro / Iris Limbarth<br />
<strong>Fotos: </strong>Andreas Etter<br />
</span></span></p>
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		<title>Gute, komplexe Story, tolle Jungschauspieler, weniger beeindruckende Gesangstalente</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gute-komplexe-story-tolle-jungschauspieler-weniger-beeindruckende-gesangstalente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2015 14:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Geipel]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
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		<category><![CDATA[Sven-Helge Czichy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die zeichnerische Entstehungsgeschichte von Miraculous Man in die Ouvertüre zu verpacken, ist ein cleverer Schachzug vom Autor Anthony McCarten und Komponist Paul Graham Brown. So weiß in der ersten Szene jeder Zuschauer sofort, worum es geht: Der 14-jährige Donald hat Leukämie und schafft sich mit Miraculous Man einen Superhelden, der ihm hilft, den Alltag zwischen ...</p>
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<div id="body_content">
<div id="nav_layer">
<div id="body_layer">Die zeichnerische Entstehungsgeschichte von Miraculous Man in die Ouvertüre zu verpacken, ist ein cleverer Schachzug vom Autor Anthony McCarten und Komponist Paul Graham Brown. So weiß in der ersten Szene jeder Zuschauer sofort, worum es geht: Der 14-jährige Donald hat Leukämie und schafft sich mit Miraculous Man einen Superhelden, der ihm hilft, den Alltag zwischen Schule, Familie, Chemotherapie und Bestrahlung durchzustehen.</p>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Großstadtkulissen (Britta Lammers), die sämtliche Szenen umrahmen, sind sehr gelungen und übertreffen die Erwartungen, die man gemeinhin an ein Jugendmusical im Stadttheater hat. Die Kulissen verleihen dem Stück etwas Kompaktes, manchmal Bedrohliches, lenken aber von den handelnden Charakteren zu keiner Zeit ab. Auch die sehr dosiert eingesetzte Hubbühne des Kleines Hauses vom Staatstheater Wiesbaden sorgt für Staunen. Nein, soviel gut genutzte Technik hätte man wirklich nicht erwartet.</p>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_923">
<div class="style_2">
<p class="Body">Was man sich aber immer wieder vor Augen führen muss, ist, dass man es hier mit Nachwuchskünstlern zu tun hat. Insofern sollte man über mangelndes Gesangstalent, nicht ganz synchrone Choreographien und etwas hölzern vorgetragene Dialoge hinwegblicken. Das klappt beim Gros der Darsteller auch problemlos. Schwieriger wird es jedoch bei den Protagonisten: Donald’s Mutter (Felicitas Geipel) hat ihre Stärken im Schauspiel und weniger im Gesang. Dafür rührt sie mit ihren Sorgen als Mutter eines todkranken Jungen zu Tränen. Sven-Helge Czichy steht ihr als Donald’s Vater zur Seite. Die Gratwanderung zwischen besorgtem Elternteil und liebendem Ehemann, der durchaus auch noch andere Bedürfnisse hat, gelingt ihm sehr gut. Highlight ist natürlich die Kifferszene, in der er mit seinem Sohn einen Joint raucht, um ihm die Schmerzen zu nehmen.</p>
<p class="Body">Eben dieser Sohn, Donald Delpe, wird von Marcel Herrnsdorf gespielt. Der Teenager spielt die schwere Rolle zu jeder Zeit glaubhaft. Man leidet mit ihm, wenn er versucht, sich gegen die Krankenhausbehandlungen aufzulehnen, man freut sich mit ihm, wenn er sich endlich das erste Mal verliebt, schmunzelt über seine tollpatschigen Versuche, diesem Mädchen näherzukommen und weint als er schließlich den Kampf gegen den Krebs verliert. Schauspielerisch muss man vor Herrnsdorf den Hut ziehen. Einen solch komplexen Part würde ein erwachsener Darsteller kaum besser spielen können. Gesanglich gibt es bei ihm noch Potentiale zu erarbeiten: Der Rap am Anfang ist sowohl vom Tempo her als auch melodisch eine zu große Herausforderung.</p>
<p class="Body">Ähnlich fällt das Urteil zu Dr. Gummifinger (Benjamin Geipel) aus: Er erinnert mehr an eine Persiflage aus der Rocky Horror Show als an einen ernsthaften Gegner von Miraculous Man. Doch dieses Aufgesetzte, Gekünstelte gelingt ihm ganz hervorragend. Ein stimmiges Komplettpaket liefert Anna Heldmaier als Krankenschwester ab: Sie spielt beide Rollen – gut und böse – glaubwürdig und lässt auch gesanglich nichts vermissen.</p>
<p class="Body">Donald’s Alter Ego, der Miraculous Man, wird von Johannes Meurer gegeben. Meurer ist ein großer Sympathieträger. Er spielt rollendeckend und zeigt vor allem in den Duetten mit Herrnsdorf, dass er ein wirklich guter Sänger ist.</p>
<p class="Body">Doch der mit Abstand kompletteste Musicaldarsteller ist an diesem Abend Tim Speckhardt alias Dr. Adrian Kling. Er zeigt viele Facetten – vom typischen Therapeuten über den gehörnten Ehemann zum vermeintlichen Draufgänger –, lässt dabei aber immer die gebotene Disziplin und Besonnenheit mitschwingen, die man von einem Ratgeber in seiner Position erwarten würde. Er singt sauber und bringt auch hier die richtige Dosis an Emotionen über die Rampe. Sein Date-Duett mit Mira Keller (Krankenschwester Angela) gehört zu den schönsten Szenen des Abends.</p>
<p class="Body">Mira Keller und Mariella Köhlert (Donald’s Angebetete Shelly) komplettieren die Riege der Hauptfiguren. Erstere überzeugt als umsorgende Krankschwester genauso wie als selbstbewusste junge Frau, die sich nicht auf einen verheirateten Mann einlassen möchte. Köhlert sticht aus dem Ensemble der Nachwuchsdarsteller durch ihre Energie deutlich heraus. Sie spielt mit viel Einsatz und führt das Publikum glaubhaft durch die Lebens- und Liebeswelt eines weiblichen Teenagers.</p>
<p class="Body">Eine so komplexe und hochemotionale Handlung wie den Krebstod eines Teenagers als Musical umsetzen zu wollen, ist durchaus ein Wagnis. Doch da der Romanautor Anthony McCarten auch das Buch zum Stück geschrieben hat, konnte hier nicht viel schiefgehen. Iris Limbarth inszeniert die ergreifende Handlung erfreulich unaufgeregt und setzt zu jeder Zeit den richtigen Schwerpunkt. Auch die eigentliche Sterbeszene von Donald ist pietätvoll umgesetzt und der zu erwartende Kloß im Hals löst sich sehr schnell wieder auf.</p>
<p class="Body">Leider ist Limbarth choreographisch zu sehr auf ihre jungen Tänzer eingegangen. Besonders einfallsreich oder anspruchsvoll sind die Tanzszenen sind, dafür entsprechen sie einem Stil, den die Jugendlichen im Zuschauerraum sofort übernehmen und nachtanzen würden.</p>
<p class="Body">Für die Kompositionen zeichnet Paul Graham Brown verantwortlich. Er hat einen jungen, aktiven Rahmen für diese phasenweise doch recht komplexe und verwirrende Handlung geschaffen. Einige Songs sind für die jungen Sänger wohl doch eine Nummer zu groß, aber insgesamt fügen sich die Melodien sehr gut in das Gesamtbild des Stücks ein. Beeindruckt ist das Publikum aber durchaus als es beim Schlussapplaus merkt, dass jeder Titel live gespielt wurde. Das Orchester leistet ganze Arbeit und spielt so sauber, dass man manches Mal geneigt ist zu denken, man lausche einer CD.</p>
<p class="Body">Auch wenn wir beim Kartenkauf gewarnt wurden, dass wir besser unsere Taschentücher parat haben sollten – es ging ohne. Allerdings liefert „Superhero“ viel Gesprächsstoff – und die Zeit sollte man auf jeden Fall einplanen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. April 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Marcel Herrnsdorf, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel, Mira Keller, Mariella Köhlert, Felicitas Geipel, Sven-Helge Czichy</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Paul Graham Brown / Iris Limbarth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Lena Obst<br />
</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gute-komplexe-story-tolle-jungschauspieler-weniger-beeindruckende-gesangstalente/">Gute, komplexe Story, tolle Jungschauspieler, weniger beeindruckende Gesangstalente</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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