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	<title>Kristian Lucas-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Kristian Lucas-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Gute Laune und Lebensfreude, wohin man schaut</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 22:37:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Schon das Lesen des Musicaltitels zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Unweigerlich spitzt man die Lippen und beginnt die weltbekannte Melodie aus dem Film von 1952 zu pfeifen. Auf dem herbstlich-feuchten Weg ins Theater ist man geneigt, sogar fröhlich in Pfützen zu springen, so warm und wohlig ist das Gefühl, das dieser Song auslöst. Der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gute-laune-und-lebensfreude-wohin-man-schaut/">Gute Laune und Lebensfreude, wohin man schaut</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon das Lesen des Musicaltitels zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Unweigerlich spitzt man die Lippen und beginnt die weltbekannte Melodie aus dem Film von 1952 zu pfeifen. Auf dem herbstlich-feuchten Weg ins Theater ist man geneigt, sogar fröhlich in Pfützen zu springen, so warm und wohlig ist das Gefühl, das dieser Song auslöst.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2740 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der Film mit Gene Kelly, Donald O’Connor und Debbie Reynolds in den Hauptrollen zählt nicht nur für das American Film Institute als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Du_sollst_mein_Gl%C3%BCcksstern_sein#Das_Titellied">bester Musicalfilm aller Zeiten</a>. Es gibt also reichlich Vorschusslorbeeren für diesen Stoff.</p>
<p>In den 1980er Jahren wurde das Stück dann von Betty Comden und Adolph Green für die Musicalbühne adaptiert. Die Musik stammt von Nacio Herb Brown.</p>
<p>1983 war Premiere in London, 2012 gab es im West End ein großes Revival und seither entdecken immer Stadttheater diesen beschwingten Stoff für sich.</p>
<p>In Lüneburg wird die alternative deutsche Fassung von Roman Hinze gezeigt, die aber (glücklicherweise) viele Songs im Original von Arthur Freed belässt.</p>
<p>Barbara Bloch hat die Bühne sehr passend mit diversen Großkulissen in Form von Filmrollen oder Filmklappen ausgestattet. Diese werden als Hintergrund oder Projektionsfläche genutzt, aber auch durchaus immer mal wieder in die Choreographien (Olaf Schmidt) eingebunden. Auch große Glitzersterne, die den Prunk der aufkommenden Tonfilmindustrie vortrefflich unterstreichen, wurden an der Bühnendecke platziert. Mindestens ebenso treffsicher ist das Kostümbild von Susanne Ellinghaus: Elegante schwarze Fräcke, Lackschuhe und weiße Schals bei den Herren, mit Federn besetzte, schillernde Kleider mit farblich abgestimmten Accessoires wie Taschen und Schuhen bei den Damen – hier fehlt es an nichts.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2735 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Highlight ist natürlich auch hier der Regen, der sich am Ende des ersten Akts literweise über die Bühne ergießt und so Don Lockwood zu einem verliebten Tänzchen in den Pfützen animiert. Für ein Stadttheater ein wirklich beeindruckendes Szenenbild.</p>
<p>Ulrich Stöcker (musikalische Leitung) spielt mit den Lüneburger Symphonikern schon bei der Ouvertüre fulminant auf und lässt im Laufe des Abends keinen Deut nach. Die Zuschauer werden sofort von den liebevollen, warmen Klängen umarmt.</p>
<p>Auch die Tontechnik, die in den letzten Jahren im Theater Lüneburg häufig zu wünschen übrigließ, reiht sich ein in den gelungenen Rahmen.</p>
<p>Die Choreographien, die von vier Tanzpaaren sehr ansprechend (wenn auch nicht immer synchron) umgesetzt werden, sind ebenfalls schön anzusehen. Federfächer und Stepptanz – beides gehört unumstößlich dazu, wenn man an Gene Kelly denkt, der ja die Filmvorlage mit inszeniert hat. Zwar verfügen die Hauptdarsteller allesamt nicht über ein sehr ausgeprägtes Tanztalent, doch sie haben Spaß und das wirkt ansteckend.</p>
<p>Olaf Schmidt, der auch für die Regie verantwortlich zeichnet, schickt das Publikum mit den Schwarz-weiß-Videos aus den 1920er Jahren, die sehr gekonnt mit Ausschnitten der Musical-Hauptdarsteller verwoben sind, direkt auf eine Zeitreise in die Stummfilmära. Produzenten, Regisseure und Schauspieler sehen sich mit den populärer werdenden Tonfilmen ganz neuen Herausforderungen gegenüber. Ganz nebenbei müssen noch zahlreiche Affären und Intrigen möglichst pressewirksam verkauft werden.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2739 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-1-734x1024-287x400.jpg" alt="" width="287" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-1-734x1024-287x400.jpg 287w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-1-734x1024.jpg 734w" sizes="(max-width: 287px) 100vw, 287px" />Dora Bailey (gespielt von Kirsten Patt) ist das Bindeglied zwischen Bühnengeschehen und Zuschauern. Ihre Reportagen sind es, die immer wieder einen Wechsel des Blickwinkels ermöglichen. Im Mittelpunkt des Interesses steht das Stummfilm-Traumpaar Don Lockwood und Lina Lamont. Während Lina in ihrer tumben Art jedoch alles glaubt, was die Presse über das Paar schreibt, und daher von ihrer baldigen Verlobung ausgeht, steht für Don fest, dass es sich bei ihrer „Beziehung“ um reines Schauspiel für die Reporter handelt. Privat ist er weit davon entfernt, sich in Lina zu verlieben.</p>
<p>Doch Don war nicht immer ein gefeierter Star und so lernt das Publikum direkt am Anfang auch Cosmo kennen, seinen Weggefährten, mit dem er seit Kindheitstagen dem Künstler- und Schauspielertraum nachjagte. Auch in Hollywood ist Cosmo an Dons Seite – wenn auch nur als Pianist.</p>
<p>Die schöne heile Stummfilmwelt bekommt einen herben Knacks als sich Don in die Sängerin und Nachwuchsschauspielerin Kathy verliebt. Lina wird ihm immer egaler und er versucht, jede freie Minute mit Kathy zu verbringen. Als Studioboss R. F. Simpson beschließt, ab sofort auch Tonfilme zu drehen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können, winkt Kathys große Chance. Denn Lina Lamont mag vielleicht hübsch anzusehen sein, aber ihre quäkend-schrille Stimme ist nicht zu ertragen, ganz zu schweigen von ihrem Gesang. Cosmo hat die Idee, die Filme mit Lina zu drehen und die Tonspur hinterher von Kathy neu aufnehmen zu lassen.</p>
<p>Dies scheint auch ganz hervorragend zu funktionieren, bis Lina dahinterkommt. Sie ist nicht bereit, ihren Ruhm mit Kathy zu teilen – gleiches gilt für Don. In ihrer verblendeten Selbstliebe ist Lina fest davon überzeugt, dass die Zuschauer sie auch weiterhin vergöttern werden. Sie erpresst Don und Kathy damit, die Scharade auffliegen zu lassen und so Kathys Hollywood-Karriere im Keim zu ersticken. Don, Kathy und auch R. F. sehen keine Chance sich Lina entgegenzustellen.</p>
<p>Auf der Eröffnungs-Pressekonferenz des neuesten Films („Der tanzende Kavalier“) wird Lina vom begeisterten Publikum aufgefordert, ein Stück aus dem Film zu singen. Es ist einmal mehr Cosmo, der den rettenden Einfall hat und Kathy hinter dem Vorhang singen lässt, während Lina nur die Lippen dazu bewegt. Don zieht heimlich den Vorhang auf, Cosmo greift ebenfalls zum Mikro und Lina wird zum Gespött der versammelten Presse.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2737 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Für die Hauptrollen hat sich das Theater Lüneburg wieder drei Gäste eingeladen: Gerd Achilles ist als Don Lockwood zu erleben, Merle Hoch ist die selbstbewusste und talentierte Kathy Seldon und Kristian Lucas gibt Dons cleveren besten Freund Cosmo.</p>
<p>Den meisten Applaus erntet jedoch Beate Weidenhammer, deren Interpretation der nervtötenden, quietschenden Lina Lamont ihresgleichen sucht. Ihr Solo „Was läuft hier schief?“ ist schreiend komisch. Dass man absichtlich so schief singen kann, ist – in diesem Fall – unglaublich gut.</p>
<p>Kathy Seldon ist nicht minder selbstbewusst, doch kennt sie ihre Grenzen und ist von sich bei weitem nicht so überzeugt wie Lina. Merle Hoch verleiht der jungen Sängerin viel Weichheit und Raffinesse. Sie ist sehr sympathisch und man kann verstehen, warum sich Don in dieses Mädchen verguckt. Hochs klare Stimme kommt insbesondere bei „You are my Lucky Star“ und „Would you?“ sehr schön zur Geltung.</p>
<p>Gerd Achilles gelingt die Gratwanderung vom übertrieben spielenden Stummfilmstar zum normalen schwer verliebten Mann ganz hervorragend. Mit seinem Tenor verleiht er „Singin‘ in the Rain“ oder „Fit as a Fiddle“ viel Schwung. Seine Energie schwappt zusammen mit dem Pfützenwasser über die Rampe und die Zuschauer bekommen nicht genug.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2742 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484-400x189.jpg" alt="" width="400" height="189" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484-400x189.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484-768x363.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die zweite Reihe scheint Cosmos Schicksal zu sein. Doch durch spitzbübische Ideen und viel Wortwitz gelingt es ihm, sich immer wieder bemerkbar zu machen. Kristian Lucas scheint sich in dieser Rolle sehr wohl zu fühlen. Er ist absolut überzeugend! Vor allem Szenen wie Dons Vokaltraining („Moses Supposes“ – herausragend: Marcus Billen als Sprecherzieher) und den Szenen, in denen er mit Achilles und Hoch gemeinsam auf der Bühne steht („Got to dance“, „Good morning“) ist seine Spielfreude greifbar. Doch auch sein Solo „Make &#8218;Em Laugh“ bereitet viel Freude.</p>
<p>Ulrich Kratz darf als R. F. Simpson ganz in der Rolle der „grauen Eminenz“ aufgehen. Sein Bariton dröhnt klangvoll durch den Saal – ihm widerspricht man nur sehr zögerlich. Doch auch die durch Linas Erpressung ausgelöste Hilflosigkeit nimmt man ihm ab. Ebenfalls aus dem Haus-Ensemble ist Steffen Neutze, der als gestresster Regisseur Roscoe Dexter viele Lacher auf sich vereint.</p>
<p>„Singin in the Rain“ bringt sehr viel gute Laune mit. Wenn es noch dazu, wie in Lüneburg, so leichtfüßig und unterhaltsam inszeniert wird, dass Zuschauer und Darsteller gleichermaßen Freude daran haben, gibt es nichts hinzuzufügen. Beim Finale mitsummende Zuschauer und auch ein Jahr nach der Premiere nicht enden wollender Applaus sprechen für sich.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">21. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Merle Hoch, Kristian Lucas, Beate Weidenhammer, Ulrich Kratz, Steffen Neutze</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Olaf Schmidt / Nacio Herb Brown<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme</span></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Schwere Kost – auf Celluloid wie auf der Musicalbühne nicht leicht zu verdauen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schwere-kost-auf-celluloid-wie-auf-der-musicalbuehne-nicht-leicht-zu-verdauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 20:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Doktor Schiwago]]></category>
		<category><![CDATA[Dorothea Maria Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Jeannine Michèle Wacker]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lucy Simon]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Strieb]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Neutze]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Kratz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den mit fünf Oscars ausgezeichneten Film von 1965 mit Omar Sharif, Geraldine Chaplin und Julie Christie in den Hauptrollen kennen sicherlich viele. Das über drei Stunden lange Epos über die Lebens- und Liebesgeschichte des Poeten und Arztes Dr. Jurij Schiwago erfordert Sitzfleisch, denn die Handlung zwischen 1. Weltkrieg und Russischer Revolution birgt kaum amüsante Momente. ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den mit fünf Oscars ausgezeichneten Film von 1965 mit Omar Sharif, Geraldine Chaplin und Julie Christie in den Hauptrollen kennen sicherlich viele. Das über drei Stunden lange Epos über die Lebens- und Liebesgeschichte des Poeten und Arztes Dr. Jurij Schiwago erfordert Sitzfleisch, denn die Handlung zwischen 1. Weltkrieg und Russischer Revolution birgt kaum amüsante Momente.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2724 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der als Waise bei einem befreundeten Paar seiner Eltern aufwachsende Jurij heiratet in jungen Jahren Tonia, deren Tochter. Im Krieg lernt er die Krankenschwester Lara kennen und lieben. Sie ist so anders als die brave Tonia: leidenschaftlich, energisch und ungemein anziehend. Noch während sie an der Front sind, verfällt Jurij Lara vollends. Doch beide sind vernünftig und so geht Jurij zurück zu seiner Frau und seinem Sohn und Lara zieht nach Yuriiatin, wo sie hofft, ihren Mann und ihre Familie zu finden.</p>
<p>Doch in Moskau ist nichts mehr wie es vor dem 1. Weltkrieg war: Aristokraten werden geächtet, wenn nicht sogar direkt ermordet, und auch Jurij und seine Familie müssen hungern und führen ein Leben im Versteck. Sie beschließen zu fliehen – ausgerechnet nach Yuriiatin. Jurij versucht das Zusammentreffen mit Lara solange wie irgend möglich hinauszuzögern, doch irgendwann fällt ihm zuhause die Decke auf den Kopf und er geht in die Bibliothek, in der Lara seit ihrer Flucht arbeitet. Die Liebe zwischen den beiden entbrennt erneut…</p>
<p>Tonia spürt, dass sich Jurij von ihr entfernt, konfrontiert Lara irgendwann und muss feststellen, dass sie dieser Frau nicht böse sein kann. Sie beschließt nach Moskau zurückzukehren, um von dort nach Paris zu fliehen. Jurij bleibt in Yuriiatin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2718 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dort trifft er erneut auf Pawel, der sich jetzt Strelnikow nennt und als Revolutionsführer jeden bekämpft, der &#8211; aus seiner Sicht – Russland schadet. Dazu zählt auch Jurij, der mit seinen Gedichten für einiges Ungemach gesorgt hat. Aber die beiden verbindet auch eine persönliche Feindschaft, ist Pawel doch Laras Ehemann. Allerdings hat er sie direkt verstoßen, nachdem er von ihrem leichtfertigen Lebensstil vor ihrer Beziehung erfährt (sie hatte sich dem machtbesessenen Viktor Komarovskij hingegeben). Doch Pawel liebt Lara noch immer und kämpft zeitlebens gegen diese Gefühle an, was ihn zu einem verbitterten Feldherrn macht.</p>
<p>Für Lara und Jurij wird es in Yuriiatin gefährlich. Als Viktor Komarovskij ihnen anbietet, ihnen zur Flucht zu verhelfen, bleibt Jurij unter einem Vorwand dort. Er verspricht Lara nachzukommen, bleibt aber in Yuriiatin, da seine Anwesenheit die Geliebte einer viel zu großen Gefahr aussetzen würde.</p>
<p>Strelnikow, der dem Erschießungskommando der Roten Armee entkommen konnte, trifft auf der Suche nach Lara auf Jurij. Als er erfahren muss, dass seine große Liebe geflohen ist und sein Lebensinhalt, die Revolution, niedergeschlagen ist, entscheidet er sich für den Freitod.</p>
<p>Jurij hingegen bleibt bis zu seinem Tod in Yuriiatin.</p>
<p>Das Stück beginnt mit der Beerdigung von Jurijs Vater und endet mit der Beerdigung von Jurij (nur 27 Jahre später), zu der nur Lara und ihre gemeinsame Tochter erscheinen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2723 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lucy Simon (Musik) und Michael Weller (Buch) haben das Musical geschrieben, welches 2006 in San Diego uraufgeführt wurde. Seitdem gab es einige Überarbeitungen und auch weltweite Produktionen. In dieser Spielzeit nahm nun auch das Theater Lüneburg den Stoff auf und zeigt eine Gast-Inszenierung von Olaf Strieb. Dieser frische Wind tut der Musicalsparte in Lüneburg sehr gut.</p>
<p>Barbara Bloch (Bühne) und Christine Bertl (Kostüme) schaffen einen gelungenen Rahmen für die düstere Handlung. Die haushohen Metallkreuze aus der Auftaktszene bleiben die ganze Zeit auf der Bühne, werden ab und ab von anderen mobilen – ganz in Rost-Rot gehaltenen &#8211; Kulissen verdeckt. Die Brücke im Bühnenzentrum ermöglicht viele Spielmöglichkeiten, die von Strieb gekonnt genutzt werden.</p>
<p>Bertl greift insbesondere die Unterschiedlichkeit von Tonia und Lara sehr gekonnt auf: Während Tonia in weiten, wallenden Gewändern gekleidet ist, trägt Lara Hosenanzüge, die eher modern geschnitten sind und der selbstbewussten jungen Frau sehr gut stehen.</p>
<p>Für die drei Hauptrollen hat sich das Theater Lüneburg drei Gäste ans Haus geholt: Kristian Lucas als Dr. Schiwago, Dorothea Maria Müller als Lara und Jeannine Michèle Wacker als Tonia. In weiteren wichtigen Rollen sind die Ensemblemitglieder Ulrich Kratz (Viktor Komarovskij) und Steffen Neutze (Pawel / Strelnikow) zu sehen. Weitere 13 Darsteller sowie der Opern- und Extrachor komplettieren das eindrucksvolle Gesamtbild. Nicht zu vergessen die Kinderdarsteller, die die jungen Alter Egos von Jurij, Tonia und Lara verkörpern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2721 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kristian Lucas ist in Lüneburg kein Unbekannter. Er hat dort u. a. in „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1249"><span style="color: #333399;">Sunset Boulevard</span></a>“ und „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1053"><span style="color: #333399;">Next to normal</span></a>“ mitgewirkt. Auch bei „Singin‘ in the Rain“ spielt er eine der Hauptrollen. Dorothea Maria Müller ist dem Lüneburger Publikum aus „Tell me on a Sunday“ ebenfalls bestens vertraut.</p>
<p>Lucas‘ Jurij ist ein sympathischer, pflichtbewusster Arzt. Besonders die gefühlvollen Momente beim Schreiben der Gedichte gelingen ihm sehr gut. Man spürt, dass in Jurij kein klassischer Aristokrat schlummert, sondern ein Freigeist, den er aber die meiste Zeit unterdrücken muss. Sein schnörkelloser Tenor passt gut zu Lucy Simons Kompositionen. Die Duette – insbesondere mit Jeannine Michèle Wacker („Ich seh‘ den Mond“) – sind sehr harmonisch. Doch auch das Zusammenspiel mit Dorothea Maria Müller ist glaubwürdig.</p>
<p>Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, was nicht zuletzt auf Striebs ausgeprägtes feinstoffliche Personenregie zurückzuführen ist. Die Gefühlswirrungen und -wandlungen aller fünf Protagonisten sind sehr gut nachzuvollziehen.</p>
<p>Man nimmt Wacker die verliebte und besorgte Ehefrau genauso ab, wie die verständnisvolle, ihren Sohn schützende Mutter.</p>
<p>Ulrich Kratz ist als herrischer Mäzen rollenkonform sehr unsympathisch und einschüchternd, doch man glaubt ihm am Schluss gern, dass er echte Gefühle für Lara hegt (auch wenn sie diese nicht erwidert).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2720 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-13-683x1024-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-13-683x1024-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-13-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Beeindruckend spielt Steffen Neutze: Sein warmer Bariton passt hervorragend sowohl zum verletzten Pawel als auch zum gefährlichen und besessenen Revolutionsführer. Auch ihm nimmt man die starken Gefühle ab, die den Lebensweg seiner Figur beherrschen. Sein finales Zitat „Du hast geliebt, ich hatte Macht. Wer kann schon sagen, wer von uns beiden die Zeit besser genutzt hat?“ gibt dies ziemlich präzise wieder.</p>
<p>„Die Liebe wählt uns“ wird von Müller und Lucas mit viel Gefühl umgesetzt: Lara und Jurij wollen sich gegen ihre Gefühle nicht wehren, obwohl beide wissen, dass es falsch ist, sich ihnen hinzugeben. Die beiden geben auf der Bühne durchaus ein glaubwürdiges Paar ab. Ihr Liebesduett „Lass und teilen, was uns bleibt“ ist gleichermaßen tragisch wie romantisch.</p>
<p>Eine ganze andere Emotionslage müssen Müller und Wacker bei „Sie und ich“ verarbeiten. Beiden gelingt dies hervorragend. Die Zuschauer verstehen die Beweggründe für das Handeln von beiden Frauen.</p>
<p>Den Song, den jeder mit „Doktor Schiwago“ verbindet, sing jedoch der Damenchor. „Einst kommt der Tag“ wurde von Sabine Ruflair sehr gefällig auf die weltbekannte Melodie von Maurice Jarre („Lara’s Theme“) geschrieben.</p>
<p>In dieser Inszenierung wird viel Wert auf die Authentizität der handelnden Personen gelegt. Dass hierbei der Spannungsbogen ein wenig vernachlässigt wird, ist verständlich und bei diesem an sich schon langatmigen Stoff auch verzeihbar. Die Musik an sich ist gefällig und passt gut in das Russland des beginnenden 20. Jahrhunderts. Doch beschwingten Schrittes verlässt man das Theater sicherlich nicht. „Doktor Schiwago“ bleibt auch als Bühnenfassung ein schwer zu verarbeitenden Stoff für das Publikum.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">16. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kristian Lucas, Dorothea Maria Müller, Jeannine Michèle Wacker, Steffen Neutze, Ulrich Kratz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Olaf Strieb / Lucy Simon<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></p>
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		<title>Thematisierung eines Tabus ohne Berührungsängste</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/thematisierung-eines-tabus-ohne-beruehrungsaengste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 14:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Müllerleile]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T3]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Next to Normal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Junge Bühne T.3 in Lüneburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Musical der Jugend von heute näherzubringen. Hierbei setzt Dramaturg Friedrich von Mansberg vorrangig auf kritische Inhalte, die sich von und mit Jugendlichen hervorragend bearbeiten lassen. Hierzu zählte in der Vergangenheit auch „Frühlings Erwachen (Spring Awakening)“. In dieser Spielzeit steht mit „Fast ...</p>
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<div id="body_content">
<p>Die Junge Bühne T.3 in Lüneburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Musical der Jugend von heute näherzubringen. Hierbei setzt Dramaturg Friedrich von Mansberg vorrangig auf kritische Inhalte, die sich von und mit Jugendlichen hervorragend bearbeiten lassen. Hierzu zählte in der Vergangenheit auch „<a title="Spring_Awakening_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1276">Frühlings Erwachen (Spring Awakening)</a>“. In dieser Spielzeit steht mit „Fast normal (Next to normal)“ eines der erfolgreichsten Musicals der letzten Jahre auf dem Plan.</p>
<div id="body_layer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_268">
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<p class="Body">Es geht um Familie Goodman: Mutter Diane ist seit dem Tod ihres Sohnes Gabe manisch-depressiv (bipolar), was Vater Dan im Alltag vor immer wieder neue Herausforderungen stellt, um die scheinbar heile Familienfassade aufrechtzuerhalten. Die gemeinsame Tochter Natalie erlebt ihre Pubertät im Schatten ihres übermächtigen Bruders und fühlt sich für die häufigen Aussetzer ihrer Mutter verantwortlich. Dabei verliert sie sich zusehends selbst und verweigert jede Hilfe – gleich, ob nun vom Vater oder Schulfreund Henry.</p>
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<div class="text-content style_External_669_923">
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<p class="Body">Im Gegensatz zur Originalproduktion verschiebt sich bei dieser Inszenierung der Fokus von der Mutter auf die Tochter. Nach wie vor hängt das Wohlbefinden der Familie vom Wohlbefinden der Mutter ab, aber in Lüneburg geht es in erster Linie darum, wie Natalie ihren Weg findet und mit dieser langjährigen Familienkrise umgeht.</p>
<p class="Body">Im rustikalen T.3 sind die vier Spielorte nebeneinander aufgebaut, was vom Publikum viel Aufmerksamkeit erfordert, aber zugleich spannende Spielmöglichkeiten bietet. Für die Bühne zeichnet Christiane Becker verantwortlich, der er auf kleinem Raum gelingt, in sich geschlossene Räume zu gestalten. Friedrich von Mansberg (Regie) nutzt diese „Spielwiese“ vortrefflich und die teilweise parallel genutzten Spielebenen funktionieren sehr gut.</p>
<p class="Body">Die im Hintergrund platzierte sechsköpfige Band unter der Leitung von Hye-Yeon Kim intoniert Tom Kitts Melodien mit viel Energie und lässt es an ncihts vermissen.</p>
<p class="Body">Die Nachwuchsdarsteller (Natalie – Anna von Mansberg, Henry – Timm-Marvin Schattling, Gabe – Calvin Noel Auer) werden in dieser Inszenierung von drei erfahrenen Musicaldarstellern unterstützt: Anna Müllerleile gibt die verzweifelte, in der Vergangenheit verhaftete Diane, Kristian Lucas spielt ihren um Harmonie bemühten Ehemann Dan und Timo Rößner steht in den beiden Arztrollen auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Alle Darsteller sind sehr gut ausgewählt, denn die Paare harmonieren exzellent: von Mansberg und Schattling geben ein Teenager-Paar auf Augenhöhe, und Müllerleile und Lucas vermitteln das Gefühl tiefer Liebe und ins Wanken geratener Vertrautheit sehr glaubhaft. Auer hat als Gabe sehr starke emotionale Momente und auch Rößner weiß als unbeirrbarer Psychotherapeut zu überzeugen.</p>
<p class="Body">Etwas fragwürdig ist die – offenbar etwas zu anspruchsvolle &#8211; Choreographie mit bunten Kartons (Heidrun Kugel), während sich das Ensemble fragt „Wer spinnt hier?“: Das Weiterreichen der Kartons mag so gar nicht zum Inhalt des Songs passen.</p>
<p class="Body">Dass es den jungen Darstellern noch an stimmlicher Festigkeit fehlt, merkt man hier und da durchaus. So sitzen bei Anna von Mansberg nicht alle Töne und auch Timm-Marvin Schattling verfällt häufiger in die Kopfstimme, was den Songs von Tom Kitt und Brian Yorkey nicht gerade gut zu Gesicht steht.  Dieses Manko machen Kristian Lucas und insbesondere Anna Müllerleile spielend wett. Beide singen mit viel Gefühl und können die emotionale Achterbahnfahrt ihrer Ehe sehr glaubhaft machen.</p>
<p class="Body">Besonders gut gelingen die Szenen, in denen Gabe aktiv ins Geschehen eingreift und nicht nur als Diane’s Halluzination zu sehen ist. Hierzu gehört unbedingt: „Mir fehl’n die Berge“. Auch das Geschirr-Ballett von Vater und Sohn („Alles wird gut“)  funktioniert prächtig und trägt dazu bei, diesen an sich doch sehr dramatischen Stoff gut zu verarbeiten.</p>
<p class="Body">Anna Müllerleile hat mit „Was weißt Du?“ einen der intensivsten Momente des Abends. Auch das „Lied vom Vergessen“ nach Diane’s Rückkehr von der EKT-Behandlung trifft ins Mark.</p>
<p class="Body">Kristian Lucas bringt den unerschütterlichen Optimismus des Vaters sehr anrührend und nachvollziehbar über die Rampe. „Wie konnte mir das entfall’n?“ ist hierfür ein guter Beleg.</p>
<p class="Body">Die Ereignisse überschlagen sich als die Tochter ihre Mutter trotz aller Ablehnung ins Krankenhaus bringt und so Verantwortung zeigt. Natalie hat das Gefühl, dass ihre Mutter sie braucht und lässt ihre eigenen Probleme hinter sich. Dass Diane ihre Tochter als Therapieobjekt nutzt, schlussendlich dennoch aber nur für ihren toten Sohn Gabe lebt, führt zum Eklat. Während sich Natalie ihrem Freund Henry öffnet und langsam erkennt, dass Drogen keine Lösung für sie sind, verlässt Diane ihre Familie, und Dan gesteht sich ein, dass sein Sohn immer Teil der Familie bleiben wird.</p>
<p class="Body">Als Natalie ihren Vater allein zuhause vorfindet, erkennt sie, dass sie die Bürde der zerrütteten Familie nicht allein tragen muss und dass sie ihrem Vater in seinem Schmerz und seinem Handeln ebenso tatkräftig zur Seite stehen kann, wie er ihr. Der Finalsong, „Es gibt ein Licht!“ zeigt für alle Beteiligten, dass sie positiv in die Zukunft blicken können und müssen.</p>
<p class="Body">„Fast normal“ ist der erneute Beleg, dass man auch schwierige Themen musicalisch präsentieren kann, ohne das Publikum hilflos zurückzulassen. Für Eltern und Jugendliche gibt es dennoch hinterher viel Gesprächsbedarf, aber die Art und Weise wie dieses Tabuthema von Kitt und Yorkey bearbeitet wurde, gestattet eine vorurteilsfreie Herangehensweise.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Müllerleile, Kristian Lucas</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></div>
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		<title>Ein rührendes Musical mit sehr charmanten Darstellern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-ruehrendes-musical-mit-sehr-charmanten-darstellern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 14:36:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Müllerleile]]></category>
		<category><![CDATA[Die letzten 5 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Robert Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Studiobühne T.NT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jamie und Cathy sind ein ganz normales Paar: Sie lernen sich kennen, verlieben sich Hals über Kopf, ziehen zusammen, ihre Karrieren entwickeln sich auseinander, es kommt immer häufiger zu Unzufriedenheit und Streit. Schließlich trennen sie sich, fünf Jahre nachdem sie sich kennengelernt haben. Der Charme von Jason Robert Browns Musical liegt augenscheinlich nicht in der ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Jamie und Cathy sind ein ganz normales Paar: Sie lernen sich kennen, verlieben sich Hals über Kopf, ziehen zusammen, ihre Karrieren entwickeln sich auseinander, es kommt immer häufiger zu Unzufriedenheit und Streit. Schließlich trennen sie sich, fünf Jahre nachdem sie sich kennengelernt haben.</p>
<p class="Body">Der Charme von Jason Robert Browns Musical liegt augenscheinlich nicht in der Banalität der Handlung. Denn musikalische Ausflüge in den Alltag von Paaren gibt es immer wieder.</p>
<p class="Body">Vielmehr lebt „Die letzten 5 Jahre“ von der besonderen Erzählweise: In der ersten Szene wird Cathy von Jamie verlassen, kurz darauf erlebt das Publikum die erste große Verliebtheit von Jamie, dem Cathy gehörig den Kopf verdreht hat.</p>
<p class="Body">Zwei parallele Handlungsstränge &#8211; Jamie folgt der Beziehungsgeschi-chte chronologisch, während Cathys Leben in Rückblenden erzählt wird.</p>
<p class="Body">Die Bühne im kleinen T.NT Studiotheater ist perfekt für diese sehr persönliche Geschichte. Das Publikum ist nah dran an den beiden Protagonisten. Das sechsköpfige Orchester ist hinter einer Art Raumteiler platziert, der freien Blick auf die Musiker lässt. Unter der Leitung von Urs-Michael Theus meistern sie die anspruchsvollen, mit zahlreichen Tempiwechseln versehenen Kompositionen.</p>
<p class="Body">Die große farbig variabel einsetzbare Lichtwand hinter dem Orchester sorgt für abwechslungsreiche, sehr gelungene Stimmungen. An Kulissen gibt es darüber hinaus wenig. Einzig eine Videowand vertieft einige Szenen durch ausführliche Einspieler aus der Vergangenheit des Künstlerpaares. Ansonsten bewegen sich die beiden zwischen Cathys altem Ohrensessel und Jamies Schreibtisch. Barbara Bloch hat hier mit wenig Aufwand genau den richtigen Stil getroffen, um das Leben von Jamie und Cathy wiederzugeben.</p>
<p class="Body">Anna Müllerleile gibt eine sehr leidenschaftliche Cathy. Man nimmt ihr die unbändige Trauer nach der Trennung, den Schmerz über Jamies Fremdgehen, den Frust über die erneute Absage bei einer Audition genauso ab wie ihre Liebe, Gutgläubigkeit und ihren großen Optimismus zu Beginn der Beziehung.</p>
<p class="Body">Kristian Lucas hat es da nicht leicht, mit ihr Schritt zu halten. Sein verliebter, fröhlicher Jamie gelingt ihm besser als der erfolgsverwöhnte Autor. Dies mag an der Jugendlichkeit liegen, die Lucas ausstrahlt und die man einem jungen verliebten Mann eher zurechnet als einem Endzwanziger, der auf der Überholspur lebt, nur noch an sich denkt und die Bedürfnisse seiner Frau nach und nach immer mehr ignoriert.</p>
<p class="Body">Die schnellen, emotionalen Stücke bringen beide Protagonisten sicher über die Rampe. Gleich ob verliebt oder frustriert, glücklich oder traurig &#8211; die Bandbreite an Gefühlen, die Brown in seinen Liedern transportieren will, sind eine große Herausforderung für alle Sänger. Lucas und Müllerleile agieren hier einwandfrei.</p>
<p class="Body">Der einzige Wermutstropfen an dieser Inszenierung ist der verschenkte Effekt der Erzählweise. Friedrich von Mansberg schien es offenbar notwendig, dass Jamie und Cathy viele Szenen gemeinsam spielen und nicht „nebeneinander her“ ihre Sichtweisen erzählen. In der ursprünglichen Inszenierung spielen die beiden Darsteller nur die Szene des Heiratsantrags gemeinsam, ansonsten stehen sie zwar zusammen auf der Bühne, spielen aber nicht miteinander.</p>
<p class="Body">Besonders extrem ist es, wenn Jamies Betrug dadurch verdeutlicht werden muss, dass eine weitere Darstellerin in eine Bettdecke gehüllt  die Bühne betritt. Dies ist nicht notwendig, denn die Handlung trägt sich durchaus selbst und ist &#8211; trennscharf inszeniert &#8211; auch gut verständlich.</p>
<p class="Body">Wenn man „Die letzten 5 Jahre“ nicht kennt, fällt einem dieses Manko nicht sonderlich auf. Ist man aber mit dem Stück und seiner eimaligen Erzählweise vertraut, kann man sich einer gewissen Enttäuschung nicht erwehren.</p>
<p class="Body">Insgesamt lohnt sich der Besuch in Lüneburg aber auch für diese kleine, feine Produktion. Man darf sich bereits jetzt auf die Premiere von Jason Robert Browns „13“ im kommenden Oktober freuen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Studiobühne T.NT, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>3. Mai 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kristian Lucas, Anna Müllerleile</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Friedrich von Mansberg / Jason Robert Brown<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></div>
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		<title>Leider etwas zahnloses Vampirmusical</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/leider-etwas-zahnloses-vampirmusical/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2012 16:24:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Dracula]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Franka Kraneis]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Achilles]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Broadway-Komponist Frank Wildhorn bürgt für herausragende musikalische Qualität (u. a. „Jekyll &#38; Hyde“) und auch das Theater im beschaulichen Lüneburg hat schon einige exzellente Musiktheater-Produktionen auf die Bühne gebracht („Chess“, „Aida“, etc.). Mit der Musicalfassung von Don Blacks und Christopher Hamptons „Dracula“ scheint man hier jedoch überfordert: Es mangelt an Personenregie; auch ein sehr guter ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Broadway-Komponist Frank Wildhorn bürgt für herausragende musikalische Qualität (u. a. „Jekyll &amp; Hyde“) und auch das Theater im beschaulichen Lüneburg hat schon einige exzellente Musiktheater-Produktionen auf die Bühne gebracht („Chess“, „Aida“, etc.).</p>
<p class="Body">Mit der Musicalfassung von Don Blacks und Christopher Hamptons „Dracula“ scheint man hier jedoch überfordert: Es mangelt an Personenregie; auch ein sehr guter Hauptdarsteller und das beherzt aufspielende Orchester unter der Leitung von Urs-Michael Theus kann die Scharten, die sich durch Friedrich von Mansbergs Inszenierung hindurchziehen, nicht auswetzen.</p>
<p class="Body">Aber der Reihe nach: Der ins heutige London transferierten Geschichte liegt Bram Stokers Briefroman „Dracula“ zugrunde. Dracula lebt in einem Hotel &#8211; von Otto-Normal-Bürgern unerkannt und gleichzeitig von zahlreichen Jüngern angebetet &#8211; um nah bei seiner Mina zu sein. Doch diese liebt und heiratet den Anwalt Jonathan Harker.</p>
<p class="Body">Minas Freundin Lucy, die sich vor potentiellen Heiratskandidaten kaum retten kann, findet ihren Traummann im schüchternen Arthur. Doch sie ist eine nur allzu leichte Beute für Dracula, der sie ohne Zögern zu seiner Gespielin macht. Hier tritt nun Draculas Erzfeind Abraham van Helsing auf den Plan, der die Massen gegen den Vampir aufhetzt, um seine eigene Besessenheit zu befriedigen &#8211; hat der Vampir doch vor einigen Jahren dessen Ehefrau getötet.</p>
<p class="Body">Am Ende bleibt Dracula mit gebrochenem Herzen zurück und seine Peiniger haben gelernt, dass in diesem Wesen nicht nur ein blutrünstiges Biest steckt.</p>
<p class="Body">Ein wenig ratlos verlässt man das Theater, denn die Inszenierung wirkt zusammengestrichen und macht es schwer, eine  zusammenhängende Handlung auszumachen. Dies liegt zu einem großen Anteil daran, dass nach nahezu jeder Szene der Vorhang fällt und das Orchester die eingeblendete Orts- und Zeitangabe brillant überbrückt. Der Sinn dieser Unterbrechungen erschließt sich nicht, denn die Geschichte ist nicht sonderlich komplex.</p>
<p class="Body">Einzelne Szenen sind jedoch durchaus gelungen. Dies liegt vorrangig an Wildhorns Kompositionen, die es den Darstellern ermöglichen, die mangelnde Personenregie durch gesangliche Expressionen auszugleichen. So wird der schräge Barkeeper und Dracula-Bewunderer Renfield (MacKenzie Gallinger) dem Klischee eines Wahnsinnigen gerecht und zieht die Blicke auf sich, weil man wissen möchte, was er als nächstes anstellt&#8230; Auch Annabelle Mierzwa zeigt Spielfreude als Lucy, besonders wenn sie die Schmeicheleien ihrer drei Galane genießt oder sich Dracula hingibt. Dass sie dabei nicht jeden Ton trifft, mag man ihr nachsehen. Karl Schneider ist ein van Helsing, der optisch zwar an Dieter Bohlen erinnert, aber über eine gute energetische Ausstrahlung verfügt und der sich auch im Gesangsensemble von seinen Kollegen abhebt.</p>
<p class="Body">Die Leading Lady, Mina, wird von Franka Kraneis gegeben. Ihr glockenklarer Sopran will nicht so recht zu Wildhorns Melodien passen und so bleibt eigentlich nur ein Duett zwischen Mina und Dracula in Erinnerung („Die Verführung“), in dem sich die Stimmen der beiden Hauptdarsteller ideal ergänzen.</p>
<p class="Body">Eigentlich geht man bei „Dracula“ immer von einem Dreigespann aus Dracula, Mina und Jonathan aus, doch in diesem Stück verkauft sich Kristian Lucas als Jonathan Harker eindeutig unter Wert. Nicht nur, dass er sowohl optisch als stimmlich Dracula-Darsteller Gerd Achilles sehr ähnelt und man ihn daher nicht als eigenständigen Charakter wahrnimmt, man hört ihn auch kaum, obgleich er im 2. Akt schöne Soli hat.</p>
<p class="Body">Die Rolle des „Meisters“ und Vampirgrafen übernimmt Gerd Achilles, der auch schon in der Lüneburger „Chess“-Inszenierung beeindruckte. Er ist der einzige, der seinem Charakter die notwendige Tiefe verleiht. Sein Dracula ist nicht das eindimensionale, blutdürstende Monster, sondern zeigt Gefühle und Zweifel. Seine schlanke, in schwarze Kostüme gewandete Gestalt, gibt ihm ein stattliches Aussehen, der seine Bühnenpräsenz in nichts nachsteht. Auch gesanglich vermag Achilles zu überzeugen: Von energisch über sanft, mal betörend, mal fordernd, dann wieder verletzt oder liebend, zeigt er eine beachtliche Spannbreite stimmlicher Spielarten.</p>
<p class="Body">Auf diesem Niveau hätte man sich gern mehr gewünscht. Doch leider wurde der Fokus offenbar ausschließlich auf die Titelfigur gelegt und alle anderen Rollen nur minimal ausgearbeitet. Neben der verwirrenden Inszenierung an sich, ist es die mangelhafte Personenregie, die bei diesen Besuch in Lüneburg haften bleibt. Hinzu kommt noch die ungenügende Tontechnik, die verhindert, dass man dem Gesang der Darsteller im Zuschauerraum folgen kann, müssen sie sich doch mit viel Kraft gegen das &#8211; zugegebenermaßen schwungvolle Orchester durchsetzen, was zumeist gründlich misslingt.</p>
<p class="Body">Für die nächste Musicalpremiere wünschen wir uns, dass mehr Augenmerk auf die Figuren gelegt wird. Denn Musical bedeutet nicht nur vorzügliche, raumgreifende Melodien und Gesang, sondern auch beeindruckende schauspielerische Leistungen und eine stimmige, nachvollziehbare Handlung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>29. November 2012<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Franka Kraneis, Kristian Lucas, Karl Schneider<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Frank Wildhorn / Friedrich von Mansberg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  t &amp; w, Andreas Tamme<br />
</span></p>
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		<title>Liebevolle Inszenierung in Lüneburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/liebevolle-inszenierung-in-lueneburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 12:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine Horrorladen]]></category>
		<category><![CDATA[Howard Ashman]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sigrid Brandstetter]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist gar nicht so einfach, ein so viel gespieltes Stück wie „Der Kleine Horrorladen“ von Alan Menken und Howard Ashman neu, spannend oder einfach nur anders zu inszenieren. Das Besondere an der erfrischend kurzweiligen Produktion im Theater Lüneburg ist, neben den durchweg überzeugenden Darstellern, vor allem das Bühnenbild. Mit einfachsten Mitteln wurde sehr effektvoll ...</p>
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<p class="Body">Es ist gar nicht so einfach, ein so viel gespieltes Stück wie „Der Kleine Horrorladen“ von Alan Menken und Howard Ashman neu, spannend oder einfach nur anders zu inszenieren.</p>
<p class="Body">Das Besondere an der erfrischend kurzweiligen Produktion im Theater Lüneburg ist, neben den durchweg überzeugenden Darstellern, vor allem das Bühnenbild. Mit einfachsten Mitteln wurde sehr effektvoll die Skid Row erschaffen. Die Häuserfront scheint plastisch und greifbar, obwohl sie – wie an Theatern eben üblich – nur „gemalt“ ist. Barbara Bloch nutzt die vorhandenen Mittel gezielt und bezieht jeden Quadratzentimeter der Bühne in ihr Idee vom Blumenladen, Zahnarztpraxis und eben der Skid Row mit ein.</p>
<p class="Body">Was beim „Drumherum“ noch vortrefflich gelang, scheint bei Audrey II etwas sparsamer dosiert. Dadurch wirkt die gefräßige Pflanze jedoch weniger einschüchternd als vielmehr belustigend. Hier hat man in anderen Inszenierungen schon weitaus einfallsreichere Puppenmacher am Werk gesehen. Vor allem die lange dünne Zunge, die aus dem Maul des Monsters hervorsticht wie ein Phallus, stört das Bild des hinterlistigen Welteroberers sehr.</p>
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<div class="text-content style_External_669_553">
<div class="style_2">
<p class="Body">Helga Wolf hat jedoch auf der Regieseite wieder ganze Arbeit geleistet. Nach einer amüsanten „Camelot“-Inszenierung im vergangenen Jahr, hat sie den Kultklassiker entstaubt, ihn in die 90er Jahre verlegt und ermöglicht es dem Zuschauer so, sich noch besser mit den verschiedenen Charakteren identifizieren zu können. Natürlich kann auch sie an der grundsätzlichen Rahmenhandlung nichts ändern, jedoch legt sie die Charaktere etwas anders an als man es gewohnt ist.</p>
<p class="Body">So ist Mr. Mushnik (R. A. Güther) zwar nach wie vor geizig und schubst Seymour herum, aber er ist doch wesentlich weniger fies und berechnend als man es von dem alternden Blumenhändler gewohnt ist. Auch Audrey (Sigrid Brandstetter) erfährt eine Wandlung: Ihre Stimme ist wesentlich weniger „quieckend-schrill“ und sie scheint nicht ganz so naiv. Dafür hat Brandstetter das Lispeln der Blondine absolut perfektioniert. Der von Audrey schmerzvoll geliebte Zahnarzt ist schräg, durchgeknallt und vollkommen respektlos gegenüber seiner Freundin, aber so sehr sich Olaf Paschner auch abmüht, einen bleibenden Eindruck hinterlässt er leider nicht. Ganz im Gegensatz zu den Soulgirls (Nina Baukus, Jessica Fendler, Victoria Fleer). Die drei Sängerinnen kommentieren das Geschehen frech und spielen sich die Bälle hierbei vortrefflich zu.</p>
<p class="Body">Bleibt noch Seymour, der von Kristian Lucas sehr erwachsen gespielt wird. Es sind zwar natürlich immer noch die charmant-trotteligen Züge zu erkennen, aber die Figur des Seymour hat wesentlich mehr Tiefgang und wirkt dadurch weitaus realer.</p>
<p class="Body">Audrey und Seymour von einem naiv-kindlichen Liebespaar zu einem durchaus erwachsenen und des eigenmächtigen Denkens und Lebens fähigen Paar zu machen, zeigt eine andere Facette des „Kleinen Horrorladens“. Allerdings muss man auch zugestehen, dass durch diese Minderung der klischeehaften Überzeichnung der Charaktere auch etwas von der ursprünglichen Schrulligkeit des Stoffes verloren geht.</p>
<p class="Body">Gesanglich lässt es keiner an etwas vermissen. Herausragend ist, wie eigentlich immer in diesem Musical, Audrey II, in Lüneburg gesungen von Melvin Edmondson. Wenn die Monsterpflanze anfängt zu singen, könnte sie das Haus rocken. Wäre da nicht die gnadenlos zusammengestrichene Band. Richtiger Rocksound klingt anders… Schade, dass die musikalische Leitung hier eindeutig zuviel kreative Eigenleistung zeigt.</p>
<p class="Body">Doch trotz dieses kleinen Wermutstropfens ist „Der Kleine Horrorladen“ in Lüneburg eine Reise wert. Wir freuen uns schon auf die nächsten Musicals aus der inzwischen bewährten Kombination des Theaters in Lüneburg und Helga Wolf.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Februar 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sigrid Brandstetter, Kristian Lucas</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Buch <span class="Bold">/ Musik:</span></strong> <span class="Bold">Howard Ashman / Alan Menken<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></p>
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