<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kein Pardon-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/kein-pardon/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/kein-pardon/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 Nov 2025 16:33:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Kein Pardon-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/kein-pardon/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Eine gelungene Zeitreise in die 1990er Jahre</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-zeitreise-in-die-1990er-jahre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2025 13:02:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kein Pardon]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.musicals-online.com/?p=3696</guid>

					<description><![CDATA[<p>Alles neu macht der Juni! Zumindest gilt das für das First Stage Theater: In den letzten Wochen wurde es umfangreich renoviert. Um die neue Bühne, den modernisierten Gastrobereich und natürlich die neuen Stühle im Saal gebührend zu feiern, hat man sich mit &#8222;Kein Pardon&#8220; ein Stück ausgesucht, das schon in den 1990er Jahren Fernsehzuschauer begeisterte ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-zeitreise-in-die-1990er-jahre/">Eine gelungene Zeitreise in die 1990er Jahre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alles neu macht der Juni! Zumindest gilt das für das First Stage Theater: In den letzten Wochen wurde es umfangreich renoviert. Um die neue Bühne, den modernisierten Gastrobereich und natürlich die neuen Stühle im Saal gebührend zu feiern, hat man sich mit &#8222;Kein Pardon&#8220; ein Stück ausgesucht, das schon in den 1990er Jahren Fernsehzuschauer begeisterte und vor 14 Jahren in Düsseldorf <a href="https://www.musicals-online.com/haelt-leider-nicht-was-die-werbung-verspricht/">auf der Bühne des Capitol Theaters</a> für gute Laune sorgte.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3699 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-163-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-163-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-163-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-163-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-163-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-163-2048x1364.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Kreativen aus dem First Stage haben sich Verstärkung geholt, die sich in Hamburg und darüber hinaus einen Namen auf Musicalbühnen gemacht haben: Franziska Kuropa als Regisseurin, Sven Niemeyer als Choreograph, Nicolas Mischke als Musical Director und natürlich Nik Breidenbach als Heinz Wäscher. Eine feste Bank im Team ist Felix Wienbürger, der auch diesmal für Bühne und Licht verantwortlich zeichnet. Für den Sound ist Nils Steinkamp verantwortlich. Komplettiert wird die Riege der Kreativen von Klara Riefenstahl (Haare &amp; Make-Up) sowie Volker Deutschmann und Hermine Seifert, die die Kostüme kreiert haben.</p>
<p>35 Absolvent:innen erwecken in diesem Stück das Bottrop der 1990er Jahre mit viel Einsatz und Sinn für Humor zum Leben. Allen voran natürlich Philip Rakoczy, der als Schnittchenlieferant Peter Schlönzke den vermeintlichen Tellerwäscher-Traum lebt und eine eigene Fernsehshow bekommt. Rakoczys Stimme hat eine wunderschöne Klangfarbe. Schon seine charmante Liebeserklärung an das Fernsehen ist Herzerwärmend. Auch seine Mimik, bspw. wenn er im Verlauf der Show über Heinz Wäsche herzieht, ist großartig. Als &#8222;glitschiger Luschthase&#8220; ist er einfach zum Totlachen komisch.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3701 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-36-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-36-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-36-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-36-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-36-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-36-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Peters Mutter, Hilde Schlönzke, darf Munja Meier ihr komödiantisches Talent zeigen. Ihr gelingt der Spagat zwischen Stolz und Verletztheit sehr gut. Dass sie stimmlich zu den besten diesen Jahrgangs gehört, kann sie zwar rollenbedingt kaum zeigen, doch hier und da bekommt man einen Eindruck von ihrem Talent. Ganz zauberhaft ist Viola Bremer als Oma Schlönzke: Sie verzeiht dem abtrünnigen Peter als erste. Eine liebevolle Oma wie sie im Buche steht! Den etwas griesgrämigen, leicht schwerhörigen Opa Schlönzke erweckt Pascal Giebel zum Leben. Schön schrullig und polternd führt er (vermeintlich) das Regiment der Familie.</p>
<p>Eine herrlich schräge Type ist auch Karin, dargestellt von Svea Pöhler. Von der Kaffee-kochenden Assistentin zur Talkmasterin &#8211; eine steile Karriere, die sie in erster Linie ihrer lauten Art und Unverblühmtheit zu verdanken hat. Pöhler macht sich gekonnt zur Lachnummer und überzeugt mit dieser extravaganten Figur.</p>
<p>Peters Freundin Ulla, die etwas burschikose Tontechnikerin mit Ambitionen zu Größerem, wird von Ilka Kottkamp gespielt. Sie ist herrlich frech, eine tolle Freundin und wirbelt mit einer raumgreifenden Energie über die Bühne (&#8222;Klingelsturm&#8220;). Das Duett &#8222;Wild und frei&#8220; mit Rakoczy gehört zu den Highlights des Abends!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3700 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Preview-49-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Preview-49-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Preview-49-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Preview-49-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Preview-49-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Preview-49-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos Highlight: Nik Breidenbach als aufgeblasener, respektloser Heinz Wäscher ist super. Man weiß, dass er solche &#8222;besonderen&#8220; Charaktere famos spielen kann und es macht Spaß ihm bei seinem exaltierten Gehabe zuzusehen. Als Wäschers Schwester Uschi Blum ist er mindestens ebenso überzeugend, auch hier bringt der Absolvent der Stage School seine ganze Erfahrung ein. Die Uschi Blum Boys rahmen die Sängerin gekonnt ein und sorgen mit ihrer Perormance für jede Menge Lacher!  Allerdings hätte man die selbstbewusste Künstlerin durchaus etwas pompöser ausstatten können. So erinnert sie eher an eine graue Maus als an eine Show-Diva.</p>
<p>Kurz vor dem Finale feuert Kuropka mit der Reprise von &#8222;Willkommen beim Fernsehen&#8220; noch einmal ein Feuerwerk ab: Peter wird von seinen Wegbegleitern heimgesucht &#8211; folgerichtig bewegen sich diese in bester Zombiemanier. Und über allem lächelt ein dämonischer Heinz Wäscher. Eine große Freude!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3703 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-156-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-156-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-156-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-156-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-156-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/06/Kein_Pardon_Premiere-156-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ein Wort noch zur Bühne: Was hier einmal mehr an verschiedenen Szenenbildern geschaffen wurde, die technisch ausgefeilt aus einem TV-Studio einen Bottroper Straßenzug machen oder aus dem Wohnzimmer der Schlönzkes den Backstageingang des Studios. Das First Stage muss sich hier auf keinen Fall verstecken. Bühnentechnik und Kulissen sind definitiv Oberliga!</p>
<p>Zum Finale füllt sich die Bühne einmal mehr: 36 Darstellerinnen und Darsteller sind wirklich eine ganze Menge! Der obligatorische Mitmachsong &#8222;Das ganze Leben ist ein Quiz&#8220; wird in verschiedenste Stilrichtungen transferiert und so kommen die Zuschauer auch in den Genuss einer amüsanten Samba-Sequenz. Die Künstler:innen haben ganz offensichtlich Spaß dabei. Und Sven Niemeyer schöpft choreographisch einmal mehr aus dem Vollen.</p>
<p>&#8222;Kein Pardon&#8220; ist kurzweilig, macht Spaß und sprüht vor Kreativität. Ein weiterer Beweis dafür, dass wir uns keine Sorgen um den Musical-Nachwuchs in Deutschland machen müssen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">10. Juni 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong>Nik Breidenbach, Absolventen</span> der Stage School Of Music, Dance and Drama</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie &amp; Choreographie: </strong>Franziska Kuropka / Sven Niemeyer<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-zeitreise-in-die-1990er-jahre/">Eine gelungene Zeitreise in die 1990er Jahre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hält leider nicht, was die Werbung verspricht</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/haelt-leider-nicht-was-die-werbung-verspricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 16:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
		<category><![CDATA[Capitol Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Enrico de Pieri]]></category>
		<category><![CDATA[Kein Pardon]]></category>
		<category><![CDATA[Roberta Valentini]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hermanns]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1288</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hape Kerkeling preist dieses Musical in der Fernsehwerbung als „Mördershow“ an. Das Publikum schüttet sich aus vor Lachen und wer den Film kennt, weiß warum. „Kein Pardon“ ist eine Show, die wie kaum eine andere von den Darstellern lebt, die auf der Bühne stehen. In der besuchten Vorstellung fehlte nicht nur Dirk Bach, sondern auch ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/haelt-leider-nicht-was-die-werbung-verspricht/">Hält leider nicht, was die Werbung verspricht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Hape Kerkeling preist dieses Musical in der Fernsehwerbung als „Mördershow“ an. Das Publikum schüttet sich aus vor Lachen und wer den Film kennt, weiß warum.</p>
<p class="Body">„Kein Pardon“ ist eine Show, die wie kaum eine andere von den Darstellern lebt, die auf der Bühne stehen. In der besuchten Vorstellung fehlte nicht nur Dirk Bach, sondern auch Iris Schumacher und Wolfgang Trepper. So gut die Zweitbesetzungen auch spielen, man spürt zu sehr, dass die Rollen auf jemand anders zugeschrieben sind. Dass niemand aus dem Publikum sich zu Standing Ovations hinreißen lässt, spricht für sich.</p>
<p class="Body">Das ist sehr schade, denn mit Enrico De Pieri steht als Peter Schlönzke ein sehr charismatischer Darsteller auf der Bühne, der es schafft, Hape Kerkeling nicht zu parodieren, sondern seinen eigenen Weg zu finden, dem glücklosen Ruhrpott-Jungen Leben einzuhauchen.</p>
<p class="Body">Musikalisch bietet „Kein Pardon“ unerwartet viel Abwechslung und auch die Kostüme und Szenenbilder sind sehr gelungen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_219">
<div class="style_2">
<p class="Body">Von der ersten Idee, aus der Satire auf die Fernsehwelt ein Musical zu machen bis zur Weltpremiere im November 2011 vergingen fast drei Jahre. Comedian Thomas Hermanns zeichnet für Buch und Liedtexte verantwortlich. Hape Kerkeling und Dirk Bach waren schon früh am Kreativprozess beteiligt. Die Musik stammt von Achim Hagemann und Thomas Zaufke. Allesamt Profis &#8211; gute Voraussetzungen für eine tolle Show.</p>
<p class="Body">An der Handlung an sich ist nichts auszusetzen. Man muss den Film nicht kennen, um dem Geschehen folgen zu können. Mittzwanziger Peter Schlönzke wohnt immer noch bei seinen Eltern und wünscht sich nichts mehr, als Fernseh-Moderator zu werden. Wie der Zufall es will, tritt er in die Fußstapfen seines Idols Heinz Wäscher und lernt die gar nicht so schillernde und schöne TV-Welt kennen. Hinter den Kulissen herrscht der Kampf um Quoten; Neid und Missgunst sind an der Tagesordnung und Peter merkt nicht erst als auch er abserviert wird, dass er sich selbst etwas vorgemacht hat. Der Weg zurück in seine alte Welt ist holprig, aber dank ein wenig Glück wird er im Schoß seiner Familie wieder willkommen geheißen.</p>
<p class="Body">„Kein Pardon“ ist bunt, laut und lustig. Die Show will nur eines: unterhalten! In Bezug auf das Schicksal von Peter Schlönzke trifft dieser Ansatz in Schwarze. Enrico De Pieri gibt einen liebevollen Trottel; man möchte ihm unbedingt helfen, seinen Weg zu finden. Wenn er mit seinem Schnittchen-Fahrrad durch Bottrop radelt und dabei typische 80er Jahre Mitbürger trifft, ist das schon sehr süß. Seine Liebes-erklärung an seinen Fernseher („Kumpel Nummer Eins“) ist herzerweichend und hält dem Publikum charmant den Spiegel vor &#8211; denn ohne Fernseher geht es für viele heutzu-tage kaum noch. De Pieri hat eine sanfte Ausstrahlung und so ist man überrascht, dass in ihm eine solch raumgreifende glasklare Stimme versteckt ist. De Pieris Soli sind das Highlight der Show!</p>
<p class="Body">Die Menschen, denen Peter vor und während seiner Fernseh-Karriere begegnet sind echte Unikate. Jeder hat seine eigene mehr oder weniger charmante Macke, ob nun der ewig grantelnde Opa, die dauerlächelnde Redakteurin Doris, die Käffchen-Maus Karin, der schleimige Regisseur Bertram oder der gestresste, rücksichtslose TV-Star Heinz Wäscher. Und doch bleiben alle nur sehr oberflächlich in Erinnerung. Vieles wirkt aufgesetzt und unnatürlich. Einzig Roberta Valentini setzt als Ulla einen erfrischenden Lichtblick.</p>
<p class="Body">Die beiden Duette von Peter und Ulla (De Pieri und Valentini) sind wunderbar rockig &#8211; „Klingelsturm“ sprüht vor Spielfreude und in „Wild und frei“ empfiehlt sich Valentini eindrucksvoll als nächste Scaramouche in „We Will Rock You“. Die bekannten Klassiker aus dem Fernsehfilm („Witzigkeit kennt keine Grenzen“, „Das ganze Leben ist ein Quiz“) kommen souverän über die Rampe. Insgesamt will die Mischung aus 80er Jahre Schlagerpop und Rocksound dennoch nicht so recht passen. Die Brüche zwischen den musikalischen Elementen sind einfach zu stark.Die sechsköpfige Live-Band intoniert jedoch alle Stilrichtung perfekt.</p>
<p class="Body">Überhaupt erstrahlt die Leistung der Backstage-Abteilungen über allem: Die Kostüme von Mario Reichlin sind farbenprächtig und detailgetreu. Der Kontrast zwischen Ruhrpott-Familie und schillernder TV-Welt könnte größer kaum sein. Hans Peter Kudlichs Bühnenbild schafft spielend den Sprung zwischen Traum und Realität. Auch Andrew Voller kann lichttechnisch aus dem Vollen schöpfen, obwohl manche Effekte einen psychedelischen Ursprung nahelegen. Auch die Projektionen auf den mobilen Videosäulen (Uwe Hesse, Felix Kawamura), die in einigen Szenen das Geschehen einrahmen, sind überladen und beim Zuschauen wird einem schnell schwindelig.</p>
<p class="Body">Wie bereits erwähnt, wird die Show einzig von Enrico De Pieri getragen. Das ist eine große Last, die man gern auf mehr Schultern hätte verteilen können. Dennoch macht es viel Spaß De Pieri als Peter Schlönzke zuzuschauen. Man leidet und freut sich mit ihm. Als luschtiger Glückshase hat er die Lacher immer auf seiner Seite.</p>
<p class="Body">Roberta Valentini scheint als Peters Freundin Ulla etwas überqualifiziert, hat aber mit ihm zusammen die beiden besten Songs des Abends auf ihrer Habenseite.</p>
<p class="Body">Die Schlönzkes wurden in der besuchten Vorstellung von Susanna Panzner (Mutter) und Verena Plangger (Oma) gespielt. Alle spielten sympathisch und mit dem Herz am rechten Fleck. Doch es blieb der Beigeschmack, dass sie sich (noch) nicht wirklich mit den Figuren angefreundet hatten. Plangger ist die Ausnahme, denn wenn sie immer wieder vom Bollerwagen erzählt, rührt das auf komische Weise zu Tränen.</p>
<p class="Body">In Abwesenheit von Dirk Bach übernimmt Heinz-Peter Lengkeit die Rolle des alternden TV-Moderators Heinz Wäscher. Aber so recht will ihm das Kostüm nicht passen. Seine Interpretation der hessischen Frohnatur wirkte steif. Auch als Uschi Blum macht er eine eher unglückliche Figur. Eigentlich eine der zentralen Rollen der Show ging er beim Schlussapplaus in der Menge des Ensembles unter.</p>
<p class="Body">Reinhard Brussmann macht als österreichischer TV-Regisseur Bertram Spaß, kann sich aber auch nicht nachhaltig im Gedächtnis festsetzen. Bleibt noch der luschtige Glückshase, der mit den Niedlichfaktor die Herzen der Zuschauer spielend gewinnt &#8211; egal welcher Künstler drin steckt.</p>
<p class="Body">In erster Linie liegt es wohl an der Personenregie, dass die Charaktere blass bleiben und man tatsächlich das Gefühl hat, einer distanzierten TV-Sendung zuzuschauen als mitten in der abwechslungsreichen Lebensgeschichte von Peter Schlönzke. Es mag aber auch daran liegen, dass die Figuren bestimmten Darstellern auf den Leib geschrieben wurden und die Zweitbesetzungen schlicht anders gebaut sind. Hier scheint noch Potential zu sein, das Stück weiter zu entwickeln.</p>
<p class="Body">Szenisch hat Regisseur Alex Balga hingegen schöne Bilder geschaffen. Ob nun große Ensemblestücke wie „Fernsehland“, „Das ganze Leben ist ein Quiz“ oder die kleinen feinen Szenen wie „Kumpel Nummer Eins“ und „Mein Sohn ist beim Fernsehen“ &#8211; die szenische Welt funktioniert einwandfrei und das Capitol Theater zeigt alles her, was es an Kostümen und Ausstattung zu bieten hat.</p>
<p class="Body">Eine der nachhaltigsten Szenen war übrigens „Dat wär doch gelacht“, in der Opa Schlönzke kurz vor dem eigentlichen Showfinale eine Hymne auf den Ruhrpott zum Besten gibt, die alles aufzeigt, was den Pott so einmalig und sympathisch macht. Eigentlich hätte man das Stück auch an dieser Stelle enden lassen können. Aber dann hätte das große Finale gefehlt, bei dem noch einmal alles aufgefahren wurde, was „Kein Pardon“ zu bieten hat: Schillernde Kostüme, eine technikversierte Ausstattung, einen sehr charismatischen Hauptdarsteller und den gar nicht so heimlichen Star mit Puschelschwanz.</p>
<p class="Body">Dass das Stück beim Publikum nicht so recht ankam, zeigte sich beim Schlussapplaus: Niemand stand auf; außer Enrico De Pieri bekam keiner der Akteure übermäßigen Applaus. Es kann nicht nur daran liegen, dass Gäste von außerhalb dem Ruhrpott-Charme nicht erliegen. Wenn nicht einmal der Darsteller in der Rolle des „Warm-Uppers“ die Zuschauer zu Jubelstürmen motivieren kann (und normalerweise lässt sich deutsches Publikum gern zum Mitmachen animieren), wird die Luft echt dünn.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Capitol Theater, Düsseldorf</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>27. Januar 2012</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Enrico De Pieri, Roberta Valentini</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong>  Alex Balga / Thomas Hermanns<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Boehme und Margo / Jens Hauer<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/haelt-leider-nicht-was-die-werbung-verspricht/">Hält leider nicht, was die Werbung verspricht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
