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	<title>Kammerspiele-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Kammerspiele-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Grimm! &#8211; Ein Abschlussprojekt setzt Maßstäbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2017 18:49:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Amina Liedtke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2017 macht der erste Jahrgang der Mainzer „Musical Arts Academy of the Performing Arts“ seinen Abschluss, den Björn Breckheimer seit Übernahme des Direktoriums der Schule im Jahre 2013 von Anfang an begleitete. Zehn Absolventen und sechs Zweit- und Viertsemester stehen beim Abschlussprojekt in den Mainzer Kammerspielen auf der Bühne. Mit „Grimm!“ von Peter Lund (Buch) ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2017 macht der erste Jahrgang der Mainzer „Musical Arts Academy of the Performing Arts“ seinen Abschluss, den Björn Breckheimer seit Übernahme des Direktoriums der Schule im Jahre 2013 von Anfang an begleitete. Zehn Absolventen und sechs Zweit- und Viertsemester stehen beim Abschlussprojekt in den Mainzer Kammerspielen auf der Bühne.</p>
<p>Mit „Grimm!“ von Peter Lund (Buch) und Thomas Zaufke (Musik) haben sich die Dozenten im wahrsten Sinn ein „ausgezeichnetes“ Stück ausgesucht, denn 2015 erhielt diese ungewöhnliche Auseinandersetzung mit den Märchen unserer Kindheit den Deutschen Musical Theater Preis für das „Beste Buch“.</p>
<p>Erzählt wird die Geschichte von Dorothea und Grimm, besser bekannt als Rotkäppchen und der böse Wolf. Dorothea ist es Leid von allen als Rotkäppchen bezeichnet zu werden, immerhin ist sie ja schon 14 Jahre alt und das dörfliche Korsett geht ihr mächtig gegen den Strich. Sie ist neugierig und abenteuerlustig und geht im Wald auf Entdeckungsreise. Sie trifft auf Grimm, der sich sofort in die süße Blondine verliebt. Auch Dorothea verliebt sich, doch die beiden haben eine Menge Vorurteile auf beiden Seiten des Zauns zu beseitigen&#8230;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2031 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6375-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6375-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6375-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6375.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dorothea möchte, dass Grimm die Tiere im Dorf kennenlernt, denn dort gibt es viele Geschichten vom bösen Wolf, die so auf Grimm nicht zutreffen und Dorothea möchte, dass die Dorfbewohner ihren Grimm so kennenlernen, wie er wirklich ist. Grimm wiederum ist voller Hass gegen die Menschen – das blutrünstigste und grausamste Tier der Erde – da sie seine Eltern umgebracht haben. Er ahnt nicht, dass Dorothea auch ein Mensch ist, da er selbst bisher nie einen Menschen gesehen hat.</p>
<p>Der Bürgermeister des Dorfs ist Sultan, der mit seinem ziemlich feigen Sohn, dem Jäger Rex, für Ordnung sorgt. Dass es Sultan ist, der Grimms Eltern auf dem Gewissen hat, weil er seine eigene Haut retten wollte, erfährt Grimm zum Glück nicht. Rex ist der beste Freund von Dorothea und sehr argwöhnisch hinsichtlich ihrer neuen Bekanntschaft. Ihm wäre es am liebsten, sie würde diese gefährliche Bestie weder treffen noch ins Dorf bringen.</p>
<p>Diese Meinung teilt Schweinchen Schlau, die ihre Schwestern Schweinchen Doof und Schweinchen Dick zunächst noch gut im Griff hat. Auch gelingt es ihr, die Erzählungen einiger Dorfbewohner so umzudrehen, dass daraus die Märchen vom „Rotkäppchen“ und dem „Wolf und den sieben Geißlein“ werden, die jedes Kind kennt. Doch die Wahrheit war ganz anders.</p>
<p>Das belegt auch die alleinerziehende Ziege Gisela, die mit ihren sechs Geißlein ebenfalls im Dorf lebt. Sieben sind es nie gewesen.</p>
<p>Dann gibt es noch Oma Eule, die sich schon vor langem aus dem Dorf zurückgezogen hat und als „wunderliche Alte“ verschrien, glücklich mitten im Wald lebt. Sie war es auch, die nicht nur Grimm aufgezogen hat, sondern auch Schweinchen Wild Obdach gibt.</p>
<p>Im Laufe der Handlung verlieben sich Schweinchen Dick, das in Wirklichkeit gar nicht dick ist, und Schweinchen Wild, das optisch sehr an Scaramouche aus „We Will Rock You“ erinnert, ineinander. Sie kämpfen mit den Vorurteilen ihrer Umgebung und müssen auch bei sich selbst einige Mauern einreißen, bevor sie endlich zu ihrer Liebe stehen können.</p>
<p>Schweinchen Schlau mutiert immer mehr zum Möchtegern-Diktator des Dorfes – gerade in der heutigen politischen Umgebung ein wunderbarer gesellschaftlicher Spiegel der Tatsache, wie einfach sich Menschen beeinflussen lassen. Doch am Ende ist es Schweinchen Doof, das eigentlich gar nicht doof, sondern nur etwas schusselig ist, welches die Pläne ihrer Schwester verrät.</p>
<p>Für Dorothea und Grimm gibt es kein Happy End, da die Mauern in den Köpfen der meisten Dorfbewohner einfach zu hoch sind und es auch beiden nicht gelingt, sich von diesen Vorurteilen selbst zu befreien.</p>
<p>„Grimm!“ sprüht nur so vor Wortwitz und Anspielungen auf die heutige Zeit. Es ist spannend, wie man eine bekannte Geschichte so entzaubern kann, dass plötzlich alles in einem ganz anderen, nicht weniger schlüssigen Licht erscheint.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2032 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6643a-328x400.jpg" alt="" width="328" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6643a-328x400.jpg 328w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/DSC_6643a.jpg 656w" sizes="(max-width: 328px) 100vw, 328px" />Musikalisch bedient Zaufke von Swing über Walzer bis hin zu „klassischem“ Musical-Pop eine breite, sehr gefällige Klaviatur. Die Rahmenbedingungen dieses Stücks sind schlichtweg perfekt!</p>
<p>Auch die Umsetzung in Mainz kann getrost als sehr gelungen bezeichnet werden. Die Bühne, hier insbesondere die Bäume, hat Nathalie Meyer mehr als nur zweckdienlich gestaltet. Die Kostüme (Claudia Wehner) haben hingegen eher Amateurniveau. Die Teddyfellfetzen an den Hüten der Hunde und die unterschiedlichen Plüschkleider der Geißlein sind ganz süß, aber insgesamt bleiben die Kostüme im Hintergrund.</p>
<p>Claudia Wehner (Mainzer Kammerspiele) hat das Abschussprojekt inszeniert und hierbei sehr gute Arbeit geleistet. Sie wird in ihrer Regie jedem der so besonderen, teils arg exzentrischen Charaktere gerecht, überzeichnet diese in einem verträglichen Maß, ohne jedoch den Blick für das durchaus jüngere Zielpublikum zu verlieren.</p>
<p>Eine schwere Aufgabe hatte offenbar Chris Ertelt, die zu Zaufkes schwungvollen, abwechslungsreichen Melodien ebenso mitreißende Choreographien auf das Parkett bringen musste. Leider waren diese jedoch mehrheitlich wenig anspruchsvoll und zudem noch asynchron ausgeführt. Ob dies an den Choreographien an sich, zu wenig Probenfokus auf diesen Bereich oder dem individuellen Tanztalent der Absolventen lag, ist schwer zu beurteilen.</p>
<p>Die musikalische Leitung lag in den Händen von Björn Breckheimer. Wie auch schon in den letztjährigen Weihnachtsprojekten der Musical Arts Academy werden Stärken und Schwächen einiger Nachwuchsdarsteller insbesondere im Gesang deutlich. Im Bereich Schauspiel können hingegen alle 10 Absolventen überzeugen.</p>
<p>Breckheimer und Ertelt haben gemeinsam über die Besetzung der Rollen entschieden. Wie immer kann man hier unterschiedlichster Ansicht sein. Doch Làszló Nagy ist es sehr gute Wahl für Grimm. Er kann die Zerrissenheit, das Wilde sowie die Sanftheit und Verletzlichkeit der vermeintlichen Bestie sehr gut transportieren. Einzig bei schnellen Gesangspassagen mit viel Text wird es aufgrund seines Akzents manchmal schwierig ihm zu folgen.</p>
<p>Valerie Wilhelm gibt eine sympathische Dorothea, deren Energie und Willen, die alten Zöpfe abzuschneiden, spürbar ist. Leider kann sie gesanglich und tänzerisch nicht ganz so überzeugen.</p>
<p>Für viele lustige Momente ist Christin Reiter als Gisela Geiß zuständig. Wenn sie meckernd ihre Soli singt (und dabei ihre schöne Stimme mutwillig „verzerrt“) oder den bei ihren Geißlein unfreiwillig babysittenden Wolf lüstern zu verführen versucht, sorgt das für großes Gelächter.</p>
<p>Nathalie Hack kann als Oma Eule aus dem Vollen schöpfen. Ihr liegen exzentrische Charaktere, und auch wenn sie ihr tänzerisches Können in dieser Rolle nicht zeigen kann, ist ihre Spielfreude ansteckend. Ähnliches gilt für Sol Spies als Schweinchen Wild: Sie sieht nicht nur aus wie eine rotzige Göre, ihr Habitus und ihre Sprache sind absolut entsprechend. Ihr macht dieses unangepasste Schwein sichtlich Spaß! Gesanglich bleiben aber sowohl Spies als auch Hack hinter den Erwartungen zurück.</p>
<p>Amina Liedtke darf als Schweinchen Doof ihre Vielseitigkeit zeigen: Sie spielt das Dummchen genauso glaubwürdig wie das an Gollum erinnernde fiese Schweinchen. Zudem singt und tanzt sie in jeder Szene einwandfrei. Sie kann alle drei Sparten des Musicals gleichermaßen gut bedienen, dennoch empfiehlt sie sich mit ihrem Gespür für Comedy und das Publikum eher für komische als dramatische Rollen.</p>
<p>David Lee Krohn spielt nicht nur Rex, er hat das Stück mit seinen Mitschülern auch musikalisch einstudiert. Krohn kann sich sehr gut in Charaktere einarbeiten, er spielt auch den wankelmütigen Hund absolut glaubwürdig. Schade, dass man von seiner sehr guten Stimme an diesem Abend kaum etwas hört.</p>
<p>Der komplette Abschluss-Jahrgang hat bereits Engagements über den Sommer. Das zeigt sowohl die hohe Qualität der Ausbildung in Mainz als auch das gute Netzwerk des Leitungsteams, dem das Wohl seiner Schützlinge auch nach der Ausbildung am Herzen liegt. Mit dieser Abschlusspräsentation haben die Kreativen die Latte für nachfolgende Jahrgänge sehr hoch gelegt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt</em> <em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kammerspiele, Mainz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 21. April 2017</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="Bold">Nathalie Hack, David Lee Krohn, Amina Liedtke, László Nagy, Sol Spies, Christin Reiter, Dorothee Weingarten, Valerie Wilhelm, Julian Schlier</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Thomas Zaufke / Claudia Wehner</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Liebisch<br />
</span></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Sehr komplexe Adaption mit guter szenischer Umsetzung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sehr-komplexe-adaption-mit-guter-szenischer-umsetzung/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2017 20:05:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Alice!]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Kammerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[PAN.OPTIKUM]]></category>
		<category><![CDATA[Rapucation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alice und ihre wundersamen Erlebnisse im Kaninchenbau sind spätestens seit der Tim Burton Verfilmung mit Johnny Depp und Anne Hathaway (2010) der breiten Masse ein Begriff. Doch Lewis Carrolls Buch von 1865 wurde schon zuvor zahlreich verfilmt; am bekanntesten wohl die Disney-Version von 1951. Auch Bühnenadaptionen gab es einige, doch in einem Musical haben verrückter ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alice und ihre wundersamen Erlebnisse im Kaninchenbau sind spätestens seit der Tim Burton Verfilmung mit Johnny Depp und Anne Hathaway (2010) der breiten Masse ein Begriff. Doch Lewis Carrolls Buch von 1865 wurde schon zuvor zahlreich verfilmt; am bekanntesten wohl die Disney-Version von 1951. Auch Bühnenadaptionen gab es einige, doch in einem Musical haben verrückter Hutmacher, Grinsekatze und Märzhase bisher nichts Gutes von sich hören lassen. Frank Wildhorns „Wonderland“ floppte 2011 am Broadway mit nur vier Wochen Laufzeit. Ob die im Januar 2017 in Edinburgh gestartete UK-Tour mit Kerry Ellis als Alice erfolgreicher wird, muss sich zeigen.</p>
<p><span style="color: #000080;"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1968 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_8_2dbd473301-267x400.jpeg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_8_2dbd473301-267x400.jpeg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_8_2dbd473301-768x1151.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_8_2dbd473301-683x1024.jpeg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_8_2dbd473301.jpeg 910w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" /></span>In Darmstadt hat nun Sigrun Fritsch ihre sehr freie Adaption des Kinderbuchklassikers auf die Bühne der Kammerspiele gebracht. Die Berliner Initiative Rapucation (Robin Haefs) und das Freiburger Aktionstheater PAN.OPTIKUM (Sigrun Fritsch) erarbeiten seit sechs Jahren gemeinsame Projekte für und mit Kindern und Jugendlichen. Zugrunde liegt immer die Kombination von Schauspiel, Rap und Tanz. Auch für „Alice!“ haben sich zahlreiche Darmstädter Jugendliche gemeldet, die freiwillig und aus Spaß an der Freud ihr Können unter Beweis stellen. Die über 30 Jugendlichen haben unterschiedlichste Hintergründe – von Flüchtlingskindern bis hin zu tanz-, schauspiel- und gesangserfahrenen Teenagern ist alles vertreten. Diesen bunten Haufen zu einer harmonischen Einheit zu machen, war sicherlich keine leichte Aufgabe, doch es gelingt Fritsch und Haefs.</p>
<p>„Alice!“ wurde als ‚Schauspiel mit Musik’ angekündigt. Die Musik stellt sich als leider recht eintöniger Rap heraus, der zwar inhaltlich gute Botschaften vermitteln möchte, jedoch in fast allen Songs gleich klingt. Somit kann man nicht von einem musikalischen Highlight sprechen.</p>
<p>Ein so großes Ensemble sinnhaft zu platzieren, ist eine Herausforderung. Doch Fritsch hat 12 bewegliche Bühnenelemente als einzige Kulissen für ihre Inszenierung vorgesehen und die Nachwuchskünstler sind viel damit beschäftigt, diese in Position zu schieben und mit Keilen (!) zu arretieren. Außerdem bietet diese vielfältige Spielwiese unzählige Möglichkeiten, um 30 Darstellern Raum zu geben.</p>
<p>Die Szenenbilder, die mithilfe dieser Blöcke entstehen, sind zum Teil sehr gelungen (bspw. der Fluss, den Alice durchquert oder die Gerichtsverhandlung der beiden (!) Hutmacher), auch wenn man teilweise sehr viel Phantasie braucht, um aus dem schwarzen Raum mit schwarzen Quadern die bunte, blühende Welt zu erschaffen, in der Alice ihre Abenteuer besteht.</p>
<p>Der Märzhase steht bei dieser Produktion übrigens gleich sieben Mal auf der Bühne. Doch diese Hasen sind das verbindende Element. Sie sind in jeder Szene präsent – sei es nun aktiv oder als diejenigen, die sich &#8211; gern auch mal spielerisch &#8211; um die korrekte Platzierung der Blöcke kümmern. Die Hasen sind es auch, die den größten Rap-Anteil haben: „Alles, was wir können“, „Ich falle“ oder das finale „Es wird niemals wie es war, aber alles wieder gut“ sind moderne, gut getextete Raps, die einigen Jugendlichen erfrischend leicht über die Lippen gehen.</p>
<p><span style="color: #000080;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1967 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_7_4c6e1796cd-267x400.jpeg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_7_4c6e1796cd-267x400.jpeg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_7_4c6e1796cd-768x1151.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_7_4c6e1796cd-683x1024.jpeg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/csm_Alice_Robert_Schittko_Bild_7_4c6e1796cd.jpeg 910w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" /></span>Das Tanzelement ist dagegen weniger ausgeprägt. Vielmehr bewegen sich die Darsteller in mehr oder weniger präzisen Abfolgen über die Bühne und Kulissen. Einzig nach der finalen Auseinandersetzung von Alice mit der roten Königin, in der sie die Herrscherin mit dem Glauben an sechs unmögliche Dinge in die Flucht schlägt, gibt es eine ansatzweise durchchoreographierte Szene vor einem großen Spiegel.</p>
<p>Die Macher richten sich mit ihrem Stück an Jugendliche, wollen mit „Alice!“ deren Probleme reflektieren und die Teenager dort abholen, wo auch immer sie gerade in ihrem Leben stehen. Alice befindet sich laut Fritsch, die mit ihrem Stück Lewis Carrolls Werk auf den Kopf stellen möchte, gerade in einem Zustand ständiger Verwandlung, mit dem sich insbesondere Heranwachsende gut identifizieren können sollen. Das ist etwas an den Haaren herbeigeholt und wird im Laufe der 80-minütigen Spielzeit auch nicht weiter vertieft.</p>
<p>Interessant ist, dass das Stück laut Theater-Website ab 13 Jahren empfohlen wird, während auf dem Ticket eine Altersempfehlung von 15 Jahren abgedruckt war. Ehrlich gesagt ist dieses Stück allenfalls für Abiturienten mit Deutsch-Leistungskurs und Theater-Besucher mit einer ausdrücklichen Vorliebe für experimentelles Theater geeignet. Es ist weder inhaltlich leichte Kost, noch inszenatorisch oder tänzerisch so kurzweilig umgesetzt, dass man den pädagogischen Anspruch erkennen könnte, den die Kreativen von Rapucation und PAN.OPTIKUM vertreten.</p>
<p>Dass „Alice!“ sehr frei nach Carroll entstanden ist, merkt man deutlich. Es fallen zwar immer wieder bekannte Namen wie Hutmacher, Jabberwocky oder rote Königin, aber die Handlung ist nur entfernt angelehnt an die Originalgeschichte und durch die Vielzahl an Hasen, den doppelten Hutmacher, die fehlende Grinsekatze, dafür aber mit Hund, fällt es dem Zuschauer schwer, einem roten Faden zu folgen. Auch diese Interpretation ist kein Baustein in der Erfolgsgeschichte von „Alice“ als Musical.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kammerspiele, Darmstadt</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">16</span>. Februar 2017</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Rapucation / PAN.OPTIKUM<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Robert Schittko<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Ziemlich beste Freunde</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ziemlich-beste-freunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2014 19:57:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hardy Krüger Jr.]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Claude Berutti]]></category>
		<category><![CDATA[Kammerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Abozen]]></category>
		<category><![CDATA[Ziemlich beste Freunde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon als der Film von Olivier Nakache und Eric Toledano 2011 in die Kinos kam, war man als Zuschauer hin- und hergerissen: Klischees, die mit Füßen getreten werden, fast schon schamlos mitleidsloser Umgang mit einem Querschnittsgelähmten, unendlich schwarzer Humor und vor Sarkasmus triefende Dialoge. Mehr als einmal blieb einem das Lachen ob gesellschaftlicher Konventionen im ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Schon als der Film von Olivier Nakache und Eric Toledano 2011 in die Kinos kam, war man als Zuschauer hin- und hergerissen: Klischees, die mit Füßen getreten werden, fast schon schamlos mitleidsloser Umgang mit einem Querschnittsgelähmten, unendlich schwarzer Humor und vor Sarkasmus triefende Dialoge. Mehr als einmal blieb einem das Lachen ob gesellschaftlicher Konventionen im Hals stecken.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die Bühnenversion von Gunnar Dreßler, die seit 23. März in den Hamburger Kammerspielen zu sehen ist, steht der Filmvorlage ins nichts nach. Die Dialoge sind teilweise 1:1 aus dem Film entnommen und erreichen das Publikum treffsicher. Philippe drückt sich genauso verschwurbelt aus wie auf der Leinwand, während Driss sich im unverwechselbaren Straßenslang verständigt. Der einzige wesentliche Unterschied liegt darin, dass Hausdame Yvonne und Privatsekretärin Magali in einer Person vereinigt wurden. Dies tut dem Schwung des Stücks aber keinen Abbruch.</p>
<p class="Body">Als Driss wurde Patrick Abozen engagiert. Der Hamburger Schauspieler, der dem Publikum durch zahlreiche Theaterengagements und TV-Rollen bekannt ist, bringt den Wandel vom gleichgültigen Ex-Sträfling zum verantwortungsbewussten Freund sehr gekonnt über die Rampe. Als eigenbrötlerischer Philippe ist Fernsehstar Hardy Krüger Jr. zu sehen. Er steuert den Elektrorollstuhl fast den ganzen Abend selbst mit seinem Kinn und bewegt sich ansonsten rollenkonform nicht eigenständig. Eine beeindruckende Disziplin der ganz besonderen Art.</p>
<p class="Body">„Ziemlich beste Freunde“ zeigt eindrucksvoll wie zwei grundsätzlich verschiedene Männer voneinander lernen, sich weiterentwickeln und ergänzen um schließlich eine außergewöhnliche Freundschaft einzugehen. Je länger Philippe mit Driss arbeitet, desto mehr entspannt er sich. Trockene Sprüche wie „Meine Füße waren noch nie so gut frisiert!“, nachdem Driss Shampoo und Duschgel verwechselt hat, prallen auf Driss‘ scheinbar unangebrachte Kommentare wie „Ich soll Erfahrungen sammeln &#8211; der (Typ) spürt nichts!“ &#8211; eine Aussage, die er tätigt, nachdem er Philippe mit heißem Tee verbrüht hat.</p>
<p class="Body">Eine Szene, in der Krüger Jr. ganz klein wirkt, obwohl die beiden Protagonisten sich Statur und Größe durchaus ähneln, ist die Küchenszene, in der Philippe und Driss dank eines offenbar sehr wirkungsvollen Joints ganz entspannt über Philippes Sexualleben (Stichwort: rote Ohren) plaudern. Wie er da so zusammengesunken am Kühlschrank lehnt, wecke unweigerlich Mitleid. Abozen muss seinen Kollegen in einigen Szenen vom Rollstuhl ins Bett tragen &#8211; da bleiben Lacher nicht aus, da er sich rollengemäß doch recht tollpatschig dabei anstellt.</p>
<p class="Body">Dass Driss anstatt Funk &amp; Soul in der Bühnenfassung ein Hip-Hopper ist, liegt sicherlich auch daran, dass Abozen hier einschlägige Erfahrungen hat. So beglückt er das Publikum mit Tanz- und Gesangseinlagen, mit denen er sich ganz sicher nicht verstecken muss. Dennoch verliert die Geburtstagsszene durch die nicht ganz massenkompatible Musikrichtung etwas an Spaß und Lebensfreude.</p>
<p class="Body">Driss liebevolle Oberflächlichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Wenn er eine Angestellte namens Delphine kurzerhand mit Flipper anspricht, könnte man entweder grün werden vor Wut oder mit ihm zusammen über seinen eigenen Witz lachen. Das Publikum entscheidet sich mehrheitlich für Letzteres.</p>
<p class="Body">Gut gelöst sind auch die Außenszenen: Die Restaurantszene, in der Driss und Philippe zum ersten Mal miteinander kiffen,  wird kurzerhand in die heimische Küche verlegt. Der Paragliding-Ausflug wird durch ein über dem Publikum seine Bahnen ziehendes Flugzeug angedeutet und auch das finale Zusammentreffen von Philippe und seiner Eleonore findet im Wohnzimmer statt.</p>
<p class="Body">Eine Highlight-Szene aus dem Film ist die Rasur von Philippe, um ihn auf das anstehende Date mit Eleonore vorzubereiten. Mit reichlich Rasierschaum und zahlreichen Positionswechseln gelingt auch dieses Element vortrefflich. Natürlich fehlt auch die Hitler-Parodie von Driss nicht.</p>
<p class="Body">„Ziemlich beste Freunde“ funktioniert eindeutig nicht nur auf der Leinwand, sondern berührt auch auf der Theaterbühne tief. Die beiden Hauptdarsteller wirken sehr authentisch in ihren Rollen und sowohl Patrick Abozen als auch Hardy Krüger Jr. erreichen durch spitze Kommentare sowie eine beeindruckende Mimik zahlreiche Lacher.</p>
<p class="Body">Einen so entspannten Umgang mit Menschen mit einer lebenseinschränkenden Behinderung wünscht man sich!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_112">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kammerspiele, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 13. Mai 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Patrick Abozen, Hardy Krüger Jr.</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Jean-Claude Berutti</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos:</strong> </span> Christian Schoppe</span></div>
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		<title>… der Versuch, Musicals zu erklären</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-versuch-musicals-zu-erklaeren/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2004 16:01:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hardy Rudolz]]></category>
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		<category><![CDATA[Tamara Wörner]]></category>
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<p class="Body">„Life is&#8230;“ ist eine bunte Musicalrevue von und mit Hardy Rudolz. Das beliebte Ex-Phantom hat es sich mit seinem Werk zur Aufgabe gemacht, dem Publikum zu erläutern, wo die vielfältigste Theaterform ihre Wurzeln hat.</p>
<p class="Body">Folgerichtig beginnt er bei amerikanischen Klassikern wie „Showboat“, mischt diese mit Jazz- und Soul-Elementen aus dem Süden des Landes und kommt so zu den ersten Book-Musicals wie „Der Zauberer von Oz“.</p>
<p class="Body">Dann werden in atemberaubendem Tempo mehr oder weniger bekannte Musicalkomponisten und -autoren erwähnt, von denen Kurt Weill und Leonard Bernstein durch zwei eigene Songs besondere Bedeutung verliehen wird.</p>
<p class="Body">Zum Ende des ersten Akts befindet sich das Publikum mit der „West Side Story“ in den 50ern und damit am Geburtszeitpunkt des heute so populären Bühnenmusicals.</p>
<p class="Body">Während im ersten Akt Titel aus „42nd Street“ und „Crazy For You“ anklingen, sind es im zweiten Teil des Abends große Ensuite-Produktionen, die zeigen, was der Regisseur Rudolz unter „Leben“ versteht. Dazu zählt die Liebe als Leitthema, aber auch Enttäuschung und Ängste, Lernen und Erfahrungen sammeln kommen zum Tragen. Sehr angenehm und für den ein oder anderen Zuschauer überraschend mag es sein, dass Rudolz nicht nur auf bekannte Titelmelodien zurückgreift, sondern vielmehr mit wunderschönen, meist vernachlässigten, Nummern die Vielseitigkeit des Lebens an sich darstellt. Hierzu zählen der ‚Hochzeitsgesang’ aus „Les Misérables“, ‚Ein Häuschen im Grünen’ aus „Der Kleine Horrorladen“ sowie ‚Touch a Touch me’ aus der „Rocky Horror Show“ allesamt keine Ohrwürmer im eigentlichen Sinne. Auch „Mozart!“(‚Gold von den Sternen’), „Aspects Of Love“ (‚Love Changes Everything’),  „Elisabeth“ (‚Zwei Boote in der Nacht’) und Sondheims „A Little Night Music“ (‚Send in The Clowns’) finden ihren Platz im zweiten Akt.</p>
<p class="Body">Das Ensemble, bestehend aus je drei Damen und Herren, wird lediglich von zwei Pianisten begleitet, was einigen Stücken abträglich ist, jedoch der Konsequenz von Gleichberechtigung von Musik und Gesang Rechnung trägt. Leider schaffen es nicht alle sechs Darsteller gleichermaßen, einen Vorteil hieraus zu ziehen. Charlotte Heinke singt durchgehend textsicher und überzeugend. Sie stiehlt als heimliche Leading Lady den beiden anderen Damen (Tamara Wörner und Stefanie Kock) regelrecht die Schau.</p>
<p class="Body">Lediglich Hardy Rudolz, der sich sympathischerweise nicht als Solist im Ensemble hervortut, und Tamara Wörner haben einige Szenen, in denen man spürt, was in den beiden Sängern steckt.</p>
<p class="Body">Joachim Quirin leistet auf einem anderen Gebiet des Allround-Genres gute Arbeit: Seine choreographischen Einlagen und die Anspielungen auf die Mannigfaltigkeit des Vaudeville-Theaters unterstreichen sein Talent als Entertainer.</p>
<p class="Body">Gänzlich blaß bleiben Stefanie Kock und Rüdiger Reschke, denen es trotz zahlreicher Soli nicht gelingen mag, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.</p>
<p class="Body">Das Premierenpublikum honorierte die Leistung der sechs Künstler, verfiel aber zu Recht nicht in frenetischen Beifall. Dafür wirkte das Gesamtkonzept zu unausgegoren&#8230; Zugegeben, „Life is…“ ist eine lange überfällige Revue, die versucht, der beliebtesten Unterhaltungsform der letzten Jahrzehnte Tribut zu zollen und mit den unzähligen Vorurteilen aufzuräumen. Doch einer der Gründe, warum bisher noch niemand einen „musicalischen“ Rundumschlag gewagt hat, liegt sicherlich in der Vielseitigkeit dieses so speziellen Genres. Wo anfangen? Bei den Broadway-Shows der 20er und 30er Jahre? Oder doch erst mit der „West Side Story“ Und welche modernen Stücke müssen/können Beachtung finden? Nimmt man nur Musicalhits mit auf, die eh schon jeder kennt oder wartet man mit weniger bekannten Melodien auf und riskiert die Missgunst des Publikums?</p>
<p class="Body">Das sind sicherlich alles Fragen, mit denen sich auch Hardy Rudolz herumgeschlagen hat, als er aus seiner Idee, die Geschichte des Musical auf einer Bühne zu erzählen, in die Tat umsetzen wollte.</p>
<p class="Body">Während der erste Akt dicht und schlüssig die Anfänge des heutigen Musiktheaters nachzeichnet, ist die Unschlüssigkeit und der fehlende rote Faden im zweiten Akt deutlich spürbar. Und warum sehr viel Sondheim, Gershwin und Bernstein zu hören ist und im Verhältnis nur sehr wenig Boublil/Schönberg oder Andrew Lloyd Webber präsentiert wird, bleibt Rudolz’ Geheimnis. Nicht wenige im Publikum hätten es sicherlich begrüßt, anstatt „Mein Körper und ich“ oder dem „Vater Baby Song“ von Roberts/Pietro eine Passage aus dem „Phantom der Oper“ als Parademischform von Operette und Musical zu hören.</p>
<p class="Body">Das „belehrende“ Element des Abends verbleibt übrigens nicht auf der Bühne. Denn auch im Programm wird das Leitthema aufgegriffen und es gibt ausführliche Artikel zum Entstehen und der Bedeutung von Musical-Klassikern sowie ein sehr informatives Glossar, in dem die wichtigsten Fachbegriffe wie „Try-Outs“ und „Korrepetitor“ genau erläutert werden.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicalzentrale.de">musicalzentrale.de</a></span></p>
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<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Kammerspiele, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>5. September 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Hardy Rudolz, Tamara Wörner</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Hardy Rudolz</span></span></p>
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