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	<title>Jessica Kessler-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Jessica Kessler-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>München feiert &#8222;drei singende Tunten im Fummel im australischen Outback&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Dec 2017 17:09:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Travestiekünstlerin Doris alias Tick lebt ein (mehr oder weniger) schönes Leben in Sydney als plötzlich Marion, seine Ehefrau, anruft und ihm eröffnet, dass er sich endlich auch mal um seinen achtjährigen Sohn kümmern soll. Als Aufhänger organisiert die patente Kleinstadt-Mutti eine Travestieshow in Alice Springs, in dem Tick als Star auftreten soll. Tick überzeugt die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/muenchen-feiert-drei-singende-tunten-im-fummel-im-australischen-outback/">München feiert &#8222;drei singende Tunten im Fummel im australischen Outback&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Travestiekünstlerin Doris alias Tick lebt ein (mehr oder weniger) schönes Leben in Sydney als plötzlich Marion, seine Ehefrau, anruft und ihm eröffnet, dass er sich endlich auch mal um seinen achtjährigen Sohn kümmern soll. Als Aufhänger organisiert die patente Kleinstadt-Mutti eine Travestieshow in Alice Springs, in dem Tick als Star auftreten soll.</p>
<p>Tick überzeugt die frisch verwitwete Bernadette und die leicht durchgeknallte Felicia (eigentlich Adam) von dem wohltuenden Tapetenwechsel. Stilecht starten die drei Grazien mit einem arg in die Jahre gekommenen Bus in Richtung Outback, denn Alice Springs ist wahrlich kein Vorort von Sydney.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2164 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-400x259.jpg" alt="" width="400" height="259" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-400x259.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-768x497.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es kommt wie es kommen muss: Der Bus ächzt unter seinem Alter und bleibt schließlich liegen. Zum Glück findet sich in der Nähe der Mechaniker Bob, der welcher die Gelegenheit beim Schopfe packt, die Ladies als Ein-Mann-Boxen-Crew auf ihrer weiteren Reise zu unterstützen und so seiner sehr herrischen Ehefrau zu entfliehen. Bernadette und Bob verlieben sich ineinander, Felicia sorgt für jede Menge Chaos bei der Dorfbevölkerung und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung, und Tick versucht bei allem den Überblick zu behalten. Dabei muss er selbst sehr darauf achten, dass er sich von seinen selbstgesteckten Erwartungen und Befürchtungen im Hinblick auf seine aktive Vaterschaft nicht auffressen lässt.</p>
<p>Wie auch im gleichnamigen Film, der seit seiner Premiere 1994 Kultstatus erlangt hat, gibt es ein Happy End für alle Protagonisten. Stephan Elliott, der Autor dieses bunten Filmfeuerwerks voller Discohits und deftiger Sprüche, hat gemeinsam mit Allan Scott auch das Buch für die Musicalfassung geschrieben. 11 Jahre nach seiner Weltpremiere in Sydney und immerhin noch ganze 6 Jahre nach der Broadway-Premiere kommt nun endlich eine deutsche Fassung dieses im anglo-australischen Raums gehypten Kultmusicals auf die Bühne.</p>
<p>Das Münchner Theater am Gärtnerplatz ist nicht gerade der erste Spielort, der einem für diese Show in den Sinn kommt &#8211; da lägen Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin deutlich näher. Doch das Team von Intendant Josef E. Köpplinger hat schon in den letzten Jahren immer wieder von seinen Deutschlandpremieren international erfolgreicher Musicals (u. a. „Tschitti Tschitti Bang Bang“) reden gemacht. Das Kreativteam kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Gil Mehmert übernahm die Regie, Melissa King choreographierte, Jeff Frohner zeichnete für die musikalische Leitung verantwortlich. Was sollte da noch schiefgehen?</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2162 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-768x505.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch an der Besetzung gibt es nichts zu mäkeln, denn alle Protagonisten wurden tadellos ausgewählt: Armin Kahl gibt den zwischen der Verantwortung als Vater und dem ohnehin schon nicht besonders einfachen Leben als homosexueller Travestiekünstler hin- und hergerissenen Tick sehr überzeugend. Mal einfühlsam, mal verzweifelt, mal voller Sehnsucht oder mit vollem Körpereinsatz und Leidenschaft als Travestiekünstler – Tick durchlebt im Laufe des Abends ein reges Auf und Ab. Kahl kann dies gut transportieren. Leider liegen ihm die 1970er Jahre Popsongs („Go West“, I love the Nightlife“) nicht ganz so gut wie klassischer Musicalstoff („Jekyll &amp; Hyde“). Einzig mit Elvis’ „Always on my mind“ kann er zum Ende der Show sein Können zeigen.</p>
<p>Erwin Windegger schlüpft in die sehr gut passenden Kleider des Transvestiten Bernadette, die gleich zu Beginn den Verlust ihres Mannes Trumpet zu beklagen hat. So schräg und überzogen die Beerdigungsszene anmutet, so stilvoll leidend beherrscht Bernadette die Szenerie. Man kann sich keine bessere Besetzung für diese Rolle vorstellen als Windegger – auch gesanglich setzt er an diesem Abend Maßstäbe. Sein „I will survive“ sorgt für ausgiebigen Szenenapplaus.</p>
<p>Der dritte im Bunde ist Terry Alfaro als Adam, der in Habitus und Sprache dem filmischen Original sehr nahe kommt. Einerseits ist er zuckersüß wie ein Welpe, der nur spielen will, andererseits ist er sehr körperbewusst und sexgetrieben, was nicht selten zu brenzligen Situationen führt. Der Zickenalarm zwischen Adam alias Felicia und Bernadette ist gut dosiert und lässt die Vermutung zu, dass sich die beiden im Grund doch sehr sympathisch sind.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2165 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-768x484.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47.jpg 999w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Namensgebend ist natürlich auch hier der zunächst noch mausgraue Bus „Priscilla“, der mit einem überdimensionalen, pink glitzernden Stöckelschuh auf dem Dach vom Publikum schon fast frenetisch bejubelt wird. Erst im Verlauf des Abends bekommt der Bus seinen rosa Anstrich. Diese Verwandlung ist bühnentechnisch sehr schön gelöst.</p>
<p>Flankiert werden die „drei Pimmel im Fummel am Himmel“ (einer der deftigen Sprüche aus der Show) von drei Diven (Jessica Kessler, Amber Schoop, Dorina Garuci), die mal mit Engelsflügen ausstaffiert den Bus erklimmen, mal mit Cindy Lauper Gedenkfrisur popmusikalisches Beiwerk sind.</p>
<p>Wesentlich mehr in Erinnerung bleibt da Angelika Sedlmeier als Sophie, die von Bernadette als Vokuhila-Fee tituliert wird und sich noch den Ratschlag anhören muss, „sich den Tampon anzuzünden, um die Muschi damit in die Luft zu jagen, denn das wird der einzige Bums sein, den sie in diesem Leben noch haben wird.“ Eine herausragende Szene! Sedlmeier gibt aber auch ein besonders ekliges Exemplar Western-Frau ab, der man nicht im Dunkeln auf der Straße begegnen möchte.</p>
<p>Sympathiepunkte sammelt auch Frank Berg als Mechaniker Bob. Von seiner Hilfsbereitschaft und seinem komplett wertfreien Umgang mit den drei Paradiesvögeln aus Sydney kann sich manch einer gern eine Scheibe abschneiden. Bobs Frau Cynthia (überragend gespielt von Marides Lazo) scheint dem Alkohol sehr zugetan und erfreut mit ihrer sehr besonderen Form der „Pop“-Musik die Herren im Dorf über alle Maßen. Doch Bob fühlt sich mehr und mehr zu Bernadette hingezogen. Die aufblühende Zuneigung der beiden, das anfängliche Zögern Bernadettes, das liebevolle Werben Bobs – all dies ist mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert und wird von beiden Darstellern nicht weniger gefühlvoll über die Rampe gebracht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2160 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-768x505.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Gil Mehmert versteht sich sehr auf die Ausarbeitung der Charaktere, die im Mittelpunkt stehen. An seiner Personenregie gibt es nichts zu kritisieren. Die Show funktioniert von der ersten Minute an, in der Otto-Normal-Staatstheater-Abokunde erlebt, wie eine echte Travestieshow „aussieht“, über den Auftakt vom zweiten Akt, in dem acht Zuschauer auf der Bühne ihre Tanz- und Lassokünste unter Beweis stellen dürfen, bis hin zur Fast Forward Show in Alice Springs, in der Kostüme und Hits fast im Minutentakt gewechselt werden, und dem wunderschönen Finale, in dem der achtjährige Benji seinem Papa Tick völlig selbstverständlich sagt, dass natürlich auch sein Freund mit ihnen gemeinsam im Haus leben kann.</p>
<p>Melissa King passt ihre Choreographien der jeweiligen Umgebung perfekt an. Ob nun Travestieshow, Square Dance in Broken Hills, Rollschuh-Einlage mit bunten Schirmen oder der Bierbank-Einschüchterungs-Tanz der männlichen Dorfbewohner als sie feststellen, dass die verführerische Felicia ein Mann ist &#8211; jede Choreographie ist anders, keine langweilig und man guckt dem Ensemble gern zu.</p>
<p>„Priscilla“ ist deftig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Michael Alexander Rinz hat hier bei der Adaption keine Scheu gezeigt und nennt die Dinge schonungslos beim Namen. Das ist einerseits sehr erfrischend und führt zu Szenenapplaus, anderseits dürften einige ob der klaren Ansagen, die von der Bühne geschmettert werden, sicherlich auch verschämt oder betreten zu Boden schauen, ,.</p>
<p>Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend ist die Tontechnik, die mehrfach durch nicht offene Mikros, zu leise Mikros, zu laute Musik im Vergleich zum Gesang o. ä. aktiv ins Geschehen eingreift, was nicht gerade zum Gesamtgenuss beiträgt.</p>
<p>Doch die Mehrheit des Publikums ist begeistert und spendet langen Applaus am Ende der knapp zweieinhalbstündigen Show. Cast &amp; Creatives von „Priscilla“ haben sich diese Anerkennung redlich verdient. Es ist eine Gute-Laune-Show, in der das ein oder andere ernste Thema angeschnitten wird, ohne diese zu sehr in den Vordergrund zu zerren. Und so verlässt man das frisch renovierte Staatstheater am Gärtnerplatz mit einigem Redebedarf und guter Popmusik im Ohr.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater am Gärtnerplatz, München</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 16. Dezember 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Armin Kahl, Erwin Windegger, Terry Alfaro, Frank Berg, Angelika Sedlmeier, Tanja Schön, Marides Lazo, Jessica Kessler, Amber Schoop, Dorina Garuci</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Choreographie:</span></strong> Gil Mehmert / Melissa King</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Marie-Laure Briane<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Klassische Inszenierung mit einem herausragenden Prof. Higgins</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/klassische-inszenierung-mit-einem-herausragenden-prof-higgins/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2016 11:43:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfelder Festspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Cusch Jung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gunther Emmerlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ilja Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Lerner]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Marlon Wehmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Melissa King]]></category>
		<category><![CDATA[Sandy Mölling]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftsruine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist fast schon eine Tradition, dass die Bühnenbilder und Kulissen in der Stiftsruine Bad Hersfeld, kreativ und absolut stimmig zur Handlung des jeweiligen Stücks sind. Da bildet auch das diesjährige Sommermusical „My Fair Lady“ keine Ausnahme. Karin Fritz hat auf der rechten Seite die schäbigen Bars am Covent Garden nachgebaut, wo sich Eliza als ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Es ist fast schon eine Tradition, dass die Bühnenbilder und Kulissen in der Stiftsruine Bad Hersfeld, kreativ und absolut stimmig zur Handlung des jeweiligen Stücks sind. Da bildet auch das diesjährige Sommermusical „My Fair Lady“ keine Ausnahme.</p>
<p class="Body">Karin Fritz hat auf der rechten Seite die schäbigen Bars am Covent Garden nachgebaut, wo sich Eliza als Blumenverkäuferin um jeden Penny bemüht. Links ist der Blick frei auf eine gepflegte Rasenfläche mit dahinter liegender Straße, die in einer Szene stilecht mit einem wunderschönen Jaguar befahren wird. Die Rasenfläche zieht sich über den Mittelteil zwischen den Säulen entlang und wird zeitweilig zum Treffpunkt von Pferd und Adel in Ascot.</p>
<p class="Body">Zentrale Spielfläche ist jedoch ein nach zwei Seiten zu öffnendes Zelt, in dem sich Prof. Higgins Wohn- und Arbeitszimmer befindet. Mit scheinbar wenigen Mitteln hat Fritz eine rundum gelungene Umgebung für die Liebesgeschichte von Prof. Higgins und Eliza Doolittle geschaffen.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/My_Fair_Lady_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p>Schon bei der Ouvertüre weiß man, hier war jemand am Werk, der die Location kennt: Das Orchester unter der bewährten Leitung von Christoph Wohlleben ist exzellent ausgesteuert. Druckvoll kreieren die Musiker eine wohlige Atmosphäre und ziehen die Zuschauer schon mit den ersten beiden Stücken in ihren Bann. Diese fast schon zu harmonische Abmischung gereicht einigen Darstellern im Laufe des Abends zum Nachteil, da sie sich gegen das Orchester nur schwerlich durchsetzen können. Doch insgesamt darf man Joern Grünsfelder für die gelungene Tontechnik in dieser herausfordernden Umgebung gratulieren.</p>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1746">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Besuchern der Royal Opera Covent Garden und den herumlungernden Tagelöhnern hat Ella Späte sehr gut herausgearbeitet. Während die Bettler und Tagelöhner in schmutzigen Grau-und Brauntönen gekleidet sind, strahlen die Operngäste in blitzsauberen Pastelltönen die ihrem Stand angemessene Eleganz aus. Auch die helle Grundstimmung der Ascot-Szene unterstreicht Späte insbesondere durch ausgefallene Hüte und geschmackvolle Kleider. Insbesondere das rosa Kleid von Mrs. Eynsford-Hill und die gelbe Robe von Eilza ragen hier heraus. Auf die Schirme hätte Späte jedoch gern mehr Augenmerk legen können. Diese sehen aus wie von der Stange, nur einer erinnert an die im ausklingenden 19. Jahrhundert üblichen Stockschirme.</p>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch das größte Lob gebührt Cusch Jung. In Personalunion führte er Regie und übernahm die Hauptrolle. Beides gelingt ihm ganz vorzüglich. Nicht nur, dass die Charaktere alle ideal besetzt sind. Jungs Personenregie ist so ausgefeilt, dass jeder Einzelne sehr authentisch wirkt.</p>
<p class="Body">Zudem inszenierte er das Stück mit viel Humor und einer großen Portion Selbstironie: Oberst Pickering sorgt beispielsweise für viele Lacher, wenn er bei Eliza Lerneinheiten so durcheinander kommt, dass er selbst von „jrienen Pistazien“, einer Diskussion „um 3 Uhr frie“ und einer Oper von Lohengrün“ spricht. Das Publikum schüttet sich aus vor Lachen! Auch seine Motivationsversuche (das von Bundeskanzlerin Angela Merkel geprägte „Wir schaffen das!“) während Elizas Ü-Übungen sind sehr charmant. Den sprichwörtlichen Vogel schießt Pickering aber als Experte für Ballkleider ab: „Ich hab Ihnen ja gesagt, dass dieser französische Modesalon amaçon nichts taugt!“ So gewieft darf man seinen Hauptsponsor gern unterbringen. Chapeau!</p>
<p class="Body">Cusch Jung spielt Prof. Higgins so wie man es sich wünscht: extrem überheblich, von sich und seinem Können über alle Maßen überzeugt, herablassend zu Eliza und die Männerfreundschaft mit Oberst Pickering genussvoll auskostend. Man glaubt Jung diese Facetten sofort.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/My_Fair_Lady_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="360" height="429" /></div>
<p class="Body">Auch sein genervtes Lamento „Lass’ ein Weib an Dich heran“ / „Kann denn eine Frau nicht sein wie ein Mann?“ bringt er genervt, mit glaubhafter Empörung in sehr gutem Sprechgesang zum Ausdruck. Dass er auch eine komische Seite hat, zeigt sich, wenn er sich als beleidigte Leberwurst im Wagen seiner Mutter verkriecht, nachdem Eliza ihm einen Korb gegeben und seine Mutter ihm eine Standpauke gehalten hat. Man hört förmlich das „Stell Dich nicht so an!“, dass die Zuschauer diesem im Selbstmitleid zerfließenden Professor entgegenschmettern wollen.</p>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_259_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ein weiterer stilistischer Pluspunkt sind die Choreographien von Melissa King. Sie erinnern sicherlich nicht nur zufällig an die Tänze aus „Mary Poppins“ oder „Chitty Chitty Bang Bang“, deren Verfilmungen ja zeitgleich mit dem „My Fair Lady“-Film die Welt eroberten.</p>
<p class="Body">„Wäre det nich wundascheen?“ und „Mit ’nem kleenen Stückchen Glück“ sind nur einige Beispiele, wo die schwungvollen, stimmigen Choreographien die Zuschauer zum Mitwippen einladen. Perfekt gelungen ist auch „Bringt mich pünktlich zum Altar“, wo die Stepptänzer zunächst im Publikum tanzen, um dann nach und nach auf die Bühne zurückzukehren. Das alles wirkt schon sehr ausgefeilt und wird zudem nahezu fehlerfrei von den Darstellern umgesetzt.</p>
</div>
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<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_259_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ganz sanft und ruhig, aber nicht weniger glaubwürdig, wird Jung, wenn er sich auf seine einzigartige Weise eingesteht, dass er sich in Eliza verliebt hat: „Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht“ spielt ganz ausgezeichnet mit dem Kontrast von Selbstgespräch und Ballade.</p>
<p class="Body">Der Grund für Prof. Higgins Selbstverzweifel und Verwirrung ist Eliza Doolittle, die er in sechs Monaten mit gnadenlosem Drill zu einer Dame der Gesellschaft getrimmt hat. Mit Sandy Mölling wurde für diese Rolle eine bühnenerfahrene Popsängerin gefunden, die insbesondere die burschikosen Elemente des Charakters sehr glaubhaft über die Rampe bringt. Ihr Berliner „Rinnsteinjargon“ ist schön görig und empört („Baden bekommt ma nich!“) und passt gut zum Habitus des stolzen Blumenmädchens. Dass sie den Berliner Slang gerade im Gesang so manches Mal nicht konsequent durchzieht, ist etwas schade, aber das Gesamtbild passt dennoch. Mölling singt gerade in den tieferen Lagen sehr sauber und strahlt nicht nur bei „Wäre det nich wundascheen?“ eine große Sympathie aus.</p>
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<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/My_Fair_Lady_2016_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Eliza macht pflichtschuldigst alle ihre Sprachübungen . egal wie müde oder frustriert sie ist. Beim Anfeuern von Pferd Dover in Ascot fällt sie jedoch in ihre Gossensprache zurück („Mach hin, sonst streu ick Dir Pfeffa in’n Arsch!“) und vergisst die mühsam antrainierte gute Schule. Mölling interpretiert beide Extreme mit viel Gefühl und der genau richtigen Energie.</p>
<p class="Body">Als sich Higgins und Pickering nach dem erfolgreichen Treffen beim König selbst feiern und Eliza dabei komplett ignorieren, möchte man Mölling, die wie ein Häufchen Elend über die Bühne schleicht, einfach nur tröstend in den Arm nehmen. Die folgende Auseinandersetzung mit Higgins ist kraftvoll und wird von Jung und Mölling mit raumgreifender Intensität umgesetzt. Klasse!</p>
<p class="Body">Das Spiel mit dem Feuer, als Eliza sich endlich stark genug fühlt, Prof. Higgins in seine Schranken zu weisen („Tu’s doch“) ist eine weitere Szene, die das überaus gelungene Zusammenspiel von Mölling und Jung unterstreicht: Sehr plakativ, trotzig und selbstbewusst, fordert Eliza ihren Lehrer heraus, bis sie schließlich auf ihm sitzt und den Kuss einfordert, den Higgins ihr im Streit „androht“.</p>
</div>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Wer in dieser Beziehung die Hosen anhat, wird nicht erst in der letzten Szene deutlich, in der Eliza sich in Higgins Arbeitszimmer schleicht, die Füße auf seinen Tisch legt und ihm neckisch eine der Pralinen anbietet, die er früher als Belohnung für erfolgreiche Sprachübungen eingesetzt hat. Schon ihre klare Ansage „Ohne Dich“, einmal mehr sehr sympathisch von Mölling intoniert, zeigt Higgins, wie stark die junge Frau ist, in die er sich gegen seinen Willen verliebt hat.</p>
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<div>Mit Gunther Emmerlich und Ilja Richter wurden zwei weitere namhafte Darsteller für das Sommermusical engagiert: Emmerlich begeistert als liebevoller „Teddybär“, Oberst Pickering.</div>
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<p class="Body"><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/My_Fair_Lady_2016_files/shapeimage_6.png" alt="" />Seine humorigen Sprüche, seine umsorgende Haltung gegenüber Eliza und seine leider nur in wenigen Momenten anklingende tiefe Gesangsstimme sorgen für gute Laune. Bemerkenswert ist auch das gute Zusammenspiel mit Cusch Jung. Die beiden werfen sich die Bälle gekonnt zu. „Es grünt so grün“ ist einer der schwungvollsten Songs des Abends und die drei Darsteller sind in dieser Szene sehr nahbar. Auch „Sie sind’s, der es geschafft hat“ unterstreicht die tiefe Freundschaft der beiden Männer, an der man im Publikum keinerlei Zweifel hegt.</p>
<p class="Body">Ilja Richter steht als Elizas Vater Alfred P. Doolittle auf der Bühne. Seine Stimme ist auch mit Berliner Akzent (der im übrigen gern noch ausgeprägter hätte sein können) unverkennbar. Er hat eine dankbare Rolle, darf albern sein und flirten und animiert das Publikum mit „Bringt mich pünktlich zum Altar“ zum Klatschen. Dass er nicht der stärkste Sänger und Tänzer ist, verzeiht man ihm.</p>
<p class="Body">Zwei weitere Damen des insgesamt 27-köpfigen Ensembles (plus Statisterie) darf man nicht unerwähnt lassen: Gertraut Jesserer gibt eine herrliche resolute Mrs. Higgins, die Eliza gekonnt unter ihre Fittiche nimmt als sie erkennt, wie gut das Mädchen ihrem so wenig gesellschaftsfähigen Sohn tut. Als Prof. Higgins „gute Seele“, Mrs. Pearce, die ihrem Arbeitgeber aber weiß Gott nicht kritiklos gegenüber steht, erleben die Zuschauer Jessica Kessler. Sie hat zwar keine große Rolle, aber es gelingt ihr dank ihrer Bühnenpräsenz dennoch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p class="Body">Last but not least gibt es noch Marlon Wehmeier, der den liebestrunkenen Freddy Eynsford-Hill mit viel Naivität und jungenhaften Charme spielt. Sein „In der Straße, wo du lebst“ ist naturgemäß zu süß, um ein Showstopper zu sein. Doch Wehmeier macht das Beste aus dieser doch recht undankbaren Rolle des glücklosen Verehrers.</p>
<p class="Body">Die Musical-Produktionen der Bad Hersfelder Festspiele sollten einen festen Platz im Sommerkalender eines jeden Musicalfans haben. Denn es gibt kaum ein andere Open Air Spielstätte, wo Jahr für Jahr Musicals auf solch hohem Niveau abgeliefert werden. „My Fair Lady“ ist ein weiterer Beleg dafür, dass Klassiker, die klassisch und nicht mit pseudomoderner Brechstange inszeniert werden, das Publikum begeistern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine, Bad Hersfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>4. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sandy Mölling, Cusch Jung, Gunther Emmerlich, Ilja Richter, Jessica Kessler, Marlon Wehmeier, Gertraut Jesserer </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span> </strong>Frederick Loewe / Cusch Jung<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Bad Hersfelder Festspiele</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/klassische-inszenierung-mit-einem-herausragenden-prof-higgins/">Klassische Inszenierung mit einem herausragenden Prof. Higgins</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Ein rundum gelungener Klassiker in einmaliger Umgebung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-rundum-gelungener-klassiker-in-einmaliger-umgebung/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2015 13:18:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfelder Festspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Mönch]]></category>
		<category><![CDATA[Cabaret]]></category>
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		<category><![CDATA[Rasmus Borkowski]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 65 Jahren strömen alljährlich Tausende Besucher in die Ruine des alten Benediktinerstifts in Bad Hersfeld, um dort Schauspiel und Musical auf höchstem Niveau zu erleben. TV-Regisseur Dieter Wedel hat in diesem Jahr die Intendanz der Bad Hersfelder Festspiele übernommen, was bei einem Theaterschaffenden seiner Reputation die Erwartungen naturgemäß um einiges höher schraubt. Als Musical ...</p>
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<p>Seit 65 Jahren strömen alljährlich Tausende Besucher in die Ruine des alten Benediktinerstifts in Bad Hersfeld, um dort Schauspiel und Musical auf höchstem Niveau zu erleben. TV-Regisseur Dieter Wedel hat in diesem Jahr die Intendanz der Bad Hersfelder Festspiele übernommen, was bei einem Theaterschaffenden seiner Reputation die Erwartungen naturgemäß um einiges höher schraubt.</p>
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<p class="Body">Als Musical wurde in diesem Jahr der Kander/Ebb-Hit „Cabaret“ auf den Spielplan gesetzt. Die Besetzung ließ schon vermuten, dass Regisseur Gil Mehmert keine alltägliche Inszenierung des Musicals auf die Bühne der Stiftsruine bringen wollte. Mit Helen Schneider als Conférencier, Bettina Mönch als Sally Bowles, Rasmus Borkowski als Clifford Bradshaw, Judy Winter als Fräulein Schneider und Helmut Baumann als Herr Schultz konnte das Publikum sich ausrechnen, dass es ein hochkarätiger Abend werden würde.</p>
<p class="Body">Das große Orchester unter der bewährten Leitung von Christoph Wohlleben zieht das Publikum sofort in seinen Bann. Helen Schneider bahnt sich ihren Weg durch die Reihen und begrüßt die Zuschauer mit dem weltbekannten „Willkommen, Bienvenue, Welcome“. Man muss schon genau hinschauen, um direkt zu erkennen, dass der Conférencier hier eine Frau ist. Das Kostüm erinnert vage an den verrückten Hutmacher aus Tim Burtons „Alice im Wunderland“. Die Vermutung liegt nahe, dass Johnny Depp und die ihm eigene exzentrische Auslegung verschiedener Charaktere bei der Schaffung des Conférenciers Pate stand.</p>
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<p class="Body">Das Reich des Conférenciers, der Kit Kat Klub, wird mittels einer Drehbühne (Heike Meixner) zum Leben erweckt: Auf einem übergroßen Flügen tanzen die Kit Kat Girls und Boys, verdreht Sally Bowles den zumeist männlichen Gästen den Kopf und Fräulein Kost findet weitere Matrosen, deren Wünsche nach Gesellschaft sie nur zu gern erfüllt. Der Conférencier spielt mit seinen übergroßen, an Stäben angebrachten Händen nicht nur das Klavier, sondern nimmt auf die ein oder andere Weise auch am Schicksal der Protagonisten teil.</p>
<p class="Body">Nicht nur, dass die Bühne – auf der einen Seite der Kit Kat Klub, auf der anderen das Mietshaus mit den Wohnungen von Fräulein Schneider, Clifford Bradshaw, Herrn Schultz und Fräulein Kost; alles überragt von einem eindrucksvollen Berlin-Schriftzug – absolut überzeugt, auch andere szenische Einfälle erhalten Szenenapplaus. Hierzu zählt unter anderem die auf dem Steg zwischen Orchester und Publikum umgesetzte Zugfahrt, in der Cliff die verhängnisvolle Bekanntschaft von Ernst macht. Auch die Discokugeln, die beim Titelsong von den Tänzern eingesetzt werden, sorgen durch die direkte Beleuchtung für einen effektvollen Sternenhimmel am Dach des Zuschauerraums.</p>
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<p class="Body">„Cabaret“ lebt von einer gewissen Schlüpfrigkeit, spielt die Handlung doch im Rotlichtmilieu. Was Falk Bauer sich an Kostümen ausgedacht hat, passt zu jedem Charakter perfekt: Ob nun der exzentrische, überschminkte Conférencier im XXL-Anzug, die leicht anrüchig bekleidete Sally Bowles, die klassischen 1940er Jahre Anzüge von Bradshaw, Schultz und Ludwig oder Fräulein Kosts koketten Kleider, mit denen sie spielend die Aufmerksamkeit der Matrosen gewinnt. Am gelungensten sind jedoch die Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer: Es gibt Männer in Kostümen, die zur Hälfte aus einem schicken Abendkleid und zur anderen Hälfte aus eleganten Anzügen bestehen (inklusive entsprechend „geteilter“ Perücken und Schuhe). Aber natürlich gibt es auch viel nackte Haut zu sehen, die jedoch gekonnt mit entsprechenden Kleidern umrahmt wird.</p>
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<p class="Body">Die Rahmenbedingungen könnten nicht idealer sein. Man fühlt sich mit diesem Setup sehr wohl und es passt alles! Dass auch die Besetzung hält, was die großen Namen versprechen, ist nicht selbstverständlich. Aber Bad Hersfeld wird auch diesbezüglich seinem guten Ruf gerecht.</p>
<p class="Body">Bettina Mönch überragt nahezu alle anderen Darsteller um fast einen Kopf. Ihre große, schlanke Erscheinung ist ungewöhnlich für eine Sally, aber sie bewegt sich schön lasziv, weiß ihre Vorzüge einzusetzen und auch der eher unnötige Busenblitzer tut ihrer beeindruckenden Erscheinung keinen Abbruch. Hinzu kommt, dass es ihr gelingt, das Publikum schon bei ihrem erste Song „Mama“ in Erstaunen zu versetzen: Sie trifft jeden Ton, schafft eine perfekte Harmonie von Schauspiel und Gesang und spätestens bei „Mein Herr“ sind im Publikum laute Jubelrufe zu hören. Sie spielt sehr zielstrebig und offensiv. Auch die leisen Töne („Maybe this time“) gelingen ihr ausnehmend gut. Sie singt so gut, dass auch die große Liza Minelli, die ja bekanntermaßen die Rolle der Sally Bowles erst berühmt gemacht hat, vor Ihr den Hut ziehen würde. Bettina Mönch ist die perfekte Besetzung für diese durchaus komplexe Figur.</p>
<p class="Body">Als Cliff Bradshaw ist Rasmus Borkowski zu sehen. Dass der Lübecker mehr kann, hat er u. a. als Mozart im gleichnamigen Musical bewiesen. Doch auch diese vermeintlich kleine Rolle füllt er mit viel Energie glaubwürdig aus. Er sprüht vor Wissensdurst, seine Liebe zu Sally wirkt authentisch und sein gebrochenes Herz am Ende ist geradezu greifbar. Die Kompositionen von John Kander liegen ihm und sein nachdenkliches „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ zum Finale klingt noch lange nach.</p>
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<p class="Body">Das zweite Paar im Stück – die Vermieterin Fräulein Schneider und der Obsthändler Herr Schultz –, werden gespielt von Judy Winter und Helmut Baumann. Schauspielerisch sind die beiden Altstars der deutschen Theaterszene über jeden Zweifel erhaben. Sie harmonieren sehr gut und ihr „Ananas“-Duett ist zuckersüß und sehr charmant. Herr Schultz erzeugt große Betroffenheit – einerseits, weil er seine späte Liebe aufgrund des aufkommenden Nationalsozialismus nicht heiraten kann, andererseits, weil er sich mit aller Kraft gegen die unberechtigten Anfeindungen wehrt.</p>
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<p class="Body">Baumann kann diese starken Emotionen gut über die Rampe bringen. Judy Winter führt als Hausverwalterin ein strenges Regiment. Sie wirkt in dieser Rolle absolut authentisch. In den Gesangsszenen (bspw. „Wie geht’s weiter?“) kann sie weniger überzeugen, doch ihre liebevolles Zusammenspiel mit Baumann macht dieses Manko spielend wett.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Fräulein Kost, gespielt von Jessica Kessler, die keine Gelegenheit auslässt, um einem Matrosen ihre Lustgrotte zu zeigen. Kessler spielt mit wunderbar frecher, Berliner Schnauze und ist herrlich burschikos. Sie ist auch die einzige, die Ernst Ludwig, dem Parteifunktionär, der ab der Mitte des Stücks seine Gesinnung in SA-Uniform deutlich zur Schau stellt, folgt. Björn Bonn verleiht diesem kritischen Charakter ein Gesicht, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Die Beklemmung, die von dieser Figur ausgeht, ist augenblicklich spürbar als er den Trenchcoat ablegt und das Hakenkreuz auf seinem Arm sichtbar wird. Doch insgesamt wird das Thema Faschismus in dieser Inszenierung weniger plakativ dargestellt: Eine einzelne Hakenkreuzfahne reicht für die optische Einordnung des Zeitgeschehens aus. Ansonsten wird viel mit Analogien gearbeitet: „Two Ladies“ ist, wenn auch eine insgesamt sehr verwirrende Szene, eine Persiflage auf Hitler. In einer anderen Szene werden die Federpuschel auf den Köpfen des Tanzensembles zu Stahlhelmen. Das ist sehr effektiv und zeigt die Wandlung des Umfeldes sehr klar.</p>
<p class="Body">Ähnlich bedrückend ist „Seht Ihr sie mit meinen Augen“ – hier tanzt der Conférencier mit einem Affen und stellt nachdrücklich das bittere Schicksal von Fräulein Schneider und Herrn Schultz dar. So gut Helen Schneider in dieser Szene ist, so bedauerlich ist es, dass sie bei „Money“ gesanglich nicht mitkommt. Sie hetzt dem Orchester hinterher anstatt die Führung bei diesem beeindrucken Stück Musicalgeschichte zu nehmen.</p>
<p class="Body">Mit Choreographien wird bei „Cabaret“ bekanntermaßen nicht gespart. Melissa Kling setzt diese in klarer Tradition von Bob Fosse um. Schon beim „Telefon-Song“ wird dies überdeutlich. Es wunderbar zu sehen, dass es noch Choreographen gibt, die ein funktionierendes Konzept nicht neu erfinden, nur um sich selbst ein Denkmal zu setzen.</p>
<p class="Body">In der letzten Szene steht eine abgewrackte Sally Bowles zwischen den riesenhaften Leuchtbuchstaben über der Bühne. Wie es mit ihr weitergeht? Das erfährt das Publikum nicht. Aber dass sie ganz sicher keiner rosigen Zukunft entgegentanzt, ist jedem Zuschauer klar.</p>
<p class="Body">Gil Mehmert hat „Cabaret“ geradlinig und von der ersten bis zur letzten Minute in sich stimmig umgesetzt. Er hat Gespür für die richtige Besetzung bewiesen und legt die Charaktere so an, dass sie sehr authentisch wirken. In dieser Konstellation beweist Bad Hersfeld einmal mehr, dass diese Festspiele einen festen Platz im deutschen Musicalspielplan haben.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine Bad Hersfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vostellung:</span></strong> <span class="Bold">19</span>. Juli 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Bettina Mönch, Rasmus Borkowski, Helen Schneider, Jessica Kessler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  John Kander / <span class="Bold">Gil Mehmert<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Klaus Lefebvre<br />
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		<title>Ich Tarzan, du Jane</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ich-tarzan-du-jane/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2008 08:26:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Zetterholm]]></category>
		<category><![CDATA[Du Jane]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Hübert]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Maximilian]]></category>
		<category><![CDATA[Ich Tarzan]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Melanie Ortner]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stamme]]></category>
		<category><![CDATA[Tarzan]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Casting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 29. Februar zeigt Sat.1 jeden Freitagabend den Auswahlprozess für die beiden Hauptrollen von Disneys „Tarzan“, das Mitte Oktober in der Neuen Flora Hamburg seine Deutschlandpremiere feiern wird. Den Live-Shows gingen wochenlange bundesweite Auditions voraus, bei denen ebenfalls Kameras dabei waren. Was ist die Motivation als Künstler bei solch einem außergewöhnlichen Casting mitzumachen? Und wie ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">
<p>Seit 29. Februar zeigt Sat.1 jeden Freitagabend den Auswahlprozess für die beiden Hauptrollen von Disneys „Tarzan“, das Mitte Oktober in der Neuen Flora Hamburg seine Deutschlandpremiere feiern wird.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Den Live-Shows gingen wochenlange bundesweite Auditions voraus, bei denen ebenfalls Kameras dabei waren. Was ist die Motivation als Künstler bei solch einem außergewöhnlichen Casting mitzumachen? Und wie fühlt es sich an, jede Woche live im Fernsehen aufzutreten? blickpunkt musical traf sich am 11. April mit vier Finalisten der Sat.1 Casting-Show „Ich Tarzan, Du Jane!“ und ging diesen Fragen auf den Grund..</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Ich_Tarzan,_Du_Jane_2008_files/shapeimage_3.png" alt="" width="314" height="403" /></div>
<p class="Body">Als wir um 18 Uhr beim TV-Studio ankommen, haben die Kandidaten schon die Generalprobe absolviert. Auf den Fluren spürt man die Anspannung so kurz vor der Live-Show. Moderator Hugo Egon Balder hält ein Pläuschchen mit Gastjuror Thomas Hermanns, in der Eingangshalle sammeln sich nach und nach die 600 Zuschauer, die bei der Entscheidung live dabei sein wollen. Und wo sind die Künstler? Die schonen sich – bei vielen halten sich hartnäckige Erkältungen – und bereiten sich mental auf den Auftritt vor.</p>
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<p class="Body">Die Gründe, warum man als Profi, Musicalschüler oder Quereinsteiger bei einem solchen Casting mitmacht, sind grundverschieden. Während es für Franziska Schuster, die zurzeit ein Studium der Zahnmedizin macht, die große Chance ist, ihren Kindheitstraum, einmal auf einer Musicalbühne stehen, zu erfüllen, ist Felix Maximilian da schon deutlich direkter: „Ich mag die Musik von Phil Collins und nachdem ich das Musical in Holland gesehen habe, war für mich klar, dass ich dabei sein will. Es ist eine tolle Show und Tarzan eine großartige Rolle!“ Melanie Ortner ging an dieses Casting heran wie an jedes andere: „Mir war zunächst nicht klar, dass das alles in live ausgestrahlten Fernsendungen enden würde. Ich dachte, ich gehe zu einer Audition für eine Hauptrolle in einer Deutschlandpremiere.“ Genauso wie Anton Zetterholm kennt Melanie Ortner die Show bis heute nicht. Der 21-jährige Schwede kam als Quereinsteiger in die Workshops, die direkt vor den TV-Shows stattfanden. Ursprünglich hatte er sich für eine Nebenrolle in „Tarzan“ beworben: „Ich dachte eigentlich nicht, dass ich Tarzan wäre. Aber inzwischen sehe ich es als eine große Chance an, hier mit dabei sein zu können. Immerhin ist Tarzan die einzige männliche Hauptrolle in einem Musical, die man spielen kann, ohne die Sprache perfekt zu beherrschen.“ sagt er lachend. Dieses Understatement hat er eigentlich nicht nötig, denn obgleich wir das Interview in Englisch geführt haben, ist sein Deutsch in den letzten Wochen sehr gut geworden, was man im Laufe des Abends in den Einspielern der Show auch deutlich hört.</p>
<p class="Body">Alle stehen zum ersten Mal vor Kameras auf der Bühne. „Dass man tatsächlich im Fernsehen ist, merkt man vor allem an den vielen SMS und E-Mails, die man nach jeder Sendung bekommt. Aber wirklich realisieren, kann man das eigentlich kaum.“ sagt Melanie Ortner und spricht damit auch für ihre Kollegen, die versuchen, den Spaß an der Sache in den Vordergrund zu rücken. Natürlich sind alle zwei Stunden vor der Show schon merklich nervös, doch „wir sind es als Musicaldarsteller gewöhnt, keine zweite Chance zu bekommen. Alles muss beim ersten Mal passen. Das ist im Fernsehen nicht anders.“ erklärt Anton Zetterholm. Der größte Unterschied zur Musicalbühne liegt für den Schweden darin, dass alles viel kleiner gespielt werden muss: „Wir haben gelernt, alles groß und raumgreifend zu spielen. Hier müssen wir jedoch nicht wirklich weinen, um Traurigkeit auszudrücken. Das kann die TV-Kamera über einen traurigen Gesichtsausdruck in einer</p>
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</p>
<p>Nahaufnahme viel direkter einfangen.“</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Auch wenn die eigentliche Arbeit auf der TV-Bühne sich nicht wesentlich von der im Theater unterscheidet, so haben es die TV-Shows doch in sich. Genauer gesagt weniger die Shows selbst als die kurze Probenzeit. „Für eine Bühnenrolle haben wir vier bis sechs Wochen Zeit, uns bis ins kleinste Detail vorzubereiten. Hier bekommen wir die Songs für die kommende Woche direkt nach der Live-Show, haben dann drei Tage Zeit, uns diese zu erarbeiten und ab dienstags sind wir dann schon wieder hier in Köln und proben gemeinsam.“ schildert Felix Maximilian seinen Alltag der letzten Wochen. Hinzukommt, dass er wie viele andere Kollegen, die jeden Freitag zu sehen sind, parallel noch in anderen Engagements verpflichtet ist und somit an den Wochenenden nach der Freitags-Sendung immer direkt auf die Musicalbühne müssen. Für Melanie Ortner ist die wöchentliche Rückkehr auf die Berliner „Mamma Mia!“Bühne fast ein bisschen Erholung: „ich spiele die Sophie schon sehr lange und daher ist es keine extrem harte Arbeit für mich. Die Unterstützung, die ich vom Theater und meinen Kollegen in Berlin erhalte, ist sehr wichtig und motiviert mich jede Woche neu, auch und gerade weil ich nach drei Wochen merke, dass die Kombination aus TV-Casting und Muscial-Engagement an meinen Kräften zehrt.“ Und auch die, die keine anderen musicalischen Verpflichtungen haben, sind an den „freien“ Tagen unterwegs, um ihre Familie zu treffen oder wie Anton Zetterholm es ausdrückt: „seine Freundin in Göteborg zu sehen und schwedische Luft zu atmen.“</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Ich_Tarzan,_Du_Jane_2008_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Einig sind sich alle darin, dass die kurze Probenzeit das härteste an diesem Casting sind: „Die Kameras nehme ich schon kaum mehr wahr“, sagt Felix Maximilian. Songs, Partner und auch Inhalt der Szene werden von der Jury (Pia Douwes, Ralf Schaedler und Michael Hildebrandt) vorgegeben. Gesanglich erarbeiten sich die Kandidaten ihre Songs allein und mit dem Vocal Coach der Show, Ratan Julian Jhaveri. Auch die schauspielerische Arbeit liegt, abgesehen vom Grundaufbau der Szene, bei den Künstlern selbst. Pia Douwes steht jedoch die ganze Zeit über unterstützend zur Seite und wenn die Proben dann auf der großen Show-Bühne stattfinden, hat auch der Regisseur der Show ein Wörtchen mitzureden.</p>
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<div class="style_2">
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<div class="text-content style_External_401_352">
<div class="style_2">
<p class="Body">Auch die verbliebenen zwölf Finalisten von „Ich Tarzan, Du Jane!“ hatten keinen Einfluss auf die Songauswahl. Felix Maximilian erklärt uns, dass man aber immer das Arrangement des jeweiligen Songs auf seine Stimme anpassen kann, um die Tonlage gegebenenfalls zu optimieren. „Ich finde es gut, dass wir keinen Einfluss auf die Songauswahl haben,“ meint Melanie Ortner, „so kann man immer wieder andere Facetten von sich zeigen. Die Jury denkt sich ja auch etwas bei den Songs, die sie für uns auswählt und unterstützt uns auch bei der Erarbeitung der Stücke.“ Anton Zetterholm ist heute mit seinem Song, „I want to break free“ von Queen nicht sehr glücklich „Ich bin eher ein lyrischer Tenor. Bisher hatte ich Glück mit den Songs, aber mit dieser Rock-Nummer ist es etwas schwieriger.“</p>
<p class="Body">Letztendlich sind alle noch verbliebenen Finalisten Konkurrenten, wenn es um die Besetzung der Rollen von Tarzan und Jane geht. Doch davon spürt man nichts. „Wir sind wie eine kleine Cast.“ sagt Melanie Ortner und Felix Maximilian pflichtet ihr bei: „Wie weinen miteinander, wir lachen miteinander und sind eine tolle Gruppe.“ Gibt es innerhalb der kleinen TV-Musical-Familie denn Favoriten? „Nein, wir sind alle sehr gut, jeder könnte die Hauptrolle spielen. Ich möchte nicht entscheiden müssen, wer als nächstes geht.“ beantwortet Felix Maximilian unsere Frage. Anton Zetterholm sieht es ähnlich: „Wir Tarzan-Kandidaten sind alle so unterschiedlich und jeder hat sehr gute Chancen. Es hängt einfach vom Geschmack des Publikums ab.“ „Jeder hofft natürlich, dass er die Rolle bekommt“, fügt Melanie Ortner hinzu, „aber alle können super singen und schauspielen.“ Franziska Schuster sieht es etwas lockerer: „Auch wenn es mein Traum ist, auf einer Musicalbühne zu stehen, gehe ich sehr unbefangen daran. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich ja mit meinem Studium ein zweites Standbein habe.“</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Ich_Tarzan,_Du_Jane_2008_files/shapeimage_6.png" alt="" width="310" height="399" /></div>
<p class="Body">Grundsätzlich überwiegt aber bei allen Beteiligten die Freude dabei zu sein. Anton Zetterholm trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er sagt: „Wir sollten hier einfach eine schöne Zeit haben und es genießen Vergesst den Wettbewerb!“</p>
<p class="Body">In diesem Sinn begeben sich unsere bereits zu diesem Zeitpunkt perfekt geschminkten Interviewpartner zum Verkabeln, während das Publikum in das Studio strömt. Ca. 15 Minuten vor der Show kommt ein „Warm-Upper“ auf die Bühne und erzählt den Zuschauern, was sie machen sollen (frenetisch klatschen, jubeln, pfeifen) und was sie tunlichst unterlassen sollen (Nasebohren, gelangweilt gucken, aufstehen). Nach dieser Instruktion hält die Jury Einzug ins Studio und auch Moderator Hugo Egon Balder richtet ein paar Worte an das Publikum, bevor es ernst wird.</p>
<p class="Body">Dann geht es los und eines muss man festhalten: Eine solche Sendung zündet live um ein Vielfaches besser! Die Akustik am Bildschirm ist in der Regel grauenvoll, doch davon ist live nichts zu spüren. Musik und Gesang harmonieren und der Funke springt direkt aufs Publikum über. Philipp Hägelis sehr emotionales „Angels“ klingt noch lange im Studio nach und Katrin Löbbert („River deep, Mountain high“) und Elisabeth Hübert („Since you’ve been gone“) lassen die Wände wackeln. Selbst Jury-Mitglied Ralf Schaedler wippt fröhlich in seinem Sessel mit und Thomas Hermanns verschlägt es bei den ausgezeichneten Darbietungen der Finalisten fast die Sprache. Musical ist eben Live-Entertainment und nicht für das Format TV gemacht.</p>
<p class="Body">Nach knapp zwei Stunden und einer Zitterpartie für Jessica Kessler, Melanie Ortner, Patrick Stamme und Felix Maximilian, die alle noch ein zweites Mal singen mussten, verkündet die Jury das finale Urteil dieser Show. Die Anspannung ist bei allen Beteiligten deutlich zu spüren und die Luft vibriert: Melanie Ortner und Felix Maximilian sind am 18. April nicht mehr dabei. Beide tragen es mit Fassung, auch wenn die jeweiligen Fanblöcke doch sehr lange Gesichter machen und auch die ein oder andere Träne sich nicht unterdrücken lässt.</p>
<p class="Body">Wer wird Tarzan und Jane werden? Wir wissen es nicht. Verdient haben es ganz sicher alle. Die Entscheidung fällt am 2. Mai um 20.15 Uhr in Sat.1.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Dynamisches Ensemble rockt das Raimund Theater</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/dynamisches-ensemble-rockt-das-raimund-theater/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 19:06:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Elton]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Oelke]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Kessler]]></category>
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		<category><![CDATA[Serkan Kaya]]></category>
		<category><![CDATA[We Will Rock You]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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<p>Nach Köln und Zürich hat der “We Will Rock You”-Tross nun für ein halbes Jahr Quartier im schönen Wien bezogen. Die Besetzung weist viele „alte Hasen“ vor und doch ist es mitnichten langweilig oder angestaubt. Mit viel Energie rocken Galileo (Serkan Kaya) und Scaramouche (Jessica Kessler), Victoria Beckham (Darryll Smith) und Ozzy (Rahel Fischer), die Killer Queen (Brigitte Oelke) und Khashoggi (Martin Berger) über die kleine Bühne des Raimund Theaters.</p>
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<p class="Body">Was kann man über „We Will Rock You“ noch sagen, was noch nicht gesagt wurde? Die Show mit den größten Queen-Hits ist bunt, laut, animiert zum Tanzen und Mitsingen, die Hände tun vom Mitklatschen weh… Das ist auch in Wien nicht anders. Die Spielfreude aller Beteiligten ist mitreißend und die teilweise langjährige Erfahrung mit dem Stoff mündet in noch mehr Energie.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_will_rock_you_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Brigitte Oelke und Martin Berger sind ein eingespieltes Team als Killer Queen und ihr Kommandant Khashoggi. Die beiden nutzen jede noch so kleine Nuance im Stück aus und machen ihre Rollen so immer wieder spannend. Gesanglich sind die beiden in diesen Rollen unübertroffen. Wenn die beiden zu „A Kind of Magic ansetzen“, kann sich ihrem Bann keiner erziehen. Bei „Another One Bites the Dust“ lebt Brigitte Oelke ihre Macht über Planet Ebay im Algemeinen und Khashoggi im Besonderen exzessiv aus. Kann es eine perfektere Besetzung für die beiden Fieslinge des Stücks geben? Nein, ganz bestimmt nicht!</p>
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<p class="Body">Auch Serkan Kaya und jessica Kessler profitieren von ihren Engagements bei „We Will Rock You“ in Köln und Zürich. Die beiden scheinen sich blind zu verstehen. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich eine Rolle je nach Darsteller verändern oder weiter entwickeln kann. Jessica Kessler legt die Scaramouche als freche Göre an. Flapsige Sprüche sind an der Tagesordnung und echte Gefühle blitzten nur sehr sehr selten durch. Serkan Kaya schafft die Gratwanderung zwischen dem schüchternen und stotternden Galileo und dem von den Bohemians herbeigesehnten Dreamer, dem Retter des Rock, spielend. Man glaubt ihm in jeder Sekunde, dass er vollkommen hinter dem steht, was er gerade sagt oder singt. Stimmlich sind beide hervorragend und kommen mehr als gut mit den Queen-Songs klar.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_will_rock_you_files/shapeimage_2.png" alt="" width="400" height="246" /></div>
<p class="Body">Auch Rahel Fischer genießt es sichtlich wieder als Ozzy über die Bühne zu fegen. Ob nun „I want it all“ oder „No-One but you“ – sie kann sowohl in den kraftvollen als auch den langsamen Passagen überzeugen. Darryll Smith gewinnt das Publikum zunächst einmal durch seine Optik, die er provokant zur Schau stellt. An diesem Körper ist definitiv kein Muskel am falschen Platz… Doch auch stimmlich animiert er das Publikum zu Szenenapplaus, wenn er „Headlong“ oder „Crazy Little Thing Called Love“ zum Besten gibt. Das einzige holprige an seiner Rolle, die der neue Name: Hieß der bohemische Rebell bisher Britney Spears nennt er sich in Wien Victoria Beckham.</p>
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<p class="Body">Das Ensemble steht den Protagonisten in nichts nach. Ob als GaGa-Kids, Bohemians oder sexy Gefolge der Killer Queen – die Tanzsequenzen klappen reibungslos, der Gesang ist kraftvoll.</p>
<p class="Body">Einige Witze wurden auch in Wien an das lokale Publikum angepasst. So gibt es einen DJ Ötzi Gedenkobelisken o. ä. Die österreichischen Zuschauer lachen, alle Zugereisten, die einige der genannten Namen zum ersten Mal in ihrem Leben hören, stören sich nicht daran.</p>
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<p class="Body">Das Publikum ist nach zweieinhalb Stunden mehr als begeistert und fordert minutenlang erfolgreich Zugaben ein. Kurzerhand springt Brian May bei der Premiere dann mit auf die Bühne, um das erfolgreiche „We Will Rock You“-Ensemble und die großartige Live-Band akustisch zu unterstützen und sorgt damit für ohrenbetäubenden Jubel im ansonsten plüschig-gemütlichen Raimund Theater</p>
<p class="Body">Fazit: „We Will Rock You“ sorgt für Stimmung, egal ob am Rhein, Limmat oder Donau. In Wien ist schon Ende Juni wieder Schluss mit der „Bohemian Rhapsody“. Aber glaubt man den sich immer stärker verdichtenden Gerüchten wird sich der Stern – der Star (= Freddie Mercury), der Galileo und Scaramouche den Weg zu dem Platz weist, wo die letzten Instrumente auf Planet Ebay sein sollen,– in absehbarer Zeit aus dem Neckar wieder auftauchen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">veröffentlicht in blickpunkt musical<br />
Ausgabe 02/08, März-April 2008</p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Raimund Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span> </strong>Januar 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Martin Berger, Serkan Kaya, Jessica Kessler, Brigitte Oelke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> Queen / Ben Elton</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos:</strong> </span>Raimund Theater, Wien</span></div>
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		<title>Fulminanter Einstand der Vampire in der Neuen Flora Hamburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 16:28:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Fredrik Wickerts]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Steinman]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Kohler]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Polanski]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Borchert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um es gleich vorweg zu nehmen: »Der König der Löwen« und »Mamma Mia!« haben seit 7. Dezember eine ebenbürtige Konkurrenz in der Hansestadt. Wenn jemand den beiden erfolgreichen Großproduktionen das Wasser reichen kann, dann ist es Roman Polanskis »Tanz der Vampire«. Nur neun Wochen hatte das Team um den Technischen Leiter Dennis Krauß Zeit, das ...</p>
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<p class="Body">Um es gleich vorweg zu nehmen: »Der König der Löwen« und »Mamma Mia!« haben seit 7. Dezember eine ebenbürtige Konkurrenz in der Hansestadt. Wenn jemand den beiden erfolgreichen Großproduktionen das Wasser reichen kann, dann ist es Roman Polanskis »Tanz der Vampire«.</p>
<p class="Body">Nur neun Wochen hatte das Team um den Technischen Leiter Dennis Krauß Zeit, das Bühnenbild aus Stuttgart für Hamburg zu adaptieren. Die besondere Herausforderung bestand darin, die Großkulissen, die auf eine schmale, sehr tiefe Bühne ausgelegt waren, dergestalt umzuarbeiten, dass sie auf der Hauptbühne der Neuen Flora, die keinerlei Stauraum im hinteren Bühnenbereich vorsieht, Platz finden. Auch der Einbau der ehemals zwölf Meter hohen Wendeltreppe im gräflichen Ballsaal bedurfte einiger Tricks und Kniffe.</p>
<p class="Body">Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Das Premierenpublikum honorierte diverse Bühnenbilder mit aufbrausendem Szenenapplaus. Besonders beeindruckt waren die Zuschauer von der Friedhofsszene, in der die Vampire zahllosen Gräbern entsteigen. Auch die Ahnengalerie im Vampirschloss, wo Graf von Krolock der Versuchung Sarah zu beißen kaum widerstehen kann, wurde mit viel Beifall bedacht.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1612">
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<p class="Body">Die Technikabteilung hat sich noch eine weitere Neuigkeit einfallen lassen, um die Besucher direkt in das Geschehen einzubinden: Das winterliche Transsylvanien wird im Theatersaal durch „echten“ Schnee greifbar. Alle Gäste, die in Reihe 13 saßen, mussten sich nach dem ersten Akt den Schnee von den Schultern klopfen, den ein Schneesturm über ihren Köpfen durchs Theater wirbelte. Auch für alle zukünftigen Zuschauer gilt: Ziehen Sie sich warm an! Denn dies war kein einmaliger Premieren-Gag, sondern ist Bestandteil jeder Vorstellung!</p>
<p class="Body">Oscar®-Gewinner Roman Polanski hat es sich nicht nehmen lassen, bei der Hamburger Musical-Produktion seines weltbekannten Hollywood-Klassikers „The Fearless Vampire Killers“ (1967) höchstpersönlich Regie zu führen. Im zur Seite stand ein Team, dass sich schon bei der Wiener und der Stuttgarter Inszenierung einen Namen gemacht hat: Michael Reed als Musical Supervisor und Dennis Callahan als Choreograph haben genauso langjährige Erfahrung mit Graf von Krolocks Vampiren wie William Dudley, der bereits für Wien und Stuttgart das Bühnenbild designte.</p>
<p class="Body">Nicht nur bei den Kreativen setzte die Stage Holding auf eine Menge Erfahrung. Von insgesamt 47 Darstellern haben bereits 15 in einer anderen »Tanz der Vampire«-Produktion mitgewirkt. Dies hat einerseits den Vorteil, dass die großen Tanz- und Gesangsnummern nahezu perfekt sind, andererseits fehlt es an der ein oder anderen Stelle an Frische und Schwung. Vielleicht liegt es gerade hieran, dass die Zuschauer nicht so gefesselt sind wie in Stuttgart? Es ist aber auch durchaus vorstellbar, dass die Sound Designer die typischen Akustikprobleme in der Neuen Flora von vorn herein ausschließen wollte und ihre Arbeit etwas zu gründlich gemacht haben…</p>
<p class="Body">Jim Steinmans Kompositionen sind mitreißend und animieren zum Mittanzen. Gesanglich und tänzerisch werden die rockigen Stücke hervorragend transportiert. Das Buch von Michael Kunze sorgt für heitere wie mitfühlende Momente. Ganz besonders sticht der Wortwitz hervor, mit dem Prof. Abronsius (Werner Bauer) sein Umfeld immer wieder zum Lachen bringt. Die anspruchsvollen Texte, die zudem in einem atemberaubenden Tempo vorgetragen, zollen den Besuchern höchsten Respekt ab. Werner Bauer liefert eine solide Interpretation des schusseligen Vampirjägers. Auch wenn seine Version lange nicht so witzig ist, wie die von Jens Janke in Stuttgart, so hat er doch die Lacher auf seiner Seite.</p>
<p class="Body">Als sein Assistent Alfred steht der Schwede Fredrik Wickerts auf der Bühne. Die Erfahrung mit der Rolle (aus Stuttgart) und der zusätzliche Phonetik-Unterricht machen sich bezahlt: Nahezu akzentfrei singt er sich mit seiner gefühlvollen Stimme in die Herzen des Publikums. Sein sensibel vorgetragenes Solo „Für Sarah“ rührt die Besucher zu Tränen. Auch in der allerletzten Reihe kommt an, dass der scheue Alfred alles geben würde, um das Herz der hübschen Sarah zu gewinnen. Fredrik Wickerts’ sanfte und zugleich kraftvolle Stimme prägt sich nachhaltig ein und macht seine Auftritte zu den bemerkenswertesten des Abends.</p>
<p class="Body">Das Objekt der Liebe Alfreds und der Begierde des Vampirgrafen, die junge Wirtstochter Sarah, wird von Jessica Kessler überzeugend unschuldig und doch wissbegierig dargestellt. Ihre helle, klare Stimme wirkt frisch und unverbraucht. Zu Beginn des Stücks ist sie noch naiv und unglücklich, doch sie wandelt sich zu einer wunderbar bösen und gierigen Vampir-Lady. Sowohl stimmlich als auch optisch geben Jessica Kessler und Fredrik Wickerts alias Sarah und Alfred ein perfektes Paar ab. Dass die junge Duisburgerin etwas ganz Besonderes ist, meint auch »Les Misérables«-Star Uwe Kröger: „Jessica ist die beste Sarah, die ich je gesehen habe!“</p>
<p class="Body">Rebecca und Chagal, die Eltern von Sarah, werden von Jan Merchant und Jerzy Jeszke dargestellt. Jan Merchant meistert die Gratwanderung von der brüskierten Wirtsfrau zur liebenden und trauernden Witwe mit Bravour. Ihre wenigen Gesangszeilen offenbaren eine warme, mitfühlende Stimme, die man aufgrund der ansonsten recht dominant angelegten Rolle nicht erwarten würde.</p>
<p class="Body">Der gebürtige Pole Jerzy Jeszke kehrt in der Rolle des untreuen Wirts Chagal auf eine ihm wohl vertraute Bühne zurück: Schon als Phantom der Oper begeisterte er das Hamburger Publikum! Mit viel Witz und Originalität überzeugt er als um das Wohlergehen seiner Tochter besorgter Vater genauso wie als „jüdischer Vampir“.</p>
<p class="Body">Der Grund für die nächtlichen Ausflüge von Chagal ist die hübsche Magda, die als Magd in seinem Wirtshaus arbeitet. Anna Thorén hat diese Rolle bereits in Stuttgart gecovert, wird ihr jedoch nicht vollends gerecht. Sie hat zwar eine laute, durchdringende Popstimme, es mangelt ihr aber in den entsprechenden Szenen an der Lüsternheit, die sie mit ihrem Text „Geil zu sein, ist komisch!“ ankündigt.</p>
<p class="Body">Das Verbindungsglied zwischen der Welt der Vampire und den Dorfbewohnern ist der Bucklige Koukol. Stefan Büdenbender hat diesen Part schon in Stuttgart perfektioniert und erschreckt auch in Hamburg das Publikum mit seiner schaurigen Maske und dem unsympathischen Auftreten zu Tode. Instinktiv schaut man zu Boden, wenn sich der Diener des Vampirgrafen auf einen zu bewegt – so furchterregend sieht der Künstler aus.</p>
<p class="Body">Die sagenumwobene Hauptfigur des Musicals ist der Vampirgraf von Krolock, der mit seinem Sohn und unzähligen Gefolgsleuten in einem düsteren Schloss wohnt. Thomas Borchert, der zugunsten dieser Rolle auf den Luigi Lucheni in der Wiener Jubiläumsinszenierung von »Elisabeth« verzichtete, stellt den Herrscher der Nacht erschreckend emotionslos dar. Seine volle Stimme passt perfekt zu den rockigen Melodien von Jim Steinman. Vor allem in den langsamen Passagen kommt seine stimmliche Bandbreite hervorragend zum Ausdruck. Jedoch lässt er bei „Unstillbare Gier“ die Verletzlichkeit vermissen, die beim Zuschauer Mitleid mit dem seit hunderten von Jahren vereinsamten Grafen wecken soll. Alfreds Kommentar, nachdem er den Grafen in dieser ruhigen Minute beobachtet hat (“ Sie haben Gefühle!“) wirkt bei Thomas Borcherts unterkühlter Darstellung etwas fehl am Platz.</p>
<p class="Body">Alternierend wird der Graf von Felix Martin gespielt, dessen intensive Interpretation des Fürsterzbischof Colloredo in »Mozart!« darauf hoffen lässt, dass er dem Grafen mehr Struktur verleiht.</p>
<p class="Body">Norbert Kohler, der sich als Grafensohn Herbert „unsterblich“ in den schüchternen Alfred verliebt, gibt den schwulen Jungvampir tuntig; karikiert diese Eigenschaft jedoch nicht, so dass seine Einsamkeit und sein Verlangen nach „Frischfleisch“ sehr glaubhaft sind. Seine schöne Stimme macht das Duett mit Fredrik Wickerts „Wenn Liebe in Dir ist“ zu einem der Highlights der Vorstellung.</p>
<p class="Body">Was von der Hamburger Inszenierung haften bleibt, sind – neben den sehr guten Protagonisten – vor allem die großen Tanzszenen, in den denen das Ensemble mit der eindeutigen Handschrift von Dennis Callahan über die Bühne rockt. Hier ist neben der Traumszene von Sarah „Die roten Stiefel“ vor allem das Nightmare-Solo „Carpe Noctem“ zu nennen. In diesen Szenen verkörpern die grandiosen Tänzerinnen und Tänzer den Sex, die Leidenschaft und das Geheimnisvolle, das jeden Vampir umgibt, auf eine besonders explosive und ansteckende Weise.</p>
<p class="Body">»Tanz der Vampire« lebt von der Dunkelheit und Mystik. Besonders die Schlosskulissen, aber auch die extravaganten Kostüme von Sue Blane und das außergewöhnliche Make-Up inkl. individuell angepasster Vampir-Eckzähne sorgen dafür, dass die Darsteller zum Fürchten aussehen.</p>
<p class="Body">Man kann sich vorstellen, dass es dem Ensemble einen Heidenspaß macht, jeden Abend durch den Theatersaal zu „schweben“ (tatsächlich scheinen die Vampire bei ihrem ersten Erscheinen an den Wänden und in den Gängen der Neuen Flora zu schweben) und die Zuschauer zu erschrecken. Derartige Adrenalinschübe sorgen bei den sonst so unterkühlten Nordlichtern dafür, dass sie den Kultcharakter dieses Grusicals schon jetzt verstehen. Auch das Premierenpublikum feierte die Vampire frenetisch mit minutenlangen Standing Ovations. Mehr als 130.000 verkaufte Tickets – und dies bereits vor der Premiere – deuten darauf hin, dass nach zwei schwierigen Jahren endlich wieder eine Erfolgsproduktion in die Neue Flora eingezogen ist.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>7. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Thomas Borchert, Jessica Kessler, Norbert Kohler, Fredrik Wickerts</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Roman Polanski / Jim Steinman<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/fulminanter-einstand-der-vampire-in-der-neuen-flora-hamburg/">Fulminanter Einstand der Vampire in der Neuen Flora Hamburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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