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	<title>Jesper Tyden-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Jesper Tyden-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein wenig geschicktes Doppelpack</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 12:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Montanaro]]></category>
		<category><![CDATA[CCH]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[La Belle Bizarre du Moulin Rouge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht man, wenn man nicht die uneingeschränkten Rechte an der Nutzung von bekanntem Material für die Musicalbühne hat? Man ändert ein paar Namen, ergänzt die Handlung durch einige eigene Musikstücke und Szenen und schon hat man eine neue Show mit einem – wie in diesem Fall – äußerst komplizierten Namen. Doch „La belle bizarre ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Was macht man, wenn man nicht die uneingeschränkten Rechte an der Nutzung von bekanntem Material für die Musicalbühne hat? Man ändert ein paar Namen, ergänzt die Handlung durch einige eigene Musikstücke und Szenen und schon hat man eine neue Show mit einem – wie in diesem Fall – äußerst komplizierten Namen.</p>
<p class="Body">Doch „La belle bizarre du Moulin Rouge“ ist nicht so verfremdet, dass der geneigte Theaterbesucher nicht wüsste, worum es geht: Baz Luhrmanns Filmepos „Moulin Rouge“ von 2001.</p>
<p class="Body">Die Pariser Gegend rund um das Moulin Rouge ist berühmt und berüchtigt, sie sich ist sicherlich auch schön und seltsam auf ihre Art – doch das trifft auf diese Tourproduktion der Gastspiel Gerhartz GmbH genauso zu.</p>
<p class="Body">Das Stück hat schöne, stimmige Momente (im Allgemeinen sind dies die Szenen, die sich am filmischen Vorbild orientieren), aber auch unglaublich schräge Augenblicke zu bieten (bspw. wenn bekannte Songs durch neuartige Arrangements oder kreative Freiheit fast bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt werden).</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_738">
<div class="style_2">
<p class="Body">Regisseur Christian Götz hatte die schwere Aufgabe, sich nicht allzu weit vom bekannten Material zu distanzieren, aber dennoch neue Szenen und Songs in ein Musical zu integrieren. Doch am Ende will alles nicht so recht zusammenpassen. Man verlässt das Theater mit dem Gefühl zwei voneinander unabhängige Stücke gesehen zu haben, die mit wenig Feingefühl vermischt wurden. Dabei hat die Gastspiel Gerhartz GmbH mit Anna Montanaro und Jesper Tydén echte Zugpferde des Musicalbusiness für die Hauptrollen Fatime und Armand engagiert.</p>
<p class="Body">Anna Montanaro gibt eine imposante Erscheinung als Edel-Kurtisane ab. Sie ist eine richtige Frau, mit echten Kurven – was für ein erfreulicher Unterschied zur Film-Kollegin Nicole Kidman. Dennoch erscheint „die Montanaro“ etwas zu alt, um als gefeierter Jungstar im Moulin Rouge durchzugehen. Schauspielerisch wirkt sich manchmal etwas zu aufgesetzt und man fragt sich unweigerlich, ob das noch zur Rolle gehört. Stimmlich meistert sie ihren Part durchweg gut, auch wenn sie in den Duetten mit Tydén eindeutig die Verliererin ist.</p>
<p class="Body">Jesper Tydén singt sich tapfer durch jede noch so schräge Melodie und lässt uns glaubhaft seinen Liebeskummer spüren. In einigen Songs darf er sein ganzes stimmliches Können zeigen und erntet damit den wohlverdienten Applaus.</p>
<p class="Body">Begleitet werden die beiden Protagonisten von einem elfköpfigen Ensemble, das verschiedenste Charaktere bedient. Hervorzuheben ist Sissy Staudinger, die als Directeur die Figur des bittersüßen Harold Zidler (so der Name im Film) wunderbar karikiert. Schade, dass sie von ihrem Gesangstalent nicht mehr zeigen darf, als die wenigen abgehackten Phrasen im „Can Can Medley“ und bei „Like a Virgin“.</p>
<p class="Body">Für einen wahren Wohlklang sorgt Jens Ochmann als Vater Armands, der der Handlung hinzugefügt wurde, um noch mehr Spannung zu erzeugen. „Das Spiel tut weh…“ ist einer der schöneren neuen Songs dieses Musicals.</p>
<p class="Body">Ansonsten fallen die im Vergleich zu Showstoppern wie „Lady Marmalade“ (im Programmheft und auf der CD übrigens treffend falsch als „Lady Marmelade“ bezeichnet), One Day I’ll Fly Away“ oder das „Elephant Love Medley“ unbekannten neuen Songs wie „Die Liebe ist wie große Oper“ und „C’est la vie“ vor allem dadurch auf, dass sie melodisch nicht zum Gesamtkonzept passen und textlich (selbst wenn vom Chef Ulrich Gerhartz selbst verfasst) auf sehr tönernen Füßen stehen.</p>
<p class="Body">Optisch bedient diese Tourproduktion das, was man erwartet: An Farben, zweckdienlichen, aber ideenreichen Kulissen und (einigen) schönen Kostümen wird nicht gespart.</p>
<p class="Body">Dass Szenen wie der große Can Can nicht zünden, liegt auch nicht an der Choreographie von Lacy Darryl Phillips. Phillips versucht, die gängigen Klischees zu bedienen und wäre das Ensemble nicht mit einigen Tanzabfolgen so offenbar überfordert, könnten sie sicherlich für deutlich mehr Furore auf der Bühne sorgen. Doch so versickern auch die großen Tanzszenen, die das Moulin Rouge ausmachen sollten, im Nichts.</p>
<p class="Body">Schade, dass außer dem großen Namen des Films das vorhandene Potential nicht genutzt wurde. Es bleibt der fade Beigeschmack, dass hier etwas schnell zusammengeschustert wurde, ohne das die Fäden bei jemandem zusammengelaufen sind, der ein einheitliches Ganzes schaffen wollte. Dafür spricht im Übrigen auch, dass auf den Plakaten nicht Jesper Tydén als Armand abgebildet ist, sondern Stefan Reil (der jedoch als Dance Captain bei „Marie Antoinette“ in Bremen weilt). Wirklich bedauerlich, dass es so etwas heutzutage noch geben muss.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> CCH, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>22. Dezember 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Montanaro, Jesper Tydén</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Christian Götz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Gerhartz GmbH Kiel</span></div>
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		<title>Rockmusical ohne viel Tamtam</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/rockmusical-ohne-viel-tamtam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 10:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Melcher]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christ Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Idee zu einer konzertanten Aufführung von Andrew Lloyd Webbers Rockmusical kam Bernd Steixner (Musikalischer Leiter von „Les Misérables“ und Initiator der JCS-Konzertreihe) nachdem er Jesper Tydén auf dessen Solokonzerten mehrfach bei „Gethsemane“ auf dem Piano begleiten durfte: „Ich habe ihn daraufhin einfach gefragt, ob er nicht Lust hätte, die ganze Partie des Jesus zu ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Die Idee zu einer konzertanten Aufführung von Andrew Lloyd Webbers Rockmusical kam Bernd Steixner (Musikalischer Leiter von „Les Misérables“ und Initiator der JCS-Konzertreihe) nachdem er Jesper Tydén auf dessen Solokonzerten mehrfach bei „Gethsemane“ auf dem Piano begleiten durfte: „Ich habe ihn daraufhin einfach gefragt, ob er nicht Lust hätte, die ganze Partie des Jesus zu singen.“</p>
<p class="Body">Bernd Steixner hatte von Anfang an eine ganz genaue Vorstellung, wen er für welche Rolle besetzen würde. Ob allerdings auch alle Zeit hatten, das Projekt neben ihren Engagements durchzuführen, war unklar. Letztlich war es, was die Künstler auf der Bühne anging, doch alles viel leichter als erwartet: „Alle von mir gefragten Darsteller waren von der Idee sofort begeistert. Und obwohl ich ihnen keine feste Gage garantieren konnte, machten alle aus Liebe zu „Jesus Christ Superstar“ mit. Es ist schon toll, wenn man sich seine Traumcast selbst zusammenstellen kann.“ beschreibt Bernd Steixner den Audition-Prozess, der keiner war. Mit Jesper Tydén als Jesus, Alex Melcher als sein Widerpart Judas, Ann Christin Elverum als Maria Magdalena, Alex Lycke als Pilatus, Perrin M. Allen als Herodes, Tom Tucker als Kaiaphas, Seth Lerner als Annas, Michael Kelley als Simon und Veit Schäfermeyer als Petrus hatte Bernd Steixner nahezu ausschließlich Darsteller um sich geschart, mit denen er bereits in Essen bei „Elisabeth“ oder bei „Les Misérables“ im Theater des Westens zusammen gearbeitet hat.</p>
<p class="Body">Dennoch liefen die Proben für die Konzertreihe eher unkonventionell ab, da es bis zum ersten Auftrittsdatum am 15. November in Hamburg keine gemeinsamen Proben gab. „In Hamburg kamen zum ersten Mal alle zusammen. Bernd Steixner hat vorher mit den Sängern und Musikern einzeln oder in kleinern Gruppen geprobt.“ erinnert sich Jesper Tydén. Auch die Background-Chöre waren in Hamburg, Essen und Berlin jeweils andere und wurden unabhängig von den Protagonisten einstudiert.</p>
<p class="Body">Aufgrund der begrenzten Zeit aller Beteiligten, lag es nahe, „Jesus Christ Superstar“ konzertant auf die Bühne zu bringen: „Der Schwerpunkt liegt hierbei natürlich auf der Musik. Für uns als Darsteller bedeutet das, dass man mit einfachsten Mitteln, d. h. mit wenig Technik, versuchen muss, die Story wiederzugeben und nicht nur einzelne Songs. Da es keine regiegeführten Szenen gibt, ist man im Acting etwas freier.“ erläutert Jesper Tydén die speziellen Erfordernisse von „Jesus Christ Superstar – in concert“.</p>
<p class="Body">Die Aufführung in Hamburg stellte zudem eine besondere Herausforderung dar, da kaum einer der beteiligten Künstler oder Musiker bisher in der Neuen Flora auf der Bühne gestanden hatte. „Es war eine große Belastung, da so viel Unvorhergesehenes passieren kann. Außerdem gab es auch keine ‚szenischen’ Proben.“, erzählt Hauptdarsteller Jesper Tydén. „Aber das Publikum war super motivierend. Da hat sich die ganze Anspannung mit einem Schlag gelöst.“</p>
<p class="Body">Die Begeisterung des bedauerlicherweise überschaubaren Neue Flora-Publikums schien grenzenlos. Der Funke sprang schon nach den ersten Szenen auf die Zuschauer über. Denn allen Beteiligten auf der Bühne war ihr Engagement und die Leidenschaft für das Rockmusical deutlich anzumerken. Am überzeugendsten war die Judas-Interpretation von Alex Melcher. Er legte in alle Leidensfacetten des Jesus-Verräters so viel Intensität, dass er damit alle anderen an die Wand spielte. Jesper Tydén hatte vor allem in den ruhigeren Szenen kleine Schwierigkeiten damit, der explosiven Leistung von Alex Melcher etwas entgegenzusetzen. Jedoch betonte er die starke, kämpferische Seite von Jesus und machte so einiges wieder wett.</p>
<p class="Body">Schlichtweg grandios waren Michael Kelley als Simon und Alex Lycke als Pilatus. Beiden gelang eine perfekte Intonierung. Wer braucht da schon opulente Kostüme und Bühnenbilder?</p>
<p class="Body">Gleiches gilt für Tom Tucker, Seth Lerner und Veit Schäfermeier, die als Kaiaphas, Annas und Petrus eine hervorragende Besetzung abgaben. Besonders deutlich wurde die Leistung durch die Berücksichtigung des Songs ‚Then We Are Decided.’ „Dieser Song wurde &#8211; ebenso wie ‚Could we start again, please?’ &#8211; für die Verfilmung von „Jesus Christ Superstar“ hinzugefügt. Ich finde es ganz spannend, dass durch dieses Duett die Beziehung zwischen Kaiaphas und Annas deutlich gemacht wird und somit die Motive für ihr Handeln klarer werden.“ begründet Bernd Steixner die Wahl der Filmversion für die Konzertreihe.</p>
<p class="Body">Perrin M. Allen (ehem. Musikalischer Leiter von „Mamma Mia!“) ließ es sich nicht nehmen, aus seiner Rolle als König Herodes, die einzige bühnenfüllende Szene zu machen. Er rockte durch das Theaterparkett und zeigte auf der Bühne, dass er wesentlich mehr kann als „nur“ den Dirigentenstab zu schwingen. Dafür erntete er minutenlangen Szenenapplaus – nicht zuletzt auch deshalb, weil viele seiner Hamburger Kollegen mit im Publikum saßen.</p>
<p class="Body">Ann Christin Elverum wurde ein Opfer der an diesem Abend eher mäßigen Tontechnik: Ein nicht einwandfrei funktionierendes Mikrophon, machte es ihr unmöglich, sich gegen die laute Rockband durchzusetzen. Sie schien durch diese Unwägbarkeiten derart eingeschüchtert, dass sie nicht mehr als eine solide Leistung ablieferte, womit sie jedoch die Herzen der Zuschauer nicht wirklich erreichen konnte.</p>
<p class="Body">Alex Melcher zeigte am deutlichsten seinen Unmut über die Tücken des Sounds und brachte den Titelsong ‚Jesus Christ Superstar’ noch aggressiver zur Geltung als eigentlich erforderlich. Man spürte förmlich wie er sich den Frust aus der Seele sang. Bernd Steixner entschuldigt diese Mängel: „Es war ein großes musikalisches und logistisches Puzzle, das an diesem Tag zusammengefügt wurde.Ganz besonders schwierig war es für unsere beiden Tontechniker, denn die hatten natürlich nur die Probe am Nachmittag um sich mit der Situation vertraut zu machen. Da muss man dann schon kleine Abstriche in Kauf nehmen.“</p>
<p class="Body">Das Publikum nahm diese Schwächen nicht übel und applaudierte noch als die Darsteller und Musiker längst in die Katakomben der Neuen Flora entschwunden waren. Auch der Initiator zeigte sich sehr zufrieden: „Von der musikalischen Seite bin ich sehr zufrieden. Es war uns allen klar, dass ein solches Projekt gewisse Risiken birgt. Ich hatte zwar vorher mit fast allen Beteiligten geprobt, aber erst an diesem Tag kamen zum ersten Mal alle zusammen. Das verursacht natürlich am Tag selber einen unglaublichen Stress und man kann das nur wagen, wenn man sich auf seine Leute 100 %ig verlassen kann. Die Musiker haben ihre Sache wirklich großartig gemacht, das konnte man glaube nicht nur hören sondern auch sehen. Über die Sänger brauche ich kein Wort zu verlieren. Ich bin so stolz, diese Riege zusammen auf einer Bühne zu haben! Ich möchte keinen einzelnen hervorheben, denn ich denke alle waren perfekt für ihre Parts.“ Dem bleibt nichts hinzuzufügen.</p>
<p class="Body">Die große Leistung aller und der unermüdliche Einsatz haben sich gelohnt. Allerdings ist es sehr bedauerlich – um nicht zu sagen unentschuldbar – dass von Seiten der Stage Holding nicht mehr getan wurde, diese Eigeninitiative zu unterstützen. Denn die ansonsten recht gut geschmierte Werbe- und PR-Maschinerie wurde für diese Konzertreihe nicht zur Verfügung gestellt. Dass ein Großplakat im Foyer nicht ausreicht, um ein 2000 Plätze Theater zu füllen, dürfte jedem klar sein. Ein solch minimalistisches Marketing erstickt jeden Ehrgeiz im Kein und wird dem Anspruch und der erbrachten Leistung aller Beteiligten in keinster Weise gerecht.</p>
<p class="paragraph_style">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>15. November 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Alex Melcher, Jesper Tydén</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Idee<span class="Bold"> / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Bernd Steixner  / Andrew Lloyd Webber<br />
</span></span></p>
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		<title>Disco im Sherwood Forrest</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/disco-im-sherwood-forrest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2006 09:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Ethan Freemann]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[Musicaltheater]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Hood]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Neibersch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hört man Robin Hood, denkt man unweigerlich an Errol Flynn und Kevin Costner, die diese Rolle für Hollywoods Filmindustrie verkörpert haben. Helden in Strumpfhosen kommen einem in den Sinn, Kämpfe mit Pfeil und Bogen um Ehre, Macht und Ruhm. Freundschaft, Liebe und Aufopferung für ein gemeinsames Ziel stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Natürlich gibt es ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Hört man Robin Hood, denkt man unweigerlich an Errol Flynn und Kevin Costner, die diese Rolle für Hollywoods Filmindustrie verkörpert haben. Helden in Strumpfhosen kommen einem in den Sinn, Kämpfe mit Pfeil und Bogen um Ehre, Macht und Ruhm. Freundschaft, Liebe und Aufopferung für ein gemeinsames Ziel stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Natürlich gibt es auch immer Bösewichte wie der Sheriff of Nottingham, seinen unsympathischen Gefolgsmann Guy of Guisborn und natürlich die machtbesessene Frau von Prinz John, dem Bruder des verschollenen Königs Richard Löwenherz.</p>
<p class="Body">Da war es nur eine Frage der Zeit, wann dieser Stoff für eine Musicalbühne entdeckt und umgesetzt wird. Martin Doepke (Komponist) und La Belle Musicalproductions haben sich dieser unerwartet schweren Aufgabe angenommen und so präsentieren sie am 8. Dezember die Uraufführung von „Robin Hood – Das Musical“ im Bremer Musicaltheater am Richtweg.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1511">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Darstellerriege geht von Musicalgrößen wie Ethan Freeman und Jesper Tydén über Schauspieler wie Mathieu Carrière und Daniela Ziegler und „Debütanten“ wir Sabine Neibersch. An allererster Stelle ist Jesper Tydén in der Titelrolle zu nennen: Er spielt und singt, tanzt und kämpft, zeigt gute und böse Gefühle so gut es das schwache Buch hergibt.</p>
<p class="Body">Doch bis es soweit ist, erklingt ein minutenlanger Prolog aus dem Orchestergraben gefolgt von einer sehr langen Sprechszene: Im Jahr 1194 kehrt der junge Ritter Robin von Locksley vom dritten Kreuzzug in seine Heimat zurück. England wird nun von Richards Bruder Prinz John, genauer von dessen Frau Isabelle (Daniela Ziegler) und dem skrupellosen Sheriff von Nottingham (Ethan Freeman) beherrscht. Alles geschieht unter dem Schutz der Kirche in Gestalt des Bischof von Herford (Mathieu Carrière). Robin erfährt wenig Unterstützung für seinen Plan, das Lösegeld für König Richard Löwenherz, der sich in österreichischer Gefangenschaft befindet, aus den übervollen Schatullen der Regenten zu nehmen. Der hitzköpfige und respektlose Robin legt sich mit den Herrschaften an und wird prompt für vogelfrei erklärt. Mit geschickt geführtem Schwert kann er in den Sherwood Forrest fliehen.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1695 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/RobinHood2_2006.png" alt="" width="260" height="335" />Erst hier wird das Musical musikalisch. In Little John und zahlreichen weitestgehend namenlosen Geächteten findet Robin neue Freunde im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Doch erst muss er sich mit seinem Schwert (Pfeil und Bogen sucht man in diesem Stück vergeblich) als Anführer qualifizieren. Bereits hier zeigen sich die besonderen Qualitäten der von Malcom Ranson erdachten Kampfszenen. Auch wenn jeder Schritt geplant und jede Bewegung mit dem Schwert genau positioniert ist, so wirken die Szenen trotzdem spektakulär und gefährlich. Leider sind jedoch gerade die Kampfszenen deutlich zu lang und verlieren ihre Wirkung, da auch der Umgang mit den schweren Gerätschaften in der Premiere noch lange nicht so flüssig ist wie man es sich wünschen würde.</p>
<p class="Body">Nachdem die Machtverhältnisse im Sherwood Forrest jedoch einmal geklärt und Robin Hood als Anführer anerkannt wurde (natürlich immer wieder torpediert durch Little Johns eifersüchtige Kommentare), wird das neue Mitglied der Geächteten mit einem Fest gebührend willkommen geheißen. Fortan wird gesungen, gefeiert und getanzt. Der Wald wird in buntes Discolicht getaucht und die Darsteller auf der Bühne verfallen in irische Tanzschritte, die mehr als nur ansatzweise an „Riverdance“ oder Michael Flatley’s „Lord of the Dance“ erinnern? Sherwood Forrest in Irland? Kleinigkeiten, an denen man sich nicht aufhalten muss.</p>
<p class="Body">Es herrscht eine ausgelassene Stimmung auf der Bühne, zu der die schwungvolle Choreographie von Paul Kribbe und James de Groot maßgeblich beiträgt. Die für ein Musical unerwartet zahlreichen Dialoge bringen die Handlung nur schleppend voran. Ist es wirklich notwendig, dass in der heutigen Musicallandschaft – von einigen ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen – auf Textseite nur noch Phrasen, Slapstick und Sprichworte als Stilelemente eingesetzt werden? Niveauvolle Unterhaltung stellt man sich dann doch etwas anders vor.</p>
<p class="Body">Das Szenenbild und die Kulissen von Christoph Weyers sind das genaue Gegenteil der schwachen Texte. Hier sieht man, dass der Allgäuer über umfassende und mehrfach bewährte Erfahrungen in seinem Fach verfügt. Das Bremer Musicaltheater bietet in dieser Hinsicht eine Menge Variationsmöglichkeiten. Da wird der Kerker aus dem Bühnenboden herausgefahren oder es senken sich große Kulissenteile aus der Decke herab und bilden so eine Kirche, das Schloss oder den Sherwood Forrest. Auch die Gestaltung des Sherwood Forrest ist stimmig und so macht es Spaß in jedem Bild neue Details zu entdecken.</p>
<p class="Body">Die Spannbreite der von Martin Doepke komponierten Musik, mit Anklängen an die Rock-, Pop-, Country- und Gospelmusik ist breit. Gerade diese Vielfalt macht es schwer, „Robin Hood“ einen einheitlichen Musikstil zuzuordnen. Man fühlt sich phasenweise beim „Starlight Express“, „Bonifatius“ oder „Little Shop of Horrors“ – die Ähnlichkeiten sind zum Teil frappierend. Der einzige Reprisefähige Song „Der Sturm ist nah“ wird dann auch reichlich überstrapaziert. Musikalisches Highlight ist die Ensemblenummer „Salz der Erde“. Eine großartige Gospelnummer, angeführt von einem sehr motivierenden Günther Kaufmann als Bruder Tuck. „Salz der Erde“? War da nicht was? Ach ja, bei „Bonifatius“ gibt es einen Titel, der nicht nur genauso heißt, sondern auch noch optisch (das Lichtdesign dieser Szene steht „Saturday Night Fever“ in nichts nach – nur gehört das in den Wald?) und akustisch sehr ähnlich daherkommt.</p>
<p class="Body">Doch genug der Kritik an Dialogen und Musik. Ein Musical lebt ja auch von den Künstlern auf der Bühne. Im Zentrum von „Robin Hood“ steht auf der einen Seite der Konflikt zwischen dem Sheriff von Nottingham, gespielt von Ethan Freeman und Robin Hood und auf der anderen Seite die Liebesgeschichte zwischen Robin Hood und Lady Marian (Sabine Neibersch), auf die auch der Sheriff ein Auge geworfen hat.</p>
<p class="Body">Ethan Freeman bildet mit Daniela Ziegler als Lady Isabelle und Mathieu Carrière als Bischof von Herford ein intrigantes Dreigestirn. Während Mathieu Carrière als Schauspieler noch etwas hölzern wirkt und sich in seiner roten Robe nicht gänzlich wohl zu fühlen scheint, hat Daniela Ziegler auch zwei Songs, wobei sich manch einer statt des Sprechgesangs lieber melodischere Stücke für ihre Stimme gewünscht hätte. In der Rolle der machthungrigen Lady Isabelle wirkt Daniela Ziegler wie eine Diva und das passt hundertprozentig.</p>
<p class="Body">Sabine Neibersch hat sehr gefühlvolle Soli, die sie mit ihrer schönen, wenn auch am Premierenabend ziemlich heiseren, Stimme sehr intensiv interpretiert. Sie harmoniert in den Duetten sehr gut mit Jesper Tydén. Auch gegen Ethan Freeman kann sie sich im „Streitduett“ bewähren.</p>
<p class="Body">Jesper Tydén zeigt in den wenigen Gesangsnummern, was sein Hauptfach ist: Er singt „Der Sturm ist nah“ mit viel Energie und macht den Kampfgeist der Aussätzigen spürbar bis in die letzte Reihe. Ganz nebenbei zeigt er aber auch Talent als Tänzer. In den irisch-folkloristischen Tanznummern muss er sich – im Gegensatz zu anderen Hauptdarstellern – nicht hinter dem Ensemble verstecken.</p>
<p class="Body">Ein optisches Highlight ist die Rock-Nummer „Abschaum“ gesungen und vor allem gespielt von Ethan Freeman. Ihm gelingt es mit spärlichen Requisiten und bühnenfüllendem Schauspiel auf einer fast leeren Bühne die Blicke auf sich zu ziehen. Ein Beispiel für seine ungeheure Bühnenpräsenz. Der einzige Wermutstropfen ist, dass Freemans Stimme nicht unbedingt als Rockstimme zu bezeichnen und daher in dieser Szene nicht ganz passen mag. Mit einer Rockröhre wie beispielsweise Darius Merstein-MacLeod oder Sascha Th. Krebs sie mehrfach unter Beweis gestellt haben, dürfte „Abschaum“ noch wesentlich an Intensität hinzu gewinnen.</p>
<p class="Body">Für eine große Produktion wie „Robin Hood“ – immerhin eine Tourproduktion, die mit Ensuite-Ausstattung daher kommt –, bei der in verhältnismäßig kurzer Zeit viel bedacht und koordiniert werden musste, klappte es am Premierenabend schon recht gut. Auch wenn es aufgrund der im Vorfeld als Unsicherheitsfaktor benannten Bühnentechnik eine 10-minütige Unterbrechung im 2. Akt gab und die vielen Szenenwechsel zu lange dauerten – kommt Zeit, kommt Routine und dann verschwinden auch derartige Kinderkrankheiten.</p>
<p class="Body">„Robin Hood“ bleibt bis Anfang Januar im Musicaltheater am Richtweg. Genug Zeit, um Abläufe zu straffen, Szenenwechsel zu beschleunigen und Routine in die tägliche Arbeit hineinzubekommen. Anschließend zieht der Held mit seinem Schwert ins Düsseldorfer Capitol Theater (10.-26. Februar). Die dritte Station der Tour wird vom 4. März -2. April das Deutsche Theater in München sein.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint &amp; Norbert Ufermann<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Musicaltheater, Bremen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">Dezember 2006</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Ethan Freemann, Sabine Neibersch, Jesper Tydén</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Martin Doepke<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> La Belle Musicalproductions</span></div>
</div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/disco-im-sherwood-forrest/">Disco im Sherwood Forrest</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Jesper Tydén – auf allen Bühnen zu Hause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Nov 2004 16:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur selten trifft man einen Musical-Darsteller, der parallel für drei Großproduktionen tätig ist und „nebenbei“ noch Solo-Konzerte gibt und an der ersten eigenen CD arbeitet. Der Schwede Jesper Tydén ist solch ein Ausnahmetalent! Im Sommer stand er bei den Bregenzer Festspielen als Tony in der »West Side Story« auf der Seebühne, gab den Chris bei ...</p>
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<p class="Body">Nur selten trifft man einen Musical-Darsteller, der parallel für drei Großproduktionen tätig ist und „nebenbei“ noch Solo-Konzerte gibt und an der ersten eigenen CD arbeitet. Der Schwede Jesper Tydén ist solch ein Ausnahmetalent! Im Sommer stand er bei den Bregenzer Festspielen als Tony in der »West Side Story« auf der Seebühne, gab den Chris bei »Miss Saigon« in St. Gallen und probte bereits als Kronprinz Rudolf für die Wiederaufnahme von »Elisabeth« in Wien. Auf die Frage, woher er die Kraft nimmt, das alles durchzustehen, antwortet er: „Eigentlich wollte ich es dieses Jahr ruhiger angehen lassen. Deshalb habe ich auch bei »Elisabeth« in Essen aufgehört.</p>
<p class="Body">Aber als ich das Angebot für den Chris in »Miss Saigon« bekam, konnte ich genauso wenig nein sagen, wie beim Engagement für die »West Side Story« in Bregenz. Der Tony war immer eine Traumrolle für mich und ich habe in Bregenz viel dazu gelernt. Es ist vielleicht wirklich zu viel, aber es macht mir eben wahnsinnig Spaß in verschiedenen Rollen auf der Bühne zu stehen. Die Kraft dafür schöpfe ich direkt aus der Musik. Es ist schon ziemlich hart so oft auf der Bühne zu stehen, aber ich versuche mich durch Training fit zu halten und das bringt sehr viel.“</p>
<p class="Body">Nach seinem Gesangs- und Musicalstudium in Stockholm und Göteborg machte der sympathische Tenor Station in Berlin und spielte den Hauptmann Phoebus in »Disney’s Der Glöckner von Notre Dame«. Ab 2001 kreierte er die Rolle des Kronprinzen Rudolf für die Deutschland-Premiere von »Elisabeth« in Essen. Ein Musical, das ihm sehr ans Herz gewachsen ist: „»Elisabeth« hat eine Anziehungskraft, die wirklich außergewöhnlich ist. Es ist ein deutsches Stück, das für ein deutschsprachiges Publikum geschrieben wurde. Dadurch wirkt es authentisch und kann qualitätsmäßig mit dem internationalen Standard mithalten. »Elisabeth« ist wirklich etwas Besonderes!“</p>
<p class="Body">Das ist auch einer der Gründe, warum er nach nur wenigen Monaten »Elisabeth«-Abstinenz seit Oktober wieder als Rudolf auf der Bühne steht.</p>
<p class="Body">Diesmal allerdings im geschichtsträchtigen Theater an der Wien. „Ich finde es wunderbar, in der Jubiläumsshow mit dabei zu sein! Jeder Tag ist wie eine Gala-Vorstellung! Es ist unglaublich, wie das Publikum reagiert! Wir sind bis Ende der Spielzeit ausverkauft! Es rufen sogar Leute aus Japan an, um Tickets zu buchen. »Elisabeth« im Theater an der Wien ist ganz Speziell. Ich bereue es auf keinen Fall, dass ich dieses Engagement angenommen habe. Natürlich wollte ich mehr Zeit für mich und meine anderen Projekte haben und neben »Miss Saigon« nirgends auf der Bühne stehen. Rudolf ist eine Rolle, die ich schon kenne und die mich nicht so viel Energie kostet. Zudem spiele ich ja nicht alle sieben Shows in der Woche, sondern maximal vier oder fünf. Da bleibt schon noch etwas Zeit für mich. Außerdem hatte ich vorher noch nie in Wien gespielt. Hier ist das Musicalleben sehr außergewöhnlich und es ist gar nicht so leicht, in diese eingeschworene Familie hineinzukommen. Ich fühle mich inzwischen sehr wohl in Wien; es ist eine bezaubernde Stadt!“</p>
<p class="Body">Dass der 28-Jährige die Musik über alles liebt, merkt man sofort. Er opfert fast jede freie Minute dafür und gönnt sich kaum eine Verschnaufpause. Wenn er nicht auf einer Musical-Bühne steht, feilt er in seinem eigenen Tonstudio an seiner ersten Solo-CD oder stellt das Programm für seine Solo-Konzerte zusammen. Dass das aber nicht nur schön ist, sondern durchaus auch Schattenseiten hat, ist ihm bewusst. „Ich war seit fünf Jahren nicht mehr zu Hause in Stockholm. Keine der Städte, in denen ich bisher ein Theater-Engagement hatte, war ein echtes zu Hause für mich. Das ist etwas, was ich wirklich ändern möchte. Zehn Jahre unterwegs ohne richtiges Heim, da wird man irgendwann verrückt. Das ständige Umziehen ist einer der größten Nachteile an meinem Job; und wenn man eine Beziehung hat oder Familie wird es noch viel schwieriger.“</p>
<p class="Body">Entspannung findet Jesper Tydén beim Yoga: „Yoga ist ein hartes Stretching-Programm für meinen Körper, bei ich so richtig gut relaxen und die Seele baumeln lassen kann.“ Das Wort Alltag kennt der junge Schwede nicht. „Die schönste Zeit des Tages ist für mich das Frühstück. Zum Glück kann ich fast jeden Tag ausschlafen und lade meine Batterien bei einem ruhigen, ausgedehnten Frühstück auf. Danach geht’s dann meistens an den Computer, wo ich die Songs für meine CD zusammenstelle und komponiere. Als Ausgleich gönne ich mir ab und an eine Massage, bei der mir die Verspannungen einfach weg geknetet werden. An anderen Tagen muss ich morgens um sechs Uhr aufstehen und nach St. Gallen fliegen, dort spiele ich dann gleich zwei »Miss Saigon«-Vorstellungen und komme erst am nächsten Mittag nach Wien zurück, wo ich mich dann gleich auf die »Elisabeth«-Show am Abend vorbereiten muss.“</p>
<p class="Body">Mit seinem Solo-Konzert in der Nähe von Hamburg begeisterte er am 12. Dezember 2003 fast 200 Fans, die für ihren Star aus ganz Deutschland – teilweise sogar aus Japan – anreisten. „Ich mache diese Konzerte ‚For the love of music’. Der Name ist Programm! Ich bin ja ein klassischer Sänger und habe Pop eigentlich immer nur für mich selbst gemacht. Doch bei diesem Projekt ist die Mischung einfach fantastisch. Ich kann verschiedene Stilarten und Stimmgefühle ausprobieren. Bernd Steixner (Musikalischer Leiter von »Elisabeth« in Essen und jetzt von »Les Misérables« in Berlin, Anm. d. R.) und ich experimentieren mit der Stimme, mit dem Klavier und mit der Musik. Wir testen aus, wie weit wir gehen können, ohne dass es kitschig wird.“ Ganz bewusst hat er keinen Song aus »Elisabeth« in sein Solo-Programm aufgenommen. „Ich kann verstehen, dass die Menschen mich mit Rudolf in Verbindung bringen. Aber ich möchte mit diesem Konzert mal etwas anderes machen. Außerdem ist eigentlich kein Song aus »Elisabeth« als reines Solo-Stück geeignet.</p>
<p class="Body">Jesper Tydén offenbart mit seiner Kombination aus schwermütigen Stücken eine musikalisch äußerst anspruchsvolle Bandbreite seines Könnens. Dass die Musical-Hits am Ende des Programms am meisten Beifall finden, liegt in erster Linie an deren größeren Bekanntheitsgrad. Denn stimmlich präsentiert er auch die ersten beiden Blöcke seines Konzerts unwahrscheinlich einfühlsam und ausdrucksstark.</p>
<p class="Body">Eine echte Traumrolle hat der beliebte Darsteller nicht. Neben »Martin Guerre«, das seit Jahren von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg – den Schöpfern von »Les Misérables« und »Miss Saigon« – überarbeitet wird, reizen ihn auch »Jekyll&amp;Hyde« und »Chess« sehr. „Ich mag dramatische Stücke, die eine richtige Geschichte erzählen und bei denen der Fokus auf der Musik beruht, um die Dramatik hervorzuheben.“ Warum er die Gelegenheit nicht genutzt hat, in seinem absoluten Lieblings-Musical mitzuspielen, erklärt Jesper Tydén so: „ Es wäre schön gewesen, bei »Les Misérables« auf der Bühne zu stehen, aber ich wollte etwas mehr Ruhe haben und das geht einfach nicht, wenn man einen Jahresvertrag mit acht Shows pro Woche hat. »Les Misérables« ist ein sehr hartes Stück. Und wenn ich etwas anfange, dann stecke ich da auch meine ganze Energie hinein. Ich hatte einfach Angst, mich auf der Bühne so zu verausgaben, dass ich dann keine Kraft mehr für meine anderen Projekte haben würde.“</p>
<p class="Body">Auch das nächste Jahr ist schon bis September mit Terminen und Engagements gefüllt: „Bis April bleibe ich beim Theater an der Wien, danach habe ich ein paar Wochen Urlaub und werde nach Asien fliegen, um mal richtig auszuspannen. Diesen Urlaub brauche ich dringend, denn ab Mitte/Ende Mai geht es schon wieder mit den Proben für die »West Side Story« in Bregenz los. Und auch bei »Miss Saigon« in St. Gallen werde ich im kommenden Jahr wieder auf der Bühne stehen. Was ab Herbst kommt, weiß ich noch nicht. Ich würde unglaublich gern mehr kreativ arbeiten und eigene Songs komponieren. Vielleicht kommt aber auch ein neues, spannendes Angebot, bei dem ich nicht nein sagen kann und doch wieder in einer großen Ensuite-Produktion lande. Ehrlich gesagt, ist es für mich aber auch sehr schwierig ohne die ganze Spannung und Energie, die man für die Bühnenarbeit braucht, zu leben.“</p>
<p class="Body">Die bevorstehenden Feiertage sind symptomatisch für das derzeitige Leben von Jesper Tydén: „Ich feiere Weihnachten mit meiner Familie in Schweden. Ganz klassisch. Aber leider bin ich nur zwei Tage dort. Am 25. und 26. Dezember stehe ich bei »Elisabeth« auf der Bühne, am 29. und 30. Dezember spiele ich wieder den Chris in St. Gallen und Silvester bin ich dann wieder Rudolf. Das ist hart und stressig. Aber ich bin ja auch ein Stück weit selbst schuld daran, dass ich so viel zu tun habe. Und es gefällt mir, solange die Qualität nicht darunter leidet. Es klingt etwas seltsam, aber »Miss Saigon« ist wie erfrischende Brise für mich. Wenn ich aus St. Gallen nach Wien zurückkomme, habe ich wieder mehr Energie für »Elisabeth«.“</p>
<p class="Body">Der Mann scheint ohne Stress nicht so recht glücklich zu sein! Es bleibt nur zu hoffen, dass seine Wünsche für das Neue Jahr in Erfüllung gehen und er die Ruhe und Kraft findet, sich seinen Traum von einer eigenen CD mit selbst komponierten Songs erfüllen kann.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.jespertyden.de/"> www.jespertyden.com</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Der Bodensee in Flammen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-bodensee-in-flammen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2003 19:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Wolfram]]></category>
		<category><![CDATA[Bregenz]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Bernstein]]></category>
		<category><![CDATA[West Side Story]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bodensee als Bühne für Theaterstücke, Musicals und Opern? Eine sehr originelle aber zugleich schwer umsetzbare Idee – doch bei den Bregenzer Festspielen wird dieses Konzept seit 58 Jahren sehr erfolgreich präsentiert. In diesem Jahr stand neben der Oper »Das schlaue Füchslein« mit der »West Side Story« ein bewährtes Musical aus der Feder von Leonard ...</p>
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<p>Der Bodensee als Bühne für Theaterstücke, Musicals und Opern? Eine sehr originelle aber zugleich schwer umsetzbare Idee – doch bei den Bregenzer Festspielen wird dieses Konzept seit 58 Jahren sehr erfolgreich präsentiert.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/West_Side_Story_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">In diesem Jahr stand neben der Oper »Das schlaue Füchslein« mit der »West Side Story« ein bewährtes Musical aus der Feder von Leonard Bernstein und Stephen Sondheim auf dem Programm. Als am 19. August 2003 das Ende der diesjährigen Festspielzeit mit einigen Über-raschungen gefeiert wurde, hatten in den vorangegangenen vier Wochen bereits mehr als 200.000 Besucher das Stück besucht. Auch den Gästen der Derniere verschlug es zunächst nahezu den Atem als sie das Oper Air Theater betraten: 7.000 Sitzplätze reihen sich wie in einem Amphi-theater in einem Halbrund um die viel zu große Bühne und die New Yorker Häuser-Kulissen, die im schwindenden Tageslicht sehr beein-druckend waren. Obwohl Designer George Tsypin die Kulissen bereits mehr als sechs Monate vor dem 11. September 2001 fertig gestellt hatte, erinnert das markanteste Element – ein 36 Meter hoher Wolkenkratzer aus Glas und Stahl – doch sehr an Ground Zero nach den Terroranschlägen. Die sich in den Glaselementen brechende Abendsonne löste bei dem einen oder anderen sicherlich beklemmende Gefühle aus. Doch der Designer betont ausdrücklich, dass er mit seinem Bühnenbild „lediglich“ die Trostlosigkeit der New Yorker Häuserschluchten darstellen wollte, was ihm auf eindrucksvolle Weise gelingt. Die szenisch dargestellten Gegensätze zwischen Arm und Reich, Weißen und Hispano-Amerikanern, Moderne und Tradition passen hervorragend zur Story.</p>
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<p class="Body">Glas und Stahl sind die bestimmenden Materialien auf der Bühne; so besteht der Bühnenboden aus rutschfest beschichteten Glasbausteinen unter denen man den See erkennen kann. In der Verlängerung des Bodens erhebt sich in großen Stahl-Wellen der alles überragende Wolkenkratzer. Mit einer Neigung von 60° und einem Gesamtgewicht von 140 Tonnen, die auf 18 Stahl- und Holzpiloten lasten, stellt er das kalte, rationale der heutigen Gesellschaft dar.</p>
<p class="Body">Den Gegensatz hierzu bildet das Brick-House, das als Kulisse für das Leben der Puertoricaner dient. Das in alle Richtungen drehbare Haus wird auf Schienen ins Bühnengeschehen gefahren und auf mehreren Ebenen bespielt. Je nachdem, welche Seite dem Publikum zugewandt ist, findet man sich in der Schneiderei von Anita, in Marias Schlafzimmer oder auf dem Hinterhof wieder. Im Erdgeschoss befindet sich zudem der Ballsaal, in dem sich Tony und Maria das erste Mal begegnen.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/West_Side_Story_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Das Lichtdesign von James F. Ingalls sorgt während der Show für immer neue unerwartete Effekte: aggressiv-grell bei den Kämpfen der verfeindeten Sharks und Jets, romantisch-weich bei den Duetten von Tony und Maria. Und alles vor der eindrucksvoll ins Licht gerückten Großstadtkulisse New Yorks.</p>
<p class="Body">Leonard Bernstein Adaption von William Shakespeares „Romeo und Julia“ wurde in Bregenz von Francesca Zambello inszeniert, die neben Opern und Shows auch Musicals wie beispielsweise »Napoleon« im Londoner West End in Szene setzte. Für die Orchestrierung, die bei diesen Bühnen- und Theaterausmaßen gewaltig sein musste, sorgten die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Wayne</p>
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<p class="Body">Marshall und David Charles Abell, der u. a. das Konzert zum 10. Geburtstag von »Les Misérables« in der Royal Albert Hall dirigierte.</p>
<p class="Body">Richard Wherlock übernahm für diese Inszenierung die schwere Aufgabe der Choreographie. Die Herausforderung bestand darin rund 60 Ensemble-Mitglieder, mehr als 80 Statisten und vier Schauspieler („die Erwachsenen“) tänzerisch unter einen Hut zu bringen. Er hat diese Aufgabe gut gelöst, denn bühnenfüllend arrangierte Tanzszenen und die hohe tänzerische Klasse des Ensembles sorgten für so manchen Zwischenapplaus. Dennoch verpufften viele choreographische Details, da die Zuschauer bei einer solchen Vielzahl an Darstellern unter dem Einfluss des berauschenden Gesamtbildes nur kleine Ausschnitte erfassen konnten.</p>
<p class="Body">Farbenfrohe und sehr abwechslungsreiche Kostüme von Marie Jeanne Lecca machen die Produktion lebendig, jedoch wird es durch diese Vielfalt nicht eben einfacher dem Geschehen zu folgen. Zeitweilig war es kaum möglich zu orten, welcher der Darsteller gerade sang, da die übergroße Bühne mit einem Blick nicht zu erfassen ist.</p>
<p class="Body">Mancher Leser wird sich fragen, warum an dieser Stelle soviel über die Kulissen und nichts über die Inszenierung an sich und die Darsteller geschrieben wird.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/West_Side_Story_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Um es auf den Punkt zu bringen: Der eigentliche – und ganz und gar nicht heimliche – Hauptdarsteller der Bregenzer Seebühnenproduktion sind die Kulissen. Trotz seiner Größe, der choreographischen und kostümseitig gesetzten Details schafft es das Ensemble nicht, sich gegen die Übermacht von Wolkenkratzer und Brick-House zu behaupten. Die Darsteller zeigten zwar eine gesanglich solide Leistung. Von den Hauptdarstellern stachen jedoch nur Maria (Katja Reichert) und Anita (Sibylle Wolf) ganz besonders hervor, bei den Männern überzeugt Andreas Wolfram als Marias großer Bruder Bernardo vor allem tänzerisch. Viele andere – wie Alexander Franzen als Riff oder Christian Baumgärtel als Tony blieben blass, was zu einem großen Teil sicherlich auch auf die eher mittelmäßige Akustik zurückzuführen war.</p>
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<div class="text-content style_External_401_402">
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<p class="Body">Obgleich viele Darstellerinnen und Darsteller der »West Side Story« bereits Musical-Erfahrung haben, sind es jedoch nicht sie, die sich dauerhaft in das Gedächtnis der Besucher eingebrannt haben, sondern die einzigartige Kulissen von George Tsypin. Ob dies das Ziel einer Inszenierung sein kann, darf bezweifelt werden. Dieser Eindruck wurde noch mehr betont als nach der letzten Aufführung dieser Saison zu Ehren des nach 20 Jahren scheidenden Intendanten Alfred Wopmann ein 15-minütiges Feuerwerk entfacht wurde, das in dieser Form einmalig bleiben wird. Der ohnehin schon während der Show durch verschiedenste Beleuchtungs- und Glasbauelemente im Mittelpunkt stehende Wolkenkratzer bildete zusammen mit dem klassisch gehaltenen, bunten Leuchtregen eine unwirkliche Kulisse: Die Pyrotechniker hatten ganze Arbeit geleistet und ließen den nächtlichen Sternenhimmel über dem Bodensee in allen Regenbogenfarben erleuchten. Dass zu diesem Zeitpunkt alle an der »West Side Story« Beteiligten &#8211; Darsteller, Musiker, Backstage-Mitarbeiter – ebenfalls auf der Bühne standen, wurde vom begeisterten Publikum kaum noch wahrgenommen…</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Bodenseebühne, Bregenz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>19. August 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span> </strong>Jesper Tydén, Andreas Wolfram</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Leonard Bernstein</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos:</strong> </span>Arnulf Gieße</span></div>
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		<title>Jesper Tydén Konzert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jesper-tyden-konzert/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jesper Tyden]]></category>
		<category><![CDATA[Kehrwiedertheater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Aus Liebe zur Musik“ – so lautete der Titel des Solokonzerts, das Jesper Tydén Anfang Mai in der Hamburger Speicherstadt gab. Ein gut gelaunter und sympathisch-nervöser Jesper Tydén bereitete das Publikum gleich zu Beginn seines Auftritts darauf vor, das es kein Musicalkonzert erwarten durfte. Vielmehr wurden zunächst sechs Stücke des englischen Komponisten Roger Quilter präsentiert, ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">„Aus Liebe zur Musik“ – so lautete der Titel des Solokonzerts, das Jesper Tydén Anfang Mai in der Hamburger Speicherstadt gab.</p>
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<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_671_486">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ein gut gelaunter und sympathisch-nervöser Jesper Tydén bereitete das Publikum gleich zu Beginn seines Auftritts darauf vor, das es kein Musicalkonzert erwarten durfte. Vielmehr wurden zunächst sechs Stücke des englischen Komponisten Roger Quilter präsentiert, die allesamt Sehnsucht, Trauer, Liebe, Tod und Schmerz zum Thema hatten.</p>
<p class="Body">Der eher scherzhaften Warnung des Künstlers an depressive Menschen, dass der Abend nicht fröhlich werden würde, folgten im zweiten Block acht ergreifend melancholische Songs skandinavischer Komponisten wie Lars-Erik Larsson und Edvard Grieg.</p>
<p class="Body">Den von den anwesenden Fans heiß herbeigesehnten krönenden Abschluss bildete eine sehr persönliche Zusammenstellung von verzweifelt-sehnsuchtsvollen Musical-Songs. Neben einer mitreißenden Interpretation von Warum kannst Du mich nicht lieben? aus »Mozart!«, rührten die beiden Schönberg-Klassiker Mein Gott (»Miss Saigon«) und Dunkles Schweigen an den Tischen (»Les Misérables«) einige Besucher beinahe zu Tränen.</p>
<p class="Body">Ein wenig verwundert hat lediglich, dass Jesper Tydén keinen Song aus »Elisabeth« in sein Programm aufgenommen hat, obwohl diese thematisch ebenfalls ausgezeichnet in den musikalischen Rahmen gepasst hätten.</p>
<p class="Body">Jesper Tydén offenbarte mit dieser gewagten Kombination aus nahezu ausschließlich schwermütigen Stücken eine musikalisch äußerst anspruchsvolle Bandbreite seines Könnens. Dass die Musical-Hits am Ende des Programms am meisten Beifall fanden, lag in erster Linie an deren größeren Bekanntheitsgrad. Denn stimmlich hat Jesper Tydén auch die ersten beiden Teile seines Konzerts unwahrscheinlich einfühlsam und ausdrucksstark präsentiert.</p>
<p class="Body">Es war ein rundum gelungener Abend und man kann sich nur wünschen, dass mehr Musical-Darsteller ihr Können abseits der großen Musical-Bühnen auf kleinen Konzerten wie diesen unter Beweis stellen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_92">
<div class="style_3" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Kehrwiedertheater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span></strong> Mai 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Sänger:</span></strong> Jesper Tydén</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Brückner</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/jesper-tyden-konzert/">Jesper Tydén Konzert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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