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	<title>Jekyll &amp; Hyde-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Jekyll &amp; Hyde-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Aktuelle Adaption des düsteren Psychodramas</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 13:27:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt er aus einem Labor in China? Oder aus den USA? Oder ist er eine Strafe Gottes? Jedenfalls scheint er das ultimative Böse zu bedeuten, eine Gefahr für die Menschheit. (…) Das Ensemble des Jungen Musicals am Theater Lüneburg wird sich der Geschichte erneut annehmen – und sich in der Isolation der eigenen Phantasie den größten Ängsten und dunkelsten Phantasien stellen.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2974 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Ankündigung für die Premiere von „Jekyll &amp; Hyde – ein Albtraum“ liest sich sehr spannend. Frank Wildhorns Musical gehört zu den anspruchsvollsten, die die Musicalwelt zu bieten hat. Was Regisseur Friedrich von Mansberg und die neun Jungdarsteller aus dem Stoff gemacht haben, wirkt leider manchmal etwas wirr. Die Bezüge der Handlung aus dem viktorianischen London ins Corona-geplagte hier und jetzt sind leider nicht sehr stimmig.</p>
<p>Ausgehend von Henry Jekylls Tod (allein und nach einem Kampf mit einem unsichtbaren Feind) werden seine letzten Monate in einer Rückblende erzählt.</p>
<p>Dabei werden viele Songs nur angespielt, teils auch mit leicht angepassten Texten (Musikalische Leitung: Daniel Stickan). Kein Wunder, wenn man die komplette Handlung in nur 65 Minuten unterbringen möchte. Gerade die Ensemble-Nummern wie „Fassade“ oder „Mörder“ klingen jedoch sehr gut. Das Vocal Coach Anna Schwemmer intensiv mit den Jugendlichen gearbeitet hat, beweisen insbesondere Miriam Wantikow als Lisa Carew und Jona Hoek als Lucy Harris. Beide zeigen nicht nur beachtliches schauspielerisches Können, sondern setzen auch gesanglich Maßstäbe in diesem Ensemble: „Du weißt wer ich bin“ und „Jemand wie Du“ gehören zu den solistischen Highlights der Show. Ihr Duett „Nur sein Blick“ jagt einem die Tränen in die Augen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2971 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Jekyll und Hyde hat von Mansberg mit zwei Jugendlichen besetzt. Lasse Kuk (Henry Jekyll) und Arndt Möller (Edward Hyde) teilen sich an diesem Abend eine der schwierigsten männlichen Musicalrollen. Kuk spielt sehr gut, ist aber – wer kann es ihm verdenken – mit den Showstoppern „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ gesanglich deutlich überfordert. Hier kommen auch gestandene Musicaldarsteller an ihre Grenzen. Möller hat eine düstere Erscheinung, wirkt aber manchmal etwas zu nett. In den tiefen Lagen singt er durchaus ansprechend. Aber leider kann er Wildhorns musikalischen Vorgaben an diesen bösartigen Charakter nicht gerecht werden.</p>
<p>Ein schöner Regieeinfall ist es, Hyde die Waffe, mit der Jekyll sich umbringt, „telepathisch“ führen zu lassen. Plakativer kann man nicht darstellen, dass Jekyll sich gegen sein bösartiges Alter Ego Hyde nicht mehr wehren kann.</p>
<p>Auch die Szene, in der Lucy in Henry einen Freund sucht und Hyde auf ihr Flehen antwortet, ist sehr clever umgesetzt.</p>
<p>Weitere Figuren wie Utterson (Fenja Gerken), Nellie (Belana Pittin), Sir Danvers (Sascha Littig, der einzige Erwachsene auf der Bühne), Simon Stride (Janosh Kratz) und Laurie (Morgane Meuthien) spielen in dieser Inszenierung so gut wie keine Rolle. Gerade im Fall von Gerken und Kratz ist dies bedauerlich, denn beide glänzen in ihren wenigen Momenten im Rampenlicht.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2972 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Licht, Barbara Bloch (Kostüm und Bühne) schafft mit den beiden Glaskästen links und rechts der Bühne eine teils gespenstige, undurchsichtige Atmosphäre, die perfekt zum Thema passt.</p>
<p>Wie eingangs erwähnt, wirkt der Bezug zu aktuellen Nachrichten wie den Black Lives Matter Demonstrationen in den USA oder den Ausschreitungen in Belarus an den Haaren herbeigezogen. Ob sich Jekylls Arbeit an einem Mittel gegen das omnipräsente Virus nun auf Corona bezieht oder nicht, bleibt nebulös.</p>
<p>Nichtsdestoweniger beweist das Junge Theater Lüneburg auch mit dieser Inszenierung, dass man auch aus Spaß an der Freud wirklich gute Unterhaltung auf die Beine stellen kann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Oktober 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller (inkl. alternierender Besetzungen): </span></strong>Viktoria Fleck, Fenja Gerken, Sascha Littig, Emma Fee Schicke, Miriam Wantikow, Lasse Kuk, Gunt Chuluun, Pia Naegeli, Belana Pittin, Anton Frederik von Mansberg, Arndt Möller, Jona Hoek, Nike Just, Leo Ehmke, Janosh Kratz, Morgane Meuthin, Sarah Zürneck<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Gelungene Ausstattung trifft auf ungewöhnliche Arrangements und oberflächliche Charaktere</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gelungene-ausstattung-trifft-auf-ungewoehnliche-arrangements-und-oberflaechliche-charaktere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2017 16:01:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Clodagh Long]]></category>
		<category><![CDATA[English Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Singer]]></category>
		<category><![CDATA[John Addison]]></category>
		<category><![CDATA[Samantha Dorsey]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Littler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das English Theatre in Frankfurt überzeugt Publikum wie Kritiker seit Jahren mit hochklassigen Schauspiel- und Musicalinszenierungen. Das für jedes Stück neu zusammengestellte Ensemble verfügt über jahrelange Erfahrung in seinem Fach. Gleiches gilt für die Kreativen hinter den Kulissen. Auch für das vor 20 Jahren zum ersten Mal am Broadway gezeigte Musical von Frank Wildhorn und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das English Theatre in Frankfurt überzeugt Publikum wie Kritiker seit Jahren mit hochklassigen Schauspiel- und Musicalinszenierungen. Das für jedes Stück neu zusammengestellte Ensemble verfügt über jahrelange Erfahrung in seinem Fach. Gleiches gilt für die Kreativen hinter den Kulissen.</p>
<p>Auch für das vor 20 Jahren zum ersten Mal am Broadway gezeigte Musical von Frank Wildhorn und Leslie Bricusse gelten diese Rahmenbedingungen. Neil Irish hat eine sehr treffende Umgebung für die schaurige Geschichte des experimentierfreudigen Dr. Jekyll und mordlüsternen Edward Hyde geschaffen: Die sechsköpfige Band nimmt (in zeitgenössischen Kostümen) auf der Empore Platz, die an der Balustrade den Blick frei gibt auf die darunter liegende Rundbühne, deren rückwärtige Hälfte durch reich gefüllte Laborregale begrenzt und an den Seiten von einer groben Holzkonstruktion und Metalltreppen flankiert wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2194 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />So stimmungsvoll wie die Bühne sind Irish auch die Kostüme gelungen, die allesamt perfekt ins viktorianische London passen, wo die Geschichte von Jekyll/Hyde, Emma und Lucy bekanntlich spielt.</p>
<p>Wildhorns Kompositionen wurden für die Inszenierung in Frankfurt von Tom Attwood großteils neu arrangiert, was irritierende Elemente Spanischer Gitarre, Club-Sounds und Sprechgesang hervorbringt. Dass der „eher orchestralen Musik“ durch diese Überarbeitung wie in der Pressemitteilung angegeben „härtere Rockklänge“ gegenüberstehen, muss jedoch nach dem Besuch der Premiere eindeutig angezweifelt werden. „Dangerous Game“ in aktuellem Club-Sound zu spielen, will so gar nicht so diesem düsteren, sexuell aufgeladenen Song passen. Hingegen ist die Idee „Actor-Musicians“ einzubinden, die als Stride oder Nellie keine unwesentlichen Rollen spielen und in anderen Szenen die Band an Klarinette und Cello unterstützen, sehr gelungen. Doch musikalisch sind diese neuen Arrangements recht fragwürdig.</p>
<p>John Addison, der schon 2014 im English Theatre als Sam in „Ghost“ zu sehen war, übernimmt die anspruchsvolle Titelrolle. Seine einschlägigen Erfahrungen als „Raoul“ oder „Marius“ sind schon in seinem ersten Solo unüberhörbar. Er singt sauber, klar und mit Kraft. Dass die Band ihn bei „Pursue the truth“ phasenweise übertönt (und sich dies im Laufe des Abends gerade in den Uptempo-Nummern mehrfach wiederholt), macht es Addison nicht gerade leichter.</p>
<p>Bei den Choreographien verschenkt Cydney Uffindell-Phillips viel Potential. Sie hat nur zwölf Darsteller auf der Bühne, die nicht alle geborene Tänzer sind, was man aber bei den in der Originalfassung eher ruckartigen Bewegungen bei „Facade“ oder „Murder“ auch nicht sein muss. Doch leider ist bei den weniger durchchoreographierten Szenen – mit Ausnahme der Schlussapplausordnung – keine Struktur erkennbar. Schade auch, dass die Gelegenheit nicht genutzt wurde, ausgerechnet am 11. November (an dem traditionell mit Mohnblumen Kriegsveteranen gedankt wird) die an die Gesellschaft verteilten <em>Poppies</em> in den Tanz einzubinden. So wedeln die Darsteller einfach nur unmotiviert damit herum, was leider wenig stilvoll ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2193 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Samantha Dorsey steht als Dr. Jekylls Verlobte Emma Carew auf der Bühne. Sie füllt die Rolle sehr gut aus, verleiht der vermeintlich angepassten Adelstochter ihren eigenen Willen und überzeugt gesanglich schon bei ihrem ersten Auftritt („Take me as I am“).</p>
<p>Als Nellie ist Jessica Singer zu erleben. Sie spielt und singt die Chefin im „Red Rat Club“ mit viel Leidenschaft und Sex Appeal. Unweigerlich fragt man sich, warum nicht sie für die selbstbewusste Lucy besetzt wurde, die nicht nur Jekyll/Hyde mit ihrem Spiel um den Finger wickelt. Stattdessen gibt Clodagh Long die Prostituierte, die am Ende Hydes Mordlust zum Opfer fällt. Long singt wunderschön und beinahe unschuldig, doch ihre eher kindliche Stimme, ihr braver Gesichtsausdruck und ihre wenig anrüchige Art sich zu bewegen, werfen Fragen nach der Auslegung dieses Charakters aus. Dazu kommt noch, dass „Bring on the men“ eher als blasse Moulin Rouge Version inszeniert wird, anstatt als schlüpfrig-deftige Anmachnummer in einem Bordell.</p>
<p>Dass Emma und Lucy nicht die beiden Welten der viktorianischen Ober- und Unterschicht repräsentieren, wird bei ihren wundervollen Duett „In his eyes“ klar: Die beiden wirken wie Zwillinge, die sich nur durch ihre unterschiedlichen Kleider unterscheiden. Mimik, Habitus und Stimmlage sind absolut identisch. Sehr schade, dass hier kein Wert auf Trennschärfe gelegt wurde.</p>
<p>Diesen Bruch mit dem Bekannten, das Abrücken vom Erwartbaren zieht sich an vielen Stellen durch diese Inszenierung von Tom Littler. Nicht nur Lucy, Nellie und das „Red Rat“ sind eher unspektakulär und die Charaktere blass, auch und gerade für Jekyll/Hyde legt Littler einen offenbar sehr schwachen Charakter zugrunde. Im Programmheft wird dargelegt, dass die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde schon immer falsch wahrgenommen wurde: Weder ist Dr. Jekyll ein guter Mensch, noch Hyde eine Zufallsentdeckung oder gar sein böses Alter Ego, gegen das er im Rahmen seiner Forschung ankämpft. Vielmehr ist Dr. Jekyll ein unterdrückter Mann, der seine aggressiven und sexuellen Neigungen als Edward Hyde endlich ausleben kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2192 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Legt man diese Denkweise zugrunde, kann man ansatzweise nachvollziehen, warum bei der Verwandlung von Jekyll in Hyde kaum eine Änderung wahrzunehmen ist – weder optisch noch stimmlich zeigt Addison eine deutliche Wandlung. In der „Confrontation“ wird noch deutlicher, dass sich Jekyll und Hyde nur marginal voneinander unterscheiden. Zwar wird mit gelungenen Lichtwechseln (Licht-Design: Richard G. Jones) der Kampf zweier Charaktere angedeutet, doch wirklich hören oder spüren kann man hiervon nichts.</p>
<p>Schöne Einfälle wie die permanente (gesellschaftliche) Beobachtung unter der Dr. Jekyll während einer Experimente steht (das Ensemble steht in weißen Kitteln an der Balustrade oberhalb des Labors und folgt dem dortigen Geschehen unter sichtbarer Anteilnahme) werden durch unerklärliche Einschnitte wie das spontane Wiederauferstehen der von Hyde Ermordeten während des Songs „Murder“ zunichte gemacht. „I am not dead yet“ stand letztes Jahr bei „Spamalot“ auf dem Programm. Da wirkt es schon unfreiwillig komisch, wenn Lady Beaconsfied und General Glossop sich mitten im Song wieder aufrichten und mitsingen. Als dann noch Lord Savages Kopf nach dem Überfahren durch den Zug am anderen Ende der Bühne wieder aufgefangen wird, ist die Grenze zur Persiflage überschritten.</p>
<p>Dass Dr. Jekyll bei seiner Hochzeit durch die ihm in einer Art Halluzination erscheinende blutüberschmierte Lucy plötzlich wieder zu Hyde wird, ist auch eher überraschend für die Gäste und trägt zur allgemeinen Verwirrung des Publikums bei.</p>
<p>Wildhorns und Bricusses „Jekyll &amp; Hyde“ funktioniert, weil es in sich stimmig, düster, sexy und spannend zugleich ist, weil es verschiedene Welten gegenüberstellt, mit Klischees spielt und die Figuren perfekt in dieses Gesamtkonzept eingebettet sind. Nimmt man diesem Musical die zugrundeliegende Wechselwirkung von Gut und Böse und inszeniert es so scheinbar willkürlich wie Littler es in Frankfurt gemacht hat, bleiben viele Fragezeichen übrig.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen <em>in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Frankfurt</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 11. November 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>John Addison, Samantha Dorsey, Jessica Singer, Clodagh Long</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Frank Wildhorn / Tom Littler</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Martin Kaufhold<br />
</span></div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gelungene-ausstattung-trifft-auf-ungewoehnliche-arrangements-und-oberflaechliche-charaktere/">Gelungene Ausstattung trifft auf ungewöhnliche Arrangements und oberflächliche Charaktere</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tolles Bühnenbild, großartiges Orchester und eine ungewöhnliche Besetzung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/tolles-buehnenbild-grossartiges-orchester-und-eine-ungewoehnliche-besetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2015 10:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Gutgesell]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Kahl]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Schöller]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Ivan Alboresi]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Mainfranken Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Würzburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frank Wildhorns düsteres Musical gehört nicht zum Standard-Repertoire deutscher Stadttheater. Doch es gibt immer wieder mutige Intendanten, die das Stück auf den Spielplan setzen – wohl wissend, dass es keine leichte Kost für ihre Abonnenten ist. Im Mainfranken Theater in Würzburg zeichnen Hermann Schneider (Intendant) und Christoph Blitt (Dramaturg) für diese Entscheidung verantwortlich. Die Regie ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
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<div class="text-content style_External_270_112">
<div class="style_2">Frank Wildhorns düsteres Musical gehört nicht zum Standard-Repertoire deutscher Stadttheater. Doch es gibt immer wieder mutige Intendanten, die das Stück auf den Spielplan setzen – wohl wissend, dass es keine leichte Kost für ihre Abonnenten ist. Im Mainfranken Theater in Würzburg zeichnen Hermann Schneider (Intendant) und Christoph Blitt (Dramaturg) für diese Entscheidung verantwortlich. Die Regie übernahm in Würzburg Ivan Alboresi.</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_3">
<p class="Body">Das erste Highlight ist akustischer Natur: Das Philharmonische Orchester Würzburg unter der Leitung von Sebastian Beckedorf zeigt schon bei der voluminösen Ouvertüre seine komplette Bandbreite und versetzt das Publikum in die richtige Stimmung.</p>
<p class="Body">„Jekyll &amp; Hyde“ lebt vom Spiel Gut gegen Böse. Entsprechend ist die große Bühne überwiegend in dunklen Tönen gehalten. Bernd Franke setzt das Licht überaus effektiv ein, um verschiedene Szenerien zu erzeugen. Dazu nutzt er Hubbühne, Spiegel- und Glaselemente sowie wenige Großkulissen, um den verschiedenen Spielorten eine zusätzliche Dramaturgie-Ebene zu geben.</p>
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<div id="id6" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_906">
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<p class="Body">Die volle Pracht der Kostüme bekommt das Publikum direkt nach der Eröffnungsszene zu sehen. Götz Lanzelot Fischer kleidet die Darsteller in zeitgemäßen Roben und Anzügen in gedeckten Farben. Während er hierbei viel Stil beweist, wirken die Kostüme der „Mädchen der Nacht“ eher plump und billig als sexy.</p>
<p class="Body">Eine große Anzahl an Darstellern auf der Bühne stellt die Regie immer wieder vor Herausforderungen. In Würzburg gelingt es jedoch gut, das Hausensemble, den Opernchor, die Ballettcompagnie und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg in Einklang zu bringen. Die Darstellung der Zwei-Klassen-Gesellschaft mithilfe von Hubbühne, Kostümfarben und Licht ist exzellent. Schwächen werden in erster Linie während der choreographierten Sequenzen deutlich: Viele bewegen sich hölzern und wenig geschmeidig, was zum Stil von Wildhorns Musik so gar nicht passen möchte.</p>
<p class="Body">Dafür ist es umso mehr ein Genuss, wenn bei „Fassade“ oder „Mörder“ ein großes Ensemble zu hören ist. Dass man in Würzburg überwiegend klassische Stimmen hört und auch viele Soloparts von klassischen Sängern übernommen werden, ist gewöhnungsbedürftig. Einzelne haben zudem deutliche Probleme mit dem Tempo der Partitur und der deutschen Sprache. Doch die Protagonisten sind gut besetzt worden.</p>
<p class="Body">Für die Titelrolle wurde mit Armin Kahl ein erfahrener Musicaldarsteller als Gast engagiert, der genau weiß, worauf es bei dieser Rolle ankommt. Es gelingt ihm im gleichen Maß, tiefe Gefühle zu zeigen und diese gesanglich zu transportieren, als auch die Aggressivität und Bösartigkeit von Mr. Hyde über die Rampe zu bringen. Jekyll/ Hyde gehört nicht ohne Grund zu den anspruchsvollsten Rollen im Musicalbusiness. Der Darsteller muss nicht nur schauspielerisch von zärtlich bis gefährlich, von liebevoll bis mörderisch alle Facetten beherrschen, sondern auch stimmlich und gesanglich diese beiden Figuren so deutlich herausarbeiten können, dass das Publikum sie als einzelne Charaktere wahrnimmt.</p>
<p class="Body">Armin Kahl kann mit „Dies ist die Stunde“ das Publikum in seinen Bann ziehen. Die Verwandlung von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde wird unter anderem durch sich ausbreitende Tattoos dargestellt. Zunächst nur auf einer Brust, breiten sich die Tribals Szene für Szene über den ganzen Oberkörper aus und in Videoeinblendungen wird klar, wohin dies führen wird.</p>
<p class="Body">Warum Kahl jedoch als Mr. Hyde mit der Körperhaltung des Glöckners von Notre Dame über die Bühne humpelt, bleibt fraglich. Denn auch ohne diesen verkrümmten Körper hat sein Spiel eine berückende Intensität und strahlt in jeder Sekunde höchste Gefahr aus.</p>
<p class="Body">Die „Konfrontation“ ist von Alboresi einmal mehr herausragend umgesetzt: Während im Hintergrund ein gigantischer, bedrohlicher Edward Hyde projiziert ist, singt Jekyll zu den darunter aufgereihten Opfern Hydes. Die Anspannung ist greifbar und die Auseinandersetzung von Kahl beklemmend authentisch umgesetzt.</p>
<p class="Body">Ein weiteres Highlight des Stücks ist das „Gefährliche Spiel“ von Hyde und Lucy. Leider ist die Szene etwas zu brav inszeniert, auch wenn Armin Kahl und Barbara Schöller (Lucy) gesanglich überzeugen können. Es mag aber auch daran liegen, dass Schöller das übliche Rollenalter deutlich übertrifft. Sie ist seit Jahren fest im Würzburger Ensemble engagiert und kann die Figur der Lucy stimmlich durchaus meistern. Doch es ist schon eher befremdlich, dass Lucy älter zu sein scheint als Hyde.</p>
<p class="Body">Gleiches gilt für Dr. Jekylls Verlobte Lisa: Wenn Anja Gutgesell am Arm von Sir Danvers die Bühne betritt, hält man sie zunächst für Lisas Mutter. Auch im Laufe des Stücks irritiert es immer wieder, dass Lisa kein junges Mädchen ist, sondern eine gestandene Frau. Nichtsdestoweniger gefällt Gutgesell mit dem sehr pur inszenierten „Wenn jemand wie Du“ und auch ihr selbstbewusstes Spiel überzeugt.</p>
<p class="Body">Das Zusammenspiel aller Gewerke im Mainfranken Theater ist bei „Jekyll &amp; Hyde“ gelungen. Das Orchester intoniert Wildhorns erfolgreiches Musical mit viel Energie. Alboresi schafft eine spannende, knisternde Atmosphäre und setzt die Titelfigur gekonnt in Szene. Auch der effektvolle Einsatz der technischen Möglichkeiten (Hubbühne, Videoprojektionen) macht diese Inszenierung sehenswert. Armin Kahl spielt Dr. Jekyll / Mr. Hyde mit vollem Einsatz und besticht nicht nur stimmlich, sondern vor allem durch seine gänsehautschaffende schauspielerische Intensität.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
gekürzt <em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mainfranken Theater, Würzburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">15</span>. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Armin Kahl, Anja Gutgesell, Barbara Schöller </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Ivan Alboresi / Frank Wildhorn<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Mainfranken Theater<br />
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		<title>Jekyll &#038; Hyde mal anders – Ist das Experiment gelungen?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jekyll-hyde-mal-anders-ist-das-experiment-gelungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 12:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Kiesewetter]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Kasper Holmboe]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Kochheim]]></category>
		<category><![CDATA[Sigrid Brandstetter]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach drei erfolgreichen Inszenierungen von Helga Wolf („Camelot“, „Les Misérables“, „Kleiner Horrorladen“) entschied man sich in Lüneburg in diesem Jahr, Philipp Kochheim „Jekyll &#38; Hyde“ für die kleine niedersächsische Bühne in Szene setzen zu lassen. Leider kann diese Entscheidung nur bedingt befürworten. Das Stück wurde zwar jung und modern umgesetzt, aber es bleiben am Ende ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach drei erfolgreichen Inszenierungen von Helga Wolf („Camelot“, „Les Misérables“, „Kleiner Horrorladen“) entschied man sich in Lüneburg in diesem Jahr, Philipp Kochheim „Jekyll &amp; Hyde“ für die kleine niedersächsische Bühne in Szene setzen zu lassen.</p>
<p class="Body">Leider kann diese Entscheidung nur bedingt befürworten. Das Stück wurde zwar jung und modern umgesetzt, aber es bleiben am Ende doch mehr Fragezeichen stehen als bei den vielfach gezeigten „klassischen“ Inszenierungen des Wildhorn-Musicals.</p>
<p class="Body">Die Handlung in die heutige Zeit zu verlegen, ist hierbei noch die harmloseste Änderung. Viele Texte wurden überarbeitet, Songs an einer anderen Stelle der Handlung platziert (oder ganz gestrichen), Charaktere neu definiert…</p>
<p class="Body">Während die geänderten Texte nicht allzu schwer ins Gewicht fallen und allenfalls von denjenigen Zuschauern bemerkt werden, die das Musical in seiner Bremer Fassung auswendig kennen, wirkt die Kreativität in Sachen Songadaptionen doch mehr als verwirrend. Einige sehr intensive Songs werden nur angespielt, andere völlig deplatziert und losgelöst von der eigentlich Handlung vorgetragen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_705">
<div class="style_2">
<p class="Body">Zudem fehlt es dem Orchester unter der Leitung von Urs-Michael Theus das ein oder andere Mal an Intensität und Nachhaltigkeit. Selten ist eine „Konfrontation“ so wirkungslos verpufft wie in Lüneburg in dieser Spielzeit.</p>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1788 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/JH2_2008.png" alt="" width="260" height="335" />Zu den Charakteren lässt sich anmerken, dass offenbar nur Dr. Jekyll / Mr. Hyde, Lisa und Lucy Aufmerksamkeit geschenkt wurde, alle anderen sind Nebendarsteller, die ganz klar keinen Einfluss auf die Handlung und die Charakterbildung der drei Protagonisten haben. Dafür gibt es aber bei den Letztgenannten massive Änderungen:</p>
<p class="Body">Dr. Jekyll ist ein leidenschaftlicher Wissenschaftler – einzig die Motivation hinter seinen Forschungen  wird nicht deutlich. Zudem hat schon der sonst so brave Dr. Jekyll eine eindeutig aggressive Grundausrichtung. Seine „gute“ Seite tritt in dieser Inszenierung ganz klar in den Hintergrund. Er ist leicht chaotisch und lange nicht so zielstrebig wie man den Wissenschaftler sonst kennt.</p>
<p class="Body">Kasper Holmboe verkörpert den eleganten englischen Forscher optisch tadellos. Auch setzt er die Regieanweisungen sehr glaubhaft um – wenn er sich selbst mit der Videokamera filmt, ist dies eine der eindrucksvollsten Szenen des ganzen Stücks. Gesanglich fordert ihm die anspruchsvolle Rolle des Dr. Jekyll / Mr. Hyde alles ab und ist sicherlich an der ein oder anderen Stelle noch eine Nummer zu groß für den Dänen. Doch seine stattliche Erschein, sein fesselndes Schauspiel und seine sympathische Art machen dies spielend wett.</p>
<p class="Body">Dass ihm der Wechsel zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde weder optisch noch akustisch gelingt, liegt an der eindeutigen Anweisung von Regisseur Kochheim, der bewusst diese klischeebehaftete Trennung von Gut und Böse vermeiden wollte. Diesen Regieeinfall kann man aber guten Gewissen als Missgriff bezeichnen, denn gerade dieser Konflikt steht in der Show im Mittelpunkt und so wird Dr. Jekylls Forschungsansatz gänzlich ad absurdum geführt…</p>
<p class="Body">Ein weiterer inszenatorischer Fehlgriff ist die Ähnlichkeit von Lisa und Lucy. Auch dies ist laut Programmheft vom Regisseur so geplant gewesen. Sigrid Brandstetter alias Lisa ist eine genauso moderne, junge Frau wie Carolin Kiesewetter als Lucy. Zu keiner Zeit wird deutlich, dass die beiden Frauen von gegenüberliegenden Seiten der Gesellschaft kommen.</p>
<p class="Body">Lisa hat durchaus ihren eigenen Kopf, aber was Dr. Jekyll an ihr findet, wird nicht klar. Genauso wenig erschließt sich dem Zuschauer worin die Faszination von Lucy besteht, kommt sich doch genauso normal daher wie Lisa. Einzig die (völlig aus dem Rahmen gezerrte) Szene in der „Roten Ratte“ , in der Caroline Kiesewetter in Overknee-Lackstiefeln vor dem geschlossenen Bühnenvorhang hin- und herstakst, zeigt, dass Lucy anscheinend doch aus dem Rotlichtmilieu kommt. Keine Freier, kein Zuhälter unterstreichen dies im Verlauf des Stücks.</p>
<p class="Body">Optisch hat Barbara Block Dr. Jekylls düstere Wohnung in ein weißes, trendiges Loft verwandelt. Einen Szenenwechsel zum Labor gibt es jedoch nicht. Die Handlung findet vollständig in Dr. Jekylls Wohnung statt. Was dann der Glasgasten im rechten hinteren Bühnendrittel soll, in dem wahlweise getanzt wird oder Mr. Hyde seine Opfer ermordet, erschließt sich nicht und wird daher unter künstlerischer Freiheit verbucht.</p>
<p class="Body">Trotz aller Kritikpunkte gefällt diese Produktion, da sie einem düsteren viktorianischen Stoff neues Leben einhaucht. Dennoch sollte man auch als Regisseur nicht an den grundlegenden Eigenschaften der Charaktere rütteln. Das macht &#8211; wie in diesem Fall – das Musical für viele Besucher unverständlich.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>22. November 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sigrid Brandstetter, Kasper Holmboe, Carolin Kiesewetter</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Frank Wildhorn / <span class="Bold">Philipp Kochheim<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
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		<title>Yngve Gasoy-Romdal verabschiedet sich in eine längere Bühnenpause</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/yngve-gasoy-romdal-verabschiedet-sich-in-eine-laengere-buehnenpause/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2003 14:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Nach der Sommerpause standen Sie nur noch zwei Wochen als Jekyll &#38; Hyde auf der Bühne des Kölner Musical Domes. War das Engagement von Anfang so kurz angesetzt? Yngve Gasoy-Romdal: Nein, das war nicht ganz so geplant. Aber ich habe gemerkt, dass ich eine Pause brauche. Natürlich sind viele Fans traurig oder wütend ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Michaela Flint:</strong> Nach der Sommerpause standen Sie nur noch zwei Wochen als Jekyll &amp; Hyde auf der Bühne des Kölner Musical Domes. War das Engagement von Anfang so kurz angesetzt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Nein, das war nicht ganz so geplant. Aber ich habe gemerkt, dass ich eine Pause brauche. Natürlich sind viele Fans traurig oder wütend darüber und ich bekomme entsprechende Briefe. Aber das gehört dazu. Man muss sich selbst treu bleiben und seinem Herz folgen. Ich stehe zu meiner Entscheidung.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">In den letzten beiden Wochen habe ich bei »Jekyll &amp; Hyde« sehr viel Spaß gehabt. Es war eine Riesenstimmung im Saal und ich habe jede Vorstellung genossen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was hat Sie an dieser Rolle besonders gereizt?</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Kurz gesagt: Einfach alles! Erstmal ist es eine der schönsten Geschichten. Die Musik ist phantastisch und das Stück wurde von Dietrich Hilsdorf wunderbar kreiert. Und eine gespaltene Persönlich-keit darzustellen, ist ein Reiz für jeden Darsteller. Aber es hat Begren-zungen. Ich bin in eine Produktion hinein gekommen, die vor vielen Jahren in Bremen und Wien entstanden ist. Es wie ein Korsett, in den ich spielen muss. Man kann nicht immer neue Stücke selbst kreieren. Es gab von Anfang viele Vorgaben und ich habe versucht, mich da einzuschmelzen. Doch es gab viele Einschränkungen, was man machen kann und was ich daraus machen darf. Trotzdem habe ich versucht, etwas von mir einzubringen und jede Show zu etwas ganz Besonderem zu machen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Welche Erinnerungen nehmen Sie von »Jekyll &amp; Hyde« mit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>Naja, ich sammele Narben. Während »Sunset Boulevard« hatte ich eine Blinddarmoperation, bei »Mozart!« wurde ich Meniskus operiert, bei »Die Schöne und das Biest« musste ich am Kopf genäht werden und hier bei »Jekyll &amp; Hyde« habe ich an der Hand zwei Verletzungen bekommen, die auch genäht werden mussten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Das alles ist entweder bei Proben oder sogar während der Show passiert. Es passieren immer solche Kleinigkeiten. Gott sei Dank ist bei »Jekyll &amp; Hyde« nichts Großes passiert, denn wenn es da eine Panne gäbe, wäre das sehr gefährlich, weil die Bühne sehr technisch ist.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Suchen Sie sich Ihre Rollen bewusst so aus, dass der Charakter am Ende stirbt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>(lacht) Das könnte man fast denken. Natürlich ist Dramatik für mich wichtig – ich bin auch privat eine hochdramatische Person. Und Sterben auf der Bühne ist für einen Schauspieler natürlich sehr dramatisch, aber zugleich auch sehr schön. Es ist ein bisschen merkwürdig, dass zu sagen, aber irgendwie genieße ich es auch.<br />
Bei meinem Rollen ist das eher Zufall gewesen. Die Menschen, die ich gespielt habe, sind durch so viele Leiden gegangen und haben Geschichte geschrieben.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> War es für Sie schwierig nach Wolfgang Mozart eine andere Rolle zu finden? Sie waren ja auf diesen Part doch sehr festgelegt – trotz aller kreativen Freiheiten…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Nein, auch bei »Jesus Christ Superstar« habe ich viel selbst geschaffen. Aber diese Gedanken waren der Grund, warum ich nach »Mozart!« nicht gleich zur »Jekyll &amp; Hyde«-Audition nach Wien gegangen bin. Die beiden Rollen haben doch zu viele Ähnlichkeiten und das hätte ich dann nicht machen wollen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Alle Rollen, die ich bisher gespielt habe, sind ganz unterschiedlich. Für mich ist es das größte Glück, dass Produzenten und Regisseure sich trauen und mich für Parts besetzen, bei denen andere nicht mal im Traum daran denken, dass ich das könnte.<br />
In Norwegen war ich doch nur der lyrische Boy. Aber hier in Deutschland und Österreich habe ich so unglaublich viele Charaktere geschaffen – das ist das größte Glück für einen Darsteller.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Haben Sie nicht kürzlich für die Rolle des Graf von Krolock in »Tanz der Vampire« vorgesungen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Ja. »Tanz der Vampire« ist eine tolle Show und der Graf ist eine schöne Rolle. Aber im Grund wollte ich nichts machen nach »Jekyll &amp; Hyde«. Ich bin dort nur Michael Reed zuliebe hingefahren, der dort der Musical Supervisor ist. Wir haben in London schon zweimal fast zusammen ein Stück gemacht, aber im Moment möchte ich nichts machen. Außer fliegen…</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Ist das das Buch, in dem Sie kurz vor dem Interview noch gelesen haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Ich muss sieben ziemlich dicke Bücher Theorie lesen. Es ist eigentlich unglaublich, dass ich mich überhaupt damit befasse. Meine Fliegerei ist eine Tragödie für die Umgebung, meine Familie und die Geldbörse…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ist das Fliegen ein lang gehegter Traum, den Sie sich jetzt endlich erfüllen können, weil Sie mehr Freizeit haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Ich hatte es total vergessen. Als ich Kind war wollte ich Missionar in Afrika werden. Das kam, weil meine Großmutter sehr religiös war. Ich glaube, es war eine Kombination aus ihrem Einfluss, dem Reisen an sich, neue Dinge zu erleben, weshalb ich Missionar werden wollte. Oder eben Flieger…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Und dann habe ich Flugangst bekommen – wirklich Höllenangst beim Starten und Landen. Dass ich jetzt überhaupt fliege, ist Wahnsinn! Aber es ist jedes Mal ein unglaubliches Erlebnis. Ich fliege ganz allein, mein Lehrer sitzt nur daneben und redet mit dem Tower, denn das kann und darf ich noch nicht.<br />
Ich mache alles: Take Offs, Landungen und es ist herrlich! Da oben auf einem Luftkissen zu sitzen und zu gucken…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Wenn Sie nicht im Flugzeug sitzen oder im Theater auf der Bühne stehen, wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Am liebsten mit Fliegen oder Fischen. Ich war jetzt gerade wieder eine Woche in Norwegen und habe einen Riesen-Dorsch gefangen. Die Makrelen, die ich geangelt habe, habe ich gleich gekocht. Mmmmh, frisch gefangene Makrele kochen und mit Zitrone, ein bisschen Essig und natürlich Salz und Knoblauch…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Das klingt nach Kochen mit Yngve…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Ja, und es ist so einfach! Einfach nur das Wasser mit Zwiebeln hochkochen und die Makrele in schöne große Scheiben schneiden, kurz aufkochen und dann zwei Stunden in dem warmen Wasser ziehen lassen. Dazu dann Kartoffeln und Sauerrahm und verschiedene andere Soßen – hach lecker!<br />
Ich liebe es zu kochen, Indisch, Thai und Deutsch… Grünkohl oder Sauerkraut mit Kasseler – ich liebe es.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Sie sind seit vielen Jahren auf den deutschen und österreichischen Bühnen vertreten. Wo ist für Sie Ihre Heimat?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Hier in Wiesbaden ist mein Zuhause. Natürlich bin ich vor allem Norweger. Das liegt zum einen an der Natur und zum anderen daran, dass ich Royalist bin und sehr stolz auf meinen König, die Königin und vor allen die junge Generation bin. Ansonsten bin ich genauso viel Deutscher oder Österreicher. Hier habe ich arbeitsmäßig meine schönsten Momente gehabt…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Jetzt gehen Sie für einige Wochen nach London. Warum gerade die englische Metropole?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>Ich habe von dort schon oft Angebote bekommen, die ich nicht machen konnte, weil ich hier ein festes Engagement hatte. Und jetzt habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit nichts Konkretes, aber es sind viele Dinge in Planung. Ich möchte das einfach verwirklichen und schauen, wie es läuft?</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie genau sehen diese Pläne aus? Mehr Schauspiel, die von Ihren Fans lang ersehnte eigene CD oder doch Musicalbühne und Konzerte?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal: </span></strong>Es gibt viele Gespräche. Aber als erstes möchte ich ein bisschen frei machen und ins Theater gehen, meine Familie sehen und so was.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Eine eigene CD war schon letztes Jahr geplant, aber wir konnten uns wegen des Repertoires nicht einigen. Die wollten etwas im Robbie Williams Stil machen und ich fand das nicht richtig. Ich möchte keine Platte machen, wo nur moderne Songs drauf sind. Ich möchte lieber Stücke aus den Musicals präsentieren, in denen ich mitgespielt habe, und viele ältere Stück von Genies, die ich persönlich unglaublich finde.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Mit der Schauspielerei ist das so eine Sache. Es gibt sicherlich Pläne in diese Richtung, aber die Shootings sind immer sehr kurzfristig und binnen einer Woche steht man dann vor der Kamera. Ich hab früher schon mal in Oslo abends auf der Bühne gestanden und tagsüber in Stockholm gedreht. Viele Haben gesagt. „Um Gottes Willen! Was für ein Stress!“, aber ich habe sehr viel Energie daraus geschöpft und viel Spaß dabei gehabt. Wenn man dann auch noch ein paar Konzerte machen kann, ist es optimal.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Gibt es – nach der anstehenden kreativen Pause &#8211; eine Traumrolle, die Sie gern einmal spielen würden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span> </strong>Oh ja, da gibt es einige… Zum Beispiel König Artus in »Camelot« oder Billy in »Carousel«. Auch »Sweeney Todd« würde ich sehr gern machen. Diese Stücke sind von phantastischen Künstlern geschaffen. Es sind vor allem Stücke, wo ich das schauspielerische mit dem Gesang mischen kann.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie wichtig ist es Ihnen, dass Schauspiel und Gesang gleichwertig verteilt sind?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Yngve Gasoy-Romdal:</span></strong> Das muss sein. Wenn ich nur singen möchte, sollte ich in die Oper gehen. Oder in den Popbereich. Ab und zu hoffe ich, dass ich etwas mehr Pop in mir hätte, aber das habe ich leider nicht. Einige Kollegen sagen mir zwar, dass ich poppig singen könnte, aber ich fühle dann immer irgendwie tuntig. Aber ich höre sehr gern Pop – und auch Rock ist natürlich phantastisch. Privat höre ich viel Soul und Jazz.<br />
Aber wenn ich nur singen würde, würde ich auf jeden Fall Klassik machen. Das Schauspiel ist mir wichtig, weil ich mich da als Person in ein Stück einbringen kann. Und dafür muss die Rolle auch ein bisschen Substanz haben…</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wir hatten vorhin schon ganz kurz darüber gesprochen, wie enttäuscht die Fans sind dass Sie Deutschland – wenn auch nur vorübergehend – verlassen…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Yngve Gasoy-Romdal:</strong> </span>Ich kann das ja ein bisschen verstehen. Aber 99 % meines Publikums sind phantastisch. Die respektieren meine Privatsphäre und ich liebe es für sie zu spielen.<br />
Ich komme ja bald wieder und freue mich darauf.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.yngvegasoyromdal.com" href="http://www.yngvegasoyromdal.com">www.yngvegasoyromdal.com</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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