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	<title>Jasna Ivir-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Charlie and the Chocolate Factory</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 13:26:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Roald Dahls Geschichte von Charlie Bucket, dem in bitterarmen Verhältnissen aufwachsenden, herzensguten Jungen, und Willy Wonka, dem exzentrischen, undurchsichtigen Schokoladenfabrikbesitzer, gehört im englischsprachigen Raum zu den Klassikern im Kinderzimmer. Das Buch erschien 1964 und schon 1971 lief die erste Verfilmung (mit Gene Wilder als Willy Wonka) in den Kinos an. Leslie Bricusse (u. a. „Victor/Victoria“) ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Roald Dahls Geschichte von Charlie Bucket, dem in bitterarmen Verhältnissen aufwachsenden, herzensguten Jungen, und Willy Wonka, dem exzentrischen, undurchsichtigen Schokoladenfabrikbesitzer, gehört im englischsprachigen Raum zu den Klassikern im Kinderzimmer. Das Buch erschien 1964 und schon 1971 lief die erste Verfilmung (mit Gene Wilder als Willy Wonka) in den Kinos an. Leslie Bricusse (u. a. „Victor/Victoria“) und Anthony Newley steuerten die Songs zu diesem Film bei. Warner Brothers sicherte sich schon früh die Rechte an diesem Stoff und brachte 2005 eine neue Filmfassung mit Johnny Depp als Wonka in der Regie von Tim Burton heraus. Danny Elfman zeichnete bei diesem Kassenschlager für die musikalische Untermalung verantwortlich.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1191 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-400x321.jpeg" alt="" width="400" height="321" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-400x321.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41-768x616.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_41.jpeg 835w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sam Mendes, der „Charlie and the Chocolate Factory“ schon früh in seiner Laufbahn auf die Bühne bringen wollte, scheiterte immer wieder daran, dass er sich die Rechte dafür nicht sichern konnte. Erst nach dem einschlagenden Erfolg des Films von 2005 war Warner Brothers bereit, eine Bühnenfassung zuzulassen. Sam Mendes packte die Gelegenheit beim Schopf, scharte ein Team aus kreativen Könnern (Buch: David Greig, Musik &amp; Texte: Marc Shaiman und Scott Wittman, Choreographie: Peter Darling) um sich und schuf so in fünf langen Jahren eine Musicalversion, die im Juni 2013 im Londoner West End Premiere feierte und bis 7. Januar 2017 vor vollen Rängen spielte. Ab März 2017 wird die Show am Broadway gezeigt: Jack O’Brien führt dort Regie, krempelt das Stück musikalisch um und Christian Borle übernimmt die Rolle von Willy Wonka.</p>
<p>In London erhielt die Show gemischte Kritiken, was vor allem an der langatmigen Inszenierung und der wenig eingängigen Musik lag. Doch der Reihe nach&#8230;</p>
<p>Im ersten Akt lernen die Zuschauen Charlie kennen. Die erste Szene spielt auf einer gigantischen Müllkippe und beeindruckt genauso wie die ärmliche Hütte, in der Charlie mit seinen Eltern und allen vier Großeltern lebt. Mark Thompson setzt hier mit seinem Set Design Maßstäbe, wozu auch Paul Pyants extrem kluges Lichtdesign nicht unwesentlich beiträgt.</p>
<p>„Almost Nearly Perfect“ ist für einen Auftaktsong sehr anspruchsvoll und belegt einmal mehr das hohe Niveau, das auch die Kinder auf Londoner Bühnen mitbringen. Ptolemy Gidney ist ein absolut liebenswerter kleiner Kerl. Ihm gelingt es genau die richtigen Emotionen beim Publikum auszulösen. Man möchte ihn unweigerlich an die Hand nehmen und ihm helfen, seinen Traum zu erfüllen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1186 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28-300x400.jpeg" alt="" width="300" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28-300x400.jpeg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_28.jpeg 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Charlie wird nicht müde, von seinen Großeltern die Geschichte des Schokolatiers Willy Wonka zu hören. Die Darstellung seiner tragischen Lebensgeschichte als Schattenspiel auf einem Laken ist wunderbar („The Amazing Tale of Mr. Willy Wonka“). Überhaupt sind es die Großeltern, die im ersten Akt für Begeisterungsstürme sorgen. Ihr Tanz mit und in den Betten ist sehr charmant und technisch sicherlich eine Herausforderung gewesen.</p>
<p>Dennoch geht es Charlie und seiner Familie alles andere als gut. Als sein Vater auch noch den Job verliert, bringt Charlie zu Papier, was er seiner Familie gern alles schenken würde („A Letter from Charlie Bucket“). Diesen Brief macht er zu einem Papierflieger, den er dann quer durch das riesige Theatre Royal Drury Lane auf die Reise schickt. Ein lupenreiner, undurchschaubarer Trick, der zu großem Jubel führt. Natürlich wird der Papierflieger „irgendwie“ an einem Faden nach oben geführt – doch die Beleuchtung und die traurige Ballade lenken so ab, dass man nicht erkennt, wie genau das ganze funktioniert. Großartig!</p>
<p>Charlie hat nicht nur tolle Großeltern, sondern auch ihn sehr liebende Eltern. Als seine Mutter ihm von dem Wettbewerb um die fünf goldenen Tickets erzählt, mit denen die Gewinner einen Tag in Willy Wonkas Fabrik erleben dürfen, ist die Freude bei Charlie groß. Da er bald Geburtstag hat, wünscht er sich nichts sehnlicher als einer Wonka-Schokoriegel in der Hoffnung, eines dieser besonderen Tickets darin zu finden.</p>
<p>Am Fernseher verfolgen die Buckets wie ein Kind nach dem anderen ein goldenes Ticket findet. Die vier Kinder sind alle herrlich schräg, egoistisch und sehr besonders. Jeder Gewinner wird im Fernsehen interviewt, was in einer Guckkastenbühne oberhalb von Charlies Zuhause gezeigt wird. Die überbesorgten Eltern der Kids sind genauso anstrengend wie die Kinder selbst. Hier hat Sam Mendes reichlich mit Klischees und Extremen gearbeitet und balanciert damit auf dem schmalen Grat der Abschreckung entlang.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1185 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_27.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Charlie ist verzweifelt. Im Geburtstagsgeschenk war kein goldenes Ticket und Geld für einen weiteren Schokoriegel haben sie nicht. Seine Eltern versuchen ihn in einem herzergreifenden Song zu trösten (&#8222;If Your Mother/Father Were Here&#8220;). Doch dann findet Charlie eine Ein-Pfund-Note und kauft sich mit moralischer Unterstützung seines Grandpa Jo einen weiteren Wonka-Riegel, der dann tatsächlich das letzte goldene Ticket enthält.</p>
<p>Der erste Akt endet nach mehr als eineinviertel Stunden damit, dass sich die Gewinner mit jeweils einem Elternteil vor Willy Wonkas Fabrik versammeln.</p>
<p>Allerdings hat der große Fabrikbesitzer (Jonathan Slinger) leider überhaupt keine Ausstrahlung und eine eindeutige Tendenz zur Bösartigkeit. Absicht? Der zweite Akt sollte hier Klarheit bringen&#8230;</p>
<p>Zu Beginn der zweiten Hälfte werden die Formalitäten und Spielregeln für den Aufenthalt in der Fabrik geklärt: „Strike That! Reverse It!“ bleibt leider ohne Nachhall und eine Beziehung zwischen den Akteuren sucht man vergeblich. Auch als die Kinder die erste Station der Besichtigungstour erkunden („Simply Second Nature&#8220;) springt der Funke nicht über. Das mag auch daran liegen, dass das zuckerwattige Schokoladen-Wunderland, das der ein oder andere aus dem Tim Burton Film im Kopf hat, auf der Bühne irgendwie unspektakulär wirkt. Kein Vergleich zu den beiden Hauptszenerien im ersten Akt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1188 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-400x313.jpeg" alt="" width="400" height="313" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-400x313.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33-768x601.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_33.jpeg 852w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Natürlich kann es der bayrisch-klischeehafte Augustus auch hier nicht lassen, ignoriert Wonkas Warnung und trinkt direkt aus dem Schokoladensee. Er fällt hinein und verschwindet mit einer riesigen Rohrpost nach oben und auf Nimmerwiedersehen. Seine Mutter (gespielt von Jasna Ivir) fällt daraufhin in Ohnmacht und ward fortan ebenfalls nicht mehr gesehen.</p>
<p>Die nächste, derer sich Wonka entledigt, ist Violet. Der durch Kaugummi-Blasen berühmt gewordene Kinder-Star überhört die Warnung, dass Super-Kaugummi nicht vor dem Dessert zu kauen, bläht sich in der Folge selbst auf und zerplatzt in einem lila Flitterregen, der auf die Köpfe der Zuschauer niederregnet. Da waren es nur noch drei&#8230;</p>
<p>Man wird die ganze Zeit den Eindruck nicht los, dass Willy Wonka nicht bloß schräg oder etwas seltsam ist, sondern dass er die ganze Aktion geplant hat, um nervige Kinder zu beseitigen. Sam Mendes wollte Willy Wonka <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/10125692/Sam-Mendes-Douglas-Hodge-and-David-Greig-interview-for-Charlie-and-the-Chocolate-Factory.html">aus Sicht von Charlie</a></span> darstellen. Wenn dem so ist, hat der Junge eine ungeheure Angst vor diesem offensichtlich kinderhassenden Monster.</p>
<p>Auch Douglas Hodge, der die Rolle in der Uraufführung gespielt hat, hatte seine liebe Müh, den Fabrikbesitzer auf der Bühne zu kreieren: Auf die Frage, ob Willy Wonker nicht abstoßend rüberkommen könnte, antwortete er: „There’s a whole minefield there now, what you might call the “<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.timeout.com/london/theatre/charlie-and-the-chocolate-factory-a-golden-ticket">Jimmy Savile Factor</a></span>”. But as long as it’s completely genuine and we can see Dahl’s own bubbling enthusiasm, it will work.&#8220; Der Vergleich zu dem von Scotland Yard als „schlimmsten Sexualverbrecher in der Geschichte des Landes“ bezeichneten TV-Moderator (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2016) scheint gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen, wenn man sich die Wirkung von diesem Bühnen-Wonka vor Augen führt.</p>
<p>Willy Wonka ist düsterer und fieser als je zuvor, daran ändern auch die Oompa-Loompas nichts. Die kleinen Fabrikarbeiter von Wonka treten immer dann in Erscheinung, wenn eines der Kinder die Spielregeln bricht. Ihre Songs bleiben nicht hängen, dafür kann man aber die verschiedenen Arten beobachten, mit denen sie dargestellt werden: Mal leihen die Schauspieler den Oompa-Loompas Kopf und Füße, während andere die Arme spielen, ein anderes Mal tragen sie Puppet-Kostüme, die den Eindruck erwecken, es würden zwei Oompa-Loompas übereinanderstehen. Diese Spielweisen zu entdecken macht Spaß und damit das Stück im zweiten Akt zumindest ansatzweise spannend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1192 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-400x285.jpeg" alt="" width="400" height="285" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-400x285.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43-768x546.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_43.jpeg 942w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Reise durch die Fabrik erfolgt mittels Fahrstuhl oder Boot, während auf die dahinterliegende Leinwand die sich verändernde Umgebung projiziert wird. Das ist nicht neu, aber funktioniert.</p>
<p>Der „Invention Room“, in dem Violet ihr Ende findet, bleibt kulissentechnisch genauso hinter den im 1. Akt geweckten Erwartungen zurück wie der „Nut Room“, in dem die egozentrische, herrische Veruca zusammen mit ihrem Vater im Müllschlucker verschwindet, nachdem sie <em>unbedingt</em> eines der dort nach „bad nuts“ suchenden Eichhörnchen haben will. Die lebensgroßen Eichhörnchen, die „Veruca&#8217;s Nutcracker Sweet“ tanzen und singen, sind jedoch sehr putzig. Auch hier stecken einmal mehr die Oompa-Loompas drin.</p>
<p>Als nächstes verführt Wonka den spielsüchtigen Mike. Im „Department of Future“ zeigt er den Verbliebenen zwei Kindern sein „Chocolate TV“. Der Besserwisser Mike will den Trick verstehen und lässt sich von Wonka auf Größe von Barbies Ken schrumpfen. Dass es auch hier kein Zurück gibt, interessiert den Jungen wenig. Im Gegensatz zu den anderen Eltern ist Mikes Mutter, Mrs. Teavee, froh über das vermeintliche Unglück, da sie ihren Sohn in seiner neuen Größe wieder sehr gut im Griff hat, was vorher bei weitem nicht mehr der Fall war.</p>
<p>Die in beleuchteten Astronautenanzügen tanzenden Oompa-Loompas bilden in dieser Szene („Vidiots!“) ein harmonisches Ganzes. Eine der wenigen Momente in der zweiten Hälfte, wo Optik, Musik und Regie gut zusammenpassen.</p>
<p>Charlie und Grandpa Joe werden nun von Willy Wonka in sein Büro geführt. Es gibt einen kurzen Streit darüber, ob der „Everlasting Gobstopper“ nun der lebenslange Süßigkeitenvorrat ist, der dem siegreichen Kind versprochen wurde. Grandpa Joe lässt sich aber von Charlie überzeugen, dass dies der Fall ist und die beiden Erwachsenen ziehen sich zurück, um weitere Details zu besprechen. Charlie bleibt allein im Zimmer und – natürlich – kann er der Versuchung nicht widerstehen, in Wonkas Ideenbuch zu schmökern. Die leeren Seiten am Ende füllt er mit eigenen Ideen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1182 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395-400x313.jpeg" alt="" width="400" height="313" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395-400x313.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Charlie-and-the-Chocolate-Factory-7395.jpeg 767w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zunächst ist Wonka ungehalten, doch nachdem er sich Charlies Ideen genauer angesehen hat, teilt er ihm mit, dass er den Hauptpreis gewonnen hat. Gemeinsam steigen sie in einen gläsernen Fahrstuhl (der sicherlich nicht nur zufällig wie eine klassische englische Telefonzelle aussieht) und schweben zu „Pure Imagination“ in die Lüfte. Wonka zeigt dem staunenden Charlie seinen Gewinn: die Schokoladenfabrik. Der Song aus dem Film von 1971 ist mit Abstand das schönste und eingängigste Stück des Abends. Das Jonathan Slinger kein Sänger ist, sondern seine Stärken im Schauspiel liegen, ist zwar suboptimal, doch zusammen mit dem gut verstecken Hubarm und der exzellenten Beleuchtung, welche die Technik kaum erkennen lässt, ist dies eine schöne Szene. Zumal Willy Wonker hier zum ersten Mal ein nahbarer Charakter wird und das Bösartige fast vollständig verblasst.</p>
<p>Zum Finale (&#8222;A Little Me&#8220;), in dem Charlie in dem gleichen Anzug erscheint wie Wonka, kommen Charlies Eltern und Großeltern zusammen mit den Oompa-Loompas auf die Bühne und feiern seinen Sieg. Sie sind so in Partylaune, dass sie fast verpassen, wie sich Wonka sprichwörtlich aus dem Staub macht. Auch dieser Verschwindetrick gelingt sehr gut, dennoch fällt dieses Finale im Vergleich zum gläsernen Aufzug wieder deutlich ab.</p>
<p>„Charlie and the Chocolate Factory“ war 2013/2014 für alle erdenklichen Londoner Theaterpreise nominiert, gewann aber „nur“ für Kulissen, Kostüme, Licht und Choreographie. Und ehrlich gesagt kann man dies sehr gut nachvollziehen. David Greig hat die Handlung im ersten Akt sehr langgezogen und im zweiten Akt alles sehr schnell und zusammenhanglos aufeinander folgen lassen. Eine andere Gewichtung – kürzere Behandlung der Gewinnerkinder, mehr Interaktion zwischen den Handelnden im zweiten Akt und vor allem eine irgendwie spürbare Beziehung zwischen Wonka und den Kindern, hätte den Stück sicherlich gut getan. Sam Mendes wollte sich mit dieser Bühnenfassung bewusst von den filmischen Vorlagen Gene Wilders und Johnny Depps <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/10125692/Sam-Mendes-Douglas-Hodge-and-David-Greig-interview-for-Charlie-and-the-Chocolate-Factory.html">abgrenzen</a></span>. Das ist ihm – im negativen Sinn – auf jeden Fall gelungen.</p>
<p>Vielleicht fehlt einem als Kontinentaleuropäer der Bezug zu dieser Geschichte und man kann die Bedeutung, die sie für englischsprachige Kinder hat, nicht wirklich nachvollziehen. Sehr gut herausgearbeitet hat Mendes das liebevolle Umfeld, in dem Charlie aufwächst. Chris Grahamson und Lara Denning können als Charlies Eltern viel Liebe in ihre wenigen Dialoge und Songs legen. Claire Carrie, Myra Sands, Kraig Thornber und vor allem Barry James als Grandpa Joe haben sehr dankbare Rollen. Sie dürfen schrullig und liebevoll, ehrlich und weise sein. Das gelingt allen im Zusammenspiel hervorragend und sie werden zu den heimlichen Stars der Show.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1187 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/01/Prod_29.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Eltern der Gewinnerkinder sind ebenso „speziell“ wie ihre Sprösslinge: Ross Dawes (Mr. Salt), Jasna Ivir (Mrs. Gloop), Paul J. Medford (Mr. Beauregarde) und Josefina Gabrielle (Mrs. Teavee) unterstützen ihre Söhne und Töchter wo es nur geht. Dass eine adipöse Mutter ihren nicht minder übergewichtigen Sohn immer weiter naschen und sich ein Vater von seiner talentfreien Ballettprinzessin gängeln lässt, eine hoffnungslos überforderte Mutter ihrem Sohn keine noch so unmöglich vorgebrachte Forderung abschlägt und ein Vater in klassischer „Eislaufmutter“-Manier sein überkandideltes Töchterchen unterstützt, lässt sich an Klischees kaum überbieten. Alle Darsteller spielen ihre Rollen sehr gut, wenngleich außer Josefina Gabrielle keiner die Chance hat, sich in den Vordergrund zu spielen.</p>
<p>Jonathan Slinger ist ein gestandener Theaterschauspieler. Er hat ein Händchen für „spezielle“ Charaktere und war daher sicherlich nicht die schlechteste Wahl für Willy Wonka. Dass er gesanglich keine Highlights zu setzen vermag, fällt in Ermangelung von schönem Songmaterial kaum ins Gewicht. Dafür reizt er das Hinterhältig-Bösartige in Wonkas Charakter bis an die Grenzen aus. Setzt man voraus, dass der Schokolatier gemäß Regie so unsympathisch und abstoßend sein soll, ist dies eine hervorragende Leistung. Aber um den romantisch verklärten Willy Wonka, der mit seinen Schokoerfindungen Generationen von Kindern glücklich gemacht hat, aus der Sicht eines Kindes zu erleben – und Kinder sehen auch böse Figuren mit „Weichzeichner“ – reicht es keinesfalls.</p>
<p>Ptolemy Gidney und die vier anderen Kinderdarsteller überzeugen durch ihre Intensität. Jeder steckt tief in seiner Rolle drin, egal wie unangenehm diese Kids auch sein mögen. Gesanglich ist bei allen noch Luft nach oben, aber in diesem Fall wurden ja auch ganz bewusst keine Kinder gecastet, die schon umfangreiche Tanz- und Bühnenerfahrung haben, sondern solche, die authentisch wirken sollen. Und das sind alle fünf. Dies ist letzten Endes auch der Verdienst von Peter Darling („Billy Elliot“ und „Matilda“), der die Kinder Kinder sein lässt und ihnen keine unnatürlichen Tanzsequenzen und Bewegungen überstülpt.</p>
<p>Roald Dahl hat mit seinem Schokoladenmärchen bereits die zweite Vorlage für ein erfolgreiches Musical geliefert. Die Kreativen von „Matilda“ haben jedoch offenbar das rundere Gesamtpaket abgeliefert, denn sonst wäre es kaum zu erklären, dass „Charlie and the Chocolate Factory“ vor der Broadway-Premiere umfassenden Änderungen unterzogen wird. Unter anderem wird die Musik komplett überarbeitet, Klassiker wie „The Candy Man“ (und natürlich „Pure Imagination“) aus dem Film von 1971 integriert, während die Songs von Marc Shaiman und Scott Wittman, die mit „Haispray“ und „Smash“ ihr Hitpotential durchaus schon bewiesen haben, nur noch als „Feature“ mit aufgenommen werden sollen. Man darf gespannt sein, wie diese neue Fassung beim New Yorker Publikum ankommen wird.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Theatre Royal Drury Lane, London</span></div>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">5</span><span class="Bold">. Januar 2017</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Jonathan Slinger, Barry James, Ross Dawes, Jasna Ivir, Paul J. Medford, Josefina Gabrielle, Kraig Thornber, Claire Carrie, Myra Sands, Chris Grahamson, Lara Denning, Ptolemy Gidney, Archie Lewis, Stella Haden, Miriam Nyarko, Jude Ponting</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik / Regie:</span></strong> Roald Dahl / <span class="Bold">Marc Shaiman / Sam Mendes<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matt Crockett<br />
</span></div>
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		<title>Das Phantom der Oper</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-phantom-der-oper/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2005 16:21:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Phantom der Oper als Leinwandversion Lange haben die Fans auf ein neues Film-Musical aus dem Hause Lloyd Webber gewartet. Nach „Cats“ und „Joseph“ fiel die Wahl auf „Das Phantom der Oper“. Ähnlich wie in der Bühnenfassung wird die Geschichte des Operngeistes aus der Erinnerung von Raoul erzählt. Alles beginnt mit der Auktion im Pariser ...</p>
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<h3>Das Phantom der Oper als Leinwandversion</h3>
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<p class="tinyText">Lange haben die Fans auf ein neues Film-Musical aus dem Hause Lloyd Webber gewartet. Nach „Cats“ und „Joseph“ fiel die Wahl auf „Das Phantom der Oper“.</p>
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<p class="Body">Ähnlich wie in der Bühnenfassung wird die Geschichte des Operngeistes aus der Erinnerung von Raoul erzählt. Alles beginnt mit der Auktion im Pariser Opernhaus. Regisseur Joel Schumacher hält diese Szene ganz im Stil der Schwarz-Weiß-Filme aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Erst nachdem der an den Rollstuhl gefesselte Vicomte de Chagny die kleine Affen-Spieluhr ersteigert hat und den Klängen der weltbekannten Melodie vom „Maskenball“ lauscht, taucht Schumacher das Geschehen in Farbe: In einer der herausragendsten Verwandlungs-szenen (nach James Camerons „Titanic“-Wiederauferstehung versteht sich) des modernen Films fegt ein Sturm durch die spinnenverwebte, baufällige Oper. Man spürt förmlich wie dem Gemäuer wieder Leben eingehaucht wird. Intensiv werden der Zuschauerraum, die Bühne und selbstverständlich der Kronleuchter in schillernden Farben dargestellt.</p>
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<p class="Title">Die Umwandlung wird mit der Illumination der – damals noch mit Fackeln im Boden realisierten – Bühnenbeleuchtung komplettiert und der Zuschauer findet sich mitten im emsigen Probenbetrieb eines Opernhauses wieder.</p>
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<p class="Body">Schon der erste Auftritt von Minnie Driver als extrem komplizierte Carlotta zeugt von dem guten Gespür der Casting-Firma. Herrlich eitel, arrogant und vollkommen von sich und ihren Fähigkeiten überzeugt, setzt sich die Diva in Szene und macht unnachdrücklich klar, nach wessen Pfeife hier alle zu tanzen haben. Das die Schauspielerin nicht selbst singt, sondern ihr Gesang von Margaret Preece synchronisiert wurde, fällt da kaum ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Patrick Wilson erscheint etwas jung und milchgesichtig, um als Mäzen einer berühmten Oper durchzugehen, aber für seine Rolle als Jugendliebe des Ballettmädchens Christine Daaé ist er wiederum sehr passend gewählt. Die weiche Stimme des typischen Musicaltenors steht im Einklang mit seinem zumeist soften Auftreten.</p>
<p class="Body">Andrew Lloyd Webber hatte in einem Interview erwähnt, dass sich die Dreharbeiten so lange hinaus gezögert haben, weil er warten wollte bis die von ihm auserwählte Christine-Darstellerin reif genug wäre. Da kann man nur sagen: Das Warten hat sich gelohnt: Emmy Rossum bedient mit ihren Kulleraugen, dem runden Gesicht und dem Schmollmund das klassische Kindchenschema. Mit ihre Grazie und den langen braunen Locken ist sie die perfekte Visualisierung der Christine. Doch die junge New Yorkerin sieht nicht nur gut aus und spielt sehr charmant und überzeugend – sie singt den anspruchsvollen Part der zwischen der Liebe zu zwei extrem unterschiedlichen Männern sehr gut. Im Gegensatz zu vielen Bühnen-Christines neigt sie nicht zum Schreien, sondern hat ihre Stimme jederzeit voll im Griff.</p>
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<p class="Body">Dass man für sie als ein Bühnen-Kostüm ein weißes Ballkleid auswählte und sie mit Swarovski-Sternen im Haar schmückte, ist schwer zu verstehen. Dieses Kostüm gehört unabdingbar zu Kaiserin Elisabeth und macht in dem gleichnamigen Musical noch Sinn. Doch diese offensichtliche Verquickung der beiden jedes auf seine Weise beeindruckenden Bühnenwerke erscheint deplatziert.</p>
<p class="Body">Monsieur André und Monsieur Firmin sind mit Simon Callow und Ciaran Hinds sehr gut besetzt. Beide passen zu der Vorstellung der mit den unheimlichen Geschehnissen überforderten Theatermacher und das Zusammenspiel der beiden funktioniert gut. Die gestrenge Ballettlehrerin Mme. Giry wurde mit einer bestechend spielenden Miranda Richardson besetzt. Obwohl Mme. Giry keine wirklich große Rolle ist, entdeckt man Gefühle und meint hinter der strengen Fassade die Verletzlichkeit einer in würde alternden Frau zu erkennen. Ihre Tochter Meg wurde mit Jennifer Ellison besetzt. Kurz gesagt: Die erste Meg, die ihren Part wirklich singt und nicht quakt oder piepst.</p>
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<p class="Body">Bleibt noch der eigentliche Hauptdarsteller, Gerard Butler. Hier verwundert die Wahl doch sehr, da der schottische Schauspieler („Herrschaft des Feuers“, „Tomb Raider II“) kein ausgebildeter Sänger ist. Er gibt zwar sein Bestes, doch überzeugt er vor allem schauspielerisch durch sein elegantes Auftreten und die Macht (vor allem als Tod während des Maskenballs), die er ausstrahlt. Gerade beim Phantom hätte man von der Maskenabteilung mehr erwarten können, denn die „entstellte Fratze“ sieht lange nicht so furchtbar aus, wie im Theater.</p>
<p class="Body">Aber neben dieser Verharmlosung gab es auch einige dramaturgische Veränderungen, die dem Film etwas mehr Tiefgang bringen als dem Bühnenmusical. Eingefleischte Fans und Leser von Susan Kays Roman über das Leben von Eric, dem späteren Phantom der Oper, werden sowohl das todbringende Spiegelkabinett unter der Bühne als auch seine Rettung als ausgestelltes „Monsterkind“ durch Mme. Giry wieder erkennen. In diesem Zusammenhang sind auch kleinere Textänderungen absolut nachvollziehbar und sinnvoll.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Phantom_der_Oper_2004_files/shapeimage_6.png" alt="" width="310" height="399"></div>
<p class="Body">Dramaturgische Ergänzungen wie den Fechtkampf zwischen Phantom und Raoul auf dem Friedhof oder den erst Tage nach dem Maskenball fallenden Kronleuchter (auf der Bühne fällt er direkt in der Szene davor) kann man verzeihen, etwas anders sieht es aus wenn eine der pompösesten Massenszenen auf der Bühne zu einer langweiligen Tanzsequenz verharmlost wird. Der bunte Maskenball findet für Schumacher nur in weiß, schwarz, gold und silbern statt. Andere Farben haben nur die Protagonisten an. Die Intensität des Opern-Karnevals geht hierdurch komplett verloren. Das wird auch durch die Vielseitigkeit und die vielen kleinen Details der Kostüme wettgemacht. Hier bleibt definitiv ein fader Beigeschmack zurück.</p>
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<p class="Body">Zu dick aufgetragen sind die explodierenden Fensterscheiben und der Großbrand der Pariser Oper, nachdem das Phantom Christine in seine Katakomben entführt hat. Das sieht zu sehr nach Hollywood-Maschinerie aus und weniger nach dem gerade in dieser Szene erforderlichen Feingefühl für die tiefen Emotionen der Hauptpersonen.</p>
<p class="Body">Doch der größte Kritikpunkt ist die Tatsache, dass man den Film nicht durchsynchronisiert hat, sondern scheinbar einfach die deutsche Tonspur über das Bildmaterial gelegt hat. Bei den gesungenen Passagen fällt dies vor allem in den vielen Nahaufnahmen sehr stark auf und beeinträchtigt den Genuss. Damit soll die Leistung der deutschen Sänger (Uwe Kröger – Phantom, Jana Werner – Christine, Carsten Axel Lepper – Raoul, Jasna Ivir – Carlotta) &nbsp;in keinster Weise abgewertet werden, aber dieses Manko hätte sicherlich im Vorwege verhindert werden können.</p>
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<p class="Body">Die Frage, ob sich ein Besuch des Films über „Das Phantom der Oper“ lohnt, kann abschließend nicht beantwortet werden. Auf der einen Seite sind Bühnenmitschnitte, die, wie bei „Cats“ und „Joseph“ geschehen, durch kleinere filmische Kniffe aufgewertet werden sicherlich wesentlich authentischer und geben den Zuschauern das Gefühl, im Theater zu sitzen. Andererseits bietet aber gerade das sagenumwobene und vielfach verfilmte „Phantom der Oper“ ausreichend Potential für einen richtigen Musikfilm, wie ihn Schumacher und Lloyd Webber umgesetzt haben.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;"><em>veröffentlicht in blickpunkt musical </em><br />
<em>Ausgabe 02/05, März-April 2005</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Joel Schumacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span> </strong>Gerard Butler, Minnie Driver, Miranda Richardson, Emmy Rossum, Patrick Wilson</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik:</strong> </span>Andrew Lloyd Webber</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Verleih / Fotos:</strong> </span>Concorde Filmverleih</span></p>
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		<title>Das Beste was Musicals in Deutschland zu bieten haben</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2003 15:26:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Best of Musical Gala]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter diesem Titel präsentierte die Stage Holding das Beste, was ihre Produktionen hergaben. Zumindest wurde vollmundig angekündigt, dass in der Köln Arena „die bekanntesten und größten Highlights der erfolgreichsten Musicals unserer Zeit in absoluter Top-Besetzung“ präsentiert werden sollten. 100 Künstler waren angekündigt, darunter ein 30-köpfiges Orchester und die Stars der einzelnen Produktionen. Allerdings war das, ...</p>
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<p class="Body">Unter diesem Titel präsentierte die Stage Holding das Beste, was ihre Produktionen hergaben. Zumindest wurde vollmundig angekündigt, dass in der Köln Arena „die bekanntesten und größten Highlights der erfolgreichsten Musicals unserer Zeit in absoluter Top-Besetzung“ präsentiert werden sollten. 100 Künstler waren angekündigt, darunter ein 30-köpfiges Orchester und die Stars der einzelnen Produktionen.</p>
<p class="Body">Allerdings war das, was geboten wurden, dass letztlich nur als Mittelklasse einzustufen. In knapp 30 Songs wurden mehr oder weniger bekannte Stücke der Stage Holding International beworben. Darunter waren allein vier Stücke aus „Mamma Mia!“ sowie je zweimal „Der König der Löwen“ und „Elisabeth“. Das diese Selbstgänger noch einer so intensiven Werbung benötigen, erscheint im Rahmen einer Best Of-Gala etwas unangebracht.</p>
<p class="Body">Stücke wie „Tanz der Vampire“, „42nd Street“ oder „Les Misérables“, die allesamt über ausreichend Hitpotential verfügen, wurden mit je einem Song abgespeist. Da erstaunte es sehr, dass „Aida“ – ebenfalls eher als Problemkind der Stage Holding &#8211; gleich mit drei Songs vertreten war.</p>
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<p class="Body">Allerdings verwunderte sowohl die Auswahl der Songs als auch die Besetzung. Warum singt nicht Zoser-Erstbesetzung Kristian Vetter „Eine Pyramide mehr“, sondern Drew Sarich (dessen Leistung allerdings tadellos war und sehr beeindruckte)? Warum wurde nicht Amneris’ Paradestück „Mein Sinn für Stil“ präsentiert – immerhin war Maricel ja Bestandteil der Gala? Und wo war die neue Aida Judith Lefeber? Stattdessen mühte sich Ana Milva Gomes mit der Vertretung ab. Hätte man dafür nicht vielleicht Florence Kasumba einsetzen können? Immerhin hat sie diese Rolle zwölf Monate lang gespielt.</p>
<p class="Body">Und ob Stücke wie „Gypsy“, „Smokey Joe’s Café“ oder „Copacabana“ wirklich zu den erfolgreichsten Musicals unserer Zeit zählen, darf ebenfalls bezweifelt werden.</p>
<p class="Body">Genug der Kritik. Immerhin hatte diese Gala auch einiges positives zu bieten: Uwe Kröger brillierte als Tod aus „Elisabeth“ genauso wie als Kardinal Richelieu aus „3 Musketiere“. Dass diese Rolle zur Deutschlandpremiere ab 3. April 2005 von Uwe Kröger gespielt werden würde, stand bereits lange vor der Gala fest. Jedoch konnte sich das Publikum davon überzeugen, dass ihm der machthungrige Kardinal gut zu Gesicht steht. In zwei weiteren Stücken aus dem holländischen Erfolgsmusical „3 Musketiere“ stand Felix Martin als D’Artagnan im Mittelpunkt. Mit viel Energie und Leidenschaft verkörperte er den Möchtegern-Musketier und macht Lust auf mehr. Dennoch ist sicher, dass der sympathische Künstler die Vampire in Hamburg ein weiteres Jahr als alternierender Graf anführen wird. Die Rolle des jugendlichen Draufgängers, der nicht nur den Respekt der drei Musketiere, sondern auch das Herz von Constanze erobert, wird der ehemalige alternierende „Aida“-Radames Patrick Stanke spielen.</p>
<p class="Body">Von den „Stars“ der neun großen deutschen Musicalproduktionen war nur ein Bruchteil anwesend: Thomas Borchert wurde immerhin durch Felix Martin vertreten. Jessica Kesslers Part bei „Totale Finsternis“ übernahm Maricel, der die Rolle des jungen Mädchens jedoch nicht wirklich zu liegen schien. Isabel Dörfler stand stellvertretend für ihre Kollegen von „42nd Street“ auf der Bühne. Jasna Ivir und Carolin Fortenbacher repräsentierten die beiden „Mamma Mia!“-Ensembles. Von „Les Misérables“ war außer Uwe Kröger niemand mit von der Partie. Lediglich aus „Starlight Express“ reisten mit Bernie Blanks und Lothair Eaton die beiden Erstbesetzungen an.</p>
<p class="Body">Darüber hinaus ging die Besetzung der Rollen teilweise recht seltsame Wege: Maricel lieferte mit „Nur für mich“ eine genauso wenig überzeugende Leistung ab wie Carolin Fortenbacher als Grizabella oder die junge Muse des Phantoms der Oper. Und ob Jasna Ivir als Elisabeth mit „Ich gehör nur mir“ wirklich glücklich war?</p>
<p class="Body">Die wirklichen Highlights waren – neben der gelungenen Präsentation von vier Stücken aus „3 Musketiere“ – die kurzen Sequenzen, die sich die Darsteller scheinbar selbst ausgesucht hatten. So zog Isabel Dörfler beim Titelsong von „Cabaret“ alle Blicke auf sich und auch „Hello, Dolly!“ mit Carolin Fortenbacher als Titelfigur war gefällig inszeniert. Den aufreizendsten Auftritt hatte jedoch Felix Martin als Frank’N’Furter mit „Sweet Tranvestite“. In dieser Rolle hatten ihn sicherlich die wenigsten der rund 14.000 Zuschauer pro Show vermutet. Genau solche Schmankerl sind es, die ein Publikum von einer Best Of-Gala erwarten können muss!</p>
<p class="Body">Drew Sarich hatte sichtlich Spaß daran, dem Publikum einen Ausblick auf das vielleicht doch noch irgendwann zu Bühnenreife gelangende Scorpions-Stück „Wind of Change“ zu präsentieren, und rockte „Like a Hurricane“ über die Bühne.</p>
<p class="Body">Jasna Ivir schlüpfte für die Gala noch einmal in die Rolle der Rosie. Sie lieferte zusammen mit Moderator Sebastian Deyle und „Komm und wag’s mit mir“ eine der lustigsten Nummern des Abends ab.</p>
<p class="Body">Generell war der zweite Akt viel straffer und abwechslungsreicher zusammengestellt als der erste. Aber ob „Best of 2004“ sich in dieser Form für eine Tour oder Fortsetzung anbietet? Sicherlich nicht. An der Umsetzung gab es nichts zu mäkeln, denn Ton, Licht und Inszenierung waren durchweg gut. Doch die Ankündigungen der Stage Holding ließen wesentlich mehr erwarten. Hinzu kommt, dass die Eintrittspreise von bis zu 70 € die Erwartungen sicherlich zusätzlich nach geschraubt hatten. Im Großen und Ganzen jedoch, hielt die Leistung nicht das, was Preis und Werbung versprachen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Color Line Arena, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carolin Fortenbacher, Jasna Ivir, Maricel, Felix Martin, Drew Sarich</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding</span></p>
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