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	<title>Isabel Dörfler-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Isabel Dörfler-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein gelungenes Konzept, um ein vermeintliches Tabu zu thematisieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 16:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Broadway Backwards“ im Schmidt Theater ist nicht einfach ein unterhaltsames Konzert, bei dem Darsteller die Musicalhits von Frauen singen und Darstellerinnen sich an den Showstoppern der Männer versuchen. Die Kooperation von Transparence Theatre und Schmidt Theater nutzt dieses Benefiz-Konzert stattdessen, um nachdrücklich für die Anerkennung von Transgendern in der Gesellschaft zu werben. Transsexuelle bzw. Transgender-Personen akzeptieren die ihnen aufgrund des biologischen Geschlechts zugewiesene Geschlechterrolle nicht. Dies führt im privaten wie beruflichen Umfeld zu vielen Problemen – und auch die Behörden und Ärzte machen es den Betroffenen nicht gerade leicht.</p>
<p>Der Kampf gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung und somit für die Akzeptanz von Transgendern steht an diesem Abend im Mittelpunkt. Die Erlöse aus diesem Abend gehen an das Transgender-Kinder-Netzwerk Trakine e.V. sowie die Deutsche Gesellschaft für Transidentität &amp; Intersexualität dgti e. V.</p>
<p>Moderiert wird das Konzert von Kim Fisher und Brix Schaumburg, der als Mädchen geboren wurde und erst im Rahmen seiner Ausbildung zum Musicaldarsteller die Kraft und den Rückhalt fand, seine Transidentität zu akzeptieren und sich einer Geschlechtsangleichung zu unterziehen.</p>
<p>Zum Auftakt sangen die beiden Moderatoren ein Medley aus „My Shot“ (Hamilton) und „Ich hab getanzt heut Nacht“ (My Fair Lady) sowie „Man weiß nie, was man kriegt“ (erinnert irgendwie an Forrest Gumps Pralinenschachtel), einen Song, den Wolfgang Adenbergs und Roun Zieverink eigens für diesen Abend geschrieben haben.</p>
<p>Die fünfköpfige Band begleitete die 17 Künstler auf der Bühne mit Schwung und sorgte für große Begeisterung. Einzig Angelika Milster sang ihre beiden Songs zu Halbplaybacks.</p>
<p>Die meisten Künstler traten im Laufe des Abends zweimal auf. So gab Marian Campbell „Maria“ und “Endlose Nacht” zum Besten und Petter Bjällö schwelgte in „Erinnerung“ und sang ABBAs „Waterloo“ komplett auf Schwedisch, was gleichsam ungewohnt und vertraut klang. Seine Nervosität bei „Erinnerung“ ob Angelika Milsters Anwesenheit glaubt man ihm sofort.</p>
<p>Leon van Leeuwenberg brillierte mit „Sinn für Stil“ und „Wie Du“, wobei bei letztgenanntem Duett Lutz Standop den Part der jungen Sisi übernahm. Standop ließ bei „Stars and the Moon“ und „Wer kann schon ohne Liebe“ sein gänzlich vergessen, dass die Songs eigentlich für Frauen geschrieben wurden. Seine Interpretationen waren absolut authentisch.</p>
<p>Das Terzett aus „3 Musketiere“ (gemeinsam mit van Leeuwenberg und Andreas Lichtenberger) gehörte zu den emotionalsten Momenten des Abends.</p>
<p>Reginald Jennigs zeigte mit „All that Jazz“ und „And I am telling you“, dass Männer mit solch einer Soulstimme diese sogenannten Diven-Hymnen mehr als überzeugend intonieren können. Seine Tänzer schufen mit einer traumhaften Fosse-Choreographie den idealen Rahmen für diese Highlights. Isabel Dörfler bildete mit ihren beiden Songs „All I care about is love“ und „Die Musik der Nacht“ den perfekten Gegenpol: kraftvoll, unerbittlich und gerade im letzten Song unbeschreiblich tief leidend. Schlichtweg atemberaubend!</p>
<p>Angelika Milster lieferte mit „I am what I am“ und „We will rock you“ zwei Partyhymnen allererster Güte ab, auch wenn man leider sagen muss, dass sie diesen Rocknummern stimmlich nicht ganz gewachsen war. Doch das Publikum war begeistert und jubelte „seiner“ Diva zu.</p>
<p>Schöne Momente steuerten auch Nadja Scheiwiller (wenn auch ohne ihren erkrankten Mann Alexander Klaws) und Andreas Lichtenberger bei: Ihr Duett „Fremde wie ich“ klang wundervoll und wirkte einzig durch die körperlichen Größenunterschiede etwas ungewohnt. Dass die beiden Spaß an den vertauschten Rollen hatten ist unbestreitbar!</p>
<p>Bei Andreas Lichtenbergers Solo im 2. Akt („Liste falscher Kerle“) sorgten einige Zuschauer durch Gekicher ob des vermeintlich unpassenden Songtexts („als ich ein kleines Mädchen war“) für Kopfschütteln, aber auch solche Reaktionen gehören dazu. Richie Gooding sprang im zweiten Teil für Klaws ein und brachte ein sehr schön phrasiertes „Over the Rainbow“ zu Gehör.</p>
<p>Schließlich erfüllte sich auch Brix Schaumburg einen Traum und sang „She used to be mine“ aus „Waitress“, was in mehrerlei Hinsicht sehr berührend war, konnte der Song nämlich auch dahingehend interpretiert werden, dass er über sein früheres Ich singt.</p>
<p>Greta Bollig, die Vorsitzende vom dgti e.V., sorgte mit ihrer bewegten und bewegenden Lebensgeschichte für den thematischen Rahmen: Erst nach mehr als fünf Lebensjahrzehnten gelang es ihr zu ihrer Transidentität zu stehen. Dass sie auf dem Weg dorthin sehr gelitten hat und viele auch psychische Hürden bezwingen musste, wurde jedem klar, der ihren Beschreibungen der Reaktion ihres Kollegen und besten Freundes oder ihrer Familie gebannt lauschte. Dass man es im fortgeschrittenen Alter umso schwerer hat, eine Geschlechtsangleichung vornehmen zu lassen, beschrieb Bollig nachdrücklich.</p>
<p>Der Abend endete mit DER Musical-Hymne für Gleichberechtigung schlechthin: „Seasons of Love“ aus „Rent“ rührte Zuschauer und Künstler gleichermaßen zu Tränen und bildete den würdigen Abschluss für diesen gefühlvollen Abend, der ganz sicher und hoffentlich nicht nur bei den Abwesenden für ein ausgeprägtes Bewusstsein zum Thema Transgender gesorgt hat.</p>
<p>Von diesen Konzerten kann, darf und muss es in Zukunft noch sehr viele weitere im ganzen Bundesgebiet geben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 23. September 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Isabel Dörfler, Leon van Leeuwenberg, Marion Campbell, Nadja Scheiwiller, Andreas Lichtenberger, Reginald Jennings, Lutz Standop, Angelika Milster, Brix Schaumburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Idee: </span></strong>Kolja Schallenberg</span></div>
<div></div>
<div style="text-align: center;"><a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Broadway-Backwards-Geschlechterrollen-ade,hamj86332.html"><strong>Bericht des NDR am 24.09.2019</strong></a></div>
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		<title>Kurzes, aber sehr intensives Gastspiel in Stuttgart</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kurzes-aber-sehr-intensives-gastspiel-in-stuttgart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 16:40:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Arvid Larsen]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Patten]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Dörfler]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Ibald]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Heim]]></category>
		<category><![CDATA[Palladium Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Douwes]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht einmal 13 Monate wurde das Drama-Musical „Rebecca“ in Stuttgart gespielt. Auch Stars der Szene wie Thomas Borchert und Pia Douwes verhalfen dem Stück nicht zu einer längeren Spielzeit, die es inhaltlich und musikalisch durchaus verdient hätte. Neben dem beherzt aufspielenden Orchester unter der Leitung von Boris Ritter und den für die Stuttgarter Inszenierung hinzugefügten ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nicht einmal 13 Monate wurde das Drama-Musical „Rebecca“ in Stuttgart gespielt. Auch Stars der Szene wie Thomas Borchert und Pia Douwes verhalfen dem Stück nicht zu einer längeren Spielzeit, die es inhaltlich und musikalisch durchaus verdient hätte.</p>
<p class="Body">Neben dem beherzt aufspielenden Orchester unter der Leitung von Boris Ritter und den für die Stuttgarter Inszenierung hinzugefügten Videoprojektionen bleibt vor allem Pia Douwes intensive Strahlkraft als Mrs. Danvers im Gedächtnis haften. Große Momente haben auch Kerstin Ibald als Maxims Schwester Beatrice und Oliver Heim als Ben.</p>
<p class="Body">Doch der Reihe nach&#8230; Die Geschichte der verstorbenen Rebecca alias Mrs. de Winter basiert auf Gerüchten der englischen High Society und ihrer Fähigkeit, die Menschen um sie herum zu täuschen. Als sich ihr Witwer neu verliebt und seine junge, naive Frau mit auf seinen Landsitz Manderley im englischen Cornwall bringt, sorgt dies vor allem bei der langjährigen Haushälterin Mrs. Danvers für großen Unmut.</p>
<p class="Body">Mrs. Danvers versucht alles, um den vermeintlich guten Ruf ihrer verstorbenen Herrin zu erhalten und den jungen Störenfried aus dem Haus zu ekeln. Auch vor bösartigen Intrigen schreckt sie nicht zurück. Unterstützung erfährt sie von Rebeccas Cousin Jack Favell, der versucht, seinen Vorteil aus der neuen Situation zu ziehen.</p>
<p class="Body">Die junge Mrs. de Winter versucht, es allen Recht zu machen und verliert hierüber das Vertrauen ihres sehr introvertierten Gatten Maxim. Doch ihre Liebe ist stark. Sie übersteht das Gerichtsverfahren, in dem sich Maxim plötzlich mit Mordanschuldigungen auseinandersetzen muss. Und Mrs. Danvers findet ihren eigenen endgültigen Ausweg aus der für sie unerträglichen Wahrheit, die ihre Rebecca als Lügnerin entlarvt.</p>
<p class="Body">Sylvester Levays raumfüllende Kompositionen kommen bei diesem Musical besonders gut zur Geltung und das für heutige Verhältnisse immer noch sehr große Orchester macht dem Erfolgskomponisten von „Elisabeth“, alle Ehre. Schade, dass die „Rebecca“ flüsternden Chöre aus dem Off in Stuttgart zusammengestrichen wurden. Damit geht ein wichtiges Gänsehautelement verloren.</p>
<p class="Body">Die Sängerinnen und Sängern meistern die stimmlichen Herausforderungen, einzig Pia Douwes fällt durch eigene Interpretationsansätze auf. Arvid Larsen (Maxim de Winter) und auch Christina Patten (Ich) verschwinden jedoch in Douwes (Mrs. Danvers) scheinbar übermächtigem Schatten fast gänzlich, obwohl beide gut spielen und singen.</p>
<p class="Body">Neu in Stuttgart sind bühnenfüllende Videoprojektionen, die dem Zuschauer einerseits die Phantasie abnehmen und andererseits die Szenerie noch klarer machen. Spinnt man diese Idee weiter, erleben wir in naher Zukunft Musicals vor kompletter Videoprojektion und man wird auf die Kunst der Bühnenbildner und Kulissenbauer fast gänzlich verzichten. So amüsant es ist, einen Arvid Larsen als Maxim direkt am Bahnsteig neben einem einfahrenden Zug stehen zu sehen, so bedauerlich ist es, dass hierdurch der Fokus weg vom Theater hin zum Kino gelegt wird.</p>
<p class="Body">Dass Pia Douwes ein komplettes Musical allein tragen kann, weiß seit „Elisabeth“ jeder in der europäischen Musicalszene. Dass sie diesen Part auch in „Rebecca“ übernimmt, ist nicht unbedingt zu erwarten, da es ja mit Maxim und Ich zwei weitere starke Charaktere in dem Stück gibt. Doch ist es einzig Pia Douwes, die dieses Musical an diesem Abend sehenswert macht. Keiner ihrer Kollegen vermag ihr als starke, gnadenlose und tief im Innern enttäuschte Mrs. Danvers das Wasser zu reichen. Für Arvid Larsen ist die Rolle von Maxim de Winter vor allem stimmlich eine Nummer zu groß. Er erinnert phasenweise an ein theatralisch leidendes Phantom der Oper und nicht an einen gehörnten Ehemann. Christina Patten ist eine süße Ich, vermag es aber nicht die Wandlung zur selbstbewussten Frau an Maxims Seite über die Rampe zu bringen.</p>
<p class="Body">Sicherlich mag dieser Eindruck ein anderer sein, wenn man Jan Ammann und Valerie Link als Bühnengegner von Pia Douwes erlebt.</p>
<p class="Body">Kerstin Ibald brennt sich mit ihrem starken Auftritt als mitfühlende, energische „B“ in Gedächtnis. Von ihr möchte man gern mehr sehen und hören. Oliver Heim legt viel Gefühl in den beschützenswerten Ben und spielt sich damit direkt in die Herzen der Zuschauer. Isabel Dörfler gibt die laute, aufdringliche Mrs. van Hopper ideal und sorgt so für einige heitere Momente.  Hannes Stafflers Jack Favell hingegen gerät etwas zu glatt. Man vermisst das Hinterlistige in seinem „Eine Hand wäscht die andere Hand“, was sehr schade ist, denn auch mit dieser vermeintlich kleinen Figur kann man sich gut nach vorn spielen.</p>
<p class="Body">„Rebecca“ hat seinen Platz in der Musicalwelt mehr als verdient. Dass der schwere düstere Stoff kein Massenpublikum anzieht, ist nur allzu verständlich, da hier weder mit technischen Raffinessen oder Songs mit Hitpotential aufgewartet werden kann. Es bleibt abzuwarten, ob, wann und wo die Stage Entertainment das Stück in Deutschland noch einmal auf die Bühne bringt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Palladium Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>21. Dezember 2012</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Pia Douwes, Isabel Dörfler, Oliver Heim, Kerstin Ibald, Arvid Larsen, Christina Patten</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Texte:</span></strong> Sylvester Levay / Michael Kunze<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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		<title>Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 15:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Dörfler]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur Ausgangslage… Die sich daraus entwickelnde Handlung ist schnell erzählt: Peggy überzeugt mit ihrem außerordentlichen Talent und nicht zuletzt durch ihren natürlichen Charme den Direktor und wird für seine neue Show „Pretty Lady“ als Ensemble-Mitglied engagiert. Obwohl sie um Längen besser tanzt und singt als ihre Kolleginnen, ist Peggy mit der Ensemble-Rolle überglücklich.</p>
<p class="Body">Bei einer der Previews kommt es zu einem folgenschweren Unglück: Peggy wird von einem Tanzpartner so ungeschickt geführt, dass sie mit dem Star der Show – der Diva Dorothy Brock – zusammenstößt, die sich daraufhin den Knöchel bricht. Peggy wird gefeuert und ohne Hauptdarstellerin droht die Show zu platzen… In wenigen Tagen ist Premiere und niemand ist da, der die Rolle der Diva adhoc übernehmen kann – außer Peggy.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1007">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mit vereinten Kräften überzeugt das Ensemble Julian Marsh das junge Ausnahmetalent zurückzuholen. Dies gelingt und für Peggy beginnt ein Proben-Marathon, denn sie muss binnen 36 Stunden eine große Hauptrolle auswendig lernen, damit die Premiere von „Pretty Lady“ am Broadway ein Erfolg wird.</p>
<p class="Body">Schon die Ouvertüre dieses Glamour-Musicals ist atemberaubend: Der Vorhang hebt sich nur einen Meter, gerade soweit, dass das Publikum die Füße des Ensembles sehen kann. Dann wird es von einem wahren Trommelfeuer aus Steppschritten geradezu in die Sitze gepresst! Und genau das ist es, worum es geht: Stepptanz! Die Show besteht zu 75 % aus der genialen Choreographie von Gower Champion, die von Randy Skinner für die Stuttgarter Inszenierung beeindruckend umgesetzt wurde. Für die restlichen 25 % leuchten die schillernden Kostüme und das glitzernde Bühnenbild um die Wette.</p>
<p class="Body">800 Kostüme und 600 Paar Schuhe kommen jeden Abend zum Einsatz. Diese Vielfalt allein übertrifft schon alles bisher da gewesene. Doch das Bühnenbild von Douglas W. Schmidt stellt alles andere in den Schatten: Ein überdimensionaler, bühnenfüllender Spiegel macht aus dem tanzenden Damen-Ensemble perfekt aufeinander abgestimmte Synchronschwimmerinnen. Die von auffälliger Leuchtreklame umgebene Showtreppe gibt dem Finale der Show den passenden Rahmen. Wer bis dahin nicht weiß, worum es geht, weiß spätestens dann: Wir sind am Broadway! Der schimmernden Scheinwelt von Ruhm, Träumen und Tränen.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird durch auffallend wenige Gesangsstücke und spritzig-leichte Dialoge erzählt, die jedoch mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny adaptiert wurden.</p>
<p class="Body">Wenn man Kritik an diesem Stück üben möchte, bietet sich bei der Handlung ein geeigneter Ansatzpunkt: Die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten (sei es nun zwischen Peggy Sawyer und dem Broadway-Direktor Julian Marsh oder dem Tenor Billy Lawlor, der sich in Peggy verguckt) werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.</p>
<p class="Body">Karin Seyfried gibt als Peggy Sawyer ein sympathisches, naives Mädchen vom Lande, das sich in der hübschen Traumwelt des Showbizz sehr wohl fühlt. Tänzerisch gehört sie zum Besten, was Deutschland Musicalbühnen derzeit zu bieten haben. Ihr zur Seite steht mit Jens Janke in der Rolle des selbsternannten Frauenhelden Billy Lawlor, ein erfahrener Sänger und Schauspieler, der schon als Prof. Abronsius in »Tanz der Vampire« und Funker Harold Bride (»Titanic«) die Herzen des Publikums eroberte. Seine leicht überzogene Darstellung des eitlen Gockels sorgt für viele Lacher im Publikum und gibt der Show etwas sehr erfrischendes. Dass er nun aber auch noch tanzen und steppen kann – und sich dabei ganz sicher nicht verstecken muss – macht ihn zum Star von »42nd Street«!</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist Wolf Wrobel, der bis zum Sommer bei »Mamma Mia!« in Hamburg auf der Bühne stand. Als Dance Captain Andy Lee scheucht er das Ensemble über die Bühne und unterzieht es harter Proben. Sieht man den Münchner zum ersten Mal auf der Bühne, so glaubt man kaum, wie viel explosive Energie in ihm steckt, mit der er bei seinen Steppeinlagen die Zuschauer scheinbar spielend mitreißt.</p>
<p class="Body">Der Star von „Pretty Lady“ – die alternde Diva Dorothy Brock – wird von Isabel Dörfler glaubhaft verkörpert, obwohl ihre Zickigkeit und ihre Starallüren an der ein oder anderen Stelle noch mehr betont werden könnten.</p>
<p class="Body">Ex-Vampirgraf Kevin Tarte ist mit Stuttgart zwischenzeitlich so verwachsen, dass er in »42nd Street« die Rolle des Broadway-Direktors Julian Marsh übernahm. Ob er sich jedoch damit einen Gefallen getan hat? Zeitweise hat man das Gefühl, er karikiert die Rolle des erfolglosen Direktors sehr stark.</p>
<p class="Body">Dadurch wirkt er nicht wirklich überzeugend, seine Souveränität und seine fesselnde Bühnenpräsenz machen jedoch vieles wieder wett. Dass Kevin Tarte in der gesamten Show nur zweimal mit seiner vollen und warmen Stimme beeindrucken darf, bedauern sicherlich nicht nur seine Fans…</p>
<p class="Body">»42nd Street« wird vom Stepptanz getragen – alles andere ist nebenrangig. Der Funke springt schon in der ersten Szene auf die Besucher über und viele wippen im Sitz mit, wenn die 48 Darstellerinnen und Darsteller loslegen. Die Premierengäste von dem beeindruckenden Ensemble schwindelig getanzt. Überall hörte man nach der Premiere wie mit Hochachtung und Ehrfurcht von der Leistung des Ensembles gesprochen wurde.</p>
<p class="Body">Aber in einem war man sich sicher: Die absoluten Sympathieträger – und damit die Stars des Stuttgarter Broadway – sind Karin Seyfried und Jens Janke!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Isabel Dörfler, Jens Janke, Karin Seyfried, Kevin Tarte</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Randy Skinner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/">Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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