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	<title>Gruenspan-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Gruenspan-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Farbenblind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2014 17:32:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Bieber]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Ammann]]></category>
		<category><![CDATA[Michaela Schober]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. März war der Hamburger Rockclub Gruenspan erneut Gastgeber für ein Musical-Konzert. Dieses Mal schickte sich Jan Ammann mit seiner Band und seinen Kollegen Andreas Bieber und Michaela Schober an, knapp 300 Gäste mit seiner musikalischen Vielseitigkeit zu begeistern. Schon die Eröffnungsnummer „I drove all night“ deutete an, wohin die Reise an diesem Abend ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">Am 29. März war der Hamburger Rockclub Gruenspan erneut Gastgeber für ein Musical-Konzert. Dieses Mal schickte sich Jan Ammann mit seiner Band und seinen Kollegen Andreas Bieber und Michaela Schober an, knapp 300 Gäste mit seiner musikalischen Vielseitigkeit zu begeistern.</p>
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<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_671_906">
<div class="style_2">
<p class="Body">Schon die Eröffnungsnummer „I drove all night“ deutete an, wohin die Reise an diesem Abend ging: Jan Ammann traf jeden Ton perfekt, sang jede Note aus, die Band unterstützte ihn mit viel Energie und das Publikum ging sofort mit. Schon bei der folgenden Nummer, „Farbenblind“, wollte man dem Drang nachgeben und einfach nur tanzen.</p>
<p class="Body">So souverän Jan Ammann während seiner Songs ist, so nervös wirkt er während der Zwischenmoderationen. Atemlos und fast schon gehetzt, bringt er diese hinter sich; mal siezt er, mal duzt er das Publikum. So ganz wohl scheint er sich in seiner Haut nicht zu fühlen. Doch die Ballade „Horizont“, die in einer wunderbaren Lichtstimmung arrangiert wurde, entschädigt für dieses kleine Manko.</p>
<p class="Body">Ammann kündigt die große Interpretationsgabe seines Gastes Andreas Bieber bewundernd an. Und er soll Recht behalten. „So kann das Leben sein“ (bekannt durch Helene Fischer) singt Bieber mit solch beeindruckender Mimik, man glaubt ihm jede noch so kleine Emotion. Diese Gabe würde auch Jan Ammann sehr gut zu Gesicht stehen. Denn er singt viele Stücke technisch perfekt, doch in seinem Gesicht, in seinen Augen kann man nicht ablesen, dass er die Songs auch wirklich fühlt.</p>
<p class="Body">Hört man sich die gleichnamige Studio-CD an, glaubt man Ammann jede Geschichte, die er mit den Songs erzählt . Live gesungen, zumal mit der großartigen Band unter der bewährten Leitung von Marina Kommissartchik, kommen die Stücke sehr professionell und technisch einwandfrei beim Publikum an. Doch leider schleicht sich immer mal wieder ein Eindruck der Gefühlskälte ein. Es fällt schwer, einem so talentierten und vielseitigen Sänger nahezulegen, dass er weniger perfekt agieren bzw. singen soll, um dadurch nahbarer und glaubhafter zu werden, denn er macht ja im Grund genommen nichts falsch. Aber es sind gerade die kleinen Momente mit seinen Kollegen, in denen diese fehlende Authentizität durchblitz,. bspw. wenn er mit Michaela Schober „Eilands en Oceanen“ singt.</p>
<p class="Body">Mit letztgenanntem Song bzw. der Rezitation von dessen deutscher Übersetzung empfiehlt sich Jan Ammann als Hörbuchsprecher, denn sein Timbre zieht jeden Zuhörer sofort in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los.</p>
<p class="Body">Dass Ammann sich in verschiedenen Genres zuhause fühlt, machen seine spielerischen Genrewechsel deutlich: von Schlager zu Chanson, von Comedy zu Deutschpop – alle Hürden nimmt er mit spielerischer Leichtigkeit. Da verzeiht man, dass es ihm mit Rock („In the name of love“) und NDW nicht ganz gelingt zu überzeugen.</p>
<p class="Body">Es ist insbesondere die Vielseitigkeit der Stilrichtungen, die an diesem Abend gestreift werden, die in Erinnerung bleibt. Man fühlt sich an Konzerte von Josh Groban erinnert, der sein Cross-Over-Talent nachdrücklich unter Beweis gestellt hat.</p>
<p class="Body">Für Jan Ammann hätte man sich jedoch einen etwas einheitlicheren roten Faden gewünscht. Die Macher des Konzerts tun ihrem Protagonisten keinen Gefallen, die Gäste herausragende Stücke wie den Maggie Reilly Hit „To France“ (Schober) oder den sehr eigen interpretierten Joni Mitchell Klassiker „Both Sides Now“ (Bieber) singen zu lassen, während der Namensgeber des Konzerts mit dem wunderschönen „La prima vez“ am Ende fast untergeht.</p>
<p class="Body">Die unzähligen Fans von Jan Ammann stört dies jedoch nicht. Sie feiern ihren Star frenetisch, bejubeln die putzig inszenierte „Wellness“-Szene mit Strubbelfrisur und geschmackvoll-braunem Hausanzug, schütten sich aus vor Lachen, wenn Ammann und Schober von Texthängern bei „Hey Jude“ erzählen und feiern mit ihm ein 80er Jahre Party-Finale.</p>
<p class="Body">Das „Farbenblind“-Konzert bleibt vor allem wegen seiner Professionalität in Erinnerung: Das Lichtdesign ist nicht über-kreativ und sorgt immer für die richtige Stimmung auf der Bühne. Die Tontechniker haben sogar die schwierigen Bedingungen im Gruenspan gemeistert (auch wenn die Band im hinteren Drittel des Saals, unterhalb des Balkons etwas dumpf klang). Die achtköpfige Band begeistert mit jedem Ton und sorgt so für ein rundum gelungenes Gesamterlebnis. Die Gastsänger bestechen durch tolle Stimmen und eine beeindruckende Interpretationsfähigkeit. Last but not least, zeigt Jan Ammann ein weiteres Mal, dass er „nicht nur“ das Musicalfach beherrscht, sondern sein Publikum durch eine unerwartete musikalische Vielseitigkeit überraschen und begeistern kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Gruenspan, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 29. März 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Sänger:</span></strong> Jan Ammann, Michaela Schober, Andreas Bieber</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Andreas Luketa</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong> Stephan Drewianka</span></div>
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		<title>Sebastian Rousseau: Das deutsche Publikum ist bereit für Off-Musicals!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sebastian-rousseau-das-deutsche-publikum-ist-bereit-fuer-off-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2014 13:19:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Gruenspan]]></category>
		<category><![CDATA[Rent]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Rousseau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Wie kam es zu der Idee, eine Off-Szene in Hamburg ins Leben zu rufen? Sebastian Rousseau: Schon bevor ich 2012 nach Berlin ging, um dort zum ersten Mal Angel in „Rent“ zu spielen. wollte ich eine eigene Produktion machen. Etwas kleines, feines. Die Idee war immer präsent, aber irgendwie hatte es sich nie ...</p>
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<div class="text-content style_External_400_373">
<div class="style_2">
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie kam es zu der Idee, eine Off-Szene in Hamburg ins Leben zu rufen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span></strong> Schon bevor ich 2012 nach Berlin ging, um dort zum ersten Mal Angel in „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rent_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1243">Rent</a></span>“ zu spielen. wollte ich eine eigene Produktion machen. Etwas kleines, feines. Die Idee war immer präsent, aber irgendwie hatte es sich nie ergeben, der Zeitpunkt war einfach noch nicht gekommen. Als ich aus Berlin zurückkam, war für mich klar, dass wir „Rent“ auf eine Hamburger Bühne bringen würden. Dann spielte das Schicksal auch noch mit und alles ging irgendwie von selbst.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Es gab schon einige Versuche, eine Off-Szene in Deutschland zu etablieren – leider ohne Erfolg. War der Standort Hamburg klar, weil es eben <span class="style_4">der</span> Musicalstandort in Deutschland ist?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span> </strong>Stimmt, bisher hat es in Deutschland noch nicht funktioniert. Aber ich glaube einfach auch, dass die Zeit noch nicht reif war. Es mag auch an der nicht ganz gelungenen Stückauswahl gelegen haben. Für mich war es eine bewusste Entscheidung, das hier in Hamburg zu machen. Ausgelöst wurde das Ganze durch Anthony Kent, Korrepetitor beim „König der Löwen“, der während meiner Ausbildung mein Dozent für Musicalgeschichte war.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Er hat sich damals schon darüber gewundert, dass es hier in Deutschland nur Glamour- und Disneymusicals gibt. Dabei gibt es in Amerika so viele verschiedene Stilrichtungen und Verzweigungen im Musicalbereich. Er hat dies immer sehr bedauert.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Da Hamburg als drittgrößter Musicalstandort nach New York und London beworben wird, habe ich mich gefragt, was die beiden Städte haben, was Hamburg nicht hat und das ist ein Off-Bereich, in dem Shows gezeigt werden, in denen es  eben nicht um ein Happy End geht oder wo sich Darsteller nicht als Affen oder Kätzchen verkleiden, sondern echte Menschen auf der Bühne stehen, die eine Geschichte zu erzählen haben. So kam das Ganze ins Rollen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Hamburg hat einen lange gewachsenen Musicalmarkt und viele Touristen – wo sonst, wenn nicht hier? Es ist zwar sicherlich nichts für die Bustouristen, die die seichte Unterhaltung suchen. Dennoch ist es eine Koexistenz – wir als Off-Szene können nicht ohne die On-Szene existieren und ich hoffe, dass es irgendwann so kommt, dass es auch andersherum so ist. Daran wollen wir jetzt arbeiten.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Wieso haben Sie sich gerade für „Rent“ entschieden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau: </span></strong>Meine Kollegen (von Avenue A Productions, Anm. d. Red.) und ich haben das gemeinsam entschieden. Vor genau einem Jahr haben wir mit befreundeten Darsteller-Kollegen hier einen kleinen Workshop gemacht. Wir haben ganz blank und pur, nur von einer Gitarre begleitet, ein paar „Rent“-Songs gesungen. Es war ein ganz toller Abend. Nach diesem Abend hatten wir auch das Gruenspan-Team voll überzeugt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Für mich persönlich gab es ohnehin keine andere Alternative. „Rent“ ist keine Show, die für jedermann gemacht ist. Das Stück ist schon sehr speziell. Einige finden es toll, andere eher anstrengend, u. a. auch wegen der Musik. Das deutsche Publikum ist es nicht gewohnt, dass man aufpassen muss, um die Geschichte zu verstehen. Wir erklären eben nicht alles dreimal. „Rent“ ist Theater, wo man aufmerksam sein soll und zuhören muss.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Warum haben Sie sich das Gruenspan, einen anerkannten Rockclub, als Spielstätte ausgesucht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span></strong> Das ist eine ganz witzige Geschichte. Wir haben bei Urs Affolter, dem Regisseur, am Kaffeetisch eine Liste geschrieben, welche Locations in Hamburg für unsere Produktion in Betracht kommen. Zufällig stand das Gruenspan ganz oben. Das war dann auch die erste Location, die ich angerufen habe. Erstmal waren sie natürlich nicht so begeistert, weil das Gruenspan ja ein Rockclub ist. Einen Tag später waren wir hier zur Besichtigung und wussten sofort, dass wir uns nichts anderes mehr anschauen brauchen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ist es denn geplant, das Gruenspan als dauerhafte Spielstätte für Off-Musicals zu etablieren?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span> </strong>Geplant ist auf dem Papier ganz viel, aber bisher steht nichts fest. Ich würde es auf keinen Fall ausschließen, da das Gruenspan einfach ein ganz toller Laden ist.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie lief der Produktionsprozess ab? Wir haben Sie Ihr Ensemble gefunden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span></strong> Wir haben die Rollen ganz normal ausgeschrieben und es haben sich über 400 Kollegen beworben. Wir waren echt beeindruckt. Aber wir haben jede Bewerbung in Ruhe gesichtet. Wir wollten keine Massenaudition machen, bei der 150 Darsteller im Schnellverfahren angesehen und beurteilt werden. Als Darsteller erlebe ich das ja immer wieder. Man agiert wie ein Roboter, läuft durch diese Maschinerie und für Dich als Menschen interessiert sich da niemand wirklich.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Wir haben uns ausführlich über alle Darsteller informiert und in einer ersten Castingwoche ca. 100 Kolleginnen und Kollegen eingeladen. In der zweiten und dritten Runde haben wir dann viel mit den Bewerbern geredet, da es uns sehr wichtig war, dass jeder weiß, worauf er sich einlässt. „Off“ bedeutet eben auch, dass es hier kalt ist, dass es keine Einzelgarderoben gibt und dass man auch mal ein Kostümteil zum Waschen mit nach Haus nimmt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Um solch ein Projekt zu verwirklichen, braucht man einfach Menschen, die da Lust zu haben und mit uns an einem Strang ziehen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Sie haben viele Rollen doppelt besetzt&#8230;</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span> </strong>Der Hauptgedanke dahinter war, dass wir den Darstellern gerade nicht soviel Gage zahlen können, dass sie davon leben können, Deshalb war es uns wichtig, dass sie auch andere Engagements annehmen können, mit denen sie dann ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das war natürlich ein riesiges Planungsgeflecht und Organisationschaos, aber wir haben es inzwischen sehr gut im Griff.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Sie haben als Teil des Produktionsteams und Darsteller mehrere Hüte auf – war das eine besondere Herausforderung für Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span></strong> Ich hatte da ganz ganz großen Respekt vor. Wir haben auch intern sehr viel darüber gesprochen. Während der Proben war es sehr anstrengend, weil ich nach den Proben immer noch die Aufgaben erledigt habe, die für die Produktionsfirma anfielen. Das war eine richtige Doppelbelastung. Jetzt wo wir spielen, muss ich sagen, dass ich ein tolles Team um mich herum habe, die mir aber 16/17 Uhr den Rücken freihalten. Es klappt einfach super.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> War es von vornherein klar, dass Sie das Stück auf deutsch aufführen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span></strong> Ja. Wir sind gerade erst an einem Punkt, an dem Hamburg für eine Off-Szene bereit ist. Ich glaube aber, dass die Deutschen leider noch nicht dazu bereit sind, sich ein Stück auf englisch anzuschauen. Das wird ganz sicher kommen, aber das dauert noch ein bis zwei Generationen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Für uns als Darsteller ist es reine Gewohnheitssache. Es gab ja die Idee einer neuen deutschen Fassung, aber leider hat der Verlag in New York das nicht für erforderlich erachtet. deshalb spielen wir die Fassung von Wolfgang Adenberg.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Sie spielen Angel sehr einfühlsam – was gefällt Ihnen an dieser Figur?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span></strong> In der Musicalausbildung habe ich die DVD gesehen und bin immer an „Rent“ hängengeblieben. Ich wusste damals schon, dass Angel eine Rolle ist, die ich wahnsinnig gern spielen würde. Natürlich habe ich dann sehr schnell mitbekommen, dass das Stück hier in Deutschland sehr selten gespielt wurde und meine Chancen entsprechend gering waren, diese Rolle zu spielen. Bis dann letztes Jahr die Rolle für Berlin ausgeschrieben war. Ich habe mich sofort beworben und bin tausend Tode gestorben, weil ich die Rolle so sehr wollte. In der Audition habe ich richtig gekämpft und dann direkt während der Audition die Zusage bekommen. Damit ging ein Traum für mich in Erfüllung.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Angel hat mich schon immer fasziniert, vielleicht weil wir uns so ähnlich sind, weil viel Angel in mir liegt und viel von mir in Angel, so wie ich ihn darstelle. Ich kann ihn und seine Entscheidungen sehr gut nachvollziehen. Ich verstehe ihn einfach und habe einen guten Zugang zu der Rolle. Angel ist wie für mich gemacht.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was kommt nach „Rent“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span> </strong>Auch jetzt während der Produktion beschäftigen wir uns mit neuen Stücken. Ich habe eine lange Liste zu Hause liegen, auf der viele kleine Off-Musicals draufstehen. Entschieden ist bisher aber noch gar nichts.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Für mich ist es wichtig, dass es kribbelt, wenn ich die Musik höre oder ein Buch lese. Wenn nicht wird das Stück ganz konsequent aus der Auswahl gestrichen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was wünschen Sie sich – für Avenue A Productions und sich selbst?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Sebastian Rousseau:</span> </strong>Ich wünsche mir, dass die Zuschauer Musical verstehen lernen. Dass sie den Mut und die Kraft haben, sich von dem jahrzehntelangen Musicalbild zu lösen, dass hier in Deutschland vorherrscht. Ich wünsche mir, dass das Publikum neugierig ist und Neuem eine Chance gibt. Niemandem muss alles gefallen, das wäre ja auch schrecklich. Aber wenn man nicht mehr am Alten festhält und sich für Neues öffnet, gibt es eine Chance für eine echte Off-Szene.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich bin da guter Dinge. Wir sehen abends beim Schlussapplaus immer viele Leute, die total berührt sind, Herzen mit ihren Händen formen, Peace-Zeichen zeigen. Wir bekommen viele tolle Mails und Facebook-Nachrichten. Das ist sehr berührend.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Wir kriegen diese Stimmung ja auch während der Show mit. Es war ja auch ganz bewusst gewollt, dass die Grenzen zwischen Darstellern auf der Bühne und den Menschen im Zuschauerraum verschwimmen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Es wäre schön, wenn „Rent“ weiterlaufen würde &#8211; nicht ununterbrochen, es könnte auch gut im Herbst wiederkommen. Mein Traum wäre, wenn wir einen kleinen Kult schaffen könnten. Wenn jeder weiß, „Rent“ läuft einmal im Jahr für 15 Shows, das wäre toll.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen und Avenue A Productions weiterhin viel Erfolg bei der Schaffung einer richtigen Off-Musical-Szene.</p>
<p class="Body" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der perfekte Startschuss für Hamburgs Off-Musicalszene</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-perfekte-startschuss-fuer-hamburgs-off-musicalszene/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 15:07:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Dörthe Thiel]]></category>
		<category><![CDATA[Gruenspan]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Larson]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Huk]]></category>
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		<category><![CDATA[Sebastian Rousseau]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Mehlich]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Affolter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neugegründete Produktionsfirma „Avenue A productions“ hat es sich zum Ziel gesetzt, kleinere und unabhängige Musical-Produktionen, in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Dass der Firmenname nicht von Ungefähr kommt, zeigt schon das erste Stück, das das Team um Urs Affolter und Sebastian Rousseau auf die Bühne des Gruenspans bringt: Das Tony Award dekorierte Musical ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die neugegründete Produktionsfirma „Avenue A productions“ hat es sich zum Ziel gesetzt, kleinere und unabhängige Musical-Produktionen, in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Dass der Firmenname nicht von Ungefähr kommt, zeigt schon das erste Stück, das das Team um Urs Affolter und <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Sebastian_Rousseau_2014.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=810">Sebastian Rousseau</a></span> auf die Bühne des Gruenspans bringt: Das Tony Award dekorierte Musical „Rent“ aus der Feder von Jonathan Larson bildet den Auftakt zu einer Reihe von Musicalschätzen, die in New York und London Weltruhm erlangt haben, es aber in Deutschland mehr als schwer hatten, weil sie eben nicht bunt, fröhlich und massenkompatibel sind.</p>
<p class="Body">Kenner der Hamburger Musikszene kratzen sich sicherlich verwundert am Kopf: Der Rock-Club Gruenspan als Musical-Location? Oh ja, das funktioniert. Schon beim Try-Out von „Sherlock Holmes 2.0“ im August 2013 zeigte das Gruenspan seine Qualitäten als Spielstätte für kleine Musicals, denen eine intime Umgebung sehr gut zu Gesicht steht.</p>
<p class="Body">Auch „Rent“, die im New York Ende des letzten Jahrhunderts angesiedelte Handlung, seine acht Hauptfiguren mit ihren Problemen rund um Liebe, Drogen, AIDS und die titelgebende Wohnungsnot sind alles andere Mainstream. Dennoch oder gerade deshalb zählt „Rent“ mit mehr als 5.000 Vorstellungen zu den erfolgreichsten Broadway-Musicals.</p>
<p class="Body">Nach Düsseldorf 1999 und Wiesbaden 2007-2009 bekommen die Zuschauer in Hamburg die neuere deutsche Fassung von Wolfgang Adenberg zu hören. Wenn man jedoch eine der englischen Versionen – sei es nun die Broadway Cast oder den Soundtrack zum Film von 2006 &#8211; im Ohr hat, holpern einige deutsche Passagen doch arg. Das Wort Rent mit Geld zu übersetzen, ist inhaltlich zweifelsfrei korrekt und es passt zur Melodie des Titelsongs, und doch fühlt es sich befremdlich an, das Wort, das dem Stück seinen Namen verdankt, in der Show nicht einmal zu hören. Doch ein deutsches Publikum wünscht sich deutsche Texte und diese Hürde muss auch eine Off-Szene nehmen.</p>
<p class="Body">Urs Affolter inszeniert das Stück so klar, deutlich und ungeschminkt wie man es sich wünscht. Nichts lenkt von den starken Charakteren ab. Die Personenregie ist einwandfrei, jede Hauptrolle hat starke Momente und darf diese auch voll auskosten. Arnold Grevers kleidet alle Protagonisten treffend ein. Nichts stört das Bild der drogenabhängigen Mimi, der Drag Queen Angel oder des leicht spießigen Mark.</p>
<p class="Body">Die fünfköpfige Band unter der Leitung von Peter Koobs ist auf der rechten Bühnenhälfte platziert – eine echte Herausforderung für die Tontechnik. Um zu vermeiden, dass die volle Wucht der rockigen Sounds das Ensemble auf der Bühne übertönt, hat man Drummer Henning Brandt in einen Plexiglaskäfig verbannt. Aber es gelingt ihm und seinen Kollegen Ulrich Rohde (Gitarre), Julius Trautvetter (Keyboard) und Sebastian Behnk (Bass) dem Stück die musikalische Intensität zu verleihen, die es braucht, um seine volle Wirkung zu entfalten.</p>
<p class="Body">Doch am Anfang wird es ganz still im Gruenspan: Die Ouvertüre wird a-cappella vom Ensemble intoniert. Ganz pur sorgen die Sänger so für den ersten Gänsehautschauer. Als erstes lernen die Zuschauer naturgemäß Mark Cohen kennen, der als eine Art Erzähler durch die Handlung führt. Simon Mehlich spielt den unentschlossenen, frisch verlassenen Filmemacher sehr überzeugend und sympathisch. Sowohl im „Tango Maureen“ als auch bei „Living in America“ kann er zeigen, was gesanglich in ihm steckt.</p>
<p class="Body">Robert Meyer wurde als erfolgloser Musiker Roger gecastet. Dass was Meyer im Vergleich zu Rollen-Vorgängern an Rockröhre fehlt, macht er durch eine große emotionale Bandbreite weit. Er spielt seinen Frust über das Leben im Allgemeinen genauso ergreifend wie seine unterdrückte und doch übermächtige Liebe zu Mimi. Wenn ihm bei Angels Beerdigung die Tränen übers Gesicht laufen, ist das Publikum von dieser Gefühlstiefe sehr beeindruckt.</p>
<p class="Body">Mimi gewinnt Roger mit einer List für sich. Lisa Huk wickelt als Mimi Roger in der Kerzen-Szene spielend um den kleinen Finger. Drogensucht und Krankheit haben das Mädchen gezeichnet. Huk trägt diesem Verfall überzeugend Rechnung, sprüht in den richtigen Momenten vor Energie und lässt es stimmlich an nichts vermissen.</p>
<p class="Body">Das zweite Paar, Angel und Collins, lernt sich nach einem Überfall auf der Straße kennen. Nicht nur Collins ist von Angels Fürsorge und Güte begeistert. Sebastian Rousseau spielt die AIDS-kranke und dennoch lebensbejahende Drag Queen ergreifend, sorgt für Lacher und viele Damen im Publikum zollen ihm ob seines artistischen Könnens auf High Heels („Today for you, tomorrow for me“) sicherlich Respekt.</p>
<p class="Body">Gerd Achilles spielt den desillusionierten MIT-Absolventen Tom Collins. Dass Collins ein wesentliches Bindeglied der Gruppe ist, fließt immer wieder in seine liebevollen Gestiken ein. Man glaube Achilles sofort, dass Collins ein herzensguter Mensch ist, der für Angel unendlich tief empfindet. „Ich deck Dich zu“ (zunächst im Duett mit Rousseau, dann auf Angels Beerdigung solo) gehört auch in dieser Inszenierung zu den schönsten und traurigsten Momenten.</p>
<p class="Body">Die Performance-Künstlerin Maureen wird abwechselnd von Dörthe Thiel und Dorothea Maria Müller gespielt. Beide Darstellerinnen haben sichtlich Spaß daran, das Publikum mit der „Fliegenden Kuh“ zum Muhen zu animieren (was im übrigen einwandfrei klappt). Ihre Interpretationen unterscheiden sich in Nuancen. Beide werden der kraftvollen, raumgreifenden, sexy provozierenden Maureen mehr als gerecht.</p>
<p class="Body">Als Maureens Freundin Joanne steht Stefanie Derner auf der Gruenspan-Bühne. Dass in der Blondine jede Menge Kraft steckt, erlebt man nicht nur in ihrem Duett mit Maureen „Lass mich oder verlass mich“ eindrucksvoll, sondern auch in ihren Soli während „Seasons of Love“. Sie gibt eine wundervoll gestresste, überperfekte Anwältin, die auch noch das Leben ihrer Partnerin auf die Reihe kriegen will.</p>
<p class="Body">Einzig Benny, gespielt von Johannes Braun, bleibt in dieser Inszenierung verglichen mit den übrigen Protagonisten etwas blass. Er wirkt weder bedrohlich noch besonders zielstrebig. Vielmehr steht seine gute Seite im Fokus, die in anderen Produktionen fast untergeht.</p>
<p class="Body">Das „Rent“ kein buntes Spaßprogramm ist, spürt man während der Szene in der Selbsthilfegruppe bis in die letzte Fingerspitze. Das Ensemble spielt beklemmend authentisch.</p>
<p class="Body">„Du fehlst mir / Without you“ ist ein weiteres Beispiel dafür, dass weniger manchmal mehr ist. Während vorn rechts auf der Bühne Collins an Angels Sterbebett wacht, singt sich Mimi ihre Trauer und Verlustängste auf der Galerie von der Seele, während vorn links ein sehr verloren wirkender Roger leidet. Im Hintergrund wird per Videoprojektion ein Goldfisch eingeblendet, der nahezu auf dem Trockenen vor sich hinzappelt.</p>
<p class="Body">So viele Emotionen muss das Publikum erst einmal verarbeiten.</p>
<p class="Body">Diese Inszenierung besticht durch ihre puren Gefühle. Jeder Darsteller geht zu 100 % in seiner Rolle auf. Hinzu kommt, dass Band und Ensemble nahezu perfekt aufeinander abgestimmt sind. Nur in wenigen Momenten übertönt die Band die leisen Einsätze der Solisten. So wird jeder Zuschauer erreicht und es gibt – glaubt man den stehenden Ovationen &#8211; niemanden, der nicht restlos von „Rent“ begeistert ist.</p>
<p class="Body">Ja, es ist schwere Kost, die beileibe nicht in mundgerechten Häppchen serviert wird, sondern brutal und direkt. Aber genau das wollte Jonathan Larson mit seinem Stück bewirken: Das Leben ist eben nicht nur rosarot und fröhlich, sondern hat Schattenseiten, die gezeigt werden müssen.</p>
<p class="Body">Man kann Avenue A Productions nur wünschen, dass es nicht bei „Rent“ bleibt, sondern dass auf diesem Niveau noch weitere Produktionen folgen und man so den ersten Grundstein zu einer echten Fringe-Szene in Deutschland legt. Diese ist seit langem mehr als überfällig.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Gruenspan, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellungen: </span></strong>14. + 22. Dezember 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Lisa Huk, Simon Mehlich, Robert Meyer, Sebastian Rousseau, Dörthe Thiel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Jonathan Larson / Urs Affolter<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Avenue A productions<br />
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		<title>Gelungene Uraufführung eines lange überfälligen Musicals über den bekannten Londoner Detektiv</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gelungene-urauffuehrung-eines-lange-ueberfaelligen-musicals-ueber-den-bekannten-londoner-detektiv/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 28 Aug 2013 15:10:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Heckelsmüller]]></category>
		<category><![CDATA[Gruenspan]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Schwartzkopff]]></category>
		<category><![CDATA[Jeanne. Marie Nigl]]></category>
		<category><![CDATA[John Voijs]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Brosch]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Reschke]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock Holmes 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Tschöppe]]></category>
		<category><![CDATA[Timmy Haberger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich verwunderlich, dass es noch kein erfolgreiches Musical mit Sherlock Holmes als Titelhelden gibt. Dabei bietet Sir Arthur Conan Doyles weltbekannter Rätsellöser eine schier unendliche Menge an Büchern, Filmen und Geschichten, die man als Vorlage verwenden könnte. Leslie Bricusses 1980er Jahre Versuch, den Detektiv auf die Musical-bühne zu versetzen, verpuffte im West End sowie am ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<div class="style_2">
<p class="Body">Eigentlich verwunderlich, dass es noch kein erfolgreiches Musical mit Sherlock Holmes als Titelhelden gibt. Dabei bietet Sir Arthur Conan Doyles weltbekannter Rätsellöser eine schier unendliche Menge an Büchern, Filmen und Geschichten, die man als Vorlage verwenden könnte.</p>
<p class="Body">Leslie Bricusses 1980er Jahre Versuch, den Detektiv auf die Musical-bühne zu versetzen, verpuffte im West End sowie am Broadway gleichermaßen. Marc Schubrings und Wolfgang Adenbergs „Der Mann der Sherlock Holmes war“ nahm sich dieses Thema vor drei Jahren erneut an, entwickelte aber leider nicht Eigendynamik, die man ihm vergönnt hätte.</p>
<p class="Body">Nun also „Sherlock Holmes 2.0“ in Hamburg. Seit 2010 arbeitete Rudi Reschke mit seinen Kollegen Joachim Quirin, Melanie Herzig (Konzept &amp; Textbuch) und Christian Heckelsmüller (Musik und Songtexte) an der Entwicklung eines dem Meisterdetektiv angemessenen Bühnenwerks. Nach einem Try-Out im vergangenen Jahr brachte das Team im August 2013 eine konzertante Konzeptfassung auf die Bühne des Grünspans. Der Rock und Indie Club in der Großen Freiheit erschien wenig geeignet als Musicalbühne, entpuppte sich aber als idealer Rahmen für das dunkle, mysteriöse London des beginnenden 20. Jahrhunderts.</p>
<p class="Body">Urige, kamelbraune Ledersofas, Ohrensessel und sparsam eingefärbte Hintergrundbilder reichen als Requisiten, um die richtige Atmosphäre für die geheimnisvolle Story rund um das gestohlene „Auge des Horus“ zu erschaffen.</p>
<p class="Body">Ein Attentat auf den ägyptischen Premierminister im British Museum bildet den Auftakt zu einem ungewöhnlichen Ermittlerwettstreit. Obwohl sich Sherlock Holmes und sein langjähriger Partner Dr. John Watson schon zur Ruhe gesetzt hatten, packt sie der Ehrgeiz und sie beginnen mit der Suche nach dem Mörder.</p>
<p class="Body">Allerdings hat der ungewöhnliche Fall auch ihre beiden Söhne auf den Plan gerufen. Die beiden Junioren schlagen ganz nach ihren Vätern und stellen mit schneller Auffassungsgabe, brillanter Kombinatorik und etwas Glück ihre eigenen erfolgreichen Ermittlungen an.</p>
<p class="Body">Schnell stoßen beide Duos auf das Mordkomplott, bei dem das „Auge des Horus“ entwendet wurde und ahnen zunächst nicht, wer tatsächlich hinter dem Anschlag steckt. Kein Geringerer als Sherlock Holmes Erzfeind Prof. Moriarty bedroht von einer abendländischen Untergrundorganisation aus das britische Empire. Dass sich die Museumsdirektorin Ellen Mason als rachsüchtige Schwester Moriartys entpuppt und sich zu allem Überfluss Holmes Jun. in deren Tochter Catherine verliebt, bietet mehr als reichlich Zündstoff für einen spannenden Krimiabend im Theater.</p>
<p class="Body">Das Buch besticht durch viel Situationskomik, spitze und spitzfindige Kommentare der beiden Holmes-Generationen, spart aber auch nicht an passenden Klischees. Joachim Quirin liest die Regieanweisungen, während die Akteure ihre Rollen andeutungsweise spielen. Nach nur einer gemeinsamen Probe sitzt nicht jeder Übergang und textsicher sind auch nicht alle Darsteller, aber gerade das macht der Charme dieser Konzept-Aufführung aus. Das Publikum ist live dabei, wenn die Figuren von Sherlock Jun., Ellen Mason, Lady Margret Chamberlaine und allen anderen kreiert werden. Dieser ungewöhnliche Einblick in die Theaterwelt macht Spaß und man bekommt einen Eindruck, was notwendig ist, um eine Rolle authentisch über die Rampe zu bringen.</p>
<p class="Body">Obwohl es ja eigentlich um Sherlock Holmes geht, sind es doch die Damen, die an diesem Abend besonders beeindrucken: Stephanie Tschöppe agiert einschüchternd und angsteinflößend als Mrs. Mason. Sie diktiert das Leben ihrer Tochter und lässt ausnahmslos alle Menschen in ihrem Umfeld nach ihrer Pfeife tanzen. Dass ihre Härte gute Gründe hat, wird am Ende des Stücks klar.</p>
<p class="Body">Das komödiantische Gegenstück bildet Jeanne Marie Nigl als Lady Chamberlaine: Wunderbar exzentrisch und leicht übertrieben gibt sie die gönnerhafte Kupplerin, die über jeden Klatsch und Tratsch der Londoner Gesellschaft bestens informiert ist.</p>
<p class="Body">Robin Brosch hat als „alter“ Sherlock Holmes eine sehr dankbare Rolle. Pointierte Dialoge, bissige Seitenhiebe &#8211; nichts davon scheint ihm fremd und man nimmt ihm auch die charmante Schrulligkeit des Detektivs ab. Timmy Haberger bleibt als Dr. Watson etwas im Hintergrund, was in dieser Ermittler-Konstellation sehr treffend ist.</p>
<p class="Body">Dass auch im Hause Holmes und Watson die Äpfel nicht weit vom Stamm fallen, beweisen John Voijs und Jan Schwartzkopff. Selbstverliebt, mit jeder Menge Flausen im Kopf lehnt sich Henry Edward Holmes (Voijs) gegen seinen alten Herrn auf, während Watson Junior als Regulativ immer wieder versucht, die Wogen zu glätten. Doch es gelingt Schwartzkopff zu zeigen, dass Watson Junior bei weitem kein so stilles Wasser ist, wie man zunächst vermuten könnte.</p>
<p class="Body">Weitere Highlights kommen von Freddie Rutz, der als Zauberer Sherlock Holmes und Dr. Watson einfach verschwinden lässt (das Loch im Bühnenboden sucht man vergeblich), der lieblichen Merle Hoch, die Holmes Jun. als Catherine Mason gewaltig den Kopf verdreht, Charlie Serrano, der als Bordell-Conferencier mit viel Witz überzeugt und Nivaldo Allves, der als Aleister Crowley allein schon durch seine Erscheinung Geheimnisumwoben wirkt. Detlef Leistenschneider und Ingolf Unterrainer porträtieren die Scotland Yard Ermittler treffend nüchtern und pflichtversessen, während Martina Flatau als ehemalige Nanny der beiden Nachwuchsdetektive überzeugt.</p>
<p class="Body">Christian Heckelsmüller kam die gewichtige Aufgabe zu, die Handlung im ausklingenden viktorianischen Zeitalter zu intonieren. Dies gelingt ihm abwechslungsreich und kurzweilig. Anstatt gleichförmigem Musical-Einerlei bekommt das Publikum intensive Rock-Balladen, temporeiche Duette und spitzbübische Soli auf die Ohren. Nicht jeder Song erschließt sich sofort, so wirkt z. B. das Solo der Nanny leicht deplatziert und warum Watson Junior ein &#8211; zugegebenermaßen sehr schönes melancholisches &#8211; Solo zum Besten gibt, wird auch nicht klar. Die Ensemblenummer vor dem Hintergrund eines Golfturnier erinnert vage an „Rebecca“, aber man verzeiht dies, da sie in diesem Fall die Vielseitigkeit aller Künstler zeigt. Dagegen macht der finale Song von Mrs. Mason, den Stephanie Tschöppe mit viel Bitterkeit und Energie vorbringt, Lust auf mehr. Auch John Voijs geht in den rockigen Nummern auf, die die Unangepasstheit seines Alter-Egos exzellent unterstreichen. Einzig die Finalnummern zum Abschluss des ersten und zweiten Akts wirken noch unfertig und so schließt sich der imaginäre Vorhang etwas plötzlich und unerwartet.</p>
<p class="Body">„Sherlock Holmes 2.0“ ist ein sehr abwechslungsreiches, kurzweiliges Krimi-Musical, in dem der Zuschauer unweigerlich zum Miträtseln eingeladen wird. Die Charaktere sind stark und wurden vom Ensemble treffend dargestellt. Die Musik bedient ein eher junges Musicalpublikum und hält sich nicht an Standards fest. Auch wenn ich nicht glaube, dass es das Stück in dieser Form in ein West End Theater schaffen wird, so hat es doch reichlich Potential um während der kommenden Spielzeit die Plätze in einem Stadttheater zu füllen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Gruenspan, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>26. August 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Robin Brosch, Timmy Haberger, John Voijs, Jan Schwartzkopff, Stephanie Tschöppe, Jeanne. Marie Nigl</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Idee / Musik:</span></strong> <span class="Bold"> Rudi Reschke / Christian Heckelsmüller<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Lars Kläring<br />
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